Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Es bleibt dabei. Handball-Zweitligist TV Großwallstadt kann gegen den Rivalen Wölfe Würzburg einfach nicht mehr gewinnen. Das siebte Spiel in Folge musste der TVG im Derby verloren geben.

Dabei hatte sich das Team um Trainer Slava Lochman viel vorgenommen. Am Ende reichte es einmal mehr nicht, denn das Schlusslicht der Tabelle zeigte sich willenstark und unglaublich kämpferisch. Der TVG kam weder in der Abwehr noch im Angriff so richtig in Tritt.

Der Gastgeber übernahm sofort die Führung und lag in der achten Spielminute schon mit 6:2 vorne, wobei der TVG bis dahin schon vier Tempogenegenstöße gegen sich hinnehmen musste. Als Frieder Bandlow dann per Siebenmeter den 10:9-Anschlusstreffer erzielte, keimte wieder etwas Hoffnung auf. Diese machte aber der überragende Steffen Kaufmann schnell zunichte und seine Mannschaft ging mmit 18:15 in die Pause.

In der zweiten Spielhälfte fanden beide Mannschaften ihren Rhythmus zunächst gar nicht und von der 36. bis 41. Minute gelang beiden Teams kein Treffer. Dann war es der TV Großwallstadt, der mit dem 21:19 durch Dino Corak noch einmal ein Aufbäumen zeigte, doch in der Folge produzierten die Blau-Weißen wieder zu viele Fehler und Ungenauigkeiten im Abschluss, so dass der Gegner am Ende einen verdienten 32:27 Sieg einfuhr.

Die Gäste scheiterten an dem Tag nicht nur an sich selbst, sondern immer wieder am gegnerischen Torhüter Andreas Wieser, der eine sehr starke Vorstellung ablieferte. Dreh- und Angelpunkt war aber Steffen Kaufmann, der mit zehn Toren und neun Assists unumstritten der Spieler des Tages war und seinem ehemalige Verein eine schmerzliche Niederlage zufügte.

 

Morgen geht es zum Nachholspiel nach Dormagen

Lange über die Niederlage nachdenken kann der TVG nicht, denn bereits am morgigen Dienstag geht es zum Nachholspiel nach Dormagen. Die Mannschaft um Trainer Matthias Flohr steht aktuell auf dem zwölften Platz der Tabelle, die Unterfranken liegen mit einem Spiel und einem Punkt weniger auf Platz 14.

Der TSV Bayer Dormagen konnte aus den letzten fünf Spielen sechs Punkte holen und setzten sich am vergangenen Wochenende gegen den HC Empor Rostock durch. Die Gäste haben sich viel vorgenommen, wollen die Niederlage in Würzburg schnell vergessen machen und an die Leistungen zu Saisonbeginn anknüpfen.

Auch wenn die Vorbereitungszeit auf das morgige Spiel nur sehr kurz ist, wird Trainer Slava Lochman sein Team so gut es geht auf den Gegner einstellen. Der TSV ist in sich sehr ausgeglichen und verfügt über Spieler mit viel Erfahrung.Wichtig wird es dabei sein, das starke Brüderpaar Ian und Patrick Hüter, die zuletzt bei der WM für die USA aufgelaufen sind,  in den Griff zu bekommen und sich vor allem auch nicht zu viele Tore vom jungen Rechtsaußen Jan Reimer oder Andre Meuser auf Rückraum rechts einzufangen. Dormagens Torhüter-Gespann Martin Juzbasic und Christian Simonsen hat im Verlauf der Saison bisher gute Leistungen gezeigt.

Bleibt abzuwarten, ob beim TVG alle fit sind und das Derby gut verkraftet haben.

 

Das Bild von Adrian Kammlodt hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Oberligist Falken HSG Bieberau-Modau treibt seine Personalplanungen für die neue Saison voran und hat vom Ligakonkurrenten MSG Umstadt/Habitzheim Rückraumschütze Dennis Weit verpflichtet.

Der Top-Torjäger wechselte zu Beginn der Saison vom Zweitligisten TV Großwallstadt zur MSG Umstadt/Habitzheim und spielt nun in der kommenden Runde in Groß-Bieberau. Der 25-jährige Vollblut-Sportler erzielte bei der MSG bisher in 15 Spielen 136 Tore und führt die Torschützenliste in der Oberliga an. Am kommenden Sonntag gegen Baunatal kommen sicher noch einige Treffer hinzu…

Dennis wurde in Obernburg geboren und erlernte dort auch das Handballspielen, wobei ihn sein Weg schnell in die Jugendakademie des TV Grosswallstadt führte. Dort wurde er weiter professionell ausgebildet und startete seine Karriere im Aktivenbereich mit Engagements unter anderem beim Drittligisten TV Kirchzell, dem damaligen Zweitligisten Eintracht Hildesheim, TV Gelnhausen (3. Liga) und dem TV Grosswallstadt.

Dennis freut sich auf die neue Herausforderung

Der Marketing-Student sagt: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung in einem Traditionsverein mit klaren Strukturen und Perspektiven. In Groß-Bieberau wird extrem leidenschaftlich in familiärer Atmosphäre und noch dazu professionell, gearbeitet. Die Mannschaft ist top besetzt und gemeinsam mit den Jungs will ich die Ziele des Vereins voran bringen.“

Nach der vergangenen Runde als der Wechsel von Dennis vom Zweit- zum Oberligisten feststand, fragten sich viele nach dem Warum. Denn von der zweiten Liga in die Oberliga war schon extrem. Er klärt uns auf und sagt: „Es hatte rein sportliche Gründe. Ich habe im Zuge meines Studiums ein Praxissemester angefangen, hab derzeit eine 35 Stunden-Woche und das lässt sich mit Profihandball nicht vereinbaren. Aufhören wollte ich natürlich auch nicht ganz, also war das Jahr vierte Liga für mich die beste Lösung.“ Dennis, der in Aschaffenburg an der TH studiert und mittlerweile auch in Aschaffenburg wohnt, arbeitet in einer Marketing Agentur und hat am 03. März seinen letzten Arbeitstag. Das Angebot von Groß-Bieberau kam zur rechten Zeit und der sympathische Sportler will dem Verein helfen, wieder in die dritte Liga aufzusteigen.

