Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Obernburger Handball-Torhüterin Sabine Englert hat bei ihrem aktuellen Verein, dem dänischen Erstligisten Aarhus United, ihren Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Seit 2022 hütet die ehemalige Nationaltorhüterin beim derzeitigen Tabellenelften Aarhus United das Tor und will mit diesem Verein in ihre „Handball-Rente“ gehen. Leicht hat sie sich die Entscheidung nicht gemacht. Doch sie hat gemerkt, dass sie dem Team noch immer weiterhelfen kann: „Ich fühle mich in Aarhus sehr wohl und spiele dort mit phantastischen Mädels zusammen. Auch wenn diese Saison nicht so einfach war, hält die Mannschaft wirklich sehr zusammen und die Spielerinnen sind füreinander da.“ Weiter erzählt die 42-Jährige: „Es gibt jetzt ein neues Handball Projekt in Aarhus mit besseren finanziellen Mitteln. Wir bekommen ein neues Trainerteam und eine bessere Breite in der Mannschaft. Ich hoffe, dass die nächste Saison besser wird und ich dann mit einem positiven Erlebnis in den Handball-Ruhestand gehen kann.“ 

Diese Saison Play-Downs

Diese Saison, sagt Sabine, muss sich ihre Mannschaft mit den Play-Downs zufrieden geben. „Wir wollten eigentlich unter die besten acht Teams, um dann die Meisterschafts-Play-Offs zu spielen. Aber diese Saison war leider etwas chaotisch mit der Trainerentlassung Ende der letzten Saison, Meinungsverschiedenheiten im Vorstand, was fast zur Auflösung des Vereins geführt hat und dann kamen noch mangelnde finanzielle Mittel hinzu. Schon in der Vorbereitung auf die Saison haben uns zwei wichtige Spielerinnen verlassen und dann kamen während der Saison noch Verletzungen und Schwangerschaft dazu. Ja – und dann hat es eben nicht ganz gereicht. Wir hatten einige Spiele, die wir mit Glück und etwas mehr Geschick oder Erfahrung hätten gewinnen können, ja müssen. Aber wir können es nicht ändern. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir die Klasse halten, um dann nächstes Jahr wieder angreifen zu können. Ich denke mit zwei Siegen in den Play-Downs sollte das geschafft werden“, ist die Torhüterin optimistisch.

Obwohl sie in ihrem Verein nicht die Rolle der Torhüter-Trainerin inne hat, versucht sie, ihre große Erfahrung ihrer Kollegin und den U19-Torhüterinnen, die immer mal wieder mit der ersten Mannschaft trainieren, weiterzugeben. Sie sagt: „Ein Torwart-Trainer ist in Dänemark in fast jedem Ligaverein zu finden. Auch in meinem Alter braucht man positionsspezifisches Training. Unser Torhüter-Trainer kommt normalerweise einmal die Woche und dann wird intensiv an verschiedenen Sachen gearbeitet.“

Für den österreichischen Verband tätig

Seit dem vergangenen August ist die sympathische Vollblutsportlerin beim österreichischen Handball-Verband als Torhüter-Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft tätig. Anfang des Monats war sie in Österreich zu einem mehrtägigen Lehrgang, bei dem viele Einheiten, aber auch viele Meetings auf dem Programm standen. „Anfang April ist dann der nächste Lehrgang über zehn Tage, bei dem wir weiter intensiv arbeiten werden, um dann im Dezember bei der Heim-EM in Österreich best möglich aufgestellt zu sein.“ Bis Anfang des Jahres hatte Herbert Müller für die österreichische Frauen-Nationalmannschaft das Sagen auf der Bank. Danach übernahm die Niederländerin Monique Tijsterman sein Amt.

Gefragt, ob Sabine die neue Trainerin kannte, sagt sie: „Nein, ich kannte Monique nicht persönlich. Aber sie macht einen sehr guten Eindruck. Sie überträgt mir viel Verantwortung, was die Torhüterinnen angeht, aber wir arbeiten auch gut zusammen und beratschlagen, wie wir am besten die Spielanteile der drei Torhüterinnen verteilen. Da haben Monique und ich klare Vorstellungen und ich kann viel individuell mit den Keeperinnen arbeiten.“

 

 

 

Die beeindruckende Vita von Sabine Englert:

Sabine Englert spielte bis 1998 für die Tuspo Obernburg, wechselte danach zur TGS Walldorf. Von 2000 bis 2003 stand sie beim Bundesligisten TV Mainzlar unter Vertrag, schloss sich dann Bayer Leverkusen an. Ab der Saison 2007/08 hütete sie beim österreichischen Erstligisten Hypo Niederösterreich das Tor, ehe sie 2009 zum dänischen Spitzenclub FC Midtjylland Handbold, seit 2018 nennt der Verein sich Herning-Ikast Handbold, wechselte. Dort blieb sie bis 2022 und wechselte dann zu Aarhus United.

Viele Erfolge hat die ehemalige Nationaltorhüterin zu verzeichnen, unter anderem:

Deutscher Pokalsieger 2001 mit TV Mainzlar

Challenge Cup Sieger 2005 mit Bayer Leverkusen

Dänische Meisterschaft 2011, 2012, 2015 mit dem FC Midtjylland

Dänischer Pokalsieger 2012, 2014, 2015, 2019 mit dem FC Midtjylland

EHF Pokalsieger 2011 mit dem FC Midtjylland

Europapokal der Pokalsieger 2015 mit dem FC Midtjylland

3. Platz Weltmeisterschaft 2007

4. Platz Europameisterschaft 2008

Österreichischer Pokalsieger und Meister 2008, 2009 mit Hypo Niederösterreich

Im Mai 2021 stand Sabine Englert mit Herning-Ikast in der neu geschaffenen EHF European League der Frauen und ist damit die erste und einzige Frau, die in fünf verschiedenen Europapokal-Wettbewerben das Halbfinale erreichte.

