Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, kommt es zum nächsten Derby. Diesmal empfängt die HSG Rodgau Nieder-Roden die HSG Hanau. Der TV Kirchzell muss bei der MT Melsungen II antreten und der TV Gelnhausen hat Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen zu Gast.

 

Kirchzell stellt sich auf großen Kampf ein

Nach dem feinen Erfolg zuletzt daheim gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden muss der TV Kirchzell diesmal reisen. Am Sonntag um 17 Uhr erfolgt der Anwurf beim Tabellenelften MT Melsungen II. TVK-Trainer Povilas Babarskas erinnert sich an das 27:27 im Hinspiel und sagt: “Das war damals ein hartes Stück Arbeit und wir haben uns sehr schwer getan.” Die Gastgeber sind eine “typische” zweite Mannschaft eines Erstligisten und man kann sich nie sicher sein, wer gerade im Team spielt, wer nicht. “Das wird eine Herausforderung für uns und es ist schwer für uns, sich darauf einzustellen”, so der Coach weiter. 

Die Hausherren stehen mit 15:21 Punkten auf Platz elf der Tabelle, punktmäßig zusammen mit Düsseldorf, Friesenheim und den Bergischen Panthern. Sie haben gute Außenspieler, haben u. a. mit Kevin Trogisch auf HR und dem jungen Isländer Reynir Thor Stefansson im Rückraum, der auch gerne mal in der ersten Mannschaft auftaucht, sehr gute Akteure. Aber auch im Tor sind die Melsunger mit Jannik Büde, Kim Hüter und vor allem Pawel Krawczyk, nicht zu unterschätzen. Doch Kirchzell muss sich keinesfalls verstecken, hat zuletzt gegen den Tabellendritten Nieder-Roden seine kämpferischen Qualitäten bewiesen und wenn Niklas Ihmer wieder so gut drauf ist, wie im Hinspiel, haben die Gäste gute Chancen. Der junge Linkshänder netzte damals zwölfmal ein. 

Mit welchem Personal Povilas Babarskas auflaufen kann, wird sich zeigen. Außen Antonio Schnellbacher hat im letzten Spiel einen heftigen Schlag auf den Oberschenkel bekommen und konnte die Woche über kaum laufen, geschweige denn trainieren. Der TVK-Coach hofft, dass er zum Abschlusstraining wieder dabei sein kann. Torhüter Joshua Löffelmann war nach seinem Kopftreffer die letzten Tage ebenfalls noch angeschlagen. Bei ihm ist der Trainer positiv gestimmt im Hinblick auf Sonntag. 

Der junge Außenspieler Louis Hauptmann meint: “Ich finde wir müssen die Kompaktheit und Aggressivität aus dem Spiel gegen Nieder-Roden, vor allem in der Abwehr wieder auf die Platte bringen. Dann wird es extrem schwer im 6 gegen 6 gegen uns Tore zu machen. Melsungen hat sehr starke Einzelspieler und einen sehr guten Torhüter, der uns im Hinspiel einige freie Bälle abgenommen hat. Sie sind von allen Positionen gefährlich, haben durch die EM aktuell vielleicht auch Unterstützung von ein, zwei Spielern aus der ersten Mannschaft. A und O ist, dass wir den Flow aus dem letzten Spiel mitnehmen und mit genau diesen Emotionen und Kampfgeist zusammen als eine Einheit auftreten.” Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

 

Baggerseepiraten treffen auf HSG Hanau

Im Duell der Tabellennachbarn kommt es für die Rodgauer zu einem Klassiker, denn zu Gast am Freitagabend um 20 Uhr ist die HSG Hanau. Die Ausgangslage vor dem prestigeträchtigen Derby ist im Prinzip genau umgekehrt wie beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams. Vor gut sieben Wochen fuhren die Baggerseepiraten mit der vereinseigenen Rekordserie von zehn ungeschlagenen Spielen zum Bezirksnachbarn. Der hatte zu diesem Zeitpunkt schon einige überraschende Heimniederlagen hinnehmen müssen. Aber am Nikolausabend erlebten die Rodgauer vor über 1000 Zuschauern eine böse Überraschung. Gegen hochmotivierte Gastgeber fanden die Jungs von Trainer Christian Sommer überhaupt nicht ins Spiel und unterlagen letztendlich mit 29:34. „Rückblickend kann man schon sagen, dass uns das etwas aus dem Tritt gebracht hat“, konstatiert Sommer.

Denn aus den folgenden fünf Begegnungen ging seine Mannschaft nur zweimal als Sieger hervor. Besonders schmerzlich war dabei zuletzt der blutleere Auftritt in Kirchzell. Gegen keineswegs überragende Odenwälder schaffte man es kaum, klare Torchancen zu erarbeiten. Und die wenigen Hochkaräter wurden dann noch teilweise kläglich vergeben. Von daher fordert Sommer eine Rückkehr zu den alten Tugenden: kompakte Abwehr und Tempo in Offensivaktionen. „Wir müssen eine deutliche Reaktion zeigen. Die Halle wird ausverkauft sein und mit unserem Publikum im Rücken wollen wir die Punkte in Rodgau behalten“, gibt auch der zuletzt krankheitsbedingt pausierende Kapitän Flo Stenger die Marschroute vor.

Aber auch die HSG Hanau reist mit Selbstvertrauen nach Nieder-Roden, denn die Grimmstädter überzeugten in dieser Spielzeit bislang in allen sechs Derby-Begegnungen mit Bravour: Sechsmal blieb das Team ungeschlagen und gewann zu Hause nicht nur gegen Nieder-Roden, sondern holte auch gegen Dutenhofen/Münchholzhausen II und Münster jeweils zwei Punkte. In der Fremde entführte Hanau sogar einen Punkt aus Gelnhausen. 

„Die Mannschaft, die es auch am Freitag am besten schafft, ihre Motivation und Einstellung zu kanalisieren, wird auch am Ende mit zwei Pluspunkten dastehen“, so Spandau, der von seinen Blau-Weißen wieder maximalen Einsatz erwartet. Also genau die Willensstärke, die Hanau auch im Hinspiel gegen den Bezirksrivalen zeigte: Damals kaufte Hanau beim 34:29 seinem Gegner mit klugem Abwehrspiel den Schneid ab, während vorne David Rivic und Cedric Schiefer das Team zum Sieg führten.

 

Gelnhausen empfängt Düsseldorf-Ratingen

Der TV Gelnhausen will nachlegen und den zweiten Tabellenplatz festigen. Nach dem starken Auswärtserfolg im Derby bei der TSG Münster empfangen die Barbarossastädter am Samstag um 19.30 Uhr Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen. In der heimischen Hölle Süd ist Gelnhausen in dieser Drittliga-Saison noch ungeschlagen und das soll auch gegen den unangenehmen Aufsteiger aus Nordrhein-Westfalen so bleiben.

Sportlich geht der TVG mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Mit 28:6 Punkten belegt das Team von Cheftrainer Matthias Geiger aktuell den zweiten Tabellenplatz der Süd-West-Staffel. Der Rückrundenstart verlief anspruchsvoll, aber erfolgreich: Auf das 28:28 (19:15) gegen den Longericher SC Köln folgte am vergangenen Freitag ein hart erkämpfter 32:30 (15:12)-Auswärtssieg im Derby bei der TSG Münster. Auch der kommende Gegner hat es in sich. Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen ist ein vergleichsweise junger Name im deutschen Handball, blickt aber dennoch bereits auf mehrere Drittliga-Jahre zurück. Zwischen 2014 und 2017 – damals noch als SG Ratingen – sowie erneut in der Saison 2023/24 gehörten die Düsseldorfer bereits der dritten Liga an. Nach dem Abstieg im Jahr 2024 gelang den „Löwen“ 2025 als souveräner Meister der Regionalliga Nordrhein mit 42:6 Punkten der direkte Wiederaufstieg. In der aktuellen Spielzeit 2025/26 peilt der Tabellenzwölfte klar den Klassenerhalt an.

Die Gäste reisen mit 15:21 Punkten nach Gelnhausen und haben sich damit bereits ein ordentliches Polster auf die Abstiegsplätze erarbeitet. Zum Rückrundenstart gelang ein 29:26 (13:11)-Erfolg gegen den TV Homburg, zuletzt folgte jedoch eine deutliche 23:32 (10:14)-Niederlage beim Spitzenreiter HG Saarlouis. Trotz der aktuellen Platzierung ist Interaktiv schwer auszurechnen, was sie unter anderem mit dem 32:31 (18:18)-Sieg gegen die drittplatzierte HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II oder dem 32:32 (17:17) gegen den Longericher SC Köln bewiesen haben.

Gelenkt wird das Team von Filip Lazarov, einem ehemaligen mazedonischen Nationalspieler. Lazarov war zunächst selbst Teil des „Löwenrudels“, bevor er das Traineramt übernahm. Unter seiner Führung gelang Interaktiv zweimal der Aufstieg in die dritte Liga. Der Kader wurde zu Saisonbeginn gezielt verstärkt und während der laufenden Spielzeit nochmals mit Rückkehrer Hendrik Stock vom TuS Ferndorf ergänzt. Durch den früheren Mannschaftskapitän gewann Interaktiv zusätzliche Erfahrung und Stabilität im Rückraum.

