Liebe Leserinnnen, liebe Leser.

Handball Drittligist TV Kirchzell hat am Wochenende im Zuge der Vorbereitung auf die neue Saison ein Trainingslager in heimischer Halle absolviert und gleichzeitig ein Testspiel gegen den Drittligisten HC Erlangen II durchgeführt.

Mit 41:33 (21:14) gewann die Mannschaft der Trainer Alex Hauptmann und Andi Kunz gegen das Team des ehemaligen Co-Trainers des Zweitligisten TV Großwallstadt, Slava Lochman. Beide Mannschaften lieferten sich, obwohl beide ersatzgeschwächt waren, ein munteres Spielchen, in dem der TVK allerdings von Anfang zeigte, wo es lang geht und immer die Führung behauptete.

Joshua Osifo war in Torlaune und traf elfmal. Niklas Ihmer konnte achtmal einnetzen und Julius Mattern traf fünfmal. Florian von Gruchalla (9) und Marc Kokott (6) trafen für Erlangen am besten.

Nicht nur mit dem Testspiel, auch mit dem Trainingslager waren die Kirchzeller Trainer zufrieden. Alle zogen an einem Strang und es wurde einiges ausprobiert. Am Samstag gab es abends dann noch ein gemeinsames Essen in der Burgermeisterei im Ritter   @die.burgermeisterei.im.ritter , ehe am Sonntagvormittag eine Stabi-Einheit das Trainingslager beendete. “Ich denke, wir haben in den letzten Tagen den nächsten Schritt gemacht”, war Alex Hauptmann zufrieden mit seinen Jungs und dem Ablauf.

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Handball Drittligist TV Gelnhausen hat während der Vorbereitung auf die neue Saison ein Testspiel vor über 100 Fans gegen den Regionalligisten HSG Falken Bieberau/Modau mit 37:28 (19:17) gewonnen.

Yannik Mocken und Simon Belter waren mit jeweils sieben Toren die erfolgreichsten Torschützen für die Barbarossastädter, bei denen bis auf Neuzugang Jonas Dambach und Silas Altwein alle Spieler zum Einsatz kamen. Dambach und Altwein kurierten noch kleinere Blessuren aus.

„Wir können zufrieden sein. Viele Dinge haben schon gut geklappt. In der ersten Hälfte haben wir ein paar Tore zuviel kassiert. Hier hat die Absprache in der Abwehr noch nicht ganz gestimmt. Und wir haben zu wenige Stoppfouls gemacht. Dass haben wir in der Pause angesprochen und die Jungs haben es im zweiten Durchgang super umgesetzt“, sagte Damir Hundur, der den verhinderten Chefcoach Matthias Geiger auf der Trainerbank vertrat.  

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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Der Deutschland-Achter verpasst trotz Leistungssteigerung eine Medaille. Der Olympiasieg geht an Großbritannien, Silber holt die Niederlande, Bronze für den US-Achter.

Lest die Pressemitteilung von Carsten Oberhagemann:

Sie warfen alles in die Waagschale, zeigten eine bravouröse Leistung, mussten sich schließlich aber mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben: Der Deutschland-Achter verpasste bei den Olympischen Spielen in Paris die insgeheim erhoffte Medaille. Torben Johannesen, Wolf-Niclas Schröder, Frederik Breuer, Max John, Laurits Follert, Olaf Roggensack, Mattes Schönherr, Benedict Eggeling und Steuermann Jonas Wiesen mussten sich im Finale auf der Regattastrecke in Vaires-sur-Marne hinter Olympiasieger Großbritannien, den Niederlanden und den USA einreihen.

Nach drei olympischen Medaillengewinnen in London (Gold), Rio und Tokio jeweils Silber verpasste der deutsche Achter auf der Regattastrecke in Vaires-sur-Marne eine Podiumsplatzierung. Nach einer Leistungssteigerung war es nach den WM-Plätzen sieben (2002) und fünf (2023) die beste Platzierung bei einem Zielwettkampf in diesem olympischen Zyklus. „Sie haben alles probiert und gekämpft. Letztlich hat es zu nicht mehr als dem vierten Platz gereicht. Das Ergebnis geht in Ordnung“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge.

Finale im TGV-Tempo

Der DRV-Achter ging das Finalrennen wie schon den Hoffnungslauf vor zwei Tagen offensiv an, konnte sich den eigenen Bugball aber nicht vorlegen, weil auch die Konkurrenz vom ersten Schlag Vollgas gab. Ein Finale im TGV-Tempo. Nach 500 Metern führten die Briten hauchdünn vor den Holländern, dahinter folgte das Duo USA und Deutschland. Auf den mittleren 1.000 Meter handelte sich der Deutschland-Achter einen Rückstand von einer knappen Bootslänge auf den Bronzerang ein. „Über die Mitte konnten wir den drei führenden Booten nicht Paroli bieten, dafür haben wir nicht die Mittel“, meinte Steuermann Jonas Wiesen. Schließlich gelang es, den vierten Platz bis zur Ziellinie gegenüber den heranrückenden Rumänen zu verteidigen. „Wir müssen uns nichts vorwerfen. Wir sind offensiv rausgegangen und waren mit im Renngeschehen. Am Ende waren die Gegner einfach schneller. In einem olympischen Finale bekommt man nichts geschenkt“, sagte Frederik Breuer und Wolf-Niclas Schröder ergänzte: „Wir sind ein gutes Rennen gefahren. Man muss anerkennen, dass die Gegner es geschafft haben, ein ordentliches Stück schneller zu sein. Das war die beste Platzierung in einem Endwettkampf in diesem olympischen Zyklus.“

Mattes Schönherr sagte: „Ich habe mich wieder hundertprozentig fit gefühlt, sonst wäre ich auch nicht an den Start gegangen.  Ich nehme die Aufgabe immer an, egal wo ich sitze. Der erste Platz hinter der Medaille, das tut erst mal weh.“

Sabine Tschäge meinte: „Die Briten sind eine stabile Saison gefahren und sind verdient Olympiasieger geworden. Die Holländer sind gut ins Rennen gekommen und haben ihre gute Form bestätigt.“

Torben Johannesen: „Wir haben uns über die ganze Zeit gesteigert. Wenn alle weitermachen, sind wir auf einem guten Weg für den nächsten Zyklus, dass wieder Stabilität reinkommt. Mir persönlich macht Rudern noch immer Spaß. Es ist auf keinen Fall ausgeschlossen, dass ich weitermache, aber jetzt brauche erstmal Urlaub.“

 

Das Bid hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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Kruse/Christ belegten Platz fünf im umkämpften und knappen B-Finale.  – Das Flaggschiff trainierte vor dem olympischen Finale wieder in kompletter Besetzung. –  Torben Johannesen bleibt Schlagmann.

Das alles lest Ihr in der Pressemitteilung von Carsten Oberhagemann.

Eine hundertstel-Entscheidung zum Abschluss bei ihrem Olympia-Debüt im Zweier ohne Steuermann. Sönke Kruse und Julius Christ belegten im B-Finale den fünften Platz, wurden letztlich Olympia-Elfter und nehmen sehr wichtige Erfahrungen für ihren weiteren Weg mit.

„Für uns ist es sehr gut zu wissen, dass wir ein international konkurrenzfähiger Zweier sind und in der Weltspitze mitrudern. Das gibt uns die Bestätigung, dass wir sechs Monate lang zusammen mit unserem Trainer Alex Weihe gut gearbeitet haben“, sagte Sönke Kruse, der im dritten Zweier-Rennen in dieser prägenden Olympia-Woche zusammen mit Julius Christ noch einmal alles in die Waagschale warf. Der grüne Zweier ging das Rennen offensiv an und erarbeitete sich zunächst eine leichte Führung, ehe die neuseeländischen Achter-Olympiasieger von Tokio Wilson/Williamson vorbeizogen und das Rennen von vorne diktierten. Dahinter kämpften Kruse/Christ mit den Zweiern aus Litauen, Südafrika, den USA Italien um die Plätze. Letztlich trennten die USA, Deutschland und Italien gerade mal fünf Hundertstelsekunden. Die Plätze zwei und drei gingen an Litauen und Südafrika.  

Zuletzt hatte sich ein deutscher Zweier ohne Steuermann 2012 in London für die Olympischen Spiele qualifiziert – Felix Drahotta und Anton Braun, die in Eton auf dem Dorney Lake Siebte wurden. „Es ist uns gelungen, einen Zweier zu entwickeln, der wieder ernsthaft in einem olympischen B-Finale mitfahren kann. Mit einem deutschen Zweier ist wieder zu rechnen“, meinte Trainer Alexander Weihe. Olympiasieger im Zweier ohne Steuermann wurden – wie schon in Tokio – die Sinkovic-Brüder aus Kroatien. Silber ging an die Briten Tom George/Wynne-Griffith, Bronze an die Schweizer Weltmeister Roman Roeoesli/Andrin Gulich.

Sönke Kruse meinte: „Es war ein gutes, aber nicht unser bestes Rennen. Wir haben uns voll reingehängt und die Regatta recht zufrieden beendet. Der Zeitenvergleich zum A-Finale zeigt, wie dicht hier alles beieinander ist. Es zeigt auch, dass der Verband im Männer-Riemen-Bereich eine gewisse Tiefe hat. Wir haben einen Aufschwung und diese Dynamik gilt es nun fortzusetzen.“

Trainer Alexander Weihe weiß: „Sie sind ein engagiertes und mutiges Rennen gefahren und in den Fight gegangen. Der elfte Platz zeigt, dass wir international mitfahren können. Der Grundstein in Richtung Zukunft ist gelegt. Die Jungs haben unglaublich wertvolle Erfahrungen gesammelt. Das wird uns auf Jahre extrem helfen. Der Aufwärtstrend, der sich auf das gesamte Team Deutschland-Achter bezieht, ist klar ersichtlich. Nach Tokio ist es uns gelungen, einen Kader aufzubauen, der international wieder konkurrenzfähig ist.“

Vorbereitung aufs Achter-Finale

Der Deutschland-Achter hat am heutigen Mittag in der Vorbereitung aufs morgige Finale (Samstag, 11.10 Uhr) wieder mit der ursprünglichen Crew trainiert. Mattes Schönherr, der im Hoffnungslauf am Vortag krankheitsbedingt passen musste, ist zurück im Boot. „Mattes hat grünes Licht vom Arzt bekommen und konnte sich im heutigen Anschlusstraining gut einbringen. Er kann morgen starten“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge.

Torben Johannesen bleibt wie im Hoffnungslauf, als der Deutschland-Achter in einem starken Rennen den zweiten Platz hinter den Niederlanden belegte, auf der Schlagmann-Position. Schönherr rückt auf Position 2. „Torben hat es sehr gut gemacht. Ich und auch die Mannschaft haben vollstes Vertrauen in ihn. Er bleibt auf Schlag“, so Tschäge.

Für das olympische Finale hat sich die Mannschaft viel vorgenommen. Favoriten auf den Olympiasieg sind Weltmeister Großbritannien und der zweite Vorlaufsieger USA. Zudem misst sich das deutsche Flaggschiff mit den Niederlanden, Australien und Rumänien. „Wir werden alles dafür geben, um in Kampf um die Medaillen einzugreifen. Das heißt: Vorne mutig und offensiv rausfahren und auf den dritten 500 Metern die Traute haben draufzubleiben. Es gibt keine zweite Chance, sondern nur diese eine“, so Tschäge.

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes kommt mit einem starken Hoffnungslauf als Zweiter sicher weiter. Julius Christ ersetzte den erkrankten Mattes Schönherr. Torben Johannesen rückte auf die Schlagmann-Position.

Lest die Pressemitteilung von Carsten Oberhagemann:

Die Hektik vom Morgen wich der puren Freude und Erleichterung über den Finaleinzug bei den Olympischen Spielen in Paris: Der Deutschland-Achter lieferte im Hoffnungslauf ein starkes Rennen ab und zog auf der Regattastrecke in Vaires-sur-Marne souverän ins olympische Finale (Samstag, 11.10 Uhr) ein.

Dabei musste das Team wenige Stunden vor diesem K.o.-Rennen, in dem von fünf Booten nur die ersten vier ins Finale einzogen, zunächst eine Hiobsbotschaft verkraften. Schlagmann Mattes Schönherr musste krankheitsbedingt passen, für ihn kam Julius Christ aus dem Zweier ohne Steuermann ins Boot auf Position zwei. Torben Johannesen rückte auf den Schlagmann-Platz vor. „Das haben sie als Mannschaft super gelöst und sind die Aufgabe sehr entschlossen und sehr mutig angegangen“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge.

„Da ist dann richtig Action und Power im Boot“

Die Crew mit Torben Johannesen, Wolf-Niclas Schröder, Frederik Breuer, Max John, Laurits Follert, Olaf Roggensack, Julius Christ, Benedict Eggeling und Steuermann Jonas Wiesen erwischte einen deutlich besseren Start als noch im Vorlauf am Montag, als der deutsche Achter den dritten Platz belegt hatte. Die Bugspitze des grünen Achters war über weite Strecken des Rennens vorn, die Mannschaft lag mit einem hauchdünnen Vorsprung auf Australien auch bei Streckenmitte in Führung. Erst kurz vor der 1.500-Meter-Marke zogen die Niederländer vorbei, die mit einer halben Bootslänge schließlich den umkämpften Hoffnungslauf für sich entschieden. Hinter dem auf Rang zwei platzierten deutschen Boot buchten Australien und Rumänien die begehrten Finaltickets. Italien schied aus. „Unabhängig von der neuen Situation war uns klar, dass wir deutlich aggressivere erste 1.000 Meter fahren und dem Rennen unseren Stempel aufdrücken müssen“, sagte Max John und beschrieb die ungewohnte Position, in Führung zu liegen: „In den Schlägen war Länge drin und wir haben sie gut weggeschoben – das macht es richtig Spaß, da ist dann richtig Action und Power im Boot.“

Im Finale am Samstag kommt es zum großen Olympia-Showdown an der Ruderstrecke, wo an den ersten beiden Finaltagen schon sechs von 14 Entscheidungen gefallen sind. Hier wird sich der Deutschland-Achter mit Weltmeister Großbritannien, den USA, den Niederlanden, Australien und Rumänien messen. „Das war heute eine Teamleistung. Unsere Aufgabe im Finale ist es, dass genauso mit ein paar Prozent mehr zu wiederholen. Dann können wir uns in eine Position bringen, in der wir um etwas kämpfen können“, sagte Steuermann Jonas Wiesen und Max John ergänzte: „Jetzt zählt es, gut zu regenerieren, damit wir das Finale genauso gut bestreiten können.“ Die Mannschaft hofft, dass dann wieder Mattes Schönherr zur Verfügung steht. Julius Christ unterdessen stieg heute nach dem Rennen wieder mit Sönke Kruse in den Zweier, um sich auf das B-Finale am Freitag vorzubereiten.

