Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Heute, Donnerstag, machte sich Handball-Zweitligist TV Großwallstadt auf die lange Reise zum nächsten Gegner. Am morgigen Freitag trifft der TVG in der Hansehalle Lübeck auf den VfL Lübeck-Schwartau.

Die Mannschaft um Trainer David Röhrig steht auf dem 14. Tabellenplatz und damit einen Rang hinter dem TVG. Mit 11:17 Punkten und einem Spiel weniger als die Unterfranken kann auch Lübeck nicht zufrieden sein. Die bisherige Saison für den VfL ist ähnlich wie die des TV Großwallstadt von Höhen und Tiefen geprägt. Konnte man im November auswärts noch gegen Potsdam überzeugen und auch das Heimspiel gegen Coburg gewinnen, so musste man sich in den letzten drei Partien den Eulen Ludwigshafen, Eintracht Hagen und Dresden geschlagen geben.

Diese Serie will der VfL sicherlich in seinem Heimspiel am Freitag beenden. Lübeck verfügt über eine Mannschaft mit viel Erfahrung, kann vor allem in der Abwehr mit einem starken Dennis Klockmann dahinter überzeugen und hat mit Mex Raguse auf Rückraum links und Max Horner auf Rückraum rechts zwei treffsichere Akteure im Kader.

Aber auch die Unterfranken haben sich für dieses Spiel viel vorgenommen. Nachdem die Partie gegen Dormagen vergangenes Wochenende abgesagt wurde, erwartet Trainer Igor Vori in Lübeck von seiner Mannschaft vollen Einsatz und unbändigen Siegeswillen, um die Negativserie zu durchbrechen. Natürlich plagten den TVG in den letzten Tagen große Verletzungssorgen, aber darauf darf sich das Team nicht ausruhen. Geschäftsführer Michael Spatz ist sich sicher, „dass die Mannschaft das Potenzial hat, die Ausfälle von Adrian Kammlodt und Florian Eisenträger sehr gut zu kompensieren. Wir haben Anfang der Saison unseren Kader erweitert, um genau solche Situationen besser kompensieren zu können.“

Allerdings konnte die beiden letzten Aufeinandertreffen in der vergangenen Saison der VfL Lübeck-Schwartau jeweils für sich entscheiden (23:24 und 29:26).

Unser Bild, das uns der TVG zur Verfügung gestellt hat, zeigt Dino Corak. Der Kreisläufer feiert heute Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist  TV Großwallstadt hatte in der letzten Woche viele Verletzte zu beklagen. Zu den Langzeitverletzten Görkem Bicer und Thomas Rink gesellten sich noch Florian Eisenträger, Adrian Kammlodt, Luca Munzinger und Simon Strakeljahn. Doch nun kann der Verein langsam aufatmen. Trotzdem werden mit Kapitän Florian Eisenträger und Adrian Kammlodt zwei wichtige Akteure in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen.

Im Abschlusstraining vor der Partie gegen den HC Empor Rostock verletzte sich Kapitän Florian Eisenträger an der Leiste. Jetzt steht die Diagnose fest und der Linksaußen hat sich einen Muskelfaserriss eingehandelt und fällt mehrere Wochen aus.

Kaum war dieser Schock überwunden, kam die nächste Hiobsbotschaft. Adrian Kammlodt knickte im Angriffsspiel beim HC Empor Rostock um und musste vom Platz getragen werden. Der 28-jährige Rückraumspieler hat sich zwei Bänder im rechten Fuß gerissen und wird dieses Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen.

Luca Munzinger, der ebenfalls in dieser Partie verletzt das Spiel abbrechen musste, ist mittlerweile wieder fit und kann am Training teilnehmen.

In der Vorbereitung auf die Partie gegen Dormagen erwischte es dann auch Simon Strakeljahn: Der Rückraumspieler verletzte sich an der Schulter und erlitt eine Einblutung. Doch auch hier ist der Mannschaftsarzt Dr. Joerg Petermann optimistisch, dass Strakeljahn im nächsten Pflichtspiel wieder zur Verfügung stehen wird.

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz zur aktuellen Situation: „Natürlich schmerzen die Verletzungen von Florian und Adrian sehr. Gerade in den nächsten Wochen stehen wichtige Spiele an und bis zur Nationalmannschaftspause nach Weihnachten geht es Schlag auf Schlag. Wir haben Anfang der Saison unseren Kader erweitert, um genau solche Situationen besser kompensieren zu können. Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft das Potenzial hat, die beiden Ausfälle sehr gut zu kompensieren.“

 

Die Bilder, die Florian Eisenträger und Adrian Kammlodt zeigen, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nachdem der 20-jährige Moritz Klenk bereits am vergangenen Samstag beim Handball-Drittligisten TV Kirchzell gegen die TSG Haßloch eingesetzt war und 4/3 Treffer erzielte, ist es jetzt auch offiziell. Handball-Zweitligist TV Großwallstadt gab bekannt, dass der junge Außen ein Zweitspielrecht beim TV Kirchzell bekommt.

Moritz Klenk steht seit 2021 im Kader der Bundesligamannschaft, war davor in Ausbildung in der TVG Junioren Akademie e.V.

Letzte Woche hat der Verein das Zweifachspielrecht beim TV Kirchzell beantragt. Überraschend dann bereits der Einsatz am vergangenen Samstag im Spiel des Drittligisten gegen den TV Haßloch. Durch die Absage der Bundesligapartie des TV Großwallstadt gegen Dormagen, konnte Moritz Klenk bereits am Wochenende im Kirchzeller Kader eingesetzt werden und überzeugen.

Das Nachwuchstalent aus der TVG-Schmiede soll in Kirchzell Spielpraxis sammeln. Klenk wird beim TVK im Rückraum und Linksaußen eingesetzt werden.

Im Bundesliga-Kader des TVG wird er weiterhin die linke Flügelposition innehaben, die sportliche Leitung bzw. die Trainer beider Vereine stimmen sich hinsichtlich Trainingsgestaltung und -belastung ab.

Geschäftsführer Michael Spatz freut sich auf die Kooperation: „Mit diesem Zweitspielrecht bekommt Moritz die Möglichkeit zu mehr Spielzeit und kann sich dadurch weiterentwickeln. Da wir auf seiner angestammten Linksaußen-Position in dieser Saison mit Florian Eisenträger und Ievgen Zhuk dreifach besetzt sind, hat Moritz noch nicht so viel Spielanteile gehabt. Seine Entwicklung liegt uns am Herzen und daher ist diese Lösung für mich genau der richtige Schritt. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Kirchzell.“

Auch für die Planungen der kommenden Saison ist man bereits im Austausch mit dem Nachbarverein.

Das Bild von Moritz Klenk hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga trennte sich zum Auftakt der Rückrunde der TV Kirchzell gegen die TSG Haßloch. Die HSG Rodgau Nieder-Roden erlitt Schiffbruch in Waldbüttelbrunn. Gelnhausen und Hanau gewannen souverän.

 

„Ob wir einen Punkt gewonnen oder verloren haben, ist schwer zu sagen. Fakt ist, dass es ein erkämpfter und vor allem scheißwichtiger Punkt für uns ist“, sagte TVK-Trainer Andi Kunz nach Schlusspfiff. Tatsächlich hatten beide Mannschaften in der umkämpften und teilweise hektischen und fehlerbehafteten Partie beim 25:25 (14:15) die Chance auf den Sieg. Haßloch vielleicht noch mehr als Kirchzell, denn die Gäste führten in Halbzeit eins bereits mit 10:4 (20.) und in Halbzeit zwei stand es 21:16 (41.) für die TSG. Wie sich die Kirchzeller zweimal zurück gekämpft und Moral und Charakter bewiesen haben, war große Klasse.

Die Teams waren bis zur achten Minute beim 3:3 gleichauf. Danach zogen die abgezockten Gäste auf 6:3 und 10:4 davon. Doch die Hausherren wussten um die Wichtigkeit dieses Spiels, kämpften sich vor einem begeisternd mitgehenden Publikum zurück. Der schnelle Antonio Schnellbacher auf Außen verkürzte mit drei Toren auf 12:13 und der unermüdlich ackernde Leon David am Kreis traf zum Ausgleich. Letztlich ging es mit 14:15 in die Kabine. Zuvor gab es noch einen Aufreger, denn die Gäste bekamen nach dem Pausenpfiff noch einen Freiwurf zugesprochen und dieser traf Joshua Osifo mitten im Gesicht. Lars Hannes sah daraufhin „Rot“ und musste die zweiten 30 Minuten zuschauen.

Lino Messerschmidt (links) war einer der Besten im Team der TSG Haßloch

Nach Wiederbeginn hatte der Gast, der in Torhüter Bitz, Rückraumspieler Triebskorn und Kreisläufer Messerschmidt seine Aktivposten hatte, wieder den besseren Start und ehe sich der TVK versah, lag er erneut arg im Hintertreffen. Zu diesem Zeitpunkt brachten die TVK-Trainer Moritz Klenk vom Zweitligisten TV Großwallstadt. Der Linksaußen des TVG wurde ab sofort mit einem Zweitspielrecht ausgestattet und konnte – da das Spiel des TVG in Dormagen abgesagt wurde – gleich seinen neuen Verein unterstützen. Doch bis er in der 40. Minute zum Einsatz kam, setzten die TVK-Trainer auf ihre bewährten Kräfte. Diese waren Spieß, Osifo, Polixenidis, Schnellbacher, David und Gläser, der erneut aushalf.

Moritz Klenk verwandelte zunächst einen Siebenmeter souverän, stand gut in der Deckung und agierte sehr aufmerksam. Es dauerte nicht lange und der TVK kam erneut zum Ausgleich (21:21 – 50.). Nun war es ein Kampf auf Biegen und Brechen und die Schlussminuten an Spannung nicht mehr zu überbieten. Dem 25:24 ließ Max Gläser den Ausgleich folgen. Beide Seiten nahmen noch einmal die Auszeit und besprachen die letzten Sekunden. Haßloch war 25 Sekunden vor Schluss in Ballbesitz, spielte die Zeit clever herunter und der Schuss von Triebskorn wurde vom TVK-Keeper Löffelmann gehalten. Das Spiel war aus und Andi Kunz sagte: „Wir sind gegen abgezockte Gegner zweimal zurückgekommen. Das ist nicht selbstverständlich und kämpferisch unglaublich stark.“ TSG-Coach Reckenthäler haderte ein bisschen damit, dass „wir den TVK immer wieder stark gemacht haben. Wir hatten die Möglichkeit zu gewinnen, sind aber auch mit dem einen Punkt zufrieden.“

 

Peinliche Niederlage beim abgeschlagenen Schlusslicht

Die HSG Rodgau Nieder-Roden blamiert sich mit 30:32-Niederlage zum Auftakt der Rückrunde bei der DJK Waldbüttelbrunn, dem bis dato punktlosen Schlusslicht. Tabellenletzter sind die Unterfranken zwar auch nach diesem Spieltag weiterhin – aber nun haben sie dank eines vollauf verdienten 32:30-Sieg über die Gäste aus Südhessen die ersten beiden Pluspunkte auf ihrem Konto.

Noch tags darauf war HSG-Trainer Jan Redmann restlos bedient, wenn er über die Darbietung seiner zu Aufbauhelfern mutierten Schützlinge sprach: „Das war die peinlichste Leistung, die ich in 25 Jahren als Trainer gesehen habe.“ Was den erfahrenen Coach vor allem auf die Palme brachte, war die Tatsache, dass er das Unheil hatte kommen sehen. „Ich habe die Mannschaft direkt vor dem Spiel noch mal davor gewarnt, den Gegner zu unterschätzen, da er nichts mehr zu verlieren hat und befreit aufspielen kann“.

Doch sein Team ließ dann auf dem Spielfeld fast alles vermissen, was in dieser ausgeglichenen Liga für einen Erfolg selbst über den abgeschlagenen Tabellenletzten vonnöten ist: Konzentration, Einstellung, Kampfkraft, Kompromisslosigkeit in der Abwehr, Effizienz im Abschluss. Zwar zeigte auch der Gegner keine überragende Leistung, aber Waldbüttelbrunn agierte laut Redmann „sehr diszipliniert, hat die Angriffe lange ausgespielt und sie sehr häufig mit einem Torerfolg beendet“. Dennoch lagen die Gäste bis kurz vor der Halbzeit meist in Führung, aber weil ihnen dann noch zwei dumme Fehler unterliefen, hatten die Hausherren zur Pause mit 12:10 die Nase vorn.

Direkt nach dem Seitenwechsel vergaben die „Redmänner“ zwei völlig freie Würfe und waren auch in der nun etwas offeneren Deckung nicht gedankenschnell genug, sodass sich die Gastgeber auf 17:13 absetzen konnten. Und es kam noch schlimmer für die Gäste, die ab der 36. Spielminute auf Henning Schopper verzichten mussten, der einem Gegenspieler bei einem Konter in die Beine gelaufen war und deshalb „völlig berechtigt“ (Redmann) die Rote Karte gesehen hatte: Waldbüttelbrunn baute den Vorsprung auf 20:14 (39.) beziehungsweise 28:23 (55.) aus und schien einem ungefährdeten Sieg entgegenzusteuern. Doch dank einer bei doppelter Überzahl praktizierten Manndeckung erzielten die Rodgauer vier Treffer in nur anderthalb Minuten, und beim 28:27 knapp vier Minuten vor dem Ende hätte die Partei noch einmal kippen können. Doch die Gastgeber machten spätestens mit dem 31:28 (59.) den Sack zu und die vor dem Spiel haushoch favorisierten „Baggerseepiraten“ zur Lachnummer der Liga.

Jan Redmann wollte sich dann – anders als sonst – auch gar nicht vor sein Team stellen: „Es fehlt auf einigen Positionen an Alternativen, manchen Spielern auch einfach an Qualität und der gesamten Mannschaft eine ordnende Hand auf dem Feld, die Ruhe reinbringt.“ Was den Rodgauer Übungsleiter aber am meisten störte, war die mangelnde Konzentration. „Und das ist uns nicht zum ersten Mal gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner passiert.“ Explizit aus seiner Generalabrechnung heraus nahm Redmann nur die beiden A-Jugendlichen Ben Seidel, mit 10 Treffern(!) bester Werfer der HSG, und den zweifachen Torschützen Nick Weiland. „Sie haben das gezeigt, was bei fast allen anderen gefehlt hat, nämlich Leidenschaft, Einsatz und der Wille, sich zu quälen und dorthin zu gehen, wo es auch mal wehtut“, so der eigenen Angaben zufolge „unfassbar enttäuschte“ Trainer.

 

HSG Hanau gegen VfL Gummersbach II eine Klasse besser  

Die HSG Hanau hat gegen den VfL Gummersbach II überzeugt und beim 41:29 (19:14) beide Punkte in der eigenen Halle behalten. Ein Max Bergold in bestechender Form und ein klasse aufgelegter Fabian Tomm im Tor sicherten dem Team von Trainer Hannes Geist den verdienten Heimsieg.

„Ich bin absolut zufrieden! Wir haben heute ein attraktives Handballspiel gesehen“, lobte Geist nach dem Abpfiff und warf auch einen Blick zurück an den Saisonbeginn: So sei damals, beim 25:20-Auswärtssieg im Hinspiel, der Spielstil seines Teams von Seiten des Gegners als langsam, behäbig und unschön kritisiert worden. „Natürlich haben wir diese Kritik für uns angenommen und es freut mich, dass heute der Knoten bei den Jungs geplatzt ist. Mein Team hat das überragend gemacht und ist super in die Rückrunde gestartet.“

Die 460 Zuschauer in der lautstarken Main-Kinzig-Halle merkten schnell, dass sich das junge Hanauer Team um Kapitän Jannik Ruppert viel für das Heimspiel vorgenommen hatte. So spielte die HSG von Beginn an druckvoll nach vorne und geriet nur ein einziges Mal in den 60 Minuten, beim 4:3 von VfL-Rückraumshooter Moritz Köster, in das Hintertreffen. Spätestens nach dem 10:8 (15.) durch eine schnelle zweite Welle über Marc Strohl, nahm Hanau erstmals das Heft deutlich in die Hand und behauptete im restlichen Verlauf der Partie einen ordentlichen Vorsprung.

Während im Angriff alles zu funktionieren schien, blieb die ansonsten zweikampfstarke Defensive der Hausherren etwas unter ihren Möglichkeiten. „Unsere Deckung war vielleicht nicht überragend mit 29 Gegentoren, aber ich glaube, was wir nach vorne gemacht haben, war einwandfrei“, meinte Geist später. „Aus jeglichen Ballgewinnen sind wir direkt in das Konterspiel gegangen und haben schnelle Tore gemacht. Im Sechs-gegen-sechs haben wir ebenfalls viele gute Lösungen gefunden.“ So auch beim 16:11 durch den wurfgewaltigen Luca Braun (24.), der in zweiten Welle durch die Abwehr des VfL Gummersbach II brach. Den 19:14-Halbzeitstand stellte Jan-Eric Ritter per Stemmwurf her.

Noch vor der Pause hatte es auf der Torhüterposition der HSG einen Wechsel gegeben. Der bis dahin glücklose Can Adanir machte Platz für seinen Teamkollegen Fabian Tomm, der in der Folge zur Hochform auflief und mit zahlreichen Paraden den VfL zur Verzweiflung brachte. Auch im zweiten Durchgang setzte sich das Bild fort. Wenn die Bundesliga-Reserve des VfL einmal Gefahr ausstrahlte, dann im Spiel über die beiden Außen. Die HSG machte aber wesentlich mehr aus den eigenen Möglichkeiten, so auch in 36. Minute, als Cedric Schiefer am Neunmeter zum Wurf ansetzte und das 23:16 erzielte. Nur wenig später erarbeitete der Rückraumakteur den Ball in der Abwehr und schickte Luca Braun auf die Reise, der zum 25:17 (38.) erfolgreich war.

Gummersbach zeigte in dieser Spielphase Nerven und leistete sich erneut einige Ballverluste, die Hanau prompt bestrafte. Bergold warf mit einem weiteren Siebenmetertreffen den ersten 10-Tore-Vorsprung beim 30:20 (45.) heraus. Ein Rückstand, von dem sich die Gäste nicht mehr erholten. Bergold, Ritter & Co. blieben mit dem Fuß auf dem Gas und konnten sich weiterhin auf Tomm im Tor verlassen, der in der 53. Minute auch einen Gesichtstreffer von Köster wegsteckte.

Nach der berechtigen Zeitstrafe gegen den VfL-Akteur baute Hanau den Vorsprung weiter aus: Robin Marquardt bediente seinen Kreisläufer David Rivic am Sechsmeter, der das 39:26 herauswarf, bevor Julian Fulda mit dem 40:28 (59.) den Klassenunterschied perfekt machte. Der eingewechselte Philipp Busse sorgte für den 41:29-Endstand.

 

 

TV Gelnhausen wie im Rausch

Der TVG beim Jubeln

Der TV Gelnhausen surft weiter auf einer Welle des Erfolgs und gewannen das Derby bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II mit 30:22 (15:10). Dabei begann die Partie mit einem Schockmoment. Leon Boczkowski verletzte sich nach nicht einmal einer Minute ohne Einwirkung des Gegners schwer und konnte nicht mehr weiterspielen. Er wird den Gastgebern sicherlich eine Weile fehlen. “Wir wünschen Leon alles Gute”, sagte Geiger nach dem Spiel. Beide Mannschaften kamen danach glücklicherweise gut ins Spiel und lieferten sich bis zur 17. Minute ein Duell auf Augenhöhe. Maduwuike Okpara traf für das Heimteam zum 6:7.

Doch anschießend brachte sich Dutenhofen/Münchholzhausen durch zahlreiche Zeitstrafen immer wieder selbst aus dem Rhythmus. Während die Schiedsrichter gegen den TV Gelnhausen insgesamt vier Zweiminuten-Strafen verhängten, traf es die Gastgeber gleich neun Mal. In der hektischen Schlussviertelstunde der ersten Hälfte behielten die TVG-Youngster stets kühlen Kopf und konnten sich so bis zur Pause bereits auf 15:10 absetzen.  

Im zweiten Durchgang bot sich ein ähnliches Bild. Mit einem Fünf-Tore-Lauf zwischen der 35. und 39. Minute baute der TV Gelnhausen den Vorsprung frühzeitig auf acht Tor aus (21:13). Davon sollte sich Dutenhofen/Münchholzhausen nicht mehr erholen. Das lag aber auch daran, dass sich das Geiger-Team an diesem Abend keine einzige Schwächephase erlaubte. Nach 48 Minuten führte der TVG beim Stande von 25:15 erstmals mit zehn Toren. Am Ende hieß es 30:22 für die Barbarossastädter. Angesichts dieser Leistung und der tollen Auftritte in den Wochen zuvor kann man nicht oft genug erwähnen, dass diese Mannschaft einen Altersdurchschnitt von nicht einmal 22 Jahren vorzuweisen hat und mit ihrer Entwicklung im semiprofessionellen Bereich gerade erst angefangen hat. Anstelle des erwarteten Abstiegskampfes liegt der TVG nach 14 Spieltagen lediglich drei Zähler hinter einem Relegationsplatz zur Aufstiegsrunde in die 2. Bundesliga.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

+++ Update +++

 

Handball-Zweitligist TSV Bayer Dormagen hat den TV Grosswallstadt heute darüber informiert, dass mehrere Spieler mittels Antigen-Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden sind.

Dazu hat der Gastgeber noch mehrere Verletzungsausfälle zu beklagen, so dass der Verein nicht mehr die Hälfte der erforderlichen vertraglich gebundenen Spieler zur Verfügung hat.

Der TVG befand sich bereits auf dem Weg Richtung Dormagen als die Verantwortlichen der Handball-Bundesliga den TV Großwallstadt über die Absage der Partie informiert.

Ein Nachholtermin wird zeitnah bekannt gegeben.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt wird ab sofort mit dem Friederich-Dessauer-Gymnasium in Aschaffenburg  als Partnerschule fungieren. Mit dieser Kooperation setzt der TVG um, was in den letzten Monaten bereits emsig vorangetrieben wurde: der Verein möchte in Zukunft eng mit den Schulen des Landkreises Miltenberg und Aschaffenburg zusammenarbeiten, um speziell junge Menschen anzusprechen, diese zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich auch außerhalb der Klassenräume weiterzuentwickeln.

In dieser Zusammenarbeit wird der Fokus auch auf die Mitgestaltung des Sportunterrichts gelegt. So kommen die Schulkinder in den Genuss von handballspezifischen Trainings durch erfahrene Bundesligaspieler oder haben die Möglichkeit, die Heimspiele der Mannschaft zu vergünstigten Konditionen zu besuchen, um danach in den direkten Austausch mit den Profis zu kommen. Zustande gekommen ist der Kontakt durch den FDG-Schüler Kilian Braun, welcher sich beim TV Großwallstadt ehrenamtlich engagiert.

Im Verein selbst ist es Geschäftsstellenleiterin Barbara Eschbach, die den Austausch mit den verschiedenen Schulen gesucht und dann die Initiative ergriffen hat: „Ich freue mich sehr, dass wir durch Kilian die Möglichkeit bekommen haben, das Friedrich-Dessauer-Gymnasium als Partnerschule zu gewinnen. Vielen Dank auch an den Schulleiter Kai Arne Richter, der diese Idee sofort aufgegriffen hat. Mir liegt die Förderung der Kinder und Jugendlichen im sportlichen Bereich sehr am Herzen und ich bin mir sicher, dass wir als Bundesligaverein in der Region ein Aushängeschild sind, um dem Nachwuchs wichtige gesellschaftliche und sportliche Werte zu vermitteln. Deshalb freue ich mich schon jetzt auf kommende Aktionen und neue kreative Ideen der Zusammenarbeit.“

 

Das Bild, das den FDG-Schulleiter Kai Arne Richter und Schüler und TVG-Supporter Kilian Braun zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am heutigen Samstag steht für den Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt die nächste Auswärtsfahrt an. Diesmal geht es zum TSV Bayer Dormagen. Die Mannschaft um Trainer Matthias Flohr steht aktuell mit 12:14 Punkten auf dem elften Platz der Tabelle, die Unterfranken liegen aufgrund einer minimal schlechteren Tordifferenz einen Platz dahinter, haben aber die gleiche Punkteanzahl. Dormagen konnte aus den letzten fünf Spielen vier Punkte holen. Die Unterfranken verbuchten lediglich einen Erfolg gegen den HC Elbflorenz.

Für beide Mannschaften geht es daher um viel und beide wollen wieder siegen, um wichtige Plätze in der Tabelle gut zu machen – und vor allem – nicht den Anschluss nach oben zu verlieren.

Die Blau-Weißen haben sich vorgenommen, die letzten Partien abzuhaken und wieder an die Leistungen zu Saisonbeginn anzuknüpfen. Allerdings plagen Trainer Igor Vori im Moment große Verletzungssorgen. Kapitän Florian Eisenträger fällt mehrere Wochen aufgrund eines Muskelfaserrisses in der Leiste aus und Top-Torschütze Adrian Kammlodt hat sich in der Partie in Rostock das Außenband gerissen. Außerdem musste Vori in dieser Woche im Training auf Jan-Steffen Minerva, Luca Munzinger und Simon Strakeljahn verzichten, die alle aufgrund individueller Verletzungsprobleme pausieren mussten.

Also alles in allem, keine guten Voraussetzungen für die Partie. Dennoch werden die TVG-Akteure alles geben, um endlich wieder in die Erfolgsspur zurückzukommen. Wichtig wird es dabei sein, das starke Brüderpaar Ian und Patrick Hüter in den Griff zu bekommen und sich vor allem auch nicht zu viele Tore vom jungen Rechtsaußen Jan Reimer oder AndreMeuser auf Rückraum rechts einzufangen.

Die beiden letzten Aufeinandertreffen in der vergangenen Saison konnten die Gastgeber jeweils für sich entscheiden. In Dormagen verlor der TVG mit 29:23, zuhause gewann der TSV mit 36:26.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Für den TV Kirchzell geht es in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, am Samstag ins erste Rückrundenspielgegen die TSG Haßloch. Der TV Gelnhausen muss nach Dutenhofen, die HSG Hanau empfängt Gummersbach und Nieder-Roden fährt nach Waldbüttelbrunn.

 

Weiter spielen:

mHSG Friesenheim-Hochdorf II – TuS Dansenberg, HG Saarlouis – HSG Pohlheim, VTV Mundenheim – TuS Ferndorf.

 

 

Vergangene Woche gab es für den TV Kirchzell erneut keine Pluspunkte und den Derbysieg verbuchte der TV Gelnhausen für sich. Damit stehen die Kirchzeller nun zum Auftakt in die Rückrunde auf Platz zwölf der Tabelle und haben 8:18 Punkte zu verzeichnen. Dahinter stehen noch die beiden Aufsteiger Pohlheim mit 4:22 Punkten und Waldbüttelbrunn mit 9:26 Zählern. Ein Blick Richtung Mittelfeld in der Tabelle zeigt aber auch, dass dem TVK auf den sicheren Platz neun gerade einmal drei Punkte fehlen. Hätte es nur in den Partien gegen Haßloch (32:33), Gummersbach (31:32) und gegen Gelnhausen (21:22) jeweils zu einem Punkt gereicht, dann wäre alles im grünen Bereich. 

Stand heute sagt TVK-Trainer Alex Hauptmann: „Mit der Vorrunde können wir nicht zufrieden sein. Allerdings muss man auch sehen, was zwischenzeitlich alles passiert ist und man muss die Verletzungen mit reinrechnen. Aber es wird nicht lamentiert. Wir haben bis Weihnachten noch drei Spiele und da müssen wir 4:2 Punkte holen. Wenn dann im Januar Tim Häufglöckner wieder mit dabei ist und keine anderen Ausfälle uns zurückwerfen, dann können wir mit einem komplett eingespielten Kader auf die Platte gehen – und dann werden wir weitersehen.“

Mit dem Heimspiel gegen die TSG Haßloch gehen die Kirchzeller in ihr erstes Rückrundenspiel. Gegen den kommenden Gegner haben sie keine guten Erinnerungen. Die Partie zum Auftakt in die neue Saison am 03. September wurde mit 32:33 verloren. „Dabei haben wir in der 53. Minute noch mit 31:28 geführt“, so Hauptmann. Vielleicht hätten die Kirchzeller bei einem Auftaktsieg auch so eine gute Serie wie Haßloch hingelegt. Wer weiß. Doch das ist alles spekulativ. Fakt ist, dass mit der TSG der Tabellenvierte in Miltenberg vorstellig wird und dieses Match gewonnen werden muss. 

TVK erwartet ein solides Team

Dass dies schwer werden wird, dessen sind sich die Hausherren bewusst. Die TSG hat ein gutes solides Team beisammen, spielt sehr variabel und musste letzte Saison auch in die Abstiegsrunde. Doch heuer hat sie sich gut in die neue Runde reingefuchst. „Bis auf ein paar wilde Ausrutscher sind wir natürlich sehr zufrieden mit der aktuellen Situation. Aber das kann sich auch immer wieder schnell drehen…“, sagt Kreisläufer und Abwehrspezialist Lino Messerschmidt. Mit ihm kommt kein Unbekannter nach Miltenberg, hat er doch schon beim Zweitligisten TV Großwallstadt gespielt. Doch zweite Liga plus Vollzeitjob ließen sich für ihn nicht mehr vereinbaren. Daher wechselte er in Liga drei nach Haßloch. Neben ihm sind noch die Aktivposten Maximilian Zech auf Rechtsaußen, Jan Triebskorn im rechten Rückraum oder Florian Kern (Linksaußen). Ob der verletzte Rückraumspieler Kevin Seelos bis Samstag wieder dabei ist, bleibt abzuwarten. „Wir haben einige Angeschlagene und müssen gucken, wer bis zum Wochenende wieder fit ist“, so Messerschmidt.

Egal, mit welcher Formation der Gegner kommt, Alex Hauptmann weiß: „Wir müssen Vollgas geben, weiter so hart an uns arbeiten wie bisher. Allerdings sind uns die Erfolgserlebnisse derzeit abhanden gekommen. Das nagt natürlich auch am Selbstvertrauen. Doch vielleicht ist bald wieder das Quäntchen Glück, das es zusätzlich zur Leistung auch braucht, auf unserer Seite.“ 

 

 

Rodgauer müssen bei der DJK Waldbüttelbrunn bestehen

Der Auftakt in die Rückrunde beschert den Jungs von Trainer Redmann mit der DJK Waldbüttelbrunn einen äußerst unangenehmen Gegner. Alles andere als ein Sieg beim bisher noch punktlosen Tabellenletzten wäre eine herbe Enttäuschung und genau darin liegt die Gefahr: „Die Waldbüttelbrunner hatten als Aufsteiger einen denkbar schlechten Start in die Saison. Sie haben oft lange mitgehalten, dann aber unglücklich verlorenen“, so Trainer Redmann der um die Schwere der Aufgabe weiss. Und getreu dem alten Sprichwort, „erst hast du kein Glück und dann kommt Pech dazu“, musste der letztjährige Bayernmeister auch einige langwierige Verletzungen verkraften.

Nach dem bisher enttäuschenden Saisonverlauf trennten sich die Gastgeber in der Vorwoche vom langjährigen Chefcoach Dusan Suchy. Nun ist mit Spielertrainer Julian Bötsch eine absolute Führungsfigur verantwortlich für die verbleibenden 13 Spiele. Zwar hat man sich bei elf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer schon mehr oder weniger mit dem drohenden Abstieg abgefunden. Trotzdem will man sich erhobenen Hauptes aus der dritten Liga verabschieden, um dann in der kommenden Saison wieder anzugreifen. Schon im vergangenen Heimspiel gegen den TuS Dansenberg traten die Bayern durchaus selbstbewusst auf und waren nach eigener Aussage nicht unzufrieden mit der Leistung.

Auf die Rodgauer, die als klarer Favorit in die Partie gehen, wartet also ein echter Härtetest. Mit welchem Personal die Baggerseepiraten die Mission Auswärtssieg angehen können, ist derzeit noch offen.

 

 

HSG Hanau erwartet den VfL Gummersbach II

Die HSG Hanau erwartet den VfL Gummersbach zum Duell in der Main-Kinzig-Halle. Für HSG-Trainer Geist ist die momentane Platzierung nicht entscheidend, den ein weiter Weg ist bis zum Saisonende noch zu gehen. „Am Samstagabend gastiert ein schwerer Gast in Hanau. Der VfL Gummersbach II, momentan nur Tabellensiebter, aber eine Mannschaft, die wirklich guten Handball spielt und eine offensive und aktive Abwehr stellt. Von der Tabellenkonstellation her mag es nicht so aussehen, aber für mich ist das ein Spitzenspiel an diesem Wochenende.“

Dass die Trauben gegen die Bundesliga-Reserve des VfL Gummersbach hoch hängen, davon konnte sich das junge HSG-Team bereits im Hinspiel überzeugen. Die 5:1-Deckung des Tabellensiebten, um den großgewachsenen Moritz Köster auf der vorgezogenen Position, kann an einem guten Tag jeden Gegner vor Probleme stellen. Zudem überzeugt die VfL-Mannschaft von Trainer Goncalo Miranda allgemein durch hohe Laufbereitschaft. „Sie sind schnell auf den Beinen und versuchen sich die Bälle aktiv in der Abwehr zu holen“, meint Geist.

Aber auch auf die HSG Hanau, die weiterhin die beste Defensive der Liga stellt, kommt Schwerstarbeit in der Deckung zu. Aus dem guten Kollektiv an Spielern aus der Gummersbacher Handballakademie ragen die beiden Torjäger Finn Schroven und Paul Ohl hervor, die immer für einige Tore gut sind. Aber auch im Tor wollen mit Oskar Knudsen und Martin Nagy wieder zwei agile Torhüter an die Tür zu ersten Mannschaft anklopfen. Generell ist der Kader des VfL II individuell stark ausgebildet und im Spiel Eins-gegen-eins brandgefährlich. Seine Mannschaft habe sich aber genau auf diese Situationen im Training vorbereitet, erklärt Geist.

 

 

TV Gelnhausen reist zum Derby nach Dutenhofen

Nach dem Derby ist vor dem Derby. Nachdem sich der TV Gelnhausen in der Vorwoche in einem Herzschlagfinale beim TV Kirchzell durchsetzen konnte, müssen die Barbarossastädter am Samstag erneut auswärts antreten. Dann ist das junge Team von Trainer Matthias Geiger am ersten Rückrundenspieltag bei der HSG Dutenhofen Münchholzhausen II zu Gast. „Das wird ein ganz schweres Auswärtsspiel. Wir hoffen, dass möglichst viele TVG-Fans die Reise nach Dutenhofen mitmachen und die Jungs unterstützen. Das hilft der Mannschaft sehr“, sagt TVK-Trainer Geiger. „Unser Gegner am Samstag ist schließlich im Aufwärtstrend“, so Geiger weiter. In der Tat. Zwar rangiert die Bundesligareserve der HSG Wetzlar mit 11:15 Punkten nur auf dem zehnten Tabellenplatz, allerdings täuscht diese Platzierung über die aktuelle Form hinweg.  

Denn zuletzt holte das Team mit 7:1 Punkten nahezu die maximale Punktausbeute aus den letzten vier Spielen. Darunter waren ein Auswärtserfolg beim Topteam aus Dansenberg und ein Remis in der Vorwoche zu Hause gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden. Gelnhausen ist also gewarnt. „Bereits das Hinspiel war sehr zerfahren“, blickt Geiger auf einen mühevollen 31:27-Saisonauftakt-Sieg in eigener Halle Anfang September zurück.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Erneut gab es für den TV Großwallstadt in der zweiten Handball-Bundesliga keine Punkte. Beim HC Empor Rostock musste sich das Team von Trainer Igor Vori mit 24:29 (12:15) geschlagen geben und steht nun mit 12:14 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz.

Ohne die verletzten Spieler Florian Eisenträger (Muskelfaserriss), Görkem Bicer und Thomas Rink machte sich der TV Großwallstadt bereits am vergangenen Sonntag auf in die knapp 700 Kilometer entfernte StadtHalle Rostock zum einzigen Montagspiel in der zweiten Liga. 
 
TVG-Trainer Igor Vori sagte vor dem Spiel, dass er hofft, dass die Zuschauer ein tolles, kampfbetontes Spiel sehen mit dem besseren Ende für sein Team. Für beide Mannschaften war es eine richtungsweisende Partie, in der sich der fromme Wunsch von Igor Vori nicht erfüllte. Mit 24:29 verlor seine Mannschaft in der gut gefüllten Rostocker StadtHalle.
 
TVG begann gut
 
Dabei begann die erste Hälfte zunächst gut für den TVG. Die Gäste begannen mit einer offensiven Deckung, in der Adrian Kammlodt vorgezogen agierte. Das schmeckte den Hausherren gar nicht und so konnten die Unterfranken zunächst vorlegen. Es war Finn Wullenweber, der schon fünf Tore in Halbzeit eins erzielte und vom Gegner kaum einzufangen war. Nach dem 5:2 und 7:4 (14.) für die Gäste nahm HCE-Trainer Tristan Staat die Auszeit. Er hatte sich das nun eine Weile angeschaut, zog die Reißleine und schickte zwei Kreisläufer ins Rennen. Plötzlich hatten die Hausherren das Momentum auf ihrer Seite. Zwar hielten Dino Corak (9:7), Frieder Bandlow (11:9) und Ievgen Zhuk (12:10) ihre Farben im Spiel. Doch es war zu sehen, dass Rostock immer mehr die Lücken fand. Beim 11:12 (23.) nahm TVG-Coach Igor Vori die Auszeit, hielt an der offensiven Deckung fest. Danach fiel das 12:12 und in doppelter Unterzahl nach einem TVG-Wechselfehler das 13:12 für den HCE. Dies war die erste HCE-Führung im Spiel. Zwei schöne Treffer von Svein Sveinnson sorgten für das 15:12 und es war dem mittlerweile eingewechselten Petros Boukovinas zu verdanken, dass es nicht mit 16:12 in die Pause ging. 
 
Der Faden war gerissen
 
Nach dem Wechsel gelang Adrian Kammlodt das 13:15. Doch irgendwie war der Faden bei den Gästen gerissen. Sie hielten an ihrer offensiven Deckung fest, der HCE agierte weiter mit zwei Kreisläufern. Während die Hausherren ihr Chancen nutzten, hatten die Gäste Wurfpech, erlaubten sich einige Fehler zu viel – und plötzlich stand es 20:15 für Rostock. Igor Vori zog die Reißleine, doch es folgte das 21:15. Die Rostocker wechselten weiter munter durch, der TVG wechselte auf die 6-0-Deckung zurück und Adrian Kammlodt verletzte sich Mitte der zweiten Hälfte, wurde von zwei Rostocker Spielern humpelnd vom Parkett geführt. Die letzten zehn Minuten brachen an und Wullenweber und Strakeljahn verkürzten, Boukovinas hielt, was zu halten war. Beim 27:21(52.) nahm HCE-Trainer Staat die Auszeit. Doch diese wäre wohl gar nicht mehr nötig gewesen, denn seine Mannschaft spielte die restlichen Minuten routiniert herunter und sicherte sich mit dem 29:24 zwei wichtige Punkte. 
 
Nächsten Samstag geht es für den TVG nach Dormagen. Dort wird es sicher nicht leichter werden.
 
Den Artikel könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.
 
Das Bild von Finn Wullenweber hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, gab es erneut keine Punkte für den TV Kirchzell. Diese nahm der TV Gelnhausen mit nach Hause. Dagegen punktete die HSG Hanau gegen Friesenheim und Nieder-Roden trennte sich mit einem Unentschieden gegen Dutenhofen/Münchholzhausen.

 

 

Die Enttäuschung nach der bitteren 21:22-Niederlage gegen den TV Gelnhausen war der Kirchzeller Mannschaft und ihren Anhängern ins Gesicht geschrieben. Dem TVG-Headcoach Sergej Budonow hingegen war die Erleichterung deutlich anzumerken, als er sagte: „Wann haben wir hier in Kirchzell das letzte Mal gewonnen? Ich glaube, das war noch zu Zweitliga-Zeiten. Umso mehr freue ich mich über den Erfolg.“

Gerangel zwischen Kirchzell und Gelnhausen um den Ball

 
Tatsächlich hat sich der Gast schon immer bei seinen Auswärtsspielen gegen Kirchzell sehr schwer getan. So auch diesmal. Allerdings hatte der TVG diesmal das glücklichere Ende auf seiner Seite. 
 
Die Hausherren schickten diesmal Joshua Löffelmann von Anfang an zwischen die Pfosten und er machte seine Sache, wie schon zuletzt in Nieder-Roden, sehr gut. Auch half Maximilian Gläser wieder aus, musste allerdings in der 49. Minute nach drei Zeitstrafen auf der Tribüne Platz nehmen. Generell verhängten die Schiedsrichter in dem fairen Spiel viele Zeitstrafen. Insgesamt waren es elf an der Zahl. Hinzu kamen noch zehn Strafwürfe für die Gäste, denen einer der Kirchzeller gegenüber stand. 
 

Die Gastgeber erwischten den besseren Start, führten schnell mit 3:0 und den Gästen gelang der erste Treffer erst nach neun Minuten. Nach zwölf Minuten glich der TVG aus und von da an wogte die Partie hin und her. Beide Abwehrreihen standen gut, beide Torhüter – Löffelmann auf der einen, Julian Lahme auf der anderen Seite – waren gut aufgelegt, so dass wenig Tore fielen. 8:8 stand es nach 24 Minuten. Die 9:8-Führung der Gäste machten die Hausherren mit drei schönen Treffern von Polixenidis, Spieß und Blank bis zur 28. Minute schnell wett und mit diesem Stand ging es auch in die Pause.

Leon David und Nils Bergau auf der Lauer

 
Tom Spieß, Dreh- und Angelpunkt
 

Tom Spieß, Dreh- und Angelpunkt und Vollstrecker gleichzeitig, brachte sein Team nach dem Wechsel mit 12:9 in Front. Dieser Vorsprung hielt bis zur 34. Minute an (13:10). Joshua Osifo fiel zu diesem Zeitpunkt bei einer Aktion auf den Hinterkopf, konnte danach nur noch kurz eingesetzt werden. Die Intensität auf dem Parkett nahm zu, die Abwehrreihen leisteten Schwerstarbeit. Doch es war auch zu sehen, dass sich der TVG immer besser zurecht fand (13:13). Das 14:13 (40.) durch Spieß sollte bis zur 53. Minute (20:19) die letzte Führung gewesen sein. Drei Treffer in Folge für den TVG läuteten die TVK-Niederlage ein. Die hektische Schlussphase (21:22) wurde durch die Schiris noch verstärkt. Am Ende stand ein knapper Sieg der Gäste. Allerdings wäre ein Unentschieden dem Spielverlauf nach gerechter gewesen. „In der ersten Hälfte haben wir ein tolles Team gesehen, dass sich an die Marschroute gehalten hat. Danach haben wir den TVG zu schnell drankommen lassen. Der Ausfall von Osifo und das Rot von Gläser kamen erschwerend hinzu. Aber unser Team steht jede Woche wieder auf und kämpft weiter“, so TVK-Trainer Alex Hauptmann. Für diese Worte bekam er viel Applaus.

Gelnhausens Keeper Julian Lahme in Aktion

 

HSG Hanau gewinnt gegen HLZ Friesenheim-Hochdorf

Klare Angelegenheit zum Abschluss der Hinrunde. Die HSG Hanau hat zwei weitere Punkte beim 30:22-Erfolg gegen das HLZ Friesenheim-Hochdorf eingefahren. In einer einseitigen Partie feierte das junge Team von Trainer Hannes Geist am Ende einen Start-Ziel-Sieg, hätte zwischenzeitlich aber noch höher führen können.

HSG Hanau kämpfte stark

„Friesenheim hat das heute gegen uns recht gut gemacht, gerade in den zweiten 30 Minuten. In der zweiten Halbzeit war es für uns kaum möglich, dass wir uns weiter absetzen“, so Geist nach dem Spiel. „Obwohl ich nicht wirklich zufrieden mit dem Gezeigten bin, freue ich mich natürlich, dass wir gewonnen und die Hinrunde mit 21:5 Punkten abgeschlossen haben. Das haben die Jungs geil gemacht.“

Vor 380 Zuschauern in der Main-Kinzig-Halle hatte Hanau gleich zu Beginn sein zweikampfstarkes Defensivspiel aufziehen können, welches das Team um Max Bergold und Jan-Eric Ritter in dieser Saison so gefährlich macht. Obwohl im Angriff die eine oder andere Möglichkeit liegen gelassen wurde, führte die Geist-Sieben schnell. Das HLZ Friesenheim-Hochdorf, mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen nach Hanau gereist, fand gegen die resolute Deckung der Hausherren zunächst kaum ein Durchkommen.

Es dauerte eine Weile, bis die Zweitliga-Reserve der Eulen Ludwigshafen in das Spiel fand, doch dann waren es Luis Maier und Patrick Friedmann, die den Gast beim 7:12 (25.) wieder etwas heranbrachten. Hannes Geist hatte zunächst genug gesehen und legte die Grüne Karte auf den Tisch. „Wir sind eigentlich gut gestartet und haben bis zum 9:2 das Spiel bestimmt“, so der HSG-Cheftrainer. „In der Auszeit habe ich den Jungs mit auf den Weg gegeben, dass wir auf dem Gastpedal bleiben wollen, das hat aber nicht so ganz geklappt.“

Stattdessen waren es jetzt die Gäste, die mutig nach vorne spielten und von einigen technischen Fehlern der Grimmstädter profitieren. Noch vor dem Pausenpfiff verkürzte Simon Schwarz für das HLZ auf 10:14. „Wir wussten selber nicht so ganz, woran das lag“, resümierte Geist später. „Wir haben vorne ein bis zwei Bälle zu früh weggeben und waren hinten nicht mehr konsequent genug. Eigentlich hätten wir zu diesem Zeitpunkt bereits höher führen müssen.“

Aufbäumen des Gastes blieb aus

Dass die HSG Hanau aber gerade in den zweiten 30 Minuten Courage zeigen kann, bewiesen Adanir, Strohl & Co. bereits in der vergangenen Woche beim Erfolg in Pohlheim nach deutlichem Pausenrückstand. Auch diesmal blieb das Team abgeklärt. Zu Beginn des zweiten Durchgangs behaupteten die Hausherren ihre Vier-Tore-Führung, ehe diesmal Strohl seinen Kapitän Ruppert mit einem schönen Pass aufs Tor zuschickte und dieser das 18:13 für die HSG herauswarf. Aus einem starken Kollektiv stach aber auch der treffsichere Luca Braun (5 Tore) heraus. Der Linkshänder ging in der 48. Minute aus einem Zweikampf mit gleich zwei Gegenspielern als Sieger hervor und jagte das Spielgerät – unhaltbar zum 25:19 in die Maschen. Hannes Geist gab jedem Akteur seine Spielanteile und wechselte durch. Nach einem Doppelpack von Ritter zum 29:22 (60.), setzte Luka Ireland den Schlusspunkt beim 30:22.

 

Gerechtes Remis nach Wechselbad der Gefühle

Die HSG Rodgau Nieder-Roden hat die Hinrunde mit einem 26:26 bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II abgeschlossen. Damit blieben die „Baggerseepiraten“ zwar auch im vierten Auswärtsspiel hintereinander sieglos und fielen in der Tabelle mit nunmehr 16:10 Zählern auf Rang sechs zurück. Dennoch zeigte sich Trainer Jan Redmann sowohl mit den Darbietungen seiner Schützlinge bei der Wetzlarer Bundesliga-Reserve als auch insgesamt mit dem Verlauf der gesamten Vorrunde zufrieden. „Die Jungs haben über weite Strecken ein wirklich gutes Spiel gegen einen starken Gegner gemacht, der zuletzt einen richtigen Lauf und drei Spiele in Folge gewonnen hatte“, konstatierte der Rodgauer Übungsleiter nach einer umkämpften Partie, die vor allem in der zweiten Hälfte einer Achterbahnfahrt glich. Das Wechselbad der Gefühle beendete Johannes von der Au erst drei Sekunden vor der Schlusssirene mit seinem umjubelten Ausgleichstreffer.

Der dynamische Rückraumspieler zeichnete in der fünften Spielminute auch für den ersten Treffer der Gäste verantwortlich, die im ersten Durchgang indes immer dem tonangebenden mittelhessischen Talentschuppen hinterherhecheln mussten. Erschwert wurde die Aufgabe für die Rodgauer dadurch, dass sie nicht nur auf die schon länger verletzt fehlende Rückraumachse Lars Spieß/Ketil Horn verzichten mussten, sondern auch Kapitän und Torwart Marco Rhein wegen einer leichten Gehirnerschütterung, die er durch einen Kopftreffer im Kirchzell-Spiel erlitten hatte, zunächst geschont wurde.

Sein Stellvertreter Philipp Hoepffner machte seine Sache gut, konnte aber nicht verhindern, dass sich die Hausherren in der 19. Spielminute auf vier Treffer (10:6) absetzten. Doch die „Baggerseepiraten“ zeigten nach Darstellung ihres Coaches „eine gute Energie und Körpersprache“ und hätten den Rückstand kurz vor der Pause auf ein Tor verringern können. In eigener Überzahl leisteten sich die „Redmänner“ allerdings einen unnötigen Ballverlust und kassierten mit der Halbzeitsirene das 15:12.

Dieser Abstand blieb zunächst auch nach dem Seitenwechsel bis zur 37. Spielminute gewahrt (18:15), doch dann rührten die Gäste in der Abwehr Beton an und blieben sieben Minuten ohne Gegentreffer, während sie selbst die Harzpille gleich sechsmal in den gegnerischen Kasten wuchteten. Die daraus resultierende 18:21-Führung verteidigte die junge Truppe aus Südhessen verbissen bis zehn Minuten vor Schluss (22:24), ehe das Pendel wieder zugunsten der Gastgeber ausschlug: Der Bundesliga-Nachwuchs erzielte dann nämlich seinerseits vier Tore in Folge und schien beim 26:24 (53.) auf die Siegerstraße eingebogen zu sein.

Abermals ließen die Redmann-Schützlinge, bei denen nun auch Stammkeeper Rhein der Deckung zusätzliche Stabilität verlieh, sieben Minuten keinen Gegentreffer zu. Und so kamen sie am Ende zu einem aufgrund des Treffers kurz vor Schluss glücklichen, aber gerechten Unentschieden.