Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Und weiter gehts beim Handball Zweitligisten TV Großwallstadt. Torhüter Jan-Steffen Minerva wird den TVG zum Ende der Saison verlassen, wird dem Verein aber trotzdem weiter erhalten bleiben.

Ob mit dieser Personalie nun das Karussell beim TVG zum Stehen kommt, bleibt abzuwarten.

Lest nachfolgend die PM des TV Großwallstadt:

Jan-Steffen Minerva wechselt zum TV Gelnhausen – bleibt dem Verein aber erhalten

Der 36-jährige Torhüter wird den Verein nach acht Jahren als Spieler verlassen, dem TVG aber weiterhin als Nachwuchskoordinator erhalten bleiben. Minerva kommt aus der Region, hat seine aktive Karriere aber 2008 beim TV Hüttenberg begonnen. Nach Stationen in Neuhausen und in der ersten Liga beim ThSV Eisenach hat der Hösbacher 2018 beim TV Großwallstadt einen Vertrag unterschrieben.  Dort hat er durch seine Erfahrung in wechselnden Gespannen immer wieder wichtige Akzente im Tor gesetzt und den Verein vorbildlich repräsentiert.

Nachhaltige Jugendarbeit als Sportkoordinator der Akademie

Neben seiner Tätigkeit als Torhüter der Bundesliga Teams, begleitet Minerva seit 2022 ebenfalls das Amt des 2. Vorsitzenden/Sportkoordinator der TVG Junioren Akademie e.V. und hat maßgeblich dazu beigetragen, den Nachwuchsleistungsbereich des TV Großwallstadt weiterzuentwickeln. Die Aufstockung auf insgesamt fünf Mannschaften (mC-, mB-, mA- sowie wD- und wC-Jugend) und die Rückkehr in die Jugend-Bundesliga sind unter anderem ihm zuzuschreiben.

Ab sofort wird sich Jan-Steffen, der auch gerne „Bruno“ genannt wird, als Nachwuchskoordinator der GmbH und Akademie einbringen und für die Koordination der weiblichen und männlichen Jugend, den Übergang der Spieler in den Herrenbereich sowie die Anschlussförderung der U23 zum Bundesligateam kümmern.

Spatz freut sich auf Zusammenarbeit

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz: „Ich möchte hier ein großes Dankeschön an Bruno aussprechen für das Engagement als Spieler und jetzt auch als Nachwuchskoordinator beim TVG und den Junioren. Er hat den Verein die vergangenen Jahre mitgeprägt und ist ein Gesicht des Clubs. Umso schöner, dass er uns in neuer Form erhalten bleibt und die Förderung der Jugendspieler weiter vorantreibt. Sein Wirken hat auch schon in den letzten Jahren gezeigt, dass sich die Jugend in eine sehr gute Richtung entwickelt. Diesen eingeschlagenen Weg wollen wir mit ihm weitergehen.“

Fortsetzung der aktiven Karriere beim TV Gelnhausen

Minerva wird seine Handball-Karriere aber noch nicht an den Nagel hängen, sondern schließt sich in der kommenden Spielzeit dem Drittligisten TV Gelnhausen an. Dort wurde bereits Dmytro Redkyn für die Rückrunde mit einem Zweifachspielrecht ausgestattet. Gespräche wegen einer möglichen intensiveren Kooperation mit dem „hessischen“ TVG laufen bereits an.

Fokus auf zwei Torhüter

Nach der Verpflichtung von Leon Nowottny stehen aktuell drei Torhüter beim TVG unter Vertrag. Hier möchte der Verein ab sofort den Fokus im Trainingsbetrieb und bei den Spielen auf zwei Akteure legen. Minerva trägt diese Entscheidung mit seiner Erfahrung mit. Dafür bedankt sich der TV Großwallstadt bei ihm. Der 36-jährige Hösbacher wird demnach in der Rückrunde weniger Spielanteile haben, dem Verein aber in anderer Funktion erhalten bleiben.  Der Familienvater nimmt bis zu seinem Wechsel nach Gelnhausen weiterhin am Training teil. Sollte es zu einer Verletzung auf der Torhüterposition kommen, wird Minerva, der aktuell noch ein Lehramtsstudium absolviert, zur Stelle sein.

„Im Herzen möchte ich nur das Beste für den TVG“

Jan-Steffen selbst äußert sich zur Veränderung wie folgt: „Zunächst möchte ich mich bei den Fans bedanken, die uns auch in schwierigen Phasen außergewöhnlich unterstützt haben. Diese Energie der letzten acht Jahre werde ich nicht vergessen. Beim TV Großwallstadt wurde zuletzt eine neue sportliche Ausrichtung auf der Torwartposition gewählt, die ich respektiere. Es war mir eine Freude, Teil dieses Wegs gewesen zu ein und ich wünsche dem Verein für die Zukunft viel Erfolg. Im Herzen möchte ich weiterhin nur das Beste für den TVG. Gleichzeitig freue ich mich sehr, der TVG Junioren Akademie e.V. und der TV Großwallstadt GmbH weiter als Jugendkoordinator erhalten zu bleiben und künftig für den TV Gelnhausen im Tor aufzulaufen. Dort werde ich nicht nur sportlich Verantwortung übernehmen, sondern auch abseits des Feldes neue Synergien schaffen, die unsere Handballregion weiter vernetzen und stärken. Unsere Region hat großes Potenzial – auf und neben dem Feld. Ich freue mich darauf, daran mitzuwirken.“

 

 

Auch seitens des TV Gelnhausen gab es eine Pressemitteilung. Hier ist folgendes zu lesen:

Routinier Minerva kommt, Eigengewächs Pilgrim verlängert TV Gelnhausen 

Drittligist TV Gelnhausen hat die Nachfolge von Daniel Drozdz auf der Torhüterposition frühzeitig geregelt und setzt dabei zugleich auf Erfahrung, Stabilität und Perspektive. Zur neuen Saison verpflichtet der TVG Jan-Steffen Minerva vom Zweitligisten TV Großwallstadt. Der 36-Jährige bringt jahrelange Bundesliga- und Zweitligaerfahrung mit und erhält zunächst einen Zweijahresvertrag bis 2028. Parallel dazu bindet der TVG Eigengewächs und Torhüter-Talent Noah Pilgrim ebenfalls zunächst bis 2028. Mit der Verpflichtung Minervas verfolgen die Barbarossastädter darüber hinaus ein übergeordnetes strategisches Ziel.

Der Routinier steht seit 2018 beim Zweitligisten TV Großwallstadt zwischen den Pfosten und prägte dort über viele Jahre das Gesicht der Mannschaft. Zuvor spielte er drei Spielzeiten für den ThSV Eisenach, nachdem er zwei Jahre beim TV Neuhausen aktiv war. Eine wichtige Phase seiner Karriere erlebte Minerva beim TV Hüttenberg, für den er fünf Jahre in der zweiten Handball-Bundesliga spielte und dort ebenso wie in Eisenach Erfahrung in der ersten Bundesliga sammeln konnte. Seine Laufbahn im Aktivenbereich startete der Torhüter bei der HSG Kahl-Kleinostheim.

Minerva beendet aktuell sein Studium zum Grundschullehrer und bleibt neben seinem Engagement beim TV Gelnhausen dem TV Großwallstadt weiterhin als Leiter der Juniorenakademie erhalten. Hier ergeben sich für die Zukunft große Synergieeffekte, die beide Vereine nutzen möchten. Die kurzfristige Verpflichtung von Dima Redkyn für die Rückrunde per Zweitspielrecht ist ein erster Vorbote für eine bevorstehende Kooperation beider Vereine, über deren Inhalte in Kürze informiert wird.

