Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, tritt der TV Kirchzell am Freitag beim Longericher SC Köln an. Die HSG Hanau spielt ebenfalls schon am Freitag in Münster. Am Samstag gastiert der TV Gelnhausen beim TV Homburg.

 

TV Kirchzell ist gefordert

Bereits am Freitag muss der TV Kirchzell beim Tabellenvierten Longericher SC Köln antreten. Die Partie wurde vorverlegt, da anscheinend alle vom LSC am Wochenende beim Final Four in Köln mithelfen. 

Nach dem Erfolg am vergangenen Wochenende fährt der TVK gestärkt zum LSC, wohlwissend, dass der Gegner ein schweres Kaliber ist. Aber der Druck ist den Kirchzellern etwas genommen, denn der Vorsprung auf die Abstiegsränge hat sich vergrößert. “Über den kommenden Gegner brauchen wir nicht groß reden. Er ist in der Rückrunde eine der stärksten Mannschaften und zählt zu den Topteams. Der LSC ist gleichmäßig gut besetzt, wobei der Kreisläufer noch etwas hervorsticht”, weiß TVK-Coach Povilas Babarskas zu erzählen. 

Und der Trainer weiß auch, dass es in diesem Spiel erneut nur über den Kampf und den Einsatz geht. “Wir dürfen uns keine Schwäche erlauben, denn wenn die ins Laufen kommen, wird es richtig schwer für uns. Wir können dort nur gemeinsam bestehen.” Trotzdem kann der TVK befreit aufspielen, denn beim LSC wird nicht unbedingt ein Sieg erwartet.

Ein schönes Signal ist auch, dass Ievgen Zhuk seinen Vertrag während der Woche verlängert hat und Povilas Babarskas auch in der kommenden Saison auf den sicheren Schützen zählen kann. 

 

 

 

 

Hanau greift nach dem nächsten Sieg

Nach drei Heimspielen in Serie geht die HSG Hanau am Freitagabend wieder einmal auswärts auf Punktejagd. Die Grimmstädter treffen in der Sporthalle der Eichendorffschule Kelkheim auf den Aufsteiger TSG Münster. Für das Rhein-Main-Derby reisen Kleemann, Schiefer & Co. mit breiter Brust an, den zuletzt gelangen den Blau-Weißen in der Staffel Süd-West spektakuläre elf Siege in Serie mit einem hart erkämpften Heimsieg am vergangenen Wochenende. 

„Natürlich wollen wir jetzt an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen und mit einer starken Leistung unseren Flow weiter ausbauen“, meint HSG-Cheftrainer Axel Spandau. „Aber Münster wird mit Sicherheit noch auf eine Revanche für die Niederlage in der Hinrunde aus sein.“ 

Die Punkte im Hinspiel gingen im November mit 30:27 an die HSG Hanau. Für Spandau war damals allerdings nicht nur der Derbysieg gegen die Kelkheimer entscheidend, sondern auch das Selbstverständnis, welches Hanau nach dem überzeugenden Heimsieg entfachte. In den nachfolgenden 16 Saisonpartien gingen die Blau-Weißen gerade einmal in zweien als Verlierer vom Feld. Zuletzt untermauerte die HSG mit zwei Siegen gegen Gelnhausen und Saarlouis den klaren Anspruch auf den dritten Tabellenrang und die damit verbundene Qualifikation für den DHB-Pokal 2026/27. 

Bevor es am 25. April, in der Heimpartie gegen den viertplatzierten Longericher SC Köln, zum Endspiel um eben jene Qualifikation für den Pokal kommt, will die HSG auch in Kelkheim überzeugen. Der Tabellenfünfte mit seinem Trainer Daniel Wernig spielt als Aufsteiger ebenfalls eine herausragende Runde, unterlag in der Vorwoche jedoch überraschend dem TV Kirchzell. 

Vor eigener Kulisse dürfte die TSG dementsprechend auf Wiedergutmachung aus sein und mit den ehemaligen Bundesliga-Profis Jonas Ulshöfer, Patrick Weber und Johannes Jepsen hat der starke Liga-Neuling dafür auch die spielerische Qualität – das weiß auch Spandau: „Sie steuern das Offensivspiel der TSG. Mit unserer intensiven Deckung wollen wir sie in den Griff bekommen und im Angriff gilt es, die 5:1-Deckung der TSG gut zu bespielen.“ Die Personalsituation bei den Grimmstädter bleibt allerdings angespannt, denn zuletzt fehlten mit Kapitän Max Bergold, Dennis Gerst und Dziugas Jusys drei wichtige Stützen. 

Einer, der sich auch am Freitagabend wieder Spielanteile erhoffen kann, ist HSG-Youngster Malte Just: „Das wird ein sehr hartes und umkämpftes Spiel werden. Ich hoffe, dass wir mit einer guten Abwehr wie im Hinspiel zu leichten Toren kommen können.“ Wie einfach das gehen kann bewies der 18-Jährige am letzten Spieltag zu Hause gegen Düsseldorf-Ratingen, als er für den verletzten Dennis Gerst im Rückraum zum Einsatz kam und prompt zwei Tore erzielte. „Die TSG Münster wird uns aber rein gar nichts schenken. Wir müssen alles reinlegen, um auch dort wieder die zwei Punkte entführen können“, so der Hanauer Rechtsaußen. 

 

 

 

 

TV Gelnhausen will in Homburg nachlegen

Für den TV Gelnhausen steht am Samstag die nächste Aufgabe an. Die Barbarossastädter gastieren in der Robert-Bosch-Halle beim Tabellenletzten TV Homburg. Auch wenn die Rollen auf den ersten Blick klar verteilt sind, erwartet den TVG eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe. Mit aktuell 43:9 Punkten belegt der TV Gelnhausen weiterhin den zweiten Tabellenplatz der Süd-West-Staffel und hat sich bereits vorzeitig für die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga qualifiziert. In den verbleibenden vier Spielen geht es nun darum, den zweiten Platz zu verteidigen und sich die Vizemeisterschaft zu sichern, denn der Vorsprung auf Verfolger HSG Hanau beträgt aktuell nur drei Punkte.

Nach der knappen 28:29 (8:13)-Niederlage beim Derby in Hanau zeigte sich der TVG zuletzt wieder souveräner. Beim deutlichen 32:20 (13:12)-Heimsieg gegen den TuS 82 Opladen überzeugte die Mannschaft insbesondere mit einer starken zweiten Hälfte und möchte an diese Leistung nun auch auswärts anknüpfen.

Der TV Homburg steht mit 6:46 Punkten bereits als Absteiger in die Regionalliga Südwest fest. Dennoch wird die Mannschaft alles daransetzen, sich in den verbleibenden Spielen ordentlich zu präsentieren. Vor allem in eigener Halle konnten die „Honigdachse“ in dieser Saison immer wieder Akzente setzen, fünf ihrer sechs Punkte holten sie vor heimischem Publikum.

Auch das Hinspiel hat gezeigt, dass Homburg nicht zu unterschätzen ist. Zwar gewann der TVG die Partie am Ende mit 30:23 (13:14), doch lange Zeit war es ein ausgeglichenes Spiel. Zur Halbzeit lagen die Gelnhäuser sogar zurück und hatten große Probleme mit den Tempoverschleppungen der Gäste.

Im Fokus steht bei den Homburgern Rückraumspieler Ante Grbavac, der mit 149 Treffern zu den besten Torschützen der Liga gehört. „Um solche Spieler mit viel Wurfkraft zu verteidigen, brauchen wir eine stabile und kompakte Abwehr. Das ist unsere Stärke und die müssen wir auch in Homburg zeigen“, sagt TVG-Cheftrainer Matthias Geiger.

Neben der Defensive wird auch das eigene Angriffsspiel eine wichtige Rolle spielen. „Wir müssen geduldig spielen und unsere Chancen konsequent nutzen“, fordert Geiger. „Die Wurfausbeute war zuletzt schon etwas besser, aber da haben wir noch Luft nach oben.“ Gleichzeitig will der TVG das Tempo hochhalten, um seine Stärken im Umschaltspiel auszuspielen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga geht es nach der langen Osterpause weiter. Die TuSpo Obernburg muss am Sonntag beim TV Petterweil antreten. Die HSG Bieberau/Modau hat am Samstag den TV Hüttenberg II zu Gast. 

 

Schwere Aufgabe für die TuSpo

Die Osterpause kam den Obernburgern gerade recht, denn nach vier Niederlagen in Folge und vielen personellen Problemen konnte die Mannschaft etwas durchschnaufen. Die letzten Spiele wurden sicher gut aufgearbeitet, so dass es jetzt voller Tatendrang nach Petterweil geht. Die Hausherren sind für ihre Heimstärke bekannt, sind sehr abwehrstark mit einem guten Torhüter und die TuSpo muss am Sonntag um 18 Uhr versuchen, Petterweil nicht ins Tempospiel kommen zu lassen. Ein besonderes Augenmerk sollte der Gast auf Martin Habenicht (LA), Björn Pape (Kreis) und Jonas Koffler (RL) haben. Im Heimspiel hat sich die TuSpo ein 28:28 erkämpft.

 

 

 

 

HSG Bieberau/Modau mit interessantem Spiel

Eine interessante Aufgabe wartet am Samstag um 19 Uhr auf die HSG Bieberau/Modau, wenn die zweite Mannschaft des Zweitligisten TV Hüttenberg nach Groß-Bieberau kommt. Zum einen handelt es sich um eine gut ausgebildete Mannschaft, die das Tempo liebt und meist mit einer vorgezogenen Abwehr spielt, zum anderen haben sie von ihren letzten neun Spielen nur eines gegen den Tabellenprimus Gensungen verloren und dabei mit ihren Siegen gegen die Top Teams aus Baunatal und Breckenheim/Wallau aufhorchen lassen. 

Damit steht der TV Hüttenberg II aktuell mit 17:25 Punkten auf Platz neun im gesicherten Mittelfeld der Tabelle und hat sich erfolgreich aus der Gefährdungszone des Abstiegs entfernt. Auswärts gewannen sie zweimal und konnten ebenfalls zweimal Unentschieden spielen. In Hüttenberg konnte die HSG im Hinspiel mit 33:40 gewinnen.

Keine leichte Aufgabe für die Hausherren, die wieder konzentriert und aufmerksam agieren müssen. Die Fehlerquote muss gering gehalten werden, denn Hüttenberg nutzt jede Unaufmerksamkeit zu einfachen Toren aus. In der Abwehr muss ordentlich gearbeitet werden und vor allem muss die HSG den treffsicheren Rückraumschützen Jannis Wrackmeyer im Auge behalten. HSG-Trainer Thomas Weber sagt: „Wir müssen gegen Hüttenberg sehr konzentriert und wachsam sein und von Anfang an versuchen zu unserem Spiel zu finden.“

 

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In der zweiten Handball Liga trotzte der TV Großwallstadt all seiner Personalsorgen und überzeugte im Spiel gegen den VfL Eintracht Hagen mit einer tollen Abwehrleistung. Am Ende stand ein 30:28 (15:14)-Erfolg, der jetzt Luft zu den unteren Tabellenrängen verschafft.

TVG-Trainer André Lohrbach musste aufgrund der angespannten Personalsituation wiederholt improvisieren. Als dann beim Aufwärmen vor der Partie auch noch Kapitän Patrick Gempp anzeigte, dass es für ihn an diesem Tag keinen Einsatz geben würde, standen die Vorzeichen wahrlich nicht gut. Doch der TV Großwallstadt nahm die Außenseiterrolle an und trotzte allen Personalsorgen.

Von Beginn an zeigte die Defensive eine bärenstarke Leistung und brachte den Gegner immer wieder ins Zeitspiel. Connar Battermann erzielte in der dritten Spielminute den ersten Treffer, Pierre Busch glich zum 1:1 aus. Battermann und Florian Eisenträger legten nach einer Sieben-Meter-Parade von Leon Nowottny im Tor auf 3:1 vor. Doch der Gegner glich erneut aus, ging in der 13. Spielminute durch Josip Jukic sogar in Führung (6:5), die Jan von Boenigk auf 8:6 ausbaute. Der TVG blieb dran. In der 23. Minute war es Eisenträger, der sein Team wieder in Front brachte (11:10). Leider musste er vier Minuten später durch eine viel diskutierte rote Karte das Spielfeld verlassen. Eine weitere Schwächung der Hausherren. Trainer Lohrbach brachte nun Konstantin Knabe aus dem Anschlusskader auf Linksaußen. Bis zur Pause verteidigte der TVG seine knappe Führung (15:14).

TV Großwallstadt nutzt Crunchtime für sich

Nach dem Seitenwechsel traf Knabe auf der ungewohnten Position direkt zum 16:14. Doch Tilman Pröhl und Pierre Busch egalisierten den Spielstand. Beide Mannschaften schenkten sich weiterhin nichts.  Dann war es Anel Durmić im Tor der Blau-Weißen, der wichtige Paraden zeigte, so dass Linkshänder Max Horner und Battermann auf 21:19 in der 45. Minute erhöhten. Der stark aufspielende Horner war es auch, der zum 23:20 traf. Doch Hagen kämpfte verbissen weiter und Luca Richter traf zum 25:24-Anschluss. Dmytro Redkyn stellte in der 55. Minute den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her, doch zwei Treffer von André Alves und es schon stand es wieder Unentschieden. Die Crunchtime nutzte der TV Großwallstadt für sich. Battermann und Redkyn legten zum 29:27 vor, Alves, der zuvor einen Siebenmeter an die Latte warf, netzte vom Strafpunkt zum 29:28 ein. Trainer Lohrbach nahm die Auszeit. Mit Unterstützung der Fans, die ihre Mannschaft toll anfeuerten, gelang es Axel Skaarnæs den Ball zum völlig verdienten 30:28-Sieg im gegnerischen Tor unter zu bringen.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, haben alle drei hiesigen Vereine, der TV Kirchzell, die HSG Hanau und der TV Gelnhausen, Heimsiege feiern können und es gab nur strahlende Gesichter.

 

Krimi in Miltenberg

Nach dem 31:30 (14:17)-Erfolg des TV Kirchzell gab es in der Miltenberger Sporthalle nur strahlende Gesichter seitens der Hausherren. Vor allem Antonio Schnellbacher wurde gebührend gefeiert. Der Außen war es, der in wirklich allerletzter Sekunde den Ball im gegnerischen Tor unterbrachte und damit für Jubelgesänge sorgte. 

Gegen den starken Aufsteiger TSG Münster musste Kirchzells Trainer Povilas Babarskas erneut ohne seinen Kapitän Tim Häufglöckner und ohne Louis Hauptmann antreten. Tom Spieß und Ievgen Zhuk mussten bereits in der Anfangsphase teilweise  aufgrund kleinerer Blessuren passen, so dass die “jungen Wilden” von Beginn an Verantwortung übernehmen mussten. Povilas Babarskas war nach der Partie voll es Lobes und sagte: “Heute zeigte meine Mannschaft eine tolle Leistung. Ich bin sehr stolz auf meine dezimierte Truppe und vor allem die Jungen haben einen großen Schritt nach vorne gemacht.” Vadym Oskilko agierte gut, Anton Bayer hat in der Abwehr super gestanden und wohl mehr Stopfouls produziert als die komplette Münsterer Mannschaft. Niklas Ihmer und Jannik Wolf kämpften bis zum Umfallen, die Routiniers leiteten das Spiel und Tobias Evers im Tor hielt sein Team jederzeit im Spiel.

In einer ausgeglichenen Anfangsphase hatte der TVK beim 6:4 (10.) erstmals mit zwei Toren die Nase vorn. Das war auch beim 7:5 noch so. Danach drehten die Gäste das Ergebnis, doch wieder war der TVK vorne. Letztlich wechselte die Führung. Nach dem 14:13 durch Tom Spieß hatten die Gäste Auftrieb und gingen mit 17:14 in die Pause.

TVK kämpfte um jeden Zentimeter Boden

Nach Wiederbeginn blieb der Gegner zunächst vorne (19:15, 20:16 – 34.). “Aber meine Jungs haben nicht aufgegeben, haben immer weiter gekämpft und auf ihre Chance gewartet”, war Povilas Babarskas sichtlich stolz auf sein Team. Antonio Schnellbacher und Jannik Wolf sorgten für das 23:24 (46.). Wieder stockte die TSG auf zwei Treffer auf (25.23).  Ievgen Zhuk mit zwei Strafwürfen in Folge und Jannik Wolf vom Kreis sorgten für die Führung. Jetzt wurde es brenzlig und total spannend auf dem Parkett. Die TSG glich aus und setzte sich erneut in Front. Die Partie wogte hin und her und die Kirchzeller Zuschauer gaben – wie die Spieler – alles. Beim 29:30 vergeigte der TVK einen Siebenmeter, doch Jannik Wolf sorgte für das 30:30 (59.). Die Spannung war nicht mehr zu überbieten. Münster war in Ballbesitz, doch das Spielgerät fand den Weg ins Tor nicht. Tom Spieß reagierte blitzschnell, sah seinen Mitspieler Antonio Schnellbacher, der von Rechts- nach Linksaußen einlief, spielte ihm den Ball zu und dieser knallte den Ball quasi mit der Schlusspfiff ins Tor.

“Ich kann gar nicht sagen, wie stolz ich auf alle meine Spieler bin”, sagte Povilas Babarskas. Und weiter: “Ganz ehrlich, nach diesem Kampf und nach dieser Einstellung hätte ich heute auch mit einer Niederlage leben können. Am Ende hatten wir heute auch das Glück auf unserer Seite. Aber wir haben auch dafür gekämpft. Über die Qualität der Spieler aus Münster muss ich nichts sagen. Sie sind einfach gut. Aber meine Jungs haben sich heute zerrissen, immer wieder auf ihre Chance gewartet – und sie haben heute den Fans, die immer hinter uns stehen, etwas zurück gegeben.”

 

 

 

 

 

HSG-Arbeitssieg gegen starken Aufsteiger

Es war kein schönes Spiel, aber eines mit Charakter und viel Moral: Die HSG Hanau hat am Samstagabend den starken Aufsteiger interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen mit 28:27 (14:13) bezwungen. Mit dem zehnten Sieg in Serie bleiben die Grimmstädter damit weiter auf Erfolgskurs. Gegen die Nordrhein-Westfalen musste sich die HSG reichlich strecken, geriet in einem Abnutzungskampf mehrmals in Rückstand, aber hatte auch dank Jan-Eric Kleemanns Lucky-Punch das glücklichere Ende auf ihrer Seite. 

„Normalerweise gibt man in einem solchen Spiel die zwei Punkte noch ab, aber wir haben momentan als Mannschaft den Flow und das Selbstverständnis“, meinte HSG-Cheftrainer Axel Spandau nach der Partie am Mikrofon. „Ich bin zufrieden, dass wir das Spiel gewonnen haben. Das zeigt, dass es sich lohnt zu kämpfen und an den Sieg zu glauben.“ 

Die rund 400 Zuschauer in der Hanauer Main-Kinzig-Halle bekamen am 26. Spieltag ein zerfahrenes, aber auch zweikampfintensives Heimspiel zu sehen. interaktiv.Handball reiste nach vier Siegen in Folge und dem gesicherten Klassenerhalt mit reichlich Selbstvertrauen in der Grimmstadt an und hielt gleich zu Beginn merklich dagegen. Bei der HSG fehlten mit Dennis Gerst, Max Bergold (beide verletzungsbedingt) und Dziugas Jusys (private Gründe) drei wichtige Stützen des Teams. Gleich zu Beginn hatten Rivic, Kleemann & Co. ihre Probleme, gegen den starken Tabellenachten aus Nordrhein-Westfalen zu ihren Chancen zu kommen. Erst in der 3. Minute netzte Cedric Schiefer aus neun Metern zum 1:0 für die HSG ein. Schon das Hinspiel hatten die Gäste lange Zeit offen gestaltet und auch an diesem Samstag deutete sich früh ein ähnlicher Spielverlauf an. Luca Elias Schulz brachte Düsseldorf-Ratingen beim 5:3 (11. Minute) erstmals mit zwei Toren in Führung. 

In der Folge wogte die Begegnung immer wieder hin und her, ohne dass sich eine der beiden Mannschaften echte Vorteile erkämpfen konnte. „Wir wussten, dass dieses Spiel nicht einfach wird“, erklärte Hanaus Cedric Schiefer später. „Düsseldorf-Ratingen ist wirklich gut drauf. Es war ein echter Abnutzungskampf.“ Abnutzung war dabei das passende Stichwort, denn gegen den Abwehrriegel der Gäste gerieten Kleemann, Böhm und Schiefer zu oft in Scharmützel an acht oder neun Metern, die Durchbrüche fehlten. Viel zu oft wurde das Spiel nach vorne durch Stopfouls unterbrochen. Erst nach dem 9:10 (20.)  und 11:11 (24.) durch den frech aufspielenden Youngster Malte Just, der auf ungewohnter Position im Rückraum zum Einsatz kam, schaffte es die HSG, das Momentum etwas in ihre Richtung zu kippen. Torhüter Benedikt Müller zeigte einige sehenswerte Paraden und als das interaktiv-Team von Filip Lazarov in Unterzahl das Sieben-gegen-sechs versuchte, war Hanau gleich zwei Mal gedankenschneller und trafen durch David Rivic und Jan-Philipp Winkler in das leere Tor – 13:11-Führung (25.). Den knappen Vorsprung nahm die Spandau-Sieben beim 14:13 auch mit in die Pause.  

Weiterer Kraftakt

Mit Wiederbeginn der zweiten Halbzeit blieb die Begegnung weiter ein Kraftakt für die Brüder-Grimm-Städter. Mit seinem hochgewachsenen und erfahrenen Kreisläufer Stanko Sabljic machte Düsseldorf-Ratingen das Deckungszentrum dicht und die HSG musste somit viel Geduld aufwenden. Oft reichte aber auch ein Geniestreich wie beim tollen Solo von Kleemann vor dessen 18:17-Führung (38.) oder dem langen Pass von Müller auf den durchgestarteten Sebastian Hein, der das 20:18 (39.) herauswarf. Doch Ruhe in das eigene Spiel brachte Hanau so nicht. Die Gäste kamen erneut zurück und stellten mit einem Siebenmeter-Treffer von Schulz und der eigenen 25:24-Führung (53.) die Partie wieder auf den Kopf. Spandau nahm die Auszeit und schwor sein Team für die Schlussphase ein. Die Ansprache zeigte Wirkung: Hanau holte sich das Spielgerät gleich dreimal hintereinander in der Abwehr und vorne glänzten wieder einmal Schiefer und Rivic mit ihrer individuellen Klasse. Auch der Hanauer Blaue Block stieg jetzt in den Handballwahnsinn auf der Platte mit ein, trieb die Blau-Weißen auf dem Feld immer wieder nach vorne. 

Wer aber glaubte, dass nach Schiefers 27:25 (57.) das Spiel bereits entschieden war, der wurde eines Besseren belehrt. Die Zeitstrafe gegen Nils Schröder (58.) brachte noch einmal Unruhe auf das Feld und den Gästen gelang der erneute Ausgleich – 27:27 (60.). Mit nur noch zehn Sekunden auf der Uhr kombinierten sich Schiefer, Kleemann und Lukas Böhm durch die weit offene Deckung des Gegners. Der entscheidende Pass fand Kleemann am Sechsmeter, der unter dem Jubel der Hanauer Fans den Ball an Nicholas Plessers vorbei im Tor unterbrachte. Der letzte Angriff der Gäste wurde durch ein Stürmerfoul abgebrochen.  

 

 

 

Gelnhausen macht mit Sieg Aufstiegsrunden-Quali perfekt

Der TV Gelnhausen hat ein Ausrufezeichen gesetzt und sich mit einem überzeugenden 32:20 (13:12)-Heimsieg gegen den TuS 82 Opladen vor rund 1.000 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle endgültig die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga gesichert. Nach einer umkämpften ersten Hälfte drehte der TVG im zweiten Durchgang auf und ließ den Gästen keine Chance mehr. Bereits vor dem Anpfiff sorgte der Abend für besondere Momente. Rund 70 Kinder aus dem TVG-Ostercamp durften gemeinsam mit der Mannschaft einlaufen und erlebten so ein unvergessliches Highlight. Auch auf dem Feld gab es später Grund zur Freude: Mit Henry Werle und Liam O’Toole feierten zwei Eigengewächse ihr Debüt in der dritten Liga und krönten ihren ersten Einsatz direkt mit jeweils einem Treffer. Zudem kehrte Jannik Geisler nach längerer Verletzungspause im zweiten Durchgang zurück aufs Spielfeld. Personell musste der TVG weiterhin einige Ausfälle verkraften. Neben den Langzeitverletzten Akos Csaba (Kreuzbandriss) und Leon David (Schulter-OP) fehlten auch Henrik Müller (Prellung am Fuß) und Simon Belter (Sprunggelenk) verletzungsbedingt. Dennoch fand die Mannschaft erneut Lösungen und überzeugte vor allem nach der Pause auf ganzer Linie.

Der Start in die Partie gehörte zunächst den Gästen aus Opladen. Begünstigt durch einige ungenutzte Chancen der Gelnhäuser gingen die Rheinländer früh mit 2:0 in Führung. Doch der TVG ließ sich nicht beeindrucken und glich durch Kapitän Jonathan Malolepszy und Dima Redkyn schnell zum 2:2 aus. Vor allem die Defensivreihen prägten im ersten Abschnitt das Spiel. Beide Teams agierten konzentriert in der Abwehr, während sich im Angriff auf beiden Seiten zunächst Fehler einschlichen. Es entwickelte sich ein intensives und ausgeglichenes Spiel, in dem sich kein Team mit mehr als zwei Toren absetzen konnte. Jonas Dambach traf wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zur knappen 13:12-Führung.

TVG wie ausgewechselt

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der TVG dann wie ausgewechselt. Die Abwehr stand nun noch kompakter, und hinter ihr wuchs Torhüter Daniel Drozdz immer mehr über sich hinaus. Gleichzeitig wurden die Chancen im Angriff konsequenter genutzt. Binnen weniger Minuten setzten sich die Gelnhäuser auf 16:12 ab. In der 36. Minute parierte Drozdz dann einen Siebenmeter der Gäste und im direkten Gegenzug erhöhte Silas Altwein auf 17:12. Spätestens jetzt hatte der TVG das Spiel unter Kontrolle. Opladen stemmte sich zwar gegen die Niederlage, doch die Kräfte ließen zunehmend nach. Nach einer Roten Karte gegen Len Johannmeyer in der 44. Minute gerieten die Gäste zusätzlich unter Druck. Die Barbarossastädter nutzten dies konsequent aus und bauten ihre Führung weiter aus. Dambach traf in der 49. Minute zum 23:16. „In der zweiten Hälfte haben wir den Schalter umgelegt“, erklärte Geiger. „Wir haben unsere Physis und unsere Wechselmöglichkeiten gut genutzt, die Fehler von Opladen ausgenutzt und das Spiel dann übernommen.“

In der Schlussphase gehörte die Bühne dann auch dem Nachwuchs. Sechs Minuten vor Abpfiff feierte der 18-jährige Werle sein Drittliga-Debüt und traf direkt mit seinem ersten Wurf zum 27:19. Wenige Minuten später zog der ebenfalls 18-jährige O’Toole nach und erzielte in seinem ersten Angriff sein erstes Drittliga-Tor im Trikot des TVG zum 31:20. Spätestens jetzt stand die Hölle Süd Kopf und die Fans honorierten ihre Jungs mit Standing Ovations. Den Schlusspunkt setzte schließlich Finn Trinczek mit seinem Treffer zum 32:20-Endstand. Bester Werfer auf Seiten des TVG war Malolepszy mit neun Treffern, gefolgt von Rechtsaußen Redkyn mit sechs Toren. Für die Gäste war Birger Dittmer mit vier Treffern am erfolgreichsten.

Opladens Trainer Stefan Scharfenberg erkannte die Leistung des TVG an: „Glückwunsch an den TVG zum Erreichen der Aufstiegsrunde. Wir konnten dem ständigen Druck, den Gelnhausen vorne wie hinten ausübt, am Ende nichts mehr entgegensetzen.“ TVG-Cheftrainer Geiger zeigte sich nach dem Spiel entsprechend zufrieden: „Es war ein toller Abend mit einer großartigen Kulisse. Die Mannschaft hat eine reife Leistung gezeigt. Besonders freut es mich, dass sich die Jungs für ihren Aufwand belohnt haben und dass unsere Jugendspieler direkt so gut reingekommen sind.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das Aufgebot der Eishockey-Männer-Nationalmannschaft für den Auftakt der Vorbereitung auf die IIHF Weltmeisterschaft 2026 in der Schweiz im kommenden Mai steht fest. Bundestrainer Harold Kreis hat insgesamt 25 Spieler nominiert, die in der ersten Phase der WM-Vorbereitung zwei Länderspiele gegen Tschechien bestreiten. Das gab der Deutsche Eishockeybund in einer Pressemitteilung bekannt.
 
Die Partien finden am Donnerstag, den 16. April 2026, um 17.30 Uhr, und Freitag, den 17. April 2026, um 17 Uhr in Karlsbad statt. Beide Spiele werden live und kostenlos bei MagentaSport übertragen.
 
Drei Torhüter, acht Verteidiger und 14 Stürmer bilden den Kader für den Start der WM-Vorbereitung – allesamt Spieler aus der PENNY DEL. Mit Rayan Bettahar (Bremerhaven), Johannes Krauß (Ingolstadt), Samuel Dove-McFalls und Thomas Heigl (beide Nürnberg) wurden vier Akteure ins Aufgebot berufen, die ihre erste Nationalmannschafts-Maßnahme bei den Männern absolvieren werden. Stürmer Dominik Kahun (Lausanne) wird aufgrund eines grippalen Infekts erst zur dritten Phase der WM-Vorbereitung zur Nationalmannschaft stoßen.
 
Auch der Coaching Staff für den Auftakt der WM-Vorbereitung steht fest: Neben Bundestrainer Harold Kreis sind Mitch O’Keefe (Nürnberg), Heiko Vogler (Wolfsburg) und Sebastian Buchwieser die Assistenten in Phase 1. Als Torwart-Trainer reist Luca Endres (Frankfurt) mit nach Karlsbad.  
 
Am kommenden Montag, den 13. April 2026, trifft sich die Mannschaft und reist nach Karlsbad. Am Abend findet das erste Team-Meeting statt, am Dienstag und Mittwoch stehen zwei Eis-Einheiten auf der Tagesagenda als Vorbereitung auf die beiden Länderspiele gegen Tschechien. Nach dem Spiel am Freitagabend reist das Team zurück nach Deutschland.
 
Bundestrainer Harold Kreis sagt zur Kader-Nominierung und dem Auftakt gegen Tschechien: „Ich freue mich auf den Start der WM-Vorbereitung mit einer guten Mischung im Kader für Phase 1. Es sind Spieler dabei, die die internationale Bühne bereits kennen und wissen, was auf diesem Niveau gefordert ist, gemeinsam mit jungen Akteuren, die sich empfehlen wollen. Auch im Trainerstab haben wir neue Gesichter dabei, deren Impulse uns in den kommenden Wochen weiterbringen werden. Die Spiele gegen Tschechien sind für uns der richtige Einstieg. Es wird eine anspruchsvolle Aufgabe, die uns auf einem hohen Niveau fordert.“
 
Christian Künast, Vorstand Sport des DEB, meint zum Start der WM-Vorbereitung: „Wir freuen uns, dass es losgeht und wir mit Tschechien gleich eine große Prüfung vor uns haben. Für uns ist in dieser Phase wichtig, die Grundlagen für die Arbeit in den kommenden Wochen zu legen und gemeinsam mit dem Staff die für uns wichtigen Dinge auf dem und abseits des Eises zu festigen. Gleichzeitig ist es für viele Spieler die Chance, sich mit einem guten Eindruck die Möglichkeit auf einen Platz im Kader für die nächsten Wochen bis hin zur WM zu erkämpfen.“
 
 
 
WM-Vorbereitung 2026, Männer-Nationalmannschaft 
 
16.04.2026 | 17:30 Uhr | Tschechien – Deutschland (Karlsbad / CZE)
17.04.2026 | 17:00 Uhr | Tschechien – Deutschland (Karlsbad / CZE)
23.04.2026 | 20:00 Uhr | Deutschland – Slowakei (Kaufbeuren)
25.04.2026 | 17:00 Uhr | Deutschland – Slowakei (Augsburg)
30.04.2026 | 19:00 Uhr | Österreich – Deutschland (Zell am See / AUT)
02.05.2026 | 17:00 Uhr | Deutschland – Österreich (Garmisch-Partenkirchen)
10.05.2026 | 17:00 Uhr | Deutschland – USA (Mannheim)

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Das Team Deutschland-Achter traf den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, an der möglichen Olympiastrecke in Duisburg-Wedau. Dieser gab vom Ufer den Startschuss – die Ruderer und Kanuten schlagen los. Es ist ein Signal für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland, hier in Duisburg-Wedau auf der Regattabahn speziell für die Kampagne Köln/Rhein-Ruhr. So ist es in der PM des Team Deutschland Achter zu lesen.

Der Ausflug nach Duisburg am vergangenen Dienstag ist für das Team Deutschland-Achter, seit über 40 Jahren im 60 Kilometer entfernten Dortmund beheimatet, zu Beginn der Saison 2026 eine willkommene Abwechslung: Erst eine knapp zweistündige Trainingseinheit in zwei Achtern, Vierer und Zweier auf dem Wasser, dann der intensive Austausch mit dem Ministerpräsidenten an Land und die kurze Sprinteinlage mit den Kanuten, darunter der mehrfache Olympiasieger Max Rendschmidt, erneut auf dem Wasser. Initiiert hat diesen ganz besonderen Termin mit Olympiaflair der frühere Achter-Weltmeister, Olympiateilnehmer und jetzige CEO der DEUTZ AG Sebastian Schulte, der persönlich die Bewerbung von Köln/Rhein-Ruhr unterstützt.

Abstimmung Köln/Rhein-Ruhr bis zum 19. April

Duisburg als möglicher Ort für olympische und paralympische Ruder- und Kanuwettbewerbe 2036, 2040 oder 2044 ist eine von 17 Städten in Nordrhein-Westfalen, die bis zum 19. April über die Kampagne von Köln/Rhein-Ruhr abstimmen. Ebenfalls um Spiele in Deutschland bewerben sich München, Hamburg und Berlin. Das Team Deutschland-Achter spricht sich klar für Olympia und Paralympics in Deutschland aus. Spitzensport schafft einen großen Mehrwert auf vielen Ebenen. Etwa durch die allgemeine Begeisterung, die ein Olympiaevent – wie zuletzt Paris – entfacht. Oder dadurch, Vorbilder aus dem Sport hautnah vor Ort erleben zu können. Und auch durch die gelebten Werte wie Teamgeist, Respekt und Verantwortung, die auch der Deutschland-Achter vertritt, kann die gesamte Gesellschaft, jeder Sportverein und jeder Individualsportler profitieren. Daher unser klares Bekenntnis: Ja, für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland!

 

 

Das Bild hat uns Team Deutschland Achter zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, will der TV Gelnhausen daheim gegen Opladen in die Erfolgsspur zurück. Auch der TV Kirchzell will zuhause gegen Münster doppelt punkten. Hanau will gegen Düsseldorf-Ratingen vor eigenem Publikum nachlegen.

 

TV Kirchzell ist auf Punkte aus

 
TVK-Trainer Povilas Babarskas weiß, dass mit Münster eine “gute Mannschaft kommt, die gleichmäßig stark besetzt ist, vor allem im Rückraum. Hinzu kommen gute Torhüter. Ich bin nicht überrascht, dass Münster bisher so eine gute Runde spielt.”
Für die Kirchzeller heißt es jetzt im Endspurt noch einmal volle Pulle gehen, damit die nötigen Punkte auf die Habenseite wandern. Es wird allerdings ohne Kapitän Tim Häufglöckner, Louis Hauptmann und den noch immer fehlenden Joshua Osifo nicht einfacher. Aber der TVK-Coach weiß, dass “wir noch ein paar Siege benötigen. Das haben wir selbst in der Hand.”
 
Deshalb erwartet er von seinen Jungs auch bedingungslosen Einsatz, Kampfgeist und dass diese alles reinwerfen. “Das muss im Vordergrund stehen”, sagt er. Die letzten Tage musste der Trainer sogar selbst noch einmal mit ins Training einsteigen, damit genügend Leute auf dem Parkett standen. Für Samstag hofft er, dass – bis auf die Verletzten – die Kranken wieder fit sind.
 

 

 

TV Gelnhausen will gegen Opladen zurück in die Erfolgsspur

Der TV Gelnhausen steht am Samstag vor der nächsten schwierigen Aufgabe, denn er empfängt um 19.30 Uhr den TuS 82 Opladen in der Rudi-Lechleidner-Halle. Nach zuletzt zwei Spielen ohne Sieg will der TVG vor heimischer Kulisse wieder punkten und gleichzeitig die Qualifikation für die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga endgültig perfekt machen.

Mit 41:9 Punkten belegt der TV Gelnhausen aktuell den zweiten Tabellenplatz der Süd-West-Staffel und hat sich damit eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet. Da außer Tabellenführer HG Saarlouis und dem TVG kein weiteres Team einen Lizenzantrag für die zweite Bundesliga gestellt hat, würde den Barbarossastädtern bereits ein Platz unter den ersten vier reichen. Mit einem Heimsieg gegen Opladen könnten die Gelnhäuser dieses Ziel schon vorzeitig erreichen.

Nach sieben Siegen in Folge musste sich der TVG zuletzt jedoch mit einem 25:25 (11:11) in Melsungen sowie einer knappen 28:29 (8:13)-Niederlage beim Derby in Hanau zufriedengeben. Nun soll in der heimischen Hölle Süd, in der das Team in dieser Saison noch ungeschlagen ist, die Wende gelingen.

Mit dem TuS 82 Opladen reist eine Mannschaft an, die mit 22:32 Punkten im gesicherten Mittelfeld der Tabelle steht, aber weiterhin um die letzten Zähler zum endgültigen Klassenerhalt kämpft. Die Gäste haben in dieser Saison mehrfach bewiesen, dass sie auch gegen Topteams bestehen können, etwa beim deutlichen 37:26(15:13)-Auswärtssieg in Hanau. Gleichzeitig musste sich Opladen in vielen Spielen immer wieder knapp geschlagen geben. Auch das Hinspiel gegen Gelnhausen dürfte vielen noch in Erinnerung sein. Damals lag der TVG in der 42. Minute noch mit acht Toren zurück, ehe eine starke Aufholjagd noch zum 33:31(10:17)-Auswärtssieg führte.

Im Fokus steht vor allem Rückraumspieler Oliver Dasburg. Mit aktuell 152 Saisontoren gehört er zu den treffsichersten Spielern der Liga und war auch in den direkten Duellen mit dem TVG stets ein Faktor. In den letzten drei Aufeinandertreffen traf er jeweils mindestens zwölfmal ins Tor. „Es wird extrem wichtig sein, Oliver Dasburg unter Kontrolle zu bekommen“, betont TVG-Cheftrainer Matthias Geiger. „Er ist einer der überragenden Spieler der Liga und hat uns schon im Hinspiel enorme Probleme bereitet.“ Doch Geiger warnt davor, den Gegner nur auf einen Spieler zu reduzieren: „Opladen ist nicht nur Dasburg. Sie sind insgesamt eine erfahrene Mannschaft mit guten Abläufen im Rückraum, starken Außenspielern und einer sehr beweglichen und harten Abwehr.“

Der Schlüssel zum Erfolg liegt für den TVG vor allem in der eigenen Leistung: „Wir müssen unsere technischen Fehler deutlich reduzieren und unsere Chancen konsequenter nutzen. Im Spiel in Hanau haben wir uns oft gute Möglichkeiten rausgespielt, uns aber nicht belohnt. Das müssen wir jetzt besser machen“, fordert Geiger. Gleichzeitig setzt er auf die eigenen Stärken: „Wir wollen Opladen mit einer aggressiven und beweglichen Abwehr zu Fehlern zwingen und dann in unser Tempospiel kommen.“

 

 

Formstarke Hanauer vor nächster Bewährungsprobe

Am Samstagabend (18.30 Uhr) empfängt die HSG Hanau das Team von interaktiv.handball Düsseldorf-Ratingen. Nach dem erfolgreichen Derby gegen den TV Gelnhausen wollen die Grimmstädter im Duell mit dem Tabellenachten und Aufsteiger aus Nordrhein-Westfalen ihre starke Heimserie in der Main-Kinzig-Halle fortführen. Für die Blau-Weißen ist es das dritte Spiel in Folge vor eigener Kulisse, dementsprechend bauen Bergold, Kleemann & Co. erneut auf den Support durch den Blauen Block. 

„Wir müssen jetzt aus dem Derbymodus wieder in unseren Alltagsmodus umschalten, damit wir auch solche Mannschaften wie Interaktiv in den Griff bekommen“, meint HSG-Cheftrainer Axel Spandau. „Unsere Gäste sind nicht zu unterschätzen, denn sie haben die letzten vier Spiele allesamt gewonnen und zuletzt Kirchzell ziemlich deutlich aus ihrer Halle geworfen.“ 

Die HSG Hanau eilt in der 3. Liga Süd-West derzeit von Erfolg zu Erfolg. Neun Spiele in Serie gewann die Spandau-Sieben seit der letzten Niederlage gegen die Bergischen Panther im Januar. Bei ihrem Erfolgslauf holten die Grimmstädter zuletzt auch gegen die beiden Spitzenteams der Staffel, die HG Saarlouis und den TV Gelnhausen, die maximale Punkteausbeute. Die Folge: 38:12 Punkte, den Vorsprung auf den Tabellenvierten Longericher SC auf drei Zähler ausgebaut und die Qualifikation für den DHB-Pokal fest im Blick. Am Samstagabend steht nun das dritte von drei Heimspielen in Folge an und mit interaktiv.handball Düsseldorf-Ratingen schaut ein unangenehmer Gegner in der Main-Kinzig-Halle vorbei: „Da kommt eine junge Mannschaft auf uns zu, die gespickt ist mit einigen A-Jugendlichen, angeführt von ihrem spielenden sportlichen Leiter Stanko Sabljic, der im Abwehrzentrum allein wegen seiner Körpergröße von über zwei Metern aus dem Team herausragt“, blickt Spandau voraus. 

Mit dem deutlichen Heimsieg über den TV Kirchzell hat Interaktiv Ende März den Klassenerhalt rechnerisch perfekt gemacht und kann nun in Hanau frei aufspielen. Dazu passt, dass die Mannschaft von Coach Filip Lazarov noch eine Rechnung mit der HSG offen hat: Im Hinspiel in Nordrhein-Westfalen drehte Hanau, angeführt von einem überragenden David Rivic am Kreis, eine Halbzeitrückstand noch zum 30:28-Auswärtssieg. 

Bester Werfer auf Seiten von Düsseldorf-Ratingen ist Nicolas Körber mit 111 Saisontoren. Doch Spandau, dessen Team über die Osterfeiertage die Akkus aufladen konnte, hebt vor allem Torhüter Sebastian Bliß hervor. Der ehemalige Zweitliga-Profi (TUSEM Essen) hielt dem Interaktiv-Team im Saisonverlauf schon einige Male den Rücken frei. „Ich denke, uns erwartet am Samstag entweder eine 6:0-Defensive oder auch eine offensiv ausgerichtete 3:2:1-Abwehr“, so Spandau. „Das wird eine schwere Aufgabe, aber diese wollen wir natürlich mit unseren Fans im Rücken erfolgreich meistern.“ 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt bestreitet am Sonntag, den 12.04.2026, sein nächstes Heimspiel. Um 17 Uhr trifft der TVG in der LINDE MH ARENA in Aschaffenburg auf den VfL Eintracht Hagen.

Die letzten drei Partien, die der TVG in Aschaffenburg ausgetragen hat, wurden allesamt gewonnen. Zuletzt feierte man dort am 21.02.2026 einen knappen 32:31-Sieg gegen die Eulen Ludwigshafen. Doch einiges hat sich seitdem geändert. So hat sich die Personalsituation im Rückraum noch einmal verschlechtert. Neben Finn Wullenweber, Sebastian Trost und Romas Aukstikalnis steht nun auch Linkshänder Yessine Meddeb nicht zur Verfügung. Der zuletzt wegen muskulären Problemen pausierende Mario Stark ist hingegen langsam wieder ins Training eingestiegen. Trainer André Lohrbach wird also wieder zu improvisieren haben. Dass die Mannschaft allerdings Kampfgeist und Motivation an den Tag legt, um jedes Spiel zu gewinnen, hat sie zuletzt mehrfach bewiesen.

Hagen mit Serie von fünf Siegen in Folge

Mit dem VfL Eintracht Hagen kommt allerdings auch ein ganz anderes Kaliber nach Aschaffenburg. Das Team um Trainer Pavel Prokopec steht aktuell auf dem vierten Tabellenplatz und kann von dort aus den vorderen Platzierten noch das Leben schwer machen. Hagen ist seit fünf Spielen in Folge ungeschlagen, zuletzt gewann der VfL mit 37:29 gegen die HSG Krefeld Niederrhein. Die Nordrhein-Westfalen sind sicherlich darauf aus, die Serie auszubauen. Einen großen Teil dazu beitragen werden sicherlich wieder die Top-Torschützen Pouya Norouzinezhad auf Rückraum links, Jan von Boenigk im rechten Rückraum und der ehemalige TVGler Pierre Busch, der sowohl auf der Rechtsaußen-Position als auch vom Siebenmeter-Punkt sehr treffsicher ist.

1€-Spieltag der sozialen Teilhabe

Das Hinspiel konnte VfL Eintracht Hagen mit 40:39 für sich entscheiden. In diesem Offensivfeuerwerk lieferten sich beide Teams bis zur letzten Sekunde einen harten Fight, am Ende musste sich der TVG mit einer sehr bitteren Niederlage geschlagen geben. Um nun die Revanche zu ermöglichen, erhoffen sich die Blau-Weißen auch Unterstützung von den Rängen. Das Spiel wird nämlich als 1€-Spiel ausgetragen. Mehrere Partner des TV Großwallstadt unterstützen die Aktion zur sozialen Teilhabe und „finanzieren“ den Spieltag. So können auch Menschen, die finanziell geschwächt sind, ein Ticket für 1€ an der Abendkasse erwerben. Voraussetzung dafür: das Tragen eines blauen Oberteils.

 

Update zur Verletzung von Yessine Meddeb

Während der Partie am vergangenen Samstag gegen den TSV Bayer Dormagen musste Yessine Meddeb das Feld in der ersten Halbzeit verletzt verlassen und wurde notfallmäßig von Mannschaftsarzt Dr. Manuel Bachmann und Mitarbeitern des BRK, Bereitschaft Elsenfeld, vor Ort versorgt.

Was zunächst nach einer sehr schweren Verletzung aussah – das obere Sprunggelenk hatte sich ausgekugelt – konnte mittlerweile etwas relativiert werden. Bereits am Samstagabend wurde Meddeb im Klinikum Aschaffenburg (Kooperationspartner des TVG) untersucht und es wurde kein Knochenbruch im Röntgen festgestellt.

Die MRT-Untersuchung am vergangenen Dienstag zeigte eine Ruptur von zwei Außenbändern sowie eine ausgeprägte Schwellung. Dr. Manuel Bachmann zur Diagnose: „Die wichtigen stabilisierenden Strukturen des Sprunggelenks sind intakt, so dass die Verletzung insgesamt weniger schwerwiegend einzustufen ist. Die Behandlung erfolgt konservativ mit schrittweiser Belastungssteigerung in den kommenden Wochen. Abhängig vom Heilungsverlauf wird sich zeigen, wann ein Wiedereinstieg in Training und Spielbetrieb möglich ist.“

Ausfälle im Rückraum schwer zu kompensieren

Mit dem Ausfall von Meddeb steht dem TV Großwallstadt ein weiterer Rückraumspieler nicht zur Verfügung. Obwohl Romas Aukstikalnis als auch Finn Wullenweber an ihrer Rückkehr aufs Parkett arbeiten, stehen beide dem Trainer auch in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung. Und auch Rückraumstratege Sebastian Trost fällt aufgrund seiner Kreuzbandverletzung weiterhin aus.

Trainer André Lohrbach zur Situation: „Der Ausfall von Meddeb schränkt unsere Möglichkeiten im Rückraum natürlich weiter ein. Die Verletzung zwingt uns jetzt wieder dazu, noch enger zusammenzurücken und andere taktische Lösungen zu finden. Wir werden weiterhin alles versuchen.“

 

Das Bild von Yessine Meddeb hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball Zweitligist TV Großwallstadt hat mit einer Energieleistung am Samstag in der Elsenfelder Untermainhalle einen wichtigen Punkt gegen den TSV Bayer Dormagen erkämpft. Die Partie endete mit 33:33 (14:19), doch es gab einen großen Wermutstropfen, denn Yessine Meddeb musste bereits in der 20. Minute aufgrund einer schweren Fußverletzung vom Parkett.

Generell einmal mehr mussten die Blau-Weißen mit einem stark dezimierten Rückraum antreten. Neben den Langzeitverletzten Sebastian Trost, Romas Aukstikalnis und Finn Wullenweber fehlte Mario Stark, der sich im Training eine Zerrung zugezogen hatte. Mit Connar Battermann, Max Horner, Yessine Meddeb und Ole Klimpke standen noch vier Rückraum-Akteure zur Verfügung.

Den ersten Treffer erzielte Ole Klimpke, ehe beim Stand von 2:2 Florian Eisenträger mit seinem ersten Strafwurf kein Glück hatte. Bis zum 8:8 (14.) wechselte die Führung. In der Folge hatte Dormagen mehr vom Spiel und zog auf 14:10 (25.) davon. In der Zwischenzeit verletzte sich Yessine Meddeb am Fuß, musste – gestützt auf Klimpke und Eisenträger – das Parkett verlassen. Der Schock saß tief und der TVG verlor seine Linie. Die Gäste nutzten dies aus und führten zur Pause mit 19:14.

TVG wehrte sich

Nach dem Wechsel erhöhte Dormagen zuächst auf 20:14, doch der TVG wehrte sich, holte auf und beim 22:24 (40.) zog Dormagen die Reißleine. Schnell stand es wieder 27:23 für den Gast, aber nach dem 24:27 sorgten Klimpke, Battermann und erneut Klimpke für den Ausgleich (27:27 – 49.). Nun wurde es spannend auf dem Parkett. Beide Mannschaften erlaubten sich viele technische Fehler, beide wollten den Sieg unbedingt. Nach dem 30:30 zog der TSV erneut auf zwei Treffer davon (32:30 und 33:31). Die Hausherren warfen alles in die Waagschale und kamen letztlich zu einem verdienten Punkt. 

Etwas Entwarnung gab es bei der Verletzung von Yessine Meddeb. Es war wohl kein Knochenbruch, alles Weitere muss das MRT zeigen.

 

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, gewann die HSG Hanau den Derbykracher vor ausverkauftem Haus gegen den TV Gelnhausen mit 29:28 (13:8). Beim neunten Pflichtspiel-Heimsieg in Serie überzeugte das Team um Goalgetter Cedric Schiefer und Torhüter-Routinier Benedikt Müller rund 45 Minuten lang mit einem herausragenden Defensivspiel. Vor großartiger Kulisse kam Gelnhausen in der Schlussphase noch einmal heran, aber die Grimmstädter behielten die Nerven und beide Punkte in Hanau.

„Eine sensationelle Abwehrleistung meiner Mannschaft“, lobte HSG-Cheftrainer Axel Spandau nach Abpfiff am Mikrofon. „Gelnhausen hatte in der ersten Halbzeit aus dem Positionsspiel heraus nur drei oder vier Tore. Besser kann man es kaum machen. Zum Schluss muss es meiner Meinung nach nicht so knapp werden, aber letztendlich zählen die Punkte und der Derbysieg.“ 

Das anstehende Derby des Tabellenzweiten aus Gelnhausen mit dem Dritten in Hanau hatte schon vor dem Beginn lange Schatten geworfen. 1100 Zuschauer säumten am Gründonnerstag die Ränge in der Main-Kinzig-Halle. Die Spielgemeinschaft meldete erstmals in ihrer Drittliga-Historie ein ausverkauftes Haus. 

Abwehrbollwerk legt den Grundstein zur Halbzeitführung

Derbycharakter kam dabei bereits schon in der Anfangsphase auf. Beide Teams gingen – wie auch schon beim 25:25-Unentschieden im Hinspiel – mit viel Elan zu Werke und packten auch in der Abwehr beherzt zu. Davon zeugten drei Siebenmeter alleine in den ersten zehn Spielminuten. Gelnhausens Simon Belter brachte den TVG in der sechsten Minute mit 3:1 in Front. Die knappe Führung der Gäste glich der herausragende Cedric Schiefer beim 5:5 (14. Minute) von neun Metern aus, ehe Kreisläufer David Rivic die Grimmstädter mit seinem 6:5 (17.) erstmals in der Partie in Führung warf. 

Immer wieder vom eigenen Blauen Block nach vorne gepeitscht, nutzte Hanau nun die Gunst der Stunde und erhöhte den Vorsprung auf 8:5 (19.) durch Rechtsaußen Sebastian Hein. TVG-Coach Matthias Geiger nahm die Auszeit, aber die Hausherren waren nun sowohl mental als auch körperlich voll in der Partie angekommen. Gelnhausen fand gegen die zweikampfstarke blau-weiße 6:0-Deckung kaum ein Durchkommen. Selbst eine doppelte Unterzahl überstand Hanau in dieser Spielphase fast unbeschadet, nur der Siebenmetertreffer von Jonathan Malolepszy sorgte für den Anschluss beim 7:8 (23.). 

Hanau blieb aber weiter am Drücker. Den Grimmstädter schienen in ihrem Auftreten insgesamt konzentrierter und zwangen Gelnhausen mit konsequentem Defensivverhalten immer wieder zu Fehlern. Auch HSG-Torhüter Benedikt Müller drehte nun auf, zeigte unter anderem eine Doppelparade und war seiner Mannschaft ein sicherer Rückhalt. Einen 5:0-Lauf der Blau-Weißen schloss Abwehrkante Dziugas Jusys, nach einem schnell vorgetragenen Konter, zum 12:7 (30.) ab – frenetischer Jubel bei den Hanauer Fans. 

Nach dem Seitenwechsel blieben die Kräfteverhältnisse gleich. Hanau machte mehr aus dem eigenen Spiel, überzeugte abermals mit seiner hochemotionalen und flinken Abwehrarbeit, gegen die Gelnhausen nur schwer zu seinen Chancen kam. Vorne hingegen wirbelten Jan-Eric Kleemann, Schiefer und Lukas Böhm. Letzterer netzte mit all seiner Erfahrung das 19:12 (38.) ein, kurz bevor Cedric Schiefer für die Brüder-Grimm-Städter auf 20:12 (39.) stellte – die höchste Führung der Hausherren im Spielverlauf. 

Gelnhausen kommt zurück – Hanau behält die Nerven

Aber ein Main-Kinzig-Derby wäre nichts ohne eine spannende Schlussphase. In der letzten Viertelstunde bäumten sich die Barbarossastädter noch einmal auf, während nun Hanau vorne einige Fehler unterliefen. Nach 50 Minuten Vollgas-Handball wirkten Bergold, Kleemann & Co. zusehends müde und Gelnhausen verkürzte, trotz einer Roten Karte gegen Fynn Hilb (52.), auf 22:24 (54.) durch Silas Altwein. Einer, der Nerven wie Drahtseile bewies, war allerdings der junge Rechtsaußen Hein, der mit seinem verwandelten Siebenmeter gegen Daniel Drozdz das wichtige 25:22 markierte. „Wir haben heute taktisch im Angriff sehr gut gespielt, aber wenn Gelnhausen nach einem Acht-Tore-Rückstand wieder auf drei Tore rankommt, dann sind sie brandgefährlich. Das haben sie auch schon in anderen Spielen gezeigt“, so Spandau. 

In der Main-Kinzig-Halle hielt es nun niemanden mehr auf den Sitzen. Während Gelnhausen zum Sturmangriff auf die Hanauer Deckung blies, schafften es Böhm und Jan-Philipp Winkler durch ihre individuelle Klasse den Vorsprung für die Gastgeber zu behaupten. Nach Malolepszys 27:28, rund 15 Sekunden vor dem Ende, wurde es noch einmal hektisch: Zeitstrafe gegen die HSG und Unterzahl bis zum Abpfiff, doch gegen die offene Deckung der Barbarossastädter war auf den besten Hanauer Torschützen in Person von David Rivic Verlass. Der Kreisläufer wand sich am Sechsmeter an gleich drei Gegenspielern vorbei und machte mit dem 29:27 die Vorentscheidung klar. Ekstase im Hanauer Handballtempel und große Freude über den nächsten Derbysieg der Grimmstädter. 

Der neunte HSG-Heimsieg in Folge und in der Rückrunde beide Spitzenteams der Staffel Süd-West geschlagen, darüber freute sich auch Spandau. „Das ist absolut überragend. Das Team hat ein Selbstverständnis entwickelt und zeigt das auch auf dem Feld. Das merke ich immer wieder in den Auszeiten, wenn kurze Anweisungen dann direkt umgesetzt werden.“

„Das war von der ersten Minute an eine geile Atmosphäre. Es macht einfach unglaublich Spaß, vor so einer vollen Main-Kinzig-Halle zu spielen“, sagte HSG-Kapitän Max Bergold. „Die Kulisse war eines Spitzenspiels würdig und was wir heute als Mannschaft in der Abwehr geleistet haben, das war wirklich phänomenal. Der heutige Sieg war eine Bestätigung unserer täglichen Arbeit und beweist, dass wir zu Recht auf dem dritten Platz stehen.“ 

TVG-Trainer Matthias Geiger erklärte nach dem Spiel im Pressegespräch: „Glückwunsch an Hanau. Sie haben unsere Fehler konsequent genutzt und das Spiel clever zu Ende gespielt. Aber wir haben uns nach einem Acht-Tore-Rückstand wieder ran gekämpft und das zeigt den Charakter dieser Mannschaft. Sie geben nicht auf. Wir nehmen einiges mit aus dem Spiel und wollen das jetzt natürlich in den nächsten Spielen wieder verbessern.“

 

 

Archivbild von der HSG Hanau. Danke dafür