Jüngst waren wir in einem der schönsten Naturdenkmäler Bayerns. Die Partnachklamm ist unglaublich beeindruckend und absolut sehenswert. Ein absolutes Muss, wenn Ihr in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen seid. Vom Parkplatz an den Olympia-Sprungschanzen geht es zu Fuß oder mit Pferdekutschen auf dem für den Verkehr gesperrten Straße hoch hinauf. Wir sind gelaufen, denn das Wetter war an diesem Tag sehr schön. Nach dem Kassenhäuschen geht es los in die ungefähr 700 Meter lange und teilweise bis zu 80 Meter hohe Partnachklamm. Durch in den Fels gesprengte Stollen und Durchgänge ist sie auch im Winter begehbar und ich kann mir gut vorstellen, dass die Eisgebilde sicher ihren Reiz haben. Bei Gelegenheit werden wir uns auch das anschauen. Der in den Fels gehauene Weg führt direkt am Wasser entlang. Die seitlichen Felswände, die senkrecht bis überhängend in die Höhe steigen, lassen teilweise nur einen kleinen Spalt für ein bisschen Licht frei. Und nass wird es ab und an. Deshalb werden am Kassenhäuschen auch Regencapes verkauft. Diese brachten uns und denen, die uns darin sahen, jede Menge Spaß! Wir liefen und staunten und ganz plötzlich treten die Felswände zurück, der Blick zum Himmel ist wieder da und die Partnach hat Platz, um einen kleinen See zu bilden. Wunderschön! Aber das Wasser ist eisig – ich habe es selbst geprüft 🙂
Der Ursprung
Ich habe mich mal „schlau“ gemacht und herausgefunden, dass die Partnachklamm ihren Ursprung im Reintalanger hat und der natürliche Abfluss des Schneeferners, dem Rest eines eiszeitlichen Gletschers auf dem Zugspitzplatt ist. Es ist unfassbar, mit welcher Gewalt sich das Wasser seinen Weg durch die Schluchten bahnt.
Am 01. Juni 1991 brachen ca. 5000 m³ Gestein aus einer Felswand am südlichen Ende der Klamm und versperrten die bisherige Wegführung sowie den Wasserverlauf. Glücklicherweise forderte damals dieser überraschende Felssturz keine Menschenleben. Es entstand ein kleiner Stausee und die Partnach bahnte sich ihren Weg durch die Felsblöcke. Seit 1992 führt ein über 100 Meter langer, in den Fels gesprengter Stollen an den Gesteinsmassen und am Stausee vorbei. Der Stollen wird durch Fenster belichtet, von denen aus dieses Naturereignis völlig gefahrlos bestaunen lässt. Übrigens steht in der Nähe der Stelle, an dem der Felssturz stattfand, eine wunderschöne Madonnenstatue. Davor ist ein „Danke“-Schild angebracht. Ich denke, dass die Menschen ihr damit wohl ihren Dank ausdrücken wollten, dass nichts passiert ist.
Die Besichtigung war ein ganz tolles Erlebnis und die Zeit verging wie im Fluge. Übrigens: auch den Rückweg legten wir „eisern“ per pedes zurück.
Hier für Euch ein paar Bilder unseres Ausfluges.

 

Exakt 3386 Zuschauer wollten jüngst das dramatische Endspiel um die dänische Handball-Meisterschaft sehen. Am Ende gewann Sabine Englert mit ihrem FC Midtjylland gegen das Team Esbjerg hauchdünn den Pokal (Hinspiel 23:22, Rückspiel 22:22, Gesamt 45:44) und freute sich riesig. „Wir haben richtig gut abgeräumt“, grinst sie bis über beide Ohren. Denn neben der dänischen Meisterschaft gewann die Torhüterin, die seit 2009 beim Spitzenverein FCM zwischen den Pfosten steht, noch den Europapokal der Pokalsieger, den dänischen Supercup (im letzten August), den dänischen Pokal (Ende des Jahres), mit ihrer Mannschaft holte sie den Fair play-Pokal und sie wurde ins Allstar-Team der dänischen „Boxer-Liga“ gewählt (Boxer ist ein dänischer TV Anbieter und Sponsor der Liga, Anm. d. Red.).