„Nachdem klar war, dass es sportlich beim TV Großwallstadt nicht mehr weitergeht, hat Gelnhausen frühzeitig den Kontakt zu mir gesucht. Schon im ersten, sehr intensiven Gespräch mit Manager Philip Deinet haben wir gemerkt, dass es sehr gut passt. Die Werte, Strukturen und Voraussetzungen für ambitionierten Handball sind hier gegeben“, begründet Minerva seine Entscheidung. „Zuletzt konnte man immer deutlicher erkennen, dass der Verein einen neuen Weg eingeschlagen hat. Gelnhausen befindet sich auf einem aufstrebenden Kurs und versprüht seitdem ein gewisses Funkeln und Leuchten in der Region. Die klaren Strukturen, die Nachhaltigkeit und die realistischen Ziele sind deutlich erkennbar. Auch im gesamten Außenauftritt, insbesondere im Social-Media-Bereich, hat sich der Verein sehr modern und positiv weiterentwickelt“, so der 1.95 Meter große Keeper.

Um auf der Torhüter-Position Planungssicherheit zu haben, verzichtete man beim TVG weitestgehend auf die Weihnachtspause, um zwischen den Jahren alles unter Dach und Fach zu bringen. „Für uns war wichtig, frühzeitig Klarheit zu schaffen, da die Torhüterposition für die sportliche Stabilität von großer Bedeutung ist. Umso glücklicher sind wir, mit Jan-Steffen Minerva einen sehr erfahrenen Torhüter gefunden zu haben, der zudem durch seine Arbeit in der Juniorenakademie des TV Großwallstadt ein tiefes Verständnis dafür mitbringt, wie junge Spieler an den Leistungssport herangeführt werden. Wir versprechen uns von ihm sowohl sportliche Stabilität als auch wertvolle Impulse für die Entwicklung unserer jungen Torhüter“, sagt TVG-Manager Deinet.

Auch Cheftrainer Matthias Geiger zeigt sich glücklich über den Transfer: „Wir freuen uns sehr, Jan-Steffen mit seiner hohen Qualität sowie seiner langjährigen Erst- und Zweitligaerfahrung künftig in unserem Team zu haben. Er wird den Jungs mit Sicherheit auch mit seiner Erfahrung weiterhelfen. Sportlich erwarten wir viel von ihm und sind zugleich froh, dass wir einen Spieler dieses Formats für unseren Verein gewinnen konnten, der zu uns steht.“

Gleichzeitig mit der Minerva-Bekanntmachung hat der TV Gelnhausen Noah Pilgrim mit einem Zweijahres-Vertrag bis 2028 ausgestattet. Das 20-jährige Torhüter-Talent soll behutsam an die dritte Liga herangeführt werden. „Es macht mich sehr glücklich, einen Vertrag bei dem Verein unterschrieben zu haben, bei dem ich groß geworden bin. Der TV Gelnhausen hat mich in meiner Entwicklung stark geprägt und bedeutet mir sehr viel“, sagt Pilgrim, der gemeinsam mit Alex Bechert und Minerva das Torhüter-Trio komplettiert. Bechert hatte sich zu Rundenbeginn bereits für vier weitere Jahre zum TVG bekannt und spielt derzeit eine starke Saison. 

„Wir freuen uns, dass mit Noah ein weiteres Talent aus unserer eigenen Jugendarbeit den Sprung in die erste Mannschaft schafft. Er bringt großes sportliches Potenzial sowie die für den Gelnhäuser Handball notwendige Mentalität mit. Nun soll er den entscheidenden Feinschliff erhalten, um sich perspektivisch als Leistungsträger der ersten Mannschaft zu entwickeln“, sagt Sergej Budanow, neben Deinet Sportlicher Leiter des TVG.

„Mit Noah haben wir einen jungen, hochengagierten Torhüter aus der eigenen TVG-Handballschule, der sich seit Jahren kontinuierlich in Richtung erste Mannschaft entwickelt. In der kommenden Zeit wird er im Juniorenteam weitere wichtige Entwicklungsschritte machen und behutsam an das Niveau der 3. Liga herangeführt. Hinter Alex und Jan-Steffen kann er sich in Ruhe weiterentwickeln. Wir freuen uns, mit einem weiteren Eigengewächs auf dieser Position langfristig in die Zukunft zu blicken. Auf der Torhüter-Position sind wir mit diesem Trio für die Zukunft hervorragend besetzt“, sagt Deinet.

 

Die Bilder haben uns die Vereine zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Ihr sicher alle schon mitbekommen habt, ist Peter David als Trainer von der HSG Aschaffenburg, die in der Bezirksoberliga spielen, zu den Lohrer Füchsen in die Regionalliga Bayern gewechselt. Seit Januar 2026 hat er dort das Sagen auf der Bank. Eigentlich, so erzählt uns Peter, sollte er dieses Traineramt erst ab Sommer 2026 übernehmen. Doch manchmal kommt es im Leben eben anders, als man denkt. 

Der bisherige Trainer Bernd Becker wird die Lohrer Füchse zum Jahresende verlassen. „Bernd hat mit viel Herzblut und Engagement unsere Mannschaft in den vergangenen Jahren geführt”, sagt Harald Rahtz, Abteilungsleiter Handball beim TSV 1846 Lohr a. Main e. V. „Wir danken ihm von Herzen für alles, was er für unseren Verein bei seinen insgesamt drei Stationen in Lohr geleistet hat.”

Für ihn kam mit Peter David ein ehemaliger slowakischer Nationalspieler und Bundesliga-Trainer des jetzigen Zweitligisten TV Großwallstadt. Er soll frische Impulse für die anstehende Rückrunde und den Klassenerhalt setzen. Gleichzeitig soll er den Grundstein für eine sportliche Neuausrichtung legen, so ist es auf der Lohrer Website zu lesen.

„Peter ist nicht nur eine großartige Persönlichkeit, er bringt auch eine wahnsinnige Erfahrung mit, von der wir alle nur profitieren können”, so Harald Rahtz über den neuen Trainer. „Mit ihm zusammen möchten wir in den kommenden Jahren eine Mannschaft aufbauen, die eine sportlich erfolgreiche Zukunft vor sich hat.”

Genau der richtige Mann

Daher ist Peter, der heuer einen runden Geburtstag feiert, aus Sicht der Lohrer Verantwortlichen genau der richtige Mann. Als Spieler wurde er tschechoslowakischer Meister, slowakischer Double-Gewinner und absolvierte insgesamt 109 Länderspiele für die Tschechoslowakei und die Slowakei. Auch als Trainer feierte der zweifache Familienvater große Erfolge – sowohl im Damen- als auch im Herrenbereich. Stationen wie die Erstligisten HT Tatran Prešov und DHK Baník Most sowie seine Zeit als Bundesliga-Trainer beim TV Großwallstadt unterstreichen seine außergewöhnliche Qualitäten.

Und auch für Peter sind die Lohrer Füchse, die derzeit auf Platz zehn der Tabelle stehen, genau der richtige Verein zur richtigen Zeit. „Ich habe in meiner Karriere schon viel gesehen und erlebt. Jetzt ist für mich der perfekte Moment, noch einmal ein neues Projekt anzugehen”, sagt der 59-Jährige. „Bei den Lohrer Füchsen treffe ich auf Menschen mit Ideen, Energie und Ambitionen – das hat mich sofort gepackt. Jetzt freue ich mich darauf, gemeinsam mit der Mannschaft richtig anzugreifen.” 

Im Gespräch mit ihm kristallisierte sich sofort heraus, wie er für seinen neuen Verein brennt. Es macht ihm sichtlich Spaß mit der Mannschaft zu arbeiten: “Die Jungs ziehen alle mit, die Einstellung ist da und die Fans stehen total hinter uns. Ich hab wirklich ein gutes Gefühl”, sagt er. Dabei vergaß er aber nicht, der HSG Aschaffenburg und den Verantwortlichen dort zu danken, die ihm bei seinem neuen Job nicht im Wege standen.

Viel Zeit mit der Mannschaft um Maxi Schmitt, den Peter als seine rechte Hand bezeichnet, zu trainieren, blieb ihm nicht. Im ersten Spiel des neuen Jahres, am 10. Januar, ging es gleich zum Spitzenreiter Bayreuth. Dort gab es eine Niederlage. Vergangene Woche empfing Lohr das Schlusslicht Ismaning zuhause und hier gab es einen feinen Erfolg. An diesem Wochenende kommt der Tabellenfünfte HT München. Das Hinspiel ging verloren. Geht es nach dem Willen von Peter soll es diesmal besser werden. “Wir sind gut vorbereitet und werden alles geben, um die nächsten Punkte zu holen”, so der Coach.

