Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der TV Gelnhausen treibt in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, seine Personalplanungen voran. Nachdem TVG-Manager Philip Deinet zwischen den Jahren mit der Verpflichtung des begehrten Kreisläufers Leon David vom TV Kirchzell für die kommende Saison ein starkes Signal setzen konnte, folgt nun Planungssicherheit auf der Torhüterposition. Der TVG hat die Verträge mit Julian Lahme, Alexander Bechert und Loris Tittel verlängert. Lahme wird damit bereits in seine 15. Saison beim TVG gehen und soll über das Torwartspiel hinaus weitere Aufgaben im Verein übernehmen. Der 34-Jährige hat daher einen unbefristeten Vertrag bei den Barbarossastädtern unterschrieben, denn er ist längst mehr als nur ein Torhüter. Der Publikumsliebling überzeugt nicht nur seit Jahren mit konstant starken Leistungen, sondern auch als Torhüter-Trainer für seine jüngeren Kollegen. In dieser Rolle wird Lahme sukzessive weiter aufgebaut. „Wir arbeiten gemeinsam mit Julian an der Zukunft im Tor des TVG“, sagt Manager Deinet.

„Die aktuelle Saison zeigt einmal mehr, dass Julian nach wie vor zwischen den Pfosten überragende Leistungen bringt. Wir sind daher sehr glücklich darüber, dass wir gemeinsam mit Julian in die Zukunft gehen. Zumal er auch als Torwarttrainer und Persönlichkeit eine ganz wichtige Funktion sowohl in diesem jungen Kader als auch in unserem Trainerteam ausfüllt“, sagt Headcoach Sergej Budanow.

Der Torhüter selbst sagt: „Ich fühle mich unglaublich wohl in Gelnhausen und bin sehr beeindruckt von dem, wie sich der Verein gerade nach vorne entwickelt. Daher freue ich mich sehr, wenn ich noch länger dabei sein kann und vor den besten Fans der Liga spielen darf. Außerdem bereitet es mir viel Freude, gemeinsam mit Sergej an der Ausbildung unserer vielen jungen Torhütern im Verein zu arbeiten und meine Erfahrung weiterzugeben.”

Drei weitere Jahre mit Bechert

Für weitere drei Jahre hat sich der aus der eigenen Jugend stammende Alexander Bechert an den TV Gelnhausen gebunden. „Alex hat sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt und auch in seiner Persönlichkeit einen großen Schritt gemacht. Wir freuen uns sehr, dass er sich langfristig an den TVG gebunden hat“ sagt Cheftrainer Matthias Geiger.

Die Freude ist gegenseitig. „Ich bin glücklich darüber, weiter für den TV Gelnhausen auflaufen zu dürfen und freue mich auf eine weiterhin erfolgreiche Zukunft mit dem TVG. Das familiäre Umfeld in der Mannschaft, sowie im gesamten Verein haben mir die Entscheidung leicht gemacht“, sagt der 22-Jährige.

Auch Torhüter Nummer drei, Loris Tittel, bleibt beim TVG. Der 20-Jährige stammt ebenfalls aus der eigenen Jugend und hat einen Vertrag über zwei Jahre unterzeichnet. „Wir sind überzeugt, dass Loris hinter Julian und Alex seine nächsten Entwicklungsschritte geht. Seine starken Leistungen im Junioren-Team zeigen, dass mit ihm in der Zukunft zu rechnen ist“, sagt Geiger. Auch der Nachwuchs-Torhüter freut sich über die Verlängerung und meinte: „Ich freue mich riesig, auch weiterhin ein Teil der TVG- Familie sein zu dürfen. Hier habe ich die beste Möglichkeit, die nächsten Schritte in meiner Entwicklung, sowohl persönlich als auch sportlich, gehen zu können und dabei die Mannschaft so gut es geht zu unterstützen.”

Das Bild, das Julian Lahme zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, ging der TV Kirchzell am vergangenen Wochenende beim VfL Gummersbach II regelrecht unter. Mit 38:27 (15:12) gewann der VfL gegen einen Gegner, der überhaupt nicht zu seinem Spiel fand.

Dabei war die Vorgabe, etwas Zählbares vom Oberbergischen mit nach Hause zu bringen. Immerhin verloren die Kirchzeller das Hinspiel nur mit einem Treffer. Am Ende stand aber eine hohe und bittere 27:38-Niederlage für die Schützlinge der Trainer Kunz und Hauptmann zu Buche. Dabei hatten die Kirchzeller mit Tobias Jörg einen Torhüter, der 17 Paraden verzeichnete und noch zwei Tore erzielte. An ihm hat es sicher nicht gelegen.

Die Gäste konnten erstmals nach seiner langen Verletzungspause wieder auf Leistungsträger Tim Häufglöckner zurückgreifen. Er trainiert erst seit Anfang des neuen Jahres wieder mit und machte gleich ein sehr gutes Spiel. Dafür wurde Tom Spieß, der Lenker des Teams, schmerzlich vermisst. Er holte sich unter der Woche einen Cut am Auge, musste genäht werden und hat sich noch eine leichte Gehirnerschütterung eingehandelt. 

Beide Mannschaften war die Winterpause anzumerken, denn es lief zunächst nicht flüssig. Hüben wie drüben waren Chancen da, doch beide Teams ließen viele liegen. Hinzu kam, dass sich die Torhüter auf beiden Seiten auszeichnen konnten. Auf der einen Seite war es Keno Danzenbächer, auf der anderen Tobias Jörg, der ein gutes Händchen bewies. Die Odenwälder begannen gut, führten nach vier Minuten mit 3:1. Aber Gummersbach glich aus und setzte sich seinerseits mit 5:3 in Front. Die erste Drei-Tore-Führung des VfL gab es in der zwölften Minute. Die Hausherren hatten sich besser auf den Gegner eingestellt und hatten im Rechtsaußen Finn Schroven einen guten Torschützen. Siebenmal traf er bereits in den ersten 30 Minuten. Der TVK hatte immer wieder beste Chancen vorm Tor, konnte diese aber nicht in Treffer ummünzen. So blieben die Gummersbacher vorne und gingen mit 15:12 in die Pause.

