Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, machte es der TV Kirchzell spannend, der TV Gelnhausen ließ dem Gegner keine Chance und die HSG Hanau holte sich gegen Nieder-Roden den Derby-Sieg.

 

Nächste Punkte für den TV Kirchzell

Mit einem 34:33 (19:13) holte sich der TV Kirchzell nach dem Derby-Heimsieg vergangener Woche gegen Nieder-Roden die nächsten Punkte, diesmal bei der MT Melsungen II. Allerdings machten es die Kirchzeller in der Schlussphase noch einmal unnötig spannend, mussten am Ende noch einmal zittern. Doch dank Ievgen Zhuk, der in der letzten Minute gleich zweimal in Folge einnetzte, wanderten die Punkte auf die Kirchzeller Habenseite. 

TVK-Trainer Povilas Babarskas schwor vor der Partie seine Jungs auf eine schwere Auswärtsaufgabe ein – und er sollte Recht behalten. Die Anfangsphase war ausgeglichen, ehe die Gäste um ihren unglaublich gut aufspielenden Tom Spieß von 8:7 (15.) mit einem Zwischenspurt auf 12:7 (19.) davonzogen. Die MT nahm die Auszeit, doch dem TVK war dies egal. Sofort im Anschluss stockten die Gäste aufgrund des stark haltenden Torhüter Tobias Evers, der 18 Paraden verzeichnete, auf 14:9 (22.) auf. Immer wieder angetrieben von Tom Spieß, der geschickt Regie führte oder selbst einnetzte. Beim 16:10 (26.) war dann die MT am Drücker (13:16), doch bis zur Pause waren es Tim Häufglöckner und Niklas Ihmer, die ihre Farben auf 19:13 voranbrachten.

Kraft und Konzentration ließen nach

Nach dem Wechsel ging es zunächst so weiter. Kirchzell legte vor, Melsungen zog etwas nach. 22:15 hieß es in der 35. Minute durch das Tor vom angeschlagenen Antonio Schnellbacher und 25:18 wenig später (38.). Wer dachte, dass sich die Hausherren ihrem Schicksal ergeben würde, sah sich getäuscht. Die MT mobilisierte noch einmal alle Kräfte, beim TVK ließen Kraft und Konzentration nach – und schnell schmolz der Gästevorsprung dahin. Nach dem 25:18 stand es plötzlich nur noch 25:22. TVK-Trainer Povilas Babarskas nahm die Auszeit und redete seinen Jungs ins Gewissen. Diese Auszeit zeigte Wirkung, denn Tim Häufglöckner und Co. stockten schnell wieder auf 27:22 (43.) auf. Aber die MT gab nicht nach und beim 27:28 (48.) war der Anschluss erreicht. Tom Spieß sorgte für etwas Luft (29:27), die MT erzielte das 28:29. Ievgen Zhuk und Yann de Waha warfen in der nun extrem spannenden Schlussphase ihre Farben auf 31:28 (51.) nach vorne. Melsungens Außen Duketis tat sich nun hervor, traf nach Belieben, aber auch, weil die Gäste unkonzentriert agierten. Beim 32:32 (56.) lagen die Nerven hüben wie drüben blank. Ievgen Zhuk traf zum 33:32, die MT glich aus. Die Spannung war zum Greifen. Drei Sekunden vor Schluss traf Zhuk kaltschnäuzig zum 34:33 und das Spiel war aus. 

“Wir haben eine sehr gute erste Hälfte mit einer starken Abwehr gespielt. Tom agierte überragend, Tobi hielt bärenstark. Auch nach dem Wechsel hatten wir noch alles unter Kontrolle, bis unsere Konzentration gesunken ist. Die MT kam Schritt für Schritt heran, hatte mehr Wechselmöglichkeiten als wir. Wir agierten unkonzentriert, holten uns keinen Abpraller mehr und luden den Gegner immer wieder zu leichten Toren ein. Doch Kompliment an meine Mannschaft, die am Ende platt war, sich aber mit unbändigem Willen den Sieg geholt hat. Diesen nehmen wir gerne mit und müssen schauen, dass wir schnell regenerieren, denn bereits am Freitag geht es weiter”, lautete das Fazit von Povilas Babarksas. Dann wartet mit der HSG Hanau der nächste schwere Gegner.

 

 

Gelnhausen lässt Düsseldorf-Ratingen keine Chance

Mit einer konzentrierten und abgeklärten Leistung hat der TV Gelnhausen einen deutlichen Heimsieg eingefahren. Vor 700 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle setzten sich die Barbarossastädter, angeführt von einem überragenden Alex Bechert im Tor, mit 33:18 (18:7) gegen Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen durch und bleiben mit nun 30:6 Punkten weiter auf dem zweiten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur zweiten Bundesliga berechtigt.

Der TV Gelnhausen machte von Beginn an klar, wer Herr im Hause ist, und sorgte bereits in der ersten Spielhälfte für klare Verhältnisse. Mit einer kompakten Abwehr und einer geschlossenen Mannschaftsleistung, bei der sich bis auf Torben Fehl alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten, dominierten die Barbarossastädter das Geschehen – begünstigt auch durch einen insgesamt eher uninspirierten Auftritt der ersatzgeschwächten Gäste aus Düsseldorf-Ratingen.

Personell musste der TV Gelnhausen neben den Langzeitverletzten Leon David (Schulter) und Akos Csaba (Kreuzbandriss) auch auf Rückraumspieler Henrik Müller verzichten, der sich im Training eine Zerrung zugezogen hatte. Tatsächlich etwas Besseres zu tun an diesem Abend hatte Jonas Dambach. Der Rückraumrechte des TVG wurde am Vortag Vater und blieb natürlich bei seiner jungen Familie. Dennoch präsentierte sich der TVG von der ersten Minute an hochkonzentriert.

Die Gelnhäuser erwischten einen nahezu perfekten Start. Mit einer sehr kompakten Defensive nahm Gelnhausen den Gästen früh den Rhythmus. Vorne trafen Benjamin Wörner und Silas Altwein, sodass der TVG nach sieben Minuten bereits mit 4:0 in Führung lag. Erst danach fand Interaktiv vereinzelt den Weg zum Tor, doch der Vorsprung der Rot-Weißen blieb bestehen und wuchs schrittweise an. Je länger die erste Hälfte dauerte, desto deutlicher wurde die Überlegenheit der Rot-Weißen. Während der TVG im Angriff konsequent abschloss, lief Alexander Bechert im Tor der Gelnhäuser immer mehr zur Höchstform auf. In der 15. Minute, beim Stand von 10:5, krönte er seine starke Leistung mit einem gehaltenen Siebenmeter gegen Dusan Maric, der an diesem Abend mit sieben Treffern noch der auffälligste Spieler der Gäste war. Max Bechert erhöhte in der 21. Minute auf 13:5. In der 28. Minute warf Yannik Mocken mit seinem Treffer zum 17:7 erstmals einen Zehn-Tore-Vorsprung heraus. Interaktiv fand kaum Mittel, um die kompakte Abwehr der Barbarossastädter zu überwinden. Kapitän Jonathan Malolepszy setzte schließlich mit seinem Treffer zum 18:7 den Schlusspunkt einer einseitigen ersten Hälfte.

Wenig Änderung

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf wenig. Interaktiv gelang es zwar zunächst, den Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen, eine Aufholjagd deutete sich jedoch zu keinem Zeitpunkt an. Zu souverän spielte der TV Gelnhausen. Auch wenn die Partie früh entschieden war, unterstützten die TVG-Fans ihre Mannschaft weiterhin lautstark mit Sprechchören. Nach 53 Minuten stand es 25:15 – spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass Düsseldorf-Ratingen an diesem Abend keine Chance mehr bekommen würde, noch einmal Spannung ins Spiel zu bringen. In der Schlussphase legte der TVG dann noch einmal nach. Auch Winterneuzugang Dmytro „Dima“ Redkyn setzte Akzente und erzielte erneut vier Treffer. Der Ukrainer überzeugte dabei nicht nur mit seiner Abschlussstärke, sondern auch mit seiner enormen Sprungkraft. Den Schlusspunkt setzte schließlich Finn Trinczek mit dem Treffer zum auch in dieser Höhe verdienten 33:18-Endstand. Bester Torschütze auf Seiten des TVG war Silas Altwein mit fünf Treffern.

Interaktiv-Trainer Filip Lazarov zeigte sich nach der Partie selbstkritisch: „Glückwunsch an Gelnhausen und an Matthias Geiger für den absolut verdienten Sieg. Wir konnten heute nur mit einem stark reduzierten Kader anreisen, aber unabhängig davon haben wir auch eine ganz schlechte Leistung gezeigt. Wenn man mit 15 Toren verliert, gibt es nicht viel zu erklären.“  TVG-Cheftrainer Geiger sagte zu dem klaren Erfolg: „Wir waren natürlich noch vom Hinspiel gewarnt und wussten, welche Qualität Interaktiv grundsätzlich hat. Umso mehr freut es mich, dass wir heute so konsequent gespielt haben. Die Abwehr war in dieser Trainingswoche unser großes Thema und das haben die Jungs über fast 60 Minuten sehr gut umgesetzt. Das konsequente Ziehen von Stoppfouls, die kompakte Abwehr – das hat heute für so ein klares Ergebnis gesorgt.“ Ein Sonderlob gab es für den Torhüter: „Alex hat auch ein überragendes Spiel gemacht und uns zusätzlich den Rücken freigehalten.“

 

 

 

HSG Hanau triumphiert im Derby

Mit einer herausragenden Mannschaftsleistung hat die HSG Hanau auch das zweite Bezirksderby in der Saison 2025/26 gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden für sich entschieden. Beim 38:31 (18:14) überzeugte die Mannschaft um Kreisläufer David Rivic und Spielmacher Jan-Philipp Winkler – beide mit je neun Toren –  in der zweiten Halbzeit auf ganzer Linie. Damit hat Hanau nun 24:12 Punkte auf dem Konto und hält den Anschluss an das obere Tabellenviertel. 

„Ich bin natürlich heute maximal angetan von meiner Mannschaft“, lobte HSG-Cheftrainer Axel Spandau nach Spielende in Rodgau. „Wir haben hier allen Widerständen getrotzt, haben eine Rote Karte verdaut und uns immer wieder berappeln können, wenn das Spiel mal ein bisschen enger wurde.“ Der HSG Hanau, die ohne Julian Fulda und Nils Schröder personell geschwächt in die Begegnung gegangen war, gelang so auch im Derby-Rückspiel ein Sieg, nachdem man im vergangenen Dezember bereits mit 34:29 gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden gewonnen hatte. 

Vor über 500 Zuschauern in der RODAUSTROM Sportarena in Rodgau entwickelte sich zwischen den beiden Lokalrivalen schnell ein intensives und von zahlreichen Zweikämpfen geprägtes Derbyduell, in dem Hanau durch einen Rückraumwurf von Cedric Schiefer zunächst mit 2:0 (3. Minute) in Führung ging. Zwar gelang Nieder-Roden schnell der Ausgleich, doch in den ersten zehn Minuten waren vor allem von den beiden Abwehrreihen geprägt. Hanau ging dabei die Gastgeber früh an, ließ die Mannschaft von Trainer Christian Sommer nur selten in ihr Tempospiel kommen. Gerade Hanaus Jan-Eric Kleemann sorgte in der ersten Halbzeit für Aufsehen: In der 16. Minute verlud der flinke Spielmacher zwei seiner Gegenspieler und markierte dann die erneute 7:6-Führung für die Grimmstädter. Danach wurde es hochemotional: Zunächst wurde Lukas Böhm mit einer Zeitstrafe von der Platte geschickt, ehe Saad Khan den fälligen Siebenmeter von Nils Hassler parierte. Nur wenigen Sekunden später holte Nieder-Rodens Filip Wunderlich in der Abwehr Kleemann von den Füßen und sah dafür die Rote Karte (18.). Davon angespornt drückte Hanau nun auf das Gaspedal. Nach einer Balleroberung wurde Rechtsaußen Sebastian Hein von Torhüter Benedikt Müller auf die Reise geschickt – das 11:9 (22.). Im nächsten Angriff stellte Schiefer auf 12:9 für die HSG. Über das 15:12 von Rivic (27.) behauptete Hanau die Führung erfolgreich bis zur Pause, auch weil Khan einen weiteren Siebenmeter gegen den Topscorer der Gastgeber, Sam Hoddersen, parierte. 

Hanau behält auch in Unterzahl die Kontrolle

Auch nach dem Seitenwechsel behauptete Hanau seinen Vorsprung und hatte gerade über den klasse aufgelegten Jan-Philipp Winkler wesentlich mehr vom Spiel. Der Mittelmann sorgte auch mit drei Toren in Folge für das 22:17 (37.). Ein Raunen ging noch einmal durch die Ränge, als Schiefer in der 39. Minute nach drei Zeitstrafen die Rote Karte sah. Die Hinausstellung wurde jedoch kein Faktor mehr, aus dem Nieder-Roden Aufwind hätte ziehen können, vor allem weil die Blau-Weißen dank Dziugas Jusys und Rivic im Deckungszentrum resolut verteidigten. Selbst zwei Situationen in doppelter Unterzahl bekam Hanau gut in den Griff. „Mit Jan-Philipp Winkler und Jan-Eric Kleemann hatten wir heute auch zwei Spieler, welche die Begegnung in dieser Phase hervorragend gesteuert haben“, lobte Spandau, dessen Team den Gegner zwar noch auf 26:28 (48.) herankommen ließ, das Spiel aber zu keinem Zeitpunkt mehr aus der Hand gab. Nach einem weiteren erfolgreichen Abschluss von Rivic bog die HSG Hanau beim 34:28 (56.) auf die Siegerstraße ein und machte mit dem 36:30 (57.) durch ihren Kapitän Max Bergold alles klar. 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das Männer-Team des Deutschen Eishockey-Bund e.V. (DEB) ist am gestrigen Samstagnachmittag in Bozen eingetroffen, um sich vor Ort auf die Olympischen Winterspiele vorzubereiten. Dies gab der DEB in einer Pressemitteilung bekannt. Weiter heißt es:

Mit an Bord sind sowohl die Spieler des Olympia-Kaders als auch die Trainingsathleten, die bis zur Ankunft der Nationalspieler aus Nordamerika zur Mannschaft gehören.

Zur Gruppe der Trainingsathleten gehört Stürmer Tim Brunnhuber, der für den verletzten Danjo Leonhardt in den Kader für das Olympia-Camp gerückt ist. Auch der Coaching Staff ist nahezu komplett: Neben Bundestrainer Harold Kreis und DEB-Assistenztrainer Alexander Sulzer sind Serge Aubin (Assistenztrainer), Ilpo Kauhanen (Torwarttrainer), Adam Mitchell (Video-Coach) sowie Hendrik Kolbert (Athletiktrainer) mit nach Bozen gereist. In Mailand wird Jamie Kompon vom NHL-Klub Florida Panthers als weiterer Assistenztrainer den Coaching Staff für Olympia 2026 komplettieren.

Im Rahmen des Olympia-Camps bestreitet die DEB-Auswahl ein Vorbereitungs-Länderspiel gegen Italien. Das Aufeinandertreffen findet am Mittwoch, den 04. Februar 2026, in Bozen statt. Am heutigen Sonntagvormittag fand das erste Mannschaftstraining in der Sparkassen Arena in Bozen statt. Weitere Einheiten sind für die kommenden Tage geplant.

Bundestrainer Harold Kreis sagte: „Der Fokus hier bei der Olympia-Vorbereitung in Bozen liegt auf unserem Spielsystem und darauf, unsere DNA noch einmal klar zu festigen. Die Spieler kommen aus unterschiedlichen Vereinen mit unterschiedlichen Systemen. Deshalb ist es wichtig, dass wir schnell wieder ein gemeinsames Verständnis entwickeln. Weitere Themen werden unser Spielaufbau, Forechecking und auch die Special Teams sein. Die Mannschaft macht einen sehr guten Eindruck, die Stimmung ist positiv. Man spürt, dass die Vorfreude groß ist und alle froh sind, dass es jetzt gemeinsam losgeht.“

 Auch Stürmer Dominik Kahun freut sich und sagt: „Die Stimmung in den ersten Stunden hier im Olympia-Camp ist sehr gut, wie man es von der Nationalmannschaft kennt. Wir haben viel Spaß, aber gleichzeitig auch eine hohe Intensität im Training. Für die erste Eiseinheit war es richtig herausfordernd, aber genau das macht es aus. Man spürt sofort, dass alle voll da sind. Und natürlich ist es etwas Besonderes, wenn man merkt, dass es Richtung Olympia geht – spätestens, wenn man den Rucksack mit den olympischen Ringen sieht, den man mit im Gepäck hat. Auch wenn es meine dritten Olympischen Spiele sind, fühlt es sich immer wieder an wie das erste Mal. Das ist mein Kindheitstraum, und diese Vorfreude ist einfach unglaublich.“

Stürmer Alexander Ehl meinte: „Die Stimmung war heute richtig gut und die Intensität sehr hoch. Man merkt einfach, dass sich alle freuen, dass es endlich losgeht. Jeder gibt im Training 100 Prozent, jeder geht Vollgas, und dadurch entsteht ein sehr hohes Tempo. Das ist natürlich anstrengend, macht aber gleichzeitig riesigen Spaß. Die Vorfreude auf Olympia ist definitiv spürbar – das hat schon bei der Anreise begonnen. Jetzt sind wir hier zusammen als Mannschaft und können richtig durchstarten, darauf freuen wir uns enorm.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Kurz vor dem schweren Auswärtsspiel bei der MT Melsungen II hat Handball Drittligist TV Kirchzell gute Neuigkeiten verkündet. Tom Spieß, Spielgestalter und Allrounder, bleibt den Kirchzellern bis 2027 erhalten.

Der Rückraumspieler hatte im vergangenen Sommer seine Handball-Karriere zwar beendet, aber er stand immer als “Notnagel” zur Verfügung. Damals war es für Tom der richtige Schritt, so wie er ihn gegangen ist. Er hat zwar immer mal wieder beim TVK ausgeholfen, aber eigentlich ohne Training aus dem “Stehgreif” heraus. Er sagt: “Ich habe ja im letzten Sommer nicht aufgehört mit dem Handball spielen, weil ich keinen Spaß mehr daran hatte oder weil ich vom Körperlichen her mich nicht mehr fit genug gefühlt habe. Es war das Zusammenspiel von Job, Familie, Hausprojekt, das einfach keinen Spielraum für Handball ließ.” Und die privaten Pläne waren damals auch anders gelagert. 

Mittlerweile haben Tom und seine kleine Familie die Prioritäten anders gesetzt, so dass er schon zur Rückrunde dieser Saison voll ins “Handball-Geschäft” bei den Kirchzellern eingestiegen ist und  – sehr zur Freude des Vereins, des Trainers und der Fans – bis 2027 bleibt. “Ich habe so viel Spaß am Handball und deshalb meinen Vertrag bis 2027 verlängert – natürlich mit Absprache mit meiner Frau”, sagt er augenzwinkernd. Und nach 2027? Der sympathische Vollblut-Sportler grinst und sagt: “Dann gucken wir, was passiert.”

Wir freuen uns, ihn auch weiter auf dem Parkett wirbeln zu sehen!

 

 

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Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie wir bereits berichteten, muss Handball Drittligist TV Kirchzell einige Monate auf seinen Rückraumspieler und Shooter Joshua Osifo verzichten. Seit dem 29. Dezember 2025 befindet er sich – zusammen mit seiner Freundin – auf einer Weltreise. “Knapp vier Monate werden wir unterwegs sein”, sagt Joshi und die Freude, sich diesen langgehegten Traum nun erfüllen zu können, ist ihm anzumerken. 

Los ging es in Thailand, wo die beiden bis zum 22. Januar blieben, dann folgte jetzt Vietnam, anschließend kommen noch Singapur, die Philippinen, Südkorea, Japan und Indonesien (Bali) dazu.

Mittlerweile sind Joshua und seine Freundin in Vietnam angekommen. Dort wollen sie bis zum 08. Februar bleiben. Rückblickend auf Thailand sagt Joshua: “Es war super schön in Thailand. Wir haben viel gesehen, viele Eindrücke mitgenommen, viele nette Menschen kennen gelernt. Jetzt geht es weiter. Mal sehen, was uns in Vietnam erwartet.”

 

 

Wir wünschen den beiden viel Spaß und vor allem wünschen wir ihnen, dass sie gesund und munter wieder zu Hause ankommen!

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Sturm „Kristin“ verwüstete weite Teile Portugals, betroffen ist auch die Ruder-Nationalmannschaft Männer-Riemen und -Skull, die sich zurzeit im Trainingslager in Lago Azul aufhält. Dort, im Landesinneren, 150 Kilometer nordöstlich von Lissabon gelegen, wurde ein Großteil der Ruderboote zerstört. Der Materialschaden ist enorm, verletzt wurde niemand. Der Schock saß bei allen tief.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wütete ein Sturm von bislang nicht gekanntem Ausmaß in Lago Azul. Die Bootslager stürzten trotz starker Sicherung durch große Betonklötze um wie Kartenhäuser, die darauf abgelegten und extra festgezurrten Karbonboote brachen auseinander. „Man darf nicht darüber nachdenken, mit welcher Wucht der Sturm getobt hat“, sagt Bundestrainerin Sabine Tschäge und schildert die morgendliche Entdeckung so: „Als wir das Hotel verließen, ahnten wir schon, was uns erwarten würde. Und dann, wenige Minuten später, betritt man einen Friedhof voller kaputter Boote. Viele mit Totalschaden. Das war höhere Gewalt. Wir hatten alles gut gesichert, aber keine Chance.“

 Ersatzboote sind unterwegs

Umgestürzte Bäume blockierten die Straßen. Der nahegelegene Kletterpark ist plötzlich weg. Viele Haushalte im nahegelegene Ort Ferreira do Zezere sind noch immer ohne Strom. Anfangs war das Hotel, in dem Sportler und Trainer seit gut einer Woche untergebracht sind, von der Außenwelt abgeschnitten. Mittlerweile sind die Straßen rund um das Hotel notdürftig freigeräumt, Strom fließt dort dank eines Notstromaggregats, das Internet funktioniert zumindest zeitweise wieder.

„Wir waren alle geschockt. Aber trotz der Umstände ist die Moral bei allen eigentlich gut. Wir sagen uns: Davon lassen wir uns nicht beirren, der Blick geht nach vorne“, meint Tschäge. Mit fünf Zweiern, die teilweise repariert werden konnten, sowie zwei Vierern und einem Achter, die unbeschädigt geblieben sind, konnte das Training fortgesetzt werden. „Wir hatten gestern Nachmittag sogar mal eine Einheit ohne Regen“, so Tschäge. Am morgigen Samstag wird neues Bootsmaterial in Lago Azul erwartet. Bootsmeister Markus Schmitz hat sich zusammen mit Felix Feilen am Mittwoch direkt mit einem Bootstransport mit Ersatzbooten, die auch von der Bootswerft Empacher kurzerhand bereitgestellt wurden, auf den Weg ins 2.200 Kilometer entfernte Lago Azul gemacht. Sie werden ganz sicher mit offenen Armen empfangen. Tschäge: „An dieser Hilfsbereitschaft sieht man: Viele Strukturen stimmen bei uns.“

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, kommt es zum nächsten Derby. Diesmal empfängt die HSG Rodgau Nieder-Roden die HSG Hanau. Der TV Kirchzell muss bei der MT Melsungen II antreten und der TV Gelnhausen hat Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen zu Gast.

 

Kirchzell stellt sich auf großen Kampf ein

Nach dem feinen Erfolg zuletzt daheim gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden muss der TV Kirchzell diesmal reisen. Am Sonntag um 17 Uhr erfolgt der Anwurf beim Tabellenelften MT Melsungen II. TVK-Trainer Povilas Babarskas erinnert sich an das 27:27 im Hinspiel und sagt: “Das war damals ein hartes Stück Arbeit und wir haben uns sehr schwer getan.” Die Gastgeber sind eine “typische” zweite Mannschaft eines Erstligisten und man kann sich nie sicher sein, wer gerade im Team spielt, wer nicht. “Das wird eine Herausforderung für uns und es ist schwer für uns, sich darauf einzustellen”, so der Coach weiter. 

Die Hausherren stehen mit 15:21 Punkten auf Platz elf der Tabelle, punktmäßig zusammen mit Düsseldorf, Friesenheim und den Bergischen Panthern. Sie haben gute Außenspieler, haben u. a. mit Kevin Trogisch auf HR und dem jungen Isländer Reynir Thor Stefansson im Rückraum, der auch gerne mal in der ersten Mannschaft auftaucht, sehr gute Akteure. Aber auch im Tor sind die Melsunger mit Jannik Büde, Kim Hüter und vor allem Pawel Krawczyk, nicht zu unterschätzen. Doch Kirchzell muss sich keinesfalls verstecken, hat zuletzt gegen den Tabellendritten Nieder-Roden seine kämpferischen Qualitäten bewiesen und wenn Niklas Ihmer wieder so gut drauf ist, wie im Hinspiel, haben die Gäste gute Chancen. Der junge Linkshänder netzte damals zwölfmal ein. 

Mit welchem Personal Povilas Babarskas auflaufen kann, wird sich zeigen. Außen Antonio Schnellbacher hat im letzten Spiel einen heftigen Schlag auf den Oberschenkel bekommen und konnte die Woche über kaum laufen, geschweige denn trainieren. Der TVK-Coach hofft, dass er zum Abschlusstraining wieder dabei sein kann. Torhüter Joshua Löffelmann war nach seinem Kopftreffer die letzten Tage ebenfalls noch angeschlagen. Bei ihm ist der Trainer positiv gestimmt im Hinblick auf Sonntag. 

Der junge Außenspieler Louis Hauptmann meint: “Ich finde wir müssen die Kompaktheit und Aggressivität aus dem Spiel gegen Nieder-Roden, vor allem in der Abwehr wieder auf die Platte bringen. Dann wird es extrem schwer im 6 gegen 6 gegen uns Tore zu machen. Melsungen hat sehr starke Einzelspieler und einen sehr guten Torhüter, der uns im Hinspiel einige freie Bälle abgenommen hat. Sie sind von allen Positionen gefährlich, haben durch die EM aktuell vielleicht auch Unterstützung von ein, zwei Spielern aus der ersten Mannschaft. A und O ist, dass wir den Flow aus dem letzten Spiel mitnehmen und mit genau diesen Emotionen und Kampfgeist zusammen als eine Einheit auftreten.” Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

 

Baggerseepiraten treffen auf HSG Hanau

Im Duell der Tabellennachbarn kommt es für die Rodgauer zu einem Klassiker, denn zu Gast am Freitagabend um 20 Uhr ist die HSG Hanau. Die Ausgangslage vor dem prestigeträchtigen Derby ist im Prinzip genau umgekehrt wie beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams. Vor gut sieben Wochen fuhren die Baggerseepiraten mit der vereinseigenen Rekordserie von zehn ungeschlagenen Spielen zum Bezirksnachbarn. Der hatte zu diesem Zeitpunkt schon einige überraschende Heimniederlagen hinnehmen müssen. Aber am Nikolausabend erlebten die Rodgauer vor über 1000 Zuschauern eine böse Überraschung. Gegen hochmotivierte Gastgeber fanden die Jungs von Trainer Christian Sommer überhaupt nicht ins Spiel und unterlagen letztendlich mit 29:34. „Rückblickend kann man schon sagen, dass uns das etwas aus dem Tritt gebracht hat“, konstatiert Sommer.

Denn aus den folgenden fünf Begegnungen ging seine Mannschaft nur zweimal als Sieger hervor. Besonders schmerzlich war dabei zuletzt der blutleere Auftritt in Kirchzell. Gegen keineswegs überragende Odenwälder schaffte man es kaum, klare Torchancen zu erarbeiten. Und die wenigen Hochkaräter wurden dann noch teilweise kläglich vergeben. Von daher fordert Sommer eine Rückkehr zu den alten Tugenden: kompakte Abwehr und Tempo in Offensivaktionen. „Wir müssen eine deutliche Reaktion zeigen. Die Halle wird ausverkauft sein und mit unserem Publikum im Rücken wollen wir die Punkte in Rodgau behalten“, gibt auch der zuletzt krankheitsbedingt pausierende Kapitän Flo Stenger die Marschroute vor.

Aber auch die HSG Hanau reist mit Selbstvertrauen nach Nieder-Roden, denn die Grimmstädter überzeugten in dieser Spielzeit bislang in allen sechs Derby-Begegnungen mit Bravour: Sechsmal blieb das Team ungeschlagen und gewann zu Hause nicht nur gegen Nieder-Roden, sondern holte auch gegen Dutenhofen/Münchholzhausen II und Münster jeweils zwei Punkte. In der Fremde entführte Hanau sogar einen Punkt aus Gelnhausen. 

„Die Mannschaft, die es auch am Freitag am besten schafft, ihre Motivation und Einstellung zu kanalisieren, wird auch am Ende mit zwei Pluspunkten dastehen“, so Spandau, der von seinen Blau-Weißen wieder maximalen Einsatz erwartet. Also genau die Willensstärke, die Hanau auch im Hinspiel gegen den Bezirksrivalen zeigte: Damals kaufte Hanau beim 34:29 seinem Gegner mit klugem Abwehrspiel den Schneid ab, während vorne David Rivic und Cedric Schiefer das Team zum Sieg führten.

 

Gelnhausen empfängt Düsseldorf-Ratingen

Der TV Gelnhausen will nachlegen und den zweiten Tabellenplatz festigen. Nach dem starken Auswärtserfolg im Derby bei der TSG Münster empfangen die Barbarossastädter am Samstag um 19.30 Uhr Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen. In der heimischen Hölle Süd ist Gelnhausen in dieser Drittliga-Saison noch ungeschlagen und das soll auch gegen den unangenehmen Aufsteiger aus Nordrhein-Westfalen so bleiben.

Sportlich geht der TVG mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Mit 28:6 Punkten belegt das Team von Cheftrainer Matthias Geiger aktuell den zweiten Tabellenplatz der Süd-West-Staffel. Der Rückrundenstart verlief anspruchsvoll, aber erfolgreich: Auf das 28:28 (19:15) gegen den Longericher SC Köln folgte am vergangenen Freitag ein hart erkämpfter 32:30 (15:12)-Auswärtssieg im Derby bei der TSG Münster. Auch der kommende Gegner hat es in sich. Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen ist ein vergleichsweise junger Name im deutschen Handball, blickt aber dennoch bereits auf mehrere Drittliga-Jahre zurück. Zwischen 2014 und 2017 – damals noch als SG Ratingen – sowie erneut in der Saison 2023/24 gehörten die Düsseldorfer bereits der dritten Liga an. Nach dem Abstieg im Jahr 2024 gelang den „Löwen“ 2025 als souveräner Meister der Regionalliga Nordrhein mit 42:6 Punkten der direkte Wiederaufstieg. In der aktuellen Spielzeit 2025/26 peilt der Tabellenzwölfte klar den Klassenerhalt an.

Die Gäste reisen mit 15:21 Punkten nach Gelnhausen und haben sich damit bereits ein ordentliches Polster auf die Abstiegsplätze erarbeitet. Zum Rückrundenstart gelang ein 29:26 (13:11)-Erfolg gegen den TV Homburg, zuletzt folgte jedoch eine deutliche 23:32 (10:14)-Niederlage beim Spitzenreiter HG Saarlouis. Trotz der aktuellen Platzierung ist Interaktiv schwer auszurechnen, was sie unter anderem mit dem 32:31 (18:18)-Sieg gegen die drittplatzierte HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II oder dem 32:32 (17:17) gegen den Longericher SC Köln bewiesen haben.

Gelenkt wird das Team von Filip Lazarov, einem ehemaligen mazedonischen Nationalspieler. Lazarov war zunächst selbst Teil des „Löwenrudels“, bevor er das Traineramt übernahm. Unter seiner Führung gelang Interaktiv zweimal der Aufstieg in die dritte Liga. Der Kader wurde zu Saisonbeginn gezielt verstärkt und während der laufenden Spielzeit nochmals mit Rückkehrer Hendrik Stock vom TuS Ferndorf ergänzt. Durch den früheren Mannschaftskapitän gewann Interaktiv zusätzliche Erfahrung und Stabilität im Rückraum.

Auch das Hinspiel ist dem TVG noch präsent. In Ratingen setzte sich Gelnhausen zwar mit 26:22 (12:13) durch, musste dafür aber lange kämpfen. Besonders Interaktiv-Keeper Sebastian Bliß brachte die Gelnhäuser Schützen mit zahlreichen Paraden zur Verzweiflung. „Düsseldorf hat uns im Hinspiel gezeigt, dass sie sofort da sind, wenn wir nachlassen oder fahrlässig sind“, erinnert sich Geiger. „Sie können sowohl aus dem Rückraum als auch im Eins-gegen-Eins oder über die Außenspieler Tore erzielen.“ Für den TVG wird es daher entscheidend sein, defensiv kompakt zu stehen. „Wir müssen im Zentrum stabil sein, gut gegen die Werfer raustreten und den Außenspielern wenig Raum lassen“, sagt Geiger. „Im Angriff brauchen wir Geduld, viel Ballbewegung und müssen unsere Fehlerquote weiter senken.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga empfängt die TuSpo Obernburg am Sonntag die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim. Die HSG Bieberau/Modau hat am Freitag den TV Groß-Umstadt zu Gast.

 

 

Rückspiel-Derby in Groß-Bieberau

Erst vor wenigen Wochen trafen die beiden südhessischen Regionalligisten in Groß-Umstadt aufeinander und lieferten sich ein spannendes Derby, das letztlich mit einer an diesem Abend gerechten Punkteteilung (33:33) endete. Jetzt kommt es am Freitag um 20 Uhr zum Rückspiel in Groß-Bieberau und sicher gibt es wieder eine packende Handballpartie.

Der TV Groß-Umstadt verabschiedete sich in der Saison 2022/23 aus der damaligen Oberliga und musste zwei Jahre in der Landesliga Süd mitspielen, ehe ihnen in der Saison 2024/25 die Rückkehr in die Oberliga – die heutige Regionalliga – gelang. Dort finden sie sich, nach anfänglichen Schwierigkeiten, mittlerweile gut zu recht und nutzen die Erfahrung  ihrer älteren Spieler und die Begeisterungsfähigkeit ihrer jungen Garde immer wieder für Erfolge. So stehen sie, als bester Aufsteiger, absolut verdient mit 16:12 Punkten in der Tabellenmitte auf Platz sechs. Im Hinspiel trotzten sie den Bieberauern ein 33:33-Unentschieden  ab. Dieser „Derby“-Charakter, mit all seinen Unwägbarkeiten, dürfte auch dieses Mal wieder eine Rolle spielen. 

Da heißt es für die HSG cool und konzentriert zu bleiben und ihre Stärken auszuspielen. Im Hinspiel agierte Groß-Umstadt mit einer direkten Manndeckung gegen Damjan Jajic und einer beweglichen Abwehr. Damit gelang es ihnen recht gut das HSG-Tempospiel einzuschränken und Fehler im Spielaufbau zu nutzen. Diese Fehler sollen dieses Mal reduziert werden und aus einer starken Abwehr, mit zwei sehr guten Torhütern dahinter, effizienter nach vorne gespielt werden. 

Trainer Thomas Weber sagt: „Die Halle wird voll sein und das Spiel sicher wieder ein spannendes Derby werden. Wir wollen versuchen unsere bestmögliche Leistung abzurufen und den Zuschauern ein schönes Handballspiel zeigen.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die ING Skywheelers haben in der zweiten Rollstuhl Basketball Liga gegen ALBA Berlin einen tollen Sieg eingefahren. Mit 62:43 setzten sich die Frankfurter durch und stehen nun auf Platz zwei der Tabelle.

Lest nachfolgend die PM der Frankfurter:

Die ING Skywheelers waren von Anfang an stark dabei. Der erste Korb ging an die Frankfurter, gemacht wurde er von Topscorer Marian Kind. Die ersten vier Minuten waren besonders hart für die Gäste aus der Hauptstadt, sie kamen nicht zum Abschluss. In Minute zwei gab es einen gescheiterten Korbversuch von Tuva Reinshagen. Nach dem Angriff von Berlin kam es zu einem Einwurf durch Fabian Jansen, der an Tim van Raamsdonk passte, der dann an Marian Kind. Der Pfiff des Schiedsrichters unterbrach ihn, bevor er zum Abschluss kommen konnte. Es folgte ein Einwurf. Nach einem Ballwechsel kam es zu einem Rebound von Berlin, der zu einem Korb durch Senad Mesic führte. Kind konterte zum 4:2. Schnell schaltete Senad Mesic um und sorgte für den Gleichstand. Tuva Reinshagen konterte sofort. Dann kam es zu einem Korb durch Jan-Bruno Loderstädt. Marian Kind raste anschließend durch die Berliner Defense und brachte den Frankfurtern damit wieder auf eine Zwei-Punkte-Führung. Ein knapper Ball der Berliner ging nicht rein. Tim van Raamsdonk versuchte noch einen Korb hinterherzuschicken, der Ball rollte aber vom Korbrand ab. Im nächsten Angriff der Berliner klaute Surkhabi den Ball, passte an Fabian Jansen, der zum Korb ansetzte, aber verfehlte. Es folgte ein Einwurf von den ING Skywheelers. Dann gelang den Berliner ein Korb: Loderstädt machte einen Zwei-Punkter. In der siebten Minute traf Van Raamsdonk nach einem gescheiterten Angriff der Gäste den Korb. Es kam zum Timeout mit noch 1.45 auf der Uhr im ersten Viertel. Nach dem Timeout ließ sich Senad Mesic zu lange Zeit zum passen. Der Ball wurde abgefangen von Chris Spitz. Dieser gab den Ball an Marian Kind, der Ball traf nur den Korbrand. Es kam zu einem Strafwurf für die Berliner Nummer 6, Lisa Nothelfer. Den ersten machte sie, den zweiten nicht. Chris Spitz erhöhte für die ING Skywheelers daraufhin auf 10:9. Senad Mesic brachte den Ball zu Loderstädt, der passte zum Berliner Kapitän Felix Prager, der sich an einem Korb versuchte. Aber auch dieser Ball wollte einfach nicht im Korb landen. In letzter Sekunde konnte Marian Kind noch einen Zwei-Punkter erzielen. Dadurch endeten die ersten zehn Minuten mit 12:09.

Auch der erste Korb des zweiten Viertels ging an die Frankfurter, Fabian Jansen machte das 14:9. Jan-Bruno Loderstädt machte den nächsten Korb für die Berliner. Im nächsten Angriff der ING Skywheelers verfehlte Chris Spitz knapp den Korb. Nach dem Angriff der Berliner kam es zu Freiwürfen von Frieder Traube, die aber nicht ins Netz fielen. Daraufhin schnappte sich Surkhabi den Ball, passte an Spitz, der an Kind. Ganz knapp konnte der Berliner Kapitän den Ball abfangen. Frieder Traube holte dann zum Gegentreffer aus. Im nächsten Frankfurter Angriff konnte Shapoor Surkhabi einen Korb erzielen. Damit stand es nach drei Minuten 16:11. Bei Frankfurt kam es zu einem Wechsel: Marian Kind raus, Tuva Reinshagen rein. Im nächsten Angriff verfehlte Surkhabi. Es kam zu einem Zwei-Punkter von Felix Prager. Im nächsten Angriff der Frankfurter passte Spitz auf Tim Van Raamsdonk, der Ball kullerte aber vorbei. Mit Berlin wieder in der Offensive passte Mesic an Loderstädt, der warf zu Prager, der wieder zu Loderstädt, der verfehlte. Es folgte ein stürmischer Angriff von Chris Spitz, er wurde von Surkhabi gedeckt. Spitz passte an Van Raamsdonk, der dann den Korb zum 18:15 machte. Frieder Traube wurde anschließend stark abgeblockt von Surkhabi, dennoch kam es zum Korb durch Felix Prager. Fabian Jansen versuchte aus größerer Entfernung einen Zwei-Punkter, der Wurf verfehlte aber knapp den Korb. Der nächste Angriff der Berliner zeigte keine Wirkung. Surkhabi ging dazwischen und passte an Jansen. Der Ball wurde abgefangen. Der Angriff der Berliner hatte aber kein „Happy End“, dafür aber der nächste Korb von Surkhabi zum 20:17. Jan-Bruno Loderstädt verfehlte. Dann gab es ein Timeout mit 3:17 auf der Uhr der ersten Halbzeit verbleibend. Prager und Mesic versuchten in einem gekonnten Zusammenspiel einen Korb. Es wurde aber schließlich an Loderstädt gepasst, der den Ball zum 22:19 versenkte. Surkhabi konnte sich in der nächsten Offensive freispielen, verfehlte aber den Korb. Er wurde von Traube gehindert, deshalb gab es zwei Freiwürfe. Der zweite ging rein, der erste nicht. Damit ging es mit einem Zwischenstand von 23:19 in die Halbzeit. 

Die ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit waren ausgeglichen. Die Gäste aus Berlin erzielten sechs Punkte, die Frankfurter acht. Dann aber legten Marian Kind und Tuva Reinshagen los. In Minute sechs traf Marian Kind mit einem sauberen Zwei-Punkter zum 35:25. Alba Berlin kam in die Bredouille. Ein Korb von Tuva Reinhagen erhöhte dann den Spielstand auf 37:25, in der nächsten Minute auf 39:25. Es kam zum Wechsel bei den Gästen: Lisa Nothelfer fuhr rein, Gero Nagel raus. Der nächste Korb von Reinshagen erhöhte auf 41:27. Ein Zusammenspiel von Marian Kind und Chris Spitz führte dann dazu, dass der Spielertrainer Spitz scoren konnte. Beim nächsten Angriff holte sich Spitz den Ball, passte an Kind, der wieder an Spitz, der an Van Raamsdonk, der den Korb machte. Nach drei Vierteln stand es 45:27.

Nach der letzten zweiminütigen Viertelpause ging es wieder los. In der zweiten Minute machte Marian Kind das 47:19, dann konnte Mesic scoren. Es folgte ein langer Pass von Tim van Raamsdonk auf Kind, der aber nur den Rand des Korbes traf. Daraufhin waren die Berliner wieder am Zug. Loderstädt konnte sich durch die Defense kämpfen und wieder scoren. Im nächsten Angriff versuchte Mesic ebenfalls durch die Defense der ING Skywheelers zu kommen. Er scheiterte aber, Surkhabi konnte ihn davon abhalten und machte anschließend den nächsten Korb. Es folgte ein weiterer Korb für ALBA Berlin. Fünf Minuten vor Schluss ging es dann nochmal richtig zur Sache. Prager machte die Punkte zum 58:37. Kurz zuvor hatte Tuva  Reinshagen erneut für die Skywheelers erhöht. Prager passte Loderstädt, der den Korb verfehlt. Vier Minuten vor Schluss gab es dann noch eine Auswechselung: Tuva Reinshagen fuhr vom Spielfeld Saskia Zimmermann fuhr rein. Im nächsten Angriff der ING Skywheelers konnte Jansen punkten. 60:39. Dann erspielte Prager einen Zwei-Punkter. Saskia Zimmermann machte den nächsten Korb zum 62:41. In Teamarbeit preschten Mesic, Traube und Prager zum Korb der Frankfurter. Sie konnten aber durch die starke Defense der ING Skywheelers an weiteren Punkten gehindert werden. Chris Spitz passte an Jansen, der zielte auf den Korb, verfehlt aber. In der letzten Aktion des Spiels fand Kapitän Prager lange keinen Abnehmer für seiner Pass. Er passte dann doch an Senad Mesic, der den Punkt machte. Somit endete das Spiel mit 62:43.

Tuva Reinshagen sagt zum Spiel: „Wir haben uns in der ersten Halbzeit etwas scher getan, offensiv unser Spiel zu spielen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann angefangen, mehr als Team zusammen zu spielen und so den Sieg souverän nach Hause gebracht.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, hat der TV Kirchzell das Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden gewonnen. Der TV Gelnhausen nahm die Punkte aus Münster mit und die HSG Hanau gewann daheim gegen SGSH Dragons.

 

Bärenstarke Vorstellung der Kirchzeller

Mit einer bärenstarken Vorstellung und einer disziplinierten Glanzleistung gewann der TV Kirchzell das Derby gegen den Tabellendritten HSG Rodgau Nieder-Roden mit 27:24 (13:12) und war dabei gegenüber der Vorwoche nicht wieder zu erkennen. TVK-Trainer Povilas Babarskas hatte seine Jungs – wie immer – gut auf den Gegner eingestellt, hatte in Tom Spieß seine rechte Hand auf dem Spielfeld und die komplette Mannschaft hielt sich an den Matchplan. Torhüter Tobias Evers hielt sehr stark und Kapitän Tim Häufglöckner sorgte immer wieder für bemerkenswerte Tore. Generell war die ganze Kirchzeller Mannschaft “auf der Höhe”, egal, ob Yannik Wolf am Kreis, Antonio Schnellbacher, Louis Hauptmann oder Ievgen Zhuk auf Außen, Yann de Waha, Oleh Soloviov usw. Schön zu sehen, dass Trainer Povilas Babarskas trotz der Brisanz des Spiels seinen jungen Wilden Einsatzzeiten gab. 

Die Gäste lagen gleich mit 0:3 zurück, denn die Hausherren standen unglaublich gut in der Abwehr, waren im Rückzugsverhalten stark und nahmen der HSG das Tempo raus. Zwar konnten die Kirchzeller den Vorsprung zunächst nicht halten und lagen beim 4:5 erstmals zurück. Aber der TVK spielte konzentriert weiter und beim 8:7 (18.) nahmen die Gäste die Auszeit. HSG-Trainer Christian Sommer schmeckte nicht, was er sah. Bis zum 11:11 blieb die Begegnung dann ausgeglichen. Trotzdem war abzusehen, dass die Gastgeber nicht nur den HSG-Spielmacher Simon Brandt sehr gut unter Kontrolle hatten. 13:11 führte der TVK kurz vor der Pause, hatte das 14. Tor auf der Hand. Doch die Gäste verkürzten auf 13:12. So ging es in die Pause. Zwölf Gegentore konnten sich sehen lassen und die Zuschauer waren schon jetzt begeistert von ihrer Mannschaft.

Auch nach dem Wechsel war der TVK am Drücker

Hochmotiviert kamen die Babarskas-Jungs aus der Kabine zurück, stockten auf und Tim Häufglöckner sorgte für das 17:14 und 18:15 (38.). Die Partie war kampfbetont, die HSG wollte keinesfalls verlieren, holte immer wieder auf. Doch Tom Spieß führte geschickt Regie, setzte seine Nebenleute immer wieder gut in Szene oder traf selbst. Die Abwehr stand wie eine eins und am jungen Yann de Waha musste erst einmal einer vorbei kommen. Da auch der Rückzug nach wie vor hervorragend klappte, Tobias Evers stark parierte, stand es in der 53. Minute verdient 23:18. Vorher gab es noch eine Schrecksekunde, als Joshua Löffelmann, der bei Siebenmetern eingesetzt wurde, einen Kopftreffer kassierte und kurzzeitig sichtlich mitgenommen war. Als es hier Entwarnung gab, spielten seine Kollegen weiter wie bisher, völlig unaufgeregt gab Trainer Povilas Babarskas seine Anweisungen von der Seitenlinie, wechselte durch und beim 25:21 (57.) schien die Vorentscheidung gefallen. Aber die Gäste gaben nicht auf, agierten nun sehr offensiv. Zwei Minuten vor Schluss gab es ein rüdes Foul an Antonio Schnellbacher, das die Kirchzeller Fans auf die Palme brachte. Doch der Spieler gab nach Spielschluss Entwarnung. In der letzten Spielminute beim 27:23 wuchs Tobias Evers mit einer Doppelparade über sich hinaus. Da konnte auch der letzte Treffer der HSG an der ausgelassenen Stimmung in der Miltenberger Halle nichts mehr ändern. 

TVK-Trainer Povilas Babarskas war die Freude ins Gesicht geschrieben, als er sagte: “Nach der Niederlage letzte Woche haben wir uns viel vorgenommen und ich glaube, alle haben gesehen, wie toll wir das umgesetzt haben. Alle meine Spieler haben hundert Prozent gegeben. Wir haben das gegnerische Tempospiel erfolgreich unterbunden, in der Abwehr sehr stark gestanden und hatten gute Unterstützung im Tor. Ein großes Kompliment an meine Mannschaft. Das war ein wirklich schöner Erfolg.” Auch Tom Spieß war sehr zufrieden, als er sagte: “Wir wollten der unangenehme Gegner in unserer eigenen Halle sein und das ist uns gut gelungen. Ich freu mich sehr über unseren Sieg.”

 

 

TV Gelnhausen setzt Ausrufezeichen

Der TV Gelnhausen gewann das Auswärtsderby bei der TSG Münster mit 32:30 (15:12) und sicherte sich damit zwei enorm wichtige Punkte. Vor 700 Zuschauern in der Sporthalle der Eichendorffschule in Kelkheim – darunter rund 150 lautstarke TVG-Fans – setzte sich das Team von Cheftrainer Matthias Geiger in einer intensiven Schlussphase durch. Mit nun 28:6 Punkten bleibt der TVG weiterhin Tabellenzweiter der Süd-West-Staffel.

„Es war das erwartete schwere Spiel“, sagte Geiger nach der Partie und verwies auf die Qualität des Gegners: „Münster steht nicht umsonst auf dem fünften Platz. Sie haben heute gezeigt, was sie können.“ Besonders in der Anfangsphase tat sich Gelnhausen schwer, richtig Zugriff zu bekommen. Die Gastgeber erwischten den besseren Start, auch weil der bundesligaerfahrene TSG-Keeper Johannes Jepsen von Beginn an hellwach war und mehrere Würfe der Rot-Weißen entschärfte. Auf der anderen Seite fehlte dem TVG zunächst die letzte Entschlossenheit in der Defensive, so dass Münster nach 16 Minuten mit 7:5 in Führung lag.

Doch der TVG blieb ruhig, ließ sich nicht abschütteln und fand zunehmend besser in die Partie. „Wir haben am Anfang ein bisschen Anlaufschwierigkeiten gehabt, haben fast wie mit angezogener Handbremse gespielt. Aber ab der 15. Minute sind wir dann besser reingekommen – mit mehr Biss in den Zweikämpfen, mehr Zug zum Tor und auch mehr Zweikampfstärke in der Abwehr“, sagte Geiger.

Der Schlüssel war eine klar stabilisierte Abwehr und ein Torhüter, der nun ebenfalls auf Betriebstemperatur war: Alexander Bechert parierte in dieser Phase Ball um Ball und entschärfte sogar einen Siebenmeter. Vorne fand der TVG immer öfter Lösungen gegen die bewegliche, aggressive Münsteraner Deckung und belohnte sich mit einem 6:1-Lauf innerhalb von sieben Minuten. In der 23. Minute brachte Winterneuzugang Dmytro Redkyn die Gelnhäuser mit 11:8 in Führung. Mit einem 15:12 ging es letztlich in die Pause.

Patrick Weber sehr torgefährlich

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich, warum Patrick Weber zu den torgefährlichsten Spielern der Staffel gehört. Der bundesligaerfahrene Halblinke der TSG traf aus dem Rückraum phasenweise nach Belieben und führte Münster Tor um Tor heran. Gleichzeitig hatte die TSG jedoch große Probleme, das Gelnhäuser Tempospiel zu kontrollieren. Nicht selten antwortete der TVG auf einen Münsteraner Treffer innerhalb weniger Sekunden mit dem direkten Gegentreffer. Das Derby entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, in dem der Vorsprung der Rot-Weißen zwar schmolz, aber zunächst nicht vollständig kippte. In der 45. Minute erzielte Weber dann aber den 20:20-Ausgleich. Das Spiel war wieder komplett offen.

Allerdings schwächte sich Münster mit zwei Zeitstrafen hintereinander selbst. Obendrein sah Timo Treber nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Der TVG nutzte diese Situation, um sich wieder Luft zu verschaffen. Jannik Geisler traf in der 49. Minute zum 24:21. Doch Münster blieb bissig, gab sich nicht geschlagen und kam erneut zurück. In der 52. Minute stand es wieder unentschieden, 25:25. Doch erneut behielten die Barbarossastädter in der Crunchtime die besseren Nerven. Hinten parierte TVG-Keeper Daniel Drozdz einen Siebenmeter von Weber, vorne übernahmen Malolepszy und Geisler Verantwortung. Beide suchten konsequent den Abschluss und trafen in Serie. Zwei Treffer des Kapitäns brachten Gelnhausen auf 28:26 nach vorne (56.).

Von da an fiel auf beiden Seiten fast mit jedem Angriff ein Tor. Münster blieb dran, doch die Rot-Weißen konterten jedes Gegentor und behaupteten den knappen Vorsprung. Eine Minute vor Schluss lag Gelnhausen beim Stand von 31:29 noch immer mit zwei Treffern vorne. Dann setzte Geisler mit dem 32:29 rund 30 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Stich. Münster traf zwar noch einmal zum 32:30-Endstand, doch die zwei Punkte waren dem TVG nicht mehr zu nehmen.

„Münster hat ein riesiges Spiel abgeliefert“, sagte Geiger anerkennend. „Aber wir haben in der entscheidenden Phase einen kühlen Kopf bewahrt und den absoluten Willen gezeigt, das Spiel zu gewinnen. Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem schweren Spiel zwei Punkte mitnehmen konnten und richten den Blick jetzt schon auf das Spiel gegen Ratingen.“ Bester TVG-Schütze war Malolepszy mit zehn Treffern, gefolgt von Geisler mit sieben Toren. Bei der TSG Münster war Patrick Weber mit elf Toren der erfolgreichste Werfer des Abends.

 

 

 

Abwehrumstellung ersten HSG-Heimsieg in 2026

Die HSG Hanau hat die ersten zwei Punkte im neuen Jahr gesammelt, triumphierte vor heimischer Kulisse mit 38:31 (17:17) gegen die SGSH Dragons und zeigte eine deutliche Leistungssteigerung zur Vorwoche. Torhüter Saad Khan hielt in den entscheidenden Phasen seinem Team den Rücken frei, während vorne Kreisläufer David Rivic zwölfmal einnetzte. Zum Matchwinner wurde jedoch ein taktischer Kniff von Trainer Axel Spandau, welcher die Dragons vor große Probleme stellte.

„Meine Mannschaft ist heute wesentlich emotionaler aufgetreten“, meinte Spandau nach dem Spiel. „Nachdem wir in der Schlussphase die Abwehr umgestellt hatten, haben wir aggressiv verteidigt, die Räume eng gemacht und uns in einen Flow gespielt. So wollen wir nächste Woche auch in Nieder-Roden bestehen.“

Gegen den personell gebeutelten Tabellenvierzehnten aus dem Sauerland war die HSG Hanau aber selbst nicht mit dem vollen Kader in die Begegnung gegangen, denn Spandau musste auf Außenspieler Julian Fulda und Kreisläufer Nils Schröder verzichten. Die SGSH Dragons traten von der ersten Minute an mutig auf und sofort entwickelte sich zwischen beiden Teams eine schnelle und torreiche Partie, in der die Gäste zunächst mit 3:1 in Führung gingen. Hanau ließ sich davon aber nur kurzfristig beindrucken. Beim 6:4 (8.) hatten die Grimmstädter die Begegnung, durch einen sehenswerten Tempogegenstoß von Sebastian Hein und dem sicher verwandelten Siebenmeter von HSG-Kapitän Max Bergold, wieder gedreht.

Bis zum 10:9 (16.) hielt diese Hanauer Führung, doch die Dragons blieben gefährlich und konnten sich dabei vor allem auf Rückraumspieler Felix Jaeger (15 Tore) verlassen, den die HSG kaum in den Griff bekam. „Natürlich ist es schwierig einen Spielertyp wie Jaeger vollends zu verteidigen“, analysierte Spandau später. Angesichts der gut platzierten Würfe aus dem Rückraum kam es so schon in der ersten Halbzeit zum Torhüterwechsel im Hanauer Kasten. Für Benedikt Müller rückte Saad Khan zwischen die Pfosten, der mit einigen Paraden überzeugte. Die 17:15-Führung der Gäste glich Bergold mit zwei schnellen Kontertoren zum 17:17 noch vor der Pause aus.

Dennis Gerst wird zum Gamechanger in der Hanauer Abwehr

Nach dem Seitenwechsel blieben die Dragons zunächst am Drücker und hatten bis zur 36. Minute eine Führung beim 22:20 inne. Was dann aber folgte, war eine abgebrühte Leistung der HSG-Sieben. Coach Spandau beorderte Allrounder Dennis Gerst in der Abwehr auf die vorgezogene Position und ließ sein Team in einer versetzten 5:1-Deckung verteidigen. Die Sauerländer zeigten sich von dem taktischen Kniff überrascht und leisteten sich gegen die aggressive Verteidigung mehrere technische Fehler, die Rivic, Kleemann & Co. im Angriff mit viel Sicherheit bestraften. „Dennis Gerst war für mich heute der Gamechanger dieses Drittligaspiels“, gab Spandau zu Protokoll. „In der Schlussphase waren wir in der Abwehr nicht nur emotional besser als unser Gegner, sondern auch fitter.“

Mit dem Treffer von Gerst zum 26:22 (45.) erspielte sich Hanau erneut eine komfortable Führung und drängte in der Folge auf die Vorentscheidung. Mehrfach scheiterte man dabei allerdings an SGSH-Keeper Luca Jannack. Da die Hanauer Defensive – gegen die nachlassenden Kräfte des Gegners – jedoch weiterhin nichts anbrennen ließ, sorgten Rivic mit dem 34:28 (54.) sowie Mittelmann Jan-Philipp Winkler, der den 38:31-Endstand markierte, am Ende doch noch für ein deutliches Ergebnis.

„Wir wollten heute von Anfang an eine Reaktion auf das letzte Spiel zeigen“, meinte HSG-Keeper Saad Khan. „Das haben wir auch geschafft, denn die letzten 15 Minuten waren sehr stark. Die Vorfreude auf das anstehende Derby ist nun riesig und wir hoffen, dass viele Zuschauer im Blauen Block uns dann erneut unterstützen werden.“

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga spielte die TuSpo Obernburg beim Tabellenletzten nur Unentschieden. Die HSG Bieberau/Modau verlor beim Spitzenreiter deutlich.

 

Ärgerlicher Punktverlust in letzter Sekunde

Im ersten Spiel der Rückrunde musste die TuSpo Obernburg beim Tabellenletzten HSG Wettenberg antreten und spielte am Ende nur 25:25 (12:16).

Nach einem schnellen 0:2-Rückstand fand die Mannschaft von Trainer Philipp Wollbeck jedoch rasch besser in die Partie und übernahm in der neunten Spielminute erstmals mit 4:3 die Führung. Der Aufsteiger aus Mittelhessen präsentierte sich in der Folge jedoch weiterhin gefährlich und drehte das Spiel erneut, so die Aussage von TuSpo-Pressesprecher Klaus Zengel. Nach 13 Minuten lag Wettenberg mit 6:4 vorne, nach 22 Minuten sogar mit 10:8. Bis zur Halbzeitpause gelang es der TuSpo nicht mehr den Rückstand zu egalisieren und nach 30 Minuten stand ein 12:16-Rückstand auf der Anzeigetafel.

Obernburg will Vorgaben umsetzen

In der Kabine nahmen sich die Obernburger viel vor und setzten die Vorgaben ihres Trainers direkt nach Wiederanpfiff konsequent um. Tor um Tor wurde der Rückstand verkürzt, ehe in der 42. Spielminute der 20:20-Ausgleich gelang. Nur zwei Minuten später sorgten Tom Müller und André Göpfert mit ihren Treffern sogar für eine 22:20-Führung und brachten die Gäste wieder auf Kurs. Doch die Gastgeber zeigten Moral, glichen in der 53. Minute zum 23:23 aus und gingen kurz darauf erneut in Führung.

Die Schlussphase entwickelte sich zu einem echten Krimi. 50 Sekunden vor dem Abpfiff brachte Thomas Keck die TuSpo erneut mit 25:24 in Führung. In den letzten Sekunden erhielten die Hausherren jedoch noch einen Siebenmeter, den sie mit dem Schlusspfiff zum 25:25-Endstand verwandelten. Es war ein äußerst ärgerlicher und unglücklicher Punktverlust für die Wollbeck-Truppe.

 

 

Zerfahrenes Spitzenspiel

Auch wenn der Tabellenerste gegen den Zweiten spielte, war es wahrlich kein Handball Leckerbissen, den die beiden Top Teams der Liga ablieferten. Am Ende gewann die ESG Gensungen/Felsberg gegen die HSG Bieberau/Modau mit  24:16 (9:8). Beide Mannschaften leisteten sich viele Fehler im Spielaufbau und in der Chancenverwertung. Lediglich die beiden Torhüter, auf Gensunger Seite der überragende Lukas Voß und auf Bieberau/Modauer Seite Martin Juzbasic, lieferten eine gute Leistung ab. Am Ende siegte die Mannschaft, die weniger Fehler aufwies.

Die Gäste waren von Beginn an unkonzentriert und vergaben gute Torchancen, lagen bereits nach zehn Minuten mit 0:4 im Rückstand, ehe Robin Büttner in der zwölften Spielminute das erste Tor der Gäste erzielte. Fortan vereitelte Torhüter Juzbasic weitere Einschussmöglichkeiten Gensungens und hielt damit sein Team in Schlagdistanz. Im Angriff gelang wenig, Fehlwürfe und technische Fehler häuften sich, trotzdem gelang Gensungen nur eine 9:8 Führung – dank Juzbasic – zur Halbzeit.

Ausgleich nach kurzer Zeit

Die zweite Halbzeit begann für die Falken etwas besser und so konnten sie durch Kunzendorf und Jajic bis zur 35. Minute zum 10:10 ausgleichen, aber danach war es auch schon wieder vorbei. Verschlimmernd kam hinzu, dass Damjan Jajic in der 36. Minute nach einer Gensunger Abwehrattacke verletzt ausscheiden musste. Die Gäste spielten verunsichert, konnten einen Vier-Tore-Lauf der Gastgeber nicht verhindern und so stand es nur vier Minuten später 14:10. Im nächsten Gästeangriff wurde dann auch noch Bieberau/Modaus Robin Büttner unsanft von der Hand eines Gensunger Abwehrspielers im Gesicht getroffen und musste mit einer Augenverletzung ebenfalls frühzeitig ausscheiden. Die nun erheblich geschwächte Gäste-Mannschaft schaffte es nicht mehr, dem Spiel eine Wende zu geben und musste Tor um Tor hinnehmen. 

HSG-Trainer Thomas Webe sagter: „Natürlich waren wir aufgrund der Hallensituation in Groß-Bieberau (Dachsanierung in der laufenden Runde) und einiger grippegeschwächter Spieler nicht auf einem Spitzenspiellevel, dazu das frühe, verletzungsbedingte Ausscheiden von Damjan Jajic und Robin Büttner, aber trotzdem mussten wir hier mehr abliefern, das hat mir nicht gefallen. Gensungen gratuliere ich zum Sieg, sie haben einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht.“