Wir wünschen dem sympathischen Coach und Mensch für sein neues Projekt viel Erfolg! Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.

 

 

Das Bild haben uns die Lohrer, Peter David, zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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In der Handball Regionalliga muss die TuSpo Obernburg am Samstag in Wettenberg antreten. Die HSG Bieberau/Modau ist zu Gast beim Spitzenreiter Gensungen.

 

Obernburg will beim Aufsteiger punkten

Nach der Niederlage vergangene Woche in Hüttenberg will die TuSpo Obernburg diesmal beim Schlusslicht Wettenberg unbedingt punkten. TuSpo-Trainer Philipp Wollbeck hofft, dass er mit vollem Kader beim Tabellenletzten antreten kann. 

Die Mannschaft von Trainer Dragan Nenad hat immer wieder mit verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen. Wenn alle fit sind, kann der Coach auf ein körperlich gutes Team zurückgreifen, das mit Jonas Müller im Rückraum und mit Tom Warnke auf Linksaußen erfahrene Spieler hat. Der Aufsteiger hat bisher nur ein Remis gegen Vellmar zustande gebracht, alle anderen Matches gingen verloren. Bleibt zu hoffen, dass nicht ausgerechnet gegen Obernburg der Knoten platzt. Die Gäste sollten gewarnt sein. Im Hinspiel gab es ein 30:28 für die TuSpo.

 

 

Topspiel steigt in Gensungen

Am Samstag kommt es zum Gipfeltreffen in der Regionalliga, wenn der unangefochtene Tabellenerste Gensungen/Felsberg gegen den aktuellen Tabellenzweiten Bieberau/Modau spielt. Beide Teams siegten letzte Woche, Gensungen deklassierte Groß-Umstadt mit 35:16, Bieberau/Modau siegte in Baunatal mit 37:33. Es ist also angerichtet.

Die Nordhessen zeigen sich diese Saison sehr stark und haben in der Vorrunde erst ein Spiel verloren und zwar gegen Baunatal. Alles andere wurde souverän gewonnen  und deshalb stehen sie völlig zu Recht auf Platz eins mit 24:2 Punkten, gefolgt von Bieberau/Modau mit 19:7 Punkten und Petterweil und Offenbach, ebenfalls mit 19:7 Punkten. Fünf Punkte Abstand ist schon sehr viel und vor allem, wenn man die Beständigkeit der Gensunger kennt. Sie sind deshalb auch am Samstag der große Favorit, im Hinspiel siegten sie bereits in Groß-Bieberau mit 32:28, wobei die Gastgeber damals nicht chancenlos waren. HSG-Trainer Thomas Weber meint: „Beide Mannschaften gehören zu den Top Five der Regionalliga, Gensungen hat sich dabei in der Vorrunde als klarer Primus hervorgetan und wird uns am Samstag alles abverlangen. Mal sehen, was wir ihnen entgegen setzen können.“  

 

 

Das Bild hat uns die TuSpo, Klaus Zengel, zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, empfängt der TV Kirchzell daheim die HSG Rodgau Nieder-Roden. Die HSG Hanau hat SGSH Dragons zu Gast und Gelnhausen muss nach Münster. 

 

TV Kirchzell empfängt den Tabellendritten zum Derby

Die letzte Niederlage ist aufgearbeitet und der Blick des TV Kirchzell geht wieder nach vorne. Am Samstag um 19.30 Uhr kommt der Tabellendritte, HSG Rodgau Nieder-Roden in die Miltenberger Halle und das heißt, dass die volle Konzentration auf diesem Spiel liegen wird. Vor allem werden die TVK-Fans einmal mehr gefordert sein, denn in einer vollen Miltenberger Halle zu spielen, ist für jeden Gegner Schwerstarbeit.

Die HSG spielt bisher eine überragende Saison, die Abläufe passen, weil die Mannschaft seit Jahren sehr eingespielt ist. Da wartet ein richtiger Brocken auf die Mannschaft von Povilas Babarskas, der sagt: “Nieder-Roden steht nicht umsonst da oben. Sie machen ihre Sache richtig gut. Vor allem wird die Mannschaft gut von Simon Brandt gesteuert und Außen Sam Hoddersen ist kaum zu halten. Daher werden wir versuchen, zu diesem Spiel gute Lösungen zu finden. Wir müssen uns finden, müssen unsere Schwankungen abstellen und kämpfen bis zum Umfallen.” 

Stand heute sind alle Kirchzeller Spieler fit und auch Tom Spieß ist wieder mit dabei. Er fehlte vergangene Woche berufsbedingt und sagt: “Ich kenne Nieder-Roden aus den letzten Jahren. Sie sind eine eingespielte Truppe, auch weil der Kader im Kern über Jahre stabil gehalten wurde. Die Favoritenrolle liegt bei der HSG. Aber wir werden versuchen, unser Spiel zu spielen und vor allem in eigener Halle vor unserem tollen Publikum der unbequeme Gegner sein, der wir meistens sind. Wir werden gute Torhüter brauchen, eine aggressive Abwehr, dann wird man sehen.”

 

 

 

HSG Hanau peilt erste Heimpunkte in 2026 an

Am Samstagabend (19.30 Uhr) bestreitet die HSG Hanau das erste Heimspiel im Handballjahr 2026 in der Hanauer Main-Kinzig-Halle. Die Grimmstädter haben den 14. der Tabelle, die SGSH Dragons aus Schalksmühle, zu Gast. Nach der Niederlage am vergangenen Wochenende ist die Spandau-Sieben auf Wiedergutmachung aus und will vor eigenem Publikum an die bärenstarke Leistung aus dem Hinspiel gegen die Nordrhein-Westfalen anknüpfen. 

„Wir als Trainerteam erwarten natürlich von der Mannschaft und uns selbst eine Antwort auf das erste Spiel des Jahres, welches keinen guten Eindruck hinterließ“, gibt HSG-Cheftrainer Axel Spandau die Richtung für Samstagabend vor. „Diese Leistung müssen wir revidieren und das Team ist sich auch einig, dass wir nicht noch einmal ein Spiel mit einer so hohen Fehlerquote anbieten dürfen.“ Mit 20:12 Punkten belegt Hanau momentan den sechsten Staffelrang. „Die Dragons sind eine sehr starke Angriffsmannschaft, gerade mit den beiden Jäger-Brüdern im Rückraum und Julian Thomas auf Rechtsaußen, der auch immer ein Garant für Tore ist“, meint Spandau weiter. Zu Beginn der Rückrunde sorgte diese Offensivreihe direkt für eine handfeste Überraschung, denn das Heimspiel gegen den TV Kirchzell gewannen die Gäste Nordrhein-Westfalen mit 37:29. 

Im Hinspiel zündete Hanau gegen die Dragons ein wahres Offensivfeuerwerk. Beim 45:38 trafen vor allem HSG-Kreisläufer David Rivic, Rechtsaußen Sebastian Hein und Lukas Böhm nach Belieben – bereits zur Pause führte man mit acht Toren. Davon will Spandau aber zunächst nichts wissen: „Die Dragons haben zuletzt auch in Dutenhofen gut mitgehalten. Wir wissen, was da auf uns zukommt und wollen mit allem was wir haben dagegen halten“, so der Hanauer Chefcoach. „Ganz besonders über unsere Emotionen und den leidenschaftlichen Kampf.“

  

 

TV Gelnhausen erwartet Hexenkessel-Atmosphäre in Münster

Der TV Gelnhausen steht vor einem echten Härtetest, denn am Freitag um 20.15 Uhr  muss der TVG bei der TSG Münster zum Auswärtsderby antreten. Die Stimmung beim starken Aufsteiger ist traditionell hitzig. Aber Malolepszy und Co. können sich auf ihre Anhänger verlassen, die unter anderem einen Fanbus organisiert haben und zahlreich anreisen werden.