Nach dem Wechsel hatte der VfL Anwurf und Linksaußen Kieran Unbehaun, der am Ende mit zwölf blitzsauberen Toren der beste Schütze war, eröffnete den Torreigen zum 16:12. Zwar gelang dem TVK desöfteren der Anschluss, der nächste Schritt blieb aber aus. „Aber wir haben es nicht hinbekommen, dran zu bleiben“, so ein enttäuschter TVK-Trainer Alex Hauptmann. In der 34. Minute waren die Gastgeber schon auf fünf Treffer weggezogen. Die Kirchzeller erlaubten sich in Summe zu viele Fehler, egal ob Fangfehler, Schüsse an Pfosten und Latte oder der Wurf blieb am guten VfL-Torhüter hängen.

So stand es Mitte der zweiten Hälfte in dem zerfahrenen Spiel 27:21 für den VfL und die Kirchzeller nahmen die Auszeit. Bis auf vier Tore kamen sie wieder heran. Aber immer wieder waren es die VfL-Außen Unbehaun und Schroven, die ihr Team nach vorne schossen. Beim 33:26 (56.) nahm der TVK erneut die Auszeit, ließ nun vorgezogen decken. Häufglöckner nahm Köster an die kurze Leine, Klenk den quirligen Außen Schroven. Gebracht hat es nicht mehr viel und die Köpfe gingen nach unten. Zu viele Bälle ließ der TVK insgesamt liegen, zu viele Unachtsamkeiten reihten sich aneinander. Alex Hauptmann: „Wir hatten in Halbzeit eins eine schlechte Chancenauswertung und deshalb lagen wir auch mit drei Toren zur Pause hinten. Nach dem Wechsel haben wir zwei-,dreimal die Möglichkeit dranzukommen. Aber auch das klappte nicht. Nun müssen wir nächste Woche versuchen, den Schalter umzulegen.“ Gegner vor heimischem Publikum ist dann die HG Saarlouis.

 

Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, gab es am Wochenende interessante Ergebnisse. Der TV Gelnhausen trennte sich von Dansenberg mit einem Unentschieden und Nieder-Roden verlor daheim gegen Hanau.

Rodgau verliert Derbykracher gegen die HSG Hanau

Die HSG Rodgau Nieder-Roden ist mit einer Niederlage ins neue Jahr gestartet. Im Derby gegen die HSG Hanau unterlagen die Baggerseepiraten verdient gegen über weite Strecken des Spiels sehr souverän agierende Gäste mit 27:30 und mussten damit die erste Heimniederlage überhaupt gegen den ambitionierten Rivalen von der anderen Mainseite einstecken.

Dabei kamen die Gastgeber vor 600 Zuschauern in der ausverkauften Rodaustrom Sportarena zunächst besser ins Spiel. Dank zweier Tore von Johannes von der Au und einem Treffer von Filip Brühl lag das Team von Trainer Jan Redmann in der fünften Spielminute mit 3:2 in Front – doch sollte dies die letzte Führung der Heimmannschaft bleiben. Im weiteren Verlauf übernahmen die Gäste das Kommando und stellten eindrucksvoll unter Beweis, warum sie ein ganz heißer Aufstiegsaspirant sind.

Gegen die körperlich überlegenen Akteure aus der Grimmstadt konnten sich die Rückraum-Akteure der Gastgeber im weiteren Verlauf der ersten Hälfte kaum noch durchsetzen. Somit waren die Hausherren auf Treffer von den Außenpositionen angewiesen. Doch mindestens acht freie Würfe von außen verfehlten ganz das Ziel oder wurden von Hanaus starkem Torhüter Can Adanir gehalten, der das Duell mit seinen beiden Gegenübern Marco Rhein und Philipp Hoepffner für sich entschied.

Weil die Gäste zudem im Angriff sehr variabel, sowie zielstrebig agierten, und die Abwehr der Hausherren immer seltener das Kombinationsspiel des Gegners unterbinden konnte, setzte dieser sich zunächst auf 4:6 ab. Zwar gelang Henning Schopper dann noch der Anschlusstreffer (13.), aber danach blieben die Redmann-Schützlinge neun Minuten ohne Torerfolg. Mit 11:17 ging es in die Pause.

Auch nach dem Wechsel blieben die Gäste zunächst am Drücker (12:20/35.), und alles sah nach einer ganz bitteren Pleite für die Mannen um Kapitän Rhein aus. Doch die ließen keineswegs die Köpfe hängen, sondern rissen sich zusammen, agierten in der Verteidigung nun weitaus konsequenter, kämpften um jeden Zentimeter und nutzten auch im Angriff die sich bietenden Chancen viel besser. Vor allem Rückraum-Schlaks Niklas Roth mit drei brachialen Gewaltwürfen, der quirlige Simon Brandt sowie Schopper und Lucas Eisenhuth waren erfolgreich und ließen den Hanauer Vorsprung bis auf 25:27 (56.) schmelzen.

Zwei Fehlpässe und der insgesamt dritte vergebene Siebenmeter der Rodgauer verhinderten indes, dass die Partie kippte. Und so machten die Gäste den Deckel drauf, in der am Ende die reifere und weniger Fehler produzierende Mannschaft jubeln durfte.

 

Überragender Mocken sichert Gelnhausen Remis

Ein packendes Handballspiel zweier bärenstarker Mannschaften, ein überragender Yannik Mocken und eine echte Hexenkessel-Atmosphäre. Der Start ins neue Jahr hätte für TV Gelnhausen kaum besser sein können. Beim 23:23 (11:10) gegen die TuS 04 Dansenberg verpassten die Barbarossastädter zwar einen doppelten Punktgewinn, sicherten sich aber durch einen verwandelten Siebenmeter durch Mocken nach Abpfiff immerhin einen Zähler.

Da gleichzeitig die HSG Hanau bei der HSG Rodgau Nieder-Roden gewann und die TSG Haßloch überraschend zu Hause gegen die mHSG Friesenheim verlor, kletterte der TVG mit 23:9 Punkten einen Platz nach vorne auf Rang drei.

Gäste-Trainer Thomas Weber brachte es nach der dramatischen Partie auf den Punkt. „Beide Mannschaften können froh sein, dass sie einen Zähler ergattern konnten“, sagte er nach seiner Premiere auf der Dansenberg-Bank.

