Liebe Leserinnnen, liebe Leser.

Die männliche Handball-A-Jugend der TVG-Junioren-Akademie darf sich – zwei Spieltage vor dem offiziellen Rundenende – bereits bayerischer Meister nennen. In der A-Jugend Bayernliga liegen die Jungs der Trainer Slava Lochman/Robert Schneider nach dem 43:30-Kantersieg vergangene Woche gegen den VfL Günzburg uneinholbar auf Platz eins der Tabelle und die Meisterschaft ist ihnen nicht mehr zu nehmen.

Am kommenden Samstag, den 18. März, um 14 Uhr geht es in der HS Arena im Sportpark in Großwallstadt gegen den SV Anzing. Das ist das letzte Heimspiel der A-Jugend in dieser Saison. „Wir wollen deshalb unseren Meistertitel im letzten Heimspiel der Runde gebührend feiern und würden uns über sehr viele Zuschauer und eine volle Halle freuen“, sagt Jan-Steffen Minerva, Sportdirektor der Junioren-Akademie und Torhüter der ersten Mannschaft des TVG. Und weiter sagt er: „Wir freuen uns über jeden der kommt und es ist natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt.“

28:4 Punkte weist die Tabelle nach 16 Spielen für die TVG-Jugend auf. Bisher gab es lediglich zwei Niederlagen zu verzeichnen – und das soll, geht es nach dem Willen von Jan-Steffen Minerva, auch so bleiben. „Die Jungs trainieren gut, zeigen Einsatz und Willen und haben sich den Meistertitel verdient.“

Wir gratulieren der Mannschaft und wünschen ihr in den letzten Spielen viel Erfolg!

 

 

Das Bild haben uns die TVG-Junioren zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, hat sich der TV Kirchzell zuletzt erneut einen Sieg geholt. Und der Mann des Abends war Torhüter Tobias Jörg. Beim 26:23-Erfolg gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II hatte er über 20 Paraden. Aber egal, wie stark die Gegenspieler auf dem Parkett agierten – der Matchwinner war Tobias Jörg. Erwischte er vergangene Woche schon einen absoluten Sahnetag, toppte er diese Leistung zuletzt noch einmal. Was er alles hielt, ging nicht auf die viel zitierte „Kuhhaut“. Egal, ob aus der Spielsituation heraus oder im Gegenstoß. An Tobi Jörg war kaum ein Vorbeikommen. So sagte auch nach der Partie TVK-Trainer Andi Kunz: „Dass wir das Spiel so drehen, war auch der Torhüterleistung geschuldet. Während die HSG-Torhüter nach hintenraus ein paar Körner gelassen haben, ist unser Torhüter über sich hinaus gewachsen. Wir hatten 60 Minuten eine überragende Torhüterleistung, die HSG 40.“

Beide Mannschaften mussten ersatzgeschwächt antreten, wobei bei den Hausherren Nico Polixenidis und Michael Meyer-Ricks fehlten. Der Druck beider Mannschaften war von Beginn an groß, so dass es ein nervöser und fahriger Start auf beiden Seiten war. 
 
Die ersten Minuten waren ein „Fahrkarten-Festival“ und auch während der gesamten Spielzeit vergaben die Teams viele Chancen. Der erste Treffer fiel erst in der vierten Spielminute (0:1) und in der elften Minute stand es 3:0 für die Gäste. Die Hausherren konnten ihr erstes Tor erst in der zwölften Minute unterbringen! So eine schlechte Ausbeute gab es selten zu sehen. Danach kam die Tormaschinerie auf Touren und in der 14. Minute stand es 4:5. Die technisch gut ausgebildeten Gäste zogen auf 7:4 davon. Doch der TVK glich in der 23. Minute zum 8:8 aus. Bis dato war schon zu sehen, dass es ohne TVK-Schlussmann Tobias Jörg düster aussehen würden. Er hielt unglaublich und verhinderte ein Davonziehen der HSG. Seine Vorderleute hingegen verwarfen immer wieder beste Einwurfmöglichkeiten und so ging es mit 10:13 in die Kabinen.
 
Starke zweite Hälfte
 
Egal, was der Coach seiner Mannschaft in der Pause ins Ohr flüsterte, es fruchtete. Der TVK kam hochmotiviert aus der Kabine und David und Schnellbacher verkürzten schnell auf 12:13. Zwar konnte der Gast noch einmal auf einen zwei-Tore-Vorsprung erhöhen (12:14). Doch danach war Schluss mit lustig. Innerhalb weniger Minuten drehte der TVK das Ergebnis zur ersten Führung überhaupt (17:16). Beim 17:17 nahm die HSG die Auszeit, versuchte es mit einem Torhüterwechsel. Zwei schnelle Treffer von Schnellbacher und zwei Tore von Häufglöckner sorgten für das 21:17 (52.). Wieder nahmen die Gäste die Auszeit. Doch die TVK-Deckung zwang den jetzt verunsicherten Gegner nun immer mehr zu Fehlern. Das Momentum, das jetzt auf der TVK-Seite war, nutzte dieser geschickt aus und erlaubte den Gästen ihren 18. Treffer erst nach elf Minuten – und das, trotz zweier Auszeiten. Mit der tollen Unterstützung ihrer Fans schauten die Kirchzeller nicht mehr nach links, nicht mehr nach rechts. Sie nutzten ihre Chancen und wenn sich doch noch einmal einen Unachtsamkeit einschlich, dann war da ja noch Tobias Jörg! Beim 26:20 (59.) gingen die TVK-Fans schon zum Jubeln über. Die HSG brachte zwar noch drei Treffer im gegnerischen Tor unter, doch das war nur noch Ergebniskosmetik.
 
Ein sehr zufriedener Andi Kunz meinte: „Es waren zwei Teams auf Augenhöhe, die gut aufeinander eingestellt waren. Wir haben nach nervösem Beginn sehr diszipliniert gespielt und es ist einfach grandios, wenn du daheim so ein Spiel drehst. Das spricht für das Kollektiv.“
Mit 19:27 Punkten hat sich der TVK auf Platz zehn vorgearbeitet und dabei Friesenheim-Hochdorf und Mundenheim (17:29) hinter sich gelassen. Dutenhofen liegt knapp mit 20:26 Punkten auf Platz neun. Es bleibt wohl eng bis zum Schluss. 
 
Diesten Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo gelesen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die HSG Hanau konnte in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, das Spitzenspiel gegen den TuS Ferndorf gewinnen. Auch der TV Gelnhausen gewann in Friesenheim-Hochdorf und bleibt am Spitzenduo dran.