Seine schönste Zeit war beim TV Großwallstadt und er sagt: „Damals war ich 17/18 Jahre alt und ich hab die Insolvenz hautnah mitbekommen. Doch das hat mich geprägt und hat mir geholfen in meiner Entwicklung. Damals haben wir alle gelernt, dass wir immer weiter kämpfen müssen.“ Er beschreibt seinen schönsten Moment, als er mit dem TVG nach drei Tagen ohne Training nach Emsdetten gefahren ist. „Es waren sehr viele Zuschauer in der Halle und die haben uns ausgebuht. Damals haben Felix Spross und ich vom damaligen Trainer Maik Handschke viele Spielanteile bekommen. Ich war 17 und spielte das erste Jahr A-Jugend-Bundesliga. Ich durfte 30 Minuten spielen und habe fünf Tore geworfen. Das weiß ich noch wie heute, denn das sind so Momente, die dich prägen.“ Viele werden sagen, dass dies doch sicher kein schöner Moment war, doch für Dennis war es prägend für seine weitere Entwicklung.

Die Vorfreude auf Groß-Bieberau ist groß, doch jetzt freut er sich erst einmal darauf, mit Groß-Umstadt die Runde gut zu Ende zu bringen. „Es könnte besser für uns laufen, aber man muss auch sagen, dass wir immer wieder mit Verletzungspech zu kämpfen haben. Wir werden nochmal alles geben, um einen guten Abschluss hinzubekommen“, sagt der sympathische junge Mann.

Wir wünschen ihm viel Erfolg auf seinem weiteren Weg und freuen uns, zeitnah wieder über ihn berichten zu dürfen.

Das Bild hat uns Dennis zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Samstag kommt es in der zweiten Handball-Bundesliga zum Unterfrankenderby zwischen Wölfe Würzburg und dem TV Großwallstadt.

Es ist ein richtungsweisendes Duell für beide Mannschaften, denn der TV Großwallstadt möchte mit einem Sieg ins neue Jahr starten und im letzten Spieltag der Hinrunde gleich zwei Punkte einfahren, um in der Tabelle wichtige Punkte nach unten gut zu machen. Und natürlich möchte das Team um Neu-Trainer Vyacheslav Slava Lochmann beweisen, dass es den Trainerwechsel gut verkraftet und sich in den letzten zwei Wochen spezifisch auf den Gegner vorbereitetet hat.

Die Wölfe hingegen müssen auf einen Erfolg in diesem brisanten Derby hoffen, da sich die Mannschaft um Trainer Julian Thomann aktuell auf dem letzten Platz der Tabelle befindet und im Kampf um den Klassenerhalt angekommen ist. Vorbereitet hat sich das unterfränkische Team in einem Trainingslager auf Sizilien, wo das Wolfsrudel gegen A.S.D. Albatro Teamnetwork Siracusa einen hohen Sieg im Testspiel eingefahren hat.

Aber auch die Gäste haben ihre Hausaufgaben gemacht. Im Testspiel gegen Hüttenberg gewannen sie mit 34:32 und Trainer Slava Lochman konnte in diesem Spiel erstmals wieder auf Adrian Kammlodt zurückgreifen, der seine Sprunggelenksverletzung auskuriert hat.

TVG kann nicht vollzählig antreten

Fehlen werden allerdings weiterhin Görkem Bicer aufgrund seiner Kreuzbandruptur und Torhüter Jan-Steffen Minerva wegen einer Operation an der rechten Hand. Auch der Einsatz von Nachwuchs-Keeper Julian Ohm ist noch ungewiss, da er erst seit dieser Woche wieder langsam ins Training eingestiegen ist. Auf Linksaußen wird Kapitän Florian Eisenträger wieder im Kader stehen, der seine Leistenprobleme überwunden hat, Ievgen Zhuk hingegen muss aufgrund einer Schambeinentzündung pausieren.

Ein Wiedersehen geben wird es mit den ehemaligen TVG-Spielern Patrick Schmidt, Steffen Kaufmann und Andreas Wieser. Vor allem Schmidt und Kaufmann stellen ihre Qualitäten immer wieder unter Beweis und Wieser ist – zusammen mit seinem Kollegen Jonas Maier –  ein starker Rückhalt im Tor.

Dennoch haben sich die Gäste diesmal vorgenommen, nun endlich den Derbyfluch zu besiegen und nach insgesamt sechs verlorenen Partien am Stück als Sieger aus der Partie hervorzugehen. Dies dürfte gar nicht so abwegig sein, wenn der TVG seine Leistung abruft und die Einstellung stimmt. Dafür wird Trainer Slava Lochman sicher sorgen.

 

Das Bild von Mario Stark hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, treffen am Sonntag Tabellenführer HSG Hanau und der TV Kirchzell aufeinander. Die HSG Rodgau Nieder-Roden steht gegen Ferndorf vor einer hohen Hürde und der TV Gelnhausen empfängt die TSG Haßloch.

Weiter spielen: mHSG Friesenheim-Hochdorf II – VfL Gummersbach II, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – VTV Mundenheim, DJK Waldbüttelbrunn – HG Saarlouis, TuS Dansenberg – HSG Pohlheim.