Solide Saison

„Wir haben über die ganze Saison sehr solide gespielt, haben ja im Herbst den Supercup und den dänischen Pokal geholt“, erzählt sie stolz. Zwar hat der FCM Anfang der Spielzeit die Champions League-Qualifikation nicht geschafft, aber „wir haben uns im September sofort nach dem Ausscheiden zusammen gesetzt und uns in einer Trotzreaktion gesagt: jetzt holen wir alle anderen Titel.“
Welcher der wichtigste Titel für die 33-jährige sympathische Obernburgerin ist, kann sie gar nicht beantworten: „Jeder Titel für sich ist etwas Besonderes. Der Europapokal war eine tolle Befriedigung und der Meistertitel ist immer sensationell.“ Mit dem gewonnenen Meistertitel haben sich Sabine und Co. direkt für die Champions League qualifiziert und sie sagt: „Das gibt uns etwas Ruhe.“

Vier Neue

Ruhe, um gleich vier neue Spielerinnen auf wichtigen Positionen im Team zu integrieren.  „Wir haben einen Monat mehr Zeit für uns, weil die Quali-Spiele wegfallen und das ist enorm viel“, weiß sie als Routinier, wie hart das Geschäft läuft und dass jeder Tag zählt.
Drei Spielerinnen werden auf der Rückraumposition eingesetzt und die Keeperin selbst bekommt eine neue Kollegin. „Meine jetzige Kollegin hat sich das Kreuzband gerissen und fällt lange aus. Daher mussten wir uns nach einem Ersatz umschauen.“ Aber Sabine, die ihre neue Partnerin noch nicht persönlich kennt, ist zuversichtlich, dass sie sich schnell mit ihr ergänzen wird.
Nach der ganzen „Feierei“ machte die immer gut gelaunte Vollblutsportlerin einen kurzen Abstecher in ihre Heimat. Die Eltern, den Bruder, die Verwandten und die Freunde besuchen. „Meine Familie ist enorm wichtig für mich und ich bin sehr dankbar für ihre Unterstützung. So oft es geht, kommen sie mich in Dänemark besuchen. Wenn meine Eltern vor Ort waren, haben wir noch kein Finale verloren. Das war auch diesmal wieder so. Wenn das kein gutes Omen für die Zukunft ist“, lacht sie.
Nach drei Tagen in der Heimat ging es zurück nach Dänemark. „Ein Teil unseres Teams ist mit der Nationalmannschaft unterwegs und wir trainieren noch volle zwei Wochen. Dann haben wir drei Wochen Pause, ehe die Vorbereitung los geht. Wir spielen bereits am 20. August um den Super Cup mit. Da bleibt nicht viel Zeit für Urlaub“, sagt sie. Trotz der kurzen Freizeit freut sie sich schon wieder auf die neue Runde mit all ihren Herausforderungen.

Wir wünschen ihr einen guten Start in die neue Runde und viel Erfolg!

Die Bilder hat uns Sabine freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

 

Mittlerweile gibt es ja für alles und jeden einen eigenen “Tag”. Heute, am 24. Juni, ist der Tag des Fußes. Unsere Füße tragen uns durch unser ganzes Leben und werden doch so oft sträflich vernachlässigt. Wir sollten unseren Füßen aber nicht nur an diesem Tag Aufmerksamkeit schenken. Schließlich müssen sie unser Leben lang Schwerstarbeit verrichten.

 

 

Seit Freitag  finden in Röllfeld, am Campingplatz Mainwiese, die deutschen und internationalen Meisterschaften im Barfuß Wasserski statt. Ausrichtender Verein ist der WSC Mainaschaff. Mitorganisator und Lokalmatador Stefan Weigand ist stolz, dass nach cirka 30 Jahren die Meisterschaften wieder einmal in seiner Heimatregion ausgetragen werden. Der 28-jährige Frankfurter Unternehmer sieht sich als halber Röllfelder. „Ich bin zwar gebürtiger Frankfurter, fühle mich aber als halber Röllfelder, da ich sehr viel Zeit dort verbringe.“ Die nicht ganz alltägliche Sportart ist ihm quasi in die Wiege gelegt worden. „Mein Vater war begeisterter Barfuß Wasserski-Läufer und seit ich acht Jahre alt bin, fröne ich ebenfalls dieser Sportart.“ Papa Jürgen Weigand hat es 1984 sogar ins Guinnessbuch der Rekorde mit einem Sprung von 14.80 Meter Weite geschafft. „Das war damals der Wahnsinn, denn vor soviel Jahren rasten die Sportler nicht mit 72 km/h übers Wasser, so wie wir jetzt“, erzählt Sohn Stefan voller Stolz.