 

HSG Hanau siegt im Spitzenspiel gegen Ferndorf

Die HSG Hanau hat mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung Top-Duell für sich entschieden. Gegen den TuS Ferndorf triumphierte die Mannschaft von Trainer Hannes Geist mit 28:24 (16:12) hochverdient auf und baute damit den Vorsprung auf den direkten Konkurrenten um die Meisterschaft in der Südwest-Staffel auf vier Punkte aus. Der Heimerfolg vor großartiger Kulisse war der 13. Sieg in Serie für die Mannen um Kapitän Jannik Ruppert. Das HSG-Team ist bereits seit dem letzten Spieltag sicher für die Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga qualifiziert.

„Ich bin absolut geplättet darüber, was Hanau für eine Kulisse für ein Spitzenspiel schaffen kann. Ich will mich bei allen Zuschauern bedanken, die das möglich gemacht und die Mannschaft getragen haben“, freute sich Geist nach dem Ende der Partie. „Es war diese Woche natürlich mit der Spielverlegung eine komische Situation für uns, aber die Jungs haben absolut den Schalter umgelegt und sich auch im Training herausragend vorbereitet.“

Eigentlich hätte die Partie schon vor acht Tagen stattfinden sollen, musste dann aber aufgrund zahlreicher Erkrankungen in den Reihen des TuS um eine knappe Woche verschoben werden. Die Nachwehen dieser Krankheitswelle machten sich bei den Ferndorfern noch immer bemerkbar. So reiste die Mannschaft von Trainer Robert Andersson nicht mit voller Kapelle in der Grimmstadt an. Aber auch auf Seiten der HSG musste Geist gleich auf zwei seiner Kreisläufer verzichten: Nils Schröder und Dziugas Jusys fallen beide weiterhin mit einem Nasenbeinbruch aus.

Vor 1100 Zuschauern in der randvollen Main-Kinzig-Halle entwickelte sich dennoch ein hochklassiges Handballspiel. Hanau schaffte es in der Anfangsphase noch nicht die Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor zu entwickeln, wodurch die Gäste zunächst beim 1:0 von Alexander Reimann (2. Minute) in Führung gingen. Doch die HSG fand in der Folge immer besser in die Partie.

Luca Braun zog mit einer starken Ballbehauptung den Strafwurf und die Zeitstrafe gegen Fabian Hecker. Für den fälligen Siebenmeterwurf trat Max Bergold an die Linie und verwandelte gegen Lucas Puhl sicher. Mit insgesamt elf Treffern, davon acht per Siebenmeter, war der nervenstarke Linksaußen wieder eine tragende Säule seines Teams. „Wie auch schon im Hinspiel hat meine Mannschaft eine herausragende Leistung abgeliefert“, meinte Geist später. „Wir haben absolut verdient gewonnen.“

Doch auch in der eigenen Abwehr blieb Hanau hellwach. Wie bereits im Hinspiel hatte die HSG den besten Angriff der Staffel gut im Griff. Aggressives Defensivverhalten im starken Mittelblock um Marc Strohl, gepaart mit schnellem Gegenstoßspiel brachte der Geist-Sieben erneut den Erfolg. Als Knackpunkt der Partie erschien aber die letzte Minute der ersten Halbzeit. Bergold traf per Siebenmeter zum 14:12, ehe TuS-Trainer Andersson seine grüne Karte auf den Zeitnehmertisch legte. Die Auszeit der Gäste verpuffte aber komplett, denn in der Folge verteidigte Hanau in Überzahl konsequent und HSG-Kapitän Ruppert traf aus der eigenen Hälfte in das leere Tor – 15:12. Den darauffolgenden Wurf der Gäste parierte Can Adanir im Kasten sicher. Mit der Pausensirene baute Braun den Vorsprung auf vier Tore aus.

Ferndorf kommt in der zweiten Hälfte nicht mehr heran

Wer auf Seiten der Gäste dachte, dass sich Hanau eine ähnliche Schwächephase wie im Hinspiel erlauben würde, der wurde diesmal enttäuscht. Ritter, Bergold & Co. blieben weiter konsequent, konnten sich im Tor auf Adanir verlassen und bauten so mit dem 20:14 den Vorsprung weiter aus. Das Spielglück, welches den Hanauern im vergangenen Jahr noch gefehlt hatte, zeigte sich diesmal ganz auf Seiten der jungen Mannschaft, die weiterhin eine ihrer besten Saisonleistungen zeigte.

Kurz vor dem Beginn der letzten Viertelstunde stellte Hanau die Weichen gänzlich auf Sieg. Überschattet wurde die Schlussphase noch von einer Blessur bei Braun, der sich nach seinem Treffer zum 28:22 (55.) an der Hand verletzte und bei Spielende direkt ins Krankenhaus gebracht wurde. Später am Abend kam dann die Entwarnung: Nur ein ausgekugelter Finger und kein Bruch. Auch hier hatte die HSG Hanau also das Glück auf ihrer Seite und kann sich mit erhobenem Haupt weiterhin Tabellenführer nennen.

 

 

Mit letztem Aufgebot und Nerven aus Stahl

Mit dem nahezu allerletzten Aufgebot entscheidet der TV Gelnhausen einen Nervenkrimi für sich und gewinnt das Nachholspiel bei der mHSG Friesenheim-Hochdorf mit 31:30 (18:15). Damit haben die Barbarossastädter die Tür zur Pokalrunde weit aufgestoßen. Mit 30:14 Punkten kletterte der TVG wieder auf Rang drei und hat bei noch vier ausbleibenden Spielen fünf Punkte Vorsprung auf den Fünftplatzierten VfL Gummersbach II.

„Das war ein sehr schweres Spiel unter sehr schwierigen Vorzeichen. In einer wahnsinnig kampfbetonten Partie haben wir Biss gezeigt und am Ende clever gespielt“, sagte ein noch voll Adrenalin steckender Matthias Geiger unmittelbar nach der Partie. Der TVG-Coach war sichtlich stolz auf das Zusammenspiel aller Beteiligten an diesem Abend. „Ob Torhüter, Feldspieler, Bank, Betreuer, medizinische Abteilung, die Fans, die verletzten Spieler. Alle, wirklich alle, haben ihren Anteil an diesem Erfolg.“

Geiger war anzumerken, wie sehr die 60 Spielminuten zuvor ihn beansprucht hatten. In einem wilden Spiel hatte der TV Gelnhausen die Vorentscheidung mehrfach in der Hand, doch der Gastgeber kam immer wieder zurück ins Spiel. Und so musste bis zur allerletzten Sekunde gezittert werden, bevor der Sieg in trockenen Tüchern war. Anschließend kannte der Jubel der völlig verausgabten Gelnhäuser keine Grenzen mehr.

