Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

In der ersten Rollstuhl Basketball Liga war für die ING Skywheelers in Warendorf beim BBC Münsterland nichts zu holen. Mit 45:71 (14:5, 20:14, 20:8, 17:18) kamen sie unter die Räder. Tim Diedrich sollte der einzige Mainrolli sein, der am Ende dieses rabenschwarzen Spieltages mit zehn Pünktchen zweistellig für die Frankfurter punktete.

Lest den nachfolgenden Bericht von Marco Hopp:

Dem BBC Münsterland, der sich in dieser Spielzeit ebenfalls in der Nähe der Abstiegsplätze aufhält, gelang gegen die ING Skywheelers so etwas wie ein Befreiungsschlag mit diesem deutlichen Sieg. Die ING Skywheelers stehen weiterhin mit 0 Siegen und 14 Niederlagen auf dem letzten Tabellenplatz der ersten Bundesliga.

Ersatzgeschwächt, ohne Fabian Gail und Thilo Prünte, stellten sich die ING Skywheelers dem heutigen Gastgeber aus Warendorf. Schon nach sieben Minuten stand es 10:0 für den BBC Münsterland und man konnte sehen, dass die Skywheelers noch nicht wach waren, um an diesem Spiel teilzunehmen. Marian Kind war es, der nach sieben gespielten Minuten die ersten Punkte für die ING Skywheelers in diesem Spiel besteuerte. Leider waren diese zwei Zähler auch die einzigen Punkte, die der #20 der Skywheelers an diesem Spieltag vergönnt waren. Lediglich auf gerade einmal fünf  Punkte kamen die Frankfurter im ersten Viertel dieses Kellerduells. Die Münsterländer, in verschiedenen Spielsituationen noch sichtlich nervös, welches unter anderem auch der Tabellenkonstellation geschuldet war, kamen ihrerseits auch „nur“ auf 14 Punkte, doch sollten sie, es sei hier vorweg genommen, ihre Nervosität schnell bei Seite schieben!

Im zweiten Viertel eröffneten Tim und Sven Diedrich den Korbreigen für die Frankfurter und man hatte die Hoffnung, dass die ING Skywheelers jetzt den Fehdehandschuh aufnehmen und das Spiel in eine positive Richtung wenden. Jedoch sollte dies „nur“ ein kurzes Strohfeuer werden, das die Skywheelers abbrannten. Die Münsterländer konterten dieses kurze Aufbäumen mit einem 6:0 Lauf in der vierten Spielminute des zweiten Viertels und machen den Mainrollis frühzeitig klar, dass es am heutigen Spieltag keine Geschenke geben wird. In der Verteidigung noch einmal kräftig zupackender, schraubten sie ihre Führung auf ein 15 Punktepolster und gingen mit einem souveränen 34:19 in die Halbzeitpause.

Münsterland stellte Weichen auf Sieg

Nun kam das Viertel des Julian Lammering. Der Jungnationalspieler, schon in der zurückliegenden Winterpause vom RSV Lahn Dill für die kommende Spielzeit verpflichtet, schenkte jetzt den Skywheelers acht seiner 16 Punkte in diesem Viertel ein und der BBC Münsterland stellte nun auch die Weichen für den Spielausgang. Mit 20:8 verloren die ING Skywheelers dieses Viertel und lagen nach 30 gespielten Minuten mit 27 Punkten hinter den Hausherren. 54:27 stand es nach dem dritten Viertel und nur ein Wunder hätte diesem Spiel eine Wendung geben können.

Das letzte Viertel ging der Gast vom Main noch einmal erhobenen Hauptes in diese „ungleiche“ Begegnung, doch gab es in diesem Spiel nichts mehr zu gewinnen. Sichtlich müde und erschöpft wirkende Frankfurter hatten dem Gastgeber aus Warendorf nichts mehr entgegenzusetzen und ergaben sich ihrem Schicksal. Am Ende hieß es Warendorf 71 Punkte, ING Skywheelers 45 Punkte. So muss das Team um Spielertrainer Chris Spitz, drei Spieltage vor Ende der Saison resümieren, dass es nicht einfach werden wird, in dieser Saison noch zu punkten!

 

Das Bild haben uns die Skywheelers zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Für die Frauen des Handball Erstligisten HSG Bensheim/Auerbach ging am vergangenen Wochenende die erste Tour durch Europa in der Vereinsgeschichte zu Ende. Am letzten Spieltag der Gruppenphase mussten sich die Flames mit einer 24:33 (16:18)-Niederlage aus der EHF European League bei CS Gloria (Rumänien) verabschieden. Als Gruppendritter verpassten sie das Viertelfnale, wären aber selbst bei einem Erfolg nicht weitergekommen. Zu deutlich gewann Nantes gegen Lublin (Polen) und wurde dadurch Zweiter.

Trotz allem war die Premiere im internationalen Wettbewerb ein Erfolg für die Mannschaft und den Verein. Nicht zu vergessen, dass die permanente Doppelbelastung mit Liga und EHF League ziemlich an die Kräfte ging. Doch die Mannschaft will auf jeden Fall auch im nächsten Jahr wieder international mitspielen und wird dafür alles geben. Dafür müssen sie in der Liga Vierter werden. Auch dafür werden die Damen und Trainerin Heike Ahlgrimm alles in die Waagschale werfen. Gelgenheit dazu haben sie schon heute Abend, wenn sie zum Nachholspiel bei Borussia Dortmund antreten müssen.

 

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am gestrigen Montag, 19. Februar, feierte einer der größten Handballer in unserer Region seinen 80. Geburtstag. Wir sagen: herzlichen Glückwunsch, lieber Fred Wilhelm.