 

 

Das Bild hat uns Sabine zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

 

Den Artikel habe ich in ähnlicher Form für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, kam es am Wochenende zum Derby zwischen der HSG Rodgau Nieder-Roden und der HSG Hanau. Mit 32:31 (15:17) gewann Nieder-Roden nach einem Tor vom überragenden Johannes von der Au in letzter Sekunde. Die Rodgauer bleiben auf Platz drei der Tabelle, Hanau hat Platz fünf inne.

Das hochspannende Spiel, das von Anfang an von großer Intensität geprägt war, bot den Zuschauern in der RODAUSTROM Sportarena eine packende Auseinandersetzung zweier Top-Teams. Die HSG Hanau startete vielversprechend in die Partie. Angeführt durch einen herausragend parierenden Benedikt Müller zwischen den Pfosten der Grimmstädter führten diese nach den ersten zehn Spielminuten beim 7:5 erstmals mit zwei Treffern. Bis zum ersten Team-Timeout der Gastgeber in der 20. Spielminute konnten die Mannen um Co-Kapitän Jan-Eric Ritter ihren Vorsprung halten. Dank einer stark kämpferischen Leistung bestand der zwei Tore Vorsprung beim 17:15 auch zur Halbzeit. Mit einer Sekunde länger auf der Uhr hätte es sogar 18:15 stehen können, jedoch wurde das Tor von Julian Fulda mit der Sirene korrekterweise nicht gegeben.

Ausgeglichenes Match

HSG Hanau bei einer Auszeit

Nach Wiederanpfiff gab es dann direkt Gänsehautmomente. Philipp Hoepffner – nach überstandenem Kreuzbandriss wieder mit an Bord – ersetzte den etwas glücklos agierenden Kapitän Marco Rhein und der Youngster, der schon vor zwei Jahren im Derby gegen Hanau eine überragende Leistung gezeigt hatte, entschärfte zwei Strafwürfe von Julian Fulda. Dazu gesellte sich eine konzentriertere HSG-Offensive und mit einem 4:0 Lauf drehten die Rodgauer binnen drei Minuten das Ergebnis auf 19:17. Hanau schlug zurück, kam wieder zum Unentschieden und zeigte deutlich, warum sie zurecht einen Spitzenplatz in der dritten Liga belegen. Um jeden Zentimeter Hallenboden wurde gekämpft. Die Ausgeglichenheit der Partie spiegelte sich in den Zwischenständen von 21:21, 23:23 und 24:24 wider und so langsam ging es für die Teams in Richtung Crunch-Time. Dort legten die Gäste zunächst den besseren Lauf hin, aus einem 25:24 wurde bis zur 53. Minute ein 25:28, das Momentum lag klar bei den Grimmstädtern.

Hassler und Schopper verkürzten auf 27:28, doch der Ausgleich wollte trotz zwischenzeitlicher Überzahl einfach nicht gelingen. Ganz im Gegenteil  – beim 31:29 hatten die Hanauer alle Trümpfe in der Hand. Hassler netzte für die Hausherren zum 30:31 ein, dann leisteten sich die Gäste einen technischen Fehler und 30 Sekunden vor Schluss nahm Jan Redmann eine Auszeit. Mit einem wunderschönen Kempa-Trick gelang Johannes von der Au der 31:31 Ausgleich. Jetzt war es Gäste-Trainer Hannes Geist, der seinen Jungs die Marschroute für den letzten Angriff mit auf den Weg gab. Marco Rhein, der wieder zwischen den Rodgauer Pfosten war, vereitelte eine hundertprozentige Torchance, der Abpraller landete bei Wunderlich, der schnell zu Johannes von der Au passte. Mit raumgreifenden Schritten und einem unbedingten Siegeswillen stürmte der Rückraumschütze nach vorne, schraubte sich bei knapp zwölf Metern nach oben und überwand mit einem wuchtigen Aufsetzer in letzter Sekunde Torhüter Müller.

Grenzenloser Jubel

Der Jubel war seitens der Nieder-Rodener grenzenlos und ein sichtlich mitgenommener HSG-Trainer Jan Redmann war völlig ausgelaugt: „Wahnsinn, das kann man kaum beschreiben, was hier los war. Wir sind am Ende cool geblieben, das ist wirklich eine unserer absoluten Stärke dieses Jahr“. Und auch Kapitän Marco Rhein, der ebenfalls sein letztes Derby bestritt, wusste gar nicht richtig, wohin mit all den Emotionen: „Unfassbar, Geschichte wiederholt sich manchmal doch. In Hanau war es Henning, heute Johannes. Den allerletzten Wurf wollte ich unbedingt halten, das habe ich mir in der Auszeit noch mal vorgenommen. Dass wir das Ding dann noch gewinnen, ist natürlich sehr glücklich für uns. Es war eine absolut geile Stimmung, besser kann man gar nicht abtreten. Von daher Danke an alle Beteiligten!“

Hanaus Trainer Hannes Geist sagte anschließend: „Heute hat am Ende die glücklichere Mannschaft gewonnen. Nieder-Roden hat sich über die gesamte Saison dieses Glück erarbeitet und sie sind in einem Flow ähnlich wie wir im letzten Jahr. Doch ich bin stolz auf meine Jungs. Die vielen Nackenschläge, die wir in der letzten Zeit hatten und haben stecken sie immer wieder weg. Niemand hat im Vorfeld ein etwas auf uns gesetzt und dann hauen wir so eine Leistung raus. Respekt an meine Mannschaft.“

 

 

Die Bilder haben uns die Vereine Nieder-Roden und Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach dem völlig unerwarteten Tod von Ex-Trainer Marco Hopp mussten die ING Skywheelers in der ersten Rollstuhl-Basketball Liga am vergangenen Wochenende gegen den RSV Lahn-Dill antreten. Mit 47:72 Punkten verloren die Hausherren. Aufgrund der großen Trauer wurde dieses Heimspiel aber zur völligen Nebensache.