 

Weitere Stimmen:

Max John: „Wir sind ein Team, haben vertrauen in Julius und auch in Mattes, dass er entscheiden kann, ob er fahren kann oder nicht. Die Gesundheit geht vor und auch das Rennen, in dem wir möglichst stark antreten wollten. Wir wussten, das steckt in uns. Wir haben es auch immer mal beim Trainingsstrecken aufblitzen lassen, aber leider noch nie im Wettkampf. Wir haben die Mittel an der Hand, wir haben den Werkzeugkasten.“

Sabine Tschäge: „Einen solchen Weckanruf wie heute Morgen um kurz vor 6 möchte man eigentlich nicht bekommen. Wir sind mit Torben schon mal auf Schlag gefahren und wussten, dass es funktioniert. Wir hätten gerne auch Jasper eingesetzt. Das geht aber nicht, weil man bei der Akkreditierung bestimmte Regeln beachten muss.“

Julius Christ: „Mein letztes Achterrennen ist schon ein paar Jahr her, aber es war geil. Wir sind schnell losgefahren und vor allem auch schnell auf den zweiten 500 Metern weitergefahren. Da sind wir richtig am Gas geblieben. Das war eine extrem konzentrierte, aufgeheizte Stimmung im Team. Alle waren voll wach und da. Das war eine Mission, ins Finale zu fahren. Das haben wir richtig gut gemacht. Chapeau an alle anderen, da war ich nicht der entscheidende Faktor. Mit Mattes wäre das heute genauso passiert. Das war eine Teamleistung, ich habe nur ein Achtel dazu beigetragen. Ich denke, dass Mattes zum Finale zurückkommen wird. Das ist auch gut so.“

Jonas Wiesen: „Wir haben heute eine große Herausforderung bestanden und das gesehen, was wir uns im Training erarbeitet haben. Es war wenig Zeit heute Vormittag und ein stressiger Tag. Das haben wir sehr gut gemeistert. Wir haben uns bewiesen, wir können ein Rennen mit einem internationalen Feld offensiv angehen. Wir brauchen heute nicht von etwas zu träumen, sondern es geht darum, dafür am Samstag zu arbeiten und sich zu konzentrieren.“

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt (Archiv). Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Der Traum vom olympischen Finale ist geplatzt. Sönke Kruse und Julius Christ erwischten im Zweier-ohne-Halbfinale ein schlechtes Rennen, verpassten als Sechste letztlich deutlich den insgeheim erhofften Finaleinzug und mussten die Stärke der Konkurrenz anerkennen. Rumänien, Großbritannien und Irland buchten die Finalplätze genauso wie Kroatien, die Schweiz und Spanien im anderen Halbfinale.

Lest die Pressemitteilung von Carsten Oberhagemann:

„Wir haben es heute nicht aufs Wasser gebracht und konnten unsere Kraft nicht richtig loswerden. Dadurch ist das Boot nicht so exakt durchgelaufen, wie wir das eigentlich können. Das war heute einfach ein schlechtes Rennen“, sagte Sönke Kruse. Julius Christ ergänzte: „Hier sind die Besten der Welt am Start. Wenn du da ein schlechtes Rennen fährst, dann hast du keine Chance. Das war unter unserem normalen Niveau. Deswegen ist es super enttäuschend.“

 „Jeder Platz nach vorne ist ein klarer Erfolg für uns“

Nach ersten Schlägen lugte die Bugspitze des grünen Zweiers aus Deutschland vor, doch dann setzten sich die Rumänen und die Iren vor, gefolgt von den Briten und Neuseeländern. Diese vier Boote machten schließlich die Finalplätze unter sich aus, während der deutsche Zweier auf der Außenbahn 1 abgeschlagen ein einsames Rennen fuhr und schließlich mit großem Abstand – noch hinter Italien auf der anderen Außenbahn – Halbfinal-Sechster wurde.

Der Blick geht nun aufs B-Finale, in dem Kruse/Christ am Freitag (10.42 Uhr) auf Neuseeland, Südafrika, Litauen Italien und die USA treffen. Dann geht es um eine Platzierung zwischen Rang 7 und 12. „Jeder Platz nach vorne ist ein klarer Erfolg für uns. Nicht 13. werden war unser erstes Ziel, das haben wir geschafft. Heute hätten wir sechs Plätze gutmachen können – haben wir nicht. Aber wir haben jetzt noch mal die Chance was rauszuholen“, meinte Kruse.

Achter-Vorbereitung auf den Hoffnungslauf

Sie spendeten Beifall aus dem Boot und freuten sich mit den glücklichen Medaillengewinnerinnen: Die Athleten im Deutschland-Achter erlebten die erste Ruder-Medaille für das Team D durch den Frauen-Doppelvierer vor Ort mit und schickten bei der Wende im Training ihre Glückwünsche quer übers Wasser in die Mixed-Zone. Dort machten Pia Greiten, Leonie Menzel, Tabea Schendekehl und Maren Völz mit der Bronze-Medaille um den Hals ein Interview nach dem anderen.

Der Deutschland-Achter musste bei der Vorbereitung auf den morgigen Hoffnungslauf improvisieren. Das morgendliche Training war für 7.45 Uhr geplant. Doch als die Mannschaft an die Strecke kam, wurde diese wegen einer Gewitterwarnung gesperrt. Das Gewitter blieb aus, das Training konnte aber trotzdem erst nach den Rennen vom Vormittag absolviert werden. Im morgigen Hoffnungslauf (10.20 Uhr) trifft das deutsche Flaggschiff auf die Niederlande, Australien, Rumänien und Italien. „Die Sportler wissen, worum es geht. Sie wissen aber auch, was sie besser machen müssen. Sie müssen den Start deutlich besser erwischen und als Mannschaft deutlich besser und geschlossener performen. Das heißt: Hart und willensstark über die Mitte fahren“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge und weiter: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass es klappt und wir das Finale erreichen. Der Vorlauf war alles andere als ideal. Wir kennen die jetzige Situation, mit dem Rücken zur Wand zu stehen, von der WM im letzten Jahr in Belgrad. Da hat es mit der Olympia-Quali ja geklappt.“

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am vergangenen Wochenende ging der Untermain Cup über die Bühne. Sechs Teams spielten in zwei Gruppen den Turniersieg aus. Am Ende setzte sich Handball Zweitligist TV Großwallstadt mit 40:39 gegen den Drittligisten TV Kirchzell durch.

Zuvor trafen in der Erlenbacher Barbarossa Halle Regionalligist Tuspo Obernburg und Drittligist Wölfe Würzburg aufeinander. Mit 13:27 (5:15) verlor die Tuspo das Spiel. Gegen den Drittliga-Aufsteiger TV Kirchzell gab es im zweiten Spiel eine klare 15:27 (6:12)-Klatsche. Tuspo-Trainer Rudi Frank war mit der gezeigten Leistung in beiden Spielen überhaupt nicht einverstanden und setzte kurzfristig ein Training am Samstagvormittag an.

Weiter spielten in Erlenbach noch die Wölfe Würzburg gegen Kirchzell. Hier gewann der TVK mit 26:23 (13:11).

Zeitgleich trafen in der Miltenberger Sporthalle Zweitligist TV Großwallstadt auf den TV Großwallstadt U 23. Das Spiel endete mit 35:13 (20:9) für den Zweitligisten. Anschließend traf der TVG U 23 auf die HSG Rodgau Nieder-Roden und verlor mit 12:30 (5:14). Knapp mit 23:21 (9:11) gewann der TVG gegen die Baggerseepiraten.

Platzierungsspiele am Samstag

Am Samstag standen die Platzierungsspiele in der Großwallstädter Gemeindehalle an. Im Spiel um Platz fünf standen sich die Tuspo und der TVG U 23 gegenüber. Mit 41:24 (21:13) gewannen die Obernburger. Sie zeigten eine ordentliche Leistung und spielten mit viel Tempospiel und mit einer guter Abwehrarbeit. Für die Tuspo geht es jetzt in eine kurze Pause und am 10. August wird die zweite Phase der Vorbereitung starten. Das Spiel um Platz drei gewannen die Wölfe Würzburg gegen Nieder-Roden mit 35:25 (16:12). Im Endspiel standen sich der TV Großwallstadt und der TV Kirchzell gegenüber. Mit 40:39 (33:33, 17:12, 7:6 nach Siebenmeter-Werfen) gewann der TVG den Cup.

Kirchzells Trainer Andi Kunz zog ein positives Fazit: “Wir sind in der Vorbereitung ein Stück weiterkommen. Obernburg war ein dankbarer Gegner zum Einstieg ins Turnier. Gegen die Wölfe, die von der Papierform her stark einzuschätzen sind, haben wir gut gespielt. Vor allem das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter war gut.” Würden die Kräfte der Kirchzeller an Tag zwei reichen? Immerhin war das Team sehr ersatzgechwächt. Trotzdem war die Partie gegen den TVG genau richtig, denn auch in der bald beginnenden Runde werden die Kirchzeller auf Gegner treffen, die eine starke Abwehr – wie der TVG  – stellen. Nach Ablauf der regulären Spielzeit stand ein Siebenmeter-Schießen auf dem Plan. Jede Mannschaft verschoss einige Siebenmeter und es ging “wild” hin und her. Am Ende stand eine knappe Niederlage für Kirchzell auf der Anzeigetafel.

Am Wochenende wird für den TVK ein Trainingslager auf dem Plan stehen mit einem Testspiel gegen Erlangen II.

 

 

Die Bilder hat uns der TVG und die Tuspo zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Platz drei für Jasper Angl im Spare Race – Kruse/Christ mit starker Olympia-Premiere – Platz drei im olympischen Vorlauf für den Deutschland Achter. Das bisherige Fazit der deutschen Ruderer bei der Olympiade.

Lest die nachfolgenden Pressemitteilungen von Carsten Oberhagemann:

Der 24-jährige Jasper Angl fuhr mit seinem Zweier-Partner aus den USA ein gutes Rennen.

Das war ein guter und Hoffnung machender Auftakt: Jasper Angl, Ersatzmann für den Männer-Riemen-Bereich, fuhr im „Spare Race“ mit seinem US-Amerikanischen Partner Gus Rodriguez auf den dritten Platz im Zweier ohne Steuermann. Es gewann der favorisierte britische Zweier vor der zweiten Nationen-Kombination Australien/Neuseeland. Vierter wurde Italien, gefolgt von den Niederlanden.

Geringer Abstand zur Spitze

„Das war eine schöne Sache. Nach einem kurzen Anlauf sind die beiden ein sehr gutes Rennen gefahren. Die Abstände waren eng“, sagte Trainer Alex Weihe, der sich am Rande auch mit dem US-Trainer anfreundete. Angl/Rodriguez gingen in Führung und behaupteten diese 800 Meter lang, ehe die Briten vorbeizogen. Auf dem dritten Teilstück mussten sie auch Australien/Neuseeland passieren lassen, aber die beiden anderen Boote hielten sie auf Distanz. Eine Bootslänge betrug schließlich der Abstand zum Siegerboot.

 

 

Kruse/Christ mit starker Olympia-Premiere

Sie sind unbekümmert angereist, beherzt in ihr erstes olympisches Rennen gestartet und haben es souverän zu Ende gefahren: Sönke Kruse und Julius Christ buchten als Vorlauf-Dritte das Halbfinal-Ticket bei den Olympischen Spielen auf direktem Weg.

„Das war ein durchweg solides Rennen. Wir sind gut gefahren. Besser hätten wir uns unseren erste Olympia-Auftritt nicht vorstellen können“, sagte Julius Christ und Sönke Kruse ergänzte: „Das ist schon mal ein Traum, hier an den Start gehen zu dürfen. Und dann einen erfolgreichen Start ins Turnier hinzulegen, ist ein tolles Gefühl. Ich bin einfach nur sehr glücklich.“ Das deutsche Zweier-ohne-Duo kam im Vorlauf hinter den Zweiern aus Großbritannien und Südafrika und deutlich vor Australien ins Ziel.

Führung auf den ersten 800 Metern

Sönke Kruse strahlte vor dem Start die Lockerheit der Beiden aus: Er winke in die Kamera und lächelte. Dann packten die beiden über zwei Meter großen Ruderrecken entschlossen zu und übernahmen die Führung in diesem Hochkaräter-Vorlauf. Eine halbe Bootslänge nach 200 Metern vor dem Goldfavoriten Großbritannien, die auch bei der 500-Meter-Marke noch Bestand hatte. Erst nach 800 Metern zog der in dieser Saison ungeschlagene Europameister vorbei. „Das war ein geiles Gefühl den Briten auf den ersten 1.000 Metern zu zeigen, wo es lang geht. Das haben wir nicht ganz durchgehalten. Aber das zeigt, was wir in dem Turnier noch abliefern können“, befand Christ.

Auf dem dritten Teilstück mussten Kruse/Christ auch noch die starken Südafrikaner passieren lassen, doch der Vorsprung auf Platz vier (Australien) war groß, so dass der direkte Halbfinaleinzug nicht in Gefahr geriet. Zumal spätestens auf den letzten 500 Metern noch der Impuls von außen auch im Boot ankam. Christ: „Diese riesige Tribüne, alle brüllen, es war laut – das pusht richtig.“

„Wir wollen ins Finale“

Für das Halbfinale am Mittwoch (ab 10.34 Uhr) haben sich Sönke Kruse und Julius Christ noch mal eine Steigerung vorgenommen. „Wir haben ja gesagt: Wir wollen ins Finale. Das heißt wir müssen unter die ersten Drei in unserem Halbfinallauf. Das nehmen wir uns vor“, erklärte Christ und fügte hinzu: „Wir fahren so schnell los wie im Vorlauf und noch schneller weiter. Dann wird das auch klappen – da bin ich sehr positiv gestimmt.“

 

 

Achter: Platz drei im olympischen Vorlauf

Die Hoffnung war groß vor ihrem ersten Olympia-Auftritt. Doch im Vorlauf in Vaires-sur-Marne gelang es den Ruderer aus dem Deutschland-Achter nicht, in den Kampf ums direkte Finalticket einzugreifen. Mattes Schönherr, Wolf-Niclas Schröder, Frederik Breuer, Max John, Laurits Follert, Olaf Roggensack, Torben Johannesen, Benedict Eggeling und Steuermann Jonas Wiesen belegten hinter den USA und den Niederlanden den dritten Platz, gefolgt von Rumänien.

Schon mit den ersten zwei Schlägen handelte sich das deutsche Ruder-Flaggschiff einen Rückstand von einem Luftkasten ein. Erst dann kam das grüne Boot in Schwung, konnte Tempo aufbauen und fuhr mit den führenden Booten aus den USA und den Niederlanden mit. Eine halbe Bootslänge Rückstand nach 500 Metern wuchs dann aber auf fast eine komplette Achter-Länge bei der zweiten Zeitnahme an, während Rumänien Kräfte sparend hinterherfuhr.

„Über die mittlere Streckenhälfte fehlten uns die Mittel, um richtig mitgehen zu können. Wir haben es probiert, sind die dritten 500 Meter aber auch nicht mehr in der Schärfe gefahren“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge. Steuermann Jonas Wiesen formulierte es so: „Im Idealfall wären wir heute gerne um Platz eins mitgefahren. Das ist uns nicht gelungen. Wir haben spätestens ab der 1.000-Meter-Marke den Kontakt zu den beiden Booten vorne verloren. Wir waren aus dem Kampf um Platz eins raus, da wird dann der Abstand noch mal größer. Das sieht dann nicht schön aus und tut auch nicht gut.“

Der US-Achter entschied schließlich das Duell mit den Niederländern für sich und machte damit die Finalteilnahme klar. Im anderen Lauf setzte sich Weltmeister Großbritannien vor Australien und Italien durch. Tschäge: „Die USA und Großbritannien sind das Maß der Dinge im Achter.“

„Wir wissen, dass wir es können“

Alle anderen Boote müssen in den Hoffnungslauf (Donnerstag, 10.20 Uhr). Hier werden unter den fünf Booten vier weitere Finalplätze vergeben. „Das ist kein Rennen, in dem man probiert, nicht Letzter zu werden. Wir müssen es voll offensiv angehen und versuchen, das Ding zu gewinnen, um gar nicht erst hinten rein zu geraten“, sagte Schlagmann Mattes Schönherr und ergänzte: „Wir sind zuversichtlich, dass wir es besser hinbekommen. Wir hatten in den letzten Wochen gute Trainingsbelastungen und wissen, dass wir es können. Es gilt nur, dass wir es hier auf der großen Bühne abrufen können.“

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der Deutschland Achter und der Zweier ohne Steuermann fühlen sich bei den Olympischen Spielen sehr wohl.

Carsten Oberhagemann hat die ersten Tage zusammengefasst:

 

Die ersten 24 Olympia-Stunden

Die Sportler und Trainer vom Deutschland-Achter und Zweier ohne Steuermann nutzten den ersten Tag im Olympischen Dorf in Paris und an der olympischen Regattastrecke in Vaires-sur-Marne

Angekommen in Paris. Die erste Nacht im Olympischen Dorf verbracht. Und den ersten Trainingstag bei Wind und leichtem Sprühregen auf der Regattabahn in Vaires-sur-Marne intensiv genutzt. Für den Deutschland-Achter, den Zweier ohne Steuermann und Ersatzmann Jasper Angl waren es eindrucksvolle und emotionsreiche erste 24 olympische Stunden. „Alle sind angespannt. Alle wollen, dass es endlich losgeht. Von unserer Seite kann die olympische Regatta beginnen“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge.

Nach der Ankunft am gestrigen Spätabend im Olympischen Dorf durften die Sportler zunächst ausschlafen. Um 9 Uhr ging es los mit den Shuttle-Bussen vom Olympischen Dorf im Pariser Stadtteil Saint Denis zur Regattastrecke in Vaires-sur-Marne. Vom Pariser Norden in den östlich der französischen Hauptstadt gelegenen Vorort, in dem die Mannschaft bereits vor knapp einem Jahr ein Kurz-Trainingslager absolviert hatte. „Der eine Shuttle hat 45 Minuten gebraucht, der andere etwas mehr als eine Stunde“, bemerkte Tschäge.

Deutlicher Schiebewind mit fairen Bedingungen

Die Wege sind weit – auch für den Aufbau der Boote mussten die Sportler zunächst längere Strecken zwischen Bootsanhänger und Sattelplatz hinter sich bringen, ehe sie dann das Wasser auf der Olympiastrecke testen konnten. Tschäge: „Wir hatten vom Start aus betrachtet deutlichen Schiebewind. Der kam gerade rein in die Strecke, daher faire Bedingungen.“ Leichter Sprühregen kam dazu. Die Temperaturen sollen in den nächsten Tagen Richtung 30 Grad ansteigen.

Um die Wegstrecke zwischen Olympischem Dorf und dem Stade nautique Olympique nur einmal am Tag fahren zu müssen, ist die Mannschaft über Mittag an der Strecke geblieben. Sie konnten sich dort mit einem Mittagessen stärken und in einem Ruheraum entspannen und sich auf die zweite Trainingseinheit vorbereiten. „Andere Nationen wie die Briten und die Holländer sind in einem Hotel in der Nähe der Strecke untergebracht. Das Flair im Olympischen Dorf zu wohnen, hat aber auch was für sich“, sagte Tschäge. Und so ging es am späten Nachmittag zurück nach Saint Denis ins Olympische Dorf, wo es am Abend für die zwölf Sportler und zwei Trainer ausgiebig Gelegenheit gab, auf Erkundungstour zu gehen.

 

 

Eine wirklich coole Atmosphäre hier

Benedict Eggeling, Bugmann im Deutschland-Achter, erlebt seine Olympia-Premiere in Paris und berichtet im Drei-Fragen-Interview vom Leben im Olympischen Dorf und an der Regattastrecke

Wie hast Du Dich eingelebt?

Benedict Eggeling: “Es hat ein, zwei Tage gedauert, um die viele Eindrücke zu verarbeiten und um sich an die Umgebung zu gewöhnen. Wir waren bislang ja nur im Olympischen Dorf und an der Ruderstrecke. Aber überall sieht man immer wieder sehr viel Neues. Die Strecke kennen wir von unserem letztjährigen Trainingslager ja schon – und das Wasser und die Bedingungen ja auch. Heute war es nicht so windig wie gestern. Wir waren wieder zweimal rudern – und sind gut zurechtgekommen. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist positiv.”

Und wie wohnt es sich im Olympischen Dorf?

Benedict Eggeling: “Wir acht Ruderer aus dem Deutschland-Achter sind zusammen in einem Appartement im fünften Stock des deutschen Hauses untergebracht; Jonas ist mit anderen zusammen. Insgesamt ist es eine wirklich coole Atmosphäre hier. Das Essen ist überraschend gut. Wir haben eine große Auswahl, das meiste ist gesund, auf Sport ausgerichtet. Die Betten sind so, wie man es vorher immer gehört hat. Ein paar Kartons übereinandergestapelt, die Matratze ist so wie Gartenmöbelauflagen. Spartanisch und gewöhnungsbedürftig, aber man kann drauf schlafen. Sie erfüllen das Klischee von „Olympia-Pappbetten“.

Was hast Du in der kurzen Zeit, die Ihr bislang dort seid, erlebt?

Benedict Eggeling: “Eine Panne mit dem Shuttlebus auf der Autobahn. Dem war einfach mal der Treibstoff ausgegangen… Und es hat dann eine Stunde gedauert, bis ein Ersatzbus kam. Der Transfer nervt schon, das Leben im Dorf ist auf der anderen Seite aber auch sehr beeindruckend. Da gibt es eine Beachbar und Lounge an der Seine, eine Dachterrasse auf unserem Hochhaus, von dem man einen guten Überblick über die Stadt hat. Sogar den Eiffelturm soll man sehen können. Bislang hat es für mich aber erst zu einem Spaziergang zu den Olympischen Ringen, dem Fotospot hier im Olympischen Dorf, gereicht. Insgesamt aber  kann ich sagen, dass ich mich gut eingelebt und nach zwei Tagen schon eine gewisse Routine entwickelt habe.”

 

 

Vorlauf-Auslosung verspricht spannenden Olympia-Auftakt

Der Deutschland-Achter trifft am Montag auf die Niederlande, Rumänien und die USA. Der Zweier Kruse/Christ bekommt es am Sonntag mit Australien, Großbritannien und Südafrika zu tun.

Die Auslosung für die Vorläufe ist da – und sie verspricht spannende Rennen: Bei der Olympischen Ruderregatta in Vaires-sur-Marne bekommt es der Deutschland-Achter zum Auftakt am Montag um 11.40 Uhr mit den Großbooten aus den Niederlanden, Rumänien und den USA zu tun. Der Vorlaufsieger zieht direkt ins Finale am 3. August ein, die anderen Boote müssen über den Hoffnungslauf gehen. „Die Auslosung ist in Ordnung. Das sind alles gute Gegner, mit denen wir uns messen können“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge und ergänzte: „Alle kommen aus einer langen Wettkampfpause. Wir werden versuchen, unser Rennen zu fahren, und wollen uns so gut möglich positionieren.“ Favorisiert sind in diesem Rennen der WM-Zweite aus den Niederlanden und der Zweite vom Weltcup in Luzern, die USA.

Bei Olympischen Spielen gibt es keine leichten Vorläufe – das zeigt auch die Auslosung für den Zweier ohne Steuermann. Sönke Kruse und Julius Christ treffen im Vorlauf am Sonntag (11.20 Uhr) auf Australien, Großbritannien und Südafrika. Hier kommen die ersten Drei direkt ins Halbfinale, Platz vier muss im Hoffnungslauf ums Weiterkommen kämpfen. Die Briten, WM-Zweite in Belgrad und Luzern-Sieger, bilden hier das favorisierte Boot. Einen starken Eindruck hinterließen in Luzern auch die Südafrikaner als Weltcup-Vierter. „Hier sind alle Boot auf absolutem Topniveau. Es ist ein super starker Vorlauf. Aber wir wollen ein Boot schlagen, das ist unser Ziel“, sagte Zweier-Trainer Alex Weihe.

Deutsch-Amerikanisches Duo im Ersatz-Zweier

Die Rennen der Ersatzleute finden bereits am morgigen Freitag statt. Jasper Angl, der Ersatzmann für den Riemenbereich, trainiert und startet im Zweier ohne Steuermann mit dem US-Amerikaner Guz Rodriguez. „Ich könnte mir keine bessere Art vorstellen, den olympischen Geist auszuleben“, sagte Jasper Angl, der durch sein Studium in den USA eine zusätzliche Verbindung zu dem Land hat. Es werden zwei Rennen gefahren: zunächst um 11.45 Uhr ein Zeitfahren, anschließend um 12.50 Uhr das eigentliche Spare Race. Gegner sind die Zweier aus Großbritannien, den Niederlanden, Italien und eine weitere Kombi aus einem Australier und einem Neuseeländer.

An der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele am morgigen Abend wird das Team Deutschland-Achter nicht teilnehmen. „Wir haben uns alle dagegen ausgesprochen. Wir wollen vermeiden, uns auf den letzten Drücker noch mit irgendetwas, Grippe oder Corona, anzustecken“, meinte Tschäge. Stattdessen wird wohl ein Publicviewing vor einem TV-Gerät im Olympischen Dorf geben.

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Am heutigen Freitag startet der Untermain Cup. Sechs Handball Mannschaften treten gegeneinander in zwei Gruppen an.

Heute um 17 Uhr spielen in der Barbarossa Halle in Erlenbach die Tuspo Obernburg (Regionalliga) gegen die Wölfe Würzburg (dritte Liga).

Um 1830 Uhr startet der TV Kirchzell (dritte Liga) in das Turnier. Gegner ist die Tuspo Obernburg.

Den Abschluss in der Barbarossa Halle macht am Freitag die Begegnung um 20 Uhr zwischen Wölfe Würzburg und dem TV Kirchzell.

Zeitgleich treten in der Dreifachsporthalle Miltenberg folgende Mannschaften gegeneinander an:

17 Uhr: Zweitligist TV Großwallstadt vs TV Großwallstadt U 23

1830 Uhr: TVG U 23 vs HSG Rodgau Nieder-Roden (dritte Liga)

20 Uhr: TVG vs HSG Rodgau Nieder-Roden.

Am Samstag geht es dann in der Gemeindehalle in Großwallstadt weiter. Um 1330 Uhr startet das Spiel um Platz 5. Das Spiel um Platz 3 geht um 1530 Uhr los und das Finale steigt dann um 1730 Uhr.