Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Wie Handball-Drittligist HSG Hanau mitteilte, bleibt Top-Torschütze Max Bergold bis zum Sommer 2024 ein Hanauer.

Der zielsichere Siebenmeterschütze und Anführer gehört zu den wichtigsten Spielern im Team von HSG-Trainer Hannes Geist, welches in diesem Jahr mit der Meisterschaft in der Südwest-Staffel das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte feiern konnte.

Max Bergold hatte am sportlichen Erfolg der Südhessen in dieser Spielzeit maßgeblichen Anteil. Der hochgewachsene Linksaußen stand nicht nur in allen 26 Partien der Hauptrunde im Kader, sondern erzielte dabei auch insgesamt 187 Treffer für die HSG Hanau – ein Top-Wert in der Staffel Süd-West und Platz zwei in der Torjägerliste.

„Max ist einfach ein unheimlich wichtiger Bestandteil unseres Kaders“, sagt der sportliche Leiter der HSG, Reiner Kegelmann. „Das merkt man nicht nur beim Blick auf die Torschützenliste, sondern auch bei seinem täglichen Auftreten und im Training. Wir freuen uns, dass wir ihn davon haben überzeugen können, ein weiteres Jahr mit der HSG Hanau den gemeinsam begonnenen Weg weiter fortzusetzen.“

Bei der HSG Hanau wird Bergold damit weiterhin zusammen mit Kapitän Jannik Ruppert und Robin Marquardt das Spiel prägen – alle drei kennen sich bereits noch aus A-Jugend-Zeiten. Ein toller Nachweis der Jugendarbeit des Vereins, die es immer wieder schafft junge und hungrige Spieler für den Drittligakader zu entwickeln.

„Ich habe im letzten Jahr dem Trainerteam meine Zusage gegeben, weil ich diese neue HSG Hanau mitprägen wollte. Der Teamspirit ist dabei unglaublich“, so Max Bergold. „Spieler, Trainer und Staff investieren viel und ordnen alles dem Erfolg des Teams unter. Das macht einfach unglaublich viel Spaß und ist den hohen Aufwand wert.“ Und der Co-Kapitän der Hanauer fügt hinzu: „Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam noch viel erreichen können. Davon möchte ich gerne ein Teil sein und freue mich darüber, ein weiteres Jahr für die HSG auflaufen zu dürfen.“

Fragt man Bergold nach seinem persönlichen Highlight in dieser Saison, so nennt der Linksaußen nicht die Meisterschaft oder seine zahlreichen Tore, sondern das Auswärtsspiel in Nieder-Roden, als er in Vertretung von Jannik Ruppert das Team auf das Feld führen durfte.

Dabei war die laufende Saison 2022/23 auch für Bergold eine Zeit des Umbruches. Beruflich wurde der 27-Jährige, der als Netzwerk Manager bei DHL arbeitet, wesentlich mehr eingespannt, fand aber dennoch Zeit für die von Trainer Hannes Geist neu eingeführte Extra-Trainingseinheit. Gleichzeitig sorgten Geist und seiner Co-Trainer Oliver Lücke im letzten Sommer mit einer „Umschulung“ für Aufsehen und verschoben Bergold kurzfristig auf die Linksaußen-Position.

Ungewohnte Position toll gemeistert

Auch auf der neuen, für ihn ungewöhnlichen, Position auf dem Flügel adaptiere Bergold schnell die nötigen Voraussetzungen für einen absoluten Teamleader. Sein Trainer bescheinigte ihm erst kürzlich im Interview auch eine hohe Spielintelligenz. Zudem hat die Hanauer Nummer 19 Nerven wie Drahtseile und schreitet stets – mit absoluter Selbstverständnis – für sein Team zum Siebenmeterpunkt.

„Max versucht schon immer Topleistungen aufzurufen und in dieser Saison macht er das unheimlich gut“, weiß HSG-Cheftrainer Hannes Geist. „Gerade auf der für ihn neuen Position auf Linksaußen. Er bereichert mit seiner positiven Art die Mannschaft ganz ungemein und daher freue ich mich, dass wir unsere gemeinsame Arbeit fortsetzen.“

 

Das Bild von Max Bergold hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, stand am vergangenen Wochenende der letzte reguläre Spieltag der Saison an. Der TV Kirchzell muss nach der Niederlage in Gelnhausen den Weg in die Relegation gehen.  Hanau und Nieder-Roden verloren zum Abschluss der regulären Runde, was aber keinen Einfluss mehr auf die Tabellenplätze hatte.

 

 

Mit der 25:31-Niederlage in Gelnhausen und den gleichzeitigen Siegen der beiden ärgsten Konkurrenten Friesenheim-Hochdorf (zu Hause gegen Hanau mit 28:22 gewonnen und Dutenhofen/Münchholzhausen auswärts mit 30:28 in Nieder-Roden gewonnen) sind die Träume des TV Kirchzell, den zehnten Platz zu erreichen, geplatzt. Dieser zehnte Rang musste mit dem Ende der regulären Saison erreicht werden, um direkt die Liga zu halten. Die Mannschaft auf dem elften Platz muss in die Relegation zum Klassenerhalt, die Teams dahinter sind direkt abgestiegen.

Kirchzell ist zwar punktgleich (23:29) mit Friesenheim-Hochdorf, hat aber den direkten Vergleich gegen die mHSG verloren. Damit muss der TVK in die Relegation mit den anderen Mannschaften der Staffeln Nord, Süd, West und Ost, die ebenfalls nach Abschluss der Runde auf dem elften Platz stehen.

In den Durchführungsbestimmungen des DHB heißt es, dass die Vereine auf Platz elf jeder Staffel eine Runde um den Klassenverbleib spielen. Gespielt wird in einer Gruppe Jeder gegen Jeden mit Hin- und Rückspiel. Die Platzkennziffern werden gelost. Weiter heißt es, sofern es nicht vermehrte Rückzüge gibt, wird ein letzter freier Startplatz für die nächste Runde ausgespielt. Was wiederum heißt, dass wohl vier Teams aus der Relegationsrunde absteigen.

Zum Spiel selbst:

Dem TVK war die Nervosität anzumerken. Da konnten auch die cirka 150 mitgereisten Fans, die ihrer Mannschaft während der 60 Spielminuten den Rücken stärken wollten, nichts ändern. Ein enttäuschter Gottfried Kunz, sportlicher Leiter, brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „So ist der Sport. Wir können unserer Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat gekämpft. Aber Gelnhausen war einfach besser.“

Bis zum 4:4 (5. Minute) war noch alles im Lot. In der Folge erlaubte sich der TVK Ballverluste, die die Heimmannschaft zu Tempogegenstößen nutzte. Der pfeilschnelle TVG-Kapitän Malolepszy und zweimal Nils Bergau sorgten für das 7:4 (7.) und Kirchzell nahm die Auszeit. Zwar gelang Kreisläufer Leon David, der nächste Saison das Trikot des TVG trägt, das 5:7, doch schnell zogen die Hausherren wieder davon. TVK-Coach Andi Kunz wechselte den Torhüter, brachte Joshua Löffelmann für Tobias Jörg. Doch immer wieder waren es technische Fehler, Schüsse, die der gegnerische Torhüter mühelos hielt oder die neben das Tor gingen, die es Gelnhausen leicht machten, den Vorsprung zu halten. Sahen die Aktionen der letzten Spieltage so einfach und selbstverständlich aus, schien es jetzt, als ob die junge TVK-Crew Blei in den Beinen hätte. Der TVG hingegen spielte locker und vor allem clever auf, war im Kopf und dadurch auch in den Beinen immer einen Tick schneller und es schien, als ob die Geiger-Schützlinge schon jede Aktion des TVK vorausahnen würden. Trotzdem kämpfte sich der TVK in der 17. Minute auf zwei Treffer heran (12:10), doch der TVG wurde nicht nervös. Im Gegenteil. Er stockte auf und ging mit 19:13 in die Pause. War das schon die Vorentscheidung? 