Lest nachfolgend die Pressemitteilung von Sylvio Thießen:

Es war ein sichtlich schwerer Tag für das Team der ING Skywheelers und seine Helfer und Unterstützer im Skywheelers Dome Frankfurt. Nachdem am Dienstag völlig überraschend der Ex-Trainer Marco Hopp verstorben ist, war das letzte Heimspiel gegen Rekordmeister RSV Lahn-Dill zur Nebensache erklärt worden. Hopp, welcher in Frankfurt zweimal als Trainer für das Team verpflichtet werden konnte und zuletzt für Frankfurt noch als Moderator und Presseverantwortlicher tätig war, wurde nur 53 Jahre jung. Ihm zu Ehren wurde ein Kondolenzbuch im Skywheelers Dome ausgelegt und der Moderatorenplatz mit Blumen und einem Bild dekoriert. Vor dem Spielbeginn wurde eine Schweigeminute abgehalten, bevor es auf dem Platz im Hessenderby zur Sache gehen sollte.

Der RSV Lahn-Dill startete souverän in die ersten fünf Minuten, wo die Gäste bereits einen Sieben-Punkte-Vorsprung unter anderem durch einen Dreipunktwurf von Thomas Boehme erzielen konnten. Die Frankfurter Gastgeber um Spielertrainer Chris Spitz ließen aber an diesem Tag nicht lange auf sich warten und konnten durch mehrere Erfolge im Angriff durch Tim und Sven Diedrich den Abstand auf drei Punkte verkürzen, bis kurz vor Ende des ersten Viertels erneut Thomas Boehme einen Dreipunktewurf verwandeln konnte.

Die Skywheelers witterten ihre Chance an diesem Tag, die sichtlich geschwächten Wetzlarer zu ärgern und vielleicht für eine Überraschung zu sorgen. Nach zuletzt 15 Spielen in gut sieben Wochen und knapp 8.000 Reisekilometern, war der RSV-Lahn-Dill an diesem Tag nicht in Topform.

Frankfurt lehrte den Gästen in der 16. Minute das Fürchten, als es tatsächlich durch Tim Diedrich und Chris Spitz zur Führung der Gastgeber kam, die ihre Würfe tadelfrei verwandeln konnten. Der RSV war in Zugzwang und konnte durch einen Acht-Punkte-Lauf jedoch den alten Abstand wiederherstellen.

Mainrollis ließen nicht locker

Die Mainrollis ließen nicht locker und versuchten das Spiel der Gäste im dritten Viertel weiter zu stören, aber das Team von Trainerin Janet Zeltinger kam nun langsam ins Spiel und konnte den Abstand zwischen beiden Teams auf zehn Punkte erhöhen. Für die Frankfurter kam nun die schwierigste Phase, ist es doch eine große Schwäche der Skywheelers im vierten Viertel nicht mehr genug Energie zu haben, um noch einmal angreifen oder verteidigen zu können.

So kam es, dass die Erfolgsquote unterm Korb bei den Gastgebern nun sank und die Verteidigung im eigenen Raum sichtliche Schwächen gegen einen nun überlegenen Gegner aufzeigte. Nicht zuletzt der Wetzlarer Center Mark Beissert war es, der nach einem Rebound aus rund 20 Meter Distanz von der eigenen 6,75 Meter Markierung mit der Schlusssirene einen unfassbaren Dreier verwandeln konnte und den finalen Punktestand von 47:72 damit festschrieb.

 

Das Bild haben uns die Skywheelers zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Oberliga Hessen ließ der TV Kirchzell gegen den Mitabsteiger aus Liga drei, die HSG Pohlheim, nichts anbrennen. Die Tuspo Obernburg konnte bei der TSG Offenbach-Bürgel – trotz guter Leistung – keine Punkte mit nach Hause nehmen. Einen ungefährdeten Erfolg gab es auch für die TSG Groß-Bieberau gegen die HSG Hanau II.

 

TV Kirchzell säckelt den nächsten Sieg ein

Im Spiel gegen den Mit-Drittliga-Absteiger HSG Pohlheim gewann Spitzenreiter TV Kirchzell mit 32:26 (19:13) und hat nach 20 Spielen nun 36:4 Punkte auf dem Konto. Der TVK musste ohne Rückraumspieler Joshua Osifo, Torhüter Joshua Löffelmann und Kreisläufer Jannik Wolf (verletzt, erkrankt, angeschlagen etc.) antreten. Aber auch die Gäste kamen nicht vollzählig. Sie spielten zunächst wie erwartet mit einer offensiven Deckung, so dass die Begegnung zu Beginn offen blieb. Nach dem 9:8 (11.) zogen die Hausherren mit viel Tempo in den nächsten Minuten auf 14:10 davon und vor allem Ievgen Zhuk konnte viele Bälle im gegnerischen Tor unterbringen, brachte es bis zum Spielende auf 14/7 Tore. Die Gäste kamen gegen die gute variable Abwehr der Hausherren nicht an und hatten auch mit dem gegnerischen Angriff so ihre Probleme. Mit 19:13 für die Hausherren ging es in die Pause.

