Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Handball-Drittligist TV Gelnhausen liefert im letzten Saison-Heimspiel eine Gala-Vorstellung ab und gewinnt in der Pokalrunde der 3. Liga gegen den Longericher SC Köln mit 38:25 (18:15). Dabei spielten sich die Barbarossastädter insbesondere in der zweiten Hälfte in einen wahren Rausch und zeigten Handball vom Allerfeinsten. Damit haben sich die Rotweißen bereits einen Spieltag vor Rundenschluss für die 1. DHB-Pokalrunde qualifiziert. Es ist die Kirsche auf der Sahnetorte einer außergewöhnlichen Saison, die mit der Zielvorgabe Klassenerhalt begann und die die jungen Gelnhäuser Himmelstürmer schlussendlich in nicht geahnte Höhen führte.

Die letzten zehn Minuten der Partie hielt es die 800 Zuschauer in der Rudi-Lechleidner-Halle nicht mehr auf ihren Sitzen. Paul Hüttmann hatte gerade den zweiten Kempa-Trick innerhalb weniger Minuten in die Maschen der Gäste versenkt, als die Hölle Süd ihrem Namen alle Ehre machte und man fürchten musste, dass das Hallendach jeden Moment davonfliegen würde. Zu diesem Zeitpunkt führte der TVG bereits mit zwölf Toren und die Fans feierten ihr Team mit Standing Ovations.

„Wir haben gegen eine absolute Top-Mannschaft gespielt und ihr letztlich keine Chance gelassen. Wir sind wahnsinnig stolz auf unsere Jungs und freuen uns sehr, dass wir eine außergewöhnliche Saison vor unseren tollen Fans auf diese Art und Weise abschließen konnten. Danke an die Zuschauer, die die Leistung der Mannschaft überragend honoriert haben“, sagte Cheftrainer Matthias Geiger nach der Partie voller Stolz auf seine Jungs.

Vorausgegangen war allerdings eine erste Hälfte, in der die Gäste zeigten, dass sie völlig zurecht Platz drei in der West-Staffel der 3. Liga belegt hatten. Bei einem Sieg hätten sie wiederum gute Karten im Kampf um Platz eins im Dreiervergleich mit Gelnhausen und Wilhelmshaven gehabt. Entsprechend motiviert gingen sie zu Werke. Zwar legte der TVG mit Treffern von Jonathan Malolepszy und Hüttmann eine 2:0-Führung vor, doch die Kölner hielten voll dagegen.

Als Benjamin Richter nach 17 Minuten zum 8:8 traf, deutete alles daraufhin, dass es erneut ein dramatisches Spiel werden würde. Doch angeführt vom überragenden Malolepszy, dem an diesem Abend alles gelang und der mit zwölf Treffern erfolgreichster Schütze war, konnte sich der TVG bis zur Pause immerhin auf 18:15 absetzen. Nicht zuletzt auch dank zahlreicher Paraden von Keeper Julian Lahme.

Ihm stand Alex Bechert im zweiten Durchgang in nichts nach. Der 22-Jährige lief zur Höchstform auf und mit ihm die gesamte Gelnhäuser Mannschaft, in der nun ein Rädchen ins andere griff. Beim Stande vom 25:19 nahmen die Gäste eine Auszeit. „Hier haben wir uns fest vorgenommen jetzt frühzeitig den Sack zuzumachen. Das ist uns während der Saison oftmals nicht gelungen, aber heute sind die Jungs wie entfesselt durchmarschiert“, sagte Geiger.

In der Tat. Der Longericher SC sah in den verbleibenden Minuten kein Land mehr. Nach 48 Minuten führte Gelnhausen mit 30:20 und die Vorentscheidung war gefallen. „Die Jungs waren in der Trainingswoche voll fokussiert und haben darauf hingearbeitet, heute so eine Leistung zu zeigen. Der Erfolg gegen Wilhelmshaven in der Vorwoche hat sie sicherlich weiter beflügelt“, sagte Geiger.

Am Ende stand es 38:25 und so mancher Zuschauer traute seinen Augen nicht. Keiner hätte einen solchen Sieg für möglich gehalten. Doch letztlich war es ein Spiegelbild der gesamten Saison. Immer wieder konnte dieses Team, das zu den jüngsten aller Drittligisten zählt, nochmal einen draufsetzen.

Nils Bergau und Paul Hüttmann verabschiedet

Nils Bergau und Paul Hüttmann wurden vor der Partie von Geschäftsführerin Corinna Müller und Manager Philip Deinet offiziell verabschiedet. In ihrem letzten Heimspiel in der Hölle Süd zeigten sich beide noch einmal von ihrer allerbesten Seite. Hüttmann traf sieben Mal und avancierte nach Malolepszy zum erfolgreichsten Torschützen beim TVG. Bergau setzte mit dem verwandelten Siebenmeter den fulminanten Schlusspunkt zum 38:25 hinter seine Karriere in der Hölle Süd. Gemeinsam mit ihren Teamkollegen wurden sie anschließend von den Fans frenetisch gefeiert. Es war einer diese Abende in der Rudi-Lechleidner-Halle, von dem man sich wünschte, er würde niemals zu Ende gehen.

Für den TV Gelnhausen ist die Runde aber noch nicht ganz zu Ende. Am 20. Mai muss das Geiger-Team zum letzten Saisonspiel beim Wilhelmshavener HV antreten. Doch mit 6:0 Punkten ist dem TVG der Platz eins in der Dreiergruppe mit Wilhelmshaven (1:3) und dem Longericher SC Köln (1:5) nicht mehr zu nehmen.   

 

Baggerseepiraten mit erfolgreicher Kaperfahrt an die Ostsee

Die HSG Rodgau Nieder-Roden ist nur noch einen Schritt vom Einzug in den DHB-Pokal der nächsten Saison entfernt. Dank eines schwer erkämpften, aber verdienten 29:28-Erfolgs beim Stralsunder HV in ihrer dritten Partie des Ligapokals stehen die „Baggerseepiraten“ mit 5:1 Punkten auf Rang 1 der Gruppe 1 und benötigen aus dem abschließenden Heimspiel am kommenden Samstag gegen die Bergischen Panther einen Punkt zur erfolgreichen Qualifikation.