Sportlich geht der TVG mit einer sehr guten Ausgangslage in die Partie. Mit 26:6 Punkten steht Gelnhausen auf dem zweiten Tabellenplatz. Beim 28:28 (19:14) gegen den Longericher SC Köln zeigte der TVG zuletzt zwar zwei Gesichter, rettete aber in letzter Sekunde noch einen Punkt. Trotzdem ist allen Beteiligten bewusst, dass es in Kelkheim keine einfache Aufgabe wird.

Die TSG Münster ist in der vergangenen Saison aus der Regionalliga Hessen in die 3. Liga Süd-West aufgestiegen – doch das Team von Trainer Daniel Wernig ist keineswegs ein gewöhnlicher Neuling. Münster bringt Tradition, Ambition und Qualität mit. Der Verein war in der Vergangenheit bereits mehrere Jahre in der 2. Bundesliga vertreten und arbeitet nach einer längeren Phase der Restrukturierung, die zwischenzeitlich sogar bis in die Landesliga führte, konsequent daran, wieder im Leistungshandball Fuß zu fassen. Diese Entwicklung spiegelt sich nun auch in der aktuellen Saison wider.

TVG-Cheftrainer Matthias Geiger warnt ausdrücklich vor dem Gegner: „Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass Münster ein starker Aufsteiger ist und das haben sie inzwischen mehr als bewiesen. Man sieht es an der Platzierung und an den Ergebnissen. Das wird ein wahnsinnig schwieriges Auswärtsspiel.“ Besonders imponiert ihm die Balance im Kader: „Münster hat viel Konstanz, trotz eines teils jungen Teams. Aber an den richtigen Ecken haben sie auch enorm viel Erfahrung. Diese Mischung hat sie bisher sehr gut durch die Saison gebracht.“

Die Speerspitze der Münsteraner Offensive ist Patrick Weber. Der 33-Jährige steht mit 107 Saisontoren auf Rang vier der Torschützenliste der Süd-West-Staffel und war in der vergangenen Saison mit 182 Treffern Torschützenkönig der Regionalliga Hessen. Weber bringt zudem reichlich Erfahrung aus Stationen im Profi-Handball mit, auch aus der 1. Bundesliga. Und er ist nicht der einzige Faktor: Münster verfügt über einen qualitativ gut zusammengestellten Kader, der sowohl über Tempo als auch über robuste Lösungen im Positionsangriff verfügt.

Ein zentraler Punkt für den TVG wird sein, aus dem Spiel gegen Longerich die richtigen Lehren zu ziehen. Gerade in der Chancenverwertung ließ Gelnhausen dort zu viel liegen und phasenweise brachte ein starker gegnerischer Torhüter die Rot-Weißen aus dem Tritt. Gegen Münster dürfe sich der TVG solche Schwankungen nicht leisten: „Unsere klare Marschrichtung ist, die Fehlerquote zu senken. Auch im Abschlussverhalten müssen wir cleverer sein und unsere Chancen deutlich besser nutzen. In so einem schwierigen Auswärtsspiel brauchen wir eine Topleistung.“

Personell muss der TVG weiterhin auf die Langzeitverletzten Leon David (Schulter) und Akos Csaba (Kreuzbandriss) verzichten. Zudem fehlte Finn Trinczek zuletzt krankheitsbedingt im Training und hinter seinem Einsatz steht ein Fragezeichen. Der TVG hat allerdings auf die anhaltenden Kaderschwierigkeiten mit einer Neuverpflichtung reagiert: Winterneuzugang Dima Redkyn hat am vergangenen Samstag ein starkes Debüt auf Rechtsaußen gegeben und vier Treffer erzielt.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball Drittligist TV Gelnhausen verkündete, werden Kreisläufer Leon David und Torhüter Daniel Drozdz den Verein nach Abschluss der laufenden Spielzeit verlassen. Beide Spieler haben in ihrer Zeit beim TVG sportlich wie menschlich Akzente gesetzt und werden den Fans und Verantwortlichen in guter Erinnerung bleiben.

Leon David wechselte im Jahr 2023 vom TV Kirchzell zum TV Gelnhausen. Der heute 26-jährige Kreisläufer musste während seiner Zeit beim TVG verletzungsbedingt Rückschläge hinnehmen, die ihn daran hinderten, sein großes sportliches Potenzial dauerhaft auf das Feld zu bringen. Aktuell muss er nach einer Schulter-OP noch pausieren. David prägte die Mannschaft mit seiner Mentalität, Emotionalität und seinem Einsatzwillen sowohl im Training als auch an Spieltagen.

„Ich habe in Gelnhausen viele Höhen wie die Aufstiegsrunde gegen Hildesheim, aber auch ein paar Tiefen durch meine Verletzungen erlebt. Ich habe hier in den letzten drei Jahren sehr viele tolle Menschen kennengelernt und bin sehr dankbar für diese Zeit. Danke für die Unterstützung, die Emotionen und die gemeinsamen Momente“, sagt David. „ich werde die Mannschaft und die Fans vermissen.“

„Leon ist ein absoluter Kämpfer. Leider wurde er bei uns immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Wenn er aber auf dem Feld oder im Training war, war er eine klare Bereicherung und hat mit seiner Emotionalität wichtige Impulse gesetzt“, sagt Cheftrainer Matthias Geiger. Manager Philip Deinet blickt mit großem Respekt auf die gemeinsame Zeit zurück: „Leon kam als einer der besten Kreisläufer der 3. Liga nach Gelnhausen. Leider konnte er das hier aufgrund seiner Verletzungen nicht konstant zeigen. Trotz allem hat er sich immer voll eingebracht. Wir wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste.“

Auch Daniel Drozdz wird in der kommenden Saison nicht mehr das TVG-Dress tragen. Der Torhüter wechselte im Oktober 2024 im Alter von 20 Jahren von der polnischen Handball-Akademie SMS ZPRP Kielce zum TV Gelnhausen. Der junge Keeper überzeugte von Beginn an durch sein professionelles Auftreten, seine Trainingsbereitschaft und seine schnelle Integration in Mannschaft und Umfeld. Grundsätzlich waren sowohl Verein als auch Spieler offen für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit. Letztlich kam es jedoch aufgrund unterschiedlicher zeitlicher Vorstellungen bei der Entscheidungsfindung zu keiner Vertragsverlängerung. Während Drozdz sich mehr Bedenkzeit wünschte, benötigte der TVG auf der Torhüterposition frühzeitig Planungssicherheit.

„Meine Zeit in Gelnhausen war sehr wertvoll für mich. Ich habe wundervolle Menschen kennengelernt und viel gelernt – sportlich wie persönlich. Ich werde Gelnhausen nicht vergessen. Jetzt haben wir noch eine halbe Saison vor uns und ich werde alles geben, um diese so erfolgreich wie möglich zu beenden“, erklärt Drozdz.

„Daniel hat sich sehr schnell integriert, war extrem fleißig und hat sich jederzeit professionell verhalten. Für sein junges Alter ist er sehr reif. Ich wünsche ihm auf seinem weiteren Weg viel Erfolg“, sagt Geiger und Manager Deinet ergänzt: „Daniel ist ein charakterlich einwandfreier junger Mann, der von Beginn an sportlich und menschlich sehr gut zu uns gepasst hat und beim Publikum schnell angekommen ist. Natürlich ist es schade, dass sich unsere Wege trennen, aber vielleicht kreuzen sie sich in einigen Jahren erneut. Daniel ist beim TVG jederzeit herzlich willkommen.“

 

Die Bilder hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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Im ersten Spiel des neuen Jahres gewannen die ING Skywheelers in der zweiten Rollstuhl Basketball Liga gegen die Allianz Rollers Ulm mit 64:45.

Lest nachfolgend die PM der Frankfurter:

Am vergangenen Samstag um 20 Uhr starteten die ING Skywheelers in das erste Spiel der 2. RBBL im Jahr 2026. Während die Frankfurter über die Winterpause auf Platz vier standen, lagen die Gegner aus Ulm vor dem Spiel auf dem fünften Platz der Tabelle. Die Allianz Rollers starteten mit André Penner (Nummer 4), Dominik Bloching (Nummer 6), Mark Beissert (Nummer 8), Joshua Tistler (Nummer 9) und Andrej Michalski (Nummer 16). Die Starting Five der Frankfurter waren Chris Spitz, Shapoor Surkhabi, Tuva Reinshagen, Marian Kind und Thilo Prünte.