Die TVK-Trainer beobachten mit der Physiotherapeutin zusammen das Spiel

Es roch nach einem Schützenfest

Nach dem Wechsel drehten die Kirchzeller so richtig auf und erhöhten schnell auf 21:14 bzw. 24:15 (40.). In der 42. Minute beim Stande von 25:16 gab es einen Strafwurf gegen den TVK und Trainer Andi Kunz stellte Paul Büchler ins Tor. Er war an diesem Tag der zweite Torhüter hinter Tobias Jörg, da Joshua Löffelmann wegen einer Verletzung ausfiel. Unter dem Jubel der Fans entschärfte Paul Büchler den Strafwurf von Fabian Neul. In der Folge sah es nach einem Schützenfest in Miltenberg aus bzw. Kapitän Jan Blank und Co. hielten den Neun-Tore-Abstand zunächst weiter (51. – 30:21). In den Schlussminuten wechselte Andi Kunz durch und ließ seine junge Garde wie Louis Hauptmann, Julius Mattern und Paul Büchler spielen. Am Ende stand ein verdienter Erfolg für die Gastgeber und die Freude über den Sieg war groß.

HSG-Trainer Mario Weber meinte anschließend: “Wir haben zu viele Fehler gemacht und unser Ziel war es, bis zur Halbzeit zu verkürzen. Nach dem Wechsel wollten wir das Spiel offen halten. Das ist uns nicht gelungen. Aufgrund unserer Ausfälle bin ich aber gar nicht so unzufrieden.” TVK-Coach Andi Kunz sagte: “Danke für die Unterstützung in der Halle. Auch wir mussten auf einige Spieler verzichten und wir wussten, dass die HSG Qualität mit bringt. Das hat man gerade am Anfang gesehen. Irgendwann kam unser Befreiungsschlag. Ich bin sehr zufrieden und froh über den Sieg.”

 

 

 

Trotz guter Leistung keine Punkte

Gegen den Tabellennachbarn TSG Offenbach-Bürgel gab es für die Tuspo Obernburg eine knappe 27:29 (14:16)-Niederlage. Die Tuspo erwischte einen schlechten Start und lag nach acht Minuten mit 4:8 zurück. Tuspo-Trainer Rudi Frank nahm frühzeitig seine erste Auszeit und seine taktischen Anweisungen trugen Früchte, denn bereits drei Minuten später schloss seine Mannschaft zum 9:8 auf. Aber die Gastgeber wollten sich für die Hinspielniederlage unbedingt revanchieren und waren in der 23. Minute beim 14:9 wieder etwas deutlicher vorne. Bis zum Halbzeitpfiff blieben die Römerstädter aber weiter ruhig, kamen bis auf 14:16 heran, vergaben aber dann 30 Sekunden vor der Pause noch einen Siebenmeter.

Sieben Treffer von Tobias Raab reichten nicht zum Sieg

Nach dem Wechsel gut im Spiel

In der zweiten Hälfte waren die Obernburger gleich wieder gut im Spiel und verkürzten bis zur 36. Minute auf 18:17. In dieser Phase war es dann wieder eine Partie auf Augenhöhe und auch in der 41. Minute beim 21:20 war das Spiel noch lange nicht entschieden. Die Tuspo gab noch einmal alles und als Rico Funck anschließend der 22:22-Ausgleich und Jesper Kunkel sogar die 23:22-Tuspo-Führung erzielte, lag das Momentum auf Seiten der Frank-Crew. Bürgel gab nicht nach, kam wieder zurück ins Spiel und ging wieder mit 25:23 in Führung. In dieser Phase ließ die Tuspo einige Freie liegen. In den letzten Minuten gelang Tobias Raab zwar noch einmal der 28:27-Anschlusstreffer, aber am Ende machten die Hausherren den Sack zu und die Tuspo musste mit einer knappen 27:29-Niederlage die Heimreise antreten.

Tuspo-Trainer Rudi Frank sagte nach dem Spiel: „Meine Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt und ich kann ihr keinen Vorwurf machen. Am Ende waren es wieder Kleinigkeiten und es ist sehr ärgerlich, dass wir nicht wenigstens einen Punkt mitgenommen haben.“

 

 

Falken zielstrebig zum Erfolg

Im Spiel gegen die HSG Hanau gewannen die Hausherren mit 35:31 (18:12) und spielten von Anfang an sehr zielstrebig. Sie ließen von Anfang an keinen Zweifel, wer dieses Spiel gewinnen wird. Im Angriff wurde diszipliniert gearbeitet, kaum Fehler gemacht und die Chancen gut verwertet. Diese Überlegenheit führte allerdings zu Nachlässigkeiten in der Abwehr, die mitunter zu arglos an die Sache heran ging. So drückte sich die offensive Überlegenheit nicht im tatsächlichen Spielstand aus und zur Halbzeit stand es lediglich 18:12.

Führung zunächst weiter ausgebaut

Diese Sechs-Tore-Führung konnten die Falken dann mit Beginn der zweiten Halbzeit zunächst weiter ausbauen (26:17 in der 43. Minute), was sie dazu veranlasste, munter durch zu wechseln. Das ging auch bis zur 52. Minute ganz gut, die jungen Spieler konnten das Ergebnis verwalten und es stand immer noch 32:24. Doch plötzlich häuften sich die Fehler, die Disziplin im Angriff ging verloren, Chancen wurden vergeben und technische Fehler gemacht. Hanau nutzte dies mit vier Toren in Folge binnen drei Minuten aus und kam auf 28:32 (55. Minute) heran. Das veranlasste Falken-Trainer Björn Beilstein zu einer Auszeit und zur Umstellung auf seine Startsieben. So konnte die Aufholjagd der Hanauer Gäste gebremst werden und es gab letztendlich einen 35:31-Erfolg für die Falken, der zwei weitere Pluspunkte einbrachte und die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes ermöglichte.