Dass sie dann alle Trümpfe in der eigenen Hand haben, haben sie nach den Worten von Trainer Jan Redmann sich selbst und einer „extrem coolen Leistung“ zu verdanken. Denn die äußeren Umstände sprachen eigentlich gegen die Rodgauer. Nicht nur steckte ihnen die mit knapp 800 Kilometern einfache Auswärtsfahrt in den Knochen. Vielmehr bekamen sie es auch mit einem sehr starken Gegner zu tun, der ihnen schon im Hinspiel trotz des am Ende recht deutlichen 34:28-Sieg alles abverlangt hatte und diesmal von über 800 Fans nach vorne gepeitscht wurde.

Kein Wunder also, dass die Anfangsphase den Hausherren gehörte. „Einige meiner Jungs benötigten nach der extrem langen Anfahrt halt eine etwas längere Anlaufzeit, um auf Touren zu kommen, und die beeindruckende Kulisse motivierte unseren Gegner natürlich zusätzlich, der in seinem letzten Heimspiel unbedingt die letzte Chance auf die Qualifikation für den DHB-Pokal nutzen wollte“, berichtete Redmann.

Seine Schützlinge kamen gleichwohl immer besser in die Partie und gingen in Führung. Die Mannschaft von der Ostsee verkürzte zur Pause auf 13:14. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel sehr intensiv und umkämpft, wobei sich das Aushängeschild des größten Handballvereins Mecklenburg-Vorpommerns zunächst wieder leichte Vorteile erarbeitete: 18:17 stand es in der 38. Spielminute, 21:19 sechs Minuten später, und dieser Zwei-Tore-Rückstand der „Redmänner“ hatte auch nach 50 Minuten (24:22) Bestand.

Dann aber gelangen den Gästen drei Treffer binnen zwei Minuten in Folge und nach dem 25:25, machten die Mannen um Kapitän Marco Rhein den Sack endgültig zu. Den Treffer (ins leere Stralsunder Tor) zum vorentscheidenden 26:29 erzielte mit Niklas Geck.

Ähnlich überzeugend sollten nun auch in der letzten Begegnung dieser kräftezehrenden Spielzeit agiert werden – und das nicht nur, um die Qualifikation für den DHB-Pokal in trockene Tücher zu bringen. Vielmehr steht beim Saison-Halali auch die Verabschiedung von vier verdienten Spielern (Philipp Keller, Niklas Geck, Benedikt Gräsl und Felix Mann) auf dem Programm.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Beim Tabellenschlusslicht in Niedersachsen reist die HSG Hanau mit breiter Brust an, denn am Montagabend gelang den Bergold, Strohl & Co. der erste Sieg in dieser weiterhin spannenden Playoff-Runde. Vier Spiele sind bereits absolviert, noch vier weitere zu gehen.

„Das Auswärtsspiel in Hildesheim wird dennoch eine extreme Herausforderung für uns“, meint HSG-Cheftrainer Hannes Geist mit Blick auf die Tabellenkonstellation. Obwohl der HC in dieser Aufstiegsrunden in drei Spielen ohne Punkte blieb, kann der Verein dennoch auf langjährige Zweitliga-Erfahrung zurückblicken. Die Bedingungen für professionellen Handballsport sind in der Großstadt südlich von Hannover dementsprechend gut.

In der Tabelle, mit insgesamt neun Mannschaften, belegt Hanau momentan mit 4:4 Punkten einen ordentlichen fünften Rang, mit nur zwei Zählern Rückstand auf den zweiten Platz, der zum Aufstieg in die zweite Bundesliga berechtigen würde. An der Spitze thront der TuS Vinnhorst, gegen den die Grimmstädter vor einer Woche denkbar knapp unterlagen. Mit einem Sieg, zwei Unentschieden und einer Niederlage ist die Bilanz des HSG-Teams, in der Runde mit vielen anderen starken Mannschaften, respektabel.

Geist hat den Tabellenzweiten der Ost-Staffel die über die Saison hinweg beobachtet: „Sie haben weiterhin in diesem Jahr mit viel Verletzungspech zu kämpfen“, meint der Coach. Das blieb so zuletz auch im Rahmen der Aufstiegsrunde. Nur im ersten Spiel gegen den MTV Braunschweig präsentierte sich die HC-Mannschaft von Trainer Daniel Deutsch bei der knappen Niederlage in Braunschweig auf Augenhöhe. Bei den deutlichen Pleiten zu Hause gegen Krefeld mit 30:38 und beim 23:37 in Ferndorf hingegen in der Defensive extrem anfällig.

Gute Gegebenheiten also für die HSG Hanau, die sich gerade beim Heimspiel gegen Braunschweig in der Offensive in solider Form zeigte – und das trotz der Ausfälle von Jannik Ruppert, Jan-Eric Ritter und Dennis Gerst. „Wir müssen auch am Sonntag wieder mit viel Tempo und hoher Passgeschwindigkeit in die Aktionen gehen. Zudem mit Mut in die Lücken stoßen und dann konsequent abschließen“, gibt Geist den Matchplan vor. „Bei Hildesheim ist es außerdem auch schwer zu sagen, mit welchem Deckungssystem sie gegen uns auflaufen werden. Das kann eine 6:0 sein, aber auch eine 5:1- oder 4:2-Deckung ist möglich“, meint Geist. Im Angriff des HC Eintracht Hildesheim hingegen richtet sich der Fokus auf die beiden starken Rückraumspieler Marko Matic und Matteo Ehlers. Deren Wirkungskreise will die Geist-Sieben bestmöglichst einengen.

 

HSG Hanau erhält Lizenz für 2. Handball-Bundesliga

Die HSG Hanau hat durch die unabhängige Lizenzierungskommission des Handball-Bundesliga e.V. grünes Licht für eine Teilnahme am Spielbetrieb in der zweiten Bundesliga erhalten. Natürlich vorbehaltlich der sportlichen Qualifikation über die momentan noch laufende Aufstiegsrunde. Mit 4:4 Punkten nach vier von acht Spielen bestehen für die HSG Hanau noch alle Möglichkeiten auf einen der begehrten beiden Plätze in der Zweitliga-Saison 2023/24.

