Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, muss der TV Gelnhausen zum Auftakt beim Longericher SC antreten. Los geht es am Mittwoch um 20.15 Uhr. Während die meisten Mannschaften bereits am vergangenen Wochenende in die neue Spielzeit gestartet sind, wird es für den TVG nun erstmals um Punkte gehen. Dabei wartet direkt eine der schwierigsten Aufgaben der Liga.

Nach der intensiven Vorbereitung und dem starken Auftritt bei der knappen 25:27 (14:12)-Niederlage gegen Zweitligist TV Hüttenberg in der ersten Runde des DHB-Pokals ist die Vorfreude entsprechend groß. „Ungewohnt ist für uns natürlich, direkt zum Saisonstart unter der Woche an einem Mittwoch zu spielen. Gleichzeitig ist die Vorfreude aber sehr groß, dass es endlich losgeht. Wir haben richtig Lust auf dieses besondere erste Saisonspiel.“, sagt TVG-Trainer Tim Beckmann.

Herkules-Aufgabe für den TVG

Mit dem Longericher SC wartet allerdings eine echte Herkulesaufgabe auf den TVG. Die Kölner belegten in der vergangenen Saison direkt hinter dem TV Gelnhausen den dritten Tabellenrang und zählen auch in dieser Spielzeit zum erweiterten Favoritenkreis der Süd-West-Staffel. Trotz einiger Abgänge und Neuzugänge im Sommer ist der Kern der Mannschaft weitgehend zusammengeblieben. Auch Trainer Chris Stark steht weiterhin an der Seitenlinie.

Besonders im Rückraum verfügt der LSC nach wie vor über große Qualität. Kapitän Lukas Martin Schulz und Jonas Kämper gehören zu den Spielern, auf die die Gelnhäuser Defensive besonders achten muss. Beide sorgen mit ihrer individuellen Qualität und Wurfstärke für viel Torgefahr.

Dass die Kölner erneut zu den stärksten Mannschaften der Staffel gehören, haben sie bereits in den ersten beiden Pflichtspielen unter Beweis gestellt. Für einen Paukenschlag sorgte Longerich in der ersten Runde des DHB-Pokals. Gegen den Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen setzte sich der LSC mit 37:35 (20:22) durch und zog als einziger Drittligist in die zweite Pokalrunde ein. Dort wartet mit dem VfL Eintracht Hagen der nächste Zweitligist. Auch zum Auftakt in die dritte Liga blieben die Kölner ungeschlagen und erkämpften sich gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden ein 30:30 (16:18)-Unentschieden.

„Longerich hat seine Qualität zuletzt eindrucksvoll unter Beweis gestellt und ist mit seiner körperlichen Präsenz und der großen Torgefahr aus dem Rückraum an einem guten Tag nur sehr schwer zu schlagen“, sagt Beckmann. Der TVG-Trainer erwartet eine sehr physische Partie: „Sie spielen mit einem hohen körperlichen Einsatz und suchen über 60 Minuten konsequent die Eins-gegen-eins-Situationen. Das war sowohl gegen Nordhorn als auch gegen Nieder-Roden deutlich zu sehen.“

Dass dem TVG eine schwierige Aufgabe bevorsteht, zeigt auch der Blick auf die vergangenen Begegnungen. In der vergangenen Saison trennten sich beide Mannschaften zweimal unentschieden. In Köln hieß es 29:29, das Rückspiel in der Hölle Süd endete 28:28. In der Saison zuvor musste sich der TVG sogar in beiden Duellen geschlagen geben. Ein Sieg gegen Longerich gelang den Barbarossastädtern damit seit vier Ligaspielen nicht mehr.

Ein Schlüssel wird am Mittwoch das Umschaltspiel sein. „Für uns wird entscheidend sein, ihr Tempospiel in der ersten und zweiten Welle in den Griff zu bekommen und selbst im Umschaltspiel sehr handlungsschnell zu sein“, sagt Beckmann. Gleichzeitig warnt der TVG-Trainer vor der Widerstandsfähigkeit der Gastgeber: „Gegen Nieder-Roden hat Longerich eine starke Moral gezeigt. Sie haben über den gesamten Spielverlauf sehr intensiv gekämpft, sich auch nach Rückständen immer wieder herangearbeitet und nie aufgehört, Druck zu machen.“

Rückschlag für den LSC

Einen schweren Rückschlag musste der LSC allerdings bereits verkraften. Rückraumspieler Lennart Niehaus zog sich beim Pokalerfolg gegen Nordhorn-Lingen einen Kreuzbandriss zu und fällt den Rest der Saison aus.

Auch beim TV Gelnhausen ist die Personalsituation zum Saisonstart angespannt. Zu den bereits verletzten Alexander Bechert (Knieprobleme), Silas Altwein (Nasenbeinbruch) und Jonas Dambach (Fußprobleme) gesellte sich in den vergangenen Tagen Max Bechert. Der Kreisläufer zog sich im Training einen Mittelhandbruch zu und wird voraussichtlich rund sechs Wochen ausfallen. Damit steht mit Torben Fehl aktuell nur ein etatmäßiger Kreisläufer zur Verfügung. Für Alexander Bechert wird erneut Nachwuchstorhüter Noah Pilgrim in den Kader rücken.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Das ich nicht so ganz “Fußball-affin” bin, hat sich sicher schon rumgesprochen. Aber wenn es um die SPVGG GREUTHER FÜRTH und um den SV Darmstadt 98 geht, dann gucke ich ganz weit über den Handball-Tellerrand hinaus. 🙂

Nach den ersten drei Spieltagen ist die Bilanz allerdings bei beiden noch ausbaufähig und die Bilanz sieht bei den Vereinen unterschiedlich aus. 

