Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball-Oberliga Hessen stehen mit dem TV Kirchzell und der TSG Groß-Bieberau nun nur noch zwei Mannschaften verlustpunktfrei an der Tabellenspitze. Die HSG Gensungen/Felsberg verlor gegen Münster und musste am Wochenende die erste Niederlage hinnehmen.

 

Mit 44:31 (19:14) gewann der TV Kirchzell gegen die HSG Hanau II und wurde seiner Favoritenrolle mehr als gerecht. Zunächst taten sich die Kirchzeller gegen die offensive Abwehr des Gegners etwas schwer. Doch dann kamen die Hausherren ins Rollen und hatten das Spiel unter Kontrolle.

“Nach dem Wechsel setzten wir uns dann mit sechs, sieben, acht Toren ab, haben den Abstand gehalten und sogar ausgebaut”, sagte TVK-Kapitän Jan Blank. Und er freute sich, dass sein Team derzeit in einer guten Position ist, gut wechseln zu können. Spätestens beim 33:24 in der 45. Minute war die Partie längst gelaufen. Die TVK-Trainer wechselten in Halbzeit zwei dann auch ihre Torhüter, brachten Tobias Jörg für Joshua Löffelmann. Beide zeigten eine solide Leistung.

Die besten Torschützen der Kirchzeller waren Joshua Osifo und Ievgen Zhuk mit je acht Treffern, Niklas Ihmer mit sechs und Antonio Schnellbacher und Kapitän Jan Blank mit je fünf Toren.

 

Glücklicher Auswärtssieg beim Aufsteiger Bruchköbel

Ohne Torhüter Jonathan Bausch und Jonas Riecke musste die Tuspo Obernburg beim Aufsteiger SG Bruchköbel antreten und gewann am Ende mit 33:31 (18:15). Obernburg kam nach nervösen Anfangsminuten bis zur zwölften Spielminute besser ins Spiel und führte mit 10:4. Eine offensive Tuspo-Abwehr machte es den Gastgebern zunächst sehr schwer und die gut aufgelegten Thomas Keck und Louis Markert waren im Angriff immer wieder erfolgreich. Auch nach 20 Minuten war die Tuspo immer noch sehr dominierend und lag mit 14:10 in Führung, obwohl bis dahin schon zwei Siebenmeter vergeben wurden. Der Aufsteiger aus Bruchköbel konnte kurz der Halbzeitpause den Rückstand noch etwas verkürzen und mit einer 18:15-Führung der Obernburger ging es in die Kabinen.

Hausherren waren hellwach

Nach der Pause waren die Hausherren dann hellwach und kamen – angetrieben von ihren lautstarken Fans –  bis zur 38. Minute zum 21:21-Ausgleich. Tuspo-Trainer Rudi Frank nahm eine Auszeit und motivierte seine Mannschaft noch einmal, das Spiel nicht aus der Hand zu geben. Aber die SG ging in der 41. Minute beim 23:22 erstmals in Führung und ab diesem Zeitpunkt war die Partie hartumkämpft und die Tuspo musste unbedingt einen Zahn zulegen, sollte gewonnen werden. Auch in dieser Phase des Spiels waren es dann wieder die Rückraumspieler Keck und Markert, die dafür sorgten, dass die Römerstädter beim 24:23 wieder vorne waren und diesen knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff halten konnten. Am Ende holten die Obernburger mit dem 33:31-Auswärtssieg zwei wichtige Punkte und Trainer Frank sagte nach dem Spiel: „Das war sicher keine Glanzleistung, aber wir sind heilfroh die zwei Punkte mitnehmen zu können und freuen uns über das jetzt ausgeglichene Punktverhältnis.“

Beste Werfer für die Tuspo waren Thomas Keck mit neun und Louis Markert mit acht Treffern.

 

 

Groß-Bieberau gab sich keine Blöße

Gegen den Aufsteiger HSG Großenlüder/Hainzell gewann die TSG Groß-Bieberau mit 36:29 (20:14) und war auch im sechsten Spiel erfolgreich. Das Spiel begann unglücklich für die Falken, denn gleich beim ersten Angriff der Gäste stieß Robin Hübscher unglücklich mit seinem Gegenspieler zusammen und musste mit einer klaffenden Platzwunde an der Stirn vom Platz. An ein Weiterspielen war nicht zu denken. So kam der A-Junioren-Spieler Julian Kunzendorf zu einem 59 Minuten Einsatz und konnte dabei drei Tore erzielen.

Die Falken gingen 2:0 in Führung, aber die Gäste konnten ausgleichen. Zweimal Dennis Weit und Kevin Kunzendorf legten dann wieder zur 6:3 Führung auf, wer aber glaubte Groß-Bieberau würde den Tabellenletzten jetzt an die Wand spielen, sah sich getäuscht. Die ansonsten so zuverlässige Abwehr wirkte unsicher und ließ die Gäste gewähren, die immer wieder zu Toren kamen. Groß-Bieberau ließ zwar zu keiner Spielphase Zweifel an einem Sieg aufkommen, aber da wäre viel mehr drin gewesen.

TSG legte nicht zu

Offenbar gab sich die Mannschaft mit dem Halbzeitergebnis zufrieden und legte auch in der zweiten Halbzeit nicht zu. Der Vorsprung wurde brav verwaltet, zwischenzeitlich auch ein 31:21 in der 50. Minute erzielt, die aber keinen Bestand bis zum Ende hatte. Immer wieder fanden die Gäste Lücken in der Bieberauer Abwehr. Trainer Beilstein wechselte trotzdem wieder seine jungen Spieler Berres und Trautmann ein und gab ihnen Spielzeit. So stand es am Ende 36:29, ein Sieg, zwei Punkte aber dennoch eine gewisse Unzufriedenheit, denn gegen den sympathischen Tabellenletzten hätte man mehr erwartet.

Trainer Björn Beilstein: „Wir haben gewonnen, das ist die gute Nachricht und haben weiter keinen Verlustpunkt. Zufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft bin ich aber keineswegs. Wir haben heute nicht gut gedeckt, viel zu viel zugelassen und unnötige Gegentore hinnehmen müssen. Das können wir viel besser, wie zuletzt in Münster. Im Angriff müssen wir weiter an unserer Effizienz arbeiten.“

Die meisten Tore erzielten Kevin Kunzendorf (10), Weit und Nehrdich (je 7).

 

 

Das Bild hat uns die Tuspo zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt zeigte im Auswärtsspiel beim HC Elbflorenz in Halbzeit zwei eine schwache Leistung und verlor am Ende mit 25:34 (15:14). Damit haben die Schützlinge von Trainer Michael Roth den Sprung auf den dritten Tabellenplatz versäumt, stehen nun auf Rang acht. Der HCE hingegen kletterte von Platz zehn auf Platz sechs.

Und es bleibt dabei: Die Mannschaft zeigt bisher zwei Gesichter. Hat sie daheim noch eine makellos weiße Weste, gab es in der Fremde bisher noch nichts zu holen. Dabei wollten Dino Corak und Co. diesmal den Bock umstoßen und mit etwas Zählbarem aus Dresden zurück kommen. Nach einigen vergebenen Chancen zu Beginn der Partie kamen die Gäste besser ins Spiel, führten mit 5:3 (13.). Die Hausherren glichen aus, doch zwei schöne Treffer vom unermüdlich ackernden TVG-Kapitän Dino Corak brachten sein Team wieder mit 8:6 (16.) in Front.

