Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Es gibt wieder etwas Neues in Sachen Medenspiele, sprich “Übergangssaison 2020”.
Wie wir ja alle wissen, darf seit ein paar Tagen wieder Tennis in Bayern gespielt werden und die Medenrunde, die als „Übergangssaison 2020“ gehandhabt wird, soll am 08. Juni beginnen. Viele Vereine sind sich noch immer nicht sicher, ob sie ihre Mannschaften dieses Jahr melden sollen oder nicht, überlassen die Entscheidung überwiegend den Mannschaften selbst. Den Vereinen steht es heuer frei, ihre Teams noch ohne Konsequenzen beim Bayerischen Tennisverband bzw. dem zuständigen Bezirk abzumelden. Wie der Vorstandsvorsitzende des Tennisbezirks Unterfranken, Walter Haun, berichtete, haben sich die Bezirke mit dem BTV darauf verständigt, die Frist für die Abmeldung von Mannschaften noch einmal zu verlängern. Sie war bereits zuvor vom 17. Mai auf den 24. Mai verlängert worden. „Nun können die Vereine noch bis zum 29. Mai zurück ziehen, können auch namentlich ihre Mannschaften noch einmal verändern“, sagte Haun.
Bis dahin hoffen die Verantwortlichen, dass vom Innenministerium weitere Rahmenbedingungen für den Wettspielbetrieb der Übergangssaison 2020 zu erfahren sind und dann noch mehr Klarheit für alle Beteiligten herrscht.
Walter Haun sagte, dass im Bezirk Unterfranken die Übergangssaison 2020 am Wochenende der 24. Kalenderwoche beginnt. Das heißt, dass es am 13./14. Juni losgehen soll. Stand heute, nehmen 25 Prozent der ursprünglich gemeldeten Mannschaften in Unterfranken nicht an der Übergangssaison teil.
In Sachen Doppelspiel ist bisher von der bayerischen Regierung noch keine Entscheidung getroffen worden und ein klassisches Doppelspiel um Punkte ist derzeit noch nicht erlaubt. Es gilt allerdings weiterhin die Regel, dass zu viert auf einem Platz trainiert werden darf. Es dürfen Trainingsformen – mit und ohne Trainer – unter Einhaltung der Abstandsregelungen zwischen den Spielpartnern, mindestens 1,5 Meter, durchgeführt werden.
Für die Vereinsgastronomie gilt folgendes (Stand 20. Mai):
Seit 18. Mai ist in Bayern wieder eine Außengastronomie unter Einschränkungen möglich. Allerdings sind wegen der Corona-Pandemie mehrere Auflagen zu beachten. Grundsätzlich gelten für Gaststätten auf Vereinsanlagen die Bestimmungen der bayerischen Staatsregierung für die Gastronomie.
Für Vereine mit Eigenbewirtung liegt dem BTV noch keine Genehmigung vom Ministerium vor. Einige Landratsämter haben dies auf Nachfrage ausdrücklich verboten. Bis eine offizielle Genehmigung vorliegt, sind die Clubterrassen also weiterhin nicht zu öffnen, außer es liegt eine Gastronomie-Konzession vor. In diesem Fall müssen sich die Gastronomen über die genauen Bedingungen zur Öffnung informieren.
Bleibt gesund, haltet Abstand, passt auf Euch auf!
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Ab 11. Mai erlaubte die bayerische Staatsregierung die Öffnung der Tennisanlagen unter bestimmten strengen Auflagen. Viele Tennisspielerinnen und –spieler haben diese Lockerung während der Corona-Pandemie mit Freude vernommen. Nach langen Wochen des Wartens und Verzichtens dürfen sie endlich wieder ihrem geliebten Sport nachgehen.
Für uns Grund genug, bei einem tennisbegeisterten Ehepaar nachzufragen. Ilona und Wolfgang Wohlfahrt aus Goldbach spielen seit Jahren beim TC Schönbusch Aschaffenburg und standen regelrecht in den Startlöchern.
Diesen Artikel könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main-Echo nachlesen.
Wolfgang Wohlfahrt spielt seit 1985 Tennis. Zuerst beim TV Aschaffenburg. „Als sich dann meine damalige Mannschaft aufgelöst hatte, bin ich zum TCS gewechselt“, erzählt er. Er grinst, wenn er sagt, dass „der TCS ein El Dorado für Senioren“ sei. Jeden Montag treffen sich cirka 30 Senioren von verschiedenen Vereinen aus der Region auf der TCS-Anlage, spielen Einzel oder Doppel und sitzen danach in geselliger Runde beisammen. So war es zumindest noch vor Corona.
Seine Frau Ilona war früher begeisterte Squasherin und hatte durch ihre Selbstständigkeit wenig Zeit für Tennis. „Doch als wir geheiratet haben, bin ich dann ganz zum Tennis gewechselt. Ich liebe diesen Sport und ich mag sehr gerne den Wettkampf. Da wird mein Ehrgeiz geweckt“, lacht sie.
Für beide ist Tennis eine Art Lebensinhalt. „Lebensinhalt in der Form, dass wir unsere Freunde treffen, dass wir mit ihnen unsere Freizeit gestalten können, dass wir gemütlich beisammen sitzen. Die Zeit ohne Tennis war einfach fürchterlich“, beschreibt sie die vielen Wochen ohne den geliebten Sport.