TVK verkürzte nach Wechsel

Nach dem Wechsel verkürzte der TVK zunächst auf fünf Tore. Doch dabei sollte es zunächst einmal bleiben. Beim 22:16 gelangen den Gästen dann drei Tore in Folge zum 19:22 und sie hatten Treffer vier zum 20:22 auf der Hand. Dieser fand den Weg ins gegnerische Tor nicht und damit war die Chance, auf zwei zu verkürzen dahin. Die Gäste wechselten wieder die Torhüter, versuchten alles. Aber der Vorsprung der Hausherren wollte einfach nicht schmelzen. Ein Blick in die Runde zeigte, dass die Kirchzeller Fans immer öfter auf ihre Handys schauten, um zu sehen, was in den anderen Hallen passierte. Was sie sahen, machte nicht gerade Mut, denn die Konkurrenz lag in Führung. Sie feuerten ihr Team im Endspurt noch einmal kräftig an. Julian Lahme, den TVG-Trainer Geiger nach dem Wechsel zwischen die Pfosten schickte, hielt in der Endphase dreimal vom Punkt. Doch da war die Messe längst gelesen. Seine Vorderleute spielten die restliche Zeit geschickt zu Ende und ließen einen fassungslosen Gegner mit hängenden Köpfen zurück. 

„Dass wir mit 23 Punkten bei 14 Mannschaften in die Relegation müssen, ist nicht zu glauben“, schüttelte TVK-Spielmacher Tom Spieß ungläubig den Kopf. Und sein Coach Andi Kunz sagte: „Glückwunsch an Gelnhausen zum absolut verdienten Sieg und danke an unsere Fans. Wir haben gekämpft, alles probiert, aber der TVG war sehr beweglich und hat clever gespielt. Wir haben viele Bälle verloren, haben den Gegner am Anfang gleich auf drei wegziehen lassen. Das hat sich durchs Spiel geschleppt. Auch in Halbzeit zwei hatten wir gute Phasen, doch der TVG zog wieder weg. Wir haben das Ding in den ersten zehn, 15 Minuten verloren.“

TVG-Trainer Geiger freute sich, dass „wir von Beginn an hellwach waren und die Dinge, die wir besprochen haben, auch umgesetzt haben. Ich wünsche dem TVK viel Erfolg in der Relegation, damit wir auch nächste Saison wieder gegeneinander antreten können.“

 

Baggerseepiraten mit toller Saisonbilanz

Mit einer unnötigen Heimniederlage hat die HSG Rodgau Nieder-Roden die Punktspielrunde 2022/23 beendet. Das 28:30 gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II hatte für die „Baggerseepiraten“ zwar keine tabellarischen Auswirkungen mehr, da sie nicht mehr von Platz vier verdrängt werden konnten, für den Gegner aber umso mehr. Denn dadurch entging die Reserve der Wetzlarer Bundesliga-Handballer dem drohenden Abrutschen in die Abstiegsrelegation.

Die über 400 Zuschauer in der Rodaustrom Sportarena sahen zu Beginn eine zerfahrene Partie, in der vor allem die Gastgeber schwer in Tritt kamen, im Angriff schlechte Würfe nahmen und deshalb folgerichtig nach sieben Spielminuten 1:3 in Rückstand lagen. Dann aber ging ein Ruck durchs Team von Trainer Jan Redmann, das fünf Tore in Folge erzielte, in der Abwehr im Mittelblock Beton anrührte und die daraus resultierende Drei-Tore-Führung (6:3) bis zur 51. Minute verteidigte (26:23).

Doch in der Schlussphase bekamen die Gastgeber in der Verteidigung überhaupt keinen Zugriff mehr auf die kampfstarken Mittelhessen, die in der ersten Hälfte noch so starke Verteidigung wurde löchrig wie ein Schweizer Käse, und im Angriff spielten die Redmann-Schützlinge einen solchen. Die Folge: Durch vier Treffer in Serie hatte auf einmal der Gast mit 27:26 die Nase vorn und das Momentum eindeutig auf seiner Seite. Die Hausherren versuchten zwar noch einmal, zurückzukommen, aber die von ihren lautstarken Fans frenetisch angefeuerten und zunehmend selbstbewusster agierenden Gäste ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und konnten nach der Schlusssirene einen nicht unverdienten Sieg und damit den Klassenerhalt bejubeln.

 

Hanau verliert zum Hauptrundenschluss in Friesenheim-Hochdorf

Zwei Wochen vor Beginn der Aufstiegsrunde zur zweiten Handball-Bundesliga hat die HSG ihr letztes Hauptrundenspiel beim HLZ Friesenheim-Hochdorf verloren. Gegen engagiert gegen den Abstieg kämpfende Hausherren kam der Meister der Staffel Süd-West nicht über ein 22:28 (9:12) hinaus. Da halfen auch keine zwölf Treffer vom erneut gut aufgelegten Linksaußen Max Bergold und Rechtsaußen Dennis Gerst (7 Tore). Das Duell bot dabei schon vor dem Anpfiff merklich Brisanz, denn das Handball-Leistungszentrum brauchte auf jeden Fall einen Sieg, um die Klasse sicher zu halten.

Zwei Niederlagen zum Abschluss der regulären Saison waren nicht die Art und Weise, wie HSG-Cheftrainer Hannes Geist und sein Team sich die vergangenen beiden Wochen vorgestellt hatten: „Heute hat einfach die kämpferische Mannschaft gewonnen. Das muss ich meinem Team leider vorwerfen. Meine Spieler haben heute in keiner Phase des Spiels Normalform geleistet hat, anders als letzte Woche. Daher muss man die letzten beiden Niederlagen unterschiedlich bewerten.“

Vor 150 Zuschauern im Sportzentrum Hochdorf kam Hanau eigentlich gut in die Partie und führte schnell durch drei Treffer von Max Bergold, 3:1 (5. Minute). Doch als der in dieser Saison so treffsichere Linksaußen in der neunten Minute mit einer Zeitstrafe vom Feld musste drohte das Spiel zu kippen. Friesenheim-Hochdorf machte merklich Druck und glich beim 4:4 (10.) von Timo Heuft wieder aus.

Zwar parierte Fabian Tomm, der am Samstag für den krankheitsbedingt nicht mitgereisten Can Adanir im Tor übernahm, mit einer Glanztat einen Siebenmeter von Malte Dorra, doch es blieb nun klar die Spielphase des HLZ. Vom 4:4 enteilten die Hausherren bis auf 9:5 (19.). Dabei fanden die Baden-Württemberger immer wieder gute Antworten auf die Hanauer Defensive und ließen so das in dieser Saison eigentlich starke Konterspiel der Grimmstädter kaum zur Entfaltung kommen. Geist legte in 19. Minute die Grüne Karte auf den Tisch. Das taktische „Nachjustieren“ hatte aber nur wenig Effekt und die Führung der Hausherren beim 11:7 (27.) weiter Bestand.

Zu Beginn der zweiten Hälfte versuchten sich die Südhessen noch einmal gegen die Niederlage zu stemmen, doch das HLZ ließ kaum einen Zweifel daran aufkommen, dass man dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte. Spätestens nach dem 26:18 (50.) von Max Neuhaus schien die Partie schon vor der Schlussphase gelaufen. Den Schlusspunkt setzte Dennis Gerst mit seinem 22:28 (59.).

 

 

 

Den Artikel über den TVK habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 
Mit 25:31 verlor in der zweiten Handball-Bundesliga der TV Großwallstadt beim VfL Eintracht Hagen und konnte nicht an seine zuletzt gezeigte gute Leistung anknüpfen. Bis zur 40. Minute begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Danach übernahmen die Hausherren das Zepter und gewannen am Ende verdient.
 
Dabei war im Vorfeld klar, dass im Spiel zwischen den beiden Rivalen alles möglich sein kann. Jeder kann jeden schlagen und die vorhergehenden Matches waren immer eng. Allerdings benötigte Hagen die Punkte um sich vom unteren Tabellenende zu entfernen. Der TVG hingegen, der neben seinen Langzeitverletzten auf den erkrankten Mario Stark verzichten musste, wollte keinesfalls zweimal gegen Hagen verlieren.
 
Los ging das Spiel in der Krollmann-Arena sehr kurios, denn nach 38 Sekunden musste Maxim Schalles bereits für zwei Minuten auf die Bank und zusätzlich gab es noch einen Strafwurf gegen den TVG. Gleichzeitig musste ein VfL-Spieler ebenfalls für zwei Minuten pausieren. Anscheinend ein Wechselfehler. Nach dem 2:2 und 3:3 vergab Frieder Bandlow beim 5:3 für Hagen vom Punkt, doch bereits im nächsten Angriff war der TVG beim 5:4 wieder dabei. Munter ging es weiter und Finn Wullenweber traf zum 7:6-Anschluss, Torhüter Boukovinas erzielte den Anschluss und sofort danach traf Schauer zur ersten TVG-Führung (7:8). Kreisläufer Thomas Rink, der früher die Farben von Hagen trug, sorgte für das 9:7. Beide Mannschaften agierten hinten und vorne gut, wobei bei Hagen der Mittelblock Becker/Pröhl nicht von schlechten Eltern war. Hinzu kam Grzesinski im Tor, der erneut einen guten Tag erwischte. Es dauerte nicht lange und die Hausherren glichen wieder aus. Doch die Gäste gingen erneut in Front und das Tor zum 11:10 von Klenk, den Kammlodt toll in Szene setzte, war traumhaft. Hagens Trainer Neff nahm die Auszeit und diese fruchtete. Innerhalb kürzester Zeit drehten seine Spieler das Ergebnis auf 14:11. Nun zog Slava Lochman den grünen Karton, gab letzte Anweisungen vor der Pause und Babarskas war es, der zur Halbzeit auf zwei Tore verkürzte (14:12).
 
Hagen hatte das Momentum auf seiner Seite
 
Nach der ausgeglichenen ersten Hälfte konnte der TVG den ersten Angriff in Halbzeit zwei nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Die Gastgeber machten es besser und Kapitän Schmidt gelang ein tolles Anspiel auf Kreisläufer Stüber – 15:12. Diese Führung hatte bis zur 42. Minute Bestand (20:17). Bereits hier machte sich bemerkbar, dass die Hausherren das Zepter immer mehr in die Hand nahmen. Zwei Minuten später stand es 22:18, doch Florian Eisenträger verwandelte seinen bis dato dritten Strafwurf sehr sicher zum 19:22 für sein Team. Die Chance auf zwei Tore zu verkürzen war da, doch Hagens Grzesinski verhinderte dies. Schnell stand es wieder vier vor für den VfL (23:19). Hagen stand sehr gut in der Abwehr, hatte das Momentum auf seiner Seite und zwang den TVG zu einigen Fehlern.
 
Zehn Minuten vor Schluss stand es 26:20 für die Hausherren und TVG-Trainer Lochman zog die Reißleine (51.). Die Hausherren ließen sich nicht aus der Spur bringen, agierten konzentriert weiter und vor allem VfL-Akteur Norouzinezhad war nicht aufzuhalten und erzielte mit dem 28:22 seinen insgesamt zehnten Treffer. Wollte der TVG noch etwas Zählbares mit nach Hause nehmen, dann musste er jetzt noch einmal Gas geben. Aber VfL-Kapitän Valentin Schmidt und Co. knüpften an die Leistung von vergangener Woche gegen Ludwigshafen an und trafen zum 30:24. Der TVG brachte nun den jungen Torhüter Julian Ohm, der sich auch gleich auszeichnen konnte. Außen Dmytro Redkyn verkürzte noch einmal (30:25). Am Hagener Sieg gab es aber nichts mehr zu rütteln und der TVG musste ohne Punkte nach Hause fahren.
 
Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.
 
Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.
 
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, kommt es am Wochenende zum letzten Spieltag in der regulären Runde. Da geht es noch einmal für einige Mannschaften hoch her, denn es geht beispielsweise für den TV Kirchzell in Gelnhausen um alles. Aber auch Friesenheim-Hochdorf kämpft gegen Hanau um den Ligaerhalt, genauso wie Dutenhofen/Münchholzhausen in Nieder-Roden.

Weiter spielen: TSG Haßloch – VTV Mundenheim, HSG Pohlheim – VfL Gummersbach II, TuS Dansenberg – DJK Waldbüttelbrunn. 

 
Es geht um alles für den TV Kirchzell
 
Eine bärenstarke Leistung nach der anderen zeigte der TV Kirchzell im Endspurt der Runde in den letzten vier Spielen. Nach dem Ausrutscher in Waldbüttelbrunn folgte eine Siegesserie zuhause gegen Friesenheim-Hochdorf II und Dutenhofen/Münchholzhausen II, auswärts in Dansenberg und vergangene Woche daheim gegen Nieder-Roden. Derzeit steht der TVK auf dem neunten Tabellenplatz – und muss trotzdem noch einmal zittern. Denn auch die Konkurrenz ließ zuletzt nichts anbrennen.
 
Die Tabellensituation schaut wie folgt aus: Hanau und Ferndorf auf Rang eins und zwei sind für die Aufstiegsrunde qualifiziert, Gelnhausen und Nieder-Roden sind für die DHB-Pokalrunde qualifiziert. Für diese Teams geht es am letzten regulären Spieltag also um nichts mehr. Am anderen Ende der Tabelle sind Mundenheim, Pohlheim und Waldbüttelbrunn abgestiegen.
 
Kirchzell (23:27 Punkte), Dutenhofen (22:28) und Friesenheim (21:29) kämpfen darum, direkt in der dritten Liga zu bleiben und nicht den Umweg über die Relegation zu machen. Dazu braucht es den zehnten Tabellenplatz. Für die Kirchzeller heißt das, dass sie – wollen sie auf Nummer sicher gehen – unbedingt gewinnen sollten. Bei einem Sieg oder einem Unentschieden in Gelnhausen, wäre der TVK „durch“ und es wäre egal, wie Friesenheim spielt. Verliert aber der TVK und Friesenheim gewinnt, dann wären beide punktgleich, aber der TVK im direkten Vergleich mit Friesenheim schlechter (26:37 Hinspiel, 28:22 Rückspiel).
 
Würde Dutenhofen in Nieder-Roden gewinnen und der TVK nur einen Punkt in Gelnhausen holen, dann sind auch hier beide punktgleich und auch hier schneidet Kirchzell im direkten Vergleich schlechter ab (30:36 Hinspiel, 26:23 Rückspiel). 
 
„Das alles sind Rechenspielchen. Wir können vor dem letzten Spieltag reden und hin- und herrechnen wie wir wollen. Die anderen Teams rechnen sich noch genauso was aus wie wir auch. Wir sollten deshalb tunlichst alles darauf ausrichten, dass wir uns auf uns konzentrieren und in Gelnhausen gewinnen. Da brauchen wir weder hoffen noch sonst was“, sagt TVK-Trainer Andi Kunz richtig. Und weiter sagt er: „Wir sind in einer enormen Drucksituation und für uns geht es darum, trotz des Drucks das Spiel zu gewinnen. Basta.“ 
 
Kämpferisch und moralisch überzeugt
 
Sein Team hat gerade die letzten vier Spiele kämpferisch und moralisch überzeugt und mit viel Willenskraft sich die Erfolge geholt. In Gelnhausen trifft der TVK auf eine Mannschaft, die „mit einer enormen Präzision und technischem Niveau und mit viel Energie spielt“, sagt Kunz. Das Hinspiel stand Spitze auf Knopf, ehe der TVK mit einem Tor verloren hat. Diesmal sollten die Gäste alles daran setzen, kämpferisch dagegen zu halten und noch einmal das Maximale aus sich herauszuholen. Gerade zuletzt hat der TVK im Kollektiv verstanden, dass er sich nichts mehr erlauben darf. Der Gastgeber geht seit Wochen auf dem Zahnfleisch, hat immer wieder Ausfälle zu verzeichnen, fährt aber Woche für Woche Erfolge ein. Das zeigt eine unglaubliche Willenskraft der jungen Mannschaft von Trainer Geiger. Und von einer guten Qualität – angefangen im Tor mit Julian Lahme oder Alex Bechert, Yannik Mocken oder Fynn Hilb sind kaum einzufangen und an Abwehrchef Nils Bergau ist schwer vorbei zu kommen.
 
Andi Kunz hofft, dass am Samstag alle seine Spieler dabei sein können. „Wir müssen das Training gut dosieren, denn die Jungs schleppen wirklich was mit sich herum. Und wir brauchen den einen oder anderen Zuschauer, der uns unterstützt. Das hat sich die Mannschaft a) auch verdient und b) gibt es eventuell etwas zu feiern!“

 

HSG Hanau in Friesenheim-Hochdorf gefordert

Eine Woche nach der unglücklichen Niederlage gegen die HSG Pohlheim, ist die HSG Hanau beim HLZ Friesenheim-Hochdorf gefordert. Die letzte Partie in der Hauptrunde der Drittligasaison 2022/23 steht an. Für den Meister der Staffel Süd-West allerdings keine einfache Auswärtsfahrt, denn für das Handball-Leistungszentrum geht es im Saisonendspurt noch um alles. Hanau hingegen will sich nach dem Misserfolg gegen den Vorletzten Pohlheim wieder auf die alten Stärken besinnen und im April mit einem guten Gefühl in die Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga starten.

Zunächst heißt der Gegner aber HLZ Friesenheim-Hochdorf, der Tabellenelfte der Südweststaffel. HSG-Trainer Hannes Geist weiß genau, auf was sich die Grimmstädter am Samstag gefasst machen müssen: „Für Friesenheim geht es an diesem letzten Spieltag noch um sehr viel, nämlich ob sie den direkten Klassenerhalt schaffen oder in die Relegation müssen.“

Geist erwartet, dass die Reserve der Eulen Ludwigshafen für das entscheidende Spiel am Samstagabend auch mit Akteuren aus der 2. Liga aufgefüllt wird. „Das macht es sicherlich zu einer brutalen Herausforderung für uns“, so Geist. „Diese wollen wir aber gerne annehmen. Gerade nachdem wir letzte Woche verloren haben.“

Die Niederlage gegen die Mittelhessen aus Pohlheim, immerhin die erste nach zuvor 14 Siegen in Serie, habe man in der laufenden Trainingswoche gut aufarbeiten können. „Wir haben an einigen Stellschrauben gedreht und die Spieler haben im Training eine Antwort gegeben“, meint Geist. Ritter, Bergold & Co. wollen am Samstag nur auf sich schauen und ihre bestmögliche Leistung abrufen. Geist erwartet von seinem Team dabei die einfachen Tore, sowie Ballgewinne, schnelles Gegenstoßspiel und viel Tempo.

 

Nieder-Roden erwartet schweres Spiel

Die Serie von sieben Spielen ohne Niederlage endete etwas unglücklich im Derby beim abstiegsgefährdeten TV Kirchzell. Im Gegensatz zu den Partien zuvor fehlte im Angriff die letzte Konsequenz und auch in der Deckung zeigten sich etwas größere Lücken als in den Spielen zuvor. Dennoch kämpften die Baggerseepiraten bis zum Ende und ließen sich auch von einem Fünf-Tore-Rückstand acht Minuten vor dem Ende nicht abschütteln.

Am Wochenende wartet ein schwerer Brocken auf die Piraten vom Baggersee, denn die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen will mit aller Kraft das Abrutschen auf den Relegationsplatz und den drohenden Kampf gegen den Abstieg vermeiden. Je nach den Ergebnissen der anderen Partien könnte es dabei sein, dass die Mittelhessen einen Sieg benötigen. Das Team von Trainer Axel Spandau wird sich also voll reinhauen und angeführt von Top-Torjäger Tim Rüdiger (mit 144 Treffern bester Feldtorschütze der Liga) um jeden Meter Boden kämpfen.

Rüdiger zur Seite stehen bei den Grün-Weißen vornehmlich junge Wilde, die ihr Handwerk in Abwehr und Angriff verstehen. Im Tor lief Simon Böhne zuletzt zu Höchstform auf und mit Leon Bremond tritt zu den Strafwürfen einer der sichersten Siebenmeterschützen der dritten Liga an.

Auf Seiten der Baggerseepiraten freute sich Trainer Jan Redmann vor allem über die Rückkehr von Shooter Ketil Horn in den Kader, auch wenn ein Einsatz am vergangenen Wochenende noch nicht erfolgte. In Kombination mit den wieder verfügbaren A-Jugendlichen bieten sich den Rodgauern mehrere Alternativen an.

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Dankeschön dafür.

 

Den Artikel über den TVK habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

Das Beitragsbild vom TVK ist von mir.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung holte sich der TV Großwallstadt in der zweiten Handball-Bundesliga am vergangenen Wochenende gegen die jungen Wilden vom 1. VfL Potsdam den verdienten Sieg. Am Tabellenplatz hat sich für den TVG nichts geändert. Er steht noch immer auf Rang elf, kann aber mit einem Sieg am Freitagabend in Hagen sein Konto ausgleichen. 
 
Aber auch die Gastgeber überzeugten zuletzt und holten sich einen knappen, aber letztlich verdienten 34:33-Heimerfolg über die Eulen Ludwigshafen. Und das, obwohl die Eintracht auch einige personelle Probleme hat. Mit dem 15. Platz in der Tabelle hinkt die Eintracht sicher etwas ihren eigenen Erwartungen hinterher, denn der Kader liest sich anders. VfL-Kapitän Valentin Schmidt sagt daher auch: „Wir haben einen super Kader, hatten uns vor der Saison mehr vorgenommen. Gerade nach dem guten Abschneiden vom vergangenen Jahr.“ Damals erzielte Hagen in der Schlussabrechnung einen überragenden siebten Rang mit 41 Pluspunkten. Davon ist die Eintracht derzeit weit entfernt. Im Gegenteil. Die Mannschaft von Trainer Stefan Neff muss schauen, dass sie sich aus dem hinteren Tabellenplatz weg schafft. Das sieht auch Schmidt so: „Wir müssen schauen, dass wir so schnell es geht, uns aus dem Abstiegskampf heraus kämpfen. Natürlich haben wir Langzeitverletzte, aber unser Kader ist eigentlich breit genug aufgestellt. In dieser jetzigen Situation haben wir uns nicht gesehen.“ Aber der Kapitän sagt auch: „Wir schaffen es derzeit nicht, Konstanz in unser Spiel zu bringen. Wir können jeden schlagen, aber auch gegen jeden verlieren.“
 
Gut besetzter Kader
 
Die Hagener haben mit Tobias Mahncke und Mats Grzesinski zwei gute Torleute, sind mit Frederic Stüber oder Alexander Becker am Kreis, im Rückraum mit Kim Voss-Fels, Philipp Vorlicek, Valentin Spohn oder Valentin Schmidt gut aufgestellt. Nicht zu vergessen, auf Außen Pierre Busch, der dem TVG bestens bekannt ist. „Und sie haben mit Ghareholo Norouzinezhad einen bärenstarken Spielgestalter, den es für uns gilt, in den Griff zu bekommen“, sagt TVG-Geschäftsführer Michael Spatz. Zuletzt erzielte der Iraner zehn Treffer gegen Ludwigshafen. Doch Michael Spatz ist zuversichtlich, dass der TVG trotzdem das Spiel erfolgreich gestalten wird. „Sie stehen zwar mit dem Kader meiner Meinung zu weit unten in der Tabelle und  – sie haben schon das Hinspiel bei uns gewonnen. Zweimal gegen die gleiche Mannschaft zu verlieren, wollen wir nicht. Daher werden wir alles daran setzen, von dort die Punkte zu entführen.“
 
Für den VfL-Kapitän Schmidt findet Frieder Bandlow beim TVG am gefährlichsten. „Frieder ist ein super Spieler und wir dürfen ihm keine Freiräume geben. Für mich ist er ein Schlüsselspieler beim TVG. Natürlich sorgen Finn Wullenweber und Adrian Kammlodt mit viel Wurfgewalt für das Gesamtpaket und der TVG spielt mit einer gewissen Selbstverständlichkeit. Wir müssen von Anfang an hellwach sein.“
 
Tatsächlich kann die Mannschaft von Trainer Slava Lochman mit viel Selbstvertrauen antreten, hat aus den letzten drei Spielen fünf Punkte geholt. Lochman hat auch diesmal sein Team gut auf den Gegner eingestellt und daher soll auch aus Hagen etwas Zählbares mit nach Hause gebracht werden. 
 
Der TVG-Coach hofft, dass er – bis auf die schon länger Verletzten – alle Mann an Bord hat.
 
Das tolle Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Nationaltorhüterin Ann-Cathrin Giegerich wird ab der kommenden Saison für den mehrfachen Champions-League-Sieger ZRK Buducnost Podgorica auflaufen. Sie hat zunächst einmal einen Vertrag für ein Jahr unterschrieben.
 
Die 31-Jährige steht seit 2020 beim ungarischen Erstligisten DVSC Debrecen unter Vertrag, zog Anfang des Jahres aber ihre Option, um zu einem neuen Verein zu wechseln. „Ich hatte für mich selbst schon länger die Entscheidung getroffen, noch einmal den Verein zu wechseln, das Land zu wechseln, um einfach was Neues zu sehen“, sagt Anca Giegerich.
 
Nun wurde es der montenegrinische Rekordmeister, für den auch schon Clara Woltering einige Jahre das Trikot trug. Woltering ist eine ehemalige Nationaltorhüter-Kollegin von Anca Giegerich und aktuell Torhüter-Trainerin beim Erstligisten BVB Dortmund und bei der Nationalmannschaft. „Ich habe mich, nachdem das Angebot von Buducnost vorlag, mit Clara kurzgeschlossen und sie hat mir einiges über Land und Leute und Verein erzählt. Das hat mir gut gefallen. Vor cirka zwei einn paar Wochen kam dann der erste Kontakt über meinen Berater zustande – ja, und dann ging alles sehr schnell“, lacht die gebürtige Großwallstädterin. Sie ist der vierte Neuzugang für die kommende Saison für Buducnost. 
 
Dritter Kreuzbandriss
 
Anca Giegerich hatte vor fast genau einem Jahr ihren dritten Kreuzbandriss. „Immer schön abwechselnd – links, rechts, links“, sagt die Torhüterin, die froh ist, seit Januar wieder für ihren Verein spielen zu können. „ich habe mich in Deutschland operieren lassen, war dann in Spanien und Deutschland zur Reha und jetzt kann ich wieder spielen. Natürlich muss ich jetzt mehr für mein Knie tun und gezielt trainieren. Aber ich hab das alles im Griff“, hat sie trotz der erneut schweren Verletzung ihr sonniges Gemüt und ihren Humor nicht verloren. 
 
Mit ihrem jetzigen Verein will sie unbedingt in der Liga Dritter werden und im Pokal ins Final Four einziehen. „Dritter gilt hier mehr als bei uns in Deutschland. Da bekommst du eine Medaille und wirst so richtig gefeiert“, weiß sie zu erzählen. Auch die Fankultur ist in Ungarn eine ganz andere als in Deutschland. „Wir haben jede Menge junge Fans, die uns feiern, Fahnen schwingen und eine tolle Atmosphäre verbreiten. Das ist mit Deutschland nicht zu vergleichen.“ So wie die Mentalität im Training. Die ist härter als hierzulande. 
 
Sie ist gespannt, wie es in ihrem neuen Verein werden wird. Die Vorbereitung geht in Montenegro etwas später los als gewöhnlich. Und dass ein Team nicht in der Liga spielt, sondern nur in der Champions League auftritt, ist auch neu für sie. „Wir werden wohl mehr Turniere spielen und öfters ins Trainingslager gehen. Ich bin wirklich neugierig wie dort alles ist“, freut sie sich auf ihre neue Herausforderung, die sie sicher nicht nur spielerisch, sondern auch sprachlich fordert. „Ich muss ja jetzt vom ungarischen ins serbische umswitschen.“ 
 
Jüngst spielte ihr neuer Klub in Budapest gegen Ferencvaros in der Champions League. Das hat sie sich angeschaut und sagte vor der Partie augenzwinkernd: „Ich weiß aber jetzt gar nicht, für wen ich die Daumen drücken soll. Für meinen zukünftigen Verein oder für meine deutschen Kolleginnen, die für Budapest spielen…“ 
 
 
 
Ann-Cathrin Giegerich spielte in der Jugend beim TV Großwallstadt und bei der HSG Sulzbach/Leidersbach. Dort spielte sie später auch in der Bundesliga (2010 bis 2011). In der Saison 2009/10 war sie für den Zweitligisten TV Mainzlar aktiv. Von 2011 bis 2017 trug sie das Trikot der SG BBM Bietigheim und wurde mit der SG deutscher Meister. Anschließend folgte eine Saison bei der Sport Union Neckarsulm, ehe sie zum Thüringer HC wechselte. Ab 2020 spielt sie in Debrecen (Ungarn). 2021 wurde sie mit ihrem Verein Vize-Pokalsieger und 2022 kam sie mit Debrecen auf Platz drei in der Liga.
 
Das Bild, das Anca bei der Vertragsunterschrift zeigt, hat sie uns zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.
 
Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball A-Jugend-Bundesliga hat sich die HSG Rodgau Nieder-Roden in der Pokalrunde 2 die Tabellenführung geholt und ist mit dem 31:26-Sieg über den HSC Coburg nun Gruppenerster. Für die Mannschaft von Trainer Christian Sommer ist es der neunte Sieg im zehnten Spiel und die Revanche für die Hinspielniederlage in Coburg ist ebenfalls geglückt.

Nun geht es am 23. April mit dem Hinspiel im Viertelfinale des DHB-Pokals weiter. Der Gegner steht noch nicht fest. Fest steht aber, dass die HSG als Tabellenerster erst auswärts ran muss, ehe es eine Woche später zum Rückspiel nach Nieder-Roden geht. Die Jungs der HSG werden alles geben, denn bei einem Einzug ins Halbfinale wäre die Teilnahme nächste Saison an der A-Jugend-Bundesliga gesichert. Und es geht auch um die Titelverteidigung, denn in der vergangenen Runde entschied die Mannschaft den DHB-Pokal für sich.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Drittligist HSG Hanau muss sich nach einem Ersatz auf der Torhüterposition umsehen. Keeper Fabian Tomm hat dem Verein mitgeteilt, nicht über den Sommer hinaus bei den Südhessen bleiben zu wollen. Der Student der Wirtschaftswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz will sich in Zukunft mehr auf sein Studium konzentrieren. Der Schlussmann befindet sich in seiner sechsten Saison für die Grimmstädter.

„Es ist schade, dass Fabian uns verlässt“, meint der sportliche Leiter der HSG Hanau, Reiner Kegelmann. „Er hatte zuletzt im Training maximalen Einsatz und gegen Gummersbach und Gelnhausen gute Leistungen gezeigt.“ In dieser Saison stand der großgewachsene 23-Jährige, der innerhalb der Mannschaft und bei den Fans den Spitznamen „Tomminator“ trägt, in 21 von 25 Partien im Kader. Auszeichnen konnte er sich dabei in dieser Spielzeit im Auswärtsspiel beim TV Gelnhausen oder beim überragenden 41:29-Heimsieg gegen den VfL Gummersbach im Dezember. Damals war er mit zahlreichen Paraden einer der Männer des Abends.

Fabian Tomm kam 2017/18 zur A-Jugend der HSG

Fabian Tomm kam in der Spielzeit 2017/18 zur A-Jugend der HSG Hanau und war in der darauffolgenden Saison ein Teil der A-Junioren-Mannschaft, welche die bislang erfolgreichste Jugendhandball-Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte spielte (Platz 3 in der Staffel Mitte und 31:13 Punkte). In seinem zweiten Jahr bei den Junioren rückte der Schlussmann – damals als dritter Torhüter –  in den Kader der Drittliga-Mannschaft auf und war auch in den darauffolgenden Saisons ein fester Bestandteil des Torwartgespanns.

„Da ich bereits seit zwei Jahren in Mainz wohne und fast täglich nach Hanau und zurück pendle, ist der Aufwand einfach zu groß geworden. Zudem möchte ich mein Studium in der nächsten Zeit erfolgreich beenden, weshalb ich mehr Fokus darauf legen muss“, meint Fabian Tomm. „Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, da ich mich die letzten sechs Jahre bei der HSG immer wohl und willkommen gefühlt habe, gerade auch jetzt, mit dem sportlichen Erfolg und so einer geilen Mannschaft. Ich glaube aber trotzdem, dass es der richtige Schritt für mich ist. Natürlich werde ich in Zukunft versuchen, oft in der Halle vorbeizuschauen und die Jungs zu unterstützen, um zusammen mit dem „Blauen Block“ weiter überragende Siege zu feiern.“ Ein neues sportliches Ziel stehe für ihn noch nicht fest.

Während der Corona-Pandemie erkrankte Tomm selbst am Virus und litt danach an einer Herzmuskelentzündung. „Das hat sich für ihn durch das ganze Jahr 2022 gezogen und ihm schwer zu schaffen gemacht“, meint sein Trainer Hannes Geist. „Aber er hat sich davon erholt und sich zurückgekämpft. Wir hätten auch sehr gerne mit ihm weitergearbeitet. Ich drücke ihm aber natürlich die Daumen für sein Studium und wünsche ihm für den weiteren Weg alles Gute.“

 

Das Bild von Fabian hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, gab es am vergangenen Wochenende im Endspurt der regulären Saison ein paar interessante Ergebnisse. Der TV Kirchzell gewann gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden, Gelnhausen nahm aus Mundenheim die Punkte mit nach Hause und die HSG Hanau muss gegen Pohlheim eine Niederlage hinnehmen.

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Mehr Spannung in der Schlussphase eines Spiels geht nicht. Und was die Mannschaft des Trainer-Duos Hauptmann/Kunz am Samstagabend erneut aufs Parkett gebracht hat, ist nicht hoch genug zu bewerten.
 
Der TV Kirchzell, der mit 26:25 gegen Nieder-Roden gewann, musste auf Maximilian Gläser (berufsbedingt), Michael Meyer-Ricks (verletzt) und Moritz Klenk (keine Freigabe vom TV Großwallstadt) verzichten. Auch zum Bruder-Duell zwischen Tom und Lars Spieß kam es im Derby nicht, denn Lars war – wie einige andere Spieler im HSG-Team – nicht einsatzfähig.
 
Schon vor Beginn der Begegnung war eine tolle Stimmung in Miltenberg. Das setzte sich bis zum Schlusspfiff fort. Der TVK begann sehr gut, führte schnell mit 3:1 und 7:4 (12.). Hier zog HSG-Trainer Jan Redmann erstmals die grüne Karte. Bis dahin wechselte er doppelt in Angriff und Abwehr durch. Und bis dato hatten die Hausherren bereits einen Siebenmeter verworfen und einen Freien vergeben. Beiden Teams war anzumerken, dass sie die Punkte brauchten. Die HSG will sich für die Quali-Runde im DHB-Pokal qualifizieren, der TVK will in der Runde nicht nachsitzen, sondern sich direkt für die nächste Saison empfehlen. So schenkten sich beide in der kampfbetonten und emotionsgeladenen Begegnung von der ersten bis zur letzten Spielminute nichts. Immer wieder gab es tolle Anspiele von Kreisläufer Leon David auf Nico Polixenidis oder Antonio Schnellbachere. Und erneut war Tom Spieß der Dreh- und Angelpunkt im Spiel. Auf ihn hatte der Gegner ein besonderes Augenmerk. Doch das störte ihn nicht. Er zeigte unbeirrt seine Klasse. Auch Joshua Osifo strotzte vor Selbstvertrauen und war von der HSG nie einzufangen. Trotzdem wurde es beim 9:8 (24.) eng. Aber im Handball geht es schnell und kurz danach führten die Gastgeber wieder mit 12:9 und mit 13:10 ging es in die Pause.
 
Nieder-Roden verkürzte schnell
 
Die Mannen von Trainer Redmann verkürzten nach dem Wiederbeginn schnell auf einen Treffer (13:12). Aber mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung lag der TVK in der 40. Minute wieder mit drei vorne, baute diesen Vorsprung sogar auf 22:18 (47.) aus. Zwischenzeitlich wechselte der TVK im Tor und Joshua Löffelmann reihte sich nahtlos an die gute Leistung von Tobias Jörg ein. Immer wieder musste der TVK Zeitstrafen wegstecken. Insgesamt acht Stück, der Gegner hatte die Hälfte. Doch der TVK ignorierte dies alles, blieb seiner Linie mit Unterstützung seines tollen Publikums treu und spielte groß auf. Beim 25:20 (53.) schien eine Vorentscheidung gefallen. Dass ein Fünf-Tore-Vorsprung im Handball so gut wie nichts ist, zeigte die HSG eindrucksvoll. Sie startete die Aufholjagd und die Partie war an Spannung nicht mehr zu überbieten, man verstand sein eigenes Wort nicht mehr. In der 59. Minute fiel der Ausgleich und der TVK zog die Reißleine. Es waren noch 21 Sekunden zu spielen. Die HSG konzentrierte sich auf Tom Spieß und Joshua Osifo nutzte die Lücke um Sekunden vor dem Abpfiff das Siegtor zu erzielen. Der Jubel hätte größer nicht sein können. Da allerdings die Konkurrenz ebenfalls ihre Chance nutzte, Friesenheim-Hochdorf (11.) gewann gegen Waldbüttelbrunn und Dutenhofen/Münchholzhausen (10.) gegen Dansenberg, muss der letzte reguläre Spieltag darüber entscheiden, wer in die Relegation muss. 
 
HSG-Trainer Jan Redmann sagte: „Glückwunsch an den TVK. Sie haben nicht zu unrecht das ganze Spiel über geführt. Wir haben heute nicht ansatzweise unsere Leistung gebracht. Wir haben uns in der tollen Atmosphäre zum Schluss gut reingekämpft. Daher ist es traurig, dass wir nichts Zählbares mit heimnehmen.“
 
TVK-Trainer Alex Hauptmann meinte nach der Partie: „Ich muss meiner Mannschaft erneut ein Riesenkompliment machen. Wir haben nun das vierte Spiel in Folge gewonnen und bei dieser Riesenstimmung war es einfach toll zu spielen. Wir waren fünf Tore vorne, machen drei, vier dumme Fehler. Doch dann macht Joshi Osifo Sekunden vor dem Abpfiff das alles entscheidende Tor. Es ist einfach nur Wahnsinn. Nächste Woche müssen wir in Gelnhausen erneut so kämpfen, denn es müssen nochmal zwei Punkte her.“
 
 
TV Gelnhausen löst Pokalrunden-Ticket

Der TV Gelnhausen gewinnt nach einer unglaublichen Energieleistung dank eines Treffers von Jonathan Malolepszy sechs Sekunden vor Schluss bei der VTV Mundenheim mit 27:26 und macht den größten Erfolg in der jüngeren Vereinsgeschichte perfekt. Angetreten mit dem Ziel Klassenerhalt haben sich die Barbarossastädter mit diesem Auswärtserfolg bereits einen Spieltag vor Schluss sensationell den dritten Platz in der Staffel Süd-West gesichert und damit gleichzeitig die Teilnahme an der Pokalrunde.

„Die Jungs sind auf der letzten Rille gelaufen und haben noch einmal alles herausgekratzt. Riesen Kompliment an diese Mannschaft. Wir haben bis zur letzten Sekunde alles dagegen geworfen und sind in der entscheidenden Phase kühl geblieben. Das war heute eine Mammutleistung“, war Cheftrainer Matthias Geiger nach dem Spiel mächtig stolz auf sein Team.

Schließlich waren die Voraussetzungen alles andere als gut. Mit Philipp Schenk, Michael Hemmer, Henrik Müller, Silas Altwein, Jannik Geisler und Lasse Georgi fehlten erneut verletzungsbedingt sechs Stammkräfte. Immerhin konnte wenigstens Benjamin Wörner nach seiner Kopfverletzung gegen Gummersbach wieder mitmachen.

Das Spiel verlief vor 250 Zuschauern im Schulzentrum Mundenheim zunächst ganz nach dem Geschmack der Gelnhäuser, die von einigen mitgereisten Fans lautstark unterstützt wurden. Nach 14 Minuten traf Malolepszy zur 8:4-Führung und es sah einiges danach aus, als ob der Drittletzte, der nur noch eine Minichance auf einen Nichtabstiegsplatz hatte, sich seinem Schicksal fügen würde. Julian Lahme zog mit Glanzparaden jeweils zum richtigen Zeitpunkt dem Gegner zusätzlich den Zahn. Und so konnte der TVG seinen Vorsprung behaupten und ging mit einem 14:11-Vorsprung in die Pause.

Als nach Wiederanpfiff Yannik Mocken mit zwei Treffern in Folge eine 16:11-Führung herauswarf, deutete nichts mehr darauf hin, dass es noch zu einem dramatischen Herzschlagfinale kommen sollte. Doch als Max Bechert, der bis dato eine bärenstarke Partie insbesondere im Innenblock neben Nils Bergau ablieferte, in der 34. Minute nach einem Foulspiel die Rote Karte sah, veränderte sich die Statik im Spiel schlagartig. Dem Gastgeber gelang plötzlich alles und in der 43. Minute stand es 19:18.

Und es sollte noch schlimmer kommen. Zwar stand es nach 50 Minuten immerhin noch 22:22 doch dann zogen die Mundenheimer noch einmal an und führten in der 56. Minute plötzlich mit 26:23. Der TVG fing sich schnell wieder, agierte eiskalt vor dem Tor und es lief wieder. Gelnhausen hatte beim Stande von 26:26 den Ball, leistete sich aber einen technischen Fehler. Im Gegenzug verwarf Mundenheim. Geiger nahm eine Auszeit und seinem Team blieben noch 20 Sekunden für einen letzten Angriff. Der Ball landete nach mehreren Stationen bei Malolepszy, der sechs Sekunden vor Schluss zum 27:26 einnetzte. Der Jubel danach kannte keine Grenzen.

Da die HSG Rodgau-Nieder-Roden gleichzeitig beim TV Kirchzell verlor, ist der TV Gelnhausen nicht mehr von Platz drei zu verdrängen. Wenn in sämtlichen dritten Ligen alle Spiele absolviert sind, wird der DHB bekanntgeben, wie die Pokalrunde ausgespielt wird. Auf jeden Fall dürfen sich die Fans nun noch ein paar Spiele freuen.