Trainer Michael Roth wirbelte seinen Rückraum viel durcheinander, doch die Fehler wurden nicht weniger. Trotzdem führte der TVG innerhalb weniger Minuten – auch dank eines gut haltenden Petros Boukovinas im Tor – mit 14:9 (26.) und es schien, als ob sich die Gäste bis zur Pause einen komfortablen Vorsprung herausarbeiten könnten. Aber weit gefehlt. Die wahrlich nicht überragenden Hausherren kamen bis zur Pause wieder heran und es ging mit 14:15 in die Kabinen.

Anderes Gesicht in Halbzeit zwei

Nach Wiederbeginn glichen die Gastgeber im ersten Angriff aus, hatten das Momentum plötzlich auf ihrer Seite und zogen innerhalb kürzester Zeit von 15:15 auf 21:15 (41.) davon! Florian Mohr sah in der 38. Minute Rot, seine Mitstreiter zeigten sich völlig von der Rolle und Trainer Michael Roth musste innerhalb von drei Minuten gleich zweimal die Reissleine ziehen. Er forderte von seinen Spielern, dass sie besser verteidigen, besser zupacken sollten. Er forderte mehr Zug aufs Tor und dass sie kein Angsthasen-Handball spielen sollen. Er wechselte den Torhüter, brachte Jan-Steffen Minerva für Petros Boukovinas. Er versuchte es mit einer 5-1-Deckung, brachte den siebten Feldspieler. Doch es nutzte alles nichts. Es war wie verhext. Beim Stande von 29:19 in der 53. Minute war die Messe längst gelesen und die Hausherren konnten nach Belieben schalten und walten, denn die Gegenwehr des TVG hielt sich in Grenzen. Hinzu kam, dass die TVG-Stürmer öfters am HCE-Keeper Marino Mallwitz scheiterten. Am Ende stand eine hohe Niederlage und die Erkenntnis, dass es nun schnellstens gilt, diesen Leistungsabfall zu analysieren, um es in den nächsten Spielen wieder besser zu machen.

Der HCE hingegen freute sich nach Spielschluss unbändig über nun 8:6 Punkte auf dem Konto und ließ sich von den gut 1500 Zuschauern feiern. Der siebenfache Torschütze Jonas Thümmler sagte anschließend: “Wir sind sehr erleichtert über und zufrieden mit dem Sieg. Wir sind mit einer 3-2-1-Deckung gestartet, haben über 50, 55 Minuten lang generell eine gute Deckung gestellt. Das gab wohl den Ausschlag.”

Für den TVG trafen: Salger 4, Klenk 1, Eisenträger 2, Bandlow 4, Schauer 2, Bicer 3/1, Strakeljahn 1, Corak 6, Schalles 2.

Für den HCE trafen: Wucherpfennnig 6/1, Greilich 2, Dierberg 2, Dumcius 2, Kretschmer 3, Stavast 5, Gress 6, Dobler 1, Thümmler 7.

 

 

Das Bild, das Mario Stark zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt spielt am heutigen Sonntag um 17 Uhr beim HC Elbflorenz Dresden und möchte im dritten Anlauf in der Fremde nun die ersten Auswärtspunkte holen.

Gegen Dresden soll dieses Vorhaben jetzt endlich umgesetzt werden. Dass das machbar ist, zeigt die Statistik. Am 14. April 2023 gewann der TVG in Dresden mit 27:33 und auch zuhause gingen Mario Stark und Co. am  13. November 2022 mit 30:24 als Sieger vom Platz.

Dennoch stehen die Blau-Weißen, die noch immer ohne Finn Wullenweber antreten müssen, vor keiner einfachen Aufgabe. Die Sachsen stehen aktuell mit einem ausgeglichenen Punktekonto (6:6) auf Platz zehn der Tabelle, mussten sich zuletzt gegen Lübbecke mit 29:21 geschlagen geben und konnten auch ihr Heimspiel gegen GWD Minden nicht gewinnen. Der neue Trainer der Dresdener, André Haber, kann auf einen qualitativ hochwertigen Kader zurückgreifen. Namen wie Dumcius Mindaugas, Jonas Thümmler und Marino Mallwitz sind in der zweiten Liga keine Unbekannten. Vor allem Lukas Wucherpfennig auf Rechtsaußen zählt zu den besten Torschützen seines Teams.

Allerdings hat der TVG auf dieser Position etwas entgegenzusetzen. Görkem Bicer zeigt sich aktuell in Bestform, hat bereits 33 Mal eingenetzt und er überzeugt mit einer Wurfquote von 83 Prozent. Aber nicht nur Görkem Bicer zeigt sich treffsicher, der TV Großwallstadt verfügt mit einer Trefferquote von 70 Prozent über den besten Wert der Liga. Diese Statistik möchten die Gäste nun gegen Elbflorenz ausbauen und die ersten Auswärtspunkte mit nach Hause nehmen.

Kein Selbstläufer

Dass das Match kein Selbstläufer wird, weiß Trainer Michael Roth nur zu gut: „Natürlich wollen wir nun auch erstmals in fremder Halle gewinnen. Aber das wird in Dresden ähnlich schwer wie in den letzten beiden Auswärtsspielen. Das sind alles starke Gegner und dessen sind wir uns sehr wohl bewusst.“

Nils Kretschmer freut sich auf seinen alten Verein

Einer, der sich sehr auf seinen Ex-Verein freut, ist Nils Kretschmer. Der 30-jährige Rückraumspieler war von 2013 bis 2014 in Großwallstadt zu Hause, spielt nun seit 2015 in Dresden. Er sagt: “Wir haben zwar kein offizielles Saisonziel ausgerufen, aber wir wollen natürlich weiterkommen und uns auf das nächste Level heben. Und wir wollen die Konstanz und den Spaß wieder in den Vordergrund rücken.”

Über den TVG sagte er: “Wir haben uns sehr intensiv auf den TVG vorbereitet und wissen, dass da ordentlich Qualität auf uns zukommt. Ich kenne ja noch einige Spieler von meiner Zeit dort und wir sind auf das schnelle und 1-1-lastige Spiel vom TVG eingestellt. Bisher hat der TVG nur zu Hause alles gewonnen und das wollen sie bestimmt ändern. Wir wissen daher, dass es ein hochklassiges Spiel gegen wird, welches uns alles abverlangt.” Aber Nils Kretschmer freut sich “tierisch, denn solche Spiele gegen den Ex-Club sind für jeden etwas besonderes!”

Sein Verein muss nach wie vor auf Oliver Seidler und Maximilian Janke verzichten. Mitspielen wird auf jeden Fall der türkische Neuzugang Doruk Pehlivan. HC-Trainer André Haber sagte: „Doruk ist ein kompletter Spieler, der uns vorne wie hinten helfen kann und zudem kampfstark ist. Da wir nicht wissen, wann Maximilian Janke wiederkommt, mussten wir noch einmal reagieren. Doruk hat sich sehr gut fit gehalten, aber eben drei Monate kein Handball gespielt. Das ist ein längerer Zeitraum. Er wird noch etwas brauchen sich in unsere Abläufe integrieren und für sich wieder das richtige Handballgefühl zu entwickeln.“

 

Das Bild hat uns Nils zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball-Oberliga Hessen spielten gestern Abend (Freitag) die HSG Pohlheim und der TV Petterweil gegeneinander, wobei Pohlheim mit 31:26 gewann.

Am heutigen Samstag trifft die TSG Groß-Bieberau auf die HSG Großenlüder/Hainzell und der TV Kirchzell empfängt die HSG Hanau II. Am Sonntag muss die Tuspo Obernburg bei der SG Bruchköbel antreten.

 

 

 

Der TV Kirchzell will auch gegen die HSG Hanau am heutigen Samstag seine Siegesserie nicht reissen lassen und wir hochkonzentriert zu Werke gehen. Die Gäste konnten erst zweimal gewinnen, zu unterschätzen sind sie aber nicht. TVK-Trainer Alex Hauptmann weiß, dass sie bevorzugt 3-2-1 oder auch 5-1 decken, eine junge Mannschaft sind, die sicher noch den einen oder anderen Fehler zu viel produziert. Er hofft, dass alle seine Spieler diesmal wieder mit von der Partie sind und die kleine Grippewelle, die das Team erfasst hatte, abgeebbt ist.

Kirchzells Torhüter Joshua Löffelmann, der die letzten Spiele stark gehalten hat, meinte: “Hanau hat insgesamt eine sehr junge Mannschaft gespickt mit ein paar erfahreneren Akteuren. Die HSG spielt einen schnellen Handball und sie verfügen über eine gute erste und zweite Welle. In der Abwehr tritt Hanau normalerweise mit einer 5-1 Abwehr auf. Daher müssen wir 60 Minuten lang unser Spiel spielen, eine gute und stabile Abwehr stellen, im Angriff konsequent abschließen und – wenn möglich – einfache Torerfolge mitnehmen.” Desweiteren sagt der Keeper: “Vor allem aber weil wir vor heimischer Kulisse „der roten Wand“ spielen und wir unsere Siegesserie natürlich weiter ausbauen möchten, ist unser Ziel klar. Wir wollen in diesem Spiel nichts anbrennen lassen und die nächsten zwei Punkte einzufahren.”

 

Obernburg ist in Bruchköbel gefordert

Die Tuspo Obernburg muss am Sonntag bei der SG Bruchköbel antreten. Die Mannschaft von Trainer Tegaday Ramos-Nuez steht aktuell noch ohne Habenpunkte auf dem vorletzten Tabellenplatz. Trotzdem ist der Aufsteiger nicht zu unterschätzen. Vor allem auf die Spieler Fynn Broßmann, der bereits 36 Tore erzielt hat und Sergej Zutic ist zu achten.

Der ehemalige Drittligist (2016/17) setzt viel auf die eigene Jugend und wird als kampfstark gehandelt. Das letzte Duell mit der Tuspo war im Jahr 2021. Die Obernburger wollen auf jeden Fall etwas Zählbares aus Bruchköbel mitnehmen und könnten mit einem Sieg ihr Punktekonto ausgleichen.

 

 

Falken wollen konzentriert bleiben

Nach zuletzt 10:0 Punkten und einem deutlichen Auswärtssieg letzte Woche bei der TSG Münster (21:31) wollen die Falken ihre Siegesserie konzentriert und diszipliniert fortsetzen. Am Samstag spielen die Bieberauer Falken wieder zuhause und treffen dabei auf die HSG Großenlüder/Hainzell.

Der Gegner aus Großenlüder/Hainzell wurde letzte Saison Meister der Landesliga Nord und musste dabei nur ein Spiel verlieren. Diesen Schwung konnten sie aber bislang noch nicht mit in die Oberliga nehmen, stehen sie doch nach fünf Spieltagen mit 0:10 Punkten auf dem letzten Platz. Doch diese Tatsache darf nicht darüber hinweg täuschen, dass eine Mannschaft nach Groß-Bieberau kommt, die durchaus bessere Leistungen erbringen kann. Die Abwehr mit einem soliden Mittelblock ist nicht zu verachten und im Angriff müssen sie ordentlich angenommen werden. Das wissen die Falken und haben sich gut darauf vorbereitet.

Natürlich wollen sie an die Top Leistung in Münster anknüpfen, als sie den starken Aufsteiger über 60 Minuten dominierten und letztlich 21:31 gewinnen konnten. Das war die bisher stärkste Saisonleistung der Mannschaft und die ist immer noch ausbaufähig. Trainer Björn Beilstein: „ Wir werden auch in diesem Spiel mit dem nötigen Respekt auftreten und versuchen unsere Stärken auszuspielen. Aber die Konzentration und die Disziplin muß absolut stimmen. Es gibt keine leichten Spiele in dieser Liga.“

 

 

 

Das Bild von Joshua Löffelmann hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, trennten sich am gestrigen Freitag die Bergische Panther und der Longericher SC Köln mit 27:27-Unentschieden.

Heute Abend empfängt die HSG Hanau den TV Aldekerk daheim und der TV Gelnhausen den TV Homburg. Die HSG Rodgau-Nieder-Roden muss bei der HG Saarlouis antreten.

 

Die HSG Hanau trifft auf einen ihr unbekannten Kontrahenten. Zum ersten Mal ist der TV Aldekerk 07 in der Hanauer Main-Kinzig-Halle zu Gast (Anwurf: 19.30 Uhr). Nach zuletzt zwei Auswärtsspielen in Serie läuft die junge Truppe von HSG-Cheftrainer Hannes Geist endlich wieder vor heimischem Publikum auf. Dabei wollen die Grimmstädter wieder alles auf der Platte lassen und ihren Anhängern 60 Minuten Vollgas-Handball bieten.

„Wir erwarten mit dem TV Aldekerk eine aus dem Rückraum sehr wurfstarke Mannschaft, die in der Abwehr gerne in einem offensiven 5:1-Spielsystem verteidigt“, erklärte Geist unter der Woche am Rande einer Trainingseinheit. „Aber auch defensivere Abwehrvarianten, wie die 6:0, liegen ihnen. Wichtig ist aber vor allem, dass wir nur auf uns schauen.“

Den Fokus auf sich selbst legen, das wollen die Grimmstädter am Samstagabend ganz besonders, wenn nach zuletzt zwei Auswärtspartien endlich wieder Handball vor heimischem Publikum gespielt wird. In der Fremde sicherte man sich mit einer moralisch starken Leistung unlängst ein Unentschieden in einem hart umkämpften Derby beim TV Gelnhausen (23:23). Am letzten Wochenende dann das schwierige Auswärtsduell beim hoch gehandelten Aufstiegsaspiranten TuS Ferndorf (23:28). Mit 6:6 Punkt belegen die Südhessen momentan Platz sieben in der Staffel.

In der Tabelle rangiert der TV Aldekerk 07 auf dem vorletzten Rang. Die Mannschaft von Spielertrainer Tim Gentges hat bislang nur einen Sieg feiern können. Am letzten Spieltag setzte es für die Nordrhein-Westfalen eine deutlich Heimpleite gegen den TV Gelnhausen und das obwohl man in der Vorwoche noch beim TV Homburg hatte überzeugen können. Die Stimmung dementsprechend deutlich im Keller. Doch Hanau ist vor den Gästen von der niederländischen Grenze gewarnt. „Wir werden in unserer Abwehr viel investieren müssen“, so Geist. Gerade auf David Hansen sollten die Grimmstädter dabei ein Auge haben. Der großgewachsene Rückraumspieler bringt es bereits auf 44 Tore in dieser Saison – zuletzt sieben Treffer gegen Gelnhausen. „Bei uns muss am Samstag vor allem die Passqualität stimmen“, gibt Geist die Richtung vor. „Wir wollen unsere Aktionen auf den Punkt spielen und konzentriert unsere Chancen nutzen.“

 

 

TV Homburg kommt mit Top-Neuzugang

Nachdem in der Vorwoche beim TV Aldekerk 07 der erste Saisonsieg eingefahren werden konnte, will der TV Gelnhausen nun am siebten Spieltag auch vor heimischer Kulisse nachlegen. Der Gegner am Samstag (19.30 Uhr) in der Rudi-Lechleidner-Halle ist der TV Homburg. Das Duell gegen den Aufsteiger dürfte alles andere als leicht werden, schließlich reisen die Gäste mit zwei Neuzugängen und breiter Brust in die Barbarossastadt.

„Langsam bewegt sich alles in die richtige Richtung. Mit 23 bzw. 24 Gegentoren in den letzten beiden Spielen können wir mit unserer Abwehrarbeit zufrieden sein“, blickt TVG-Cheftrainer Matthias Geiger optimistisch in die Zukunft. Kann er auch. Schließlich sorgte die instabile Abwehr in den ersten Spielen für reichlich Kopfzerbrechen. Doch mittlerweile scheint der TVG den Schalter gefunden zu haben. Gegen den Aufstiegsaspiranten HSG Hanau kassierte man nur 23 Gegentore, beim 33:24-Auswärtssieg in Aldekerk lediglich eines mehr. „Das geht schon in Ordnung“, sagt Geiger.

Dennoch mahnt der Coach zur Achtsamkeit. „Auch gegen Aldekerk hat uns in manchen Situationen die Aggressivität gefehlt und wir waren zu nachlässig. Das darf uns gegen Homburg nicht wieder passieren. Wir müssen eine konstant gute Leistung bringen, um das Spiel zu gewinnen“, sagt Geiger. Ein Selbstläufer wird das Duell gegen Homburg keinesfalls. Nach 2:8 Punkten besserten die Saarländer nämlich personell noch einmal kräftig nach.

Mit Niclas Ludolph, der beim mittlerweile insolventen Leichlinger TV Drittliga-Erfahrung sammeln konnte, und vor allem Miljan Bunjevcevic heuerten in der Vorwoche zwei neue Spieler für den linken Rückraum an. Insbesondere Bunjevcevic dürfte dabei die künftige Lebensversicherung der Homburger sein. Der 27-Jährige spielte zehn Jahre lang in der ersten kroatischen Liga für Dinamo Vojvodiha. In der vergangenen Saison lief er für Ironi Rehovot in der höchsten israelischen Spielklasse auf.

Bei seinem Debüt in der Vorwoche ließ er mit drei Treffern gleich sein Können aufblitzen. Am Ende setzte sich Homburg souverän gegen das Topteam Bergische Panther durch. Der Sieg sei mehr als wichtig für die Moral und das Selbstvertrauen, sowie die Stimmung gewesen, sagte Homburgs Trainer Steffen Ecker. „Mit den beiden Neuzugängen Bunjevcevic und Ludolph ist auch unser Kader viel breiter besetzt als zuletzt.”

Somit haben die Gäste mit 4:8 Punkten genauso viele Zähler geholt wie der TV Gelnhausen. Entsprechend viel steht auf dem Spiel. Während der Sieger endgültig den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herstellen kann, bleibt der Verlierer zunächst einmal im Abstiegskampf hängen.

„Homburg hat individuell starke Spieler. Sie verfügen über einen gefährlichen Rückraum und ein gutes Kreisläuferspiel“, sagt TVG-Coach Geiger und weiß, worauf es ankommen wird. „Wir benötigen eine aggressive und kompakte Abwehr, um das Spiel für uns zu gestalten“. Und dazu wünscht sich Geiger auch im Angriff eine Steigerung. „Wir lassen vorne immer noch zu viel liegen und müssen uns steigern. Auf uns wartet ein sehr gefährlicher Gegner, der im Aufwind ist.“

Personell bleiben die Rotweißen aktuell eine kleine Wundertüte. Jonathan Malolepszy wird aufgrund muskulärer Probleme wohl erneut nicht zum Einsatz kommen. Hinter Henrik Müller steht ein Fragezeichen. Definitiv fehlen wird Michael Hemmer, bei dem nach dem Spiel in Opladen ein Innenbandriss im Knie diagnostiziert wurde. Hoffen darf man indes auf eine Rückkehr von Benjamin Wörner.

 

 

Die Bilder haben uns der TV Gelnhausen und die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür. 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt behält auch gegen die Eulen Ludwigshafen daheim seine weiße Weste und gewann dank einer überragenden ersten Hälfte am Ende mit 32:29 (19:10).

Die Hausherren mussten erneut ohne den noch verletzten Finn Wullenweber auskommen und trafen auf hochmotivierte Gäste, die zwar einen Umbruch hinter sich haben, viele Talente in ihren Reihen haben, aber auch sehr viel Erfahrene.

TVG-Trainer-Fuchs Michael Roth überraschte mit seiner Aufstellung, brachte zunächst Kuno Schauer und gab dem wieselflinken Frieder Bandlow den Vorzug vor Stefan Salger. Dieser war vor der neuen Saison von den Eulen nach Großwallstadt gekommen. War die Partie bis zum 3:3 (8.) noch ausgeglichen, legten die Gastgeber in der Folge los wie die Feuerwehr. Ehe sich die Gäste versahen, zog der TVG von 8:5 auf 16:5 davon (24.). Die Mannschaft von Trainer Roth spielte wie aus einem Guss und ließ den hoffnungslos überforderten Eulen nicht den Hauch einer Chance. Vor allem die Achse Stark – Corak war eine Augenweide und der Kapitän glänzte am Ende mit acht Toren. Da auch Petros Boukovinas wieder hellwach war, waren Tore des Gegners Mangelware. Beim 19:10 wurden die Seiten gewechselt.

Viel Kampf in Halbzeit zwei

Nach Wiederbeginn kamen dann die Gäste besser aus den Startlöchern, verkürzten auf 12:19. Doch Dino Corak erzielte das 20:12 und 21:13. Die Eulen ließen nicht locker und der TVG nahm die Auszeit beim 21:15 (38.). Die Gäste probierten es mit einer offensiveren Abwehr (5:1). Die schmeckte den Hausherren nicht und der Vorsprung schmolz auf drei Tore (22:19 – 45.). Doch mit viel Kampfgeist und dem siebten Feldspieler behielten die Gastgeber den Überblick, ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende stand dann ein verdienter Sieg und Torhüter Jan-Steffen Minerva, der bei einem Siebenmeter eingesetzt war, sagte: “Wir verfügen über zwei stabile Torhüter mit viel Erfahrung. Das ist gut so. Die erste Hälfte war super und im Angriff lief bei uns alles. Nach dem Wechsel gaben die Eulen Gas und gegen ihr offensives System haben wir mit dem siebten Feldspieler agiert. Das ist gut aufgegangen.”

Neben Dino Corak (8) erzielte Görkem Bicer 9/5 Treffer und Frieder Bandlow glänzte mit 5 Toren. Adrian Kammlodt traf viermal. Der Rest verteilte sich auf: Salger 1, Eisenträger 2, Schauer 2, Stark 1.

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, ist beim TV Gelnhausen in Aldekerk der Knoten geplatzt und der erste Saisonsieg wurde eingefahren. Nichts zu holen gab es für die HSG Hanau in Ferndorf, während Nieder-Roden gegen Hochdorf-Friesenheim einen Punkt holte.

Damit steht Nieder-Roden auf dem vierten Tabellenplatz, Hanau ist Siebter und Gelnhausen hat sich auf Platz elf vorgearbeitet.

 

TV Gelnhausen fährt ersten Saisonsieg ein

Der TV Gelnhausen ist in der Saison angekommen und hat sich am sechsten Spieltag den ersten Sieg geholt. Beim TV Aldekerk 07 setzte sich das Team von Cheftrainer Matthias Geiger mit 33:24 (16:11) durch. Dank des Erfolges verbessert sich der TVG mit nunmehr 4:8 Punkten auf den elften Tabellenplatz und wahrt somit den Anschluss ans Tabellenmittelfeld.

„Wir wollten den Schwung aus dem Hanau-Spiel mitnehmen und genau das ist uns gelungen. Die Jungs sind von Beginn an souverän aufgetreten und haben deutlich gemacht, dass sie heute unbedingt gewinnen wollen. Die gute Abwehrarbeit im Verbund mit unserem starken Keeper Alex Bechert hat die Mannschaft beflügelt. Der Knoten ist geplatzt“, freute sich Geiger nach der Partie über einen rundherum gelungenen Handballabend.    

Dabei musste der Coach einmal mehr kräftig improvisieren. Jonathan Malolepszy (muskuläre Probleme) stand ebenso wie Benjamin Wörner (Erkältung) nicht zur Verfügung. Silas Altwein war noch nicht in Vollbesitz seiner Kräfte und kam nur dosiert zum Einsatz. So war es vor allem Fynn Hilb, der in der Mitte die Fäden zog. Der 20-jährige Lasse Georgi erhielt auf der halbrechten Position in Abwesenheit Wörners viel Einsatzzeiten.   

Trotz der langen Busreise war der TVG vor 450 Zuschauern von Beginn an hellwach und schnell auf den Beinen. Kein einziges Mal wurde dem Gastgeber die Führung überlassen. Vor allem Max Bechert zeigte sich in der Anfangsphase mit drei Toren treffsicher und brachte die Rotweißen nach acht Minuten mit 5:2 in Führung. Das brachte schnell Sicherheit ins eigene Spiel. Der Schlüssel zum Erfolg war sicherlich eine erneut starke Abwehrleistung, die sich über die 60 Minuten kaum Aussetzer erlaubte. Und da es dieses Mal auch im Angriff lief, konnte der TVG über die gesamten 60 Minuten jede Menge Selbstvertrauen tanken. Der TV Aldekerk leistete dennoch bis zur 50 Minute jede Menge Gegenwehr und machte es dem TVG so schwer wie möglich.

So kam Aldekerk in der zwölften Minute durch einen Treffer von Cedric Linden wieder auf 7:8 heran. Aber der TVG konterte mit einem 4:0-Lauf und führte durch einen Treffer von Thimo Wagner in 17. Minute 12:7. Dieser Vorsprung sollte letztlich der entscheidende Puffer sein, den Gelnhausen im weiteren Spielverlauf nicht mehr herschenken sollte. Mit 16:11 ging es in die Halbzeit.

Aldekerk kam gut ins Spiel zurück

Für einen kurzen Moment hatte man den Eindruck, dass Gelnhausen erneut den Start In den zweiten Durchgang verschlafen würde. Mit einem 4:1-Lauf kam Aldekerk in der 36. Minute durch ein Tor von David Hansen auf 15:17 heran und die Halle stand Kopf. Allerdings bewies die junge Gelnhäuser Mannschaft dieses Mal kühlen Kopf und setzte sich zur Wehr. Dennoch bleib das Spiel bis zur 45. Minute spannend.

Durch drei schnelle Tore stellte der TVG in der 49. Minute durch Jannik Geisler auf 26:20 um und der Widerstand der Gastgeber war gebrochen. In der Folgezeit spielte Gelnhausen die Partie unaufgeregt zu Ende. Auch der 33:24-Endstand war in dieser Höhe keinesfalls unverdient. „Aldekerk war bis 20 Minuten nach der Pause brandgefährlich. Aber am Ende haben wir souverän gewonnen. Es war wichtig, dass die Jungs gemerkt haben, dass sie es können. Daher freuen wir uns sehr über diesen Auswärtssieg“, bilanzierte Geiger.

Flex Reinhardt mit einer überragenden Trefferquote war mit elf Toren vor Geisler, der sechs Mal ins Schwarze traf, der erfolgreichste Schütze des Abends. „Er hat seine Sache klasse gemacht“, sagte Geiger. Ebenso haben sich aber auch Henrik Müller, Fynn Hilb, Jannik Geisler und Lasse Georgi im Rückraum die Sache prima aufgeteilt“, freute sich Geiger ohnehin über eine „tolle Leistung des gesamten Teams.“

 

Nichts zu holen in Ferndorf

Die HSG Hanau musste eine 23:28 (8:15)-Niederlage beim TuS Ferndorf hinnehmen. Obwohl das Team von Trainer Hannes Geist über 60 Minuten tapfer dagegenhielt, offenbarten sich im Spielverlauf zu viele Nachlässigkeiten der Grimmstädter, um sich mit den weiterhin ungeschlagenen Gastgebern auf Augenhöhe messen zu können. Über 1000 Zuschauer in der Sporthalle Stählerwiese boten einen mehr als herausragenden Rahmen, welche aber keineswegs so hart geführt wurde, wie es die insgesamt 13 Zeitstrafen auf dem Spielberichtsbogen vermuten lassen.

„Ferndorf war heute die deutlich bessere Mannschaft und hat vollkommen verdient gewonnen“, bemerkte HSG-Cheftrainer Hannes Geist nach Ende des Spiels in Kreuztal. „Wir haben heute zu viele freie Bälle liegen lassen, um hier über Sieg oder Niederlage mitzuentscheiden.“

In der mit 1062 Zuschauern gut besetzten Stählerwiese war die HSG Hanau in den Anfangsminuten noch auf Augenhöhe mit den favorisierten Hausherren. Rechtsaußen Paul Hüttmann hatte die Südhessen mit 1:0 (2. Minute) in Führung gebracht, ehe Max Bergold das 2:1 per Siebenmeter nachlegte (5.). Danach kippte das Spiel aber zunehmend in Richtung der Gastgeber, die insgesamt wesentlich präsenter und ballsicherer auftraten. Nach dem 4:2 von Ferndorf hatte Hanau gleich mehrmals die Chance in Überzahl zu verkürzen, scheiterte aber an der TuS-Deckung oder Lucas Puhl im Tor.

Nach einer Viertelstunde kam ein Bruch ins Spiel der Gäste. Hüttmann hatte von der Außenposition die HSG mit dem 4:5 (15.) ein letztes Mal auf ein Tor herangebracht. Was dann folgte war ein Vier-Tore-Lauf des TuS Ferndorf, auch bedingt durch gleich mehrere technische Fehler des Hanauer Teams. Erst beim 5:12 von Jan Eric-Ritter gelang in der 25. Minute der nächste Treffer. Die in der Summe 13 Zeitstrafen auf beiden Seiten wurden im Laufe der Partie zunehmend zum Faktor – obwohl das Spiel nicht sonderlich hart geführt wurde. „Ich glaube, dass es unsere Sportart nicht besser macht, wenn man so die Emotionen aus diesem Spiel herausnimmt“, meinte Geist beim anschließenden Pressegespräch. „Unfair war die Partie überhaupt nicht.“

Gegen Niederlage gestemmt

Den zweiten Durchgang begann Hanau dann mit viel Dampf. Dem jungen Team war anzumerken, dass es unbedingt den Abstand von 8:15 wieder verkürzen wollte. Ferndorf blieb aber weiterhin mit dem Fuß auf dem Gas. Das 20:12 von Josip Eres (42.) und der Treffer zum 26:16 von Pliuto (50.) ließen die Hypothek für das junge Hanauer Team immer weiter anwachsen. In den Schlussminuten sorgten Dziguas Jusys beim 21:26 (56.) und Björn Christoffel mit dem 23:27 (60.) noch für Ergebniskosmetik. „Unsere Hausaufgabe ist es nun, dass wir wieder auf uns selbst schauen“, sagte Geist. „Wir müssen wieder in die Spur finden. Am Ende stehen wir heute mit sechs Spielern auf dem Feld, die alle noch keine 23 Jahre alt sind.“ Er nahm gleichzeitig seine älteren Akteure in die Pflicht: „Jeder muss sich darauf konzentrieren, wieder an sein Leistungslimit zu kommen.“

 

Baggerseepiraten mit Kampfgeist zum Punktgewinn

Im Spitzenspiel des sechsten Spieltages gab es für die HSG Rodgau Nieder-Roden erstmals in dieser Saison eine 31:31 (16:19)-Punkteteilung. In einer hochklassigen Begegnung sah es dabei lange nach einem Erfolg der cleveren Gäste aus Hochdorf-Friesenheim aus, ehe die Baggerseepiraten dank eines fulminanten Endspurts doch noch einen Teilerfolg verbuchen konnten.

Auch am Tag nach der nervenaufreibenden Partie zeigte sich Trainer Jan Redmann unterm Strich sehr zufrieden mit dem ergatterten Punkt. „Wir hatten keine ganz einfache Trainingswoche, einige Spieler sind angeschlagen, da mussten wir etwas improvisieren. Und ehrlicherweise sind wir miserabel in die Begegnung gestartet, von daher verbuchen wir den einen Punkt ganz klar als Gewinn“. Tatsächlich verschliefen die Hausherren fast die komplette erste Halbzeit, vor allem die Anfangsminuten schmeckten den gut 400 Zuschauern in der RODAUSTROM Sportarena ganz und gar nicht. Denn während die Rodgauer einen Fehler nach dem anderen produzierten, zeigte sich der Tabellendritte abgezockt, nutzte die sich bietenden Chancen konsequent aus und erzielte in den ersten fünf Minuten ebenso viele Tore. Das sorgte zur wohl frühesten HSG-Auszeit, zu der sich Coach Redmann schon nach knapp fünf Minuten genötigt sah. Doch auch in der Folge fanden seine Jungs nur schwer in die Partie, permanent liefen Rhein und Co. einem drei bis vier-Tore Rückstand hinterher.

Auf Seiten der Hochdorfer war es Rückraumshooter Maier, der die HSG-Defensive vor große Probleme stellte, schlussendlich standen zehn Tore für den 21-jährigen Hochdorfer auf dem Spielbericht. Bei den Rodgauern begeisterte wieder einmal die Flügelzange Brühl/Hassler. Mangelnde Einstellung konnte man aber sowieso keinem HSG-Akteur vorwerfen, trotzdem ging man mit einem wenig zufriedenstellenden 16:19 Rückstand in die Kabine.

Nach dem Wechsel war die Partie offen

Nach Wiederanpfiff sorgte dann der gut aufgelegte Niklas Roth in Verbindung mit Schopper und von der Au binnen 90 Sekunden für einen Dreierpack und schon war die Partie wieder komplett offen. Die Gäste legten ihrerseits drei Treffer vor, doch die Baggerseepiraten hatten sich in die Partie zurückgekämpft. Im Deckungszentrum hielten jetzt von der Au und Wunderlich den Laden dicht, vorne trafen der erneut bärenstarke Schopper oder Filip Brühl, auf dessen Konto auch der Treffer zum 26:26-Ausgleich ging. Spätestens zu diesem Zeitpunkt entwickelte sich die Partie zu einem absoluten Krimi, mit wechselnden Führungen.

Henning Schopper war es vorbehalten, beim 29:28 die erste und einzige HSG-Führung zu erzielen, doch Maier drehte die Partie mit einem lupenreinen Hattrick und brachte seine Farben mit 31:29 in Front. Jetzt schienen den Baggerseepiraten die Felle davon zu schwimmen. Doch die HSG zeigte Moral. Erneut traf das Duo Schopper/Brühl und auf der Anzeigetafel stand kurz vor Abpfiff der Partie ein 31:31. Die Hochdorfer konnten den folgenden Ballbesitz nicht nutzen, so dass die HSG ihrerseits die Möglichkeit zum Siegtreffer hatte. Über schnelle Pässe kam der Ball nach Rechtsaußen, wo Nils Hassler beim Torwurf gefoult wurde. Allerdings entschieden die beiden Unparteiischen Adam/Adam sehr zum Unmut der Hausherren auf Kreisübertritt – eine nachweislich falsche Entscheidung, denn in der fraglichen Aktion springt Hassler mit deutlich erkennbarem Abstand zum Torraum ab. Damit blieb es beim 31:31-Unentschieden.

 

 

Die Bilder haben uns die Vereine Hanau, Gelnhausen und Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Danke hierfür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am kommenden Wochenende empfängt die Tuspo Obernburg am Sonntag die starke HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim vor heimischem Publikum. Der TV Kirchzell muss am Samstag nach Großenlüder/Hainzell und die TSG Groß-Bieberau muss ebenfalls am Samstag bei der TSG Münster antreten.

 

Die Tuspo Obernburg empfängt zum dritten Heimspiel der Saison die Mannschaft der HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim in der Obernburger Ballmann-Halle. Der Tabellendritte der letzten Saison hat nach vier Spielen 5:3 Punkte auf seinem Konto und musste dabei eine Niederlage in Petterweil und ein Remis gegen Offenbach-Bürgel hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Gilles Lorenz gehört auch in dieser Saison zu den Top-Teams der Oberliga und hat mit den erfahrenen Spielern Marc Teuner, Eric Schaeffter und Timo Treber, den beiden Torhütern Sebastian Schermuly und Dennis Quandt sowie dem spektakulären Neuzugang Tobias Schimmelbauer vom Bundesligisten HSV Hamburg einen absolut hochkarätigen Kader.

In der letzten Saison hatte die Tuspo beim 25:27 in Breckenheim und beim 29:31 in Obernburg zweimal knapp das Nachsehen. Diesmal hat sich die Mannschaft von Trainer Rudi Frank vorgenommen, der „Ländches Crew“ ihre Heimstärke zu zeigen. Mit einer leidenschaftlichen und konzentrierten Leistung kann dieser Plan umgesetzt werden.

Sandro Friedrich weiß um die Stärke des Gegners

Tuspo-Torhüter Sandro Friedrich, der starke Rückhalt im Kasten, weiß um die Stärke des Gegners und sagte: “Wallau hat einen sehr guten breiten Kader beisammen mit enorm erfahrenen Spielern und starken Torhütern. Die HSG ist sehr rückraumlastig im Angriff und stellt eine kompakte 6-0-Abwehr. Daher müssen wir gut und aggressiv decken und vorne im Angriff die Abwehr in Bewegung bringen und breit spielen. Wir müssen versuchen, konsequent unsere Bälle rein zu machen und dürfen uns keine Schwächephase erlauben wie in den letzten drei Spielen. Wenn wir das 60 Spielminuten schaffen, dann sehe ich gute Chancen das Spiel zu gewinnen.”

 

TV Kirchzell muss zum Schlusslicht

Der TV Kirchzell steht nach vier Spieltagen noch mit weißer Weste da und das soll sich auch nach dem Spiel gegen die HSG Großenlüder/Hainzell nicht ändern. Der Aufsteiger konnte bisher noch kein Spiel gewinnen und steht am Ende der Tabelle. Daher sagte TVK-Trainer Andi Kunz: “Gegen den kommenden Gegner zählt nichts anderes als ein Sieg. Wir werden gut vorbereitet am Samstag dahin fahren und werden uns auch nicht von deren Tabellenplatz blenden lassen, sondern versuchen, unser Spiel zu spielen.”

Etwas Sorgen bereitete unter der Woche eine Erkältungswelle den beiden Trainern. Schon im Spiel gegen Münster vergangene Woche konnte der eine oder andere Spieler gar nicht oder nur phasenweise eingesetzt werden. Wer am Samstag für Kirchzell alles auf der Platte stehen wird, bleibt abzuwarten. Nichtsdestotrotz werden zwei Punkte angepeilt.

 

Falken beim starken Aufsteiger

Am Samstag führt es die Bieberauer Falken in den Taunus zum Aufsteiger TSG Münster, der bislang mit guten Ergebnissen aufwartet. Sicher eine knifflige Aufgabe, die absolut ernst genommen werden muss.

Die TSG Münster spielt im zehnten Jahr in der Oberliga Hessen und gehört damit sicher zu den etablierten Teams der Liga. Nur im Corona-Jahr 2021/22 mussten sie in die Landesliga absteigen, schafften aber den direkten Wiederaufstieg. Mit erfahrenen Spielern und vielen Eigengewächsen wollen sie nun wieder eine gute Rolle in der Oberliga spielen, was ihnen auch bisher gelang. Mit 4:4 Punkten stehen sie nach zwei Siegen und zwei Niederlagen auf Platz sieben und mussten sich letzte Woche in Kirchzell knapp geschlagen geben.

Groß-Bieberau, das noch ohne Verlustpunkt da steht, baut gegen Münster wieder auf seine starke Abwehr und die beiden zuverlässigen Torhüter, muss aber im Angriff deutlich effektiver werden. Da ist noch viel Potential nach oben. Unter der Woche wurde intensiv daran gearbeitet und Trainer Björn Beilstein sagte: „Wir wissen, was in Münster auf uns wartet und sind gut vorbereitet.“

 

 

Das Bild hat uns die Tuspo, Klaus Zengel, zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt empfängt am Samstag um 18 Uhr die Eulen Ludwigshafen in der Untermainhalle in Elsenfeld. Nach den eindrucksvollen Heimsiegen gegen Dessau-Roßlau, Bietigheim und Hagen möchte die Mannschaft um Trainer Roth die Erfolgsserie nun fortsetzen und das vierte Heimspiel in Folge gewinnen.

Das ist gegen die Eulen aus Ludwigshafen nicht so einfach, zieht man die Historie zu Rate. Die letzten vier Partien der beiden Vorsaisons gingen alle an den Gegner aus der Pfalz. Großwallstadt ist daher gewarnt und natürlich auf Revanche aus. Die Eulen haben bislang in der noch relativ neuen Saison 2023/24 ein paar Schwankungen. Besonders eindrucksvoll war der Kantersieg gegen den Aufstiegsaspiranten TuS N-Lübbecke, den das Team um Trainer Johannes Wohlrab mit 41:31 auswärts dominierte. Allerdings ging die Partie gegen Bietigheim und nun zuletzt zuhause gegen VfL Eintracht Hagen verloren.

Trainer Wohlrab kein Unbekannter

Johannes Wohlrab, der zu Beginn der aktuellen Spielzeit das Traineramt in Ludwigshafen übernommen hat, ist in der zweiten Liga kein Unbekannter, war er doch bis Juni 2023 noch beim TV Hüttenberg an der Seitenlinie gestanden. Auch ansonsten hat der Kader einen Umschwung erfahren. Neben Stefan Salger haben auch Max Neuhaus und Sergey Gorpishin das Team verlassen. Dem gegenüber stehen namhafte Neuzugänge wie Mex Raguse  (vorher Lübeck-Schwartau) und Kian Schwarzer – der Sohn von Christian Schwarzer, der zuvor in Lemgo spielte, welche beide schon viele gute Akzente setzen konnten.

Besondere Partie für Stefan Salger

Eine besondere Partie wird es sicher für TVG-Neuzugang Stefan Salger. Der Rückraumspieler, der sich schnell zum Leistungsträger im Team von Michael Roth etabliert hat, trug bis zur letzten Saison noch das Trikot der Eulen und am Samstag kommt es also zum Wiedersehen mit alten Weggefährten. “Gegen den Ex-Verein zu spielen, ist immer ein bisschen was besonderes”, sagt Stefan Salger daher auch. Und weiter: “Ich freu mich auf die alten Teamkollegen, denn ich habe mit ihnen ja viel Zeit verbracht. Trotzdem sollte dies keinen großen Einfluss auf unser Spiel haben. Wir wollen den nächsten Heimsieg, werden deshalb alles geben und uns sehr gut auf den kommenden Gegner vorbereiten.”

Mario Stark will mit seinen Mitstreitern den nächsten Heimsieg

Dass der TVG nach der letzten Auswärtsniederlage in Nordhorn nun gegen die Gäste aus Ludwigshafen überzeugen will, steht außer Frage. Trainer Michael Roth hat mit seinem Team die Abwehrschwäche seines Teams gegen die Niedersachsen analysiert und setzt nun – noch immer ohne den verletzten Abwehrstrategen Finn Wullenweber – auf seinen Innenblock: „Wir haben uns das Spiel gegen Nordhorn genau angeschaut, versucht im Training und Videostudium auf die Dinge einzugehen, die nicht so gut gelaufen sind. Nachdem Finn nun verletzt ist, haben wir einen neuen Innenblock. Da müssen wir Florian Mohr und Stefan Salger jetzt das Vertrauen geben.”

Der erfahrene Coach weiß, dass es vor jedem Spiel eine 50:50-Entscheidung ist, zu gewinnen oder zu verlieren. Doch er weiß auch, “dass wir es auch ohne Finn Wullenweber besser machen wollen und werden als gegen Nordhorn. Ludwigshafen ist eine starke Truppe mit einem guten Rückraum, die aber noch Schwankungen hat. Sie gewinnen in Lübbecke mit zehn, verlieren daheim gegen Hagen mit fünf. Für uns ist jedes Spiel wichtig. Da die zweite Liga jeden Spieltag zeigt, wie stark sie ist, müssen wir vor allem daheim die Punkte holen. Also werden wir Vollgas geben.”

 

Die Bilder von Stefan und Mario hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, treffen am Wochenende trifft die HSG Rodgau Nieder-Roden am Samstag auf die mHSG Friesenheim-Hochdorf II. Die HSG Hanau muss ebenfalls am Samstag beim TuS Ferndorf antreten. Der TV Aldekerk empfängt am Samstag den TV Gelnhausen.

Weiter spielen: TuS Opladen – Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen,  HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II – HSG Krefeld Niederrhein, TV Homburg – Bergische Panther, Longericher SC Köln – TuS Dansenberg, TSG Haßloch – HG Saarlouis.

Nieder-Roden empfängt Friesenheim

Krefeld steht mit weißer Weste an der Tabellenspitze, gefolgt von Ferndorf, Nieder-Roden und Friesenheim. Die beiden punktgleichen Letztgenannten kreuzen am Wochenende zum Spitzenspiel die Klingen. Beide Teams haben bisher erst einmal verloren. Ansonsten hielt sich das Gäste-Team um den Bundesliga-erfahrenen Torhüter Roko Peribonio schadlos und zeigte gerade im letzten Heimspiel gegen die HG Saarlouis eine reife Leistung.

Dabei wusste einmal mehr Rückraumshooter Mihailo Ilic zu überzeugen. Gleich neunmal traf der 21-jährige Halblinke, war damit bester Torschütze seines Teams und bildet in Verbindung mit Regisseur Jan-Philipp Winkler eine brandgefährliche Achse. Auch auf die anderen Akteure, wie Kreisläufer Nikola Sorda oder Neuzugang Gianluca Herbel muss die HSG-Defensive höllisch aufpassen, damit der angepeilte Heimsieg gelingen kann. „Die Friesenheimer spielen wirklich abgezockt und das trotz des relativ jungen Durchschnittsalters. Sie haben keine großen Schwächen, zwei glänzende Torhüter und mit Ilic natürlich einen überragenden Rückraumschützen. Alles in allem wieder eine schwere Aufgabe, der wir uns aber vor heimischem Publikum gerne stellen“, so Trainer Jan Redmann nach der ausgiebigen Videoanalyse des kommenden Gegners.

Trainer Redmann sieht sein Team gut vorbereitet

Sein eigenes Team sieht Redmann gut vorbereitet und mit reichlich Selbstvertrauen ausgestattet. „Wir gehen mit breiter Brust in die Partie, dazu haben wir auch allen Grund. In Haßloch haben wieder viele Dinge gut funktioniert. Wenn wir diese Leistung abrufen und noch konsequenter unsere Chancen verwerten, kann es ein erfolgreicher Abend werden“, so Redmann. Personell kann der HSG-Cheftrainer bis auf die langzeitverletzten Hoepffner, Seidel und Eisenhuth derzeit aus dem Vollen schöpfen und wie wichtig ein breiter Kader ist, zeigte sich gerade nach den zahlreichen Wechseln in Haßloch.

 

 

TV Gelnhausen will Aufwärtstrend fortsetzen

Mit leichtem Rückenwind aus dem Derby gegen die HSG Hanau reist der TV Gelnhausen am Samstag zum TV Aldekerk (Anpfiff (19.30 Uhr). Dann wollen die Barbarossastädter endlich ihren ersten Saisonsieg einfahren. Doch das wird alles andere als leicht. Während der TVG zwei Remis aus fünf Spielen verbuchte, ist beim TV Aldekerk der Knoten geplatzt. In der Vorwoche gab es einen deutlichen 31:24-Heimsieg gegen den TV Homburg.

Mit jeweils 2:8 Punkten rangieren beide Teams im unteren Tabellendrittel. Der Gewinner der Partie findet den Anschluss ans Tabellenmittelfeld. Der Verlierer hingegen ist erstmal im Abstiegskampf angekommen. Umso größer ist die Bedeutung dieser Partie für beide Mannschaften. 

„Wir müssen auf jeden Fall an unsere starke Abwehrarbeit aus dem Spiel gegen Hanau anknüpfen, denn auf uns kommt ein wurfgewaltiger Rückraum zu. Dieses Spiel ist sehr wichtig für uns, aber es ist auch kein einfaches Auswärtsspiel. Wir müssen nach einer langen Anreise sofort unsere Marschroute umsetzen“, sagt TVG-Cheftrainer Matthias Geiger.

Es geht Richtung Krefeld

Aldekerk ist ein Ortsteil von Kerken, etwa fünfzehn Kilometer nördlich von Krefeld. Rund vier Stunden dürfte die Anreise für den TV Gelnhausen dauern. Nach einem verpatzten Start mit vier Niederlagen in Folge, gelang den Gastgebern in der Vorwoche der Befreiungsschlag. „Den geplatzten Knoten hat man vermutlich bis nach Essen-Borbeck gehört. Wir haben endlich wieder Handball gespielt, wie wir es können. Wir haben uns in der Abwehr den Allerwertesten aufgerissen und   vorne einen unglaublich geilen Ball gespielt. Es gibt nichts, womit ich nicht zufrieden sein könnte. Wir haben ein fast perfektes Spiel gespielt“, sagte Alderkers Trainer Tim Gentges zum Erfolg gegen Homburg.

Aufpassen müssen die Rotweißen vor allem auf Julian Mumme, der gegen Homburg gleich elf Treffer erzielte und auf David Hansen, der acht Tore zum Sieg beisteuerte und mit insgesamt 37 Toren aus fünf Spielen bester Feldtorschütze der Liga ist. Beim TV Gelnhausen lichtet sich das Lazarett so langsam. Spieler wie Fynn Hilb, Max Bechert oder Jonathan Malolepszy konnten sich weiter erholen. Auch Jannik Geisler findet immer besser seinen Rhythmus und Henrik Müller kehrt wieder zurück. „Wir brauchen die Abwehr, die wir gegen Hanau gezeigt haben. Die Jungs haben gesehen, dass es funktioniert“, hofft Geiger, dass sein Team den Aufwärtstrend fortsetzen kann.

 

 

HSG Hanau vor schwerem Auswärtsspiel

Eine Woche nach dem Unentschieden im Derby beim TV Gelnhausen geht die HSG die nächste schwierige Auswärtsaufgabe an. Am Samstagabend (19:00 Uhr / Sporthalle Stählerwiese) sind die Grimmstädter beim bislang ungeschlagenen Staffelzweiten TuS Ferndorf zu Gast. Die Nordrhein-Westfalen haben sich im Sommer merkbar verstärkt und richten den Blick wieder auf den Aufstieg in die zweite Bundesliga. Unterdessen rangiert Hanau mit 6:4 Punkten auf Rang sieben der Tabelle, blieb aber in vier der ersten fünf Spiele ungeschlagen.

„Nachdem es in der vergangenen Woche im Derby für uns nicht ganz zum Erfolg gereicht hat, haben wir das Thema noch einmal im Training aufgearbeitet und freuen uns jetzt auf die Herausforderung in Ferndorf“, resümiert HSG-Cheftrainer Hannes Geist die vergangene Trainingswoche. „Natürlich wollten wir nach fünf Spielen von den Punkten her etwas besser dastehen, aber das ist für mich kein Weltuntergang.“

Defensive war gut

Gerade in der Defensive hatte Hanau zu Beginn der zweiten Halbzeit in Gelnhausen, mit variabler Abwehrarbeit, Beton anrühren können, schaffte es aber nicht dieses Pensum über 60 Minuten zu gehen. „Wir haben gezeigt, zu welcher Deckungsleistung wir phasenweise fähig sind und uns so viele Ballgewinne generiert“, sagt Geist. „Wir müssen auch gegen Ferndorf wieder kompakt stehen und unser Ding machen.“

Die Hausherren kennen Bergold, Ritter & Co. bereits bestens aus der vergangenen Runde. Damals entschieden jeweils die Heimteams ihre Spiele für sich. In der Aufstiegsrunde zur zweiten Liga kam es dann zum erneuten Aufeinandertreffen, aus dem die Südhessen als Sieger hervorgingen, nach einem wahren Kraftakt in Spielhälfte zwei. Seitdem hat sich der TuS Ferndorf noch einmal verstärken können. Im Sommer wurde mit dem Kroaten Janko Kevic ein erfahrener Mittelmann verpflichtet und auf der Torhüterposition stieß Jonas Wilde zum Team. Im Rückraum kann der TuS weiterhin auf Marvin Mundus und Julius Fanger bauen, die nicht nur Torgefahr sondern auch viel Dynamik in das Spiel des Tabellenzweiten bringen.

Um der Qualität im Ferndorfer Rückraum die Power und Dynamik zu nehmen, der TuS kam in den ersten Partien der neuen Saison von dort zu jede Menge Abschlüssen, stellt Geist sein Team wieder auf eine kompakte Deckung ein, um schnell auf Ballgewinne gehen zu können. „Das Umschaltspiel ist eine Stärke meiner Mannschaft, die wir bislang noch nicht über 60 Minuten haben zeigen können. Aber auch dort werden wir besser. Gegen Ferndorf müssen wir uns mit allem was wir haben hineinstemmen.“

Einfache Tore braucht Hanau am Samstag, um sich gegen die als offensiv erwartete Deckung des TuS nicht allzu lange im Sechs-gegen-sechs aufzureiben. „Sie gestalten ihren Defensivverbund wesentlich dynamischer als noch im letzten Jahr, mit mehr Druck auf den Gegner“, so Geist. Der Hanauer Chefcoach gibt abschließend einen kurzen Einblick in seinen Matchplan: „Wir wollen auf uns schauen, die Passqualität hochhalten, darauf unsere Möglichkeiten aufbauen und so erfolgreich sein.“

 

 

Die Bilder haben uns Gelnhausen und Hanau zur Verfügung gestellt. Dankeschön dafür.