Darmstadt 98 wartet weiterhin auf den ersten Saisonsieg. Nach einem 2:2 zum Auftakt gegen Holstein Kiel folgten zwei Niederlagen gegen Dynamo Dresden und Hannover 96. Damit stehen die Lilien nach drei Spieltagen bei einem Remis und zwei Niederlagen.

Bei der Mannschaft wurde kurz vor Ende der Transferperiode noch einmal nachgebessert. William Mikelbrencis wechselte ablösefrei vom Hamburger SV ans Böllenfalltor. Der 22-jährige Rechtsverteidiger bringt bereits reichlich Erfahrung mit und kennt die zweite Bundesliga aus seiner Zeit beim HSV.

Für Greuther Fürth begann die Saison zunächst ebenfalls holprig. Nach einem 1:1 bei St. Pauli und einer 2:4-Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg gelang am dritten Spieltag allerdings der Befreiungsschlag: Die Spielvereinigung gewann bei Energie Cottbus mit 4:3 und feierte damit den ersten Saisonsieg.

Auch auf dem Transfermarkt war das Kleeblatt zum Ende der Transferperiode noch einmal aktiv. Mit dem 20-jährigen Faton Ademi kam ein junges Mittelfeldtalent hinzu. Außerdem wurde Loris Giandomenico vom Grasshopper Club Zürich für eine Saison ausgeliehen. Für den jungen Schweizer Linksverteidiger sicherte sich Fürth zusätzlich eine Kaufoption.

Interessanter nächster Spieltag

Am kommenden Spieltag geht es für Darmstadt zum 1. FC Kaiserslautern, der derzeit Platz sechs innehat, während Greuther Fürth den Erstliga-Absteiger 1. FC Heidenheim empfängt (derzeitiger 4.). Für beide Mannschaften stehen damit interessante Aufgaben an. Darmstadt möchte endlich den ersten Dreier einfahren, Fürth dagegen den Erfolg aus Cottbus bestätigen.

Mal sehen, wie sich die beiden Teams weiterentwickeln. 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die HSG Rodgau Nieder-Roden erkämpft sich beim Longericher SC in der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, ein 30:30 (16:18)- Unentschieden und nimmt damit einen verdienten Punkt aus Köln mit. In einer intensiven und über weite Strecken ausgeglichenen Partie bewiesen die Baggerseepiraten vor allem in der Schlussphase Nervenstärke und Moral.

Die Vorzeichen waren durchaus anspruchsvoll. Der Longericher SC ging nach seinem überraschenden Erfolg im DHB-Pokal gegen den Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen mit viel Selbstvertrauen in den Saisonauftakt. Doch die Rodgauer ließen sich davon nicht beeindrucken und starteten mit großer Energie in die Partie. Von Beginn an präsentierte sich die HSG konzentriert und mit einer starken Körpersprache. In der Offensive fanden die Baggerseepiraten immer wieder gute Lösungen, während die Abwehr gegen die körperlich überlegenen Gastgeber engagiert dagegenhielt. So entwickelte sich von Anfang an ein Spiel auf Augenhöhe. Die Rodgauer erarbeiteten sich zwischenzeitlich einen Fünf-Tore-Vorsprung, der im  weiterenVerlauf etwas bröckelte. Trotzdem behaupteten die Gäste bis zum Halbzeitpfiff eine knappe 18:16-Führung.

Longerich erhöht den Druck

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Longerich den Druck und erzielte schnell den Ausgleich. Doch die HSG hielt dagegen, blieb auch in schwierigen Phasen ruhig und ließ sich nicht von ihrem Weg abbringen. Immer wieder schafften es die Sommer-Jungs, einen Treffer vorzulegen. Vor allem der umsichtige Antreiber Simon Brandt war es, der in dieser Phase das Angriffspiel der Baggerseepiraten mit großer Dynamik und Übersicht leitete. Aber auch die Kölner blieben dran und zeigten ihrerseits, welche Klasse in ihnen steckt. Das spannende und intensive Match entwickelte sich in den letzten Minuten zu einem echten Krimi. Beide Mannschaften hatten mehrfach die Möglichkeit, das Spiel für sich zu entscheiden, letztendlich blieb es aber beim leistungsgerechten 30:30. Ein Punkt, mit dem beide Teams gut leben konnten.

HSG-Trainer Christian Sommer war nach der Partie insbesondere mit dem Auftreten seiner Mannschaft zufrieden: „Wir sind mit einer tollen Körpersprache aufgetreten, haben immer an uns geglaubt.“ Aus einer insgesamt starken Mannschaft ist Luca Möller besonders hervorzuheben. Der Youngster feierte ausgerechnet am Spieltag seinen 17. Geburtstag und beschenkte sich und sein Team mit wichtigen Treffern. Für einen 17-Jährigen bei einem anspruchsvollen Drittligaspiel eine bemerkenswerte Leistung – und sicherlich ein Geburtstag, den der junge Baggerseepirat so schnell nicht vergessen wird.

Hoddersen mit 14 Treffern

Ebenfalls überragend präsentierte sich Sam Hoddersen. Der Linksaußen war mit 14 Treffern erfolgreichster Werfer der Baggerseepiraten und stellte wieder einmal seine offensive Qualität eindrucksvoll unter Beweis.