Ähnlich sah es TVG-Cheftrainer Matthias Geiger, der unter anderem auf Jonathan Malolepszy und Philipp Schenk (beide Trainingsrückstand) verzichten musste. „Dansenberg hat seine enorme individuelle Klasse gezeigt. Sie haben uns immer wieder vor Probleme gestellt und unsere Fehler eiskalt ausgenutzt. Beide Teams haben eine starke Vorstellung gezeigt. Wir sind froh, dass wir einen Punkt mitnehmen konnten.“

In der Tat lieferten sich beide Mannschaften vor knapp 600 Zuschauern von Beginn an einen hochklassigen Fight auf Augenhöhe. Dansenberg ging mit 1:0 in Führung. In der Folgezeit fand Gelnhausen besser ins Spiel und konnte sich nach elf Minuten beim 4:1 durch Lasse Georgi erstmals nennenswert absetzen. Auch weil Julian Lahme im TVG-Tor einige Würfe entschärfen konnte. Aber die Gäste, bei denen Jan Claussen mit acht Treffern überragte, blieben stets dran. Beim Stande von 11:10 ging es in die Pause.

Auch nach dem Wechsel schien das Pendel, sich immer leicht richtig Gelnhausen zu neigen. In der 45. Minute hatte der Gastgeber beim Stande von 18:16 und eigenem Angriff die Möglichkeit sich auf drei Tore abzusetzen. Allerdings leistete man sich in dieser Phase einige Unachtsamkeiten, so dass Dansenberg wieder zurück ins Spiel fand. Über die Spielstände 18:18 und 21:21 bog man in eine an Spannung nicht mehr zu überbietende Schlussphase ein.

Als Alexis Biagui (58.) und Claussen 15 Sekunden vor Schluss mit zwei Treffern in Folge plötzlich die erste Führung seit dem 1:0 herausballerten, schien der jungen Gelnhäuser Mannschaft der Erfolg aus den Händen zu gleiten. Doch immer wieder angetrieben vom eigenen Publikum setzte das Geiger-Team noch einmal zu einem allerletzten Angriff an und war tatsächlich nur durch ein Foul zu stoppen.    

Die Zeit war bereits abgelaufen, als sich Mocken den Ball zum Siebenmeter schnappte. Der alles überragende Spieler dieser Partie behielt die Nerven und verwandelte auch den letzten Wurf des Abends eiskalt zum vielumjubelten Remis. Es war sein zwölfter Treffer. Alle seine sechs Siebenmeter konnte er verwandelten und leistete sich an diesem Abend nur einen einzigen Fehlwurf. „Wir haben heute eine wahnsinnig gute kämpferische Leistung gezeigt und eine robuste Abwehr gestellt. Die Fans haben uns immer wieder gepusht. Es war ein toller Handballabend. Jetzt wollen wir die Trainingswoche gut nutzen und dann mit Schwung in die beiden Derbys gehen“, sagte Geiger.

 

Das Bild hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Seit ein paar Tagen ist Handball-Zweitligist TV Großwallstadt nach einer kurzen Winterpause in die Trainingshalle zurückgekehrt und es geht in die Vorbereitung auf die Rückrunde.

Erfreulich ist, dass die lange Verletzten Kapitän Florian Eisenträger und Adrian Kammlodt in ihrer Rehabilitation gute Fortschritte gemacht haben und langsam wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können. Verzichten muss Head-Coach Igor Vori allerdings noch immer auf den Langzeitverletzten Görkem Bicer, der nach seiner Kreuzbandverletzung im September weiter an seinem Comeback arbeitet. Auch Torhüter Petros Boukovinas war die letzten Tage noch nicht vor Ort. Er wurde zu einem Lehrgang mit der griechischen Nationalmannschaft freigestellt und wird erst am Sonntag in Großwallstadt zurück erwartet.

Leider gibt es aber auch eine weitere Hiobsbotschaft zu verkünden. Torhüter Jan-Steffen Minerva musste sich einer OP an der rechten Hand unterziehen. Der 33-Jährige hatte bereits in den letzten Spielen aufgrund seiner Handverletzung gefehlt. Nach weiteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass eine OP unumgänglich ist. Der Torhüter wird voraussichtlich erst wieder Ende März ins Spielgeschehen eingreifen können.

Umso ärgerlicher ist nun, dass auch Nachwuchstorhüter Julian Ohm eine zweiwöchige Pause einlegen muss. Der 19-Jährige klagte über Fußprobleme und die Diagnose sagte, dass er einen Stressbruch im Mittelfuß erlitten hat.

Dennoch gibt sich der Verein zuversichtlich, dass zum ersten Spiel im neuen Jahr am 04. Februar 2023 um 19.30 Uhr in Würzburg gegen die Wölfe Würzburg der Trainer wieder auf einen breiten Kader zurückgreifen kann. Bis dahin wird das Team noch zwei Vorbereitungsspiele bestreiten. Das erste wird am Donnerstag, den 19. Januar in Gummersbach stattfinden, eine weitere Begegnung ist für den 29. Januar geplant. Der Gegner wird noch bekannt gegeben.

TVG-Teammanagerin Nina Mattes gibt sich trotz der aktuellen Verletzungssituation zuversichtlich: „Natürlich ist die Lage gerade mit den Torhütern nicht optimal. Aber die Verletzungen kommen jetzt nicht zu einem mega ungünstigen Zeitpunkt. Wir behelfen uns im Training mit Nachwuchstalenten aus der Akademie, außerdem wird Petros ja bald wieder zur Mannschaft stoßen. Ich bin sehr optimistisch, dass wir zum Auftakt am 04.02.2023 nur noch wenige Verletzungssorgen zu beklagen haben. Vor allem die Tatsache, dass Thomas Rink wieder voll im Training ist und auch die Prognosen für Adrian und Florian stimmen mich sehr zuversichtlich. Unsere medizinische Abteilung leistet da im Moment sehr sehr gute Arbeit.“

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, ist die kurze Weihnachtspause vorbei und bereits ab Freitag ging die Jagd nach Punkten weiter. 
 
Die Trainer des TV Kirchzell haben ihre Schützlinge schon zwei Tage nach Neujahr wieder in die Trainingshalle gebeten und haben den Heilige-Drei-König-Feiertag sogar für zwei intensive Einheiten genutzt. Der Feiertag und das darauffolgende Wochenende kam den Kirchzellern gerade recht, um an einigen Dingen, die vor der Weihnachtspause nicht so gut gelaufen sind, zu arbeiten. Diese Woche läuft das Training in normalen Bahnen und die Vorbereitung auf den kommenden Gegner steht im Fokus. 
 
Das erste Spiel im neuen Jahr führt die Odenwälder ins Oberbergische nach Gummersbach. Die Gastgeber haben nach 15 Spielen 14:16 Punkte auf dem Konto und stehen auf Platz acht der Tabelle. Die zweite Mannschaft des Erstligisten ist recht solide in die Saison gestartet, hatte aber zwischendurch immer wieder einige Hänger. So blieb zuletzt die Heimniederlage gegen Pohlheim, die 41:29-Klatsche in Hanau und eine weitere Heimniederlage gegen Saarlouis im Gedächtnis. TVK-Trainer Andi Kunz sagte: „Die letzte Niederlage des VfL war sicher der personellen Situation geschuldet. Gummersbach ist ein typisches Nachwuchs-Team. Der VfL spielt für so ein junges Team sehr clever, ist sehr schnell unterwegs und egal ob beim Passspiel oder beim eins-gegen-eins, die Mannschaft spielt einen effektiven Handball.“ 
 
Im Hinspiel im September, das der TVK knapp mit 31:32 verlor, hatten sich die Kunz-Schützlinge gut auf die offensive Abwehr eingestellt und hatten immer wieder Lösungen zum Beispiel gegen die Rückraumschützen Moritz Köster und Paul Ohl oder gegen die Außen Finn Schroven und Kieran Unbehaun parat. „Egal, wie gut die einzelnen Spieler der Gummersbacher sind. Wir fahren dahin um zu gewinnen, denn von den verbleibenden zehn Spielen müssen wir möglichst viele gewinnen“, so Kunz. 
 
Mit welchem Personal der VfL auflaufen wird, bleibt abzuwarten. Andi Kunz erwartet den einen oder anderen Spieler aus der ersten Mannschaft, die während der WM-Pause „eventuell unten auftauchen könnten. Das kann im Januar bei den zweiten Mannschaften immer ein Überraschungspaket werden. Warten wir ab, ob wir auf das Team treffen, auf das wir uns vorbereitet haben.“ Beim TVK sind, bis auf die Langzeitverletzten, alle dabei und der Coach hofft, dass er auf Moritz Klenk in der spielfreien Zeit des TV Großwallstadt zurück greifen kann. „Moritz war zum Trainingsauftakt dabei und wir bauen auf ihn“, so Andi Kunz. 
 
Der Artikel ist auch in meiner Heimatzeitung Main Echo zu lesen.
 
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Winterpause ist für die Handball-Drittligisten in der Staffel Süd-West vorbei und es fliegt wieder der Ball durch die Halle. Die HSG Rodgau Nieder-Roden trifft im Derby auf die HSG Hanau, der TV Gelnhausen hat Dansenberg zu Gast und der VfL Gummersbach II hat den TV Kirchzell zu Gast.

Bereits heute Abend spielt die HSG Pohlheim gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II. Weiter spielen: HG Saarlouis – VTV Mundenheim, TSG Haßloch – mHSG Friesenheim-Hochdorf II.

 

TV Gelnhausen empfängt Dansenberg

An diesem Wochenende steht für den TV Gelnhausen gleich eine schwere Aufgabe an. „Dansenberg hat eine wahnsinnig starke Mannschaft mit jeder Menge individuelle Klasse und vielen erfahrenen Spielern. Wir müssen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung dagegenhalten. Natürlich wollen wir unser Auftaktspiel im neuen Jahr positiv gestalten, aber das wird gegen diesen Gegner nicht einfach“, sagt TVG-Cheftrainer Matthias Geiger.

Zumal Dansenberg in der Vorrunde in eigener Halle von der jungen TVG-Mannschaft überrumpelt wurde und mit 24:28 den Kürzeren zog. Mit 16:16 Punkten und auf Platz sieben rangierend hinkt das Team aus Kaiserslautern den eigenen Ansprüchen hinterher. Schließlich ist der Kader mit jede Menge Topspielern besetzt.

Gunnar Dietrich kam zu Saisonbeginn vom Zweitligist Eulen Ludwigshafen und bringt über 15 Jahre Erst- und Zweitligaerfahrung mit. Jan Claussen ist mit 87 Treffern der beste Feldtorschütze der Liga. Dazu gesellt sich der 1,93 Meter große Rückraumlinke Torben Waldgenbach, der ebenfalls Bundesliga-Erfahrung mitbringt. Angeleitet wird das Starensemble von Thomas Weber. Er übernahm zum neuen Jahr das Traineramt von Frank Müller. Für Weber ist das Spiel in Gelnhausen die Pflichtspiel-Premiere auf der Dansenberg-Bank. Entsprechend motiviert wird das Team aus der Pfalz zu Werke gehen.

Der TV Gelnhausen ist also gewarnt. Nachdem die junge TVG-Mannschaft in der Hinrunde so furios aufgespielt hat und das selbstgesteckte Ziel Klassenerhalt wohl erreichen dürfte, hat man sich zum neuen Jahr neue Ziele gesteckt. Gerne möchte das so herzerfrischend aufspielende Geiger-Team nach dem letzten Spieltag Anfang April im Rennen blieben und an der weiterführenden Pokalrunde teilnehmen. Dazu muss der TV Gelnhausen mindestens den vierten Tabellenplatz verteidigen.

Die Sorgenfalten bei Trainer Geiger sind über den Jahreswechsel nicht kleiner geworden.  Eine Grippewelle schwächte das Team in der Vorbereitung. Nur selten konnte man mit der vollen Kapelle trainieren. Jonathan Malolepszy hat nach langer Verletzungspause zwar endlich seine Fersenbeinprellung auskuriert, doch eine langwierige Erkältung sorgte dafür, dass er so gut wie nicht trainieren konnte. Gegen Dansenberg ist der Kapitän daher noch keine Option ebenso wie die beiden Langzeitverletzten Henrik Müller (Herzmuskelentzündung) und Michael Hemmer (Reha nach Knieoperation). Philipp Schenk plagt sich mit einem Pferdekuss herum.

 

Rodgauer empfangen die HSG Hanau zum Spitzenspiel

Handball-Liebhabern geht’s derzeit prima. Seit Mittwoch läuft in Polen und Schweden die 28. Weltmeisterschaft der Männer, und wer’s zwei Nummern kleiner mag, kann sich darüber freuen, dass es am kommenden Wochenende zum Derbykracher zwischen Nieder-Roden und Hanau kommt.