Spazieren gehen, Joggen, Walken, viel Lesen
Ilona hat im Januar das letzte Mal das Racket geschwungen, damals noch in der Halle. Ihr Mann hat bis Mitte März noch in der vereinseigenen Halle gespielt. In der tennisfreien Zeit sind beide viel spazieren gegangen, haben die „Gassi-geh-Runden“ mit ihrem Hund ausgedehnt. Wolfgang war regelmäßig beim Joggen, Ilona beim Walken. „Natürlich habe ich mich bewegt. Aber es war etwas anderes, als der gelben Filzkugel nachzurennen“, sagt er. Beide hatten jeden Tag einen Programmpunkt. „Mal haben wir den Keller aufgeräumt, dann die Garage, wir haben viel gelesen und mein Mann als Hobbymusiker hat jeden Tag auf seiner Gitarre gespielt. Es ist uns nicht langweilig geworden und wir hatten auch kein Problem damit, so lange aufeinanderzusitzen wie vielleicht manch andere Paare“, sagt sie. Aber es fehlte etwas Grundlegendes, Zentrales im Leben.
Für beide ist auch die Tennisvorbereitung ausgefallen. Normalerweise nimmt sich das Ehepaar vor Beginn der Freiluftsaison ein paar Tage für intensives Training. Sie wäre mit ihrem Team im April nach Mallorca gefahren, er mit seinen Kumpels um die Osterzeit nach Südtirol. Doch auch das war heuer nicht möglich.
Umso mehr freuten sich beide unglaublich auf den 11. Mai. Dieser Tag wurde ihnen durch den Regen vermiest. Doch die Tage darauf konnten sie endlich wieder auf die Courts. Mit den Auflagen kommen sie zurecht, wobei beide sagen, dass natürlich Duschen nach dem Sport schon ganz schön wäre. „Du darfst nicht duschen, du bekommst nichts zu essen und du darfst nicht am runden Tisch eng zusammen sitzen. Aber wir halten uns alle an die Auflagen und ich denke, dass es sicher auch hier nochmal Lockerungen geben wird“, meint Ilona.
An den Medenspielen wollen sie beide gerne teilnehmen. Doch es muss erst noch innerhalb der Mannschaften geklärt werden, wie es im Einzelnen ablaufen soll. „Meine Frau spielt in einer anderen Liga als ich. Sie trifft es nicht so schlimm, sie muss nicht so weit fahren. Wenn wir aber mit den Senioren in der Landesliga zum Beispiel von Aschaffenburg nach Hof fahren müssen, nur zu zweit im Auto sitzen dürfen, nur ein Einzel spielen dürfen und ohne zu Duschen und zu Essen wieder nach Hause fahren sollen, dann hat das mit Spaß nicht mehr viel zu tun“, so Wolfgang.
Medenspiele beginnen am 08. Juni
Doch bis zum Medenrunden-Beginn Anfang Juni ist noch ein bisschen Zeit und vielleicht findet sich bis dahin eine Lösung. Und Wolfgang, der genauso leidenschaftlich Musik macht, wie Tennis spielt, sagt: „Wenn es wieder erlaubt ist, dann würde ich gerne mit ein paar Musikerfreunden von mir ein kleines Eröffnungskonzert auf unserer Anlage geben. Eine kleine Party auf unserer TCS-Terrasse. Als Dankeschön, dass wir alles gut überstanden haben.“ Dies wird mit Sicherheit ein voller Erfolg und nicht nur die Senioren des TCS freuen sich jetzt schon auf dieses Event.
Bleibt gesund, haltet Abstand und passt auf Euch auf!
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Jetzt ist es amtlich. Auch die Schönbusch Open, die internationalen bayerischen Meisterschaften der Damen, wurden aufgrund der Corona-Virus-Pandemie abgesagt. Geplant war die 13. Auflage des größten Tennisturniers am bayerischen Untermain, das auf der Anlage des TC Schönbusch Aschaffenburg stattgefunden hätte, vom 13. bis zum 19. Juli. Sign in wäre am 12. Juli gewesen.
Turnierdirektor Holger Dreisbusch sagte: „Nachdem alle Turniere deutschlandweit abgesagt wurden, mussten auch wir in den sauren Apfel beißen. Das ist das erste Mal, dass wir unser Turnier absagen mussten. Die Reisebeschränkungen sind zu gravierend. Es kommen schließlich Spielerinnen aus der ganzen Welt.“
Selbst wenn das Turnier hätte stattfinden können, wäre es ohne Zuschauer über die Bühne gegangen. Das wollte Holger Dreisbusch nicht riskieren. „So ein Turnier ohne Zuschauer zu spielen, geht gar nicht.“
Die ganze Vorbereitung, die bereits seit Monaten in vollem Gange war, „war für die Katz. Wir hatten schon Equipment bestellt, die ersten Artikel waren geschrieben, das Turnierheft stand bereits usw.”, so Holger. Er hat schon mit den Sponsoren gesprochen und hofft, dass sie im nächsten Jahr wieder mit dabei sind. Dann hofft er, dass sich die hoffnungsvollen Nachwuchsspielerinnen wieder am Schönbusch treffen und Tennis auf hohem Niveau zeigen. Dem Verein sind durch die Absage wohl finanzielle Einbußen durch u. a. Bewirtungseinnahmen im mittleren vierstelligen Bereich entstanden.
