Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball Drittligist HSG Hanau bekannt gab, wird Torhüter Saad Khan sich eine Pause vom Handballsport nehmen und kürzer treten.

Nach zwei Jahren trennen sich im Sommer die Wege der HSG Hanau und ihres Torhüters Saad Khan. Der 30-jährige Schlussmann, der neben dem Sport einem Lehramtsstudium in Darmstadt nachgeht, will sich künftig mehr auf seine berufliche Laufbahn konzentrieren und legt eine Pause vom Handballsport ein. Am Freitagabend absolviert der gebürtige Pakistaner, beim Heimduell mit der TSG Haßloch, sein letztes Drittliga-Pflichtspiel für die Grimmstädter. 

„Wir haben einige Gespräche mit Saad geführt und hätten ihn gerne weiterhin in der Grimmstadt behalten, aber er hat sich dazu entschlossen, in Zukunft den vollen Fokus auf den Abschluss eines Lehramtsstudiums zu legen“, erklärt Reiner Kegelmann, der sportliche Leiter der HSG Hanau. „Seine Beweggründe sind für uns absolut nachvollziehbar und wir wünschen ihm dafür viel Erfolg.“ 

Saad Khan wechselte im Sommer 2024 von der MSG Umstadt/Habitzheim in die Brüder-Grimm-Stadt. Der Transfer vom damaligen Landesligisten in die dritte Liga nach Hanau sorgte damals für Aufsehen. Doch Khan zeigte schnell, dass die Hanauer Verantwortlichen mit seiner Verpflichtung ein gutes Auge bewiesen hatten. Reichlich Drittligaerfahrung brachte der heutige 30-Jährige ohnehin aus seiner Zeit bei den Falken in Groß-Bieberau/Modau mit und stellte seine Routine auch in Hanau schnell unter Beweis. Im Duo mit Torhüter Benedikt Müller war der gebürtige Pakistaner immer da, wenn er gebraucht wurde und ließ insbesondere bei Strafwürfen seine Qualitäten glänzen.

„Die vergangenen zwei Jahre bei der HSG Hanau waren für mich eine ganz besondere Zeit, auf die ich mit großer Dankbarkeit zurückblicke. Es hat mir jedes Mal eine riesengroße Freude bereitet, vor dem Blauen Block in der Main-Kinzig-Halle spielen zu dürfen“, blickt Saad Khan zurück. „Aufgrund meiner beruflichen Weiterbildung wird es für mich Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen und meine aktive Karriere zu beenden. Ich möchte mich bei allen Beteiligten im Verein für die tolle Zusammenarbeit bedanken und wünsche der HSG Hanau für die Zukunft nur das Beste. Die gemeinsame Zeit werde ich stets in guter Erinnerung behalten.“ 

Hanau verliert einen verlässlichen Torhüter

„Mit Saad verlieren wir nicht nur einen verlässlichen Torhüter, sondern auch einen absolut vorbildlichen Teamplayer, der unsere Mannschaft in den vergangenen zwei Jahren sportlich wie menschlich bereichert hat“, bemerkt HSG-Geschäftsführer Hannes Geist. „Seine Entscheidung verdient größten Respekt, denn die berufliche Zukunft hat für ihn nun Priorität. Wir bedanken uns bei Saad für seinen Einsatz und seine Loyalität gegenüber der HSG Hanau und wünschen ihm für seinen weiteren Weg nur das Beste.“

In der Vergangenheit spielte Saad Khan unter anderem mit der MSG Umstadt/Habitzheim in der Landesliga Hessen-Süd. Zuvor stand er zwischen 2016 und 2021 für die MSG Falken Groß-Bieberau/Modau in der dritten Liga zwischen den Pfosten. Für die HSG Hanau bestritt der 1.87 Meter große Torhüter insgesamt 60 Drittliga-Begegnungen. 

 

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

 

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In der Handball Regionalliga muss die TuSpo Obernburg am Sonntag beim TSV Vellmar antreten. Die HSG Bieberau/Modau muss am Samstag bei der MSG Körle/Guxhagen antreten.

 

TuSpo Obernburg muss nach Vellmar

Nachdem der Klassenerhalt fest steht, kann die TuSpo Obernburg entspannt zum Tabellenvorletzten Vellmar fahren. Trotz allem werden die Obernburger noch einmal alles reinlegen, um die nächsten Punkte einzusammeln. Spielertrainer Noah Streckhardt ist der beste Torschütze der Mannschaft und hat im Hinspiel 14 Tore der TuSpo eingeschenkt. Neben dem Spielertrainer müssen die Gäste noch auf Arturo Nacher-Selma (RM/98 Tore) und Frederik Drönner (LA/91 Tore) aufpassen. Vellmar hat bisher erst dreimal zu Hause gewonnen und konnte einen Auswärtssieg einfahren. Die Hausherren stehen also unter Druck, die Gäste wollen sich für die knappe 25:26-Niederlage im Hinspiel revanchieren.

