Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Die Steine, die der Mannschaft, den ganzen Verantwortlichen und den Zuschauern vom Herzen fielen, waren deutlich zu hören, als beim 25:24 (12:7)  für den TV Großwallstadt in der zweiten Handball-Bundesliga die Schlusssirene ertönte. Mit einem verdienten Sieg gegen den Tabellensiebten Essen und den gleichzeitigen Niederlagen der mitabstiegsgefährdeten Teams aus Emsdetten und Ferndorf hat der TVG nun wieder die Abstiegsränge verlassen und steht mit 28:44 Punkten auf Platz 17. 
 
„Es war ein super Kampf von uns, aber wir haben es zum Schluss unnötig spannend gemacht. Allerdings hatten wir ja auch nicht viele Wechseloptionen und waren am Ende noch in Unterzahl“, sagte Mario Stark. Der Leistungsträger musste verletzt passen, hat sich einen Knorpel an einer Rippe abgerissen. „Diese Verletzung kommt nur ganz selten vor, sagen die Ärzte. Ich muss jetzt abwarten, wie es weitergeht“, so Stark. Neben ihm fehlte immer noch Tom Jansen.  Wie die Handschke-Crew diese Ausfälle wegsteckte, war sehr gut.
 
Aber auch der Gast aus Essen kam ersatzgeschwächt, musste auf seinen Innenblock Seidel/Szczesny verzichten. Essens Co-Trainer Michael Hegemann sagte vor dem Spiel: „Die Ausfälle treffen uns. Mal sehen, wie wir das wegstecken.“
 
Die Hausherren hatten sich gegen Essen viel vorgenommen, legten los wie die Feuerwehr und führten schnell mit 7:1 (17.). Zu diesem Zeitpunkt hatte Essens Trainer Jamal Naji bereits zweimal die Reißleine gezogen. Das erste Mal beim 5:1 für den TVG in der elften Minute, das zweite Mal beim 7:1 für die Hausherren. Aber die gut aufgelegten Gastgeber spielten vor einer tollen Kulisse wie aufgedreht.  Vor allem Savvas Savvas war nicht einzufangen, erzielte fünf seiner insgesamt zehn Tore schon in Halbzeit eins. Aber auch Eisenträger, Schauer und Busch trafen gut. In der Abwehr ackerten Dino Corak und Povilas Babarskas und was Jan-Steffen Minerva im Tor zeigte, war allererste Sahne. Der Gast wechselte den Torhüter – für Bliss kam Fuchs -, brachte ab der 19. Minute Linkshänder Lucas Firnhaber. Müller und Dangers kamen im Angriff, Morante und Glatthard in der Abwehr und ab der 26. Minute wurde der siebte Feldspieler eingesetzt. Der TUSEM konnte die Partie etwas ausgeglichener gestalten, aber der TVG ging verdient mit 12:7 in die Pause. Was Corak und Babarskas in der Abwehr zeigten, war große Klasse. Immer wieder gab es Applaus für die Hausherren, die Zuschauer standen auf und applaudierten und die Stimmung war richtig gut. So konnte es die nächsten 30 Minuten weiter gehen.
 
Beim 16:10 war die Welt in Ordnung
 
Nach dem Wechsel war auch bis zum 16:10 in der 38. Minute die blau-weiße Welt noch in Ordnung. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt war den Gästen anzumerken, dass sie nun besser eingestellt waren. Die Deckung wurde gelockert und versuchte immer wieder den TVG-Rückraum frühzeitig zu stören. Die TVG-Torhüter – kurzzeitig kam Can Adanir ins Tor – bekamen nicht mehr so viele Bälle an die Hand und TVG-Trainer Maik Handschke nahm beim 16:13 (41.) seine Auszeit. Frieder Bandlow erhöhte zunächst auf 17:13. Aber es war zu sehen, dass sich die Handschke-Crew immer mehr von der Hektik anstecken ließ und anstatt ruhig weiter zu spielen wie bisher, wurden sie nervös und dadurch passierten auch Fehler. Der Gegner biss sich ins Spiel, verkürzte nun in der Folge immer wieder auf zwei Tore (17:15, 18:16, 21:19). Doch der TVG kämpfte, wollte, brauchte diesen Sieg. Trotzdem fiel der Anschluss in der 55. Minute (22:21). Erneut nahm Handschke die Auszeit, erneut war es Bandlow, der mit zwei Treffern auf 24:21 erhöhte.
 
Jetzt war Essen mit der Auszeit dran, verkürzte danach und ging zu einer noch offensiveren Deckung als zuvor über. Die Spannung stieg und die Zuschauer gaben alles, feuerten ihr Team lautstark an. Dem starken Dino Corak gelang das 25:22 und in dieser Phase hielt Jan-Steffen Minerva einen Strafwurf von Noah Beyer. Dies war enorm wichtig. Denn Essen gab die letzten Spielsekunden nicht nach, erzielte wieder den Anschluss. Der letzte Angriff von Kuno Schauer ging weiter über das Tor, doch das war egal, denn die Schlusssirene ertönte rechtzeitig und die zwei Punkte blieben beim TVG. Im Anschluss brachen alle Dämme, denn mittlerweile hatte auch das Ergebnis Emsdetten – Hamm (30:31) und Ferndorf – Bietigheim (30:32) die Runde gemacht. Emsdetten und Aue stehen wohl als Absteiger fest, denn in den letzten beiden Spielen können sie selbst bei der maximalen Punkteausbeute den TVG und Ferndorf, die derzeit beide 28:44 Punkte haben, nicht mehr einholen. Verdammt eng bleibt es aber trotzdem, denn auch Dormagen und Ludwigshafen (bei einem Spiel weniger) haben lediglich einen Zähler mehr auf der Habenseite. 
 
„Ein Kompliment an die Jungs, denn der Druck war heute schon immens groß. Schade, dass wir die ganze Saison über keine Konstanz in unsere Spiele bekommen haben. Auf der einen Seite spielen wir stark auf, auf der anderen Seite passieren uns wieder dumme Fehler“, sagte ein sichtlich mitgenommener Geschäftsführer Sport, Michael Spatz. „Schlimm, wenn man nicht selbst mit eingreifen kann… Ich glaube, nächste Saison schau ich mir nicht mehr alle Spiele an“, sagte er augenzwinkernd und hatte seinen Humor schon wieder gefunden.
 