„Dass die Kommission uns aus wirtschaftlicher Sicht grünes Licht für die Teilnahme an der 2. Handball-Bundesliga erteilt hat, erfüllt jeden bei der HSG Hanau mit großem Stolz. Wir arbeiten Tag für Tag hart daran, gemeinsam mit unseren Partnern und Sponsoren, die richtigen Weichen zu stellen, dass Profihandball in Hanau eines Tages möglich sein wird“, so HSG-Geschäftsführer Hannes Geist.

Im Verlauf des Lizenzierungsverfahrens wurden neben der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit auch rechtliche und infrastrukturelle Kriterien gemäß der Ordnung zur Lizenzierung geprüft. Besonders erfreulich: Die Lizenzierungskommission erteilte Auflagen, musste aber für keinen der potenziellen Aufsteiger eine Bedingung an die Lizenzerteilung knüpfen.

Zur Erläuterung: Die Lizenzierungskommission kann gemäß der Lizenzierungsordnung Bedingungen und, bzw. oder Auflagen erteilen. Dabei regelt eine Bedingung, dass bestimmte Vorgaben zu einem festgelegten Zeitpunkt vor Beginn der Spielzeit erfüllt sein müssen, damit – vorbehaltlich der Erfüllung aller anderen Kriterien – eine Lizenz für die Spielzeit überhaupt erteilt werden kann. Eine Auflage legt fest, welche Vorgaben nach erteilter Lizenz während der entsprechenden Spielzeit eingehalten werden müssen.

Der unabhängigen Lizenzierungskommission gehören neben dem Vorsitzenden Rolf Nottmeier, Richter am Arbeitsgericht Minden, Olaf Rittmeier, Steuerberater und Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga GmbH an. Die Lizenzierungskommission wird bei ihrer Arbeit durch Mattes Rogowski (Leiter Sport & Lizenzierungsverfahren) und Marie Küppers (Projektmanagerin Spielorganisation, Sportentwicklung, Lizenzierung) unterstützt. Beide sind bei der HBL GmbH beschäftigt.

 

 

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Was Handball-Drittligist TV Kirchzell derzeit in der Abstiegsrelegation leistet, ist aller Ehren wert. Gegen den DHK Flensborg gewann das Team der Trainer Alex Hauptmann und Andi Kunz jüngst mit 32:26 und hat 4:0 Punkte aufs Konto geschafft. Dabei war das Spiel total hektisch und es gab drei Rote Karten und insgesamt 18 Zeitstrafen.

Die Gäste mussten ersatzgeschwächt antreten und neben ihrem Spielmacher Melf Hagen noch auf vier weitere Leistungsträger verzichten. Trotzdem lagen sie schnell mit 4:2 und 5:3 vorne, ehe der TVK zum 5:5 ausglich. Einmal gelang dem DHK noch die Führung (6:5 – 12.). Danach waren die Hausherren am Drücker. Sie konnten sich zwar in Halbzeit eins nicht entscheidend absetzen, denn immer wieder gelang es den Gästen durch geschicktes Kreisspiel den Anschluss zu halten. Mit 15:12 für den TVK wurden die Seiten gewechselt. 

Hektisch nach Wiederbeginn

Nach Wiederbeginn wurde es plötzlich hektisch auf dem Parkett. In der 40. Minute gab es eine minutenlange Diskussion am Zeitnehmertisch über ein Tor des TVK, das wieder zurückgenommen werden sollte. In der Folge hagelte es Zeitstrafen und die Begegnung war nur noch zerfahren. Den Gästen ging so langsam die Puste aus. Der TVK nutzte dies, legte einen Zahn zu und kam zu einem ungefährdeten Erfolg. „Es war ein ganz schwieriges Spiel für uns, denn der Gegner spielte unbequem. Aber wir haben ihnen auch bis zur 50. Minute immer wieder die Chance gegeben, dran zu bleiben“, sagte TVK-Coach Hauptmann. 

 

HandbALL Lippe II bei der Auszeit

Hexenkessel gegen Lippe

Was die Mannschaft allerdings in Halbzeit zwei gegen das Team HandbALL gespielt hat, war der helle Wahnsinn. Am Ende holte der TVK einen Acht-Tore-Rückstand auf und holte sich mit 27:27 einen mehr als verdienten Punkt.

Die Stimmung in der Miltenberger Halle war von Beginn an sehr gut und es war ein Fahnenmeer von weiß und rot. Doch das interessierte das Team HandbALL nicht. Auch nicht, dass sie ohne ihren verletzten und sehr starken Kreisläufer Thore Oetjen antreten mussten. Sie spielten unglaublich selbstbewusst auf und agierten abgezockt. 

Zwar gehörte das erste Tor nach wenigen Sekunden dem TVK. Danach drückten die Gäste aufs Gaspedal und übernahmen mit 3:1 die Führung. Schon hier war zu sehen, dass die Mannschaft von Trainer Matthias Struck einen unglaublich schnellen Handball spielte. Zwar waren die Kirchzeller beim 5:5 (9.) noch einmal dabei. Danach war die zweite Mannschaft des Erstligisten Lemgo spielbestimmend. Sie machte Kirchzell das Leben richtig schwer, störte die Kirchzeller Angriffe früh und ließ den Hausherren keine Chance, sich in der Abwehr zu sortieren. Egal, wer auf dem Feld stand, wenn sich die Gelegenheit bot, wurde eingenetzt. Die Gastgeber hingegen mussten sich jedes Tor hart erkämpfen. So ging es mit einem 12:19-Rückstand in die Pause. 

