Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Jetzt ist es also soweit. Handball-Drittligist TV Kirchzell muss nach Jahren in Liga drei den bitteren Weg des Abstiegs in die Oberliga gehen. 
 

Aufgrund einer regulären Saison mit Höhen und Tiefen, vielen verletzungs-, krankheits- oder berufsbedingten Ausfällen innerhalb des Teams der Trainer Alex Hauptmann und Andi Kunz, aber auch aufgrund einiger unnötiger Punktverluste (siehe die Niederlage gegen Waldbüttelbrunn) fand sich der TVK in der Abstiegsrelegation wieder. Was die Mannschaft hier geleistet hat, ist kaum zu übertreffen. Woche für Woche wuchs das Team über sich hinaus und spielte – mit Unterstützung seiner unglaublichen Fans – eine überragende Runde. Diese wurde am vorletzten Spieltag ad absurdum geführt mit dem Spiel beim Team HandbALL Lippe II. Die junge gut ausgebildete zweite Mannschaft des Bundesligisten TBV Lemgo musste das Rückspiel gegen den ärgsten Konkurrenten um den Ligaverbleib, TVK gewinnen.

Was Maximilian Gläser (links) in der Abwehr, aber auch im Angriff leistete, war aller Ehren wert. Ein großes Kompliment für den jungen Mann, der ohne Training Woche für Woche überragend spielte

 
Kurzerhand setzte Lippe II – völlig regelkonform – zwei der besten Erstliga-Spieler mit bisher insgesamt 241 Toren plus den Erstliga-Torhüter im vorgezogenen Endspiel ein. Mit Mühe und Not gewann Lippe II das entscheidende Spiel um den Klassenerhalt mit 27:26 gegen einen TVK, der bis zum Umfallen kämpfte, eine bärenstarke Abwehr stellte und sogar hätte gewinnen können. So aber entschieden genau diese beiden tragenden Säulen der ersten Mannschaft die Schlussphase zugunsten der zweiten Mannschaft.
 
Lippe II ist sportlich kein Vorwurf zu machen. Sie haben völlig legitim ausgeschöpft, was der DHB in seinen Statuten festgelegt hat und damit zulässt. Zwei Spieler, die bis dato noch nie in der Mannschaft aufgelaufen sind, spielten das Zünglein an der Waage. Auch der TVK hatte sich vor der Abstiegsrelegation verstärkt. Allerdings mit einem Drittliga-Spieler, der seine Schuhe bereits an den Nagel gehängt hatte.
 
Ein kleiner, aber feiner Unterschied… Daher sagte Gottfried Kunz, sportlicher Leiter des TVK: „Lemgo ist sportlich kein Vorwurf zu machen. Es war alles regelkonform was sie gemacht haben. Aber wenn jetzt der DHB nicht in die Gänge kommt und dieses unsägliche Konzept mit den zweiten Mannschaften in der dritten Liga weiter verfolgt, dann fördert man dies genauso wie es am Samstag gespielt wurde. Noch einmal. Ich weiß, dass dies alles den Satzungen entspricht. Doch das geht so nicht.“
 
Trotz allem glaubte nicht nur Trainer Alex Hauptmann bis zum Schluss an das Handball-Wunder. Es traf nicht ein. Ein Trost bleibt ihm: sein TVK ist auf jeden Fall Sieger der Herzen! 
 
 

Philippe Kohlstrung ist völlig unkompliziert in der Abstiegsrunde eingesprungen. Toll, wie er das Team unterstützt hat.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

 
Mit einer 26:27-Niederlage kam Handball-Drittligist TV Kirchzell, der mit einem vollen Fanbus ins Lipperland gereist war, in der Abstiegsrelegationsrunde von der Bundesliga-Reserve des TBV Lemgo zurück. 
 
Die Mannschaft von Trainer Matthias Struck machte es sich im „Endspiel“ um den Klassenverbleib etwas zu einfach. Sie zogen einfach einmal die zwei besten Torschützen aus der ersten Mannschaft – Hutecek und Versteijnen, die beide bisher 241 Tore erzielten, – in die dritte Liga herunter. Es war der erste Einsatz der beiden in dieser Liga. Erstliga-Torhüter Finn Zecher stand ebenfalls mit auf dem Bogen. Er war schon desöfteren auf dem Spielberichtsbogen zu finden. Diesmal hatte auch er einen Einsatz.
 
Obwohl der TVK verloren hat – was diese Mannschaft geleistet hat, ist nicht zu beschreiben und an Einsatz, Willen und Kampfgeist sehr schwer zu toppen.
 
Die Hausherren begannen zunächst mit ihrer Stammformation, führten schnell mit 3:1 und 7:3 (12.). Es schien wie im Hinspiel zu werden, denn der TV Kirchzell ließ sich schnell hintenrein drängen. Lippe’s Torhüter Leon Goldbecker, der schon im Hinspiel überragend war, zeigte sich auch diesmal wieder von seiner besten Seite und hielt gleich einen Siebenmeter und einige Freie. Beim 8:3 in der 14. Minute nahmen die Gäste die Auszeit und ab der 16. Minute stand der österreichische Nationalspieler Lukas Hutecek auf dem Parkett. Kurz danach handelte sich Joshua Osifo seine zweite Zeitstrafe ein und der TVK brachte Tom Spieß. Beim 11:6 in der 22. Minute war dann auch der Holländer Niels Gerardus Versteijnen mit im Spiel. Aber der TVK spielte unbeeindruckt weiter, verkürzte sogar auf drei Treffer (10:13). Allerdings legten die Gastgeber nun in der Abwehr einen Zahn zu, bestraften jeden Fehler der Gäste und mit 16:11 ging es in die Pause. 
 
Die Gäste zerrissen sich
 
Nach dem Wechsel verkürzten die Gäste durch Strafwurf Tom Spieß auf 12:16 und Moritz Klenk, der die ganze Woche über mit einer ausgewachsenen Grippe im Bett lag, kam auf der Außenposition. Die Gäste zerrissen sich regelrecht und kämpften sich heran (16:19, 18:21). Nun kam Erstliga-Torhüter Finn Zecher für den Strafwurf. Doch Tom Spieß verwandelte diesen eiskalt und Joshua Osifo erzielte den 20:21-Anschluss. Der TVK wechselte zwischenzeitlich zwischen den Pfosten und Joshua Löffelmann hielt auch gleich einen Strafwurf. Aber auch Lippe wechselte und Zecher kam in der heißen Endphase beim 23:22 in der 49. Minute. Die Gastgeber zogen alle Register, um dieses vorgezogene Endspiel um den Klassenverbleib zu gewinnen. Mit Zecher, Hutecek und Versteijnen waren drei Erstliga-Spieler auf dem Parkett. Der TVK hielt dagegen und gab nicht nach: 25:25, danach die 26:25-Führung. Lippe glich aus und ging mit 27:26 in Front. Das war dann auch der Endstand.
 
TVK-Trainer Alex Hauptmann beglückwünschte Lippe zum Sieg und sagte: „Wir wussten, was uns hier erwartet. Ich finde es sehr schade, wenn am 33. Spieltag zwei Spieler eingesetzt werden dürfen, die zusammen bisher 241 Tore erzielt haben und mit der Mannschaft nichts zu tun haben. Aber das muss man so akzeptieren.“ Heim-Trainer Struck sagte: „Wir haben ein spannendes Spiel mit einem glücklichen Ende für uns gesehen. Heute haben wir den ersten Schritt gemacht. Am Montag müssen wir den zweiten machen.“ 
 
Weiter ging es gegen Oftersheim/Schwetzingen
 
Das Ziel des TV Kirchzell am letzten Spieltag an Pfingstmontag daheim gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen war es, in der Relegation auf jeden Fall den zweiten Platz zu erreichen. Das ist leider nicht gelungen und mit 30:31 mussten sie sich der HG Schwetzingen geschlagen geben. Damit war der TVK endgültig abgestiegen, denn er hätte gewinnen und Lippe II verlieren müssen. Beides ist nicht passiert. Wie der TVK aber sich noch einmal präsentiert und das schwere Spiel vom Samstag aus den Knochen geschüttelt hat, war bewundernswert. 
 
Dabei waren die Hausherren nicht komplett, mussten auf Moritz Klenk verzichten. Leon David hatte Knieprobleme, musste nach drei Minuten schon wieder raus und Tobias Jörg war gesundheitlich angeschlagen und kam nur zu einem Strafwurf.
 
Zu Beginn war die Partie ausgeglichen. Die Teams begegneten sich auf Augenhöhe, immer wieder mit leichten Vorteilen für den TVK. Doch die HG gab nicht auf, nutzte ihre Chancen. Gegen Ende der ersten Hälfte legte der TVK zwar vor, der Gast zog stets nach. Dreimal scheiterten die Gastgeber per Gegenstoß frei vorm Tor und das blieb nicht ungestraft. Die HG machte Druck, glich zum 15:15 aus und so ging es auch in die Pause.
 
TVK-Torhüter Joshua Löffelmann war ein guter Rückhalt

Nach dem Wechsel kam die HG hochmotiviert aufs Parkett zurück, führte schnell mit 17:15. Der TVK machte den Rückstand sofort wieder wett, aber nun war das Momentum auf Gästeseite. Beim TVK schienen die Kräfte zu schwinden (22:25). Zwar hielt Torhüter Löffelmann was zu halten war, war ein sehr guter Rückhalt. Aber die Gäste hatten in dieser Phase Oberwasser (27:22). Fast unmenschlich holten die Kirchzeller die letzten Körner aus sich heraus und zwei Minuten vor Schluss stand es 30:30. Sekunden vor Schluss erzielte die HG das 31. Tor. Kirchzell war noch einmal im Angriff, doch der letzte Schuss ging an den Pfosten. „Glückwunsch an die HG und aus der Ferne Glückwunsch an Lemgo für den Klassenerhalt. Aber auch Glückwunsch an den TVK. Diese Mörder-Runde hat Mannschaft und Fans unglaublich zusammen geschweißt. Viel ist hier zusammengewachsen, obwohl wir am Ende nichts in den Händen haben. Aber wir gucken nicht zurück, sondern nach vorne“, sagte TVK-Trainer Andi Kunz. 

Verabschiedungen gab es auch noch und hier wurde es emotional. Neben Außen Moritz Klenk, der mit Zweitspielrecht vom TV Großwallstadt kam, Philippe Kohlstrung, der in der Relegation ausgeholfen hat, Michael Meyer-Ricks, Maximilian Gläser und Leon David wurde auch Kapitän Nico Polixenidis verabschiedet. Auch Hallensprecher Waldemar Buhler hört auf.
 
 
Die Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Der vorletzte Spieltag steht in der zweiten Handball-Bundesliga an und die Vereine sehnen das Saisonende herbei. Die Runde war anspruchsvoll und kräfteraubend. Einige Entscheidungen sind schon gefallen und Balingen-Weilstetten darf sich bereits über den Aufstieg in die BelEtage freuen. Die Wölfe Würzburg hingegen müssen die Liga verlassen.
 
Der TV Großwallstadt steht auf Platz 13 der Tabelle, kann entspannt dem Saisonende entgegen blicken, will aber trotzdem in den letzten beiden Spielen noch einmal Punkte auf die Habenseite bringen.
 
In den letzten vier Partien gab es gegen Dormagen und Lübeck daheim jeweils ein Remis, in Hüttenberg setzte es eine deutliche Niederlage und zuletzt gegen den HC Motor Zaporizhzhia wieder ein Unentschieden. „Eine Viruserkrankung hat viele unserer Spieler gegen den HC Motor ausgebremst und wir mussten stark ersatzgeschwächt antreten. Aber die Mannschaft hat das gut gelöst“, sagt TVG-Geschäftsführer Michael Spatz. Auf gleich fünf Akteuere musste Trainer Slava Lochman gegen seine ukrainischen Landsleute verzichten und musste von der A-Jugend neben Kreisläufer Anton Bayer noch auf Außen Oleksandr Siryk zurückgreifen.
 
Diese Woche hat sich das Lazarett etwas gelichtet und der eine oder andere kam ins Training zurück. „Wir hoffen, dass wir am Freitag in Bietigheim vollzählig antreten können“, sagt Michael Spatz.
 
Die SG BBM Bietigheim, derzeit Sechster in der Tabelle, ist dem TVG in guter Erinnerung. Zum Jahresausklang am 26. Dezember gewannen die Großwallstädter das Hinspiel mit 28:27 (13:8) gegen das favorisierte Team von Trainer Iker Romero. Entscheidender Faktor war damals neben dem bärenstarken Petros Boukovinas im Tor Rückraumakteur Mario Stark, der mit seiner Klasse und seiner Erfahrung im Schlussakkord dafür sorgte, dass die Punkte beim TVG blieben und dieser nach 17 Spielen und 17:17 Punkten beruhigt in die Winterpause gehen konnte.
 
Pfeilschneller Alex Pfeifer erinnert sich
 
Der pfeilschnelle Außen Alex Pfeifer, der eine TVG-Vergangenheit hat, erinnert sich: „Im Hinspiel hat uns Petros Boukovinas viel weggegriffen. Das war Wahnsinn. Ich hoffe, dass er an seine Leistung anknüpfen kann, aber wir diesmal einfach besser sind. Ich denke, dass es wieder ein schnelles Spiel werden wird und derjenige gewinnt, der den größeren Willen am Ende der Saison hat.“
 
Übrigens war dieses Match das letzte unter Trainer Igor Vori. Der Kroate, der im Juli 2022 den Trainerposten beim TVG übernahm, verließ Anfang des neuen Jahres die Unterfranken aus persönlichen Gründen, bat den Verein um seine sofortige Entbindung von seinem Amt.
 
Fortan hatte Slava Lochman das Sagen auf der Bank. Er und seine Jungs können sich im Rückspiel auf einen Gegner einstellen, der über einen ausgeglichenen Kader verfügt. Die Bietigheimer haben sich unter Iker Romero gut weiter entwickelt, haben mit Nikola Vlahovic, Juan De la Pena oder Max Öhler im Rückraum wichtige Akteure. Christian Schäfer oder dem ehemaligen Großwallstädter Alex Pfeifer auf Außen sind schnell unterwegs und mit Konstantin Poltrum und Fredrik Genz hat die SG ein gutes Torhütergespann. „Die Bietigheimer haben ihr letztes Heimspiel vor der Brust und wollen dies sicher positiv gestalten“, weiß TVG-Torhüter Jan-Steffen Minerva. Er ist nach seiner langen Verletzungspause seit ein paar Wochen wieder im Training mit dabei. Ob er diese Saison noch einmal einen Einsatz bekommt, muss abgewartet werden. Egal wie, er weiß: „Wir müssen schauen, dass wir in Bietigheim von Anfang an hellwach sind und uns nicht hintenrein drücken lassen.“ 
 
 
 Players Night zum Abschluss
 
Nach dem Spiel in Bietigheim kommt zum Saisonfinale Gegner Wölfe Würzburg am kommenden Mittwoch in die fan-Arena Aschaffenburg. Nach der Begegnung gibt es eine Players Night, in der Spieler und Fans gemeinsam das Saisonende feiern können.
 
Das Bild zeigt Mario Stark, der entscheidenden Anteil am Sieg im Hinspiel hatte. Danke an den TVG für das schöne Bild.
 
Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Routinier und Abwehrchef Marc Strohl wird den Handball-Drittligisten HSG Hanau am Saisonende 2022/23 verlassen. Das gab die HSG in einer Pressemitteilung bekannt. Der linke Rückraumspieler möchte in Zukunft kürzer treten und sich auf sein mittelständisches Unternehmen konzentrieren. Im Team von HSG-Cheftrainer Hannes Geist gilt das Eigengewächs als absoluter Teamplayer und Führungsspieler. Nach der besten Saison der Vereinsgeschichte verabschiedet sich Strohl als südwestdeutscher Meister der dritten Liga. Neben Strohl werden auch Torhüter Fabian Tomm und der Neuseeländer Luke Ireland den Verein verlassen.

Gebürtig aus Bruchköbel und in der eigenen Kaderschmiede der Grimmstädter ausgebildet, gilt der 29-Jährige schon lange als absoluter Führungsspieler und Vereins-Ikone. Umso schwerer wiegt jetzt der Abschiedsschmerz. „Es ist extrem schade, dass er uns verlässt. Gerade nach der Saison, die er in diesem Jahr gespielt hat“, meint Geist über seinen Leader, der zwischenzeitlich auch für den VfL Gummersbach II und den VfL Eintracht Hagen spielte.

„Marc ist bei uns im Verein schon lange als absoluter Leitwolf und feste Größe bekannt. Er ist eigentlich gar nicht wegzudenken“, sagt der sportliche Leiter der HSG Hanau, Reiner Kegelmann. „Ich glaube diese Saison war im Trikot der HSG Hanau seine bisher Beste. Hinten wie vorne hat er immer seine Leistung gebracht und sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt.“

Gerade in der Abwehr, dem Prunkstück der HSG Hanau, übernahm Strohl große Verantwortung und etablierte sich als absoluter Leader im Team von Hannes Geist. Zusammen mit dem hochgewachsenen Litauer Dziugas Jusys bildete der Abwehrchef den Innenblock der 6:0-Deckung der Grimmstädter und hatte dabei großen Anteil am Gewinn der Meisterschaft in der Staffel Süd-West.

„Was man dabei nicht vergessen darf ist: Er hat sich lange schwer getan, ob er in dieser Saison weitermacht“, blickt Geist auf den letzten Sommer zurück. 2022 zeichnete sich im Kader der HSG Hanau ein großer Umbruch ab. Viele verdiente Spieler, z.B. Yaron Pillmann und Sebastian Schermuly verließen der Verein. Doch Strohl blieb und stellte sich ganz in den Dienst des Vereins, obwohl 2021/22 ein verletzungsreiches Jahr für ihn gewesen war. „Er hat damals gesagt, dass er dem Verein etwas zurückgeben will und beim Umbruch helfen möchte. Das hat er getan. Er war ein wichtiger Baustein in dieser Spielzeit. Ich denke, dafür hat er sich jetzt einen würdigen Abschluss verdient“, lobt Geist.

Gemeinsam mit den „jungen Wilden“ im Team, nahm der Leader nun zum dritten Mal in Folge an der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga teil und dabei auch viele Entbehrungen in Kauf. Obwohl der gelernte Karosseriebauer hauptberuflich ein kleines Unternehmen betreibt und als Selbstständiger nach eigener Aussage auch mal 50 Stunden in der Woche in der Werkstatt verbringt, fand der Rückraum Linke und Abwehrchef in dieser Saison dennoch oft genug Zeit für die Trainingseinheiten mit seinem Team. Ein Fakt, den sein Trainer ihm nun hoch anrechnet und auch großes Verständnis für dessen Entscheidung zeigt.

“Ich möchte mich bedanken”

„Ich möchte mich beim ganzen Verein für die letzten Jahre bedanken. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich denke, wenn man heute sieht, was hier die letzten Jahre geschaffen wurde, dann fühlt es sich extrem gut ein Teil dieses Ganzen gewesen zu sein. Ich bin auch stolz darauf, in diesem Team im letzten Jahr mitgespielt zu haben. Die Jungs sind einfach motiviert und heiß auf jedes Spiel und jedes Training sowie darauf, immer alles für den Erfolg zu geben. Ich bin auch super dankbar, dass wir so ein familiäres Verhältnis im Verein und zu unseren Zuschauern haben – denen will ich noch einmal ganz besonders danken, vor allem dem Blauen Block. Egal ob wir hinten oder vorne lagen, die Unterstützung war uns immer sicher, auch auswärts.“

„Ich denke, wir werden Marc immer in Verbundenheit mit der HSG sehen“, so Geist. „Ich wünsche ihm im Namen des Vereins auf diesem Weg ganz viel Erholung für ihn und seinen Körper. Wir freuen uns darauf, ihn jederzeit wieder bei uns in der Halle begrüßen zu dürfen.“

„Ich werde dem Verein sicher in irgendeiner Form erhalten bleiben“, fügt Strohl hinzu. „In welcher Form auch immer. Für die Entscheidung darüber brauche ich allerdings noch etwas Zeit und vor allem zunächst etwas Abstand vom Handball. Nun freue ich mich auf die freie Zeit mit Freunden und Familie und hoffe abschließend auf einen spannenden und schönen Handballabend gegen Emsdetten.“

Marc Strohl begann das Handballspielen bei der SG Bruchköbel, fand aber schon bald den Weg in die Grimmstadt. Bei der Turnerschaft Steinheim erhielt der Rückraumspieler seine handballerische Ausbildung und wurde mit der C-Jugend des Vereins 2009 Hessenmeister und im selben Jahr sogar Südwestdeutscher Meister. 2011 knüpfte er als B-Jugendlicher an den Erfolg an und feierte ebenfalls die Südwestdeutsche Meisterschaft. Als Perspektivspieler rückte er danach in die Männermannschaft vor und half beim Aufstieg in die Oberliga 2011/12 mit. Zwischen 2012 und 2015 trug Strohl das Trikot des VfL Gummersbach II und in der Saison 2015/16 das des VfL Eintracht Hagen. Mit der HSG Hanau nahm er 2021, 2022 und 2023 an der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga teil.

 

Das Bild von Marc hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Im drittletzten Spieltag der Saison 2022/23 musste Handball-Zweitligist TV Großwallstadt in Düsseldorf beim HC Motor Zaporizhzhia antreten und die Mannschaften trennten sich mit 24:24-Unentschieden. Auch im Hinspiel gab es keinen Sieger (27:27).
 
Außer, dass fünf Spieler aufgrund von Viruserkrankung beim TVG fehlten, kam die Mannschaft auch noch aufgrund vieler Staus und Unfälle auf den letzten Drücker in Düsseldorf an. Aber auch der HC Motor war nicht vollzählig, da einige Akteure bei der Beachhandball-WM in Portugal weilten. 
 
Von Anfang an entwickelte sich ein munteres Spielchen, in dem der TVG schnell die Führung übernahm und das Match bestimmte. Zwar hielt Motor bis zum 5:5 in der zehnten Minute noch mit. Danach hatten die Gäste mehr vom Spiel, glänzten mit schönen Spielzügen und gingen auf 11:6 (18.) davon. Die Hausherren versuchten den Anschluss zu halten. Doch bis zur Pause hielten die Großwallstädter den Fünf-Tore-Vorsprung (16:11). Slava Lochman, der lange beim HCM zuhause war, hatte seine Spieler gut auf seine Landsleute eingestellt und sagte: „Ich kenne sie alle gut und freute mich sehr auf das Spiel. Aber trotzdem wir wollen unbedingt gewinnen.“
 
Nach der Pause erzielte Munzinger gleich das 17:11. HCM-Kapitän Zekhar Denysov dirigierte nun seine Mitspieler gut und schnell verkürzten sie auf 14:17 (34.). Mit einem 5:0-Lauf erzielten sie sogar den Anschluss durch Rückraumspieler Horiha. Die Gastgeber standen nun in der Abwehr besser und zeigten sich vorne treffsicher (18:18). Adrian Kammlodt und Ievgen Zhuk waren es, die vorlegten und für das 20:18 (44.) sorgten. In der letzten Viertelstunde wurde es hektisch auf dem Parkett und Frieder Bandlow wurde von Turchenko rüde gefoult. Die Schiedsrichter zückten sofort den roten Karton (46.). Danach gab es eine weitere Zeitstrafe für den HC, aber auch der TVG handelte sich zwei ein. Lochman schickte den jungen Kreisläufer Anton Bayer von der TVG-A-Jugend aufs Parkett und auch Oleksandr Siryk auf Außen bekam nun seine Chance.
 
Die Gastgeber legten in der Endphase einen Zahn zu und übernahmen mit 21:20 die Führung – die erste seit der sechsten Minute (3:2). Auf dem Parkett wurde es emotional und der TVG mobilisierte die letzten Kräfte. In den letzten eineinhalb Minuten war der HCM in doppelter Unterzahl, doch der TVG konnte dies nicht nutzen und  beim 24:23 sah es nach einem Sieg für Motor aus. Adrian Kammlodt mit einem Gewaltwurf traf vier Sekunden vor Schluss zum 24:24-Unentschieden. Mit acht Toren in Halbzeit zwei war die Partie nicht zu gewinnen. Aber mit dieser ersatzgeschwächten Mannschaft war heute wirklich nicht mehr drin und Trainer Lochman sagte anschließend: „Wir hatten jetzt schon in den letzten Spielen immer wieder Probleme in Halbzeit zwei. Aber heute hatten wir so viele kranke Spieler, dass das Ergebnis okay ist.“
 
Am kommenden Freitag spielt der TVG in Bietigheim.
 
 
Das Bild, das Dmytro Redkyn zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.
 
Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Mit 36:35 gewann der TV Kirchzell in der dritten Handball-Liga in der knüppelharten Abstiegsrelegation am Vatertag beim DHK Flensborg und steht derzeit mit 9:3 Punkten nach sechs Spielen an Platz zwei der Tabelle. Am gestrigen Freitag hat Bayreuth gegen Oftersheim/Schwetzingen gespielt und hat sich aufgrund mehr Spiele am TVK vorbeigeschoben. 
 
Auf die Kirchzeller wartet nun ein Doppelspieltag, denn am heutigen Samstag geht es nach Augustdorf gegen das Team HandbALL Lippe II und am Pfingstmontag empfangen sie zuhause in der Dreifachsporthalle Miltenberg im letzten Spiel der Runde die HG Oftersheim/Schwetzingen. In beiden Hinspielen war es ein Kampf auf Biegen und Brechen. Gegen Lippe wurde es nach einem zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstand am Ende ein 27:27-Unentschieden. In Schwetzingen gewann der TVK mit 33:32.
 
Zwar liegen die Mannschaften, bis auf Flensborg, eng beisammen. Trotzdem gipfelt es auf ein Kopf- an Kopfrennen zwischen Lippe und dem TVK hinaus und auf beide Seiten wartet am Samstag ein echtes Endspiel.
 
Diesmal wollen es die Odenwälder gegen das Team von Trainer Matthias Struck besser machen als im Hinspiel und von Anfang an Vollgas geben, sich keinesfalls gleich wieder hintenrein drücken lassen. Zwar hatte sich der TVK nach dem 12:20 kurz nach der Halbzeitpause herangekämpft. „Doch diesmal muss es unser Ziel sein, dort zu gewinnen“, sagt Trainer Alex Hauptmann. Dazu gilt es, die Rückraumspieler Houtepen, Hansen und Blaauw sowie Außen Carstensen in den Griff zu bekommen. Das wird schwer genug, denn Lippe will ebenfalls den begehrten einzigen Platz ergattern, der zum Verbleib in der Liga ausgeschrieben ist und wird sicher mit allen Mann an Bord antreten. Nach Augustdorf fährt daher extra ein TVK-Fanbus und die Zuschauer wollen ihrer Mannschaft den Rücken stärken. 
 
Pfingstmontag geht es in Miltenberg rund
 
Auch an Pfingstmontag wird die Miltenberger Sporthalle sicher aus allen Nähten platzen, wenn es im letzten Spiel gegen Schwetzingen geht. Hauptmann: „Die Fans und das Team sind zusammen gewachsen und ich finde, unsere Mannschaft hat sich auch verdient, dass die Halle im letzten Spiel noch einmal krachend voll ist.“ In dieser Partie muss auf die wichtigen HG-Akteure Barthelmeß, Triebskorn, Burmeister oder Zaum ein besonderes Augenmerk gelegt werden. „Wir müssen in beiden Spielen Vollgas geben und noch einmal alles reinwerfen“, sagt Hauptmann. Er weiß, dass von keinem Team Schützenhilfe zu erwarten ist, denn „jeder muss nach sich schauen und ist seines Glückes Schmied. Aber erst einmal gilt es, den Fokus auf den Samstag zu legen. Diese Partie wird verdammt schwer und ist ein Endspiel für beide Mannschaften. Erst danach beschäftigen wir uns mit unserem letzten Gegner der Runde.“
 
Das Bild zeigt die Mannschaft und ihre unglaublichen Fans nach dem Spiel beim DHK Flensborg. Demnächst gibt es hier noch mehr Bilder von der längsten Auswärtsfahrt des TVK, die jemals eine erste Mannschaft des Vereins bestritten hat.
 
Den Artikel habe ich – mit Abstrichen – auf für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.
 
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am heutigen Freitag trifft der TV Großwallstadt um 19.30 Uhr auf den ukrainischen Top-Club HC Motor Zaporizhzhia, welcher in dieser Saison seine Spiele in Düsseldorf austrägt. Die zweite Handball-Bundesliga hat es zur Saison 2022/23 dem Verein ermöglicht, außer Konkurrenz in der zweiten Liga aufzulaufen. So können die ukrainischen Sportler Ihrem Beruf nachgehen und trotz der Kriegssituation in ihrem Heimatland Handball unter Wettbewerbsbedingungen spielen.

Sportlich hat dieses Match also keinerlei Bedeutung. Trotzdem will der TVG das Bestmögliche aus der Begegnung herausholen. Mit Ievgen Zhuk und Dmytro Redkyn stehen beim TVG zwei Spieler ukrainischer Abstammung im Kader und an der Seitenlinie coacht der Ukrainer Slava Lochman sein Team. Die drei werden sich mit Sicherheit sehr auf diese Begegnung freuen und alles dafür tun, um gegen die Landsleute gut auszusehen. “Wir freuen uns sehr auf das Spiel und wir wollen alles in die Waagschale werfen”, sagte Slava Lochmann.

Allerdings hat den TVG eine Erkältungswelle ausgebremst und es gab die Woche über viel Platz in der Trainingshalle. Insgesamt sieben Akteure mussten krankheitsbedingt passen, so dass an einen normalen Trainingsbetrieb nicht zu denken war. Ob noch weitere dazukommen oder ob der eine oder andere wieder mitspielen kann, bleibt abzuwarten.

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz sagt: „Die Vorbereitung aufs Spiel gegen den HC Motor ist natürlich alles andere als optimal gelaufen und wir werden wohl mit einigen A-Jugendspielern nach Düsseldorf fahren.“ Allerdings hofft der Geschäftsführer, dass der eine oder andere wieder so weit fit ist, dass er mit nach Düsseldorf fahren kann.

Der HC Motor Zaporizhzhia steht aktuell mit 23:47 Punkten auf Platz 17 der Tabelle (a.K.) und wird sicherlich in den letzten verbleibenden Spielen noch ein paar Punkte einfahren wollen. Das will der TVG auf jeden Fall auch.

 

 

Ievgen Zhuk trifft heute Abend auf seinen Landsmann und Nationalmannschaftskollegen Gennadiy Komok. Das Bild hat uns freundlicherweise der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wie Handball-Zweitligist TV Großwallstadt mitteilte, erhält der junge Rechtsaußen Dmytro Redkyn einen Profivertrag für die kommenden drei Jahre. Der 19-jährige Ukrainer hat damit den Sprung in den Profikader vollends geschafft, nachdem er sich in der aktuellen Spielzeit dort schon auf Rechtsaußen beweisen konnte.

Der Ukrainer stieß im August 2022 zum TVG, als er aufgrund des Krieges in seinem Heimatland zusammen mit anderen Sportlern ohne Angehörige nach Großwallstadt geflüchtet ist. Dort ist er in der Wohngemeinschaft der TVG Junioren Akademie e.V. untergekommen und lief in der Saison 2022/23 für die A-Jugend des Nachwuchsleistungszentrums auf, mit der er zum Abschluss den Titel der bayerischen Meisterschaft feiern durfte. Nach der Verletzung von Görkem Bicer im September 2022 berief ihn TVG-Geschäftsführer Michael Spatz in den Bundesliga-Kader. Hinter Maxim Schalles kam Redkyn immer öfter zu kurzen Einsätzen, zeigte tolle Leistungen und empfahl sich so für den Profibereich.

Michael Spatz freut sich, dass das junge Talent dem TVG erhalten bleibt: „Wir haben sehr schnell gesehen, dass in Dmytro ein großes Potenzial steckt. Er ist noch sehr jung und ganz am Anfang seiner Karriere, aber seine Beweglichkeit, seine Schnelligkeit und vor allem seine Sprungkraft haben mich sofort überzeugt. Natürlich wird in der kommenden Spielzeit Görkem Bicer wieder aufs Parkett zurückkehren und mit Maxim Schalles haben wir zudem einen weiteren starken Spieler auf dieser Position. Aber wenn man einen Spieler mit Dmytros Veranlagung und Talent im eigenen Jugendbereich hat, muss man dies auch weiter fördern. Er wird sich nach und nach bei uns weiterentwickeln können. Wir freuen uns sehr, dass sich Dmytro entschieden hat, seinen weiteren Weg mit uns zu gehen.“

 

Der junge Spieler Dmytro Redkyn wurde am 7. März 2004 in der Ukraine geboren und erlernte dort das Handballspielen. Vor seiner Flucht aus seinem Heimatland spielte er bei der Handball Academy Zaporozhye. Im August 2022 wurde er in der TVG Junioren Akademie e.V. ins Team der A-Jugend aufgenommen und hatte in der Saison 2022/23 zahlreiche Einsätze in der Profimannschaft der zweiten Bundesliga. Für die kommende Spielzeit hat Dmytro Redkyn seinen ersten Profivertrag beim TV Großwallstadt bis 2026 unterschrieben.

 

Das Bild, das uns der TVG dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat, zeigt Dmytro Redkyn mit TVG-Geschäftsführer Michael Spatz.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Mit der makellosen Bilanz von 8:0 Punkten beendet der TV Gelnhausen als Tabellenerster die Ligapokalrunde der dritten Handball-Liga. Auch in der Nordfrost-Arena beim Wilhelmshavener HV ließ der TVG nichts anbrennen und gewann mit 36:33.

Bereits vor diesem Spiel hatten die Gelnhäuser sich für die erste DHB-Pokalrunde qualifiziert. Das war für das Team von Trainer Matthias Geiger aber kein Grund, es locker angehen zu lassen. Die Mannschaft wollte die perfekte Pokalrunde spielen und keine Punkte liegen lassen.

So stand es zur Pause 19:17 für die Gäste. War es in Halbzeit eins der starke Torhüter Alexander Bechert, hielt nach dem Wechsel Julian Lahme bärenstark. Am Ende war es Nils Bergau, der zum 36:33 einnetzte.

Trainer Matthias Geiger war nach dem Spiel sehr zufrieden mit seiner Mannschaft: „Es war ein absolut spannendes und wahnsinnig kämpferisches Spiel. Wir wollten auf jeden Fall gewinnen und auch Wilhelmshaven wollte sich unbedingt mit einem Sieg von seinen Fans in eigener Halle verabschieden. Am Ende haben wir die Nerven behalten und die entscheidenden Bälle geholt. Die Jungs haben gekämpft. So ein Spiel ist die Krönung für unsere tolle Saison. Die Mannschaft war auf den Punkt vorbereitet. Ein riesengroßes Dankeschön gilt unseren Fans in der Halle für die tolle Unterstützung.“

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das Team Deutschland-Achter ist bereit für den ersten internationalen Wettkampf – so steht es in der Pressemitteilung geschrieben. Vom heutigen Donnerstag bis Sonntag werden im slowenischen Bled die Ruder-Europameisterschaften ausgetragen. Der Deutschland-Achter, der Vierer ohne Steuermann und der Zweier treffen dabei auf die geballte internationale europäische Konkurrenz. Die Sportler und Trainer fiebern der ersten Standortbestimmung entgegen.

„Die EM wird direkt ein Brett, da ist alles am Start, was Rang und Namen hat. Es wird auf jeden Fall ein Gradmesser. Wir erwarten gute Erkenntnisse, wo wir stehen“, sagt Bundestrainerin Sabine Tschäge: „Wir freuen uns alle, dass es losgeht und sehen der Sache positiv entgegen. Alle sind bereit, ihr Bestes zu geben und wollen Erfolg haben.“

Erstes Achter-Rennen am Donnerstag

Am vergangenen Dienstagmorgen ist das Team Deutschland-Achter nach Bled aufgebrochen, am heutigen Donnerstag stehen die ersten Rennen an. Der Deutschland-Achter bestreitet seit 13.05 Uhr das Bahnverteilungsrennen, das Finale am Samstag um 14.29 Uhr. Bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt nach der Nominierung können Marc Kammann, Wolf-Niclas Schröder, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Torben Johannesen, Max John, Jasper Angl, Benedict Eggeling und Steuermann Jonas Wiesen gleich auf höchstem Niveau ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Weltmeister Großbritannien ist ebenso dabei wie der WM-Zweite Niederlande, Rumänien, Italien und Polen.

Das Rennkonzept soll umgesetzt werden

Der Deutschland-Achter will sich vor allem auf seine eigene Leistung konzentrieren. „Es ist mit einem frischen Team beim ersten internationalen Wettkampf vorher auch immer schwierig einzuschätzen“, so Tschäge: „Wir wollen unser Rennkonzept umsetzen und haben uns kein Ziel anhand einer Platzierung gesetzt. Wir haben in den vergangenen Wochen viel gearbeitet und viel geschafft. Das wollen wir nutzen. Wenn wir die Sachen, die wir uns erarbeitet haben, nun in die Vollen bringen, dann können wir bei der EM bestehen.“

Auch für den Vierer ohne Steuermann und im Zweier wird es heute der erste internationale Auftritt des Jahres. „Für einige sogar der erste internationale Einsatz im A-Bereich überhaupt“, sagt Thomas Affeldt, der den Vierer und Zweier betreut: „Wir haben nicht den Druck, um die Medaillen fahren zu müssen. Wir können frisch an die Sache rangehen und wollen erstmal unsere eigene Leistung bringen. Dann werden wir sehen, wo wir international ungefähr stehen. Die Jungs sind motiviert, wir haben bis zuletzt ordentlich gearbeitet.“

Im Vierer ohne Steuermann sind bei der EM elf Boote gemeldet. Bis auf Silbergewinner Australien ist das komplette Feld des WM-Finals 2022 vertreten, inklusive Weltmeister Großbritannien. Der deutsche Vierer holte in einem emotionalen Rennen damals den Sieg im B-Finale. Mit Malte Großmann und Theis Hagemeister sind zwei der Athleten nach wie vor im Boot und bringen damit etwas Erfahrung mit, neu hinzugestoßen sind Mark Hinrichs – letzte Saison Ersatzmann und WM-Starter im Achter – und Sönke Kruse, der seinen ersten internationalen Auftritt im A-Kader haben wird, abgesehen vom SH Netz Cup in Rendsburg.

19 Nationen im Zweier gemeldet

Auch Jannik Metzger und Julius Christ werden erstmals im A-Kader für das Team Deutschland-Achter bei einer WM antreten. Im Zweier muss das deutsche Duo ein 19-Boote-Feld bewältigen, das ebenso hochkarätig besetzt ist wie in den anderen Bootsklassen. Mit Rumänien, Spanien und Großbritannien sind sowohl die drei WM-Medaillenträger des vergangenen Jahres dabei als auch der Olympiasieger von Tokio, Kroatien.

Als Ersatzmänner im Team Deutschland-Achter stehen Hannes Ocik und Paul Klapperich bereit. Weil es zuletzt einen vorübergehenden Infekt bei Athleten aus dem Vierer gab, konnten die beiden Ruderer auch schon helfen. „Die Ersatzleute haben sich gut eingebracht“, verrät Affeldt und beruhigt wegen der kurzzeitigen Ausfälle: „Sie sind mit angereist.“

 

Die EM-Besatzung:

Deutschland-Achter:

Marc Kammann (Der Hamburger und Germania Ruder Club), Wolf-Niclas Schröder (Ruder-Union Arkona Berlin), Mattes Schönherr (RC Potsdam), Olaf Roggensack (RC Tegel), Torben Johannesen (Ruder-Club Favorite Hammonia Hamburg), Max John (Olympischer Ruder-Club Rostock), Jasper Angl (RV Münster), Benedict Eggeling (Ruder-Club Favorite Hammonia Hamburg), Steuermann Jonas Wiesen (RG Treis-Karden).

Vierer ohne Steuermann:

Sönke Kruse (RV Münster), Mark Hinrichs (Limburger Club für Wassersport), Malte Großmann (Ruder-Club Favorite Hammonia Hamburg), Theis Hagemeister (Frankfurter RG Germania).

Zweier:

Julius Christ (RTHC Bayer Leverkusen), Jannik Metzger (Marbacher RV).

Ersatzleute:

Hannes Ocik (Schweriner RG), Paul Klapperich (Bonner RG).

 

Der Zeitplan:

Deutschland-Achter:

Bahnverteilungsrennen (Donnerstag, 13.05 Uhr); Finale (Samstag,14.29 Uhr).

Vierer ohne Steuermann:

Vorläufe (Donnerstag, ab 11.35 Uhr); Hoffnungsläufe (Freitag, ab 10.15 Uhr); A-Finale (Sonntag, 11.33 Uhr).

Zweier:

Vorläufe (Donnerstag, ab 9.50 Uhr); Hoffnungsläufe (Freitag, ab 10.45 Uhr); Halbfinals (Samstag, ab 10.12 Uhr); A-Finale (Samstag, 12.05 Uhr).

 

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann, Geschäftsführer und Pressesprecher, zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.