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Seit Montag, 11. Mai, darf in Bayern wieder Tennis gespielt werden. Doch es gibt strenge Auflagen.
Folgenden Leitfaden hat der Bayerische Tennisverband herausgegeben:
Was müssen die Verantwortlichen für Tennisanlagen beachten?
Das Training muss kontaktlos erfolgen, das heißt, es darf keine Demonstration am Schüler stattfinden und die Spieler müssen den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Es liegt in der Einschätzung des Trainers, Kindergruppen gegebenenfalls auf eine geringere Anzahl zu reduzieren und entsprechende Trainingsformen zu wählen, um dies zu ermöglichen.
Umkleiden und Duschen sind geschlossen zu halten – Toiletten dürfen und sollen geöffnet werden. Auch bei Toiletten sind die Abstandsregeln einzuhalten und durch einen entsprechenden Aushang darauf hinzuweisen.
Es ist immer für ausreichende Menge an Einmal-Handtüchern und Seife im Spender zu sorgen. Wo das Händewaschen mit Seife nicht möglich ist, sind Spender mit Desinfektionsmitteln bereitzuhalten. Ein Desinfektionsmittelspender im Eingangsbereich oder an anderer geeigneter Stelle wird empfohlen.
Die Nutzung von Tennishallen ist untersagt. Gleiches gilt für andere Vereinsräume. Diese dürfen nur dazu genutzt werden, um zum Beispiel Sportgeräte (Ballkörbe etc.) zu holen und zurückzubringen, Buchungssysteme zu bedienen oder für andere zum Spielbetrieb zwingend notwendige, kurzzeitige Tätigkeiten. Diese Nutzungsbeschränkungen müssen Personal, Mitgliedern und Gästen in geeigneter Weise mitgeteilt werden.
Die Clubterrassen dürfen in der Woche vom 11. bis 17. Mai nicht zum Aufenthalt genutzt werden. Ab dem 18. Mai darf die Gastronomie in Freibereichen wieder öffnen. Das gilt dann entsprechend auch für Clubterrassen. Diese und weitere Öffnungen erfolgen streng nach den behördlichen Vorgaben (Mindestabstand, Maskenpflicht für Personal etc.).
Auf den Plätzen ist dafür zu sorgen, dass die Bänke mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern aufgestellt werden. Vier Stühle eignen sich gegebenenfalls besser als zwei Bänke.
Wo möglich, sollte sichergestellt werden, dass wenige Gegenstände von mehreren Personen genutzt werden. Jeder Trainer sollte zum Beispiel seinen eigenen Ballkorb/-wagen verwenden, Sammelrohre für Bälle sollen nicht benutzt werden. Wo dies nicht möglich ist, sollten die Materialien beim Nutzungswechsel desinfiziert oder gründlich gereinigt werden.
Mülleimer auf der Anlage sind täglich zu leeren.
Was müssen Spieler und Erziehungsberechtigte beachten?
Hygienevorschriften sind zu beachten – auch auf der Tennisanlage (Mindestabstand 1,5 Meter, Niesen/Husten in Armbeuge, regelmäßiges Händewaschen etc.).
Bei Krankheitssymptomen wie Erkältungssymptome (Husten, Schnupfen, Halsweh), erhöhte Körpertemperatur/Fieber, Durchfall, Geruchs-oder Geschmacksverlust darf die Anlage nicht betreten werden. Oder bei Kontakt innerhalb der letzten 14 Tage, bei denen ein Verdacht auf eine SARS Covid-19-Erkrankung vorliegt oder bestätigt wurde.
Die Anlage ist in der Woche vom 11.05. bis 17.05. nur zum Spielen zu betreten und nicht zum Aufenthalt. Ab dem 18.05. darf die Clubterrasse wieder gastronomisch genutzt werden, und ein Aufenthalt dort ist erlaubt. Umkleiden und Duschen sind geschlossen, Toiletten geöffnet. Weitere Öffnungen erfolgen nach behördlichen Vorgaben.
Tennishallen sowie alle anderen Räume der Clubanlage sind geschlossen und dürfen nicht betreten werden – außer z.B. zum Besuch der Toiletten, zur Platzbuchung, zum Holen von Spielgeräten etc.
Es dürfen bis zu fünf Personen einen Tennisplatz gleichzeitig nutzen. Das Training muss kontaktlos erfolgen und die Spieler müssen den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.
Beim Weg auf den Platz und vom Platz und beim Seitenwechsel ist sicherzustellen, dass der Mindestabstand eingehalten wird. Es muss zum Beispiel außerhalb des Platzes gewartet werden, bis die anderen Spieler diesen verlassen haben. Beim Seitenwechsel ist auf verschiedenen Seiten ums Netz zu gehen.
Bei plötzlich einsetzendem Regen ist jeder selbst dafür verantwortlich, die Abstandsregeln einzuhalten. Ansammlungen zum Beispiel unter Vordächern sind nicht erlaubt. Es ist eine Maske mitzuführen, falls Abstände kurzzeitig nicht einzuhalten sein sollten.
Körperkontakt hat zu unterbleiben. kein Handshake, kein Abklatschen, kein ins-Ohr-flüsterntaktischer Überlegungen beim Doppel etc.
Die hier genannten Regeln gelten auch für Eltern oder Begleitpersonen von Kindern.
Eine Infektion auf dem Tennisplatz ist extrem unwahrscheinlich. Trotzdem ist es wichtig, dass im Fall einer Infektion die Infektionskette zurückverfolgt werden kann. Es ist sicherzustellen, dass bei Bedarf den Behörden Auskunft gegeben werden kann, mit wem in den letzten 14 Tagen gespielt wurde.
Desweiteren hat der BTV noch einmal die Bedingungen für die Übergangssaison 2020 veröffentlicht:
Mit der Ausgestaltung der behördlichen Öffnung der Tennisplätze in dieser Woche sind die Chancen auf einen Wettspielbetrieb 2020 unter ordentlichen Bedingungen enorm gestiegen. Doppel wird mit hoher Wahrscheinlichkeit gespielt werden können, auch die Bewirtung wird durch die sukzessive Öffnung der Gastronomie in den nächsten Wochen möglich sein. Weiter wird davon ausgegangen, dass die Nutzung der Sanitärbereiche, wenn auch mit Einschränkungen, gewährleistet werden kann, und auch die An- und Abfahrt mit mehr als zwei Personen im Auto ist zu erwarten. Gegebenenfalls trägt der Beifahrer einen Mundschutz.
Wie bereits mitgeteilt, werden das Recht auf den Regelaufstieg und der Regelabstieg ausgesetzt. Der BTV wird aber seine Möglichkeiten ausschöpfen, um Gruppenersten den Aufstieg zu gewähren, z.B. aufgrund freier Plätze in den darüber liegenden Ligen.
Die Vereine können Mannschaften (Bayernliga und tiefer) im Zeitraum vom 11. bis 17.05. über das BTV-Portal zurückziehen. Wenn Vereine in Altersklassen mehr als eine Mannschaft besitzen und zum Beispiel die erste Mannschaft (6er-Mannschaft) zurückgezogen werden soll, sind die Spieler auf den Positionen eins bis sechs der namentlichen Mannschaftsmeldung nicht für den Einsatz in der zweiten Mannschaft spielberechtigt.
Für Mannschaften (Bayernliga und tiefer), die bis zum 17.05. zurückgezogen werden, erhebt der BTV 50 Prozent der Mannschaftsnenngebühren. Für Mannschaften, die nach dem 17.05. zurückgezogen werden, erhebt der BTV die vollständige Höhe der jeweiligen Mannschaftsnenngebühr. Es fallen jedoch keine Bußgelder für einen corona-bedingten Rückzug von Mannschaften nach dem 17.5. an.
Der BTV hat sich auf vielfachen Wunsch der Vereine entgegen seinen bisherigen Aussagen dazu entschlossen, die namentliche Mannschaftsmeldung für die „Übergangssaison 2020“ nochmals zu öffnen. Er kann somit auf das eventuell veränderte Mannschaftsgefüge entsprechend reagieren. Die Vereine bekommen daher im Zeitraum vom 11. bis 24.05.2020 die Möglichkeit, die namentliche Mannschaftsmeldung für Spielklassen der Bayernliga und tiefer zu bearbeiten, inclusive der Bildung bzw. Veränderung einer Spielgemeinschaft. Die Neuausstellung einer Lizenz und der Lizenzwechsel ist allerdings nicht möglich. Die bestehenden Regeln zum Spielen in mehreren Altersklassen bzw. Vereinen gelten weiter unverändert. Der Termin für den Status „endgültig“ einer namentlichen Mannschaftsmeldung wird vom 16.04. auf den 01.06.2020 verschoben.
Die Leistungsklassenwertung kommt zum Tragen. Allerdings werden in den verantwortlichen Gremien des Deutschen Tennis Bundes je nach Verlauf der Saison für ganz Deutschland Anpassungen diskutiert.
Habt trotzdem Spaß auf dem Court, bleibt gesund, haltet Abstand und passt auf Euch auf!
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Noch immer hat uns das Corona-Virus fest im Griff. Nicht nur unser Alltagsleben, auch der Sport wurde lahmgelegt. Die Tennisspieler freuten sich auf die beginnende Freiluftsaison. Doch darauf müssen sie wohl noch für unbestimmte Zeit warten. Allerdings – ich wiederhole mich hier sehr gerne – es gibt grad Wichtigeres als den Sport!
Wir haben trotzdem bei einigen Trainern, die in verschiedenen Vereinen in Aschaffenburg mit ihren Tennisschulen tätig sind, nachgefragt, wie sie sich mit der derzeitigen Situation arrangiert haben oder wie sie trotz Ausgangsbeschränkung Kontakt zu ihren Schülern halten.
Die Fragen haben wir Christof Büttner (TV Aschaffenburg), Christoph Meyer (SC WB Aschaffenburg) und Michael Ojstersek (SSCK Poseidon Aschaffenburg) gestellt.
Herr Büttner, was machen Sie in/mit Ihrer vielen freien Zeit im Moment und wie halten Sie sich persönlich fit?

Christof Büttner
“So viel freie Zeit bleibt gar nicht. Ich habe mich bisher Dingen gewidmet, wie Steuer, Büroarbeiten usw., die im Normalfall zu kurz kommen oder so nebenbei mitlaufen. Und ein bisschen Langeweile tut auch mal gut. Mit Langeweile verbinden wir meistens etwas Negatives. Doch in dieser schnelllebigen Welt ist etwas Langeweile gar nicht schlecht. Ich habe zu Hause einen Raum mit diversen Fitnessgeräten, mache täglich Stabilisations- und Kraft-Übungen und das Wetter lädt im Moment zum Biken regelrecht ein. So halte ich mich fit.”