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als gut. Gerade einmal zwölf Spieler standen auf dem Spielberichtsbogen. Darunter Benjamin Wörner und Fynn Hilb, die unter der Woche nicht trainieren konnten, aber auf die Zähne bissen und letztlich eine tolle Vorstellung abgeben sollten. Ebenfalls auf der Bank mit dabei war Felix Reinhardt, der, obwohl noch nicht wirklich einsatzfähig, sich für den absoluten Notfall trotzdem zur Verfügung stellte. „Eine überragende Geste ans Team“, wie Geiger betonte.   

Als sich dann auch noch Jonathan Malolepszy eine Viertelstunde vor Schluss an der Schulter verletzt hatte und nicht mehr weiterspielen konnte, blieben für die Crunchtime nur noch sieben wirklich gesunde Spieler übrig. Denn Keeper Alex Bechert bekam im ersten Durchgang gleich zweimal den Ball an den Kopf und musste immer wieder behandelt werden. Ob Malolepszy in den kommenden Partien eingesetzt werden kann, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

Durch geschickte Personalrocharden balancierte Geiger sein Team punktgenau durch das enorm kräftezehrende Spiel. Abwehrchef Nils Bergau musste häufiger im Angriff auf der halblinken Seite ran, dort wo normalerweise Jannik Geisler, Henrik Müller, Philipp Schenk oder Michel Hemmer agieren sollten, die allesamt fehlten, ebenso wie Lasse Georgi und Silas Altwein. „Nils hat seine Sache im Angriff sehr gut gemacht. Aber sein Einsatz dort kostete ihn natürlich Kraft für sein Abwehrspiel. Um das aufzufangen, mussten wir viel hin- und herschieben“, sagte Geiger.

Der Coach wechselte daher bei Abwehr- und Angriffssituationen und unternahm zum Teil sogar Doppelwechsel. Da Malolepszy noch Pausen benötigt, setzte Geiger phasenweise die beiden Kreisläufer Max Bechert und Thorben Fehl gemeinsam in der Abwehr ein. „Daraus resultierend mussten wir wiederum unsere schnelle Mitte anpassen. Das hat Yannik Mocken übernommen, der dort eine sehr reife Leistung gezeigt hat“, erklärte Geiger den Matchplan, der am Ende perfekt aufgehen sollte.

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Zwei Spiele stehen am Samstag in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West an.

Der TV Kirchzell empfängt die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II und Gelnhausen muss in Friesenheim-Hochdorf II antreten.

 

Mit einer starken geschlossenen Mannschaftsleistung holte sich der TV Kirchzell vergangene Woche im Spiel um den Klassenerhalt gegen Friesenheim-Hochdorf zwei immens wichtige Punkte. Die Vorstellung der Spieler des Trainerduos Kunz/Hauptmann war kein Vergleich zu der gegen die DJK Waldbüttelbrunn. Es hatte den Anschein, dass nun jeder wusste, was die Stunde geschlagen hat. 
 
Jetzt müssen die Kirchzeller aber auch in den verbleibenden Spielen – gegen Dutenhofen/Münchholzhausen II, Dansenberg, Nieder-Roden und Gelnhausen – genau diese Leistung abrufen, um in der Liga zu bleiben. 
Am Tabellenende sind die Mannschaften, die um den Ligaverbleib kämpfen, alle sehr eng zusammengerückt, so dass sich eine Entscheidung wohl erst am letzten Spieltag herauskristallisieren wird. Das heißt für den TVK: der Druck wird bleiben und zwar bis zum Schluss. 
 
Situation ist wie sie ist
 
„Unsere Situation ist jetzt so wie sie ist. Doch wir brauchen davor keine Angst zu haben, sondern müssen sie so annehmen, wie sie ist. Wir müssen die Duelle mit den direkten Konkurrenten annehmen und zu unseren Gunsten ausfechten“, so TVK-Trainer Andi Kunz. Ihm hat gefallen, was er vergangene Woche vor  begeistert mitgehenden Zuschauern gesehen hat und so soll es weitergehen. „Die Gründe für unseren derzeitigen Tabellenstand sind sicher auch mit in den Verletzungen, die wir hatten, zu suchen. Doch jetzt geht es um die Wurst und wir haben gesehen, dass wir mit Druck umgehen können. Das müssen wir wieder unter Beweis stellen“, meint der Coach.
 
Mit dem kommenden Gegner HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II stellt sich eine Mannschaft in Kirchzell vor, die jeden Fehler gnadenlos bestraft und  individuelle Qualitäten mit bringt. HSG-Trainer Klimpke kann sich auf seine zuverlässigen Kräfte wie Malvin Werth und Maduwuike Okpara am Kreis, Lukas Gümbel, Jonas Müller oder Tim Lauer im Rückraum oder Rechtsaußen Timo Rüdiger verlassen. Letztgenannter hat vergangene Woche gegen Waldbüttelbrunn sage und schreibe 14 Tore erzielt. Daher braucht der TVK ein gutes Rückzugsverhalten und muss tunlichst Fehler vermeiden. Diese münzt die HSG bekanntlich sehr gerne in Kontertore um. 
 
Der Gegner wird mit einer stabilen 6-0-Deckung agieren, versucht es aber ab und an auch mit einer 5-1-Deckung. Daher wird Andi Kunz sein Team erneut sehr akribisch auf den Gegner vorbereiten.
 
Der ehemalige National- und Bundesligaspieler weiß aber auch: „Wenn du auf dem Spielfeld stehst, ist es egal, ob es um den Europapokal, die Meisterschaft oder den Klassenerhalt geht. Du willst einfach gewinnen, egal, wer dein Gegenspieler ist. Wir müssen diese Aufgabe lösen, haben gezeigt, dass wir mit Druck umgehen können und das müssen wir wieder unter Beweis stellen. Ich denke, dass diese Partie für unsere Fans sicher wieder sehr interessant werden wird. Daher setzen wir erneut auf ihre Unterstützung und hoffen auf viele Zuschauer.“ 
 
 

TV Gelnhausen reist ersatzgeschwächt nach Hochdorf

Der Kampf um den Einzug in die Pokalrunde in der Süd-West geht in die entscheidende Phase. Und ausgerechnet vor den richtungsweisenden Wochen geht der TV Gelnhausen personell auf dem Zahnfleisch. Nachdem bereits in der Vorwoche das Spiel bei der Bundesligareserve des VfL Gummersbach aufgrund zu vieler verletztr Spieler abgesagt werden musste, hat sich die Situation mit Blickrichtung auf das Spiel am Samstag bei der HSG Friesenheim-Hochdorf II nur leicht verbessert.