Lockere 22.10 Meter

Sein weitester Sprung ist 22.10 Meter und er will diese Saison die 25 Meter-Marke angreifen.
Der Lokalmatador betreibt seinen Sport seit 2012 auch als Wettkampf, ist in seiner ersten Challenge gleich auf den ersten Platz gesprungen und hat sich den deutschen Meistertitel geholt. „Das gab es vorher auch noch nicht. Das erste Mal gelaufen und gleich den ersten Platz gemacht“, muss Weigand heute noch schmunzeln.
Konkurrenz bekommt er von dem erst 16-jährigen Kenneth Eissler aus der Pfalz. Der amtierende Junioren-Weltmeister will heuer nicht mehr bei den Jungen mitfahren, sondern bei den Aktiven, also in der Klasse Open Men, antreten. „Er ist mein direkter Konkurrent und ich lass mir natürlich nicht gerne einen Titel von einem Junior wegnehmen“, gibt sich Weigand, der zweimal im Jahr in Florida trainiert, kämpferisch.
Insgesamt haben sich bisher für die Meisterschaften in Röllfeld 22 deutsche und cirka zehn internationale Topleute angemeldet. „Von den Junioren bis über die Aktiven hin zu den Senioren ist alles vertreten“, ist Weigand zufrieden mit den Anmeldungen. Natürlich sind auch Frauen mit dabei wie zum Beispiel Weltmeisterin Steffi Kirsch (Schleich bei Trier) oder Europameisterin Svenja Hempelmann aus Herford.
Am heutigen Sonntag ist ideales Wetter für die Läufer und seit 8 Uhr geht es auf dem See rund. Stefan Weigand: “Wir sind sehr wetterabhängig. Wir benötigen für unseren Sport spiegelglattes Wasser. Beim Fußball schnappst du dir den Ball und gehst bei jedem Wetter zum Spielen raus. Bei uns funktioniert das so nicht. Wir müssen das Wasser behandeln, wie eine Frau“, grinst er. Warum das so ist? „Naja, wenn du sie schlecht behandelst, bekommst du es gleich doppelt zu spüren“, grinst er.
Der Eintritt zu den deutschen Meisterschaften, die als Qualifikation für die EM im britischen Lydd gilt, ist auch heute frei.

Die Bilder hat uns dankenswerterweise Stefan bzw. Kerstin zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

 

… allen Schulkindern – egal, ob groß oder klein – einen guten und tollen Start ins neue Schuljahr!

 

 

 

Stolz wie Oskar sind sie: die frischgebackenenU 20-Europameister Jannik Kohlbacher, Tom und Lars Spieß. Nur mit der Stimme hapert es zum Wochenbeginn bei den Handball-Juniorennationalspielern ein bisschen. Kein Wunder, haben sie doch nach dem Titelgewinn am Sonntag die Nacht zum Tag gemacht. »Wir haben bis in den Montagmorgen hinein gefeiert. Es war schon recht hell, als wir ins Hotel kamen«, berichtet Lars, der gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Tom bei den DJK Rimpar Wölfen spielt (vormals waren die beiden beim TSV Lohr und HBLZ Großwallstadt). Und der Großwallstädter Jannik Kohlbacher verrät: »Obwohl am Tag nach dem Endspiel bereits um 7.30 Uhr Frühstück angesetzt war, kamen manche erst um 8 Uhr.« Aber was soll’s. Wer so souverän durch eine Europameisterschaft spaziert, darf auch dementsprechend feiern.

