Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball-Oberliga Hessen spielten gestern Abend (Freitag) die HSG Pohlheim und der TV Petterweil gegeneinander, wobei Pohlheim mit 31:26 gewann.

Am heutigen Samstag trifft die TSG Groß-Bieberau auf die HSG Großenlüder/Hainzell und der TV Kirchzell empfängt die HSG Hanau II. Am Sonntag muss die Tuspo Obernburg bei der SG Bruchköbel antreten.

 

 

 

Der TV Kirchzell will auch gegen die HSG Hanau am heutigen Samstag seine Siegesserie nicht reissen lassen und wir hochkonzentriert zu Werke gehen. Die Gäste konnten erst zweimal gewinnen, zu unterschätzen sind sie aber nicht. TVK-Trainer Alex Hauptmann weiß, dass sie bevorzugt 3-2-1 oder auch 5-1 decken, eine junge Mannschaft sind, die sicher noch den einen oder anderen Fehler zu viel produziert. Er hofft, dass alle seine Spieler diesmal wieder mit von der Partie sind und die kleine Grippewelle, die das Team erfasst hatte, abgeebbt ist.

Kirchzells Torhüter Joshua Löffelmann, der die letzten Spiele stark gehalten hat, meinte: “Hanau hat insgesamt eine sehr junge Mannschaft gespickt mit ein paar erfahreneren Akteuren. Die HSG spielt einen schnellen Handball und sie verfügen über eine gute erste und zweite Welle. In der Abwehr tritt Hanau normalerweise mit einer 5-1 Abwehr auf. Daher müssen wir 60 Minuten lang unser Spiel spielen, eine gute und stabile Abwehr stellen, im Angriff konsequent abschließen und – wenn möglich – einfache Torerfolge mitnehmen.” Desweiteren sagt der Keeper: “Vor allem aber weil wir vor heimischer Kulisse „der roten Wand“ spielen und wir unsere Siegesserie natürlich weiter ausbauen möchten, ist unser Ziel klar. Wir wollen in diesem Spiel nichts anbrennen lassen und die nächsten zwei Punkte einzufahren.”

 

Obernburg ist in Bruchköbel gefordert

Die Tuspo Obernburg muss am Sonntag bei der SG Bruchköbel antreten. Die Mannschaft von Trainer Tegaday Ramos-Nuez steht aktuell noch ohne Habenpunkte auf dem vorletzten Tabellenplatz. Trotzdem ist der Aufsteiger nicht zu unterschätzen. Vor allem auf die Spieler Fynn Broßmann, der bereits 36 Tore erzielt hat und Sergej Zutic ist zu achten.

Der ehemalige Drittligist (2016/17) setzt viel auf die eigene Jugend und wird als kampfstark gehandelt. Das letzte Duell mit der Tuspo war im Jahr 2021. Die Obernburger wollen auf jeden Fall etwas Zählbares aus Bruchköbel mitnehmen und könnten mit einem Sieg ihr Punktekonto ausgleichen.

 

 

Falken wollen konzentriert bleiben

Nach zuletzt 10:0 Punkten und einem deutlichen Auswärtssieg letzte Woche bei der TSG Münster (21:31) wollen die Falken ihre Siegesserie konzentriert und diszipliniert fortsetzen. Am Samstag spielen die Bieberauer Falken wieder zuhause und treffen dabei auf die HSG Großenlüder/Hainzell.

Der Gegner aus Großenlüder/Hainzell wurde letzte Saison Meister der Landesliga Nord und musste dabei nur ein Spiel verlieren. Diesen Schwung konnten sie aber bislang noch nicht mit in die Oberliga nehmen, stehen sie doch nach fünf Spieltagen mit 0:10 Punkten auf dem letzten Platz. Doch diese Tatsache darf nicht darüber hinweg täuschen, dass eine Mannschaft nach Groß-Bieberau kommt, die durchaus bessere Leistungen erbringen kann. Die Abwehr mit einem soliden Mittelblock ist nicht zu verachten und im Angriff müssen sie ordentlich angenommen werden. Das wissen die Falken und haben sich gut darauf vorbereitet.

Natürlich wollen sie an die Top Leistung in Münster anknüpfen, als sie den starken Aufsteiger über 60 Minuten dominierten und letztlich 21:31 gewinnen konnten. Das war die bisher stärkste Saisonleistung der Mannschaft und die ist immer noch ausbaufähig. Trainer Björn Beilstein: „ Wir werden auch in diesem Spiel mit dem nötigen Respekt auftreten und versuchen unsere Stärken auszuspielen. Aber die Konzentration und die Disziplin muß absolut stimmen. Es gibt keine leichten Spiele in dieser Liga.“

 

 

 

Das Bild von Joshua Löffelmann hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, trennten sich am gestrigen Freitag die Bergische Panther und der Longericher SC Köln mit 27:27-Unentschieden.

Heute Abend empfängt die HSG Hanau den TV Aldekerk daheim und der TV Gelnhausen den TV Homburg. Die HSG Rodgau-Nieder-Roden muss bei der HG Saarlouis antreten.

 

Die HSG Hanau trifft auf einen ihr unbekannten Kontrahenten. Zum ersten Mal ist der TV Aldekerk 07 in der Hanauer Main-Kinzig-Halle zu Gast (Anwurf: 19.30 Uhr). Nach zuletzt zwei Auswärtsspielen in Serie läuft die junge Truppe von HSG-Cheftrainer Hannes Geist endlich wieder vor heimischem Publikum auf. Dabei wollen die Grimmstädter wieder alles auf der Platte lassen und ihren Anhängern 60 Minuten Vollgas-Handball bieten.

„Wir erwarten mit dem TV Aldekerk eine aus dem Rückraum sehr wurfstarke Mannschaft, die in der Abwehr gerne in einem offensiven 5:1-Spielsystem verteidigt“, erklärte Geist unter der Woche am Rande einer Trainingseinheit. „Aber auch defensivere Abwehrvarianten, wie die 6:0, liegen ihnen. Wichtig ist aber vor allem, dass wir nur auf uns schauen.“

Den Fokus auf sich selbst legen, das wollen die Grimmstädter am Samstagabend ganz besonders, wenn nach zuletzt zwei Auswärtspartien endlich wieder Handball vor heimischem Publikum gespielt wird. In der Fremde sicherte man sich mit einer moralisch starken Leistung unlängst ein Unentschieden in einem hart umkämpften Derby beim TV Gelnhausen (23:23). Am letzten Wochenende dann das schwierige Auswärtsduell beim hoch gehandelten Aufstiegsaspiranten TuS Ferndorf (23:28). Mit 6:6 Punkt belegen die Südhessen momentan Platz sieben in der Staffel.

In der Tabelle rangiert der TV Aldekerk 07 auf dem vorletzten Rang. Die Mannschaft von Spielertrainer Tim Gentges hat bislang nur einen Sieg feiern können. Am letzten Spieltag setzte es für die Nordrhein-Westfalen eine deutlich Heimpleite gegen den TV Gelnhausen und das obwohl man in der Vorwoche noch beim TV Homburg hatte überzeugen können. Die Stimmung dementsprechend deutlich im Keller. Doch Hanau ist vor den Gästen von der niederländischen Grenze gewarnt. „Wir werden in unserer Abwehr viel investieren müssen“, so Geist. Gerade auf David Hansen sollten die Grimmstädter dabei ein Auge haben. Der großgewachsene Rückraumspieler bringt es bereits auf 44 Tore in dieser Saison – zuletzt sieben Treffer gegen Gelnhausen. „Bei uns muss am Samstag vor allem die Passqualität stimmen“, gibt Geist die Richtung vor. „Wir wollen unsere Aktionen auf den Punkt spielen und konzentriert unsere Chancen nutzen.“

 

 

TV Homburg kommt mit Top-Neuzugang

Nachdem in der Vorwoche beim TV Aldekerk 07 der erste Saisonsieg eingefahren werden konnte, will der TV Gelnhausen nun am siebten Spieltag auch vor heimischer Kulisse nachlegen. Der Gegner am Samstag (19.30 Uhr) in der Rudi-Lechleidner-Halle ist der TV Homburg. Das Duell gegen den Aufsteiger dürfte alles andere als leicht werden, schließlich reisen die Gäste mit zwei Neuzugängen und breiter Brust in die Barbarossastadt.

„Langsam bewegt sich alles in die richtige Richtung. Mit 23 bzw. 24 Gegentoren in den letzten beiden Spielen können wir mit unserer Abwehrarbeit zufrieden sein“, blickt TVG-Cheftrainer Matthias Geiger optimistisch in die Zukunft. Kann er auch. Schließlich sorgte die instabile Abwehr in den ersten Spielen für reichlich Kopfzerbrechen. Doch mittlerweile scheint der TVG den Schalter gefunden zu haben. Gegen den Aufstiegsaspiranten HSG Hanau kassierte man nur 23 Gegentore, beim 33:24-Auswärtssieg in Aldekerk lediglich eines mehr. „Das geht schon in Ordnung“, sagt Geiger.

Dennoch mahnt der Coach zur Achtsamkeit. „Auch gegen Aldekerk hat uns in manchen Situationen die Aggressivität gefehlt und wir waren zu nachlässig. Das darf uns gegen Homburg nicht wieder passieren. Wir müssen eine konstant gute Leistung bringen, um das Spiel zu gewinnen“, sagt Geiger. Ein Selbstläufer wird das Duell gegen Homburg keinesfalls. Nach 2:8 Punkten besserten die Saarländer nämlich personell noch einmal kräftig nach.

Mit Niclas Ludolph, der beim mittlerweile insolventen Leichlinger TV Drittliga-Erfahrung sammeln konnte, und vor allem Miljan Bunjevcevic heuerten in der Vorwoche zwei neue Spieler für den linken Rückraum an. Insbesondere Bunjevcevic dürfte dabei die künftige Lebensversicherung der Homburger sein. Der 27-Jährige spielte zehn Jahre lang in der ersten kroatischen Liga für Dinamo Vojvodiha. In der vergangenen Saison lief er für Ironi Rehovot in der höchsten israelischen Spielklasse auf.

Bei seinem Debüt in der Vorwoche ließ er mit drei Treffern gleich sein Können aufblitzen. Am Ende setzte sich Homburg souverän gegen das Topteam Bergische Panther durch. Der Sieg sei mehr als wichtig für die Moral und das Selbstvertrauen, sowie die Stimmung gewesen, sagte Homburgs Trainer Steffen Ecker. „Mit den beiden Neuzugängen Bunjevcevic und Ludolph ist auch unser Kader viel breiter besetzt als zuletzt.”

Somit haben die Gäste mit 4:8 Punkten genauso viele Zähler geholt wie der TV Gelnhausen. Entsprechend viel steht auf dem Spiel. Während der Sieger endgültig den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herstellen kann, bleibt der Verlierer zunächst einmal im Abstiegskampf hängen.

„Homburg hat individuell starke Spieler. Sie verfügen über einen gefährlichen Rückraum und ein gutes Kreisläuferspiel“, sagt TVG-Coach Geiger und weiß, worauf es ankommen wird. „Wir benötigen eine aggressive und kompakte Abwehr, um das Spiel für uns zu gestalten“. Und dazu wünscht sich Geiger auch im Angriff eine Steigerung. „Wir lassen vorne immer noch zu viel liegen und müssen uns steigern. Auf uns wartet ein sehr gefährlicher Gegner, der im Aufwind ist.“

Personell bleiben die Rotweißen aktuell eine kleine Wundertüte. Jonathan Malolepszy wird aufgrund muskulärer Probleme wohl erneut nicht zum Einsatz kommen. Hinter Henrik Müller steht ein Fragezeichen. Definitiv fehlen wird Michael Hemmer, bei dem nach dem Spiel in Opladen ein Innenbandriss im Knie diagnostiziert wurde. Hoffen darf man indes auf eine Rückkehr von Benjamin Wörner.

 

 

Die Bilder haben uns der TV Gelnhausen und die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür. 

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Handball-Zweitligist TV Großwallstadt behält auch gegen die Eulen Ludwigshafen daheim seine weiße Weste und gewann dank einer überragenden ersten Hälfte am Ende mit 32:29 (19:10).

Die Hausherren mussten erneut ohne den noch verletzten Finn Wullenweber auskommen und trafen auf hochmotivierte Gäste, die zwar einen Umbruch hinter sich haben, viele Talente in ihren Reihen haben, aber auch sehr viel Erfahrene.

TVG-Trainer-Fuchs Michael Roth überraschte mit seiner Aufstellung, brachte zunächst Kuno Schauer und gab dem wieselflinken Frieder Bandlow den Vorzug vor Stefan Salger. Dieser war vor der neuen Saison von den Eulen nach Großwallstadt gekommen. War die Partie bis zum 3:3 (8.) noch ausgeglichen, legten die Gastgeber in der Folge los wie die Feuerwehr. Ehe sich die Gäste versahen, zog der TVG von 8:5 auf 16:5 davon (24.). Die Mannschaft von Trainer Roth spielte wie aus einem Guss und ließ den hoffnungslos überforderten Eulen nicht den Hauch einer Chance. Vor allem die Achse Stark – Corak war eine Augenweide und der Kapitän glänzte am Ende mit acht Toren. Da auch Petros Boukovinas wieder hellwach war, waren Tore des Gegners Mangelware. Beim 19:10 wurden die Seiten gewechselt.

Viel Kampf in Halbzeit zwei

Nach Wiederbeginn kamen dann die Gäste besser aus den Startlöchern, verkürzten auf 12:19. Doch Dino Corak erzielte das 20:12 und 21:13. Die Eulen ließen nicht locker und der TVG nahm die Auszeit beim 21:15 (38.). Die Gäste probierten es mit einer offensiveren Abwehr (5:1). Die schmeckte den Hausherren nicht und der Vorsprung schmolz auf drei Tore (22:19 – 45.). Doch mit viel Kampfgeist und dem siebten Feldspieler behielten die Gastgeber den Überblick, ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende stand dann ein verdienter Sieg und Torhüter Jan-Steffen Minerva, der bei einem Siebenmeter eingesetzt war, sagte: “Wir verfügen über zwei stabile Torhüter mit viel Erfahrung. Das ist gut so. Die erste Hälfte war super und im Angriff lief bei uns alles. Nach dem Wechsel gaben die Eulen Gas und gegen ihr offensives System haben wir mit dem siebten Feldspieler agiert. Das ist gut aufgegangen.”

Neben Dino Corak (8) erzielte Görkem Bicer 9/5 Treffer und Frieder Bandlow glänzte mit 5 Toren. Adrian Kammlodt traf viermal. Der Rest verteilte sich auf: Salger 1, Eisenträger 2, Schauer 2, Stark 1.

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

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In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, ist beim TV Gelnhausen in Aldekerk der Knoten geplatzt und der erste Saisonsieg wurde eingefahren. Nichts zu holen gab es für die HSG Hanau in Ferndorf, während Nieder-Roden gegen Hochdorf-Friesenheim einen Punkt holte.

Damit steht Nieder-Roden auf dem vierten Tabellenplatz, Hanau ist Siebter und Gelnhausen hat sich auf Platz elf vorgearbeitet.

 

TV Gelnhausen fährt ersten Saisonsieg ein

Der TV Gelnhausen ist in der Saison angekommen und hat sich am sechsten Spieltag den ersten Sieg geholt. Beim TV Aldekerk 07 setzte sich das Team von Cheftrainer Matthias Geiger mit 33:24 (16:11) durch. Dank des Erfolges verbessert sich der TVG mit nunmehr 4:8 Punkten auf den elften Tabellenplatz und wahrt somit den Anschluss ans Tabellenmittelfeld.

„Wir wollten den Schwung aus dem Hanau-Spiel mitnehmen und genau das ist uns gelungen. Die Jungs sind von Beginn an souverän aufgetreten und haben deutlich gemacht, dass sie heute unbedingt gewinnen wollen. Die gute Abwehrarbeit im Verbund mit unserem starken Keeper Alex Bechert hat die Mannschaft beflügelt. Der Knoten ist geplatzt“, freute sich Geiger nach der Partie über einen rundherum gelungenen Handballabend.    

Dabei musste der Coach einmal mehr kräftig improvisieren. Jonathan Malolepszy (muskuläre Probleme) stand ebenso wie Benjamin Wörner (Erkältung) nicht zur Verfügung. Silas Altwein war noch nicht in Vollbesitz seiner Kräfte und kam nur dosiert zum Einsatz. So war es vor allem Fynn Hilb, der in der Mitte die Fäden zog. Der 20-jährige Lasse Georgi erhielt auf der halbrechten Position in Abwesenheit Wörners viel Einsatzzeiten.   

Trotz der langen Busreise war der TVG vor 450 Zuschauern von Beginn an hellwach und schnell auf den Beinen. Kein einziges Mal wurde dem Gastgeber die Führung überlassen. Vor allem Max Bechert zeigte sich in der Anfangsphase mit drei Toren treffsicher und brachte die Rotweißen nach acht Minuten mit 5:2 in Führung. Das brachte schnell Sicherheit ins eigene Spiel. Der Schlüssel zum Erfolg war sicherlich eine erneut starke Abwehrleistung, die sich über die 60 Minuten kaum Aussetzer erlaubte. Und da es dieses Mal auch im Angriff lief, konnte der TVG über die gesamten 60 Minuten jede Menge Selbstvertrauen tanken. Der TV Aldekerk leistete dennoch bis zur 50 Minute jede Menge Gegenwehr und machte es dem TVG so schwer wie möglich.

So kam Aldekerk in der zwölften Minute durch einen Treffer von Cedric Linden wieder auf 7:8 heran. Aber der TVG konterte mit einem 4:0-Lauf und führte durch einen Treffer von Thimo Wagner in 17. Minute 12:7. Dieser Vorsprung sollte letztlich der entscheidende Puffer sein, den Gelnhausen im weiteren Spielverlauf nicht mehr herschenken sollte. Mit 16:11 ging es in die Halbzeit.

Aldekerk kam gut ins Spiel zurück

Für einen kurzen Moment hatte man den Eindruck, dass Gelnhausen erneut den Start In den zweiten Durchgang verschlafen würde. Mit einem 4:1-Lauf kam Aldekerk in der 36. Minute durch ein Tor von David Hansen auf 15:17 heran und die Halle stand Kopf. Allerdings bewies die junge Gelnhäuser Mannschaft dieses Mal kühlen Kopf und setzte sich zur Wehr. Dennoch bleib das Spiel bis zur 45. Minute spannend.

Durch drei schnelle Tore stellte der TVG in der 49. Minute durch Jannik Geisler auf 26:20 um und der Widerstand der Gastgeber war gebrochen. In der Folgezeit spielte Gelnhausen die Partie unaufgeregt zu Ende. Auch der 33:24-Endstand war in dieser Höhe keinesfalls unverdient. „Aldekerk war bis 20 Minuten nach der Pause brandgefährlich. Aber am Ende haben wir souverän gewonnen. Es war wichtig, dass die Jungs gemerkt haben, dass sie es können. Daher freuen wir uns sehr über diesen Auswärtssieg“, bilanzierte Geiger.

Flex Reinhardt mit einer überragenden Trefferquote war mit elf Toren vor Geisler, der sechs Mal ins Schwarze traf, der erfolgreichste Schütze des Abends. „Er hat seine Sache klasse gemacht“, sagte Geiger. Ebenso haben sich aber auch Henrik Müller, Fynn Hilb, Jannik Geisler und Lasse Georgi im Rückraum die Sache prima aufgeteilt“, freute sich Geiger ohnehin über eine „tolle Leistung des gesamten Teams.“

 

Nichts zu holen in Ferndorf

Die HSG Hanau musste eine 23:28 (8:15)-Niederlage beim TuS Ferndorf hinnehmen. Obwohl das Team von Trainer Hannes Geist über 60 Minuten tapfer dagegenhielt, offenbarten sich im Spielverlauf zu viele Nachlässigkeiten der Grimmstädter, um sich mit den weiterhin ungeschlagenen Gastgebern auf Augenhöhe messen zu können. Über 1000 Zuschauer in der Sporthalle Stählerwiese boten einen mehr als herausragenden Rahmen, welche aber keineswegs so hart geführt wurde, wie es die insgesamt 13 Zeitstrafen auf dem Spielberichtsbogen vermuten lassen.

„Ferndorf war heute die deutlich bessere Mannschaft und hat vollkommen verdient gewonnen“, bemerkte HSG-Cheftrainer Hannes Geist nach Ende des Spiels in Kreuztal. „Wir haben heute zu viele freie Bälle liegen lassen, um hier über Sieg oder Niederlage mitzuentscheiden.“

In der mit 1062 Zuschauern gut besetzten Stählerwiese war die HSG Hanau in den Anfangsminuten noch auf Augenhöhe mit den favorisierten Hausherren. Rechtsaußen Paul Hüttmann hatte die Südhessen mit 1:0 (2. Minute) in Führung gebracht, ehe Max Bergold das 2:1 per Siebenmeter nachlegte (5.). Danach kippte das Spiel aber zunehmend in Richtung der Gastgeber, die insgesamt wesentlich präsenter und ballsicherer auftraten. Nach dem 4:2 von Ferndorf hatte Hanau gleich mehrmals die Chance in Überzahl zu verkürzen, scheiterte aber an der TuS-Deckung oder Lucas Puhl im Tor.

Nach einer Viertelstunde kam ein Bruch ins Spiel der Gäste. Hüttmann hatte von der Außenposition die HSG mit dem 4:5 (15.) ein letztes Mal auf ein Tor herangebracht. Was dann folgte war ein Vier-Tore-Lauf des TuS Ferndorf, auch bedingt durch gleich mehrere technische Fehler des Hanauer Teams. Erst beim 5:12 von Jan Eric-Ritter gelang in der 25. Minute der nächste Treffer. Die in der Summe 13 Zeitstrafen auf beiden Seiten wurden im Laufe der Partie zunehmend zum Faktor – obwohl das Spiel nicht sonderlich hart geführt wurde. „Ich glaube, dass es unsere Sportart nicht besser macht, wenn man so die Emotionen aus diesem Spiel herausnimmt“, meinte Geist beim anschließenden Pressegespräch. „Unfair war die Partie überhaupt nicht.“

Gegen Niederlage gestemmt

Den zweiten Durchgang begann Hanau dann mit viel Dampf. Dem jungen Team war anzumerken, dass es unbedingt den Abstand von 8:15 wieder verkürzen wollte. Ferndorf blieb aber weiterhin mit dem Fuß auf dem Gas. Das 20:12 von Josip Eres (42.) und der Treffer zum 26:16 von Pliuto (50.) ließen die Hypothek für das junge Hanauer Team immer weiter anwachsen. In den Schlussminuten sorgten Dziguas Jusys beim 21:26 (56.) und Björn Christoffel mit dem 23:27 (60.) noch für Ergebniskosmetik. „Unsere Hausaufgabe ist es nun, dass wir wieder auf uns selbst schauen“, sagte Geist. „Wir müssen wieder in die Spur finden. Am Ende stehen wir heute mit sechs Spielern auf dem Feld, die alle noch keine 23 Jahre alt sind.“ Er nahm gleichzeitig seine älteren Akteure in die Pflicht: „Jeder muss sich darauf konzentrieren, wieder an sein Leistungslimit zu kommen.“

 

Baggerseepiraten mit Kampfgeist zum Punktgewinn

Im Spitzenspiel des sechsten Spieltages gab es für die HSG Rodgau Nieder-Roden erstmals in dieser Saison eine 31:31 (16:19)-Punkteteilung. In einer hochklassigen Begegnung sah es dabei lange nach einem Erfolg der cleveren Gäste aus Hochdorf-Friesenheim aus, ehe die Baggerseepiraten dank eines fulminanten Endspurts doch noch einen Teilerfolg verbuchen konnten.

Auch am Tag nach der nervenaufreibenden Partie zeigte sich Trainer Jan Redmann unterm Strich sehr zufrieden mit dem ergatterten Punkt. „Wir hatten keine ganz einfache Trainingswoche, einige Spieler sind angeschlagen, da mussten wir etwas improvisieren. Und ehrlicherweise sind wir miserabel in die Begegnung gestartet, von daher verbuchen wir den einen Punkt ganz klar als Gewinn“. Tatsächlich verschliefen die Hausherren fast die komplette erste Halbzeit, vor allem die Anfangsminuten schmeckten den gut 400 Zuschauern in der RODAUSTROM Sportarena ganz und gar nicht. Denn während die Rodgauer einen Fehler nach dem anderen produzierten, zeigte sich der Tabellendritte abgezockt, nutzte die sich bietenden Chancen konsequent aus und erzielte in den ersten fünf Minuten ebenso viele Tore. Das sorgte zur wohl frühesten HSG-Auszeit, zu der sich Coach Redmann schon nach knapp fünf Minuten genötigt sah. Doch auch in der Folge fanden seine Jungs nur schwer in die Partie, permanent liefen Rhein und Co. einem drei bis vier-Tore Rückstand hinterher.

Auf Seiten der Hochdorfer war es Rückraumshooter Maier, der die HSG-Defensive vor große Probleme stellte, schlussendlich standen zehn Tore für den 21-jährigen Hochdorfer auf dem Spielbericht. Bei den Rodgauern begeisterte wieder einmal die Flügelzange Brühl/Hassler. Mangelnde Einstellung konnte man aber sowieso keinem HSG-Akteur vorwerfen, trotzdem ging man mit einem wenig zufriedenstellenden 16:19 Rückstand in die Kabine.

Nach dem Wechsel war die Partie offen

Nach Wiederanpfiff sorgte dann der gut aufgelegte Niklas Roth in Verbindung mit Schopper und von der Au binnen 90 Sekunden für einen Dreierpack und schon war die Partie wieder komplett offen. Die Gäste legten ihrerseits drei Treffer vor, doch die Baggerseepiraten hatten sich in die Partie zurückgekämpft. Im Deckungszentrum hielten jetzt von der Au und Wunderlich den Laden dicht, vorne trafen der erneut bärenstarke Schopper oder Filip Brühl, auf dessen Konto auch der Treffer zum 26:26-Ausgleich ging. Spätestens zu diesem Zeitpunkt entwickelte sich die Partie zu einem absoluten Krimi, mit wechselnden Führungen.

Henning Schopper war es vorbehalten, beim 29:28 die erste und einzige HSG-Führung zu erzielen, doch Maier drehte die Partie mit einem lupenreinen Hattrick und brachte seine Farben mit 31:29 in Front. Jetzt schienen den Baggerseepiraten die Felle davon zu schwimmen. Doch die HSG zeigte Moral. Erneut traf das Duo Schopper/Brühl und auf der Anzeigetafel stand kurz vor Abpfiff der Partie ein 31:31. Die Hochdorfer konnten den folgenden Ballbesitz nicht nutzen, so dass die HSG ihrerseits die Möglichkeit zum Siegtreffer hatte. Über schnelle Pässe kam der Ball nach Rechtsaußen, wo Nils Hassler beim Torwurf gefoult wurde. Allerdings entschieden die beiden Unparteiischen Adam/Adam sehr zum Unmut der Hausherren auf Kreisübertritt – eine nachweislich falsche Entscheidung, denn in der fraglichen Aktion springt Hassler mit deutlich erkennbarem Abstand zum Torraum ab. Damit blieb es beim 31:31-Unentschieden.

 

 

Die Bilder haben uns die Vereine Hanau, Gelnhausen und Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Danke hierfür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am kommenden Wochenende empfängt die Tuspo Obernburg am Sonntag die starke HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim vor heimischem Publikum. Der TV Kirchzell muss am Samstag nach Großenlüder/Hainzell und die TSG Groß-Bieberau muss ebenfalls am Samstag bei der TSG Münster antreten.

 

Die Tuspo Obernburg empfängt zum dritten Heimspiel der Saison die Mannschaft der HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim in der Obernburger Ballmann-Halle. Der Tabellendritte der letzten Saison hat nach vier Spielen 5:3 Punkte auf seinem Konto und musste dabei eine Niederlage in Petterweil und ein Remis gegen Offenbach-Bürgel hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Gilles Lorenz gehört auch in dieser Saison zu den Top-Teams der Oberliga und hat mit den erfahrenen Spielern Marc Teuner, Eric Schaeffter und Timo Treber, den beiden Torhütern Sebastian Schermuly und Dennis Quandt sowie dem spektakulären Neuzugang Tobias Schimmelbauer vom Bundesligisten HSV Hamburg einen absolut hochkarätigen Kader.

In der letzten Saison hatte die Tuspo beim 25:27 in Breckenheim und beim 29:31 in Obernburg zweimal knapp das Nachsehen. Diesmal hat sich die Mannschaft von Trainer Rudi Frank vorgenommen, der „Ländches Crew“ ihre Heimstärke zu zeigen. Mit einer leidenschaftlichen und konzentrierten Leistung kann dieser Plan umgesetzt werden.

Sandro Friedrich weiß um die Stärke des Gegners

Tuspo-Torhüter Sandro Friedrich, der starke Rückhalt im Kasten, weiß um die Stärke des Gegners und sagte: “Wallau hat einen sehr guten breiten Kader beisammen mit enorm erfahrenen Spielern und starken Torhütern. Die HSG ist sehr rückraumlastig im Angriff und stellt eine kompakte 6-0-Abwehr. Daher müssen wir gut und aggressiv decken und vorne im Angriff die Abwehr in Bewegung bringen und breit spielen. Wir müssen versuchen, konsequent unsere Bälle rein zu machen und dürfen uns keine Schwächephase erlauben wie in den letzten drei Spielen. Wenn wir das 60 Spielminuten schaffen, dann sehe ich gute Chancen das Spiel zu gewinnen.”

 

TV Kirchzell muss zum Schlusslicht

Der TV Kirchzell steht nach vier Spieltagen noch mit weißer Weste da und das soll sich auch nach dem Spiel gegen die HSG Großenlüder/Hainzell nicht ändern. Der Aufsteiger konnte bisher noch kein Spiel gewinnen und steht am Ende der Tabelle. Daher sagte TVK-Trainer Andi Kunz: “Gegen den kommenden Gegner zählt nichts anderes als ein Sieg. Wir werden gut vorbereitet am Samstag dahin fahren und werden uns auch nicht von deren Tabellenplatz blenden lassen, sondern versuchen, unser Spiel zu spielen.”

Etwas Sorgen bereitete unter der Woche eine Erkältungswelle den beiden Trainern. Schon im Spiel gegen Münster vergangene Woche konnte der eine oder andere Spieler gar nicht oder nur phasenweise eingesetzt werden. Wer am Samstag für Kirchzell alles auf der Platte stehen wird, bleibt abzuwarten. Nichtsdestotrotz werden zwei Punkte angepeilt.

 

Falken beim starken Aufsteiger

Am Samstag führt es die Bieberauer Falken in den Taunus zum Aufsteiger TSG Münster, der bislang mit guten Ergebnissen aufwartet. Sicher eine knifflige Aufgabe, die absolut ernst genommen werden muss.

Die TSG Münster spielt im zehnten Jahr in der Oberliga Hessen und gehört damit sicher zu den etablierten Teams der Liga. Nur im Corona-Jahr 2021/22 mussten sie in die Landesliga absteigen, schafften aber den direkten Wiederaufstieg. Mit erfahrenen Spielern und vielen Eigengewächsen wollen sie nun wieder eine gute Rolle in der Oberliga spielen, was ihnen auch bisher gelang. Mit 4:4 Punkten stehen sie nach zwei Siegen und zwei Niederlagen auf Platz sieben und mussten sich letzte Woche in Kirchzell knapp geschlagen geben.

Groß-Bieberau, das noch ohne Verlustpunkt da steht, baut gegen Münster wieder auf seine starke Abwehr und die beiden zuverlässigen Torhüter, muss aber im Angriff deutlich effektiver werden. Da ist noch viel Potential nach oben. Unter der Woche wurde intensiv daran gearbeitet und Trainer Björn Beilstein sagte: „Wir wissen, was in Münster auf uns wartet und sind gut vorbereitet.“

 

 

Das Bild hat uns die Tuspo, Klaus Zengel, zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

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Handball-Zweitligist TV Großwallstadt empfängt am Samstag um 18 Uhr die Eulen Ludwigshafen in der Untermainhalle in Elsenfeld. Nach den eindrucksvollen Heimsiegen gegen Dessau-Roßlau, Bietigheim und Hagen möchte die Mannschaft um Trainer Roth die Erfolgsserie nun fortsetzen und das vierte Heimspiel in Folge gewinnen.

Das ist gegen die Eulen aus Ludwigshafen nicht so einfach, zieht man die Historie zu Rate. Die letzten vier Partien der beiden Vorsaisons gingen alle an den Gegner aus der Pfalz. Großwallstadt ist daher gewarnt und natürlich auf Revanche aus. Die Eulen haben bislang in der noch relativ neuen Saison 2023/24 ein paar Schwankungen. Besonders eindrucksvoll war der Kantersieg gegen den Aufstiegsaspiranten TuS N-Lübbecke, den das Team um Trainer Johannes Wohlrab mit 41:31 auswärts dominierte. Allerdings ging die Partie gegen Bietigheim und nun zuletzt zuhause gegen VfL Eintracht Hagen verloren.

Trainer Wohlrab kein Unbekannter

Johannes Wohlrab, der zu Beginn der aktuellen Spielzeit das Traineramt in Ludwigshafen übernommen hat, ist in der zweiten Liga kein Unbekannter, war er doch bis Juni 2023 noch beim TV Hüttenberg an der Seitenlinie gestanden. Auch ansonsten hat der Kader einen Umschwung erfahren. Neben Stefan Salger haben auch Max Neuhaus und Sergey Gorpishin das Team verlassen. Dem gegenüber stehen namhafte Neuzugänge wie Mex Raguse  (vorher Lübeck-Schwartau) und Kian Schwarzer – der Sohn von Christian Schwarzer, der zuvor in Lemgo spielte, welche beide schon viele gute Akzente setzen konnten.

Besondere Partie für Stefan Salger

Eine besondere Partie wird es sicher für TVG-Neuzugang Stefan Salger. Der Rückraumspieler, der sich schnell zum Leistungsträger im Team von Michael Roth etabliert hat, trug bis zur letzten Saison noch das Trikot der Eulen und am Samstag kommt es also zum Wiedersehen mit alten Weggefährten. “Gegen den Ex-Verein zu spielen, ist immer ein bisschen was besonderes”, sagt Stefan Salger daher auch. Und weiter: “Ich freu mich auf die alten Teamkollegen, denn ich habe mit ihnen ja viel Zeit verbracht. Trotzdem sollte dies keinen großen Einfluss auf unser Spiel haben. Wir wollen den nächsten Heimsieg, werden deshalb alles geben und uns sehr gut auf den kommenden Gegner vorbereiten.”

Mario Stark will mit seinen Mitstreitern den nächsten Heimsieg

Dass der TVG nach der letzten Auswärtsniederlage in Nordhorn nun gegen die Gäste aus Ludwigshafen überzeugen will, steht außer Frage. Trainer Michael Roth hat mit seinem Team die Abwehrschwäche seines Teams gegen die Niedersachsen analysiert und setzt nun – noch immer ohne den verletzten Abwehrstrategen Finn Wullenweber – auf seinen Innenblock: „Wir haben uns das Spiel gegen Nordhorn genau angeschaut, versucht im Training und Videostudium auf die Dinge einzugehen, die nicht so gut gelaufen sind. Nachdem Finn nun verletzt ist, haben wir einen neuen Innenblock. Da müssen wir Florian Mohr und Stefan Salger jetzt das Vertrauen geben.”

Der erfahrene Coach weiß, dass es vor jedem Spiel eine 50:50-Entscheidung ist, zu gewinnen oder zu verlieren. Doch er weiß auch, “dass wir es auch ohne Finn Wullenweber besser machen wollen und werden als gegen Nordhorn. Ludwigshafen ist eine starke Truppe mit einem guten Rückraum, die aber noch Schwankungen hat. Sie gewinnen in Lübbecke mit zehn, verlieren daheim gegen Hagen mit fünf. Für uns ist jedes Spiel wichtig. Da die zweite Liga jeden Spieltag zeigt, wie stark sie ist, müssen wir vor allem daheim die Punkte holen. Also werden wir Vollgas geben.”

 

Die Bilder von Stefan und Mario hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, treffen am Wochenende trifft die HSG Rodgau Nieder-Roden am Samstag auf die mHSG Friesenheim-Hochdorf II. Die HSG Hanau muss ebenfalls am Samstag beim TuS Ferndorf antreten. Der TV Aldekerk empfängt am Samstag den TV Gelnhausen.

Weiter spielen: TuS Opladen – Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen,  HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II – HSG Krefeld Niederrhein, TV Homburg – Bergische Panther, Longericher SC Köln – TuS Dansenberg, TSG Haßloch – HG Saarlouis.

Nieder-Roden empfängt Friesenheim

Krefeld steht mit weißer Weste an der Tabellenspitze, gefolgt von Ferndorf, Nieder-Roden und Friesenheim. Die beiden punktgleichen Letztgenannten kreuzen am Wochenende zum Spitzenspiel die Klingen. Beide Teams haben bisher erst einmal verloren. Ansonsten hielt sich das Gäste-Team um den Bundesliga-erfahrenen Torhüter Roko Peribonio schadlos und zeigte gerade im letzten Heimspiel gegen die HG Saarlouis eine reife Leistung.

Dabei wusste einmal mehr Rückraumshooter Mihailo Ilic zu überzeugen. Gleich neunmal traf der 21-jährige Halblinke, war damit bester Torschütze seines Teams und bildet in Verbindung mit Regisseur Jan-Philipp Winkler eine brandgefährliche Achse. Auch auf die anderen Akteure, wie Kreisläufer Nikola Sorda oder Neuzugang Gianluca Herbel muss die HSG-Defensive höllisch aufpassen, damit der angepeilte Heimsieg gelingen kann. „Die Friesenheimer spielen wirklich abgezockt und das trotz des relativ jungen Durchschnittsalters. Sie haben keine großen Schwächen, zwei glänzende Torhüter und mit Ilic natürlich einen überragenden Rückraumschützen. Alles in allem wieder eine schwere Aufgabe, der wir uns aber vor heimischem Publikum gerne stellen“, so Trainer Jan Redmann nach der ausgiebigen Videoanalyse des kommenden Gegners.

Trainer Redmann sieht sein Team gut vorbereitet

Sein eigenes Team sieht Redmann gut vorbereitet und mit reichlich Selbstvertrauen ausgestattet. „Wir gehen mit breiter Brust in die Partie, dazu haben wir auch allen Grund. In Haßloch haben wieder viele Dinge gut funktioniert. Wenn wir diese Leistung abrufen und noch konsequenter unsere Chancen verwerten, kann es ein erfolgreicher Abend werden“, so Redmann. Personell kann der HSG-Cheftrainer bis auf die langzeitverletzten Hoepffner, Seidel und Eisenhuth derzeit aus dem Vollen schöpfen und wie wichtig ein breiter Kader ist, zeigte sich gerade nach den zahlreichen Wechseln in Haßloch.

 

 

TV Gelnhausen will Aufwärtstrend fortsetzen

Mit leichtem Rückenwind aus dem Derby gegen die HSG Hanau reist der TV Gelnhausen am Samstag zum TV Aldekerk (Anpfiff (19.30 Uhr). Dann wollen die Barbarossastädter endlich ihren ersten Saisonsieg einfahren. Doch das wird alles andere als leicht. Während der TVG zwei Remis aus fünf Spielen verbuchte, ist beim TV Aldekerk der Knoten geplatzt. In der Vorwoche gab es einen deutlichen 31:24-Heimsieg gegen den TV Homburg.

Mit jeweils 2:8 Punkten rangieren beide Teams im unteren Tabellendrittel. Der Gewinner der Partie findet den Anschluss ans Tabellenmittelfeld. Der Verlierer hingegen ist erstmal im Abstiegskampf angekommen. Umso größer ist die Bedeutung dieser Partie für beide Mannschaften. 

„Wir müssen auf jeden Fall an unsere starke Abwehrarbeit aus dem Spiel gegen Hanau anknüpfen, denn auf uns kommt ein wurfgewaltiger Rückraum zu. Dieses Spiel ist sehr wichtig für uns, aber es ist auch kein einfaches Auswärtsspiel. Wir müssen nach einer langen Anreise sofort unsere Marschroute umsetzen“, sagt TVG-Cheftrainer Matthias Geiger.

Es geht Richtung Krefeld

Aldekerk ist ein Ortsteil von Kerken, etwa fünfzehn Kilometer nördlich von Krefeld. Rund vier Stunden dürfte die Anreise für den TV Gelnhausen dauern. Nach einem verpatzten Start mit vier Niederlagen in Folge, gelang den Gastgebern in der Vorwoche der Befreiungsschlag. „Den geplatzten Knoten hat man vermutlich bis nach Essen-Borbeck gehört. Wir haben endlich wieder Handball gespielt, wie wir es können. Wir haben uns in der Abwehr den Allerwertesten aufgerissen und   vorne einen unglaublich geilen Ball gespielt. Es gibt nichts, womit ich nicht zufrieden sein könnte. Wir haben ein fast perfektes Spiel gespielt“, sagte Alderkers Trainer Tim Gentges zum Erfolg gegen Homburg.

Aufpassen müssen die Rotweißen vor allem auf Julian Mumme, der gegen Homburg gleich elf Treffer erzielte und auf David Hansen, der acht Tore zum Sieg beisteuerte und mit insgesamt 37 Toren aus fünf Spielen bester Feldtorschütze der Liga ist. Beim TV Gelnhausen lichtet sich das Lazarett so langsam. Spieler wie Fynn Hilb, Max Bechert oder Jonathan Malolepszy konnten sich weiter erholen. Auch Jannik Geisler findet immer besser seinen Rhythmus und Henrik Müller kehrt wieder zurück. „Wir brauchen die Abwehr, die wir gegen Hanau gezeigt haben. Die Jungs haben gesehen, dass es funktioniert“, hofft Geiger, dass sein Team den Aufwärtstrend fortsetzen kann.

 

 

HSG Hanau vor schwerem Auswärtsspiel

Eine Woche nach dem Unentschieden im Derby beim TV Gelnhausen geht die HSG die nächste schwierige Auswärtsaufgabe an. Am Samstagabend (19:00 Uhr / Sporthalle Stählerwiese) sind die Grimmstädter beim bislang ungeschlagenen Staffelzweiten TuS Ferndorf zu Gast. Die Nordrhein-Westfalen haben sich im Sommer merkbar verstärkt und richten den Blick wieder auf den Aufstieg in die zweite Bundesliga. Unterdessen rangiert Hanau mit 6:4 Punkten auf Rang sieben der Tabelle, blieb aber in vier der ersten fünf Spiele ungeschlagen.

„Nachdem es in der vergangenen Woche im Derby für uns nicht ganz zum Erfolg gereicht hat, haben wir das Thema noch einmal im Training aufgearbeitet und freuen uns jetzt auf die Herausforderung in Ferndorf“, resümiert HSG-Cheftrainer Hannes Geist die vergangene Trainingswoche. „Natürlich wollten wir nach fünf Spielen von den Punkten her etwas besser dastehen, aber das ist für mich kein Weltuntergang.“

Defensive war gut

Gerade in der Defensive hatte Hanau zu Beginn der zweiten Halbzeit in Gelnhausen, mit variabler Abwehrarbeit, Beton anrühren können, schaffte es aber nicht dieses Pensum über 60 Minuten zu gehen. „Wir haben gezeigt, zu welcher Deckungsleistung wir phasenweise fähig sind und uns so viele Ballgewinne generiert“, sagt Geist. „Wir müssen auch gegen Ferndorf wieder kompakt stehen und unser Ding machen.“

Die Hausherren kennen Bergold, Ritter & Co. bereits bestens aus der vergangenen Runde. Damals entschieden jeweils die Heimteams ihre Spiele für sich. In der Aufstiegsrunde zur zweiten Liga kam es dann zum erneuten Aufeinandertreffen, aus dem die Südhessen als Sieger hervorgingen, nach einem wahren Kraftakt in Spielhälfte zwei. Seitdem hat sich der TuS Ferndorf noch einmal verstärken können. Im Sommer wurde mit dem Kroaten Janko Kevic ein erfahrener Mittelmann verpflichtet und auf der Torhüterposition stieß Jonas Wilde zum Team. Im Rückraum kann der TuS weiterhin auf Marvin Mundus und Julius Fanger bauen, die nicht nur Torgefahr sondern auch viel Dynamik in das Spiel des Tabellenzweiten bringen.

Um der Qualität im Ferndorfer Rückraum die Power und Dynamik zu nehmen, der TuS kam in den ersten Partien der neuen Saison von dort zu jede Menge Abschlüssen, stellt Geist sein Team wieder auf eine kompakte Deckung ein, um schnell auf Ballgewinne gehen zu können. „Das Umschaltspiel ist eine Stärke meiner Mannschaft, die wir bislang noch nicht über 60 Minuten haben zeigen können. Aber auch dort werden wir besser. Gegen Ferndorf müssen wir uns mit allem was wir haben hineinstemmen.“

Einfache Tore braucht Hanau am Samstag, um sich gegen die als offensiv erwartete Deckung des TuS nicht allzu lange im Sechs-gegen-sechs aufzureiben. „Sie gestalten ihren Defensivverbund wesentlich dynamischer als noch im letzten Jahr, mit mehr Druck auf den Gegner“, so Geist. Der Hanauer Chefcoach gibt abschließend einen kurzen Einblick in seinen Matchplan: „Wir wollen auf uns schauen, die Passqualität hochhalten, darauf unsere Möglichkeiten aufbauen und so erfolgreich sein.“

 

 

Die Bilder haben uns Gelnhausen und Hanau zur Verfügung gestellt. Dankeschön dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Drittligist HSG Rodgau Nieder-Roden hat vier Eigengewächse mit langfristigen Verträgen ausgestattet. Die Jugendarbeit ist seit Jahren ein Aushängeschild der Baggerseepiraten. Der Drittliga-Kader ist mit einem Durschnittsalter von 22 Jahren schon jetzt einer der jüngsten in der Liga und dabei sind auch zwölf Spieler, die schon in der Jugend das Piratentrikot getragen haben. Genau diesem Konzept bleibt die HSG auch weiterhin treu.

Mit Rechtsaußen Nils Haus, Kreisläufer Benedikt Weiland, Rückraumspieler Lukas Juric und Torhüter Philipp Bludau haben sich gleich vier Leistungsträger aus dem Jahrgang 2005 vertraglich bis ins Jahr 2027 an die Baggerseepiraten gebunden. Alle vier sind neben der A-Jugend-Bundesliga regelmäßig im Trainings- und Spielbetrieb der Drittliga- und Landesliga-Mannschaft integriert.

Der sportliche Leiter Marco Rhein erhofft sich eine vielversprechende Zukunft: „Alle besitzen das Potential, um langfristig im 3. Liga-Kader Fuß zu fassen. Aber erstmal gilt es jeden persönlich weiterzuentwickeln und zu fördern. Dabei arbeiten wir auch intensiv mit dem Landesliga-Team zusammen, um den jungen Spielern neben dem intensiven Training auch viel Spielpraxis zu ermöglichen, um dann den nächsten Schritt in Richtung 3. Liga zu machen.”

Weiter sagt Rhein: “Nils Haus ist bereits jetzt ein fester Bestandteil im 3. Liga-Team, in dem er seine Qualitäten schon mehrfach unter Beweis gestellt hat. Er wird somit auch in Zukunft mit Nils Hassler und Jonas Markert auf Rechtsaußen ein starkes Trio bilden. Mit Philipp Bludau arbeiten wir bzw. auch ich persönlich seit ca. 2 Jahren sehr intensiv zusammen. Er ist ein absolut talentierter Torhüter und zusammen mit Philipp Hoepffner und Paul Wetzel gehört diesem Trio die Zukunft im Tor der Baggerseepiraten. Benedikt Weiland ist ein gebürtiger Nieder-Röder, übernimmt bereits in der A-Jugend, insbesondere im Mittelblock als Abwehrchef, eine verantwortungsvolle Rolle ein und hat auch im Angriff eine sehr gute Entwicklung genommen. Am letzten Wochenende war auch er Teil des 3. Liga-Kaders. Dennoch wollen wir ihn behutsam aufbauen und auf der wichtigen Kreisposition an die 3. Liga in Ruhe heranführen. Mit Lukas Juric freuen wir uns einen Wurf- und Abwehrstarken Spieler halten zu können. Er bringt mit seinen Qualitäten das Komplettpaket als Rückraumspieler mit. Aber auch Lukas wollen wir die nötige Zeit geben, um sich in Ruhe weiterentwickeln zu können und an die Herausforderungen im Männerbereich heranführen.“

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt hat am gestrigen Sonntag bei der HSG Nordhorn-Lingen keine Zähler holen können und bleibt damit im zweiten Auswärtsspiel der Saison punktlos. Die Gäste mussten ohne ihren verletzten Leistungsträger Finn Wullenweber antreten und sein Fehlen machte sich bemerkbar.

Der Gastgeber HSG Nordhorn-Lingen fing die Begegnung mit viel Härte an. Hinzu hatte die HSG über 60 Minuten im Euregium ein Publikum im Rücken, welches die Mannschaft ununterbrochen zu Höchstleistungen antrieb. Die Hausherren, die mit ihren Aufstiegsambitionen nicht hinterm Berg halten, wollten die Partie unbedingt gewinnen und warfen von Anfang an alles rein. Zwar unterlief Neuzugang Maximilian Lux sofort ein technischer Fehler, in der Abwehr allerdings wurde ordentlich hingelangt, so dass sich Georg Pöhle schon nach 54 Sekunden die erste Zeitstrafe einfing. Im Gegenzug traf Johannes Wasielewski zum 1:0 und kurz danach zum 2:0. Florian Eisenträger verkürzte auf 2:1, danach vermochte die HSG sich in der siebten Spielminute auf 5:2 abzusetzen. Zwischen der achten bis zwölften Spielminut verhängten die Schiedsrichter insgesamt fünf Strafwürfe, wobei Görkem Bicer dreimal sicher verwandelte. Dennoch vergrößerte der Gastgeber die Differenz und setzte sich auf 9:5 in der 14. Spielminute ab. Der TVG bekam in der Abwehr einfach keinen Zugriff und ließ sich im Angriff von der Härte des Gegners beeindrucken. Als HSG-Spieler Dominik Kalafut in der 23. Minute dann die rote Karte erhielt, stand es 15:11. Stefan Salger verkürzte auf 15:12, doch Wasielewski und Pöhle legten sofort wieder auf 17:12 vor. Durch zwei Treffer von Adrian Kammlodt ging es mit 18:13 in die Pause.

Trainer Roth forderte mehr Action

Nach dem Seitenwechsel war die Vorgabe von Trainer Michael Roth klar: endlich in der Abwehr Zugriff bekommen und dadurch auch Torhüterparaden ermöglichen. Außerdem erwartete er, dass seine Spieler mehr Action ins Spiel bekamen und mutiger agierten.. Dino Corak traf zum 18:15, doch die HSG legte nach. Florian Eisenträger war es, der in Minute 40 auf 22:24 verkürzte. Doch ein 4:0-Lauf des Gastgebers machte alle Hoffnung zunichte. Zwölf Minuten später lag der TVG  mit sieben Toren zurück, daran änderten auch die Platzverweise für Florian Mohr und Lucas Firnhaber (HSG) nichts mehr. Am Ende stand eine verdiente 31:37-Niederlage zu Buche, die in der Höhe aufgrund der wirklich nicht guten Abwehrleistung auch völlig in Ordnung geht.

Positiv fiel Görkem Bicer vom Siebenmeterpunkt auf sowie die Trefferquote von Stefan Salger. Trainer Michael Roth will das Fehlen von Finn Wullenweber in der Abwehr nicht als Entschuldigung gelten lassen: „Wir haben heute zu Recht gegen eine Top-Mannschaft verloren, weil sie einfach besser waren und wir zu schlecht. Mir tun heute unsere Torhüter leid, denn sie wurden von der Abwehr im Stich gelassen. Da waren wir einfach zu brav. Natürlich hat Finn gefehlt, aber gegen eine Top-Mannschaft muss man auch eine Top-Leistung bringen, das haben wir heute nicht.“

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball-Oberliga Hessen stehen nach dem vierten Spieltag noch drei Mannschaften mit weißer Weste da. Gensungen/Felsberg, Kirchzell und Groß-Bieberau ließen in ihren Matches nichts anbrennen und gaben sich keine Blöße. Einzig die TuSpo Obernburg steht mit 2:6 Zählern etwas abgeschlagen auf Platz zehn der Tabelle.

 

TV Kirchzell machte es spannend

Im Freitagspiel gegen die TSG Münster schickte der TV Kirchzell seine Fans durch ein Wechselbad der Gefühle. Am Ende stand ein 26:25 (14:10)-Erfolg, der letztlich knapp, aber verdient war. Die Kirchzeller mussten ersatzgeschwächt antreten, denn Tom Spieß konnte aufgrund einer Erkältung nicht mitspielen. Auch Torhüter Tobias Jörg wurde geschont, da er unter der Woche arg erkältet war sowie Ievgen Zhuk auch. Für Jörg kam sein Kollege Joshua Löffelmann und er machte seine Sache sehr gut. Für Zhuk ging der junge Julius Mattern ins Rennen und auch er agierte gut. “Es ist ein guter Lernprozess für ihn. Ich weiß, wovon ich spreche”, schmunzelte TVK-Trainer Andi Kunz als er sich an seine Anfangszeiten in der Bundesliga erinnerte. In einem seiner ersten Spiele für die SG Willstätt/Schutterwald hat ihn sein damaliger Trainer Bob Hanning immer wieder an den Siebenmeterpunkt geschickt – gegen keinen Geringeren als Peter Gentzel, der als Torhüter so ziemlich alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt. Drei Strafwürfe hat Andi Kunz damals verschossen, doch sein Coach meinte, dass er es nur so lernen kann. Wie gut diese Maßnahme damals war und was für ein toller Spieler Andi Kunz geworden ist, steht außer Frage.

Die Kirchzeller erwischten einen super Start in die Partie, standen engagiert in der Deckung und führten schnell mit 10:4 (18.). Die Gäste kamen etwas näher, doch beim 14:10 zur Pause stand noch immer ein passabler Vorsprung und Kirchzell schaltete und waltete bis dato nach Belieben.

TSG Münster wurde immer besser

Nach dem Wechsel kam der Gegner immer besser ins Spiel und erarbeitete sich viele Chancen, die er in Tore ummünzte. In der 40. Minute stand es nur noch 16:15 für den TVK. Dieser vergab nun einige Freie, tat sich mit der 3-2-1-Deckung schwerer als gut war und hinzu kam, dass die Schiedsrichterinnen auch einiges zuließen. “So langsam ist die anfängliche Führung dann geschwunden”, sagte Kunz. Kein Wunder, bringt doch der eine oder andere Spieler der TSG viel Erfahrung mit. Wie zum Beispiel Rückraumspieler und Alleinunterhalter Patrick Weber, der insgesamt 13 mal einnetzte. Die Gäste brachten ihn immer wieder geschickt in Position, so dass es für ihn ein Leichtes war, Tore zu erzielen. So kippte die Partie und in der 53. Minute führten die Gäste mit 22:21. Joshua Osifo glich aus, TSG-Spieler Weber legte vor. So ging es die letzten Minuten hin und her und die Spannung war kaum zu überbieten. Ievgen Zhuk war es, der die letzten beiden Treffer für seine Farben erzielte und damit den Sieg unter Dach und Fach brachte. Vor allem das letzte Tor fiel genau so, wie es die TVK-Trainer zuvor in einer Auszeit besprochen hatten. Das freute Andi Kunz, dass sein Team sich so strikt an die Vorgaben hielt. “Ich würde sagen, wir haben nicht unverdient, aber glücklich gewonnen”, meinte er. TSG-Trainer Daniel Wernig brachte es auf den Punkt, in dem er sagte, dass Kirchzell ein Tor mehr geschossen und deshalb verdient gewonnen hat.

 

 

 

Beim Tabellenführer unter Wert verkauft

Beim Tabellenführer und Vize-Meister der letzten Saison, der ESG Gensungen/Felsberg, musste die TuSpo Obernburg am Ende eine deutliche 32:40 (17:20)-Niederlage hinnehmen. Zwar mussten die Obernburger auf den erkrankten Thomas Keck verzichten, aber die Mannschaft von Trainer Rudi Frank war topmotiviert und zeigte keinen Respekt vor dem großen Favoriten. Nach vier Minuten führte die TuSpo schnell mit 4:1 und legte auch in den folgenden Minuten noch eine Schippe drauf. In der achten Spielminute stand es anschließend 8:3 für die Römerstädter und erst ab diesem Zeitpunkt kamen die überraschten Gastgeber besser in Spiel. Nach der Häfte der ersten 30 Minuten kam es zum 10:10-Ausgleich, aber die Gäste mischten weiter kräftig mit und konnten den noch ungeschlagenen Nordhessen weiter Paroli bieten. Die erste Führung der Hausherrren stand dann beim 16:15 in der 26. Spielminute auf der Anzeigetafel und bis zum Halbzeitpfiff lag in dieser torreichen ersten Häfte Gensungen dann mit 20:17 vorne.

Nach dem Wechsel war Gensungen am Drücker

Nach dem Wechsel bestimmte der Tabellenführer dann das Geschehen und führte nach 37 Minuten mit 26:22. In dieser Phase der Partie war der TuSpo-Angriff manchmal sehr unkonzentriert, was die ESG eiskalt ausnutzte und einige Gegenstöße lief. 15 Minuten vor Schluss führten die Gastgeber mit 30:25 und TuSpo-Trainer Frank war mit seiner Abwehr inklusive Torhüter sehr unzufrieden. Gensungen ging aber weiter ein sehr hohes Tempo und fünf Minuten vor Schluss war beim 37:31 schon die Frage nach dem Sieger längst beantwortet.

Am Ende unterlag die Tuspo deutlich mit 32:40 und Trainer Frank sagte nach dem Spiel: „Wir haben uns gegen den Tabellenführer nach einem guten Spiel unter Wert verkauft und am Ende viel zu deutlich verloren. Jetzt haben wir gegen die Top 3 der Oberliga – alle drei Mannschaften haben 8:0 Punkte – verloren, was kein Beinbruch ist. Aber nun brauchen wir im Heimspiel gegen Breckenheim mit Hilfe der Zuschauer einen Heimsieg.“

 

 

Falken machen es sich unnötig schwer

Eine sehr gute Abwehr, ein überragender Torhüter, aber ein harmloser Angriff, der nicht ins Laufen kam, kein Tempo machte und zudem noch eine ganze Reihe von Fehlern gegen die HSG Kleenheim/Langgöns produzierte. Am Ende stand ein 24:23 (12:12)-Erfolg für die TSG Groß-Bieberau und die Tatsache, dass TSG-Torhüter Daniel Bartylak der Spieler des Tages war. Er zeigte am Ende einige tolle Paraden und hielt den Sieg fest.

Das Spiel begann zerfahren und erst in der vierten Spielminute konnte Kevin Kunzendorf die 1:0 Führung für die Falken erzielen, nachdem sie bereits vier Fehlwürfe produziert hatten. Nach zehn Minuten und sieben Fehlwürfen stand es 4:4. Trotzdem eroberten sich die Falken eine 10:7 Führung bis zur 23. Minute, die Kleenheim aber binnen drei Minuten wieder auf 10:10 ausglich, zur Halbzeit stand es schließlich 12:12.

Bieberau kam nicht ins Rollen

Auch in Halbzeit zwei kam der Bieberauer Angriff nicht ins Rollen, immer wieder mussten die Abwehr und Torhüter Bartylak die Fehler ihrer Angreifer ausbügeln. Das Ergebnis blieb stets knapp, keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen und die Partie wankte hin und her. In der 56. Spielminute konnte Kevin Kunzendorf die 23:22 Führung erzielen, die die Gäste sofort egalisierten. Der folgende Spielzug brachte Gästespieler Simon Patt frei zum Wurf, den Bartylak sicher parierte und den Gegenangriff einleitete. Über die Stationen Funk – Büttner – Weit wurde Kreisläufer David Lubar geschickt frei gespielt, der sicher und mit Wucht das 24:23 erzielte. Es waren noch 36 Sekunden auf der Uhr, Kleenheim probierte es mit dem siebten Feldspieler. Den letzten Wurf parierte der TSG-Torhüter und hielt damit den Sieg fest. TSG-Trainer Björn Beilstein: „Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg und muss ausdrücklich die Abwehr und Daniel Bartylak loben, aber im Angriff müssen wir zulegen, da haben wir noch großes Potenzial nach oben.“

 

Das Bild hat uns Groß-Bieberau zur Verfügung gestellt (Jürgen Pfliegensdörfer). Vielen Dank dafür.