HSG-Trainer Beilstein sagte: „Wir wollten den Heimsieg und den haben wir. Unsere Überlegenheit drückt sich zwar nicht so sehr im Endergebnis aus, aber mir war daran gelegen den jungen Spielern weitere Einsatzzeiten zukommen zu lassen. Das haben sie zunächst auch gut gemacht, dann aber den Faden verloren und Hanau wieder stark gemacht. Trotzdem hatten wir genug Potential den Sieg sicher unter Dach und Fach zu bringen.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am vergangenen Sonntag (10. März) schickte mir Marco Hopp noch die Pressemitteilung von seinen ING Skywheelers gegen den BBC Münsterland. Zwei Tage später war nichts mehr wie es war… Am 12. März ist Marco Hopp im Alter von 53 Jahren verstorben. Diese Nachricht hat mich kalt erwischt und fassungslos gemacht. Mein herzliches Beileid gilt seiner ganzen Familie und seinem Verein.

Die ING Skywheelers haben auf ihrer Website folgenden Nachruf veröffentlicht:

 

Die ING Skywheelers und ganz Rollstuhlbasketball Deutschland trauern um Marco Hopp.

Am 12.03.2024 ist Marco Hopp im Alter von 53 Jahren verstorben. Eine Nachricht, die uns alle fassunglos macht und die wir nicht glauben wollen/können.
 

Marco hat Rollstuhlbasketball gelebt. Er hat jede freie Zeit, die ihm zur Verfügung stand in diesen Sport investiert. Erst als Spieler, dann als Trainer, Ausbilder und Kommentator bei den Liveübertragungen. Marco war ein Mann der klaren Worte und hatte den Fokus auf der Leistungsentwicklung besonders von jüngeren Spielern, aber er war auch ein Mann mit viel Humor. Für die ING Skywheelers war er zweimal als Trainer tätig und hat damit dem Verein sehr geholfen und entwickelt. Nach seiner zweiten Amtszeit als Trainer, übernahm er die Kommentatorenrolle bei unseren Spielübertragungen und konnte dort seinen Fachverstand einbringen.

Marco Hopp (Foto: ING Skywheelers)

 
Aus einer vertraglichen Partnerschaft wurde eine Freundschaft und er war ein Mitglied der Skywheelers Familie. Wir werden ihn nie vergessen und sein Andenken in Ehren halten. Er hat in unzähligen Vereinen als Trainer und Spieler, sowie beim Deutschen Rollstuhlsportverband als Ausbilder und Trainer Fußabdrücke hinterlassen, dass dieser Verlust in ganz Deutschland spürbar ist.
 
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, bei seiner Lebensgefährtin und bei seinem Sohn André, an den er die Begeisterung für den Rollstuhlbasketball weitergegeben hat.
 
Beim Heimspiel gegen den RSV Lahn-Dill werden wir eine Schweigeminuten abhalten und ein Kondolenzbuch auslegen.
In tiefer Trauer die ING Skywheelers Familie

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

In der kommenden Woche reisen DEB-Sportdirektor Christian Künast und Bundestrainer Harold Kreis nach Nordamerika. Insgesamt stehen in zehn Tagen sechs Standorte an. Die Woche wird also spannend.

Christian Künast, Sportdirektor des Deutschen Eishockey Bund, und Bundestrainer Harold Kreis haben in der kommenden Woche eine spannende Dienstreise vor sich. Sie fliegen nach Nordamerika, um dort die deutschen NHL-Spieler zu treffen und insgesamt sechs NHL-Spiele zu beobachten. Für Harold Kreis ist es der erste Trip nach Nordamerika im Rahmen seiner Tätigkeit als Bundestrainer der Männer-Nationalmannschaft.

Zehntägige Tour

Die zehntägige Tour startet am Mittwoch, den 20. März 2024, von Frankfurt aus Richtung Vancouver und weiter nach Edmonton. Weitere Stationen sind Miami, San José, Seattle, Ottawa und Washington. Die Reise bietet für Harold Kreis und Christian Künast eine willkommene Gelegenheit, die Spieler in Aktion zu sehen und sich direkt vor Ort auszutauschen. Darüber hinaus stehen Gespräche mit Verantwortlichen der NHL-Klubs und der Liga auf der Agenda. Daher sagt Bundestrainer Harold Kreis auch: „Für uns ist es wichtig, die Spieler in ihrer gewohnten Umgebung in der NHL zu treffen und den persönlichen Kontakt zu suchen. Daher freuen wir uns auf die Zusammentreffen mit den Spielern, bei denen wir unsere Pläne und Vorhaben für die kommenden Turniere vorstellen werden. Gleichzeitig ist es für mich wichtig, durch das persönliche Kennenlernen die Kontakte zu den Klubvertretern zu intensivieren, um noch engere Beziehungen aufzubauen und eine direkte Gesprächsebene zu etablieren.“ 

Am Sonntag, den 31. März 2024, fliegt Harold Kreis zurück nach Deutschland, während Christian Künast in den USA bleibt und direkt zu Frauen-Weltmeisterschaft reist. Diese findet vom 03. bis 14. April 2024 in Utica/USA statt. Die DEB-Auswahl startet am 04. April 2024 in das Turnier, zum Auftakt geht es gegen das Team Dänemark.

Zeitgleich zur Frauen-WM startet die Männer-Nationalmannschaft in die WM-Vorbereitung: Das erste Heim-Länderspiel findet am Donnerstag, den 18. April 2024 in Kaufbeuren (Spielbeginn 19.30 Uhr) statt.