Zu den Langzeitverletzten Henrik Müller, Michael Hemmer und Philipp Schenk gesellte sich nun auch Lasse Georgi hinzu, der aufgrund von Knieproblemen diese Saison wohl nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Auch Silas Altwein muss definitiv passen ebenso wie Jannik Geisler. Hinter dem Einsatz von Benjamin Wörner und Tim Altscher steht ein großes Fragezeichen.

„Ich hoffe, dass die beiden zum Ende der Woche wieder ins Training zurückkehren können“, sagt TVG-Trainer Matthias Geiger. „Personell sieht es allerdings nicht viel besser aus als in der Vorwoche.“ Immerhin dürften die angeschlagenen Felix Reinhardt und Max Bechert wieder in Vollbesitz ihrer Kräfte sein.  

Personell arg gebeutelt wird also eine Gelnhäuser Rumpfmannschaft die Reise nach Hochdorf antreten, wohlwissend, dass auf sie eine echte Herausforderung wartet. Schließlich steht für den abstiegsbedrohten Gastgeber viel auf dem Spiel. Die ohnehin heimstarke HSG Friesenheim-Hochdorf II wird gegen dezimierte Barbarossastädter alles in die Waagschale werfen, um zwei Punkte zu verbuchen.

Mit 17:27 Zählern liegen sie punktgleich mit dem TV Kirchzell und dem VTV Mundenheim 1883 auf Rang zehn. 14 Punkte konnte die HSG Friesenheim-Hochdorf II in eigner Halle bereits holen. „Sie haben nichts zu verschenken. Überhaupt steht für beide Mannschaften viel auf dem Spiel. Wir bereiten uns auf ein heißes Duell vor“, sagt Geiger.

 

 

Unser Bild zeigt TVK-Torhüter Tobias Jörg und Kreisläufer Leon David beim Jubeln.

Den Artikel über Kirchzell habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, steigt das Spitzenspiel am Freitag zwischen dem Tabellenführer HSG Hanau und dem Zweiten TuS Ferndorf. Auf diese Begegnung haben beide Mannschaften hingefiebert. Die Partie musste bereits um eine Woche verschoben werden, denn zahlreiche Krankheitsfälle auf Seiten des TuS machten eine Reise nach Südhessen unmöglich. Morgen ist es also soweit.

Beide Mannschaften sind bereits für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Das Duell am Freitagabend könnte aber bereits etwas Aufschluss darüber geben, ob das Rennen um den Staffelsieg weiter offen bleibt. Momentan liegen die Grimmstädter in der Tabelle zwei Punkte vor dem TuS. Die Hanauer Verantwortlichen rechnen mit einer randvollen Main-Kinzig-Halle. Über die Homepage des Vereins sind noch wenige Stehplatzkarten verfügbar und am Spieltag wird es ein kleineres Kontigent an der Abendkasse geben.

„Wir freuen uns unglaublich auf dieses echte Spitzenspiel“, so Geist unter der Woche im Training. „Die Jungs bereiten sich intensiv darauf vor und wir wollen am Freitag unsere bestmögliche Leistung auf die Platte bringen.“

Mit dem TuS Ferndorf trifft die HSG Hanau auf einen Gegner, mit dem man in der Hinrunde ungute Erfahrungen gemacht hat. So hielten Ritter, Bergold & Co. beim Aufeinandertreffen im November in Ferndorf über weitere Strecken eine Führung, gaben das Spiel dann aber doch noch in den letzten zehn Minuten aus der Hand und unterlagen mit 24:25. Dass die Karten vor dem anstehenden Duell aber neu gemischt wurden, beweist die aktuelle Serie der HSG Hanau, denn seit der Niederlage am 5. November in Ferndorf, hat die Geist-Sieben nicht mehr verloren. Zwölf Siege in Serie sprechen eine eindeutige Sprache.

Gegner ist individuell stark besetzt

„Wir treffen auf einen Gegner, der individuell sehr stark besetzt ist“, so Geist. „Auf vielen Positionen sogar zwei- oder dreifach.“ Ferndorf mache zudem die Erfahrung in deren Reihen brandgefährlich. „Das ist eine Mannschaft, die es gewohnt ist mit Drucksituationen umzugehen und vor großen Kulissen aufzulaufen. Da kommt viel Arbeit auf uns zu.“

Toptorschütze des TuS ist Marvin Mundus mit 128 Treffern, davon 50 per Siebenmeter. Sein Teamkollege auf der rechten Seite in Person Josip Eres steht ihm aber in Sachen Torgefährlichkeit in nichts nach. Am Freitagabend trifft diese beste Offensive der Staffel, auf eine der stärksten Defensiven in dieser Saison. „Dafür brauchen wir am Freitag wieder eine gute, flexible Abwehr, die beweglich auf den Beinen ist“, fordert Geist. Auch dieser stabilen Defensive heraus wollen die Grimmstädter dann wieder ihr Tempospiel aufziehen.

„Wir möchten Ferndorf genau die Räume aufzwingen, in denen wir sie gerne hätten“, gibt Geist einen Einblick in seinen Matchplan. „Dann heißt es volle Kraft voraus, um mit voller Power auf die einfachen Tore zu gehen. Mit dieser Schnelligkeit, den Emotionen und der Dynamik wollen wir auch unsere Zuschauer mitnehmen und die Partie zu einem Handballfest machen“, meint Geist. „Wir wollen uns wie immer auf unsere Leistung konzentrieren und hoffen auf ein richtig spannendes Spiel.“

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt gab heute die Vertragsverlängerung mit seinem Kapitän Florian Eisenträger bis zum Juni 2025 bekannt.

Der 31-jährige gebürtige Kleinwallstädter ist nach Moritz Klenk der nächste Linksaußen der dem Verein erhalten bleibt. Ievgen Zhuk hingegen wird den TVG zum Ende der Saison verlassen.

Mit dieser Personalentscheidung bindet der TVG den Kapitän der Mannschaft für weitere zwei Spielzeiten an seinen Heimatverein. Flo Eisenträger bekennt sich mit dieser Entscheidung einmal mehr für seine Treue zum Verein.

Ausgebildet an der TVG-Junioren Akademie e.V. hat der variabel einsetzbare Spieler direkt den Sprung in die Profimannschaft geschafft und identifiziert sich seitdem mit den Farben Blau-Weiß: „Ich freue mich auf die nächsten zwei weiteren Jahre beim TVG. Es ist schön, wenn man auch noch nach so langer Zeit das Vertrauen von der Vereinsführung geschenkt bekommt. Für mich war diese Vertragsverlängerung eine sehr einfache Entscheidung, da ich mich in der Mannschaft und dem Verein wohlfühle, mein Beruf mir Spaß macht und ich in dem Team und dem Drumherum noch viel Entwicklungspotenzial sehe.“

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz zeigt zur Personalie Eisenträger sehr froh: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass sich Flo entschieden hat, die nächsten zwei Jahre mit uns weiterzugehen. Als langjähriger Spieler und Leistungsträger der Mannschaft ist das ein wichtiges Zeichen nach außen. Flo hat in dieser Saison bis zu seiner Verletzung sehr gute Leistungen gezeigt und sich danach wieder toll zurückgekämpft und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt.“

Florian Eisenträger wurde am 9. Januar 1992 in Erlenbach am Main geboren. Mit fünf Jahren erlernte er das Handballspielen beim TV Kleinwallstadt, war dann in der JSG Wallstadt aktiv, bevor er sich 2007 der TVG-Junioren Akademie e.V. (damals Handballleistungszentrum) anschloss. Für die Jugendnationalmannschaft erzielte er in 38 Spielen 110 Tore. In der Saison 2010/11 lief er für den TV Kirchzell in Liga drei auf und seit Juli 2011 steht er beim TV Großwallstadt unter Vertrag.

 

Unser Bild, das uns der TVG zur Verfügung gestellt hat, zeigt Flo Eisenträger.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, spielte der TV Kirchzell groß auf und gewann hochverdient gegen Friesenheim-Hochdorf. Auch die HSG Rodgau Nieder-Roden gewann ihre Partie gegen Saarlouis.

 

 

Der TV Kirchzell kann Abstiegskampf. Anders lässt sich die bärenstarke Mannschaftsleistung gegen den Tabellennachbarn mHSG Friesenheim-Hochdorf beim 28:22 (12:9) nicht erklären. Spielte der TVK vergangene Woche gegen den bereits feststehenden Absteiger Waldbüttelbrunn blutleer auf, war die Mannschaft der Trainer Kunz/Hauptmann diesmal nicht wieder zu erkennen. Von Anfang an war zu sehen, dass die Hausherren dieses immens wichtige Spiel im Kampf um den Klassenerhalt gewinnen wollten. Jeder wusste, was die Stunde geschlagen hat mit einer tollen Unterstützung des Publikums wurden die Zähler 16 und 17 aufs Habenkonto gehievt. Damit sind beide Teams nun spiel- und punktgleich, wobei der Dritte im Bunde, Mundenheim, bei einem Spiel mehr 17:29 Zähler verzeichnet. Es bleibt also nach wie vor sehr spannend am Tabellenende.
 
Die Gäste kamen ohne ihren starken Rückraumspieler Max Neuhaus, der TVK spielte wieder mit Max Gläser. Vom Anpfiff weg schenkten sich beide Mannschaften nichts und die Partie war kampfbetont, hektisch und teilweise ruppig. Das belegen die insgesamt elf Zeitstrafen. Hinzu kamen noch zusammen 17 Siebenmeter. Davon versemmelte der TVK einen, die Gäste fünf. Das lag am überragend aufspielenden Tobias Jörg im TVK-Tor, der vier Strafwürfe entschärfte. Sein Kollege Joshua Löffelmann hielt einen.
 
Die Gastgeber zogen nach dem 1:1 schnell auf 3:1 und 6:2 (18.) davon. Hier mussten die Gäste bereits das erste Mal die Reißleine ziehen. Doch das störte die Odenwälder nicht. Sie gaben weiter Gas, standen sehr gut in der Defensive und waren variabel im Angriff. Da aber auch die Gäste eine gute Abwehr stellten, fielen zunächst wenig Tore. Tom Spieß erhöhte per Strafwurf auf 9:4, doch zwei schnelle Konter des Gegners ließ diese wieder herankommen. Nun nahm Andi Kunz seine Auszeit (24.). Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es etwas eng, denn die Gäste erzielten den Anschluss (10:9). Aber Kirchzell ließ sich nicht nervös machen, sondern Schnellbacher und der starke Häufglöckner stellten bis zum Pausenpfiff den alten Abstand wieder her und mit 12:9 ging es in die Kabinen.
 
Erstes Tor nach Wiederbeginn geht an Kirchzell
 
Nach Wiederbeginn ging das erste Tor gleich wieder an den TVK und die Kunz-Schützlinge spielten den Gegner klassisch aus, waren immer einen Schritt schneller und hatten in Tobias Jörg einen aufmerksamen Schlussmann. Beim 17:11 (40.) legte  Friesenheim-Hochdorf die grüne Karte. Doch der TVK hatte sich längst in einen Rausch gespielt und unter den Anfeuerungsrufen seiner Fans stand es in der 48. Minute 21:15. Andi Kunz nahm im Anschluss noch einmal eine Auszeit, wollte anscheinend sicher gehen, dass im Schlussviertel nichts mehr anbrannte. Seine Jungs hatten längst Lunte gerochen, spielten mit viel Selbstvertrauen und ließen dem Gegner nicht mehr viel Möglichkeiten. Am Ende war die Revanche fürs Hinspiel mit 28:22 geglückt und dieser Auftritt ließ auch den in Waldbüttelbrunn vergessen machen. mHSG-Trainer Schmiedt gratulierte Kirchzell zum verdienten Sieg und sagte: „Wir wollten unsere gute Leistung vom Mittwochspiel gegen Mundenheim bestätigen. Das ist uns nicht gelungen, denn wir waren zu oft einen Schritt zu spät. Hinzu kamen die vielen Zeitstrafen und die vielen verschossenen Siebenmeter. So kam eins zum anderen.“ Ein glücklicher Andi Kunz merkte an: „Ein großer Dank geht an die tolle Kulisse für die Unterstützung. Heute hat man gemerkt, dass jeder in der Halle wusste, um was es geht. Wir hatten nach dem Nackenschlag in Waldbüttelbrunn und der Niederlage vom Hinspiel etwas gut zu machen. Friesenheim ist ein gutes Team und wir haben gesehen, wie bei denen der Ball läuft. Aber jeder von uns hat seinen Teil dazu beigetragen, dass wir uns mannschaftlich geschlossen den wichtigen Sieg geholt haben.“
 
 
Baggerseepiraten segeln weiter auf der Erfolgswelle
 
Die HSG Rodgau Nieder-Roden setzt sich bei der HG Saarlouis mit 32:27 durch und festigt den „Pokalrunden-Platz“.
Durch diesen souveränen Erfolg bei der HG Saarlouis ist die HSG Rodgau Nieder-Roden nicht nur seit nunmehr sechs Spieltagen ungeschlagen, sondern haben auch zwei wichtige Zähler zum Erreichen der Pokalrunde eingefahren. Hierfür müssen die Schützlinge von Trainer Jan Redmann am Ende der Saison mindestens Rang vier belegen.
 