Waren es bei Essen Firnhaber, Beyer und Morante, die gerade in Halbzeit zwei die Akzente setzten, agierten beim TVG Savvas, Busch, Bandlow, Corak und Minerva (in Halbzeit eins) sehr stark.
 
Weiter geht es für den TVG am Freitag in Hamm.
 
Ehrenamt-Award wurde übergeben
In der Halbzeitpause wurde dann auch das „Team hinter dem Team“ in den Vordergrund gestellt. Zusammen mit der Deutsche Vermögensberatung Direktion Jürgen Fries in Aschaffenburg hatte man über die Saison hinweg alle Units der ehrenamtlichen Helfer nominiert. Am Samstag wurde dann der Ehrenamtsaward übergeben. Aber statt einer einzelnen Person, nahm TVG-Urgestein Wolfgang Schüssler den Award stellvertretend für alle beim TVG aktiven ehrenamtlichen Helfer entgegen. Zudem wird es im August dann noch ein großes Fest für alle Ehrenamtler geben. Der Sport lebt vom Ehrenamt und der TVG könnte ohne diese Helfer nicht existieren.
 
Das Beitragsbild von Jan-Steffen Minerva und das Ehrenamt-Award-Bild mit allen Beteiligten hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

 
 
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Am Samstag empfängt Handball-Zweitligist TV Großwallstadt den Erstliga-Absteiger TUSEM Essen in der Untermainhalle in Elsenfeld. Die Partie wird nicht, wie ursprünglich geplant, in der f.a.n.-Arena in Aschaffenburg ausgetragen, sondern wurde kurzfristig nach Elsenfeld verlegt, um der Mannschaft mehr Sicherheit in der gewohnten Umgebung im Abstiegskampf zu geben.

Essen steht nach 35 Spieltagen auf Platz sieben der Tabelle und aufgrund dieses Tabellenplatzes spielt der TUSEM keine Rolle mehr im Kampf um den Wiederaufstieg in Liga eins. Dennoch werden die Nordrhein-Westfalen auch in diesem für den TVG so wichtigen Spiel um den Klassenerhalt alles reinwerfen, um den Blau-Weißen genau wie im Hinspiel, welches Essen mit 32:26 gewann, das Leben schwer zu machen.

Damals trumpfte neben Torhüter Sebastian Bliß vor allem Dennis Szeczesny auf Rückraum links auf, der acht Siegtreffer beisteuerte. Aber auch Lucas Firnhaber auf Rückraum rechts, Noah Beyer auf Linksaußen und Markus Dangers am Kreis dürfen nicht unterschätzt werden.

Für den TVG hingegen geht es um den Ligaverbleib. Nach 35 Spieltagen stehen die Blau-Weißen mit dem 18. Rang auf einem Abstiegsplatz. Die Mannschaft hat zwar in den letzten Spielen immer wieder Moral bewiesen und bis zuletzt gekämpft, konnte aber wichtige Partien nicht immer für sich entscheiden. Ausreden zählen aber am Samstag nicht mehr, das weiß auch Co-Kapitän Dino Corak: „Weil zuletzt unsere direkten Kontrahenten Dormagen und Ferndorf auswärts gepunktet haben, müssen wir nun am besten alle drei verbleibenden Spiele, mindestens aber zwei davon gewinnen. Deshalb ist nun wirklich jedes Spiel für uns ein Finale.“

Das Bild, das Dino Corak und Savvas Savvas zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Es ist geschafft! Nach einer kräftezehrenden und nervenaufreibenden Runde spielt der TV Kirchzell auch in der kommenden Saison in der dritten Liga. Mit einer unglaublich guten kämpferischen Leistung  und einem immensen Willen fackelte der TVK im alles entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt ein 44:27-Feuerwerk gegen den TV Germania Großsachsen ab. Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient, denn was die Mannschaft des Trainer-Duos Alex Hauptmann und Andi Kunz geleistet hat, war aller Ehren wert. Nach dem Schlusspfiff brachen alle Dämme und die Mannschaft ließ sich gebührend feiern. An das Team wurden T-Shirts mit der Aufschrift: „3. Liga – Kirchzell is dabei“ verteilt und keiner kam um die Bierdusche herum.

Gäste-Trainer Stefan Pohl war ein fairer Verlierer, gratulierte den Trainern, den Spielern und dem ganzen Verein zum Klassenerhalt und meinte: „Über 40 Tore zu kassieren ist viel. Aber wir wollten mit offenem Visier spielen, den Zuschauern ein attraktives Spiel bieten. Natürlich hätten wir das Spiel auch verschleppen können. Aber warum sollten wir das… Kämpferisch kann ich meiner dezimierten Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie haben gekämpft und alles gegeben.“ Tatsächlich kamen die Gäste mit nur neun Feldspielern und zwei Torhütern.  
 

Alle im TVK-Team wussten um die Bedeutung der Partie, denn noch vor dem Anpfiff wurde der 30:28-Erfolg der Willstätter bekannt. Der TVW, der TVK und Plochingen haben alle 12:4 Punkte auf dem Konto. Doch das bessere Torverhältnis lässt den TVW und den TVK jubeln.