DEB-Sportdirektor Christian Künast sagt: „Wir stehen mit unseren deutschen NHL-Spielern das ganz Jahr über in einem guten Austausch, dennoch ist uns diese Reise wichtig. Einerseits ist eine Wertschätzung ihrer Leistungen auf höchstem Niveau, auf der anderen Seite ersetzt nichts das persönliche Gespräch – genauso wie bei den Spielbesuchen in der PENNY DEL oder im europäischen Ausland. Zudem ist der Vor-Ort-Austausch mit den General Managern und Verantwortlichen von zentraler Bedeutung. Dabei sprechen wir offen über unsere Entwicklungen und Ziele innerhalb des Verbands und nehmen viele Eindrücke und Impulse aus den Gesprächen für unsere Arbeit mit.“ 

 

 

Das Bild von Bundestrainer Harold Kreis hat uns

DEB / City-Press

zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, findet am Samstag das Derby zwischen der HSG Rodgau Nieder-Roden und der HSG Hanau statt. Anwurf ist um 19.30 Uhr – und wie die Baggerseepiraten sagen, gibt es noch ein paar Restkarten. Die Stimmung wird also mit Sicherheit super sein.

 

Lest nachfolgend die Pressemitteilungen, die uns beide Vereine haben zukommen lassen:

 

Kampf um Platz 3 geht in die nächste Runde

Die Lage in der dritten Liga spitzt sich vor allem im Abstiegskampf weiter zu. Sage und schreibe sieben Teams müssen noch um den Klassenerhalt zittern, den Tabellenletzten TSG Haßloch trennen gerade mal zwei Pünktchen von Platz zehn, den zurzeit die Bergischen Panther belegen. In einer komfortableren Situation befinden sich diesbezüglich die Baggerseepiraten und die Gäste aus Hanau. Die Bezirksrivalen gehören zu den konstantesten Teams der Liga, sammelten schon fleißig Punkte, so dass sich mittlerweile ein Dreikampf mit Saarlouis um Platz drei entwickelt hat. Gegen eben diese Saarlouiser brannten die Rodgauer am vergangenen Wochenende ein wahres Feuerwerk ab. Angetrieben von einem „außerirdischen“ Marco Rhein im Tor, ließen die Spieler um Top-Torschütze Filip Brühl beim 36:29 Heimsieg nichts anbrennen.

Etwas gedämpfter war die Stimmung im Hanauer Lager, denn von der weitesten Auswärtsreise zum abstiegsbedrohten TV Aldekerk brachten die Grimmstädter nichts Zählbares mit nach Südhessen. Den Schlüssel für die überraschende Niederlage sah Trainer Hannes Geist in einer etwas zu passiven Defensive: „Leider haben wir es nicht geschafft, eine kompakte Abwehr zu stellen“, resümierte er nach dem Abpfiff, richtete den Blick aber sofort nach vorne. Denn für das anstehende Derby sind die Ergebnisse der letzten Wochen völlig egal. Das sieht auch HSG-Trainer Jan Redmann so, der mit großer Vorfreude auf die Begegnung blickt: „Das wird mit Sicherheit ein ganz heißer Tanz, so wie immer im Derby gegen Hanau, da weiß man nie, was passiert. Es gibt für mich keinen Favoriten, sondern zwei Teams auf Augenhöhe, die mit Sicherheit alles reinwerfen werden. Natürlich wünsche ich mir vor heimischem Publikum einen Erfolg, aber dass das schwer wird, dürfte jedem klar sein.“ Kurioserweise konnte nämlich bei den letzten drei Aufeinandertreffen jeweils die Gastmannschaft gewinnen. In der Hinrunde gelang den Rodgauern das Kunststück, bei den heimstarken Hanauer doppelt zu punkten.

 

 

Hier die Sicht aufs Derby aus Hanauer Seite:

Das Bezirksderby steht an

Die nächste schwere Herausforderung für Handball-Drittligist HSG Hanau. Am Samstag um 19.30 Uhr steht für die Mannen von Trainer Hannes Geist das Bezirksderby bei der HSG Rodgau Nieder-Roden auf dem Programm. Die Partie in der RODAUSTROM Sportarena ist ein besonderes Spiel, nicht nur wegen der Lokalrivalität. Der Fünfte der Staffel Süd-West (Hanau) trifft auf den Dritten. Die Gastgeber spielen dabei eine starke Saison, sind seit fünf Spielen ungeschlagen und gehen als Favorit in das Duell. Im Bezirksderby bauen die Grimmstädter vor allem wieder auf die Unterstützung ihrer Anhängerschaft, durch den Blauen Block.

„Nieder-Roden schwimmt momentan wirklich auf einer Welle des Erfolgs. Sie haben sich in dieser Saison stabilisieren können und haben viele Spieler in die Mannschaft integriert, die immer besser in ihre Rollen gefunden haben“, so HSG-Cheftrainer Hannes Geist mit Blick auf den Gegner. „Sie stehen zu Recht dort oben, haben die nötige Breite im Kader und bleiben zudem verletzungsfrei. Sie gehen schon als Favorit in das Spiel, auch aufgrund ihrer Serie, die sie aktuell haben.“

In den Wochen vor dem prestigeträchtigen Duell schien für die HSG Hanau in der dritten Liga etwas der Sand im Getriebe zu stecken. Nach der Heimniederlage gegen Spitzenreiter Ferndorf, unterlagen Braun, Adanir &. Co am vergangenen Wochenende auch überraschend beim TV Aldekerk 07. „Wir befinden uns momentan in einer Delle, nachdem wir die letzten anderthalb Jahre wirklich richtig gut performt haben“, resümiert Geist, der sich weiterhin vor seine Mannschaft stellt. „Die Jungs geben weiterhin alles im Training und werden sich auch am Samstagabend richtig reinhauen.“

Beim Hinspiel im vergangenen September hatte Hanau, trotz 13 Treffern von Kapitän und HSG-Topscorer Max Bergold, in eigener Halle mit 30:34 das Nachsehen. Am Samstagabend müssen sich die Grimmstädter gerade in der Abwehr vor Nieder-Rodens Offensivkraft in Acht nehmen. Florian Stenger, Henning Schopper und Johannes von der Au präsentieren sich in dieser Saison als eingespielte Truppe, die von zwei treffsicheren Außen in Person von Nils Hassler und Filip Brühl unterstützt wird. Letzterer ist mit 116 Toren der Topscorer seiner Mannschaft. Mit Marco Rhein verfügt das Team weiterhin über einen verlässlichen Torhüter. „Da kommt extrem viel Arbeit auf uns zu“, weiß Geist. „Sie haben viel Qualität in ihren Reihen, auf die wir uns vorbereiten müssen.“

Für die schwere Auswärtsaufgabe will sich Hanau daher einmal mehr auf die eigene Defensive fokussieren und dabei die Kreiskooperation der Gastgeber stören. „Wir brauchen einfach ein sehr gutes Rückzugsverhalten, müssen aber auch selber gute Umschaltmomente für unser Konterspiel kreieren“, gibt Geist einen Einblick in seinen Matchplan. Im eigenen Angriff trifft Hanau dann auf eine sehr bewegliche und kompakte Deckung. „Da müssen wir mutig sein, uns gut vorbereiten und 60 Minuten alles auf der Platte lassen. Dann werden wir sehen, wozu es gereicht hat“, so der Hanauer Coach.

 

Das Bild hat uns Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Oberliga Hessen geht es in die heiße Schlussphase und die Mannschaften haben noch Zeit, bis zum 11. Mai Punkte zu sammeln. Am Samstag sind alle drei Teams aus der Region wieder in Sachen Punktehatz unterwegs und in der Miltenberger Dreifachsporthalle treffen die beiden Drittliga Absteiger Kirchzell und Pohlheim aufeinander. Die Tuspo Obernburg muss beim Tabellennachbarn Offenbach-Bürgel antreten und die TSG Groß-Bieberau empfängt die HSG Hanau II.

 

Aufeinandertreffen der Drittliga Absteiger

Wenn sich am Samstag in Miltenberg die Klingen der beiden Drittliga Absteiger Kirchzell und Pohlheim kreuzen, sind beide logischerweise auf Zähler aus, wobei Pohlheim als derzeitiger Tabellenfünfter sich etwas abgeschlagen präsentiert. Der TV Kirchzell hingegen will seine Tabellenführung behalten und die Konkurrenz auf Abstand halten. Dafür braucht es einen Sieg gegen die HSG Pohlheim. “Wir wissen, was auf uns zukommt, denn gerade die Niederlage von Pohlheim in Petterweil wurmt die HSG und sie wollen sicher nun bei uns punkten. Doch wir spielen zu Hause und müssen gewinnen, wollen wir weiter vorne bleiben”, so TVK-Trainer Andi Kunz. Er weiß auch, dass sportlich dieses Wochenende eine ganz andere Voraussetzung für sein Team gegeben ist als noch die Woche davor. Aber er weiß auch: “Die Jungs wissen, dass Pohlheim eine andere Nummer ist als der letzte Gegner, dass es in die heiße Phase geht und dass wir gewinnen müssen.”

So sieht es auch sein Kapitän Jan Blank: “Im Angriff lebt das Pohlheim Spiel von Stefan Lex, der viel Erfahrung mitbringt und der Dreh- und Angelpunkt bei der HSG ist. Er hat ein sehr gutes Auge, ist – zusammen mit Max Rühl – ein Aktivposten und im 1-1 ein starker Spieler. Hinzu kommt das Zusammenspiel mit Kreisläufer Malvin Werth. Die beiden verstehen sich blind.” Der Kirchzeller Kreisläufer sagt weiter, dass “die Pohlheimer  3-2-1-Deckung sehr physisch sein kann. Bei dem generell aggressiven Rückraum kann es schon mal ordentlich scheppern. Deshalb müssen wir sehen, dass wir den Ball lange am Leben lassen, unsere Spielzüge lange ausspielen.” Jan Blank geht davon aus, dass in der ersten Viertelstunde wahrscheinlich wenig Tore fallen werden. “Es wird ein Abtasten werden. Dann müssen wir aber gucken, dass wir den Gegner zu Fehlern zwingen und aufgrund unserer besseren Ausdauer das Tempo hochhalten.”

Andi Kunz geht mit dieser Aussage völlig konform, denn auch er sagt, dass seine Spieler schnelle Beine benötigen bei den robusten und kompakt stehenden Pohlheimern. Der Coach hofft, dass er auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann.

 

 

Tuspo tritt beim Tabellennachbarn an

Nach dem tollen Erfolg vergangener Woche fährt die Tuspo mit breiter Brust zum Tabellennachbarn TSG Offenbach-Bürgel. Die Mannschaft von Trainer Marko Sokicic gewann ihre letzten drei Spiele und ist ein sehr ernst zu nehmender Gegner. Mit den Spielern Timo Kaiser, derzeit Platz drei der Torschützenliste, Milos Kreckovic, der vergangene Saison noch in Obernburg spielte, Jannik Hofmann am Kreis und Torhüter Silahan Gezer, der ebenfalls schon das Tuspo Trikot trug, hat die TSG gute Aktivposten in ihren Reihen.

Die Gastgeber sind körperlich sehr stark und auf die Tuspo kommt jede Menge Arbeit hinzu. Das Hinspiel gewannen die Obernburger mit 36:28. Verzichten muss Trainer Rudi Frank auf Martin Bieger, der sich im letzten Spiel verletzte, kann dafür eventuell auf Jonas Riecke zurückgreifen.

 

 

Die Falken sind auf der Hut

Die Falken sollten bei ihrem nächsten Spiel tunlichst die aktuelle Tabellensituation des kommenden Gegners ausblenden, denn die HSG Hanau II ist sicher stärker einzuschätzen, als es der elfte Platz vermuten lässt. Dort stehen sie zur Zeit mit 13:25 Punkten und müssen aufpassen, nicht noch in den Abstiegsstrudel hinein gezogen zu werden.

Von daher eine interessante Herausforderung für die Falken, die natürlich auch weiter punkten wollen, um an der Tabellenspitze dran zu bleiben. In Hanau konnte zwar das Hinspiel mit 33:30 gewonnen werden, aber die hohe Anzahl der Gegentreffer schmerzte damals sehr. Das wollen sie dieses Mal besser machen und konzentriert zur Sache gehen.

Falken-Trainer Björn Beilstein sagt: „Hanau ist ein sehr ernst zu nehmender Gegner, der kürzlich in Münster nur mit einem Tor Differenz verloren hat. Sie sind immer wieder für eine Überraschung gut. Da brauchen wir eine sehr gute Leistung um so etwas zu verhindern. Aber dafür haben wir die geeigneten Mittel und gehen motiviert an die Aufgabe heran. “

 

 

Das Bild von Jan Blank hat uns der TV Kirchzell zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Fußball Zweitligist SPVGG GREUTHER FÜRTH hat nach der Niederlage zuletzt gegen den Karlsruher SC auch das Heimspiel gegen die SV Elversberg verloren. Beim 1:4  hatten die Hausherren letztlich keine Chance. Der Ausgleich von Dennis Srbeny in der 61. Minute nutzte den im zweiten Durchgang in Unterzahl spielenden Ronhofern nichts, denn Elversberg schoss anschließend noch drei Tore und gewann am Ende verdient. Damit steht das Kleeblatt nun auf dem siebten Tabellenplatz. Die Niederlage tat gleich doppelt weh, denn Robert Wagner kassierte gelb-rot und Maxi Dietz die fünfte gelbe Karte.

Wie auf der Website des Kleeblatts zu lesen ist, sagte Trainer Alexander Zorniger nach Spielschluss:Es ist mächtig ernüchternd, wenn man sich nach langer Zeit wieder entschuldigen muss. Die Leistung war nicht das, was wir in dem letzten halben Jahr hier abgefeuert haben. Jetzt haben wir einen positiven Druck und haben uns von Minute eins sehr schwer getan. Was ich immer erwarten kann, ist Intensität, die haben wir nicht auf den Platz gebracht. Das war das zweite Spiel in Serie, wo wir nicht bis zum Ende durchverteidigt haben. Ich war ernüchtert aus diesen Gründen. Vor allem das den Gegner mit Wucht gegen die Wand drücken hat man gar nicht gesehen, es war viel Passivität im Aufbau da. Auch die Gelb-Rote Karte haben wir in diesem Jahr schon besser weggesteckt. Verteidigen ist unsere Basis, was muss ich in der Defensive tun, wie gehe ich in die Zweikämpfe. Das war nicht das, wie wir agieren wollen.”

Am Wochenende geht es zum Tabellen-16. Rostock. Dort will das Kleeblatt den Bock umstoßen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Das Arbeitsmaterial für die Olympischen Spiele in Paris steht bereit, denn Ende Februar hat DRV-Bootsmeister Markus Schmitz die Flotte aus dem Werk der Bootswerft Empacher in Ebersbach abgeholt und zum Stützpunkt in Dortmund gebracht. Bei der weiterentwickelten Version des Achters hat auch Schmitz einen Teil beigetragen.

Lest nachfolgende Pressemitteilung, die uns Carsten Oberhagemann übermittelt hat:

Für die Olympischen Spiele haben sich die Sportler und Bundestrainerin Sabine Tschäge beim Achter für das bewährte Modell X86 entschieden, mit dem schon in der Vergangenheit große Erfolge gefeiert wurden. „Wir kommen mit dem Feedback vom X86 sehr gut parat und fühlen uns darin sehr wohl – das ist auch die Grundlage der Entscheidung, warum wir gerne weiter in diesem Boot fahren“, erklärt Steuermann Jonas Wiesen.

Seit Ende 2022 hatten die Sportler auch das neue Modell X88 probiert, das ebenfalls gut ankam – doch im vergangenen Jahr fiel dann die Entscheidung vorerst auf das Modell, das in seiner Grundform seit 1995 produziert wird. Damit ist der Deutschland-Achter auch bei der WM 2023 angetreten, ebenso wie Weltmeister Großbritannien. „Die Sportler wissen, was sie an dieser Form haben. Es ist wohl die erfolgreichste Achterform jemals“, sagt Geschäftsführer Helmut Empacher: „Es dauert meist seine Zeit, bis sich eine neue Form etabliert.“

Weiterentwicklung in einigen Punkten

Auch das Modell X86 wurde in einigen Punkten weiterentwickelt. Eine Neuerung kam durch einen Vorschlag von Markus Schmitz zustande – so hat die Flosse nun einen anderen Neigungswinkel, ist flacher und schräger. Der Vorteil: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich darin Gras verfängt, wird geringer und im Notfall kann es besser abströmen. Darüber hinaus bringen viele Nationen auch ihre eigenen Wünsche bei der Herstellung der Boote ein. „Das hängt immer davon ab, was die Coaches in Abstimmung mit den Sportlern für Erfahrungen in den Booten gemacht haben“, verrät Empacher.

Neuer Vierer und Zweier

Der Vierer ohne Steuermann geht mit dem Modell 55 ins Rennen, der Zweier mit dem Modell 21 – beides sind relativ neue Formen, die bei der Bootswerft Empacher stetig entwickelt werden. „Im Schnitt entwickeln wir zwei neue Formen im Jahr“, erzählt Empacher. Mit den neuen Booten werden der Vierer und der Zweier im Mai bei der Qualifikationsregatta in Luzern antreten, um sich die letzten Tickets für die Olympischen Spiele im Sommer zu sichern. Dann soll im Bestfall die komplette neue Flotte ab Ende Juli in Paris glänzen.

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür.