Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Im stark besetzten Halbfinale belegte das deutsche Quartett Platz fünf. Schlagmann Marc Kammann: „Wir haben uns auf den zweiten 500 Metern den Zahn ziehen lassen.“

Dabei hatten sie sich viel vorgenommen, waren hochmotiviert, verpassten aber doch den erhofften Einzug ins A-Finale im Vierer ohne Steuermann: Marc Kammann, Max John, Malte Großmann und Theis Hagemeister kamen im stark besetzten Halbfinale bei der Ruder-WM in Racice nicht über Rang fünf hinaus. Es siegte der britische Vierer vor Olympiasieger Australien, der Ukraine und Südafrika. Titelverteidiger Polen wurde Sechster.
 
„Wir sind gut rausgefahren, haben uns dann aber auf den zweiten 500 Metern den Zahn ziehen lassen“, meinte Schlagmann Marc Kammann. So vergrößerte sich auf diesem Streckenabschnitt der Rückstand auf den angestrebten dritten Rang einer halben auf eine ganze Bootslänge. Mit der schnellsten Zeit auf den letzten 500 Metern schob sich das kämpferische Quartett noch vorbei an den Polen. Die Halbfinaltickets waren zu diesem Zeitpunkt aber schon an die favorisierten Boote aus Großbritannien und Australien sowie überraschend auch an die Ukraine vergeben.

Ukraine fuhr gutes Rennen
 
„Die Ukrainer sind ein sehr gutes Rennen gefahren, aber auch sie kommen nicht aus dem Nichts. Auch sie hatten Olympiaerfahrung im Boot. Für uns geht der Entwicklungsprozess weiter“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge. Im B-Finale fährt der deutsche Vierer, bei dem mit Marc Kammann, Max John und Theis Hagemeister ihre erste A-WM bestreiten, nun am Samstag um 12.28 Uhr gegen Irland, die USA, Frankreich, Südafrika und Polen um die WM-Plätze sieben bis zwölf. „Das Rennen wollen wir gewinnen“, bemerkte Max John.
 
Unterdessen bereitet sich der Deutschland-Achter auf den Hoffnungslauf am Freitag um 12.45 Uhr vor, in dem er es mit den Booten aus den Niederlanden, den USA und China zu tun bekommt. „Die Holländer sind sicher Favorit in diesem Rennen, aber auch der amerikanische Achter war im Vorlauf sehr stark. Wir werden alles versuchen, unser Ziel, das A-Finale, zu erreichen“, sagte Bundestrainer Uwe Bender. Die ersten beiden Achter im Hoffnungslauf ziehen in den Endlauf am Sonntag ein.
 
Das Ergebnis:

Vierer ohne Steuermann, Halbfinale: 1. Großbritannien 6:02,21 Minuten. –  2. Australien 6:04,68. –  3. Ukraine 6:06,03. – 4. Südafrika 6:09,05. –  5. Deutschland (Marc Kammann, Max John, Malte Großmann, Theis Hagemeister) 6:09,95, 6. Polen 6:10,77.

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, holte der TV Kirchzell mit dem 31:27-Sieg gegen die HSG Pohlheim die ersten Punkte. Die HSG Rodgau Nieder-Roden überrollte den TuS Dansenberg beim 29:15 regelrecht und der TV Gelnhausen schlägt mit 33:27 Friesenheim-Hochdorf. Bleibt noch die HSG Hanau. Sie trennte sich von der HG Saarlouis mit 24:24.

 

Die ersten Punkte sind auf der Habenseite gelandet und beim TV Kirchzell gab es danach zufriedene Gesichter, aber auch Erleichterung. Denn der 31:27-Erfolg beim Aufsteiger HSG Pohlheim war alles andere als leicht. Die Partie war zerfahren, umkämpft und wollte nicht so recht rund laufen. Doch das war sicher auch nicht zu erwarten, denn für beide Mannschaften stand viel auf dem Spiel. Beide konnten bis dato noch keinen Erfolg verbuchen und beide wollten den Sieg auf Biegen und Brechen. Am Ende setzte sich der TVK durch und belohnte sich nach 60 umkämpften Spielminuten mit den ersten zwei Pluspunkten.

Dezimierte Kirchzeller

Die Mannschaft von TVK-Trainer Andi Kunz musste sehr dezimiert antreten. Tom Spieß wurde nach muskulären Problemen geschont. „Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme, aber wir wollten nichts riskieren“, sagte Andi Kunz nach der Partie. Jan Blank fehlte aus beruflichen, Oleh Soloviov aus privaten Gründen. Auch Michael Meyer-Ricks war nicht ganz fit. Er hat Probleme am Fuß, gab aber zu verstehen, dass er spielen kann. „Daher mussten wir unsere Deckung umstellen, agierten anstatt mit 6:0 nun offensiv“, sagte Kunz. Die Pohlheimer nahmen die Euphorie des Aufstiegs mit, begannen gleich sehr intensiv und handelten sich bereits nach acht Minuten vier Zeitstrafen ein. Generell war die Begegnung geprägt von vielen Zeitstrafen. Sage und schreibe elf gab es auf Pohlheimer, sechs auf Kirchzeller Seite. Es wurde also um jeden Zentimeter Boden geackert und gekämpft. Bis zum 4:4 (8.) war die Partie ausgeglichen. Danach setzten sich die Gäste auf 8:5 (13.) ab. Dieser Vorsprung hatte bis zum 10:7 Bestand. Beim 10:8 für den TVK sah Stefan Lex, Dreh- und Angelpunkt der Hausherren, nach seiner dritten Zeitstrafe Rot.

Den fälligen Siebenmeter verwandelte Tim Häufglöckner zum 11:8 und Antonio Schnellbacher erzielte das 12:8. Soweit, so gut. Aber die Hausherren waren nicht gewillt, sich kampflos zu ergeben. Dem 15:12 von „Krake“ Leon David, der mit neun Treffern bester Schütze seines Teams war, folgte das 14:15 von Pohlheim und der TVK nahm die Auszeit. Was Andi Kunz seinen Schützlingen mit auf den Weg gab, fruchtete und so ging es mit 18:14 für die Odenwälder in die Pause.

Pohlheim kam besser ins Spiel

Nach dem Wechsel erwischte der Aufsteiger den besseren Start und war beim 17:18 und 18:19 wieder dabei. Erneut zückte Andi Kunz den grünen Karton. In der Folge konnte sich zunächst keine Mannschaft Vorteile erarbeiten. Beim 20:20 in der 40. Minute schien die HSG Oberwasser zu bekommen. Aber mit einem unbändigen Siegeswillen bogen die Gäste das Spiel um und als Michael MeyerRicks das 28:25 erzielte, nahmen die Pohlheimer die Auszeit. So sehr sich die Gastgeber auch streckten, die Kirchzeller ließen sich nicht mehr von der Siegerstraße abbringen und Leon David war es vorbehalten, mit seinem neunten Treffer das verdiente 31:27-Siegtor zu erzielen. Andi Kunz: „Wir sind sehr froh über unseren ersten Sieg. Diesen Drive wollen wir nun gegen den nächsten Gegner mitnehmen.“ 

 

Überragende HSG-Defensive lässt nichts anbrennen

HSG Rodgau – Dansenberg

Dank einer sehr konzentrierten Vorstellung gewannen die Rodgauer Handballer auch ihr zweites Heimspiel. Vom Anpfiff an nutzten die Hausherren konsequent die sich bietenden Chancen. Mit variablem Spiel gelang es immer wieder, den Mittelblock der Dansenberger auseinander zu ziehen. Die entstehenden Räume wusste vor allem Flo Stenger zu besetzen. Der quirlige Kreisläufer war ein ständiger Unruheherd und wurde des öfteren mit klugen Pässen gefüttert. Prunkstück an diesem Abend sollte aber die HSG-Defensive sein. Mit unglaublich hoher Intensität in den Zweikämpfen und schneller Beinarbeit setzte sie die Dansenberger extrem unter Druck. Die individuell hochkarätig besetzten Gäste kamen kaum zur Entfaltung, vor allem die gefährliche Achse Claussen/Bösing wurde über weite Strecken neutralisiert. Und falls die HSG-Defensive doch mal einen Wurf zuließ, war da noch Kapitän Marco Rhein im Tor. Der 35-jährige Routinier zeigte erneut seine Extraklasse, hielt zudem noch drei Strafwürfe und hatte großen Anteil daran, dass sich seine Mannschaft absetzen konnte.