Gibt es einen Coronafall/Quarantäne im Verein?
“Nein, bei uns ist alles gut.”
Wie halten Sie Kontakt mit Ihren Schülern, mit den Mitgliedern?
“Wir telefonieren viel, schreiben über Whats App. Die üblichen Kanäle.”
Bieten Sie derzeit Unterricht in z. B. Online-Kursen usw. an oder wie halten sich Ihre Schüler fit?
“Meine Schüler schicken mir Videos, wie sie sich fithalten – ob im Garten oder im Haus. Das finde ich schön und wenn was ganz Kreatives dabei ist, dann schicke ich es in die Runde zum Nachmachen. Es ist nicht so, dass wir uns alle im Zoom treffen. Davon halte ich nicht so viel. Es soll alles freiwillig sein und jeder weiß ja, wie wichtig Kondition ist. Meine Schüler achten da schon gut drauf. Im Übrigen mache ich schon seit Jahren Videos mit unseren Konditions-Einheiten (www.tennisschule-buettner.de). Die schicke ich schon auch mal in die Runde. Tennis spielen lerne ich nur durchs Tennis spielen und nicht online.”
Denken Sie, dass die Medenspiele im Juni stattfinden werden?
“Der normale Start der Medenspiele wäre ja Anfang Mai. Bis dahin hoffe ich, dass die ersten aussagekräftigen Zahlen da sind und wir dann wissen, was mit der Ausgangsbeschränkung ist und wann wir wieder mit Tennis anfangen können. Vielleicht kann man Spiele in die Pfingstferien oder danach legen. Ich denke, dass wir die Hoffnung noch nicht aufgeben sollten, dass die Medenspiele generell stattfinden. Vielleicht sogar im Juni.”
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Christoph, was machst Du mit/in Deiner vielen freien Zeit im Moment und wie hältst Du Dich persönlich fit?
“Die freie Zeit nutze ich, um viel davon mit meiner Familie zu verbringen. Außerdem kann ich mich jetzt noch intensiver mit der theoretischen Fortbildung beschäftigen, also Bücher lesen und E-Learning-Kurse aus dem Tennisbereich studieren. Die Zeiten nach der Corona-Krise werden jetzt auch schon in Ruhe geplant, also Trainingspläne erstellt, Turniere geplant etc.”

Christoph Meyer
Gibt es einen Coronafall/Quarantäne im Verein?
“Bislang habe ich noch von keinem betroffenen Mitglied gehört, aber wir haben über 500 Mitglieder und ich habe natürlich nicht zu allen persönlichen Kontakt.”
Wie hältst Du Kontakt mit Deinen Schülern, mit den Mitgliedern?
“Kontakt zu meinen Schülern und den Mitgliedern halte ich über meinen E-Mailverteiler, meine Website, meine Instagram- und Facebook-Kanäle und WhatsApp-Gruppen. Die Verbindung ist also ständig da.”
Bietest Du derzeit Unterricht in z. B. Online-Kursen usw. an oder wie halten sich Deine Schüler fit?
“Ich poste auf Instagram und Facebook kleine kostenlose Trainingsvideos, die meine Schüler zuhause nachmachen können. Onlinecoaching mit Live-Videochat habe ich auch schon mit vielen Schülern gemacht, wobei wir vor allem Themen aus dem taktischen Bereich bearbeitet haben, die im normalen Training in der Praxis vielleicht manchmal zu kurz kommen. Außerdem habe ich auf meiner Website www.meyertennis.de Onlinekurse zum kaufen angeboten. Das wird alles sehr gut angenommen und wird mit Sicherheit auch nach der Corona-Zeit beibehalten, denn es ist eine tolle Ergänzung zum normalen Training. Die Schüler können sich so in Ruhe mit theoretischen Bereichen beschäftigen.
Auf Instagram und Facebook poste ich übrigens seit Anfang der Krise täglich ein Tennisbuch des Tages, um meine Spieler zu inspirieren.”
Denkst Du, dass die Medenspiele im Juni stattfinden werden?
“Das ist natürlich alles Spekulation, aber ich bin immer optimistisch.”
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Michael, was machst Du mit/in Deiner vielen freien Zeit im Moment und wie hältst Du Dich persönlich fit?
“Ich habe meinen Garten, durch die Sanierung des Hauses im letzten Jahr total vernachlässigt. Ich arbeite jetzt täglich im Garten – mit großem Erfolg und riesigem Muskelkater durch die ungewohnten Bewegungen. Daneben halte ich mich mit joggen und Fahrrad fahren fit.”

Michael Ojstersek
Gibt es einen Coronafall/Quarantäne im Verein?
“Ich bin nicht auf dem neuesten Stand, denke aber nicht in der Tennisabteilung von SSKC.”
Wie hältst Du Kontakt mit Deinen Schülern, mit den Mitgliedern?
“Per Information und Statusmeldungen, per Mail an die Schüler der Tennisschule (www.tennisschule-ojstersek.de).”
Bietest Du derzeit Unterricht in z. B. Online-Kursen usw. an oder wie halten sich Deine Schüler fit?
“Einer meiner Trainer bietet alternativ Online, Face to Face Fitnessunterricht an.”
Denkst Du, dass die Medenspiele im Juni stattfinden werden?
“Ich bin mir aufgrund der augenblicklichen Situation nicht sicher, ob dieser Termin gehalten werden kann.”
Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main-Echo geschrieben und er ist auch dort zu lesen. Viel Spaß dabei.
Die Bilder haben mir die Trainer zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür. Ich hoffe und wünsche Euch, dass Ihr bald wieder mit Euren Tennisschulen aktiv sein könnt.
Bis dahin, bitte bleibt alle zu Hause, haltet Abstand, übt Euch in Geduld – und bleibt gesund!!!
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Mitten in diese eh schon schweren Zeiten der Corona-Virus-Krise erreichte mich die traurige und schreckliche Nachricht vom Ableben von Harry Schaeffer. Der langjährige ITF-Schiedsrichter ist am 24. Februar im Alter von 65 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die Welt einen liebenswerten Menschen, der immer gut gelaunt war, der in allen Situationen eine Gelassenheit ausstrahlte, um die ihn viele beneideten.
Mich persönlich hat der Tod von Harry sehr getroffen. Ich kenne ihn seit vielen Jahren, in denen er nach Aschaffenburg kam, um dort als Schiedsrichter bei den Schönbusch Open, den internationalen bayerischen Tennismeisterschaften der Damen zu fungieren. Aber auch im Raum München, seiner Heimat, sind wir uns öfters auf Tennisturnieren über den Weg gelaufen. Und immer war es ein fröhliches, ungezwungenes “Hallo”.
Immer ein Scherz auf den Lippen
Immer war er zu Scherzen aufgelegt, immer hatte er eine Geschichte für mich parat, über die ich mich “kugeln” konnte. Für mich war es ein Highlight, ihm zuzuhören, denn keiner konnte so gut Geschichten erzählen wie er. Kein Wunder. Er kam viel rum, erlebte wirklich sehr viel. Aber er war auch an meinem Leben interessiert, fragte immer wieder nach und hatte stets ein paar gute Worte parat. Stets neckte er mich damit, dass ich noch immer im schönen Aschaffenburg wohne, wo ich doch am Starnberger See bzw. in der Münchner Gegend viel besser aufgehoben wäre…
Markenzeichen “Käppi”
Unvergesslich sein Lächeln, das er immer im Gesicht hatte. Und seine Käppis, die ihn auszeichneten und ohne die nichts ging… Ein weiteres Markenzeichen war auch seine (Sonnen)Brille, die meistens im Ausschnitt seines Pullis oder Shirts baumelte.
So, wie er erzählte, gab es viele Sportarten, die ihn interessierten, aber Tennis war seine große Leidenschaft. Irgendwann wechselte er vom aktiven Tennis zum Linienrichter, Stuhlschiedsrichter, war weltweit auf zahlreichen großen ATP- oder WTA-Turnieren unterwegs, schiedste Davis-Cup-Begegnungen, war in Deutschland bei Bundesliga- und Regionalliga-Matches unterwegs und/oder internationalen Jugend-Turnieren. Die Aufzählung reicht wahrscheinlich gar nicht… Ich denke, dass Harry zu den Dienstältesten seiner Sparte gehörte. Egal, wie oft und viel er gelobt wurde, wie beliebt er auch war – stets blieb der Münchner bescheiden. Das machte ihn aus.

Ich werde ihn sehr vermissen und wenn dieses Jahr die Schönbusch-Open ausgetragen werden sollten (keiner weiß, wie lange die Pandemie anhält), dann wird die Lücke groß sein, die er dort hinterlässt, wird seine natürliche, liebenswerte Art fehlen.
Mach’s gut, Harry.”
Die Bilder von Harry hat mir Nikolas Verhoefen zur Verfügung gestellt. Er hat ihn bei den “Schönbusch Open” auf der Anlage des TC Schönbusch Aschaffenburg ganz oft fotografiert. Vielen lieben Dank, lieber Niko, für die tollen Erinnerungen an einen bemerkenswerten Menschen.
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Ich kann mich nur immer wieder wiederholen: Das Corona-Virus hat uns fest im Griff. Nicht nur im Sport, auch unser Alltags-Leben ist nicht mehr so, wie es noch vor kurzer Zeit war. Und noch einmal: derzeit gibt es Wichtigeres als Sport.
Trotzdem möchte ich Euch auf dem Laufenden halten. Diesmal geht es um Tennis. Unser Bezirksvorsitzender Walter Haun hat mir ein schönes und vor allem lesenswertes Interview gegeben, das Ihr nachfolgend lesen könnt. Er ist dem Tennis seit 1979 als Spieler und in diversen Ehrenämtern verbunden. Jahrelang war er Sportwart beim TC Viktoria Schönbusch Aschaffenburg und in dieser Eigenschaft hat er die Fusion mit dem TC Bayern Aschaffenburg zum heutigen TC Schönbusch Aschaffenburg in die Wege geleitet und mitbegleitet. Beim TC Schönbusch Aschaffenburg war er einige Jahre lang Manager und Coach der Herren 30 in der 1. Bundesliga. Von 1997 bis 1998 war er Seniorensportwart im Bezirk Unterfranken, von 1998 bis 2012 Bezirkssportwart Unterfranken. 2003 bis 2012 wurde er stellvertretender Bezirksvorsitzender des Bezirks und ab 2012 bis heute fungiert er als Bezirksvorsitzender.
Zuvor ein paar Infos vom Bayerischen Tennisverband:
Das Präsidium des Bayerischen Tennisverband (BTV) hat auf die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise reagiert. Wie alle anderen Lebens- und Arbeitsbereiche ist auch die bayerische Tennis-Landschaft massiv von den Auswirkungen der Krise beeinträchtigt.
Hier nun das Interview, das Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main-Echo lesen könnt:
Die Corona-Virus-Krise hat nicht nur unser gesamtes Land, sondern weltweit das Alltags-Leben lahmgelegt. Auch der Tennissport ist massiv davon betroffen. Grund genug, mit dem Vorsitzenden des Bezirks Unterfranken, Walter Haun, ein Gespräch zu führen.
Walter, das Corona Virus hat nicht nur in Bayern den gesamten Sport, inclusive Tennis, lahm gelegt, sondern weltweit. Das Virus hat uns alle fest im Griff. Wie beurteilst Du die Lage und die Bedrohung durch das Virus in Deutschland allgemein?
Die Zahlen sprechen für sich. Täglich werden es mehr Menschen, die sich mit dem Virus infizieren. Wir können froh sein, dass es uns nicht so geht wie in Italien. Dort ist natürlich das Familienleben auch anders und ausgeprägter als bei uns und eventuell ist daher die Infektionsgefahr auch größer.
Unsere Politik versucht derzeit mit allen Mitteln, das Virus einzudämmen. Daher muss auch der Sport in allen Bereichen mitziehen und auf allen Ebenen zurückstecken. Die Eishockey-Verantwortlichen haben es richtig gemacht. Sie haben alles abgesagt und es gibt heuer eben keinen deutschen Meister. Beim Fußball wird über Geisterspiele nachgedacht. Das finde ich nicht gut, denn die Spieler kommen doch untereinander wieder in Berührung. Und gerade das soll nicht sein.
Im Tennis haben wir zunächst einmal alles ausgesetzt, denn die Lage ist ernst und die Bedrohung ist da. Ich kann daher auch die Leute nicht verstehen, die trotzdem weiter Partys feiern und sich privat treffen. Das geht in der derzeitigen Lage nicht. Vielen scheint das noch immer nicht bewusst geworden zu sein. Wir sollten wirklich Menschenansammlungen vermeiden und uns an die Vorgaben der Regierung halten.
Hättest Du Dir derartige Auswirkungen auf unser komplettes Leben vorstellen können?
Ganz klares Nein. Ich hätte mir das nicht vorstellen können. Es gibt vielleicht noch ein paar ältere Mitmenschen, die den 2. Weltkrieg noch mitbekommen haben und ähnliches erlebt haben. Aber wir sind doch eine Generation, die ins „Volle“ reingewachsen ist – in allen Belangen. Ich denke, dass unser Alltagsleben sicher zu einer Gratwanderung wird, wenn die Pandemie noch länger anhält. Das geht vielen Menschen sicher irgendwann auch auf die Psyche. Viele Familien oder Beziehungen werden bestimmt auf eine harte Probe gestellt. Für die Kinder ist es total schwierig. Sie dürfen sich nicht mit anderen treffen, dürfen nicht zum Sport usw. Wir sind mitten in einer schwierigen Zeit.
Hast Du bisher schon einmal so eine Situation im Sport erlebt?
Nein, auch im Sport kann ich mich an so eine Situation nicht erinnern. Aber ich kann mich auch nicht an so eine Solidarität, wie sie derzeit bei uns in den Tennisbezirken herrscht, erinnern. Es herrscht eine totale Geschlossenheit, jeder stellt seine eigenen Interessen hintenan. Es geht nur um die Gesundheit von uns allen.
Der BTV hat bis auf weiteres alle Spiele, Veranstaltungen, Lehrgänge etc abgesagt. Das betrifft natürlich auch unseren Bezirk und Sie haben den Bezirkstag für Unterfranken Ende März abgesagt. Die Gesundheit der Menschen hat oberste Priorität. Wie hältst Du die Vereine auf dem Laufenden?
Zuerst haben wir vom gesamten BTV aus im Moment sehr viele Telefonkonferenzen, die zentral von München aus gesteuert werden. Sobald es Neuigkeiten gibt, wird dies sofort auf den Webseiten vom BTV, von allen Bezirken und an die Presse weiter gegeben. So sind unsere Mitglieder immer auf dem Laufenden. Auch die Punkte, die wir auf unserem Bezirkstag besprechen wollten, wurden per Mail an alle Vereinsvertreter verschickt.
Die Winter-Medenrunde wurde zunächst ausgesetzt und ist mittlerweile komplett abgesagt. Für die Sommerrunde gab es jüngst einen „Plan B“. Wie lautet dieser?
Die Sommerrunde wird – Stand jetzt – am 08. Juni beginnen und die ersten drei Spielwochenenden vom Mai, in der sie eigentlich beginnen sollte, werden angehängt. Damit zieht sich die Medenrunde bis in die Sommerferien hinein. Wobei die Vereine aber nach hinten verlegen können, aber bis Ende September muss fertig gespielt sein. So ist im Moment der Plan. Ob wir ihn so ausführen können, wird sich zeigen. Wir müssen abwarten, was die nächsten Wochen bringen.
Gab es schon Reaktionen oder Anfragen von den Vereinen in unserem Bezirk bezüglich des Corona Virus? Immerhin können die Freiluftplätze im Moment nicht fertiggestellt werden, Clubhäuser mit Bewirtung sind geschlossen und so weiter?
