Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball-Drittligist HSG Hanau in einer Pressemitteilung mitteilte, verlässt Torhüter Can Adanir den Verein zum Saisonende. Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass er sich dem Ligakonkurrenten TuS Ferndorf anschließen wird.

 

Nachfolgend die Pressemitteilung des Vereins:

Torhüter und Eigengewächs Can Adanir wird die HSG Hanau nach der Saison 2023/24 verlassen. Der 24-Jährige wechselte im Sommer 2022 zurück zu seinem Jugendverein in die Grimmstadt. Nach zwei Jahren will der gebürtige Babenhäuser im kommenden Sommer seinen sportlichen Werdegang bei einem anderen Verein fortsetzen.

Adanir, der bereits als 17-Jähriger sein Debüt in der ersten Mannschaft der HSG Hanau gab, war ein wichtiger Rückhalt der sich im Umbruch befindlichen Mannschaft. Auch dank ihm qualifizierten sich die Grimmstädter 2022/23 zum dritten Mal in Folge für die Aufstiegsrunde zur zweiten Handball-Bundesliga.

Aufgrund einer im Frühjahr 2023 erlittenen Herzmuskelentzündung konnte er seine Entwicklung und seine konstant guten Leistungen in diesen weiterführenden Spielen nicht einbringen. Auch für ihn spielten die Grimmstädter eine starke Aufstiegsrunde, mit unter anderem Siegen über Ferndorf und Emsdetten. Nach acht Spielen belegte die HSG damals einen guten fünften Tabellenplatz, punktgleich mit dem derzeitigen Konkurrenten HSG Krefeld Niederrhein und vor dem TuS Ferndorf.

Adanir 2018 zu den Rhein Neckar Löwen

Zum ersten Mal verließ Can Adanir die Handballspielgemeinschaft im Sommer 2018, als er sich den Rhein-Neckar Löwen anschloss, doch der Kontakt nach Hanau riss nie ab. Nach Einsätzen in der Champions-League sowie in der ersten und zweiten Bundesliga, wechselte Can Adanir zurück zu seinem Jugendverein. Nach intensiven Gesprächen mit Trainer Hannes Geist und dem sportlichen Leiter Reiner Kegelmann entschied sich Adanir im Sommer 2022 gegen Angebote anderer Drittligisten und für die Rückkehr in die Brüder-Grimm-Stadt. Kurz vor seinem Wechsel hatte er noch einen großen Anteil, dass sein ehemaliger Arbeitgeber, der TV Großwallstadt, in einem Herzschlagfinale den Klassenerhalt in der zweiten Liga sicherte.

In der aktuellen Saison findet der gebürtige Babenhäuser immer mehr zu seiner Form zurück und überzeugt mit wichtigen Paraden. Seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag verlängerte Adanir nicht und möchte sich sportlich neu orientieren. „Die vergangenen eineinhalb Jahre in Hanau haben mir viel gegeben. Ich konnte viel Spielpraxis sammeln, dem Team ein wichtiger Rückhalt sein und meine sportliche Entwicklung vorantreiben“, so Can Adanir. „Nun möchte ich jedoch ein neues Kapitel aufschlagen und den nächsten Schritt gehen.“

„Es ist sehr schade, dass Can den gemeinsamen Weg mit uns nicht fortführt. Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht“, führt der sportliche Leiter Reiner Kegelmann aus. „Doch seine gezeigten Leistungen und seine bisherige Entwicklung sind anderen Vereinen nicht verbogen geblieben. In dem ambitioniertem Spitzensportbereich, in den sich die HSG Hanau in die letzten Jahre hineinentwickelt hat, gehört so ein Wechsel leider dazu.“ HSG-Trainer und Geschäftsführer Hannes Geist meinte: “Klar, hätten wir gerne mit Can weitergemacht. Er ist ein starker Rückhalt. Doch mit seinen Leistungen hat er auf sich aufmerksam gemacht. Es gab immer eine offene Kommunikation.” Und weiter: „Trotz des Abgangs werden wir unseren Weg und unsere Entwicklung fortsetzen. Wir haben ein williges und ehrgeiziges Team, ein vorbildlich unterstützendes Umfeld und werden unseren eingeschlagenen Weg weiter fortsetzen.“

Torhüter Can Adanir fügte an: „Bis zum Saisonende werde ich alles in die Waagschale werfen, damit wir so viele Spiele wie möglich erfolgreich gestalten und noch viele gemeinsame Handballfeste in der Main-Kinzig-Halle feiern. Am Ende möchte ich meinen Beitrag zum Erreichen unserer gesteckten Ziele geleistet haben.“

 

 

Das von von Adanir hat uns der HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Oberliga Hessen muss Spitzenreiter TV Kirchzell bei der SG Bruchköbel antreten. Die Tuspo Obernburg empfängt daheim den Aufsteiger HSG Großenlüder-Hainzell. Beide spielen am Sonntag um 17 Uhr bzw. um 17.30 Uhr.

 

TV Kirchzell fährt nach Bruchköbel

Spitzenreiter TV Kirchzell musste vergangene Woche einen Punkt gegen Breckenheim/Wallau/Massenheim abgeben. Trotzdem führen die Kirchzeller nach elf Spieltagen souverän mit 21:1 Punkten die Tabelle an. Ärgster Verfolger ist Groß-Bieberau mit 20:2 Zählern, gefolgt von Gensungen/Felsberg, die allerdings schon drei Niederlagen zu verzeichnen haben.