HSG drückte weiter aufs Gas

Auch nach dem Wiederanpfiff nahmen die Baggerseepiraten den Fuß nicht vom Gaspedal. Zwar probierten die Gäste jetzt mit einer offensiveren Deckungsvariante, den Spielaufbau zu stören, doch das gelang nur für wenige Minuten. Vor allem Henning Schopper, der nach seiner langwierigen  Verletzung endlich wieder schmerzfrei agiert, wirbelte die Dansenberger mit schnellen Kreuzbewegungen durcheinander. Tor um Tor wurde der Vorsprung ausgebaut, die Deckung um Rückkehrer Niklas Geck rührte weiter Beton an. Auch nach einigen personellen Wechseln gab es keinerlei Qualitätsverlust, für Trainer Jan Redmann ein Schlüssel zum Erfolg: „Heute hat jeder seine Aufgabe zu 100% erfüllt, wir haben fast keine einfachen Fehler gemacht. Dass ein Team wie Dansenberg mit dieser Qualität am Ende nur 15 Treffer erzielt, ist aus unserer Sicht natürlich sensationell.“ Unter dem  Applaus der gut 300 Heimfans schraubten die Baggerseepiraten den Zählerstand immer weiter nach oben, spätestens beim 22:11 in der 46. Minute war die Partie entschieden, aber bis zum Abpfiff der gut leitenden Unparteiischen blieben die Rodgauer weiter fokussiert. So stand am Ende ein auch in der Höhe völlig verdienter 29:15 Heimsieg zu Buche. 

 

TV Gelnhausen schlägt Friesenheim-Hochdorf 

Gelnhausen – Friesenheim-Hochdorf

Drittes Spiel, dritter Sieg. Der TV Gelnhausen schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Das Team von Trainer Matthias Geiger spielte sich beim 33:27 gegen HLZ Friesenheim-Hochdorf phasenweise in einen Rausch und rangiert mit nunmehr 6:0 Punkten hinter Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf überraschend auf Tabellenplatz zwei.

Rund zwei Minuten vor Abpfiff hielt es die meisten der 400 Zuschauer in der Gelnhäuser Großsporthalle nicht mehr auf ihren Plätzen. Mit Standing Ovations feierten sie ihre Mannschaft. Zuvor hatte Hendrik Müller mit seinem Treffer zum 32:26 auch die letzten Zweifel beseitigt. In den knapp 60 Minuten zuvor brannten er und seine Teamkollegen streckenweise ein Feuerwerk ab, das die TVG-Fans immer wieder von den Sitzen riss.

„Mit den Zuschauern im Rücken und dem Selbstbewusstsein aus den beiden Siegen zuvor gelang uns heute ein wichtiger Erfolg mit Blick auf die schweren Aufgaben, die jetzt vor uns liegen. Die Jungs haben heute viele Sachen richtig gut gemacht“, sagte TVG-Coach Geiger.

In der Tat. Jonathan Malolepszy und Co. legten los wie die Feuerwehr und ließen die Gäste nicht einmal im ganzen Spiel in Führung gehen. Bereits nach neun Minuten konnte Yannik Mocken mit seinem Treffer zum 7:4 erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung herauswerfen. Mit tollen Tempospiel, und jeder Menge Spielfreude machten die TVG-Jungs ohne Atempause weiter. Yannik Mocken, der mit neun Treffern der erfolgreichste Gelnhäuser Werfer war, erzielte in der 26. Minute das 18:10. Es sollte die höchste Führung im ganzen Spiel sein. Mit 20:14 ging es in die Halbzeitpause. „Mitte der ersten Hälfte sind wir konsequenter zu Werke gegangen, haben den Gegner zu Fehlern gezwungen und konnten uns so ein Polster herausspielen“, sagte Geiger.

Gäste wie verwandelt

Und das war auch nötig, denn Friesenheim-Hochdorf zeigte Moral und kam wie verwandelt aus der Kabine. Nach 34 Minuten stand es nur noch 21:18 für den Gastgeber. In dieser Phase hielt Alexander Bechert, der im zweiten Abschnitt den ebenfalls starken Julian Lahme zwischen den Pfosten ersetzte, sein Team auf Kurs. Bis zur 53. Minute blieb Friesenheim-Hochdorf dennoch dran, ehe der TVG beim 30:25 endgültig die Weichen auf Sieg stellte. 

 

Abwehrschlacht in Hanau

Auch im dritten Spiel können die Handballer der HSG Hanau Zählbares einfahren. Im Spitzenspiel bei der HG Saarlouis gelang es den Grimmstädtern nach einer intensiven Abwehrschlacht mit einem 24:24  einen Punkt aus dem Saarland zu entführen. „Glückwunsch an beide Mannschaften zum Punktgewinn. Es war eine intensive Abwehrschlacht über 60 Minuten. Meiner Mannschaft muss ich ein großes Kompliment machen, hier in dem Hexenkessel so zu bestehen, ist nicht einfach. Die Jungs haben eine unglaubliche Mentalität gezeigt und sich über die Abwehr reingekämpft“, sagt HSG-Coach Hannes Geist. 

Mit bisher zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen gegen ambitionierte Gegner sind die Hanauer bisher gut in die Saison gestartet. Diesen Schwung wollte die Mannschaft mitnehmen und auch bei den ungeschlagenen Saarländern Vollgas zu geben. Das dies kein einfaches Unterfangen für die HSG werden sollte, war bereits mit Anpfiff klar. Angetrieben von den heimischen Fans im Hexenkessel der Stadtgartenhalle brannte Saarlouis darauf, den dritten Sieg in Folge einzufahren. Beide Mannschaften legten engagiert los. In der Anfangsphase konnte sich keines der Teams absetzen und so stand es nach rund 15 Spielminuten 5:5.

In einem vor allem durch stark stehende Abwehrreihen gab es kaum Lücken für den Gegner. Durch das Tor von Max Bergold in der 23. Minute (9:7) konnte sich Hanau als erstes Team erstmals mit zwei Toren Abstand einen minimalen Vorsprung sichern. Bis zur Halbzeit hatten die Saarländer dies aber wieder aufgeholt und so ging es mit 11:11 in die Pause.

Offener Schlagabtausch

Nach dem Seitenwechsel wurde der offene Schlagabtausch noch intensiver. Saarlouis war nun mit zwei Toren im Vorteil (14:12). Zwei Minuten später folgte durch Jonas Ahrensmeier aber der Hanauer Ausgleich und in der 39. Spielminute war die HSG durch den Treffer von Kapitän Jannik Ruppert wieder mit zwei Toren vorne. Der Schlagabtausch sollte sich in der Schlussphase nochmals zuspitzen. Weniger als eineinhalb Minuten vor Spielende war erneut ein Unentschieden auf der Anzeigentafel zu sehen (23:23). Die Halle stand nun endgültig Kopf. Rund 50 Sekunden vor Spielende legte Hanau durch den Treffer von Youngster Cedric Schiefer zum 24:23 vor und Saarlouis bekam nochmal den Ball. 

Jetzt wurde es dramatisch. Fünf Sekunden vor Schluss sah Hanaus Torhüter Can Adanir die Rote Karte und wurde des Feldes verwiesen. Es gab den ersten und entscheidenden Siebenmeter für den Gastgeber. Torhüter Tom Paetow behielt die Nerven und sicherte somit seiner Mannschaft einen Punkt.

Weiter spielten:

TuS Ferndorf – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II 32:26, VTV Mundenheim – VfL Gummersbach II 27:29, TSG Haßloch – DJK Waldbüttelbrunn 36:25.

Die Bilder haben uns Hanau, Gelnhausen und Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Mittwoch, den 12. Oktober treffen um 20 Uhr in der f.a.n.-Arena in Aschaffenburg die Nationalmannschaften der Ukraine sowie der Faröer Inseln zum Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 2022/23 aufeinander. Der TV Großwallstadt sowie die Handballregion Untermain werden als Kooperationspartner der ukrainischen Mannschaft fungieren und das Spiel in Aschaffenburg ausrichten. Besondere Aufmerksamkeit erhält diese Partie, da aufgrund des Krieges in der Ukraine dort aktuell keine Spiele ausgetragen werden können und daher Deutschland als Spielort gewählt wurde.

Slava Lochman bezeichnet die Region als zweite Heimat

Der Trainer der ukrainischen Nationalmannschaft, Vyacheslav Lochman, wohnt seit seiner Flucht aus der Ukraine im März dieses Jahres im Landkreis Miltenberg, bezeichnet die Region mittlerweile als seine zweite Heimat. Slava Lochman ist es auch zu verdanken, dass die Spieler der Nationalmannschaft bereits im April 2022 vom ukrainischen Sportministerium eine Ausreisegenehmigung bekommen haben, um in Großwallstadt ein Trainingslager zu absolvieren. Damals war das Medieninteresse groß und der Trainer, der durch seine früheren Kontakte als Spieler des TV Großwallstadt diese Region als Zufluchtsort auswählte, hat immer wieder betont, wie wichtig es ist, der Welt zu zeigen, dass die Ukraine noch lebt und dass die Sportler nicht an der Front, sondern auf dem Spielfeld für ihr Land kämpfen.

Aktuell andere Situation

Aktuell ist die Situation anders, die mediale Aufmerksamkeit liegt nicht mehr auf dem Krieg in der Ukraine, andere Themen stehen im Vordergrund. Aber gerade der Handballsport hat mit dem Start der Saison 2022/23 noch einmal ein Zeichen gesetzt: Der Ukrainische Top-Verein HC Motor Zaporizhzhia erhielt von der Handball-Bundesliga die Möglichkeit, in der aktuellen Spielrunde in der zweiten Liga aufzulaufen und somit weiter Profihandball zu spielen. „Das ist schon ein großes Zeichen an die Außenwelt, dass eine ukrainischer Spitzenclub in der 2. Liga spielt – wenn auch außer Konkurrenz um die Auf- und Abstiegsränge. Getreu unserem Motto Handballer helfen Handballern ist das aber in meinen Augen das richtige Signal. Für uns als TV Großwallstadt war es deshalb auch keine Frage, als die Anfrage kam, ob wir die ukrainische Nationalmannschaft dabei unterstützen können, ihr EM-Qualifikationsspiel hier bei uns in der Region auszurichten. Wir hoffen, dass wir die Handballfans am Untermain dazu bewegen können, zu diesem besonderen Sportereignis in die f.a.n.-Arena zu kommen und ein Zeichen für den Frieden zu senden“, so TVG-Geschäftsführer Michael Spatz.

Auch Slava Lochmann fiebert dieser Partie entgegen: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich mit meiner Mannschaft hier in Deutschland weiterspielen kann. In meinem Heimatland ist es aktuell nicht möglich, Sport zu treiben. Wir wollen an diesem Spieltag wieder einmal zeigen, dass wir noch leben, dass die Ukraine noch existiert. Aber natürlich wollen wir auch gewinnen, nicht nur dieses Qualifikationsspiel, sondern alle anderen auch und nicht nur im Handball, sondern in allen Sportarten. Auf diese Weise können wir der Welt zeigen, dass wir auf dem Spielfeld weiter für Frieden und Freiheit kämpfen.“

Ukrainer in verschiedenen Vereinen Europas

Die Spieler der ukrainischen Nationalmannschaft sind aktuell in verschiedenen Vereinen in Europa untergekommen, die meisten davon laufen für den HC Motor Zaporizhzhia auf. Ein weiterer Akteur, Ievgen Zhuk, trägt das Trikot des TV Großwallstadt. Der Linksaußen, der vorher bei Medwedi Perm in Russland unter Vertrag stand, freut sich auf die Partie gegen die Faröer Inseln: „Ich bin froh, endlich wieder für mein Land ein Spiel bestreiten zu dürfen. Nach meiner Flucht aus Russland wusste ich zunächst nicht, wie meine Handballkarriere weiterverläuft. Aber hier in Großwallstadt bin ich gut aufgenommen worden und ich freue mich jetzt sehr darauf endlich wieder in den Farben blau und gelb – meinen Nationalfarben – auflaufen zu dürfen.“

Die Ukraine ist in der EM-Qualifikation der Gruppe 4 zugelost worden und bestreitet neben dem Spiel gegen die Faröer Inseln am 12. Oktober noch folgende Begegnungen:

15.10.2022:   Rumänien gegen Ukraine

08.03.2023:   Ukraine gegen Österreich

11.03.2023:   Österreich gegen Ukraine

26.04.2022:   Faröer Inseln gegen Ukraine

30.04.2023:   Ukraine gegen Rumänien

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Ein verpatzter WM-Start für den Deutschland-Achter. Bei den Weltmeisterschaften in Racice kam das Flaggschiff im Vorlauf nicht über Platz vier hinaus und muss nun alles auf den Hoffnungslauf setzen, um das A-Finale zu erreichen. Mit über zwölf Sekunden Rückstand auf den Überraschungssieger Kanada verkaufte sich die Crew, in der mit Torben Johannesen nur noch ein Olympia-Starter vom vergangenen Jahr sitzt, deutlich unter Wert. „Das hatte nichts mit dem zu tun, was sie im Training zeigen und auch im Relationsrennen abgeliefert haben. Dann kommt der Wettkampf – und plötzlich ist alles weg“, sagte Uwe Bender, Bundestrainer dieser stark verjüngten Mannschaft.

Bei der 500-Meter-Marke lag der Achter, der im Vergleich zur bisherigen Saison ohne die beiden Tokio-Medaillengewinner Olaf Roggensack und Laurits Follert (beide in der Ausbildung bei der Bundespolizei gebunden) auskommen muss, noch auf Tuchfühlung zu den führenden Booten aus Australien, den Niederlanden und Kanada. Auf den zweiten 500 Metern allerdings handelte sich der Deutschland-Achter einen Rückstand von über zwei Sekunden ein, wenig später lag er mit über einer Bootslänge zurück. „Als sie gemerkt haben, dass gegen gleich drei Gegner nichts geht, gab es kaum noch Gegenwehr“, meinte Bender. Und der Rückstand vergrößerte sich, während der kanadische Achter im Endspurt noch an den Niederlanden und Australien vorbei und auf direktem Weg ins A-Finale fuhr.

Die deutsche Mannschaft muss nun im Hoffnungslauf am Freitag um 12.45 Uhr um den Einzug ins A-Finale kämpfen. Es geht erneut gegen die Niederlande sowie gegen die USA und China. Es ist eine deutliche Leistungssteigerung nötig, schließlich erreichen nur die beiden Erstplatzierten den Endlauf der sechs besten Boote.

Vierer mit deutlicher Steigerung

Der Vierer ohne Steuermann nutzte die zweite Chance und zog letztlich sicher ins Halbfinale ein. Im Hoffnungslauf fuhren Marc Kammann, Max John, Malte Großmann und Theis Hagemeister als Zweiter knapp hinter dem EM-Fünften Schweiz und vier Sekunden auf den nächsten Verfolger, Litauen, über die Ziellinie. „Das war noch mal eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorlauf“, freute sich Bundestrainerin Sabine Tschäge.

Trotz eines verhaltenen Starts setzte sich das deutsche Quartett zusammen mit dem Boot aus der Schweiz ab und kontrollierte das Rennen um zwei Halbfinalplätze von der Spitze aus, ohne sich zu sehr zu verausgaben. Als die Italiener dann im letzten Viertel der Strecke attackierten, hielten Marc Kammann & Co. entschieden dagegen. Sie mobilisierten alle Kräfte und kamen mit einem beherzten Endspurt noch mal an die Schweizer heran. Schließlich fehlten gerade einmal 26 Hundertstelsekunden. „Im Mittelteil haben sie sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und sind dann einen starken Endspurt gefahren“, lobte Tschäge ihr Vierer-Team. Die Italiener, die nach Olympia-Bronze in Tokio eine neue Vierer-Crew aufbieten, wurden noch von Litauen abgefangen. Im zweiten Hoffnungslauf lösten die Ukraine und Frankreich das Ticket fürs Halbfinale, das am Donnerstag um 12.15 Uhr in der Labe Arena von Racice ausgetragen wird. Gegner sind dann Großbritannien, Australien, Südafrika, Polen und die Ukraine.

Die Ergebnisse:
Achter, Vorlauf: 1. Kanada 5:30,39 Minuten. –  2. Niederlande 5:31,26. – 3. Australien 5:33,50. –  4. Deutschland-Achter (Torben Johannesen, Wolf-Niclas Schröder, Mattes Schönherr, Benedict Eggeling, Tom Tewes, Julian Garth, Jasper Angl, Mark Hinrichs, Steuermann Jonas Wiesen) 5:43,17. –  5. Tschechien 5:59,90.

Vierer ohne Steuermann, Hoffnungslauf: 1. Schweiz 5:55,56 Minuten. –  2. Deutschland (Marc Kammann, Max John, Malte Großmann, Theis Hagemeister) 5:55,82. –  3. Litauen 5:59,78. –  4. Italien 6:01,41. –  5. Tschechien 6:15,26.

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der TV Großwallstadt hat in der zweiten Handball-Bundesliga auch in seinem dritten Spiel überzeugt und steht nun aktuell mit 6:0 Punkten auf einem überragenden zweiten Tabellenplatz. Die gut 1300 Zuschauer sahen einen unglaublich engagiert aufspielenden TVG – und dieses Auftreten macht Lust auf mehr.

Es war nicht verwunderlich, dass TVG-Geschäftsführer Michael Spatz die Freude ins Gesicht geschrieben stand, als er nach dem Abpfiff sagte: „Ich bin einfach nur begeistert! Hut ab vor der Leistung dieser Mannschaft. Die Abwehr, zusammen mit unserem Torhüter Jan-Steffen Minerva, ist einfach Klasse. Drei Spiele – drei Siege – besser geht es nicht.”

Nach dem 26:23-Erfolg gegen den Erstliga-Absteiger TuS Nettelstedt-Lübbecke wollten die Freudentänze auf dem Parkett und der Applaus für die Mannschaft von TVG-Trainer Igor Vori kein Ende nehmen. „Wir sind heute einmal mehr über die Emotionen, aber auch über den Kopf gekommen. Jeder hat Bock alles zu geben und die Jungs haben viel Selbstvertrauen. Das ist Igor Vori geschuldet. Ich freu mich auch sehr, dass der von uns zusammengestellte Kader so gut passt“, brachte es Michael Spatz auf den Punkt.

Mit Spannung erwartete Partie

In der mit Spannung erwarteten Partie gegen einen der Favoriten der zweiten Liga gehörte das erste Tor den Gästen. Jo Geritt Genz, der seine Karriere bei den TVG-Junioren begann, netzte zum 1:0 ein. Dies sollte die erste und einzige Führung für sein Team gewesen sein. In der Folge erhöhten die Hausherren auf 3:1 und unternahmen beim 5:3 und 8:6 bereits die ersten Ausreißversuche. In der 24. Minute betrug der Abstand dann drei Treffer (10:7) durch zwei wunderschöne Tore in Folge von Kreisläufer Dino Corak. Schon hier zeigte sich, dass die Gäste mit der 5:1-Deckung des TVG nicht gut zurecht kamen. Hinzu kam ein erneut bärenstarker Jan-Steffen Minerva im Tor.

Kapitän Florian Eisenträger beim Wurfversuch

Kein Wunder, dass Rückraumhüne Finn Wullenweber sagte: „Der Schlüssel zum Erfolg war heute wieder die brutal gute Abwehr mit einem Weltklassetorhüter Bruno (Spitzname von Jan-Steffen Minerva, Anm. d. Red.). Wir haben bisher Woche für Woche gezeigt, dass wir als Mannschaft gut funktionieren und kämpfen bis zum Schluss.“  Zwar zeigten sich kurz vor der Pause ein paar Flüchtigkeitsfehler beim TVG, die der TuS gut ausnutzte. Doch näher als ein Tor kamen die Gäste nicht heran. Nach dem 12:11-Anschlusstreffer durch den körperlich präsenten Kreisläufer Leos Petrovsky ging es zunächst einmal in die Pause. Einen kleinen Wermutstropfen gab es in der 14. Minute. Görkem Bicer hatte Probleme mit dem Knie, musste behandelt werden und wurde nicht mehr eingesetzt. Michael Spatz gab aber nach dem Spiel Entwarnung. Für Bicer kam Maxim Schalles und reihte sich letztlich mit 3/2 Treffern in die Reihe der Torschützen ein.

Immer wieder Jan-Steffen Minerva

Nach dem Wechsel hielt Jan-Steffen Minerva den ersten Wurf der Gäste. Im Gegenzug verwandelte Kapitän Florian Eisenträger vom Punkt zum 13:11 und erhöhte gleich danach zum 14:11. Im Gegenstoß traf Schalles und Mario Stark mit einem sehr unnachahmlichen Hüftwürfe erzielte das 16:12 (37.). Und immer wieder war es Jan-Steffen Minerva, der seinem Gegenüber Nikolas Katsigiannis an dessen 40. Geburtstag die Show stahl. Beim 17:13 nahm TuS-Trainer Michael Haaß die Auszeit, brachte den siebten Feldspieler und ließ vorgezogen decken, mal 5:1, mal 4:2. Doch bis dahin war der TVG längst nicht mehr von seiner Linie abzubringen. Im Gegenteil. Tolle Tore von Bandlow, Eisenträger, Corak und Kammlodt sorgten für das 22:15 (50.). Hinzu kam, dass der TVG in der Defensive zurück auf die 6:0-Formation wechselte und das machte es dem Gast nicht leichter.

„Unsere Deckung war unglaublich und ich denke, dass der Mix zwischen unserer 5:1 und 6:0 dem TuS Probleme bereitete“, meinte TVG-Coach Igor Vori anschließend. Im Schlussakkord wurde es trotzdem noch einmal kurz spannend und die Gäste kamen auf 23:21,24:22  und 25:23 heran. Aber Torhüter Minerva fing einen Pass der Gäste weit vor seinem Tor ab, passte auf Frieder Bandlow und dieser netzte zum 26:23-Endstand ein. „Wieder einmal haben wir zusammen die zwei Punkte geholt“, strahlte er im Anschluss.

Redlich verdienter zweiter Tabellenplatz

Fokussiert: Frieder Bandlow, Finn Wullenweber, Dino Corak

Den aktuell zweiten Tabellenplatz nach Siegen gegen Eisenach, Nordhorn und jetzt Nettelstedt hat sich der TVG redlich verdient und Coach Igor Vori sagte: „Glückwunsch an die Jungs. Die Deckungsarbeit war unglaublich. Wir haben noch Luft nach oben, haben noch einen Riesenmarathon vor uns. Aber wir wissen auch um unsere Stärken. Es kommen sicher auch schwierige Zeiten. Doch jetzt genießen wir erst einmal unseren Sieg.“ Das sah auch sein Kapitän Eisenträger so: „Wir sind sehr glücklich über unseren tollen Start in die Saison. Aber diese ist noch ewig lang. Deshalb müssen wir Selbstvertrauen aufbauen und unsere Leistung halten. Unsere Abwehr mit Bruno hintendrin ist super. Der siebte Feldspieler vom Gegner hat uns erst ein paar Probleme bereitet. Nettelstedt hat ja ohne Frage eine große Qualität. Umso mehr freut es mich, dass wir gewonnen haben.“

Nächste Woche geht es zum nächsten Erstliga-Absteiger. Dann muss der TVG in Balingen-Weilstetten antreten, das derzeit von der Tabellenspitze grüßt.

 

 

Großwallstadt – Nettelstedt-Lübbecke 26:23 (12:11). –

TVG:

Minerva (1. bis 60. Minute), Boukovinas (bei vier Siebenmetern eingesetzt); Klenk, Babarskas, Eisenträger 7/3, Bandlow 3, Schauer, Bicer 2, Strakeljahn, Wullenweber 2, Zhuk, Corak 3, Stark 1, Munzinger, Kammlodt 5, Schalles 3/2.

TuS:

Katsigiannis (1. bis 47. Minute), Asheim; Genz 3, Holzhacker, Ten Velde, Baumgärtner, Petreikis, Strosack 2, Dräger, Mrakovcic 1, Wesseling 7/2, Nissen 1, Petrovsky 2, Skroblien 7/3.

 

Das Beitragsbild zeigt Maxim Schalles und es hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Die anderen Bilder sind von mir selbst.

Den Artikel könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Es war ein couragierter WM-Auftakt, der aber (noch) nicht belohnt wurde: Der Vierer ohne Steuermann mit Marc Kammann, Max John, Malte Großmann und Theis Hagemeister fuhr ein Dreiviertel-Rennen mit den Top-Booten aus den Niederlanden und Polen gut mit, musste dann aber abreißen lassen. „Das war kämpferisch gut und gut gerudert. Wir haben alles probiert und sind nicht unzufrieden, aber wir haben es nicht geschafft, den Bugball vor das polnische Boot zu bekommen“, meinte Bundestrainerin Sabine Tschäge. Als Dritter im Vorlauf verpasste das Quartett den direkten Halbfinaleinzug und muss den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen.
 
Packender Dreikampf bis zur 1.500-Meter-Marke

Der deutsche Vierer, in dem Schlagmann Marc Kammann, Max John und Theis Hagemeister ihr erstes Rennen bei einer A-Weltmeisterschaft bestritten, packte vom ersten Schlag richtig an. Die junge deutsche Crew lag über weite Strecken des Rennens, das bei Regen mit leicht seitlichem Schiebewind faire Bedingungen vorfand, nahezu gleichauf mit dem Titelverteidiger aus Polen und dem EM-Zweiten aus den Niederlanden an der Spitze. Wenige Zehntelsekunden trennte die drei Boote und dieses Trio lieferte sich bis kurz vor die 1.500-Meter-Marke einen packenden Dreikampf. Als der Rückstand bei der dritten Zwischenzeit eine gute Sekunde betrug, kam das Signal, nicht mehr auf Biegen und Brechen mitzugehen: „Wir hatten es vorher so besprochen: Malte hat entschieden rauszunehmen. Das war richtig, das habe ich von außen auch so gesehen. Wenn man Endspurt in so einer Situation fährt, muss man sich schon sehr sicher sein“, erklärte Tschäge. Schließlich steht keine 24 Stunden später schon der Hoffnungslauf an.

Im Hoffnungslauf gibt es kein Taktieren mehr

So riss auf den letzten 500 Metern der Kontakt ab und das deutsche Quartett musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben, während die Boote aus den Niederlanden (1.) und Polen (2.) den Sieg unter sich ausmachten und ins Halbfinale einzogen. Ebenfalls erreichten Europameister Großbritannien, der EM-Dritte Rumänien und Olympiasieger Australien als weitere Vorlaufsieger sowie Südafrika, Irland und den USA als Vorlaufzweite auf direktem Weg das Halbfinale.

Die deutsche Crew muss den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen, in dem sie am Dienstag um 11.44 Uhr auf Italien, die Schweiz, Litauen und Tschechien treffen wird. Hier kommen die zwei erstplatzierten Boote weiter. „Die Hoffnungsläufe sind sicher unfair verteilt, aber es wurde nach Setzsystem gelost. Mit den Schweizern und Italienern haben wir nicht die angenehmsten Gegner erwischt, aber wir brauchen uns nach diesem guten Auftaktrennen nicht verstecken. Da gibt es dann auch kein Taktieren mehr. Mit dieser Leistung sind wir in der Lage, ins Halbfinale zu fahren“, so Tschäge.
 
Die Ergebnisse:
Vierer ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Niederlande 5:52,36 Minuten. – 2. Polen 5:54,21. –  3. Deutschland (Marc Kammann, Max John, Malte Großmann, Theis Hagemeister) 6:01,76. –  4. Frankreich 6:06,99. –  5. Indonesien 6:29,55.

 

Das tolle Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga kommt es diese Woche zu interessanten Begegnungen. Der TV Kirchzell muss zum Aufsteiger HSG Pohlheim, die HSG Hanau muss nach Saarlouis, die HSG Rodgau Nieder-Roden empfängt Dansenberg und der TV Gelnhausen spielt gegen Friesenheim-Hochdorf.

Nach zwei Spielen hat der TV Kirchzell bisher noch keine Punkte auf die Habenseite schaffen können. Allerdings spielte die Mannschaft des Trainer-Duos Alex Hauptmann und Andi Kunz zuletzt gegen den hoch gehandelten Meisterschafts-Favoriten TuS Ferndorf sehr gut auf. Erst im Schlussspurt zog der routinierte Zweitliga-Absteiger davon und holte sich den Sieg. „Wir können zu Recht sagen, dass wir gegen Ferndorf gut gespielt haben. Wir haben sehr viel gut und richtig gemacht. Allerdings fehlte uns am Ende noch ein bisschen und da müssen wir nochmal zulegen“, so TVK-Trainer Andi Kunz.

Erste Punkte sollen her

Diesmal geht es für die Odenwälder zum Aufsteiger HSG Pohlheim und gegen den kommenden Gegner sollen auf jeden Fall die ersten Punkte in der neuen Saison eingefahren werden. Die Hausherren haben die ersten beiden Spiele ebenfalls verloren. Gegen Ferndorf gab es eine hohe Niederlage, gegen Mitaufsteiger Mundenheim erlaubte sich Pohlheim zum Schluss ein paar Fehler zu viel. Diese kosteten den Sieg, wobei Trainer Andreas Lex meinte, dass ein Punkt gerecht gewesen wäre.

Die HSG ist keine unerfahrene Mannschaft, sondern hat routinierte Akteure in ihren Reihen. Andi Kunz: „Wir kennen Pohlheim noch aus unserer Oberliga-Zeit. Aber das ist jetzt schon eine zeitlang her. Die Spiele waren immer umkämpft und darauf müssen wir uns einstellen. Hinzu kommt, dass wir nicht wissen, wie die Euphorie unter den Zuschauern in der Halle ist. Wir dürfen uns auf keinen Fall davon anstecken lassen, sondern wir müssen unsere Linie beibehalten.“

Mit Stefan Lex hat die HSG einen gestandenen früheren Zweitliga-Spieler im Team und zusammen mit Kreisläufer Moritz Lambrecht, der am vergangenen Spieltag aus privaten Gründen nicht mit dabei war, bilden die beiden eine gute Achse, die das Team nach vorne bringt. Rückraumspieler Max Rühl ist ein dynamisches Kraftpaket und Lukas Drommershausen ein schneller Spieler, der schwer zu halten ist.

Allerdings ist Andi Kunz zuversichtlich, wenn er sagt: „Wir wollen die ersten Punkte und dieser Aufgabe werden wir uns stellen. Wir haben eine aufsteigende Tendenz in der Abwehr, machen nach vorne unsere Tore und wir wollen das Tempo hochhalten. Klar gesagt: wir wollen das Spiel gewinnen.“

Aber auch HSG-Trainer Andi Lex, der lange beim Erstligisten Wetzlar gespielt hat, sagt: „Es gilt im nächsten Spiel die Fehler zu minimieren. Ich hoffe, dass unsere Halle gegen den TV Kirchzell voll wird und wir mit der Unterstützung unserer Fans dann die ersten Punkte holen.“   

HSG Hanau will auch in Saarlouis bestehen 

Jannik Ruppert von der HSG Hanau

Den erfolgreichen Saisonstart veredeln, darauf kommt es der HSG Hanau an. Als Tabellenführer reist das Team von Trainer Hannes Geist zum Tabellenvierten HG Saarlouis. Beide Teams sind in der jungen Saison noch ungeschlagen. „Uns erwartet ein Hexenkessel in Saarlouis“, sagt Hannes Geist vor dem Aufeinandertreffen mit den Saarländern. „Das wird eine riesige Aufgabe für uns, als junge Mannschaft dort zu bestehen.“

HG im Umbruch

Saarlouis befindet sich ebenfalls in einer Umbruchsaison. Wie auch die HSG setzt Saarlouis und ihr Trainer Branimir Koloper dabei vor allem auf Spieler aus den eigenen Junioren-Teams. In der höchsten deutschen Jugendspielklasse sind sich die Talente beider Mannschaften schon des Öfteren begegnet. 

„Sie haben natürlich auch sehr viel Erfahrung in ihren Reihen“, so HSG-Coach Geist und spielt damit vor allem auf den starken Rückraum der HG an. So lenkt der Mittelmann Tim Paetow routiniert das Spiel der Hausherren. Gleichzeitig sorgen Frano Vujovic und Marcel Becker im linken und rechten Rückraum für viel Torgefahr. Während die HG Saarlouis im ersten Saisonspiel noch ungefährdet in Pohlheim gewann, ging es letzte Woche gegen Gummersbach emotionsgeladenen zu und am Ende siegte die HG-Sieben.  

„Für unsere Abwehr wird das natürlich eine riesige Herausforderung, denn auf das starke Rückraumspiel müssen wir uns einstellen“, gibt Geist einen Einblick in seinen Matchplan. Gestützt auf die bisher herausragenden Torhüterleistungen von Can Adanir, will die HSG schnelle Ballgewinne erzielen und ihr Umschaltspiel nutzen. „Die starke Deckung der HG müssen wir umgehen können. Da erwarte ich von meiner Mannschaft die nötige Kreativität“, so Geist. „Dass das nicht unbedingt einfach wird, haben wir vor zwei Jahren festgestellt, als wir recht deutlich in Saarlouis verloren haben.“ 

Dennoch bleibt die HG kein Angstgegner für die junge Truppe aus der Grimmstadt. Dass Hanau mutig nach vorne spielen kann und sich auch vor starken Gegner nicht verstecken muss, dass bewiesen Ritter, Bergold und Co. bereits in den ersten beiden Saisonspielen. Bisher war es vor allem das Tempospiel, welches in der Liga für Eindruck sorgte. „Wie auch zuletzt wollen wir unsere Leidenschaften und unsere Tugenden einbringen und sehen, was nach 60 Minuten auf der Anzeigetafel steht“, so Geist abschließend.

 

HSG Nieder-Roden empfängt Dansenberg

Nach dem verheißungsvollen Auftaktsieg gegen Waldbüttelbrunn reisten die Baggerseepiraten mit breiter Brust zum Auswärtsspiel nach Hochdorf. Am Ende stand jedoch eine  Auswärtsniederlage. Nun heißt es Mund abputzen und sich auf die kommende Aufgabe konzentrieren, die es wahrlich in sich hat, denn die Gäste vom TuS Dansenberg konnten zu Saisonauftakt Hochdorf mit 26:22 besiegen und damit ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Allerdings gingen sie gegen Hanau mit 19:36 unter. Entsprechend geladen werden die Jungs von Trainer Frank Müller gegen Nieder-Roden auflaufen, zu tief dürfte der Stachel der Niederlage in Hanau noch stecken. Mit dem 36-jährigen Routinier Gunnar Dietrich (ehemals Eulen Ludwigshafen und TBV Lemgo) konnte der Verein aus dem Kaiserslauterner Stadtteil einen Königstransfer realisieren, der die Abwehr ordnet und vorn für einfache Tore sorgt. Zudem wechselte mit Linkshänder Jonas Dambach von der HSG Groß-Bieberau/Modau ein bekanntes Gesicht in die Pfalz, der im letzten Jahr noch bester Feldtorschütze der Bieberauer war.

Unbequemer Gegner

Auf Trainer Jan Redmann kommt also jede Menge Arbeit zu. Zum einen gilt es, das eigene Team nach der Pleite in Hochdorf wieder aufzurichten, zum anderen müssen die Baggerseepiraten auf den unbequemen Gegner eingestellt werden, der als Mitfavorit in der Staffel Süd-West gilt und möglichst schnell die Schmach von Hanau vergessen machen will. Personell kann Jan Redmann aus dem Vollen schöpfen, lediglich hinter dem Einsatz von Lars Spieß und Niclas Geck stehen immer noch Fragezeichen.

 

Gelnhausen muss gegen Friesenheim-Hochdorf an seine Grenzen gehen

Nach zwei Siegen in Folge und der makellosen Bilanz von 4:0 Punkten will der TV Gelnhausen diese Woche nachlegen. Ein Selbstläufer wird das allerdings nicht, denn mit Friesenheim-Hochdorf gibt am Samstag ein echter Brocken seine Visitenkarte in der Barbarossastadt ab. 

„Wir haben eine junge und sehr begeisterungsfähige Mannschaft, die nach zwei Siegen Selbstvertrauen getankt hat. Aber am Samstag brauchen wir auch die Unterstützung unserer Fans“, sagt Matthias Geiger. Der Gelnhäuser Coach hofft auf eine Hexenkessel-Atmosphäre in der Hölle Süd, um gemeinsam den dritten Sieg einfahren zu können.

Es dürfte ein hartes Stück Arbeit werden und wohl nur im Zusammenspiel zwischen Fans und Mannschaft zu bewerkstelligen sein. Schließlich ist Friesenheim-Hochdorf eine enorm spielstarke Mannschaft, die in der Vorwoche beim 25:22-Sieg gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden ihre Klasse unter Beweis gestellt hat. „Der Gegner steht sehr gut in der Abwehr und hat viele gut ausgebildete Spieler in seinen Reihen“, sagt Geiger. „Das ist eine richtige Hausnummer.“

TVG-Team muss auf Tim Schaller aufpassen

Besonders aufpassen muss das junge TVG-Team auf Tim Schaller, der mit einem Zweitspielrecht für den Zweitligisten Eulen Ludwigshafen ausgestattet ist. Mit elf Treffern war Schaller gegen Nieder-Roden der erfolgreichste Schütze für Friesenheim-Hochdorf.

TV Gelnhausen-Fahne

Um zu bestehen, hofft Geiger, dass sein Team zu mehr Konstanz findet. „Wir konnten bisher noch nicht unsere Leistung über 60 Minuten abrufen. Das müssen wir besser machen.“ Ebenso hofft der Coach, dass seine Jungs in der Abwehr noch „etwas griffiger“ zu Werke gehen. Gegen Friesenheim-Hochdorf kann Geiger auf seinen aktuell bewährten Kader zurückgreifen. Es fehlen noch immer Felix Reinhardt (Adduktorenprobleme), Philipp Schenk (Aufbauphase nach Schulterverletzung) sowie die beiden Langzeitverletzten Michael Hemmer und Max Bechert.

 

Weiter spielen:

TuS Ferndorf – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, VTV Mundenheim – VfL Gummersbach II, TSG Haßloch – DJK Waldbüttelbrunn.

 

Die Bilder haben uns die HSG Hanau und der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Den Artikel über den TV Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Gibt es heute Abend in der zweiten Handball-Bundesliga für den TV Großwallstadt die Punkte fünf und sechs auf der Habenseite? Einige sprechen bereits von einem Spitzenspiel, wenn der Erstliga-Absteiger TuS Nettelstedt-Lübbecke heute um 19.30 Uhr in Elsenfeld gastiert.

In der Tat startete die Mannschaft von Trainer Igor Vori sensationell in die neue Saison. Erst gab es einen Heimsieg gegen Eisenach, dann setzte der TVG mit dem Auswärtserfolg in Nordhorn-Lingen noch einen drauf. 

Die Gäste gewannen erst auswärts in Hagen und dann daheim gegen Coburg. Beide stehen mit 4:0 Punkten derzeit auf Platz vier und fünf der Tabelle. Es ist also in der Tat für ein Spitzenspiel angerichtet. Auch wenn mit dem Erstliga-Absteiger TuS N-Lübbecke ein weiterer Titelaspirant nach Großwallstadt kommt, so ist der Konkurrenz spätestens jetzt klar, dass die Unterfranken nicht mehr unterschätzt werden dürfen.

Die TuS-Mannschaft musste nach dem Aufstieg 2020/21 die erste Liga nach nur einer Saison wieder verlassen. Neu-Trainer Michael Haaß hat die gleiche Aufgabe wie TVG -Coach Igor Vori: beide müssen die neu formierten Mannschaften zu einer Einheit entwickeln, damit diese sich in der stark besetzten zweiten Liga beweisen können.

Die Gäste machte vor allem mit der Verpflichtung von Torhüter Nikolas Katsigiannis auf sich aufmerksam und auch die Rückkehr von Jo Gerrit Genz ließ aufhorchen. Neuzugang Sven Weßeling spielt groß auf und die Flügelzange Tom Skroblien und Peter Strosack muss in Schach gehalten werden, will der TVG den dritten Sieg in Folge einfahren.

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams war in der Saison 2020/21. Dort kam es zu einem Unentschieden in der Hinrunde (21:21), das Rückspiel entschied Nettelstedt-Lübbecke deutlich mit 31:25 für sich. Es wird also spannend.

 

Das Bild, das TVG-Kapitän Florian Eisenträger zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Endlich geht es wieder los. Die Deutsche Eishockey Liga, die Penny DEL, startet in die Saison 2022/23. Es ist die 29. Spielzeit in der höchsten Liga im deutschen Eishockey. Das erste Spiel der neuen Runde war bereits am gestrigen Donnerstag. Die Kölner Haie gewannen ihr Auftaktmatch gegen EHC Red Bull München mit 6:3.

Heute Abend geht es weiter und um 19.30 Uhr treffen die Mannschaften von Adler Mannheim und den Schwenninger Wild Wings aufeinander. Es ist eine schon sehr interessante Konstellation, denn der neue Cheftrainer der Schwenninger Wild Wings, Harold Kreis, war lange Zeit bei den Adlern. 19 Spielzeiten war er ununterbrochen für den MERC beziehungsweise ab 1994 für die Adler Mannheim auf dem Eis. 891 Spiele absolvierte Harry Kreis für die Mannheimer und war über viele Jahre Kapitän seines Teams., ehe er als Cheftrainer zurückkehrte.

Aber dem nicht genug. Bereits am Sonntag um 16.30 Uhr müssen die Schwenninger Wild Wings im ersten Heimspiel der neuen Saison gegen die Düsseldorfer EG antreten. Auch hier war Harry Kreis lange Zeit zu Hause. Ab der Saison 2008/09 bis 2010 war er Trainer der DEG Metro Stars, ehe er als Coach nach Mannheim wechselte. Zur Saison 2018/19 kehrte er als Cheftrainer zur Düsseldorfer EG zurück, absolvierte im November 2021 seine 500. DEL-Partie als Trainer. Im Februar diesen Jahres wurde dann publik, dass der sympathische und sehr erfolgreiche Trainer zu den Schwenninger Wild Wings wechseln wird. Hier hat er sich mittlerweile sehr gut eingelebt und fühlt sich rundum wohl.

Bevor die neue Runde los ging, habe ich Harry Kreis einige Fragen gestellt:

Harry, wie gut hast Du Dich mittlerweile in Schwenningen eingelebt?

“Ich habe mich in Schwenningen sehr gut eingelebt. Ich habe den Schwarzwald und Umgebung aus dieser Nähe gekannt und bin total begeistert. Die Region hier hat eine sehr hohe Lebensqualität. Es passt alles und ich fühle mich hier sehr wohl.”

Wie warst Du mit der Vorbereitung zufrieden?

“Die Vorbereitung war sehr umfangreich und es gab sehr viel Neues – sowohl für die Spieler als auch für uns Trainer. Was die Entwicklung der Mannschaft betrifft, bin ich sehr zufrieden. Alle haben super mitgezogen und es hat viel Spaß gemacht.”

Du musstest einige neue Spieler integrieren. Klappt das alles schon gut? 

“Es gab bis jetzt acht Neuzugänge unter den Spielern und drei neue Trainer. Dazu kommt eine andere Vorstellung wie die Mannschaft spielen soll –  im Sinne von taktischer Ausrichtung etc.  Also sehr viel Neues im Stadion, was sich bewegt und was das Team fordert. Es ist aber nicht so, dass wir den Spielern etwas komplett Neues zeigen, was sie nicht schon mal gehört haben. Wir setzen einfach andere Schwerpunkte und alle kommen sehr gut mit.”

Ist der Kader breit genug oder hättest Du Dir noch den einen oder anderen Spieler gewünscht?

“Der Kader ist gut aufgestellt, wir hatten schon den einen oder anderen Verletzten, aber wir können mit mindestens 21 Spielern in die Saison starten. Andrew Callof hat sich für Russland entschieden und somit wäre noch eine Ausländer-Position offen. Christof Kreutzer, unser Sportchef, hält die Kontakte, um genau den richtigen Spieler zu finden, der zu uns passt und uns besser macht.”

Wie lautet die Zielvorgabe für diese Saison?

“Wir wollen natürlich in jedem Spiel alles geben und kämpfen, um uns für die Playoffs zu qualifizieren.”

Wer sind Deine Favoriten in dieser Saison?

“Nach wie vor sind meine Favoriten München, Berlin und Mannheim.”

Zum Saisonauftakt wird es gleich heftig. Im ersten Spiel geht es zu den Adlern nach Mannheim und zwei Tage später zuhause gegen die DEG. Wie schätzt Du die beiden ersten Gegner der neuen Runde ein?

“Mannheim ist eine sehr ausgewogene, starke und erfahrene Mannschaft, die zu einer der Favoriten gehört. Also sehr stark, aber nicht unschlagbar. Düsseldorf hat sich auch qualitativ verstärkt, hat einen neuen Trainer aus Schweden, der die Mannschaft auch sicher sehr gut auf die Saison eingestellt hat. Wir haben also gleich zu Beginn der Saison zwei  Top-Gegner.”

Interessant ist, dass Du bei beiden Gegnern schon selbst aktiv warst, trainiert hast. Ist das für Dich ein “seltsames” Gefühl?

“Naja, ich sage mal so: ich musste schon schmunzeln, als ich den Spielplan gesehen habe 🙂 und es ist wirklich eine sehr interessante Konstellation. Jeder will einen guten Start in die Saison haben – und nur das zählt. Wir sind gleich gut gefordert, wobei sich die Liga generell sehr gut verstärkt hat. Kein Spiel wird einfach werden. Bei Mannheim kommt noch hinzu, dass es eine große Rivalität mit Schwenningen gibt. Es wird spannend…

 

Vielen Dank, lieber Harry, für die Zeit, die Du Dir für mich genommen hast, viel Erfolg und einen guten Start in die neue Saison!

 

Die Bilder, die den Cheftrainer Harry Kreis zeigen, hat mir der Verein, Schwenninger Wild Wings, zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Endlich ist es soweit und der Saisonhöhepunkt steht vor der Tür. Vom 18. bis zum 25. September steigen die Ruder-Weltmeisterschaften im tschechischen Racice. Das Team Deutschland-Achter ist am gestrigen Mittwoch schon angereist. Nur Torben Johannesen reiste erst heute, Donnerstag, nach. Das junge Team hat in den Trainingslagern in Völkermarkt und Ternate eine gute Entwicklung genommen, die sich nun auch auf der Strecke zeigen soll.

Der Deutschland-Achter ist mit einer neuen und jungen Formation in die Saison gegangen, die sich wegen Krankheitsfällen immer wieder veränderte. Nach der Europameisterschaft rückten Tom Tewes und Mark Hinrichs für Laurits Follert und Olaf Roggensack, die wegen ihrer Ausbildung bei der Bundespolizei pausieren, ins Boot. Seitdem konnte das Team tagtäglich geschlossen trainieren. Mit einem guten Fazit des Bundestrainers Uwe Bender: „Wir sind eingespielter als vorher und haben uns in jeder Hinsicht weiterentwickelt, auch wenn unser Weg noch nicht zu Ende ist.“

Die Ansprüche sind hoch

Nach Siegen bei der Internationalen Hügelregatta und dem Weltcup in Posen, einem dritten Platz beim Weltcup in Luzern und dem vierten Platz bei der Europameisterschaft hat die Crew des Deutschland-Achter bei den Weltmeisterschaften viel vor. „Wir nehmen uns immer viel vor. Das ist unsere Art, wie wir an die Sachen rangehen, wie wir trainieren und arbeiten. Das liegt natürlich auch in der Geschichte des Deutschland-Achter“, sagt Uwe Bender und wird konkreter: „Wir wollen relativ weit vorne landen und um das Podium mitfahren. Ob das realistisch ist, das können wir noch nicht einschätzen. Der Vorlauf wird den ersten Fingerzeig geben.“ Das erste Rennen für den Deutschland-Achter findet am kommenden Dienstag ab 12.31 Uhr statt, das A-Finale steigt am Sonntag, 25. September, um 14.10 Uhr.

Alle großen Achter-Nationen sind am Start

Die Ruderer und Steuermann Jonas Wiesen treffen auf ein Feld von zehn Achtern. Die großen Achter-Nationen sind mit dabei: Neben Europameister Großbritannien, den EM-Zweiten und -Dritten Niederlande und Italien gehen Gastgeber Tschechien, Rumänien, die Ukraine, Australien, Kanada, China und die USA an den Start. „Das Meldeergebnis ist groß, auch in den anderen Klassen. Ich habe hier selten so viele Boote gesehen, es ist zumindest lange her“, erzählt Uwe Bender: „Wir kennen den einen oder anderen Gegner, aber können nicht alle einschätzen.“ Der US-Achter hat sich in dieser Saison bislang noch gar nicht gezeigt, einige andere Boote wurden teilweise neuformiert.

Vorfreude beim Vierer

Beim Vierer ohne Steuermann herrscht große Vorfreude auf Racice. Für Max John, Marc Kammann und Theis Hagemeister wird es der erste Auftritt bei einer A-WM, Malte Großmann gewann 2017 im Zweier mit Steuermann WM-Bronze. „Keiner hat jetzt unmittelbar Erfahrung bei einer WM, aber wir nehmen das als Chance, auch wenn man merkt, dass es ab und zu ein paar Fragezeichen gibt“, so Vierer-Trainerin Sabine Tschäge.

Das beste Ergebnis in dieser Saison war der vierte Platz beim Weltcup in Luzern, zuletzt sprang ein Sieg im B-Finale bei der EM heraus. In den Trainingslagern in Völkermarkt und Ternate hat sich das Quartett gut weiterentwickelt, wie Tschäge berichtet: „Ich bin mit beiden Trainingslagern ganz zufrieden. Die Jungs haben gute Schritte gemacht. Das Zusammenspiel ist deutlich besser geworden und es ist ein Selbstverständnis reingekommen. Ich hoffe, dass im Wettkampf noch die nötige Aggressivität hinzukommt.“

19 Boote-Feld

Bei der WM tritt der deutsche Vierer ohne Steuermann ab Montag in einem 19-Boote-Feld an, darunter Europameister Großbritannien, die Niederlande, Rumänien, Südafrika, Australien und die USA. „Größtenteils sind es die Vierer, die über die Saison schon aufgetaucht sind. Wir haben eine gute Entwicklung genommen und werden dann sehen, wie die anderen sich entwickelt haben“, sagt Tschäge und nennt eine Zielrichtung: „Wir wollen um die Finalteilnahme kämpfen, auch wenn es schwer wird.“

 

Die WM-Besatzung:

Deutschland-Achter: Torben Johannesen (Ruder-Club Favorite Hammonia), Wolf-Niclas Schröder (Ruder-Union Arkona Berlin), Mattes Schönherr (Ruder-Club Potsdam), Benedict Eggeling (Ruder-Club Favorite Hammonia), Tom Tewes (Münchener Ruder-Club), Julian Garth (Crefelder RC), Jasper Angl (RV Münster), Mark Hinrichs (Limburger Club für Wassersport), Steuermann Jonas Wiesen (RG Treis-Karden).

Vierer ohne Steuermann: Marc Kammann (Der Hamburger und Germania Ruder Club), Max John (Olympischer Ruder-Club Rostock), Malte Großmann (Ruder-Club Favorite Hammonia), Theis Hagemeister (Frankfurter RG Germania).

Ersatzleute: Henry Hopmann (RC Hansa Dortmund), Leon Schandl (Bessel-Ruder-Club Minden).

Der Zeitplan:

Deutschland-Achter: Vorläufe, Dienstag, 12.31 Uhr; Hoffnungsläufe, Freitag, 12.36 Uhr; A-Finale, Sonntag 14.10 Uhr.

Vierer ohne Steuermann: Vorläufe, Montag, 12.26 Uhr; Hoffnungsläufe, Dienstag, 11.14 Uhr; Halbfinals, Donnerstag, 12.05 Uhr; A-Finale, Samstag, 14.54 Uhr.

 

Das tolle Bild hat uns Carsten Oberhagemann zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.