 

 

 

Letztes Auswärtsspiel der HSG Bieberau/Modau

Das letzte Auswärtsspiel der HSG Bieberau/Modau in dieser Saison führt die Odenwälder am Samstag noch einmal nach Nordhessen zur MSG Körle/Guxhagen, die sich als Aufsteiger wacker geschlagen haben und mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben werden. Mit 15:33 Punkten stehen sie auf Platz elf der Tabelle und können darauf bauen die Klasse zu halten. So können sie unbeschwert aufspielen und ihrem Publikum beim letzten Heimspiel noch einmal alles zeigen.

Das wissen die erfahrenen Gäste natürlich, werden die Aufgabe nicht auf die leichte Schulter nehmen und ebenfalls versuchen ein gutes Auswärtsspiel abzulegen. Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit für die Bieberau/Modauer, das konnten sie deutlich mit 45:23 gewinnen. Doch die Karten sind neu gemischt und damals musste Körle/Guxhagen auf wichtige Spieler verzichten. Die Falken brauchen auf jeden Fall eine stabile Abwehr und viel Tempo nach vorne, im Angriff klare Abschlüsse. Das hat letzte Woche beim Sieg gegen Breckenheim sehr gut geklappt und soll seine Fortsetzung finden. HSG-Trainer Thomas Weber: „Wir gehen konzentriert in die Partie gegen die Nordhessen und wollen auch dieses Auswärtsspiel gewinnen.“

 

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, steht der letzte Spieltag an. Der TV Kirchzell hat am Samstag ein Heimspiel gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II und der TV Gelnhausen muss am Freitag zum Derby nach Nieder-Roden. Die HSG Hanau empfängt am Freitag die TSG Haßloch.

 

TV Kirchzell bittet zum letzten Tanz für diese Saison

Der TV Kirchzell hat am Samstag um 19.30 Uhr zum letzten Mal in dieser Saison ein Heimspiel. Zu Gast ist der Tabellenfünfte HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – und mit diesem Gegner hat der TVK noch eine Rechnung offen. Im vergangenen Dezember musste die Mannschaft von Trainer Povilas Babarskas in Dutenhofen eine empfindliche 19:31-Niederlage hinnehmen. Allerdings fehlten damals Tom Spieß und Ievgen Zhuk. Niklas Ihmer konnte nur sporadisch eingesetzt werden und Joshua Osifo sah nach zwölf Minuten “rot”.  “Wir hatten damals wirklich keine große Möglichkeit, um dagegen zu halten”, sagte der TVK-Coach. Diesmal soll es besser werden, denn der aktuelle Neunte der Tabelle will sich unbedingt mit einer guten Leistung von seinen treuen Fans in die Sommerpause verabschieden.

Wenn ein Sieg her soll, dann muss bei den Hausherren alles passen. “Die Gäste haben viele Talente in ihren Reihen. Auf Phillip Opitz und Leonard Zaum müssen wir gut acht geben. Die HSG hat bisher oft mit einer 3-2-1-Abwehr gespielt, jetzt bevorzugen sie oft eine 6-0-Abwehr. Wir werden uns auf alles einstellen und wollen ihnen unseren Stempel aufdrücken”, so der TVK-Trainer. Verzichten muss der Coach auf seine Langzeitverletzten, hinter Tom Spieß steht noch ein Fragezeichen.

Verabschiedungen wird es auch geben, denn Antonio Schnellbacher, Louis Hauptmann und Oleh Soloviov werden nächste Saison nicht im Kader stehen. Weiteres demnächst hier.

 

 

 

 

 

TV Gelnhausen vor schwerer Derby-Aufgabe 

Für den TV Gelnhausen steht am Freitagabend das letzte Spiel der regulären Saison an. Um 20 Uhr gastieren die Barbarossastädter in der RODAUSTROM Sportarena bei der HSG Rodgau Nieder-Roden. Auch wenn die Platzierungen bereits feststehen, verspricht das Derby noch einmal einen emotionalen und intensiven Handballabend. Für den TVG geht es darum, einen weiteren Derbysieg einzufahren und mit einem guten Gefühl in die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga zu starten.

Mit 49:9 Punkten steht der TV Gelnhausen bereits sicher auf dem zweiten Tabellenplatz der Süd-West-Staffel. Die Teilnahme an der Aufstiegsrunde war bereits seit mehreren Wochen gesichert. Besonders durch den deutlichen 41:32 (19:14)-Heimsieg gegen Spitzenreiter Saarlouis machten die Rot-Weißen endgültig klar, dass sie sich aktuell in bestechender Form befinden. Auch gegen den TV Homburg (46:21) und die SGSH Dragons (42:33) erzielte die Mannschaft jeweils über 40 Tore und überzeugte mit temporeichem Offensivhandball. „Noch mal ein Auswärtsderby vor der Aufstiegsrunde, das wird definitiv ein heißes Spiel“, erwartet TVG-Cheftrainer Matthias Geiger eine intensive Partie. „Wir wollen dort unbedingt gewinnen, müssen aber gleichzeitig einen kühlen Kopf bewahren und mit der richtigen Einstellung auftreten.“

Mit der HSG Rodgau Nieder-Roden wartet ein Gegner, der trotz einer schwierigen Rückrunde keinesfalls unterschätzt werden darf. Die „Baggerseepiraten“ stehen aktuell mit 32:26 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz und können sich tabellarisch nicht mehr verbessern oder verschlechtern. Dennoch dürfte die Motivation groß sein, sich vor heimischem Publikum mit einem Derby-Sieg aus der Saison zu verabschieden.

Dabei verlief die Spielzeit der HSG bislang zweigeteilt. Vor dem Hinspiel gegen den TVG stand Nieder-Roden mit 23:5 Punkten sogar auf dem zweiten Tabellenplatz und war punktgleich mit dem TVG. Das Weihnachtsderby gewann der TV Gelnhausen damals deutlich mit 34:28 (18:12). Rückblickend markierte diese Partie möglicherweise den Wendepunkt der Saison der HSG, die in der Rückrunde nur noch 9:19 Punkte sammelte.

Dennoch zeigte Nieder-Roden auch in dieser Saison mehrfach seine Qualität. Besonders der 34:32 (16:15)-Hinrundenheimsieg gegen Aufstiegsaspirant Saarlouis zeigte zu was für Leistungen das Team in der Lage ist. Vor allem offensiv verfügt die HSG über enorme Qualität. Linksaußen Sam Hoddersen, Nationalspieler der USA, führt mit 252 Treffern die Torschützenliste der Süd-West-Staffel an. Hinzu kommen mit Simon Brandt und Johannes von der Au zwei erfahrene und spielstarke Rückraumakteure. Für von der Au wird das Derby gleichzeitig ein emotionaler Abschied, da er nach der Saison eine Handballpause einlegt.

„Nieder-Roden ist spielerisch sehr stark, hat ein gutes Eins-gegen-Eins und ein gefährliches Kreisläuferspiel“, erklärt Geiger. „Wir müssen wieder eine sehr kompakte Abwehr stellen und konsequent die Zweikämpfe annehmen. Gerade Spieler wie von der Au oder Hoddersen dürfen wir nicht ins Spiel kommen lassen.“ Besonders wichtig wird für den TVG erneut das Rückzugsverhalten sein, um das schnelle Spiel von Nieder-Roden zu unterbinden. „Jeder technische Fehler wird von ihnen sofort bestraft“, warnt Geiger. „Deshalb brauchen wir vorne klare und geordnete Angriffe und müssen unsere Chancen konsequent nutzen.“ Auch mit Blick auf die bevorstehende Aufstiegsrunde sieht der Cheftrainer das Derby als wichtigen Härtetest: „Das Spiel ist eine sehr gute Vorbereitung auf die Aufstiegsrunde, sowohl sportlich als auch vom emotionalen Rahmen her.“

Personell bleibt die Lage beim TVG weiterhin angespannt. Neben den Langzeitverletzten Akos Csaba (Kreuzbandriss) und Leon David (Schulter-OP) fällt auch Finn Trinczek (Schienbeinprobleme) weiterhin aus. Zudem steht hinter den Einsätzen von Simon Belter (Sprunggelenksverletzung) und Dima Redkyn (Parallelspiel bei Stammverein Großwallstadt) noch ein Fragezeichen. Sollten die beiden Rechtsaußen ebenfalls fehlen, hätte Cheftrainer Geiger keinen gelernten Rechtsaußen und mit Yannick Mocken einen gelernten Linksaußen zur Verfügung. Es müssten also wieder Rückraumspieler auf den Außenpositionen aushelfen. Allerdings hat die Mannschaft in den vergangenen Wochen mehrfach bewiesen, dass sie auch unter schwierigen Voraussetzungen starke Leistungen abrufen kann.

 

 

 

 

 

 

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Wie heute auf der Website von Förthof UHK Krems (Union Handballklub) zu lesen war, hat der Verein für die kommende Saison Maxim Schalles vom Zweitligisten TV Großwallstadt verpflichtet.

Der Förthof UHK Krems (Union Handballklub) ist ein österreichischer Handballverein aus Krems in Niederösterreich. Der Verein spielt derzeit in der höchsten österreichischen Handball-Liga, der Handball Liga Austria.

Folgenden Wortlaut hat UHK Krems veröffentlicht:

Der Förthof UHK Krems verstärkt sich für die kommende Saison auf der rechten Außenpositon: Mit Maxim Schalles wechselt ein erfahrener Flügelspieler vom deutschen Zweitligisten TV Großwallstadt in die Wachau.

Der 26-jährige Deutsche bringt nicht nur Spielpraxis aus der 2. Handball-Bundesliga mit, sondern auch bestehende Verbindungen ins Team. Mit Rückraumspieler Luca Munzinger stand Schalles bereits eine Saison lang gemeinsam in Deutschland auf dem Feld – ein Vorteil für die schnelle Integration in die Mannschaft.

Nach dem bevorstehendem Abgang von Thies Bergemann setzen wir damit ein klares Zeichen und besetzen die vakante Position gezielt neu. Schalles soll künftig wichtige Impulse vom Flügel liefern und sowohl offensiv als auch im Tempospiel Akzente setzen.

Der Rechtsaußen unterschreibt beim UHK Krems einen Vertrag über zwei Jahre und wird das Team bis einschließlich der Saison 2027/28 verstärken.

UHK Krems steht derzeit auf Rang fünf der Handball Liga Austria.

Ma­xim Schal­les, der erst im No­vem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res sei­nen Ver­trag bei dem Hand­ball-Zweit­li­gis­ten bis 2028 ver­län­gert hat­te, bat wohl jüngst den Verein um Auflösung seines Vertrages. 

 

 

Das Bild von Maxim ist ein Archivbild vom TVG. Danke dafür

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Handball Zweitligist TV Großwallstadt hat in der Partie gegen den Dessau-Roßlauer HV eine ganz bittere 42:41-Niederlage hinnehmen müssen. Dabei hätte die Mannschaft von Trainer Andrè Lohrbach einen Punkt mehr als verdient gehabt. Wenn eine Mannschaft auswärts 41 Tore erzielt, sollte man meinen, dass dies wenigstens zu einem Zähler reichen sollte.

Wieder einmal standen nur 13 Spieler im Kader, wieder einmal gaben diese alles und kämpften bis zum Schluss. Doch am Ende gehen beide Punkte an den Gastgeber, der zum Schluss mit den Zuschauern im Rücken das etwas glücklichere Händchen hatte. Auch wenn die Gäste erhobenen Hauptes den Platz verließen und viel Zuspruch für die gezeigte Leistung auch vom Gegner bekamen, so fehlen dem TV Großwallstadt damit wieder wichtige Punkte in Richtung Klassenerhalt.

Knappe Pausenführung für den TVG

Das erste Tor der Partie erzielte Yannick-Marcos Pust für den Dessau-Roßlauer HV. Dann traf Connar Battermann zum 1:1, bevor Yannick Danneberg zum 2:1 einnetzte. Florian Eisenträger verwandelte anschließend den ersten von sechs Siebenmeter sicher, Marcel Nowak legte auf 3:2 vor. Axel Skaarnæs traf zum 3:3, Carl-Philip Haake zum 4:3. Dann sorgte ein 3:0-Lauf der Gäste für die 6:4-Führung, doch Danneberg egalisierte in der elften Minute zum 7:7. Bis zur 15. Minute legte der TVG vor, der DRHV zog nach. Dann brachte Battermann sein Team erneut mit zwei Toren in Front. Diese hielt bis zur 22. Spielminute, als Pust den Ausgleich erzielte und Marcel Nowak sein Team wieder mit 16:15 in Führung brachte. Nach 25 Minuten stand es 18:16, doch zwei Tore durch Patrick Gempp brachten den Ausgleich. Eisenträger stellte zwei Minuten vor dem Pausenpfiff die Führung wieder her und mit diesem knappen Vorsprung ging es in die Halbzeitpause.

Offensivfeuerwerk auch in Halbzeit zwei mit glücklicherem Ende für den Gastgeber

Nach dem Seitenwechsel traf Haake zum Ausgleich, Horner legte vor. Dann erzielte der Gastgeber zwei Tore in Folge und übernahm die Führung. Doch zweimal Eisenträger und Horner stellten erneut zu Gunsten des TVG um (26.24). Die Gäste antworteten ebenfalls mit einem 3:0-Lauf. Das muntere Scheibenschießen ging weiter, die Führungen wechselten bis zum 37:36 ( 53.) durch Horner. Dann folgte ein 3:0-Lauf des Gastgebers zum 39:37. War das die Vorentscheidung? Mario Stark traf zum Anschluss, Fritze-Leon Haake zum 40:38. Eisenträger verwandelte den sechsten Siebenmeter, Jakub Powarzyński netzte zum 41:39 ein. Connar Battermann erzielte den Anschluss, es standen noch 60 Sekunden auf der Uhr. Die nutzte der Dessau-Roßlauer HV zum 42:40 und der TVG konnte am Ende nur noch den 41. Treffer zum 42:41-Endstand erzielen. Eine ganz bittere Niederlage nach großem Kampf in einer Partie, die ein Unentschieden verdient gehabt hätte.

 

 

Nicht zu bremsen war Flo Eisenträger in Dessau. Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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Im wichtigen 19:28 (13:13)-Auswärtsspiel bei der abstiegsgefährdeten SG Bruchköbel wurde die TuSpo Obernburg von zahlreichen Fans begleitet – und genau das gab der Mannschaft von Trainer Philipp Wollbeck von Beginn an spürbaren Rückenwind und machte am Ende den Klassenerhalt fix.

Mit einem Blitzstart gingen die Gäste bereits nach 70 Sekunden durch Treffer von Max Roos und Thomas Keck mit 2:0 in Führung. Auch in der Folge bestimmten die Römerstädter das Geschehen und ließen den Gastgebern zunächst kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Beim Stand von 4:7 nach 14 Minuten nahm Bruchköbel die erste Auszeit, doch die TuSpo behielt weiterhin die Kontrolle. Erst als mehrere klare Chancen ungenutzt blieben, nutzten die Hausherren ihre Gelegenheit und glichen in der 22. Minute zum 8:8 aus – das Spiel war wieder völlig offen. Trainer Wollbeck reagierte prompt mit einer Auszeit und brachte Torhüter-Routinier Sandro Friedrich ins Spiel. Dieser zeigte sofort seine Klasse und half mit, die Führung wieder auf 12:10 auszubauen. Dennoch kämpfte sich Bruchköbel bis zur Pause erneut heran, so dass es mit einem 13:13-Unentschieden in die Kabinen ging.

Schnelle Führung der Obernburger

Nach dem Seitenwechsel brachte Tom Müller die TuSpo schnell wieder in Führung, doch die Gastgeber stemmten sich mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage und drehten das Spiel mit drei Treffern in Folge auf 16:14. Es entwickelte sich nun ein echter Schlagabtausch auf Messers Schneide. Angetrieben von ihren lautstarken Fans fanden die Römerstädter jedoch die passende Antwort und Thomas Keck und Jesper Kunkel sorgten für die erneute Führung zum 17:16 in der 39. Minute.

Auch in der Folge blieb die Partie hart umkämpft, wobei die Obernburger meist knapp die Nase vorn hatte. Beim Stand von 21:19 in der 49. Minute gelang erstmals wieder eine Zwei-Tore-Führung. In der anschließenden Crunchtime zeigte die Abwehr der Gäste dann ihre ganze Stärke und gemeinsam mit einem überragenden Sandro Friedrich im Tor ließ die TuSpo in den letzten 13 Minuten (!) kein einziges Gegentor mehr zu. Mit einem beeindruckenden „9:0-Tore-Lauf“ spielte sich die Mannschaft in einen regelrechten Tor-Rausch und überrollte die zunehmend resignierenden Gastgeber. Am Ende stand ein deutlicher 28:19-Auswärtssieg auf der Anzeige, mit dem die Obernburger nicht nur ihre starke Leistung krönten, sondern sich auch bereits drei Spieltage vor Saisonende den Klassenerhalt sicherten.

Der begeisterte TuSpo-Coach Philipp Wollbeck sagte nach dem Spiel: „Absoluter Wahnsinn, an die 100 Personen aus Obernburg und eine Mannschaft, die alles reinwirft und 60 Minuten intensiv verteidigt. Am Ende steht ein verdienter Auswärtssieg und damit der Klassenerhalt. Ein Kompliment und mein großer Dank an alle, die auf unterschiedlichste Art und Weise unterstützt haben.“

 

 

Das Bild hat uns die TuSpo zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, hat der TV Kirchzell einen tollen Erfolg bei der TSG Haßloch eingefahren. Der TV Gelnhausen gewann sein Heimspiel gegen die Dragons souverän.

 

 

Bärenstarke Abwehr mit einem bärenstarken Tobias Evers im Tor

Der TV Kirchzell gewann sein letztes Auswärtsspiel für diese Saison bei der bereits als Absteiger feststehenden TSG Haßloch mit 32:27 (13:14) und revanchierte sich damit für die Hinspielniederlage.

Beide Mannschaften mussten ersatzgeschwächt antreten und beim TVK kam neben Tim Häufglöckner und Louis Hauptmann auch noch der erkrankte Tom Spieß hinzu. Dafür bekam der junge Vadym Oskilko viele Spielanteile und machte seine Sache wieder sehr gut. Um es gleich vorweg zu nehmen. Ein ganz entscheidender Faktor war Tobias Evers im Tor. Er glänzte mit etlichen Paraden, brachte den gegnerischen Sturm zur Verzweiflung und entschärfte “so ganz nebenbei” noch sechs Strafwürfe! “Das war unglaublich, was er parierte”, freute sich sein Trainer Povilas Babarskas nicht nur für Tobi Evers, sondern auch, dass die ganze Mannschaft von diesem Rückhalt profitierte. 

Generell war der TVK-Coach am Ende des Spiels voll des Lobes für seine Mannschaft, auch wenn er einige Dinge zu “bemängeln” hatte. In Halbzeit eins wogte die Partie hin und her, die TSG spielte eine unangenehme 3-3-Abwehr und die Gäste lagen phasenweise mit zwei, drei Toren zurück. Kurz vor der Pause stand es gar 13:10 (24.) für die Hausherren, ehe es mit 14:13 in die Pause ging. “Es war uns bewusst, dass Haßloch lange mithalten würde. Doch wir wollten an unserer Strategie festhalten, uns nicht aus dem Konzept bringen lassen”, sagte der TVK-Trainer.

Bärenstarke Abwehr in Halbzeit zwei

Nach dem Wechsel glichen die Gäste zunächst aus und zogen anschließend über 19:16 auf 22:17 davon. Hier schwärmte einerseits Povilas Babarskas von der tollen Abwehrarbeit seiner Jungs mit dem starken Tobi Evers im Tor, da diese bis zu diesem Zeitpunkt nur drei Gegentreffer zuließen. Andererseits hätte der Vorsprung bei mehr Konzentration noch größer sein können. Als die TSG dann auf 7-6 umstellte, waren die Kirchzeller davon zwar überrascht, weil sie nicht unbedingt darauf eingestellt waren. Doch sie haben die Situation souverän gelöst und im Angriff immer wieder Lösungen gefunden. Da interessierte dann auch nicht mehr die rote Karte nach drei Zeitstrafen in der 57. Minute für Vadym Oskilko.

Am Ende stand ein verdienter Auswärtserfolg, “der aufgrund der Einstellung und der kämpferischen Leistung verdient war. Man merkt den Jungs an, dass sie an ihre Grenzen gehen. Die Saison war lang. Aber gerade unsere Jungen wie Vadym oder Anton haben ihren Part heute wieder sehr gut gespielt. Natürlich passiert der eine oder andere Fehler. Aber man darf auch nicht vergessen, wie alt die Jungs sind”, so ein rundum zufriedener Povilas Babarskas. 