Nun muss der TVK beim Vorletzten SG Bruchköbel antreten. Die Mannschaft von Tegaday Ramos Nuez kann bisher nur auf einen Sieg und zwei Unentschieden zurückgreifen. Der Rest ging verloren. Das Tabellennachbarschaftsduell gewann Bruchköbel bei der HSG Kleenheim-Langgöns, Remis gab es gegen Hanau II und Großenlüder/Hainzell. Allerdings soll das die Gäste nicht kümmern. Sie sollten sich auf sich konzentrieren, damit die zwei Spiele vor der Weihnachtspause erfolgreich gestaltet werden können. “Die SG hat eine kompakte Mannschaft und mit den Rückraumspielern Fynn Broßmann und Sergey Zutic zwei gute Akteure. Doch wir sollten stark genug sein, um aus Bruchköbel die Punkte zu entführen”, sagt TVK-Trainer Andi Kunz. Weiter sagt der Coach, dass sie sehr konzentriert agieren und Gas geben wollen. “Die SG spielt mit viel Zug zum Tor und mit viel Leidenschaft.” Ob Tom Spieß beim TVK nach überstandener Verletzung und zuletzt Krankheit wieder mit dabei sein wird, zeigt sich erst kurzfristig.

 

Letztes Heimspiel des Jahres 2023

Zum letzten Heimspiel des Jahres 2023 empfängt die Tuspo Obernburg den Aufsteiger HSG Großenlüder-Hainzell in der Obernburger Valentin Ballmann-Halle. Der  souveräne Aufsteiger der Landesliga Nord erwischte einen sehr gebrauchten Start in die Saison, hatte und hat mit vielen Personalsorgen zu kämpfen und ist nach elf Spielen bereits abgeschlagen mit 1:21 Punkten Letzter in der Tabelle.

Trainer Matthias Deppe musste mit seiner Mannschaft teilweise sehr deutliche Niederlagen einstecken und stellt die bislang schwächste Abwehr der Oberliga. Aber die Mannschaft aus dem Landkreis Fulda hat mit dem Außenspieler Dominik Malolepszy, dem Bruder von Jonathan, der in der dritten Liga beim TV Gelnhausen spielt, und mit dem Rückraumschützen Henrik Dimmerling zwei starke Akteure in ihren Reihen. Wer die Gäste nicht ernst nimmt, könnte sicher bitter bestraft werden. Im Auswärtsspiel in Bürgel verloren die Gäste nur knapp mit 34:35 und im letzten Heimspiel gegen Hüttenberg II gab es eine 27:31-Niederlage, was zeigt, dass das Schlusslicht sich wohl in der Oberliga etwas gefunden hat. Allerdings darf sich die Tuspo nicht am Tabellenstand der Hessen orientieren und muss mit viel Leidenschaft und Kampfgeist die 60 Spielminuten bestreiten.

 

 

Das Bild von Tim Häufglöckner hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

 

 

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Am Sonntag tritt Rollstuhl-Basketball-Erstligist ING Skywheelers um 14 Uhr im Achtelfinale des DRS-Pokals an. Die Rollstuhl-Basketballer vom Main sind bei den Allianz Rollers Ulm zu Gast.

Die Rollers Ulm sind in der 2. RBBL ein wahres Schwergewicht und sind nicht selten ein wirklicher Prüfstein für angehende Aufstiegskandidaten. Mit Luca Holstein verfügen sie über einen jungen, athletischen Center, der mit Doppellizenz für den BBC Münsterland spielt. Dem nicht genug, treffen die Hessen auf einen ihrer früheren Spielgefährten. Anton Welschof, der in der Saison 21/22 ein Korbjäger der Skywheelers war, wechselte aufgrund seiner Ausbildung in der Saison 22/23 in die zweite Mannschaft und ist Teil der U19-Nationalmannschaft unter Sebastian Wolk. In dieser Spielzeit ist er zu den Ulmern gewechselt.

Ein Spiel, welches tatsächlich ein wenig Brisanz in sich birgt. Die ING Skywheelers investieren reichlich Zeit in die Vorbereitung auf diese Begegnung, da sie als Favoriten gegen den Zweitligisten ins Spiel gehen. Der Wille, dieses Spiel möglichst siegreich zu gestalten, ist groß. Denn dieses Spiel könnte ein Wendepunkt in dieser Saison sein, insbesondere im Hinblick auf die kommenden Aufgaben im Ligaspielbetrieb. Es könnte die Initialzündung sein, um die Pechsträhne der Skywheelers umzukehren. Gespannt darf man sein, wie sich die Gäste in Ulm präsentieren und wie gut sich die Neuverpflichtungen ins Teamgefüge integriert haben.

 

Das Bild, das Spielertrainer Chris Spitz zeigt, haben uns die Skywheelers zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am vergangenen Donnerstag traf Handball Zweitligist TV Großwallstadt auf das Spitzentem des 1. VfL Potsdam und musste sich trotz einer überzeugenden Leistung mit 30:36 (15:17) nach großem Kampf geschlagen geben. Mit diesem Erfolg setzte sich Potsdam erneut an der Tabellenspitze fest. TVG-Trainer Michael Roth war nach dem Schlusspfiff sehr angetan von der Leistung, die seine Mannschaft zeigte und sagte: “„Ich bin superstolz auf das Team. Am Ende hat man gemerkt, dass uns drei Rückraumspieler gefehlt haben. Dann kamen noch die Roten Karten dazu. Das war zu viel. Wir müssen uns jetzt sammeln und versuchen, am Sonntag in Vinnhorst wieder zwei Punkte zu holen.“

Dass es kein leichtes Unterfangen werden würde, gegen die Mannschaft von Trainer Bob Hanning zu siegen, war aus verschiedenen Gründen absehbar. Zum einen waren die Brandenburger seit elf Spielen ungeschlagen, haben drei Handballer in ihren Reihen, die sich im Sommer 2023 mit der U21-Nationalmannschaft den WM-Titel geholt haben und auch im Erstliga-Team der Füchse Berlin regelmäßig überzeugen. Zudem führt Rückraum-Akteur Max Beneke aktuell die Torschützenliste der zweiten Bundesliga an. Und zum anderen musste der TVG die Ausfälle wichtiger Rückraumspieler verkraften. Adrian Kammlodt, Finn Wullenweber und Stefan Salger standen aufgrund verschiedener Verletzungen nicht im Kader und Mario Stark stand erst einige Minuten nach Spielanpfiff dem Trainer zur Verfügung. Er wurde an diesem Tag zum zweiten Mal Papa. Herzlichen Glückwunsch an die Familie Stark!