Von der Papierform her sind die Gäste aus der Grimmstadt favorisiert, denn während die Baggerseepiraten aktuell mit 19:13 Punkten auf Rang fünf der Tabelle stehen, liegen die ambitionierten Hanauer mit 27:5 Zählern punktgleich mit Spitzenreiter TuS Ferndorf auf Platz zwei und können berechtigte Aufstiegshoffnungen hegen. Zumal das Team von Trainer Hannes Geist seit der unglücklichen 24:25-Niederlage im Spitzenspiel bei Ferndorf Anfang November in den darauffolgenden sechs Partien bis zur Weihnachtspause ohne jeden Punktverlust geblieben ist.

Allerdings hatten sich die Hanauer im Laufe dieser Saison außer bei den Siegerländern bislang noch ein weiteres Mal geschlagen geben müssen – im Hinspiel gegen die Rodgauer Rasselbande. Und das nährt wiederum die Hoffnung der Schützlinge von Trainer Jan Redmann, dem Team aus der Goldschmiedestadt auch diesmal wieder ein Bein stellen zu können. Im Hinspiel hatte Henning Schopper in allerletzter Sekunde aus gut 15 Metern den 30:29-Siegtreffer erzielt. Auch diesmal werden die Hausherren an ihre Leistungsgrenze gehen müssen.

„Hanau ist eine sehr eingespielte und unglaublich konstante Mannschaft mit einer starken Abwehr und einem gefährlichen Tempospiel“, beschreibt der Rodgauer Trainer Redmann den alten Rivalen. Dieser spiele eine sehr starke Runde und gewinne auch dann seine Spiele, wenn er nicht vollends überzeugend agiere. „Das unterscheidet den Gegner noch von uns“, so Redmann, der sich aber sicher ist, dass seine Jungs Hanau einen Kampf auf Biegen und Brechen liefern werden. „Da wird am Ende die Tagesform entscheiden“, glaubt der Rodgauer Coach und hofft, dass einige der zuletzt fehlenden Spieler beim Derby wieder an Bord der Piraten-Kogge sein werden. Zudem freut sich Jan Redmann auf ein ausverkauftes Haus und lautstarke Unterstützung von den Rängen, „denn die brauchen wir auf jeden Fall“.

Gästetrainer Hannes Geist sagt: „Ich denke, dass das ein sehr emotionales Spiel für uns wird. Wir haben uns aber in dieser Woche sehr gut auf Nieder-Roden vorbereiten können und wissen was uns erwartet. Ich hoffe, dass viele Zuschauer den Weg in die Halle finden, auch wenn gerade die Handball-Weltmeisterschaft stattfindet. Meine Jungs haben die Weihnachtstage dazu genutzt, sich zu regenerieren und sind mit viel Esprit und Spaß in das Training gestartet.“

Beim Blick auf die Tabelle fällt auf: Während Hanau weiterhin die beste Defensive der Staffel Süd-West mit nur 380 Gegentoren stellt, rangiert die HSG Rodgau Nieder-Roden direkt dahinter (387). Das weiß auch Hannes Geist: „Rodgau stellt eine sehr bewegliche und agile 6:0-Deckung, mit einem guten Torhüter. Marco Rhein spielt bislang eine herausragende Saison.“

Die Bilder haben uns Gelnhausen und Hanau zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Bevor im neuen Jahr wieder der Ball durch die Sporthallen fliegt, hat Handball-Drittligist HSG Rodgau Nieder-Roden gleich mehrere Personalentscheidungen zu verkünden. Mit Philipp Keller, Niklas Geck und Benedict Gräsl werden in der nächsten Saison gleich drei aktuelle Spieler nicht mehr für die Baggerseepiraten auflaufen.

Das Eigengewächs und HSG-Urgestein Philipp Keller hat sich dafür entschieden, eine neue Herausforderung zu suchen. Der 30-Jährige kämpfte sich nach einigen langwierigen Verletzungen in den vergangenen Jahren wieder ins Team zurück und verhalf insbesondere der Abwehr zur alten Stabilität. In Zukunft will er zusätzlich die ersten Schritte im Trainergeschäft gehen und hat hier auch einen Plan vor Augen: „Nachdem ich meine komplette Handballkarriere als aktiver Spieler im Jugend- und Männerbereich sowie als Jugendtrainer bei der HSG verbracht habe, würde ich gerne neue Erfahrungen außerhalb der heimischen Gefilden machen und auch im Trainergeschäft Fuß fassen. Es war eine überragende und erfolgreiche Zeit mit zwei Hessenmeisterschaften und mehr als 10 Jahren in der 3. Liga. Die Verbundenheit zur HSG wird sportlich, aber auch durch viele bestehende Freundschaften und die Familie immer vorhanden sein. Bevor das neue Kapitel startet gilt es aber nochmal, alles für eine erfolgreiche letzte Saison zu geben und insbesondere jedes Heimspiel zu genießen“, so der gebürtige Nieder-Röder.

Der sportliche Leiter der HSG, Marco Rhein, bedauert den Abgang sehr: „Mit Philipp müssen wir leider den letzten Feldspieler verabschieden, der mit den Hessenmeisterschaften 2010 und 2012 die Grundlage für die inzwischen elfte (!) 3. Liga-Saison in Folge gelegt hat. Eine so lange und erfolgreiche Zeit ist nicht selbstverständlich. Philipp selbst wird sowohl menschlich, als auch sportlich eine große Lücke hinterlassen. Wir hätten natürlich noch gerne mit ihm weitergearbeitet, aber wünschen ihm für seinen zukünftigen Weg viel Erfolg und hoffen auf eine baldige Rückkehr zu den Baggerseepiraten.“

 

Mit Niklas Geck wird sich nach fünf Jahren ein weiterer Akteur zum Saisonende verabschieden. Der 25-jährige Rückraumspieler kam 2018 vom TV Großwallstadt. Gleich in der ersten Saison wurde er durch einen Kreuzbandriss längerfristig ausgebremst. Nach Beendigung seines Studiums ist Niklas inzwischen beruflich sehr eingespannt und kann nicht mehr alle Trainingseinheiten wie gewohnt wahrnehmen. Er will aber weiter dem Handballsport treu bleiben und wird sich einer neuen Herausforderung stellen. „Niklas ist ein absoluter Teamplayer und hat sich trotz Verletzungen immer wieder zurückgekämpft. Er hatte großen Anteil an den Erfolgen in den vergangenen fünf Jahren. Sein Weggang bedeutet für uns einen weiteren Verlust auf und neben dem Handballfeld. Wir wünschen Niklas für seine Zukunft alles Gute und danken ihm für seinen jahrelangen Einsatz”, so Marco Rhein.