Auch das Hinspiel ist dem TVG noch präsent. In Ratingen setzte sich Gelnhausen zwar mit 26:22 (12:13) durch, musste dafür aber lange kämpfen. Besonders Interaktiv-Keeper Sebastian Bliß brachte die Gelnhäuser Schützen mit zahlreichen Paraden zur Verzweiflung. „Düsseldorf hat uns im Hinspiel gezeigt, dass sie sofort da sind, wenn wir nachlassen oder fahrlässig sind“, erinnert sich Geiger. „Sie können sowohl aus dem Rückraum als auch im Eins-gegen-Eins oder über die Außenspieler Tore erzielen.“ Für den TVG wird es daher entscheidend sein, defensiv kompakt zu stehen. „Wir müssen im Zentrum stabil sein, gut gegen die Werfer raustreten und den Außenspielern wenig Raum lassen“, sagt Geiger. „Im Angriff brauchen wir Geduld, viel Ballbewegung und müssen unsere Fehlerquote weiter senken.“

 

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In der Handball Regionalliga empfängt die TuSpo Obernburg am Sonntag die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim. Die HSG Bieberau/Modau hat am Freitag den TV Groß-Umstadt zu Gast.

 

 

Rückspiel-Derby in Groß-Bieberau

Erst vor wenigen Wochen trafen die beiden südhessischen Regionalligisten in Groß-Umstadt aufeinander und lieferten sich ein spannendes Derby, das letztlich mit einer an diesem Abend gerechten Punkteteilung (33:33) endete. Jetzt kommt es am Freitag um 20 Uhr zum Rückspiel in Groß-Bieberau und sicher gibt es wieder eine packende Handballpartie.

Der TV Groß-Umstadt verabschiedete sich in der Saison 2022/23 aus der damaligen Oberliga und musste zwei Jahre in der Landesliga Süd mitspielen, ehe ihnen in der Saison 2024/25 die Rückkehr in die Oberliga – die heutige Regionalliga – gelang. Dort finden sie sich, nach anfänglichen Schwierigkeiten, mittlerweile gut zu recht und nutzen die Erfahrung  ihrer älteren Spieler und die Begeisterungsfähigkeit ihrer jungen Garde immer wieder für Erfolge. So stehen sie, als bester Aufsteiger, absolut verdient mit 16:12 Punkten in der Tabellenmitte auf Platz sechs. Im Hinspiel trotzten sie den Bieberauern ein 33:33-Unentschieden  ab. Dieser „Derby“-Charakter, mit all seinen Unwägbarkeiten, dürfte auch dieses Mal wieder eine Rolle spielen. 

Da heißt es für die HSG cool und konzentriert zu bleiben und ihre Stärken auszuspielen. Im Hinspiel agierte Groß-Umstadt mit einer direkten Manndeckung gegen Damjan Jajic und einer beweglichen Abwehr. Damit gelang es ihnen recht gut das HSG-Tempospiel einzuschränken und Fehler im Spielaufbau zu nutzen. Diese Fehler sollen dieses Mal reduziert werden und aus einer starken Abwehr, mit zwei sehr guten Torhütern dahinter, effizienter nach vorne gespielt werden. 

Trainer Thomas Weber sagt: „Die Halle wird voll sein und das Spiel sicher wieder ein spannendes Derby werden. Wir wollen versuchen unsere bestmögliche Leistung abzurufen und den Zuschauern ein schönes Handballspiel zeigen.“

 

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Die ING Skywheelers haben in der zweiten Rollstuhl Basketball Liga gegen ALBA Berlin einen tollen Sieg eingefahren. Mit 62:43 setzten sich die Frankfurter durch und stehen nun auf Platz zwei der Tabelle.

Lest nachfolgend die PM der Frankfurter:

Die ING Skywheelers waren von Anfang an stark dabei. Der erste Korb ging an die Frankfurter, gemacht wurde er von Topscorer Marian Kind. Die ersten vier Minuten waren besonders hart für die Gäste aus der Hauptstadt, sie kamen nicht zum Abschluss. In Minute zwei gab es einen gescheiterten Korbversuch von Tuva Reinshagen. Nach dem Angriff von Berlin kam es zu einem Einwurf durch Fabian Jansen, der an Tim van Raamsdonk passte, der dann an Marian Kind. Der Pfiff des Schiedsrichters unterbrach ihn, bevor er zum Abschluss kommen konnte. Es folgte ein Einwurf. Nach einem Ballwechsel kam es zu einem Rebound von Berlin, der zu einem Korb durch Senad Mesic führte. Kind konterte zum 4:2. Schnell schaltete Senad Mesic um und sorgte für den Gleichstand. Tuva Reinshagen konterte sofort. Dann kam es zu einem Korb durch Jan-Bruno Loderstädt. Marian Kind raste anschließend durch die Berliner Defense und brachte den Frankfurtern damit wieder auf eine Zwei-Punkte-Führung. Ein knapper Ball der Berliner ging nicht rein. Tim van Raamsdonk versuchte noch einen Korb hinterherzuschicken, der Ball rollte aber vom Korbrand ab. Im nächsten Angriff der Berliner klaute Surkhabi den Ball, passte an Fabian Jansen, der zum Korb ansetzte, aber verfehlte. Es folgte ein Einwurf von den ING Skywheelers. Dann gelang den Berliner ein Korb: Loderstädt machte einen Zwei-Punkter. In der siebten Minute traf Van Raamsdonk nach einem gescheiterten Angriff der Gäste den Korb. Es kam zum Timeout mit noch 1.45 auf der Uhr im ersten Viertel. Nach dem Timeout ließ sich Senad Mesic zu lange Zeit zum passen. Der Ball wurde abgefangen von Chris Spitz. Dieser gab den Ball an Marian Kind, der Ball traf nur den Korbrand. Es kam zu einem Strafwurf für die Berliner Nummer 6, Lisa Nothelfer. Den ersten machte sie, den zweiten nicht. Chris Spitz erhöhte für die ING Skywheelers daraufhin auf 10:9. Senad Mesic brachte den Ball zu Loderstädt, der passte zum Berliner Kapitän Felix Prager, der sich an einem Korb versuchte. Aber auch dieser Ball wollte einfach nicht im Korb landen. In letzter Sekunde konnte Marian Kind noch einen Zwei-Punkter erzielen. Dadurch endeten die ersten zehn Minuten mit 12:09.

Auch der erste Korb des zweiten Viertels ging an die Frankfurter, Fabian Jansen machte das 14:9. Jan-Bruno Loderstädt machte den nächsten Korb für die Berliner. Im nächsten Angriff der ING Skywheelers verfehlte Chris Spitz knapp den Korb. Nach dem Angriff der Berliner kam es zu Freiwürfen von Frieder Traube, die aber nicht ins Netz fielen. Daraufhin schnappte sich Surkhabi den Ball, passte an Spitz, der an Kind. Ganz knapp konnte der Berliner Kapitän den Ball abfangen. Frieder Traube holte dann zum Gegentreffer aus. Im nächsten Frankfurter Angriff konnte Shapoor Surkhabi einen Korb erzielen. Damit stand es nach drei Minuten 16:11. Bei Frankfurt kam es zu einem Wechsel: Marian Kind raus, Tuva Reinshagen rein. Im nächsten Angriff verfehlte Surkhabi. Es kam zu einem Zwei-Punkter von Felix Prager. Im nächsten Angriff der Frankfurter passte Spitz auf Tim Van Raamsdonk, der Ball kullerte aber vorbei. Mit Berlin wieder in der Offensive passte Mesic an Loderstädt, der warf zu Prager, der wieder zu Loderstädt, der verfehlte. Es folgte ein stürmischer Angriff von Chris Spitz, er wurde von Surkhabi gedeckt. Spitz passte an Van Raamsdonk, der dann den Korb zum 18:15 machte. Frieder Traube wurde anschließend stark abgeblockt von Surkhabi, dennoch kam es zum Korb durch Felix Prager. Fabian Jansen versuchte aus größerer Entfernung einen Zwei-Punkter, der Wurf verfehlte aber knapp den Korb. Der nächste Angriff der Berliner zeigte keine Wirkung. Surkhabi ging dazwischen und passte an Jansen. Der Ball wurde abgefangen. Der Angriff der Berliner hatte aber kein „Happy End“, dafür aber der nächste Korb von Surkhabi zum 20:17. Jan-Bruno Loderstädt verfehlte. Dann gab es ein Timeout mit 3:17 auf der Uhr der ersten Halbzeit verbleibend. Prager und Mesic versuchten in einem gekonnten Zusammenspiel einen Korb. Es wurde aber schließlich an Loderstädt gepasst, der den Ball zum 22:19 versenkte. Surkhabi konnte sich in der nächsten Offensive freispielen, verfehlte aber den Korb. Er wurde von Traube gehindert, deshalb gab es zwei Freiwürfe. Der zweite ging rein, der erste nicht. Damit ging es mit einem Zwischenstand von 23:19 in die Halbzeit. 