Der erste Zwei-Punkter des Jahres 2026 ging an die Ulmer. Doch durch das schnelle Umschalten der ING Skywheelers folgte bald der Ausgleich. Die Ulmer konnten dann allerdings mit einem Dreier auf 2:5 erhöhen. Daraufhin punkteten Surkhabi, Kind und Reinshagen. Das führte nach fünf Minuten zu einem Zwischenstand von 10:7. Bis zur achten Minute verlief das Spiel ohne nennenswerte Fouls. Dann kam es durch Fabian Jansen zu einem persönlichen Foul an Luca Holstein, der dann zwei Freiwürfe zugesprochen bekam. Er machte den zweiten. Dadurch ergab sich ein Spielstand von 14:12. Den Ausgleich erzielte Beissert noch in derselben Minute. Chris Spitz übernahm den Ball und konnte durch die Defensive der Ulmer brechen.  Er machte zwei Punkte, wurde aber von André Penner an einem sauberen Wurf gehindert. Dadurch bekam Spitz einen Freiwurf zugesprochen und setzte den Spielstand auf 17:14. Fabian Jansen erhöhte nochmal auf 19:16. 14 Sekunden vor Ende des ersten Viertels konnte Luca Holstein Chris Spitz den Ball klauen, sieben Sekunden vor Ende machte er noch zwei Punkte. Das erste Viertel endete also knapp mit 19:16.

Das zweite Viertel startete mit vier Punkten für die Frankfurter. Spitz und Jansen punkteten. Anschließend landete Marc Beissert einen Zwei-Punkter, den er durch ein Foul von Thilo Prünte zu drei Punkten erweitern konnte. Fabian Jansen punktete, nachdem er den Ball von Penner gestohlen hatte. Danach hatten beide Teams eine sehr stabile Defense, so dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen war. In den letzten drei Minuten der ersten Halbzeit machten die ING Skywheelers dann hinten dicht und vorne viel Druck. Dadurch hatten sich die Frankfurter zur Halbzeit einen 10-Punkte-Abstand von 35:25 erspielt. 

Im dritten Viertel dominierten die ING Skywheelers klar und deutlich. Sie machten 21 Punkte, während die Allianz Rollers neun erspielten. Topscorer dieses Viertels war Marian Kind mit elf Punkten. Fabian Jansen und Saskia Zimmermann machten jeweils vier Punkte und Shapoor Surkhabi zwei. Auf der Seite der Ulmer punkteten jeweils Marlon Stacke (Nummer 17) und André Penner. Zum Ende des dritten Viertels stand es dadurch 56:29. Doch die Ulmer waren noch lange nicht fertig. Im letzten Viertel aktivierten sie nochmal alle Kräfte. Während sie 16 Punkte erspielten, kamen die Frankfurter auf acht.

Die letzten zehn Minuten waren um einiges physischer als der Rest des Spiels. Nach 40 Sekunden beging Luca Holstein ein Foul an Jakob Theis, der dadurch zwei Freiwürfe machen durfte. Den ersten machte er, den zweiten nicht. Danach übernahm Holstein den Ball, wurde aber wiederrum von Theis gefoult. Er machte ebenfalls den ersten Freiwurf, verfehlte aber den zweiten shot. Anschließend setzte Beissert zu einem Zwei-Punkter an, verfehlte den Korb aber. Surkhabi konnte sich den abprallenden Ball schnappen. Der Ulmer Joshua Tistler foulte ihn. Das brachte Surkhabi in eine gute Position für einen Zwei-Punkter. Er machte das 59:30. In der dritten Minute foulte Sebastian Arnold Andrej Michalski. Dieser setzte zum punkten an, traf aber nicht. Wie es angefangen hatte, so ging es weiter: Dieses Viertel wurde durch sehr viele Fouls ausgezeichnet. In der sechsten Minute konnte Jakob Theis durch die Defense der Ulmer rasen und so zwei Punkte machen, ihm wurde von Surkhabi assistiert. Marlon Starke versuchte sich an einem Zwei-Punkter, konnte aber von Shapoor Surkhabi gestoppt werde. Holstein foulte daraufhin Jakob Theis und hinderte ihn am Wurf. Theis verfehlte beide Körbe. Surkhabi versuchte es ebenfalls, scheiterte aber. Luca Holstein krallte sich im Umschaltspiel den Ball, passte ihn an Michalski, der passte an Beissert. Er machte das 62:36. Ein paar Momente später beging Thilo Prünte eine personal foul an Mark Beissert, der gerade einen Korb versuchte. Er machte beide Freiwürfe rein. Damit stand es dann ca. zwei Minuten vor Schluss 62:38. Jakob Theis brach anschließend durch die Ulmer Defense, kam allerdings nicht mehr zum Wurf. Holstein holte sich den Ball, passte an Beissert, wieder zurück an Holstein, und die nächsten zwei Punkte fielen ins Netz. Danach klaute Beissert den Ball von Saskia Zimmermann und passte an Penner. Der scheiterte aber an der Defense der Frankfurter. Zimmermann ergatterte den Ball, passte an Jakob Theis, der dann zwei Punkte machte. Nach einem Timeout eine Minute vor Schluss wurde auf beiden Seiten gewechselt. Für das Ulmer Team neu auf das Spielfeld kamen Max Dietrich und Joshua Tistler für André Penner und Marlon Starke. Auf Frankfurter Seite wurden Sebastian Arnold und Tim Van Raamsdonk für Tuva Reinshagen und Thilo Prünte eingewechselt. Nach dem Timeout konnte der Ulmer Michalski punkten, ihm assistierte Holstein. Shapoor Surkhabi verfehlte dann einen Zwei-Punkter, konnte den abprallenden Ball nochmal auffangen und an Zimmermann spielen. Auch sie traf nicht. Die letzten Punkte des Spiels machten die Ulmer durch Mark Beissert, der von der Mittellinie 12 Sekunden vor Schluss einen Dreier erzielte. 

 

 

Archivbild: ING Skywheelers

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga musste die TuSpo Obernburg in Hüttenberg eine Niederlage hinnehmen, während die HSG Bieberau/Modau aus Baunatal die Punkte mit nach Hause nahmen.

 

Niederlage für die Obernburger

Im ersten Spiel des neuen Jahres und zugleich im letzten Hinrundenspiel musste die TuSpo Obernburg beim TV Hüttenberg II eine 27:31 (15:13)-Niederlage hinnehmen. Dabei erwischten die Gäste einen guten Start. Bereits nach sechs Minuten führten die Obernburger mit 5:2. Doch die Gastgeber, die in der bisherigen Hinrunde erst einen Sieg verbuchen konnten, kämpften sich zurück ins Spiel und verkürzten nach 20 Minuten auf 8:10. Die Mannschaft von Trainer Philipp Wollbeck, die wieder auf den noch angeschlagenen Tobias Raab zurückgreifen konnte, behauptete jedoch bis zur Pause ihre Führung und ging mit einem 15:13-Vorsprung in die Kabine.

Fehler schlichen sich ein

Nach dem Seitenwechsel schlichen sich zunehmend Fehler ins Angriffsspiel der Römerstädter ein, die von den Hausherren konsequent mit einfachen Toren bestraft wurden. Zwar brachte Jesper Kunkel mit zwei Treffern in Folge seine Farben nochmals mit zwei Toren in Führung, doch in der 42. Minute gelang dem TV Hüttenberg II beim 20:20 erstmals der Ausgleich. In der Folge lief die TuSpo einem knappen Rückstand hinterher. Vor allem der 13-fache Torschütze der Gastgeber, Jannis Wrackmeyer, war in dieser Phase nicht mehr zu stoppen. Acht Minuten vor dem Ende hatten sich die Mittelhessen bereits auf 27:23 abgesetzt und in der Schlussphase fehlten den Obernburgern die Mittel, um das Spiel noch einmal zu drehen.