Der Aberglaube

Alle drei Spieler standen übrigens bereits im Juli 2012 beim Gewinn der U 18-EM im deutschen Kader. Damals wurden die Jungs von Klaus-Dieter »Pitti« Petersen und Christof Armbruster trainiert. Und da fast alle Handballer ein bisschen abergläubisch sind, teilten sich Jannik und die Spieß-Brüder bei dieser EM ihr Zimmer wieder mit den gleichen Kollegen von damals. »Tom teilte sich das Zimmer mit Christopher Rudeck von der SG Flensburg, ich bin mit Jannik Hausmann von Balingen-Weilstetten zusammen. Das war bisher eine sehr gute Konstellation«, erzählt Lars. TVG-Kreisläufer Kohlbacher wohnte mit Marcel Engels zusammen. »Wir sind ein eingespieltes Team. Es passt hervorragend. Er ist ja jetzt nach St. Gallen gewechselt, da hatten wir uns viel zu erzählen«, sagt Jannik.

Kein Problem mit der Favoritenrolle

Doch nicht nur abseits des Platzes lief für den deutschen Nachwuchs alles rund. Die Mannschaft wurde auch auf dem Feld ihrer Favoritenrolle gerecht. Schwierigkeiten damit, als Titelanwärter in die EM zu gehen, hatten die Jungs keine. »Wir sind eine gute Truppe und spielen alle bereits in der ersten, zweiten oder dritten Liga im Männerbereich – haben dementsprechend schon Erfahrung. Die Vorrunde wollten wir auf jeden Fall sehr gut abhandeln. Danach kam die schwere Hauptrunde, doch wir haben uns stetig gesteigert, das Halbfinale dann überraschend klar gewonnen – und dann standen wir auch schon im Finale«, lässt Jannik den Turnierverlauf Revue passieren. Und Tom ergänzt: »Wir hatten mit Fabian Wiede, Simon Ernst und Jonas Meier drei Spieler dabei, die uns extrem verstärkten. Sie spielten ja zwischenzeitlich schon bei den Älteren mit.« Begeistert sind die drei Europameister vom Trainergespann Markus Baur/Axel Kromer. Tom: »Für Markus freut es uns sehr, denn es ist sein erster Titel als Bundestrainer. Er findet genau die richtige Mischung für uns Jungen.« Jannik meint: »Das Trainerteam hat uns super eingestellt, ist auf jeden einzelnen Spieler eingegangen, hat uns gefördert. Es hat einfach Spaß gemacht, alles zu geben.«

Österreich tanzte aus der Reihe

Fast alle Teams wohnten in Österreich übrigens im gleichen Hotel. Die Stimmung war locker. Und da sich viele Spieler schon von diversen Turnieren zuvor kannten, gab es immer mal wieder den einen oder anderen Plausch. »Wir wohnten in einem Studentenwohnheim mit angegliedertem Hotel und waren im achten Stock untergebracht. Es war toll. Nur die Österreicher waren nicht bei uns. Sie wohnten in ihrem Olympiastützpunkt «, erzählt Lars. Das knappe 28:27 in der Vorrunde gegen die Gastgeber war für Jannik eines der schwersten Spiele im Turnierverlauf. Die Österreicher seien letztlich auch sehr enttäuscht gewesen, den Titel nicht gewonnen zu haben: »Immerhin haben sie ein ganzes Jahr darauf hingearbeitet, haben alles dafür getan, damit der Pott im eigenen Land bleibt.« Das Finale – die Neuauflage Schweden gegen Deutschland von 2012 – wollten rund 2000 Fans sehen. »Wir haben in einer Arena gespielt, die 6000 Leute fasst. Wenn da halt nur ein Drittel besetzt ist, ist die Stimmung nicht so toll. Aber von uns Spielern waren Familie, Verwandte und Freunde da, haben uns super angefeuert und alles gegeben «, erzählt der Kreisläufer. Seit Montag sind er und die Spieß- Brüder wieder zu Hause und froh, endlich im eigenen Bett schlafen zu können. »Wir sind seit dem 30. Juni unterwegs, hatten in all der Zeit nur vier Tage frei. Da freut man sich schon auf Daheim«, sagt Jannik. Während er von seinem Trainer Maik Handschke jetzt erst einmal drei Tage frei bekam und am Freitag wieder zur Großwallstädter Mannschaft stößt, waren die Spieß- Brüder bereits am Montagabend beim Training von Rimpar dabei. »Wir müssen nicht gleich voll mittrainieren, aber so richtig frei haben wir auch nicht«, erzählt uns Lars. Alle drei Europameister wollen in der restlichen Vorbereitung so richtig Gas geben und freuen sich auch schon auf die kommende Zweitliga-Saison. Während die Brüder Spieß sich weiterentwickeln und mehr Spielanteile bekommen wollen, hat Jannik andere Pläne: »Ich freue mich auf die neue Aufgabe und hoffe, dass wir unser Saisonziel erreichen. Dafür werden wir alles tun. Dann haben wir am Ende der Runde hoffentlich schon wieder etwas zu feiern – nämlich unseren Aufstieg. « Und Jannik hätte die nächste Gelegenheit, die Nacht zum Tag zu machen…