Die ambitionierten Gastgebern, die jahrelang fester Bestandteil der zweiten Liga waren und dorthin auch nur zu gerne wieder zurückkehren würden, zeigten die Jungs um Kapitän Marco Rhein eine rundum gelungene Vorstellung. „Wir waren von Beginn an voll da und haben gegen einen körperlich starken Gegner, der die letzten vier Partien nicht verloren hatte, gleich einen sehr guten Start hingelegt“, fasste der HSG-Coach die Anfangsphase der Begegnung zusammen. Nach elf Minuten lagen die Südhessen mit 6:3 in Front und zwangen die Hausherren schon zur ersten Auszeit. Danach kam Saarlouis zwar etwas besser ins Spiel, aber weil Keeper Rhein mal wieder der gewohnt starke Rückhalt war, konterten die „Redmänner“ den Anschlusstreffer der HG und setzten sich ihrerseits wieder auf 13:9 (21.) ab. Da in der Schlussphase der ersten Hälfte aber die Effizienz beim Torwurf etwas nachließ, verkürzten die Saarländer den Rückstand bis zur Halbzeitpause auf 13:14.
 
Nach dem Seitenwechsel gab es ein Duell auf Augenhöhe. Zunächst setzten sich die Rodgauer Torjäger auf 17:14 ab (34.), vier Minuten später mussten sie den 17:17-Ausgleich hinnehmen, und auch über eine erneute Drei-Tore-Führung konnten sie sich nicht lange freuen, da Saarlouis beim 23:23 (51.) abermals auf Remis stellte. „Auch in dieser Phase haben wir uns zu viele Fehlwürfe geleistet“, waren die insgesamt 20 Fahrkarten seines Teams an diesem Abend aber auch der einzig wirkliche Kritikpunkt von Jan Redmann.
 
Umso mehr freute sich der Rodgauer Coach, dass seine Jungs danach „sehr aufgeräumt und gefestigt“ agierten und durch ein Tor von Kreisläufer Florian Stenger sowie zwei Treffer von Rückraum-Kanonier Johannes von der Au auf 26:23 (54.) davonzogen und auch in der Schlussphase nichts mehr anbrennen ließen. „Wir haben über weite Strecken richtig abgezockt gespielt und auch in den engen Phasen nie die Nerven verloren“, lobte der Rodgauer Übungsleiter. Aus einem starken Kollektiv hob er die Rückraum-Akteure von der Au und Henning Schopper sowie den wieselflinken Simon Brandt hervor. Zudem bekamen auch die auf Außen wuselnden Youngster Ben Seidel und Nils Haus sowie den aus Philip Wunderlich und Niklas Geck bestehenden Abwehr-Mittelblock das Prädikat „Sehr gut“. Ein Sonderlob hatte Redmann für Torhüter Rhein parat, für den 20 Paraden notiert wurden.
 
 
 
Den Artikel über Kirchzell habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.
 
Das Bild zeigt TVK-Kapitän Nico Polixenidis!
 
 
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt wollte die Partie gegen die HSG Konstanz erfolgreich gestalten und am Bodensee keinesfalls baden gehen. Beim Wollen ist es geblieben. Mit 25:28 (11:14) verlor die Mannschaft von Trainer Slava Lochman und die HSG revanchierte sich für die hohe Hinspielniederlage vom vergangenen Oktober. Dabei waren die Chancen für die Gäste mehr als vorhanden, die Abwehr stand – aber, noch einmal, im Angriff tat sich der TVG sehr schwer und vergab viel zu viele Chancen. Hinzu kam ein Moritz Ebert im Tor, der über sich hinaus wuchs (20 Paraden). Aber auch Petros Boukovinas hatte 17 Paraden, hielt sein Team immer wieder im Spiel – und trotzdem gab es keine Punkte.
 
Der Reihe nach. Die Vorzeichen standen beim TVG nicht gut, denn mit Dino Corak fehlte eine „Bank“ am Kreis und Torhüter Jan-Steffen Minerva fehlt noch nach seiner Hand OP sowie Außen Görkem Bicer nach seiner schweren Knieverletzung. In Konstanz fehlte weiterhin Adrian Kammlodt, der im vergangenen Spiel einen Schlag auf die Rippen bekam. Thomas Rink verletzte sich unter der Woche am Sprunggelenk, Florian Eisenträger klagte zuletzt über Knieprobleme, Povilas Babarskas leidet noch immer unter Achillessehnen-Problemen und Kuno Schauer war die letzten Tage grippekrank. Alle stellten sich aber im Laufe des Spiels in den Dienst der Mannschaft. 
 
TVG-Trainer Slava Lochman fing zunächst mit Babarskas am Kreis und mit Zhuk auf Außen an. Im Rückraum spielten Wullenweber, Munzinger, Strakeljahn, Schauer, Bandlow und Stark wechselweise. Beide Mannschaften bevorzugten eine kompakte 6-0-Deckung und nach drei Minuten stand es 1:1. Doch zu diesem frühen Zeitpunkt war den Hausherren bereits anzumerken, dass sie sich unbedingt für die hohe 18:27-Hinspielniederlage revanchieren wollten. Sie spielten sehr konzentriert, erwischten einen guten Start, führten mit 5:3 und 9:5, während der TVG viel zu viele Chancen liegen ließ. Beide Torhüter zeichneten sich gleich zu Beginn mehrfach aus. HSG-Eigengewächs Moritz Ebert hielt sehr stark und der TVG konnte sich bei Petros Boukovinas bedanken, denn er hielt sein Team mit guten Paraden im Spiel. Die Gäste kämpften sich nach dem 6:10 heran, hatten beim 8:10 schon die Chance zum Anschluss. Doch es wurde vom Punkt vergeben und die HSG stockte auf 11:8 auf. Im Konstanzer Hexenkessel vergab der TVG weiter zu viele Chancen, unter anderem eine weitere zum möglichen Anschluss.
 
Beim 11:10 war es dann soweit. HSG-Trainer Lützelberger nahm die Auszeit, stoppte damit die TVG-Aufholjagd und der Ausgleich fiel nicht. Die HSG ließ sich von ihrem Publikum tragen und zog auf 13:10 (28.) davon. Mario Stark verkürzte, doch beim Pausenpfiff lagen die Gäste wieder mit drei Toren hinten (11:14). 
 
Mario Stark mit dem 12:14
 
Sofort nach Wiederbeginn gelang Mario Stark das 12:14. Der Zwei-Tore-Rückstand hielt nicht lange, denn die HSG erhöhte postwendend auf 15:12. Die Partie wurde nun hitziger und sehr kampfbetont. Der TVG stand gut in der Abwehr, doch im Angriff wollte es einfach nicht rund laufen. Die Konstanzer spielten sich in einen Flow und vor allem Torhüter Ebert wuchs über sich hinaus. Er brachte den gegnerischen Sturm zur Verzweiflung. Es war wie verhext. Doch Aufgeben war nicht drin. Immer wieder kämpften sich die Gäste dran und verkürzten von 19:23 auf 21:23 (54.). Wieder war alles offen.
 
Beim 24:21 waren noch sechs Minuten zu spielen und Slava Lochman nahm die Auszeit. Wullenweber sorgte mit dem 22:24 und 24:25 (57.) für Spannung pur. Der TVG schnupperte am Ausgleich, doch HSG-Torhüter Ebert war es, der die Halle mit seinen Paraden zum Kochen brachte. Die HSG zog einmal mehr davon und beim 28:24 hatte der TVG per Strafwurf die Chance zu verkürzen. Doch auch das klappte nicht. Luca Munzinger erzielte das 25:28, allerdings war dies nur noch Ergebniskosmetik.
 
TVG-Geschäftsführer Michael Spatz sagte im Anschluss an das Spiel: „Glückwunsch an Konstanz zum verdienten Sieg. Heute weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Wir wollten mit einem Sieg einen großen Schritt nach vorne machen. Mit so einer Leistung ist dies uns verdient nicht gelungen. Die Abwehr war noch in Ordnung. Aber mit einem Angriff der über 20 Fehlwürfe produziert, kann man kein Spiel gewinnen. Keiner ist heute an seine Leistungsgrenze gegangen.”
 
Nun ist erst einmal Länderspielpause bis zum 17. März. Dann wartet zuhause der Dessau-Rosslauer HV auf den TVG. 

 

Eine kleine Anmerkung von mir: Ein großes Lob an die @hsgkonstanz

Sie zeigte bei sportdeutschland.tv @handballdeutschland.tv eine unglaublich gute Präsenz – angefangen mit den Vorberichten zur Partie und den Interviews bis hin zur Pressekonferenz nach der Begegnung. Das war einfach klasse und sehr professionell!

Das Bild, das Finn Wullenweber zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Den Text habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, gibt es für das Wochenende zwei Spielverlegungen. Das Spiel Hanau – Ferndorf und die Begegnung Gummersbach II – Gelnhausen wurden aufgrund Verletzungen, Erkrankungen verlegt (wir berichteten).

Bleiben noch der TV Kirchzell, der Friesenheim-Hochdorf am Samstag empfängt und die HSG Rodgau Nieder-Roden, die in Saarlouis antritt.

Weitere Partien: HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – DJK Waldbüttelbrunn, VTV Mundenheim – TuS Dansenberg, HSG Pohlheim – TSG Haßloch.

 
Nach der herben Enttäuschung zuletzt bei der DJK Waldbüttelbrunn, bei der der TV Kirchzell im Kampf um den Klassenerhalt eine bittere Niederlage hinnehmen musste, war die Stimmung innerhalb der Mannschaft gedämpft. Jedem war klar, dass zwei enorm wichtige Punkte einfach liegen gelassen wurden. Die Kirchzeller um ihre Trainer Kunz/Hauptmann haben nun noch fünf Spiele Zeit, sich die nötigen Zähler für den Klassenerhalt zu holen. Die Zeit rennt also – und die Aufgaben werden nicht einfacher. Doch Coach Andi Kunz sagt: „Es bringt jetzt auch nichts, jede Woche unsere Situation zu erklären. Fakt ist, dass wir in Waldbüttelbrunn unbedingt hätten gewinnen müssen. Das haben wir nicht gemacht. Also müssen wir uns die Punkte woanders holen. Das wird schwer, aber es ist machbar.“
 
Am Samstag nehmen die Odenwälder einen neuen Anlauf. Diesmal ist der unmittelbare Tabellennachbar mHSG Friesenheim/Hochdorf II zu Gast. Der Gegner konnte sich in der Tabelle an Kirchzell auf den elften Platz vorbeischieben. Nach 20 Spielen stehen 15:25 Punkte an. Allerdings hatte die mHSG am Mittwochabend noch ein Nachholspiel gegen Mundenheim und das gewann sie mit 24:21. Damit hat Friesenheim in der Tabellen einen Sprung auf Platz zehn gemacht.
 
Andi Kunz ist das Hinspiel im vergangenen November noch gut in Erinnerung. „Das war damals so ein Spiel, wo von Anfang an bei uns nichts zusammen lief.“ Am Schluss setzte es eine hohe 26:37-Niederlage für den TVK. Das soll diesmal anders werden. „Wir brauchen aus den letzten fünf Spielen noch drei Siege, besser vier. Also fangen wir am Samstag damit an“, so Kunz. 
 
Nach Hochdorf warten auf Kirchzell noch daheim Dutenhofen/Münchholzhausen II, auswärts Dansenberg, daheim Nieder-Roden und auswärts Gelnhausen.
 
Doch jetzt liegt der Fokus erst einmal auf dem kommenden Gegner. Die Mannschaft von Trainer Gabriel Schmiedt verfügt über junge, gut ausgebildete Spieler, die einen schnellen Ball spielen. Einen „technisch sauberen“ Handball spielt vor allem Rückraumspieler Max Neuhaus, der dem TVK bereits im Hinspiel das Leben schwer gemacht hat. Allerdings fehlte er die letzten zwei Matches. Auch auf Mihailo Ilic, Yannik Polifka oder Patrick Friedmann auf Außen ist zu achten. Nicht zu vergessen Peribonio im Tor. Der Keeper war schon öfters das Zünglein an der Waage. Bis zum Saisonende neu hinzu kommt wohl Timo Heuft, der seine Wurzeln bei der TSG Friesenheim hat. Er soll mit seiner variablen Spielart im Rückraum zum Klassenerhalt beitragen.
 