 

TV Kirchzell muss zum Tabellenführer

Vergangene Woche fuhr der TV Kirchzell beim VTV Mundenheim einen souveränen und auch in dieser Höhe verdienten Sieg ein und hat sich in der Tabelle auf den zehnten Platz geschoben. Nach 19 Spielen stehen nun 15:23 Punkte an. TVK-Trainer Alex Hauptmann sagte: „Ich hab unseren Jungs vor dem Mundenheim-Spiel gesagt, dass wir heute die Möglichkeit haben, die Tabelle etwas durcheinander zu werfen. Das ist uns mit dem Sieg gelungen.“ 
 
Doch Ausruhen auf dem Erfolg ist nicht drin, denn am Sonntag steht das nächste Spiel an. Und da steht den Kirchzellern mit dem Primus der Liga ein anderes Kaliber als in Mundenheim gegenüber. Bei der HSG Hanau hängen die Trauben richtig hoch. Mit 33:5 Punkten und 19 Spielen steht die Mannschaft von Trainer Hannes Geist völlig zurecht auf Platz eins der Tabelle. So wie es momentan ausschaut, werden in der Staffel Süd-West der TuS Ferndorf und die Hanauer in die Aufstiegsrunde zur zweiten Liga einziehen. 
 
Die letzten neun Begegnungen hat die HSG allesamt für sich entschieden. Die letzte Niederlage resultiert vom November 2022. Damals verlor Hanau in Ferndorf mit 24:25. Trainer Hannes Geist hat einen ausgeglichen besetzten Kader beisammen, in dem sich jeder seiner Aufgabe bewusst ist. Mit Can Adanir im Tor, Luca Braun, Max Bergold, Dennis Geist, Jan-Eric Ritter oder Jonas Ahrensmeier stehen bärenstarke Akteure im Team. Die Liste der weiteren Leistungsträger ließ sich beliebig fortsetzen. Doch Alex Hauptmann sagt trotz der Dominanz des Gegners: „Wir fahren ohne Angst dahin. Wir müssen unsere Leistung abliefern und das zeigen, was wir können. Unsere Jungs haben sich super in der Tabelle hinten rausgespielt und wir wollen auch in Hanau Farbe bekennen. Also müssen wir auf dem Level weiterspielen.“ Der Coach kann im Moment auch im Training aus dem Vollen schöpfen und die Zeiten, in der es in der Trainingshalle ganz viel Platz aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen gab, sind aktuell vorbei. „Wir nehmen den Schwung der letzten Spiele mit nach Hanau und wollen uns dort von unserer besten Seite zeigen“, so Hauptmann. 
 
Luca Braun, einer der Leistungsträger der HSG, meinte vor der Partie: „Wir wissen, dass der Tabellenplatz von Kirchzell nicht dem entspricht, was sie können. Für sie geht es um den Klassenerhalt und sie werden alles reinwerfen. Wir dürfen das Spiel keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, sondern müssen an unsere letzten Leistungen anknüpfen. Dann stehen unsere Chancen gut, das Spiel erfolgreich für uns zu gestalten.“ Das Hinspiel im Oktober gewann die HSG mit 27:21.
 

Auch HSG-Trainer Hannes Geist sagt: „Wir dürfen uns gegen den TVK einfach keine Schwächephase erlauben und müssen unsere optimale Leistung abrufen. Dann werden wir nach 60 Minuten sehen, wozu es gereicht hat.“ Gerade die Wichtigkeit der eigenen Deckungsleistung hob der Coach hervor, denn die individuelle Stärke von Tim Häufglöckner, dem zweitligaerfahrenen Tom Spieß und Leon David sorge auf Seiten der Gäste immer wieder für Torgefahr. Mit 98 Treffern ist Häufglöckner an achter Position der Torschützenliste zu finden und der erfolgreichste Werfer seiner Mannschaft.

„Damit ist klar, dass wir ihnen abwehrtechnisch unser Spiel aufzwingen müssen“, meint Geist. „Dass sie erst gar nicht in ihre Wurfpositionen kommen.“ Gerade die beide Rückraumshooter Joshua Osifo und Michael Meyer-Ricks sind dafür bekannt, auch einmal aus der Distanz sehr ordentlich zu verwerten. Zudem hob Geist die gefährliche Achse um Kreisläufer David und Allrounder Häufglöckner hervor.

 

TV Gelnhausen erwartet Haßloch zum wichtigen Spiel

Am prestigeträchtigsten war sicher das Derby gegen die HSG Hanau in der vergangenen Woche. Doch das vorerst wichtigste Spiel der Saison steht dem TV Gelnhausen jetzt bevor. Erneut in eigener Halle empfangen die Barbarossastädter am Samstag die TSG Haßloch. Es ist das Duell Dritter gegen Vierter und ein wegweisendes Spiel im Kampf um den Einzug in die Pokalrunde.

„Dieses Spiel ist sehr wichtig für uns. Mit einem Erfolg können wir uns etwas absetzen“, weiß Trainer Matthias Geiger, was auf dem Spiel steht. Haßloch erwischte keinen guten Start ins neue Jahr. Aufgrund von einigen Verletzungen konnte man nicht auf die volle Mannschaftsstärke zurückgreifen und musste drei Niederlagen in Folge hinnehmen, zuletzt zu Hause gegen die HSG Rodgau-Nieder-Roden. Entsprechend motiviert dürften die Gäste in die Barbarossastadt reisen. Mit einem Sieg würden sie den TVG von Platz drei verdrängen.

„Haßloch steht nicht umsonst auf Platz vier. Sie hatten zwar eine kleine Schwächephase, aber besitzen nach wie vor einen Kader mit jeder Menge individueller Klasse. Außerdem sind sie uns körperlich überlegen. Auch das Hinspiel war eine sehr enge Kiste. Wir wissen also, was auf uns zukommt. Im Vergleich zur Vorwoche müssen wir uns in der Abwehr deutlich steigern“, weiß Geiger, dass auf seine Mannschaft Schwerstarbeit zukommen wird.

Dennoch ist dem Trainer nicht bange. Im Gegenteil. Er vertraut seiner Mannschaft, die bis dato in jedem Spiel stets alles in die Waagschale geworfen hat. Personell kann er dabei auf den gleichen Kader setzen wie in der Vorwoche. Also wird auch Jonathan Malolepszy mit an Bord sein. Der Kapitän gab gegen Hanau nach langer Verletzungspause ein eindrucksvolles Comeback und war mit acht Toren gleich bester Werfer seines Teams.