Philippe Kohlstrung – die große Stütze im TVK-Team

12:20-Rückstand nach der Pause

In der zweiten Hälfte erhöhte Lippe auf 20:12! Thomas Houtepen dirigierte seine Nebenspieler sehr gut und diese ließen nicht locker, standen mit Geislers und Herz gut in der Abwehr. Hansen, Blaauw und Co. droschen den Ball aus allen Lagen aufs Tor. Lippes Torhüter Goldbecker war ein sicherer Rückhalt. Aber der Gegner sollte nie die Rechnung ohne den TVK machen. Sie wechselten ihren Torhüter, kämpften sich mit viel Leidenschaft ins Spiel zurück und beim 20:24 (42.) sah es schon viel besser aus. In der 47. Minute hieß es 23:26. Das Tempospiel wurde unterbunden und der Gast wackelte. Beim 25:27 war richtig Dampf im Kessel. Als Tom Spieß mit einem tollen Tor das 26:27 (55.) erzielte, wurde er Gast richtig nervös. Die letzten Minuten waren an Spannung nicht mehr zu überbieten. Beide Mannschaften legten sich noch einmal richtig ins Zeug, doch der TVK hatte nun den größeren Siegeswillen. Tim Häufglöckner war es, der per Siebenmeter den Ausgleich erzielte. In Minute 59.55 nahm der TVK die Auszeit, brachte den siebten Feldspieler. Doch es passierte nichts mehr, es blieb bei Unentschieden.

 

 

Die Texte könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo nachlesen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Es ging für die A-Jugend in der Jugend-Bundesliga der HSG Rodgau Nieder-Roden nicht nur um den Einzug ins Final-Four des DHB-Pokals, sondern auch um die direkte Qualifikation zur Jugend-Bundesliga für die kommende Saison. Dies war das große Ziel der Sommer-Schützlinge. Die Ausgangslage aus dem Hinspiel, welches die Rodgauer zuvor mit 34:32 in München gewannen, war vielversprechend. Was sich allerdings dann im Rückspiel ereignen sollte, wird allen direkt Beteiligten inklusive der mehr als 600 Zuschauer bleibende Erinnerungen bescheren. Spannung pur war bis in die letzte Spielsekunde angesagt, ehe die Sporthalle emotional förmlich explodierte. Und das trotz einer 27:29-Niederlage der Hausherren.

Die Baggerseepiraten starteten, vor allem in der Offensive, nervös in die Partie, hielten aber bis zum 4:4 das Spiel offen. Zu viele liegengelassene Chancen waren der Grund für den anschließenden Drei-Tore-Rückstand Mitte der ersten Halbzeit. Angetrieben von den unermüdlich und lautstark anfeuernden HSG-Fans gelang es den Baggerseepiraten, den Vorsprung der Gäste im Rahmen zu halten, um beim 10:11 Zwischenstand die Seiten zu wechseln.

Deutlich besser aus der Kabine kamen allerdings die körperlich robusten Allacher. Gegen das Abwehrbollwerk der Münchner tat sich der HSG-Nachwuchs im weiteren Verlauf der Partie immer schwerer und die Kräfte der Rodgauer schienen zu schwinden. Allach übernahm das Zepter und baute den Vorsprung bis zur 48. Spielminute auf sechs Tore aus. Die Partie schien entschieden, zumal noch weiteres Verletzungspech den Gastgebern nicht unbedingt in die Karten spielte. Doch offensichtlich fand Trainer Christian Sommer in der letzten zur Verfügung stehenden Auszeit die richtigen Worte und schickte sein Team mit neuer Marschroute aufs Feld.

Rodgauer Hexenkessel brodelte

Im Rodgauer Hexenkessel fanden die Baggerseepiraten jetzt wieder in die Spur, setzten alles auf eine Karte und holten mit einer wahren Energieleistung Tor um Tor auf. Die Hektik wurde zusehends größer, Zeitstrafen, eine Rote Karte und von beiden Seiten verbissen geführte Zweikämpfe prägten den Endspurt. Luca Ullrich verkürzte in der 59. Minute auf 26:29 und im Gegenzug trafen die Gäste aus dem Rückraum nur den Innenpfosten. Nun brach die letzte Minute an und die Partie steuerte unweigerlich auf das große Finale mit Dramatik pur zu. Vierzig Sekunden vor Schluss gelang es Lukas Juric, mit seinem sechsten Treffer beim 27:29 erstmals wieder den Zweitore-Unterschied herzustellen, der aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore aus der Vorwoche den Rodgauern zum Weiterkommen reichen würde.

Jetzt hieß es, in den verbleibenden Sekunden kein Gegentor mehr zuzulassen. Allach agierte wieder mit dem siebten Feldspieler und brachte einen Angreifer in beste Wurfposition. Doch HSG-Keeper Philipp Bludau war es vorbehalten, mit einer sensationellen Parade, den Wurf abzuwehren und somit den Zwei-Tore-Unterschied festzuhalten. Unglaubliche Szenen spielten sich dann nach dem Schlusspfiff der hervorragend leitenden Unparteiischen Foerster/Foerster in der RODAUSTROM Sportarena ab. Der Jubel beim Team und beim ebenfalls sensationellen Publikum fand keine Grenzen mehr und der Einzug in das Final-Four um den DHB-Pokal und die damit verbundene direkte Qualifikation zur kommenden Jugendbundesliga-Saison wurde ausgiebig gefeiert.

Somit steht für die Rodgauer Handballfans am übernächsten Wochenende der nächste Leckerbissen vor der Tür. Den Verantwortlichen der HSG ist es gelungen, die Austragung des Final-Four nach Rodgau zu holen. Das Ganze findet am Sonntag, den 14.05.23 ab 11 Uhr in der RODAUSTROM Sportarena statt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, genauere Infos folgen.

 

Ben Seidel in Aktion. Jüngst hat er sich schwer am Knie verletzt und muss nun lange pausieren.

Verletzungsschock: Ben Seidel erleidet schlimme Knieverletzung

Es ist wie verhext in dieser Saison und ein weiterer Schock für die Baggerseepiraten: Junioren-Nationalspieler Ben Seidel hat sich im Viertelfinal-Hinspiel des DHB-Pokals der männlichen A-Jugend Bundesliga in München-Allach eine schwere Knieverletzung zugezogen und wird somit für einen längeren Zeitraum ausfallen.

Im dramatischen Rückspiel am vergangenen Sonntag konnte er bereits nur noch von außen mitfiebern. Das 18-jährige Ausnahmetalent hat erst vor weniger als einem Jahr noch die Goldmedaille bei den EYOF (Europäische Olympische Sommer-Jugendfestival) gewonnen und dabei im Finale gegen Dänemark entscheidende Akzente gesetzt. In der laufenden Saison ist er Haupttorschütze des A-Jugend-Bundesliga-Teams und zeigte bereits regelmäßig in der dritten Liga bei den Aktiven sein großes Können. Für die kommende Saison war er, trotz der Möglichkeit noch weiter in der A-Jugend zu agieren, fest im Dritt-Liga-Kader eingeplant.

 

Gute Besserung, Ben!

 

Die Fotos hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die HSG Hanau hat in der Aufstiegsrunde zur zweiten Handball-Bundesliga den ersten Sieg im vierten Spiel eingefahren. Beim 34:33 (18:13) triumphierte die Mannschaft von Trainer Hannes Geist über den MTV Braunschweig. Julian Fulda wurde in buchstäblich letzter Sekunde zum Matchwinner für den Meister der Südwest-Staffel der dritten Liga, als er seinen Wurf von Linksaußen mit der Schlussirene noch im Tor unterbrachte. Nach zuletzt zwei Unentschieden und der Niederlage gegen den Tabellenführer TuS Vinnhorst haben die Grimmstädter damit 4:4 Punkte auf dem Konto und blicken jetzt voller Vorfreude auf das anstehende Duell in Hildesheim.

„Die Jungs haben sich diesen Sieg bereits über die letzten drei Spielen erarbeitet. Die Moral in dieser Mannschaft ist unbeschreiblich“, freute sich Geist nach dem Spielende am Mikro. „Ich möchte mich auch bei allen Zuschauern und Fans bedanken. Ihr dürft alle stolz auf diesen Verein und dieses Team sein. Mehr Willensstärke geht denke ich gar nicht. Auch wenn nur 4:4 Punkte auf der Tabelle stehen glaube ich, dass nach dem Ergebnis von heute noch sehr viel drinnen ist und dafür arbeiten die Jungs hart von Spiel zu Spiel.“

Gegen die Niedersachsen und deren Trainer Volker Mudrow fand die HSG Hanau gut in die Partie. Vor 690 Zuschauern entwickelte sich in der Main-Kinzig-Halle ein nervenaufreibender Kampf auf Augenhöhe, der auch ein Schlagabtausch zwei völlig unterschiedlicher Spielsysteme blieb. Während Hanau auf das Tempospiel drückte, nahm sich Braunschweig in den eigenen Angriffen Zeit und setzte über 60 Minuten konsequent auf den siebten Feldspieler.

Obwohl die HSG so durchweg in Unterzahl verteidigte, hatten die Bergold, Schiefer & Co. dennoch genug Kraft, um dem Spiel in der Offensive ihren Stempel aufzudrücken. Max Bergold verwandelte einen Siebenmeter sicher zum 2:2 (4. Minute), ehe Luca Braun die erste Führung für die Hausherren beim 3:2 (5.) herauswarf. Dabei waren die Vorzeichen für die Geist-Sieben alles andere als günstig gewesen. Neben Rechtsaußen Dennis Gerst, der wieder von Björn Christoffel ersetzt wurde, fehlten auch die beiden Mittelmänner Jannik Ruppert und Jan-Eric Ritter, genauso wie Torhüter Can Adanir, der weiterhin krankheitsbedingt pausieren muss.

Trotz aller Widrigkeiten warf Hanau aber wieder alles in die Partie hielt auch in der Defensive gegen zwei physisch starke Kreisläufer entscheidend dagegen. Im Angriff war es der junge Halblinke Cedric Schiefer, der dem Offensivspiel der Handball-Spielgemeinschaft viel Gefahr schenkte. Mit drei Treffern trieb er den Vorsprung der HSG auf 14:9 (24.) in die Höhe und sorgte auch wenig später dafür, dass Hanau einen 18:13-Vorsprung mit in die Pause nahm.

HSG geriet in die Defensive

So kam es dann auch, dass die HSG Hanau – trotz des zwischenzeitlichen 20:13 von Jonas Ahrensmeier (32.) – immer mehr in die Defensive geriet und den MTV beim 19:22 von Lukas Schieb (37.) wieder merkbar herankommen ließ. Als in der 42. Minute mit Dziguas Jusys auch der zweite Innenblockspieler die zweite Zeitstrafe gesehen hatte, kippte das Momentum deutlicher in Richtung der Gäste. MTV-Kreisläufer Nikolaos Tzoufras erzielte den Ausgleich für die Niedersachsen, die nach einem verworfenen Siebenmeter von Bergold nun sogar mit 29:27 in Front gingen (53.).

Die Crunchtime wurde dann wieder zu dem nervenaufreibenden Schlussspurt, den das Hanauer Publikum bereits gegen den EHV Aue erlebt hatte. Zunächst legte Braunschweig beim 31:30 (58.) vor, agerierte direkt danach aber in doppelter Unterzahl. Luca Braun und Robin Marquardt stellten wieder auf 32:31-Führung (59.) für die HSG. Als Schiefer wenig später das 33:32 nachlegte, erschien das Tor zum ersten Sieg in der Aufstiegsrunde sperrangelweit auf. Braunschweig gelang der Ausgleich. Gegen die weit offene Deckung des MTV band Christoffel zwei Gegenspieler und legte dann für seinen Linksaußen Fulda auf, der per angedrehtem Aufsetzer in das kurze Eck den Ball an Niklas Mellmann im Tor unterbrachte. Grenzenloser Jubel und Erleicherung bei Mannschaft und Fans. Der erste Sieg der Aufstiegsrunde war da.

 

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Die HSG Hanau hat das dritte Spiel der Aufstiegsrunde beim Favoriten TuS Vinnhorst von 1956 verloren. Bei der 24:25 (13:14)-Auswärtsniederlage bot die junge Mannschaft von Trainer Hannes Geist über weite Strecken der Partie dem Gegner einen großen Kampf und ging auch zwei Mal in Führung, schaffte es aber nicht, etwas Zählbares aus Hannover zu entführen. In der zweiten Halbzeit wuchs Youngster Nico Scholz über sich hinaus und hielt sein Team mit zahlreichen Paraden im Match. In der packenden Partie erwiesen sich die vielen Ausfälle vor und während des Spiels als zu hohe Hypothek für die Grimmstädter, die damit 2:4 Punkte – bei noch fünf offenen Playoff-Spielen – auf dem Konto haben.

„Unsere Gefühlslage ist gerade schwer zu beschreiben“, gab Geist nach dem Spiel zu Protokoll. „Ich glaube, wir waren nicht nur von der Moral oder den Emotionen her auf Augenhöhe, sondern auch handballerisch. Leider hat es heute nicht für zwei Punkte gereicht. Wir werden jetzt gut regenerieren und am Montag wieder versuchen das Maximum herauszuholen.“

Für die Ritter, Bergold & Co. ist dabei die anstrengende Woche noch nicht zu Ende. Bereits am Montagnachmittag (1. Mai) empfängt die HSG um 17 Uhr den MTV Braunschweig in der Main-Kinzig-Halle und baut dabei wieder auf die Unterstützung ihrer Fans.

Vor rund 800 Zuschauer im Sportzentrum TuS Vinnhorst entwickelte sich schnell eine ausgeglichene wie packende Partie, bei der Hanau direkt den Fuß in die Tür bekam. Mit einigen sehenswerten Aktionen brachten Marc Strohl und Jannik Ruppert die HSG mit 4:3 (6. Minute) in Front. Nur wenig später erhöhte, der auf Rechtsaußen für den kurzfristig am Knie verletzten Dennis Gerst reaktivierte, Björn Christoffel auf 5:3.

Doch die Hausherren von Trainer Davor Dominikovic bissen sich in die Partie und setzten Hanau mehr und mehr unter Druck. Angeführt von den treffsicheren Tim Otto (7 Tore) und Jakob Bormann (5 Treffer) egalisierte der TuS beim 7:7 (13. Minute) und ging danach selbst mit 10:7 in Front (17.). Fast sieben Minuten lang blieb die Geist-Sieben in dieser Phase ohne eigenen Treffer und drohte noch vor der Pause in hohen Rückstand zu geraten, auch da Kapitän Jannik Ruppert einen Schlag auf das Knie erhielt und verletzt vom Feld humpelte.

Die Grimmstädter steckten aber nicht auf und kamen dank einer konzentrierteren Abwehrleistung vor dem Seitenwechsel wieder heran. Maximilian Bergold verwertete einen Siebenmeter zum 12:13 (26.) und Julian Fulda steuerte das 13:14 (30.) von Linksaußen bei.

Verletzungspech, Rote Karte und ein starker Nico Scholz

Nach dem Seitenwechsel stellte Strohl direkt den Ausgleich für den Meister der Staffel Süd-West her und wie schon zu Spielbeginn gerieten die Hanauer nun in einen Lauf, den Cedric Schiefer beim 17:14 (39.) in einen Drei-Tore-Vorsprung ummünzte Die Partie wurde nun zunehmend hektischer. Vinnhorst drückte auf das Tempo und kam beim 17:18 (45.) wieder heran. Der Moment, als zunächst Abwehrkante Dziguas Jusys seine zweite Zeitstrafe sah und nur Minuten später der für das Defensivspiel ebenfalls wichtige Strohl nach hartem Einsteigen mit Rot vom Feld flog.

Hannes Geist nahm die Auszeit um Ruhe in das Spiel seiner Mannschaft zu bringen, doch das Momentum drohte nun zusehends auf Seiten des TuS zu kippen, auch da Hanau zunehmend die Wechseloptionen ausgingen. Mit Jan-Eric Ritter war nach Ruppert auch der etatmäßige zweite Mittelmann im zweiten Durchgang verletzt auf der Bank geblieben. Robin Marquardt musste daher durchspielen. Hanau kämpfte, doch vorne lud man die Gastgeber mit zwei ungenauen Abschlüssen zu schnellen Kontern ein. In der umkämpften Schlussphase wuchs Nico Scholz über sich hinaus.

Mit einigen sehenswerten Paraden hielt der A-Jugendliche, der wieder den erkrankten Can Adanir vertrat, seine Farben in den darauffolgenden Augenblicken im Spiel. So kam es dann auch, dass Hanau beim 23:24 (57.) von Cedric Schiefer noch alle Chancen auf einen Punktgewinn hatte. Doch in dem lautstarken Hexenkessel von Vinnhorst zeigte das junge Hanauer Team, dass eine bislang überragende Saison gespielt hat, Nerven. Nach einem Ballverlust im gegnerischen Neunmeter, sorgte der TuS beim 25:23 (58.) für die Vorentscheidung.

 

MTV Braunschweig zu Gast in Hanau

Bereits morgen, Montag, steht das nächste Heimspiel an und Hanau empfängt der Meister der Süd-West Staffel den MTV Braunschweig in der Main-Kinzig-Halle. HSG-Cheftrainer Hannes Geist und sein junges Team stehen dabei vor einer Premiere, denn in der dritten Liga kreuzten die beiden Mannschaften noch nie die Klingen. Aus den ersten drei Partien der Playoff-Runde holte Hanau 2:4 Punkte und kam nach zwei Unentschieden am Freitagabend – trotz großem Kampf – nicht über ein 24:25 beim TuS Vinnhorst hinaus.

„Wir mussten jetzt unsere Wunden lecken, dass haben wir über die beiden Trainingseinheiten am Samstag und Sonntag gemacht“, meint Geist. „Natürlich stand dabei am Samstag auch die Regeneration im Vordergrund. Die Jungs sind heiß auf dieses Spiel und wir haben die Niederlage in Vinnhorst gut verarbeiten können.“

Der MTV Braunschweig reist als der Zweitplatzierte der Nordstaffel nach Südhessen. Mit 4:2 Punkten gelang den Niedersachsen um ihren Trainer Volker Mundrow ein guter Start in die Aufstiegsrunde 2023. Nach einem Erfolg gegen Hildesheim und der Niederlage in Krefeld, konnte am Samstag der TuS Ferndorf mit 32:26 nach Hause geschickt werden. Dementsprechend wird sich das MTV-Team nun auch in der Fremde beweisen wollen.

„Wir erwarten eine Mannschaft, die sich vor allem über ihr Spiel Sieben-gegen-sechs auszeichnet. Oft auch über 60 Minuten. Das wird in jedem Fall eine Herausforderung für mein Team“, so Geist. „Um permanent in Unterzahl zu verteidigen, müssen wir sehr leidenschaftlich und mit viel Bewegung in dieses Spiel gehen.“ Stärkster Werfer der Gäste ist Philipp Moritz Krause, der Regisseur und Goalgetter strahlt aus dem Rückraum ständig Gefahr aus.

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Nach dem sensationellen Auswärtscoup beim Longericher SC und einem spielfreien Wochenende erwartet der TV Gelnhausen in der Pokalrunde am Samstag einen großen Namen in der Rudi-Lechleidner-Halle. Mit dem Wilhelmshavener HV kommt ein echtes Handball-Schwergewicht in die Barbarossastadt. Im Kampf um die Qualifikation zur 1. DHB-Pokalrunde muss der Spitzenklub aus Norddeutschland unbedingt gewinnen, um noch im Rennen zu bleiben. Sollten die jungen Wilden aus Gelnhausen indes siegreich sein, wäre das ein großer Schritt Richtung DHB-Pokal.

In der Dreiergruppe mit dem Longericher SC Köln, dem Wilhelmshavener HV und der TV Gelnhausen wird in Hin- und Rückspiel der Gruppensieger ermittelt, der sich für die 1. DHB-Pokalrunde 2023/24 qualifiziert. Nachdem der TVG mit 35:30 überraschend in Köln gewinnen konnte und Wilhelmshaven zu Hause ebenso überraschend gegen die Kölner nur zu einem 29:29 kam, hat sich das Team um Cheftrainer Matthias Geiger und Headcoach Sergei Budanov eine glänzende Ausgangsposition herausgespielt.

Die TVG-Fans dürfen sich also erneut auf einen großen Handballabend freuen. Und die Unterstützung der Fans dürfte einmal mehr dringend nötig sein, bleibt den Rotweißen doch das Verletzungspech weiterhin treu. So konnten ausgerechnet mit Torben Fehl und Max Bechert beide Kreisläufer zuletzt krankheitsbedingt nicht trainieren. „Wir hoffen, dass die beiden wenigstens beim Abschlusstraining dabei sein können“, sagt Geiger, der weiterhin auf Philipp Schenk, Michael Hemmer, Henrik Müller und Jannik Geisler verzichten muss. Immerhin kehrte Silas Altwein bereits gegen Köln in den Kader zurück und Lasse Georgi darf nach längerer Pause eventuell auf ein paar Einsatzminuten hoffen.

Die Aufgabe für die jungen Gelnhäuser könnte daher kaum schwerer sein, haben die Gäste doch jeder Menge Qualität in den eigenen Reihen vorzuweisen. „Wir erwarten eine sehr starke Wilhelmshavener Mannschaft mit einem wahnsinnig spielstarken Mittelmann“, warnt Geiger vor den Angriffsqualitäten um Spielmacher Jonas Schweigert. „Außerdem verfügen sie über sehr gefährliche Rückraumschützen auf halblinks und halbrechts.“ Überhaupt sind die Norddeutschen sehr flexibel aufgestellt und verfügen über ein ausgeprägt gutes Kreisläuferspiel und beherrschen auch das Tempospiel.

Seit 1995 existiert der Wilhelmshavener HV und bestreitet seit der Saison 1999/2000 unter dem jetzigen Namen seine Spiele. Zwischen 2003 und 2008 spielte der WHV sechs Jahre lang in der Bundesliga. Anschließend pendelte der Klub zwischen der zweiten und dritten Liga hin und her. Letztmals spielte Wilhelmshaven 2021 in der zweiten Bundesliga. Dort möchte der Verein gerne wieder hin. Doch die Mission Wiederaufstieg scheiterte in dieser Saison nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass wichtige Spieler phasenweise verletzungsbedingt nicht zur Verfügung standen. Mit 32:16 Punkten schloss man die starke Nord-Staffel auf Platz vier ab. Fünf Punkte fehlten auf den Zweitplatzierten MTV Braunschweig, um den Einzug in die Aufstiegsrunde zu realisieren. Umso mehr gilt es nun, das Minimalziel Einzug in die DHB-Pokalrunde zu sichern.

Aber auch der TV Gelnhausen hat spätestens nach dem Überraschungserfolg in Köln Blut geleckt und möchte der erfolgreichsten Spielzeit der jüngeren Vereinsgeschichte gerne noch das Sahnehäubchen mit der Qualifikation zur DHB-Pokalrunde hinzufügen. „Wir wollen an unseren tollen Auftritt in Köln anknüpfen und freuen uns auf viele Zuschauer und eine tolle Atmosphäre in der Rudi-Lechleidner-Halle“, sagt Geiger. Gemeinsam könne man an etwas Großes schaffen.

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Es sind anstrengende Wochen für die HSG Hanau in der Aufstiegsrunde zur zweiten Handball-Bundesliga. Nach zuletzt zwei Unentschieden gastiert der Meister der Südweststaffel der dritten Liga am heutigen Freitagabend beim Aufstiegsfavoriten TuS Vinnhorst von 1956. Nach dem Duell mit dem EHV Aue also direkt der nächste Staffelsieger, diesmal aus dem Norden. Die Hannoveraner feierten kürzlich zwei Siege und grüßen von der Tabellenspitze. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt danach nicht, denn bereits am Montag, dem 1. Mai Feiertag, kommt der MTV Braunschweig in die Grimmstadt. Zuletzt tankten Ritter, Braun & Co. jede Menge Selbstvertrauen bei ihrer späten Aufholjagd gegen die Sachsen des EHV.

„Vinnhorst sind genau wie wir zum dritten Mal in Folge bei einer Aufstiegsrunde dabei“, meint HSG-Trainer Hannes Geist mit Blick auf das kommende Duell. „Zuletzt sind sie dabei zwei Mal knapp gescheitert.“ In der diesjährigen Saison scheint den Niedersachsen aber ein Start nach Maß gelungen. Mit 4:0 Punkten führen sie die Tabelle der Aufstiegsrunde eindrucksvoll an, gewannen zuletzt mit zehn Toren Differenz beim TuS Ferndorf und behielten auch zuvor gegen die HSG Krefeld Niederrhein die Oberhand. „Zusammen mit der langen Anfahrt und dem Kader, der dort aufläuft, wird das eine extrem spannende Herausforderung für uns“, meint Geist. „Wir freuen uns auf dieses Doppelspiel-Wochenende.“

Der TuS Vinnhorst kommt über seine eigene Abwehr ins Spiel. Das bewies das Team von Trainer Davor Dominikovic in der letzten Partie beim TuS Ferndorf, als es nur 17 Gegentreffer zuließ. „Sie spielen eine extrem starke Deckung. Da müssen wir gute Lösungen finden und eine gewisse Grundaggressivität zeigen“, so Geist. Dafür habe man sich einen guten Matchplan zurechtgelegt. Gleichzeitig muss Hanau aber auch das Tempospiel des TuS unterbinden. „Wir werden wieder alles in die Waagschale werfen. Für uns kommt es gerade in der Abwehr auf viel Leidenschaft an“, so Geist. „Uns steht sehr viel individuelle Qualität gegenüber und wir wollen ihnen nur die Räume geben, in denen wir sie gerne hätten.“ Aus dem starken Kollektiv des TuS jemanden herauszuheben falle ihm schwer, aber gerade mit Mittelmann Falk Kolodziej habe Vinnhorst einen Spielertyp im Kader, der das ganze Spiel der Niedersachsen präge könne.

 

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In meiner neuen Podcast-Folge habe ich den ehemaligen Handball-Junioren-Nationalspieler und langjährigen Zweitligaspieler Lars Spieß zu Gast und plaudere mit ihm ein bisschen über seine bisherige Handball-Karriere.

Den Spieler Lars Spieß brauche ich in und über die Region hinaus nicht mehr groß vorstellen, denn sein Name ist ein Begriff. Hinzu kommt, dass es ihn ja im “Doppelpack” gibt, denn auch sein Zwillingsbruder Tom ist Handballer durch und durch.

Trotzdem möchte ich ganz kurz einige Stationen von Lars und Tom anreißen. 

Lars und sein Zwillingsbruder Tom sind in Lörrach geboren, haben beim TV Brombach mit dem Handball spielen angefangen und wechselten dann 2009 ins Handball Leistungszentrum nach Großwallstadt.

Von dort ging es 2012 für die Junioren-Nationalspieler zum TSV Lohr in die Bayernliga und anschließend zum Zweitligisten DJK Rimpar. 2016 kehrten die beiden zum TVG zurück.

Nehmt Euch die Zeit und hört unbedingt rein. Es ist wirklich interessant, was uns Lars alles zu erzählen hat.

Ganz herzlich möchte ich mich noch einmal bei Lars Spieß bedanken, dass er sich die Zeit für mich genommen hat.

 

Meinen Podcast könnt ihr nicht nur auf meinem Blog, sondern auch auf Spotify oder iTunes hören. Ganz wie Ihr wollt. Hört rein – ich würde mich sehr freuen!

 

Das Bild hat mir Lars zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Die HSG Rodgau Nieder-Roden spielt in der Qualifikation für den DHB-Pokal bei den Bergischen Panthern 23:23. Das hat der Verein bekanntgegeben. Über weite Strecken der Partie lag das Team von Trainer Jan Redmann in Rückstand. „Das Unentschieden ist gerecht, auch wenn wir den letzten Wurf und damit die Chance auf den Sieg hatten“, sagte der Rodgauer Coach im Anschluss an das Kräftemessen mit einer „abgezockten und sehr eingespielten Truppe, die vor allem eine brutal gute Abwehr stellt“. An dieser, vor allem aber am „riesigen Mittelblock“ (Redmann) des Tabellenvierten der West-Staffel, bissen sich seine Jungs immer wieder die Zähne aus.

„Am Kreis war kaum Platz, und auch aus dem Rückraum war es sehr schwer, den Gegner zu überwinden“, musste somit laut Redmann „jedes Tor hart erarbeitet werden“. Das gelang indes gerade in der ersten Halbzeit nicht besonders gut. Zwar lagen die Mannen um Kapitän Marco Rhein nach zwei Spielminuten 2:1 in Front – aber das sollte für lange Zeit die letzte Rodgauer Führung sein. Stattdessen setzten sich vor nur rund 200 Zuschauern die Gastgeber über 5:3 (9.) auf 8:5 (18.) ab, woraufhin Redmann schon seine erste Auszeit nahm.

Doch erst drei Minuten später gelang seinen Jungs der nächste Treffer. Und beim 12:9 zur Halbzeit hatte ihr Drei-Tore-Rückstand weiterhin Bestand. Nach dem Seitenwechsel erzielten die Südhessen zwar zwei „Buden“ hintereinander, doch die Bergische Handballspielgemeinschaft schlug zurück und setzte sich auf 17:13 (39.) ab. „Danach haben meine Spieler aber Moral und einen richtig geilen Kampf gezeigt und wirklich alles reingeworfen“, war Redmann sehr angetan von der Aufholjagd seines Teams. Selbiges führte zunächst zum 19:19-Ausgleich (47.), und eine Minute später lagen die Rodgauer Drittliga-Handballer sogar in Front. Zu viele Fehlwürfe verhinderten anschließend jedoch, dass sich die HSG weiter absetzen konnte. Schlimmer noch. Die Panther gingen ihrerseits mit 23:22 (59.) in Führung, doch nur 13 Sekunden später gelang Johannes von der Au der abermalige Ausgleich. In der letzten Spielminute hätte es für beide Teams nach Angaben von Jan Redmann dann noch „jeweils einen Siebenmeter geben müssen“, doch die Pfeife der Unparteiischen blieb in beiden Fällen stumm. Dennoch konnte der Rodgauer Coach mit dem leistungsgerechten Remis in einer von den Abwehrreihen dominierten Begegnung gut leben: „Wir haben bei einem wirklich starken Gegner einen Zähler geholt, der für die angestrebte Qualifikation für den DHB-Pokal der nächsten Saison noch viel wert sein kann.“