Es gibt ganz viele Anfragen bei unserem Bezirkssportwart oder bei mir, insbesondere von kleinen Vereinen. Unsere Turnierlandschaft ist bis einschließlich 03. Mai gesperrt. Viele kleine Vereine wollen wissen, wie sie mit den Instandsetzungsmaßnahmen ihrer Plätze verfahren sollen. Selbst dürfen sie ihre Plätze nicht instand setzen. Wenn sie aber eine Firma beauftragt haben, dann kann die Instandsetzung planmäßig verlaufen. Aber nachdem die Sommerrunde auf Juni verschoben wurde, haben die Vereine etwas Zeit gewonnen. Clubhäuser mit Bewirtung sind derzeit geschlossen. Das zieht natürlich auch Einbußen für die Vereine nach sich.
Hast Du Angst vor den wirtschaftlichen Folgen, die diese Situation mit sich bringt?
Insgesamt gesehen ja. Ich denke, die wirtschaftlichen, finanziellen Folgen sind derzeit noch gar nicht abzusehen. Es werden eventuell viele kleine Unternehmen auf der Strecke bleiben usw. Wir sollten – wenn die Geschäfte wieder offen haben – diese unterstützen und nicht so viel Online-Käufe tätigen. Nur wenn wir alle zusammen halten, lassen sich die wirtschaftlichen Folgen vielleicht klein halten.
Walter, zum Schluss: was gibst Du unseren Lesern in diesen schweren Zeiten mit auf den Weg?
Ich kann nur sagen: bitte haltet Abstand voneinander, haltet durch und vor allem bewahrt die Ruhe. Wir können alle nur auf den dritten Satz hoffen – um beim Tennis zu bleiben – und diesen positiv für uns entscheiden. Ich wünsche uns allen, dass wir bald wieder unser Alltags-Leben uneingeschränkt aufnehmen können und auch wieder zu unserem Sport zurück finden. Bleibt alle gesund!
Vielen Dank, Walter, für das Interview. Und ja, im Moment ist das Wichtigste: unser aller Gesundheit! Bleibt zu Hause, haltet Euch an die Ausgangsbeschränkungen und bewahrt die Ruhe.
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Der Corona-Virus legt auch den Tennissport in Bayern lahm.
Der für den 28. März angesetzte Bezirkstag des Tennisbezirkes Unterfranken in Erbshausen wurde abgesagt. Wie der Bezirksvorsitzende Walter Haun mitteilte, hat er sich aufgrund der aktuellen Corona-Krise entschieden, diese Veranstaltung abzusagen.
„Wir bedauern diese Absage sehr, können den Bezirkstag aber angesichts der Gesundheitslage in Deutschland nicht verantworten“, so Haun.
Die Vereine im Bezirk Unterfranken erhalten zeitnah ein Informationspaket zu den wichtigsten Themen, die auf dem Bezirkstag erläutert werden sollten. 
Auch der BTV setzt aus
Und der Bayerische Tennisverband (BTV) hat heute folgendes bekannt gegeben:
Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten, haben das Präsidium und die Bezirksvorsitzenden des Bayerische Tennis-Verbandes für Maßnahmen, Veranstaltungen, Einrichtungen und Gebäude des BTV die Schutzvorkehrungen gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) angepasst.
Es gelten nun folgende Bestimmungen:
1. Absage der folgenden Veranstaltungen und Sitzungen im BTV und den Bezirken bis zum 19.04.2020 (Ende der Osterferien).
* Offizielle Turnierveranstaltungen des BTV
* Aus- und Fortbildungsveranstaltungen für Schiedsrichter und Trainer
* Nicht notwendige Präsenzsitzungen von Gremien des BTV und der Bezirke. Dort wo möglich, können Veranstaltungen auf Basis von Telefon- oder Videokonferenzen bzw. Web-Seminaren durchgeführt werden.
2. Aussetzung der Winterrunde
Die Begegnungen des Mannschaftswettspielbetriebs in der laufenden Winterrunde werden bis zum 19. April 2020 ausgesetzt. Über eine etwaige Wiederaufnahme der noch ausstehenden Partien nach diesem Zeitpunkt erfolgt rechtzeitig eine gesonderte Information.
3. Absage der nachfolgenden Maßnahmen im Ressort Talentförderung und Leistungssport bis auf weiteres:
Tages-Lehrgänge und Trainingslager
4. Trainingsmaßnahmen (Fördertraining) und Trainingsbetrieb am DTB-Bundesstützpunkt/BTV-Landesstützpunkt Oberhaching
Hierzu erfolgen gesonderte Informationen an die betreffenden Teilnehmer und Erziehungsberechtigten.
5. Empfehlungen an Turnierveranstalter und Vereine bis zum 19.04.2020:
Absage von Ranglisten- und LK-Turnieren
6. Sommer-Mannschafts-Wettspielbetrieb
Bezüglich des Sommer-Mannschafts-Wettspielbetriebs erfolgt aktuell keine Absage. Etwaige Entscheidungen werden nach Abwägung der weiteren Entwicklungen bis Mitte April getroffen.
Stündlich gibt es mehr traurige Nachrichten, mehr Absagen und und und… Aber die Gesundheit von uns allen steht an erster Stelle. Behaltet bitte die Ruhe und passt gut auf Euch auf!!!