Aus diesem Anlass habe ich einen Artikel über den überaus erfolgreichen Sportler, der aber auch im Berufsleben sehr gut unterwegs war, geschrieben. Der Artikel erschien auch in meiner Heimatzeiung Main Echo.

 

Heute, am 19. Fe­bruar, fei­ert Fred Wil­helm aus Großost­heim sei­nen 80. Ge­burts­tag. Er gilt am baye­ri­schen Un­ter­main als ei­ner der er­folg­reichs­ten Hand­bal­ler und Trai­ner und er sammelte in sei­ner Lauf­bahn so vie­le Ti­tel, wie kaum ein an­de­rer aus der Re­gi­on.

Seine sportliche Laufbahn begann Fred Wilhelm bereits mit neun Jahren. Damals spielte er Fußball in seinem Heimatort Großwallstadt. Doch auch die Leichtathletik reizte ihn und so wurde der talentierte Teenager schon mit 18 Jahren unterfränkischer Meister im Kugelstoßen. Ein Jahr zuvor entdeckte er bereits seine Liebe zum Handball und spielte seitdem beim TV Großwallstadt – und das mit großem Erfolg. 

… wenn er den Ball hatte, war er nicht mehr zu bremsen…

Im Jahr 1965 erreichte Wilhelm mit seiner Mannschaft die Endrunde zur bundesdeutschen Meisterschaft in der Halle und wurde 1967 bundesdeutscher Feldhandball-Vizemeister. Zweimal gewann er mit dem TVG die südwestdeutsche Hallenhandball-Meisterschaft. Hinzu erhielt er zahlreiche Berufungen in die Hessen- und Südwestauswahl.

Obwohl noch selbst aktiv, wechselte Wilhelm 1964 zusätzlich auf die Trainerbank. Seine Karriere als Trainer begann beim VfR Großostheim. Drei Jahre später ging er als Spielertrainer nach Rodgau-Hainhausen, erzielte sechs Meisterschaften in Feld und Halle und führte Hainhausen von der B- bis in die Bezirksklasse. Als er 1976 zum TV Wenigumstadt kam, wurde er schon in seinem ersten Jahr Meister mit seinem Team in der A-Klasse.

Ein besonderes Jahr

Ganz besonders bleibt dem Jubilar das Jahr 1978 in Erinnerung. Damals stieg er mit dem TV Kirchzell in die Bezirksklasse auf, gewann mit den Odenwäldern erstmals den zu dieser Zeit noch ausgespielten Landkreispokal und kam im DHB-Pokal bis in die vorletzte Runde. „Das war eine tolle und unvergessene Zeit damals in Kirchzell“, schaut Wilhelm mit Stolz auf die Erfolge zurück. 

Und weiter ging es mit dem Titel sammeln. Als Spielertrainer wechselte Wilhelm 1981 zum TV Schaafheim, wurde dort auf Anhieb Meister in der A-Klasse. So ganz nebenbei trainierte er die SSG Langen und schaffte 1986 auf seiner letzten Station mit dem BSC Großostheim den Aufstieg von der A-Klasse in die Kreisklasse Darmstadt-Ost.

Nach 25 Jahren beendete er seine bewegte Karriere mit einem Spiel seines BSC Großostheim gegen eine Auswahlmannschaft von TVG-Spielern, die mit ihm zusammen auf dem Feld standen. 

Auch beruflich sehr erfolgreich

Doch nicht nur sportlich, auch beruflich legte Wilhelm einen außerordentlichen Weg hin. Vom Maschinenschlosser, u. a. bei Walter Reis in Obernburg, schaffte er es zum erfolgreichen Kundenberater beim Wella Haarkosmetik. Voller Stolz blickt er noch heute auf die vielen Reisen zurück, die die Firma ihren Topleuten für gute Leistungen spendierte. „Wir waren damals in den USA, Dubai, Kenia, Tunesien, Spanien, Griechenland, Türkei, Österreich, Finnland und Island. Das alles sind unvergessliche Erlebnisse“, sagt Wilhelm, der bis zu seinem Ausscheiden in der Firma als Betriebsrat fungierte. 

Fred Wilhelm bei der Siegerehrung im Kugelstoßen

In all der Zeit hielt ihm seine Frau Marianne stets den Rücken frei. „Ohne sie wäre dies alles nicht möglich gewesen“, sagt er dankbar.  Und es fiel ihm noch eine Anekdote ein. „Wir haben am 07.07.1966 geheiratet und unsere Hochzeitsreise ging nach Bad Staffelstein. Zwei Tage waren wir dort, als der Anruf vom TVG kam, dass wir im anstehenden Spiel nicht genug Spieler hatten.“ Wer Fred Wilhelm kennt, weiß, dass die Hochzeitsreise mit diesem Anruf ein jähes Ende fand… Doch seine Marianne nahm es mit Humor. Allerdings begleitete sie ihn im Laufe der Jahre nicht mehr so oft, am Ende gar nicht mehr, zu den Spielen. “Er wurde immer so in die Mangel genommen, hat sich so viele Verletzungen im Laufe der Jahre eingehandelt. Das wollte und konnte ich mir irgendwann nicht mehr antun”, kann sie heute darüber schmunzeln.

Nicht mehr beim TVG vor Ort

Seinen TVG kann Wilhelm allerdings seit dem vergangenen Jahr nicht mehr vor Ort verfolgen und anfeuern. „Ich war im letzten Jahr 88 Tage im Krankenhaus und es geht manches nicht mehr so wie zuvor. Zwar kann ich mittlerweile wieder täglich schwimmen gehen. Aber in die Halle zu gehen, traue ich mir noch nicht zu. Dass es mir wieder so gut geht, habe ich meiner Frau, meinem Sohn und meinem Enkel zu verdanken, die mir immer eine große Hilfe sind.“ Doch Wilhelm sagt, dass er den TVG, den er in seiner Heimatzeitung rege verfolgt, sehr gut aufgestellt sieht und vor allem die Verpflichtung von Michael Roth als Trainer findet er sehr gut.