 

Rodgau mit Rückenwind gegen Ferndorf

Mit Rückenwind geht es für die HSG Rodgau Nieder-Roden in die Partie gegen den Titelaspiranten TuS Ferndorf. Das Team von Trainer Robert Andersson dominierte lange die Liga, ehe gerade die TSG Haßloch die Erfolgsserie beendet und beide Punkte aus dem Siegerland entführte. Kurz vor Weihnachten leistete man sich zudem noch einen Ausrutscher, verlor knapp in Dutenhofen und liegt inzwischen punktgleich mit Hanau auf Rang zwei der Tabelle. Der Restart in 2023 ist jedoch mehr als geglückt, in Friesenheim (22:35) und gegen Dansenberg (42:27) siegte man deutlich und lässt damit keinen Zweifel am Willen zum Aufstieg und der Rückkehr in die zweite Liga aufkommen. Vor allem die Defensive mit Routinier Lucas Puhl zwischen den Pfosten wusste zuletzt zu überzeugen und wird auch die Rodgauer am heutigen Samstagabend vor enorme Probleme stellen. Im Angriff gilt es nicht nur auf den jungen Rückraumshooter Marvin Mundus und den bosnischen Rechtsaußen Josip Eres zu achten. „Ferndorf hat ohne Frage den am besten besetzten Kader zur Verfügung, alle Positionen sind mit bundesligaerfahrenen Spielern doppelt besetzt. Das wird eine Herkulesaufgabe für uns“, so Trainer Redmann im Vorfeld der Partie.

Auf Seiten der Baggerseepiraten scheint man die richtigen Lehren aus den letzten beiden Heimspielen gezogen zu haben. Vor allem im Angriff zeigte man sich deutlich verbessert und ließ wieder den Spielwitz erkennen, für den die Baggerseepiraten gefürchtet sind. Gerade über Linksaußen war man dieses Mal besonders erfolgreich (11 Treffer), doch leider kehrte Lucas Eisenhuth mit einer Knieverletzung vom Gastspiel in Haßloch zurück und steht für den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung. Weiterhin verzichten muss Trainer Jan Redmann zudem auf Ketil Horn, Lars Spiess (Schulterverletzung) und Felix Mann (Muskelfaserriss), ansonsten stehen alle Spieler zur Verfügung.

 

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Den Artikel über Kirchzell habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt hat heute eine wichtige Vertragsverlängerung verkündet. Finn Wullenweber wird auch in der Saison 2023/24 im Trikot des TVG auflaufen und zusammen mit Adrian Kammlodt weiterhin das Duo auf der Rückraum linken Position bilden.

Dass Finn Wullenweber am Untermain bleiben wird, ist für den TVG eine enorm wichtige Personalie. Der junge Hanseate hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten stark entwickelt, ist mit 77 Toren nicht nur der Top-Torschütze des Vereins, sondern auch ein absoluter Sympathieträger.

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz freut sich sehr über die Entscheidung des Rückraumspielers: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass Finn uns mindestens eine weitere Saison erhalten bleibt. Er hat in den letzten Monaten gezeigt, dass er für uns ein sehr bedeutender Spieler im Team ist. Sowohl in der Abwehr im Innenblock als auch im Angriff ist er ein wichtiger Faktor in unserem Spiel. Ihn zu ersetzen wäre nicht einfach gewesen. Dass er unser Angebot anderen Vereinen vorgezogen hat, zeigt, dass wir hier in Großwallstadt einiges richtig machen und wir auf einem sehr guten Weg sind.“

Auch Finn Wullenweber ist vollends zufrieden mit seiner Entscheidung: „Ich freue mich sehr, auch weiterhin für den TVG zu spielen, da ich aktuell sehr glücklich hier bin und mich hier sportlich und menschlich super weiterentwickeln kann. Zudem macht es mir großen Spaß, jedes Wochenende mit so einem tollen Team auf der Platte zustehen.“

Der 1.96 Meter große Spieler wurde am 12. November 1997 in Hamburg geboren und begann mit fünf Jahren mit dem Handballspielen beim MTV Ashausen. 2009 wechselte er zur SG Luhdorf/Scharmbeck, bevor er sich ein Jahr später dem HSV Hamburg anschloss. Dort durchlief er ab der C-Jugend alle Mannschaften, bevor er 2016 erstmals in der dritten Liga auflief. 2018 feierte er mit dem Verein den Aufstieg in die zweite Liga, 2021 dann in die Bel Etage. Seit dem 01. Juli 2022 steht er beim TV Großwallstadt unter Vertrag, unterschrieb jetzt bis Juni 2024 mit der Option für eine weitere Saison.

Das Bild, das uns der TVG zur Verfügung gestellt hat – danke hierfür -, zeigt Finn Wullenweber zusammen mit den beiden TVG-Geschäftsführern Stefan Wüst und Michael Spatz.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, konnte die HSG Hanau das Spitzenspiel gegen den TV Gelnhausen für sich entscheiden und bleibt damit an der Tabellenspitze. Die HSG Rodgau Nieder-Roden gewann in Haßloch und der TV Kirchzell entschied die Partie in Mundenheim souverän für sich.

 

Baggerseepiraten holen ersten Sieg im Jahr 2023

Die HSG Rodgau Nieder-Roden setzte sich überraschend deutlich mit 36:28 bei der TSG Haßloch durch und der Sieg fiel deutlicher als erwartet aus. Schließlich trat die auf Rang fünf notierte Mannschaft von Trainer Jan Redmann beim Tabellenvierten nicht gerade als Favorit an, auch wenn die Pfälzer zuletzt zwei heftige Derbypleiten hatten einstecken müssen. Zudem hatten die Rodgauer im Hinspiel selbst mit 22:24 den Kürzeren gezogen. Und zunächst schien es auch so, als sollte die Turn- und Sportgemeinde erneut zum Stolperstein für die Südhessen werden, denn die Gastgeber lagen in der achten Spielminute mit 4:2 in Führung und agierten nach einer Zwei-Minuten-Strafe für die Gäste überdies in Überzahl.

Doch dann begannen die „Simon-Brandt-Festspiele“. Der an diesem Abend sehr starke und brandgefährliche Rückraumspieler, der allein im ersten Durchgang sechs seiner insgesamt acht Treffer erzielte, traf dreimal binnen drei Minuten und weil zudem noch Lucas Eisenhuth in dieser Phase seine erste von ebenfalls acht „Buden“ bejubeln konnte, hatten die „Redmänner“ in der zwölften Spielminute mit 6:4 selbst die Nase vorn und zwangen TSG-Trainer Andreas Reckenthäler zur ersten Auszeit. Die aber sollte weitgehend wirkungslos verpuffen. Bis zum 10:8 (17.) hatte nämlich der Zwei-Tore-Vorsprung für die Jungs um Kapitän Marco Rhein weiter Bestand, und danach gelangen ihnen vier Treffer in Folge zur beruhigenden 14:8-Führung, die bis zur Halbzeit sogar noch auf 19:11 ausgebaut werden konnte.

„Wir hatten also zur Pause schon mehr Tore geworfen als letzte Woche im gesamten Spiel gegen Gelnhausen“, zeigte sich Jan Redmann sehr zufrieden mit dem rundum gelungenen Auftritt seiner Mannschaft gegen einen „starken Gegner, der alles versuchte, um sich für die beiden vorangegangenen hohen Niederlagen zu rehabilitieren“. Allerdings hatten die Gäste immer die passende Antwort parat. „Ich freue mich sehr über eine wirklich überzeugende Teamleistung mit tollem Tempospiel, einer starken Abwehr mit den Aktivposten Philipp Keller, Philip Wunderlich und Niklas Geck sowie einem ebenso guten Torwart dahinter“, war der Rodgauer Coach voll des Lobes über die eindrucksvolle Darbietung seiner Schützlinge.

Die kassierten nach dem Seitenwechsel zwar zunächst zwei Gegentreffer, doch im Anschluss kontrollierte die HSG souverän das Geschehen und ließ den Gegner nie näher als auf sechs Tore Differenz herankommen. Vielmehr agierten die Redmann-Schützlinge sehr konzentriert und verbuchten in der 53. Spielminute erstmals eine Zehn-Tore-Führung (32:22). Damit war die Partie entschieden und bis zur Schlusssirene gelang den Gastgebern nur noch eine kleine Ergebniskorrektur.

Aus einem sehr guten Kollektiv ohne Schwachstelle hob der HSG-Trainer neben dem überzeugenden Brandt noch den vor allem in Hälfte zwei kaum zu stoppenden siebenfachen Torschützen Johannes von der Au sowie Henning Schopper hervor, der nicht nur selbst vier Treffer zum Sieg beisteuerte, sondern laut Redmann „auch immer wieder seine Mitspieler gekonnt einsetzte und somit bestimmt an zwei Dritteln unserer Tore beteiligt war“. Ein Extralob hatte der Coach ferner für den treffsicheren Linksaußen Eisenhuth parat, mit dem aber auch ein gewaltiger Wermutstropfen in dieser aus HSG-Sicht so erfreulich verlaufenen Partie verbunden ist. Denn: Der erst seit Jahresbeginn zum Kader gehörende Ex-Groß-Bieberauer hat sich aller Voraussicht nach bei seinem letzten Tor eine schwere Knieverletzung zugezogen.

 

Gelnhausen verliert Spitzenspiel nach großem Kampf

Gewonnen hat zwar die HSG Hanau, doch der Sieger war der Handball in Gelnhausen. 1200 Zuschauer sahen am Samstagabend das mit Spannung erwartete Derby und bildeten einen fantastischen Rahmen für ein packendes Handballspiel. Am Ende verlor zwar der TV Gelnhausen mit 31:36 (15:16) gegen die Grimmstädter, aber die Fans feierten nach dem Spiel ihre Mannschaft und jeder Besucher genoss diesen großen Handballabend.

Eine tolle Geste zeigten die Spieler des TV Gelnhausen unmittelbar vor dem Anpfiff. Alle Akteure trugen beim Einlaufen ein T-Shirt mit der Nummer acht auf der Brust. Ein Gruß an ihren Teamkollegen Philipp Schenk, der sich vor einer Woche das Wadenbein gebrochen hatte und das Spiel aus dem Krankenbett mitverfolgen musste. Auf dem Platz boten beide Mannschaften 60 Minuten rassigen Tempo-Handball, bei dem die Hanauer die etwas reifere Spielanlage zeigten und letztlich verdient den Sieg für sich verbuchen konnten. Das im Vorfeld prognostizierte Duell zwischen den beiden Ausnahme-Torhütern Julian Lahme und Can Adanir fiel indes aus. Beide erwischten keinen guten Tag und wurden früh durch Alexander Bechert bzw. Fabian Tomm ersetzt.  

„Meine Mannschaft hat heute einen tollen Kampf gezeigt und alles auf dem Feld gelassen. Am Ende hat es einfach nicht gereicht. Hanau hat keine Schwäche gezeigt und seine Sache sehr gut gemacht. Das muss man anerkennen“, zeigte sich TVG-Coach Matthias Geiger nach der Partie als fairer Verlierer.

Jonathan Malolepszy, der gegen Hanau sein Comeback nach langer Verletzungspause feierte und vom Fleck weg ein starkes Spiel zeigte, brachte die Rotweißen mit 1:0 in Führung. Doch die Gäste konterten schnell. Mit einem 5:1-Lauf setzten sie sich bereits nach zwölf Minuten auf 7:3 ab und man musste befürchten, dass der Tabellenführer mit der jungen Gelnhäuser Mannschaft kurzen Prozess machen würde. Doch Geiger nahm in der Folge eine Auszeit und stellte seine Mannschaft neu ein. Und tatsächlich: Angefeuert von den Fans schüttelten sich Benjamin Wörner und Co. kurz durch und konterten zurück. Jannik Geisler erwischte einen kleinen Lauf und hatte mit drei Treffern großen Anteil daran, dass es nach 24 Minuten plötzlich 12:12 stand. Die Hölle Süd kochte und der Lärmpegel nahm noch einmal zu, als Yannik Mocken in der 26. Minute tatsächlich die Führung erzielen konnte.

Zwar hielt diese nicht lange an und man ging mit einem 15:16-Rückstand in die Kabine, doch der TVG agierte bis dahin tatsächlich auf Augenhöhe mit dem Spitzenreiter. Im zweiten Abschnitt ging es in hohem Tempo weiter hin und her. Hanau hatte meist mit zwei Toren die Nase vorn und ließ die Gastgeber maximal auf einen Treffer herankommen. Als Maximilian Bergold (51.) und Denis Gerst (52.) mit einem Doppelschlag auf 30:26 erhöhen konnten, war die Vorentscheidung zugunsten der Hanauer gefallen, die sich in der Schlussphase nicht mehr die Butter vom Brot nehmen ließen.

 

Kirchzell lässt Mundenheim keine Chance

Einen enorm wichtigen 32:22-Sieg holte sich der TV Kirchzell beim Aufsteiger VTV Mundenheim und dieser Erfolg war auch mit dem Ergebnis von 32:22 voll und ganz verdient. Damit haben sich die Odenwälder in der Tabelle auf den zehnten Platz geschoben und Mundenheim einen Rang hinter sich gelassen. Allerdings haben diese auch ein Spiel weniger. Doch das war am Samstagabend jetzt erst einmal nicht ganz so wichtig. Wichtiger war, wie der TVK sich in Mundenheim präsentiert hat. Von Anfang an agierten die Gäste sehr konzentriert und konsequent, kamen dementsprechend gut in die Partie. Der guten Körpersprache ließen die Kirchzeller Taten folgen und führten schnell mit 3:1 und 8:4. Mundenheim nahm nach 15 Minuten seine erste Auszeit. Gebracht hat es nichts, denn der TVK agierte weiterhin sehr souverän und baute seinen Vorsprung auf 15:7 (26.) aus. Zu diesem Zeitpunkt nahmen die Hausherren ihre zweite Auszeit. Doch egal, was auch immer sie probierten, der TVK hatte stets die bessere Antwort parat und ging verdient mit 17:8 in die Pause.

Nach dem Wechsel gelang dem VTV zwar das erste Tor zum 9:17. Doch die Odenwälder bauten ihren Vorsprung schnell auf zehn Treffer aus (20:10 – 36.) und hielten diesen fast durchgängig. Zwar wehrten sich die Gastgeber nun etwas mehr, aber sie konnten dem Gegner in keiner Phase des Spiels auch nur annähernd das Wasser reichen. In der Schlussphase ging der VTV zu einer etwas offensiveren Abwehr über. Auch hier hatte der TVK die passende Antwort parat und ließ nichts mehr anbrennen. TVK-Trainer Andi Kunz gab jedem Spieler seine Anteile, ließ auch die Jungen Louis Hauptmann und Julius Mattern spielen. Letzterer erzielte in der 59. Minute sein erstes Drittliga-Tor zum 31:22. Den Schlusspunkt setzte Tim Häufglöckner per Siebenmeter. „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Wir haben den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen, waren gut eingestellt und nichts konnte uns überraschen. Auch die offensivere Abwehr in den Schlussminuten brachte uns nicht aus der Ruhe und unser Sieg war sehr verdient“, freute sich Andi Kunz mit seinen Jungs. 

 

 

Das Bild hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Christos Erifopoulos, Rückraumspieler beim Handball-Zweitligisten HSG Konstanz hat seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert – unabhängig von der Liga.

Als der in Erlenbach am Main geborene Christos, der griechische Wurzeln hat, im Sommer 2021 an den Bodensee wechselte, verletzte er sich zuvor im Training beim Erstligisten FA Göppingen unglücklich. Diagnose: Kreuzbandriss. Für den 23-Jährigen ein Schock. Doch mit viel Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und Wille kämpfte er sich auf das Spielfeld zurück. “Seit etwa einem halben Jahr trainiere ich wieder regelmäßig und ich denke mittlerweile gar nicht mehr an mein Knie”, sagt der sympathische junge Mann, der aber auch zugibt, dass er die schwere Verletzung am Anfang bei gewissen Bewegungen schon noch im Hinterkopf hatte. Das alles ist Schnee von gestern, denn Christos und seine Spielfreude sind zurück auf dem Parkett und in ihm stecken eine große Portion Spielwitz und Potenzial, die nur darauf warten, abgerufen zu werden.

Kampf um den Klassenerhalt

In der in ein paar Tagen beginnenden Rückrunde der Saison 2022/23, will er mit seiner Mannschaft, in der er sich sehr wohl fühlt, im Kampf um den Klassenerhalt so viele Punkte sammeln wie möglich. “Unsere ersten Spiele waren wirklich nicht gut. Mittlerweile spielen wir viel besser. Es hat uns einfach die Routine und auch das Erfolgserlebnis gefehlt. Wir sind ein junges Team, haben noch nicht so viele erfahrene Spieler in unseren Reihen und mussten uns erst in Liga zwei zurecht finden. Aber ich bin mir sicher, dass wir in der Rückrunde gut da sind und der Start besser wird als zu Beginn der Saison. Wir haben unser Selbstvertrauen gesteigert und zuletzt gesehen, dass wir gegen jedes Team eine Chance haben. Wir dürfen nur nicht schläfrig anfangen, sondern von Anfang an alles reinlegen und alles dafür tun, dass es mit dem Klassenerhalt klappt”, sagt er mit Überzeugung in der Stimme.

“Das Leben hier ist schön”

Mit ein Grund für seine Vertragsverlängerung ist auch, dass er sich in Konstanz sehr wohl fühlt. “Das Leben hier ist richtig schön und ich fühle mich total wohl hier, habe jeden Tag Spaß und freu mich auf jedes Training. Ich habe ein sehr professionelles und familiäres Umfeld und ich möchte jetzt auch wieder mein Können zeigen und allen, die mich während meiner Verletzung so gut unterstützt haben, etwas zurückgeben”, sagt der Student der Wirtschaftswissenschaft.

Christos spielte unter anderem schon beim TV Großwallstadt, in der TVG-Junioren-Akademie in der A-Jugend Bundesliga, war dort Torschützenkönig. Weiter spielte er beim Erstligisten FA Göppingen, mit Zweitspielrecht beim Drittligisten TV Plochingen und war auch hier Liga-übergreifend bester Drittliga-Torschütze.

Wie er zum Handball kam, dass seine Familie “handballverrückt” im positiven Sinn ist und einiges mehr, könnt Ihr auf meinem Blog lesen, da ich immer wieder über Christos schreibe.

Ich wünsche dem jungen sympathischen Spieler alles Gute für diese Saison und für die kommende und freue mich, bald wieder über ihn berichten zu dürfen.

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, muss der TV Kirchzell am heutigen Samstag zum Aufsteiger Mundenheim reisen. Der Heimsieg vergangene Woche gegen die HG Saarlouis hat den Kirchzellern sehr gut getan. Er war wichtig – nicht nur für den Punktestand, sondern auch für das Selbstvertrauen. Auch wenn sich der TVK darauf nicht ausruhen kann. In Kirchzell wissen alle, die auf die Tabelle schauen, was die Stunde geschlagen hat. Daher ist es enorm wichtig, dass die Spieler mit breiter Brust ins nächste Spiel gehen. „Wir müssen nicht jede Woche nun über die Bedeutung unserer letzten Spiele sprechen“, sagt daher auch TVK-Trainer Andi Kunz. „Wir wollen dahinten raus. Daher müssen wir in Mundenheim gewinnen, um näher an diese ranzurücken“, so der Coach weiter.

Der VTV steht derzeit auf Platz zehn der Tabelle und hat 15:19 Punkte bei einem Spiel weniger als der TVK. Dieser hat bei 18 Spielen 13:23 Punkte und steht auf Platz zwölf. 
 
Chancen auf Sieg stehen nicht schlecht
 
Die Chancen auf einen Sieg stehen für die Odenwälder nicht schlecht. Im Oktober hatten sie den VTV beim 31:24 gut im Griff. Doch das ist Schnee von gestern. Mittlerweile haben sich die Gastgeber gut weiter entwickelt, haben gegen die Mitaufsteiger Waldbüttelbrunn und Pohlheim gewonnen, knöpften Nieder-Roden einen Punkt ab und gewannen unter anderem gegen Dutenhofen/Münchholzhausen und Saarlouis. Allerdings setzte es für die „Munnremer Hornissen“ zuletzt in Hanau eine deftige 38:18-Klatsche. 
 
„Mundenheim hat einen breiten Kader und die Kräfte werden gut verteilt. Egal, wer spielt – jeder weiß, was er zu tun hat. Wir müssen also alle auf dem Schirm haben“, weiß Andi Kunz. Tatsächlich wird das für die Kirchzeller eine schöne Herausforderung werden. Mit den Schleidweiler-Brüdern, den Außen Marco Binnes und Emanual Novo oder Yannik Treiber im Rückraum hat Trainer Steffen Schneider gute Akteure, auf die er sich verlassen kann. Es gibt nicht den einen „Überflieger“ im Team, sondern alle Spieler können gefährlich werden. Hinzu kommt die Atmosphäre in Mundenheim. „Die dürfen wir nicht unterschätzen. Unser Kampf und unsere Einstellung muss passen und wir müssen alles geben“, sagt Kunz. So wie es ausschaut, sind alle seine Spieler fit.
 
Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, gibt es auch diese Woche ein Knaller-Derby, wenn der TV Gelnhausen die HSG Hanau empfängt. Der TV Kirchzell muss nach Mundenheim und die HSG Rodgau Nieder-Roden nach Haßloch.

Weiter spielen: TuS Ferndorf – TuS Dansenberg, HG Saarlouis – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, HSG Pohlheim – mHSG Friesenheim-Hochdorf II, VfL Gummersbach II – DJK Waldbüttelbrunn.

 

Spitzenspiel in Gelnhausen

Spitzenspiel und Lokalderby – viel mehr geht nicht. Wenn der TV Gelnhausen als Tabellendritter den Spitzenreiter HSG Hanau empfängt, dann ist Spannung vorhersehbar.

Derzeit belegt Hanau mit 31:5 Punkten den ersten Platz. Der TVG rangiert mit 24:10 Zählern auf Rang drei und hat noch ein Nachholspiel. Mit einem Sieg könnte der TV Gelnhausen den Kampf um den Einzug in die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga noch einmal spannend machen. „Die Jungs freuen sich riesig auf das Spiel vor so vielen Zuschauern und sind hochmotiviert“, gibt Trainer Matthias Geiger die Stimmungslage wieder.

Für seine junge Mannschaft steht also die nächste große Reifeprüfung bevor. Hanau strebt zum dritten Mal hintereinander den Einzug in die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga an und ist in dieser Saison in der Süd-West-Staffel das Maß aller Dinge. Im Umfeld wird längst offen über die 2. Bundesliga gesprochen, auch wenn Hannes Geist kürzlich versuchte, die Erwartungen zu dämpfen und sagte, dass man noch nicht reif dafür sei. Doch der Trainer und Geschäftsführer in Personalunion hat in den letzten Jahren nahezu im Alleingang aus einem normalen Drittligisten einen Aufstiegsaspiranten geformt.

Hanau geht folglich als klarer Favorit in dieses Spiel. „Sie stehen nicht umsonst ganz oben und machen das richtig gut. Sie haben eine wahnsinnig starke Abwehr im Verbund mit den Torhütern und sind bissig im Angriff“, weiß Geiger, dass auf seine Mannschaft Schwerstarbeit zukommen wird. Doch je größer bisher die Aufgaben waren, desto höher sind Yannik Mocken, Silas Altwein und Co. bisher über sich hinausgewachsen und haben längst eine kleine Handball-Euphorie in Gelnhausen entfacht. Die knappe 22:23-Niederlage aus dem Hinspiel, als man die Hanauer am Rande einer Niederlage hatte, macht zusätzlich Mut.

„Im Angriff müssen wir uns verbessern und mehr Zug zum Tor entwickeln, um durchschlagskräftiger zu werden. In der Abwehrarbeit wollen wir an das Nieder-Roden-Spiel anknüpfen und noch eine Schippe drauflegen“, sagt Geiger, der auch weiß, dass das Derby zum großen Teil auch im Kopf entschieden wird. „Wir müssen emotional auftreten, aber dürfen nicht überziehen.“

Verletzungspech bei den Barbarossastädtern

Ausgerechnet vor dem Spiel der Spiele geht der TV Gelnhausen personell auf dem Zahnfleisch. Gleich sieben Spieler stehen nicht zur Verfügung oder drohen auszufallen. Die beiden Langzeitverletzten Henrik Müller und Michael Hemmer fehlen definitiv. Weiterhin dürfte für Jonathan Malolepszy, der sich seine langwierige Verletzung am Fersenbein im Hinspiel in Hanau zugezogen hatte, ein Einsatz ebenso zu früh kommen wie für den zuletzt angeschlagenen Felix Reinhardt.

Max Bechert hat nach langer Verletzungspause noch Trainingsrückstand. Ob Jannik Geisler nach seinem Zusammenprall mit einem Gegenspieler aus dem Nieder-Roden-Spiel rechtzeitig fit wird, steht ebenfalls noch in den Sternen. Philipp Schenk, der eigentlich wieder dazustoßen sollte, zog sich am vergangenen Wochenende einen Wadenbeinbruch zu. Für ihn ist die Saison gelaufen. „Wir spielen am Samstag für Philipp und werden uns zerreißen“, sagt Schenks Teamkollege Nils Bergau.

Hanaus Trainer Hannes Geist sagt vor dem Derby: „Wir sind 2023 sehr gut aus den Startlöchern gekommen und wollen daran natürlich anknüpfen. Unser Fokus liegt jetzt auf der nächsten extrem spannenden Herausforderung im Spitzenspiel. Wir hoffen natürlich, dass zahlreiche Unterstützer aus Hanau mitkommen. Das gibt immer noch mal ein bisschen Auftrieb, und ich denke, das hat die Region und der Kreis Main-Kinzig sich auch verdient, dass es da bei diesen Spielen eine tolle und elektrisierende Kulisse gibt.” Im gebundenen Spiel wird auf die Grimmstädter eine extrem aggressive und bewegliche Deckung zukommen, die vermehrt das Eins-gegen-eins sucht. Diese Spielweise spielt Gelnhausen im bisherigen Saisonverlauf mit Effizienz und Erfolg. Im Hanauer Angriffsspiel gilt es deshalb den Ball schnell zu bewegen, die Räume gut anzulaufen, um diesen Situationen aus dem Weg zu gehen. Werden die gewünschten Abschlusspositionen erreicht, müssen diese konsequent und eiskalt genutzt werden.

 

Die HSG Rodgau Nieder-Roden muss beim Tabellenvierten TSG Haßloch antreten. Die Mannschaft von Trainer Jan Redmann möchte sich gerne für die Hinspielniederlage revanchieren und wird alles reinlegen.

 

Das Bild hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der ersten Rollstuhl-Basketball-Liga empfangen am Sonntag um 15 Uhr die ING Skywheelers die BG Baskets Hamburg. Die Gäste stehen auf dem vorletzten Tabellenplatz und die Hausherren wollen unbedingt punkten.

Lest die Pressemitteilung des Vereins, die uns Marco Hopp zur Verfügung gestellt hat:

Mit den BG Baskets Hamburg kommt der aktuell Vorletzte der RBBL an den Main. Die Hamburger sind schon seit Jahren ein fester Bestandteil der ersten Bundesliga, doch befinden sie sich in einer, für sie, sehr unangenehmen Situation. Mit Mojtaba Kamali haben sie einen Erfolgsgaranten der zurückliegenden Spielzeiten verloren, der zu den Rhinos nach Wiesbaden gewechselt ist. Zwar konnten sie mit Paul Jachmich und Mamady Traore zwei junge Talente verpflichten, doch brauchen die beiden noch einige Zeit um sich zu entwickeln und die Hamburger zu alter Stärke zurück zu führen. Somit stehen sie zurzeit im Tabellenkeller der 1. RBBL und sind zum jetzigen Zeitpunkt ein Abstiegskandidat.

Lediglich gegen die Hot Rolling Bears aus Essen haben sie ihre ersten Punkte in dieser Spielzeit einfahren können. Der Spielertrainer der Hamburger, Alireza Ahmadi hat sich gerade in diesem Spiel gegen die Essener so schwer verletzt, dass die laufende Saison für ihn beendet ist und er sich wahrscheinlich einer Operation an seiner Schulter unterziehen muss. Doch sind die Hamburger auch ein Team, das sich noch lange nicht aufgegeben hat. Am vergangen Spieltag haben sie gegen den BBC Münsterland einen kleinen Achtungserfolg erzielt. Sie verloren zwar mit 10 Punkten (52:62), doch haben sie es dem Play Off Kandidaten schwer gemacht, die Punkte aus Hamburg zu entführen.

Die ING Skywheelers gehen somit als Favorit in das anstehende Erstligaduell. Doch steckt ihnen, nach der zurückliegenden Niederlage gegen die Rhinos, ein wenig Verunsicherung in den Köpfen. Diese gilt es, in Vorbereitung auf das kommende Erstligaduell, zu beseitigen und sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Die Vorbereitungen auf das Spiel am kommenden Sonntag laufen optimal und das Ziel für die ING Skywheelers wird es sein, zwei weitere Punkte einzufahren, auch wenn es kein leichtes Unterfangen sein wird.

 

Das Bild, das Nico Dreimüller zeigt, hat uns der Verein zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.