 

 

 

Auch Benedict Gräsl wird die Baggerseepiraten verlassen. Vor Saisonbeginn aus der bayrischen Oberliga von der SG DJK Rimpar gekommen, spielt der 25-jährige Student bisher eine gute erste 3. Liga-Saison. Der sportliche Leiter der HSG begründet die Trennung so: „Sowohl menschlich als auch sportlich hat sich Bene gut in die Mannschaft eingefunden. Er weiß aber zum einen selbst noch nicht, wo ihn seine berufliche Zukunft zum Jahresende hinführt und zum anderen ist es am Ende eine Entscheidung, die wir rein zu Gunsten unserer Talente aus der eigenen Jugend getroffen haben. Wir wollen unseren Nachwuchsspielern auf der Linkshänderposition die Möglichkeiten geben sich zu entwickeln und weiter an die 3. Liga heranführen. Wir wünschen Bene alles Gute für die Zukunft.“

 

Die Bilder der Spieler hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Kurz vor Jahresende gibt Handball-Drittligist TV Kirchzell einen Wechsel für die kommende Saison bekannt. Kreisläufer Leon David wird sich ab der Runde 23/24 dem Ligakonkurrenten TV Gelnhausen anschließen, der ihm ein Angebot unterbreitet hat. Für den TVK ist dies ein herber Verlust und Gottfried Kunz, Sportlicher Leiter des TVK, sagt: „Wir sind sehr betroffen von seiner Entscheidung. Klar, er wohnt in Darmstadt und hat es nach Gelnhausen natürlich näher vom Fahrtweg. Trotzdem haben wir alles versucht, um ihn zu halten und haben um ihn gekämpft. Der Verein ist wirklich an seine finanzielle Schmerzgrenze gegangen. Leon ist ohne Frage der beste Kreisläufer in der Staffel, ein toller Kämpfer und wird auf dem Spielfeld eine Lücke hinterlassen. Aber wir wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft.“

Der 23-Jährige wurde in Miltenberg geboren und ist in Kirchzell aufgewachsen. Er spielte von Minis bis zur C-Jugend beim TVK. Ab der B-Jugend wechselte er ins damalige HBLZ Großwallstadt. Bereits als 17-Jähriger spielte David neben der A-Jugend ab Frühjahr 2017 mit Erwachsenen-Spielrecht in der ersten TVK-Mannschaft. In der Saison 2018/19 schaffte er mit dem TVK den Wiederaufstieg von der Oberliga in die 3. Liga und war seitdem Stammspieler. 

Der TVG steht derzeit nach 15 Spielen auf dem vierten Tabellenplatz. Der TVK hat nach 16 Matches Platz zwölf inne.

 

Unser Bild zeigt Leon David, rotes Trikot mit der Nr. 17, in Aktion.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt hat im alten Jahr noch einmal einen tollen Endspurt hingelegt. Im DHB-Pokal, Achtelfinale musste er sich nach großem Fight dem Erstligisten HSG Wetzlar knapp mit 23:25 geschlagen geben und im letzten Meisterschaftsspiel des alten Jahres gab es einen 28:27-Erfolg gegen die SG BBM Bietigheim.

 

Knapp an einer Überraschung schrammte der TVG im Pokal-Achtelfinale gegen Wetzlar vorbei. Die dezimierten Hausherren zeigten wenig Respekt vor dem Erstligisten, ließen sich auch von einem 0:2 und 3:5-Rückstand nicht nervös machen. Vor allem Kuno Schauer war es, der groß auftrumpfte und den die Gäste nicht in den Griff bekamen. Und es war einmal mehr Boukovinas im Tor, der zur Bestform auflief. Zwar taten sich die Hausherren gegen den starken Abwehrblock der HSG schwer, doch mit Schlagwürfen kam der TVG immer öfter zum Erfolg und damit auch zum Ausgleich (14:14). Kurz vor der Pause war es Zhuk, der für die 15:14-Führung sorgte. Nach dem Wechsel hatte der TVG gegen teilweise verunsichert wirkende Gäste eine starke Phase und zog auf 18:15 davon. Die HSG erlaubte sich einige Fehler zu viel, die die Unterfranken geschickt nutzten. In der Folge zeigte sich allerdings die Routine des Erstligisten. Innerhalb zehn Minuten drehte er das Spiel von einem 15:18-Rückstand in eine 20:18-Führung. Nun musste der TVG auch noch in doppelter Unterzahl agieren, überstand diese Phase aber gut. Die Vori-Crew stemmte sich gegen die drohende Niederlage, deckte offensiv und kam in der spannenden Endphase noch einmal heran. Schalles und Schauer sorgten für den 23:24-Anschluss. Der starke Lipovina setzte mit seinem sechsten Treffer den Schlusspunkt unter ein kurzweiliges Spiel.

 

Tolle Vorstellung gegen Bietigheim

Mit einer starken Vorstellung beendete der TVG das alte Jahr mit einem verdienten Erfolg gegen Bietigheim. Vor allem in der ersten Hälfte hatten die Hausherren in Torhüter Boukovinas ihre Stütze, die Abwehr stand sehr stabil und der Angriff agierte sehr konsequent. Vor allem Wullenweber und die Achse Stark-Corak funktionierte hervorragend. Die SG fand zunächst kein Mittel um den gegnerischen Sturm einzudämmen. Nach dem 14:8 fanden die Gäste immer besser ins Spiel, verkürzten auf 11:14 und vor allem der schnelle SG-Außen Pfeifer sorgte mit drei Treffern in Folge für den Anschluss. Der Ausgleich wollte aber nicht fallen, denn der TVG legte immer wieder einen Zahn zu (27:24). Beim 28:27 hatte der Gast die Chance zum Ausgleich, doch das Anspiel an den Kreis kam nicht an. Am Ende freute sich der TVG über den Sieg und ein ausgeglichenes Punktekonto.

