Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Eine Flut von positiven Testergebnissen wirft die Planungen des Deutschland-Achters vor dem SH Netz Cup durcheinander, denn elf WM-Starter fallen krankheitsbedingt aus.

Nach dem Saisonhöhepunkt bei der WM in Racice geht’s jetzt zum Saisonabschluss und in Rendsburg findet vom heutigen Freitag bis zum Sonntag der 22. SH Netz Cup statt. Wie in den Vorjahren tritt der Deutschland-Achter bei der schon traditionellen 12,7-Kilometer-Langstrecke auf dem Nord-Ostsee an, diesmal allerdings mit einer gegenüber der WM deutlich veränderten Mannschaft. Das Corona-Virus macht die ursprünglichen Planungen zunichte. Neun WM-Teilnehmer wiesen nach den Titelkämpfen ein positives Testergebnis auf, zudem war Julian Garth schon in Racice positiv getestet worden. Ein weiterer Sportler zeigte Krankheitssymptome.
 
„Wir testen seit der Rückkehr aus Tschechien – und es kam im Laufe der Woche eine Absage nach der anderen. Wir haben viele Corona- und auch krankheitsbedingte Ausfälle“, sagte Trainer Peter Thiede, der die Betreuung der Mannschaft für Bundestrainer Uwe Bender übernimmt. Auch Bender hatte leichte Symptome und musste aus Vorsichtsgründen absagen.
 
Das Beste aus der Situation machen
 
Mit Torben Johannesen (nur am Sonntag bei der Langstrecke), Mattes Schönherr, Benedict Eggeling und Steuermann Jonas Wiesen können nur vier Sportler aus dem WM-Achter antreten. Weitere Athleten, teilweise aus dem U23-Bereich, kommen dazu. „Wir sind froh, dass wir überhaupt starten können, und wollen aus der Situation das Beste machen.“ Gegner sind die Achter aus den Niederlanden, den USA und der Ukraine.
 
Los geht es heute Abend um 19.30 Uhr mit dem Ergo-Cup, bei dem die Athleten auf der Bühne im Rendsburger Kreishafen 500 Meter zu absolvieren haben. Am Samstag um 16.30 Uhr folgt der 350-Meter-Sprint, ebenfalls im Kreishafen unweit der Rendsburger Schwebefähre. Und am Sonntag werden die Sportler dann bei der Langstrecke über 12,7 Kilometer von Breiholz bis Rendsburg gefordert. Startzeit ist um 13.10 Uhr.

Der Kader für den SH Netz Cup:

Mattes Schönherr, Benedict Eggeling, Torben Johannesen, Jannik Metzger, Friedrich Dunkel, Sönke Kruse, Ole Kruse, Lukas Föbinger, Paul Klapperich, Steuermann Jonas Wiesen; Trainer Peter Thiede

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga ging es vergangenes Wochenende in der Süd-Staffel wieder interessant her. Der TV Kirchzell musste gegen den VfL Gummersbach II eine bittere 31:32-Niederlage hinnehmen. Die HSG Hanau zog im Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden mit 29:30 den Kürzeren und der TV Gelnhausen gewann in Dansenberg mit 28:24.

Auch die weiteren Ergebnisse waren teilweise kurios. Die mHSG Friesenheim-Hochdorf II verlor gegen die TSG Haßloch mit 17:24, der TuS Ferndorf handelte die DJK Waldbüttelbrunn mit 41:30 ab und Dutenhofen/Münchholzhausen und Pohlheim trennten sich mit 28:24. Bleibt noch der VTV Mundenheim. Er überraschte mit dem 28:24 gegen die HG Saarlouis.

 

Die Enttäuschung stand Spielern sowie Verantwortlichen ins Gesicht geschrieben. Nach 60 Minuten Kampf, Leidenschaft und unglaublichem Siegeswillen stand der TV Kirchzell gegen die Gäste aus Gummersbach trotzdem mit leeren Händen da. Mit 31:32 zu verlieren, ist wirklich bitter und ein Unentschieden wäre gerechter gewesen. Doch danach wird am Ende nicht gefragt. Was zählt sind die Punkte und die hat die junge Mannschaft von Trainer Goncalo Miranda mit nach Hause genommen.

Nachdem Tom Spieß noch immer geschont wurde und Michael Meyer-Ricks kurzfristig wegen einer starken Erkältung ausfiel, fand sich ein bekannter Name auf dem Spielberichtsbogen. Maximilian Gläser, der aus beruflichen Gründen eine Handball-Pause einlegte, erklärte sich spontan bereit, seinem Verein zu helfen. Und es ging für die Kirchzeller gleich gut los. Nach dem 1:0 setzten sie sich auf 4:2 (4. Minute) ab. Doch in dem temporeichen Spiel drehte der VfL die Partie, führte mit 6:4 und in der 13. Minute sogar mit 8:4. Andi Kunz nahm die Auszeit, Leon David verkürzte, doch Geburtstagskind Moritz Köster, Bruder von Nationalspieler Julian Köster, sorgte wieder für den Vier-Tore-Vorsprung seiner Mannschaft. Die Hausherren behielten in der von Beginn an hektischen und sehr schnell geführten Partie die Übersicht, kamen sukzessive heran und führten in der 23. Minute wieder mit 13:11. Beide Teams standen gut in der Abwehr, gingen oft in die Zweikämpfe und nutzten im Angriff ihre Chancen. Der VfL war technisch sehr versiert und es war die Akademie-Handschrift zu erkennen. Das ebenfalls junge TVK-Team glänzte mit einem sehr starken Kampfgeist und mit Durchsetzungsvermögen. Dem 15:14 vor der Pause ließen Schnellbacher und ein frecher Heber von Leon David das 17:15 folgen und das war auch der Pausenstand. Zwar bekamen die Gummersbacher noch einen Freiwurf nach Ende der regulären Spielzeit zugesprochen. Dieser blieb an der TVK-Deckung hängen. Bis dato hatte sich der VfL bereits sechs Zeitstrafen von insgesamt acht eingehandelt. Hinzu kam, dass sich der 17-jährige Torhüter Oskar Knudsen beim Aufwärmen am Fuß verletzte und nicht eingesetzt werden konnte. VfL-Trainer Miranda sagte, dass dies nun bereits der fünfte Ausfall für sein Team sei.

Tim Häufglöckner erhöhte auf einen Drei-Tore-Vorsprung

Nach dem Wechsel erhöhte der brandgefährliche Tim Häufglöckner auf 18:15 und sorgte auch für das 20:17 (35.). Die Gäste nutzten zwei Fehler der Hausherren, verkürzten auf ein Tor, doch Heinrich und Schnellbacher stellten den alten Abstand wieder her (22:19 – 40.). Dieser hatte bis zur 43. Minute Bestand (23:20). In dieser Phase lief Torhüter Tobias Jörg zur Hochform auf. Egal, was seine Vorderleute vorne versemmelten – er bügelte es hinten mit unglaublichen Paraden wieder aus und hielt sein Team im Spiel. Es ging in die heiße Phase. Der Gegner nutzte seine Chancen gut und ab der 50. Minute stand die Begegnung Spitze auf Knopf. Der TVK legte vor, der VfL zog nach. Die Spannung war kaum zu toppen. Antonio Schnellbacher sorgte vom Punkt für die letzte Führung des TVK (31:30 – 57.). Postwendend glichen die Gäste aus, nahmen die Auszeit und legten zum 32:31 vor. Kirchzell nahm die Auszeit, der VfL verlor im Anschluss den Ball. Der letzte entscheidende Wurf der Hausherren fand zu spät den Weg ins gegnerische Tor. 

TVK-Trainer Andi Kunz beglückwünschte den Gegner zu Sieg, bedankte sich für die Unterstützung von den Rängen und meinte: „Gummersbach war technisch sehr gut und wir haben in manchen Situationen die falsche Lösung gefunden. Unser Torhüter Tobias Jörg hat mit einer klasse Leistung uns im Spiel gehalten. Manches in der zweiten Halbzeit ist mir unerklärlich, denn wir sollten Dinge einfach so weiterspielen, wie wir sie vorher gut gemacht hatten. Es waren zu wenig Lichtblicke und einige technische Fehler zu viel. Aber es ist kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Weiter geht’s.“ Sein Gegenüber freute sich, dass „Kirchzell und wir mit unseren jungen Spielern einen so schnellen und guten Handball spielen und wir auf Augenhöhe agierten. Nach unseren ganzen Ausfällen war dies heute ein schöner Tag für mich.“

Für den TVK geht es nächste Woche bei der starken HG Saarlouis weiter. 

 

Henning Schopper trifft mit dem Abpfiff zum 30:29 Derbysieg  

 Unglaubliche Szenen spielten sich nach dem Schlußpfiff in der Hanauer Main Kinzig Halle ab. Auf Rodgauer Seite gab es eine Jubeltraube so groß wie ein Mannschaftsbus, während auf Hanauer Seite absolute Fassungslosigkeit herrschte. Unterschiedlicher hätten die Gefühlslagen nicht sein können, doch als Henning Schopper in allerletzter Sekunde aus gut 15 Metern den 30. Treffer für die Baggerseepiraten erzielte, war das Südhessenderby auf dramatische Art und Weise entschieden.

Henning Schopper beim Wurf

Den besseren Start erwischten die Gastgeber, die schnell ein 2:0 vorlegten, aber die Rodgauer ließen sich nicht lange bitten und warfen ebenfalls die Tormaschine an. Schopper und Horn wirbelten im HSG-Rückraum, dazu kamen immer wieder schöne Anspiele an den in Bestform agierenden Florian Stenger. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Derby mit packenden Zweikämpfen und vielen schön herausgespielten Treffern. Nach dem 11:11 des besten Hanauer Torjägers Jonas Ahrensmeier mussten die Baggerseepiraten eine schwierige Phase überstehen, denn innerhalb von einer Minute hagelte es gleich drei Hinausstellungen. Mit großer Laufbereitschaft überstand man die Unterzahlsituation relativ unbeschadet, musste aber mit dem Halbzeitpfiff noch das 16:13 quittieren.

Die Hypothek des 3-Tore Rückstandes war schnell aufgeholt und beim 19:19 durch Flo Stenger konnten die Rodgauer nach längerer Zeit die Anzeigetafel wieder auf Unentschieden stellen. Die Grimmstädter erarbeiteten sich zwar erneut einen knappen Vorsprung, doch dann folgte die beste Phase der Redmann-Jungs. An der sehr stabilen Deckung im Verbund mit dem zusehends heisser laufenden Marco Rhein -unter anderem parierte er einen Siebenmeter- bissen sich die Hanauer zusehends ihre Zähne aus. In der Offensive  lief die Maschinerie dagegen wie geölt. Immer wieder fanden sich kreative Lösungen, knackte den Hanauer Abwehrverbund ein ums andere und nach einem 6:1 Lauf lag man unter dem lautstarken Jubel des gut gefüllten Gästeblocks mit 22:25 in Führung.  Im Anschluss an ein Hanauer Team-Timeout ergab sich sogar die Gelegenheit, auf vier Tore wegzuziehen. Aber die Chance auf die Vorentscheidung blieb ungenutzt und Hanau kämpfte sich wieder heran.

Beim 28:28 und 29:29 war der Ausgang der Begegnung völlig offen und wenn der Verlauf der letzten Minuten schon bis zu diesem Zeitpunkt nichts für schwache Nerven war, wurde das in den verbleibenden 60 Sekunden noch einmal getoppt. Hanau hatte die letzte Auszeit genommen, Kapitän Yannick Ruppert übernahm die Verantwortung und setzte fünf Sekunden vor dem Abpfiff einen verdeckten Wurf an, der von Marco Rhein glänzend pariert wurde. Den Abpraller sicherte sich Erhard Wunderlich, der gedankenschnell auf den los spurtenden Henning Schopper passte. Aus fast aussichtsloser Position, knapp hinter der Mittellinie feuerte der Linkshänder in Richtung Hanauer Tor, wo dem bis dahin exzellent parierenden Fabian Tomm die Harzkugel durch die Hände rutschte.

 

TV Gelnhausen landet Sensationssieg in Dansenberg

Der TV Gelnhausen ist die Mannschaft der Stunde in der Süd-West-Staffel. Das junge Team von Trainer Matthias Geiger kann auch nach dem vierten Saisonspiel eine makellose Bilanz vorweisen. Die Barbarossastädter gewannen bei der hochgehandelten TuS 04 Dansenberg sensationell mit 28:24 (13:9) und rangieren überraschend mit 8:0 Punkten hinter Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf und der TSG Haßloch auf dem dritten Tabellenplatz.

Trainer Geiger war nach der Partie mächtig stolz auf seine Mannschaft: „Die TuS Dansenberg hat wahnsinnig starke Spieler in ihren Reihen. Aber wir haben viel gearbeitet unter der Woche und die Jungs haben das sehr gut umgesetzt. Sie waren heiß und haben phasenweise begeisternden Handball gespielt. Kompliment an die Mannschaft.“

Der Jubel in Gelnhausen kennt keine Grenzen

Als Dansenbergs Jan Claussen in der fünften Minute das 2:1 erzielte, sollte das die letzte Führung für die Gastgeber sein, die sich zu Rundenstart unter anderem mit Gunnar Dietrich verstärkt hatten, der auf über ein Jahrzehnt Erst- und Zweitligaerfahrung zurückblicken kann. Im Stil einer Spitzenmannschaft trumpften anschließend die Gelnhäuser Himmelsstürmer mächtig auf. Mit einem 7:1-Lauf setzte sich Gelnhausen nach 17 Minuten auf 8:3 ab. Zwar kam Dansenberg noch einmal auf 8:8 heran, doch wie groß mittlerweile das Selbstvertrauen der Gelnhäuser ist, zeigte die Tatsache, dass sie schnell wieder in die Erfolgspur zurückfanden und mit einer 13:9-Führung in die Pause gingen.

Dansenberg kam noch einmal heran

Nach dem Wechsel konnte Dansenberg erneut noch einmal auf 14:14 herankommen (37.), hatten dann aber ihr Pulver verschossen. Anschließend legten die Geiger-Jungs einmal mehr eine bemerkenswerte Coolness an den Tag und zogen das Pendel von Minute zu Minute auf ihre Seite. „Wir haben eine sehr bewegliche Abwehr gespielt und es Dansenberg richtig schwer gemacht“ sah Geiger in der ebenso kraftraubenden wie aufopferungsvollen Defensivarbeit den Schlüssel zum Erfolg. Als Jonathan Malolepszy in der 50. Minute mit seinem Treffer zum 23:20 erstmals wieder einen Drei-Tore-Vorsprung herausschoss, war eine Vorentscheidung gefallen. Gestützt auf zwei starke Keeper, Alexander Bechert zog vor allem in der ersten Hälfte mit tollen Paraden den Gastgebern den Zahn ebenso wie Julian Lahme in der Schlussphase, brachte der TVG den vierten Erfolg in Serie unter Dach und Fach.

 

Die Bilder von Gelnhausen und Nieder-Roden hat uns der Verein dankenswerterweise zur Verfügung gestellt.

Das Beitragsbild mit Tim Häufglöckner stammt von mir.

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt musste am vergangenen Samstag im vierten Spiel der Saison die erste Niederlage einstecken. Gegen den Erstliga-Absteiger und Aufstiegskandidat HBW Balingen-Weilstetten reichte es beim 27:28 nicht zum Punkt.

Auch wenn die Hausherren als Favoriten in die Partie gingen, war zu keinem Zeitpunkt sicher, dass sie die Punkte auch sicher für sich verbuchen würden. Die Gäste zeigten auch in diesem Spiel erneut eine klasse Vorstellung und kämpften bis zum Ende um den möglichen Sieg oder um ein Remis. Am Schluss war es nicht nur eine Top-Mannschaft, gegen die der TVG antreten musste, sondern auch eine ganze Halle, was vielleicht mit den Ausschlag gab.

Der TVG, der ohne den verletzten Görkem Bicer auf Rechtsaußen antreten musste (dafür stand der junge U19-Nationalspieler der Ukraine, Dmytro Redkyn, erstmals im Kader), vergab zunächst den ersten Wurf, zeigte aber wieder eine starke Defensivleistung und ging in der  vierten Spielminute mit 2:1 in Führung. Der Gegner egalisierte den Zwischenstand zwar immer wieder, aber der TVG konnte die Führung bis zur 26. Spielminute verteidigen. Erster Knackpunkt der Partie war die Rote Karte gegen den bis dahin stark agierenden Finn Wullenweber, der nach 20 Minten in einer unglücklichen Aktion den Gegner im Gesicht traf und dafür vom Platz verwiesen wurde. Die Blau-Weißen trotzten dieser Entscheidung und agierten weiterhin selbstsicher und mit großem Siegeswillen.

Vier Minuten vor dem Pausenpfiff war es der stark aufspielende Moritz Strosack, der den HBW mit 14:13 in Führung brachte.  Aber auch hier behielten die Unterfranken die Nerven und konnten durch Dino Corak mit einer 17:16-Führung in die Pause gehen.

Die Gallier erwischten den besseren Start

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gallier besser in die Partie und übernahmen durch Tore der schwer in den Griff zu bekommenden HBW-Akteure Oddur Gretarsson und Thor Daniel Ingason die Führung. Doch die Gäste ließen sich nicht beirren, glichen aus und gingen wieder in Front.

Dann allerdings sollte es zum zweiten, eventuell spielentscheidenden Knackpunkt der Partie kommen. In der 52. Spielminute – der TVG agierte bereits in Unterzahl – sprintete der Linksaußen der Gallier, Tobias Heinzelmann, auf das leere Tor der Unterfranken zu, versenkte dabei den Ball, während Florian Eisenträger versuchte, im Defensivblock zu retten. Dabei kam es zu einem Kontakt mit Heinzelmann, welcher von den Schiedsrichtern als grobes Foul gewertet wurde und der TVG wurde erneut mit Rot bestraft. In den folgenden vier Spielminuten mussten die Jungs von Trainer Igor Vori daher weiter in Unterzahl agieren, während sie von einem gellenden Pfeifkonzert des Publikums bis zum Ende des Spiels ausgepfiffen wurden. Doch auch davon ließen sich die Blau-Weißen nicht beeindrucken, kämpften bis zum Schluss um die möglichen Punkte und hatten tatsächlich am Ende noch die Möglichkeit, den verdienten Ausgleichstreffer zu erzielen. Doch diesmal unterlief dem sonst so souverän agierenden Mario Stark ein Fehler, so dass sich der TVG nach hartem Kampf dem Gegner beugen musste. Mehr Dramatik geht eigentlich gar nicht mehr in einem Spiel.

TVG-Trainer Igor Vori war nach diesem hitzigen Spiel erst einmal bedient, ließ Fragen nach den Platzverweisen unkommentiert und lobte stattdessen einmal mehr die starke Defensivleistung seines Teams, aber vor allem die Moral seiner Schützlinge: „Heute haben meine Jungs einmal mehr bewiesen, was uns ausmacht. Wir spielen eine tolle Abwehr, jeder kämpft für jeden und wir lassen uns auch von Rückschlägen nicht herunterziehen, sondern kämpfen bis zum Schluss. Und genau das ist es, was ich von meiner Mannschaft verlange.“

Am nächsten Montag, dem Tag der deutschen Einheit, geht es weiter. Dann kommt Aufsteiger Konstanz in die Elsenfelder Untermainhalle.

Das Bild, das Adrian Kammlodt zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Zum Abschluss der Weltmeisterschaften in Racice gewann der Deutschland-Achter das kleine Finale vor China und Italien und damit war es ein versöhnlicher Abschluss. Das Ruder-Flaggschiff fand mit einem Sieg im B-Finale vor China und Italien zurück in die Erfolgsspur und kann – nach dem verpassten A-Finale am vergangenen Freitag – zuversichtlicher nach vorne blicken. „Mit dem Rennen heute können wir zufrieden sein, wir dürfen aber nicht zufrieden nach Hause gehen, sondern müssen jetzt ganz schnell mit der harten Arbeit beginnen. Alle müssen eine Schüppe drauflegen“, sagte Bundestrainer Uwe Bender.
 
Die Führung gab Sicherheit
 
Die Mannschaft ging im B-Finale in der Labe Arena von Racice schnell in Führung und baute diese kontinuierlich aus. Platz um Platz schoben sich Torben Johannesen, Wolf-Niclas Schröder, Mattes Schönherr, Benedict Eggeling, Tom Tewes, Max John, Jasper Angl, Mark Hinrichs und  Steuermann Jonas Wiesen vom italienischen Achter ab. Kurz nach der Streckenhälfte betrug der Vorsprung über eine Bootslänge. Auf den letzten 500 Metern kam China auf, der Sieg mit letztlich gut zwei Sekunden Vorsprung geriet aber nicht in Gefahr.
 
„Endlich konnten wir einmal in einem Rennen den anderen Booten wegfahren. Das Streckentempo war hoch, die Führung hat uns für die zweite Hälfte mehr Sicherheit gegeben“, sagte Jasper Angl. Und auch Max John, der erneut für den erkrankten Julian Garth einsprang, sein insgesamt sechstes WM-Rennen bestritt und den zweiten B-Final-Sieg binnen 24 Stunden feierte, blickte zuversichtlich nach vorn: „Das war der erste Schritt Richtung Fortschritt, den wir jetzt weitergehen müssen. Heute haben wir uns ein Herz gefasst, das wurde mit einem kleinen Sieg im B-Finale belohnt.“
 
Britischer Achter holt Gold
 
Weltmeister wurde der favorisierte britische Achter. Insgesamt war Großbritannien mit acht Medaillen (4 Gold, 1 Silber, 3 Bronze) in den olympischen Bootsklassen die erfolgreichste Nation dieser Titelkämpfe. Silber ging an den holländischen Achter, Bronze an Australien.

Weiter geht’s für den Deutschland-Achter schon am kommenden Wochenende. Beim 22. SH Netz Cup in Rendsburg trifft die Crew ab Freitag auf die Niederlande, die USA und die Ukraine.
 
 
Die Ergebnisse:
Achter, B-Finale: 1. Deutschland-Achter (Torben Johannesen, Wolf-Niclas Schröder, Mattes Schönherr, Benedict Eggeling, Tom Tewes, Max John, Jasper Angl, Mark Hinrichs, Steuermann Jonas Wiesen) 5:33,33 Minuten. –  2. China 5:35,58. –  3. Italien 5:38,11. –  4. Tschechien 5:45,67. –  5. Ukraine 5:50,09.

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nur strahlende Gesichter gab es für die deutschen Ruderer nach einer anstrengenden WM-Woche in einem hochkarätigen Vierer-Feld. Mit einem packenden Endspurt zum Sieg im B-Finale hat der Vierer ohne Steuermann die Weltmeisterschaften in Racice beendet.

Der verdiente Lohn ist Platz sieben für Marc Kammann, Max John und Theis Hagemeister bei ihrer ersten WM-Teilnahme sowie für Malte Großmann, der genauso wie seine Teamkameraden sehr zufrieden war: „Das war ein sehr guter Abschluss der WM und auch der gesamten Saison. Wir sind als Team – zusammen mit Sabine Tschäge, die uns weit nach vorne gebracht hat – zusammengewachsen. In diesem Rennen hat man noch mal sehr gut gespürt, dass jeder für jeden 100 Prozent gegeben hat. Das hat großen Spaß gemacht.“
 
Viel Potenzial in der Mannschaft
 
Sie sind im B-Finale noch einmal „all-in“ gegangen in der Labe Arena. Auf den letzten 500 Metern schob sich das deutsche Quartett vom vierten Platz nach ganz vorne und holte über zweieinhalb Sekunden gegenüber dem frühzeitig enteilten polnischen Vierer auf. Vorbei an dem US-Boot, an Titelverteidiger Polen und letztlich auch an den Iren, mit denen sich der deutsche Vierer über die gesamte 2.000-Meter-Strecke einen packenden Bord-an-Bord-Kampf geliefert hatte.

Letztlich waren es Marc Kammann & Co, die mit der höchsten Endgeschwindigkeit und einem hauchdünnen Vorsprung von acht Hundertstelsekunden die Ziellinie als Erster überquerten. „Wir sind unserem Motto treu geblieben: Der siebte Platz war das bislang schlechteste Saisonergebnis und so ist es geblieben. Wir sind nur einen winzigen Schritt vom A-Finale entfernt. In der Mannschaft steckt viel Potenzial“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge. Und auch Malte Großmann richtete voller Vorfreude seinen Blick auf die kommende Saison: „Das Rennen hat gezeigt, dass wir das Potenzial haben, weiter nach zu fahren. In diesem kurzen Olympiazyklus ist noch einiges möglich.“

Weltmeister im Vierer ohne Steuermann wurde Großbritannien. Silber ging an Olympiasieger Australien und Bronze an die Niederlande. 

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Vierer ohne Steuermann, B-Finale: 1. Deutschland (Marc Kammann, Max John, Malte Großmann, Theis Hagemeister) 5:59,08 Minuten. –  2. Irland 5:59,16. –  3. Polen 5:59,56. –  4. USA 6:00,87. –  5. Südafrika 6:04,80. –  6. Frankreich 6:10,46.

 

Das tolle Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Woche für Woche kommt es in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West zu sehr interessanten Begegnungen. Der TV Kirchzell empfängt den VfL Gummersbach II, die HSG Hanau die HSG Rodgau Nieder-Roden und der TV Gelnhausen muss in Dansenberg antreten. 

Weiter spielen: mHSG Friesenheim-Hochdorf II – TSG Haßloch, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – HSG Pohlheim, VTV Mundenheim – HG Saarlouis.

Die ersten Punkte sind zuletzt auf die Habenseite des TV Kirchzell gewandert. Die dezimierte Mannschaft des Kirchzeller Trainer-Duos Hauptmann und Kunz setzte sich in einem heißen Kampf gegen den Aufsteiger Pohlheim durch. Die Freude war groß und den Schwung wollen die Kirchzeller mit in die nächste Partie nehmen. Dafür ist diesen Samstag schon Gelegenheit, denn es steht ein Heimspiel an. Die Odenwälder empfangen den VfL Gummersbach II. Für Andi Kunz und seine Crew ist der kommende Gegner  Neuland und er hat sich intensiv mit dem VfL beschäftigt. Die Oberbergischen haben nach drei Spieltagen, wie Kirchzell auch, 2:4 Punkte auf dem Konto.

Niederlagen gab es gegen Hanau und Saarlouis. Gewonnen wurde bisher gegen Aufsteiger Mundenheim. „Im Spiel gegen Saarlouis hat Gummersbach richtig gut gespielt“,  weiß Andi Kunz zu erzählen. Aber auch gegen die starken Hanauer hat der VfL gut mitgehalten. Nicht umsonst schloss er die vergangene Saison auf den vorderen Plätzen ab. „Der VfL hat eine junge Mannschaft, die gut ausgebildet ist. Er spielt ein gutes Tempo nach vorne, agiert in der Defensive mit einer offensiven Variante. Ja- und diese Dinge gilt es für uns zu lösen“, so Kunz weiter.

Gutes 1:1-Verhalten

Tatsächlich ist der Gast vor allem im 1:1-Verhalten sehr gut unterwegs. Darauf kann sich der TVK einstellen. Auch die schnelle Mitte beherrscht die Mannschaft von Trainer Goncalo Miranda gut. Seit Sommer hat der Portugiese das Sagen auf der Bank, hat das Traineramt von Maik Thiele übernommen, der seit November 2017 für die zweite Mannschaft verantwortlich war und nun in der VfL-Akademie arbeitet. Linksaußen Kieran Unbehaun sowie Rechtsaußen Finn Schroven machen auf den Außenbahnen einen guten Job und Bruno Eickhoff steht gut am Kreis. Doch der TVK wird sich zu wehren wissen.

Andi Kunz kann am Wochenende wieder auf Jan Blank zurückgreifen. Hinter Tom Spieß steht noch ein Fragezeichen.  Egal wie, der TVK möchte gerne die nächsten beiden Punkte einfahren und seine Heimstärke unter Beweis stellen. Kunz: „Das Spiel macht sicher Spaß. Wir werden bereit sein, die Aufgabe anzunehmen und wollen unsere Fans mitnehmen, um unseren Heimvorteil zu unterstreichen. Dann werden wir sehen…“ 

 

Derbytime in Hanau

Abwehrarbeit bei der HSG Hanau

Am Samstag ist es endlich wieder so weit. Derbytime in der Handballfestung Main-Kinzig-Halle! Zu Gast zum ersten Derby der Saison ist die HSG Rodgau Nieder-Roden. Mit zwei Siegen und einem Unentschieden rangiert die HSG Hanau derweil auf Rang vier der dritten Liga. Mit ebenfalls zwei Siegen im Gepäck, aber allerdings einer Niederlage bei Friesenheim-Hochdorf finden sich die Rodgauer aktuell auf dem sechsten Rang wieder. Das anstehende Derby kann also ordentlich Bewegung in die Tabelle bringen.

Umso wichtiger also für das Team von Trainer Hannes Geist den Fokus weiterhin hochzuhalten und den Schwung aus den bisherigen Spielen mitzunehmen. „Wir freuen uns auf das Derby und zahlreiche Zuschauer in der Halle, die für beste Derbystimmung sorgen werden. Die Jungs sind frisch und haben sich die Woche über gut auf die bevorstehende Aufgabe vorbereitet. Wir erwarten ein spannendes Spiel, werden 60 Minuten Vollgas geben und alles in die Waagschale werfen, um am Ende gemeinsam ein Handballfest zu feiern“, sagt HSG-Coach Geist.

Gegen die Baggerseepiraten aus Rodgau wird auch wieder die mentale Stabilität ein entscheidender Faktor sein. Wie wichtig dies sein kann, hat sich vergangene Woche beim Punktgewinn im Hexenkessel bei Saarlouis gezeigt (24:24). An die bisher gezeigten Leistung wollen Ruppert und Co. anknüpfen. 

Welche Qualität im kommenden Gegner steckt, hat dieser erst wieder im letzten Spiel eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gegen den TuS 04 Dansenberg gewannen die Rodgauer souverän mit 29:15. Nicht nur deshalb zählen sie zu den Favoriten um die ersten Plätze der Staffel Süd-West. Denn trotz einiger Abgänge konnte sich der Kader im Vergleich zur Vorsaison nochmals in der Breite verstärken. 

Auf die Hanauer wird also viel Arbeit kommen, bei der es stets gilt, von Anfang an fokussiert zu agieren. Im Angriffsspiel erwartet die Grimmstädter eine sehr herausfordernde, aktive und ballorientierte Abwehrarbeit, die immer wieder versucht, den Gegner auf neun Metern vom Tor wegzuhalten. Kreative Lösungen gilt es also zu finden, um diese agile und bewegliche Abwehrreihe zu überwinden. Dabei müssen die Aktionen und Chancen bis zum Ende auf den Punkt gespielt werden.

 

Gelnhausen in Dansenberg gefordert

Freude beim TV Gelnhausen

Der TV Gelnhausen hat mit seiner jungen Mannschaft einen furiosen Start hingelegt. Mit der makellosen Blanz von 6:0 Punkten nach drei Spielen grüßen Jonathan Malolepszy und Co. sensationell von Tabellenplatz zwei. Doch für Trainer Matthias Geiger ist das nur eine „nette Momentaufnahme“. Schließlich beginnen jetzt die Wochen der Wahrheit mit Duellen gegen die Top-5-Klubs der Liga. Zum Auftakt wartet eine echte Mammutaufgabe. Schließlich geht es zum hochgehandelten, aber kriselnden TuS 04 Dansenberg.

Jugendlicher Elan und Kampf bis zum Umfallen dürften am Samstag gefragt sein. Der mit etlichen Top-Spielern ausgestattete Gegner bringt jede Menge hochklassige Erfahrung auf die Platte. Dabei ragen Gunnar Dietrich, der zwölf Jahre bei den Eulen Ludwigshafen in der ersten und zweiten Bundesliga aktiv war, und Jan Claussen heraus. „Dansenberg ist eine Top-Mannschaft, die eine Reaktion zeigen muss. Wir müssen uns warm anziehen“, weiß Geiger, dass ein angezählter Gegner oftmals sehr unangenehm werden kann. Aber der Coach wird sein Team einmal mehr gut vorbereiten und glaubt an seine Mannschaft. „Die Jungs haben sich jede Menge Selbstvertrauen erarbeitet. Wir werden versuchen an unsere Grenzen zu gehen, um es Dansenberg so schwer wie möglich zu machen. Und sollte für uns die Tür zum Erfolg einen Millimeter weit aufgehen, dann wollen wir diese Chance ergreifen.“

 

Die Bilder von Gelnhausen und Hanau haben uns die jeweiligen Vereine zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

Das Beitragsbild von Leon David kommt von mir.

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am heutigen Samstag um 19 Uhr trifft Handball-Zweitligist TV Großwallstadt in der SparkassenArena in Balingen auf den Erstliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstetten. Dort kommt es zum Spitzenspiel in der zweiten Liga zwischen den beiden Teams. Beide haben von bisher drei Spielen alle drei gewonnen und in diesem Zusammentreffen werden die zwei Mannschaften die Tabellenführung unter sich ausmachen.

Einmal mehr wird der Gegner als Favorit in die Partie gehen und einmal mehr möchten die Unterfranken beweisen, dass sie aktuell in einer Topform sind und daher alles möglich ist. Allerdings wissen die Jungs von Trainer Igor Vori auch, dass die bevorstehende Aufgaben alles andere als leicht werden wird. Die Baden-Württemberger haben unter Trainer Jens Bürkle bisher die Herausforderungen gegen starke Teams wie Ludwigshafen, Lübeck und Hüttenberg gemeistert. Nun soll gegen den TVG der vierte Sieg in Folge her, um konsequent das Ziel „direkter Wiederaufstieg“ zu verfolgen. Dennoch müssen die Gallier aufpassen, wenn sie die Serie der Großwallstädter verfolgt haben – und das werden sie sicherlich. Von daher geht der HBW sicher gut vorbereitet in dieses Match. 

HBW im Umbruch

Auch wenn sich der Verein im Umbruch befindet – sieben Spieler haben der Mannschaft den Rücken gekehrt und nur zwei neue Akteure wurden verpflichtet – verfügt das Team über exzellente Handballer: Neuzugang Filip Vistorop – Landsmann von TVG-Trainer Igor Vori – überzeugte bisher in allen Spielen auf Rückraum links und auch die torgefährlichen Oddur Gretarsson und Patrick Volz auf Linksaußen müssen von der blau-weißen Defensive in Schach gehalten werden. Auf genau diese Abwehr – derzeit das Prunkstück des TVG-Spiels – wird es auch heute Abend wieder ankommen, wenn die Gäste versuchen werden, die Tabellenspitze zu erobern. „Wir müssen gegen Balingen wieder eine Abwehr hinstellen wie zuletzt. Mit jeder gelungenen Aktion wächst unser Selbstvertrauen und dann wird es auch im Angriff leichter,“ so Kapitän Florian Eisenträger, der sich aktuell in bestechender Form befindet.

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams gab es in der Saison 2018/19. Dort kam es zu zwei deutlichen Siegen für Balingen (30:19 und 31:21). Geht es nach dem Willen des TVG, dann soll diese Statistik etwas aufgehübscht werden. 

 

Das Bild, das Kapitän Florian Eisenträger zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am morgigen Samstag um 18 Uhr starten die ING Skywheelers in die neue Spielzeit in der ersten Rohlstuhl-Basketball-Liga. Da Zweitliga-Meister RBB München auf den Aufstieg verzichtete, wurde den Skywheelers, die in einer knappen Entscheidung abgestiegen waren, eine Wildcard angeboten. Damit wird die erste Liga zur neuen Saison mit zehn Teams spielen. Neu dabei ist Aufsteiger Hot Rolling Bears Essen.

Zu Gast im ING Skywheelers Dome ist zum ersten Saisonspiel der amtierende deutsche Meister, der RSV Lahn Dill. Auch wenn die Favoritenrolle ganz klar bei den Mittelhessen aus Wetzlar liegt, so ist es dennoch wichtig, dass die ING Skywheelers gut in die kommende Spielzeit starten.

Die Preseason ist mit einer erfolgreichen Turnier-Teilnahme bei den Thuringia Bulls am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen, nun geht es um wichtige Punkte in der Liga. Die ING Skywheelers starten in die kommende Spielzeit ohne Trainer. Katharina Lang und Nico Dreimüller leiten in Eigenregie die Geschicke der Rollstuhl-Basketballer vom Main. Mannschaftliche Verstärkungen hat es nicht gegeben, was aber kein Nachteil sein muss. Im Gegenteil. Das Team hat sich gefunden und kann nun die Weiterentwicklung des Teams vorantreiben. Natürlich werden die ING Skywheelers gegen den RSV Lahn Dill um jeden Korb fighten müssen, doch sollte es ihnen gelingen ruhig und besonnen zu agieren, dann werden sie sich eine ganze Portion Selbstvertrauen, für die kommende Spielzeit erspielen.

Zuschauer sind herzlich im Frankfurter Skywheelers Dome willkommen. Einlass ist ab 17 Uhr. Tickets können online unter

www.eventbrite.de/e/ing-skywheelers-vsrsv-lahn-dill-tickets-422296729887

oder an der Abendkasse erworben werden.  

 

Das Bild haben uns die Skywheelers zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür. 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Sie haben alles versucht, aber zum Finaleinzug war die Konkurrenz zu stark. Die Ruderer des Deutschland-Achter kamen bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Racice (Tschechien) im Hoffnungslauf nicht über Rang drei hinter den Niederlanden und den USA hinaus und verpassten zum ersten Mal seit Peking 2008 wieder ein A-Finale beim Saisonhöhepunkt. „Die anderen haben uns die Grenzen aufgezeigt. Aber wir sind ein sehr junger Achter, der noch nicht auf dem Niveau ist. Bei uns sitzen fünf Ruderer aus der U23-Altersklasse im Boot“, erklärte Bundestrainer Uwe Bender.
 
Bei der 500-Meter-Marke lag das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes noch auf dem zweiten Platz, gerade mal einen Bugkasten von den führenden Holländern entfernt. Auf dem zweiten Streckenabschnitt aber zogen auch die US-Amerikaner vorbei und in der Folge verlor der deutsche Achter den Anschluss. „Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen. Sie ist offensiv gefahren und hat versucht, das Rennen lange mitzugestalten und um die Entscheidung mitzukämpfen. Aber wir haben zu wenig PS an Bord, das reicht nur für 900 Meter Kampf“, meinte Steuermann Jonas Wiesen. Ähnlich sah es Schlagmann Torben Johannesen: „Wir haben gar kein schlechtes Rennen abgeliefert. Aber im Moment müssen wir anerkennen, dass die anderen ein Stück weiter sind. Das ist bittere Realität.“

Umbesetzung im Großboot

Dass es im Vergleich zum Vorlauf eine abermalige Umbesetzung im Großboot gab, passte zum bisherigen Saisonverlauf. Julian Garth, der positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, war der bereits sechste Ausfall im Deutschland-Achter bei einer Regatta. Max John aus dem Vierer ohne Steuermann ersetzte ihn mit besten Kräften auf Position drei. „Max hat seine Sache gut gemacht, an der Umbesetzung lag es nicht“, sagte Bender.
 
Nach dem ernüchternden Ergebnis richteten sich die Blicke der Aktiven auch nach vorn. „Nach diesem Jahr, das wir uns anders vorgestellt hatten, haben wir ordentlich etwas aufzuholen. Wir waren von der Physis auf keinem hohen Niveau und hatten auch rudertechnisch Defizite. Wir müssen enger zusammenrücken“, sagte Torben Johannesen, während Jonas Wiesen deutlich wurde: „Ab Herbst müssen wir uns den Hintern aufreißen, dass uns das im nächsten Jahr nicht noch einmal passiert.“ Schließlich geht es bei der nächsten WM in Belgrad auch um die ersten fünf Olympia-Tickets für Paris 2024.
 
Doch zunächst steht am Sonntag in Racice noch das B-Finale um 12.44 Uhr an. Gegner sind Tschechien, China, Italien und die Ukraine. „Das ist ein Finale. Da werden wir noch mal voll auf Angriff setzen, egal, ob es A- oder B-Finale heißt“, meinte Jonas Wiesen.
 
Die Ergebnisse:
Achter, Hoffnungslauf: 1. Niederlande 5:25,93 Minuten. – 2. USA 5:27,71. –  3. Deutschland-Achter (Torben Johannesen, Wolf-Niclas Schröder, Mattes Schönherr, Benedict Eggeling, Tom Tewes, Max John, Jasper Angl, Mark Hinrichs, Steuermann Jonas Wiesen) 5:33,17. – 4. China 5:44,04.

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Görkem Bicer, Rechtsaußen des Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt fällt nach einer Verletzung im Spiel gegen den TuS N-Lübbecke länger aus. Der 23 Jahre alte Türke hat sich in der ersten Hälfte der Partie beim Laufen eines Konters ohne Fremdeinwirkung eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes zugezogen.

Aktuell befindet sich Görkem Bicer in der engmaschigen Betreuung von Mannschaftsarzt Dr. Joerg Petermann sowie in der Physiotherapeutischen Behandlung im MTZ Großwallstadt.

Wie lange der Rechtsaußen ausfallen wird, ist aktuell noch nicht abschätzbar. Maxim Schalles, der bereits im letzten Spiel gegen Nettelstedt-Lübbecke seine Fähigkeiten auf dieser Position unter Beweis gestellt hat, wird nun erst einmal die Rechtsaußen Position begleiten. Der Verein hat aber trotzdem bereits reagiert. Mit dem ukrainischen U19- Nationalspieler Dmytro Redkyn ist in der TVG Junioren Akademie e.V. ein Linkshänder unter Vertrag, der bereits am vergangenen Dienstag erstmalig am Training der Bundesliga-Mannschaft teilnehmen wird, um sich bei Trainer Igor Vori zu bewerben.

Wir wünschen dem Spieler gute Besserung.

 

Das Bild von Görkem hat uns der TV Großwallstadt zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.