Stefan Kretzschmar und Wolfgang Schüßler, die gute Seele des TVG

Dezimierter Kader sorgt zunächst für Überraschung

Michael Roth stand also nur ein sehr schmaler Kader zur Verfügung, der allerdings für Überraschung sorgen sollte. Der TVG kam unter den Augen von Stefan Kretzschmar, Vorstand Sport beim Erstligisten Füchse Berlin, gut ins Spiel, führte schnell mit 2:0 und Torhüter Petros Boukovinas hatte gleich zwei Paraden zu verzeichnen. Der TVG-Coach überraschte die Gäste mit unterschiedlichen Abwehrformationen und auf diese musste sich Potsdam erst einstellen. Beim 7:4 (10.) nahm Bob Hanning seine erste Auszeit und sagte seinen Jungs, dass das was sie spielen, mit Bundesliga-Handball nichts zu tun hätte. Eine klare Ansage. Sein Team spielte anschließend besser und schnell stand es 7:7 – 13. Wenig später hieß es 7:9 und nun nahm Michael Roth seine Auszeit und mahnte seine Jungs mit Mut weiter zu spielen. Bis zum 14:14 waren sich beide Mannschaften ebenbürtig. Zwei technische Fehler, ein verschossener Freier seitens der Gastgeber und es ging mit 15:17 in die Pause.

Potsdam legte nach

Wolfgang Schüßler mit “Schiedsrichter-Chefin” Jutta Ehrmann-Wolf und Schiedsrichter-Beobachter Thorsten Zacharias

Nach dem Seitenwechsel legte Potsdam direkt nach (18:15), aber die Hausherren blieben dran und waren beim 18:19 gut dabei. In der Folge handelte sich Florian Mohr eine Rote Karte nach einem Foul an Orlov ein und damit wurde die Auswechselbank noch dezimierter. Es stand 20:24 und es war unglaublich mit anzusehen, mit welch einem Selbstverständnis die junge Mannschaft von Bob Hanning spielte. Aber es war auf der anderen Seite genauso gut zu sehen, wie sich der TVG regelrecht zerriss und aufopferungsvoll kämpfte. In der 45. Minute stand es 24:25 und in der Zwischenzeit hütete Jan-Steffen Minerva das Tor des TVG. Die Gäste legten einen 4:0-Lauf hin und zogen wieder auf 29:25 davon. Wieder nahm Michael Roth die Auszeit und Kapitän Dino Corak sagte: “Jungs, wir sind ko, ich weiß. Aber wir haun noch einmal alles rein. Entweder es klappt oder wir gehen unter.” Ehrliche Worte des Kapitän. Aufgeben war für keinen der TVG-Akteure eine Option. In den letzten zehn Spielminuten gaben die Hausherren noch einmal alles. Dann sah Florian Eisenträger Rot nach einem Foul an Sauter (52.) und damit war es wieder einer weniger. Am Ende verließen die restlichen TVG-Akteure dann zusehends die Kräfte, so dass das junge Team aus Potsdam verdient den Sieg mit nach Hause nahm.

 

 

 

Das Beitragsbild zeigt Maxim Schalles und das hat uns der TVG zur Verfügung gestellt.

Die zwei weiteren Bilder sind von Wolfgang Schüßler. Danke bei allen zur Bereitstellung der Bilder.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Beim Leistungstest des Deutschen Ruderverbandes geht es am Samstag über 2.000 Meter auf dem Ergometer zur Sache und am Sonntag geht es dann über die Sechs-Kilometer-Distanz auf dem Dortmund-Ems-Kanal. Insgesamt sind 541 Boote auf der Dortmunder Langstrecke.

So steht es in einer Pressemitteilung zu lesen. Weiter heißt es:

Am Wochenende findet bei Temperaturen um den Gefrierpunkt der erste große DRV-Leistungstest der Saison in Dortmund statt. Beim Ergometertest über 2.000 Meter und auf der Langstrecke über sechs Kilometer wollen die Athletinnen und Athleten bei den Trainerteams ihre Visitenkarte hinterlassen. Der vom RC Hansa Dortmund in Kooperation mit dem Stützpunkt Dortmund für den Deutschen Ruderverband ausgerichtete Wettkampf startet am Samstag und Sonntag jeweils um 9 Uhr.

Gigantische Zahlen

Hinter dem Wettkampf-Wochenende stecken gigantische Zahlen. Am Samstagvormittag, wenn vornehmlich U17-Boote des NRW-Ruderverbandes ins Langstreckenrennen gehen, sind 189 Boote gemeldet. Der Ergotest läuft ab 9 Uhr zeitgleich im Stützpunkt Dortmund. Insgesamt 338 Sportlerinnen und Sportler absolvieren an diesem Tag die 2.000-Meter-Distanz auf dem Ergometer, jeweils in Zwölfergruppen, im 15-Minuten-Rhytmus wird gewechselt. Gegen 16 Uhr soll die letzte Gruppe starten. Die Strecke auf dem Dortmund-Ems-Kanal steht derweil ab Mittag bis zum Sonnenuntergang als Trainingsmöglichkeit zur Verfügung, denn am kommenden Tag geht es dort hoch her.

Am Sonntag steht die Dortmunder Langstrecke auf dem Plan. Insgesamt 260 A-Boote sind gemeldet, davon 41 Zweier aus dem Männer-Riemen-Bereich, dazu 61 Einer und 47 aus dem Leichtgewichtsbereich; bei den Frauen 31 Zweier, 45 Einer und 28 Leichtgewichts-Boote; außerdem sieben Boote aus dem Para-Bereich. Auch 92 Boote aus dem U19-Bereich gehen ins Rennen. Den Startschuss setzen die Para-Sportler um 9 Uhr, anschließend gehen die Zweier aus dem Männer-Riemen-Bereich hintereinander aufs Wasser, für die es auch um die Teilnahme am ersten Rudertrainingslager der olympischen Saison geht.

