Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, gab es am vergangenen Wochenende ein packendes Derby zwischen Gelnhausen und Hanau, das am Ende Unentschieden ausging. Nieder-Roden gewann deutlich in Haßloch. Damit steht Nieder-Roden mit 8:2 Punkten auf Platz vier der Tabelle. Hanau steht auf dem siebten Rang mit 6:4 Punkten und Gelnhausen hat 2:8 Zähler auf dem Konto und steht damit auf Platz 13.

 

TV Gelnhausen trotzt HSG Hanau Remis ab

Der TV Gelnhausen und die HSG Hanau lieferten sich ein packendes Derby, das am Ende keinen Sieger hatte. 23:23 (10:10) hieß es nach dramatischen 60 Minuten vor 950 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle. Zwar muss die junge Gelnhäuser Mannschaft auch nach dem fünften Saisonspieltag weiter auf den ersten Sieg warten, doch der Teilerfolg gegen den Aufstiegsaspiranten aus der Grimmstadt war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

„Wir haben uns in der Woche intensiv auf Braun, Bergold und das Kreisläuferspiel der Hanauer vorbereitet. Das hat die Mannschaft heute wahnsinnig gut umgesetzt. Wir haben in der Abwehr einen riesen Schritt nach vorne gemacht. Das Unentschieden ist gerecht, auch wenn für uns am Ende sogar mehr drin gewesen wäre“, sagte Gelnhausens Cheftrainer Matthias Geiger nach dem Spiel.

Hinter dem Trainer und seiner Mannschaft liegt ein turbulente Woche, in der sich positive und negative Meldungen bezüglich der Einsatzfähigkeit der Spieler. So konnte Jannik Geisler erstmals nach langer Verletzungspause wieder voll eingesetzt werden. Jonatan Malolepszy dank toller Arbeit der medizinischen Abteilung zumindest ein bisschen. Dafür meldete sich Henrik Müller kurzfristig erkältet ab, auch Fynn Hilb wackelte, biss jedoch auf die Zähne.

Gelnhausen war von Beginn an gut im Spiel. Auf beiden Seiten dominierten die Abwehrreihen. Nach 14 Minuten brachte Malolepszy den TVG mit einem verwandelten Siebenmeter 5:4 in Führung. 10:10 hieß es zur Pause nach intensiven 30 Minuten, in denen vor allem Neuzugang Thimo Wagner mit vier Treffern wichtige Akzente setzte.

Durststrecke nach dem Wechsel

Zum Start der zweiten Hälfte kam dann bei den Hausherren die schon obligatorische Durststrecke. So dauerte es bis zur 40. Minute, ehe Hilb den ersten Treffer für die Gastgeber erzielte. Doch dank einer überragenden Abwehr, die sich obendrein auf einen glänzend aufgelegten Keeper Alex Bechert verlassen konnte, zog Hanau nur auf 13:10 davon und blieb für den TVG in Reichweite. Zwischen der 44. und 52. Minute hatte Gelnhausen seine beste Phase. Hinten vernagelte Alex Bechert den Kasten und vorne platzte plötzlich der Knoten. Mit einem Vier-Tore-Lauf drehten die Gelnhäuser die Partie und gingen nach zwei blitzsauberen Treffern von Max Bechert mit 19:17 in Führung. Die Hölle Süd stand Kopf. „Hier hatten wir das Momentum auf unserer Seite“, sagte Geiger. Hanau ließ sich nicht abschütteln und kam durch Cedric Schiefer in der 57. Minute zum Ausgleich. Der TVG hatte in der letzten Minute Ballbesitz und stand unmittelbar vor dem Zeitspiel, als Malolepszy den Ball im kurzen Eck am stark agierenden HSG-Torhüter Can Adanir vorbei ins Netz legte.

Hanau kam in den letzten Sekunden noch einmal zurück. Die Schiedsrichter sprachen den Gästen einen Siebenmeter zu, den Maximilian Bergold sicher verwandelte. In den letzten sieben Sekunden startete der TVG noch einen blitzschnellen Gegenstoß, der jedoch nicht vom Erfolg gekrönt wurde. Letztlich blieb es beim leistungsgerechten 23:23.

HSG-Trainer Geist mit Punkt nicht zufrieden

„Ich bin mit dem einen Punkt heute extrem unzufrieden“, bemerkte HSG-Cheftrainer Hannes Geist nach dem Abpfiff am Mikrofon. „Ich denke, dass wir heute 40 Minuten lang die bessere Mannschaft waren. Allerdings haben wir es in der ersten Halbzeit schon verpasst, unsere freien Chancen reinzumachen und lassen dort sechs oder sieben Bälle liegen.“ Und weiter sagte er: „Wir haben heute zwei Mannschaften gesehen, bei denen momentan die Leichtigkeit fehlt. Die beide momentan stark über den Kampf in ihr Spiel finden müssen. Von daher ist das Ergebnis für mich auch leistungsgerecht.“

 

Baggerseepiraten mit Sturmlauf zum hohen Auswärtssieg

Bestens erholt von der deutlichen Niederlage in Krefeld zeigten sich die Rodgauer Handballer beim zweiten Auswärtsspiel in Folge. Gegen das Tabellenschlusslicht TSG Haßloch trumpften die Baggerseepiraten vor allem in der Offensive voll auf, gewannen mit 40:28 (21:16) und ließen dem alles andere als schwachen Gastgeber keine Chance.