Die ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit waren ausgeglichen. Die Gäste aus Berlin erzielten sechs Punkte, die Frankfurter acht. Dann aber legten Marian Kind und Tuva Reinshagen los. In Minute sechs traf Marian Kind mit einem sauberen Zwei-Punkter zum 35:25. Alba Berlin kam in die Bredouille. Ein Korb von Tuva Reinhagen erhöhte dann den Spielstand auf 37:25, in der nächsten Minute auf 39:25. Es kam zum Wechsel bei den Gästen: Lisa Nothelfer fuhr rein, Gero Nagel raus. Der nächste Korb von Reinshagen erhöhte auf 41:27. Ein Zusammenspiel von Marian Kind und Chris Spitz führte dann dazu, dass der Spielertrainer Spitz scoren konnte. Beim nächsten Angriff holte sich Spitz den Ball, passte an Kind, der wieder an Spitz, der an Van Raamsdonk, der den Korb machte. Nach drei Vierteln stand es 45:27.

Nach der letzten zweiminütigen Viertelpause ging es wieder los. In der zweiten Minute machte Marian Kind das 47:19, dann konnte Mesic scoren. Es folgte ein langer Pass von Tim van Raamsdonk auf Kind, der aber nur den Rand des Korbes traf. Daraufhin waren die Berliner wieder am Zug. Loderstädt konnte sich durch die Defense kämpfen und wieder scoren. Im nächsten Angriff versuchte Mesic ebenfalls durch die Defense der ING Skywheelers zu kommen. Er scheiterte aber, Surkhabi konnte ihn davon abhalten und machte anschließend den nächsten Korb. Es folgte ein weiterer Korb für ALBA Berlin. Fünf Minuten vor Schluss ging es dann nochmal richtig zur Sache. Prager machte die Punkte zum 58:37. Kurz zuvor hatte Tuva  Reinshagen erneut für die Skywheelers erhöht. Prager passte Loderstädt, der den Korb verfehlt. Vier Minuten vor Schluss gab es dann noch eine Auswechselung: Tuva Reinshagen fuhr vom Spielfeld Saskia Zimmermann fuhr rein. Im nächsten Angriff der ING Skywheelers konnte Jansen punkten. 60:39. Dann erspielte Prager einen Zwei-Punkter. Saskia Zimmermann machte den nächsten Korb zum 62:41. In Teamarbeit preschten Mesic, Traube und Prager zum Korb der Frankfurter. Sie konnten aber durch die starke Defense der ING Skywheelers an weiteren Punkten gehindert werden. Chris Spitz passte an Jansen, der zielte auf den Korb, verfehlt aber. In der letzten Aktion des Spiels fand Kapitän Prager lange keinen Abnehmer für seiner Pass. Er passte dann doch an Senad Mesic, der den Punkt machte. Somit endete das Spiel mit 62:43.

Tuva Reinshagen sagt zum Spiel: „Wir haben uns in der ersten Halbzeit etwas scher getan, offensiv unser Spiel zu spielen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann angefangen, mehr als Team zusammen zu spielen und so den Sieg souverän nach Hause gebracht.“

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, hat der TV Kirchzell das Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden gewonnen. Der TV Gelnhausen nahm die Punkte aus Münster mit und die HSG Hanau gewann daheim gegen SGSH Dragons.

 

Bärenstarke Vorstellung der Kirchzeller

Mit einer bärenstarken Vorstellung und einer disziplinierten Glanzleistung gewann der TV Kirchzell das Derby gegen den Tabellendritten HSG Rodgau Nieder-Roden mit 27:24 (13:12) und war dabei gegenüber der Vorwoche nicht wieder zu erkennen. TVK-Trainer Povilas Babarskas hatte seine Jungs – wie immer – gut auf den Gegner eingestellt, hatte in Tom Spieß seine rechte Hand auf dem Spielfeld und die komplette Mannschaft hielt sich an den Matchplan. Torhüter Tobias Evers hielt sehr stark und Kapitän Tim Häufglöckner sorgte immer wieder für bemerkenswerte Tore. Generell war die ganze Kirchzeller Mannschaft “auf der Höhe”, egal, ob Yannik Wolf am Kreis, Antonio Schnellbacher, Louis Hauptmann oder Ievgen Zhuk auf Außen, Yann de Waha, Oleh Soloviov usw. Schön zu sehen, dass Trainer Povilas Babarskas trotz der Brisanz des Spiels seinen jungen Wilden Einsatzzeiten gab. 

Die Gäste lagen gleich mit 0:3 zurück, denn die Hausherren standen unglaublich gut in der Abwehr, waren im Rückzugsverhalten stark und nahmen der HSG das Tempo raus. Zwar konnten die Kirchzeller den Vorsprung zunächst nicht halten und lagen beim 4:5 erstmals zurück. Aber der TVK spielte konzentriert weiter und beim 8:7 (18.) nahmen die Gäste die Auszeit. HSG-Trainer Christian Sommer schmeckte nicht, was er sah. Bis zum 11:11 blieb die Begegnung dann ausgeglichen. Trotzdem war abzusehen, dass die Gastgeber nicht nur den HSG-Spielmacher Simon Brandt sehr gut unter Kontrolle hatten. 13:11 führte der TVK kurz vor der Pause, hatte das 14. Tor auf der Hand. Doch die Gäste verkürzten auf 13:12. So ging es in die Pause. Zwölf Gegentore konnten sich sehen lassen und die Zuschauer waren schon jetzt begeistert von ihrer Mannschaft.

Auch nach dem Wechsel war der TVK am Drücker

Hochmotiviert kamen die Babarskas-Jungs aus der Kabine zurück, stockten auf und Tim Häufglöckner sorgte für das 17:14 und 18:15 (38.). Die Partie war kampfbetont, die HSG wollte keinesfalls verlieren, holte immer wieder auf. Doch Tom Spieß führte geschickt Regie, setzte seine Nebenleute immer wieder gut in Szene oder traf selbst. Die Abwehr stand wie eine eins und am jungen Yann de Waha musste erst einmal einer vorbei kommen. Da auch der Rückzug nach wie vor hervorragend klappte, Tobias Evers stark parierte, stand es in der 53. Minute verdient 23:18. Vorher gab es noch eine Schrecksekunde, als Joshua Löffelmann, der bei Siebenmetern eingesetzt wurde, einen Kopftreffer kassierte und kurzzeitig sichtlich mitgenommen war. Als es hier Entwarnung gab, spielten seine Kollegen weiter wie bisher, völlig unaufgeregt gab Trainer Povilas Babarskas seine Anweisungen von der Seitenlinie, wechselte durch und beim 25:21 (57.) schien die Vorentscheidung gefallen. Aber die Gäste gaben nicht auf, agierten nun sehr offensiv. Zwei Minuten vor Schluss gab es ein rüdes Foul an Antonio Schnellbacher, das die Kirchzeller Fans auf die Palme brachte. Doch der Spieler gab nach Spielschluss Entwarnung. In der letzten Spielminute beim 27:23 wuchs Tobias Evers mit einer Doppelparade über sich hinaus. Da konnte auch der letzte Treffer der HSG an der ausgelassenen Stimmung in der Miltenberger Halle nichts mehr ändern. 

TVK-Trainer Povilas Babarskas war die Freude ins Gesicht geschrieben, als er sagte: “Nach der Niederlage letzte Woche haben wir uns viel vorgenommen und ich glaube, alle haben gesehen, wie toll wir das umgesetzt haben. Alle meine Spieler haben hundert Prozent gegeben. Wir haben das gegnerische Tempospiel erfolgreich unterbunden, in der Abwehr sehr stark gestanden und hatten gute Unterstützung im Tor. Ein großes Kompliment an meine Mannschaft. Das war ein wirklich schöner Erfolg.” Auch Tom Spieß war sehr zufrieden, als er sagte: “Wir wollten der unangenehme Gegner in unserer eigenen Halle sein und das ist uns gut gelungen. Ich freu mich sehr über unseren Sieg.”

 

 

TV Gelnhausen setzt Ausrufezeichen

Der TV Gelnhausen gewann das Auswärtsderby bei der TSG Münster mit 32:30 (15:12) und sicherte sich damit zwei enorm wichtige Punkte. Vor 700 Zuschauern in der Sporthalle der Eichendorffschule in Kelkheim – darunter rund 150 lautstarke TVG-Fans – setzte sich das Team von Cheftrainer Matthias Geiger in einer intensiven Schlussphase durch. Mit nun 28:6 Punkten bleibt der TVG weiterhin Tabellenzweiter der Süd-West-Staffel.

„Es war das erwartete schwere Spiel“, sagte Geiger nach der Partie und verwies auf die Qualität des Gegners: „Münster steht nicht umsonst auf dem fünften Platz. Sie haben heute gezeigt, was sie können.“ Besonders in der Anfangsphase tat sich Gelnhausen schwer, richtig Zugriff zu bekommen. Die Gastgeber erwischten den besseren Start, auch weil der bundesligaerfahrene TSG-Keeper Johannes Jepsen von Beginn an hellwach war und mehrere Würfe der Rot-Weißen entschärfte. Auf der anderen Seite fehlte dem TVG zunächst die letzte Entschlossenheit in der Defensive, so dass Münster nach 16 Minuten mit 7:5 in Führung lag.