Über 100 Helfer

Für den ausrichtenden Verein RC Hansa Dortmund bedeutet das Wochenende ein großer Kraftakt, rund 100 Ehrenamtliche helfen mit aus – vom Auf- und Abbau über Zeitnehmer und Bootslager bis zum Ruder-Café. Dazu kommt die Logistik, denn insgesamt 541 Boote müssen untergebracht werden. Da fällt jede Menge Arbeit an, aber das über die Jahre eingespielte und gewachsene Organisationsteam um Regattaleiter Hilrich Alexander Bücker hat bislang noch jede Herausforderung gemeistert.

Live-Zeiten im Internet

Die Dortmunder Langstrecke wird schon jahrzehntelang ausgetragen und ist seit den 1990er-Jahren auch einer der DRV-Leistungstests. Über die Zeit hat sich viel verändert. Angefangen wurde mit Excel-Listen und Telefonübertragung. Mittlerweile hat das Team eine Software entwickelt, welche selbst die Zwischenzeiten in Echtzeit überträgt. Wer sich von den modernen Möglichkeiten selbst überzeugen möchte, kann die Zeiten im Internet über www.hansa.regatta-timer.de live verfolgen oder sich über www.langstrecke-dortmund.de weiter informieren.

 

Das Bild hat uns das Team Deutschland Achter, Carsten Oberhagemann, zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

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Die Verletzungsmisere beim Handball Zweitligisten TV Großwallstadt hält an. Zwei Tage bevor es zu Hause gegen den Spitzenreiter VfL Potsdam geht, hat es nun auch Stefan Salger erwischt. Der 27-Jährige hat sich im Spiel gegen GWD Minden am Fuß verletzt und musste humpelnd vom Platz. Mittlerweile ist die Diagnose da. Der Linkshänder hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen und wird Trainer Michael Roth die kommenden Spiele nicht zur Verfügung stehen.

Diese Nachricht ist eine ganz bittere Pille für den TVG, der aktuell auch den Ausfall der beiden Rückraum-Akteure Adrian Kammlodt und Finn Wullenweber zu verkraften hat. Adrian Kammlodt wurde aufgrund eines Außenbandabrisses operiert und fällt mindestens bis zum Jahresende aus, Finn Wullenweber laboriert an einem Bluterguss im Oberschenkel, nimmt derzeit nicht am Training teil, sondern befindet sich in physiotherapeutischer Behandlung.

Die Verletzungsmisere kommt vor dem Spiel gegen das starke Team aus Potsdam denklich ungelegen, dennoch versucht der Verein positiv zu bleiben. Trainer Michael Roth ist nicht gerade begeistert über die aktuelle Lage, gibt sich aber dennoch zuversichtlich: „Jetzt hat es uns voll erwischt mit wichtigen Spielern, die ausfallen. Alle drei Akteure sind natürlich Leistungsträger. Allerdings haben wir bereits in Minden bewiesen, dass die ganze Mannschaft intakt ist, jeder Spieler auf dem Platz für sein Team kämpft. Wir müssen jetzt halt noch enger zusammenrücken – Mannschaft, Fans, der ganze Verein. Die Jungs müssen innerhalb der Mannschaft Dinge kompensieren. Ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen. Wir lassen uns immer wieder was Neues einfallen. Ich hoffe, dass alle möglichst schnell wieder zurückkommen, da jetzt zum Jahresende natürlich eine ganz wichtige Zeit ist und wir vor Weihnachten noch so viele Punkte wie möglich sammeln wollen.“

 

 

Das Bild von Stefan Salger hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

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Bevor es Mitte Dezember in die wohlverdiente Winterpause geht, hat das Kleeblatt schöne Neuigkeiten zu verkünden. Die SPVGG GREUTHER FÜRTH hat die Verträge mit Cheftrainer Alex Zorniger und seinem Assistenten Jurek Rohrberg verlängert.

Lest nachfolgend die Pressemitteilung des Vereins:

Kontinuität beim Kleeblatt. Die zum Saisonende auslaufenden Verträge von Cheftrainer Alex Zorniger und seinem Assistenten Jurek Rohrberg sind um zwei Jahre bis Juni 2026 verlängert worden. „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung, die wir seit dem Amtsantritt von Alex genommen haben. Ich schätze die Zusammenarbeit mit Alex, seinen Antrieb und wie er unseren Verein lebt“, erklärt Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi. Vor etwas mehr als einem Jahr übernahm Alex Zorniger in Fürth und führte das Kleeblatt von Platz 18 noch auf den zwölften Rang. In dieser Saison steht die Spielvereinigung nach 14 Spieltagen auf dem fünften Tabellenplatz und hat zuletzt vier Siege in Folge eingefahren.

Alex Zorniger freut sich auf weitere Jahre

„Ich freue mich auf weitere Jahre beim Kleeblatt, denn ich habe das Gefühl, dass hier etwas entsteht. Das Vertrauen und der Austausch mit den verantwortlichen Personen um Rachid Azzouzi und Holger Schwiewagner zeigt mir, dass ich in Fürth an der richtigen Stelle bin“, erklärt Alex Zorniger zu seiner Verlängerung und führt aus: „Wir haben uns mit der jüngsten Mannschaft der Liga auf einen Weg begeben, der noch lange nicht zu Ende ist. Ich bin überzeugt davon, dass wir noch große Entwicklungsschritte gehen werden. Wir haben vom ersten Tag an von der Geschäftsstelle bis zum gesamten Staff hin ein großartiges Umfeld vorgefunden, was mich bei der täglichen Arbeit in allen Bereichen unterstützt. Auch der Austausch mit den Fans zeigt uns, dass wir am richtigen Platz sind. Wir spüren den Support, der vor allem hier in Fürth enorm wichtig ist.“

 

Das Bild, das Alex Zorniger zeigt, hat uns das Kleeblatt, Immanuel Kästlen, zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

In der zweiten Handball Bundesliga hat der TV Großwallstadt beim Erstliga-Absteiger GWD Minden seinen zweiten Auswärtssieg der Saison mit 30:29 (14:9) eingefahren und damit eine kleine Serie hingelegt. Dabei musste Trainer Michael Roth neben Adrian Kammlodt und den noch angeschlagenen und nur sporadisch einsetzbaren Finn Wullenweber auch noch auf seinen Spielgestalter Mario Stark verzichten. Er und seine Frau erwarten ihr zweites Kind.