Auch am Tag nach dem verdienten Erfolg war Trainer Redmann voll des Lobes über seine Mannschaft: „Die Jungs haben von der ersten Minute an die richtige Einstellung an den Tag gelegt, sind sehr seriös mit den Aufgaben umgegangen und haben sich nie aus der Ruhe bringen lassen.“ Vom Anpfiff weg entwickelte sich ein rasantes Spiel, in dem sich keines der beiden Teams absetzen konnte. Nach dem 7:7 in der 13. Minute kam die HSG-Angriffsmaschinerie so richtig in Gang. Innerhalb kürzester Zeit erarbeiteten sich die Rodgauer einen Vier-Tore-Vorsprung, was den neuen Haßlocher Trainer Marcus Muth zu einer Auszeit zwang. Doch auch in der Folge gingen die Gäste weiterhin sehr konzentriert zu Werke. Ein Doppelschlag von Flügelflitzer Filip Brühl beendete schließlich den torreichen ersten Spielabschnitt. Mit 16:21 wurden die Seiten gewechselt.

Henning Schopper tadellos

Halbzeit zwei stand zunächst ganz im Zeichen der Routiniers Stenger und Schopper. Gerade Rückraumschütze Henning Schopper zeigte dabei eine tadellose Leistung. Immer wieder ging der quirlige Linkshänder mit vollem Zug zum Tor und war von der Haßlocher Deckung kaum zu stoppen. Am Ende standen für ihn –ebenso wie für Filip Brühl- sieben blitzsaubere Feldtore auf dem Spielberichtsbogen. So zogen die Baggerseepiraten weiter ihre Kreise, hatten das Pulver noch lange nicht verschossen und vergrößerten den Vorsprung mit jeder Minute. Dabei half auch Kapitän Marco Rhein, der vor allem in der zweiten Halbzeit seiner Abwehr wieder ein großer Rückhalt war. Trainer Redmann nahm einige Wechsel vor, denn das „Höllentempo“ der ersten 40 Minuten hinterließ schon sichtbare Spuren bei dem einen oder anderen Akteur. Spätestens beim 34.24 war die Frage nach dem Sieger endgültig beantwortet. Schöne Randnotiz: Auch A-Jugendspieler Benedikt Weiland erzielte seinen ersten Pflichtspieltreffer.

 

Die Bilder haben uns Gelnhausen und Hanau zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.

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Handball-Zweitligist TV Großwallstadt muss am heutigen Sonntag um 17 Uhr im Euregium Nordhorn gegen die HSG Nordhorn-Lingen antreten und will endlich auch auswärts punkten. Allerdings muss Trainer Michael Roth auf einen seiner Leistungsträger, Finn Wullenweber, verzichten. Er verletzte sich im Training (wir berichteten) und fällt länger aus.

Nichtsdestotrotz – nach drei wichtigen Heimsiegen möchte die Mannschaft um Trainer Michael Roth nun auch auswärts die ersten beiden Punkte einfahren. Kein leichtes Unterfangen gegen das Team von Trainer Daniel Kubes, welches seine ersten beiden Heimspiele in dieser Saison gewann. Allerdings musste sich Nordhorn auch zweimal auswärts geschlagen geben, hat somit 4:4 Punkte zu verzeichnen.

Ein herber Verlust für die HSG war sicherlich der Abgang von Torhüter Bart Ravensbergen nach Göppingen, allerdings macht Björn Buhrmester seine Sache sehr gut und reiht sich mit 44 Paraden nur zwei Plätze hinter TVG-Schlussmann Petros Boukovinas (46 Paraden) ein. Absoluter Leistungsträger im Team ist sicherlich auch Johannes Wasielewski auf Rückraum rechts.

TVG will sich gut präsentieren

Der TVG jedenfalls hat sich vorgenommen, sich in Nordhorn besser zu präsentieren als im letzten Auswärtsspiel gegen Coburg. Und die Blau-Weißen fahren definitiv mit viel Selbstvertrauen zum Auswärtsspiel, haben sie in den vergangenen zwei Spielen gezeigt, wie man sich gegen starke Gegner behauptet und auch nach einer Schwächephase fokussiert bleibt und sich zurückkämpft. Auch in der vergangenen Spielzeit konnte sich der TVG im Hinspiel gegen die HSG behaupten, musste sich allerdings im Rückspiel zuhause dem Gegner beugen.

Trainer Michael Roth weiß, worauf es ankommt. „In Nordhorn hängen die Trauben hoch, aber wir rechnen uns Chancen aus. Dazu brauchen wir aber höchste Konzentration. Einfach mal hinfahren und mal eben gewinnen geht in dieser Horror-Liga nicht.“

HSG hat den Aufstieg im Visier

Die HSG hat gegen Bietigheim nicht optimal gespielt, war zwar die ersten 15 Minuten vorne, “doch dann haben wir das Momentum verloren und sind unter die Räder gekommen”, sagte HSG-Trainer Daniel Kubes. Gegen den TVG will sich sein Team anders präsentieren. “Aber es wird nicht leicht werden. Michael Roth hat seiner Mannschaft viel mit auf den Weg gegeben und er weiß genau, was er will”, sagt Daniel Kubes, der unter Roth in Melsungen gespielt hat und ihn daher gut kennt.

Und der HSG-Coach meint, dass die Liga sehr ausgeglichen geworden und das Niveau in den letzten Jahren sehr hoch ist. “Es ist mega spannend, welche Ergebnisse jedes Wochenende herauskommen.”

Bis auf einen Spieler, Sander Visser, der sich das Kreuzband gerissen hat, hat er derzeit alle Mann an Bord. “Ganz ungewöhnlich für mich, so viele Spieler im Training zu haben”, unkt er. Er will mit seiner Mannschaft Woche für Woche besser und stabiler werden. “Wir sind in der Breite gut aufgestellt und am Ende der Saison werden wir gucken, wo wir stehen”, sagt der Coach, der mit den Verantwortlichen die Zielsetzung Aufstieg ausgegeben hat.

“Im Vergleich zum letzten Jahr hat der TVG erkennbare Fortschritte gemacht. Ich habe großen Respekt vor dem Gegner, freue mich aber auch auf die Herausforderung, denn es gibt sicher ein gutes Kampfspiel”, so Kubes.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

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In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, kommt es am Wochenende zu einem interessanten Derby zwischen dem TV Gelnhausen und der HSG Hanau. Während Hanau nach vier Spielen 5:3 Punkte auf dem Konto hat, wartet der TV Gelnhausen mit 1:7 Punkten noch immer auf den ersten Sieg.

Die HSG Rodgau Nieder-Roden hat bisher 6:2 Punkte eingeheimst und muss heute bei der TSG Haßloch antreten.

 

Der Knoten soll platzen

Derbytime in der Rudi-Lechleidner-Halle. Am Samstag empfängt der TV Gelnhausen die HSG Hanau. Die Spannung vor dem Main-Kinzig-Gipfel ist groß. Während der letztjährige Aufstiegsrunden-Teilnehmer aus Hanau mit 5:3 Punkten einen ordentlichen Start erwischt hat, hinkt der TVG mit 1:7 Punkten den Erwartungen etwas hinterher. Mit einem Sieg könnten die Barbarossastädter Anschluss an den Dauer-Rivalen halten und ans Tabellenmittelfeld herstellen.

Auf einen doppelten Punktgewinn wartet der TVG bisher vergeblich. Umso größer wäre natürlich die Freude der Rotweißen, wenn es ausgerechnet gegen Hanau klappen sollte. „Die Derbys in der Vergangenheit waren immer eng und kampfbetont. Wir bereiten uns auf ein sehr intensives Spiel vor. Die Jungs werden jedenfalls aus rauskratzen, was geht“, sagt Cheftrainer Matthias Geiger.

Auf Max Bechert und Co. wartet jedenfalls eine Herkulesaufgabe. Die hochambitionierten Gäste, die mit Vehemenz Richtung 2. Bundesliga streben, sind nach der Heim-Niederlage gegen die HSG Rodgau-Nieder-Roden und dem unglücklichen Remis bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen rechtzeitig vor dem Derby wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Gegen den TuS Opladen gab es zuletzt einen 29:26-Heimerfolg.

„Hanau wir eine sehr gute Abwehr stellen, da gilt es Lösungen zu finden“, hofft Geiger darauf, dass der Angriff seine Durchschlagkraft beibehält. Sorgenkind ist ohnehin die Abwehr, die bereits in den vier absolvierten spielen 129 Gegentreffer hinnehmen musste. Nur zwei Teams in der Liga haben mehr Gegentore kassiert. „Die Defensive ist bei uns ein Dauerthema. Gegen Ferndorf haben wir schon gute Ansätze gezeigt. Daran wollen wir anknüpfen und unser Abwehrspiel gegen Hanau weiter verbessern und den nächsten Schritt machen“, sagt Geiger.

Verzichten muss der Coach dabei weiterhin auf Yannik Mocken und auf Michael Hemmer, der sich im Spiel in Opladen eine Knieverletzung zugezogen hat und noch mehrere Wochen fehlen wird. Ebenfalls nicht dabei sein wird Silas Altwein (Probleme am Sprunggelenk) und Jonathan Malolepszy (muskuläre Probleme). Für Jannik Geisler kommt ein Einsatz noch zu früh, ebenso wie für Leon David. Julian Lahme hat zu Wochenbeginn mit dem Lauftraining begonnen. Hinter seinem Einsatz steht ein Fragezeichen.

Formkurve der HSG zeigt nach oben

„Wir sind gewillt unsere Entwicklung weiter fortzuführen“, so HSG-Cheftrainer Hannes Geist mit Blick auf das Wochenende. Zuletzt zeigte die Formkurve des jungen Hanauer Teams wieder deutlich nach oben. Mit der Rückkehr von Cedric Schiefer und Jonas Ahrensmeier stehen auch im Rückraum wieder wurfstarke Alternativen zur Verfügung. „Wir müssen nun weiter an unseren Automatismen arbeiten und die Schritte in Richtung unseres Leistungsoptimums machen“, so Geist, der weiterhin auf Robin Marquardt und Dennis Gerst verzichten muss.

Ein besonderer Abend dürfte es auch für Paul Hüttmann werden. Der HSG-Rechtsaußen wechselte im Sommer von Gelnhausen in die Grimmstadt und erzielte in bislang drei Partien für die Spielgemeinschaft neun Treffer.

Zwei unterschiedliche Spielsysteme

Die Partie dürfte aber auch das Duell zweier unterschiedlicher Spielsysteme werden. Während Hanau vor allem über das Kollektiv und schnelles Umschaltspiel zum Erfolg kommt, begegnet Gelnhausen seinen Gegner mit im Angriff mit vielen Eins-gegen-eins-Situationen, aber auch Gefahr aus dem Rückraum. „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet“, gibt sich Geist kämpferisch, der von seiner Mannschaft wieder eine kompakte Abwehr mit viel Beinarbeit erwartet, um Durchbrüche des TVG früh zu stoppen.

 

Undankbare Konstellation wartet auf die Baggerseepiraten

Im zweiten Auswärtsspiel hintereinander könnte es für die Jungs um Kapitän Marco Rhein kaum einen größeren Kontrast zur Vorwoche geben. Denn nachdem die HSG am vergangenen Wochenende beim selbsterklärten Meisterschaftsfavoriten in Krefeld unterlag, bekommt sie es jetzt mit dem bis dato noch punktlosen Schlusslicht aus Haßloch zu tun. Der Pfälzer Traditionsverein ist denkbar schlecht aus den Startlöchern gekommen, unterlag gegen Hanau, Düsseldorf und eben jene Krefelder, wobei die Haßlocher gerade in der Partie gegen das Spitzenteam lange mithielten und den Favoriten vor große Probleme stellten. Einen herben Dämpfer gab es dann im Anschluss an das verlorene Derby in Hochdorf. Nach der vierten Saisonniederlage stellte Cheftrainer Andreas Reckenthäler überraschend sein Amt zur Verfügung, so dass am Samstag Co-Trainer Gerald Schalter die Verantwortung übernehmen wird.

Alles in allem keine einfache Situation für die Baggerseepiraten, wie auch Chefcoach Jan Redmann bekräftigt: „Wir hatten jetzt schon öfter die Situation auf Gegner zu treffen, die direkt davor den Trainer gewechselt haben, das sind immer schwierige Aufgaben“, zumal die Haßlocher bisher zwar noch keinen Punkt auf dem Konto haben, aber leistungsmäßig nicht enttäuscht haben. „Haßloch hat einige neue Spieler zu integrieren, alles gute Jungs aber der Prozess dauert halt, das kennen wir ja aus eigener Erfahrung“, so Redmann. Trotzdem traut er seinem Team nach dem hervorragenden Saisonstart auch in Haßloch ein Erfolgserlebnis zu.

 

Das Bild hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

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Jetzt hat es auch den Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt erwischt. Bisher blieb der TVG von Verletzungen verschont. Nun musste der Verein den ersten Ausfall der Saison vermelden.

Rückraumspieler Finn Wullenweber verletzte sich im gestrigen Training im Zweikampf mit einem Teamkollegen, kam falsch auf dem Fuß auf und knickte um. Mannschaftsarzt Dr. Jörg Petermann war sofort zur Stelle und kümmerte sich um die Erstversorgung des 25-Jährigen. Am heutigen Freitagmorgen stand die Diagnose dann fest: Finn Wullenweber hat sich ein Außenband am rechten Fuß gerissen und wird am Sonntag beim Spiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen nicht zur Verfügung stehen.

Das Physiotherapie-Team des MTZ Großwallstadt hat sofort die Behandlung aufgenommen, so dass eine Rückkehr aufs Parkett in wenigen Wochen ermöglicht werden soll.

TVG-Trainer Michael Roth sagte: „Bis jetzt hatten wir Glück mit Verletzungen, aber es ist leider häufig in der Saison so, dass sich wichtige Spieler verletzen. Für uns ist das erst einmal ein Schock, weil Finn natürlich hinten wie vorne ein sehr wichtiger Spieler ist. Aber wir haben bereits in der Vorbereitung gezeigt, dass wir auf die Breite setzen und werden deshalb versuchen, auch in der Zeit ohne Finn weiter erfolgreich zu sein.“

Die Lücke, die Finn Wullenweber hinterlässt, müssen nun eben Kuno Schauer, Simon Strakeljahn und Mario Stark schließen.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

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In der Handball-Oberliga Hessen stehen nach drei Spieltagen vier Mannschaften verlustpunktfrei an der Spitze. Gensungen, Kirchzell, Petterweil und Groß-Bieberau haben sich bisher gut geschlagen und noch eine blütenweiße Weste vorzuweisen. Münster und Pohlheim folgen auf den Plätzen mit jeweils 4:2 Punkten.

Den Auftakt ins Wochenende macht der TV Kirchzell. Er empfängt die TSG Münster am heutigen Freitag um 20.15 Uhr in der Miltenberger Dreifachsporthalle. Die Gäste mussten sich zuletzt gegen den Drittliga-Absteiger HSG Pohlheim geschlagen geben. Zuvor gewannen sie gegen Großenlüder und Hanau II. “Münster ist ein gutes Team, hat gute individuelle Akteure in seinen Reihen”, weiß TVK-Coach Alex Hauptmann. Meist deckt die TSG offensiv 5:1, sie kann aber auch 6:0, wie sie zuletzt bewiesen hat. Aufpassen sollte der TVK auf den Mittelspieler Ulshöfer oder auf Basti Schwarz (RR) ebenso wie Weber auf halblinks. Trotz allem sollten sich die Hausherren mit ihrer Qualität gegen die Gäste durchsetzen.

 

Obernburg muss zum schweren Auswärtsspiel nach Gensungen

Am Samstag muss die TuSpo Obernburg  bei der ESG Gensungen/Felsberg antreten. Das Team von Trainer Frank Eidam liegt aktuell auf Platz eins der Tabelle, hat 6:0 Punkte auf dem Konto und gewann gegen Bruchköbel, Hüttenberg sowie Offenbach-Bürgel. Die TuSpo hingegen steht nach zwei Niederlagen in Folge – gegen Kirchzell und Groß-Bieberau – auf dem achten Tabellenplatz. Die ESG hat den bisher stärksten Angriff der Liga, ist auch mit ein Anwärter auf die Meisterschaft. Gensungen ist als sehr heimstark bekannt, macht Tempo nach vorne und auf Schmidt, Kothe oder Lippolt sollte geachtet werden. Vergangene Saison war Obernburg das Zünglein an der Waage, denn mit dem 28:25-Heimsieg “versauten” sie der ESG die Meisterschaft.

 

Bieberau will weiter verlustpunktfrei bleiben

Die Falken TSG Groß-Bieberau empfangen am Samstag die HSG Kleenheim/Langgöns. Die Gäste belegten in der letzten Saison Platz neun der Tabelle und sehen sich nach eigenen Angaben dieses Jahr, trotz einiger namhafter Abgänge, am Ende auf Platz sechs.  Sie pflegen eine äußerst riskante, offensive Deckungsvariante, die ihnen schon so manchen Punktgewinn ermöglichte, aber auch bereits derbe Niederlagen einbrachte. Zuletzt verloren sie zuhause gegen Kirchzell. Letztes Jahr musste Groß-Bieberau verletzungsbedingt beide Spiele verloren geben.

Diesmal soll es anders werden und die Gastgeber wollen ihre Siegesserie weiter ausbauen. Dazu bedarf es wieder der vollen Konzentration und Motivation sich auf den Gegner und seine Spielweise einzulassen und diszipliniert aufzutreten. TSG-Trainer Björn Beilstein: „Wir sind auf alles vorbereitet. Ich kann auf den vollen Kader zurückgreifen, die zuletzt angeschlagenen Büttner, Nehrdich und Keller sind wieder fit!“

 

 

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In der abgelaufenen Saison hat Handball-Nationaltorhüterin Isabell Roch ihren Vertrag beim rumänischen Erstligisten SCM Ramnicu Valcea nach zwei Jahren auslaufen lassen. Sie wollte wieder näher an ihrer Heimat und vor allem bei ihrem Ehemann Valentin Schmidt sein, der beim Zweitligisten Eintracht VfL Hagen spielt, sein. Die beiden haben am 31. Dezember 2022 standesamtlich geheiratet.

Am heutigen Donnerstag saß sie im Flieger zurück nach Rumänien. Was war passiert? Die SCM-Torhüterin Raluca Kelemen hat sich am vergangenen Samstag das Kreuzband gerissen – und der Verein hatte ein Problem. „Für mich kam die Anfrage sehr überraschend. Aber ich habe schon bei meinem Abschied gesagt, dass ich helfen werde, wenn ich gebraucht werde und wenn ich kann. Dass es natürlich jetzt so früh in der Saison sein würde, habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet“, sagte Isabell Roch. Doch für sie war es gar keine lange Überlegung, denn sie hat sich in Valcea sehr wohl gefühlt und sie sagt: „Es ist aber auch eine große Wertschätzung für mich, dass sie gleich bei mir nachgefragt haben.“

SCM-Verantwortliche sind begeistert

Die Verantwortlichen von Ramnicu Valcea sind begeistert, dass Isabell Roch ihrer Bitte nachgekommen ist und zunächst einmal bis Sommer 2024 aushelfen wird. Sie freuen sich darauf, ihre Torhüterin wieder in ihrem Trikot zu sehen und sie sind überzeugt davon, dass sie einen wesentlichen Teil dazu beitragen wird, dass die Ziele, die sich der Verein gesetzt hat, erreicht werden.

Auch ihre beiden Teamkolleginnen Julia Maidhof und Mia Zschocke, die seit dieser Saison für Valcea spielen, freuen sich sehr über ihre Rückkehr.

Isabell Roch hat sich die letzten Monate im Fitness-Studio fit gehalten und wird nahtlos ins Mannschaftstraining einsteigen, ehe es am 04. Oktober gegen den Tabellenzwölften Magura Cisnadie geht.

Wir freuen uns sehr für Isabell und wünschen ihr einen guten Einstand und alles Gute bei ihrem neuen alten Verein.

 

Das Bild hat uns Isabell bzw. der Verein zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Es war im Februar diesen Jahres, als sich Torhüter Philipp Hoepffner vom Handball-Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden nach einem unglücklichen Zusammenprall mit einem Gegenspieler einen Kreuzbandriss zuzog. Inzwischen wurde der 20-jährige Keeper erfolgreich operiert und befindet sich in der Reha. Alle Beteiligten hoffen auf eine Rückkehr zum Start der Rückrunde. Die Zeit in der Reha nutzte der sportliche Leiter der HSG, Marco Rhein, um mit dem Jura-Studenten über seine handballerische Zukunft zu sprechen. Beide Seiten waren sich schnell einig und haben sich auf ein langfristiges Engagement bei den Baggerseepiraten verständigt.

„Philipp hat seinen auslaufenden Vertrag bis 2027 verlängert. Ich freue mich sehr über diese Laufzeit. Vor seiner Verletzung hat Philipp bereits gezeigt, welches Potential in ihm steckt. Mit der Verlängerung wollen wir dem gerecht werden und ihm jetzt die nötige Zeit und Ruhe geben, dass er wieder fit wird. Danach wird es dann heißen, kontinuierlich an den nächsten Entwicklungsschritten zu arbeiten“, so Marco Rhein über seinen Torhüter-Kollegen.

“Die Verletzung war ein Schock”

Philipp Hoepffner sagte zu seiner Verletzung und Vertragsverlängerung: „Die Verletzung im Februar war ein Schock, aber ich bin in der intensiven Reha auf einem guten Weg und kann es kaum abwarten, wieder auf dem Feld zu stehen. Für die Vertragsverlängerung brauchte ich keine lange Bedenkzeit. Ich fühle mich im Verein sehr wohl und freue mich über das Vertrauen. Ich will wieder 100 Prozent fit werden, mich persönlich weiterentwickeln und dann meinen Teil für eine erfolgreiche Zukunft beitragen.“

 

Das Bild von Philipp hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

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In der Handball-Oberliga Hessen haben sich im Derby zwischen der TuSpo Obernburg und der TSG Groß-Bieberau die favorisierten Gäste am Ende mit 30:27 (13:13) durchgesetzt. Der Sieg war aufgrund der Teamleistung verdient.

Die Hausherren fanden gut ins Spiel, führten nach sieben Minuten mit 4:1. Die Gäste glichen aus (5:5) und ab diesem Zeitpunkt blieb die Begegnung sehr ausgeglichen und die Führung wechselte. Die TuSpo konnte den körperlich klar überlegenen Gästen immer wieder Paroli bieten und besonders Linkshänder Tobias Raab und Linksaußen Martin Bieger waren kaum zu bremsen. Mit einem 13:13-Unentschieden ging es dann in die Halbzeitpause, mit dem TuSpo-Coach Rudi Frank allerdings nicht so richtig zufrieden war.

TSG zeigte ihre Klasse nach dem Wechsel

Nach der Pause zeigte die TSG dann gleich ihre Klasse, während die Römerstädter in der Abwehr noch nicht wieder auf „Betriebstemperatur“ waren. In der 37. Minute führte Groß-Bieberau mit 19:14 und Trainer Frank nahm eine Auszeit um seine Abwehr umzustellen und seine Mannschaft wachzurütteln. Aber die Gäste blieben davon unbeeindruckt und kamen immer wieder zu einfachen Toren. Bis zur 46. Minute hatten sie sich mit dem 23:17 bereits einen komfortablen Vorsprung erspielt. In den letzten zehn Minuten zeigte die TuSpo viel Moral und startete eine kleine Aufholjagd. Am Ende unterlagen die Obernburger allerdings dem Meisterschaftsaspiranten aus Groß-Bieberau mit 27:30 Toren. TuSpo-Trainer Rudi Frank war nach dem Spiel sehr unzufrieden mit seiner Abwehr und sagte: „Wir waren in vielen Situationen nicht schlau genug und mit dieser Leistung können wir gegen Spitzenmannschaften keine Punkte holen.“

Die Gäste hingegen zeigten sich stark verbessert und kam dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und trotz einiger Verletzter zum Erfolg. TSG-Trainer Björn Beilstein meinte: „Wir haben das heute schon sehr gut gemacht und haben über weite Strecken das Spiel kontrollieren können. Unsere Abwehr mit den beiden Torhütern war wieder einmal das Prunkstück und Garant des Sieges. Im Angriff werden wir von Spiel zu Spiel sicherer und können unsere individuellen Stärken als Team unter Beweis stellen.” Bei der TSG ragten Kevin Kunzendorf (9 Tore) und Dennis Weit (7) heraus. Bei der TuSpo waren es Martin Bieger und Tobias Raab mit je 6 Toren.

 

Das Bild hat uns die TSG Groß-Bieberau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

 

 

 

 

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Der TV Gelnhausen wartet in der dritten Liga, Staffel Süd-West, weiter auf den ersten Sieg. Am vierten Spieltag verloren die Barbarossastädter in der Rudi Lechleidner-Halle vor 450 Zuschauern gegen den TuS Ferndorf mit 28:34 (15:19). Dabei zeigte die junge TVG-Mannschaft gegen den Favoriten einen couragierten Auftritt, doch am Ende setzte sich der Aufstiegsaspirant verdient durch. Während Gelnhausen mit 1:7 Zählern auf Platz 14 rangiert, behält Ferndorf mit 8:0 Punkten die weiße Weste und liegt gemeinsam mit der HSG Krefeld Niederrhein an der Tabellenspitze.

„Beide Teams sind ein Wahnsinnstempo gegangen. Unsere Jungs haben das phasenweise richtig gut gemacht und das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Aber wir sind immer noch nicht konstant genug. Dennoch war es ein kleiner Schritt nach vorne. Ferndorf war heute nicht der passende Gegner. Am Ende ist das Ergebnis vielleicht einen Tick zu hoch ausgefallen“, sagte TVG-Cheftrainer Matthias Geiger.

Dabei legte der TV Gelnhausen los wie die Feuerwehr und führte nach fünf Minuten nach einem Treffer von Benjamin Wörner bereits mit 4:1. Doch Ferndorf ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und zeigte sich im Angriff sehr konstant, während die Gastgeber sich doch hin und wieder einen Fehlwurf leisteten. Als Fabian Hecker zum 11:10 in der 18. Minute für Ferndorf traf, sollten die Gäste in der Folgezeit die Führung bis zum Ende behalten. Nach 26 Minuten lag der TVG mit 12:17 zurück, beim Stande von 15:19 wurden die Seiten gewechselt.

Spiel auf Augenhöhe

Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Der TVG versuchte immer wieder heranzukommen. Doch jedes Mal, wenn man wirklich auf Tuchfühlung war, hatte Ferndorf immer eine passende Antwort parat und gab sich einfach keine Blöße. Zu allem Überfluss kugelte sich Max Bechert in der Endphase einen Finger aus und stand nicht mehr zur Verfügung. Ebenso wie Jonathan Malolepszy. Der Kapitän fiel kurzfristig wegen muskulärer Probleme aus und kam nur zu drei Siebenmetern zum Einsatz, die er alle verwandeln konnte. Die Gäste agierten bis zum Schluss konzentriert und brachten die Partie letztlich souverän nach Hause.

„Ferndorf hat eine klasse Mannschaft, in der jeder Spieler gefährlich ist“, bilanzierte Geiger und richtete den Blick nach vorne: „Meine Jungs sind kämpferisch und werden weiter hart arbeiten, um in der kommenden Woche ein starkes Derby zu spielen“. Am kommenden Samstag (19.30 Uhr) ist die HSG Hanau zu Gast in der Rudi-Lechleidner-Halle.   

 

Geschlossene Teamleistung bringt Hanau den Heimsieg

Die HSG Hanau hat mit dem 29:26 (16:12) gegen den TuS 1882 Opladen den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Angeführt von Cedric Schiefer und Max Bergold zeigte das Team von Trainer Hannes Geist viele seiner Stärken der letzten Runde: Mit gutem Abwehrspiel und schnellem Offensivhandball behielten die Grimmstädter zwei Punkte in der eigenen Halle und das obwohl sich Opladen als unangenehmer Gegner präsentierte. Die Schlussphase wurde durch zwei rote Karten zwar noch einmal spannend, die Hanau-Sieben ließ aber nichts mehr anbrennen.

„Ich finde meine Mannschaft hat, im Vergleich zu den Spieltagen zuvor, eine deutlich bessere erste Halbzeit gespielt,“ freute sich Geist nach dem Spiel für den Erfolg seines jungen Teams. „In der zweiten Hälfte machen wir leider einige Fehler, auch weil wir müde werden. Das ist unserem Zustand der letzten Wochen geschuldet. Ich bin sehr glücklich, dass wir uns heute mit zwei Punkten für unsere kämpferische Einstellung belohnt haben.“ Er fügte hinzu: „Es muss nicht immer schön aussehen, es muss erfolgreich sein.“

HSG-Trainer Geist konnte wieder auf Jonas Ahrensmeier zurückgreifen. Der wurfgewaltige linke Rückraumspieler hatte die ersten drei Partien der neuen Saison verletzungsbedingt verpasst. Zunächst begannen aber Luca Braun und Cedric Schiefer im Rückraum, letzterer präsentierte sich in bestechender Form und strahlte vor dem Tor immer wieder Gefahr aus. Über die Stationen 4:2, 8:6 und 14:10 ging die HSG mit 16:12 in die Pause. Dabei hielt Torhüter Can Adanir sehr gut und seine Vorderleute trafen nach Belieben.

Nach Wiederanpfiff alles im Griff

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Hausherren hellwach. Mehrmals brachte die HSG das Kunststück zustande, dem Gegner schon am Neunmeter das Spielgerät abzuluchsen. Zunächst schnappte sich Bergold den Ball, wurde dann von Jan-Eric Ritter lang geschickt und verwandelte problemlos zum 18:13 (33.). Nur wenig später eroberte Ritter den Ball in der Defensive. In der darauffolgenden Kontersituation wurde Hüttmann freigespielt – 19:13 (34.). Wer aber glaubte, die HSG würde jetzt dem sicheren Heimsieg entgegensteuern, der wurde zunächst enttäuscht. In der direkten Folge machten es Braun, Jusys & Co. noch einmal spannend, denn die Hausherren leisteten sich einige technische Fehler und Opladen kam auf drei Tore heran.

In der Schlussviertelstunde wehrten sich die Gäste vehement. In der 56. Minute flog Hüttmann nach seinem Eingreifen mit einer unstrittigen roten Karte von der Platte. Kurz darauf flog Schiefer ebenfalls mit Rot vom Parkett. Hanau blieb aber auch hier abgeklärt. Mit der Unterstützung der Fans im Rücken wollte die HSG hier unbedingt die zwei Punkte in der Main-Kinzig-Halle behalten. Hannes Geist nahm noch einmal die Auszeit, gab letzte Anweisungen. Am Ende stand ein verdienter Sieg.

 

Baggerseepiraten hadern mit Chancenverwertung

Am Ende fiel die erste Saisonniederlage zumindest auf dem Papier recht deftig aus, denn mit acht Toren Unterschied – also mit 29:37 (12:19) – mussten die Rodgauer die lange Heimreise von der HSG Krefeld Niederrhein antreten. Trotzdem zeigte sich Trainer Jan Redmann alles andere als enttäuscht: „Wir haben gegen einen bärenstarken Gegner gespielt, der auf allen Positionen fast zweitligareif besetzt ist. Das ist nicht unsere Kragenweite, aber etwas ärgerlich sind natürlich die zahlreichen Fehlversuche.“

In der Tat fanden die Baggerseepiraten gerade in der ersten Halbzeit oftmals ihren Meister im Krefelder Torhüter Sven Bartmann. Die Krefelder ließen sich nicht lange bitten und gestützt auf den bereits erwähnten Bartmann zogen sie schnell auf 8:4 davon. Nach einer genommenen Auszeit fanden Brühl & Co. in der Offensive bessere Lösungen und zeigten konsequentere Abschlüsse. So wuchs der Rückstand nicht weiter an, die Gäste erzielten ein paar schöne Treffer und blieben beim 14:11 noch in Schlagdistanz. Das veranlasste wiederum den Trainer der Krefelder zu einem Team-Timeout. Der Angriffswucht der Hausherren hatte man in den verbleibenden fünf Minuten vor der Pause nicht mehr viel entgegenzusetzen, so dass es mit einem deutlichen 19:12 in die Kabinen ging.

Offener Schlagabtausch nach dem Wechsel

Nach Wiederanpfiff entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit hohem Tempo, aber auch einigen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Zwar gelangen den Rodgauern jetzt ein paar einfache Treffer, sie schaffteb es aber nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Zwei Hinausstellungen aufgrund eines Wechselfehlers in der 50. Minute kam hinzu und war sehr ärgerlich. So waren die routinierten Krefelder kaum zu stoppen und trotz großer Bemühungen der jungen Rodgauer Garde, bei denen Nick Weiland zu seinen ersten Saisontreffern kam, stand am Ende die erste Saisonniederlage zu Buche. „Wir können das gut einschätzen, müssen die Niederlage jetzt schnell abhaken und den Fokus ab Montag auf das schwere Spiel in Haßloch richten“, so Trainer Redmann.

 

Das Bild hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Den krönenden Abschluss unseres erfolgreichen “Sport-Wochenendes” bot Handball-Zweitligist TV Großwallstadt nach Eishockey in Nürnberg und Fußball in Fürth. Der TVG hat am vergangenen Sonntag seine Heimserie ausgebaut und den dritten Sieg im dritten Heimspiel eingefahren. Diesmal ging es gegen den ersatzgeschwächten VfL Eintracht Hagen und hier gewann der TVG mit 30:26 (14:15).

Dass es keine einfache Partie werden würde, war von Anfang an klar. Die Gäste reisten zwar mit einem 2:4-Punktekonto an den Untermain, hatten allerdings unter der Woche gegen Coburg und im Pokal gegen die Eulen Ludwigshafen eindrucksvoll bewiesen, was in ihnen steckt. Kein Wunder, dass sie den dritten Sieg in einer Woche feiern wollten.

Dementsprechend gut starteten sie in das Spiel. Finn Wullenweber eröffnete den Torreigen, doch in der Folge war Hagen am Drücker und führte nach zehn Minuten mit 7:2. Der TVG scheiterte immer wieder an der aggressiv agierenden Abwehr des Gegners und konnte die Würfe nicht im Tor platzieren. Doch der TVG kämpfte sich zurück und sechs Minuten später stand es 7:7. Bereits hier überzeugte Petros Boukovinas einmal mehr im Tor mit tollen Paraden. Hagen ließ sich davon nicht beeindrucken, agierte weiter mit viel Willen und Kampfbereitschaft. Die Partie blieb eng und mit 14:15 ging es in die Kabinen.

TVG spielt sehr diszipliniert

Nach dem Wiederanpfiff erhöhten die Gäste auf 16:14, bevor Florian Eisenträger verkürzte und Finn Wullenweber zum Ausgleich traf. Immer wieder versuchte Hagen, sich abzusetzen, doch die Hausherren hielten dagegen. Finn Wullenweber und Adrian Kammlodt mit drei Toren in Folge drehten die Partie und sorgten für das 22:20 (43.). Die Hagener wirkten in der Folge etwas müde, der TVG hingegen spielte sehr diszipliniert und sehr reif, so dass am Ende ein verdienter 30:26-Erfolg stand.

TVG-Trainer Michael Roth lobte nach dem Spiel vor allem die mentale Stärke seines Teams und sagte: „Wir wollten in diesem schweren Spiel über den Kampf kommen, das ist uns gelungen.“ Und Linksaußen Florian Eisenträger meinte: “Hagen hat eine super Abwehr gestellt. Wir haben dagegen gehalten und das, obwohl die Aufholjagd sehr kräfteraubend war. Egal, ob der Gegner vollzählig ist oder nicht – du musst bei jedem Spiel hundertprozentig da sein. Sonst klappt es nicht mit dem Sieg.”

 

Das Bild von Adrian Kammlodt hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.