Markus Podsendek (Mitte) hängt seine Schuhe an den Nagel

 
Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr. Allen voran Tom Spieß. Was er am Samstag zeigte, war Erstliga-reif. Er war nie zu halten, spielte viel zu schnell für seine Gegenspieler und von seinen zwölf Toren erzielte er zehn in Halbzeit eins. Die ersten drei Treffer zum 3:0 (4. Minute) gingen auf sein Konto und in der Folge glänzte er immer wieder durch tolle Anspiele, als Regisseur oder als Torschütze. Ein Wermutstropfen war das Foul an Osifo in der dritten Spielminute. Er kam zwar in der 16. Minute noch einmal zurück, musste aber passen und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Für ihn sprangen andere in die Bresche und immer wieder waren es super Tore durch zum Beispiel Anspiel von Häufglöckner auf David oder Gläser auf Polixenidis. Egal, was der Gegner machte, der TVK spielte wie aufgedreht, ließ sich durch die Nickligkeiten des Gegners nicht beirren, war schnell auf den Beinen und agierte konzentriert im Abschluss. In der 16. Minute nahm der Gast die Auszeit, wechselte den Torhüter. Besser wurde es nicht. Großsachsen konnte froh sein, wenn die Hausherren mal etwas unaufmerksam in der Deckung waren oder einen Strafwurf vergeigten. Sonst wäre die 23:14-Führung des TVK wohl noch höher ausgefallen.
 
Nach dem Wechsel weiter wie aufgedreht
 

Niklas Depp (Mitte) muss verletzungsbedingt aufhören

Nach dem Wechsel waren die Kirchzeller schon lange vor der Zeit wieder auf dem Parkett. Sie machten sich warm, klatschten sich ab und schienen wie Rennpferde vor dem Start. So war es dann auch, denn kaum ertönte der Anpfiff war es Tom Spieß, der das 24:14 erzielte. Wie aufgedreht spielten er und seine Nebenleute weiter und es machte Spaß, der Mannschaft zuzuschauen. Dementsprechend gut war auch die Stimmung in der Halle. Keiner scheute einen Zweikampf. Im Gegenteil. Die TVK-Spieler waren immer dort zu finden, wo es „weh tat“. Beim 28:15 in der 37. Minute nahm der TVG die zweite Auszeit und das heimische Trainer-Duo nutzte die Zeit, um den Torhüter zu wechseln und Markus Podsendek in seinem letzten Spiel für den TVK noch einmal zu bringen. Auch Spieler wie Ihmer, Soloviov, Heinrich bekamen nun ihre Anteile. Das muntere Toreschießen ging weiter und selbst beim 33:20 (44.) nahmen die Hausherren das Gas nicht raus. Der TVK war nicht zu stoppen und spielte den Gegner regelrecht an die Wand. Youngster Ihmer gelang der 40. Treffer für seine Farben und als dann wenig später beim 44:27 Schluss war, kannte der Jubel keine Grenzen. „Was heute wieder in der Halle los war und wie Ihr alle uns wieder einmal unterstützt habt, war einfach super“, dankte Andi Kunz danach den Fans. „Ein Riesenkompliment geht aber an die Jungs. Heute war es wichtig, sich noch einmal auf uns zu konzentrieren, auch wenn der Gegner auf dem Zahnfleisch daherkam. Unsere Mannschaft hat von der ersten Minute keinen Zweifel daran gelassen, wer hier als Sieger vom Platz gehen wird.“

Auch Maximilian Gläser (Mitte) wird berufswegen nicht mehr Handball spielen

 
Emotional wurde es noch einmal, als drei Spieler verabschiedet wurden. Maximilian Gläser, Markus Podsendek und Niklas Depp verlassen den Verein und werden wohl erst einmal – beruflich und verletzungsbedingt – die Schuhe an den Nagel hängen.
 
Nun geht der TVK erst einmal in die wohlverdiente Pause und wird sich ganz der anstehenden Abschlussfahrt widmen.
 
 

Gelungener Abschluss – Falken gewinnen in Zweibrücken

Das letzte Spiel der Saison gewann die HSG Bieberau/Modau in Zweibrücken mit 39:30. Nach dem der schmerzliche Abstieg in die Oberliga bereits letzte Woche nach der Niederlage zu Hause gegen die HSG Friesenheim/Hochheim II besiegelt war, ging es in Rheinland-Pfalz darum die bescheidene Saison positiv zu beenden. Zudem gab es mit Michael Malik und Till Buschmann gleich zwei Spieler, die ihr letztes Spiel für die HSG bestritten.

In der ersten Halbzeit sahen die etwa 300 Zuschauer in der Westpfalzhalle ein ausgeglichenes Spiel. Kein Team konnte sich einen Vorsprung von mehr als zwei Toren herausspielen, zur meisten Zeit war es sogar nur ein Tor welches beide Mannschaften trennten. Nach einem 14:15-Rückstand zweieinhalb Minuten vor der Halbzeit, gingen die Falken mit einer 17:15-Führung in die Kabine.

Nach der Halbzeit konnten sich die Odenwälder dann erstmals einen Fünf-Tore-Vorsprung aufbauen. Ein überragend aufspielender Kevin Kunzendorf kam insgesamt auf zwölf Treffer und hatte einen großen Anteil am deutlich Sieg der Hessen, doch auch Jonas Dambach, der sein vorläufig letztes Spiel für die Falken machte, zeigte mit acht Treffern ebenfalls eine ansprechende und gute Leistung. Dennoch wurde es nochmal knapp in der Mitte der zweiten Halbzeit. Nach einem 26:21-Vorsprung kam Zweibrücken nochmal auf 26:25 dran. Doch diesmal behielt die Mannschaft ihre Nerven und spielte konsequent weiter. Das Endergebnis 39:30 war dann dem Spielverlauf nach doch etwas hoch, auch wenn der Auswärtssieg der Bieberauer verdient war. Nach dieser, alles in allem sehr enttäuschenden Saison, konnten die Falken zumindest ihr letztes Spiel noch einmal positiv bestreiten.

Die beiden Bieberauer Buschmann und Malik (links) hören auf. Bild: HSG Bieberau/Modau

Zu guter Letzt wurden Michael Malik und Till Buschmann verabschiedet. Die beiden bekommen noch ein Abschiedsspiel in der Vorbereitung zur neuen Saison.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

In der zweiten Handball-Bundesliga konnte der TV Großwallstadt am gestrigen Sonntag in Nordhorn nicht nachlegen und steht wieder auf einem Abstiegsplatz. Beim Tabellendritten muss der TVG auch nicht zwingend gewinnen. Aber die Art und Weise, wie sich die Mannschaft dargestellt hat, das gibt zu denken. Und es wird jetzt wirklich verdammt eng. Der TVG muss seine verbleibenden Heimspiele gewinnen, um in der Liga zu bleiben – ohne Wenn und Aber.

Unter Zugzwang waren die Großwallstädter bereits am Samstag geraten, als die direkten Konkurrenten TSV Bayer Dormagen und TuS Ferndorf vorgelegt hatten, indem sie ihre Partien für sich entscheiden konnten. Dass auf die Blau-Weißen in Niedersachsen keine einfache Aufgabe warten würde, war der Mannschaft von Trainer Maik Handschke bereits im Vorfeld klar. Dennoch hatte sich der TVG erhofft, hier vielleicht einen Überrraschungscoup landen zu können und den Erstliga-Absteiger, der natürlich noch die Aufstiegsränge im Blick hat, zu ärgern. Dieser hatte in den vergangenen Wochen immer wieder geschwächelt und wichtige Spiele verloren. Leider machte bereits vor Spielanpfiff eine gut gefüllte Halle mit einem tollen Publikum den Unterfranken klar, dass an diesem Tag die Punkte bei der HSG bleiben würden.

Dennoch ging der TVG direkt mit 1:0 in Führung, die Hausherren drehten das Ergebnis aber sofort auf 2:1. Der gut aufgelegte Rechtsaußen Pierre Busch verwandelte den ersten von sieben gegebenen Siebenmetern sicher und glich aus, aber Nordhorn zog über 4:2 auf 6:3 davon. Vorne wurden wiederholt gute Chancen ausgelassen oder der überragende HSG-Torhüter Bart Ravensbergen war zur Stelle. Dennoch ließen sich die Gäste nicht abschütteln, stellten immer wieder den Anschluss her und fanden in der Defensive Lösungen. Der Gegner bekam viele Zeitstrafen, leider versäumte es der TVG, diese für sich zu nutzen, so dass es mit 17:13 in die Pause ging.

Zwar hatten die Gäste den Glauben an einen Sieg noch nicht verloren. Doch die zweiten 30 Minuten begannen für den TVG katastrophal. In den ersten sechs Minuten nach dem Wechsel fiel kein Treffer. Allein Jan-Steffen Minerva im Tor war es zu verdanken, dass die HSG „nur“ auf 19:13 erhöhte. Immer wieder produzierten die Gäste einfach zu viele Fehler und nutzten klare Chancen nicht. Als der TVG in der der 44. Spielminute noch einmal auf vier Tore herankam, keimte noch einmal Hoffnung auf.  HSG-Trainer Daniel Kubes stellte sein Team in der folgenden Auszeit neu ein und am Ende stand ein verdienter  31:25-Erfolg für einen nicht übermäßig gut agierenden Gegner.

Für den TVG heißt es weiter kämpfen. Die Mannschaft muss die nächste Chance im Heimspiel gegen den TuSem Essen am kommenden Samstag nutzen, um wichtige Punkte für den Klassenerhalt  zu holen. Und sie muss sich als Einheit präsentieren und mit unbändigem Siegeswillen agieren.

 

Das Bild, das Babarskas und Rink zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Jetzt hatte sich der TV Großwallstadt in der zweiten Handball-Bundesliga nach dem Sieg gegen den TV Emsdetten so schön in der Tabelle hochgearbeitet. Doch die Ergebnisse von gestern, Freitag, machten alles wieder zunichte. Durch den Sieg von Ferndorf in Rimpar und von Dormagen in Essen steht der TVG aktuell wieder auf einem Abstiegsplatz.

Morgen, Sonntag, muss die Crew von Trainer Maik Handschke beim Tabellendritten Nordhorn-Lingen antreten. Die Partie gegen den niedersächsischen Erstliga-Absteiger ist für die Blau-Weißen bereits die vierte innerhalb von 13 Tagen und hat für beide Mannschaften eine große Brisanz. Während es für den TVG um den Klassenerhalt geht, will die HSG Nordhorn-Lingen noch die Chance auf den direkten Wiederaufstieg nutzen.

Aktuell steht das Team von Trainer Daniel Kubes nach 33 Spieltagen auf Platz drei der Tabelle, hat allerdings ein Spiel weniger bestritten als der Tabellenzweite ASV Hamm Westfalen.

Obwohl die HSG über einen sehr breiten und ausgeglichenen Kader verfügt, hat das Team in den vergangenen Spielen immer mal wieder geschwächelt und konnte von den sieben Spielen im April und Mai nur zwei Partien gewinnen. Vor allem durch die letzte Niederlage gegen Eisenach haben sie einem direkten Tabellennachbarn noch einmal die Möglichkeit gegeben, im Aufstiegsrennen mitzumischen.

Der TVG muss sich gegen Nordhorn auf eine kompakte 6:0-Abwehr einstellen hinter der wohl das beste Torhütergespann (Bart Ravensbergen und Björn Buhrmester) der Liga steht. Torgefährlich ist vor allem Georg Pöhle auf Rückraum links, aber auch Spielmacher Patrick Miedema und Julian Possehl auf Rückraum rechts sollten dringend in Schach gehalten werden. Als wohl bekanntester Akteur und treffsicherer Siebenmeter-Schütze gilt Robert Weber.

Doch der TV Großwallstadt darf sich von solchen Namen nicht beeindrucken lassen, sondern muss mit dem Rückenwind aus dem Heimerfolg gegen Emsdetten selbstsicher nach Nordhorn reisen, um dort zwei Punkte zu entführen. Im Hinspiel musste sich der TVG in einer torreichen Partie mit 30:32 geschlagen geben.

 

Das Bild, das uns der TVG zur Verfügung gestellt hat, zeigt Mario Stark.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Morgen, Samstag, kommt es zum Aufeinandertreffen in der Klassenverbleibsrunde zur dritten Handball-Liga zwischen dem TV Kirchzell und dem TV Germania Großsachsen. Beginn in Miltenberg ist um 19.30 Uhr. 

Dann geht es für den TVK im wahrsten Sinne des Wortes um alles oder nichts. Wenn die Mannschaft vom Trainerduo Alex Hauptmann und Andi Kunz dieses eine letzte Spiel gewinnen sollte, dann wird auch in der kommenden Saison dritte Liga gespielt.

Ganz anders ist die Ausgangssituation bei der HSG Bieberau/Modau. Sie müssen in ihrem vorerst letzten Drittliga-Spiel nach Zweibrücken. Egal, wie das Spiel ausgeht, das die HSG natürlich zum Abschluss unbedingt gewinnen möchte, am Abstieg in die Oberliga ändert es nichts mehr. 

TVK zum Siegen verdammt

Nach der mehr als überzeugenden Leistung am vergangenen Sonntag gegen den TV Willstätt geht es im letzten Spiel des TV Kirchzell nun um alles. Gegen den TV Germania Großsachsen zählt nur ein Sieg, damit die Odenwälder auch nächste Saison in der dritten Liga vertreten sind. Daher erwartet das Trainer-Duo Alex Hauptmann und Andi Kunz von ihrer Mannschaft genau diesen Willen, den Kampfgeist und die Konzentration, die sie zuletzt an den Tag legte.

Andi Kunz sagte: „Die Ausgangslage ist klar. Wir sind immer wieder durch ein Wellenbad der Gefühle gegangen und am Samstag wollen wir uns für das, was wir uns mühsam aufgebaut haben, belohnen.“ Der Druck ist nicht kleiner, denn – wie schon in der letzten Woche – muss auch diese Woche ein Sieg her. „Wir müssen mit der gleichen Intensität wie gegen Willstätt agieren und es braucht keiner glauben, dass es gegen Großsachsen aufgrund der Tabellensituation auch mit ein bisschen weniger geht. Unser Ziel ist es, die Klasse zu halten und dafür muss jeder alles geben.“ Deutliche Worte vom Coach. Aber er hat recht, denn nur so kann das letzte und alles entscheidende Spiel gewonnen werden.

Personelle Engpässe bei den Gästen

Die Gäste hatten zuletzt personelle Engpässe. Von daher bleibt abzuwarten, mit welcher Formation sie in Miltenberg aufschlagen werden. Die Germania ist längst nicht mehr vorm Abstieg zu retten, von daher kann sie befreit aufspielen und hat nichts mehr zu verlieren.  Die Gäste kommen mit den quirligen Spielern wie Mika Schüler oder Florian König, die im eins-eins-Verhalten sehr gut sind. Rückraumspieler Hannes Weindl ist nicht zu unterschätzen und Buschsieper auf Außen ist auch immer für Treffer gut. Die Mischung von jungen und erfahrenen Spielern macht den Gast gefährlich. „Großsachsen war auch in Willstätt lange gut dabei. Die spielen 60 Minuten ihren Stiefel herunter und gerade das macht sie gefährlich“, sagt Andi Kunz. Aber der Coach weiß, dass sie sich damit nicht befassen sollten, sondern sich voll auf den Gewinn des Spiels konzentrieren müssen. Das ist die große Aufgabe, die es gilt zu hundert Prozent zu lösen. „Ich hoffe, dass uns wieder viele Zuschauer unterstützen. Das ist am Samstag sehr wichtig für uns und das hätte das Team verdient!“ 

 

HSG will sich mit Anstand verabschieden

Mit Anstand und einer vielleicht letzten, guten sportlichen Leistung will sich die HSG Bieberau/Modau vorläufig aus der dritten Liga verabschieden. Dazu haben sie am Samstag beim SV 64 Zweibrücken Gelegenheit. Im Hinspiel verlor man zuhause mit 28:30 gegen eine Mannschaft, die in vielen Belangen überlegen war. 

Ein Sieg zum Abschluss, wäre dem Verein und seinen Fans zu gönnen, der in dieser Runde einfach zu viel einstecken musste und dem es nicht gelang, das Ruder noch einmal herum zu reißen. Zuletzt bemängelte Interimstrainer Ralf Ludwig die mangelnde Qualität bei der Umsetzung der Spielstrategie und die hohe Anzahl individueller Fehler in vielen Mannschaftsteilen. 

Mit der Abstiegssituation werden sich die Falken Verantwortlichen nicht anfreunden, sie wird allenfalls toleriert, aber das soll es dann auch schon gewesen sein. Im Hintergrund wurden bereits wichtige Weichen für die neue Saison gestellt. Die Spielerabgänge werden kompensiert und mit den verbleibenden Leistungsträgern eine bessere Qualität angestrebt. „Die Falken sind auf ihrem Flug gebremst worden und müssen sich erholen, neue Kraft schöpfen, die Flügel müssen wieder nachwachsen und sich erneuern. Das alles wird geschehen und wir wollen wieder aufsteigen. Das Leitbild “Tradition mit Zukunft” hat einen Dämpfer bekommen, wird aber weiter gelebt. Wer den schweren Weg mit uns nicht mitgehen wollte, wird uns verlassen. Das tut zunächst einmal sehr weh, ist aber gut so und macht den Weg frei für eine nachhaltige Erneuerung mit Leidenschaft”, so der kampfbereite HSG-Manager Georg Gaydoul. 

 

Den Artikel über den TVK habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Gestern Abend (Mittwoch) hat der TV Großwallstadt in der zweiten Handball-Bundesliga einen immens wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt gegen den unmittelbaren Tabellen-Konkurrenten TV Emsdetten eingefahren. Mit einem deutlichen 35:26 gewann die Mannschaft von Trainer Maik Handschke und verschaffte sich damit etwas Luft im Abstiegskampf.

Der TVG musste ohne den erkrankten Dennis Weit und noch immer ohne Tom Jansen auskommen. Allerdings war dem TVG anzumerken, dass er auch ohne die beiden Akteure heute unbedingt gewinnen wollte. 
 
Die Partie wurde 15 Minuten später angepfiffen, da der Gegner in einem Stau stand. Der TVE war deshalb nicht minder motiviert, sondern wollte den Bock beim TVG umstoßen. Das Augenmerk legte die Mannschaft von Trainer Sascha Bertow auf den wurfgewaltigen Rückraumspieler des TVG, Savvas Savvas. Immer wieder wurde versucht, seine Räume einzuengen. Aber die Hausherren, die mit Savvas, Stark, Rink, Corak, Busch, Klenk im Angriff anfingen, nutzten die Lücken und die Fehler des Gegners aus und das 3:1 (5.) resultierte aus zwei Treffern ins leere Tor. Dino Corak und Co. ackerten in der Abwehr und machten es dem Gegner schwer, Tore zu werfen. Der TVE-Trainer nahm in der 17. und in der 24. Minute seine Auszeit, wollte den Spielfluss des TVG unterbrechen. Doch dieser nutzte diesmal seine Chancen besser als zuletzt und in der 21. Minute war die erste Vier-Tore-Führung da. Wenig später stand es 14:8 und 16:10. Kurz vor der Pause nahm Maik Handschke seine Auszeit. Da stand es durch Siebenmeter für Emsdetten 16:11. Und gleich setzte der Gast noch eins drauf und verkürzte bis zum Pausenpfiff auf vier Treffer (16:12.).
 
Nach Wiederbeginn erhöhte der TVG
 
Nach Wiederbeginn erhöhten die Hausherren ihren Vorsprung durch Bandlow und Savvas auf 18:12. Zwar kam der Gast kurz auf vier Tore heran, aber das war es dann auch. Zu schwach war der TVE, zu gut der TVG. Bissig in der Abwehr und zielsicher im Angriff zogen sie davon. Ein sehr guter Dino Corak erhöhte von 21:16 auf 23:17 (41.). Immer wieder suchten ihn seine Mitspieler und immer wieder traf er – so auch zum 25:19 (46.). Der TVE wechselte, was das Zeug hielt, aber es nutzte nicht viel. Auch die Torhüter hatten nicht ihren besten Tag und egal, ob Krechel oder Paske im Tor standen, die TVG-Stürmer fanden die Lücke. Nach der dritten TVE-Auszeit in der 46. Minute versuchten sie es mit einer offenen Abwehr. Aber auch diese Maßnahme brachte nicht den gewünschten Erfolg. Während sich die Gäste in Fehlern übten, schwamm sich der Gastgeber immer mehr frei. Maik Handschke brachte in der 56. Minute den siebten Feldspieler und der Gast hatte zweimal in Folge die Chance, ins leere Tor einzunetzen. Doch auch das klappte nicht. Der Ball ging zweimal vorbei. Am Ende war es ein munteres Toreschießen seitens des TVG und die Freude nach dem Schlusspfiff war groß. 
 
Beim Gast konnten lediglich Schramm, Holzner und Schwabe mit Abstrichen überzeugen. Beim TVG stachen aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung neben Torhüter Minerva noch die besten Torschützen Busch, Savvas, Corak, Bandlow und der stark ackernde Stark heraus. Mit diesem Erfolg haben die Großwallstädter einen Sprung in der Tabelle auf Platz16 mit nun 26:42 Punkten gemacht.
 
Doch lange Zeit sich über den Sieg zu freuen, bleibt dem TVG nicht. Bereits am Sonntag geht die Hatz nach Punkten beim Tabellendritten Nordhorn weiter. 
 
Das Beitragsbild zeigt den besten TVG-Schützen Pierre Busch. Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.
 
Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Heute Abend, Mittwoch, geht für den TV Großwallstadt in der zweiten Handball-Bundesliga die Hatz nach Punkten weiter. Diesmal ist der TV Emsdetten zu Gast. Der TVE ist ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf und daher muss der TVG heute alles in die Waagschale werfen, damit die Punkte da bleiben. Die Begegnung ist eine Nachholpartie, denn die für ursprünglich am 09. April angesetzte Partie musste kurzfristig aufgrund von mehreren Corona-Fällen beim TVE abgesagt werden.

Nach 33 beim TVG bzw 32 beim TVE absolvierten Partien stehen sich nun zwei direkte Tabellennachbarn gegenüber. Der TV Emsdetten belegt mit 21:43 Punkten den vorletzten Tabellenplatz, die Blau-Weißen stehen mit 24:42 Zählern auf Platz 18. Beide Vereine können mit der aktuellen Tabellensituation sicherlich nicht zufrieden sein und werden alles in diese Partie reinhauen, um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu erspielen und eventuell die Abstiegsränge zu verlassen.

Der TV Großwallstadt muss nach der erschreckenden Niederlage am Samstag gegen den TV Hüttenberg jetzt wieder zu alter Stärke finden, um die Zahl der technischen Fehler zu minimieren. Auch die Wurfquote muss besser werden, will man gegen Emsdetten einen Heimsieg feiern.

Sascha Bertow übernahm in Mai vergangenen Jahres das Traineramt beim TV Emsdetten und hat mit Frederic Stüber einen erfahrenen Kreisläufer im Team. Zusammen mit Jacob Schwabe bildet er den herausragenden Innenblock der Emsdettener Defensive. Auch Dirk Holzner auf Linksaußen zählt zu einem der Besten der Liga und auch Yannick Terhaer auf Rechtsaußen erzielte bereits über 100 Tore in der aktuellen Saison. Auch wird ein  entscheidender Faktor für den Spielverlauf Torhüter Oliver Krechel sein. Noch nicht so lange im Team sind die im Februar nachverpflichteten Spieler Ole Schramm, Örn Vésteinsson Östenberg, Josip Vekic und Fabian Rußwinkel. Vor allem Vekic auf Rückraum rechts sollte der TVG im Auge behalten. Dieser kommt von HC Kriens-Luzern und ersetzt den verletzen Gabor Langhans.

Wichtig wird es für die Hausherren sein, mit der Unterstützung der Fans auf den Rängen gleich von Beginn an zu zeigen, dass sie dieses Heimspiel unbedingt gewinnen möchten. Dann wäre auch die 31:27- Niederlage im Hinspiel vergessen. Wichtiger sind aber jetzt, sich die zwei wichtigen Zähler im Abstiegskampf zu sichern.

Der TVG hat sich für alle Eintracht Frankfurt Fans etwas einfallen lassen. Er wird das Europa-League-Spiel in Sevilla im Anschluss an das Handballmatch im Foyer übertragen.

 

Das Bild, das Torhüter Jan-Steffen Minerva zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Klassenverbleibsrunde ist der TV Kirchzell gegen Willstätt nun endgültig mit dem 32:26-Sieg in der Gruppe VII auf die “Klassenverbleibsrunden”-Straße eingebogen. 

Die HSG Bieberau/Modau hingegen konnte die letzte Chance in der Gruppe V auf den Klassenverbleib nicht nutzen und verlor gegen Friesenheim mit 26:32.

 
„Hier regiert der TVK!“
 
Mit einer Klasseleistung, einem unglaublichen Siegeswillen und unbändigem Kampfgeist schaffte der TV Kirchzell den Sieg gegen den Favoriten aus Willstätt. Damit hat sich der TVK nicht nur für die hohe Hinspiel-Niederlage revanchiert, sondern ist dem Klassenerhalt einen Riesenschritt näher gekommen. Jetzt muss noch ein Spiel gewonnen werden, dann wird auch in der kommenden Runde in Kirchzell dritte Liga gespielt. 
 
Wie hatte TVK-Trainer Alex Hauptmann vor dem Spiel gesagt: „Es geht um die Wurst!“. Diesen Satz hätten er und sein Kollege Andi Kunz ihrer Mannschaft nicht extra sagen müssen. Denn die Jungs des Trainerduos waren bis in die Haarspitzen motiviert. Das war allerdings der Gegner aus Willstätt auch. Denn Willstätt wollte in diesem Match den Deckel ganz draufmachen, Kirchzell einen Riesenschritt  für den Klassenverbleib erspielen. So entwickelte sich ein unglaublich kampfgeprägtes Spiel, in dem beide siegen wollten, mussten. 
Der TVK begann in seiner bewährten Aufstellung mit Tobias Jörg im Tor, Kapitän Polixenidis, Osifo, Häufglöckner, Gläser, Schnellbacher und der „Krake“ Leon David am Kreis. Was er ablieferte, war überragend – ohne die Leistung seiner Mitspieler schmälern zu wollen. 
 
Dem 0:1 ließ Tim Häufglöckner mit einem frechen Siebenmeter-Heber, der einem den Atem stocken ließ, das 1:1 folgen. Bis zum 5:5 (9.) war die Begegnung ausgeglichen, denn der TVW hatte in Maxime Duchene einen sehr starken Rückhalt im Tor, der den einen oder anderen Treffer vereitelte. Und sie hatten die Leistungsträger Velz, Schliedermann oder Lennart Sieck gut im Griff. In der Folge hatte der TVK das Momentum auf seiner Seite, zog auf 8:5 (14.) davon. Willstätts Trainer Ole Andersen brachte den siebten Feldspieler und schnell stand es 8:7. Doch die Hausherren waren sehr konsequent in ihren Abschlüssen und immer wieder waren es die tollen Kreis-Anspiele von der Mitte oder der Halb-Position auf Leon David, der sich durchtankte. Er und Joshua Osifo aus dem Rückraum erzielten jeweils sechs Tore in Halbzeit eins. Kurz vor dem Pausenpfiff überragte Torhüter Jörg, der seinen Kasten verteidigte, als gäbe es kein Morgen mehr. So ging es mit 18:11 in die Kabinen und die Stimmung in der Halle hätte nicht besser sein können. Willstätt musste auf seinen Rückraum Rechten Felix Krüger ab Mitte der ersten Hälfte verzichten, da er sich am Fuß verletzte.
 
Hektischer Schluss
 
Nach dem Wechsel legte Maximilian Gläser auf 19:11 vor. Willstätt zog nach. Die Begegnung wurde nun hektisch und das Spiel lief nicht mehr so flüssig wie noch in Halbzeit eins. Bezeichnend – während Tom Spieß vorne noch am Boden lag und sich sortierte, hielt hinten Tobias Jörg seinen Kasten schon sauber.  
 
Mit 19:11, 21:14 und 23:16 (40.) führten die Hausherren. Plötzlich bekam Willstätt die zweite Luft, brachte immer wieder den siebten Feldspieler und wechselte von Maxime Duchene auf Leon Sieck im Tor. Innerhalb weniger Minuten stand es nur noch 23:20. Kirchzell wackelte kurz, fing sich schnell wieder und zog auf 27:22 davon. Die Gäste nahmen in den letzten Minuten Tim Häufglöckner und Tom Spieß an die kurze Leine, doch auch diese Maßnahme brachte nichts mehr ein. Beide Teams nahmen noch einmal die Auszeit, ehe am Ende David und Torhüter Jörg das 32:25 erzielten. Das letzte Willstätter Tor war nur noch Makulatur. 
Nach dem Spiel sagte TVW-Trainer Ole Andersen: „Der TVK auswärts und daheim, der TVW auswärts und daheim – das sind zwei verschiedene Mannschaften.  Wir hatten Respekt vor der Abwehr und vor allem, was Leon David hier heute gespielt hat, war Weltklasse. Ich hätte einen Vertrag für ihn dabei…“  TVK-Trainer Alex Hauptmann gratulierte seiner Mannschaft für diesen tollen Sieg, ärgerte sich ein bisschen, dass das der gegnerische Trainer nicht gemacht hat. „Wir haben 60 Spielminuten lang Vollgas gegeben und Leon David und Joshi Osifo mit je acht Toren waren bärenstark. Aber generell war es eine unglaubliche Mannschaftsleistung. Ich habe selbst nicht geglaubt, dass die Mannschaft so ein Ding hier rausholt. Aber der Wille und Glaube kann Berge versetzen. Das haben wir heute gesehen.“
 
Nächste Woche will der TVK gegen Großsachsen im letzten Spiel der Runde endgültig den Sack zumachen. 
 
 
Gäste aus Friesenheim/Hochdorf zu stark für die Falken

Die Niederlage gegen die Gäste aus Friesenheim/Hochdorf besiegelte jetzt endgültig den Abstieg in die Oberliga. Das Spiel begann für die Falken eigentlich erfolgversprechend. Mit ordentlichem Tempo wurde nach vorne gespielt und die Abwehr stand gut, mit einem bis  dahin gut aufgelegten Torhüter Marinko Sevo. Nach zehn Minuten stand es 5:4, ehe sich wieder Fehler im Aufbauspiel zeigten, technische Fehler sich häuften und einige nicht gut vorbereiteten Würfe von Hochdorfs guten Torhüter Peribono entschärft wurden. Das spiegelte sich auch sofort im Ergebnis wider, denn bereits nach 20 Minuten führten die Gäste mit 6:10. Auch eine Auszeit von Trainer Ralf Ludwig in der 17. Minute beim Stand von 6:8 brachte zunächst keine Verbesserung. Doch die Falken rappelten sich wieder auf und konnten bis zur Pause auf 12:13 verkürzen und heran kommen.

Das gab Mut und so konnte in der 35. Minute der 16:16-Ausgleich erzielt werden, was allerdings die Gäste aus Friesenheim/Hochdorf enorm motivierte und mit einem Zwischenspurt zum 17:20 führte. Die Falken hielten dagegen, konnten bis zum 22:23 in der 46. Minute noch mithalten, bauten aber dann wieder kräftemäßig ab und die Gäste dominierten nach Belieben, gewannen viele Zweikämpfe, weil die Falken Abwehr viel zu statisch agierte und das ein oder andere Mal düpiert wurde. Im Angriff häuften sich wieder einmal die Fehler, die komplette Spielkonzentration war weg. Die Gäste nutzten dies geschickt und zogen unaufhörlich davon, letztlich bis zum verdienten Endstand von 26:32.    

Falken Trainer Ralf Ludwig sagte: „Das ist bitter mitanzusehen, welche Spielqualität hier an den Tag gelegt wird. Wir trainieren gut, bereiten uns gut vor, sind motiviert, aber wenn es ernst wird, kann die Mannschaft die Leistung nicht bringen, es wird nichts umgesetzt, was besprochen und geplant wurde. Ich bin sehr traurig“.

 
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Handball-Bundesliga geht das Zittern um den Klassenerhalt für den TV Großwallstadt nach der 23:30-Niederlage am Samstag gegen den TV Hüttenberg weiter. Hinzu kommt der Sieg von Dormagen gegen Rostock, der den TVG wieder auf einen Abstiegsplatz schubste. Dabei hätte sich die Handschke-Crew mit einem Sieg etwas Luft verschaffen können. Doch es sollte nicht sein. Die Gäste waren einfach besser, wobei der TVG sich nicht von seiner besten Seite zeigte. 16 technische Fehler der Hausherren standen drei der Gäste gegenüber. „Was den bedingungslosen Einsatz und den Kampf angeht, waren uns die Hüttenberger haushoch überlegen. Das hätte ich von meiner Mannschaft auch erwartet, denn wir stehen mit dem Rücken zur Wand“, sagte ein enttäuschter Maik Handschke nach dem Spiel. 

Die junge Gäste-Mannschaft kam ohne Dominik Mappes, der TVG musste noch immer auf Tom Jansen und Görkem Bicer verzichten. Die Hausherren begannen mit Schauer und Bandlow im Angriff, Weit und Babarskas in der Abwehr. Sie lagen schnell mit 0:2 zurück, kämpften sich auf 3:3 und 4:4 heran, ehe Rückraumspieler Hendrik Schreiber mit drei Toren in Folge auf 7:4 erhöhte. So musste Maik Handschke schon in der 15. Minute die Reißleine ziehen, brachte den siebten Feldspieler. Immer wieder war es Frieder Bandlow, der die Lücke fand. Hüttenberg war unglaublich gut auf die Stärken des Gegners eingestellt, agierte bissig in der Abwehr und störte früh. Vor allem die Räume von Savvas, dem angeschlagenen Stark und am Kreis wurden eingeengt, so dass sich Platz für Bandlow fand. Dieser nutzte ihn, erzielte das 8:10 (22.). Danach fiel bis zum Halbzeitpfiff kein Tor mehr seitens des TVG. Doch auch der TVH blieb lange torlos. Der nie zu egalisierende Ian Weber auf Rückraum Mitte erzielte den 12:8-Halbzeitstand für seine Farben. Auf der einen Seite war der TVG damit gut bedient, auf der anderen Seite waren die Chancen für mehr Treffer da.
 
TVG probierte es mit zwei Kreisläufern
 
Nach dem Wechsel begannen die Gastgeber mit ihren zwei Kreisläufern Rink und Corak, mit Savvas, Schauer, Bandlow, Busch und Klenk. Kuno Schauer gelang das 9:12 und es keimte etwas Hoffnung auf, dass sich der TVG nun besser auf die gegnerische Abwehr eingestellt hatte. Doch drei Treffer von Hüttenberg, darunter eins vom nie auszurechnenden Linkshänder Niklas Theiss, machten die Aufholjagd schnell zunichte. Spätestens beim 11:18 (37.), als der TVG seine zweite Auszeit nahm, war klar, in welche Richtung das Pendel ausschlagen würde. Selbst die Überzahl in dieser Phase konnte der TVG nicht nutzen, die TVH-Tore fielen zu einfach. Die Gäste waren den Hausherren in allen Belangen überlegen. Hinzu kam noch etwas Pech, wie beim Wurf von Savvas an den Posten. Der in der 37. Minute eingewechselte Eisenträger fing den Ball ab und knallte ihn an die Latte. Es sollte einfach nicht sein. Auf der Gegenseite nutzten Ian Weber und seine Mitspieler ihre Chancen gut, Dominik Plaue im Tor erwischte einen guten Tag und die TVG-Fans, darunter eingeladene Schüler und Schülerinnen, mussten mit ansehen, dass keine Umstellung im TVG-Team etwas brachte. „Die Fehler haben uns schon am Dienstag um den Sieg gebracht. Heute war es wieder so“, so Handschke. 
 
Weiter geht es Mittwoch. Dann kommt der TV Emsdetten nach Elsenfeld. Sie verloren zuletzt knapp mit 29:30 gegen Essen.
 
Das Bild, das Frieder Bandlow in Aktion zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.
 
Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.