Der TVG begann gut, überraschte Minden mit einer sehr offensiven Abwehr, die den Hausherren überhaupt nicht schmeckte und mit der sie nicht zurecht kamen. So produzierten sie Fehler über Fehler, spielten wirklich schlecht. Die Gäste hingegen mit einem guten Petros Boukovinas im Tor machten ihre Sache richtig gut, führten schnell mit 5:2. Als TVG-Kapitän Dino Corak das 11:7 markierte, musste GWD-Coach Adalsteinn Eyjolfsson bereits seine zweite Auszeit nehmen (22.). Mit 14:9 ging der TVG in die Kabinen.

GWD steigerte sich

Nach Wiederbeginn knüpften die Gäste an ihre gute Leistung der ersten 30 Minuten an und führten schon mit 16:10. Doch anschließend ließen beim TVG die Kräfte nach. Es schlichen sich einige Unkonzentriertheiten ein, die die Hausherren nutzten, um den Anschluss zu erzielen. Doch noch führte der TVG mit 20:17 und in der 55. Minute mit 27:24. Allerdings lief jetzt nicht mehr viel zusammen und die Partie wurde noch einmal richtig spannend. Trainer Michael Roth schickte nun Jan-Steffen Minerva ins Tor (56.). Dieser hielt sehr gut. Trotzdem war in der 59. Minute der 29:29-Ausgleich da und die Begegnung stand auf der Kippe. Görkem Bicer war es vom Punkt vorbehalten, das 30:29 (59.02 Minuten) für sein Team zu erzielen und damit war der zweite Auswärtssieg unter Dach und Fach.

Damit hatten die Spieler ihrem Geschäftsführer Michael Spatz ein schönes vorgezogenes Geburtstagsgeschenk gemacht, denn er wurde am darauffolgenden Samstag 41 Jahre jung. Nachträglich noch einmal alles Gute!

 

 

Das Bild von Simon Strakeljahn hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

 

 

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In der Handball Oberliga Hessen musste der TV Kirchzell seinen ersten Punkt gegen Breckenheim/Wallau/Massenheim abgeben. Die Tuspo hatte in Münster das Nachsehen, während Groß-Bieberau das Topspiel gegen Gensungen für sich entschied.

 

Erstes Unentschieden für den TV Kirchzell

Gegen die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim reichte es daheim für die Kirchzeller diesmal nicht zum Sieg und beide Mannschaften trennten sich nach spannenden 60 Spielminuten mit 24:24 (12:12). Dabei sah es für die Hausherren kurz vor Schluss beim 24:21 nach einem weiteren Erfolg aus. Doch am Ende hat es nicht sein sollen.

Die Kirchzeller mussten erneut ohne Tom Spieß antreten. Aber auch die Gäste kamen nicht vollzählig. Es entwickelte sich von Beginn an ein kampfbetontes Spiel, in dem sich beide Mannschaften bis zum 4:4 ebenbürtig waren. In der Folge übernahmen die Hausherren das Zepter, führten in der 19. Minute mit 9:5. Aber die Gäste waren nicht gewillt, es dem Spitzenreiter einfach zu machen, kamen heran und mit 12:12 ging es in die Halbzeitpause.

Umkämpfte zweite Hälfte

Auch die zweiten 30 Minuten waren bis zum Schluss umkämpft, wobei nach dem 14:14 die Gäste sogar kurz mit 15:14 in Front lagen. Immer wieder war es Ievgen Zhuk, der für seine Farben vorlegte und von zwölf Strafwürfen zehn traumhaft sicher verwandelte. So stand es in der 40. Minute 18:15. Allerdings ließen sich die Ländches-Spieler nicht abwimmeln – 20:20, 49. Minute. “Wenn die HSG so richtig Bock hat, dann tut sie jeder Mannschaft richtig weh”, sagte TVK-Trainer Alex Hauptmann. Es war der typische Abnutzungskampf, den die Hausherren allerdings in der 54. Minute beim 24:21 in ihre Richtung dirigierten. Die Kirchzeller erzielten sogar das 25:21 – und das wäre vielleicht die Entscheidung gewesen. Doch die Schiris sahen es anders, entschieden auf Stürmerfoul und nahmen das Tor zurück. “Nun kam die Phase, wo wir drei klare Chancen liegen lassen”, sagte Alex Hauptmann. Der Gast machte es besser und kam zum Ausgleich. Der sonst so sichere Siebenmeter-Schütze Ievgen Zhuk brachte den letzten Strafwurf, den die Schiedsrichter dem TVK zusprachen, nicht im gegnerischen Tor unter. Aus. Vorbei.

Doch das Unentschieden ist jetzt auch kein Beinbruch und noch ist nichts passiert. Wenn man bedenkt, dass die Kirchzeller seit Wochen einen Brocken nach dem anderen aus dem Weg räumen und mittlerweile auf dem Zahnfleisch gehen, ist der Mannschaft überhaupt kein Vorwurf zu machen. 21:1 Punkte stehen nach elf Partien an, Groß-Bieberau hat 20:2 und Gensungen 16:6. Bleibt abzuwarten, wie der TVK die letzten zwei Begegnungen vor der Weihnachtspause gestaltet.

 

 

Tuspo verliert deutlich in Münster

Ohne Louis Markert, Jonas Riecke und Tom Müller musste die Tuspo Obernburg am Samstagabend beim starken Aufsteiger TSG Münster antreten und verlor am Ende mit 22:30 (11:15). Trotzdem ging die Mannschaft von Trainer Rudi Frank sehr motiviert in die Partie und führte nach drei Minuten mit 2:1. In den folgenden Minuten kamen die Gastgeber mit ihren drei Bundesliga-erfahrenen Spielern besser ins Spiel und die Römerstädter scheiterten immer wieder an Johannes Jepsen, dem starken Torhüter der TSG. Aber auch in der 20. Spielminute war beim 9:8 das Spiel noch sehr ausgeglichen und drei Minuten vor der Pause nahm Trainer Frank beim 13:10 für Münster eine Auszeit. Die sehr aggressive Abwehr der Hausherren ließ bis zur Halbzeit aber nichts mehr zu und dem Tuspo-Angriff fehlte an diesem Tag die Durchschlagskraft, so dass es mit einem Spielstand von 15:11 in die Kabinen ging.

Rot für Niklas Geck

Die zweiten 30 Minuten begannen für die Tuspo denkbar schlecht, als Niklas Geck nach einem Foul in der 33. Minute die Rote Karte sah. Die TSG dominierte zu diesem Zeitpunkt das Spiel allerdings relativ deutlich und lag nach 40 Minuten mit 20:15 in Führung. Linkshänder Tobias Raab, der in der ersten Hälfte etwas “abgemeldet” war, kam nun immer besser zum Zug und konnte die Tuspo mit drei Toren in Folge zum 19:23 (47.) etwas heranbringen. Martin Bieger und Thomas Keck sorgten für das 21:23 – und nun sah es ganz gut aus. Als der eingewechselte Obernburger Torhüter Jonathan Bausch anschließend noch einen Siebenmeter parierte, hatte die Tuspo alle Karten in der Hand um das Spiel für sich zu entscheiden. Doch die routinierten Gastgeber machten noch einmal Druck und kamen nach dem 25:22 mit fünf Toren in Folge in den letzten Minuten zum etwas zu deutlichen 30:22-Sieg.

Trainer Rudi Frank sagte nach dem Spiel: „ Bis zur 51. Minute konnten wir das Spiel offen halten, aber dann sind uns die Kräfte ausgegangen. Wir waren trotzdem näher an Münster dran, als das Endergebnis vermuten lässt. Das Fehlen einiger Stammspieler und die frühe Rote Karte haben uns natürlich nicht geholfen. Jetzt wollen wir aber die letzten zwei Spiele vor der Winterpause unbedingt gewinnen.“

 

 

Falken siegen im Top-Spiel

Die Begegnung zwischen dem Tabellenzweiten und Dritten versprach viel Spannung und Dramatik, denn nur der Sieger konnte dem Tabellenführer Kirchzell auf den Fersen bleiben. Dabei standen die Gäste noch mehr unter dem Druck des „gewinnen Müssens“, weil sie bereits zwei Niederlagen auf dem Konto haben und bei einer weiteren Niederlage vorerst aus dem Meisterschaftsrennen ausscheiden würden. Doch auch auf den Falken lastete diese Bürde. Am Ende gewann die TSG mit 28:25 (17:15).

Beide Teams lieferten sich eine sehenswerte und hochklassige Partie. In den ersten 15 Minuten erspielte sich keine Mannschaft einen nennenswerten Vorteil, die Führungen wechselten ständig, bis Robin Hübscher erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung für die Falken in der 16. Minute erzielte. Doch das beeindruckte die Gäste nicht sonderlich und so zogen sie kurz darauf wieder gleich und konnten sogar in der 24. Minute mit 13:11 in Führung gehen. Aber auch die Falken kämpften sich wieder heran, der gut aufgelegte Robin Büttner verwandelte sicher einen Siebenmeter und Torhüter Marko Ivankovic nutzte die Zeitstrafe von Gensungens Wachs mit einem gezielten Wurf über das ganze Feld in das leere Tor zum umjubelten 13:13 Ausgleich. Das gleiche gelang ihm kurz darauf noch einmal, als Wachs seine zweite Zeitstrafe absitzen musste. So ging es mit einer 17:15 Führung für die Bieberauer in die Halbzeitpause.

Sichere TSG-Abwehr

Bieberaus Abwehr stand sicher und Keeper Ivankovic erwischte einen Sahnetag, machte zahlreiche Chancen der Gäste zunichte und hielt dazu noch zwei Siebenmeter. Falken Trainer Björn Beilstein nutzte die Halbzeitpause, um seine Mannschaft auf die zweite Hälfte einzuschwören und warnte eindringlich vor dem zu erwartenden Sturmlauf der Gäste. Die Spieler nahmen sich diesen Appell zu Herzen und gingen bis zur 39. Minute erstmals mit vier Toren in Führung (20:16). Die Gäste fackelten nicht lange und glichen aus. Die Spannung stieg. Als sich dann kurzzeitig einige Fehlwürfe bei den Falken häuften, gewannen die Gäste wieder Oberhand und gingen in der 52. Minute mit 24:22 in Führung. Der inzwischen eingewechselte Torhüter Daniel Bartylak entschärfte eine klare Einwurfmöglichkeit der Gäste und ebnete damit den Weg zum erneuten Ausgleich. Robin Büttner mit zwei Toren in Folge stellte das 24:24 her. Janis Kothe gelang noch einmal die Führung für Gensungen (25:24 – 55.), ehe die Hausherren in den letzten fünf Minuten wie entfesselt aufdrehten und zum 28:25 Endstand kamen.

Groß-Bieberaus Trainer Björn Beilstein meinte: „Das war das erwartete Spitzenspiel, mit viel Kampf und Dramatik, aber jederzeit fair und sportlich. Wir hatten uns gut auf die starken Gensunger eingestellt und haben in der Abwehr den Grundstein zum Erfolg gelegt. Was da heute weg verteidigt wurde, ist schon aller Achtung wert. Ein wichtiger Sieg gegen eine bärenstarke Mannschaft aus Gensungen, die nie aufgesteckt hat. Wir sind weiter in Bereitschaft und bleiben an der Spitze dran.“

 

 

Das Bild hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

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Heiß her ging es in der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West. Dem TV Gelnhausen gelang eine irre Aufholjagd mit nachfolgendem Unentschieden gegen Düsseldorf und auch die HSG Hanau hat sich einen Punkt verdient erkämpft.