 

Siegesserie von Hanau gerissen

Es war nicht der Abend der Grimmstädter. Am Samstag musste sich das junge Drittligateam der HSG Hanau im Heimspiel gegen die HSG Pohlheim denkbar knapp mit 29:30 (15:15) geschlagen geben. Zuvor hatten die Bergold, Ritter & Co. dem Spiel nur phasenweise ihren Stempel aufgedrückt. Der Tabellenvorletzte HSG Pohlheim hielt mutig dagegen und gestaltete die Partie weitestgehend offen. In buchstäblicher letzter Sekunde rutschte Can Adanir ein Distanzwurf von Pohlheims Nick Weinandt durch die Finger, der späte Siegtreffer für die Gäste aus Mittelhessen.

„Dankeschön für diese tolle Kulisse. Auch wenn wir es nicht zu dem Handballfest gemacht haben, was wir alle wollten“, richtete Geist nach der knappen Niederlage gegen die bereits sicher abgestiegenen Gäste das Wort an die eigenen Fans. Schon beim Hinspiel in der Fremde hatte Hanau mit der HSG seine Probleme. „Ich finde es dennoch beeindruckend, wie unsere Mannschaft bisher gearbeitet hat und wir können auch Stolz auf das sein, was wir bisher geleistet haben“, so Geist.

580 Zuschauern in der Main-Kinzig-Halle wurde danach aber in den ersten 30 Minuten bereits klar, dass es für den frischgebackenen Meister kein Spaziergang werden würde. Zwar brachte Hanaus Toptorschütze Max Bergold seine Mannschaft schnell mit 2:0 per Siebenmeter in Front (4. Minute), doch danach vergab der sonst so sichere Strafwurfschütze gleich zwei Mal gegen Pohlheims Jan Wüst im Tor, der ein gutes Spiel machte. Ein schneller Konter über den ehemaligen Bundesliga-Akteur Moritz Lambrecht brachte den Gästen in der 8. Minute den 3:3-Ausgleich ein.

In der Folge gelang es Hanau erneut zwei Treffer vorzulegen. Doch es blieb für die Grimmstädter ein gebrauchter Abend. Die sonst so sichere Defensive der HSG Hanau wurde von den Mittelhessen ein ums andere Mal erfolgreich überwunden, während vorne gerade in der ersten Hälfte einige gute Möglichkeiten ausgelassen wurden und zu viele technische Fehler unterliefen. So war es dann folgerichtig, dass Pohlheim aus den Defiziten Kapital schlug.

Direkt nach dem Seitenwechsel erwischte Hanau dann seine stärkste Phase im Spiel und machte merklich mehr Druck und beim 20:16 schien etwas Ruhe in das Spiel zu kommen, doch die endgütige Entscheidung blieb aus. Stattdessen schmolz der Vorsprung der Grimmstädter immer weiter dahin. Pohlheims 25:25 in der 52. Minute bereitete den Nährboden für eine umkämpfte Schlussphase, in welcher der Gast beim 29:28 und 28:27 zwei Mal vorlegte. Als Fulda einen erneuten Siebenmeter erkämpfte, den Bergold sicher verwandelte, schien beim 29:29 (60. Minute) zumindest ein gerechtes Unentschieden in Reichweite. Allerdings machte Pohlheim dann mit seinem späten Torerfolg diese Hoffnung zunichte.

 

Die HSG Hanau hat uns ein Bild zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

Das Beitragsbild ist von mir und zeigt die Kirchzeller Leon David und Tom Spieß mit Flo Stenger (Nieder-Roden).

Den Kirchzell Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

 

Liebe Leserinnnen, liebe Leser.

In der zweiten Handball-Bundesliga hat der TV Großwallstadt in einem guten Spiel die jungen Wilden vom 1. VfL Potsdam mit 30:28 besiegt. Damit gelang dem TVG gegen den Tabellensiebten dank einer starken Mannschaftsleistung der lange ersehnte nächste Heimsieg.

Der TVG hatte von Beginn an in dem temporeichen Spiel alle Hände voll zu tun mit dem „Kindergarten“ von Bob Hanning, wie er sein Team selbst gerne nennt.
 
Die Hausherren begannen sehr gut, hatten die quirligen Gäste zunächst im Griff und beim 5:3 (10.) nahm VfL-Trainer Hanning seine erste Auszeit, wechselte den Torhüter. Doch die Gastgeber blieben tonangebend, stockten die Führung sogar auf drei Treffer auf (9:6, 10:7). Hanning’s zweite Auszeit ließ nicht lange auf sich warten und in der 18. Minute war es soweit. In der Folge schwappte der Vorteil auf die Gäste über und der überragende Linkshänder Max Beneke sorgte mit zwei seiner acht erzielten Treffer in Halbzeit eins für das 12:12. Er schaltete und waltete nach Belieben. Sein Kollege Marvin Siemer versenkte vom Punkt zum 13:12. Das machte ihm Frieder Bandlow direkt nach (13:13). Der TVG, der etwas offensiver deckte, warf vor der Pause noch einmal alles in die Waagschale und Kammlodt und Schalles sorgten für die knappe 16:15-Führung. Dabei fand der Treffer von Schalles viel Beifall, denn er war sehr aufmerksam, klaute dem VfL den Ball und traf zur Führung.
 
Finn Wullenweber eröffnete den Torreigen
 
Finn Wullenweber eröffnete nach dem Wechsel den Torreigen zum 17:15. TVG-Torhüter Boukovinas wehrte den nächsten VfL-Angriff ab und der TVG hatte die Chance, wieder auf drei Tore davonzuziehen. Das machte Klenk nach einem super Anspiel von Wullenweber. Die Gäste wehrten sich, verkürzten und vor allem Max Beneke erzielte völlig schnörkellos Tore oder setzte seine Mitspieler gut in Szene.  Auf beiden Seiten schlichen sich nun ein paar Fehler ein, die aber auch dem hohen Tempo geschuldet waren. Der TVG agierte in der Folge sehr bissig und zeigte, wer hier Herr im Hause ist. Beim 23:20 in der 42. Minute nahm der VfL-Trainer seine dritte Auszeit. Es lief sicher nicht so wie gewünscht. Kurz danach hatte der TVG die Möglichkeit, auf vier Treffer wegzuziehen, doch der gegebene Strafwurf landete nicht im Tor. Insgesamt vergaben die Hausherren drei Siebenmeter. Der VfL vergab derer zwei. 
 
Im Schlussakkord wurde es ruppig auf dem Parkett und es kam zu Nickligkeiten. Jedes Team wollte unbedingt den Erfolg und es wurde mit Haken und Ösen gekämpft. Der TVG gab nicht nach, wollte nach einer langen Durststrecke endlich wieder einen Heimsieg landen. Torhüter Boukovinas lief einmal mehr zur Hochform auf, vernagelte regelrecht sein Tor. Und seine Vorderleute überlisteten immer wieder den gegnerischen Torhüter. Die Gäste gaben nicht nach, ließen sich nicht abschütteln und gingen zwei Minuten vor dem Ende zur offenen Deckung über. Das kam dem TVG gerade recht. Er nutzte die Lücken und Frieder Bandlow machte mit dem 30:27 den Sieg perfekt. Der anschließende Siebenmeter des VfL war nur noch Makulatur. 
 
Das Bild, das Kuno Schauer zeigt,  hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.
 
Das Bild, das Bob Hanning zeigt, ist von mir.
 
Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.