Beste Werfer waren Joshua Osifo und Jannik Wolf mit je sieben Toren und Vadym Oskilko mit sechs.

 

 

 

 

 

TV Gelnhausen feiert souveränen Heimsieg gegen die Dragons
 
Der TV Gelnhausen hat seine starke Form eindrucksvoll bestätigt und sich mit einem verdienten 42:33 (19:15)-Heimsieg gegen die SGSH Dragons durchgesetzt. Vor 750 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle ließ der Tabellenzweite nichts anbrennen und tankte mit dem dritten Spiel in Folge mit über 40 Toren weiteres Selbstvertrauen für die anstehende Aufstiegsrunde.
Personell musste der TVG weiterhin improvisieren. Neben den Langzeitverletzten Akos Csaba (Kreuzbandriss), Leon David (Schulter-OP) und Simon Belter (Sprunggelenk) fehlte auch Finn Trinczek (Schienbeinprobleme) erneut im Kader. Auf den Außenpositionen standen somit jeweils ein gelernter Rechts- und Linksaußen zur Verfügung, so dass phasenweise Rückraumspieler aushelfen mussten. Dennoch präsentierte sich das Team von Cheftrainer Matthias Geiger erneut stabil.
Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Beide Mannschaften leisteten sich in der Anfangsphase einige technische Fehler. Der TVG nutzte zunehmend die Fehler der Gäste und profitierte gleichzeitig von starken Paraden von Torhüter Alex Bechert. In der siebten Minute brachte Jonas Dambach die Gelnhäuser mit 4:2 in Führung.
 
In der Folge baute der TVG den Vorsprung Schritt für Schritt aus. Silas Altwein traf in der 13. Minute zum 9:5. Der Gelnhäuser Mittelmann setzte das ganze Spiel über Akzente und erzielte insgesamt acht Treffer. Doch die Dragons, für die es im Abstiegskampf um alles ging, hielten dagegen und kämpften sich mehrfach wieder heran. Beim Stand von 14:12 in der 24. Minute war die Partie wieder offen. „Wir wussten, dass die Dragons eine Mannschaft mit viel individueller Qualität sind und nie aufgeben werden“, erklärte TVG-Coach Geiger nach der Partie. „Gerade in der ersten Hälfte haben wir es nicht geschafft, die stark spielenden Jaeger-Brüder konsequent unter Druck zu setzen.“ Kurz vor der Pause zog der TVG jedoch wieder an. Dambach stellte in der 29. Minute auf 19:15, ehe Bechert mit einer Siebenmeterparade den Vier-Tore-Vorsprung zur Halbzeit festhielt.
 
Besserer Start nach dem Wechsel
 
Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Barbarossastädter den besseren Start. Durch Treffer von Fynn Hilb und Yannick Mocken wuchs die Führung in der 33. Minute erstmals auf sechs Tore an (21:15). Doch die Gäste gaben sich weiterhin nicht geschlagen und verkürzten den Rückstand immer wieder. Vor allem Felix Jaeger, der insgesamt zehn Tore erzielte, hielt die Dragons im Spiel. Auf Seiten des TVG ging erneut Kapitän Jonathan Malolepszy voran, der mit zwölf Treffern, davon acht sicher verwandelte Siebenmeter, eine starke Leistung zeigte. In der 48. Minute verkürzte Jaeger noch einmal auf 25:28 aus Sicht der Dragons. Auch beim Stand von 33:29 in der 53. Minute war die Partie noch nicht entschieden. Doch in der Schlussphase zeigte der TVG seine Klasse und setzte sich entscheidend ab.
 
„Die Dragons haben uns über lange Zeit gefordert und waren immer da, wenn wir Fehler gemacht haben“, so Geiger. „Ich bin froh, dass wir in der Schlussphase konditionell noch einmal zulegen konnten und uns so einen Vorteil geholt haben.“ Ein sehenswertes Kempa-Tor von Malolepszy nach Anspiel von Dambach zum 35:29 leitete die Vorentscheidung ein. Wenig später erhöhte Mocken auf 36:29 zur ersten Sieben-Tore-Führung. In den letzten Minuten ließ der TVG nichts mehr anbrennen und baute den Vorsprung weiter aus. Dambach setzte schließlich mit dem Treffer zum 42:33 den Schlusspunkt.
 
Gästetrainer Sascha Šimec erkannte die Leistung der Gelnhäuser an: „Gelnhausen hat unsere Fehler immer sehr konsequent bestraft. Das macht dann vielleicht auch den Unterschied, warum wir die 3. Liga in Richtung Regionalliga verlassen und Gelnhausen in der Aufstiegsrunde spielt.“ Geiger zog insgesamt ein gemischtes Fazit: „Wir haben nicht alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Bei der Abwehr gegen solche Ausnahmespieler wie Felix Jaeger müssen wir wesentlich konsequenter sein. Daran wollen wir jetzt noch arbeiten. Aber wir haben uns einen Vorsprung erarbeitet und die Dragons insgesamt solide auf Abstand gehalten. Am Ende war es ein verdienter Sieg, auch wenn es ein hartes Stück Arbeit war.“ Mit nun 49:9 Punkten bleibt der TV Gelnhausen auf dem zweiten Tabellenplatz der Süd-West-Staffel. Durch den gleichzeitigen Sieg der HG Saarlouis steht die Meisterschaft für die Saarländer fest, während der TVG als Vizemeister in die Aufstiegsrunde geht.
 
 
 
 
Das Bild hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür.
 

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In der zweiten Handball Liga trifft der TV Großwallstadt am Sonntag um 17 Uhr in der Anhalt-Arena auf den Dessau-Roßlauer HV. Nach den letzten zwei Partien gegen die beiden Mannschaften auf Platz eins und zwei der Tabelle, die mit Niederlagen endeten, trifft das Team von Trainer André Lohrbach nun auf den Tabellensiebten. Der Dessau-Roßlauer HV steht dort mit 32:26 Punkten und kann die Saison damit relativ gelassen zu Ende spielen. Dennoch möchte das Team von Vanja Radić nach zwei Niederlagen beim VfL Eintracht Hagen und zuhause gegen den TV Hüttenberg vor heimischer Kulisse wieder einen Erfolg erzielen.

TV Großwallstadt hofft auf Rückkehr von Patrick Gempp

Doch auch der TVG möchte in die Erfolgsspur zurück. Ob Lohrbach in dieser Partie wieder auf Kreisläufer Patrick Gempp zurückgreifen kann, ist noch nicht sicher. Der 29-Jährige ist in dieser Woche wieder langsam ins Training eingestiegen und würde natürlich gerne im Match gegen seinen ehemaligen Verein im Kader stehen. “Das Knie fühlt sich gut an, doch mal sehen, ob es klappt”, sagt der Kapitän. Und weiter weiß er: “Dessau spielt mit viel Tempo, auf die Abwehr müssen wir uns einstellen, denn sie wollen den Gegner immer wieder durch Stoppfouls festmachen. Im Angriff haben sie gute Schützen wie Jakub Powarzyński, Mika Schüler, Fritz-Leon Haake oder Yannik Danneberg. Das heißt, wir müssen uns auf einen guten Mix vorbereiten und wissen, dass es in Dessau immer schwierig ist zu spielen. Wir versuchen trotzdem alles, um etwas Zählbares mitnehmen zu können. Das wäre schön.”

Das Hinspiel in Elsenfeld gewann der DRHV mit 34:29, jetzt ist der TVG auf Revanche aus. Dass das in der gefürchteten Anhalt-Arena in Dessau kein leichtes Unterfangen sein wird, ist allerdings jedem klar.

 

Archivbild: TVG

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, musste die HSG Hanau am gestrigen Donnerstag bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II einen herben 23:32 (4:15)-Dämpfer hinnehmen. Die personell angeschlagenen Hanauer legen eine misslungene erste Halbzeit hin, stabilisierten sich dann aber im zweiten Durchgang und brachten die Begegnung ordentlich zu Ende, ein bitterer Beigeschmack blieb dennoch haften. 

„Ich muss mich heute Abend für unsere erste Halbzeit entschuldigen“, meinte ein sichtlich enttäuschter HSG-Cheftrainer Axel Spandau nach Abpfiff in Mittelhessen. „Das war wirklich schlecht, was auch der Zwischenstand zur Pause aussagt. Hier spielte eigentlich der Tabellendritte gegen den Fünften, aber dieser Ausgang ist in der Handballsprache eigentlich kaum zu beschreiben.“ Durch die Niederlage in Dutenhofen droht die HSG Hanau der Verlust des dritten Tabellenplatzes. Sollte der Longericher SC Köln punkten, würde der direkte Konkurrent im Rennen um die Qualifikation für den DHB-Pokal an den Südhessen vorbeiziehen. Dabei hatte Spandau vor dem Spiel von seinem Team eigentlich maximalen Einsatz in der Abwehr gefordert, doch es war vor allem die Offensive, die dem Hanauer Coach Kopfzerbrechen bereitete. 

Tore waren in der emotionalen Partie zunächst Mangelware. Sebastian Hein markierte in der achten Minute das 2:2 für die HSG Hanau. Mit mehreren angeschlagenen Spielern im Kader hatte Spandau improvisieren müssen: Auf der Mittelposition übernahm Jan-Philipp Winkler von Beginn an für den verletzten Jan-Eric Kleemann und Torhüter Benedikt Müller führte die Blau-Weißen als Kapitän auf die Platte. Gleichzeitig kehrte Routinier Lukas Böhm nach seiner einwöchigen Pause in den Rückraum zurück. 

Dutenhofens Coach Eike Schuchmann schien seine Mannschaft gut auf die Spandau-Sieben eingestellt zu haben, denn mit zunehmender Spielzeit tat sich Hanau gegen die aggressive Deckung der Hausherren sichtlich schwer. In den Auftakthandlungen fehlte die zündende Idee, während die Grün-Weißen immer wieder durch Stopfouls die Hanauer Offensivbemühungen unterbrachen. Beim 3:5 (14.), durch einen Rückraumwurf von Cedric Schiefer, war Hanau noch an den Gastgebern dran, doch schon kurz danach verloren Winkler, Böhm & Co. in der Offensive den Faden. Gleich mehrmals biss sich das Team in der Dutenhofener Defensive fest oder scheiterte an Henrik Naß im Tor, der mehr und mehr zum Faktor wurde. Über 8:3 und 12:3 zogen die Gastgeber unaufhaltsam davon, da halfen auch keine zwei Auszeiten von Spandau. Erst in der 26. Minute beendete David Rivic mit dem 4:12 die lange Durststrecke der Gäste. Mit einem 4:15-Rückstand ging es in die Kabine.

„Natürlich hat uns Jan-Eric Kleemann heute gefehlt, das muss man einfach mal so sagen“, sagte Spandau, der seinen Kreativmotor im Angriff schmerzlich vermisste. „Jan-Philipp Winkler hat das Spiel leider nicht so in den Griff gekriegt, wie wir uns das vielleicht erhofft haben. Ich habe es auch mit Dennis Gerst auf der Mitte probiert, was Höhen und Tiefen hatte.“ 

Nach der Pause gefangen, doch Rückstand zu groß

Zu allem Überfluss ging es in der zweiten Halbzeit dann auch für Schiefer nicht weiter. Da Ben Scharriär als weitere Wechseloption fehlte, mussten Gerst, Winkler und Böhm die Begegnung mehr oder weniger alleine im Rückraum schultern. Saad Khan rückte für den bis dahin glücklosen Müller zwischen die Pfosten und zeigte einige Paraden für die HSG.

Über das 8:19 von Winkler (36.) und 12:22 (42.) von Julian Fulda, der auf Linksaußen ein gutes Spiel machte, ließ Hanau den Rückstand nicht weiter anwachsen. In der Schlussphase rotierte Spandau noch einmal durch und gab dem Hanauer Nachwuchs Jannes Hauer und Malte Just (2 Tore) auf den Außenpositionen noch etwas Einsatzzeit. Auch Yannik Kraft, der aus der zweiten Mannschaft der Grimmstädter aushalf, verwandelte zwei Mal sicher von der Siebenmeterlinie.   

„In der zweiten Halbzeit haben wir uns wenigstens noch ein bisschen gewehrt und so ein halbwegs akzeptables Ergebnis abgeliefert“, so Spandau. „Wir haben jetzt eine klare Motivation, nämlich dass wir uns in der nächsten Woche mehr anstrengen und ein anderes Gesicht zeigen.“ 

 

Das Bild hat uns Hanau zur Verfügung gestellt. Danke dafür

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In der Handball Regionalliga gewann die HSG Bieberau/Modau am gestrigen Abend gegen die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim mit 32:29 (14:13). Es war das erwartete Top-Spiel der Liga, der Dritte gegen den Vierten, zwei Mannschaften die das Tempo lieben, viel Qualität im Kader haben und auf einem hohen Level Handball spielen. Zunächst gingen die Gäste in Führung, standen beweglich und aggressiv in der Abwehr und feierten jede Unterbrechung des Bieberau/Modauer Angriffs wie ein eigenes Tor. Zudem hatten sie zunächst einen guten Rückhalt mit Torhüter Sebastian Schermuly. So stand es nach zehn Spielminuten 5:3, nach 21 Spielminuten stand es 10:7, ehe die Falken mit einem blitzsauberen Vier-Tore-Lauf erstmals mit 11:10 in Führung ging. Um es vorweg zu nehmen – die Führung gaben die Hausherren bis zum Spielende nicht mehr ab. In die Halbzeit ging es mit 14:13.

Hausherren wurden sicherer

Nach dem Wechsel legten die Falken an Sicherheit zu, Martin Juzbasic hielt wieder sehr gut (15 Paraden) und so konnten sie ihre Führung bis zur 44. Spielminute auf vier Tore zum 23:19 ausbauen. Bemerkenswert, dass sie immer wieder erfolgreich in das leere Tor der Gäste werfen konnten. Diese einfachen Tore gelangen fünfmal, auch Torhüter Juzbasic trug sich dabei in die Torschützenliste ein. 

Beim 24:20 in der 46 Spielminute bäumten sich die Gäste noch einmal auf und wollten das Spiel an sich reißen, was zunächst auch mit doppelter Manndeckung und dem siebten Feldspieler gelang. So konnten sie bis zur 52. Spielminute zum 26:26 ausgleichen. Das Spiel schien wieder offen, doch die Falken zeigten Kampfgeist und wehrten sich erfolgreich. Der wieder überragende Kevin Kunzendorf legte mit seinem neunten Tor zum 27:26 vor, Lasse Trautmann und Martin Juzbasic trafen zum 29:26 in der 55. Spielminute. Das war es für die Falken, denn diese Führung ließen sie sich nicht mehr nehmen und siegten schließlich mit 32:29.

Trainer Thomas Weber sagte: „Kein leichtes Spiel gegen eine gute Mannschaft. Mit großem Willen und Kampf haben wir verdient gewonnen. “ Dieser Sieg sicherte den Falken zugleich den dritten Tabellenplatz, der ihnen nun nicht mehr zu nehmen ist.

 

 

Archivbild: Bieberau/Modau