 

 

Das Bild von Luca Möller hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

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Der Deutschland-Achter hat die Weltmeisterschaften in Amsterdam auf dem vierten Platz beendet. In einem hochklassigen und extrem schnellen Finale hielt die Crew lange den Anschluss an die Medaillenplätze, am Ende fehlten knapp 2,5 Sekunden zum Podium. Die Niederlande konnten vor heimischem Publikum ihren WM-Titel verteidigen und blieben vor Großbritannien und Australien. Alle drei Boote unterboten dabei den bisherigen Weltrekord von 5:18,68 Minuten, den der Deutschland-Achter selbst seit 2017 gehalten hatte. Dies gab die Deutschland Achter GmbH in einer Pressemitteilung bekannt.

Für die deutsche Crew war es der Abschluss eines intensiven Finalsonntags mit zwei Rennen innerhalb kurzer Zeit. Bereits um kurz nach 10 Uhr hatte sich der Deutschland-Achter im Halbfinale als Dritter (hinter Holland und Großbritannien) und für das Finale qualifiziert. Nur rund dreieinhalb Stunden später folgte der Kampf um die WM-Medaillen. „Der vierte Platz ist nie schön. Man möchte auf dem Podium stehen“, sagte Bundestrainer Mark Emke: „Aber wenn man bedenkt, wo wir herkommen, war es ein wirklich gutes Rennen. Ich bin absolut stolz auf das Team.“ Die insgeheim erhoffte Medaille blieb zum Saisonhöhepunkt aus, dafür zeigte das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes eindrucksvoll, wie viel Entwicklung im Team steckt und wie nah das Boot inzwischen wieder an der Weltspitze ist.

Starker Auftritt im Halbfinale

Schon im Halbfinale zeigte der Deutschland-Achter, dass mit ihm zu rechnen ist. Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Tassilo von Müller und Theis Hagemeister im Vorlauf saßen beide wieder im Boot mit Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Sönke Kruse und Steuermann Jonas Wiesen. Die Mannschaft fand sofort zu ihrem gewohnten Rhythmus und erwischte einen starken Start, der zunächst die Führung bedeutete. Bis zur 1.500-Meter-Marke blieb das Rennen zwischen den Niederlanden, Großbritannien und Deutschland eng. Als der Einzug ins Finale gesichert war, nahm der Deutschland-Achter auf dem letzten Streckenabschnitt etwas Tempo heraus, um Kräfte für das wenige Stunden später anstehende Finale zu sparen.

Dreimal Weltbestzeit im Finale

Auch im Finale erwischte der Deutschland-Achter einen guten Start und setzte sich zunächst vor die USA und die Niederlande. Anschließend ruderten die Gastgeber an die Spitze, das Feld blieb aber über weite Strecken eng zusammen. Schließlich setzten sich die Niederlande, Großbritannien und Australien entscheidend ab und blieben am Ende alle drei unter der bisherigen Weltbestzeit. Der Deutschland-Achter zog noch an den USA vorbei und sicherte sich somit Platz vier. 2,5 Sekunden fehlten am Ende zu Bronze, knapp drei Sekunden auf Titelverteidiger Niederlande.

„Auf den ersten 1.000 Metern haben wir ein bisschen zu viel Abstand verloren, aber wir haben es geschafft, auf der zweiten Streckenhälfte wieder heranzukommen und auch die USA zu überholen. Das war schon ein großer Schritt“, bilanzierte Emke: „Es sind eben drei Boote, die den Weltrekord brechen, und wir waren das vierte.“

„Ein großer Schritt nach vorn“

So bitter der Blick auf die knapp verpasste Medaille beim Anlegen zunächst war, so positiv fällt die Gesamtbilanz aus. Bei der vergangenen Weltmeisterschaft war der Deutschland-Achter auf Rang sieben gekommen. In Amsterdam kämpfte die Crew nun wieder um die Medaillen und verkürzte den Abstand zur Weltspitze deutlich. Auch der Vierer ohne Steuermann belegte mit Rang vier die beste Platzierung seit 20 (!) Jahren, während der junge Zweier ebenfalls eine respektable WM-Platzierung erreichte (Platz 15). „Wir haben auf unserem langen Weg zu den Olympischen Spielen nach Los Angeles einen wirklich großen Schritt nach vorne gemacht“, so Emke: „Wir können es noch besser machen, dafür arbeiten wir jetzt weiter.“

Platz fünf im Mixed-Achter

Der WM-Sonntag endete für das Team Deutschland-Achter mit dem Mixed-Achter Rennen. Nach der EM-Silbermedaille war die Spannung vor dem WM Finale bei René Schmela, Leonard Brahms, Tobias Strangemann, Benedict Eggeling, Frauke Hundeling, Hannah Reif, Lisa Gutfleisch, Sarah Wibberenz und Steuermann Till Martini groß. Früh im Rennen setzten sich jedoch Rumänien, die Niederlande und USA vom Rest des Feldes ab. Den Abstand konnte die deutsche Crew nicht mehr aufholen und ruderte am Ende auf Platz fünf vor der Schweiz und hinter Frankreich. Den Titel im Mixed-Achter gewann Rumänien vor den Niederlanden und den USA.

 

Stimmen aus dem Deutschland-Achter

Jonas Wiesen: “Wir haben hier das beste Rennen der Saison geliefert, uns gut vorbereitet, sind auch mit den Krankheitsausfällen gut umgegangen. Am Ende will man natürlich aufs Podium, das ist vollkommen klar. Aber für uns ist wichtig zu sehen, dass wir hier gute Schritte gemacht haben in den letzten Wochen und Monaten. Wir haben keinen Zweifel dran gelassen, dass wir vorne mit in den Fight gehören.”

Olaf Roggensack: “Wir haben uns vorgenommen, die dritten 500 Meter schnell zu fahren und dann vorne offensiv raus weiterzufahren. Und ich glaube, das haben wir auch gut umgesetzt. Die anderen waren jetzt leider ein bisschen schneller und mit dreimal Weltbestzeit rechnet man natürlich auch nicht. Deswegen finde ich, wir haben das erstmal gut gemacht – und Olympia kommt erst in zwei Jahren. Wir lernen aus jedem Rennen und versuchen weiterhin uns zu steigern.”

Julius Christ: “Es war ein richtig geiles Rennen. Wir sind zwar nur Vierter geworden, aber wir müssen schauen: Wo kommen wir her? Wir wollten erst mal ins A-Finale fahren. Jetzt sind wir Vierter. Klar, Deutschland hat große Ansprüche, das haben wir auch. Aber wir sind jetzt eine halbe Länge hinten, sind 5:20 und mega das Brett gefahren – damit bin ich echt zufrieden. Ich bin da echt sehr happy mit, wie wir jetzt hier auch in Rennen gehen, einfach furchtlos, voll reingebrettert – und das ist geil.”

Frederik Breuer: “Es war ein Schritt in die richtige Richtung. Der vierte Platz ist immer undankbar, weil wir einfach ohne Medaille nach Hause gehen, aber wir haben ein richtig gutes Rennen abgeliefert. Am Ende steht eine Zeit von 5:20 – ich bin noch nie so schnell Rennen gefahren. Ich bin sehr zufrieden damit und denke, es macht Zuversicht fürs nächste Jahr.”

Sönke Kruse: “Klar sind wir ein geiles Rennen gefahren. Wir haben uns stark entwickelt, wir haben stabile Leistungen abgerufen, haben das im Halbfinale taktisch sauber gelöst, das war alles super. Aber mit einem vierten Platz, ein Platz von den Medaillen entfernt, das ist halt ärgerlich. Ich würde lügen, wenn ich jetzt was anderes erzählen würde. Wir sollten jetzt genau den Weg, den wir eingeschlagen haben, weitergehen. Man sieht, wir werden immer schneller und stabiler. Das muss einfach weitergehen, dann werden wir auch diese halbe Länge noch zufahren.”

Theis Hagemeister: “Egal wie schnell du gefahren bist, wenn du nicht auf dem Podium bist, legt man mit einem weinenden Gesicht an. Aber wir sind stark gefahren. Wir wissen auch, dass wir immer noch Raum haben, uns weiterzuentwickeln. Wir haben immer noch Potenzial. Das langfristige Ziel bleibt Olympia, im nächsten Jahr erstmal die Quali. Und das war jetzt ein wichtiger Schritt. Wir gehen mit viel Energie und Motivation in die nächste Saison.”

 

 

Die Ergebnisse:

Achter, Halbfinale: 1. Niederlande 05:20.77 Minuten; 2. Großbritannien 05:21.08 ; 3. Deutschland (Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister, Sönke Kruse, Steuermann Jonas Wiesen) 05:25.88, 4. Neuseeland 05:28.36; 5. Polen 05:41.16; 6. Ukraine 06:13.92.

Achter, Finale: 1. Niederlande 05:17.75 Minuten; 2. Großbritannien 05:17.81; 3. Australien 05:18.28; 4. Deutschland 05:20.71; 5. USA 05:22.32; 6. Italien 05:32.14.

Mixed-Achter, Finale: 1. Rumänien 05:35.75; 2. Niederlande 05:38.42; 3. USA 05:38.61; 4. Frankreich 05:45.71; 5. Deutschland (René Schmela, Leonard Brahms, Tobias Strangemann, Benedict Eggeling, Frauke Hundeling, Hannah Reif, Lisa Gutfleisch, Sarah Wibberenz, Steuermann Till Martini) 05:46.00; 6. Schweiz 05:57.79.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Was für ein Auftakt! Handball Drittligist TV Kirchzell hat in der Staffel Süd-West sein erstes Saisonspiel in der neuen Saison vor heimischem Publikum gegen den TuS Opladen mit 34:31 (17:15) gewonnen. Bis die beiden Punkte endgültig unter Dach und Fach waren, war es allerdings ein hartes Stück Arbeit.

Eine angenehme Überraschung gab es bereits vor dem Anpfiff: Jan Blank-Born, der zuletzt seine aktive Laufbahn aus beruflichen Gründen beendet hatte, unterstützt Andreas Schober künftig als Co-Trainer. Damit hat Cheftrainer Povilas Babarskas eine weitere erfahrene Hand an seiner Seite.

Mario Stark bei seinem ersten Spiel in der Saison 26/27 im TVK-Trikot

Auf dem Feld begann die Partie zunächst mit vorsichtigem gegenseitigem Abtasten. Der Gast stellte eine robuste und unangenehm zu bespielende Abwehr, mit der sich Kirchzell zunächst schwer tat. Es dauerte bis zur fünften Minute, ehe Kapitän Tim Häufglöckner mit dem 1:3 das erste Kirchzeller Tor erzielte.

Opladen behauptete zunächst die Führung, zog über 3:5, 4:7 und 5:8 davon. Erst danach fand der TVK besser ins Spiel und glich zum 8:8 aus. In der 15. Minute kam erstmals Neuzugang und Eigengewächs Mario Stark zum Einsatz, fünf Minuten später folgte Tom Spieß. Trainer Povilas Babarskas hat nun deutlich mehr Möglichkeiten im Rückraum und nutzte diese auch, um seinen Spielern immer wieder Verschnaufpausen zu verschaffen.

Für zusätzliche Emotionen sorgten einige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns, die nicht immer auf Kirchzeller Seite nachvollziehbar erschienen. Beim Stand von 11:11 musste der TVK beispielsweise in doppelter Unterzahl agieren.

In der 21. Minute wechselte Povilas Babarskas im Tor und brachte für Tobias Evers seinen Kollegen Joshua Löffelmann. Beim 13:13 in der 24. Minute war weiterhin Geduld gefragt, bevor der TVK-Trainer zur Auszeit bat. Kirchzell arbeitete sich danach erstmals wieder leicht ab, ging mit 15:14 und 16:14 in Führung und erhöhte auf 17:14. Die Gäste verkürzten noch einmal, sodass es mit 17:15 in die Pause ging. 

TVK hat mehr vom Spiel

Nach dem Seitenwechsel wechselte Opladen erneut im Tor, Kirchzell hatte nun zunächst mehr vom Spiel und präsentierte sich kämpferisch. Auch kleinere Nickligkeiten brachten die Gastgeber nicht aus dem Konzept. Über 20:17 und 21:17 baute der TVK seine Führung aus, doch der TuS blieb hartnäckig und kam beim 21:20 wieder heran. Eine wichtige Szene folgte in der 43. Minute: Joshua Löffelmann entschärfte einen freien Wurf und verhinderte damit den möglichen Ausgleich.

Danach entwickelte sich eine Schlussphase, die an Spannung kaum zu überbieten war. 22:22, 23:23, 25:23 – Opladen blieb dran. Nach der Auszeit der Gäste in der 50. Minute ging es über 26:24 und 27:25 weiter. In dieser Phase zeigten vor allem die jungen Spieler ihre Klasse. Besonders die Linkshänder Niklas Ihmer und Lasse Becker übernahmen Verantwortung und sorgten immer wieder für wichtige Treffer.

Beim 28:27 war weiterhin alles offen. Tobias Evers kehrte noch einmal ins Kirchzeller Tor zurück, doch Opladen glich zum 28:28 aus. Kirchzell legte erneut zwei Tore vor, 30:28, doch der TuS gab nicht auf und stellte beim 30:30 wieder den Gleichstand her.

Kurz vor Schluss wurde es noch einmal hektisch. Eine Zweiminuten-Strafe gegen Mario Stark bedeutete für den TVK Unterzahl – zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Doch jetzt übernahmen die jungen Kräfte Verantwortung: Lasse Becker erzielte das 31:30 und wenig später auch das 32:31.

Bei 59:22 Minuten nahm Trainer Babarskas seine letzte Auszeit. Opladen stellte auf offene Manndeckung um, doch Kirchzell blieb cool. Ihmer traf 59:36 Minuten vor dem Ende zum 33:31. Die Gäste nahmen daraufhin ebenfalls noch einmal die Auszeit, doch die Entscheidung war gefallen: Lasse Becker setzte mit dem 34:31 den Schlusspunkt.

Tobias Evers in Lauerstellung

„Eine schwere Geburt, aber zwei Punkte – das zählt“, fasste Mario Stark die Partie anschließend zusammen. Der TVK habe es Mitte der zweiten Halbzeit verpasst, den Sack frühzeitig zuzumachen. „Unsere jungen Linkshänder haben die Dinger reingemacht, das war super. Wir hätten aber generell ein bisschen mehr Tempo machen müssen.“

Auch Trainer Povilas Babarskas zeigte sich nach dem umkämpften Auftakt zufrieden. „Danke an die Fans“, richtete er zunächst ein Kompliment an das Publikum. „Wir haben uns vorgenommen, mehr Spiele zu Hause zu gewinnen als zuletzt. Mit dieser Stimmung sollten wir das schaffen.“

Opladen sei in dieser Saison stärker als im vergangenen Jahr und habe zudem noch einige verletzte Spieler, so der Kirchzeller Trainer. „Das war gut für uns.“ Gleichzeitig ärgerte ihn, dass sein Team bei einer Vier-Tore-Führung (21:17, Anm. d. Red.) die Gelegenheit verpasste, sich entscheidend abzusetzen. Technische Fehler und Ballverluste brachten den TuS wieder zurück ins Spiel. „Wir hätten ein bisschen mehr Tempo machen müssen. Letztlich bin ich aber zufrieden.“

Und das durfte er nach diesem Auftakt allemal sein: Der TV Kirchzell hat sich mit viel Kampfgeist, Nervenstärke und mannschaftlicher Geschlossenheit die ersten beiden Punkte gesichert – und das vor allem in den Schlussminuten mit toller Unterstützung der Youngsters Ihmer und Becker.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach dem Karriereende von Max Bergold ist Handball Drittligist HSG Hanau auf der Suche nach einer Lösung für die Ausfallzeit von Julian Fulda fündig geworden: Die HSG verstärkt sich mit Linksaußen Mathi Geerken. Der 19-Jährige kommt aus Mittelhessen von der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II in die Brüder-Grimm-Stadt und unterstützt bei den Grimmstädtern bis zum Jahresende.

Das gab der Verein in einer PM bekannt. Weiter heißt es:

„Mit Mathi gewinnen wir einen Linksaußen, der ein gutes Tempo im Umschaltspiel mitbringt und Lust auf die ersten Schritte und Weiterentwicklung in der 3. Liga hat“, erklärt Reiner Kegelmann, der sportliche Leiter der HSG Hanau. „Nach dem Karriereende von Max und dem langwierigen Ausfall von Julian bestand auf dieser Position Handlungsbedarf. Mit Mathi haben wir die Lücke mit einem Akteur geschlossen, der seine Qualitäten bereits auf hohem Niveau in der Jugend-Bundesliga unter Beweis gestellt hat.“

Auf seiner Position unterstützt Geerken die Mannschaft und Positionskollegen Cedric Marquardt. Zu den Stärken des 19-Jährigen zählen sein Tempo im Umschaltspiel, seine Körperlichkeit für einen Außen und seine Sprungkraft – Attribute, die dem Spiel der HSG Hanau unter Coach Axel Spandau entgegenkommen.

Der Wechsel kam unter anderem zustande, damit der gebürtige Mittelhesse sich Spielpraxis in der dritten Liga erarbeiten kann, da in der U23 der HSG Wetzlar weitere drei Positionskollegen zur Verfügung stehen. Geerken ist Sohn von Ex-Handball Bundesliga-Manager (u.a. MT Melsungen) und Ex Handballer Axel Geerken. Bereits im Pokal gegen den HC Erlangen bestritt Mathi Geerken seine erste Partie für die Grimmstädter und sammelte auch Spielminuten für seine Entwicklung. Ein Dank gilt auch der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II für den reibungslosen Ablauf.

„Die erste Station außerhalb meines Heimatvereines“

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe in Hanau, mein neues Team und vor allem auf die ersten Heimspiele vor dem Blauen Block, dessen Wirkung ich bislang nur von der anderen Seite kenne“, sagt Mathi Geerken. „Für mich ist Hanau die erste Station außerhalb meines Heimatvereines. Ich werde mein Bestes geben, um mich in der 3. Liga weiterzuentwickeln und der Mannschaft zu helfen.“

„Mathi bringt genau die Qualitäten mit, die uns in unserer Situation weiterhelfen“, meint HSG-Trainer Axel Spandau. „Gemeinsam mit Cedric wird er ein interessantes Gespann bilden. Beide Spielertypen ergänzen sich und geben uns dort eine entsprechende Variabilität.“

Geerken erhielt seine handballerische Ausbildung in der Jugend von HSG Dutenhofen/Münchholzhausen und hat dort alle Jugendmannschaften durchlaufen. Gemeinsam mit Neuzugang Marek Schöber stand er in der letzten Saison im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft der A-Jugend. Neben dem Handball hat er im Mai seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration abgeschlossen und ist nun als IT-Fachinformatiker in einem Wetzlarer Unternehmen tätig. Nun folgt der Wechsel an den Main in die Brüder-Grimm-Stadt, zur HSG Hanau.

 

 

Das Bild das Mathi Geerken zeigt, hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Platz vier im WM-Finale – mit einem so guten Ergebnis schloss der Vierer ohne Steuermann wie seit 20 Jahren nicht eine Weltmeisterschaft ab. In Amsterdam sorgten René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl für eine neue Euphorie um den Vierer. Die Medaillen gingen die USA (Gold), die Niederlande (Silber) und Großbritannien (Bronze). „Wir sind total glücklich über unser Ergebnis. Darauf können wir sehr stolz sein. Das war insgesamt eine geile Erfahrung“, meinte Mark Hinrichs. Das Quartett bestätigte mit einer konstant guten WM den Gewinn von EM-Bronze vor vier Wochen.

Lest die PM von der Deutschland-Achter GmbH:

„Wenn mir vorher jemand den vierten Platz angeboten hätte, hätte ich sofort unterschrieben. Wenn man das A-Finale erreicht, will man auch um die Medaille mitfahren. Aber wir haben es heute bei den Schiebewind-Bedingungen technisch nicht so sauber gelöst“, sagte Benedict Eggeling.

In den Medaillen-Dreikampf konnte der deutsche Vierer nicht eingreifen. „Die Boote aus den USA und Großbritannien waren die erwarteten Favoriten, die Holländer sind – beflügelt durch das Heimpublikum – auch ein super Rennen gefahren“, zollte Hinrichs den Medaillenbooten seinen Respekt. Genauso wir Tschäge: „Die Drei waren für uns eine kleine Nummer zu groß. Auf den zweiten 500 Metern haben wir etwas abreißen lassen müssen. Heute war die drei Medaillenboote noch ein kleines Stückchen weg, wir nehmen von der WM mit, dass es machbar ist, mit ihnen mitgehen zu können.“

Auf der Bosbaan entschiede das deutsche Quartett schließlich den Dreikampf um Rang vier für sich und setzts sich erneut gegen Rumänien und Neuseeland (mit zwei Silber-Medaillen-Gewinnern von Paris) durch. „Dass wir die starken Rumänen und die Neuseeländer hier auf der Bosbaan jeweils zweimal schlagen konnte, ist ein gutes Zeichen“, meinte Eggeling, für die Regatta aber noch nicht beendet ist: „Jetzt freue ich mich auf den Mixed-Achter. Außer Rumänien kennen wir keines der sechs Boote, es ist alles offen. Aber klar: Wir wollen die Medaille angreifen.“

Achter trotzt allen Widrigkeiten und freut sich auf Sonntag

Einen reibungslosen WM-Einstieg hatte der Deutschland-Achter – aller widrigen Umstände zum Trotz. Im Vorlauf, der nach einer Entscheidung des Weltverbandes worldrowing aufgrund der Wetterbedingungen als Einzelzeitfahren ausgetragen wurde, belegte das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes den zweiten Platz hinter den Niederlanden. Der Deutschland-Achter, bei dem Max John und Tobias Strangemann die erkrankten Tassilo von Müller und Theis Hagemeister ersetzten, benötigte für die 2.000-Meter-Strecke 5:31,70 Minuten, die Holländer waren 1,2 Sekunden schneller. Die schnellsten Zeiten erruderten im Kampf gegen die Uhr Großbritannien (5:29,90), den USA (5:29,99) und Australien (5:30,19).

„Es war ein insgesamt kurioser Tag, der mit einem Feueralarm beim Frühstück begann. Aber mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. Zum Glück haben wir zwei extrem gute Ersatzleute dabei, auf die wir uns verlassen können. Jetzt freuen wir uns auf den morgigen Tag, an dem wir wieder richtige Rennen und dann hoffentlich auch wieder in kompletter Besetzung fahren können“, sagte Sönke Kruse und Steuermann Jonas Wiesen hob hervor: „Das war trotz aller Widrigkeiten ein solider Einstand in die WM. Jetzt gilt es im Halbfinale all in zu gehen, um den Sprung ins Finale zu schaffen.“

Im Halbfinale trifft der Deutschland-Achter am Sonntag (10.05 Uhr) auf Olympiasieger Großbritannien, den Titelverteidiger aus den Niederlanden, Neuseeland, Polen und die Ukraine. Die ersten drei Boote aus diesem Rennen erreichen das A-Finale. „Wir haben richtig Bock auf das Rennen. Das wird spannend, wir sind hoch motiviert“, meinte Schlagmann Frederik Breuer.

 

 

Die Ergebnisse:

Vierer ohne Steuermann, A-Finale: 1. USA 5:41,57 Minuten, 2. Niederlande 5:41,84, 3. Großbritannien 5:44,16, 4. Deutschland (René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs, Jasper Angl) 5:49,64, 5. Rumänien 5:50,14, 6. Neuseeland 5:59,88.

Achter, Vorlauf im Zeitfahren: 1. Niederlande 5:30,53 Minuten, 2. Deutschland (Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Max John, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Tobias Strangemann, Sönke Kruse, Steuermann Jonas Wiesen) 5:31,70, 3. Polen 5:39,35, 4. Ukraine 5:43,26.

 

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der Auftakt in die Handball-Zweitliga-Saison ging für den TV Großwallstadt gründlich daneben. Mit 34:42 (16:21) musste der TVG sich im Derby beim TV Hüttenberg deutlich geschlagen geben.

Viel schwerer als die Niederlage wog aber die Verletzung von Jannek Klein. Der Neuzugang im rechten Rückraum musste in der ersten Hälfte am Fuß behandelt werden und konnte die Partie auch nach der Behandlung nicht fortsetzen. Nach dem Röntgenbild herrscht nun Klarheit über die Verletzung: Jannik Klein hat sich einen Bruch des Mittelfußes zugezogen und muss sich am kommenden Dienstag einer OP unterziehen. Bitter, denn der TVG ist verletzungsfrei durch die lange Vorbereitung gekommen und nun das – und auch noch gleich am ersten Spieltag.

Die Gäste erwischten am Freitagabend einen guten Start und der neue Torhüter Žiga Urbič (in slowenisch Þiga Urbiè, damit es nicht zu Unstimmigkeiten kommt, Anm. d. Red.) zeigte zwei tolle Paraden, Dmytro Redkyn eröffnete den Torreigen und wenig später lag der TVG mit 2:0 und anschließend mit 4:2 in Führung. Die Gastgeber benötigten einige Minuten, um sich auf das Großwallstädter Angriffsspiel einzustellen.

Anschließend übernahm Hüttenberg zunehmend die Kontrolle. Der überragende Rückraum Rechte David Kuntscher, der am Ende 16 von 18 Toren erzielte und vom TVG nie zu stoppen war, traf mehrfach aus dem Rückraum und brachte seine Mannschaft beim 6:5 zum ersten Mal in Front. Der Linkshänder legte weiter nach und erhöhte mit vier Treffern in Folge auf 8:6. Als der TVH beim 10:6 erstmals mit vier Toren vorne lag, nahm André Lohrbach seine erste Auszeit. Die Blau-Weißen verkürzten noch einmal auf zwei Tore (10:8), konnten die Partie jedoch nicht mehr drehen. Hüttenberg hielt das Tempo hoch, nutzte Ballverluste des TVG konsequent und setzte sich über 13:9 und 15:10 weiter ab. Bis zur Halbzeit behaupteten die Gastgeber ihren Vorsprung und gingen mit einer 21:16-Führung in die Kabine. Die vielen mitgereisten TVG-Fans hofften auf eine andere zweite Hälfte. Vor allem musste die Defensive zulegen, denn diese bekam kaum Zugriff auf den Hüttenberger Rückraum.

 

Rückstand bleibt nach dem Seitenwechsel bestehen

Auch im zweiten Durchgang blieb es eine offensiv geprägte Begegnung. Beide Mannschaften erzielten in den ersten achteinhalb Minuten jeweils sieben Treffer, so dass der Abstand beim 28:23 unverändert fünf Tore betrug. Der TVG fand im Angriff immer wieder Lösungen. Yessine Meddeb übernahm Verantwortung und war mit sieben Treffern erfolgreichster Werfer der Gäste. Auch Connar Battermann und Johan Rohwer kamen jeweils auf fünf Tore. In der Defensive gelang es den Gästen allerdings nicht, den Hüttenberger Angriff entscheidend zu bremsen. Vor allem Kuntscher blieb der Dreh- und Angelpunkt und brandgefährlich. In der 44. Minute fing er einen TVG-Pass ab und traf mit seinem bereits 15. Tor zum 30:25. Wenig später baute Danil Dyatlov den Vorsprung der Gastgeber auf 33:25 aus. Damit war die Vorentscheidung gefallen.

Zusätzlich ließ der TVG zwei seiner vier Siebenmeter ungenutzt. Nachdem TVH-Torhüter Yahav Shamir kurz vor der Pause gegen Florian Eisenträger pariert hatte, entschärfte Simon Böhne in der 48. Minute einen weiteren Strafwurf. In der Schlussphase konnte Großwallstadt den Rückstand nicht mehr entscheidend verkürzen. Hüttenberg spielte die Partie konsequent zu Ende und setzte mit einem Kempa-Treffer zum 42:34 den Schlusspunkt. Damit erfüllte die Mannschaft den Wunsch von Trainer Stefan Kneer, der in einer Auszeit, sieben, acht Tore Differenz forderte.

 

Das Bild, das Jannek Klein zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie die Deutschland-Achter GmbH bekannt gab, kam es für den Vorlauf am heutigen Nachmittag im Deutschland-Achter zu einer krankheitsbedingten Umbesetzung. Tassilo von Müller und Theis Hagemeister fielen krankheitsbedingt für den Vorlauf aus. Sie wurden ersetzt durch Tobias Strangemann (Position 2) und Max John (Position 5).

Gegner im Vorlauf waren die Niederlande, die Ukraine und Polen. Von insgesamt 13 gemeldeten Achtern erreichen zwölf Boote die Halbfinals am Sonntag. „Die Umbesetzung ist eine Vorsichtsmaßnahme. So haben die Beiden einen weiteren Tag zur Erholung. Ich gehe davon aus, dass sie am Sonntag wieder dabei sein können“, sagte Bundestrainer Mark Emke.

 

 

 

Archivbild: Carsten Oberhagemann

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Voller Spannung blickt das Team Deutschland-Achter aufs WM-Wochenende in Amsterdam. Am Samstag, dem sechsten Tag der Weltmeisterschaften auf der Bosbaan, steigt der Deutschland-Achter ins Renngeschehen ein: Im Vorlauf (15.52 Uhr) trifft das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes auf die Niederlande, die Ukraine und Polen. Zuvor bestreitet der Vierer ohne Steuermann sein A-Finale (11.46 Uhr). Es geht gegen die USA, die Niederlande, Großbritannien, Rumänien und Neuseeland. So gibt Carsten Oberhagemann in einer PM bekannt.

Der Deutschland-Achter ist seit Mittwoch in Amsterdam und hat ein gewaltiges Rennprogramm vor der Brust: drei Rennen innerhalb von nicht einmal 24 Stunden. Auf den Vorlauf am Samstagnachmittag folgen am Sonntag die Halbfinals (ab 10.05 Uhr) und die Finals (B-Finale um 13.05/A-Finale um 13.38 Uhr) am Sonntag. Die Mannschaft brennt auf darauf, sich mit der versammelten Weltelite zu messen, und ist zuversichtlich: „Die Vorbereitung lief gut. Wir haben in Ratzeburg und Dortmund sehr zielstrebig gearbeitet und sind gute Schritte vorwärtsgekommen“, sagte Steuermann Jonas Wiesen und fügte hinzu: „Durch die spätere Anreise konnten wir uns in Dortmund länger in Ruhe und fokussiert vorbereiten, unsere Übungen und Belastungen fahren. Jetzt sind wir aber froh, hier zu sein. Wir hatten gute Trainingseinheiten auf der Bosbaan und sind froh, dass es jetzt auch für uns losgeht.“

Positiv hat die Mannschaft die bisherigen Erfolge der DRV-Teams aufgenommen. „Es ist schön zu sehen, dass die Mannschaften aus unserer Trainingsgruppe gute Leistungen gezeigt und gute Resultate erzielt haben. Das erhöht auch das eigene Selbstvertrauen“, bemerkte Wiesen, der selbst gemeinsam mit seiner Ehefrau und der früheren Steuerfrau Larina Wiesen auch ein freudiges Ereignis hatte: In der vergangenen Woche kam der gemeinsame Sohn Johann zur Welt. „Das ist ein wunderschönes Erlebnis und gibt mir persönlich eine Extramotivation“, sagte Jonas Wiesen.

„WM-Finale – das ist der Hammer“

Hoch motiviert blickt auch der Vierer ohne Steuermann aufs morgige Finale. René Schmela, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und Jasper Angl überzeugten mit zweiten Plätzen im Vorlauf und Halbfinale (jeweils hinter den Niederlanden), tankten viel Selbstvertrauen und wollen jetzt auch den WM-Abschluss genießen. „Es ist schon geil, dass wir uns über die Saison so gut entwickelt haben. Dass wir jetzt im WM-Finale stehen, ist der Hammer. Wir können vollkommen entspannt und mit einem Lächeln in dieses Rennen gehen und wollen einfach nur Spaß haben“, sagte Schlagmann René Schmela vor dem mit Spannung erwarteten Vierer-Finale in Amsterdam.

Und schließlich – im letzten Rennen der Weltmeisterschaften – steht der Mixed-Achter auf dem Programm. Am Sonntag um 15.08 Uhr wollen René Schmela, Leonard Brahms, Tobias Strangemann, Benedict Eggeling, Frauke Hundeling, Hannah Reif, Lisa Gutfleisch, Sarah Wibberenz und Steuermann Till Martini nach EM-Silber auch die WM mit Edelmetall beenden.

 

 

Archivbild: Carsten Oberhagemann