 

Wir haben von den Dreien ein paar Bilder herausgesucht, die uns freundlicherweise unser Fotograf Klaus Roos zur Verfügung gestellt hat. Sie zeigen Jannik, Tom (mit der Nr. 9) und Lars (Nr. 6) bei diversen Spielen.

 

Himmel, wie die Zeit vergeht. Ein Jahr ist es schon her, dass Dominik Plaue von der TVG-Junioren-Akademie zum THW Kiel wechselte. Der Torhüter entschied sich zu dem großen Schritt – und er hat alles richtig gemacht, ihn bis heute nicht bereut. Im Gegenteil. Kurz vor Beginn der neuen Runde ließ er seine ersten zwölf Monate in Kiel Revue passieren.

„Ich weiß noch genau, dass ich vergangenes Jahr zur Kieler Woche umgezogen bin. Da war die Hölle los und es ist ja jedes Jahr ein tolles Spektakel, das ich gleich mal miterleben durfte. Es ist verrückt, wie schnell die Zeit vergeht. Aber sportlich wie menschlich habe ich alles richtig gemacht. Ich habe unglaublich viel gelernt hier, bin super gut aufgenommen worden und wo andere Leute Urlaub machen, bin ich zu Hause.“

Der richtige Einstieg

Für Dominik, der am 14. Juli 19 Jahre alt wird, war die dritte Liga, in der der THW Kiel II spielt, genau der richtige Einstieg. Doch der ehrgeizige junge Mann, der vor fast zwei Jahren nach einem Unfall in der Schule lange Zeit um sein Augenlicht bangte, strebt nach Höherem. „Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr den Sprung in die erste Liga schaffe. Das wäre absolut super.“ Aber er ist sich darüber im Klaren, dass dies nur durch harte Arbeit gelingen und alles andere als einfach werden wird. „Beim THW in die erste Mannschaft zu kommen, ist ein sehr großer Schritt. Aber vielleicht gelingt mir der Sprung ja in einem anderen Verein. Wer weiß“, grinst Dominik. „Vielleicht wird es irgendwann mal Berlin, oder Melsungen oder Wetzlar. Vielleicht wird es ja auch der TV Großwallstadt. Man weiß ja nie“, sagt er und lacht verschmitzt.

Als Torhüter hat sich Dominik in den letzten Monaten unglaublich weiter entwickelt. Da kommt ihm auch das Training mit der ersten Mannschaft zugute. „Dienstags vormittags habe ich mit den Profis Athletik- und Schusstraining. Da bin ich immer dabei. Und gerade von Christian Sprenger oder von Gudjon Valur Sigurdsson profitiere ich viel. Sie geben mir viele Tipps – wie alle anderen auch.“ Der Keeper erinnert sich noch genau an den Tag der deutschen Einheit vergangenes Jahr. „Da rief mich unser Trainer Raul Alonso an und fragte, ob ich Lust hätte, am nächsten Tag mit der ersten Mannschaft zu trainieren.“ Er musste natürlich nicht zweimal überlegen, sondern nahm das Angebot begeistert an. „Ich war sehr nervös, als ich in die Halle kam und all die Stars sah.“ Dominik stand neben Ausnahme-Athlet Filip Jicha. Dieser spürte sofort die Unsicherheit des Jungspundes und sagte zu ihm: „Na, nervös?“ Dominik grinste und sagte: „Ja, schon. Ein bisschen.“ Das Eis war gebrochen und die Jungs von Trainer Alfred Gislason nahmen ihn in ihre Mitte auf.

„Die Intensität im Training ist enorm. Das Motto lautet: wir trainieren für den nächsten Titel“, sagt der junge Keeper. Von Trainer Gislason ist er begeistert: „Er hat immer ein Auge auf die Jungen und er will sehen, dass wir mehr machen als das normale Pensum. Junge Spieler müssen zeigen, dass sie dahin wollen, wo die Profis schon sind.“
Und genau das will Dominik zeigen. Er will Gas geben, mehr trainieren, mehr geben als das normale Maß, denn er will den nächsten Step schaffen. „Klar, als Torhüter hast du ein bisschen mehr Zeit. Niklas Landin ist mit seinen gerade mal 25 Jahren die Ausnahme. Alle anderen ‚Großen‘ haben ihr Ziel meist erst mit fast 30 Jahren erreicht“, sagt der gebürtige Bad Homburger.

Kurze Auszeit bei den Eltern

Derzeit ist er ein paar Tage auf Heimaturlaub, daheim bei den Eltern und Freunden. Fünf Wochen Lauf- und Krafttraining liegen schon hinter ihm. Jetzt gibt es eine kurze Pause, ehe Trainer Alonso an den Feinschliff geht. Ende August geht die neue Runde los. Mit einem Auswärtsspiel in Schwerin. „Da haben wir letztes Jahr aufgehört. Jetzt fangen wir bei denen wieder an“, grinst Dominik.

Seine Ausbildung als Immobilien-Kaufmann läuft ebenfalls super. Im August hat er das erste Ausbildungsjahr hinter sich. Insgesamt sind es drei Lehrjahre, „aber mal sehen, ob ich verkürzen darf“, sagt er. Also auch hier hat sich der junge Sportler Ziele gesetzt.

Wir wünschen ihm auf seinem Weg alles erdenklich Gute, werden ihn weiter begleiten und mit Sicherheit auch zukünftig viele interessante Dinge über ihn zu berichten wissen.
Die Bilder haben uns Dominik und Victoria Weihs zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank.

 

 

 

 

Seit Sonntag laufen die siebten Schönbusch Open, powered by Brandt & Partner GmbH, und der Wettergott meinte es die ersten Tage gut mit den Spielerinnen. Bis zum Dienstag war bestes Tenniswetter angesagt und der Zeitplan konnte ohne Verzögerungen eingehalten werden.

Am Mittwoch allerdings brachte der Regen alles durcheinander. Es ging gar nichts mehr und so sehr sich auch Platzwart Walter Pfarrer,  die Ballkinder und die freiwilligen Helfer anstrengten – es ging bis 16.30 Uhr nichts. Danach war wenigstens ein Court bespielbar und Anne Schäfer (Deutschland) und Dia Evtimova (Bulgarien) konnten auf diesem ihr Match austragen. Der Bulgarin kam das nasskalte Wetter entgegen, sie fand schnell ins Spiel und brachte Anne Schäfer immer wieder in Bedrängnis. Die 27-jährige Deutsche hingegen haderte mit sich und den Bedingungen und musste sich schnell mit 2:6, 0:6 geschlagen geben.

Anschließend öffnete Petrus erneut seine Schleusen, so dass die Verantwortlichen für den Donnerstag insgesamt 18 Begegnungen ansetzen mussten. Das interessanteste Match war wohl das von Carina Witthöft. Die an Nummer eins gesetzte Spielerin musste hart arbeiten, ehe sie weiter kam. Ihre Gegnerin Valeria Savinykh aus Russland holte sich den ersten Satz (6:2), ehe Witthöft die beiden nächsten Sätze nach großem Kampf mit 6:3 und 6:4 für sich entschied. Am Nachmittag musste Carina Witthöft erneut antreten, traf mit Irina Khromacheva auf die nächste Russin. Diese Partie gewann sie mit 7:6, 6:2 und zog damit ins Viertelfinale ein.

Doppel-Halbfinale

Doppel wurde auch gespielt und hier zog das japanische Team Rika Fujiwara und Yuuki Tanaka ins Halbfinale ein. Die beiden bezwangen zunächst das türkische Geschwisterpaar Hulya und Lutfiye Esen mit 6:2, 7:5, ehe sie Olga Ianchuk (UKR) /Natalja Kostic (SRB) mit 6:3, 6:1 aus dem Wettbewerb kegelten. Die weiteren Halbfinalteilnehmer werden am heutigen Freitag ausgespielt, unter anderem trifft das deutsche Doppel Julia Wachazcyk / Nina Zander auf Luisa Marie Huber (GER) / Natalia Siedliska (POL).

Karl-Heinz Unkelbach, Geschäftsführer bei Brandt & Partner GmbH, war bisher begeistert von der Vorstellung der Spielerinnen. „Die Mädels zeigen Tennis auf hohem Niveau und es ist eine Freude zuzuschauen. Ich hoffe, dass es der Wettergott am Wochenende gut mit uns meint, damit der Turnierbetrieb reibungslos über die Bühne gehen kann. Ich freue mich schon jetzt auf die Finales, denn hier wird sicherlich Tennis vom Feinsten gezeigt.“

Unser “Wasser-Bild”, das uns freundlicherweise vom TC Schönbusch zur Verfügung gestellt wurde, zeigt Platzwart Walter Pfarrer bei der Arbeit.

Ein Besuch im Camp-David Store in der „Herschelgass“ in Aschaffenburg ist immer wieder ein Erlebnis. Selbst für mich als Frau 🙂 Obwohl ich hier leider „nur“ für meinen Partner etwas zum Anziehen finde, gelingt es Holger Schadt und seinem Team immer wieder, alle Besucher angenehm zu überraschen.

So geschehen am vergangenen Samstag (22. März). James Greer, talentierter amerikanischer Songwriter mit einer großen Leidenschaft für akustische Folksongs, war im Camp-David Store zu Gast und unterhielt die Kundschaft mit tollen Liedern. Holger und er kennen sich schon länger, so dass es für James selbstverständlich war, bei seinem Freund im Laden vorbeizuschauen und die Kunden mit seiner Gitarre und seinem Gesang zu unterhalten. Viele freuten sich, den sympathischen Künstler wieder zu sehen, denn er war bereits zum zweiten Mal Gast bei Holger.

Für die kommenden Monate hat der Unternehmer noch einige Überraschungen parat. Er freut sich schon, seinen Kunden die neue sportive Schuhkollektion von Camp David vorzustellen (ab dem 28. März). Für Mai ist ein Abendverkauf für registrierte Stammkunden geplant. Der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Crew wird natürlich auch am verkaufsoffenen Sonntag am 27. April und bei der langen Einkaufsnacht (bis 24 Uhr) am 05. Juli wieder allen Kunden und denen, die es noch werden wollen, mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Weitere Infos unter: Holger Schadt CAMP DAVID Store, Herstallstraße 8, 63739 Aschaffenburg. Telefon: +49.6021.5856125 (Store) / +49.6021.6254803 (Büro)

Tanzen ist ihr Leben und dafür ist ihr nichts zuviel. Die Friseurmeisterin Eva-Maria Kaupp kam durch ihre Mama zum Tanzen. „Sie hat mich mit fünf Jahren in die Jazztanz-Werkstatt gebracht. Ja- und dann ging alles so seinen Weg“, erzählt sie und strahlt dabei. Ihr ist anzusehen, dass sie voll hinter ihrem Hobby steht und ganz darin aufgeht. Doch ganz so einfach ist es nicht, Hobby und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Mit gerade einmal 18 Jahren wechselte Eva ins Trainergeschäft und coacht seit über drei Jahren die Tanzgruppe „Hot Chocolate“ im Jazztanzclub im TV Großostheim – und das mit großem Erfolg. Meisterschaften, Vizemeisterschaften und dritte Plätze reihen sich aneinander. Die Mädchen von Hot Chocolate sind zwischen 14 und 15 Jahre alt und Eva macht es viel Spaß, mit ihnen zu arbeiten. Dreimal die Woche fährt sie daher von ihrem Wohnort Goldbach nach Großostheim, trainiert dort für cirka zwei Stunden und dann geht es wieder heim. Dazwischen liegen viele Friseurtermine, denn ihren Lebensunterhalt muss sie ja auch finanzieren. Und dann gibt es noch ihren Freund Marco. Dieser hat viel Verständnis für das zeitaufwendige Hobby seiner Freundin. „Marco unterstützt mich, wo er nur kann. Sonst ginge das gar nicht“, sagt die 25-Jährige.

Ein Tanz – vier Wertungsgebiete

Trainiert werden die vier Wertungsgebiete Präsentation, Technik, Musikalität und Choreographie. Diese stellt Eva zusammen, lässt hier ihrer Fantasie freien Lauf.  Von August bis zur nächsten Saison, so um Februar, März herum, hat sie Zeit, eine neue Choreographie einzustudieren. Bis dahin muss alles passen, jeder Schritt sitzen. „In den 70er- oder 80er Jahren war Jazztanz viel Bodenarbeit. Mittlerweile wurde das klassische Ballett etwas ins Moderne gezogen“, erklärt Eva. Eine tolle Sache war die Qualifikation ihrer Mädels für die Weltmeisterschaft im Dezember 2013 in Polen. Bereits zum zwölften Mal konnte der Jazztanzclub im TV Großostheim seinen Nachwuchs zu nationalen bzw. internationalen Jugend-Turnieren schicken. Unter der Leitung von Eva dominieren die Jugendlichen teilweise die Qualifikations-Turniere und auch bei der WM in Polen gab es am Ende nur glückliche Gesichter. „Wir waren immer im guten Mittelfeld. Das war gut für uns, denn gerade die Ostblockstaaten und/oder USA hatten hier ganz eindeutig die Nase vorn“, war Eva sehr zufrieden mit der Leistung ihrer Mädels.

Abenteuer WM

Bis es soweit war, lag ein Abenteuer der besonderen Art vor ihnen. „Unser Ziel war in der Nähe der masurischen Seenplatte. Wir flogen von Frankfurt nach Warschau und von dort aus ging es vier Stunden mit dem Bus weiter. Es war tiefstes Hinterland, in dem die WM stattfand“, erzählt Eva. Aber den Teilnehmerinnen und ihren Begleitpersonen gefiel es gut und die Stimmung war super. Cirka 30 Nationen nahmen an dieser Weltmeisterschaft teil. Am Ende nahmen alle „Reisenden“ viele neue Eindrücke mit nach Hause.

Aber nicht nur als Trainerin hat die selbstständige Friseurmeisterin viel Erfolg. Mit ihrer Gruppe „New Dance Company“ , in der sie selbst tanzt,  hat Eva jüngst in der zweiten Bundesliga den zweiten Platz erreicht. Was so spielerisch ausschaut, ist harte Arbeit. Doch Eva geht voll darin auf und wenn sie vom Tanzen erzählt, dann strahlt sie über das ganze Gesicht und die Freude an ihrem Hobby ist geradezu ansteckend. Vor ein paar Tagen kam sie von einem Dance Camp zurück. „Wir waren im Saarland zu einem Trainings- und Turniervorbereitungs-Camp. Es war zwar anstrengend, aber es hat uns viel weiter geholfen.“ Kaum angekommen, ging es am nächsten Tag zu einem Turnier nach Mörfelden-Walldorf.  „Hot Chocolate“ und „Closh“ sahnten hier kräftig ab und belegten die Plätze eins und zwei.  Nach getaner Arbeit ging es für Eva Richtung Goldbach, ehe am Montagfrüh ein neuer Arbeitstag begann und danach wieder Training auf dem Plan stand…

Wir wünschen Eva weiterhin alles Gute und viel Erfolg und dass sie ihre Freude am Tanzen noch ganz lange dem Nachwuchs so gut vermitteln kann wie bisher.

Freundlicherweise hat uns Eva ein paar Bilder zur Verfügung gestellt, die wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollen.