Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Beim Handball Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden gibt es tolle Neuigkeiten. Gleich drei wichtige Spieler haben im Team von Trainer Sommer verlängert. Kapitän Flo Stenger, Simon Brandt und Philip Wunderlich bleiben an Bord.

In der Pressemitteilung heißt es:

Aktuell Tabellenplatz zwei -nach Minuspunkten sogar Ligaspitze- und jetzt noch ein starkes Zeichen in der Kaderplanung:

Kapitän Flo Stenger, der damit in seine beeindruckende 14. Saison bei den Baggerseepiraten geht, sowie Abwehrbollwerk Philip Wunderlich bleiben jeweils bis 2027 an Bord. Spielmacher Simon Brandt hat seinen Vertrag langfristig bis 2028 verlängert. Mit diesem Trio hält die HSG wichtige Eckpfeiler des Teams und stärkt zugleich die sportliche wie menschliche Stabilität.

Stimmen zur Vertragsverlängerung:

Flo Stenger: „14 Jahre bei einem Verein – das macht man nur, wenn man sich zu hundert Prozent wohlfühlt. Die HSG ist für mich Heimat. Wir haben eine besondere Mannschaft und eine starke Gemeinschaft. Ich freue mich darauf, weiterhin Verantwortung zu übernehmen und mit dem Team Schritt für Schritt voranzugehen.“

Simon Brandt: „Ich freue mich sehr über die langfristige Perspektive hier in Rodgau. Die HSG bietet ein tolles Umfeld, in dem ich großes Vertrauen spüre. Wir haben eine junge spannende Mannschaft und ich freue mich weiterhin ein Teil davon zu sein.“

Philip Wunderlich: „Ich fühle mich hier unheimlich wohl. Wir haben ein vertrautes Umfeld, das sehr viel Spaß macht. Ich sehe großes Potenzial in der Mannschaft und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir weiter so erfolgreich agieren werden.“

Sportlicher Leiter Marco Rhein: „Diese drei Verlängerungen sind ein wichtiges Signal – sportlich wie menschlich. Simon, Flo und Philip prägen unsere Mannschaft auf und neben dem Feld mit. Ihre Zusage zeigt, dass sie den Weg der HSG weiter mit voller Überzeugung mitgehen. Gerade die Mischung aus Erfahrung, Identifikation und Leistungsbereitschaft macht dieses Trio so wertvoll. Für unsere künftige Entwicklung ist diese Kontinuität ein ganz wichtiger Baustein.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, kam der TV Kirchzell mit einem feinen Sieg aus Friesenheim-Hochdorf zurück. Die HSG Hanau hingegen kam mit einer Niederlage aus Köln zurück sowie der TV Gelnhausen, der in Saarlouis verlor. Die HSG Rodgau Nieder-Roden nahm die Punkte aus Homburg mit nach Hause.

 

TV Kirchzell mit feinem Sieg

Schon zu Beginn setzte sich der TVK ab und führte kurz vor der Pause mit 10:5. Das Tempospiel der Hausherren konnten die Gäste gut egalisieren, das Rückzugsverhalten war gut und die Abwehr stand sehr gut. 
 
TVK kontrollierte auch Halbzeit zwei
 
Nach dem Wechsel blieben die Gäste am Drücker und behielten die Ruhe als die Hausherren bis auf zwei Tore herankamen. Schnell wurde der alte Abstand wieder hergestellt. Zwar kämpfte Friesenheim-Hochdorf bis zum Schluss und wollte sich nicht geschlagen geben. Doch der TVK agierte zu abgeklärt und ließ nichts mehr anbrennen. “Gratulation an meine Mannschaft. Sie hat alles gut umgesetzt und sehr stark gespielt. Mit der Abwehr und mit der Disziplin, wie meine Jungs aufgetreten sind, war ich sehr zufrieden. Zwar wollten wir nur 22 Tore kassieren, doch am Ende haben wir uns noch eins gefangen. Der Gegner hat ein junges Team mit vielen Erfahrenen und die mussten wir in Schach halten. Das haben wir mit einer guten Einstellung super gemacht.”
 
 
 
Nieder-Roden gewinnt in Homburg

Die Baggerseepiraten bleiben weiterhin in der Erfolgsspur, denn auch das siebte Spiel in Serie endete mit einem doppelten Punktgewinn. Beim TV Homburg gewann die HSG mit 41:32 (22:14), vor allem dank der bärenstarken Offensive. Mit mittlerweile zehn ungeschlagenen Partien hintereinander stellten die Jungs von Trainer Christian Sommer einen Rekord in der HSG-Historie auf. Lohn der Arbeit: Nach der gleichzeitigen Niederlage des TV Gelnhausen in Saarlouis sind die Rodgauer – zumindest nach Minuspunkten – Tabellenführer der Südwest-Staffel.

Die Partie im Saarland begann ohne viel Abtasten. Beide Mannschaften nahmen es mit dem Begriff „Abwehrarbeit“ nicht allzu genau und legten ihr Augenmerk eher aufs Tore erzielen. So fielen die Treffer in einem atemberaubenden Tempo, nach nicht einmal zehn Minuten hatte es schon insgesamt 15-mal in den Tornetzen eingeschlagen. Als Weiland das 10:15 für seine Farben erzielte, bekamen die Baggerseepiraten auch in der Defensive endgültig Zugriff auf die Partie. Mit einem eigenen 5:0-Lauf stellten die Gäste beim 10:18 den vorentscheidenden Abstand her. Zu diesem Zeitpunkt musste Nico Planken schon von Aussen zuschauen, nach einer unglücklichen Aktion bekam er die Rote Karte. Ein Schicksal, das auch Nils Hassler in der zweiten Halbzeit ereilen sollte. „Das waren zwei harte aber vertretbare Entscheidungen“, so Cheftrainer Christian Sommer im Anschluss an die Partie. Größere Auswirkungen aufs Spielgeschehen hatte das glücklicherweise nicht, denn die Rodgauer konnten mit reichlich Qualität von der Bank auffüllen.

Spiel plätscherte dahin

Nach dem 14:22-Halbzeitstand plätscherte die Partie vor sich hin. Der TV Homburg zeigte eine engagierte Leistung, war an diesem Abend aber nicht in der Lage, die Baggerseepiraten ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen. Immer wieder fanden die Rodgauer gute Lösungen, hatten bei ihren Abschlüssen zwar einige Male noch Pech mit Pfosten- oder Lattentreffer, verwalteten den Vorsprung aber im Stile einer Spitzenmannschaft. Die Verantwortung wurde auf viele Schultern verteilt, erneut war es die mannschaftliche Geschlossenheit, die wie schon im Laufe der gesamten Runde den entscheidenden Faktor gegen keineswegs enttäuschende Gastgeber darstellte.

 

TV Gelnhausen verliert Spitzenspiel in Saarlouis

Die beeindruckende Serie des TV Gelnhausen ist gerissen und die Rot-Weißen verloren im Topspiel bei der HG Saarlouis mit 26:30 (11:15) und mussten damit die erste Niederlage der laufenden Saison hinnehmen. Vor ausverkauftem Haus in der Stadtgartenhalle sorgten 1.500 Zuschauer, darunter rund 50 lautstarke Fans aus Gelnhausen, für eine packende Atmosphäre. Trotz der Niederlage bleibt der TVG mit 18:4 Punkten auf Platz drei der Tabelle, während Saarlouis die Spitzenposition verteidigte.

„Wir haben uns trotz der Ausfälle viel vorgenommen, besonders was die Zweikämpfe betrifft. Das haben wir im Großen und Ganzen auch gut umgesetzt, aber es haben oft die letzten fünf Prozent Konsequenz von uns gefehlt. Außerdem haben wir insgesamt zu viele Fehler gemacht, um gegen so ein starkes Team wie Saarlouis bestehen zu können“, sagte Chefcoach Matthias Geiger nach der Partie.

Saarlouis erwischte den besseren Start und legte mit zwei schnellen Toren vor. Gelnhausen blieb zwar in Schlagdistanz, ließ jedoch immer wieder Chancen liegen, auch aufgrund zahlreicher technischer Fehler und eines glänzend aufgelegten HG-Keepers Michel Fiedler, der unter anderem zwei Siebenmeter von TVG-Kapitän Jonathan Malolepszy hielt.

In der 16. Minute gelang Torhüter Daniel Drozdz ein sehenswerter Treffer über das gesamte Feld ins verwaiste Tor der Saarländer zum 6:6-Ausgleich. Doch danach folgten vier torlose Minuten der Barbarossastädter, in denen zwei Ballverluste und zwei Paraden von Fiedler sowie eine hohe Effektivität der Hausherren einen 6:10-Rückstand für den TVG bescherten. Geiger reagierte mit einer Auszeit, doch bis zur Pause konnten seine Jungs den Rückstand nur leicht verkürzen. Beim Stand von 11:15 wurden die Seiten gewechselt.

Saarlouis machte weiter Druck

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte fanden die Gelnhäuser offensiv kaum Lösungen, während Saarlouis weiter Druck machte und sich beim Stand von 17:11 in der 36. Minute erstmals auf sechs Tore absetzen konnte. Doch Gelnhausen gab sich nicht auf. Angeführt von einem unermüdlichen Fynn Hilb, der mit sieben Toren zum besten Torschützen der Partie avancierte, kämpfte sich der TVG langsam wieder heran. Auch Yannick Mocken und Kapitän Malolepszy übernahmen Verantwortung im Angriff. Sie erzielten in der Partie jeweils fünf Treffer und hielten die Rot-Weißen im Spiel.

In der 45. Minute verkürzte der TVG durch Max Bechert auf 17:21. Das Spiel blieb umkämpft, die Defensive der Gelnhäuser arbeitete hart, zwang Saarlouis zu schwierigen Würfen. Doch im Angriff fehlte es weiterhin an der letzten Konsequenz. Fehlwürfe, technische Fehler und ein starker Fiedler verhinderten mehrfach, dass Gelnhausen den Rückstand entscheidend verkürzen konnte. „Ab der 45. Minute waren wir im Positionsangriff klar besser und haben uns mehrfach rangekämpft. Aber dann unterlief uns immer wieder ein technischer Fehler, ein Fehlwurf oder wir haben einen Tempogegenstoß vergeben“, so Geiger.

Richtig spannend wurde es ab der 55. Minute, als Jannik Geisler zum 24:26 traf und der TVG auf zwei Tore heranrückte. Die mitgereisten Fans machten nun auf sich aufmerksam und unterstützten lautstark ihre Mannschaft. Doch die Hoffnung währte nur kurz. Saarlouis reagierte eiskalt mit zwei schnellen Treffern zum 28:24, was die Vorentscheidung bedeutete. Zwar versuchte Geiger mit einer offensiven Deckung noch einmal alles, doch der Rückstand ließ sich nicht mehr aufholen. Am Ende verlor der TV Gelnhausen das Spiel mit 26:30 gegen einen Gegner, der an diesem Abend stärker war.

„Heute haben wir einfach zu viele Fehler gemacht und Saarlouis hatte einen überragend aufgelegten Torhüter“, so Geiger. „Aber wir freuen uns schon auf das Rückspiel. Da können wir einige Sachen noch besser machen und das wollen wir dann unbedingt zeigen.“

 

 

Auswärtsserie reißt in Köln

Einen gebrauchten Abend erwischte die HSG Hanau beim Longericher SC Köln. Nach zuletzt sechs ungeschlagenen Partien in der Fremde, verloren Bergold, Kleemann & Co. zum ersten Mal in dieser Saison ein Auswärtsspiel. Beim 23:34 (10:14) schaffte es die HSG-Sieben nicht, an ihre spielstarke Leistung aus dem Derby gegen Münster anzuknüpfen. Dabei haderte das Team vor allem mit seiner Chancenverwertung und einer schwachen Phase nach dem Beginn der zweiten Halbzeit.

„Wir sind mit hohen Erwartungen nach Köln gefahren und jetzt ist unsere Auswärtsserie gerissen, obwohl es eigentlich 45 Minuten lang nicht danach aussah“, äußerte sich HSG-Chefcoach Axel Spandau nach der Begegnung enttäuscht. Eine erfreuliche Nachricht: Bei der HSG gab Dennis Gerst (3 Tore) sein Comeback. Der Allrounder hatte seit dem 1. Saisonspiel mit einer Handverletzung pausieren müssen.

Vor rund 400 Zuschauern in der Sporthalle der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule in Köln war Hanau gegen den LSC eigentlich gut in die Partie gestartet. Rechtsaußen Sebastian Hein hatte die Grimmstädter mit 1:0 nach 40 Sekunden in Führung gebracht. Doch schnell deutete sich an, dass die Aufgabe in Köln eine ordentliche Herausforderung für die Hessen werden würde. Während Hanau mit sechs ungeschlagenen Auswärtsspielen in Folge in Nordrhein-Westfalen angetreten war, hatte der LSC in sieben Partien in Folge nicht mehr verloren.

Dementsprechend selbstbewusst kam Longerich auch auf die Platte. Die Hausherren ließen den Ball laufen und drehten das Spiel zu einer eigenen 6:2-Führung in der 12. Minute. Spandau nahm daraufhin die Auszeit. „Bereits in der ersten Halbzeit haben wir sehr viele Chancen vergeben, vor allen Dingen von den Außenpositionen. Das hat uns einen besseren Zwischenstand zur Pause vermiest.“ Mit dem 7:11 (25.) per Siebenmeter von HSG-Kapitän Max Bergold hielt Hanau aber den Anschluss an die Gastgeber und war beim 10:14 zur Halbzeit, nach einem starken Rückraumwurf von Cedric Schiefer, noch in Schlagweite. Auch Benedikt Müller zeichnete sich bei der HSG mit einigen Glanztaten aus.

Anschluss verloren

„Die Phase nach der Halbzeitpause war dann, als hätten wir erst einmal eine Schlaftablette genommen“, ärgerte sich Spandau. Longerich machte merklich Druck, während Hanau im Angriff an LSC-Keeper Roman Babic scheiterte. Dabei hatte das Team auch Pech, als eine Siebenmeterparade von Saad Khan wieder beim Gegner landete und Longerich so das 17:10 (33.) erzielte. Mit dem 11:18 (36.) von Jan-Philipp Winkler schaffte es Hanau zunächst den Torlauf der Gastgeber zu stoppen.

„Wir haben ein paar kleine taktische Umstellungen gemacht, die auch gefruchtet haben“, so Spandau. Mit viel Willensstärke kämpfte sich Hanau in der Folge nochmal heran. In Unterzahl bediente Schiefer mit einem mustergültigen Pass David Rivic – das 16:21 vom agilen Kreisläufer. Nur eine Minute später war Lukas Böhm nach einer Balleroberung zum 17:21 erfolgreich (43.). „Leider hatten wir danach eine ganze Reihe an Fehlwürfen und technischen Fehler“, stellte Spandau fest. Vom 22:17 (45.) zog Longerich so bis auf 27:17 (51.) davon – der Knackpunkt des Spiels.

„Das ist natürlich eine deftige Niederlage für uns“, so der Hanauer Coach. „Aber das müssen wir jetzt so akzeptieren und die richtigen Lehren daraus ziehen. Gerade im Derby gegen den TV Gelnhausen muss meine Mannschaft emotional eine ganz andere Vorstellung zeigen.“

 

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In der zweiten Handball Liga verlor der noch immer arg dezimierte TV Großwallstadt beim Aufstiegsaspiranten SG BBM Bietigheim mit 25:35 (14:18). Dies war die dritte Niederlage in Folge bei einem Favoriten.

Bei der SG BBM Bietigheim konnte TVG-Trainer André Lohrbach erneut nicht auf einen vollen Kader zurückgreifen. Vor allem der Ausfall der beiden Linkshänder Yessine Meddeb und Max Horner wog schwer. Daher stand erstmals im Kader des TVG Niklas Ihmer, dessen Zweifachspielrecht mit dem Drittligisten TV Kirchzell genutzt wurde. Torhüter Stefan Hanemann hatte seinen grippalen Infekt überwunden, konnte allerdings keine einzige Trainingseinheit absolvieren. Dmytro Redkyn war wiederholt nicht einsatzfähig.

SG BBM Bietigheim dominiert Halbzeit eins

Dennoch wollten die Gäste dem Tabellendritten Paroli bieten. Dass dieser heiß auf eine Revanche war, machte sich vor Anpfiff bemerkbar. Der Hallensprecher betonte immer wieder, dass die Bietigheimer noch eine Rechnung mit dem TVG zu begleichen hatten. Der Stachel der Niederlage im DHB-Pokal saß tief. Und so präsentierte sich das Team von Iker Romero von Beginn an hochmotiviert und torgefährlich. Ex-TVGler Alexander Pfeifer traf zum 1:0 bevor Sebastian Trost trotz des Handicaps einer Schiene zum 1:1 einnetzte. Juan de la Pena erhöhte auf 2:1, Axel Skaarnæs glich zum 2:2 aus. Jonathan Fischer legte für die SG vor, Connar Battermann für den TVG nach. Dann aber zeigten die Unterfranken erste Schwächen und der Gastgeber legte einen 4:0-Lauf zum 7:3 hin. Knapp acht Minuten später erlöste Mario Stark sein Team und traf zum 7:4. Der TVG gab sich mit dem Ergebnis nicht zufrieden, legte alles in die Waagschale und erzielte seinerseits drei Treffer in Folge zum 7:8. Leider blieb das Unentschieden aus. SG-Trainer Romero nahm die Auszeit und seine Spieler zeigten wieder vollen Einsatz und hohe Konzentration, so dass Bietigheim mit einem komfortablen 18:14-Vorsprung in die Katakomben ging.

Revanche gelungen

Nach der Halbzeitpause war es erneut Fischer, der zum 19:14 traf. TVG-Kapitän Patrick Gempp legte nach. Doch die Gäste leisteten sich wiederholt Fehler, die der Gastgeber konsequent bestrafte. Ein erneuter 4:0-Lauf brachte die SG mit 24:16 in Front und stellte die Weichen auf Heimsieg. Diesen ließ sich der Hausherr auch nicht mehr nehmen und die Revanche war geglückt. Die SG BBM Bietigheim gewann letztlich souverän mit 35:25.

SG-Spieler Jonathan Fischer sagte nach Spielschluss: “Für den TVG war es sehr schwer ohne Linkshänder. Wir haben ein unfassbar gutes Spiel gezeigt und ich bin rundum zufrieden.”

TVG-Spieler Finn Wullenweber meinte: “Glückwunsch der SG zum Erfolg. Ich denke, das Ergebnis war etwas zu deutlich, obwohl wir in der Abwehr nicht den Zugriff hatten wie gewohnt und im Angriff nicht die Lösungen gefunden haben. Wir hatten jetzt drei Topteams in Folge, dreimal hat es nicht geklappt. Aber wir haben immer alles reingehauen und schauen nach vorne.”

Fokus auf nächstes Heimspiel

Für den TVG  heißt es nun, die letzten drei Spiele abzuhaken und sich voll auf das Heimspiel am 30.11.2025 gegen den Dessau-Roßlauer HV zu konzentrieren. In Großwallstadt hofft man auf die Rückkehr der Stammspieler im rechten Rückraum und will dann wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga kam die TuSpo Obernburg zu einer Punkteteilung gegen Petterweil. Die HSG Bieberau/Modau gewann deutlich gegen Hüttenberg II.

 

Großer Kampf brachte Punktgewinn

Die TuSpo Obernburg holte gegen den Tabellenzweiten TV Petterweil ein verdientes 28:28 (12:11). Dabei musste der Gastgeber im schweren Heimspiel gegen den letztjährigen Vizemeister auf die verletzten bzw. kranken Leon Steinbrecher, Thomas Keck und Ben Müller verzichten. Allerdings zeigte die Mannschaft von Trainer Philipp Wollbeck von Beginn, dass sie dem großen Favoriten keinesfalls die Punkte schenken wollte. In der voll besetzten Valentin-Ballmann-Halle verliefen die ersten 15 Minuten völlig ausgeglichen und die Gastgeber stellten Petterweil mit einer aggressiven offensiven Abwehr vor große Probleme. Bei der 7:6-Führung in der 20. Minute hatten Magnus Heinz „auf der 1“ und der starke Mittelblock großen Anteil und im Angriff setzten die agilen Tom Müller und Jesper Kunkel die Akzente. Beim 10:8 nach 25 Minuten lagen die Römerstädter dann zum ersten Mal mit zwei Toren vorne und immer als es wieder einmal brenzlig wurde, sorgte Torhüter Jonathan Bausch mit tollen Paraden dafür, dass die knappe Führung auch beim 12:11 beim Pausenpfiff noch Bestand hatte.

TuSpo weiter kampfstark

Nach dem Seitenwechsel wollte der Vizemeister dann für klare Verhältnisse sorgen, ging mit 15:13 und später mit 17:14 in Führung, aber die kampfstarke TuSpo kam mit einem Doppelpack von Max Roos zum 16:17 in der 40. Minute wieder näher. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich ein Kampfspiel vom Feinsten und die begeisterten TuSpo-Fans hatten ihre helle Freude an der leidenschaftlich geführten Partie. Mit zwei Toren in Folge sorgte Spielführer André Göpfert beim 19:19 in der 43. Minute für den Ausgleich und auch als sich die Gäste wieder mit einer Zwei-Tore-Führung nach 50 Minuten beim 22:24 etwas absetzten, waren die Hausherren noch lange nicht geschlagen und kamen mit Hilfe von „Teufelskerl“ Jonathan Bausch im TuSpo-Kasten wieder zum 25:25-Ausgleich. In der Crunchtime der spannenden Partie hielt es keinen Zuschauer mehr auf seinem Sitz und als Tobias Raab 90 Sekunden vor Schluss zur viel umjubelten 28:27-Führung einnetzte und Jonathan Bausch wenig später noch einen Siebenmeter entschärfte, waren die TuSpo-Fans völlig aus dem Häuschen. Den Gästen gelang zwar 14 Sekunden vor Schluss noch der 28:28-Ausgleich, aber der unerwartete Punktgewinn fühlte sich wie ein Sieg an.

Auch Trainer Philipp Wollbeck war begeistert von seiner Mannschaft und sagte nach dem Spiel: „Ich glaube, wir haben uns durch einen großen Kampf vor einer phantastischen Kulisse einen Punkt gegen eines der Top-Teams der Regionalliga verdient. Mit 60 Minuten leidenschaftlicher Abwehrarbeit haben wir die ein oder andere Schwäche im Angriff ausgeglichen und deswegen ein gerechtes Unentschieden erkämpft, mit dem wir sehr zufrieden sind.“

 

TuSpo Obernburg:

Jonathan Bausch, Florian Eberhardt; Tobias Raab (6), Tom Müller (5), Jesper Kunkel (4), Connor Scheuring (4/2), Max Roos (3), André Göpfert (3), Magnus Heinz (2), Nicolas Mohr (1), Niklas Geck, Nicolas Reus, Julian Klimmer.

 

 

Bieberau mit starkem Angriff

Mit einem 40:33 (19:12)-Erfolg kam die HSG Bieberau/Modau vom TV Hüttenberg II zurück. Mit diesem Sieg verbesserten sich die Falken um zwei Tabellenplätze und nehmen aktuell Platz fünf in der Tabelle ein.

Von Anfang an war erkennbar, dass sich Hüttenberg etwas vorgenommen hatte und keineswegs eine weitere Niederlage kassieren wollte. Doch die Gäste waren darauf gut vorbereitet und machten die Bemühungen der Hüttenberger schnell zunichte. Martin Juzbasic hielt wieder einmal überragend (insgesamt bis zum Ausscheiden in der 40. Minute 17 Paraden) und ließ die Hüttenberger Angreifer verzweifeln. Dazu stand die Abwehr stabil in Halbzeit 1 und im Angriff wurden wenige Fehler gemacht. Hüttenberg mühte sich und konnte lange Zeit in Schlagdistanz bleiben, aber die Dominanz der Falken war zu jeder Sekunde spürbar. Nach 20 Minuten stand es 8:11 und zur Halbzeit 12:19.

Trainer Thomas Weber verzichtete erneut auf seinen Top Spieler Robin Büttner (Rückenprobleme) und die Mannschaft kompensierte sein Fehlen mit einer erneut guten Leistung. Der Sieg kam durch eine geschlossene Mannschaftsleistung zustande, wenn auch zwei Akteure bei den Bieberau/Modauern erneut heraus ragten. Damjan Jajic war wieder nicht zu bremsen und erzielte 13 Tore, Kevin Kunzendorf stand ihm in nichts nach und konnte elf Tore erzielen.

Aufgrund der starken Überlegenheit, nahmen die Gäste in Halbzeit zwei das Tempo etwas heraus und verloren auch etwas die Konzentration in der bis dahin stabilen Abwehr. Das gab Hüttenberg Gelegenheit noch einmal Mut zu schöpfen und nach einem 16:28 in der 40. Spielminute noch einmal auf 31:36 in der 56. Spielminute heran zu kommen. Der HSG-Sieg war aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet und so konnte Trainer Thomas Weber dosiert mit den Einsatzzeiten seiner Spieler umgehen.

Trainer Thomas Weber sagte nach dem Spiel: „Wir haben uns taktisch gut verhalten und Hüttenberg nicht ins Spiel kommen lassen. Die Fehlerquote wurde erneut verbessert und im Angriff lief vieles gut zusammen. Unsere Abwehr muss noch stabiler werden, daran werden wir weiter fleißig arbeiten. Jetzt freuen wir uns erst einmal über den Auswärtssieg bei einer Mannschaft, die sich nie aufgab und bis zum Schluss beherzt kämpfte.“

 

HSG Bieberau/Modau:

Juzbasic, Trautmann; Diesterweg, Jajic 13, Günther, Lubar 3, Schenkel 2, Kunzendorf 11/3, Hübscher 3, König 1, Trautmann, Weber 3, Becker 4.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga tritt der TV Kirchzell am Sonntag beim  HLZ Friesenheim-Hochdorf II an. Die HSG Hanau muss am Samstag zum Longericher SC Köln und der TV Gelnhausen gastiert am Samstag bei der HG Saarlouis. 

 

Kirchzell tritt in Friesenheim-Hochdorf an

Der TV Kirchzell muss am Sonntag um 17 Uhr beim HLZ Friesenheim-Hochdorf II an. Die Gastgeber stehen derzeit auf Platz elf der Tabelle und ist so ein bisschen das Überraschungsei der Liga. Bedingt durch viele Doppelspielrechte mit der ersten Mannschaft tritt das Team immer mal wieder mit veränderter Aufstellung an. “Da ist es etwas schwierig, sich so richtig vorzubereiten”, sagt TVK-Trainer Povilas Babarskas. Weiter sagt der Coach, dass Friesenheim gute Rückraumspieler in seinen Reihen hat, wie Marcel Reis oder den Linkshänder Niclas Josten. Auch Kreisläufer Simon Schwarz gehört mit zu den Aktivposten. Der Gegner spielt eine kompakte, aggressive Abwehr und die Ergebnisse, die er daheim erzielt hat, waren stets knapp. 

Babarskas hofft, dass er wieder auf den zuletzt fehlenden Louis Hauptmann zurückgreifen kann (Grippe), vielleicht kann auch Tom Spieß aushelfen. Das bleibt aber abzuwarten. Wie es mit Oleh Soloviov ausschaut, bleibt ebenfalls abzuwarten. 

 

 

TV Gelnhausen vor Topspiel in Saarlouis

Auf den TV Gelnhausen wartet am Wochenende die wohl bislang größte Herausforderung der Saison. Am Samstag gastieren die Rot-Weißen um 20 Uhr beim Tabellenführer in der Stadtgartenhalle in Saarlouis. Die HG Saarlouis hat sich im Sommer neu aufgestellt und verfolgt seither mit Nachdruck das Ziel, in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Doch auch der TV Gelnhausen spielt eine herausragende Saison und will jede Gelegenheit nutzen, um seine beeindruckende Serie auch im elften Spiel fortzusetzen und ungeschlagen zu bleiben.

Nach zehn Partien ist der TVG von Cheftrainer Matthias Geiger weiterhin als einziges Team der Staffel Süd-West ungeschlagen und rangiert mit 18:2 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Lediglich gegen den Longericher SC Köln (29:29) und das HLZ Friesenheim-Hochdorf II (31:31) gaben die Gelnhäuser jeweils einen Punkt ab. 

Mit der HG Saarlouis wartet nun aber ein Gegner von ganz anderem Kaliber. Der Vorjahres-Vierte hat sich über den Sommer mit viel Erfahrung und namhaften Neuzugängen massiv verstärkt. Mit Jörg Lützelberger übernahm ein ausgewiesener Fachmann das Traineramt, der zuvor unter anderem die HSG Konstanz zweimal in die 2. Bundesliga führte. Zudem ist mit Markus Baur ein echter Welt- und Europameister als Sportdirektor aktiv. Beide bringen nicht nur sportliche Expertise, sondern auch klare Ambitionen für den Aufstieg in die 2. Bundesliga mit.

Dass dies keine leere Floskel ist, zeigt ein Blick auf den bisherigen Saisonverlauf. Mit 20:4 Punkten steht die HGS an der Tabellenspitze. Nur gegen die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II (30:32) und die HSG Rodgau Nieder-Roden (32:34) setzte es jeweils knappe Auswärtsniederlagen. Ansonsten beeindruckte Saarlouis zumeist mit deutlichen Siegen und wenig Gegentoren wie beispielsweise gegen das HLZ Friesenheim-Hochdorf II (34:19) oder die MT Melsungen II (27:18). Die individuelle Klasse und Tiefe des Kaders machen Saarlouis zum wohl komplettesten Team der Liga und damit zum Favoriten im anstehenden Duell.

TVG-Cheftrainer Matthias Geiger weiß um die Schwere der Aufgabe: „Saarlouis ist eine absolute Topmannschaft. Sie haben ganz viel Erst- und Zweitligaerfahrung im Kader und dazu ist es noch ein Auswärtsspiel. Saarlouis hat eine bewegliche Abwehr, gefährliche Rückraumschützen und ein starkes Tempospiel. Im Grunde haben sie alles. Uns ist bewusst, dass wir eine absolute Topleistung brauchen, um da zu bestehen.“ Doch Geiger will sich mit seinem Team nicht verstecken: „Wir wollen ein richtig gutes Spiel abliefern. Dafür müssen wir die Fehlerquote deutlich minimieren, unsere Abwehr sehr stabil stellen, wenig Chancen zulassen und über 60 Minuten am Limit spielen. Wenn wir das schaffen, haben wir auch gegen so einen Gegner eine Chance.“

In der letzten Spielzeit gewann der TV Gelnhausen beide Partien gegen Saarlouis, auswärts mit 36:34 (14:15) und zuhause mit 40:28 (21:13). Doch die Voraussetzungen sind diesmal völlig andere, denn die neue Mannschaft aus Saarlouis ist kaum mit der vom letzten Jahr zu vergleichen. „Die individuelle Qualität ist extrem hoch“, betont Geiger. „Aber wir wollen uns mit unserer mannschaftlichen Geschlossenheit dagegenstellen. Wir müssen hundert Prozent von unserer Leistung und unserem Können abrufen und darauf bereiten wir uns in der Trainingswoche vor.“

 

 

HSG Hanau vertraut auf starke Auswärtsserie

Eine Woche nach dem ersten Heimsieg in 2025/26 ist die HSG Hanau am Samstagabend (19:30 Uhr / Sporthalle der Carl-von-Ossietzky Gesamtschule Köln) beim Longericher SC Köln gefordert. Gegen den Tabellenvierten bauen die Grimmstädter vor allem auf die eigene Auswärtsstärke, denn in sechs von sieben Spielen in der Fremde ging die HSG bislang als Sieger vom Feld.

„Das wird ein super schweres Auswärtsspiel, gegen einen ambitionierten Gegner, der sich eigentlich das Ziel gesetzt hat, am Ende der Saison unter den ersten drei oder vier Mannschaften der Staffel zu landen“, sagt HSG-Cheftrainer Axel Spandau. Zudem ist Longerich seit sieben Spielen ungeschlagen und erkämpfte sich in der Vorwoche ein 32:32-Unentschieden beim TV Kirchzell. Mit 18:4 Punkten grüßen die Gastgeber von Rang fünf, während sich Hanau – mit zwei Spielen weniger und 13:7 Zählern – auf Platz sieben einsortiert hat.

Schon in der vergangenen Spielzeit hatten sich die Kölner und ihr Trainer Christian Stark ehrgeizige Ziele gesetzt. Am Ende gelang der Mannschaft ein guter dritter Tabellenrang, wobei der SC auch zwei Mal gegen die HSG Hanau gewann. Das Rückspiel in Longerich war in der vergangenen Rückrunde aber durchaus eine Begegnung auf Augenhöhe. „Bislang hatten wir eine gute Vorbereitung auf dieses Spiel“, so HSG-Torhüter Saad Khan. „Im letzten Jahr hatten wir ein paar Probleme in Köln, aber jetzt wollen wir an die erfolgreiche erste Halbzeit gegen Münster anknüpfen – auswärts hatten wir zuletzt ohnehin einen guten Lauf.“

Trotzdem bleibt Longerich für die Brüder-Grimm-Städter eine harte Nuss, denn mit Jonas Kämper und Lennart Niehaus im Rückraum sowie Mittelmann Lennart Wörmann und dem zweitligaerfahrenen Kreisläufer Malte Nolting verfügt das Team über herausragende Individualisten. „Das sind starke Eins-gegen-eins-Akteure, zudem auch noch sehr wurfstark“, meint Spandau. „Außerdem gibt es da auch noch das starke Kreisläuferspiel, das sie haben.“ Dagegen müsse seine Mannschaft schnell den Ball laufen lassen und die eigene Wurfstärke aus dem Rückraum zur Geltung bringen.

Gerade im Rhein-Main-Derby gegen Münster strahlte Hanau jede Menge Torgefahr aus, war oftmals durch Cedric Schiefer und Lukas Böhm aus dem Rückraum erfolgreich und glänzte durch ein fulminantes Tempogegenstoßspiel über den jungen Rechtsaußen Sebastian Hein. „Wir wollen unbedingt diesen Flow, den wir momentan haben, auch mit nach Longerich nehmen und dort unsere Auswärtsserie bestehen lassen“, erklärt Spandau, der bis auf die Langzeitverletzten Dennis Gerst und Björn Gernoth personell aus dem Vollen schöpfen kann.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga empfängt am Sonntag um 17.30 Uhr die TuSpo Obernburg den Vizemeister der vergangenen Saison, den TV Petterweil in der Obernburger Ballmann-Halle. Die Mannschaft aus dem Wetteraukreis steht nach acht Spielen mit 12:4 Punkten in Lauerstellung zur Tabellenspitze und hat bisher auch nur ihr Heimspiel gegen Gensungen verloren.

TVP-Trainer Martin Peschke hat eine sehr eingespielte Mannschaft und mit Torhüter Erik Ullrich (von Gensungen) und Linkshänder Jakob Rudolf (von Gelnhausen) zwei starke Neuzugänge in seinem Kader. Die TuSpo muss aber auch besonders auf Jonas Koffler achten, der im Rückraum Dreh- und Angelpunkt der Petterweiler ist und neben Linksaußen Martin Habenicht sowie Kreisläufer Björn Pape zu den stärkeren Spielern gehört.

In der letzten Saison hatten die Obernburger in Petterweil zwar keine Chance und verloren deutlich, aber im Heimspiel drehte die TuSpo den Spieß um und feierte einen knappen 27:26-Heimsieg. Damit dies jetzt auch wieder gelingt, wird die junge Obernburger Mannschaft wieder alles geben und mit Willen und viel Leidenschaft antreten.

 

Das Bild hat uns die TuSpo zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Handball Liga ist der TV Großwallstadt am heutigen Freitag um 19 Uhr zu Gast in der EgeTrans Arena bei der SG BBM Bietigheim. Damit steht beim TVG der dritte Brocken nach Hagen und Balingen innerhalb kürzester Zeit an.

Nach zuletzt zwei knappen Niederlagen in Folge, zunächst auswärts beim Tabellenführer aus Hagen, wo der TVG unglücklich mit 39:40 verlor und anschließend zuhause gegen den Tabellenzweiten aus Balingen, möchte die Mannschaft von Trainer Andrè Lohrbach wieder Punkte in Angriff nehmen.

Allerdings hat sich die Personalsituation nur minimal verbessert. Nachdem gegen HBW Balingen-Weilstetten nur elf Spieler auflaufen konnten, muss Andrè Lohrbach hoffen, dass diesmal zumindest ein, zwei Spieler zusätzlich aufs Parkett zurückkehren werden.  Mit der SG BBM Bietigheim wartet nämlich erneut eine anspruchsvolle Aufgabe auf den TVG.

SG BBM Bietigheim in starker Form

Bietigheim spielt bisher eine erfolgreiche erste Saisonhälfte. Mit acht Siegen, einer Niederlage und zwei Unentschieden belegt das Team von Trainer Iker Romero aktuell Tabellenplatz drei. Nach zuletzt zwei Erfolgen, darunter ein knapper Heimsieg gegen TSV Bayer Dormagen sowie ein deutlicher Erfolg bei der HSG Krefeld Niederrhein, geht Bietigheim mit Selbstvertrauen und als Favorit in die Partie. Der Abstieg in die 2. Handball-Bundesliga brachte zwar einige Veränderungen mit sich, denn mit Julius Kühn, Daniel Rebmann, Frederik Genz, Max Hejny, Paco Barthe und Gonzalo Perez Arce verließen gleich sechs Spieler den Verein, gleichzeitig kamen aber auch fünf Neuzugänge hinzu. Besonders auf der Torhüter-Position nahm der Verein eine vollumfängliche Neubesetzung vor: mit Martin Tomovski und Jan Hrdlicka setzt er auf ein international erfahrenes Gespann. Zudem verstärken Nico Bacani als Rechtsaußen, Max Prantner, Alen Hadzimuhamedovic und der frühere Nationalspieler Djibril M´Bengue im Rückraum den Kader.

Bietigheim will Revanche für DHB-Pokal-Aus

Ein Aufeinandertreffen in der aktuellen Spielzeit gab es tatsächlich schon. In der 2. Runde des DHB-Pokals standen sich die Teams am 30.09.2025 in der Untermainhalle in Elsenfeld gegenüber. In Erinnerung geblieben ist sicher einigen der Last-Second-Sieg durch den Treffer von Connar Battermann zum 35:34. Gästetrainer Iker Romero und sein Team sind sicherlich heiß auf die Revanche nach dem bitteren Ausscheiden im Pokal und werden den TVG von Anfang an unter Druck setzen.

Linksaußen Alexander Pfeifer, der schon das Trikot des TVG trug, sagte vor der Partie: “Wir sind gut vorbereitet gegen meinen ehemaligen Club. Ich persönlich möchte meine – wie in jedem Spiel – beste Leistung abrufen und freu mich sehr, schon wieder auf meine ehemaligen Teamkollegen zu treffen. Wir haben mit dem TVG noch eine kleine Rechnung offen. Zuletzt haben wir im Pokal gegen den TVG verloren. Diesmal soll der Sieg bei uns bleiben.” Er sagt, dass auch sie ein paar angeschlagene Spieler haben.

TVG-Kapitän Patrick Gempp meinte: “Bietigheim ist ein guter Gegner und bereits der dritte schwere in Folge. Im Pokal hatten wir im September knapp gewonnen. Jetzt geht es wieder von vorne los. Die SG hat eine unglaublich gute 6-0-Abwehr, also eine spanische 6-0, wie von Trainer Romero vorgelebt. Was heißt, sie ist sehr aktiv. Sie haben gute eins-eins-Spieler, aber auch der Rückraum, besetzt unter anderem mit Tom Wolf, Dominik Claus oder Juan de la Pena, ist nicht ohne. Sie sind in der Breite gut besetzt.” Weiter sagt der Kapitän, dass sich die personelle Lage beim TVG etwas entspannt hat, “aber wir müssen abwarten, wer auflaufen kann.”

 

 

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In der zweiten Handball Liga hat der TV Großwallstadt dem Favoriten HBW Balingen-Weilstetten lange Zeit Paroli geboten, ehe die Gäste doch den 34:30 (14:16)-Sieg mit nach Hause nahmen.

Bereits vor dem Anpfiff war klar, dass die Vorzeichen für die Hausherren alles andere als gut standen. Während die Auswechselbank der Gäste voll besetzt war, saßen auf Seiten des Gastgebers zwei Auswechselspieler plus Torhüter, das heißt, insgesamt elf Spieler standen auf dem Spielberichtsbogen. Trainer André Lohrbach konnte aufgrund der angespannten Personalsituation nur auf einen Linkshänder, nämlich Rechtsaußen Maxim Schalles, zurückgreifen. Erfreulicherweise konnte Sebastian Trost auflaufen, wenn auch richtig gehandicapt mit einer Schiene am rechten Daumen, die ihn von durchschlagkräftigen Würfen abhielt.

TVG holt Rückstand der Anfangsminuten auf

Dennoch hatte sich der Gastgeber vorgenommen, alles in die Waagschale zu werfen, um den Gegner so lange wie möglich zu ärgern. Das klappte allerdings nicht von Beginn an. Tim Grüner erzielte das erste Tor für Balingen, Patrick Gempp netzte zum 1:1 ein. Dann waren es Sascha Pftattheicher, erneut Grüner, Georg Pöhle und wiederholt Pfattheicher, die auf 5:1 für ihr Team erhöhten. Doch so einfach wollte es der TVG den Gästen nicht machen. Maxim Schalles traf per Siebenmeter zum 2:5, Pfattheicher auf der anderen Seite von der Linie zum 6:2. Gempp versenkte den Ball zum 3:6, bevor Pfattheicher und Mex Raguse auf 8:3 erhöhten. Beim Stand von 4:9 nahm Lohrbach die erste Auszeit. Pfattheicher erhöhte zwar zunächst auf 10:4, doch dann war es der TVG, der zwei Tore in Folge warf. Der bärenstarke Pfattheicher verwandelte erneut den Siebenmeter, dann waren es Finn Wullenweber, Gempp und Mario Stark, die einen 3:0-Lauf hinlegten. Doch Pfattheicher war nicht zu stoppen und traf erneut. Auf der anderen Seite verwandelten Schalles und Florian Eisenträger. Die Fans in der Halle feierten jeden Treffer ihres Teams und pushten dieses nach vorne, doch der Ausgleich fiel leider nicht. Beim Stand von 14:15 30 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff ließ Schalles leider einen Konter liegen, so dass die Gäste im Gegenzug noch einmal auf 16:14 erhöhen konnten.

Aufgeladene Stimmung in der Untermainhalle Elsenfeld

In Halbzeit zwei kam der TVG gut erholt aus der Kabine, mobilisierte alle Kräfte und das war aller Ehren wert.  Sollten die Kräfte der elf Großwallstädter Akteure bis zum Schluss ausreichen? Zunächst sah es danach aus, auch weil Torhüter Jan-Steffen Minerva einige sehr gute Paraden hatte. Maxim Schalles traf zum 15:16, Pfattheicher und Csaba Leimeter netzten zum 18:15 ein. In der 37. Spielminute traf Connar Battermann zum langersehnten und hochverdienten Ausgleich. Bis zur 51. Minute war die Partie offen. Axel Skaarnaes, der ein sehr gutes Spiel machte, überwand den starken Torhüter Kornecki zum 24:26. Dann aber war es Mex Raguse, der zweimal hintereinander für Balingen traf. Die Stimmung in der Untermainhalle kochte und die Fans heizten ordentlich ein, vor allem, weil die Schiedsrichter öfters den Unnmut des Publikums hervorriefen. Der TVG kämpfte, aber die Kräfte schwanden in der Schlussphase. Auf dem Spielfeld wurde es unkontrolliert. Als Skaarnæs zum 29:31 traf, gab nicht nur das Publikum noch einmal alles. Doch es sollte nicht reichen. Am Ende gewann HBW Balingen-Weilstetten eine Partie, die bei den Verantwortlichen aus den verschiedensten Gründen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Fans waren von dem kämpferischen Auftritt des TVG begeistert, zollten der Mannschaft noch lange nach Abpfiff mit Standing Ovation Respekt für die gezeigte Leistung.

Tolle Mannschaftsleistung trotz ersatzgeschwächtem Kader

Auch wenn diese Partie verloren ging, hat das Team um Trainer Lohrbach gezeigt, was in ihm steckt und dass die Mannschaft auch mit dezimiertem Kader, dafür aber durch hohen Einsatz eines jedes Einzelnen zu tollen Leistungen fähig ist. Jetzt heißt es, so viele Spieler wie möglich fit für die anstehende Aufgabe beim Tabellendritten SG BBM Bietigheim am kommenden Freitag zu bekommen.

 

HBW-Spieler Mex Raguse sagte nach Spielschluss: “Es war ein hektisches, wildes und intensives Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir zunächst locker gespielt, sind gegen Ende aber cool geblieben. In der zweiten Hälfte haben wir Lösungen gefunden. Unterm Strich stehen zwei wichtige Punkte. Der TVG hat einen tollen, attraktiven Handball gespielt.”

 

TVG-Kapitän Patrick Gempp meinte: “Wir hatten einen schlechten Start, haben uns dran gekämpft mit verschiedenen Varianten, die wir uns überlegt haben. Wir haben es aber nicht geschafft, in Führung zu gehen, auch weil der gegnerische Torhüter gut war. Ich denke, der Start war wohl ausschlaggebend. Trotzdem haben wir erneut ein Spitzenteam gut gefordert, wobei die vier Tore gefühlt einen Tick zu hoch waren.” 

 

 

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Wie die ING Skywheelers in einer Pressemitteilung bekannt gaben, gingen sie in der zweiten Rollstuhl-Basketball-Liga in Ulm mit 57:67 leer aus.

Lest nachfolgend die PM:

Die Frankfurter Rollstuhlbasketballer rollten mit einem Ausfall in die Partie. Es fehlte Shahpoor Surkhabi, ein Topscorer der Frankfurter. Außerdem stand es auf der Kippe, ob Jakob Theis, Fabian Jansen und Chris Spitz überhaupt spielen können. Die Starting Five waren diesmal auf Frankfurter Seite Chris Spitz, Fabian Jansen, Tuva Reinshagen, Thilo Prünte und Tim van Raamsdonk. Auf der Seite der Ulmer saßen zu Beginn André Penner (Nummer 4), Mark Beissert (Nummer 8), Marlon Stacke (Nummer 17), Luca Holstein (Nummer 18) und Janis Hohl (Nummer 19).

Die ersten zehn Minuten starteten ausgeglichen. Obwohl Ulms Mark Beissert direkt in der ersten Minute einen Dreier erzielen konnte, zogen die Frankfurter rasch mit einem geschickten Zwei-Punkter durch den niederländischen Nationalspieler van Raamsdonk nach. Das wollten die Allianz Rollers nicht auf sich sitzen lassen. Sie erzielten daraufhin weitere zwei Körbe, jeweils durch Holstein und Stacke. In der dritten Minute konnte Tuva Reinshagen zwei Punkte gutmachen. Mark Beissert verlängerte dann auf einen 5-Punkte-Abstand. Chris Spitz verkürzte auf einen Abstand von drei Punkten. Daraufhin landete Luca Holstein zwei Körbe hintereinander in Minute fünf und sechs. Die Skywheelers kämpften dagegen an, konnten aber nicht jeden Wurf verteidigen. Es wurde gekontert von Fabian Jansen, der in der sechsten und siebten Minute jeweils zwei Punkte machen konnte. In der achten Minute erzielte Mark Beissert einen Zwei-Punkte-Wurf, was Chris Spitz, ebenfalls Nummer 8, nutzte, um einen weiteren Angriff zu starten. Der Spielertrainer und Kapitän traf dann zum 15:12. Hätte Beissert nicht in Minute neun noch einen Dreier geworfen, wäre das Viertel für die Skywheelers ausgegangen. So endete das Viertel allerdings mit 20:18.

Auch das zweite Viertel war ausgeglichen. Beissert, übrigens Topscorer der Partie, machte den ersten Zwei-Punkter. Es folgten Frankfurter Treffer von Spitz, Theis und Jansen. Joshua Tistler glich dann in der vierten Minute zum 24:24 aus. Damit war die Treffer-Serie der ING Skywheelers vorerst beendet. In diesem Viertel konnten die Rollstuhlbasketballer aus der Mainmetropole nicht mehr in Führung gehen. Dennoch endete es durch die Treffer von Jansen und Spitz knapp mit einem Abstand von zwei Punkten. 34:32.

Beide Teams zeigten sich nach der Halbzeitpause wieder erfrischt. Marlon Stacke erweiterte den Vorsprung der Ulmer. Die nächsten zwanzig Minuten war die Spannung auf beiden Seiten deutlich greifbar. In Minute zwei und drei scorten die Frankfurter durch Jakob Theis und Fabian Jansen. Kurz darauf konnte Stacke erneut durch die Defense der Gäste dringen. Auf Frankfurter Seite konnte Thilo Prünte in Minute fünf und acht jeweils einen Zwei-Punkter werfen. In den letzten Sekunden nutzte Jakob Theis nochmal seine Chance und ihm gelangen zwei Punkte. Durch ein Foul an Tistler und einem damit verbundenen Freiwurf endete das dritte Viertel mit 48:42.

Im letzten Viertel konnten die Gastgeber erneut den ersten Korb machen. Fabian Jansen zog nach. Luca Holstein punktete dann erneut. Chris Spitz und Jakob Theis machten dann in einem geschickten Zusammenspiel die nächsten Punkte für die Gäste aus Frankfurt. In der dritten bis zur fünften Minuten wirkten die Skywheelers erneut erschöpft, was dazu führte, dass die Allianz Rollers acht Punkte erzielen konnten. In der sechsten Minute kämpfte sich Tuva Reinshagen durch die Ulmer Defensive. Damit konnte sie den Punktestand auf 60:50 bringen.

In den letzten fünf Minuten des Spiels reaktivierten die Frankfurter nochmal alle noch vorhandenen Kräfte. In der achten Minute warf der Topscorer auf Frankfurter Seite, Fabian Jansen, einen Dreier. Das Spiel wurde durchgehend physischer. Durch Fouls konnten die Ulmer vier Freiwürfe machen, bei denen sie drei trafen. Damit endete das Spiel 67:57.

 

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, spielte der TV Kirchzell Remis gegen den Longericher SC Köln. Hanau überzeugte daheim gegen Münster wie Gelnhausen auch, der zuhause gegen Homburg erfolgreich war.

 

Unentschieden daheim gegen Longerich

Der TV Kirchzell hat sich gegen den Longericher SC Köln ein 32:32 (13:11)-Unentschieden erkämpft. Die Kirchzeller freuten sich über den Punktgewinn, den Gästen, die zuvor fünf Spiele in Folge gewonnen hatten, war der sechste vergönnt. Dies aufgrund einer starken kämpferischen Leistung, lagen sie doch in der 58. Minute schon mit 29:32 zurück. Die Hausherren waren im ersten Abschnitt top auf der Höhe, die Abwehr um Tobias Evers stand, wie sie sich Trainer Povilas Babarskas vorgestellt hatte und auch im Angriff fand der TVK viele gute Lösungen. So stand es zur Pause logischerweise mit zwei Toren vor für den TVK.

Nach dem Wechsel ging es zunächst so weiter und bis zur 40. Minute sah es gut aus (20:18). Nach dem 24:22 (44.) schwanden bei den dezimierten Hausherren etwas die Kräfte und sie standen nicht mehr so kompakt wie die Zeit vorher. Die Gäste nahmen diese Gelegenheit sofort beim Schopf und kamen mit Schwung zurück (27:25). Hinzu kam in der Schlussphase noch die rote Karte für Tim Häufglöckner. Der TVK-Coach war zu Umstellungen gezwungen, stellte Linksaußen Ievgen Zhuk auf die Mitte. Seine Mannschaft gab alles, holte immer wieder den Rückstand bis auf ein Tor auf, spielte mit dem siebten Feldspieler und stemmte sich mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage. Antonio Schnellbacher und Ievgen Zhuk sorgten für den 31:32-Anschluss. Povilas Babarskas nahm die Auszeit. Die Spannung war nicht mehr zu toppen. Ievgen Zhuk bekam den Ball und versenkte ihn drei Sekunden vor Schluss vehement im gegnerischen Tor. Das Spiel war aus und der Punkt war da. “Wir haben ein bisschen Risiko gespielt und es war etwas chaotisch zum Schluss, aber die Jungs haben sich den Punkt redlich verdient”, freute sich Povilas Babarskas am Ende für sein Team. 

 

 

Hanauer Knoten platzt gegen Münster

Im vierten Anlauf holt die HSG Hanau den ersten Heimsieg der Saison und das ausgerechnet im Rhein-Main-Derby gegen die bislang stark aufspielende TSG Münster. Die Grimmstädter, angeführt von ihrem Youngster Sebastian Hein (8 Tore), zeigten gegen den Aufsteiger aus Kelkheim eine extrem abgeklärte Mannschaftsleistung. 600 Zuschauer in der Main-Kinzig-Halle honorierten das eindrucksvolle 30:27 (14:8) mit donnerndem Applaus.

„Wir haben heute eine überragende erste Halbzeit gespielt“, äußerte sich HSG-Coach Axel Spandau nach dem Heimsieg hocherfreut am Mikrofon. „Durch unseren zweikampfstarken Kern in der Deckung und unseren Benedikt Müller im Tor kam Münster überhaupt nicht zur Entfaltung.“

Nach zuletzt herausragenden 11:1 Punkten in der Fremde, aber drei Niederlagen in der heimischen Main-Kinzig-Halle, hatten Spandau und dessen Team alle Register gezogen: „Wir haben gesagt, dass wir die Auswärtstrikots einmal mit in die Sporttaschen packen, denn in denen haben wir uns scheinbar bislang wohler gefühlt“, scherzte der HSG-Coach. „Wenn wir noch einen hätten draufsetzen wollen, dann wären wir mit dem Bus an der Halle angereist.“

Vor eigenem Publikum lief die HSG dann aber im Anschluss zur Hochform auf. Gegen die offensive 5:1-Deckung der Gäste von TSG-Coach Daniel Wernig, drückte die HSG-Sieben früh auf das Gaspedal. Lukas Böhm brachte die Grimmstädter per sauber platziertem Distanzwurf und dem 3:1 (4. Minute) mit zwei Toren in Front. Nach einigen verpassten Chancen auf beiden Seiten, legte der stark aufspielende Sebastian Hein weiter nach. Sein Tempogegenstoßtor, nach sehenswertem Pass von Torhüter Benedikt Müller, erhöhte den Hanauer Vorsprung auf 6:2 (12.). Münster nahm die Auszeit, doch für den bislang so starken, mit vielen ehemaligen Zweitligaspielern ausgestatteten Aufsteiger (drei Siege aus den letzten drei Spielen), wurde das Anrennen gegen die resolute Hanauer 6:0-Deckung mehr und mehr zur Geduldsprobe. Gerade der erfahrene Patrick Weber im Rückraum war es, der die TSG in dieser Phase beim 6:9 (23.) im Spiel hielt. Doch Hanau blieb zu abgezockt: Noch vor der Pause stieg Cedric Schiefer bei acht Metern hoch und netzte mit dem Halbzeitpfiff die 14:8-Führung ein.

Während die Zuschauer bislang einer recht torarme Begegnung gesehen hatten, so begann die zweite Halbzeit mit einem 3:0-Torlauf der Gäste, die so prompt auf 11:14 (35.) durch Patrick Jockel verkürzten. Ein weiterer Treffer von Hein beendete aber diese kurze Drangphase der TSG mit dem 15:11 (36.). Wenige Minuten später stellte Kreisläufer David Rivic auf 18:13 für die Gastgeber (40.). Gestützt wurde Hanau dabei von seinem Keeper Müller, welcher im zweiten Spieldurchgang mit mehreren Paraden dem Team ein sicherer Rückhalt war. Münster steckte keineswegs auf. Bis auf 19:21 (46.) kämpften sich die Gäste noch einmal heran. Aber es war einer dieser Abende, an dem der HSG Hanau vieles einfach richtig gut gelang. So auch als Hein seinen Kreisläufer Nils Schröder per Kempa-Trick bediente und dieser das 22:19 einnetzte.

Um den Hanauer Abwehrriegel zu knacken und das Spiel noch zu drehen, brachte TSG-Coach Wernig nun den siebten Feldspieler. Der taktische Kniff misslang: Die HSG erkämpfte sich mehrmals das Spielgerät und konterte wieselflink über Hein und Julian Fulda – die die wichtigen drei Tore zum 25:19 (51.) erzielten. „In dieser Phase haben wir das Spiel für uns entschieden, mit diesen drei Bällen hintereinander in das leere Tor des Gegners. Das war für mich der Matchwinner“, so Spandau.

Rechtsaußen Sebastian Hein holte sich zudem ein Sonderlob seines Trainers ab: „Sebo entwickelt sich als Spieler einfach super weiter. Vorne acht Tore erzielt, aber er macht seine Aufgabe in der Deckung ebenfalls richtig gut.“ Hein war es auch, der mit einem sicher verwandelten Siebenmeter die Vorentscheidung beim 29:24 (58.) erzielte. Das sorgte auch für viele glückliche, teils auch erleichterte, Gesichter beim HSG-Team, bevor man gemeinsam mit dem Hanauer Blauen Block den Derbysieg gebührend feierte.

 

TV Gelnhausen landet Arbeitssieg gegen Homburg

Der TV Gelnhausen bleibt als einziges Team in der Staffel Süd-West ungeschlagen. Mit einem 30:23 (13:14)-Erfolg gegen den TV Homburg feierten die Barbarossastädter vor 800 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle ihren achten Saisonsieg im zehnten Spiel. Damit verteidigt der TVG weiterhin mit 18:2 Punkten erfolgreich den dritten Tabellenplatz. Dabei musste die Mannschaft von Cheftrainer Matthias Geiger gegen einen unbequemen Aufsteiger erneut hart für die zwei Punkte kämpfen. „Das war kein einfaches Spiel für uns heute“, gab Geiger nach der Partie zu. „Homburg hatte uns in der ersten Hälfte sehr gut im Griff und hat das wirklich gut gemacht. Sie haben das Tempo aus dem Spiel genommen und uns vor große Herausforderungen gestellt. Wir haben zwar gute Chancen herausgespielt, waren aber oft zu fahrig im Abschluss.“

Wie schon in den Vorwochen dauerte es auch diesmal einige Minuten, bis der TVG ins Spiel fand. Zwei Pfostentreffer und ein Ballverlust im Angriffsspiel verhinderten einen frühen Treffer. Erst in der fünften Minute erlöste Silas Altwein die Heimfans mit dem 1:1-Ausgleichstreffer. Dass Homburg in dieser Phase nicht deutlicher davonzog, war unter anderem Alexander Bechert im Tor zu verdanken, der direkt mit starken Paraden zur Stelle war.

Die erste Hälfte entwickelte sich zu einem ausgeglichenen Duell. Beide Teams gingen mehrfach in Führung, doch keine Mannschaft konnte sich auf mehr als ein Tor absetzen. Der TV Gelnhausen zeigte sich im Angriff mit neun Fehlwürfen und einigen Fehlpässen in den ersten 30 Minuten etwas zu unpräzise. Auch defensiv fehlte häufig die letzte Konsequenz. Einer der wenigen treffsicheren Schützen war im ersten Durchgang Linksaußen Finn Trinczek, der fünfmal das Tor traf und damit gemeinsam mit Kapitän Jonathan Malolepszy zum besten Gelnhäuser Torschützen wurde.

Homburg nutzte die Fehler des TVG, erspielte sich gute Chancen und kontrollierte mit einem ruhigen Spielaufbau geschickt das Tempo. Vier Sekunden vor der Pause erzielte Robin Egelhof schließlich das 14:13 für die Gäste, sodass der Aufsteiger sogar mit einer knappen Führung in die Halbzeit ging.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Rot-Weißen konzentrierter aus der Kabine, standen kompakter in der Abwehr und begannen, ihre Chancen konsequenter zu nutzen. In der 40. Minute sorgte Jannik Geisler mit dem 18:15 für die erste Drei-Tore-Führung des TVG. Doch Homburgs Ante Grbavac verkürzte mit zwei schnellen Treffern auf 18:17 und stellte einmal mehr seine Qualitäten unter Beweis. Mit insgesamt sieben Toren war der Rückraumspieler bester Werfer des Abends.

Die entscheidende Phase folgte wenig später: Mit der lautstarken Unterstützung des TVG-Fans übernahm Fynn Hilb Verantwortung, traf dreimal in Folge und der TVG setzte sich in der 45. Minute auf 22:18 ab. Gleichzeitig wuchs der Rückhalt im Tor. Daniel Drozdz zeigte in der zweiten Hälfte mehrere Glanzparaden. In der 53. Minute versuchten die Gäste mit dem siebten Feldspieler im Angriff neue Impulse zu setzen. Drozdz nutzte die Gelegenheit eiskalt und krönte seine starke Leistung mit einem spektakulären Treffer über das gesamte Spielfeld zum 27:21 und der ersten Sechs-Tore-Führung für die Barbarossastädter.

„Ab der 42. Minute haben wir dann besser und viel aggressiver verteidigt“, lobte Geiger. „Wir waren deutlich besser mit unserem Stellungsspiel und hatten auch im Angriff wesentlich mehr Biss. Wir haben uns tolle Chancen rausgespielt und die Dinger dann auch verwandelt.“ In der Schlussphase ließ der TVG nichts mehr anbrennen. Die Mannschaft agierte nun abgeklärt, verteidigte engagiert und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Am Ende stand ein verdienter 30:23-Erfolg auf der Anzeigetafel.

Gäste-Trainer Pedro Vieira zeigte sich nach der Partie als fairer Verlierer: „Glückwunsch an Gelnhausen zum Sieg. Wir haben in der ersten Hälfte zwar sehr gut gespielt, haben in der zweiten Hälfte aber zu wenig Tore geworfen. Der Gelnhäuser Torwart hat das sehr gut gemacht.“

 

 

 

Deutlicher Heimsieg gegen Opladen

Die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden blieben auch im sechsten Spiel aufgrund des 38:28 (14:15)-Erfolgs hintereinander siegreich und verweilen damit im Spitzentrio der Süd-West-Staffel. Doch es war ein schweres Stück Arbeit, das die Jungs von Trainer Christian Sommer verrichten mussten, denn der TuS Opladen war nicht nach Rodgau gekommen, um sich kampflos zu ergeben.

So setzten die Gäste auch gleich einige Akzente. Vor allem der kaum zu stoppende Oliver Dasburg – mit zwölf Treffern bester Torschütze – stellte die HSG-Defensive wie erwartet vor einige Schwierigkeiten. Die Qualität der Opladener erkannte auch Sommer neidlos an: „Uns war klar, dass wir konzentriert zu Werke gehen müssen. Das hat im ersten Durchgang nicht ganz so gut geklappt, da waren wir teilweise zu ungenau“, so der HSG-Coach. Dieser nahm beim 7:10 seine erste Auszeit, um einige taktische und personelle Veränderungen vorzunehmen. In der Folge lief es für die Hausherren etwas besser, aber die Gäste fanden zur Freude der kleinen Fan-Kolonie ihrerseits auch immer wieder gute Lösungen. So ging es mit einem knappen 14:15-Rückstand in die Kabinen.

Nach Wiederanpfiff der souverän leitenden Unparteiischen zündeten die Baggerseepiraten direkt den Turbo. Kompromisslos in der Abwehr und gestützt auf einen glänzen parierenden Philipp Hoepffner, waren die Hausherren jetzt gnadenlos effektiv im Verwandeln der Torgelegenheiten. Nach dem 16:16 zogen die Rodgauer auf 24:18 weg, das war schon eine Vorentscheidung, denn die Gäste konnten kräftemäßig nicht dagegenhalten und waren nicht mehr in der Lage, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Personell wurde bei den Baggerseepiraten ohne sichtbaren Qualitätsverlust einmal komplett durchgewechselt, so dass alle Spieler ihre Einsatzzeiten bekamen. Am Ende bejubelten die gut 500 Zuschauer einen mehr als deutlichen 38:28 Heimsieg, der den Spielverlauf nicht ganz korrekt wiedergibt. „Ehrlicherweise hat sich das nicht nach einem 10-Tore Sieg angefühlt, dafür war Opladen zu gut. Aber die Jungs, die am Ende auf der Platte standen, haben den Fuß auf dem Gaspedal gelassen. Das freut mich als Trainer natürlich und gibt mir die Gewissheit, dass sich jeder voll reinhängt“, so ein zufriedener Christian Sommer mit dem Fazit.

 

 

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