Am Ende stand eine bittere 27:31-Niederlage für die TuSpo. Trainer Philipp Wollbeck bilanzierte nach der Partie: „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, es aber verpasst, uns deutlicher abzusetzen. In der zweiten Halbzeit haben wir vor allem im Angriff zu viele Fehler gemacht und Hüttenberg damit zu einfachen Toren eingeladen.“

 

 

Überragender Auswärtssieg der Bieberauer

Das neue Jahr begann für die HSG Bieberau/Modau mit einem wichtigen Auswärtssieg bei der Eintracht Baunatal. Mit 37:33 (20:15) nahm die HSG die Punkte mit nach Hause. Dabei begann die Partie alles andere als glücklich für die Südhessen, denn Baunatal führte nach zwei Minuten bereits mit 3:0. Doch die Falken ließen sich dadurch nicht sonderlich beeindrucken, übernahmen danach die Regie und glichen bereits in der neunten Spielminute zum 6:6 aus. Baunatal konnte noch einmal mit 7:6 in Führung gehen, aber danach war der Siegeszug der Gäste nicht mehr aufzuhalten und sie legten Tor um Tor vor. Nach 20 Minuten stand es 11:14, Baunatal mühte sich redlich, konnte aber gegen die Überlegenheit der Falken nichts einbringen. Beim Halbzeitpfiff stand es 15:20.

Gäste überlegen

Baunatal konnte nicht zulegen und so ging die Partie mit der Überlegenheit der Gäste weiter, nach 40 Minuten stand es 21:26, Bieberaus Trainer Weber brachte für den wieder starken Martin Juzbasic (bis dahin 13 Paraden) im Tor in der 40. Minute den jungen Mika Trautmann, der sich nahtlos einfügte und in den letzten 20 Minuten auch noch zu sieben Paraden kam. Einen kurzen Durchhänger der HSG nutzten die Baunataler von der 40. bis zur 43. Minute und kamen kurzzeitig auf zwei Tore heran (24:26 in der 43. Minute), aber Robin Hübscher, Kevin Kunzendorf und zweimal Darren Weber sorgten schnell wieder für einen Sechs-Tore-Vorsprung zum 24:30 in der 47.Minute. Das Spiel war gelaufen, Bieberau/Modau verwaltete den Vorsprung bis zum Ende und hätte bei einer noch besseren Chancenverwertung durchaus auch höher gewinnen können. 

HSG-Trainer Thomas Weber sagte: „Ein schöner Auswärtssieg, bei einer guten Mannschaft. Wir haben ab der 3. Spielminute das Heft in die Hand genommen und konnten diese Dominanz bis zum Spielende aufrechterhalten. Eine geschlossene Mannschaftsleistung und zwei wichtige Punkte.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das Personalkarussell beim Handball Zweitligisten TV Großwallstadt dreht sich munter weiter. Torhüter Stefan Hanemann wird den Verein verlassen. Dafür wechselt Žiga Urbič an den Untermain. Der slowenische Torhüter kommt vom Liga-Rivalen Eulen Ludwigshafen und verstärkt ab der Saison 2026/2027 das Tor des TV Großwallstadt, hat einen Vertrag bis Juni 2028 unterschrieben.

„Konstant starke Leistungen gezeigt“

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz über die Verpflichtung: „Mit Žiga Urbič gewinnen wir einen Torhüter, der in den vergangenen Jahren in der 2. Liga konstant starke Leistungen gezeigt hat. Die Gespräche verliefen absolut positiv und es ist schön, dass Žiga sich für uns entschieden hat. Wir freuen uns, ihn in unserem Team willkommen zu heißen.“

TVG-Trainer André Lohrbach ergänzt: „Mit Žiga bekommen wir einen Torhüter, der genau in unser erstelltes Profil passt. Er kennt die Liga seit einigen Jahren und hat seine Stärken unter anderem bei freien Bällen, was im modernen Handball extrem wichtig geworden ist. Darüber hinaus ist er ein feiner Kerl, der uns in den persönlichen Gesprächen total überzeugt hat. Gerade im Dezember hat er für die Eulen überragend performt. Ich bin mir sicher, dass er uns ab Juli auf dieser wichtigen Position verstärken wird und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm.“

Zeit für Veränderung

Der 28-jährige Urbič selbst, der in der zweiten Bundesliga aktuell mit 128 Paraden und einer Quote von 30,26 Prozent gehaltener Bälle weit oben im Ranking steht (Fangquote Platz 5 bei allen Torhütern mit mindestens 50 Paraden), freut sich auf die neue Herausforderung: „Es freut mich sehr, dass ich mit dem Verein schnell eine gemeinsame Sprache gefunden habe, denn ich bin überzeugt, dass dieser Schritt der richtige für mich auf meinem weiteren handballerischen Weg ist. Nach fünf intensiven und ereignisreichen Jahren bei den Eulen habe ich gespürt, dass es Zeit für eine Veränderung ist. Mir gefallen die Ambitionen sowie die Denkweise des Vereins, der Jahr für Jahr wachsen und den TVG Schritt für Schritt dorthin zurückführen möchte, wo er bereits früher einmal war. Einen Teil dieses Weges möchte auch ich sein und sowohl der Mannschaft als auch dem Verein helfen, die Ziele zu erreichen, die wir uns gemeinsam vor Saisonbeginn setzen werden. Ich freu mich auf die Herausforderungen in einem neuen Umfeld.“

Žiga Urbič wurde am 02.05.1997 in Slowenien geboren. Bereits in der Jugend feierte er zahlreiche Erfolge. Beim Europäischen Olympischen Jugendfestival 2013 und bei den Olympischen Jugend-Sommerspielen 2014 gewann er jeweils mit der slowenischen Jugend-Nationalmannschaft die Goldmedaille. 2020 wechselte Urbič vom slowenischen Verein MRK Krka nach Österreich zum SC Ferlach. Nach einer Saison zog es ihn nach Deutschland zu den Eulen Ludwigshafen in die zweite Liga. 

 Abschied von Stefan Hanemann

Verlassen wird hingegen den TVG nach zwei Jahren Torhüter Stefan Hanemann. Wo die nächste Station des 30-Jährigen sein wird, ist aktuell noch nicht bekannt.

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, musste der TV Kirchzell bei den SGSH Dragons eine deutliche Niederlage hinnehmen. Der TV Gelnhausen rettete gegen den Longericher SC daheim ein Unentschieden. Für Hanau gab es in der Fremde keine Punkte.

 

Schlechte erste Hälfte von Kirchzell

Mit einer deutlichen 29:37 (15:23)-Niederlage kam der TV Kirchzell von den SGSG Dragons zurück. Vor allem die erste Hälfte war richtig schlecht und die Aufholjagd nach dem Wechsel war auch nicht das Gelbe vom Ei. So rangiert der TVK zwar in der Tabelle auf Rang acht, doch der Abstand zu den hinteren Plätzen schrumpft. Kein Wunder dass TVK-Coach Povilas Babarskas nicht gut auf seine Jungs zu sprechen war: “Wir sind schlecht ins Spiel gestartet. Einige meiner Spieler verstehen anscheinend nicht, wie ernst die Situation ist. Ich sage nicht, dass wir Probleme mit dem Klassenerhalt haben, aber sowas wie heute muss nicht sein. Die Einstellung hat bei einigen überhaupt nicht gepasst. Da wird es ernste Gespräche geben.” Diese gab es teilweise schon direkt nach dem Spiel und die Art, wie verloren wurde, will Povilas Babarskas auch nicht am Fehlen von Tom Spieß und Joshua Osifo festmachen. “Das war einzig eine Sache der Einstellung”, betont er noch einmal.

Das 1:0 in der zweiten Spielminute durch Jannik Wolf sollte die erste und letzte Führung gewesen sein. Schnell zogen die Hausherren auf 4:1 (5.) davon. Der TVK kam bis auf 5:6 heran und beim 9:10 (16.) schien es, als wollte der Ausgleich fallen. Doch anstatt, dass das Remis gefallen ist, zogen die Gastgeber innerhalb kürzester Zeit auf 15:9 davon. Auch die Kirchzeller Auszeit half nichts. Es gab seitens des Gastes kein Aufbäumen, keine Gegenwehr, kein gar nichts. Die Hausherren freuten sich, spielten ihren Stiefel herunter und gingen mit 23:15 in die Pause. “Wir haben in der Abwehr nie unseren ‘Mann’ gestanden. Auch die taktischen Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, griffen nicht. Mit so einer Abwehrleistung wie in Halbzeit eins hätten wir auch gegen jede Bezirksoberliga Mannschaft 20 Tore kassiert” war der TVK-Coach sauer.

Etwas Besserung nach dem Wechsel

Nach Wiederbeginn war zumindest etwas vom sonstigen Kampfgeist der Kirchzeller zu sehen. Sie ließen sich nicht vom 19:27 (37.) oder 22.29 (43.) beeindrucken. Im Gegenteil. Bei diesem Spielstand sorgten Niklas Ihmer, Louis Hauptmann, Tim Häufglöckner für dass 25:29 (47.). War das die Wende? Rappelte sich der TVK noch einmal auf und  dreht die Partie? Die mitgereisten Fan hofften umsonst, denn es war nur ein Strohfeuer, das aufflammte. Die Hausherren hatten sich schnell wieder gefangen und beim 35:29 (54.) nahm der TVK noch einmal die Auszeit. Doch der Gast erlaubte sich erneut zu viele einfach Fehler. Zwar kam er noch mal auf fünf Treffer heran (28:33, 29:34), doch die Schlussphase gehörte erneut dem Gastgeber. “Wir konnten keine Kreuzung verteidigen. Das hat mir gar nicht gefallen. Heute, nach dem Ausfall von Tom und Joshi, hätten sich andere Spieler von uns zeigen können. Doch wir haben das nicht hinbekommen. Wir kommen auf vier Tore heran, dann gibt es einen Fehlwurf, technische Fehler und der Kopf meiner Spieler ging runter. Man kann und darf verlieren. Keine Frage. Es kommt immer auf das ‘wie’ an. Noch einmal: es ist auch eine Sache der Einstellung. Die hatten heute in meinem Team nicht alle und das macht mir schlechte Laune”, so der TVK-Coach.

 

 TVG rettet Unentschieden gegen Longerich

Freude über den Punktgewinn in letzter Sekunde oder Frust über einen hergeschenkten Sieg: Am Ende wusste beim TV Gelnhausen keiner so recht wohin mit seinen Emotionen. Vor 950 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle trennten sich zum Rückrundenstart die Barbarossastädter vom Longericher SC Köln mit 28:28 (19:14). Der Ausgleich fiel dabei erst in den Schlusssekunden: Nachdem Longerich in der 60. Minute erstmals in Führung gegangen war, verwandelte TVG-Kapitän Jonathan Malolepszy in den letzten Sekunden des Spiels einen Siebenmeter sicher zum Ausgleich. In der Tabelle bleibt der TVG mit nun 26:6 Punkten Zweiter.

Schon vor der Partie gab es Neuigkeiten im TVG-Kader: Als Reaktion auf das anhaltende Verletzungspech verpflichteten die Gelnhäuser für die Rückrunde den Rechtsaußen Dmytro „Dima“ Redkyn, der mit einem Zweitspielrecht vom TV Großwallstadt kommt. Der 21-Jährige stand direkt in der Startformation und feierte zur Freude der TVG-Fans mit vier Toren einen starken Einstand.

Personell mussten die Rot-Weißen weiterhin auf die Langzeitverletzten Leon David (Schulter) und Akos Csaba (Kreuzbandriss) verzichten. Dafür gab es ein positives Comeback: Fynn Broßmann stand nach seinem Mittelhandbruch erstmals wieder auf dem Feld, bekam einige Minuten Einsatzzeit und steuerte direkt einen Treffer zum Punktgewinn bei.

Der TVG erwischte den deutlich besseren Beginn. Vor allem defensiv präsentierte sich das Team zunächst extrem stabil, dazu war Torhüter Alexander Bechert von der ersten Minute an voll da und entschärfte mehrere Würfe. Auch wenn die Gelnhäuser vorne längst nicht alles verwerteten, stand es nach elf Minuten verdient 6:2.

Doch der TVG ließ auch in der Folge zu viele Möglichkeiten liegen, so dass er sich nicht absetzen konnte. Beim Stand von 8:5 sah Longerichs Lennart Leitz die Rote Karte, nachdem er bei einem Wurf vom Gelnhäuser Linksaußen Yannick Mocken den Winkel mit einem großen Schritt gefährlich verkleinern wollte. Den fälligen Siebenmeter setzte Malolepszy jedoch neben das Tor. Es war sein zweiter verworfener Strafwurf an diesem Abend.

Mit Broßmanns Treffer zum 9:5 und Redkyns erstem Tor zum 10:6 (19. Minute) blieb der TVG zunächst vorne. Doch die Fehlwürfe nahmen weiter zu, und Longerich nutzte das konsequent: In der 25. Minute war der LSC beim 12:11 wieder bis auf ein Tor dran. Geiger brachte die erste Spielphase später auf den Punkt: „Wir hatten heute zwei Gesichter. Am Anfang waren wir aggressiv, beweglich, sind gut auf die Werfer rausgetreten und Alex Bechert hat uns mit seinen starken Paraden geholfen. Doch dann haben wir viele Fehler gemacht und die hat Longerich natürlich ausgenutzt.“ Als die Partie zu kippen drohte, zog Gelnhausen noch einmal an. In den letzten Minuten vor der Halbzeit spielte der TVG deutlich klarer, reduzierte die Fehler und kam über Tempo und Druck wieder zu besseren Abschlüssen. 

Ausgeglichen ging es zunächst weiter

Nach dem Seitenwechsel startete das Spiel zunächst ausgeglichen. Torben Fehl traf in der 35. Minute zum 22:16 und zur ersten Sechs-Tore-Führung. Doch Longerich antwortete mit drei schnellen Treffern und verkürzte auf 22:19 – die Partie blieb weiterhin offen. Gelnhausen konnte den Vorsprung zunächst verwalten, doch die Probleme in der Chancenverwertung wurden zum entscheidenden Thema. Immer wieder scheiterten die Rot-Weißen am starken LSC-Keeper Lennard Kull. Der LSC kam in der 47. Minute auf 24:22 heran. Nur eine Minute später musste mit Jonas Kämper allerdings ein weiterer Longericher Spieler nach einer Roten Karte aufgrund der dritten Zeitstrafe vorzeitig vom Platz. Doch die Kölner ließen sich vom Ausfall des Leistungsträgers nicht beirren und glichen in der 53. Minute durch Lennart Woermann zum 25:25 aus. Als der TVG in der Schlussphase durch zwei Treffer von Malolepszy nochmal auf 27:25 stellte, schien das Pendel wieder Richtung Heimsieg zu gehen. Doch erneut waren es Fehlwürfe und Ballverluste, die Longerich eiskalt bestrafte. Drei Tore in Folge brachten den Kölnern in der 60. Minute die erste Führung des Spiels ein: Woermann traf zum 28:27.

Nach einer Auszeit hatte der TVG noch 36 Sekunden, um den Ausgleich zu erzwingen. Der letzte Angriff wurde dramatisch: Vier Sekunden vor Schluss wurde Jonas Dambach bei einer Abwehraktion von Malte Nolting im Gesicht getroffen – die Folge war die dritte Rote Karte für Longerich und ein Siebenmeter für Gelnhausen. Malolepszy trat an und verwandelte sicher in den rechten oberen Winkel zum 28:28. Damit avancierte er mit sechs Treffern zum besten TVG-Schützen des Abends, gefolgt von Finn Trinczek mit fünf Toren. Für Longerich traf Loic Kaysen sechsmal. Geiger zog unter dem Strich ein ehrliches Fazit: „Am Ende muss man sagen, dass das Unentschieden gerecht war, auch wenn wir viel zu viele Fehler gemacht haben. Daran müssen wir arbeiten, damit wir über 60 Minuten linearer und konstanter sind und dem Gegner nicht so viele Möglichkeiten geben.“

 

 

 

Keine Revanche für Hanau in Burscheid

Keine Punkte zum Auftakt der Rückrunde für die HSG Hanau. Die Brüder-Grimm-Städter haben sich am frühen Sonntagabend den Bergischen Panthern geschlagen geben müssen. Beim 28:34 (14:13) in Burscheid blieb die HSG in vielen Phasen der Begegnung unter ihren Möglichkeiten und so auch im Rückspiel gegen die Panther sieglos. HSG-Rückraumakteur Cedric Schiefer stemmte sich mit elf Toren gegen die drohende Niederlage. 

„Das ist eine herbe Enttäuschung für uns, die wir so eigentlich nicht sehen wollten“, meinte HSG-Cheftrainer Axel Spandau nach dem Spielende. „Die ersten 10 Minuten dieser Partie waren aus unserer Sicht fast zum Vergessen. Wir hatten keine Durchschlagskraft und keine Wettkampfmotivation.“ 

Hanau war am Sonntagnachmittag mit reichlich Motivation und vier Spielen ohne Niederlage im Gepäck in Burscheid angereist. Bergold, Rivic & Co. hatten sich vorgenommen, bei den Bergischen Panthern für die Niederlage im Hinspiel Revanche zu nehmen, doch dazu kam es nicht. Bereits in der Anfangsphase hatte der HSG-Rückraum um Lukas Böhm, Cedric Schiefer und Spielmacher Jan-Eric Kleemann so seine Mühe mit der dynamischen 6:0-Deckung des Tabellenzehnten. In der zerfahrenen Begegnung mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten, gelang Hanau erst in der siebten Spielminute durch Böhm der erste Treffer beim 1:2. Doch auch in der Folge legten die Raubkatzen weiter vor: Über das 4:2 (12.) bauten die Panther den Vorsprung bis auf 8:4 (17.) aus. Spandau legte die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch und redete seinem Team ins Gewissen. 

Danach lief es für die Hessen besser: Cedric Schiefer, der kürzlich seinen Vertrag in Hanau um weitere zwei Jahre verlängert hat, bewies aus dem Rückraum ein ums andere Mal seine Klasse und sorgte mit drei Treffern für das 7:9 (20.). Kurze Zeit später war Jan-Philipp Winkler zum 10:11 erfolgreich, ehe sich Böhm in Unterzahl durch die Abwehr tankte und den 11:11-Ausgleich markierte. Durch den Treffer ihres zweikampfstarken Kreisläufers David Rivic gingen die Gäste mit 12:11 (27.) in Führung und nahmen einen 14:13-Vorsprung mit in die Pause. 

Zunächst wurde Führung verwaltet

Nach dem Seitenwechsel schaffte es Hanau zunächst, die Führung bis zum 17:16 von Winkler zu verwalten, doch wurden die Blau-Weißen immer wieder durch Zeitstrafen zurückgeworfen. Trotz zwischenzeitlichen Rückstands beim 19:22 (41.), kämpfte sich die Spielgemeinschaft beim 21:22 (44.) wieder heran. Eine erneute Führung wollte dem HSG-Team aber nicht mehr gelingen, auch weil man mit der eigenen Chancenverwertung haderte. 

„Am Ende hatten wir einiges an Pech im Abschluss. Das sieht man auch daran, dass Sebastian Hein null Tore erzielt hat und er ist eigentlich einer unserer besten Torschützen.“ Doch Panther-Keeper Georg Mohr hatte sich das Wurfverhalten des jungen Rechtsaußen gut abgeschaut und nahm so einige hochkarätige Chancen der HSG weg. Nach einer weiteren Zeitstrafe, diesmal gegen HSG-Kapitän Bergold in der 53. Minute, enteilten die Panther in Überzahl auf 30:24 (56.) und entschieden damit die Begegnung vorzeitig.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball Zweitligist TV Großwallstadt in einer Pressemitteilung bekannt gab, wird Dmytro Redkyn ab sofort beim Drittligisten TV Gelnhausen für die Rückrunde der laufenden Saison ein Zweifachspielrecht erhalten und hatte bereits am gestrigen Samstag seinen ersten Einsatz.

Redkyn möchte nach gesundheitlichen Problemen wieder angreifen

Der 21-jährige Linkshänder hatte bereits zu Beginn des letzten Jahres mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und deshalb wenig Einsatzzeiten bekommen. Jetzt ist er wieder voll genesen und möchte wieder angreifen. Um Spielzeiten zu bekommen, stattet der TV Großwallstadt ihn mit einem Zweifachspielrecht beim TV Gelnhausen aus.

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz freut sich über die Kooperation mit dem hessischen TVG: „Dima ist ein talentierter Rechtsaußen. Leider haben ihn gesundheitliche Probleme in seiner Karriere etwas zurückgeworfen, so dass er bei uns – auch durch die starken Leistungen von Maxim Schalles auf dieser Position – leider keine Einsatzzeit bekommt, diese für seine weitere Entwicklung jedoch sehr wichtig ist. Ich bin sehr froh, dass wir uns mit dem TV Gelnhausen auf ein Zweifachspielrecht einigen konnten und Dima dort hoffentlich zu seiner gewohnten Stärke zurückfinden kann.Ein herzliches Dankeschön an den TV Gelnhausen und an Philip Deinent, dass die Umsetzung so schnell und unkompliziert geklappt hat.”

Dem TV Gelnhausen kommt dies gelegen, denn die Mannschaft ist von einem anhaltenden Verletzungspech verfolgt.  „Wir freuen uns sehr auf Dima. Er bringt viel Qualität mit und wird bei uns einige Spielzeit erhalten“, sagt TVG-Cheftrainer Matthias Geiger.

Nachdem sich Akos Csaba einen Kreuzbandriss zugezogen hat und in dieser Saison komplett ausfällt, muss mit Simon Belter auch der zweite etatmäßige Rechtsaußen seit Rundenbeginn aufgrund von Achillessehnenproblemen immer wieder Zwangspausen einlegen. Vor diesem Hintergrund entschied der TV Gelnhausen kurzfristig dazu, Redkyn bis zum Saisonende an die Kinzig zu holen.

Beim TV Großwallstadt kam der Ukrainer, der seit 2022 beim Zweitligisten unter Vertrag steht, in der laufenden Spielzeit bislang kaum zum Einsatz und ist hinter Maxim Schalles und Joel Zimmer aktuell nur die Nummer drei auf der Rechtsaußenposition. In der Vorsaison lief es für Redkyn deutlich besser: In 28 Zweitligaeinsätzen erzielte er 37 Tore.

Auch Gelnhausens Manager Deinet zeigt sich sehr zufrieden mit der Lösung: „Das ist eine hervorragende Lösung für alle Beteiligten. Dima erhält wichtige Spielpraxis, Großwallstadt bekommt einen weiterentwickelten Spieler zurück und wir können kurzfristig eine personelle Lücke mit einem großen Talent schließen.“ Gleichzeitig bedankt er sich ausdrücklich bei Spatz: „In den vergangenen Jahren ist der Austausch mit dem TV Großwallstadt, insbesondere mit Michael Spatz, immer enger und vertrauensvoller geworden.“

Redkyn selbst, der bereits vor zwei Jahren ein Probetraining beim TV Gelnhausen absolvierte und seit vergangenen Dienstag regelmäßig mit seinen neuen Teamkollegen um Silas Altwein trainiert, blickt seiner neuen Aufgabe voller Vorfreude entgegen: „Ich bin beiden Vereinen sehr dankbar, dass sie mir diese Möglichkeit geben, Spielpraxis zu sammeln. In der Rückrunde werde ich alles für den TV Gelnhausen in die Waagschale werfen. Ich habe viel von der besonderen Atmosphäre in der Halle gehört und freue mich sehr auf mein erstes Heimspiel.“ In seinem ersten Einsatz für Gelnhausen erzielte der Spieler gegen Longerich gleich vier Tore. 

Das Spielerkarussell beim TV Großwallstadt dreht sich derzeit recht schnell und man darf auf die nächste Veröffentlichung gespannt sein. 

 

Das Bild hat uns der Großwallstadt zur Verfügung gestellt. Danke dafür