Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Carsten Oberhagemann, Geschäftsführer und Pressesprecher der Deutschland Achter GmbH, in einer Pressemitteilung bekannt gab, siegte das Duo Klapperich/Hagemeister bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in München vor Frederik Breuer/Leonard Brahms und Mattes Schönherr/Olaf Roggensack im Zweier ohne Steuermann.

Vom Rückstand auf dem ersten Streckenviertel ließen sich nicht aus dem Konzept bringen, am Ende feierten sie einen souveränen Sieg und sicherten sich den deutschen-Meister-Titel im Zweier ohne Steuermann: Paul Klapperich und Theis Hagemeister gewannen auf der Olympiastrecke in München-Oberschleißheim vor Frederik Breuer/Leonard Brahms und Mattes Schönherr/Olaf Roggensack. Wenige Zehntelsekunden dahinter folgten Wolf Niclas Schröder/Rene Schmela auf dem vierten Platz, gefolgt von Benedict Eggeling/Jasper Angl und Tobias Strangemann/Tassilo von Müller.

Gaspedal gedrückt bis ins Nirvana

„Unsere Stärke ist, ab 500 Metern das Gaspedal runterzudrücken, bis wir im Nirvana sind. So war es heute auch. Wir haben uns Schlag für Schlag rangekämpft, vorbeigeschoben, weitergeschoben und mit Abstand gewonnen. Das war ein hartes Rennen. Stark auch von Freddy, Leo, Mattes und Olaf“, sagte Paul Klapperich überglücklich. Ihm fiel nach strapazierenden Wochen ein großer Stein vom Herzen: „Die nationale Selektion ist immer mental ermüdend. Jeder von uns will um die internationalen Medaillen kämpfen, doch vorher müssen da durch. Ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist und wir so souverän durchgekommen sind.“

Wenige Wochen nach dem Boatrace haben die Cambridge-Studenten Frederik Breuer und Leonard Brahms auch im Kleinboot überzeugt. „Das war unsere erste Regatta zusammen im Zweier“, meinte Boatrace-Sieger Breuer: „Wir haben uns von Rennen zu Rennen gut gesteigert. Mehr, als am Ende Zweiter zu werden, hätten wir nicht erwarten können.“

Ein zufriedenes Gesamtfazit zog Mattes Schönherr, der zur Leipzig-Langstrecke noch ausgefallen war und jetzt mit Olaf Roggensack das Podium erreichte: „Das war eine starke Teamleistung. Wir haben viele Zweier auf einem Top-Niveau. Jedes Rennen war hart, in keinem konnte man sich schonen. Im Finale sind wir für unsere gute Arbeit mit Bronze belohnt worden.“

B-Zweier gewinn B-Finale

Das B-Finale gewann der B-Zweier mit Leon Gronbach/Justus Beckmann, die als bestes Nachwuchsboot eine starke Regatta ablieferten. Zweiter wurden Max John und Ben Gebauer, für die sich die Regatta wie ein kleines Comeback anfühlte, nachdem bei ihnen die vorigen Überprüfungen weniger erfolgreich verlaufen waren. „Mit Spaß und Gelato. Nach unserer kurzen Vorbereitungszeit in Italien sind wir zufrieden. Wir sind befreit hergekommen und haben geile Rennen mit guten Endspurts abgeliefert. Dass es so gut lief, damit haben wir nicht erwartet“, sagte Max John.

 

Die Ergebnisse:

Zweier ohne Steuermann, A-Finale:

1. Paul Klapperich/Theis Hagemeister (Bonner RG/Frankfurter RG Germania) 6:47,10 Minuten, 2. Frederik Breuer/Leonard Brahms (Bonner RG/Berliner RC) 6:48,24, 3. Olaf Roggensack/Mattes Schönherr (RC Tegel/RC Potsdam) 6:50,27, 4. Wolf Niclas Schröder/Rene Schmela (Ruder-Union Arkona Berlin/Berliner RC) 6:50,40, Benedict Eggeling/Jasper Angl (RC Favorite Hammonia Hamburg/RV Münster) 6:53,30, 6. Tobias Strangemann/Tassilo von Müller (RC Dorsten/Ruderclub am Baldeneysee) 7:01,09.

B-Finale:

1. Leon Gronbach/Justus Beckmann (RG Speyer/RV Bochum) 7:01,81, 2. Max John/Ben Gebauer (ORC Rostock/Berliner RC) 7:03,36, 3. Lino Zatrow/Julius Kaim (USV TU Dresden/TVK Essen) 7:05,35, 4. Ole Hanack/Laurits Follert (RV Hellas Offenbach/Crefelder RC) 7:06,31, 5. Georg Rieck/Jakob Knapp (Berliner RC) 7:06,52, 6. Carl Sgonina/Vinzent Kuhn (Dresdner RC/RV Münster) 7:11,15.

C-Finale:

1. Kaspar Virnekäs/Ole Bartenbach (Münchener RC von 1880/RG Speyer) 6:52,14, 2. Jannik Metzger/Sven Achterfeld (Marbacher RV/RRG Mülheim an der Ruhr) 6:53,29, 3. Julian Garth/Simon Schubert (Crefelder RC/RC Germania Düsseldorf) 6:55,72, … 5. Sönke Kruse/Mark Hinrichs (RV Münster/Limburger Club für Wassersport) 7:00,98.
D-Finale: 5. Paul Martin/Tom Tewes (Kettwiger RG/Münchener RC von 1880) 7:10,68.

 

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga verlor die TuSpo Obernburg in Petterweil. Die HSG Bieberau/Modau spielt Unentschieden gegen Hüttenberg II.

 

TuSpo verliert nach starkem Start in Petterweil

Im Auswärtsspiel beim Tabellenvierten TV Petterweil musste sich die TuSpo Obernburg am Ende mit 26:32 (12:17) geschlagen geben. Zu Beginn hielt die TuSpo die Partie nach der frühen 1:0-Führung zunächst offen. Bis zum 8:8 in der 15. Minute begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, wobei vor allem Tobias Raab und Thomas Keck im Rückraum überzeugten und bis dahin bereits fünf Treffer erzielten. Ab Mitte der ersten Halbzeit kippte das Spiel jedoch zugunsten der Gastgeber. Insbesondere Rechtsaußen Jonas Henneberger und Björn Pape am Kreis stellten die TuSpo-Abwehr vor große Probleme. Beim Stand von 15:10 sah sich Obernburgs Trainer Philipp Wollbeck in der 23. Minute gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Bis zur Pause setzte sich Petterweil aber weiter ab und ging mit einer 17:12-Führung in die Kabine.

Obernburg kämpferisch

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Römerstädter zunächst kämpferisch und verkürzten schnell auf 14:17. Auch beim 23:20 in der 49. Minute blieb die Begegnung noch in Reichweite. In der Schlussphase nutzten die Gastgeber jedoch mehrere Fehler konsequent aus und kamen immer wieder zu einfachen Treffern über Gegenstöße. So wuchs der Rückstand bis zur 53. Minute auf 28:21 an. Zwar konnte Thomas Keck nach dem 30:23 vier Minuten vor dem Ende mit drei Toren in Folge noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, doch am Ende musste sich die TuSpo mit 26:32 geschlagen geben.

Obernburgs Trainer Philipp Wollbeck erklärte nach der Partie: „Wir haben uns in der Anfangsphase genau an unseren Plan gehalten und uns dadurch gute Chancen erarbeitet und genutzt. Danach ist uns das phasenweise verloren gegangen, wodurch wir Petterweil zu einfachen Toren eingeladen haben. Am Ende hätten wir uns ein knapperes Ergebnis gewünscht, haben uns aber durch eigene Fehler selbst bestraft.“

 

 

 

 

Falken kommen nicht ins Spiel

Der HSG Bieberau/Modau hat die lange Osterpause (vier Wochen) nicht gut getan, denn gegen die Gäste aus Hüttenberg kamen sie einfach nicht ins Spiel und mussten am Ende mit einer 29:29 (15:14)-Punkteteilung zufrieden sein. 

Gegen die Mannschaft der Rückrunde, den TV Hüttenberg II (nur eine Niederlage gegen Gensungen), taten sich die Hausherren schwer, rannten sich immer wieder an der gut gestaffelten und ordentlich zupackenden Abwehr fest, ließen Harmonie im Angriff vermissen. So entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, mit immer wieder wechselnden Führungen. Nach zehn Spielminuten führten die Falken 5:4, nach 24 Spielminuten stand es 11:12 und zur Halbzeit führten die Falken wieder knapp mit einem Tor (15:14).

Es änderte sich nicht viel

Auch in Halbzeit zwei änderte sich nichts am Spielgeschehen, die Führungen wechselten, ehe Bieberau/Modau in der 52. Spielminute nach einem Doppelschlag von Kevin Kunzendorf mit 28:25 in Führung gehen konnte. Doch dieser Vorsprung hielt nicht lange, die Falken konnten nicht zulegen und mussten drei Tore in Folge hinnehmen, so dass es wieder 28:28 in der 56. Spielminute stand. Die bis dahin gut agierenden Schiedsrichter werteten im nächsten Angriff der HSG dann einen völlig korrekten Wurf von Robin Büttner als Gesichtstreffer beim Torhüter und gaben ihm drei Minuten vor dem Ende eine Zeitstrafe. Dezimiert mussten die Hausherren das 28:29 hinnehmen und ein wichtiger Angreifer fehlte ihnen in den letzten Minuten. Trotzdem schafften sie es durch Darren Weber in der 59. Spielminute den 29:29-Ausgleich zu erzielen. Ein letzter Angriff der Gäste brachte nichts mehr ein und so blieb es beim 29:29.

HSG-Trainer Thomas Weber bezeichnete den Ausgang des Spiels als „gerechtes Unentschieden“, und wenn man den Spielverlauf ansieht, hat er damit absolut recht. Seine Mannschaft konnte an diesem Abend nicht an die zuletzt so guten Leistungen anknüpfen und hatte enorme Schwierigkeiten mit den aufgeweckten Gästen aus Hüttenberg. Bieberau/Modau bleibt damit auf Platz drei. Die HSG Gensungen/Felsberg hingegen hat mit dem Sieg gegen Breckenheim/Wallau die Meisterschaft und damit den Aufstieg in Liga drei fest gemacht. 

 

 

Das Bild hat uns die TuSpo, Klaus Zengel, zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

In der zweiten Handball Liga hat der TV Großwallstadt beim Tabellenzweiten Balingen-Weilstetten mit 30:38 (10:18) verloren. Erneut machte sich die dünne Personaldecke im Rückraum bemerkbar. Trainer André Lohrbach konnte nur auf elf Spieler zurückgreifen, darunter die beiden Akteure aus dem Anschlusskader Theo Buchinger und Konstantin Knabe.

Die Gastgeber erwischten den deutlich besseren Start und setzten sich, auch begünstigt durch zahlreiche Zwei-Minuten-Strafen gegen den TVG, früh ab. Mitte der ersten Halbzeit reagierte Trainer Lohrbach mit der Umstellung auf das 7:6, doch der gewünschte Effekt blieb aus. Stattdessen nutzte Balingen die sich bietenden Chancen konsequent und kam zu mehreren Treffern ins leere TVG-Tor. So ging es mit einem klaren 10:18-Rückstand für den TVG in die Pause.

Ausgeglichene zweite Hälfte

Im zweiten Durchgang zeigte der TV Großwallstadt jedoch ein anderes Gesicht. Mit mehr Kampfgeist und deutlich verbesserter Offensive gelang es, die Partie ausgeglichener zu gestalten. Immer wieder fanden die Gäste Lösungen und konnten den zweiten Abschnitt sogar ausgeglichen gestalten. Trotz dieser Leistungssteigerung ließ sich der Rückstand aus der ersten Hälfte nicht mehr entscheidend verkürzen.

 

 

 

Bild: TVG

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Auch im zweiten Aufeinandertreffen mit Tschechien verlor die DEB-Auswahl. Diesmal ging die Partie in Karlsbad mit 1:4 aus. Das Tor für die deutsche Mannschaft erzielte Daniel Fischbuch. Bereits nach dem Spiel trat die deutsche Männer Nationalmannschaft ihre Rückreise nach Deutschland an. Das Team kommt wieder am heutigen Montag, den 20. April 2026, zur zweiten Phase der WM-Vorbereitung in Augsburg zusammen, um sich auf die beiden Heim-Länderspiele gegen die Slowakei vorzubereiten.

Kader für Länderspiele gegen die Slowakei steht fest
 
Das Aufgebot der Männer-Nationalmannschaft für die zweite Phase der Vorbereitung auf die IIHF Weltmeisterschaft 2026 in der Schweiz im kommenden Mai steht fest. Bundestrainer Harold Kreis hat 26 Spieler nominiert, die am Montag in Augsburg zusammenkommen und sich vor Ort auf die nächsten Aufgaben vorbereiten.
 
Highlights der kommenden Vorbereitungswoche sind zwei Heim-Länderspiele gegen die Slowakei: am Donnerstag, den 23. April 2026, um 20 Uhr in Kaufbeuren sowie am Samstag, den 25. April 2026, um 17 Uhr in Augsburg. Ergänzt wird das Programm durch die Frauen-Nationalmannschaft, die an beiden Standorten jeweils gegen die Schweiz antritt – um 17:30 Uhr in Kaufbeuren und um 13:30 Uhr in Augsburg. Die Tagestickets gelten für beide Spiele des jeweiligen Spieltags. 
 
Der Kader für die Länderspiele gegen die Slowaken setzt sich aus drei Torhütern, acht Verteidigern und 15 Stürmern zusammen. Einzige personelle Änderung gegenüber Phase 1: Mit Alexander Karachun (Schwenninger Wild Wings) ergänzt ein weiterer Stürmer das Aufgebot und wird am Montag zur Nationalmannschaft stoßen – ansonsten vertraut Kreis auf die Mannschaft, die bereits die ersten beiden Spiele in Tschechien absolviert hat.
 
Der Coaching Staff bleibt nächste Woche unverändert: Neben Bundestrainer Harold Kreis fungieren weiterhin Mitch O’Keefe (Nürnberg), Heiko Vogler (Wolfsburg) und Sebastian Buchwieser (Kaufbeuren) als Assistenten, Torwarttrainer ist Luca Endres (Frankfurt). DEB-Assistenztrainer Alexander Sulzer stößt in Phase 3 zur Mannschaft.
 
Bundestrainer Harold Kreis äußerte sich zur zweiten Phase folgendermaßen: „Wir wollen unsere Erkenntnisse aus der Woche in Karlsbad verarbeiten und in den beiden Spielen gegen die Slowaken umsetzen. Wir wissen, dass es zwei intensive Länderspiele werden, denn beide Teams befinden sich in einer ähnlichen Phase der Vorbereitung. Die Spieler wollen mit ihren Leistungen auf sich aufmerksam machen. Gleichzeitig ist es für beide Teams wichtig, an Details in Bezug auf System und Taktik zu arbeiten. Mit Alexander Karachun haben wir einen zusätzlichen Spieler nominiert, der Durchsetzungskraft und Körpergröße mitbringt. Seine Hinzunahme gibt uns in der Offensive weitere Optionen.“
 
 
 
 
WM-Vorbereitung 2026, Männer-Nationalmannschaft 
 
16.04.2026 | Tschechien – Deutschland | 5:3 (1:0, 1:2, 3:1)
17.04.2026 | Tschechien – Deutschland | 4:1 (2:0, 1:0, 1:1)
23.04.2026 | 20:00 Uhr | Deutschland – Slowakei (Kaufbeuren)
25.04.2026 | 17:00 Uhr | Deutschland – Slowakei (Augsburg)
30.04.2026 | 19:00 Uhr | Österreich – Deutschland (Zell am See / AUT)
02.05.2026 | 17:00 Uhr | Deutschland – Österreich (Garmisch-Partenkirchen)
10.05.2026 | 17:00 Uhr | Deutschland – USA (Mannheim)
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, war der Longericher SC für den TV Kirchzell eine Nummer zu groß. Der TV Gelnhausen gewann gegen Homburg und die HSG Hanau punktete gegen Münster.

 

TVK verliert, macht aber Klassenerhalt fest

Beim starken Longericher SC Köln konnte der TV Kirchzell nichts ausrichten und musste sich am Ende mit 28:38 (13:17) geschlagen geben. Allerdings war dieses hohe Ergebnis zehn “schlechten” Minuten des TVK geschuldet. Hinzu kam, dass der Gast erneut ersatzgeschwächt antreten musste. Tom Spieß plagte sich mit einer Handgelenksverletzung herum und konnte nur sporadisch helfen. Kapitän Tim Häufglöckner fehlt noch immer, ebenso wie Louis Hauptmann. Und auch Joshua Osifo fehlt noch. Also mussten wieder die Jungen viel Verantwortung übernehmen.

Die Mannschaft von Trainer Povilas Babarskas startete gut (2:1), ließ sich im weiteren Verlauf nicht abhängen, so dass die Hausherren nach 14 Minuten schon eine Auszeit nahmen. Bis zum 8:10 (20.) blieb der TVK dran, ehe Longerich auf 12:8 davonzog. Doch die Kirchzeller kämpften, gaben alles, arbeiteten in der Abwehr gut und in der 28. Minute hatten sie den zwischenzeitlichen Drei-Tore-Vorsprung der Hausherren zum 14:13 “abgearbeitet”. Allerdings zeigte der LSC bis zur Pause seine Klasse und so ging es mit 17:13 für den Favoriten in die Pause.

Geackert bis zum Schluss

Nach Wiederbeginn verkürzte der TVK den Rückstand auf drei Tore, doch innerhalb weniger Minuten stand es 21:15 für die Gastgeber (36.). Povilas Babarskas holte seine Jungs zu einer kurzen Besprechung zusammen. Trotzdem zeigte die Anzeigetafel nach 43 Minuten 28:20. Kirchzell gab nicht nach, bekam die zweite Luft und holte schnell auf. 28:24 stand es nach 46 Minuten, 29:26 drei Minuten später. Auch beim 30:27 (51.) war der TVK noch auf Schlagdistanz. Bahnte sich jetzt doch noch eine Überraschung an? So weit kam es nicht, denn wie TVK-Trainer Povilas Babarskas anmerkte, gab es in der Situation einige “interessante Schiedsrichter-Entscheidungen”, die die Hausherren gekonnt ausnutzten. Vor allem der junge Vadym Oskilko bekam dies zu spüren. Wie sagte sein Trainer etwas ironisch nach dem Spiel: “Willkommen im Männer-Handball.” 

Am Ende gab es eine deutliche Niederlage für die Kirchzeller, die – sieht man den kompletten Spielverlauf – etwas zu noch ausgefallen ist. Trotz allem war Povilas Babarkas nicht unzufrieden. Im Gegenteil. Er hatte viel Lob für sein Team übrig. Vor allem sah er es für die Jungen als eine Riesenerfahrung. Mit der Abwehr war er zufrieden, Oleh Soloviov als Abwehrspezialist trug sich auch noch in die Torschützenliste ein, Anton Bayer war in der Defensive sehr präsent und Vadym Oskilko hat erneut eine gute Rolle gespielt. Hinzu kam der Rest des Teams, die alle an einem Strang zogen und gegen eine sehr gute Mannschaft lange auf Augenhöhe waren. “Wir hatten im gesamten Spiel ca. zehn schlechte Minuten, der Kopf war in den letzten Minuten nicht mehr so da, aber alles in allem haben wir ziemlich gut gespielt”, so der TVK-Coach.

Mit dem derzeit neunten Tabellenplatz und 22:32 Punkten hat der TVK den Klassenerhalt perfekt gemacht.

 

 

 

 

 

TV Gelnhausen gewinnt auch in TV Homburg

Der TV Gelnhausen hat mächtig Selbstvertrauen getankt. Die Barbarossastädter gewannen beim designierten Absteiger TV Homburg deutlich mit 46:21 (22:11) und blicken nun voller Vorfreude dem Topspiel am kommenden Samstag gegen Tabellenführer HG Saarlouis entgegen.

Von Beginn an präsentierte sich der TV Gelnhausen hoch konzentriert. „Wir waren von Anfang an hellwach“, sagte Cheftrainer Matthias Geiger. Gestützt auf eine kompakte Abwehr stellte der TVG früh die Weichen auf Sieg. Bereits nach neun Minuten lag die Mannschaft mit 8:1 vorne, Dmytro Redkyn traf zum deutlichen Zwischenstand. Im Tor zeigte Alexander Bechert von Beginn an eine starke Leistung und leitete immer wieder das schnelle Umschaltspiel ein. „Wir haben eine harte, bewegliche Abwehr gestellt, genau so, wie wir es uns vorgenommen hatten“, so Geiger. Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte blieb der TVG klar überlegen. Nach 23 Minuten erhöhte Yannik Mocken auf 18:8 und sorgte erstmals für eine Zehn-Tore-Führung. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie praktisch entschieden. Das Geiger-Team überzeugte durchgehend mit konsequenter Chancenverwertung und hoher Konzentration. Zur Pause stand eine komfortable 22:11-Führung auf der Anzeigetafel. Fairerweise muss erwähnt werden, dass der TV Homburg nicht in Bestbesetzung antreten konnte. „Ein wichtiger Spieler hat gefehlt“, ordnete Geiger ein, betonte aber zugleich: „Dennoch war das eine klasse Leistung von Anfang bis Ende.“

TVG blieb auf dem Gaspedal

Denn auch  nach dem Seitenwechsel blieb der TVG auf dem Gaspedal und knüpfte nahtlos an die starke erste Hälfte an. „Auch gegen den Rückraum sind wir immer wieder rausgetreten und haben die Würfe gut verhindert“, lobte Geiger. Besonders beeindruckend: Bis zur 43. Minute ließ Gelnhausen lediglich einen weiteren Treffer zu. Im Tor stand nun Daniel Drodz, der die starke Torhüterleistung fortsetzte. Offensiv blieb der TVG konsequent und baute den Vorsprung bis zur 45. Minute auf 35:13 aus. Ein entscheidender Faktor war erneut die schnelle Mitte. „In Kombination mit einer starken Torhüterleistung sind wir richtig gut ins Umschaltspiel gekommen und haben das über die gesamten 60 Minuten durchgezogen“, erklärte Geiger. Immer wieder nutzte Gelnhausen Ballgewinne zu einfachen Toren, insbesondere gegen den siebten Feldspieler der Gastgeber. „In diesen Momenten haben wir sehr gut verteidigt und uns dadurch immer wieder einfache, schnelle Tore erarbeitet“, ergänzte der TVG-Coach. Selbst Torhüter Alexander Bechert trug sich dabei zweimal in die Torschützenliste ein.

Offensiv ragten Jonathan Malolepszy und Silas Altwein mit jeweils sieben Treffern heraus, Malolepszy verwandelte zudem alle vier Siebenmeter sicher. Yannik Mocken steuerte sechs Tore bei. Insgesamt war es aber eine starke Mannschaftsleistung, in der jeder Spieler Akzente setzte und wichtige Erfolgserlebnisse im Hinblick auf das anstehende Topspiel sammeln konnte.

Ein kleiner Wermutstropfen war die Verletzung von Finn Broßmann, der sich früh im Spiel einen Finger auskugelte. Dieser konnte von Physiotherapeut Michael Ritzel allerdings schnell wieder eingerenkt werden. „Jetzt müssen wir einfach ein bisschen abwarten, wie der Finger reagiert“, gab Geiger leichte Entwarnung. Neben den Langzeitverletzten Ákos Csaba und Leon David fehlten gegen den TV Homburg auch Simon Belter und Henrik Müller.

 

 

 

 

 

Hanau zeigt Nervenstärke 

Das war nichts für schwache Nerven. Die HSG Hanau hat in einem spannenden Rhein-Main-Derby den 20. Saisonsieg eingefahren. In Kelkheim triumphierten die Grimmstädter mit 31:30 (18:13) über den Aufsteiger TSG Münster und bewiesen dank Jan-Eric Kleemann und Torhüter Saad Khan in den Schlussminuten die entscheidende Nervenstärke. 

„Wir haben heute wieder über 45 Minuten ein ausgezeichnetes Spiel abgeliefert“, resümierte ein erfreuter HSG-Coach Axel Spandau. „Und dass trotz der Ausfälle von Dziugas Jusys und Max Bergold, unseren emotionalen Leadern, und auch der frühen zweiten Zeitstrafe gegen Nils Schröder. Eine super Mannschaftsleistung, auf die wir stolz sein können.“ 

Mit einer personell komplizierten Situation und drei hochemotionalen Heimspielen in den Knochen erwischte die HSG keine gute Anfangsphase. Münster übernahm mit 4:1 die Führung, aber Hanau kämpfte sich schnell zurück. Beim 6:6 (12. Minute) durch Lukas Böhm war Hanau auch mental voll in der Partie angekommen. „Ab da haben wir Münster bis zur 45. Minute deutlich auseinandergespielt“, so Spandau, dessen Team sich über die beiden Außen Sebastian Hein und Julian Fulda immer wieder Chancen erarbeitete.  Nach dem 11:9 von Hein (20.), blieb Hanau auch beim 16:13 von Jan-Philipp Winkler (28.) vorne und nahm den Vorsprung mit in die Pause. Auch Torhüter Benedikt Müller war dem Team wieder ein sicherer Rückhalt. Schon im Hinspiel hatten die Grimmstädter gegen den starken Aufsteiger mit 30:27 die Oberhand behalten und auch diesmal sah es nach Jan-Eric Kleemanns 27:21 (46.) so aus, als würde Hanau schon vor der Schlussphase für klare Verhältnisse sorgen, doch weit gefehlt: Die von Daniel Wernig trainierte TSG Münster kam noch einmal zurück. 

„Irgendwann mussten wir natürlich durchwechseln und Münster hat in diese Phase auf seine erfahrenen Akteure zurückgegriffen“, so Spandau. Die beiden ehemaligen Bundesliga-Profis Patrick Weber und Jonas Ulshöfer stemmten sich für die TSG gegen die Niederlage und nach einem 7:1-Lauf der Hausherren wurde es beim 28:28 (56.) noch einmal richtig spannend. Kurz zuvor hatte auch Abwehrspezialist Nils Schröder die Rote Karte nach drei Zeitstrafen gesehen. Kleemann, Schiefer & Co. gingen jetzt auf das Ganze. Die HSG Hanau wollte unbedingt den 11. Saisonsieg in Serie, das war dem Team deutlich anzumerken. Die Grimmstädter legten immer einen Treffer vor und nach Kleemanns erfolgreich verwandeltem Siebenmeter zum 31:30 (59. Minute), war man bereits dicht dran am Auswärtssieg. Münster holte im Angriff zwar noch einen letzten Strafwurf heraus, aber Saad Khan wurde zum Matchwinner und ließ Weber von der Siebenmeter-Linie scheitern. 

 

 

 

 

Das Bild hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Carsten Oberhagemann, Geschäftsführer Deutschland Achter, bekannt gab, bewerben sich elf Duos vom Stützpunkt Dortmund bei den deutschen Kleinboot-Meisterschaften auf der Regattastrecke in Oberschließheim um den Sieg. Los geht es am heutigen Freitagnachmittag, Finals werden am Sonntag ausgefahren.

Noch ist es recht ruhig an der Regattabahn in München-Oberschleißheim. Vereinzelt gehen die ersten Boote zum Training aufs Wasser. Darunter die Zweier vom Stützpunkt Dortmund. Hier, wo vor über 50 Jahren die olympischen Ruderrennen ausgetragen wurden, finden am Wochenende die Deutschen Kleinbootmeisterschaften statt. Wer im Zweier ohne Steuermann auf dem Podium landet, hat beste Aussichten für die Besetzung der Boote im Männer-Riemenbereich: den Deutschland-Achter, den Vierer ohne Steuermann und den Zweier ohne Steuermann. Vier Rennen sind zu bestreiten: Los geht’s am Freitag mit den Vorläufen, knackig wird’s am Samstag, wo mit Viertel- und Halbfinale zwei Rennen anstehen, und am Sonntag ab 13 Uhr steigen dann die Zweier-Finals.  

Theis Hagemeister und Paul Klapperich, die mit anderen Partnern im Vorjahr in Brandenburg auf dem Podium landeten, wollen nach dem Sieg bei der Langstrecke in Leipzig auch in München überzeugen und auch in München das Siegerpodest erklimmen. Doch der interne Konkurrenzkampf groß. Hoffnungen auf eine vordere Platzierung im 40-Boote-Feld dürfen sich auch die Drittplatzierten von Leipzig, Jasper Angl und Benedict Eggeling, und Rene Schmela/Wolf Niclas Schröder, die bei der Langstrecke den vierten Platz belegt hatten, machen. Elf A-Zweier gehen vom Dortmunder Stützpunkt an den Start. Zurück im Boot ist Mattes Schönherr, der nach auskurierter Verletzung zusammen mit Olaf Roggensack ein bewährtes Duo bildet.

Christ und Brach fallen aus

Seinen Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen kann das Duo Julius Christ/Sönke Kruse. Christ fällt krankheitsbedingt aus – genauso wie Hanno Brach. Beide überzeugten in Leipzig mit starken Ergo-Werten, müssen jetzt aber pausieren. Ihre Zweierpartner Sönke Kruse und Mark Hinrichs haben sich dadurch kurzfristig in einem Zweier zusammengefunden. Gespannt sein darf man auch, wie sich die Cambridge-Kombination mit Frederik Breuer/Leonard Brahms schlagen wird. „Alles sind bestens präpariert. München ist eine der schönsten Regattastrecken, die faire Wettkämpfe ermöglicht. Das Wetter soll einigermaßen stabil bleiben. Wir freuen uns auf die Rennen“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge, die wie ihr Trainer-Kollege Mark Emke spannende Rennen erwartet: „Wir merken, das Team insgesamt wird stärker, was uns gute und neue Möglichkeiten bietet.“

 

Zweier-Paarungen mit A-Kader-Ruderern vom Ruderstützpunkt Dortmund:

– Paul Klapperich/Theis Hagemeister (Bonner RG/Frankfurter RG Germania)
– Benedict Eggeling/Jasper Angl (RC Favorite Hammonia Hamburg/RV Münster)
– Wolf Niclas Schröder/Rene Schmela (Ruder-Union Arkona Berlin/Berliner RC)
– Kaspar Virnekäs/Ole Bartenbach (Münchener RC von 1880/RG Speyer)
– Tobias Strangemann/Tassilo von Müller (RC Dorsten/Ruderclub am Baldeneysee)
– Olaf Roggensack/Mattes Schönherr (RC Tegel/RC Potsdam)
– Julian Garth/Simon Schubert (Crefelder RC/Universitätssportverein TU Dresden)
– Sönke Kruse/Mark Hinrichs (RV Münster/Limburger Club für Wassersport)
– Max John/Ben Gebauer (ORC Rostock/Berliner RC)
– Paul Martin/Tom Tewes (Kettwiger RG/Münchener RC von 1880)
– Jannik Metzger/Sven Achterfeld (Marbacher RV/RRG Mülheim an der Ruhr)

Zeitplan, Zweier ohne Steuermann:

Vorläufe: Freitag, 17.4., ab 16.52 Uhr
Viertelfinale: Samstag, 18.4., ab 11.44 Uhr
Halbfinale: Samstag, 18.4., ab 18.10 Uhr
Finale A und B: Sonntag, 19.4., ab 13 Uhr

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Zum Auftakt der WM-Vorbereitung hat die Eishockey-Männer-Nationalmannschaft eine knappe Niederlage hinnehmen müssen. Vor 3.526 Zuschauern unterlag die DEB-Auswahl in Karlsbad dem Gastgeber aus Tschechien mit 3:5. Torschützen für das deutsche Team in dem insgesamt ausgeglichenen Spiel, das bis zum Ende spannend blieb, waren Alexander Bank, Stefan Loibl und Danjo Leonhardt.
Am heutigen Freitag (Spielbeginn 17 Uhr) stehen sich beide Teams erneut in Karlsbad gegenüber.
 
Bundestrainer Harold Kreis sagte zum ersten Vorbereitungsspiel: „Wir mussten uns zu Beginn erst an das Tempo gewöhnen, das hat ein wenig gedauert und deshalb waren wir zunächst mehr in der Rückwärtsbewegung. Wir haben uns dann aber besser an das Spiel angepasst, mutiger agiert und gute Entscheidungen mit der Scheibe getroffen. Dadurch haben wir uns dann die Chancen in der Offensive erarbeitet und die Treffer erzielt. Morgen wird es sicher wieder ein schnelles Spiel, in dem beide Teams wieder versuchen werden, viele Chancen zu kreieren. Wir werden sicher auch nochmal unsere Unterzahlsituationen anschauen, bei denen wir heute zwei Gegentore hinnehmen mussten.“
 
Stürmer Alexander Blank meinte: „Wir haben etwas gebraucht, um in die Partie zu kommen. Aber am Ende haben wir gut mitgehalten und hatten lange die Chance, das Spiel für uns zu entscheiden. Insgesamt haben wir einen guten Job gemacht, auch wenn man bedenkt, dass wir erst wieder zwei Tage zusammen auf dem Eis stehen. Natürlich freue ich mich auch über mein erstes Länderspieltor. Auch morgen erwarten wir ein ähnliches, laufintensives Spiel, auf das wir uns schon freuen.“
 
Etwas unglücklich sah Stürmer Danjo Leonhardt den Start: „Unser Start war etwas unglücklich mit dem Rückstand, aber wir haben uns sehr gut in die Partie gekämpft und hatten genug Chancen, noch mehr Tore zu erzielen. Im Großen und Ganzen ärgert uns die Niederlage natürlich, aber wir können mit dem Auftritt insgesamt an sich zufrieden sein. Jetzt werden wir dafür sorgen, dass wir uns gut ausruhen, und wollen dann morgen vor allem zum Start besser ins Spiel finden.“
 
 
 
 
WM-Vorbereitung 2026, Männer-Nationalmannschaft
 
16.04.2026 | Tschechien – Deutschland | 5:3 (1:0, 1:2, 3:1)
17.04.2026 | 17:00 Uhr | Tschechien – Deutschland (Karlsbad / CZE)
23.04.2026 | 20:00 Uhr | Deutschland – Slowakei (Kaufbeuren)
25.04.2026 | 17:00 Uhr | Deutschland – Slowakei (Augsburg)
30.04.2026 | 19:00 Uhr | Österreich – Deutschland (Zell am See / AUT)
02.05.2026 | 17:00 Uhr | Deutschland – Österreich (Garmisch-Partenkirchen)
10.05.2026 | 17:00 Uhr | Deutschland – USA (Mannheim)

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt hat am heutigen Freitag eine schwere Aufgabe vor der Brust. Beim Tabellenzweiten HBW Balingen-Weilstetten trifft der TVG auf ein Team, das mitten im Aufstiegskampf steckt. Die Mannschaft von Matthias Flohr kann mit einem Sieg die Serie auf zehn Erfolge ausbauen und unterstreicht mit den Leistungen der vergangenen Partien auf jeden Fall die Aufstiegsambitionen. Zuletzt hatte man TuSEM Essen eine bittere Niederlage zugefügt und das, obwohl Flohr auf seinen besten Torschützen Sascha Pfattheicher, der auch das Ranking der 2. HBL mit 202 Toren (davon 113 Siebenmeter) anführt, verzichten musste. Und auch Spielmacher Elias Huber stand nicht zur Verfügung. Dass das Ergebnis dann so eindeutig ausfiel, zeigt, dass der Kader der Baden-Württemberger so stark ist, dass auch solche Ausfälle ohne Probleme kompensiert werden können.

TV Großwallstadt muss auf Kapitän Patrick Gempp verzichten

Doch auch der TV Großwallstadt hat in den letzten Partien gezeigt, dass man mit viel Willen und Einsatz die personellen Probleme wegstecken und die Mannschaft immer wieder Höchstleistungen vollbringen kann. Ein gutes Beispiel dafür ist der Sieg gegen den zuletzt Tabellenvierten VfL Eintracht Hagen. Doch reichen die Kräfte auch gegen ein so starkes Team wie HBW Balingen-Weilstetten aus, das vor heimischer Kulisse sicherlich einen Erfolg fest eingeplant hat? Der nächste Ausfall hatte sich schon vor der Partie am vergangenen Sonntag abgezeichnet, als Patrick Gempp nicht im Aufgebot stand, weil er sich beim Aufwärmen während eines Sprungs eine Verletzung des Kniegelenks zugezogen hat und nun erst einmal pausieren muss.

Hinspiel verloren

TVG-Trainer André Lohrbach muss also wieder in die Trickkiste greifen, um mit den verbliebenen Akteuren eine gefährliche Mannschaft dem Gastgeber gegenüberzustellen. Dass das möglich ist, haben die Blau-Weißen bereits im Hinspiel gezeigt. Da hat man auch mit dezimiertem Kader den HBW Balingen-Weilstetten lange geärgert, so dass die Partie erst in den letzten Minuten mit 30:34 entscheiden wurde. Und genau da möchte man morgen dann auch wieder ansetzen

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 Mit großer Trauer nimmt der TV Großwallstadt Abschied von seinem Ehrenmitglied Klaus Zöll. Er war eine Persönlichkeit, die den TV Großwallstadt mit Bodenständigkeit, Kompetenz und Vision an die Spitze des Handballsports geführt hat. Bei der 100 Jahr Feier im letzten Jahr wurde er dafür als Erster mit drei weiteren Spieler-Größen in die neue Hall of Fame des TV Großwallstadt aufgenommen. Sein Wirken wird unvergessen bleiben und seinen festen Platz in der Geschichte des Vereins behalten.

Der TVG hat folgende PM zu seinem Tode bekannt gegeben:

Weitsichtiger Macher und der Konkurrenz stets einen Schritt voraus

 Kurt Klühspies ist beileibe nicht der Einzige, der in Klaus Zöll eine der prägendsten Persönlichkeiten in der Geschichte des TV Großwallstadt sieht. Zu Recht bezeichnet der Obernburger Verleger Eric Erfurth in seiner 2013 erschienenen TVG-Chronik den Ex-Trainer und -Manager als »sportliche Führungsfigur«, die der Club »mit seinen Ausnahmehandballern Hofmann und Klühspies so dringend benötigt« habe. Am vergangenen Samstag ist Zöll, der für seine Tatkraft bekannt war, im Alter von 81 Jahren auf Sardinien gestorben

Im Großfeld-Finale dabei

Der in Gönnern im Kreis Biedenkopf geborene Zöll war 1967 als Spieler des SV Crumstadt zum TVG gekommen. Bei den Wällstern durfte er in seiner ersten Saison das Endspiel um die deutsche Meisterschaft auf dem Großfeld bestreiten. Diese legendäre Partie gegen Grün-Weiß Dankersen auf dem Bieberer Berg in Offenbach ging vor 23.000 Zuschauern mit 16:19 verloren. Zwei Jahre später stieg Zöll mit dem TVG in die Hallenhandball-Bundesliga auf.

Seine größten Erfolge bei den Unterfranken feierte Klaus Zöll als Trainer. Von 1976 bis 1979 und von 1980 bis 1982 war er für die sportlichen Belange bei den Blau-Weißen verantwortlich. Auf sein Konto gehen in dieser Zeit vier deutsche Meistertitel. Und mit der Mannschaft um Klühspies und Torhüter Manfred Hofmann holte er 1979 in zwei Endspielen gegen den DDR-Meister SC Empor Rostock den Europapokal der Landesmeister. Zum ersten Mal stellte Großwallstadt die beste Handballmannschaft Europas.

»Klaus Zöll war neben Manager Gerhard Zengel derjenige, der den TVG entscheidend vorangebracht hat. Er war weitsichtig und den anderen immer einen Schritt voraus«, erinnert sich Kurt Klühspies. So habe Zöll stets darauf geachtet, die Bundesliga-Konkurrenten im Trainingsumfang zu übertreffen. »Haben die anderen Clubs dreimal pro Woche trainiert, dann hat er ein viertes Training anberaumt. Als die nachzogen, mussten wir fünfmal ran«, so Klühspies. So verschaffte der Coach seiner Mannschaft immer wieder Wettbewerbsvorteile, und so entwickelten sich die Feierabendhandballer zu Halbprofis.

Gutes Auskommen mit Vlado Stenzel

Der TVG profitierte zudem vom guten Verhältnis Zölls zu Bundestrainer Vlado Stenzel. Der Kroate hatte im Juli 1974 die westdeutsche Nationalmannschaft übernommen und führte sie – mit den TVG-Spielern Klühspies, Hofmann und Manfred Freisler – vier Jahre später in Brøndby (Dänemark) sensationell zum Weltmeistertitel. Der impulsive Stenzel, »Magier« genannt, und der analytische Zöll – beide waren Visionäre, die den Handballsport entwickelten. Was den Großwallstädtern auch zugutekam, waren das große Kontaktnetz und das Know-how, das sich Zöll durch seine hauptberufliche Arbeit im Bundesausschuss für Leistungssport gesichert hatte. Ein Beispiel: Über die Deutsche Sporthilfe organisierte er Rennräder, die seine Handballer sonntags in einer zusätzlichen Trainingseinheit zur Regeneration zu nutzen hatten. Zöll konnte als Coach »ein harter Hund« sein (Klühspies: »Trainer sind ja nicht dazu da, die Spieler zu streicheln«), vor allem aber habe er es verstanden, »die Mannschaft zu führen«. Und: Bei gegebenem Anlass konnte er auch »ausgiebig feiern«.

Engagement für Jo Deckarm

Nach der Saison 1981/82 wechselte Klaus Zöll ins Management und wirkte maßgeblich an einer Neustrukturierung des Clubs mit. Aber sein Leben für den Sport ging weit darüber hinaus. So war Klaus Zöll Unternehmer im Sportmarketing, Repräsentant eines Sportartikelherstellers und auch Vizepräsident des Deutschen Handballbundes. Und er setzte sich für den bei einem Europapokalspiel 1979 schwer verunglückten Joachim Deckarm ein. Sein Engagement beim TVG endete 1996, sein Wirken allerdings bleibt unvergessen.

Der TV Großwallstadt ist in Gedanken bei seiner Frau, seinen Töchtern, seinen Enkeln sowie allen Angehörigen und wird in der kommenden Partie mit Trauerflor auflaufen. Zudem wird beim Heimspiel am 26.04.2026 ein Kondolenzbuch ausliegen.

 

Ich habe Klaus Zöll persönlich gekannt, hatte sehr viel mit ihm zu tun, da ich ja jahrelang für meine Heimatzeitung den TVG pressemäßig betreute. Viele schöne Erinnerungen werden mir bleiben. RIP, lieber Klaus.

 

 

Bild: TVG

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt und die TVG Junioren Akademie geben bekannt, dass der U19-Spieler Theo Buchinger zur kommenden Saison einen Vertrag bei der Bundesliga-Mannschaft erhält. Dieser läuft bis 2029.

Damit setzt der Verein wiederholt auf die eigene Jugend und führt die Arbeit der vergangenen Jahre fort. Buchinger, der seit 2022 in der TVG Junioren Akademie e.V. ausgebildet wird, gehört bereits seit der aktuellen Spielzeit zum Anschlusskader der TV Großwallstadt GmbH. Der 18-jährige Kreisläufer stand in der Saison 2025/26 bis dato elfmal im Kader und war auch beim DHB-Pokalspiel gegen den SC Magdeburg dabei.

Timo Scherer, Vorstand der TVG Junioren Akademie e.V., ist sehr stolz auf die Entwicklung: „Für uns als TVG Junioren Akademie e.V. ist das ein ganz wichtiges Signal: Der Weg aus der eigenen Ausbildung in den Profibereich ist möglich. Wir sind sehr stolz auf Theo’s Entwicklung und freuen uns über diesen verdienten Schritt.“

Wertvolle und hervorragende Arbeit der TVG Junioren Akademie e.V.

Geschäftsführer Michael Spatz hat den talentierten Buchinger bereits seit seinem Wechsel an die Akademie im Blick: „Theo ist ein ehrgeiziger junger Mann, der neben viel Talent auch enormen Willen und maximale Motivation mitbringt. Wir haben ihn in dieser Saison schon in den Anschlusskader befördert, da er im Training tolle Leistungen zeigt. Nun möchten wir Theo für seinen Einsatz belohnen und statten ihn – obwohl er noch parallel ein Jahr A-Jugend spielen wird – bereits zur kommenden Saison mit einem Vertrag bei uns aus. Mit diesem Schritt unterstreichen wir noch einmal die hervorragende Arbeit der TVG Junioren Akademie e.V. und die tolle generelle Entwicklung in den letzten Jahren. Ein großes Kompliment an alle Förderer und Unterstützer der Junioren Akademie, egal ob Vorstand, Trainer oder Unterstützer in anderer Funktion. Es ist für uns absolut wertvoll, wenn Nachwuchstalente aus der eigenen Jugend den Schritt in den Profibereich so gut ausgebildet machen können. “

Hervorragender Abwehrspieler mit großem Potenzial

Auch von seinen beiden derzeitigen Trainern erhält Buchinger viel Lob. Bundesliga-Coach André Lohrbach: „Mit Theo nehmen wir einen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in den Kader, der vor allem in der Defensive schon angedeutet hat, welches Potenzial in ihm steckt. Es wird jetzt in den nächsten Jahren unsere Aufgabe sein, da Stück für Stück mit viel Training, Fleiß, Ehrgeiz und Geduld seine Stärken weiter herauszubilden und an das Profiniveau heranzuführen und darauf freu ich mich.“

Und auch U19-Trainer Edis Hodzic findet nur lobende Worte für seinen Schützling: „Es freut mich sehr für Theo und die TVG-Familie. Er ist bei uns seit dem C-Jugend-Alter und man hat bei ihm sofort gemerkt, dass er das Herz an der richtigen Stelle hat. Das ist im Handball enorm wichtig. Er ist für sein Alter ein hervorragender Abwehrspieler. Ich kenne wenige Akteure, die in diesem Alter schon so gut verteidigen können. Theo ist sehr athletisch und es steckt wahnsinnig viel Potenzial in ihm. Er kommt aus der Region, wurde in der Akademie ausgebildet – dass er jetzt einen Vertrag bei der GmbH erhält, ist ein wichtiges Statement für unsere Arbeit. Ich hoffe, dass dieser Schritt Theo noch einmal mehr motiviert, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und noch härter an sich zu arbeiten, um sich auf dem Niveau beweisen zu können. Theo ist in meinem Team ein absoluter Leader.“

Dankbar für das Vertrauen

Theo selbst zeigt sich ebenso sehr glücklich über seinen ersten Vertrag im Profibereich: „Ich bin dankbar für das Vertrauen und die Chance beim TV Großwallstadt und freue mich, Teil der Mannschaft zu sein. Ich will weiter hart arbeiten, damit wir als Team unsere Ziele erreichen.“ Der junge Spieler ist am 07.01.2008 in Seligenstadt geboren. Er erlernte das Handballspielen im Alter von fünf Jahren bei der SG Rot-Weiss Babenhausen. 2022 wechselte er in die TVG Junioren Akademie e.V. Dort durchlief er alle Jugendmannschaften bis zur A-Jugend und stand zur Saison 2025/26 bereits im Anschlusskader der Bundesliga-Mannschaft des TV Großwallstadt. 

 

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür