Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Jüngst durfte ich mit Spielgestalter Mario Stark vom Handball Zweitligisten TV Großwallstadt ein sehr interessantes Interview für die Handballwoche führen.

Nachzulesen entweder hier auf meinem Blog oder in der Handballwoche. Egal wo – es ist auf jeden Fall lesenswert!

 

 

Den bisher daheim ungeschlagenen Handball Zweitligisten TV Großwallstadt hat es jetzt überraschend gegen Dormagen erwischt. In der Fremde konnten die Roth-Schützlinge noch nicht überzeugen. Wir fragten nach bei Spielgestalter Mario Stark, der seit 2016 das TVG-Trikot trägt, warum das so ist, was es mit dem verlängerten Arm des Trainers auf sich hat und was sich unter dem neuen Trainer alles veränderte.

Mario, wie bist du mit dem Saisonverlauf bisher zufrieden?

“Ich schwanke so ein bisschen. Auf der einen Seite spielen wir zu Hause super gut auf, haben  – bis auf zuletzt Dormagen – alles gewonnen. Auf der anderen Seite bekommen wir es auswärts nicht gebacken, unsere Leistung abzurufen. Dabei hätten wir uns den Saisonauftakt mit ein paar durchaus möglichen Auswärtssiegen vergolden können.”

Aber wie erklärst du dir diese Schwankungen?

“Ich habe keine Erklärung dafür. Wirklich. Nach den Siegen zuhause gegen Dessau und Bietigheim war bei uns so ein Selbstverständnis da, das uns vermittelte, nie das Gefühl zu haben, daheim verlieren zu können. Wir haben nie aufgehört an den Sieg zu glauben. Auswärts ist das anders. Wenn wir drei, vier, fünf Tore hinten liegen, gehen die Köpfe runter – und das macht es ja nicht besser. Es ist wie verhext. Läuft es auswärts vorne, klappt es hinten nicht und umgedreht. Irgendwie fehlt immer ein Puzzleteilchen. Gegen Dormagen finde ich, haben wir uns wirklich zu viele dumme Fehler erlaubt und hatten mindestens zweimal die Chance, den Sack zuzumachen. Aber die haben wir nicht genutzt.”

Wobei man sagen muss, dass es auch anderen Vereinen so ähnlich geht. Gut, außer dem TVG haben bisher nur Vinnhorst und Aue auswärts nichts gewonnen. Aber auch der Rest tut sich in der Fremde schwer. Warum? 

“Das hört sich jetzt sicher sehr simpel an. Aber bei der Stärke, die die zweite Liga vorzuweisen hat, kann der Heimvorteil mit den Fans im Rücken schon entscheidend sein. Gerade bei engeren Spielen ist es ein Pfund vor Ort zu spielen mit den Zuschauern im Rücken. Ich finde generell, dass aufgrund der Leistungsdichte die zweite Liga in den letzten Jahren schon enger an die erste herangerückt ist.”

Der TVG hat jetzt 10:10 Punkte auf dem Konto (das war zu diesem Zeitpunkt so, Anm. d. Red.). Es hätten auf der Habenseite durchaus ein paar mehr sein können. Die Erwartungshaltung im Verein steigt und heuer soll es ein einstelliger Tabellenplatz werden. Macht sich das auch in der Mannschaft bemerkbar?

“Ich glaube, dass es so früh in der Saison schwer ist, darüber was zu sagen oder sich festzulegen. Aber generell finde ich, muss man sich Ziele setzen. Das ist wichtig. Und wir als Team gehen identisch mit dem Verein. Wir wollen einen einstelligen Platz am Ende der Runde belegen. Wir haben uns gut verstärkt, sind ein gutes Team. Bitter sind oder waren die Ausfälle unserer Halblinken Finn Wullenweber und Adrian Kammlodt. Nichtsdestotrotz haben wir die Qualität, andere zu schlagen. Daher sehe ich einstellig als realistisch an – und so ein bisschen Druck von außen ist manchmal gar nicht schlecht :-)”

Ab dieser Saison gab es einen neuen Trainer und neue Besen kehren bekanntlich gut. Was hat sich unter Michael Roth verändert, auf was legt er den Schwerpunkt?

“Meiner Meinung nach legt er den größten Schwerpunkt aufs Tempo. In der vergangenen Saison war ab der Rückrunde bei uns kein Tempo mehr vorhanden. Nun klappen die erste und zweite Welle, die schnelle Mitte oder das Rückzugsverhalten gerade bei Heimspielen immer besser. Doch es braucht halt alles seine Zeit.”

Von außen betrachtet, scheint die Stimmung innerhalb der Mannschaft – egal ob Sieg oder Niederlage – sehr gut zu sein.

“Das ist so. Die Stimmung ist wirklich gut. Dafür sorgt unser Trainer schon. Er sieht immer zu, unsere gute Laune hochzuhalten, was nicht heißt, dass er nicht auch schon einmal laut werden kann… Ich finde, wir sind eine coole Truppe und bei uns passen alle gut zusammen. Ich glaube, dass ist aber auch ein bisschen dem Kern der „alteingessenen“ Spieler, wie Flo Eisenträger, Dino Corak, Jan-Steffen Minerva und mir geschuldet. Wir legen Wert auf Harmonie und wenn was nicht passt oder sich jemand nicht wohl fühlt, dann wird das passend gemacht.”

Kommen wir noch einmal auf dich zu sprechen. Du bist der „verlängerte Arm“ des Trainers auf dem Spielfeld. So hat es Michael Roth jüngst formuliert. Wie muss ich mir das vorstellen.

“Prinzipiell ist es so, dass wir uns sehr akribisch auf den Gegner vorbereiten. Unser Trainer gibt danach ein paar Dinge vor, die wir im Training durchspielen und mit ins Spiel nehmen. Ich sage dann die Spielzüge an und so lange alles läuft ist es gut. Nur wenn wir eine „Flaute“ haben, dann greift der Coach natürlich ein.”