Gefragt nach seinen Geburtstagswünschen sagt er: „Ich wünsche mir, dass 2024 nicht so turbulent wird wie 2023 und dass ich noch viele Jahre mit meiner Familie verbringen kann. Dem TVG wünsche ich viel Erfolg, auch wenn ich ihn nur noch von der Ferne beobachten kann.“

 

Die Bilder hat uns Fred (Fotograf Diepold) zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

… und plötzlich ist nichts mehr wie es war…

Handball-Drittligist TV Gelnhausen steht unter Schock. Am Montag gab der Verein bekannt, dass ihr Spieler Tim Altscher plötzlich verstorben ist. Er wurde nur 25 Jahre alt.

 

Folgenden Text veröffentlichte der Verein auf seiner Website:

Wir sind geschockt, fassungslos und am Boden zerstört. Unser Spieler Tim Altscher ist nach kurzer schwerer Krankheit heute am 19. Februar 2024 verstorben. Unsere Gedanken und unser tiefstes Mitgefühl sind bei seiner Familie, besonders bei seinen Eltern Sabine und Bert, seinem Bruder Nils und seiner Freundin Tabea.

Wir sind noch überhaupt nicht in der Lage, das Ganze irgendwie zu verstehen. Wir sind wie gelähmt, die Zeit steht still und wir brauchen noch Zeit, um eine Nachricht zu verfassen.

Der TV Gelnhausen trauert um einen großartigen Menschen, einen Sonnenschein, der wie kaum ein anderer den Verein im Herzen getragen hat und noch sein ganzes Leben vor sich hatte.

Es tut so weh. Ruhe in Frieden lieber Tim.🖤🖤🖤🖤

 

 

Der Handball, die Spiele, die Hatz nach Punkten, der Tabellenstand – dies alles ist in den Hintergrund gerückt, ist völlig nebensächlich. Daher wurde das Derby gegen die HSG Hanau, das am Freitag stattfinden sollte, abgesagt. Die HSG Hanau hat dazu folgenden Text gestern auf ihrer Homepage veröffentlicht:

“Das am Freitagabend eigentlich anstehende Lokalderby zwischen der HSG Hanau und dem TV Gelnhausen in der 3. Handballliga Staffel Süd-West muss verschoben werden. Der TVG trauert um seinen Spieler Tim Altscher, der nach kurzer schwerer Krankheit am heutigen Montag verstorben ist.

Vorstand, Trainer, Spieler und Betreuer der HSG Hanau sprechen auf diesem Wege den Hinterbliebenen von Tim Altscher und dem TV Gelnhausen ihr tief empfundenes Beileid aus. In diesen Momenten rückt der Sport in den Hintergrund. Die HSG ist tief betroffen und hat der Anfrage auf Spielverlegung ihre uneingeschränkte Zustimmung erteilt. Das Heimspiel wird nachgeholt. Der neue Spieltermin steht noch aus. Alle Tickets behalten ihre Gültigkeit.”

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Oberliga Hessen musste Spitzenreiter TV Kirchzell seine erste Niederlage bei der TSG Münster mit 22:23 (8:15) hinnehmen. Die Tuspo Obernburg verlor daheim nach großem Kampf gegen Gensungen/Felsberg mit 35:37 (14:16) und die TSG Groß-Bieberau gewann in Kleenheim-Langgöns mit 28:21 (14:9).

 

Erste Niederlage für die Kirchzeller

Die Kirchzeller Trainer Andi Kunz und Alex Hauptmann warnten schon vor dem Spiel vor der Schwere der Aufgabe, die in Münster auf sie warten würde. Immerhin war das Hinspiel schon hart umkämpft und der TVK gewann dies knapp mit einem Treffer.

Der Spitzenreiter musste ohne seine erkrankten Leistungsträger Tim Häufglöckner und Joshua Osifo antreten und sah sich von Beginn an einer bis in die Haarspitzen motivierten Mannschaft gegenüber, die den Kirchzellern unbedingt die erste Niederlage beibringen wollte. Das ist letztlich auch mit der lautstarken Unterstützung der Fans und Trommler aus dem Gastgeber-Block gelungen.

Die TSG hatte einen super Start, führte schnell mit 5:1 (9.) und die Gäste nahmen die Auszeit. Doch es wollte nicht besser werden. Sichtlich beeindruckt von der lautstarken Kulisse fanden die Kirchzeller nie ins Spiel. Zwar versuchte TVK-Torhüter Joshua Löffelmann alles, um seine Vorderleute im Spiel zu halten. Doch er alleine konnte den 8:15-Rückstand zur Pause auch nicht abwenden.

Nach dem Wechsel spielten die Kirchzeller besser, starteten eine Aufholjagd und verkürzten auf 14:17 und sogar 18:20 (54.) – mit toller Unterstützung von Joshua Löffelmann im Tor. Das schönste Tor des Abends gelang Ievgen Zhuk. Er kam von der Bank, klaute dem Gegner den Ball und traf ins leere Tor, da die TSG zu diesem Zeitpunkt mit dem siebten Feldspieler agierte. In der Schlussphase wurde es spannend und hektisch, denn Brian Heinrich traf zum 22:22 (58.). Der TVK stand frei vorm Tor, vertändelte den Ball und die TSG traf zum 23:22. Die Spielzeit war abgelaufen, doch die Gäste bekamen einen Strafwurf zugesprochen. Aber auch dieser fand den Weg ins Tor nicht. Der Jubel im TSG-Lager war anschließend grenzenlos. Am Ende waren es die eigenen Fehler, die den TVK den Sieg kosteten. Ein Kompliment trotzdem an die Mannschaft, die dezimiert “durchbrummen” musste, aber zu keinem Zeitpunkt aufgab.