Doch der TVG blieb ruhig, ließ sich nicht abschütteln und fand zunehmend besser in die Partie. „Wir haben am Anfang ein bisschen Anlaufschwierigkeiten gehabt, haben fast wie mit angezogener Handbremse gespielt. Aber ab der 15. Minute sind wir dann besser reingekommen – mit mehr Biss in den Zweikämpfen, mehr Zug zum Tor und auch mehr Zweikampfstärke in der Abwehr“, sagte Geiger.

Der Schlüssel war eine klar stabilisierte Abwehr und ein Torhüter, der nun ebenfalls auf Betriebstemperatur war: Alexander Bechert parierte in dieser Phase Ball um Ball und entschärfte sogar einen Siebenmeter. Vorne fand der TVG immer öfter Lösungen gegen die bewegliche, aggressive Münsteraner Deckung und belohnte sich mit einem 6:1-Lauf innerhalb von sieben Minuten. In der 23. Minute brachte Winterneuzugang Dmytro Redkyn die Gelnhäuser mit 11:8 in Führung. Mit einem 15:12 ging es letztlich in die Pause.

Patrick Weber sehr torgefährlich

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich, warum Patrick Weber zu den torgefährlichsten Spielern der Staffel gehört. Der bundesligaerfahrene Halblinke der TSG traf aus dem Rückraum phasenweise nach Belieben und führte Münster Tor um Tor heran. Gleichzeitig hatte die TSG jedoch große Probleme, das Gelnhäuser Tempospiel zu kontrollieren. Nicht selten antwortete der TVG auf einen Münsteraner Treffer innerhalb weniger Sekunden mit dem direkten Gegentreffer. Das Derby entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, in dem der Vorsprung der Rot-Weißen zwar schmolz, aber zunächst nicht vollständig kippte. In der 45. Minute erzielte Weber dann aber den 20:20-Ausgleich. Das Spiel war wieder komplett offen.

Allerdings schwächte sich Münster mit zwei Zeitstrafen hintereinander selbst. Obendrein sah Timo Treber nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Der TVG nutzte diese Situation, um sich wieder Luft zu verschaffen. Jannik Geisler traf in der 49. Minute zum 24:21. Doch Münster blieb bissig, gab sich nicht geschlagen und kam erneut zurück. In der 52. Minute stand es wieder unentschieden, 25:25. Doch erneut behielten die Barbarossastädter in der Crunchtime die besseren Nerven. Hinten parierte TVG-Keeper Daniel Drozdz einen Siebenmeter von Weber, vorne übernahmen Malolepszy und Geisler Verantwortung. Beide suchten konsequent den Abschluss und trafen in Serie. Zwei Treffer des Kapitäns brachten Gelnhausen auf 28:26 nach vorne (56.).

Von da an fiel auf beiden Seiten fast mit jedem Angriff ein Tor. Münster blieb dran, doch die Rot-Weißen konterten jedes Gegentor und behaupteten den knappen Vorsprung. Eine Minute vor Schluss lag Gelnhausen beim Stand von 31:29 noch immer mit zwei Treffern vorne. Dann setzte Geisler mit dem 32:29 rund 30 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Stich. Münster traf zwar noch einmal zum 32:30-Endstand, doch die zwei Punkte waren dem TVG nicht mehr zu nehmen.

„Münster hat ein riesiges Spiel abgeliefert“, sagte Geiger anerkennend. „Aber wir haben in der entscheidenden Phase einen kühlen Kopf bewahrt und den absoluten Willen gezeigt, das Spiel zu gewinnen. Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem schweren Spiel zwei Punkte mitnehmen konnten und richten den Blick jetzt schon auf das Spiel gegen Ratingen.“ Bester TVG-Schütze war Malolepszy mit zehn Treffern, gefolgt von Geisler mit sieben Toren. Bei der TSG Münster war Patrick Weber mit elf Toren der erfolgreichste Werfer des Abends.

 

 

 

Abwehrumstellung ersten HSG-Heimsieg in 2026

Die HSG Hanau hat die ersten zwei Punkte im neuen Jahr gesammelt, triumphierte vor heimischer Kulisse mit 38:31 (17:17) gegen die SGSH Dragons und zeigte eine deutliche Leistungssteigerung zur Vorwoche. Torhüter Saad Khan hielt in den entscheidenden Phasen seinem Team den Rücken frei, während vorne Kreisläufer David Rivic zwölfmal einnetzte. Zum Matchwinner wurde jedoch ein taktischer Kniff von Trainer Axel Spandau, welcher die Dragons vor große Probleme stellte.

„Meine Mannschaft ist heute wesentlich emotionaler aufgetreten“, meinte Spandau nach dem Spiel. „Nachdem wir in der Schlussphase die Abwehr umgestellt hatten, haben wir aggressiv verteidigt, die Räume eng gemacht und uns in einen Flow gespielt. So wollen wir nächste Woche auch in Nieder-Roden bestehen.“

Gegen den personell gebeutelten Tabellenvierzehnten aus dem Sauerland war die HSG Hanau aber selbst nicht mit dem vollen Kader in die Begegnung gegangen, denn Spandau musste auf Außenspieler Julian Fulda und Kreisläufer Nils Schröder verzichten. Die SGSH Dragons traten von der ersten Minute an mutig auf und sofort entwickelte sich zwischen beiden Teams eine schnelle und torreiche Partie, in der die Gäste zunächst mit 3:1 in Führung gingen. Hanau ließ sich davon aber nur kurzfristig beindrucken. Beim 6:4 (8.) hatten die Grimmstädter die Begegnung, durch einen sehenswerten Tempogegenstoß von Sebastian Hein und dem sicher verwandelten Siebenmeter von HSG-Kapitän Max Bergold, wieder gedreht.

Bis zum 10:9 (16.) hielt diese Hanauer Führung, doch die Dragons blieben gefährlich und konnten sich dabei vor allem auf Rückraumspieler Felix Jaeger (15 Tore) verlassen, den die HSG kaum in den Griff bekam. „Natürlich ist es schwierig einen Spielertyp wie Jaeger vollends zu verteidigen“, analysierte Spandau später. Angesichts der gut platzierten Würfe aus dem Rückraum kam es so schon in der ersten Halbzeit zum Torhüterwechsel im Hanauer Kasten. Für Benedikt Müller rückte Saad Khan zwischen die Pfosten, der mit einigen Paraden überzeugte. Die 17:15-Führung der Gäste glich Bergold mit zwei schnellen Kontertoren zum 17:17 noch vor der Pause aus.

Dennis Gerst wird zum Gamechanger in der Hanauer Abwehr

Nach dem Seitenwechsel blieben die Dragons zunächst am Drücker und hatten bis zur 36. Minute eine Führung beim 22:20 inne. Was dann aber folgte, war eine abgebrühte Leistung der HSG-Sieben. Coach Spandau beorderte Allrounder Dennis Gerst in der Abwehr auf die vorgezogene Position und ließ sein Team in einer versetzten 5:1-Deckung verteidigen. Die Sauerländer zeigten sich von dem taktischen Kniff überrascht und leisteten sich gegen die aggressive Verteidigung mehrere technische Fehler, die Rivic, Kleemann & Co. im Angriff mit viel Sicherheit bestraften. „Dennis Gerst war für mich heute der Gamechanger dieses Drittligaspiels“, gab Spandau zu Protokoll. „In der Schlussphase waren wir in der Abwehr nicht nur emotional besser als unser Gegner, sondern auch fitter.“

Mit dem Treffer von Gerst zum 26:22 (45.) erspielte sich Hanau erneut eine komfortable Führung und drängte in der Folge auf die Vorentscheidung. Mehrfach scheiterte man dabei allerdings an SGSH-Keeper Luca Jannack. Da die Hanauer Defensive – gegen die nachlassenden Kräfte des Gegners – jedoch weiterhin nichts anbrennen ließ, sorgten Rivic mit dem 34:28 (54.) sowie Mittelmann Jan-Philipp Winkler, der den 38:31-Endstand markierte, am Ende doch noch für ein deutliches Ergebnis.

„Wir wollten heute von Anfang an eine Reaktion auf das letzte Spiel zeigen“, meinte HSG-Keeper Saad Khan. „Das haben wir auch geschafft, denn die letzten 15 Minuten waren sehr stark. Die Vorfreude auf das anstehende Derby ist nun riesig und wir hoffen, dass viele Zuschauer im Blauen Block uns dann erneut unterstützen werden.“

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga spielte die TuSpo Obernburg beim Tabellenletzten nur Unentschieden. Die HSG Bieberau/Modau verlor beim Spitzenreiter deutlich.

 

Ärgerlicher Punktverlust in letzter Sekunde

Im ersten Spiel der Rückrunde musste die TuSpo Obernburg beim Tabellenletzten HSG Wettenberg antreten und spielte am Ende nur 25:25 (12:16).