 

 

Krimi beim TV Gelnhausen

In einem denkwürdigen Spiel trennten sich der TV Gelnhausen und Interaktiv.Handball Düsseldorf mit 33:33 (16:21). Dabei holten die Rotweißen in einer spektakulären Aufholjagd einen Zehn-Tore-Rückstand auf und setzten dadurch wohl einen historischen Meilenstein, denn niemand konnte sich hinterher erinnern, dass es eine solche Aufholjagd jemals schon einmal in der Barbarossastadt gegeben hätte.

Das Spiel hatte aus Sicht der Hausherren noch gar nicht richtig angefangen, da war es eigentlich schon vorbei. Nach neun Minuten führten die Gäste bereits mit 7:1, nach 23 Minuten mit 19:9. Nichts, aber auch gar nichts wollte den Rotweißen gelingen. Hinten zu zaghaft, vorne fahrlässig und unkonzentriert. Selbst die Grippewelle der vergangenen Woche konnte nicht als Ausrede dienen. Auch wenn noch nicht alle Spieler im Vollbesitz ihrer Kräfte waren, so konnte Cheftrainer Matthias Geiger immerhin auf 13 Feldspieler zurückgreifen.

„Das hatte schon etwas Blackout-artiges. Wir hatten uns etwas ganz anderes vorgenommen. Dann beginnt das Spiel und wir sind wie paralysiert. Dazu hat bei Düsseldorf alles wie am Schnürchen geklappt. Wir dagegen waren viel zu passiv, haben alles geschehen lassen“, sagte Geiger. „Aber selbst in diese Phase waren die Fans da und haben den Jungs zugejubelt, wenn auch nur eine klitzekleine Kleinigkeit geklappt hat. Das hat uns enorm viel Kraft gegeben.“

Die 450 Zuschauer in der Rudi-Lechleidner-Halle hätten in der Tat allen Grund gehabt, Frust zu schieben. Doch sie entscheiden sich aktiv dagegen und stärkten ihren Jungs lieber den Rücken. Fünf Minuten vor der Pause führten die Gäste weiterhin mit 20:10, als plötzlich ein Ruck durch die Mannschaft ging. Mit vier Toren innerhalb von drei Minuten verkürzte der TVG auf 14:20 und als Keeper Julian Lahme kurz vor der Pause ins leere Tor zum 16:21 Halbzeitstand traf, keimte ganz zart erstmals so etwas wie Hoffnung auf.

TVG stellte Angriffs-System um

Nach der Pause stellte TVG-Coach Geiger das Angriffs-System um und ließ fortan mit zwei Kreisläufern agieren. Eine Maßnahme, die den Gästen gar nicht schmecken wollte. Dazu kehrte eine wild entschlossene TVG-Mannschaft auf das Feld zurück. Welch unerschütterliche Moral muss diese Mannschaft haben, denn was nun folgte, wird keiner der Anwesenden jemals vergessen. Die jungen Wilden aus der Barbarossastadt nahmen ihr Herz in beide Hände, agierten in der Abwehr plötzlich aggressiv und bissig als hätte es niemals eine desolate erste Hälfte gegeben. Die Gäste aus Düsseldorf, gespickt mit einem Kader aus ehemaligen Erst- und Zweitliga-Spielern, die körperlich dem TVG-Team um Längen voraus waren, kamen plötzlich ins Wanken.

Bis zur 40. Minute konnten die Gäste zwar noch den Fünf-Tore-Vorsprung verteidigen, doch danach kippte das Pendel nach und auf die Seite der nun wie entfesselt aufspielenden Gastgeber. Yannik Mocken und zweimal Leon David brachten den TVG nach 42 Minuten auf 25:27 heran. Zu diesem Zeitpunkt hielt es keinen mehr auf den Sitzen und die Hölle Süd war bereits am Siedepunkt angekommen.

Und als Jannik Geisler in der 45. Minute den 28:29-Anschlusstreffer erzielte, hielt es keinen mehr in seinem Sitz. In den folgenden Minuten hatte der TVG mehrfach die Möglichkeit den Ausgleich zu erzielen, als sich plötzlich wieder Ladehemmung einstellte. Nur gut, dass Torhüter Julian Lahme in dieser Phase zur Höchstform auflief und sein Team im Spiel hielt. Silas Altwein war es letztlich vorbehalten, in der 50. Minute den niemals mehr für möglich gehaltenen Ausgleich zu erzielen.

Fynn Hilb war es dann, der den TVG erstmals in dieser Partie sogar in Führung brachte (31:30 -56.). Die Zuschauer rasteten aus. In einer an Dramatik nicht mehr zu überbietenden Schlussphase schien das Momentum nun auf Gelnhäuser Seite. 48 Sekunden vor Schluss führten sie mit 33:32, waren in Ballbesitz und die Gäste in Unterzahl. Doch ein Fehlwurf verschaffte ihnen noch einmal die Möglichkeit für einen letzten Angriff. Der TVG verteidigte gut, so dass nach der Schlusssirene nur noch ein letzter Freiwurf blieb. Es passte zu dieser Partie, dass Robert Markotic genau in den Winkel zum 33:33-Endstand traf. „Leider konnten wir uns am Schluss nicht komplett belohnen. Aber zehn Tore aufzuholen, gegen eine so bärenstarke Mannschaft mit international erfahrenen Spielern, die Erst- und Zweitligaerfahrung mitbringen, ist eine überragende Leistung. Wir sind immer stärker geworden und Düsseldorf wusste gar nicht mehr was passiert. Jeder hat gesehen, was unsere Jungs können. Jetzt hoffen wir auf einen vollständigen Kader, damit wir endlich Kontinuität in unser Spiel bringen, denn auf uns warten bis Weihnachten noch schwere Aufgaben“, sagte Geiger anschließend.

 

 

HSG Hanau erkämpft sich aufopferungsvoll ein Unentschieden

Die HSG Hanau hat am Samstagabend einen Punkt in heimischen Gefilden behalten. Beim 33:33 (16:17) gegen den Aufstiegsaspiranten und Tabellenzweiten der Staffel Süd-West machten die Mannen um ihren Kapitän Max Bergold ein Riesenspiel und hatten sogar alle Chancen auf einen Heimsieg. Vor großartiger Kulisse führte das Team in den letzten zehn Minuten mit drei Treffern, musste dann aber kurz vor dem Ende der Partie noch zwei Zeitstrafen hinnehmen. Die Grimmstädter konnten sich am Schluss dennoch verdient feiern lassen, hatten sie sich doch über die komplette Spielzeit mit den Gästen ein würdiges Topspiel geliefert. Mit 15:9 Zählern verbleibt Hanau auf dem fünften Staffelrang.

„Meine ganze Mannschaft hat das heute richtig gut gemacht“, sagte HSG-Cheftrainer Hannes Geist nach dem Abpfiff. „Sicherlich können wir sagen, dass das am Ende ein gerechtes Unentschieden zwischen zwei starken Mannschaften war.“ Nach zuletzt drei Niederlagen gegen Krefeld, die letzte innerhalb der Aufstiegsrunde der Vorsaison, war es der erste Hanauer Punktgewinn gegen das Team vom Niederrhein. Überschattet wurde die Partie, in der mit rund 600 Zuschauern gut besetzen Main-Kinzig-Halle, von der schweren Gesichtsverletzung von Robin Marquardt, der nach einem Zweikampf in der ersten Halbzeit zu Boden ging und auf den direkten Weg in das Krankenhaus gebracht wurde. Der Verdacht auf einen Nasenbeinbruch bestätigte sich noch in der Nacht.

Gegen die HSG Krefeld Niederrhein warf Hanau von Beginn an alles in die Partie. Braun, Ritter & Co. gingen gegen den Tabellenzweiten auf das Ganze und belohnten sich nach rund zwölf Minuten mit der 9:5 Führung durch ihren Kapitän Max Bergold, der per Siebenmeter Lasse Hasenforther im Krefelder Tor überwand. Die Hausherren standen in den ersten zehn Minuten stabil in der Abwehr und überzeugten mit mutigem Offensivspiel, vor allem über Luca Braun im Rückraum und ihren Kreisläufer David Rivic. Letzterer erhielt durch das Fehlen von Dziugas Jusys wesentlich mehr Einsatzzeit. Das neue Deckungszentrum bildeten Jonas Ahrensmeier und Cedric Schiefer, die ihre Aufgabe gegen den Krefelder Rückraum um Topscorer Christopher Klasmann gut erledigten.

Nach einer Viertelstunde schienen auch die Gäste in der Partie angekommen und kämpften sich auf 9:9 (16. Minute) zurück. Nachdem Krefeld aber einen Tempogegenstoß vergeben hatte, räumten Schiefer und Braun für Paul Hüttmann auf Rechtsaußen ab, der sehenswert das 10:9 für die HSG Hanau erzielte, die letzte Führung vor der Pause. Danach drehte Krefeld etwas mehr auf, verwertete die eigenen Möglichkeiten besser und ging zeitweise mit 17:14 in Front (28.), doch Hanau blieb dran und noch vor der Pause verwertete Adanir per Wurf über das ganze Feld zum 16:17-Halbzeitstand.

Mit harten Bandagen geführte Partie

Auch im zweiten Durchgang blieb die Partie hochemotional und wurde weiter mit harten Bandagen geführt. Krefeld teilte gegen die die Hanauer Angriffsbemühungen in der Defensive stark aus. Trotz aller Widrigkeiten zeigte Hanau in den zweiten 30 Minuten aber weiterhin großes Engagement und war beim 23:23 (38.) von Jan-Eric Ritter weiter auf Augenhöhe mit den Gästen. Das Spiel wogte nun hin und her, ohne dass sich eine der beiden Mannschaften merklich abzusetzen vermochte. Als Ritter den Ball aus zentraler Position in das rechte obere Ecke des gegnerischen Kastens zimmerte, hielt es niemanden mehr auf den Sitzen – 30:28 (49.). Nur wenig später baute Ahrensmeier den Vorsprung auf 31:28 (52.) aus.

Die letzten fünf Minuten wurden dann recht hektisch. Zunächst vergab Bergold im Siebenmeterduell mit Hasenforther die erneute Zwei-Tore-Führung, ehe Krefelds Jörn Persson den 32:32-Ausgleich herstellte. In dieser schwierigen Phase war aber auf Hüttmann Verlass, der zwei Minuten später mit viel Selbstvertrauen zur Linie schritt und das 33:32 per Strafwurf markierte. Eine Zeitstrafe gegen Rivic brachte Hanau allerdings noch einmal in Unterzahl und Krefeld glich – ebenfalls per Strafwurf – wieder aus: 33:33 (60.). Geist nahm 15 Sekunden vor dem Ende noch einmal die Auszeit. Ein Angriff blieb Hanau also noch für den späten Siegtreffer in einer spannenden Partie. Doch dann eine Situation, die wirklich selten im Handballsport auftritt: Das Schiedsrichtergespann entschied auf Zeitstrafe gegen die Hanauer Bank, da die Grimmstädter scheinbar nicht schnell genug auf das Feld zurückkehrten. In doppelter Unterzahl gelang den Südhessen kein Durchbruch mehr. Es blieb beim Unentschieden. „Wir werden jetzt unsere Wunden lecken und ab Montag uns auf die schwierige Auswärtsaufgabe in Düsseldorf vorbereiten“, meinte Geist.

 

Die Bilder haben uns die Vereine Gelnhausen und Hanau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.