Trommler der Gastgeber und Gäste in einem Block

In eigener Sache: Ich war am Samstag beim Spiel in der Halle und war etwas verwundert darüber, dass die Kirchzeller und die TSG-Trommler in einem Block beisammen saßen. Normalerweise sitzen die einen in dem einen, die anderen in dem anderen Block. Aber gut, ich ließ mich überraschen.

Da sonst kein Platz mehr war, saß ich direkt unter den TSG-Trommlern. Kein Thema, dass die Fans ihre Mannschaft anfeuern. Dazu sind Fans da. Aber hier wurde die gegnerische Mannschaft von Anfang an mit Kraftausdrücken belegt und mit unmissverständlichen Handzeichen, die nicht druckreif sind. Es war aber nur ein Teil der Fans und man darf keinesfalls alle Zuschauer in der Halle über einen Kamm scheren. Der Höhepunkt war dann nach Spielschluss die Bierdusche, die sich über mich ergoss. Aber nicht nur ich, auch die Zuschauer, die um mich rum und unter mir saßen, bekamen ihren Teil ab. Es war aber sinnlos, etwas zu sagen, denn in den vergangenen 60 Spielminuten war viel Alkohol geflossen… Ich hab auch wirklich viel Verständnis, doch dass ich bierstinkend und verpappt den Heimweg antreten musste – da ist selbst mein Verständnis vorbei. Liebe TSG, an der Fankultur solltet Ihr vielleicht noch üben.

 

Obernburg mit starker Leistung

Nach dem spielfreien Faschingswochenende empfing die Tuspo Obernburg den Tabellenzweiten ESG Gensungen/Felsberg und musste nach großem Kampf letztlich den Gästen mit 37:35 (16:14) den Vortritt lassen. Die Gastgeber wollten die desolate Leistung vom letzten Spiel in Groß-Bieberau vergessen machen und legten sich mächtig ins Zeug. In den ersten Minuten dominierten die Gäste und lagen nach vier Minuten schnell mit 3:1 in Führung. Doch die Mannschaft von Trainer Rudi Frank kam kurz danach zum 3:3-Ausgleich und lag in der neunten Spielminute nach einem „Doppelpack“ von Rico Funck sogar mit 6:4 vorne. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit entwickelte sich ein sehr schnelles und ausgeglichenes Spiel mit wechselnden Führungen. Die Tuspo, die auf den verletzten Tobias Raab verzichten musste, vergab einige hundertprozentige Chancen und lag deshalb mit 14:16 zur Pause zurück.

Die Nordhessen drückten aufs Gas

Nach der Halbzeitpause kamen dann die Nordhessen wieder besser ins Spiel, drückten aufs Tempo und kamen bis zur 35. Minute zur 20:16-Führung. Die Tuspo-Abwehr war in dieser Phase gegen die auf allen Positionen torgefährlichen Spieler des Tabellenzweiten nicht immer im Bilde und so dauerte es bis zur 40. Spielminute, bis nach dem 21:24 den Römerstädtern nach einem Drei-Tore-Lauf der 24:24-Ausgleich gelang. Schon war das Spiel wieder offen. Doch die körperlich starken Rückraumspieler aus Gensungen fanden immer wieder Lücken in der Tuspo-Abwehr und sorgten bis neun Minuten vor Schluss mit 30:28 wieder für einen kleinen Vorsprung. Der wieder genesene Louis Markert, der bärenstark aufspielte, brachte die Tuspo mit drei Toren in Folge wieder auf 30:31 heran und es kam zu einer spannenden und hitzigen Schlussphase. Wieder lag der Tabellenzweite beim 36:35 vorne. Zwei Sekunden vor Schluss machten die Gäste dann mit dem 37:35 den Sack zu. Tuspo-Coach Rudi Frank war nach dem Spiel enttäuscht, dass es wieder einmal nicht gereicht hat „einen Großen zu schlagen“ und haderte mit den vielen vergebenen Chancen in der ersten Halbzeit.

 

Falken lösen knifflige Aufgabe in Kleenheim mit Bravour

Die knifflige Aufgabe beim Auswärtsspiel in Kleenheim/Langgöns lösten die Groß-Bieberauer mit Bravour und siegten am Ende mit 28:21 (14:9). Kleenheim, bekannt für seine offensive Abwehr, ist immer wieder für eine Überraschung gut. Hinzu kommt, dass sie sich mitten im Abstiegskampf befinden und unbedingt zu Punkten kommen mussten. Daher trafen die Falken auf eine motivierte Mannschaft, die dem Favoriten ein Bein stellen wollte. Dies gelang ihnen aber nicht, denn nach fünf Spielminuten stand es bereits 3:0. Die Abwehr der Falken bewegte sich gut und stand sehr massiv, Torhüter Ivankovic war sehr gut aufgelegt und so konnten sie den Vorsprung kontinuierlich ausbauen.

Nach 25 Minuten war eine Neun-Tore-Führung (13:2) heraus gespielt und es konnte ein Gang zurück geschaltet werden. Trainer Beilstein wechselte geschickt durch, gab seiner jungen Garde Einsatzzeiten, dabei ging die Spielkontrolle aber nie verloren. Kleenheim konterte noch einmal und verkürzte in der 40. Minute auf 13:17, ehe die Falken die Zügel wieder anzogen und die Tordifferenz auf acht Tore ausbaute (48. Minute 22:14). Das Spiel war damit entschieden und die letzten Minuten wurden clever herunter gespielt. TSG-Trainer Björn Beilstein zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Wir wussten um die Schwere dieser Aufgabe und haben sie aber sehr gut gelöst. Auf die Abwehr war Verlass und Torwart Ivankovic überragend. Im Angriff haben wir dabei noch einige gute Chancen liegen lassen.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Handball-Drittligist HSG Hanau hat die nächste wichtige Personalentscheidung getroffen und die Verlängerung mit dem rechten Rückraumspieler Niklas Schierling bekanntgegeben. Der 21-jährige Perspektivspieler der Grimmstädter unterschrieb für weitere zwei Jahre bis zum 30. Juni 2026. Bei der HSG Hanau kommt Schierling sowohl im Drittliga-Team als auch in der Oberliga-Mannschaft zum Einsatz. Im vergangenen Jahr fiel der Linkshänder lange Zeit wegen einer Knieverletzung aus, kämpfte sich aber in die Mannschaft zurück.

„Niklas hat sich nach seiner langen Verletzung nie aufgegeben und immer wieder im Training Gas gegeben, um sich in den vergangenen Wochen und Monaten zurückzukämpfen“, lobt Reiner Kegelmann, der sportliche Leiter der HSG Hanau den jungen Spieler. „Wir freuen uns sehr, dass er in den nächsten zwei Jahren seinen Weg mit uns weiter fortsetzen will und in der HSG Hanau genau die richtige Möglichkeit sieht, sein Studium und den Handball unter einen Hut zu bringen.“

Niklas Schierling fiel zwischen Januar 2022 und Mai 2023 rund 15 Monate wegen einer schweren Knieverletzung aus. In der vergangenen Aufstiegsrunde, beim Heimspiel gegen Krefeld am 13. Mai 2023, feierte der 21-Jährige vor großartiger Kulisse sein Comeback in der Drittliga-Mannschaft.

„Ich bin froh, dass ich weiterhin das Vertrauen des Trainers habe, um mich in der Drittligamannschaft beweisen zu können“, sagt Niklas Schierling. „Die zweijährige Verlängerung freut mich sehr, da ich so die Chance bekomme, mich hier in Hanau weiterzuentwickeln. Nach meiner schweren Verletzung habe ich mir schon einige Spielanteile erkämpfen können. Wir haben ein tolles Team und einen herausragenden Rückhalt durch unsere Fans. In Hanau macht es einfach richtig Spaß, Handball zu spielen.“

Im Drittliga-Team von Trainer Hannes Geist gilt Schierling als solider Abwehrspieler, der sich gerade über die eigene Zweikampfstärke regelmäßig seine Einsatzzeiten erarbeitet. In der laufenden Saison 2023/24 absolvierte er 16 Pflichtspieleinsätze in der dritten Liga und erzielte dabei neun Tore.

„Niklas macht seine Aufgaben in der Abwehr in diesem Jahr wirklich gut und schafft dafür Entlastungsmöglichkeiten für Luca Braun“, erklärt Geist, der in der Offensive meist dem wurfstarken Braun den Vorzug gibt. „Im Oberligateam hat er nun ebenfalls immer mehr Fuß gefasst und holt sich dort auch seine Spielanteile im Angriff. Das wollen wir nutzen und ihn nun auch nach und nach in das Offensivspiel unserer Drittligamannschaft integrieren.“

Niklas Schierling war neben Torben Scholl, Max Moock und Philipp Busse eines von vier HSG-Talenten, welche in 2022 aus dem eigenen A-Jugend-Bundesliga-Kader in den Männerbereich nach oben gezogen wurde. Der angehende Student des Wirtschaftsingenieurwesens spielte in der Vergangenheit für die SG RW Babenhausen, die HSG Dreieich und TuSpo Obernburg, bevor der 2019 zur HSG Hanau wechselte.

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, zeigte der TV Gelnhausen beim Spitzenreiter TuS Ferndorf eine gute Leistung, musste sich aber trotzdem mit 22:27 (8:15) geschlagen geben. Die HSG Hanau siegte beim TuS Opladen mit 34:28 (17:15) und die HSG Rodgau Nieder-Roden holte gegen Krefeld daheim ein 29:29 (15:14).

 

 

Viele Ballgewinne bringen Hanau den Auswärtserfolg

Einen wichtigen Auswärtserfolg holte die HSG Hanau beim TuS 1882 Opladen. Mit 34:28 (17:15) gewann die HSG und zeigte eine sehr starke Leistung. In Leverkusen machte Hanau gegen eine der stärksten Abwehrreihen der Staffel Süd-West in der Offensive ein richtig gutes Spiel. Angeführt von ihrem Kapitän Max Bergold, der acht Treffer beisteuerte, behielt das Team in der zweiten Hälfte die Überhand und hätte zwischenzeitlich sogar noch eine höhere Führung herausspielen können.

„Das war ein sehr schwieriges und giftiges Auswärtsspiel“, resümierte HSG-Cheftrainer Hannes Geist nach dem Erfolg in Leverkusen. „Ich muss aber sagen, dass unsere Jungs das sehr gut gemacht haben, mental bereit waren und sich nicht vom Spielstil des Gegners haben anstecken lassen.“ Beide Abwehrreihen schenkten sich nur wenig und es war deutlich zu sehen, dass beide Teams die Partie unbedingt gewinnen wollten.

Nach dem 4:2 wechselte die Führung in der ersten Halbzeit einige Male und Opladen ging beim 9:8 (18.) und 11:10 (24.) kurzzeitig in Front. Noch vor der Pause waren es dann aber Bergold beim 16:15 (28.) und David Rivic (17:15/29.), welche den Vorsprung für Hanau wieder auf zwei Tore ausbauten. HSG-Trainer Geist fand später lobende Worte für seine junge Mannschaft: „Wir haben die letzten zwei Wochen wirklich gut genutzt, einige Sachen besprochen und diese auch sehr gut umgesetzt. Auch in der Abwehr haben wir uns deutlich gesteigert. Ein wirklich gutes Auswärtsspiel von uns. Manchmal sind es einfach Kleinigkeiten, kleine Stellschrauben, die uns besser machen.“

Konzentrierte Leistung nach dem Wechsel

Im zweiten Durchgang blieb Hanau weiterhin konzentriert, behauptete den Vorsprung und ließ keine Führung der Hausherren mehr zu. Dabei konnte sich die HSG auch auf ihren Keeper Can Adanir verlassen, der dem Team einige Ballgewinne ermöglichte. Mit einem Doppelschlag von Braun zum 24:22 (45.) zwangen die Grimmstädter ihren Gegner zur Auszeit und blieben auch danach am Drücker. Dabei hätte man sogar noch höher führen können, doch scheiterte die HSG einige Male vom Siebenmeterpunkt. Als Jonas Ahrensmeier in der 52. Minute von Robin Marquardt den Ball aufgelegt bekam und über den Mittelblock hinweg zum 28:23 erfolgreich war, bog Hanau endgültig auf die Zielgerade ein. Das 31:25 (57.) von Rivic sorgte für die Vorentscheidung in einer unterhaltsamen Partie.

 

 

Gelnhausen zeigt gute Leistung trotz Niederlage

Der TV Gelnhausen musste sich in einem intensiven Spiel dem Tabellenführer mit 22:27 (8:15) geschlagen geben. Nach zuletzt fünf Spielen ohne Niederlage verlor die Gelnhäuser Mannschaft vor 1255 Zuschauern und rangiert weiterhin im Mittelfeld der Tabelle auf dem neunten Rang.

„TuS Ferndorf ist die klare Spitzenmannschaft in unserer Staffel und das hat man heute gesehen. Sowohl im Spielerischen als auch im Athletischen und Konditionellen sind sie extrem stark. Wir hatten in der ersten Hälfte mehrere Schwierigkeiten: Wir haben die Überzahlspiele verloren, wir haben immer wieder den Ferndorfer Mittelmann Janko Kevic nicht in den Griff bekommen und wir haben zu viele technische Fehler gemacht“, bilanzierte Cheftrainer Matthias Geiger nach dem Spiel.

Zu allem Überfluss war Fynn Hilb in der zweiten Hälfte angeschlagen nur zum Zuschauen verurteilt. „Wir hoffen auf eine schnelle und gute Diagnose“, hofft Geiger, dass der Ausfall seines Rückraumspielers nicht allzu lange dauern wird.  

Das Spiel begann mit wenig Toren, guter Abwehrarbeit und Torwartparaden auf beiden Seiten. So konnten die Barbarossastädter zunächst gut mithalten, ehe sich der TuS Ferndorf nach gut zehn Minuten erstmals etwas absetzen konnte. In dieser Zeit hatte die Abwehr des TVG immer wieder Probleme Kevic in Schach zu halten, der so im ersten Durchgang fünf Tore erzielen konnte. Nach 15 Minuten liefen die Gelnhäuser bereits einem 4:8-Rückstand hinterher. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte hatte das Geiger-Team durch zwei Zeitstrafen für Ferndorf, zweimal die Möglichkeit in Überzahl zu spielen, konnte dies jedoch nicht nutzen, sondern geriet weiter in Rückstand. Durch mehrere Stürmerfouls, Ballverluste, Fehlwürfe und einer gutstehenden Abwehr des TuS Ferndorf, kam es zu einem recht deutlichen 8:15-Rückstand zur Halbzeit.

TVG stellte Schwächen ab

In der zweiten Hälfte gelang es dem TVG, die Schwächen aus dem ersten Durchgang weitestgehend abzustellen. Die Mannschaft konnte Überzahlspiele besser ausspielen und für sich entscheiden. Kevic gelangen dank der guten Abwehrarbeit keine weiteren Tore mehr und auch die technischen Fehler des TVG wurden deutlich weniger als noch in der ersten Hälfte. Dadurch konnte der TV Gelnhausen mehrmals auf fünf Tore an den Tabellenführer rankommen, dieser hielt aber immer wieder dagegen und ließ kein näheres Aufschließen der Gelnhäuser zu. In der 59. Spielminute gab es aus Gelnhäuser Sicht noch ein Highlight als der neue Rechtsaußen der Rotweißen, Simon Belter, sein erstes Tor für den TVG erzielte. Für den 22:27-Endstand sorgte anschließend Jonathan Malolepszy, der mit neun Toren vor Yannick Mocken (4 Tore) der beste Torschütze des TV Gelnhausen war.

 

 

Baggerseepiraten erkämpfen einen Zähler

Dank einer großartigen kämpferischen und spielerischen Leistung durften sich die Rodgauer Handballer über einen mehr als verdienten 29:29 (15:14)-Punktgewinn gegen den Favoriten Krefeld freuen. Henning Schopper war es dabei vorbehalten, kurz vor Abpfiff den letzten Treffer der Partie zu erzielen und damit die gut 500 Zuschauer in einen kollektiven Jubelrausch zu stürzen.

Die Partie gegen die hoch gehandelten Krefelder begann ohne große Abtastphase. Beide Offensivreihen hatten sichtlich Lust aufs Torewerfen und so entwickelte sich ein rasantes Spiel, in dem sich die Gäste zunächst voll auf ihren Goalgetter Robert Krass verlassen konnten. Der 2.02 Meter große Rückraumhüne stellte die HSG-Abwehr immer wieder vor gehörige Probleme und war am Ende mit acht Feldtoren bester Schütze der gesamten Partie. Die Rodgauer ihrerseits versuchten immer wieder, mit Anspielen an den Kreis oder auf Außen erfolgreich zu sein. „Wir wussten natürlich, dass es für uns gegen diesen körperlich überlegenen Gegner aus dem Rückraum schwer werden würde“, so HSG-Trainer Redmann. Doch auch aus der Distanz gelangen den Hausherren einige schöne Treffer, insbesondere der wieder genesene Johannes von der Au zeigte sich in der ersten Hälfte in Wurflaune. Da sich keine der beiden Mannschaften einen entscheidenden Vorteil verschaffen konnte, blieb die Begegnung recht ausgeglichen. Zwar gingen die Baggerseepiraten dank zweier Treffer von Roth und Wucherpfennig mit 14:11 in Führung, doch die routinierten Gäste hatten bis zum Halbzeitpfiff der sehr umsichtig leitenden Unparteiischen den Anschluss auf 15:14 wieder hergestellt.

Beste Phase der Rodgauer

Nach dem Seitenwechsel folgte die wohl beste Phase der Rodgauer. Mit laufstarker Abwehrarbeit und einem immer besser parierenden Marco Rhein im Tor gelangen einige Ballgewinne. Die wurden auch mit großer Effektivität genutzt, so dass in der 38. Minute ein 21:16 Zwischenergebnis auf der Anzeigetafel leuchtete. Doch wer nun darauf gehofft hatte, dass das schon eine Vorentscheidung darstellen würde, sah sich schnell getäuscht. Die personell bestens besetzten Krefelder, die vor zwei Wochen noch Ex-Nationalspieler Bastian Roschek verpflichtet hatten, brachten frische Kräfte aufs Feld. Innerhalb von nur fünf Minuten schmolz der Vorsprung dahin, da machten sich schon die ersten Verschleißerscheinungen bei den Gastgebern bemerkbar. „Zwischen der 40. Und 50. Minute haben wir ein paar Prozentpunkte nachgelassen. Aber rechtzeitig zur Crunch-Time sind wir wieder zurückgekommen und haben wirklich alles in die Waagschale geworfen“, analysierte Redmann.

Die letzten zehn Minuten hatten in der Tat alles in sich, was Handball so interessant macht. Um jeden Zentimeter Boden wurde verbissen gefightet, alle Akteure waren auf Betriebstemperatur und die Hektik nahm spürbar zu. Die Gäste kamen zunächst zum Ausgleich, dann sogar zur 28:27-Führung. Nach dem 28:28 durch Filip Brühl legten die Eagles wieder einen Treffer vor. Durch einen Ballverlust der Baggerseepiraten hatten die Gäste die Chance auf die endgültige Entscheidung. Doch Kapitän Marco Rhein parierte überragend, hielt seine Farben im Spiel und damit die Möglichkeit zum Unentschieden offen. Im allerletzten Angriff zogen die Rodgauer noch eine überraschende Variante aus dem Ärmel, bei der schließlich Henning Schopper zum 29:29 einnetzte.

 

 

Die Bilder haben uns Hanau und Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Erneut verpasst Handball-Zweitligist TV Großwallstadt einen Auswärtssieg. Waren es jüngst in Bietigheim Kleinigkeiten, die dem TVG den Sieg kosteten, haben sich die Unterfranken am gestrigen Freitagabend beim VfL Eintracht Hagen erneut selbst um die möglichen Punkte gebracht. Mit 23:26 (12:12) kamen sie letztlich vom Auswärtsspiel zurück.

Allerdings haderten die Gäste, die ohne den verletzten Florian Eisenträger antraten, nach Spielschluss noch lange mit einigen Schiedsrichterentscheidungen. Vor allem die Rote Karte für Adrian Kammlodt in der 30. Minute sorgte für viel Gesprächsstoff. Er hatte beim direkten Freiwurf – übrigens die letzte Aktion vor der Halbzeit – den ehemaligen TVGler Pierre Busch anscheinend im Gesicht getroffen und die Referees zogen Rot. Die Entscheidung war falsch, da sich Pierre Busch a) bewegt hatte und b) wie der TVG sagte, der Ball am Oberkörper des Abwehrspielers aufprallte. Egal wie, die Entscheidung war falsch. Richtig war hingegen, dass der TVG die nächsten 30 Minuten ohne Adrian Kammlodt auskommen musste.

Doch von Anfang an. Der TV Großwallstadt kam gut in die Partie, Lars Röller traf zum 1:0 und kurz danach stand es 4:2. TVG-Torhüter Petros Boukovinas war von Anfang an da, hielt was zu halten war und krönte seine überragende Leistung mit 18 Paraden. War es hinten Petros Boukovinas, der brillierte, war es vorne Finn Wullenweber. Ihn bekam Hagen nicht in den Griff und er glänzte mit neun Toren. Am Ende sollte dies aber alles nicht reichen.

Die Defensive stand  – wie bereits in Bietigheim –  sicher und zwang den Gegner zu Fehlern. Dennoch ließ der VfL niemals abreißen und ging sogar in der 16. Spielminute durch den ehemaligen TVG-Spieler Pierre Busch mit 9:8 in Führung. Mit einem 3:0-Lauf übernahmen die Gäste wieder das Zepter, verpassten es in dieser Phase allerdings, den Vorsprung auszubauen. Die Gastgeber nutzten die Gelegenheit und glichen zum 12:12 aus. Als dann mit dem Pausenpfiff Adrian Kammlodt zu einem direkten Freistoß antrat, kam es zum o. a. Aufreger des Abends.

TVG führte gleich mit 14:12

Nach dem Wechsel kamen die Gäste super in die Partie. Lars Röller und Finn Wullenweber erhöhten auf 14:12, doch Hagen blieb dran. Immer wieder kam es zu einem Remis. Dann nutzte der Gastgeber die Gunst der Stunde und drehte den Spielstand zehn Minuten vor Schluss auf 20:19. Am Ende gab der TVG noch einmal alles, aber der VfL nutzte den Heimvorteil und die Fehler des Gegners für sich und feierte letztlich den nächsten Sieg. Am Ende sicherlich auch verdient, da der TVG in den letzten zehn Minuten eine schwache Leistung zeigte, die den durchaus möglichen Erfolg gekostet hat.

 

 

Das Bild, das Finn Wullenweber @finnwullweb zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Jüngst haben wir Euch darüber informiert, wie es dem ehemaligen Großwallstädter Torhüter Martin Galia geht und was er derzeit beruflich alles stemmt. Der sympathische “Tausendsassa” ist Torhüter-Trainer bei den tschechischen Nationalteams der Damen und Herren, ist gleichzeitig dritter Torhüter in der Nationalmannschaft. Auch in seinem Verein HCB Karvina, einem der erfolgreichsten Vereine des Landes, steht Martin Galia zwischen den Pfosten, ist dort zusätzlich Torhüter-Trainer. Er ist fast eine Torhüter Legende in seinem Land und genießt ein großes Ansehen. Und wir hatten Euch zeitnah einen Podcast mit dem Vollblut-Handballer angekündigt. Dieser Podcast muss jetzt allerdings etwas warten, denn es gibt keine guten Neuigkeiten von Martin Galia.

Er hat sich vor ein paar Tagen im Ligaspiel mit seinem Verein HCB Karvina die Bizepssehne am linken Arm gerissen, ist mittlerweile schon operiert, muss aber jetzt lange pausieren.

“Das dauert sicher sechs Monate, bis alles wieder gut verheilt ist”, sagt Martin Galia und ist sichtlich geknickt. Und weiter: “Es ist nicht einfach für mich, damit zu leben. Aber ich habe keine Schmerzen und es wird sicher alles wieder.” Für ihn ist damit die Saison beendet und seine Mannschaft muss die letzten Spiele ohne ihn auskommen. Er befindet sich nun in Reha und wir drücken ihm die Daumen, dass alles gut verheilt und er bald wieder fit ist. Ab Montag ist er mit der tschechischen Damen Nationalmannschaft unterwegs zu Quali Spielen. Gegner ist Niederlande.

 

 

 

 
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Wie Handball Drttligist HSG Hanau in einer Pressemitteilung bekannt gab, bleibt Kreisläufer David Rivic ein weiteres Jahr bei der HSG Hanau. Verein und Spieler haben sich auf eine Vertragsverlängerung bis zum 30. Juni 2025 geeinigt. Damit schließen die Grimmstädter schon frühzeitig die Kaderplanung auf der Kreisläuferposition ab und sehen sich für die kommende Drittliga-Saison gut aufgestellt. Neben Rivic verlängerte jüngst auch Eigengewächs Nils Schröder und der Vertrag von Abwehrkante Dziugas Jusys läuft ohnehin noch ein weiteres Jahr.

„Als Verein sind wir sehr froh, dass David hier für ein weiters Jahr verlängert“, sagt der sportliche Leiter der HSG Hanau, Reiner Kegelmann über den 25-jährigen, Kreisläufer, der gerade frisch seinen Masterabschluss in molekularer Chemie in der Tasche hat. „Leistungssport und der Einstieg ins Berufsleben werden sicherlich eine Belastung für ihn, aber er stellt sich dieser Herausforderung und wir als HSG haben in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass unsere Spieler Handball auf Spitzenniveau und Vollzeittätigkeit bei uns gut kombinieren können. Das zeichnet uns aus.“

In der laufenden Saison 2023/24 kam David Rivic in bislang 15 von 18 möglichen Partien zum Einsatz und erzielte 42 Treffer. In besonderer Erinnerung bleibt den HSG-Fans sein Auftritt im vergangenen November, als er beim 37:33-Heimsieg gegen die Bergischen Panther zehn Tore beisteuerte. Dabei war der Wühler, der sich regelmäßig durch die gegnerische Abwehrreihen tankt, am Kreis kaum zu stoppen.

David Rivic freut sich auf die kommende Zeit

“Das Umfeld, die Unterstützung der Fans und die gemeinsamen Erfolge haben mich immer wieder motiviert mein Bestes zu geben. Der Zusammenhalt des Teams und der Fans, der sich über die letzten Saisons gestärkt hat, war für mich ein wesentlicher Bestandteil für meine Entscheidung, den Weg mit der HSG fortzuführen“, erklärt David Rivic. „Deshalb freut es mich, eine weitere Saison ein Teil des Vereins zu sein und meinen Teil zum Erfolg beitragen zu können.”

„David ist als Spielertyp unser Gegenstück zu Nils Schröder und Dziugas Jusys am Kreis. Er hat einen eher tieferen Schwerpunkt und ist schnell und wendig“, so HSG-Cheftrainer Hannes Geist. „Vor allem aber zeigt er immer 100% Trainingseinsatz und geht im Team vorweg. Ich freue mich sehr, dass wir diesen tollen Menschen für ein weiteres Jahr an unsere HSG Hanau binden konnten.“

David Rivic wechselte im Sommer 2020 von der HSG Bieberau/Modau nach Hanau. Zuvor spielte er auch für die TSG Bürgel. Mit der HSG Hanau feierte er 2023 die südwestdeutsche Meisterschaft in der dritten Liga und nahm an der Aufstiegsrunde teil.

 

Das Bild, das den Spieler mit Trainer Hannes Geist zeigt, hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.