Ich sehe dich heuer mehr als Spielgestalter. Du lenkst das Match, verteilst die Bälle und schließt selbst weniger ab. Stimmt das?

“Das ist definitiv so, dass ich mehr die Rolle als Regisseur eingenommen habe. Ich versuche, verstärkt meine Nebenleute einzusetzen, die mehr Qualität haben als es noch vor ein paar Jahren der Fall war. Schon als die Shooter Savvas Savvas und Tom Jansen bei uns waren, hat sich mein Spiel verändert. Jetzt haben wir mit unseren Halben Finn Wullenweber oder Stefan Salger auch wieder mehr Möglichkeiten und wollen die Jungs bestmöglichst in Szene setzen.”

Gerade das Anspiel von dir auf Kreisläufer und Kapitän Dino Corak ist ja legendär…

“Tatsächlich haben Dino und ich ein blindes Verständnis. Ich muss ihn nicht einmal mehr anschauen. Er weiß trotzdem genau was ich will. Er ist immer einen Schritt weiter als andere Kreisläufer, denkt ganz viel mit und daher ist er für mich persönlich der beste Kreisläufer der zweiten Liga. ”

Vertragsverlängerungen stehen an. Gerade wurde mit Linksaußen Moritz Klenk verlängert. Wie schaut es bei dir aus?

“Mein Vertrag läuft auch nach der Saison aus und ich bin gerade mit unserem Geschäftsführer Michael Spatz mitten in guten Gesprächen.”

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der Deutsche Eishockey Bund kann ein positives Fazit der ersten Austragung des Deutschland Cup mit einem parallel laufenden Frauen- und Männerturnier blicken. Insgesamt wollten 20 881 Zuschauer das Turnier in der Landshuter Fanatec Arena an fünf Turniertagen sehen.

 

 

Nachfolgend die PM des DEB:

Mit der Unterstützung des DEB-Office-Teams, der Stadt Landshut, des EV Landshut und zahlreichen Volunteers war es möglich, neben den vielen tausend Eishockeyfans, insgesamt acht Nationalmannschaften zu begrüßen und während der Tage vor Ort bestmöglich zu betreuen. Der Deutschland Cup 2023 war aufgrund des neuen Formats zudem ein Treffen nationaler und internationaler Gäste. IIHF-Präsident Luc Tardif war an den ersten beiden Turniertagen vor Ort, um sich über das Konzept des gemeinsamen Deutschland Cup von Frauen und Männern zu informieren und auch die Ehrung der besten Spielerinnen nach dem Spiel Deutschland gegen Dänemark auf dem Eis durchzuführen. Neben ihm waren mit Henrik Bach Nielsen (Vice President) und Petr Briza (Senior Vice President), weitere hochrangige Vertreter des Weltverbands IIHF zu Gast. Für Briza war es eine besondere Rückkehr, schließlich lief der ehemalige Weltklasse-Torhüter insgesamt sechs Spielzeiten für den EVL auf.

DEB-Präsident Dr. Peter Merten sagte: „Der Deutschland Cup in Landshut war mit der parallelen Durchführung eines Frauen- und Männer-Turniers ein Novum für die Eishockeywelt. Die Resonanz der Spieler und Zuschauer war großartig und auch die anwesenden Vertreter des Weltverbandes (IIHF) waren durchweg begeistert. Ich danke allen Beteiligten, der Stadt Landshut, des EV Landshut e.V. und des Verbandes für ihren tollen Einsatz. Wir haben mit diesem Turnier Eishockey-Geschichte geschrieben.“

 

Bei den Frauen holten sich die favorisierten Tschechinnen den Sieg und untermauerten damit die gute Leistung der vergangenen WM (Platz drei hinter USA und Kanada). Nach dem umjubelten Auftaktsieg der deutschen Frauen-Auswahl gegen Dänemark, war das Team von Bundestrainer Jeff MacLeod gegen Finnland und Tschechien unterlegen, sicherte sich in der Endabrechnung jedoch den dritten Platz. 

 

Die Männer-Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis holte den dritten Deutschland Cup in Folge, insgesamt war es der zehnte Titel für die DEB-Auswahl der Männer beim Heimturnier. Nach zwei Auftakterfolgen gegen Dänemark und Österreich reichte die knappe 1:2-Niederlage, um sich den Titel zu sichern.

 

Ein zufriedener DEB-Sportdirektor Christian Künast meinte: „Wir freuen uns über die Titelverteidigung der Männer-Nationalmannschaft und den großen Zuschauerzuspruch. Gerade für das Frauen-Team war es etwas ganz Besonderes, die positive Atmosphäre in Landshut aufzusaugen. Aus sportlicher Sicht gehen wir mit vielen wertvollen Erkenntnissen aus dem Turnier, die für unsere weitere Arbeit und Planung maßgeblich sind. Das Turnier hat bei den Frauen deutlich aufgezeigt, woran wir arbeiten müssen. Bei den Männern haben sich viele Spieler auf hohem Niveau gezeigt und die vorhandene Breite unserer Nationalmannschaft nochmal verdeutlicht.“

 

 

Das Bild, das Bundestrainer Harold Kreis zeigt, hat uns

DEB / City-Press GmbH

zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der Aschaffenburger Tennisspieler Philip Florig muss aufgrund einer alten Rückenverletzung erneut pausieren. Sein Plan war, nach seiner seit August anhaltenden Verletzungspause im Oktober und November einige Turniere in Frankreich und in der Türkei zu spielen. Der krönende Abschluss des Tennisjahres sollten die deutschen Meisterschaften der Aktiven in Biberach sein.

Doch es kam anders. „Ich bin nach Frankreich gefahren und musste beim ersten Turnier gleich in der ersten Runde verletzungsbedingt aufgeben. Die Schmerzen im Rücken waren zu groß“, erzählt Philip Florig ziemlich geknickt. Er fuhr zurück nach Deutschland und ließ sich erneut untersuchen. Diesmal bei einem Spezialisten in Heidelberg, Dr. Maibaum. „Er hat auch schon Steffi Graf behandelt und er sagte mir, dass ich ein Knochenödem im Rücken habe.“

Vier Wochen muss der sympathische Sportler nun absolute Ruhe geben. Danach soll ein erneutes MRT zeigen, ob das Ödem zurückgegangen ist. „Doch egal, wie. Das Jahr ist tennismäßig für mich so gut wie beendet. Ich hoffe wirklich, dass ich dann 2024 wieder durchstarten kann“, so der Tennisprofi.

 

Das Bild hat uns Philip zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, hat die HSG Rodgau Nieder-Roden einen knappen 33:32 (17:18)-Heimsieg gegen den TV Aldekerk eingefahren. Die HSG Hanau hingegen verliert bei der HG Saarlouis mit 32:38 (17:23). Bleibt noch der TV Gelnhausen. Er überzeugte beim 30:21 (16:12) zuhause gegen Friesenheim-Hochdorf.

 

 

TV Gelnhausen überzeugt gegen Friesenheim-Hochdorf

Der TV Gelnhausen hat eine klasse Reaktion gezeigt und am letzten Wochenende einen wichtigen Sieg eingefahren. Nach der bitteren Heimpleite gegen den Tabellenletzten HSG Haßloch setzten sich die Barbarossastädter vor 550 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle gegen die mHSG Friesenheim-Hochdorf verdient mit 30:21 (16:12) durch. Mit nunmehr 8:12 Punkten bleibt das junge TVG-Team zwar weiterhin auf dem zwölften Rang, hat aber wieder den Anschluss ans Tabellenmittelfeld hergestellt.

„Man hat gespürt, dass die letzte Niederlage gegen Haßloch ein echtes Brett für die Mannschaft war. Sie haben eine sehr gute Trainingswoche hinter sich gebracht und die besprochenen Dinge sehr gut umgesetzt. Die Jungs sind marschiert und haben heute ein starkes Ausrufezeichen gesetzt“, freute sich Cheftrainer Matthias Geiger nicht nur über den Sieg, sondern vor allem auch die Art und Weise, wie er zustande kam.

Geigers Mannschaft präsentierte sich hellwach und führte durch zwei Treffer von Leon David und Yannik Mocken schnell mit 3:0. Nach 14 Minuten traf Felix Reinhard zum 8:3 und der Gästecoach nahm die erste Auszeit. „Wir wollten unbedingt gut in Spiel starten und den Anfang nicht verschlafen, um nicht von Beginn an hinterherrennen zu müssen. Das ist uns sehr gut gelungen“, sagte Geiger. In der Folgezeit konnte sich Friesenheim-Hochdorf stabilisierten und auf Tuchfühlung bleiben und nach 18 Minuten führte der TVG nur noch 8:6. In der 27. Minute drohte die Partie zu kippen, als Timo Heuft den 12:13-Anschlusstreffer erzielte.

Doch Max Bechert, Thimo Wagner und David schraubten noch vor der Pause das Ergebnis auf 16:12 hoch. Julian Lahme hielt in der letzten Sekunde des ersten Durchgangs noch einen Siebenmeter, so dass die Rotweißen mit breiter Brust und einem Vier-Tore-Vorsprung in die Kabinen gingen.

TVG begann gut

Auch in den zweiten Durchgang startete der TVG verheißungsvoll. David und zweimal Benjamin Wörner hielten die Gäste in ihren Treffern auf Distanz, eher erneut eine etwa zehnminütige Schwächephase, den Gegner beinahe noch einmal ins Spiel zurückgebracht hätte. „In diese Phase haben wir vorne einige technische Fehler gemacht, aber wir konnten uns heute auf unsere Abwehr verlassen mit einem starken Julian Lahme im Tor“, sagte Geiger. In der Tat. Der Torhüter lief ab der 40. Minute zur absoluten Höchstform auf und vernagelte seinen Kasten. So hatte es kaum Konsequenzen, dass seinen Vorderleute zwischen der 37. und 49. Minute lediglich zwei Tore gelangen. Lahme hielt in dieser Phase hinten nahezu alles. Erneut der bärenstarke David und Silas Altwein erlösten in der 49. Minute mit zwei Treffern innerhalb von 29 Sekunden die Fans und brachten ihr Team endgültig auf die Siegerstraße.

Am Ende ging den tapfer kämpfenden Gästen die Puste aus und der TVG legte noch fünf Tore nach zum letztlich verdienten aber vielleicht um zwei, drei Tore zu hoch ausgefallenen 30:21-Erfolg. Leon David war mit acht Toren der erfolgreichste Schütze für den TV Gelnhausen an diesem Abend. „Bei ihm ist heute der Knoten geplatzt“, freute sich Geiger für den Neuzugang aus Kirchzell. Ein Sonderlob vom Coach erhielten noch Keeper Lahme und Fynn Hilb. Jannik Geisler mit sechs Treffern war zweitbester Schütze der Rotweißen. Für Friesenheim-Hochdorf traf Maier acht Mal ins Schwarze.

 

Leidenschaftlicher Kampf wird nicht belohnt

HSG Hanau kam am Samstagabend nicht über ein 32:38 (17:23) bei der HG Saarlouis hinaus und unterlag in der hitzigen Atmosphäre der Stadtgartenhalle. 70 Tore bekamen die Zuschauer in einer hochklassigen Partie zu sehen. Obwohl sich die Grimmstädter vor großer Kulisse 60 Minuten lang gegen die Niederlage stemmten und Kapitän Max Bergold mit insgesamt 13 Treffern vorgan ging, gelang es nicht den Rückstand in der zweiten Halbzeit noch umzubiegen. „Glückwunsch an Saarlouis zum verdienten Sieg“, sagte HSG-Cheftrainer Hannes Geist nach dem Abpfiff. „Wir haben diese Partie heute in der 1. Halbzeit verloren. Wir waren trotz allem nicht da wo man sein muss, um so ein Spiel zu gewinnen.“

Mit viel Rückenwind aus zuletzt drei Siegen in Serie war Hanau in der Stadtgartenhalle angetreten. In einer torreichen ersten Halbzeit ging Saarlouis zunächst mit 1:0 in Führung. Im direkten Gegenzug traf aber Luca Braun aus dem Rückraum zum 1:1 (2. Minute). Beim 7:5 (7.) die erste Zwei-Tore-Führung für Hanau da. Als Saarlouis kurz nach dem 10:10 die zweite Zeitstrafe gegen Abwehrkante Wladislav Kurotschkin hinnehmen musste, hatte Hanau alle Möglichkeiten, um dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken, scheiterte aber mehrmals am gut aufspielenden HGS-Keeper. Saarlouis legte einen 4:1-Lauf auf 14:11 (20.) hin. Geist nahm die erste Auszeit. Trotzdem stand es in der 28. Minute 22:14 für die Hausherren. Die Tore von Jan-Eric Ritter und Paul Hüttmann brachten Hanau aber noch vor dem Seitenwechsel wieder etwas heran.

Gelungener Start nach Wiederanpfiff

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam die HSG mit viel Willen und Motivation aus der Kabine. Ein Doppelpack vom besten Hanauer Schützen Max Bergold brachte das 20:25 (34.) und auch Torhüter Can Adanir zeichnete sich mit einigen Paraden aus. Nur wenig später kassierte Saarlouis eine doppelte Zeitstrafe und die Grimmstädter erzielten das 22:25 durch Adanir. Nun war es an HGS-Trainer Philipp Kessler, seinerseits die Auszeit zu nehmen. Über das 28:24 (43.) des ehemaligen Bundesliga-Akteurs Lars Weißgerber behauptete Saarlouis danach den Vorsprung.

Zwar blieb Hanau danach beim 26:30 (47.) von Bergold in Reichweite und zeigte eine couragierte kämpferische Leistung, doch das Ergebnis zu drehen, gelang nicht mehr. Dabei probierte Geist vieles. So ließ der Hanauer Coach seine Mannschaft zunächst im 5:1-System und wenig später auch in offener Manndeckung verteidigen, doch Saarlouis konnte sich aus dem Zugriff der HSG stets befreien. Mit dem 36:29 (55.) machten die Hausherren den Sack zu.

 

Baggerseepiraten mit glücklicherem Ende

Zu ungewohnter Zeit am Sonntagnachmittag hatten die Rodgauer Handballer den Tabellenletzten aus Aldekerk zu Gast. Wie schon im Vorfeld erwartet, präsentierte sich die Mannschaft von der holländischen Grenze als der erwartet spielstarke Gegner und die Hausherren mussten lange einem Rückstand hinterherlaufen, ehe sie in den dramatischen Schlussminuten doch noch einen etwas glücklichen 33:32 (17:18)-Heimsieg feiern konnten.

Die Partie begann mit einem Höllentempo. Im Halbminutentakt schlugen die Bälle hinter den chancenlosen Torhütern ein, so dass es nach sechs gespielten Minuten schon 5:5 stand. Gerade gegen das bärenstarke Brüderduo Julian und Jonas Mumme hatte die HSG-Defensive dabei Schwerstarbeit zu verrichten. Auch in der Folge entwickelte sich eine sehr ausgeglichene Partie, bei der die Gäste aber stets einen knappen Vorsprung behaupten konnten. Trainer Jan Redmann nahm eine Auszeit und einige personelle Wechsel vor, doch so richtig in Tritt kamen seine Jungs nicht. Die abgezockt wirkenden Gäste hingegen hatten sichtlich Gefallen an der Partie, von 300 Kilometern Reisestress war rein gar nichts zu bemerken. Beim 12:16 (24. Minute) lagen die Rodgauer schon mit vier Toren in Rückstand, doch auch wenn spielerisch nicht alles gelang, so zeigten Schopper & Co. ein großes Kämpferherz. Kurz vor der Halbzeit brachte Filip Brühl seine Farben mit einem lupenreinen Hattrick immerhin wieder bis auf ein Tor heran (17:18) und auf Seiten der knapp 500 Fans war die Hoffnung groß, dass die Gäste in der zweiten Hälfte konditionell einbrechen würden.

Tabellenletzter sehr couragiert

Doch diesen Gefallen taten die zu keinem Zeitpunkt wie ein Tabellenletzter auftretenden Aldekerker einfach nicht. Ganz im Gegenteil behaupteten sie auch dank dem gefährlichsten Torjäger der Liga, David Hansen, weiter ihren Vorsprung. (25:22, 40. Minute). Allerdings handelten sie sich immer wieder einige unnötige Zeitstrafen ein, was Henning Schopper glänzend zu nutzen wusste. Der quirlige Linkshänder brachte mit drei Treffern in Folge die Halle schon mal auf Betriebstemperatur. Aldekerk reagierte mit einer Auszeit, aber jetzt waren die Rodgauer hellwach. Niklas Roth (6), der wohl spielentscheidende HSG-Akteur, lief zu Hochform auf. Entweder fand er die Lücke im Abwehrverbund der Gäste und traf selbst oder er setzte geschickt Kreisläufer Flo Stenger ein, der wieder einmal unermüdlich rackerte und oftmals nur auf Kosten eines Strafwurfs zu bremsen war. Ab ging es in die Crunch-Time mit leichten Vorteilen für die Gäste, denn sie führten 30:29 und 31:30. Nach dem Ausgleich durch Nils Hassler traf Roth zum 32:31 und als erneut Hassler zum 33:31 einnetzte, schien der Sieg schon in trockenen Tüchern. Trotz Unterzahl erzielten die Gäste aber den 33:32-Anschluss und als die HSG´ler zwei Großchancen ungenutzt ließen, hatten sie erneut Ballbesitz. Doch Kapitän Marco Rhein, der seinen Kasten in den letzten fünf Minuten förmlich vernagelt hatte, hielt auch den allerletzten Wurf und damit die wichtigen zwei Punkte fest.

 

 

Die Bilder haben uns die Vereine Hanau, Gelnhausen und Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Handballregion Untermain – HBRU – ist eine Sportstiftung in Großwallstadt und hat sich auf die Fahne geschrieben, den Handball-Nachwuchs der Region zu unterstützen und zu fördern. Der Stiftung ist es ein Anliegen, möglichst viele Kinder neben der Schule in ihrer Freizeit weg vom Handy oder Computer zurück in die Sporthalle zu bringen.

 

Nachfolgend die Pressemitteilung, die der TV Großwallstadt in Kooperation mit der Sportstiftung HBRU verfasst hat:

Die HBRU – Handballregion Untermain – ist die Sportstiftung in Großwallstadt und hat sich auf die Fahne geschrieben, den Handballnachwuchs der Region zu unterstützen und zu fördern. Der Stiftung ist es ein Anliegen, möglichst viele Kinder neben der Schule in ihrer Freizeit weg vom Handy und Computer zurück in die Sporthalle zu bringen. Deshalb startet sie nun für alle handballbegeisterten Kinder zunächst mit den Jahrgängen 2010 bis 2013 die erste Handballschule der Region in der HS-Arena, den eigenen Hallen der HBRU.

Das Intensivtraining findet freitags von 15 bis 16.30 Uhr statt, es soll unterstützend zu den Trainings in den jeweiligen Heimvereinen dienen.

Stefan Wüst, Vorstand der Stiftung, freut sich, dass die HBRU nun endlich neue Projekte umsetzt: „Durch die Handballcamps, welche wir hier in Großwallstadt 2022 in den Osterferien gestartet und jetzt im zweiten Jahr insgesamt viermal durchgeführt haben, haben wir gemerkt, dass die Nachfrage nach intensiven Zusatztrainings da ist und wir hier vor Ort einfach die Möglichkeiten haben, den Handballnachwuchs zielgerichtet zu fördern. Das Anliegen der Stiftung ist es, Kinder in ihren sportlichen Bestrebungen zu motivieren, zu unterstützen und natürlich auch leistungsgerecht weiterzuentwickeln. Wir wollen hier die Vereine der Region einfach in ihrer ehrenamtlichen Arbeit unterstützen und keinesfalls in deren Arbeit eingreifen. Wir sehen uns als Partner, der den Kindern die Möglichkeit bietet, in zusätzlichen Einheiten die Trainingsintensität zu erhöhen und sich dadurch schneller weiterzuentwickeln.“

Die Sportstiftung wird zunächst eine Gruppe ins Leben rufen, sollte die Nachfrage da sein, sind weitere Gruppen und Jahrgänge geplant. Als Trainer konnte die HBRU den bekannten erfahrenen Lizenztrainer Povilas Babarskas für sich gewinnen. Der ehemalige litauische Nationalspieler trug noch in der vergangenen Spielzeit das Trikot des Zweitligisten TV Großwallstadt, hat zur Saison 2023/24 dann aber seine Karriere beendet und engagiert sich seitdem im Handball-Nachwuchsbereich der TVG Junioren-Akademie.

TVG-Pressesprecherin Nina Mattes, welche die Handballcamps initiiert und betreut, freut sich über die neu gegründete Handballschule: „In jedem Camp gibt es eine gute Handvoll Kinder, die einfach danach lechzen, so viel Zeit wie möglich in der Halle zu verbringen, um ihren Sport auszuüben. Natürlich kann das ein Verein nicht leisten, mehr als zwei Trainingseinheiten in der Woche abzuhalten. Da fehlt es an Personal und es entstehen natürlich auch Kosten. Da kommt die Sportstiftung ins Spiel. In der Handballschule kann diesen Kindern ein Angebot gemacht werden und somit gezielt gefördert werden. Ich bin mir sicher, den ein oder anderen ehemaligen Camp-Teilnehmer wiederzusehen.“

Alle interessierten Nachwuchstalente können sich ab sofort bei der HBRU unter

info@hbru.de

anmelden.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Im fünften Anlauf hat es endlich geklappt und Handball-Zweitligist TV Großwallstadt hat am gestrigen Sonntag sein erstes Auswärtsspiel der Saison gewonnen und hat Finn Wullenweber damit ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht. In einem alles andere als attraktiven, dafür aber spannendem Spiel gewann der TVG aufgrund einer guten Abwehrleistung mit 24:22 beim Traditionsverein TuSEM Essen.

Grundlage für diesen Erfolg war definitiv der Geniestreich von Trainer Michael Roth. Dieser hatte sein Team optimal auf den Gegner vorbereitet, die Gefahr über den linken Flügel erkannt und seine Abwehr in der vergangenen Woche sehr offensiv ausgerichtet, um so auch den treffsicheren Essener Max Neuhaus aus dem Spiel zu nehmen. Diese Taktik ging von Anfang an voll auf. Florian Eisenträger agierte zentral vorgezogen und auch Frieder Bandlow blieb auf seiner Position offensiv, so dass die 5:1-Deckung oftmals in eine 3:2:1 bzw 3:3-Deckung wechselte. Damit kam der Gastgeber überhaupt nicht zurecht und Tusem-Trainer Michael Hegemann sagte in seiner Auszeit: “Wir lassen uns zu sehr stressen von der 3-2-1-Deckung.” Der TVG legte daher von Beginn an vor, zeigte ein gutes Rückzugsverhalten und stand in der Abwehr sicher. Allerdings erlaubten sich beide Teams eine Menge technischer Fehler – Essen mehr als der TVG. Dieser nutzte allerdings die sich ihm bietenden Chancen nicht immer, zeigte ebenfalls Unkonzentriertheiten und scheiterte viel zu oft am Gästetorhüter Lukas Diedrich, um sich entscheidend absetzen zu können. So kamen die Hausherren immer wieder zum Ausgleich und eine Drei-Tore-Führung der Gäste in der 28. Spielminute verkürzte Essen zum Pausenstand von 12:13.

Ähnliches Bild in Abschnitt zwei

Nach dem Seitenwechsel bot sich den knapp 1600 Zuschauern ein ähnliches Bild. In der Defensive agierten die Gäste effizient, im Angriff zeigten sie weiterhin Schwächen, so dass sie in der 43. Spielminute tatsächlich die Führung aus der Hand gaben und Essen mit 17:16 in Front ging. Doch auch der Gegner nutzte die Chancen nicht und es war wieder der TVG, der 13 Minuten vor Ende mit 20:18 vorne lag. Essen drehte erneut das Ergebnis zu seinen Gunsten. Moritz Klenk glich aus, Stefan Salger traf zur 22:21-Führung und Maxim Schalles stibitze den Ball zum erfolgreichen Konter. Der Gegner erzielte zwar den Anschlusstreffer, aber Stefan Salger behielt die Nerven, traf zum 24:22 und einen letzten Wurf der Essener parierte Torhüter Jan-Steffen Minerva, der in den letzten Minuten eingewechselt wurde. Am Ende stand ein lang ersehnter Auswärtssieg zu Buche, der keinesfalls unverdient war.

TVG-Trainer Michael Roth sagte nach der Partie: „Der Auswärtsbann ist endlich gebrochen. Es war ein verdienter Sieg, den wir unserer offenen Abwehr zu verdanken haben.“ Sein Gegenüber, Michael Hegemann, war enttäuscht: “Wir haben uns ein Stück weit selbst geschlagen. Wir sind nicht so in den Rhythmus gekommen und haben eine unglaublich hohe Anzahl an Fehlern produziert. Trotz der schwachen Leistung schaffen wir es die Phase zu bekommen das Spiel kippen zu lassen. Aber wenn du einen schlechten Tag hast und die Chance das Spiel zu drehen nicht richtig nutzen kannst, dann gewinnst du eben nicht. Wir müssen weiter an den Abläufen feilen.“

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

 

 

Liebe Leserinnnen, liebe Leser.

Am gestrigen Sonntag musste die Tuspo Obernburg in der Handball-Oberliga Hessen beim TV Petterweil eine unglückliche 27:28 (13:16)-Niederlage hinnehmen. Dabei hatte sich die Tuspoo im Auswärtsspiel viel vorgenommen und wollte ihre kleine Siegesserie fortsetzen.

Nach sehr ausgeglichenen ersten Minuten gingen die Gastgeber in der 14. Minute erstmals mit zwei Toren in Führung (8:6), wobei es sich schon in dieser Phase des Spiels zeigte, dass die Obernburger Abwehr große Probleme mit dem Kreisläufer der Gastgeber, Björn Pape, hatte und diesen während der gesamten 60 Minuten nicht in den Griff bekam. Nach dem 9:6 war die Tuspo dann nach Toren von Louis Markert und Thomas Keck beim 9:9 (20.) wieder im Spiel, aber Petterweil konterte zu einer 14:11-Führung, hielt diesen Vorsprung und ging mit 16:13 in die Halbzeitpause.

Tuspo auf Betriebstemperatur

Nach dem Wechsel war die Tuspo dann wieder sofort auf Betriebstemperatur und kam nach zwei Minuten wieder auf 16:15 heran. Es entwickelte sich nun wieder ein Spiel auf Augenhöhe, wobei Petterweil immer wieder in Führung ging, doch die Römerstädter mit großem Kampfgeist den Ausgleich schafften (50. – 23:23). Die letzten zehn Minuten blieben hart umkämpft und die Partie weiterhin spannend. Tobias Raab gelang in der 59. Minute erneut der Ausgleich (27:27). Die Hausherren bekamen 17 Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter zugesprochen, den Florian Henrich zum 28:27 verwandelte. Die Tuspo bekam drei Sekunden vor dem Schlusspfiff noch einen Freiwurf zugesprochen, der auch mit einem Torerfolg abgeschlossen wurde. Doch pfiffen die beiden Unparteiischen ein Stürmerfoul des Tuspo-Blocks und somit blieb es bei einer unglücklichen 27:28-Niederlage in der Wetterau.

Tuspo-Trainer Rudi Frank sprach nach dem Spiel von einer sehr unglücklichen Niederlage und sagte: „Meine Mannschaft hätte sicher einen Punkt verdient gehabt, aber es hat leider nicht alles gepasst was wir uns vorgenommen hatten. Jetzt müssen wir im Heimspiel gegen Kleenheim einiges besser machen, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen.“

Tuspo Obernburg:

Friedrich, Bausch, Rapp; Raab (6), Markert (5), Geck (5/2), Göpfert (3), Schultheis (3), Keck (2), Müller (2), Funck (1), Bieger, Wengerter, Steinbrecher.

 

 

Das Bild hat uns die Tuspo, Klaus Zengel, zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das mit Spannung erwartete Spitzenspiel in der Handball-Oberliga Hessen zwischen den bis dato punktgleichen Mannschaften des TV Kirchzell und der TSG Groß-Bieberau endete mit einer Machtdemonstration des TVK. Mit 41:33 (16:15) gewannen die Gastgeber, wobei sie in der zweiten Hälfte den Gegner regelrecht überrollten.

Die Kirchzeller mussten ohne Tom Spieß antreten, der nach dem Abschlusstraining muskuläre Probleme hatte. Hinzu kam, dass Tim Häufglöckner in der 22. Minute verletzt ausscheiden musste. Er wurde unter dem Auge genäht, konnte aber in Halbzeit zwei wieder mitmischen.

In den ersten 30 Minuten war die Begegnung vor proppenvollem Haus hart umkämpft. Beide Abwehrreihen standen gut und keine Mannschaft konnte sich zunächst größere Vorteile erarbeiten. So ging es munter hin und her, wobei das schönste Tor sicher das von Antonio Schnellbacher zum 14:12 in der 27. Minute war. Torhüter Tobias Jörg warf einen langen Pass auf Ievgen Zhuk, der nur die Latte vom gegnerischen Tor traf. Den Abpraller krallte sich Antonio Schnellbacher und netzte reaktionsschnell ein. In der 29. Minute stand es 15:14. Tobias Jörg hielt einen Strafwurf von Robin Büttner und Ievgen Zhuk machte es postwendend per Siebenmeter besser und es stand 16:14. Dennis Weit war es für seine Falken vorbehalten, auf ein Tor zur Pause zu verkürzen.

Die zweite Hälfte war der Wahnsinn

Nach Wiederbeginn war Tim Häufglöckner wieder mit dabei und Niklas Ihmer war es, der das 17:15 für den TVK erzielte. Nach dem 19:16 wechselten die Gäste kurzzeitig die Torhüter und Daniel Bartylak kam für Marko Ivankovic. Genutzt hat es nicht viel, denn der TVK hatte Lunte gerochen, spielte sich in einen Rausch und traf nach Belieben. Innerhalb kurzer Zeit stand es 27:21 (43.). Drei Minuten später brachten die Kirchzeller Trainer Joshua Löffelmann für Tobi Jörg im Tor. Die Kirchzeller waren in der Folge nicht mehr zu halten, spielten sich in einen wahren Rausch und zogen Tor um Tor davon. Die Gäste hingegen wirkten völlig überfordert, wussten nicht, wie sie auf den starken Angriff des Gegners reagieren sollten. Sechs Minuten vor dem Ende führte der TVK mit 37:27! Und das gegen ein Team, das bisher ebenfalls noch kein Spiel verloren hatte. Die TSG nahm nun Tim Häufglöckner an die kurze Leine. Diese Maßnahme kam viel zu spät, denn die Messe war längst gelesen. Während die Kirchzeller nach Belieben schalteten und walteten, war bei Groß-Bieberau keinerlei Spielstruktur mehr zu erkennen. Beim 41:33 war dann das Publikum nicht mehr zu halten und feierte seine Mannschaft mit Standing Ovations.

Dennis Weit (TSG) war bedient

TSG-Trainer Björn Beilstein war sichtlich enttäuscht: “In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut dagegen gehalten, aber was dann kam war unterirdisch. Wir haben völlig den Zugriff in der Abwehr verloren, unsere Linie und Struktur im Angriff war dahin. So kann man nicht gegen einen starken Gegner agieren. Wir haben es den Kirchzellern in der zweiten Halbzeit viel zu leicht gemacht, insofern haben sie verdient gewonnen.“

Der Kirchzeller Niklas Ihmer hingegen freute sich: “Ich dachte, es wird bis zum Schluss ein knappes Spiel. Aber nach dem Wechsel ist es bei uns super gelaufen und es hat alles geklappt.” TVK-Trainer Alex Hauptmann war sichtlich stolz auf seine Jungs und sagte: “Wir haben bockstark agiert, haben in Halbzeit eins zwar gut gespielt, aber dann den Fehler in der Abwehr gemacht oder uns zu schnelle unnötige Abschlüsse genommen. In der Halbzeit haben wir der Mannschaft gesagt, dass sie die Fehler minimieren soll um sich selbst für die gute Leistung zu belohnen. Das hat sie super umgesetzt.”

Beim Gegner waren die Besten Dennis Weit, Kevin Kunzendorf und Robin Büttner. Beim TVK aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung einen hervorzuheben, ist schwer. Aber was Joshua Osifo, Kapitän Jan Blank, der junge Niklas Ihmer, Oleh Soloviov oder auch Ievgen Zhuk geleistet haben, war wahnsinnig gut. Aber der Rest des Teams darf keinesfalls vergessen werden. Sie alle haben sich den Sieg mehr als verdient.

Der TVK steht nun mit 18:0 Punkten alleine an der Tabellenspitze, gefolgt von Gensungen und Groß-Bieberau, die beide 16:2 Punkte auf dem Konto haben.

 

TV Kirchzell:

Jörg, Löffelmann; Blank 6, Soloviov, Häufglöckner 4, Schnellbacher 5, Hauptmann, Zhuk 8/4, Heinrich, Wolf 1, Mattern, de Waha, Ihmer 7, Osifo 10.

 

TSG Gross-Bieberau:

Ivankovic, Bartylak, Trautmann; Julian Kunzendorf, Buettner 8/6, Lubar 3, Kevin Kunzendorf 7, Hübscher 3, Berres, Nehrdich 4, Funk 1, Becker, Keller, Weit 7.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

In ein paar Stunden geht es los, denn dann spielt der Handball-Zweitligist TV Großwallstadt in der Sporthalle Am Hallo gegen den Traditionsverein Tusem Essen.

Die Mannschaft um Trainer Michael Roth hat die Nationalmannschaftpause genutzt, um neue Energie zu tanken und hat sich vorgenommen, nach nun vier Niederlagen in der Ferne endlich den ersten Auswärtssieg zu erzielen und auch die bittere Heimniederlage am letzten Spieltag gegen den TSV Bayer Dormagen vergessen zu machen. Besonders erfreulich ist im Team des TVG, dass das heutige Geburtstagskind Finn Wullenweber wieder voll einsatzfähig ist, auch wenn er natürlich noch etwas Trainingsrückstand hat. Wichtig ist diese Personalie vor allem im Hinblick auf die Verletzung von Adrian Kammlodt, der nach seiner OP zwar bereits die Rehaphase angetreten hat, dieses Jahr aber nicht mehr zurück auf dem Parkett erwartet wird.

Doch leicht wird es beim alten Rivalen Essen sicherlich nicht. Das Team um Trainer Michael Hegemann hat einen großen Umbruch erfahren, namhafte Akteure wie Eloy Morante Maldonado, Markus Dangers und Justin Müller haben den Verein verlassen, dafür wurden mit Max Neuhaus, Julius Rose oder Christian Wilhelm vielversprechende Talente verpflichtet, ebenso wie einige Nachwuchs-Spieler aus den eigenen Reihen sehr gelungen integriert wurden.

Das zeigt sich auch in der Tabellenplatzierung. Mit 11:9 Punkten steht Essen auf Platz sieben im Ranking, konnte zuhause gegen den TuS N-Lübbecke überzeugen und triumphierte souverän über Aue, musste sich aber dem Aufstiegsaspiranten Bietigheim denkbar knapp in eigener Halle geschlagen geben. Das war übrigens die erst Heimniederlage seit über einem Jahr. Die Partien gegen Vinnhorst, Dessau-Roßlau und Minden endeten mit einem Remis.

“Tatsächlich können wir uns nicht beklagen und wir starteten besser als erwartet. Ich habe nicht mit so vielen Punkten zu diesem Zeitpunkt gerechnet und das macht mich glücklich”, sagt Tusem-Trainer Michael Hegemann.  Und weiter: “Wir hatten einen Umbruch, mussten einige zentrale Spieler abgeben sowie den Torhüter, doch wir bauen weiter auf unsere Heimstärke, haben bis auf Bietigheim daheim dominiert. So stark wir zuletzt zu Hause waren, auswärts gefiel mir das noch nicht so gut. Aber es wird besser.”

Mit dem TVG erwartet Michael Hegemann “einen starken Gegner, der eine gute Klasse mitbringt. Auswärts hat es bisher noch nicht so geklappt. Aber daheim bringen sie das richtig gut hin.”

Gegen den TV Großwallstadt sieht die Bilanz in der zweiten Liga wie folgt aus: in zehn Aufeinandertreffen gingder TVG sechsmal als Sieger hervor, der Tusem gewann viermal. In der vergangenen Spielzeit gingen allerdings beide Partien an Essen.

 

 

Das Bild von Kuno Schauer hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball-Oberliga Hessen kommt es heute Abend zum absoluten Spitzenspiel zwischen dem TV Kirchzell und der TSG Groß-Bieberau und die Handballinteressierten vom Untermain werden sicherlich auf dieses Ergebnis mit Spannung warten. Die Tuspo Obernburg muss beim TV Petterweil antreten und will unbedingt in der Erfolgsspur bleiben.

 

Spitzenspiel in Miltenberger Sporthalle

Am heutigen Freitag findet um 20 Uhr in der Miltenberger Dreifachsporthalle das absolute Spitzenspiel der Oberliga zwischen dem TV Kirchzell und der TSG Groß-Bieberau statt. Beide Mannschaften haben bisher noch kein Spiel in der laufenden Runde verloren, haben dementsprechend nach acht Spielen 16:0 Punkte auf dem Konto. Die Hausherren haben das bessere Torverhältnis und stehen daher an Platz eins der Tabelle.

Die Mannschaft der Trainer Alex Hauptmann und Andi Kunz marschiert bisher sehr souverän durch die Matches mit teilweise hohen Siegen. Die Gäste taten sich bei ein paar Begegnungen etwas schwer und gewannen in drei von acht Spielen mit jeweils einem Tor. Daher sagt auch Shooter Dennis Weit, der auch schon in Kirchzell gespielt hat: “Wir hatten ein paar holprige Anfangsspiele, haben uns aber von Spiel zu Spiel gesteigert und unser Spielverständnis wird immer besser.” Weiter erzählt er, dass die Stimmung innerhalb des Teams richtig gut ist und “wir freuen uns auf das Spiel heute Abend. Wir haben nichts zu verlieren. Der TVK ist daheim und steht sicher etwas mehr unter Druck als wir. Wir nehmen den Kampf an, haben richtig Bock und freuen uns vor ausverkauftem Haus zu spielen.”

Auch Tom Spieß, Denker und Lenker im Spiel der Kirchzeller, freut sich auf die Partie: “Wir kennen Groß-Bieberau aus der Vergangenheit. Sie haben gute erfahrene Leute im Team, haben mit Philipp Keller, Kevin Kunzendorf, Robin Büttner oder Dennis Weit starke Akteure. Aber wir müssen uns nicht verstecken, spielen zu Hause vor unseren Fans und wir sind gut drauf.”

Dennis Weit im Anflug aufs Tor

Die TSG spielt eine aggressive 6-0-Abwehr und Philipp Keller ist der Abwehrchef, der viel Erfahrung mitbringt. Ansonsten geht der Gegner der Kirchzeller viel Tempo und wird dem TVK sicher nichts schenken, sondern alles abverlangen. TVK-Coach Alex Hauptmann sagt: “Ich hoffe, dass beide Teams fit sind und mit voller Truppe antreten können. Und ich hoffe, dass beide mit offenem Visier spielen. Das macht Spaß.” Er kennt Falken-Trainer Beilstein noch aus der Vergangenheit, als er noch Trainer in Nieder-Roden war. Björn Beilstein meinte im Vorfeld: “Wir wissen, was da auf uns zukommt und freuen uns darauf, vor großer Kulisse das Spitzenspiel der Oberliga bestreiten zu dürfen.”

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften endete im Oktober 2021 in Kirchzell 32:32 Unentschieden und das darauf folgende Rückspiel im Februar 2022 in Groß-Bieberau gewann Kirchzell mit 27:26.

 

Obernburg will erneut auswärts punkten

Die Tuspo Obernburg muss am Sonntag beim TV Petterweil antreten. Dieser steht nach acht Spielen mit 8:8 Punkten auf dem achten Tabellenplatz und musste zuletzt in Kirchzell eine deutliche 26:36-Niederlage hinnehmen. Petterweil verfügt über ein ausgeglichen besetztes Team, ist als heimstark bekannt. Das zeigt auch die bisher einzige Heimniederlage gegen Offenbach-Bürgel.

Die Obernburger können mit breiter Brust zum Gegner fahren, denn sie haben zuletzt ihren Angstgegner Hüttenberg in dessen Halle besiegt. Allerdings gab es in der vergangenen Saison eine 25:29-Niederlage in Petterweil. Doch die Tuspo hat sich sehr gut weiterentwickelt und ist darauf aus, auch aus Petterweil die Punkte mit nach Hause zu nehmen.

 

 

 

Die Bilder haben uns Kirchzell und Groß-Bieberau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.