Nach einem schnellen 0:2-Rückstand fand die Mannschaft von Trainer Philipp Wollbeck jedoch rasch besser in die Partie und übernahm in der neunten Spielminute erstmals mit 4:3 die Führung. Der Aufsteiger aus Mittelhessen präsentierte sich in der Folge jedoch weiterhin gefährlich und drehte das Spiel erneut, so die Aussage von TuSpo-Pressesprecher Klaus Zengel. Nach 13 Minuten lag Wettenberg mit 6:4 vorne, nach 22 Minuten sogar mit 10:8. Bis zur Halbzeitpause gelang es der TuSpo nicht mehr den Rückstand zu egalisieren und nach 30 Minuten stand ein 12:16-Rückstand auf der Anzeigetafel.

Obernburg will Vorgaben umsetzen

In der Kabine nahmen sich die Obernburger viel vor und setzten die Vorgaben ihres Trainers direkt nach Wiederanpfiff konsequent um. Tor um Tor wurde der Rückstand verkürzt, ehe in der 42. Spielminute der 20:20-Ausgleich gelang. Nur zwei Minuten später sorgten Tom Müller und André Göpfert mit ihren Treffern sogar für eine 22:20-Führung und brachten die Gäste wieder auf Kurs. Doch die Gastgeber zeigten Moral, glichen in der 53. Minute zum 23:23 aus und gingen kurz darauf erneut in Führung.

Die Schlussphase entwickelte sich zu einem echten Krimi. 50 Sekunden vor dem Abpfiff brachte Thomas Keck die TuSpo erneut mit 25:24 in Führung. In den letzten Sekunden erhielten die Hausherren jedoch noch einen Siebenmeter, den sie mit dem Schlusspfiff zum 25:25-Endstand verwandelten. Es war ein äußerst ärgerlicher und unglücklicher Punktverlust für die Wollbeck-Truppe.

 

 

Zerfahrenes Spitzenspiel

Auch wenn der Tabellenerste gegen den Zweiten spielte, war es wahrlich kein Handball Leckerbissen, den die beiden Top Teams der Liga ablieferten. Am Ende gewann die ESG Gensungen/Felsberg gegen die HSG Bieberau/Modau mit  24:16 (9:8). Beide Mannschaften leisteten sich viele Fehler im Spielaufbau und in der Chancenverwertung. Lediglich die beiden Torhüter, auf Gensunger Seite der überragende Lukas Voß und auf Bieberau/Modauer Seite Martin Juzbasic, lieferten eine gute Leistung ab. Am Ende siegte die Mannschaft, die weniger Fehler aufwies.

Die Gäste waren von Beginn an unkonzentriert und vergaben gute Torchancen, lagen bereits nach zehn Minuten mit 0:4 im Rückstand, ehe Robin Büttner in der zwölften Spielminute das erste Tor der Gäste erzielte. Fortan vereitelte Torhüter Juzbasic weitere Einschussmöglichkeiten Gensungens und hielt damit sein Team in Schlagdistanz. Im Angriff gelang wenig, Fehlwürfe und technische Fehler häuften sich, trotzdem gelang Gensungen nur eine 9:8 Führung – dank Juzbasic – zur Halbzeit.

Ausgleich nach kurzer Zeit

Die zweite Halbzeit begann für die Falken etwas besser und so konnten sie durch Kunzendorf und Jajic bis zur 35. Minute zum 10:10 ausgleichen, aber danach war es auch schon wieder vorbei. Verschlimmernd kam hinzu, dass Damjan Jajic in der 36. Minute nach einer Gensunger Abwehrattacke verletzt ausscheiden musste. Die Gäste spielten verunsichert, konnten einen Vier-Tore-Lauf der Gastgeber nicht verhindern und so stand es nur vier Minuten später 14:10. Im nächsten Gästeangriff wurde dann auch noch Bieberau/Modaus Robin Büttner unsanft von der Hand eines Gensunger Abwehrspielers im Gesicht getroffen und musste mit einer Augenverletzung ebenfalls frühzeitig ausscheiden. Die nun erheblich geschwächte Gäste-Mannschaft schaffte es nicht mehr, dem Spiel eine Wende zu geben und musste Tor um Tor hinnehmen. 

HSG-Trainer Thomas Webe sagter: „Natürlich waren wir aufgrund der Hallensituation in Groß-Bieberau (Dachsanierung in der laufenden Runde) und einiger grippegeschwächter Spieler nicht auf einem Spitzenspiellevel, dazu das frühe, verletzungsbedingte Ausscheiden von Damjan Jajic und Robin Büttner, aber trotzdem mussten wir hier mehr abliefern, das hat mir nicht gefallen. Gensungen gratuliere ich zum Sieg, sie haben einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Und weiter gehts beim Handball Zweitligisten TV Großwallstadt. Torhüter Jan-Steffen Minerva wird den TVG zum Ende der Saison verlassen, wird dem Verein aber trotzdem weiter erhalten bleiben.

Ob mit dieser Personalie nun das Karussell beim TVG zum Stehen kommt, bleibt abzuwarten.

Lest nachfolgend die PM des TV Großwallstadt:

Jan-Steffen Minerva wechselt zum TV Gelnhausen – bleibt dem Verein aber erhalten

Der 36-jährige Torhüter wird den Verein nach acht Jahren als Spieler verlassen, dem TVG aber weiterhin als Nachwuchskoordinator erhalten bleiben. Minerva kommt aus der Region, hat seine aktive Karriere aber 2008 beim TV Hüttenberg begonnen. Nach Stationen in Neuhausen und in der ersten Liga beim ThSV Eisenach hat der Hösbacher 2018 beim TV Großwallstadt einen Vertrag unterschrieben.  Dort hat er durch seine Erfahrung in wechselnden Gespannen immer wieder wichtige Akzente im Tor gesetzt und den Verein vorbildlich repräsentiert.

Nachhaltige Jugendarbeit als Sportkoordinator der Akademie

Neben seiner Tätigkeit als Torhüter der Bundesliga Teams, begleitet Minerva seit 2022 ebenfalls das Amt des 2. Vorsitzenden/Sportkoordinator der TVG Junioren Akademie e.V. und hat maßgeblich dazu beigetragen, den Nachwuchsleistungsbereich des TV Großwallstadt weiterzuentwickeln. Die Aufstockung auf insgesamt fünf Mannschaften (mC-, mB-, mA- sowie wD- und wC-Jugend) und die Rückkehr in die Jugend-Bundesliga sind unter anderem ihm zuzuschreiben.

Ab sofort wird sich Jan-Steffen, der auch gerne „Bruno“ genannt wird, als Nachwuchskoordinator der GmbH und Akademie einbringen und für die Koordination der weiblichen und männlichen Jugend, den Übergang der Spieler in den Herrenbereich sowie die Anschlussförderung der U23 zum Bundesligateam kümmern.

Spatz freut sich auf Zusammenarbeit

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz: „Ich möchte hier ein großes Dankeschön an Bruno aussprechen für das Engagement als Spieler und jetzt auch als Nachwuchskoordinator beim TVG und den Junioren. Er hat den Verein die vergangenen Jahre mitgeprägt und ist ein Gesicht des Clubs. Umso schöner, dass er uns in neuer Form erhalten bleibt und die Förderung der Jugendspieler weiter vorantreibt. Sein Wirken hat auch schon in den letzten Jahren gezeigt, dass sich die Jugend in eine sehr gute Richtung entwickelt. Diesen eingeschlagenen Weg wollen wir mit ihm weitergehen.“

Fortsetzung der aktiven Karriere beim TV Gelnhausen

Minerva wird seine Handball-Karriere aber noch nicht an den Nagel hängen, sondern schließt sich in der kommenden Spielzeit dem Drittligisten TV Gelnhausen an. Dort wurde bereits Dmytro Redkyn für die Rückrunde mit einem Zweifachspielrecht ausgestattet. Gespräche wegen einer möglichen intensiveren Kooperation mit dem „hessischen“ TVG laufen bereits an.

Fokus auf zwei Torhüter

Nach der Verpflichtung von Leon Nowottny stehen aktuell drei Torhüter beim TVG unter Vertrag. Hier möchte der Verein ab sofort den Fokus im Trainingsbetrieb und bei den Spielen auf zwei Akteure legen. Minerva trägt diese Entscheidung mit seiner Erfahrung mit. Dafür bedankt sich der TV Großwallstadt bei ihm. Der 36-jährige Hösbacher wird demnach in der Rückrunde weniger Spielanteile haben, dem Verein aber in anderer Funktion erhalten bleiben.  Der Familienvater nimmt bis zu seinem Wechsel nach Gelnhausen weiterhin am Training teil. Sollte es zu einer Verletzung auf der Torhüterposition kommen, wird Minerva, der aktuell noch ein Lehramtsstudium absolviert, zur Stelle sein.

„Im Herzen möchte ich nur das Beste für den TVG“

Jan-Steffen selbst äußert sich zur Veränderung wie folgt: „Zunächst möchte ich mich bei den Fans bedanken, die uns auch in schwierigen Phasen außergewöhnlich unterstützt haben. Diese Energie der letzten acht Jahre werde ich nicht vergessen. Beim TV Großwallstadt wurde zuletzt eine neue sportliche Ausrichtung auf der Torwartposition gewählt, die ich respektiere. Es war mir eine Freude, Teil dieses Wegs gewesen zu ein und ich wünsche dem Verein für die Zukunft viel Erfolg. Im Herzen möchte ich weiterhin nur das Beste für den TVG. Gleichzeitig freue ich mich sehr, der TVG Junioren Akademie e.V. und der TV Großwallstadt GmbH weiter als Jugendkoordinator erhalten zu bleiben und künftig für den TV Gelnhausen im Tor aufzulaufen. Dort werde ich nicht nur sportlich Verantwortung übernehmen, sondern auch abseits des Feldes neue Synergien schaffen, die unsere Handballregion weiter vernetzen und stärken. Unsere Region hat großes Potenzial – auf und neben dem Feld. Ich freue mich darauf, daran mitzuwirken.“

 

 

Auch seitens des TV Gelnhausen gab es eine Pressemitteilung. Hier ist folgendes zu lesen:

Routinier Minerva kommt, Eigengewächs Pilgrim verlängert TV Gelnhausen 

Drittligist TV Gelnhausen hat die Nachfolge von Daniel Drozdz auf der Torhüterposition frühzeitig geregelt und setzt dabei zugleich auf Erfahrung, Stabilität und Perspektive. Zur neuen Saison verpflichtet der TVG Jan-Steffen Minerva vom Zweitligisten TV Großwallstadt. Der 36-Jährige bringt jahrelange Bundesliga- und Zweitligaerfahrung mit und erhält zunächst einen Zweijahresvertrag bis 2028. Parallel dazu bindet der TVG Eigengewächs und Torhüter-Talent Noah Pilgrim ebenfalls zunächst bis 2028. Mit der Verpflichtung Minervas verfolgen die Barbarossastädter darüber hinaus ein übergeordnetes strategisches Ziel.

Der Routinier steht seit 2018 beim Zweitligisten TV Großwallstadt zwischen den Pfosten und prägte dort über viele Jahre das Gesicht der Mannschaft. Zuvor spielte er drei Spielzeiten für den ThSV Eisenach, nachdem er zwei Jahre beim TV Neuhausen aktiv war. Eine wichtige Phase seiner Karriere erlebte Minerva beim TV Hüttenberg, für den er fünf Jahre in der zweiten Handball-Bundesliga spielte und dort ebenso wie in Eisenach Erfahrung in der ersten Bundesliga sammeln konnte. Seine Laufbahn im Aktivenbereich startete der Torhüter bei der HSG Kahl-Kleinostheim.

Minerva beendet aktuell sein Studium zum Grundschullehrer und bleibt neben seinem Engagement beim TV Gelnhausen dem TV Großwallstadt weiterhin als Leiter der Juniorenakademie erhalten. Hier ergeben sich für die Zukunft große Synergieeffekte, die beide Vereine nutzen möchten. Die kurzfristige Verpflichtung von Dima Redkyn für die Rückrunde per Zweitspielrecht ist ein erster Vorbote für eine bevorstehende Kooperation beider Vereine, über deren Inhalte in Kürze informiert wird.

„Nachdem klar war, dass es sportlich beim TV Großwallstadt nicht mehr weitergeht, hat Gelnhausen frühzeitig den Kontakt zu mir gesucht. Schon im ersten, sehr intensiven Gespräch mit Manager Philip Deinet haben wir gemerkt, dass es sehr gut passt. Die Werte, Strukturen und Voraussetzungen für ambitionierten Handball sind hier gegeben“, begründet Minerva seine Entscheidung. „Zuletzt konnte man immer deutlicher erkennen, dass der Verein einen neuen Weg eingeschlagen hat. Gelnhausen befindet sich auf einem aufstrebenden Kurs und versprüht seitdem ein gewisses Funkeln und Leuchten in der Region. Die klaren Strukturen, die Nachhaltigkeit und die realistischen Ziele sind deutlich erkennbar. Auch im gesamten Außenauftritt, insbesondere im Social-Media-Bereich, hat sich der Verein sehr modern und positiv weiterentwickelt“, so der 1.95 Meter große Keeper.

Um auf der Torhüter-Position Planungssicherheit zu haben, verzichtete man beim TVG weitestgehend auf die Weihnachtspause, um zwischen den Jahren alles unter Dach und Fach zu bringen. „Für uns war wichtig, frühzeitig Klarheit zu schaffen, da die Torhüterposition für die sportliche Stabilität von großer Bedeutung ist. Umso glücklicher sind wir, mit Jan-Steffen Minerva einen sehr erfahrenen Torhüter gefunden zu haben, der zudem durch seine Arbeit in der Juniorenakademie des TV Großwallstadt ein tiefes Verständnis dafür mitbringt, wie junge Spieler an den Leistungssport herangeführt werden. Wir versprechen uns von ihm sowohl sportliche Stabilität als auch wertvolle Impulse für die Entwicklung unserer jungen Torhüter“, sagt TVG-Manager Deinet.

Auch Cheftrainer Matthias Geiger zeigt sich glücklich über den Transfer: „Wir freuen uns sehr, Jan-Steffen mit seiner hohen Qualität sowie seiner langjährigen Erst- und Zweitligaerfahrung künftig in unserem Team zu haben. Er wird den Jungs mit Sicherheit auch mit seiner Erfahrung weiterhelfen. Sportlich erwarten wir viel von ihm und sind zugleich froh, dass wir einen Spieler dieses Formats für unseren Verein gewinnen konnten, der zu uns steht.“

Gleichzeitig mit der Minerva-Bekanntmachung hat der TV Gelnhausen Noah Pilgrim mit einem Zweijahres-Vertrag bis 2028 ausgestattet. Das 20-jährige Torhüter-Talent soll behutsam an die dritte Liga herangeführt werden. „Es macht mich sehr glücklich, einen Vertrag bei dem Verein unterschrieben zu haben, bei dem ich groß geworden bin. Der TV Gelnhausen hat mich in meiner Entwicklung stark geprägt und bedeutet mir sehr viel“, sagt Pilgrim, der gemeinsam mit Alex Bechert und Minerva das Torhüter-Trio komplettiert. Bechert hatte sich zu Rundenbeginn bereits für vier weitere Jahre zum TVG bekannt und spielt derzeit eine starke Saison. 

„Wir freuen uns, dass mit Noah ein weiteres Talent aus unserer eigenen Jugendarbeit den Sprung in die erste Mannschaft schafft. Er bringt großes sportliches Potenzial sowie die für den Gelnhäuser Handball notwendige Mentalität mit. Nun soll er den entscheidenden Feinschliff erhalten, um sich perspektivisch als Leistungsträger der ersten Mannschaft zu entwickeln“, sagt Sergej Budanow, neben Deinet Sportlicher Leiter des TVG.

„Mit Noah haben wir einen jungen, hochengagierten Torhüter aus der eigenen TVG-Handballschule, der sich seit Jahren kontinuierlich in Richtung erste Mannschaft entwickelt. In der kommenden Zeit wird er im Juniorenteam weitere wichtige Entwicklungsschritte machen und behutsam an das Niveau der 3. Liga herangeführt. Hinter Alex und Jan-Steffen kann er sich in Ruhe weiterentwickeln. Wir freuen uns, mit einem weiteren Eigengewächs auf dieser Position langfristig in die Zukunft zu blicken. Auf der Torhüter-Position sind wir mit diesem Trio für die Zukunft hervorragend besetzt“, sagt Deinet.

 

Die Bilder haben uns die Vereine zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Ihr sicher alle schon mitbekommen habt, ist Peter David als Trainer von der HSG Aschaffenburg, die in der Bezirksoberliga spielen, zu den Lohrer Füchsen in die Regionalliga Bayern gewechselt. Seit Januar 2026 hat er dort das Sagen auf der Bank. Eigentlich, so erzählt uns Peter, sollte er dieses Traineramt erst ab Sommer 2026 übernehmen. Doch manchmal kommt es im Leben eben anders, als man denkt. 

Der bisherige Trainer Bernd Becker wird die Lohrer Füchse zum Jahresende verlassen. „Bernd hat mit viel Herzblut und Engagement unsere Mannschaft in den vergangenen Jahren geführt”, sagt Harald Rahtz, Abteilungsleiter Handball beim TSV 1846 Lohr a. Main e. V. „Wir danken ihm von Herzen für alles, was er für unseren Verein bei seinen insgesamt drei Stationen in Lohr geleistet hat.”

Für ihn kam mit Peter David ein ehemaliger slowakischer Nationalspieler und Bundesliga-Trainer des jetzigen Zweitligisten TV Großwallstadt. Er soll frische Impulse für die anstehende Rückrunde und den Klassenerhalt setzen. Gleichzeitig soll er den Grundstein für eine sportliche Neuausrichtung legen, so ist es auf der Lohrer Website zu lesen.