Simon Strakeljahn, der zwei Tore zum Sieg beisteuerte, sagte: “Es war überragend, am 26. Dezember so ein Kampfspiel zuhause zu gewinnen. Wir haben immer geführt, dann wurde es nochmal knapp, aber am Ende sind die zwei Punkte bei uns geblieben. So können wir gut in die Winterpause gehen.”

 

Das Bild, das Kuno Schauer zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die letzten Spiele für dieses Jahr gingen zuletzt in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, über die Bühne. Dabei waren die hiesigen Vereine erfolgreich.

 

Mit einem 31:29-Sieg gegen den Aufsteiger aus Pohlheim schloss der TV Kirchzell das alte Jahr ab und geht nun erst einmal in die wohlverdiente Winterpause. 4:2 Punkte aus den letzten drei Spielen im Jahr 2022 wollte der TVK holen. Am Ende sind es 3:3 geworden. 

TVK-Trainer Alex Hauptmann sagte schon im Vorfeld, dass die Partie gegen den Aufsteiger sehr schwierig werden würde. Und so war es auch. Die Erleichterung nach dem Erfolg war allen Beteiligten anzumerken, denn so richtig zufrieden mit der gezeigten Leistung kann der TVK nicht sein. Am Ende zählen aber nur die Punkte und die holten sich die Hausherren in einer spannenden und umkämpften Schlussphase. So sagte dann auch HSG-Trainer Andreas Lex, der sich aufgrund seiner vielen Ausfälle im Team sicherheitshalber mit auf den Spielberichtsbogen hat schreiben lassen: „ Wir haben es versäumt, in der entscheidenden Phase den Deckel draufzumachen. Am Ende wäre aus meiner Sicht ein Remis gerechter gewesen.“

Bis zum 6:6 in der neunten Minute war die Begegnung ausgeglichen. In der Folge setzten sich die Gastgeber, die diesmal wieder auf Maximilian Gläser zurückgreifen konnten, dafür auf Moritz Klenk verzichten mussten, auf zwei Tore ab (8:6, 10:8, 11:9). Doch der Aufsteiger nutzte die vielen Fehler, die der TVK nun produzierte und wandelte den Rückstand seinerseits in eine Zwei-Tore-Führung um (14:12, 16:14). So sehr sich der TVK auch mühte, die HSG hielt den Vorsprung und ging mit 17:15 in die Pause, setzte nach dem Wechsel durch Johannes Träger gleich noch einen drauf (18:15). Die Kirchzeller spielten nun die ganze Palette an Fehlern, sei es Ballverlust, vergebener Strafwurf, zu harmloser Abschluss, herunter und es sah beim 22:19, 24:21 und 27:24 (49.) für die Gäste so aus, als ob diese die Punkte mit nach Hause nehmen würden. Was den TVK aber immer wieder auszeichnet, ist sein Kampfgeist. So war es auch diesmal. Im Schlussspurt rückte die Mannschaft zusammen, legte einen unbändigen Kampfgeist an den Tag und unter dem Jubel ihrer Anhänger netzte der bärenstarke Nico Polixenidis zum 28:28-Ausgleich ein. Da waren noch drei Minuten zu spielen. Die HSG legte noch einmal vor, der TVK glich aus. Nach der HSG-Auszeit verlor der Gast den Ball und wieder war es Polixenidis. Diesmal traf er zur 30:29-Führung. Joshua Osifo machte mit seinem fünften Treffer kurz vor knapp den 31:29-Endstand perfekt. 

Ein erleichterter Alex Hauptmann sagte anschließend: „Es war ein sehr schwieriges Spiel und die HSG zeigte die letzten Spiele eine aufsteigende Tendenz. Wir haben zu viele Tore kassiert, sind nicht konsequent zur Sache gegangen. Aber wir haben immer an uns geglaubt und die letzten 20 Minuten eine starke Leistung gezeigt.“ Polixenidis und Spieß ragten aus dem Kollektiv noch heraus.

 

 

Punktgewinn zum Jahresabschluss

Die HSG Rodgau Nieder-Roden hat sich mit einem 25:25-Punktgewinn beim TuS Dansenberg in die kurze Weihnachtspause geschleppt. Stark ersatzgeschwächt und nach kräftezehrenden Wochen ohne jegliche Pause auf der letzten Rille laufend, zeigten die Schützlinge von Trainer Jan Redmann zwar keine hochklassige, aber sehr wohl eine kämpferisch überzeugende Leistung und kamen nach einer 60-minütigen Achterbahnfahrt der Gefühle zu einem verdienten 25:25-Remis.

Wie schon in der Vorwoche beim Sieg über die mHSG Friesenheim-Hochdorf II kamen die „Baggerseepiraten“ auch bei den mit viel höheren Ambitionen in die Saison gegangenen Gastgebern aus dem Kaiserslauterner Stadtteil, die unter der Woche ihren Trainer entlassen hatten, prima aus den Startlöchern und führten nach vier Spielminuten mit 3:0. Danach kam das Heimteam aber besser in die Partie, und nach dem Ausgleich (7.) entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe mit ständig wechselnden Führungen.

Dramatisch wurde es dann in der 21. Spielminute: Bei einem erweiterten Gegenstoß wurde HSG-Akteur Ben Seidel gefoult und traf beim daraus resultierenden Sturz seinen Gegenspieler unabsichtlich mit dem Knie an der Schläfe. Dieser blieb bewusstlos auf dem Spielfeld liegen, wurde aber unter anderem von Johannes von der Au sofort in eine stabile Seitenlage gebracht, sodass der Dansenberger nicht seine Zunge verschluckte. Die mit vielen umstrittenen Entscheidungen auf beiden Seiten für reichlich Kopfschütteln sorgenden Schiedsrichter verhängten gegen Seidel eine Zwei-Minuten-Strafe – und gaben Freiwurf für die HSG. Die Hessen waren im Anschluss an diese Szene verständlicherweise erst einmal ziemlich konsterniert, und ihnen gelang bis zur Halbzeitsirene nur noch ein einziger Treffer. Dansenberg hingegen nutzte die technischen Fehler und Fehlwürfe der Gäste konsequent aus und hatte zur Pause mit 13:11 die Nase vorn.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Pfälzer zunächst tonangebend und lagen in der 44. Spielminute mit 21:18 in Front. Mit einer Auszeit rüttelte HSG-Trainer seine Schützlinge jedoch nochmals wach und er wechselte den zuvor auf der Bank schmorenden Niklas Roth ein. Ein gelungener Schachzug des erfahrenen Trainers, denn der junge Rückraumspieler erzielte in der letzten Viertelstunde vier Treffer und war – neben der nun deutlich besser agierenden Deckung – hauptverantwortlich dafür, dass die „Baggerseepiraten“ fünf Minuten vor dem Abpfiff beim 24:23 erstmals nach langer Zeit wieder selbst in Führung gehen konnten.

Nach dem Ausgleich der Gastgeber erzielte der in Anbetracht der dünnen Personaldecke reaktivierte Routinier Philippe Kohlstrung in der 58. Spielminute zwar die abermalige Führung für die „Redmänner“, doch Dansenberg gelang sieben Sekunden vor dem Ende der alles in allem verdiente Ausgleich. Mit dem konnte auch Jan Redmann gut leben: „Natürlich ist es schade, dass wir nicht gewonnen und in der Schlussphase in Überzahl zwei freie Würfe vergeben haben. Aber unterm Strich bin ich sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Jungs, die viel Leidenschaft gezeigt und sich aus einer schwierigen Phase Mitte der zweiten Hälfte erfolgreich zurückgekämpft haben.“

 

HSG Hanau siegt zum Jahresabschluss

Besser hätte der Jahresabschluss für die HSG Hanau nicht laufen können. Im Heimspiel gewann die HSG gegen Saarlouis mit 35:31 (19:13) und feierte dabei den sechsten Sieg in Serie. Vor 360 Zuschauern in der Main-Kinzig-Halle hatte Hanau von Beginn an dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt. Gestützt auf eine starke Torhüterleistung zogen Jan-Eric Ritter und Marc Strohl vorne ein gefährliches Angriffsspiel auf. In Überzahl spielten die beiden Rückraumakteure ihren Linksaußen Max Bergold frei, der zur 3:0-Führung (4. Minute) einwarf.

„Ich denke, dass wir die 1. Halbzeit nicht besser hätten gestalten können“, so Geist. „Die Jungs waren top motiviert, wir haben eine super Deckung gestellt und sind gut ins Umschaltspiel gekommen. Auch gegen den Saarlouiser Innenblock haben wir die richtigen Lösungen gefunden.“

Die HG Saarlouis tat sich zunächst schwer in dieser rassigen Partie, die von vielen Zeitstrafen auf beiden Seiten geprägt war. Bereits in den ersten Minuten entschärfte Can Adanir gleich mehrere Würfe der Gäste und traf selbst aus seinem eigenen Sechsmeter zum zwischenzeitlichen 4:1 (5.). HG-Trainer Branimir Koloper monierte später, dass sein Team es vernachlässigt hätte druckvoller auf die Lücken zu stoßen. Da Hanau aber gut verteidigte, blieben für den starken Saarlouiser Rückraum um Lukas Hüller und Tom Paetow nur wenige Räume übrig.

Allerdings steckten die Saarländer nicht auf, bissen sich in die Partie und rückten durch das 4:5 von Marcel Becker (8.) wieder etwas heran. Da die HG aber nur wenig später eine doppelte Zeitstrafe hinnehmen musste, hatte Hanau wieder die Möglichkeit davonzuziehen. Dem 10:5 (14.) von Strohl ließ Dennis Gerst das 14:9 in der 21. Minute folgen. Gestützt auf gleich mehrere Siebenmetertreffen von Bergold trieb Hanau den Vorsprung zwischenzeitlich auf neun Tore beim 19:10 (27.) hinauf, ehe HG-Coach Koloper seine zweite Auszeit nahm und versuchte sein Team neu einzustellen. Mit mehreren schnell vorgetragenen Angriffen gelang es den Gästen noch auf 13:19 zur Halbzeit zu verkürzen. „Für uns war das ein komisches Gefühl, mit sechs Toren Unterschied in die Pause zu gehen,“ erklärte Geist, der über die spielerischen Qualitäten der Gäste Bescheid wusste.

Nach der Pause drehte Saarlouis auf

Und er sollte Recht behalten: Saarlouis zeigte Charakter und kam noch einmal zurück in das Spiel. Mit dem Wiederanpfiff waren es Hüller und Paetow, die der Partie nun ihre Stempel aufdrückten und beim 18:20 (Hüller/36.) diese wieder offener gestalteten. Auf den ausgeübten Druck der beiden Rückraumakteure reagierte Hanau mit einer offensiven 5:1-Deckung.

„Saarlouis war natürlich der erwartet schwere Brocken für uns“, merkte Geist an. „In den zweiten 30 Minuten haben sie es geschafft ihre Qualität auf die Platte zu kriegen und wir haben es nicht mehr hinbekommen, so konsequent zu decken.“ Da Hanau aber weiterhin gerade im Konterspiel jede Menge Gefahr ausstrahlte, gelang es den Grimmstädter die Gäste auf Distanz zu halten. Luca Braun tankte sich an seinem Gegenspieler vorbei und erzielte das zwischenzeitliche 25:20 für die HSG (42.). Doch bis zum 28:30 von Koloper, der sich als Spielertrainer selbst eingewechselt hatte um den Rückstand umzubiegen (54. Minute), blieb Saarlouis den Gastgebern dicht auf den Fersen. Am Ende sicherte sich aber die HSG den Sieg.

 

Spiel des TV Gelnhausen beim HLZ Friesenheim-Hochdorf II kurzfristig abgesagt

Da die Heizung in der Sporthalle ausgefallen ist, wurde das Spiel zwischen dem HLZ Friesenheim-Hochdorf II und dem TV Gelnhausen kurzfristig abgesagt. Die Temperaturen in der Halle lagen unter 10 Grad.

Beide Mannschaften einigten sich in Absprache mit den Schiedsrichtern und der Spielleitenden Stelle darauf, das Spiel zu verlegen. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest, soll aber in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden.

„Es ist natürlich ärgerlich, weil wir hierhergefahren sind, um zu spielen. Aber der Gegner kann nichts dafür. Unter diesen Bedingungen wäre die Verletzungsgefahr zu groß gewesen. Wir müssen das akzeptieren“, sagte Trainer Matthias Geiger.