Trainer Andi Kunz meint aber: „Mir ist völlig egal, wer bei denen spielt. Die können auch nur zu sechst auf dem Parkett stehen. Wir müssen in der Deckung besser stehen als zuletzt und ich erwarte von der Mannschaft eine Reaktion auf die Vorstellung zuletzt bei der DJK Waldbüttelbrunn und auf das Hinspiel. Das können wir so nicht stehen lassen.“
 
 
Baggerseepiraten wollen erneut überzeugen

Nach dem ebenso überzeugenden wie erfolgreichen Auftritt gegen die Bundesligareserve des VfL Gummersbach müssen die Rodgauer Handballer am kommenden Wochenende eine nicht minder schwere Aufgabe lösen. Die letzte große Auswärtsfahrt führt den HSG-Troß dann zum Tabellensiebten ins gut 200 Kilometer entfernte Saarlouis. Das Team von Spielertrainer Branko Koloper hat schon den einen oder anderen Punkt zuhause verloren, ist aber seit mittlerweile vier Partien ungeschlagen und will diesen guten Lauf fortsetzen. „Saarlouis hat einen bärenstarken Rückraum, vor allem beide Halbpositionen sind mit Paetow und Becker exzellent besetzt“, zeigt sich HSG-Trainer Redmann von der gegnerischen Qualität beeindruckt.

Doch auch auf den Siegeswillen seines eigenen Teams kann sich Redmann immer mehr verlassen. Wie seine junge Mannschaft zuletzt die Torfabrik der Liga stoppte, war schon aller Ehren wert. „Wenn wir mit aller Konsequenz verteidigen und im Angriff kühlen Kopf bewahren, dann machen wir es jedem Gegner schwer. Aber genau diese Einstellung brauchen wir am Samstagabend auch.“ Sollten sich seine Jungs an die Vorgaben halten und etwas Zählbares aus dem Saarland mit nach Hause bringen, wäre ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Pokalrunde absolviert. Aber dafür bedarf es erneut einer mannschaftlich geschlossenen Leistung wie im Hinspiel, als man in einer Partie auf hohem Niveau letztendlich verdient mit 30:26 die Oberhand behielt.

 

Unser Bild zeigt TVK-Keeper Tobias Jörg in Aktion.

 

Den Artikel über Kirchzell habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach der 26:32-Heimniederlage zuletzt gegen den Aufstiegsaspiranten HBW Balingen-Weilstetten geht es für den Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt nahtlos weiter und am heutigen Freitag hatte die Mannschaft von Trainer Slava Lochman eine weite Reise vor sich. Über 300 Kilometer ging es an den schönen Bodensee zur HSG Konstanz. Dort will es der TVG gegen den aktuell auf Platz 18 in der Tabelle stehenden Gegner besser machen als zuletzt gegen den Spitzenreiter.
 
Doch TVG-Geschäftsführer Michael Spatz weiß: „Konstanz hat sich im Laufe der Saison gesteigert und ist ein durchaus gefährlicher Gegner. Wenn die HSG einen guten Tag erwischt, dann kann sie gegen jeden punkten.“
 
Tatsächlich haben die Jungs von Trainer Jörg Lützelberger einen ausgeglichen besetzten Kader, haben mit David Knezevic, Michel Stotz, Fynn Beckman, Lukas Köder oder Gregor Thomann gute Akteure, die ein schnelles Spiel aufziehen. Nicht zu vergessen Christos Erifopoulos. Der ehemalige Großwallstädter kommt nach seiner langen Verletzungspause immer besser in Schwung, ist blitzschnell und hat einen ausgeprägten Drang aufs Tor. Der 23-Jährige, der ja in Großwallstadt aufgewachsen ist, freut sich sehr auf den TVG und meinte: „Ich habe meine Jugendzeit beim TVG verbracht, bin quasi neben der Halle aufgewachsen und mit vielen, die am Freitag zu uns kommen, habe ich bereits zusammen gespielt. Ich freu mich vor allem auf Mario Stark und Flo Eisenträger. Das sind nicht nur gute Spieler, sondern auch coole Typen und ich hoffe, dass etwas Zeit zum Quatschen bleibt.“
 
Der Deutsch-Grieche hat jüngst seinen Vertrag verlängert, ligaunabhängig. Er fühlt sich in Konstanz pudelwohl, denn im Verein und auch im Umfeld passt alles und er sagt. „Ich lebe dort, wo andere Urlaub machen.“ Sportlich war die HSG mit den ersten Spielen der Rückrunde nicht so zufrieden. „Es könnte besser laufen für uns. Zuletzt gegen Potsdam haben wir gut gespielt, aber verloren. Dormagen lief für uns richtig gut und zuletzt gegen Hagen waren wir lange dabei, haben es zum Schluss aber doch nicht gepackt.“
 
Gegen den TVG soll es einen neuen Anlauf geben, denn die Mannschaft will auf jeden Fall die Liga halten. „Wir haben noch 15 Spiele lang Zeit, Punkte zu sammeln. Also fangen wir mal mit dem TVG an… Uns ist durchaus bewusst, dass der TVG eine sehr gute Mannschaft beisammen hat und wir wissen, wie schwer es für uns werden wird. Also können wir nur positiv überraschen“, so der HSG-Mittelmann.
 
Konstanz spielt zwei Abwehrvarianten, angefangen von einer 6-0-Abwehr. Aber auch eine 3-2-1-Formation lässt Trainer Lützelberger öfter spielen. Darauf muss sich der TVG einstellen. Das Heimspiel im Oktober gewannen die Unterfranken mit 27:18. Und mit einem weiteren Sieg könnte der TVG einen großen Schritt machen. Darauf hofft auch TVG-Coach Slava Lochman, der mit Jörg Lützelberger im Jahr 2004 zusammen beim TVG gespielt hat. Zig Jahre danach kreuzen sich ihre Wege als Trainer wieder. Lochman: „Konstanz ist ein junges Team und sie sind sehr bissig. Hinzu kommt, dass sie daheim spielen. Wir müssen von Anfang an sehr konzentriert agieren und unsere Linie einhalten.“
 
Mit welchem Team der TVG am Freitag früh nach Konstanz fahren wird, bleibt abzuwarten. Denn Dino Corak hat sich verletzt, Flo Eisenträger ist angeschlagen und Povilas Babarskas ebenfalls noch nicht fit. Jan-Steffen Minerva macht nach seiner Hand-OP Fortschritte, braucht aber noch einige Zeit. Ebenso wie Görkem Bicer auch. „Wir haben einige Angeschlagene wie zum Beispiel Flo Eisenträger, Thomas Rink oder Adrian Kammlodt. Wir müssen jetzt einfach mal abwarten, wie es sich bei dem einen oder anderen bis Freitag entwickelt“, sagt Michael Spatz.
 
 
Das Bild, das Finn Wullenweber zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.
 
Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.