„Peter ist nicht nur eine großartige Persönlichkeit, er bringt auch eine wahnsinnige Erfahrung mit, von der wir alle nur profitieren können”, so Harald Rahtz über den neuen Trainer. „Mit ihm zusammen möchten wir in den kommenden Jahren eine Mannschaft aufbauen, die eine sportlich erfolgreiche Zukunft vor sich hat.”

Genau der richtige Mann

Daher ist Peter, der heuer einen runden Geburtstag feiert, aus Sicht der Lohrer Verantwortlichen genau der richtige Mann. Als Spieler wurde er tschechoslowakischer Meister, slowakischer Double-Gewinner und absolvierte insgesamt 109 Länderspiele für die Tschechoslowakei und die Slowakei. Auch als Trainer feierte der zweifache Familienvater große Erfolge – sowohl im Damen- als auch im Herrenbereich. Stationen wie die Erstligisten HT Tatran Prešov und DHK Baník Most sowie seine Zeit als Bundesliga-Trainer beim TV Großwallstadt unterstreichen seine außergewöhnliche Qualitäten.

Und auch für Peter sind die Lohrer Füchse, die derzeit auf Platz zehn der Tabelle stehen, genau der richtige Verein zur richtigen Zeit. „Ich habe in meiner Karriere schon viel gesehen und erlebt. Jetzt ist für mich der perfekte Moment, noch einmal ein neues Projekt anzugehen”, sagt der 59-Jährige. „Bei den Lohrer Füchsen treffe ich auf Menschen mit Ideen, Energie und Ambitionen – das hat mich sofort gepackt. Jetzt freue ich mich darauf, gemeinsam mit der Mannschaft richtig anzugreifen.” 

Im Gespräch mit ihm kristallisierte sich sofort heraus, wie er für seinen neuen Verein brennt. Es macht ihm sichtlich Spaß mit der Mannschaft zu arbeiten: “Die Jungs ziehen alle mit, die Einstellung ist da und die Fans stehen total hinter uns. Ich hab wirklich ein gutes Gefühl”, sagt er. Dabei vergaß er aber nicht, der HSG Aschaffenburg und den Verantwortlichen dort zu danken, die ihm bei seinem neuen Job nicht im Wege standen.

Viel Zeit mit der Mannschaft um Maxi Schmitt, den Peter als seine rechte Hand bezeichnet, zu trainieren, blieb ihm nicht. Im ersten Spiel des neuen Jahres, am 10. Januar, ging es gleich zum Spitzenreiter Bayreuth. Dort gab es eine Niederlage. Vergangene Woche empfing Lohr das Schlusslicht Ismaning zuhause und hier gab es einen feinen Erfolg. An diesem Wochenende kommt der Tabellenfünfte HT München. Das Hinspiel ging verloren. Geht es nach dem Willen von Peter soll es diesmal besser werden. “Wir sind gut vorbereitet und werden alles geben, um die nächsten Punkte zu holen”, so der Coach.

Wir wünschen dem sympathischen Coach und Mensch für sein neues Projekt viel Erfolg! Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.

 

 

Das Bild haben uns die Lohrer, Peter David, zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga muss die TuSpo Obernburg am Samstag in Wettenberg antreten. Die HSG Bieberau/Modau ist zu Gast beim Spitzenreiter Gensungen.

 

Obernburg will beim Aufsteiger punkten

Nach der Niederlage vergangene Woche in Hüttenberg will die TuSpo Obernburg diesmal beim Schlusslicht Wettenberg unbedingt punkten. TuSpo-Trainer Philipp Wollbeck hofft, dass er mit vollem Kader beim Tabellenletzten antreten kann. 

Die Mannschaft von Trainer Dragan Nenad hat immer wieder mit verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen. Wenn alle fit sind, kann der Coach auf ein körperlich gutes Team zurückgreifen, das mit Jonas Müller im Rückraum und mit Tom Warnke auf Linksaußen erfahrene Spieler hat. Der Aufsteiger hat bisher nur ein Remis gegen Vellmar zustande gebracht, alle anderen Matches gingen verloren. Bleibt zu hoffen, dass nicht ausgerechnet gegen Obernburg der Knoten platzt. Die Gäste sollten gewarnt sein. Im Hinspiel gab es ein 30:28 für die TuSpo.

 

 

Topspiel steigt in Gensungen

Am Samstag kommt es zum Gipfeltreffen in der Regionalliga, wenn der unangefochtene Tabellenerste Gensungen/Felsberg gegen den aktuellen Tabellenzweiten Bieberau/Modau spielt. Beide Teams siegten letzte Woche, Gensungen deklassierte Groß-Umstadt mit 35:16, Bieberau/Modau siegte in Baunatal mit 37:33. Es ist also angerichtet.

Die Nordhessen zeigen sich diese Saison sehr stark und haben in der Vorrunde erst ein Spiel verloren und zwar gegen Baunatal. Alles andere wurde souverän gewonnen  und deshalb stehen sie völlig zu Recht auf Platz eins mit 24:2 Punkten, gefolgt von Bieberau/Modau mit 19:7 Punkten und Petterweil und Offenbach, ebenfalls mit 19:7 Punkten. Fünf Punkte Abstand ist schon sehr viel und vor allem, wenn man die Beständigkeit der Gensunger kennt. Sie sind deshalb auch am Samstag der große Favorit, im Hinspiel siegten sie bereits in Groß-Bieberau mit 32:28, wobei die Gastgeber damals nicht chancenlos waren. HSG-Trainer Thomas Weber meint: „Beide Mannschaften gehören zu den Top Five der Regionalliga, Gensungen hat sich dabei in der Vorrunde als klarer Primus hervorgetan und wird uns am Samstag alles abverlangen. Mal sehen, was wir ihnen entgegen setzen können.“  

 

 

Das Bild hat uns die TuSpo, Klaus Zengel, zur Verfügung gestellt. Danke dafür

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, empfängt der TV Kirchzell daheim die HSG Rodgau Nieder-Roden. Die HSG Hanau hat SGSH Dragons zu Gast und Gelnhausen muss nach Münster. 

 

TV Kirchzell empfängt den Tabellendritten zum Derby

Die letzte Niederlage ist aufgearbeitet und der Blick des TV Kirchzell geht wieder nach vorne. Am Samstag um 19.30 Uhr kommt der Tabellendritte, HSG Rodgau Nieder-Roden in die Miltenberger Halle und das heißt, dass die volle Konzentration auf diesem Spiel liegen wird. Vor allem werden die TVK-Fans einmal mehr gefordert sein, denn in einer vollen Miltenberger Halle zu spielen, ist für jeden Gegner Schwerstarbeit.

Die HSG spielt bisher eine überragende Saison, die Abläufe passen, weil die Mannschaft seit Jahren sehr eingespielt ist. Da wartet ein richtiger Brocken auf die Mannschaft von Povilas Babarskas, der sagt: “Nieder-Roden steht nicht umsonst da oben. Sie machen ihre Sache richtig gut. Vor allem wird die Mannschaft gut von Simon Brandt gesteuert und Außen Sam Hoddersen ist kaum zu halten. Daher werden wir versuchen, zu diesem Spiel gute Lösungen zu finden. Wir müssen uns finden, müssen unsere Schwankungen abstellen und kämpfen bis zum Umfallen.” 

Stand heute sind alle Kirchzeller Spieler fit und auch Tom Spieß ist wieder mit dabei. Er fehlte vergangene Woche berufsbedingt und sagt: “Ich kenne Nieder-Roden aus den letzten Jahren. Sie sind eine eingespielte Truppe, auch weil der Kader im Kern über Jahre stabil gehalten wurde. Die Favoritenrolle liegt bei der HSG. Aber wir werden versuchen, unser Spiel zu spielen und vor allem in eigener Halle vor unserem tollen Publikum der unbequeme Gegner sein, der wir meistens sind. Wir werden gute Torhüter brauchen, eine aggressive Abwehr, dann wird man sehen.”

 

 

 

HSG Hanau peilt erste Heimpunkte in 2026 an

Am Samstagabend (19.30 Uhr) bestreitet die HSG Hanau das erste Heimspiel im Handballjahr 2026 in der Hanauer Main-Kinzig-Halle. Die Grimmstädter haben den 14. der Tabelle, die SGSH Dragons aus Schalksmühle, zu Gast. Nach der Niederlage am vergangenen Wochenende ist die Spandau-Sieben auf Wiedergutmachung aus und will vor eigenem Publikum an die bärenstarke Leistung aus dem Hinspiel gegen die Nordrhein-Westfalen anknüpfen. 

„Wir als Trainerteam erwarten natürlich von der Mannschaft und uns selbst eine Antwort auf das erste Spiel des Jahres, welches keinen guten Eindruck hinterließ“, gibt HSG-Cheftrainer Axel Spandau die Richtung für Samstagabend vor. „Diese Leistung müssen wir revidieren und das Team ist sich auch einig, dass wir nicht noch einmal ein Spiel mit einer so hohen Fehlerquote anbieten dürfen.“ Mit 20:12 Punkten belegt Hanau momentan den sechsten Staffelrang. „Die Dragons sind eine sehr starke Angriffsmannschaft, gerade mit den beiden Jäger-Brüdern im Rückraum und Julian Thomas auf Rechtsaußen, der auch immer ein Garant für Tore ist“, meint Spandau weiter. Zu Beginn der Rückrunde sorgte diese Offensivreihe direkt für eine handfeste Überraschung, denn das Heimspiel gegen den TV Kirchzell gewannen die Gäste Nordrhein-Westfalen mit 37:29. 

