Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Gründonnerstag kommt es in der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, zum Nachholspiel zwischen der HSG Hanau und dem TV Gelnhausen. Die Partie wurde vom ursprünglichen Termin auf den morgigen Donnerstag aufgrund eines schlimmen Todesfalles in den Reihen des TVG verlegt. Anwurf in der Main Kinzig Halle ist um 20.15 Uhr.

Die Grimmstädter erwarten für Donnerstagabend eine picke packe vollbesetzte Halle, wenn sie als Tabellenfünfter auf den Tabellensiebten treffen. Das Hinspiel in Gelnhausen endete im vergangenen September 23:23-Unentschieden.

„Man muss sagen, dass sich Gelnhausen nach der Niederlage gegen Aldekerk gut gefangen hat. Die letzten beiden Spiele in Homburg und zu Hause gegen Longerich haben sie gewonnen und momentan einen positiven Aufschwung“, so HSG-Cheftrainer Hannes Geist mit Blick auf den kommenden Gegner. „Sie haben sich gefestigt und spielen weiterhin eine aggressive Deckung. Das wird eine Herausforderung für uns, dagegen die richtigen Lösungen zu finden.“

Bei Hüttmann, Ahrensmeier und Co. war am vergangenen Wochenende, nach dem wichtigen Heimsieg gegen den TV 1878 Homburg, die Erleichterung doch deutlich zu spüren. Nach zuvor drei Spielen ohne Sieg setzten sich die Grimmstädter unter schwierigen Bedingungen mit 37:29 auch in der Höhe verdient gegen den Aufsteiger aus dem Saarland durch. Gerade Cedric Schiefer (104 Saisontore) und Luca Braun (92 Tore in dieser Spielzeit) zeigten sich dabei vor dem Heimderby einmal mehr in richtig guter Verfassung.

„Ich gehe davon aus, dass die Jungs am Donnerstag richtig heiß sind und unseren Matchplan gut umsetzen, der auch von der Konzentrationen und einem erfolgreichen Balltransport lebt“, so Geist. Gegen den TV Gelnhausen dürfte dies kein leichtes Unterfangen werden, denn die Gäste leben von einer physisch starken Deckung, die zudem überaus beweglich und aggressiv agiert.

In der eigenen Offensive profitiert Gelnhausen, wie auch die HSG Hanau, von gleich mehreren schnellen Spielertypen und einem konzentriert ausgeführten Konterspiel. Topscorer Yannik Mocken bringt es im Team von TVG-Trainer Matthias Geiger auf 86 Saisontore. „Wir wollen sie in das Spiel Sechs-gegen-sechs zwingen und dort die Räume bestimmen, so wie wir es auch erfolgreich gegen Homburg gemacht haben“, gibt sich Geist kämpferisch. „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie in der Deckung fleißig und konzentriert agiert und unseren Torhütern die Möglichkeit gibt sich, in den von uns festgelegten Wurfsituationen, auszuzeichnen.“

TV Gelnhausen mit dünnem Kader

Mit dünner Personaldecke, aber mit neu gewonnener Gelassenheit blickt der TV Gelnhausen hingegen dem Nachholspiel entgegen. Nach zwei Erfolgen in Serie gegen den TV Homburg und zuletzt gegen den Longericher SC haben sich die Barbarossastädter den drohenden Abstiegssorgen weitestgehend entledigen können und sich im Tabellenmittelfeld etabliert. Entsprechend gelöst richtet sich der Blick trotz Personalnot auf das Duell gegen die Grimmstädter.

„Wir haben gegen den Longericher SC gesehen, dass wir gegen eine sehr gute Mannschaft auch mit einem dezimierten Kader ein gutes Spiel abliefern und gewinnen können. Wir hoffen, dass wir am zurückliegenden Wochenende nicht schon zu viel Emotionen herausgelassen haben, so dass es uns auch gegen Hanau gelingen wird, ein tolles Spiel abzuliefern“, sagt TV Gelnhausens Cheftrainer Matthias Geiger.

Neben Jannik Geisler, Fynn Hilb und David Leon wird auch Michael Hemmer an seiner alten Wirkungsstätte nicht auflaufen können. Der Rückraumspieler bekam gegen den Longericher SC einen Schlag mit dem Ellenbogen gegen den Kopf und klagte anschließend über Schwindelgefühle. Auch für Jonathan Malolepszy kommt nach seiner Grippeerkrankung ein Einsatz zu früh. Der TVG wird also voraussichtlich lediglich mit zehn Feldspielern und zwei Torhütern die Reise nach Hanau antreten.

Doch auch ohne die fünf Stammkräfte ist den Rotweißen nicht bange. Sie haben den Verarbeitungsprozess nach dem plötzlichen Tod ihres Freundes und Teamkammeraden Tim Altscher in den letzten Wochen auf bemerkenswerte Art und Weise in einen Spirit verwandelt, der dem Team eine besondere innere Kraft verleiht. Dazu ist die Bindung zu den Fans noch einmal ein ganz andere geworden. Am Donnerstag werden sicher auch einige Anhänger aus Gelnhausen den Weg nach Hanau finden, um ihre Mannschaft anzufeuern. Das dürfte auch nötig sein. Schließlich hängen die Trauben hoch beim letztjährigen Staffelsieger und Zweitliga-Aspiranten.

„Die Abwehrarbeit wird ein wichtiger Faktor sein“, sagt Geiger. „Wir müssen ähnlich wie zu Beginn der zweiten Hälfte gegen den Longericher SC agieren. Da haben wir eine sehr bewegliche, aggressive Abwehr gestellt. Gegen Hanau müssen wir das allerdings über die gesamten 60 Minuten abrufen und hoffen, dass uns nicht die Luft ausgeht.“

Im Angriffsspiel sah der TVG-Coach gegen den Longericher SC bereits sehr gute Ansätze. „Hier wollen wir versuchen noch etwas nachzulegen und uns noch bessere Lösungen erarbeiten“, so Geiger, der hofft auch das Ein- und Auswechseln so hinzubekommen, dass es die Spielroutine nicht zu sehr stört. Angesichts des dünnen Kaders ist Geiger hier natürlich stark zum Improvisieren gezwungen.  „Am Ende hoffen wir, dass wir kühlen Kopf bewahren, die Emotionen nicht zu hoch kochen, wir uns voll auf uns konzentrieren und unser Ding machen“, sagt Geiger.

 

Die Bilder haben uns die Vereine Hanau und Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

In der zweiten Handball Liga gab es am vergangenen Sonntag für den TV Großwallstadt erneut keine Punkte, dafür die Erkenntnis, dass es im Jahr 2024 bis dato noch keinen Sieg zu verbuchen gab. Beim VfL Lübeck Schwartau gab es für die Mannschaft von Trainer Michael Roth eine 26:32 (15:14)-Niederlage. Die sechste in diesem Jahr.

Dabei sah es für den TVG, der ohne seinen Spielmacher und Kapitän Mario Stark antreten musste (Fußverletzung), zunächst gut aus. Bis zur 14. Minute hatten die Hausherren noch die Nase vorn (9:6). Danach spielten die Gäste gut auf, erzielten durch Finn Wullenweber den 13:13-Ausgleich (28.). Er war es auch, der kurz vor der Pause zum 15:14 traf.

In Halbzeit zwei wie ausgewechselt

Nach dem Wechsel blieb die Partie zunächst ausgeglichen (17:17), ehe TVG-Kreisläufer Florian Mohr in der 37. Minute einmal mehr die Rote Karte sah. Es war wohl schon die neunte in dieser Saison. Bis zum 19:18 (38.) war noch kein Sieger auszumachen. Was danach passierte, ist nicht zu erklären. Der VfL spielte seinen Part herunter und führte schnell mit 25:18 (44.). Der TVG hingegen hielt sich nicht mehr an den Matchplan und obwohl Trainer Michael Roth, der erstmals seit seiner schweren Hüft OP wieder an der Seitenlinie stand, die Auszeit nahm und alle weiteren Spielzüge besprach, war seine Mannschaft nicht in der Lage, diese in die Tat umzusetzen. In der zweiten Auszeit war der Coach sichtlich angefressen, als er sagte: “Jetzt haben wir genau das gemacht, was wir nicht machen wollten.” Egal, was er redete, seine Jungs waren nicht in der Lage dies auszuführen. Da half auch ein Torhüter-Wechsel nicht. Die Hausherren hingegen ließen sich nicht mehr aufhalten und spielten ihren Part geschickt bis zum Ende herunter.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am vergangenen Donnerstag und Freitag sind der Zweier, der Vierer ohne Steuermann und der Deutschland Achter vom Stützpunkt Dortmund erstmals in dieser Saison beim internen Wettkampf des deutschen Ruderverbandes (DRV) in Hamburg in Rennfrequenzen gekommen.

Lest nachfolgend die Pressemitteilung von Carsten Oberhagemann:

Am vergangenen Donnerstag und Freitag sind der Zweier, der Vierer ohne Steuermann und der Achter vom Stützpunkt Dortmund erstmals in dieser Saison in Rennfrequenzen gekommen. Beim internen Wettkampf des Deutschen Ruderverbandes (DRV) in Hamburg-Allermöhe konnten die Sportler wichtige erste Rennerfahrungen sammeln und blicken mit den gewonnenen Erkenntnissen zuversichtlich nach vorne. Dabei ist auch die Entscheidung über die Plätze im Zweier für den Weltcup in Varese gefallen.

Für den Achter und den Vierer ohne Steuermann ging es an beiden Tagen zu Relationsrennen auch gegen die anderen Boote des DRV auf die Strecke. Im Zweier ohne Steuermann standen drei Ausscheidungs-Rennen auf dem Plan, die im „best of three“-Modus ausgetragen wurden. Am Donnerstagmorgen traten die Duos Theis Hagemeister/Mark Hinrichs, Sönke Kruse/Julius Christ, Marc Kammann/Jannik Metzger und Constantin Conrad/Simon Schubert erstmals gegeneinander an.

Spannende Rennen im Zweier

Beim ersten Zweier-Rennen entwickelte sich an der Spitze ein Schlagabtausch vor allem zwischen den Duos Hagemeister/Hinrichs und Kruse/Christ. Auch wenn Hagemeister und Hinrichs gut dagegen hielten, ließen sich Kruse und Christ ab der Streckenhälfte die Führung nicht mehr nehmen. Im zweiten Rennen, das ebenfalls am Donnerstag ausgetragen wurde, wollten Hagemeister und Hinrichs dann zu viel, fanden nicht richtig in ihren Rhythmus. Kruse und Christ ließen hingegen nichts anbrennen und holten sich deutlich und mit einer guten Zeit den Sieg.

Entscheidung für Varese gefallen

Durch den Doppelsieg waren die Ausscheidungs-Rennen im Zweier schon am Donnerstag beendet, das dritte Rennen am Freitag wurde nicht mehr gefahren. Somit haben sich Kruse und Christ den Platz im Zweier beim Weltcup im italienischen Varese vom 12. bis zum 14. April gesichert. Welche Rolle Hagemeister und Hinrichs zukommt, die sich ebenfalls gut präsentiert haben, wird vom Trainerteam Sabine Tschäge, Thomas Affeldt und Alexander Weihe in den kommenden Tagen entschieden.

Rennen im Vierer und Achter

Der Vierer ohne Steuermann und der Achter absolvierten an den beiden Tagen zwei Rennen über 2000 Meter und eines über 500 Meter. Auch wenn es im Mittel- und Großboot keine Ausscheidungs-Rennen gab, war der Wettkampf für die Sportler enorm wichtig, wie Bundestrainerin Sabine Tschäge berichtet: „Das waren für uns jetzt die ersten Strecken in Rennfrequenz. Das hat uns gezeigt, was wir noch vor uns haben. Diese Dinge müssen wir jetzt aufnehmen, um den entscheidenden Schritt nach vorne zu machen. Ich bin zuversichtlich, dass wir das bis Varese hinkriegen.“

Die Präsentation des Team Deutschland-Achter findet am Donnerstag, 04. April, um 11 Uhr am Ruderleistungszentrum Dortmund statt.

 

Das Bild hat mir Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, gewann der TV Gelnhausen den Krimi gegen den Longericher SC. Die HSG Hanau gewann gegen den Aufsteiger TV Homburg und die Baggerseepiraten brachten die Punkte aus Dansenberg mit.

 

 

Viel Energie mit auf die Platte gebracht

Mit einem wichtigen Heimsieg hat die HSG Hanau am Samstagabend eindrucksvoll seine Negativserie beendet und gemeinsam mit den eigenen Fans einen 37:29 (18:14)-Erfolg über den Aufsteiger TV 1878 Homburg gefeiert. In der Main-Kinzig-Halle überzeugte dabei – neben den gestandenen Kräften wie Cedric Schiefer und Luca Braun – auch der Perspektivkader der Grimmstädter, die angeschlagen in das Heimspiel gingen. Die wichtigen zwei Punkte, bei einem auch in der Höhe verdienten Ergebnis gegen den TVH, schenken dem HSG-Team auch Selbstvertrauen für das anstehende Derby gegen den TV Gelnhausen am Gründonnerstag.

„Ich glaube, jeder der heute in der Halle war hat gesehen, dass Woche für Woche ein Nackenschlag für unsere Konstanz kommt“, meinte HSG-Cheftrainer Hannes Geist nach dem Abpfiff. „Es wäre schön, wenn wir wieder einmal eine vollzählige Trainingseinheit abhalten könnten, aber dafür machen die Jungs das, auch mit der Energie, die sie heute auf die Platte gebracht haben, einfach überragend.“

Schiefer und Braun drücken dem Spiel ihren Stempel auf

Für den Heimauftritt durfte Trainer Geist umplanen, denn neben Robin Marquardt mussten kurzfristig auch Spielmacher Jan-Eric Ritter, Kapitän Max Bergold und Niklas Schierling pausieren. Auf der Mittelposition übernahm daher Cedric Schiefer die Rolle als Spielgestalter und erledigte seine Aufgabe tadellos. Zusammen mit Luca Braun (7 Treffer) drückte der 21-Jährige dem Spiel seinen Stempel auf und erzielte dabei acht Tore für die HSG.

Dabei hatte es Hanau vor rund 250 Zuschauern in der Main-Kinzig-Halle mit keinem einfachen Gegner zu tun, denn der TVH und dessen Trainer Steffen Ecker reisten mit Rückenwind aus den letzten Spielen in der Grimmstadt an. „Homburg ist keine Laufkundschaft“, gab Geist zu Protokoll. „Da spielen gute erfahrene Kräfte, die uns im Sieben-gegen-sechs viele Probleme gemacht haben. Es hat eine Weile gedauert, bis der Knoten bei uns geplatzt ist.“

Schiefer hatte die HSG Hanau mit 2:1 in der 3. Minute in Führung gebracht. Danach legte zunächst der Gast noch einmal vor – das 5:3 durch Robin Egelhof (7. Minute). Fulda, Ahrensmeier & Co. ließen sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen. Nur Minuten später entschärfte Benedikt Müller einen Siebenmeter von Yves Kunkel und leitete damit einen Erfolgslauf seiner Mannschaft ein, der bis zum schön herausgespielten Treffer von Julian Fulda (15.) zur 9:5-Führung für die HSG anhielt. Bis zur Pause behaupteten die Hausherren diesen Vorsprung und nahmen ein 18:14 mit in die Kabine.

Homburg schnupperte Morgenluft

Im zweiten Durchgang schnupperte Homburg zunächst noch einmal Morgenluft und kam beim 20:21 (38.) ein letztes Mal heran. Hanau schaffte es aber nun, mit zunehmender Spielzeit, sich immer besser auf den Gegner einzustellen. Die Grimmstädter standen in den letzten 20 Minuten der Partie sicher in der Defensive und ließen sich vom Sieben-gegen-sechs der Gäste nicht mehr aus der Ruhe bringen. Stattdessen gelang gerade Schiefer der eine oder andere Steal, der im leeren Tor der Gäste landete. Aber auch Dennis Gerst, der zeitweise auf der Mittelposition auflief, zeichnete sich durch zwei Treffer aus. So auch, als er beim 27:24 zwei Gegenspieler verlud und Hanau wieder mit drei Treffern in Führung brachte.

In der Schlussphase lagen beim Aufsteiger aus dem Saarland dann die Nerven blank. Während der eingewechselte Can Adanir im Kasten sicher parierte, zwang Hanau die Gäste zu Fehlern und baute so den Vorsprung weiter aus. Paul Hüttmann zeigte sich in der 56. Minute gedankenschneller als sein Gegenspieler und traf zum 36:28 in das leere Tor. Auch die Einwechselung von Perspektivspieler Torben Scholl machte sich in der Schlussphase bezahlt. Der Youngster belebte das Spiel der HSG und erzielte drei Treffer. Den Schlusspunkt setzte Schiefer beim 37:29.

 

 

Lahme bringt Rudi-Lechleidner-Halle zum Beben

Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen und dieses Mal hatte der TV Gelnhausen das bessere Ende für sich. Die 600 Zuschauer in Rudi-Lechleidner-Halle erlebten ein Wechselbad der Gefühle an dessen Ende grenzenloser Jubel stand. Die Barbarossastädter gewannen gegen den Longericher SC Köln mit 30:29 (13:14). Eine Parade von Torhüter Julian Lahme in der Schlusssekunde rettete den Gastgebern den Sieg.

„Das Spiel wurde von beiden Teams von Beginn an intensiv geführt. Longerich hat enorme Qualität und ist nicht umsonst auf dem sechsten Tabellenplatz. Wir freuen uns sehr, gegen diesen starken Gegner in einem emotionalen und sehr kämpferischen Spiel gewonnen zu haben. Ein riesen Kompliment an die Mannschaft“, freute sich Cheftrainer Matthias Geiger nach dem Spiel über den Erfolg.

Dabei standen die Vorzeichen alles andere als gut. Vor dem Spiel musste der endlich wieder von Rückenproblemen weitestgehend befreite Jonathan Malolepszy passen. Eine Grippe legte den Kapitän flach, der auch gar nicht in der Halle war. „Mit Jonathan hätten wir heute sicher noch ein paar Möglichkeiten mehr gehabt“ haderte Geiger mit dem Verletzungspech. Weiterhin fehlten auch Jannik Geisler und Leon David.   

Doch auch ohne das Trio kam der TVG gut ins Spiel. Henrik Müller sorgte für das erste Tor des Abends. Und mit seinem zweiten Treffer brachte er seine Mannschaft nach 13 Minuten mit 6:4 in Führung. Bereits wenige Minuten zuvor sah Gästespieler Nico Pyszora nach einem Foul an Yannik Mocken die Rote Karte. Es war der Auftakt einer kampfbetonten Partie, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten und um jeden Millimeter fighteten.

Dabei sah es zwischenzeitlich so aus, als ob die Gäste frühzeitig auf die Siegesstraße einbiegen könnten. Mit einem 6:1-Lauf zwischen der 18. und 25. Minute drehten die Kölner das Spiel zu ihren Gunsten und führten durch einen Treffer von Max Zimmermann kurz vor der Pause mit 13:9. Mit  zu vielen technischen Fehlern und einfachen Ballverlusten machten sich die Rotweißen das Leben schwer. Doch der TVG steckte zu keiner Sekunde auf und konterte mit einem 4:1-Lauf. Mocken erzielte mit dem Pausenpfiff per Siebenmeter den 13:14-Anschlusstreffer.

TVG mit Auftakt nach Maß

Im zweiten Durchgang erwischte der TV Gelnhausen einen Start nach Maß und ging durch einen Treffer von Simon Belter in der 34. Minute mit 16:15 in Führung. Bis zum Ende sollte die Führung nicht mehr wechseln. Doch bis zum glücklichen Schlussakkord musste der TVG noch viel Schweiß vergießen. Insgesamt zehn Zweiminuten-Strafen, fünf für jedes Team, zeugten davon, wie hart es zur Sache ging.

In der 47. Minute gelang es Mocken, der Malolepszy hervorragend an der Siebenmeterlinie vertrat, erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung herauszuschießen (24:21). Doch kurze Zeit später sorgte Benjamin Richter für den 24:24-Ausgleich. Das Spiel bog nun in die Crunchtime ein. Als Benjamin Wörner 98 Sekunden vor Schluss zum 30:27 traf, schien eine Vorentscheidung gefallen. Doch erneut sollten die letzten Sekunden die Zuschauer, die es zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr auf den Sitzen hielt, fast in den Wahnsinn treiben.    

Acht Sekunden nach Wörners Treffer erhielt Torben Fehl eine Zwei-Minutenstrafe und der TVG musste die restliche Zeit in Unterzahl antreten. Schnell gelang den Gästen im Gegenzug ein Tor zum 28:30. Danach setzten sie alles auf eine Karte und stellten auf offene Manndeckung um. Nach einer Balleroberung erzielte Joscha Rinke 39 Sekunden vor Schluss den 29:30 Anschlusstreffer und das große Zittern begann. Erinnerungen an das Spiel gegen den TV Aldekerk wurden wach, als man eine Führung in den letzten Sekunden noch herab und mit einem Tor verlor.

Und erneut konnte der TVG einen Angriff nicht verwerten, so dass die Gäste noch einmal in Ballbesitz und sogar zum Torabschluss kamen, doch Lahme war auf dem Posten, parierte den Ball und hielt den Sieg fest. Es folgte grenzenloser Jubel und das Hallendach der altehrwürdigen Rudi-Lechleidner-Halle drohte wegzufliegen.

Überhaupt hatte Lahme einen großen Anteil am Erfolg. Er ersetzte frühzeitig in der Partie Alex Bechert zwischen den Pfosten und gab mit zahlreichen Glanzparaden in seinem viertletzten Heimspiel seinen Vorderleuten mächtig Rückendeckung. Diese dankten es ihm und rackerten in der Abwehr bis zur totalen Erschöpfung. Neben Lahme stach in diesem überragenden Kollektiv auch Mocken hervor, der mit zehn Treffern der erfolgreichste Schütze der Gastgeber war. Silas Altwein (5) und Müller (4) zeigten sich ebenfalls treffsicher. Bei den Gästen war Lukas Martin Schulz mit elf Treffern am erfolgreichsten.    

„Wir haben uns vorgenommen in der zweiten Hälfte aggressiver in der Abwehr zu sein und den Gegner unter Druck zu setzen. Das ist uns zunächst sehr gut gelungen. Aber Longerich ist immer drangeblieben. So war es dann auch in der hektischen Schlussphase, in der wir die Führung dann noch gerade so über die Runden gebracht haben. Das werden wir noch einmal aufarbeiten, aber dennoch freuen wir uns natürlich wahnsinnig über diesen Sieg“, sagte Geiger.

„Glückwunsch an den TVG für den Heimsieg. Das Spiel war sehr eng. Wir hatten die Chance auf ein Unentschieden heranzukommen. Ein Remis wäre vielleicht das gerechte Ergebnis gewesen. Abe so ist der Handballsport, da entscheiden Kleinigkeiten. Und diese haben für den TV Gelnhausen gesprochen mit der ein oder anderen Parade mehr. Ich muss meiner Mannschaft dennoch ein Kompliment machen. Wir haben kämpferisch voll dagegengehalten. Wir fahren enttäuscht, aber erhobenen Hauptes nach Hause“, sagte Gäste-Trainer Christian Stark.

Den Erfolg feierte das TVG-Team gemeinsam mit den Fans und einer Humba in Gedenken an den vor wenigen Wochen verstorbenen Teamkameraden Tim Altscher, dessen Trikot wieder über der Spielbank hing.

 

 

Henning Schopper trifft zum Sieg

Dass die Aufgabe beim Tabellenvorletzten alles andere als einfach werden würde, war den Verantwortlichen der Rodgauer schon im Vorfeld klar. Doch trotz eines holprigen Starts und einem zwischenzeitlichen Sechs-Tore Rückstand behielten die Jungs von Trainer Redmann im Kaiserslauterner Stadtteil die Nerven und sicherten sich am Ende einen wichtigen 28:27 (15:15)-Auswärtssieg.

„Dansenberg hat uns am Anfang mächtig unter Druck gesetzt, die Startaufstellung war schon bockstark“, analysierte Cheftrainer Redmann nach der Partie treffend. Denn die Gastgeber, die zuletzt dreimal in Folge vor heimischem Publikum siegreich geblieben waren, zeigten sich vom Anpfiff an sehr zielstrebig. Zumeist waren es die routinierten Rückraumspieler des TUS, die immer wieder die Defensive der Baggerseepiraten überwinden konnten. Da man selbst oftmals an der robust zupackenden Abwehr der Pfälzer hängenblieb, war es wenig verwunderlich, dass die Anzeigetafel nach nur elf Spielminuten ein 10:5 für die Hausherren anzeigte. Ein sichtlich unzufriedener Redmann nahm seine erste Auszeit, justierte personell nach und gab seinen Jungs mit auf den Weg, die eigenen Fehler möglichst zu minimieren. Zwar geriet man bis zur 15. Minute mit 7:13 in Rückstand, doch dann griffen die Rädchen der Rodgauer immer besser ineinander. Wucherpfennig und Wunderlich leisteten im Mittelblock Schwerstarbeit, machten die Abwehr jetzt im Verbund mit einem hervorragend parierenden Paul Wetzel wesentlich stabiler. In der Offensive war der hoch aufgeschossene Wucherpfennig am Kreis dankbarer Abnehmer für einige kluge Anspiele oder schuf Raum für den nun immer besser in Schwung kommenden Rückraum der Gäste. So holte man Tor um Tor auf und bis zum Halbzeitstand von 15:15 war die Partie wieder komplett offen.

Rodgau mit kleinem Vorsprung

Nach Wiederanpfiff schafften es die Rodgauer sogar, sich einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten (20:17) aber die mitten im Abstiegskampf befindlichen Gastgeber drehten mit einem 4:0 Lauf das Spiel wieder zu ihren Gunsten. „In dieser Phase haben wir ein paar Prozentpunkte nachgelassen, das wird dann ganz schnell bestraft“, beurteilte Redmann den kleinen Leistungsknick anschliessend. Immerhin kämpften sich seine Spieler wieder zurück, markierten den Ausgleich und ließen sich auch nach dem 23:25 nicht abschütteln. Ein eigener 3:0-Lauf brachte die Baggerseepiraten in Front, doch Dansenberg konterte erneut. Aber dass der Treffer zum 27:26 in der 52. Minute der letzte für die Hausherren sein würde, konnte zu diesem Zeitpunkt wohl niemand ahnen. Mit Glück und Geschick gestalteten die HSGler die Crunch-Time zu ihren Gunsten. Und dass, obwohl sich Johannes von der Au ohne Fremdeinwirkung am Fuß verletzte und in den letzten Minuten zum Zuschauen verdammt war. Nach einer starken Parade von Wetzel bekamen die Rodgauer bei eigenem Ballbesitz die Chance auf die endgültige Entscheidung. Die Baggerseepiraten agierten dann kalt wie eine Hundeschnauze, brachten Schopper in Wurfposition und der Linkshänder versenkte drei Sekunden vor der Schlusssirene die Harzkugel im gegnerischen Gehäuse.

 

 

Die Bilder haben uns Gelnhausen und Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Es bleibt eng an der Tabellenspitze der Handball Oberliga Hessen. Die TSG Groß-Bieberau gewann gegen die HSG Pohlheim und auch die weiteren Verfolger des Spitzenreiters Kirchzell, die ESG Gensungen/Felsberg und die TSG Münster ließen nichts anbrennen. Der TV Kirchzell machte es in Petterweil sehr spannend und holte sich erst im Schlussakkord den Sieg. Einzig die Tuspo Obernburg musste in der Schlusssekunde einen ärgerlichen Punktverlust hinnehmen.

 

Kirchzell startet schlecht

Es war das erwartet schwere Spiel in Petterweil, in dem sich Spitzenreiter Kirchzell in der Schlussphase mit 29:26 (14:13) durchsetzte. Allerdings war die erste Hälfte alles andere als das Gelbe vom Ei. Die Gäste fanden überhaupt nicht ins Spiel, lagen nach elf Minuten mit 1:8 hinten. Das Überzahlspiel wurde nicht genutzt, Bälle verloren, Torschüsse gingen drüber, daneben oder sonst wo hin. TVK-Trainer Alex Hauptmann wechselte in der Folge seinen Torhüter und für Tobias Jörg kam der noch angeschlagene Joshua Löffelmann. Der Coach redete seiner Mannschaft ins Gewissen – und plötzlich lief es besser. Außen Ievgen Zhuk mit drei Toren in Folge und TVK-Kapitän Jan Blank mit zwei Treffern hintereinander gelang das 9:9. Trotzdem blieb es eng, ehe sich der TVK bis zur Pause die knappe 14:13-Führung hart erarbeitet hatte.

Nach dem Wechsel wurde es besser

Nach Wiederbeginn blieb es bis zur 35. Minute beim 16:16 eng. Danach stand es 19:18 (42.) für die Gäste, die allerdings nach der dritten Zeitstrafe auf Tim Häufglöckner verzichten mussten. Im Schlussakkord bäumte sich der Spitzenreiter mit allem was er hatte auf, zog auf 26:23 (54.) davon. Petterweil verkürzte auf 26:27, doch Niklas Ihmer und Ievgen Zhuk machten letztlich den Deckel drauf.

Ein Wermutstropfen gab es, denn Brian Heinrich musste bereits im ersten Angriff angeschlagen vom Parkett. Joshua Osifo, der aufgrund einer Erkrankung wochenlang nicht spielte und neben der Bank saß, musste in den letzten 20 Minuten aushelfen. Ein großes Kompliment geht an TVK-Kapitän Jan Blank und Co., denn wer sich in so einem Spiel  durchsetzt, der hat es mehr als verdient am Ende der Runde auch aufzusteigen. Doch Alex Hauptmann will davon nichts hören. Er sagt, dass es noch ein langer Weg bis dahin ist und er und sein Team von Spiel zu Spiel schauen: “Jetzt gehen wir erst einmal beruhigt in die Osterpause. Dann sehen wir weiter”, so Alex Hauptmann.

Bester Werfer war Ievgen Zhuk mit zwölf Toren, Tom Spieß und Antonio Schnellbacher mit je vier Treffern.

 

 

Ärgerlicher Punktverlust in der Schlusssekunde

Ohne vier Stammspieler musste die Tuspo im Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten TV Hüttenberg II antreten. Am Ende stand es 27:27 (14:12). Die Gäste erwischten den besseren Start und lagen nach acht Spielminuten bereits mit 5:2 in Führung. Die Abwehr der Hausherren war zu Beginn überhaupt nicht wach und Tuspo-Trainer Rudi Frank konnte nach knapp einer Viertelstunde nicht mehr länger zusehen und nahm beim 4:8 seine erste Auszeit. Nach einigen Umstellungen lief es jetzt deutlich besser und mit einem Vier-Tore-Lauf war nach 20 Minuten mit viel Kampf und Wille beim 9:10 wieder der Anschluss geschafft. Als Thomas Keck mit dem 11:11 in der 25. Minute der erste Ausgleich und Andrè Göpfert kurz danach beim 12:11 die erste Führung gelang, schien die Tuspo wieder in der richtigen Spur zu sein. Mit einer knappen 14:12-Halbzeitführung für die Römerstädter wurden dann die Seiten gewechselt.

Gäste gaben nicht nach

In der zweiten Halbzeit zeigten aber die Gäste, was im Abstiegskampf erforderlich ist und kamen mit drei Toren in Folge schnell wieder zu einer 15:14-Führung. Jetzt war es eine Partie auf Augenhöhe und als der wurfstarke Louis Markert mit dem 17:16 den Spieß wieder umdrehte und zehn Minuten vor Schluss sogar das 23:21 erzielte, war das Momentum auf Seiten der Tuspo und vieles deutete auf einen Heimsieg hin. Doch die Mittelhessen gaben sich nicht geschlagen, die Frank-Truppe machte in der Crunchtime viele Fehler und sogar das 27:25 von Jesper Kunkel 65 Sekunden vor Schluss sollte nicht zum erwarteten Heimsieg reichen. Den Hüttenbergern gelang schließlich in der letzten Sekunde in der am Ende spannenden Partie in Überzahl von Linksaußen noch der 27:27-Ausgleich und Tuspo-Coach Rudi Frank war nach dem Spiel auch über einige Schiedsrichterentscheidungen in der Schlussphase sehr verärgert: „ Das war leider kein gutes Spiel von uns und der Punktverlust ist extrem bitter. Aber Hüttenberg hat sich den Punkt absolut verdient.“

Beste Tuspo Werfer waren Louis Markert (8), Thomas Keck (7) und André Göpfert (6/1).

 

 

Wachsame Falken siegen in Pohlheim

„Wir wollen weiter vorne dran bleiben“! Mit dieser Devise gingen die Bieberauer auch bei der HSG Pohlheim ins Spiel und gewannen dort mit 25:19 (14:10). Von Beginn an waren sie sehr wachsam, ließen den Gegner nie ins Spiel kommen und landeten einen verdienten Start – Ziel Sieg. Bis zum 4:4 in der siebten Spielminute konnte Pohlheim die Partie noch offen halten, aber dann setzte sich die drückende Überlegenheit der Falken immer mehr durch. Nach 20. Minuten stand es 6:9 und zur Halbzeit 10:14, dabei hätten die Gäste zu diesem Zeitpunkt schon weitaus höher führen können, denn Chancen waren genug heraus gespielt worden, nur im Abschluss haperte es etwas.

Bieberauer Abwehr plus Torhüter super

Dafür stand die Abwehr wieder einmal gut und ließ nur wenig zu, ein übriges steuerte der wieder gut aufgelegte Julius Gehring im Tor bei, der zahlreiche Pohlheimer Würfe sicher entschärfte. Pohlheim kämpfte und gab sich nie auf, aber an diesem Abend konnten sie die Bieberauer Abwehr und ihren Torhüter nur selten überwinden. Daraus resultierten dann auch die weiteren Zwischenstände, nach 45. Minuten lag die HSG 15:20, nach 50. Minuten 16:21 hinten. Die Falken verwalteten ihre klare Führung bis zum Ende und siegten schließlich mit 25:19.

Bieberaus Trainer Björn Beilstein meinte anschließend: „Wir haben uns heute von Anfang an, an den Matchplan gehalten und waren sehr aufmerksam. Abwehr und Torhüter haben mir sehr gut gefallen, im Angriff haben wir unsere Aufgaben erledigt, mit etwas mehr Konzentration hätten es leicht noch 5 Treffer mehr sein können. Aber das soll keine Unzufriedenheit ausdrücken. Wir haben gegen den Tabellenfünften gespielt und ihn zuhause klar schlagen können. Damit sind wir sehr zufrieden und gehören weiter zum führenden Kleeblatt an der Tabellenspitze.“

 

Die meisten Mannschaften dürfen sich nun auf eine kurze Osterpause freuen und es geht erst am 13. April wieder weiter. Lediglich zwei Nachholspiele stehen in der Zwischenzeit an.

 

 

Das tolle Bild hat uns die Tuspo, Klaus Zengel, zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Es hat nicht sollen sein. Die ING Skywheelers Frankfurt haben sich nicht wie erhofft mit wenigstens zwei Punkten in der Tabelle trösten können und verlieren auch das letzte Spiel der Saison gegen den Tabellenfünften aus Köln mit 56:76 Punkten. Damit endet für die Frankfurter Rollstuhlbasketballer die Saison trostlos mit null Punkten und somit auf dem letzten Tabellenplatz. Der Abstieg war bereits seit geraumer Zeit nicht mehr abzuwenden, so dass das Team von Spielertrainer Chris Spitz wohl für die kommende Saison in der zweiten Bundesliga planen muss.

Lest nachfolgend die Pressemitteilung von Sylvio Thiessen:

Dabei starteten die Hessen sehr zuversichtlich in das Spiel und konnten, nach den ersten Führungstreffern der Gastgeber durch Thomas Reier, recht schnell aufschließen. Das Spiel gestaltete sich im ersten Viertel ausgeglichen, so dass noch alles offen war, wer hier als Gewinner vom Platz rollen würde. Kurz vor der Schlusssirene des ersten Viertels jedoch kam der Schlag, wovon sich die Gäste vom Main nicht mehr erholen sollten. Denn durch zwei aufeinander folgenden Drei-Punkte Würfen durch Robin Poggenwisch wurde binnen Sekunden der Abstand auf neun Punkte zwischen den beiden Teams erhöht und verunsicherte die Gäste.

Frankfurt lief fortan dem Anschluss hinterher und versuchte alles den alten Abstand wieder herzustellen, jedoch wurde das zweite Viertel durch Fehlschüsse und einer löchrigen Defence dominiert, so dass es nur magere sechs Punkte auf dem Konto der Mainrollis gab. Köln erhöhte den Druck, kam immer mehr ins Spiel und verwandelte seine Schüsse erfolgreich. Der Halbzeitstand von 43:23 Punkten ließ nichts Gutes erahnen. Jedoch war aufgeben für das Team aus der Bankenmetropole keine Option, so dass man nach der Pause seine Kräfte sammelte und erneut alles daransetzte, doch noch punkten zu können. Ab der 25. Minute kam Frankfurt wieder ins Spiel und schöpfte neue Hoffnung nach einem erfolgreichen Drei-Punkte Distanzwurf durch Tim Diedrich, so dass das 3. Viertel erneut kräftemäßig ausgeglichen beendet wurde. Leider war die Differenz von 23 Punkten immer noch sehr hoch, so dass ein Sieg immer mehr in unerreichbare Entfernung rückte.

Noch einmal Kräfte gesammelt

Das letzte Viertel war angebrochen und das Team von Chris Spitz sammelte noch einmal seine Kräfte. Anders als in den vorangegangen Spielen sollte das letzte Viertel nun das Stärkste werden. Mit klaren Spielzügen und einer gesteigerten Trefferquote keimte noch einmal Hoffnung auf, jedoch war die Zeit zu knapp und auch Köln versuchte den Abstand zu wahren. So blieb den Gästen nichts anderes übrig als ein wenig Schönheitskorrektur zu betreiben. Frankfurt konnte immerhin das letzte Viertel mit 20:17 Punkten für sich entscheiden.

Damit schließen die ING Skywheelers die schlechteste Spielperiode ihrer Geschichte ab und beenden die Saison abgeschlagen mit null Zählern und Siegen auf dem letzten Tabellenplatz und den damit besiegelten Abstieg in die zweite Bundesliga.

 

Das Bild, das einen enttäuschten Spielertrainer Chris Spitz zeigt, haben uns die Skywheelers zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Die ING Skywheelers reisen in der ersten Rollstuhl Basketball Liga ein vorerst letztes Mal nach Köln, um ihr Pflichtspiel gegen den RBC Köln zu bestreiten. Am Samstag treffen sie dabei um 17 Uhr in der Sporthalle am Bergischen Ring auf das Team von Kapitän Bulut Kodal, um ihre letzte Chance ,doch noch in dieser Saison zu punkten, wahrnehmen zu können. Die ING Skywheelers blicken dabei auf ihre schwächste Saison im Oberhaus zurück.

Lest nachfolgend die Pressemitteilung von Sylvio Thiessen:

Da man in dieser Spielperiode nicht einen Sieg nach Hause bringen konnte, belegen die Frankfurter abgeschlagen mit null Punkten den letzten Tabellenplatz. Dabei war das Team von Spielertrainer Chris Spitz in einigen Aufeinandertreffen nah dran, das stärkste Team der jeweiligen Begegnung zu sein. Jedoch entwickelte sich das 4. Viertel fast jeden Spiels zum Spielverderber. So konnte das Team in dieser Zeit die wenigsten Körbe und damit Punkte für sich sammeln, bekamen aber im Gegenzug in den Schlussminuten zu viele Gegentreffer, so dass so mancher Vorsprung sich ins negative wandelte und ein Sieg wieder in weiter Entfernung rückte. Nun heißt es letztmalig in dieser Saison für die Skywheelers den Fokus auf das Spiel zurichten und versuchen von Anfang an Druck auf den Gastgeber auszuüben und die Defence zu stellen, um den Kölnern keinen Raum für Würfe zu geben. Dabei kann das Team von Chris Spitz ohne Druck auf das Feld rollen, sind sie doch schon seit zwei Spielen vom Abstiegsgespenst eingeholt und festgesetzt worden.  Nur so ist es noch möglich, nicht mit einer Nullnummer die Saison abzuschließen und sich mit 2 Punkten in der Tabelle zu trösten. 

Der RBC Köln 99ers möchten natürlich die Gelegenheit nutzen, um mit einem Sieg noch einen Tabellenplatz nach oben zu klettern. Das Team hat es zwar nicht in eigener Hand, da die Doneck Dolphins Trier ebenfalls am Samstag gegen Hannover United punkten müssen, um den 5. Platz zu verteidigen. Um Trier jedoch zu überholen, ist ein Sieg der Gastgeber Pflicht. 

 

Das Bild haben uns die Skywheelers zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Handball Liga muss der TV Großwallstadt am Sonntag beim VfL Lübeck Schwartau antreten. Nach fünf Niederlagen in Serie wollen die Großwallstädter nun endlich den Bock umstoßen. Ob das in der Hanse Hölle gelingt, bleibt abzuwarten. Aber VfL-Trainer David Röhrig warnt: „Das darf man gar nicht überbewerten, denn wenn man genauer hinschaut, waren die letzten Niederlagen alles Spiele auf Augenhöhe, wo es sich um ein oder zwei Tore gedreht hat.”

Seine Mannschaft steht aktuell mit 23:25 Punkten einen Platz vor dem TVG auf Rang zehn der Tabelle, hat definitiv einen besseren Start in das Jahr 2024 erwischt, konnte drei von fünf Spielen gewinnen. Für Aufmerksamkeit gesorgt hat sicherlich der Sieg gegen den Aufstiegskandidaten SG BBM Bietigheim am vorletzten Spieltag. Nun möchte der VfL die Auswärtsniederlage gegen die Eulen aus Ludwigshafen vergessen machen und gegen die Unterfranken in eigener Halle den sechsten Heimerfolg in Serie feiern.

TVG hat ein Ziel vor Augen

Zurück in der Trainingshalle und am Sonntag erstmals wieder an der Seitenlinie: Michael Roth

Aber auch die Blau-Weißen haben ein Ziel fest im Auge: endlich wieder Punkte holen. Nach fünf Niederlagen in Folge soll nun endlich der erste Sieg im neuen Jahr her. Schaut man sich das Ergebnis des Hinspiels an, ist das auch durchaus möglich. Nachdem der TVG in der ersten Halbzeit noch im Hintertreffen war, konnte er durch eine Leistungssteigerung in Spielzeit zwei den Sieg erkämpfen. Und das damals trotz dreier Ausfälle: Die beiden Rückraum linken Adrian Kammlodt, Finn Wullenweber und Torhüter Jan-Steffen Minerva standen nicht zur Verfügung.

TVG-Chef-Trainer Michael Roth steht beim Spiel am Sonntag erstmals wieder an der Seitenlinie. Er kennt den VfL gut, stieg er doch zum Jahresbeginn 2022 als Feuerwehrmann bei den Norddeutschen ein und rettete sie vor dem Abstieg.

Egal, was er den VfL-Spielern damals einimpfte – das gleiche muss er jetzt seiner Mannschaft mit auf den Weg geben. Er sagt: „Wenn man fünf Niederlagen in Folge verkraften muss, ist das Selbstvertrauen nicht sehr groß. Die Spieler machen sich viele Gedanken, tragen ein großes Päckchen mit sich herum. Jetzt müssen wir gucken, dass wir dieses Päckchen abwerfen und das geht nur mit einem Sieg. Siege sind das beste Teambuildung, Siege sind das beste fürs Selbstvertrauen. Die Maßnahmen sind ganz klar. Das Training muss anzogen werden, es muss mehr auf die Disziplin geachtet werden und wir müssen uns wieder mehr an den Basics orientieren.“

 

Spielmacher und Kapitän Mario Stark fällt verletzt aus

Michael Roth umringt von seinen Spielern im Training

Weiter sagt Michael Roth, dass – egal wie das Spiel ausgeht – wichtig ist, zu sehen, dass jeder alles gegeben hat. Nicht optimal ist, dass sich Spielmacher und Kapitän Mario Stark am vergangenen Mittwoch im Training am Fuß verletzt hat. Er wird wohl ein paar Wochen ausfallen. “Das ist natürlich alles andere als optimal, denn Mario ist ein wichtiger Spieler. Aber Rumjammern hilft nun nichts. Wir haben schon Spiele gewonnen mit nur drei Rückraumspielern. Daran müssen wir uns erinnern.”

 

 

Das Beitragsbild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür. Die anderen Bilder sind von mir.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Oberliga Hessen treffen am Wochenende die Tuspo Obernburg und der TV Hüttenberg II aufeinander. Die TSG Groß-Bieberau muss in Poohlheim antreten und der TV Kirchzell reist nach Petterweil.

 

 

Tuspo empfängt Hüttenberg

Mit dem TV Hüttenberg II kommt am Samstag der nächste abstiegsbedrohte Verein in die Obernburger Ballmann-Halle. Die Mittelhessen werden aufgrund ihrer Tabellensituation (Platz 13 mit 10:30 Punkten) sicher keine Geschenke verteilen, so dass sich die Hausherren auf einen heißen Tanz gefasst machen können. Die zweite Mannschaft des Zweitligisten hat zuletzt mit einem Heimsieg gegen Breckenheim überrascht und mit knappen Niederlagen in Bruchköbel und zuhause gegen Petterweil anschließend enttäuscht. Mit ihrer offensiven Abwehrformation ist die Mannschaft von Trainer Claus Well eine sehr unbequem zu bespielende Truppe und auch in der letzten Saison musste die Tuspo im Heimspiel beide Punkte abgeben.

Allerdings hatte Tuspo-Coach Rudi Frank im Hinspiel schon den richtigen Matchplan und konnte mit einem 25:22-Erfolg den Spieß umdrehen. Damit dieses auch jetzt wieder gelingt, ist es auch sehr wichtig den besten Shooter der Gäste, Jannis Wrackmeyer (zweitbester Torschütze der Oberliga mit 151 Toren), in den Griff zu bekommen. Mit einer guten und kämpferischen Einstellung der Mannschaft und mit Hilfe der Tuspo-Fans könnte das auch im Rückspiel wieder gelingen. Es bleibt abzuwarten, ob der Tuspo-Coach auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann.

 

Kirchzell muss in Petterweil aufpassen

Nach dem tollen Erfolg vergangene Woche daheim gegen die HSG Pohlheim hat der TV Kirchzell nun eine knifflige Aufgabe vor sich. Er muss am Sonntag beim Tabellenneunten Petterweil antreten und das ist nicht so “ohne”. TVK-Trainer Alex Hauptmann sagt daher auch: “Petterweil steht mit dem Rücken zur Wand und das wird für uns ein richtig schweres Spiel.” Er weiß, dass in der Petterweiler Halle immer viele Zuschauer da sind, die einen mords Wirbel machen und geht von einem “richtig hässlichen” Spiel aus.

Kein Wunder, ist der Gegner doch so eine Art Wundertüte, der gegen jeden gewinnen, aber auch gegen jeden verlieren kann. Die Hausherren stellen eine starke 6-0-Abwehr, haben gute Außenspieler, einen guten jungen Torhüter und mit Björn Pape einen routinierten Kreisläufer. Daher hofft Alex Hauptmann, dass viele Kirchzeller Fans mitfahren werden, um ihre Mannschaft lautstark zu unterstützen. “Das wäre ganz wichtig für uns, dass uns viele Fans in der Fremde unterstützen, denn der TVP wird uns alles abverlangen.”

Ob er auf Joshua Osifo, Joshua Löffelmann und Jannik Wolf zurückgreifen kann, wird sich sehr kurzfristig entscheiden.

 

 

Groß-Bieberau auswärts gefordert

Nach den zwei Pflichtsiegen gegen Großenlüder und Hanau wartet am Wochenende eine große Herausforderung auf die Falken, denn sie spielen am Samstag beim Tabellenfünften, der HSG Pohlheim.

Diese stehen zu Recht nach guten Leistungen auf Platz fünf und führen das vordere Mittelfeld der Tabelle mit 23:17 Punkten an. Im Hinspiel hatten die Falken ihre Last mit der erfahrenen Truppe und konnten nur knapp mit 33:32 gewinnen. Die HSG ist bekannt für ihre kompromisslose Abwehr und ihr schnelles Spiel nach vorne. Da gilt es einmal mehr im Angriff effizient zu arbeiten und diszipliniert den Matchplan einzuhalten.

Die Falken gehören nach wie vor zu dem „Kleeblatt“ der vier Mannschaften, die unangefochten an der Tabellenspitze stehen und die Meisterschaft unter sich ausmachen werden. Die besten Karten hält hier der Drittliga-Absteiger TV Kirchzell, mit nur vier Minuspunkten, gefolgt von Münster mit sieben Minuspunkten und Groß-Bieberau und Gensungen mit jeweils acht Minuspunkten. Münster hat dabei das vermeintlich leichteste Schlussprogramm, während Kirchzell unter anderem noch gegen Groß-Bieberau und Gensungen spielen muss. Eine spannende Angelegenheit.

Falken-Trainer Björn Beilstein sagt: „Pohlheim ist schon eine starke Herausforderung für uns, aber wir wollen auch dort mit einer guten Leistung das bestmöglichste Ergebnis erzielen.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Diese Woche treffen in der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, die Mannschaften von Dansenberg und Nieder-Roden sowie Hanau und Homburg aufeinander. Desweiteren spielen aus dem hiesigen Verbreitungsgebiet Gelnhausen und Longerich gegeneinander.

 

TV Gelnhausen empfängt favorisierte Longericher

Nach der Spielpause am vergangenen Wochenende will der TV Gelnhausen an den Erfolg gegen den TV Homburg anknüpfen. Mit dem Longericher SC wartet dafür jedoch alles andere als ein leichter Gegner. Am Samstag um 19.30 Uhr empfangen die Barbarossastädter den Tabellensechsten aus Köln in der Rudi-Lechleidner-Halle zum nächsten Heimspiel.

„Gegen Longerich haben wir noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen, bei dem wir am Ende relativ deutlich verloren haben. Longerich hat viel Qualität. Sie sind eine sehr eingespielte Mannschaft mit erfahrenen Spielern und einem gefährlichen Rückraum. Schulz führt das Spiel der Longericher sehr gut und kann selbst aus jeder Lage werfen“, sagt Cheftrainer Matthias Geiger zum Auswärtsteam.

Tatsächlich kommt mit dem Mittelmann Lukas Schulz einer der torgefährlichsten Spieler der Liga und der Torschützenkönig der Staffel West aus der letzten Saison nach Gelnhausen. In dieser Saison warf er bereits 149 Tore, in der letzten Spielzeit erzielte er sogar 214 Treffer. Das Hinspiel in Köln verlor die Gelnhäuser Mannschaft mit 25:31, wobei es während dem Spiel nach einer noch deutlicheren Niederlage aussah.

Die Gäste konnten zuletzt gegen die Bergischen Panther gewinnen (32:28), nachdem sie zuvor gegen den TuS Dansenberg (32:34) und den TuS Ferndorf (28:35) zwei Niederlagen wegstecken mussten. Mit 24:20 Punkten stehen sie nur vier Zähler vor dem TV Gelnhausen, der mit 20:22 Punkten auf dem achten Rang steht. Der TVG gewann ebenfalls das letzte Spiel in Homburg (34:26) nachdem zuvor die Spiele gegen TV Aldekerk (27:28) und Tus Ferndorf (22:27) verloren wurden.

Mit dem Longericher SC wartet also ein Schwergewicht der Liga auf die Rotweißen um Jonathan Malolepszy und Co. Der Kapitän befindet sich auf dem Wege der Besserung und soll genau wie Linksaußen Felix Reinhardt wieder etwas mehr Spielminuten erhalten. Weiterhin schwer zu kompensieren bleibt der Ausfall des bis zur seiner Kreuzbandverletzung stark spielenden Fynn Hilb. Außerdem stehen Yannik Geisler und Leon David verletzungsbedingt weiterhin nicht zur Verfügung.

„Wir wollen nach der Spielpause wieder gut in den Rhythmus kommen und unsere Leistung abrufen. Der Longericher SC ist der Favorit, aber wir werden alles in die Waagschale werfen, um ein tolles Spiel abzuliefern und an unsere Bestleistung ranzukommen.“, sagt Cheftrainer Geiger mit Blick auf das Spiel. „Mit unseren überragenden Fans im Rücken sind die Jungs in unserer Halle schon öfter über sich hinausgewachsen.“

 

Starker Aufsteiger zu Gast in Hanau

Nach dem Derby steht für die HSG Hanau das nächste Heimspiel in der Main-Kinzig-Halle an. Am Samstagabend um 19.40 Uhr erwarten die Mannen um Kapitän Max Bergold und Spielmacher Jan-Eric Ritter den Aufsteiger TV 1878 Homburg vor den heimischen Rängen. Dabei will das Team von Trainer Hannes Geist sich auf seine Stärken aus dem verlorenen Derby in Nieder-Roden besinnen und fokussiert gegen den Tabellenvierzehnten der Staffel Süd-West auftreten.

„Das wird eine schwierige und spannende Aufgabe für uns“, meint HSG-Cheftrainer Hannes Geist am Rande einer Trainingseinheit unter der Woche. „Homburg ist eine Mannschaft, die um ihr Überleben in der 3. Liga kämpft. In den letzten Wochen sind sie immer besser in ihren Lauf gekommen und haben schon viele erfolgreiche Spiele in 2024 bestritten. Ihre Formkurve zeigt nach oben.“

Die Gäste aus dem Saarland schwammen zuletzt auf einer kleinen Erfolgswelle. Drei der vergangenen vier Spiele gewann der TVH und sammelte dabei auch wichtige Punkte gegen den Abstieg: Unter anderem zu Hause gegen den TV Aldekerk und bei den Bergischen Panthern. Erst am 09. März wurde der Erfolgslauf mit einem 26:34 beim TV Gelnhausen gestoppt.

Geist erwartet aber vor allem, dass seine junge Mannschaft auf sich selbst schaue und „dass wir an die guten Dinge aus dem Auswärtsspiel in Nieder-Roden anknüpfen. Das heißt, wir müssen eine sehr gute Abwehr stellen, in der wir die Räume für den Gegner bestimmen und dann ihre gefährlichen Spieler entsprechend verteidigen.“ Zuletzt gelang der Spielgemeinschaft, aus den drei Spielen gegen Ferndorf, Aldekerk und Nieder-Roden kein Punkt. Es wird für die Grimmstädter also Zeit für eine Trendwende.

Bei den Gästen ragen vor allem Topscorer Yves Kunkel, der mit 171 Treffern an Rang zwei der Staffel-Torschützenliste steht sowie Robin Egelhof oder Joel Ribeiro hervor, die beide zuletzt immer besser ins Laufen kamen. Obwohl Homburg im Hinspiel mit 30:33 gegen die HSG Hanau das Nachsehen hatte, dürfte die Mannschaft von TVH-Trainer Steffen Ecker mit reichlich Selbstvertrauen in der Grimmstadt antreten. Zudem kann sich Hanau auf gleich mehrere Deckungssysteme des Gegners einstellen, denn die Saarländer können in einer 6:0, 5:1 oder 3:2:1-Defensive verteidigen. Gegen Gelnhausen sah man das Team sogar fast mit einer 3:3-Deckung den Gegner bearbeiten.

Geist hat dagegen bereits den richtigen Matchplan gefunden: „Wir wollen wieder aktiv unsere Ballgewinne generieren, um so in das Umschaltspiel zu kommen und den Gegner müde zu machen. Vor allem brauchen wir aber viel Bewegung in unserem Spiel, ob mit oder ohne Ball. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass am Samstagabend die Passqualität stimmt und das Team seine Chancen konsequent nutzt. Wenn wir das alles beherzigen, dann wollen wir 60 Minuten einen harten Kampf liefern und uns freischwimmen.“

 

Baggerseepiraten auswärts gefordert

Der sportliche Verlauf des Jahres 2024 hätte aus Rodgauer Sicht kaum besser sein können. Lediglich einen Zähler gaben die Spieler um Kapitän Marco Rhein bisher ab und zeigten gerade in den letzten beiden Heimspielen gegen die direkten Konkurrenten aus Saarlouis und Hanau, dass man zu Recht ein großes Wort im Kampf um Platz drei mitsprechen wird. Doch nun steht eine schwere Auswärtsaufgabe auf dem Programm, denn die Fahrt in den Kaiserslauterner Stadtteil wird alles andere als ein Selbstläufer werden. So blickt HSG-Trainer Jan Redmann mit gehörigem Respekt auf das kommende Wochenende: „Dansenberg hat nach dem Trainerwechsel gerade zuhause richtig aufgetrumpft. Sie haben dreimal in Folge gewonnen, zuletzt auch gegen die von mir hoch eingeschätzten Longericher“, so der HSG-Trainer, der die Favoritenrolle von sich weist. „Zwischen Platz 3 und Platz 16 liegen in dieser Saison wirklich keine handballerischen Welten. Wir müssen und werden die Partie hochkonzentriert bestreiten und versuchen, die torgefährlichen Dansenberger Dambach und Claussen in Schach zu halten. Mal sehen, ob unser breiter Kader wieder ein Faktor wird. Die Jungs haben nach dem emotionalen Highlight gegen Hanau wieder gut trainiert und wollen mit einem weiteren Erfolgserlebnis in die kurze Osterpause.“

 

Die Bilder haben uns die Vereine aus Hanau und Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.