Im Hinspiel zündete Hanau gegen die Dragons ein wahres Offensivfeuerwerk. Beim 45:38 trafen vor allem HSG-Kreisläufer David Rivic, Rechtsaußen Sebastian Hein und Lukas Böhm nach Belieben – bereits zur Pause führte man mit acht Toren. Davon will Spandau aber zunächst nichts wissen: „Die Dragons haben zuletzt auch in Dutenhofen gut mitgehalten. Wir wissen, was da auf uns zukommt und wollen mit allem was wir haben dagegen halten“, so der Hanauer Chefcoach. „Ganz besonders über unsere Emotionen und den leidenschaftlichen Kampf.“

  

 

TV Gelnhausen erwartet Hexenkessel-Atmosphäre in Münster

Der TV Gelnhausen steht vor einem echten Härtetest, denn am Freitag um 20.15 Uhr  muss der TVG bei der TSG Münster zum Auswärtsderby antreten. Die Stimmung beim starken Aufsteiger ist traditionell hitzig. Aber Malolepszy und Co. können sich auf ihre Anhänger verlassen, die unter anderem einen Fanbus organisiert haben und zahlreich anreisen werden.

Sportlich geht der TVG mit einer sehr guten Ausgangslage in die Partie. Mit 26:6 Punkten steht Gelnhausen auf dem zweiten Tabellenplatz. Beim 28:28 (19:14) gegen den Longericher SC Köln zeigte der TVG zuletzt zwar zwei Gesichter, rettete aber in letzter Sekunde noch einen Punkt. Trotzdem ist allen Beteiligten bewusst, dass es in Kelkheim keine einfache Aufgabe wird.

Die TSG Münster ist in der vergangenen Saison aus der Regionalliga Hessen in die 3. Liga Süd-West aufgestiegen – doch das Team von Trainer Daniel Wernig ist keineswegs ein gewöhnlicher Neuling. Münster bringt Tradition, Ambition und Qualität mit. Der Verein war in der Vergangenheit bereits mehrere Jahre in der 2. Bundesliga vertreten und arbeitet nach einer längeren Phase der Restrukturierung, die zwischenzeitlich sogar bis in die Landesliga führte, konsequent daran, wieder im Leistungshandball Fuß zu fassen. Diese Entwicklung spiegelt sich nun auch in der aktuellen Saison wider.

TVG-Cheftrainer Matthias Geiger warnt ausdrücklich vor dem Gegner: „Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass Münster ein starker Aufsteiger ist und das haben sie inzwischen mehr als bewiesen. Man sieht es an der Platzierung und an den Ergebnissen. Das wird ein wahnsinnig schwieriges Auswärtsspiel.“ Besonders imponiert ihm die Balance im Kader: „Münster hat viel Konstanz, trotz eines teils jungen Teams. Aber an den richtigen Ecken haben sie auch enorm viel Erfahrung. Diese Mischung hat sie bisher sehr gut durch die Saison gebracht.“

Die Speerspitze der Münsteraner Offensive ist Patrick Weber. Der 33-Jährige steht mit 107 Saisontoren auf Rang vier der Torschützenliste der Süd-West-Staffel und war in der vergangenen Saison mit 182 Treffern Torschützenkönig der Regionalliga Hessen. Weber bringt zudem reichlich Erfahrung aus Stationen im Profi-Handball mit, auch aus der 1. Bundesliga. Und er ist nicht der einzige Faktor: Münster verfügt über einen qualitativ gut zusammengestellten Kader, der sowohl über Tempo als auch über robuste Lösungen im Positionsangriff verfügt.

Ein zentraler Punkt für den TVG wird sein, aus dem Spiel gegen Longerich die richtigen Lehren zu ziehen. Gerade in der Chancenverwertung ließ Gelnhausen dort zu viel liegen und phasenweise brachte ein starker gegnerischer Torhüter die Rot-Weißen aus dem Tritt. Gegen Münster dürfe sich der TVG solche Schwankungen nicht leisten: „Unsere klare Marschrichtung ist, die Fehlerquote zu senken. Auch im Abschlussverhalten müssen wir cleverer sein und unsere Chancen deutlich besser nutzen. In so einem schwierigen Auswärtsspiel brauchen wir eine Topleistung.“

Personell muss der TVG weiterhin auf die Langzeitverletzten Leon David (Schulter) und Akos Csaba (Kreuzbandriss) verzichten. Zudem fehlte Finn Trinczek zuletzt krankheitsbedingt im Training und hinter seinem Einsatz steht ein Fragezeichen. Der TVG hat allerdings auf die anhaltenden Kaderschwierigkeiten mit einer Neuverpflichtung reagiert: Winterneuzugang Dima Redkyn hat am vergangenen Samstag ein starkes Debüt auf Rechtsaußen gegeben und vier Treffer erzielt.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball Drittligist TV Gelnhausen verkündete, werden Kreisläufer Leon David und Torhüter Daniel Drozdz den Verein nach Abschluss der laufenden Spielzeit verlassen. Beide Spieler haben in ihrer Zeit beim TVG sportlich wie menschlich Akzente gesetzt und werden den Fans und Verantwortlichen in guter Erinnerung bleiben.

Leon David wechselte im Jahr 2023 vom TV Kirchzell zum TV Gelnhausen. Der heute 26-jährige Kreisläufer musste während seiner Zeit beim TVG verletzungsbedingt Rückschläge hinnehmen, die ihn daran hinderten, sein großes sportliches Potenzial dauerhaft auf das Feld zu bringen. Aktuell muss er nach einer Schulter-OP noch pausieren. David prägte die Mannschaft mit seiner Mentalität, Emotionalität und seinem Einsatzwillen sowohl im Training als auch an Spieltagen.

„Ich habe in Gelnhausen viele Höhen wie die Aufstiegsrunde gegen Hildesheim, aber auch ein paar Tiefen durch meine Verletzungen erlebt. Ich habe hier in den letzten drei Jahren sehr viele tolle Menschen kennengelernt und bin sehr dankbar für diese Zeit. Danke für die Unterstützung, die Emotionen und die gemeinsamen Momente“, sagt David. „ich werde die Mannschaft und die Fans vermissen.“

„Leon ist ein absoluter Kämpfer. Leider wurde er bei uns immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Wenn er aber auf dem Feld oder im Training war, war er eine klare Bereicherung und hat mit seiner Emotionalität wichtige Impulse gesetzt“, sagt Cheftrainer Matthias Geiger. Manager Philip Deinet blickt mit großem Respekt auf die gemeinsame Zeit zurück: „Leon kam als einer der besten Kreisläufer der 3. Liga nach Gelnhausen. Leider konnte er das hier aufgrund seiner Verletzungen nicht konstant zeigen. Trotz allem hat er sich immer voll eingebracht. Wir wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste.“

Auch Daniel Drozdz wird in der kommenden Saison nicht mehr das TVG-Dress tragen. Der Torhüter wechselte im Oktober 2024 im Alter von 20 Jahren von der polnischen Handball-Akademie SMS ZPRP Kielce zum TV Gelnhausen. Der junge Keeper überzeugte von Beginn an durch sein professionelles Auftreten, seine Trainingsbereitschaft und seine schnelle Integration in Mannschaft und Umfeld. Grundsätzlich waren sowohl Verein als auch Spieler offen für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit. Letztlich kam es jedoch aufgrund unterschiedlicher zeitlicher Vorstellungen bei der Entscheidungsfindung zu keiner Vertragsverlängerung. Während Drozdz sich mehr Bedenkzeit wünschte, benötigte der TVG auf der Torhüterposition frühzeitig Planungssicherheit.

„Meine Zeit in Gelnhausen war sehr wertvoll für mich. Ich habe wundervolle Menschen kennengelernt und viel gelernt – sportlich wie persönlich. Ich werde Gelnhausen nicht vergessen. Jetzt haben wir noch eine halbe Saison vor uns und ich werde alles geben, um diese so erfolgreich wie möglich zu beenden“, erklärt Drozdz.

„Daniel hat sich sehr schnell integriert, war extrem fleißig und hat sich jederzeit professionell verhalten. Für sein junges Alter ist er sehr reif. Ich wünsche ihm auf seinem weiteren Weg viel Erfolg“, sagt Geiger und Manager Deinet ergänzt: „Daniel ist ein charakterlich einwandfreier junger Mann, der von Beginn an sportlich und menschlich sehr gut zu uns gepasst hat und beim Publikum schnell angekommen ist. Natürlich ist es schade, dass sich unsere Wege trennen, aber vielleicht kreuzen sie sich in einigen Jahren erneut. Daniel ist beim TVG jederzeit herzlich willkommen.“

 

Die Bilder hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür