Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, musste sich der TV Kirchzell nach einer überragenden ersten Hälfte doch noch geschlagen geben. Nieder-Roden muss sich mit einem Punkt zufrieden geben, wogegen Hanau deutlich gewinnt. Für Gelnhausen gibt es diesmal keine Zähler. 

 

Was für eine bittere 18:25-Niederlage musste der TV Kirchzell am Samstag Abend gegen den TuS Dansenberg hinnehmen. Und was für ein kurioses Spiel sahen die Zuschauer in der Miltenberger Sporthalle. Nach den ersten 20 Minuten, in denen die Gäste lediglich zwei Tore zustande brachten, hätte wohl keiner einen Pfifferling auf Dansenberg gesetzt. Doch was dann in Halbzeit zwei passierte, das hätte in der Form auch keiner erwartet.

Doch der Reihe nach. Ohne den grippekranken Niklas Ihmer und den noch immer verletzten Brian Heinrich zeigten die Kirchzeller von der ersten Minute an ein ganz anderes Gesicht als noch zuletzt in Friesenheim-Hochdorf. Unglaublich aggressiv in der Abwehr, mit viel Kampfgeist ausgestattet und schnell auf den Beinen legten die Hausherren einen guten Start hin und führten nach sieben Minuten schon mit 4:1. TuS- Trainer Frank Müller nahm die erste Auszeit und versuchte, seine dezimierten Jungs wach zu rütteln. Aber der TVK verteidigte weiter sehr gut, nutzte die Fehler von Dansenberg geschickt aus und hatte auch die Dreh- und Angelpunkte des Gegners, Rückraumspieler Gunnar Dietrich und Claus Janssen sowie Sebastian Bösing am Kreis unter Kontrolle. Die Gäste versuchten es ab Mitte der ersten Hälfte immer wieder mit dem siebten Feldspieler. Doch auch das störte den TVK nicht. Nach 20 Minuten stand es 8:2 und beim 9:3 nahm Frank Müller seine zweite Auszeit. Tim Häufglöckner setzte zunächst noch einen drauf (10:3), doch in der Folge agierten die Kirchzeller nicht mehr so konsequent und Dansenberg nutzte dies, um bis zur Pause den Rückstand auf vier Treffer zu verkürzen. Nur sieben Gegentore ließ die Kunz-Crew in 30 Minuten zu. Das zeugte von einer sehr stabilen Defensive. Allerdings hätten es im Angriff zu diesem Zeitpunkt schon ein paar Treffer mehr sein können.

Tim Häufglöckner stark

Sofort nach Wiederbeginn erhöhte der starke Tim Häufglöckner per Strafwurf zum 12:7. Kurz danach drehte sich das Blatt und es war unglaublich zu sehen, wie ein Spiel innerhalb weniger Minuten sich völlig veränderte. Der gut aufgelegte Tom Spieß sah in der 34. Minute nach einem Foul am ehemaligen Erstliga-Spieler Gunnar Dietrich die Rote Karte. Keine Minute später sah Marco Holstein „Rot“ nach einem Foul an Tim Häufglöckner. Und wieder Sekunden später musste Häufglöckner verletzt vom Parkett und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Ihmer krank, Heinrich verletzt, Spieß „Rot“, Häufglöckner verletzt – die Alternativen auf der TVK-Bank schmolzen und die Ausfälle der beiden Leistungsträger waren nicht zu kompensieren. So kippte innerhalb kürzester Zeit das Spiel, das der TVK bis dato sicher verwaltete und aus einem 12:7 wurde ein 12:13 (38.). Die erste Führung für Dansenberg. Zwar gelang Joshua Osifo noch das 13:13 (40.). Doch die Gäste nutzten die Gunst der Stunde, steigerten sich und mit fünf Toren in Folge zogen sie auf 18:13 (47.) davon. Jetzt lief es gerade andersrum und den Hausherren gelangen bis dahin lediglich zwei Treffer. TVK-Trainer Andi Kunz nahm die Auszeit, brachte den lange verletzten Nachwuchsspieler Louis Hauptmann auf Halbrechts, wechselte zum Ende hin den Torhüter. Aber es half alles nichts. Dansenberg stand jetzt sehr gut in der Deckung, machte dem TVK das Leben schwer und dieser rieb sich an der Abwehr auf. Kassierte Kirchzell in den ersten 30 Minuten gerade einmal sieben Tore, waren es in Halbzeit zwei 18 zum Endstand von 18:25.

Leistungsträger Jan Claussen in Halbzeit eins. Nach dem Wechsel war sein Lachen zurück

TuS-Trainer Frank Müller freute sich für sein Team: „Wir haben vorm Spiel gesagt, dass wir heute einen Schritt nach vorne machen wollen. In Halbzeit eins war es einer nach hinten, in Halbzeit zwei gefühlt zwei nach vorne. In den ersten 30 Minuten war die Bereitschaft nicht da. Das war nach der Pause besser und da war der Schlüssel zum Erfolg die Abwehr.“ Das sah auch TuS-Spieler Jan Claussen so: „Mit der zweiten Hälfte sind wir sehr zufrieden. Da haben wir vieles richtig gemacht.“ TVK-Coach Andi Kunz gratulierte dem Gegner zum Sieg und machte aber auch seiner Mannschaft „für die Abwehrarbeit in Halbzeit eins ein Riesenkompliment. Was letzte Woche in Friesenheim so schlecht war, haben wir aufgearbeitet und heute zu Beginn gut gemacht. Auch das dominante gegnerische Kreisläuferspiel, das in Halbzeit zwei zum Tragen kam, haben wir zunächst gut unterbunden. Nach der Pause war es umgedreht. Aber durch den Ausfall von zwei Leistungsträgern kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir hoffen nur, dass Tim keine schlimme Verletzung hat.“

 

Rodgau stellt nach 40 Minuten Angriffsspiel ein

Die „Baggerseepiraten“ zeigten im Spiel bei der VTV Mundenheim exakt 40 Minuten eine klasse Leistung – ehe sie völlig den Faden verloren, das Angriffsspiel komplett einstellten und nur mit viel Glück in fast allerletzter Sekunde noch ein 25:25-Unentschieden retten konnten.

Entsprechend schwer tat sich Trainer Jan Redmann hinterher mit der Einordnung dieser Begegnung, die eigentlich aus zwei Partien bestand. „Wir haben in der ersten Hälfte im Angriff sehr gut agiert, eine gute Dynamik gezeigt und unsere Torchancen hochprozentig verwertet. Kurz gesagt: Wir haben das Spiel dominiert“, so der Rodgauer Coach. Was dann aber in den letzten 20 Spielminuten passierte, vermochte der erfahrene Handball-Experte nicht wirklich zu erklären: „Auf einmal leisteten sich meine Spieler viele technische Fehler, hatten überhaupt keinen Zug zum Tor mehr und vergaben zu allem Überfluss auch noch diverse freie Würfe.“

Anfangs sahen die Zuschauer in der engen „Hornissen-Arena“ ein ausgeglichenes Duell, in dem zunächst die Rodgauer und anschließend die VTV je ein Tor vorlegten, sich aber nicht absetzen konnten. Erst beim 9:11 durch Johannes von der Au in der 19. Spielminute stand eine Zwei-Tore-Führung auf der Anzeigetafel. Und diese bauten die Gäste, die abermals auf Ketil Horn und Routinier Lars Spieß verzichten mussten, bis zur Halbzeit-Sirene auf 15:19 aus. 

HSG zunächst tonangebend

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die „Redmänner“ zunächst tonangebend und hatten in der 39. Spielminute einen vermeintlich komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung (18:23) zu Buche stehen. Doch danach ging nichts mehr. Die Munnremer Hornissen brannten zwar auch kein Offensiv-Feuerwerk ab – zwischen dem 20:23 und dem 21:23 fiel sechs Minuten lang gar kein Treffer –, doch schoben sie sich immer näheran die Jungs um HSG-Kapitän Marco Rhein heran. Und weil den Südhessen das seltene Kunststück gelang, in den letzten 21 Minuten der Partie ganze 2 (in Worten: zwei!) Tore zu erzielen (darunter nur eins aus dem Feld), hatte die Heimmannschaft in der 56. Spielminute beim 24:23 erstmals nach über 40 Minuten wieder die Nase vorn.

Das war auch zwei Sekunden vor Spielende noch der Fall (25:24), doch dann kam der große Moment des Niklas Roth. Der 21-jährige Rückraumkanonier, der vor der Saison von der HSG Kleenheim-Langgöns zu den „Baggerseepiraten“ gewechselt war, wurde von Trainer Redmann für den allerletzten Freiwurf eingewechselt. Der lange Schlaks bekam den Ball, stieg hoch und donnerte die Harzpille mit Wucht in die Maschen des Mundenheimer Gehäuses. 

 

 

 Hanau feiert überzeugenden 38:24-Auswärtssieg

Die HSG Hanau triumphierte bei der TSG Haßloch mit 38:24 und hält damit den Anschluss an den Spitzenreiter TuS Ferndorf. HSG-Trainer Hannes Geist konnte hochzufrieden mit seiner Mannschaft sein. So behauptete das junge Team über weitere Strecken der Partie eine deutliche Führung und siegte am Ende auch in der Höhe völlig verdient. Zudem trug sich die Mehrheit der HSG-Akteure in die Torschützenliste ein. 

„Wir haben heute bockstark gespielt und das in einer sehr schweren Auswärtspartie. Verdientermaßen haben wir so zwei Punkte eingefahren“, lobte Geist. „Meine Jungs haben sehr gut verteidigt und über das Konterspiel viele einfach Tore gemacht.“ Vor Anpfiff im TSG Sportzentrum in Haßloch war Geist zunächst von einem engen Spiel ausgegangen, denn die TSG hatte zuletzt mit einer starken Leistung gegen Ferndorf überzeugen können. Ein enges Match blieb diesmal allerdings aus, denn bereits zur Pause führte die HSG Hanau deutlich. 

In den Anfangsminuten waren es aber die Gastgeber die besser in das Spiel fanden. Zwar erzielte Jonas Ahrensmeier den ersten Treffer für die Grimmstädter zum 1:0, doch schon weniger später stellte Haßloch durch Jan Triebskorn (2:1/4. Minute) und den Siebenmeter von Denni Djozic auf 3:2 (5.) – es sollte die letzte Führung der Rheinland-Pfälzer bleiben. 

Beide Mannschaften hatte eine zweikampfstarke 6:0-Deckung auf das Feld geführt. Hanau verstand es aber, das Offensivspiel der Hausherren in seiner Defensive besser einzubremsen und war meist einen Schritt schneller. Gestützt auf einige gute Paraden von Can Adanir übernahm die HSG so beim 4:3 (7.) von Luca Braun wieder die Führung und behaupte diese auch trotz einer Zeitstrafe gegen Dennis Gerst (9.). 

Schon früh die Partie im Griff

Als Ahrensmeier in Überzahl und mit viel Zug zum Tor, über den Innenblock hinweg das 8:4 erzielte und gleichzeitig für eine weitere Zeitstrafe beim Gegner sorgte, schien das Spiel erstmals in eine Richtung zu kippen. TSG-Coach Andreas Reckenthäler nahm die Auszeit und stellte sein Team neu ein. In der direkten Folge schien es besser zu laufen: Kevin Seelos brachte die TSG beim 6:8 (16.) wieder heran, aber Hanau hielt auch hier der kurzen Sturm und Drangphase der Hausherren erfolgreich stand. Der erfolgreich verwandelte Siebenmeter von Max Bergold zum 13:9 (24.) stellte die alten Verhältnisse wieder her. 

Haßloch versuchte in der Folge viel, doch nur selten fand die TSG einen Weg durch die Abwehr der Hanauer. Zunehmend stellte sich Ratlosigkeit bei den Hausherren ein. Der Innenblock um Ahrensmeier und Jusys hatte den TSG-Rückraum, bestehend aus Seelos und Dennis Götz, über weitere Strecken der Partie gut im Griff.  Hanaus David Rivic zeigte sich noch vor dem Seitenwechsel am Kreis gedankenschneller als seine Gegenspieler und verwandelte den Abpraller von Jan-Eric Ritter zur 17:12-Pausenführung. 

Abstand im zweiten Durchgang weiter ausgebaut 

Gerade in der ersten und zweiten Welle präsentierte sich die HSG Hanau auch im weiteren Verlauf der Partie brandgefährlich. Haßloch hingegen zeigte Nerven und fand gegen das Tempospiel der Gäste kein Mittel. Mit einem Sahnepass bediente Ahrensmeier seinen Linksaußen Julian Fulda, der zum 23:14 (37.) erfolgreich war. Die erste 10-Tore-Führung ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten. Bis zum Schluss drückte Hanau aufs Gaspedal und kam zu einem tollen Erfolg.

 

Gelnhausens zweifache Aufholjagd wird nicht belohnt

Die junge Mannschaft des TV Gelnhausen zeigt jede Menge Moral, doch am Ende wird die tolle Aufholjagd nicht belohnt. Die Barbarossastädter verloren bei der HG Saarlouis mit 27:32. Eine frühe Rote Karte gegen Abwehrchef Nils Bergau brachte das Team von Trainer Matthias Geiger zwischenzeitlich aus dem Tritt. Sein Team kam gut in die Partie und ging durch Benjamin Wörner in Führung. Auch in der Folgezeit blieben die TVG-Youngster dran. Jannik Geisler erzielte in der 13. Minute das 7:7. Doch dann folgten vier bittere Minuten. Zunächst kassierten Yannik Mocken und Silas Altwein in der 14. Minute jeweils eine Zweiminutenstrafe innerhalb von achtzehn Sekunden. Kurz darauf sah Nils Bergau nach einem unglücklichen Zweikampf die Rote Karte. „Das hat uns aus dem Rhythmus gebracht“, sagte Geiger.

Gelnhausen fand in der Defensive keinen richtigen Zugriff mehr und geriet Tor um Tor ins Hintertreffen. Einfache Tore waren Mangelware und aus dem gebundenen Spiel heraus tat man sich gegen einen körperlich überlegenen und extrem robusten sowie routinierten Gegner schwer. So ging der TV Gelnhausen folgerichtig mit einem 12:18-Rückstand in die Pause. In der Kabine fand Geiger allerdings die richtigen Worte und erinnerte an die unter der Woche erarbeiteten Abläufe. Wie verwandelt kamen seine Spieler aus der Kabine. Durch einem 4:0-Lauf innerhalb von vier Minuten lang der TVG nach 34 Minuten beim Stande von 16:18 plötzlich nur noch mit zwei Toren im Hintertreffen. Nach 45 Minuten stand es wieder 26:20 für die Hausherren.

Doch einmal mehr zeigte diese junge Gelnhäuser Mannschaft, was in ihr steckt und das Aufgeben für sie niemals eine Option ist. Die Gäste kämpften um jeden Millimeter und kamen beim Stande von 25:28 (54.) noch einmal auf drei Tore heran. Aber letztlich war an diesem Abend gegen eine abgezockte Mannschaft der HG Saarlouis um Spielertrainer Branimir Koloper nicht mehr drin. Am Ende zog der TV Gelnhausen mit 27:32 den Kürzeren.

 

 

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 Endlich ist der Knoten wieder geplatzt und Handball-Zweitligist TV Großwallstadt hat den Bock umgestoßen, kehrte in die Erfolgsspur zurück. Nach der dritten Niederlage in Folge gewann der TVG am Sonntagabend gegen den HC Elbflorenz in einer intensiv geführten Partie mit 30:24 und die Freude über die zwei Punkte war nach dem Schlusspfiff riesengroß. 

Dabei sah es zu Beginn gar nicht so aus. Die Hausherren, die erneut auf den verletzten Thomas Rink verzichten mussten und diesmal von Beginn an mit Petros Boukovinas im Tor begannen, mussten den ersten Gegentreffer schon nach wenigen Sekunden durch den ehemaligen TVG-Spieler Nils Kretschmer hinnehmen. Bis zum 3:1 und 6:4 hatten die Gäste die Nase vorn. Das lag aber auch daran, dass die Gastgeber zunächst im Abschluss kein Glück hatten. Auch eine zweifache Unterzahl des HCE führte zu keinem Tor des TVG. Den 6:8-Rückstand  (15.). machte Finn Wullenweber mit zwei Toren in Folge wett und der sehr stark spielende Mario Stark sorgte mit dem 9:8 für die erste Führung seiner Mannschaft. Die Führung war zwar schnell dahin, denn der TVG traf erneut vorne nicht, hatte mehrmals die Chance per Tempogegenstoß zu Toren zu kommen. Aber irgendwie wollte das mit dem Gegenstoß-Laufen nicht klappen. Doch die Hausherren behielten die Nerven, gaben nicht nach und Stark und Bandlow sorgten für das 11:9. HCE-Trainer Rico Göde nahm die Auszeit. Danach gelang dem TVG das 12:9. Obwohl der HCE-Torhüter Noack zu diesem Zeitpunkt schon neun Paraden verzeichnen konnte, führte der TVG mit drei Toren. Innerhalb zwei Minuten schmolz der Vorsprung wieder dahin und beim 12:12 legte TVG-Coach Igor Vori den grünen Karton. Seine Jungs befolgten die Vorgaben und es ging mit 16:13 in die Pause. Großen Anteil daran hatte auch Torhüter Boukovinas, der seinen Kasten sauber hielt. 

Intensiver Kampf ging weiter

Nach dem Wechsel ging der intensive Kampf weiter und der TVG hatte bis zur 43. Minute mit 22:15 die Nase vorn, überzeugte kämpferisch. Alle halfen mit: die Abwehr packte zu, der Angriff traf und Torhüter Boukovinas hielt was zu halten war. Vier Tore in Folge von den Gästen brachten das Ergebnis wieder zum Wanken (22:19). Doch das sollte der letzte Wackler des TVG gewesen sein. Denn in der hektischen Schlussphase legten die Schützlinge von Trainer Igor Vori alles rein, ließen nichts mehr anbrennen. Egal, was dem Gegner einfiel – der TVG hatte die Antwort parat. Auch die offene Manndeckung der Dresdner, die ebenfalls unbedingt gewinnen wollten, gewinnen mussten, brachte die Gastgeber nicht ins Wanken. Im Gegenteil. Sie kam Dino Corak gerade recht und er traf zum 24:19. Die Gäste wechselten noch einmal den Torhüter. Auf der anderen Seite lief Boukovinas zur Hochform auf. Die letzten Minuten gehörten dem TVG und es fielen schöne Tore. Den letzten Treffer brachte Frieder Bandlow im gegnerischen Tor unter. „Der Sieg war unglaublich wichtig und man hat gemerkt, dass für beide viel auf dem Spiel stand“, sagte ein zufriedener Dino Corak nach dem Schlusspfiff. Er konnte auch zufrieden sein, denn alle seine Mitspieler glänzten mit einer geschlossenen Leistung. 

Mit 12:10 Punkten lässt es sich gut in die neue Woche starten. Am kommenden Sonntag gibt dann der TUSEM Essen seine Visitenkarte in Elsenfeld ab. 

 

Den Artikel könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür. Es zeigt TVG-Torhüter Boukovinas

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die dritte Niederlage in Folge handelte sich Handball-Zweitligist TV Großwallstadt am vergangenen Mittwoch bei den Eulen Ludwigshafen ein. Dabei war die Mannschaft trotz eines heftigen Auftaktprogrammes so gut in die Saison gestartet. Das Prunkstück war die Abwehr und die Vorgabe des Trainers, es in jedem Spiel bei 25 Gegentoren zu belassen. Doch seit dem Potsdam-Spiel Ende Oktober läuft es nicht mehr rund. Gegen den Aufsteiger wurde mit 30:35 verloren, zu Hause gegen Hagen gab es eine 33:35-Niederlage und zuletzt brachte die Mannschaft von Trainer Igor Vori aus Ludwigshafen beim 31:37 ebenfalls nichts Zählbares mit nach Hause. Zeit, den Bock umzustoßen. Und das soll am Sonntag gegen Elbflorenz passieren. Auf der Heimfahrt von Ludwigshafen war die Stimmung gedämpft „und wir alle waren etwas bedient“, sagte TVG-Geschäftsführer Michael Spatz. Aber er sagt auch: „Die zweite Liga ist immens stark und hier kann jeder jeden schlagen. Das wird Woche für Woche sichtbar. Wir haben jetzt 10:10 Punkte und das bei unserem schweren Auftaktprogramm. Wir haben die ersten sechs, sieben Spiele gefühlt die beste Abwehr der Liga gestellt. Da müssen wir wieder hin.“

Elbflorenz ist schwer einzuschätzen

Mit dem HC Elbflorenz kommt am Sonntag ein Gegner, der derzeit etwas schwer einzuschätzen ist. Die Dresdner hatten sich vor der Saison klar positioniert und ein Platz in den Top fünf ist das Ziel. Mit dem starken und vor allem eingespielten Kader sollte dies auch gelingen. Mit dem Sieg gegen die Wölfe Würzburg zum Auftakt und gegen die HSG Nordhorn-Lingen schien es auch gut loszugehen. Doch danach musste die Mannschaft von Trainer Rico Göde nach zwei Unentschieden gegen Konstanz und Coburg nur noch Niederlagen wegstecken. Zuletzt beim VfL Eintracht Hagen. HCE-Trainer Göde sagte, dass es lange Zeit in der Partie ein Schritt nach vorn war im Vergleich zu den letzten Spielen.

Die Gäste werden sicher – nach dem letzten Sieg im September – heiß auf endlich mal wieder zwei Punkte sein. Die will der TVG allerdings auch. Michael Spatz: „Wir müssen alle an unsere Leistungsgrenze gehen und gucken, dass wir in der Kürze der Zeit an unserer Abwehr und unserem Angriff arbeiten.“

Einer, der sich nach über vier Monaten auf seinen nächsten Einsatz freut, ist TVG-Kreisläufer Thomas Rink. „Es war so super, nach über vier Monaten mal wieder auf der Platte gestanden zu haben. Auch wenn es nur wenige Minuten in Ludwigshafen waren. Ich hoffe natürlich, dass sich meine Einsatzzeiten wieder verlängern. Aber gleich im ersten Angriff mit meiner ersten Aktion direkt ein Tor zu erzielen, war einfach Klasse.“ Der große Wermutstropfen für Rink war allerdings die deutliche Niederlage und er meint: „Gegen den HCE wird es ein sehr unangenehmes Spiel werden. Deren letzter doppelter Punktgewinn ist nun auch schon etwas her und sie müssen, ähnlich wie wir, endlich wieder punkten. Für mich gehört die Mannschaft eigentlich seit cirka drei Jahren zum erweiterten Kreis für die vorderen Ränge, auch wenn es diese Saison bei denen noch nicht so rund läuft. Auf jeden Fall wird es ein sehr wichtiges Spiel für beide Mannschaften. Zum Glück spielen wir vor heimischem Publikum.“

Mit dem starken Torhüter Marion Mallwitz, mit Außen Lukas Wucherpfennig, Mindaucas Dumcius oder mit dem ehemaligen TVG-Spieler Nils Kretschmer hat der HCE sehr gute Akteure in seinen Reihen. Auch Sebastian Gress oder Philip Jungemann nicht zu vergessen. Der HCE hat also noch Luft nach oben und es bleibt zu hoffen, dass er nicht gerade am Sonntag ins Rollen kommt. „Wir müssen auf jeden Fall so schnell wie möglich in die Erfolgsspur zurück und müssen gucken, dass sich die Spirale wieder nach oben dreht“, sagt Michi Spatz.

 

+++++ Update  +++++

Nachdem Thomas Rink am vergangenen Mittwoch seinen ersten Einsatz in der aktuellen Saison im TVG-Trikot hatte und sich gleich mit einem Treffer belohnte, folgte jetzt ein herber Rückschlag für den Kreisläufer und den TV Großwallstadt. Thomas Rink verletzte sich bei seinem Einsatz in Ludwigshafen am linken Unterschenkel und zog sich einen Muskelfaserriss zu. Wie lange der Spieler nun erneut ausfallen wird, entscheidet sich während der folgenden Untersuchungen.

 

Das Bild von Igor Vori hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.

Den Artikel über Großwallstadt könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, treffen der TV Kirchzell und der TuS Dansenberg aufeinander. Die HSG Hanau muss zur TSG Haßloch und der TV Gelnhausen tritt in Saarlouis an.

Weiter spielen:

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – mHSG Friesenheim-Hochdorf II, VTV Mundenheim – HSG Rodgau Nieder-Roden, HSG Pohlheim – TuS Ferndorf.

 

Das vergangene Spiel des TV Kirchzell bei der mHSG Friesenheim-Hochdorf II ist gut aufgearbeitet und TVK-Trainer Andi Kunz sagt: „ Wir waren unzufrieden, wie wir aufgetreten sind. Wir haben an diesem Tag nicht genug dafür getan, um das Spiel zu gewinnen und haben das „warum“ aufgearbeitet.“ Diesmal kommt der TuS Dansenberg nach Miltenberg und gegen diesen Gegner will die Kirchzeller Mannschaft wieder ein anderes Gesicht zeigen. Der Gegner wurde vor der Saison als einer der Favoriten in der Süd-West-Staffel gehandelt. Doch es lief am Anfang nicht wie geplant und in Hanau und in Nieder-Roden gab es jeweils eine heftige 19:36 und 15:29-Niederlage. Gegen Zweitliga-Absteiger Ferndorf wurden die Punkte geteilt und zuletzt gegen Aufsteiger Mundenheim gab es einen 29:24-Erfolg.

Jan Claussen – einer der Leistungsträger

Einer der Leistungsträger im Team ist Jan Claussen. Der frühere Tuspo Obernburg Spieler, der aber auch schon in Friesenheim und Hochdorf unter Vertrag war, sagte: „Wir sind schon mit Ambitionen in die Saison gestartet und wollten oben mitmischen. Doch durch den verkorksten Saisonstart, gepaart mit einigem Verletzungspech, sind diese in die Ferne gerückt und wir tun gerade gut daran, von Spiel zu Spiel zu denken.“ Derzeit steht Dansenberg mit 11:9 Punkten auf dem achten Tabellenplatz und Claussen sagt: „Aufgrund des wirklich großen und anhaltenden Verletzungspechs und unserem daraus resultierenden kleinen Kader ist das die aktuelle Gegenwart, die wir akzeptieren müssen. Für uns gibt es keine leichten Spiele. Wir müssen jedes Wochenende konzentriert unsere Leistung abliefern. Nur dann haben wir eine Siegchance.“

So wird der TuS auch das Spiel gegen den TVK angehen. Neben Claussen hat Dansenberg mit Routinier Gunnar Dietrich, der schon in Essen, Lemgo oder bei den Eulen Ludwigshafen gespielt hat, mit Jonas Dambach, der zuletzt in Bieberau aktiv war oder Kreisläufer Sebastian Bösing (früher HSG Konstanz) sehr gute Spieler in seinen Reihen. „Sie spielen sehr clever, haben nach der einen oder anderen deutlichen Niederlage mittlerweile wieder die Kurve bekommen. Allerdings reicht gegen diesen Gegner nicht alleine eine gute Startphase, sondern wir werden 60 Minuten lang am Kabel ziehen und alles reinlegen müssen“, weiß TVK-Trainer Andi Kunz. Er hofft, dass er alle Mann an Bord hat und eventuell auch Brian Heinrich wieder mitmischen kann. Beim TuS fehlen wohl Torben Waldgenbach im Rückraum und mit Robin Egelhof und Jonas Dambach zwei Rückraum Rechte. „Aber wir werden uns wieder voll reinhauen und versuchen, unsere Ausfälle zu kompensieren. Denn eins ist sicher und das kenne ich noch von früher: in Kirchzell geht es immer heiß her und es ist ein unangenehmer Gegner. Nichtsdestotrotz wollen wir etwas Zählbares mit nach Hause nehmen“, so Claussen. Es sieht so aus, als ob der Zuschauer bereits jetzt schon der Gewinner sein wird und sich auf ein intensiv geführtes Match freuen kann.  

 

TV Gelnhausen will im Hexenkessel Saarlouis bestehen

Mit breiter Brust aber auch mit einer gehörigen Portion Respekt reist der TV Gelnhausen am Samstag zum Spiel gegen die HG Saarlouis. Trotz aller Euphorie über den aktuellen Höhenflug  des TVG lautet das offizielle Ziel der jungen Wilden weiterhin Klassenerhalt. TVG-Manager Philip Deinet wird nicht müde zu erwähnen, dass der Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz gerade einmal sechs Punkte beträgt. Dazu kommt, dass die Süd-West-Staffel eine extrem ausgeglichenen ist. Die ambitionierte HG Saarlouis rangiert mit 11:9 Zählern auf dem siebten Tabellenplatz, mit einem Sieg am Wochenende wären sie allerdings bis auf einen Zähler an den TV Gelnhausen herangerückt.

„Uns erwartet eine enorm robuste Mannschaft, die viel Körperlichkeit aufs Parkett bringt. Saarlouis ist vor allem aus dem Rückraum und über den Kreis sehr gefährlich. Wir müssen also aggressiv und enorm beweglich in unserer Abwehrarbeit sein, um im Verbund mit dem Torwartspiel möglichst viele Bälle entschärfen zu können“, sagt TVG-Trainer Geiger, der im Angriff einmal mehr auf das schnelle  Umschaltspiel seiner Mannschaft setzen wird.

7:3 Zähler haben die Gastgeber bisher vor heimischer Kulisse geholt und zuletzt in eigener Halle die immer besser ins Rollen kommende TuS Dansenberg besiegt. Gegen die HSG Hanau gelang Saarlouis zu Hause ein Remis. Auf das Geiger-Team wartet also ein ganz dicker Brocken. Doch Yannik Mocken und Co. müssen sich nicht verstecken. Mit 8:2 Punkten in der Fremde ist der TVG aktuell die auswärtsstärkste Mannschaft der Süd-West-Staffel. Das könnte gerne auch nach dem Wochenende so bleiben.

 

HSG vor schwieriger Auswärtsaufgabe

Es ist der November der Auswärtsspiele für die HSG Hanau. Nach der nur knappen Niederlage beim TuS Ferndorf am vergangenen Wochenende, tritt die junge Truppe von Trainer Hannes Geist an diesem Samstagabend bei der TSG Haßloch an. Adanir, Ritter & Co. sind hochmotiviert, will das Team doch nahtlos an die guten Leistungen aus den ersten 50 Minuten des letzten Spiels anknüpfen. Dass, obwohl sich die Grimmstädter in Ferndorf teuer verkauften, zuletzt gegen den Favoriten nichts Zählbares heraussprang, ist für Geist kein Beinbruch. Er erwarte nun aber von seinem Team wieder maximalen Einsatz.

„Wir treffen auf eine routinierte Mannschaft, die sich letztes Jahr ein bisschen unter Wert verkauft hat und noch bis Saisonstart mit vielen Verletzungen zu kämpfen hatte“, so Geist beim Blick auf den Gegner. „Sie kommen aber immer besser in den Tritt und spielen nicht ohne Grund oben mit.“ Anfang November sorgte die TSG zudem für eine gehörige Überraschung, als das Team ausgerechnet beim TuS Ferndorf zwei Punkte entführte.

In der Tabelle rangiert die TSG Haßloch nur einen Punkt hinter der HSG Hanau auf Rang fünf. Der Sieger des Duells bleibt Verfolger des TuS Ferndorf, der sich zunächst an der Tabellenspitze etabliert hat. Ähnlich wie die HSG stellt auch Haßloch eine sehr zweikampfstarke und massive 6:0-Deckung auf die Platte, gegen die die Geist-Sieben die richtigen Lösungen finden muss.

„Das wird eine große Herausforderung für uns, die wir mit Vorfreude angehen“, meint Geist „Wir haben ein paar Dinge von letzter Woche aufgearbeitet und wollen gemeinsam mit unserem Torhüter wieder eine sehr gute Deckung stellen und so Druck auf den Gegner ausüben.“

Für Hanau wird es nicht einfach

Die Bären aus Haßloch werden es der HSG Hanau aber keinesfalls einfach machen. Das Team von Trainer Andreas Reckenthäler hat spätestes nach dem überraschenden Auswärtserfolg in Ferndorf das Momentum auf seiner Seite. Am letzten Samstagabend konnten beim 29:26-Heimsieg gegen Pohlheim direkt die nächsten Punkte eingefahren werden. Personell können die Rheinland-Pfälzer zudem aus dem Vollen schöpfen und stellen in der Abwehr nicht nur einen starken Innenblock, sondern haben mit Marco Bitz auch einen guten Torhüter in ihren Reihen. Eine spannende Partie zeichnet sich ab, die sich natürlich wieder im Stream auf Sportdeutschland.tv verfolgen lässt.

„Für uns gilt es, dass wir am Samstag die einfachen Tore erzielen“, so Geist, der erneut auf das Tempospiel seiner Mannschaft in der ersten und zweiten Welle baut. „Sollte das nicht funktionieren, müssen wir kreative Lösungen im gebundenen Spiel finden und diese sehr robuste Deckung von Haßloch in Bewegung bringen. Das wird schwer, denn damit haben sie auch schon Ferndorf vor große Probleme gestellt.“ Seine Mannschaft sei aber sehr gut auf den Gegner und seine Spielsysteme vorbereitet und wolle sich diesmal auch für die eigene Arbeit belohnen. „Am Ende werden wir sehen, was nach 60 Minuten auf der Anzeigetafel steht“, sagt Geist.

 

Der TV Gelnhausen hat uns ein Bild zur Verfügung gestellt. Dankeschön.

 

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt konnte auch im Spiel am vergangenen Mittwoch gegen die Eulen Ludwigshafen nicht überzeugen und musste die dritte Niederlage in Folge in Kauf nehmen.

So hatten sich das Trainer Igor Vori und sein Team sicher nicht vorgestellt. Nach zwei bitteren Pleiten mit über 30 Gegentoren wollten sich seine Jungs nun endlich wieder auf die Defensivarbeit konzentrieren und in Ludwigshafen zwei Punkte mitnehmen. Doch ausgerechnet die Abwehr, die in den ersten fünf Partien noch das Prunkstück der Mannschaft war, wollte wieder nicht so richtig funktionieren. Die 5:1-Variante wird von den Unterfranken nicht mehr konsequent umgesetzt, die Abwehrreihen tun sich extrem schwer und die vielen Löcher werden vom Gegner gnadenlos ausgenutzt, so dass dieser immer wieder zu einfachen Toren kam.

Aber neben der Defensive war auch die Offensive nicht kaltschnäuzig genug und in den ersten elf Spielminuten erzielte der TVG kein einziges Feldtor. Allein Kapitän Florian Eisenträger überzeugte zweimal vom Siebenmeterpunkt. So liefen die Gäste von Beginn einer Drei-Tore-Führung der Gastgeber hinterher.

Im weiteren Spielverlauf der ersten 30 Minuten konnten die Eulen sogar auf einen Sechs-Tore-Vorsprung erhöhen. Bis zur Pause kam der TVG besser in die Partie und lag nur noch mit 14:18 im Hintertreffen.

Hoffnung keimte auf

Nach dem Seitenwechsel traf Frieder Bandlow dann zum 15:18, Finn Wullenweber verkürzte auf zwei Tore und es keimte wieder etwas Hoffnung auf. Doch in solchen Phasen konnte sich der Gastgeber auf sein Publikum verlassen und der TV Großwallstadt geriet wieder mit vier Toren ins Hintertreffen. Abermals verkürzte der Gast auf zwei Tore Differenz, abermals feierte das Publikum seine Mannschaft und ab der 45. Spielminute war die Partie schon entschieden. Am Ende stand eine 31:37-Niederlage, bei der vor allem auch auffiel, dass die Flügelspieler zu keinem Zeitpunkt in Szene gesetzt wurden.

Einen kleinen Lichtblick gab es dennoch. Kreisläufer Thomas Rink stand nach über vier Monaten Spielpause erstmalig wieder auf dem Parkett und konnte gleich den ersten Torwurf sicher verwandeln.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

 

 Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Handball-Bundesliga GmbH hat jüngst die Ansetzungen von sieben Achtelfinal-Partien im DHB-Pokal 2022/23 bekannt gegeben. Ausgespielt werden die Achtelfinals am 21./22. Dezember 2022. Lediglich für ein Spiel steht noch kein Termin fest, da der letzte Teilnehmer der Runde der letzten 16 Teams noch ermittelt wird.

Den Achtelfinal-Auftakt macht am 21. Dezember um 19 Uhr das Duell der beiden Erstliga-Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen und VfL Gummersbach.

Einen Tag später, am Donnerstag, den 22. Dezember, empfängt der TV Großwallstadt den Erstligisten HSG Wetzlar. Gespielt wird um 20 Uhr in der f.a.n.-Arena in Aschaffenburg.

 

Alle terminierten Paarungen auf einen Blick:

Mittwoch, 21. Dezember 2022

19 Uhr: ASV Hamm-Westfalen vs. VfL Gummersbach
19.30 Uhr: HC Elbflorenz 2006 vs. TBV Lemgo Lippe
19.30 Uhr: MT Melsungen vs. Rhein-Neckar Löwen

Donnerstag, 22. Dezember 2022

19 Uhr: SG Flensburg-Handewitt vs. Handball Sport Verein Hamburg
19.30 Uhr: Dessau-Roßlauer HV vs. TSV Hannover-Burgdorf
19.30 Uhr: SG BBM Bietigheim vs. THW Kiel
20 Uhr: TV Großwallstadt vs. HSG Wetzlar

NN: Sieger Eulen Ludwigshafen/SC Magdeburg vs. Bergischer HC

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am morgigen Mittwoch geht es für den Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt um 19 Uhr in der Friedrich-Ebert-Halle gegen die Eulen Ludwigshafen. Der TVG möchte in dieser Partie nach den beiden unnötigen Niederlagen gegen Potsdam und Hagen wieder in die Erfolgsspur zurückkehren und auswärts punkten. Vor allem die Defensivarbeit stand die letzten Tage im Fokus des Trainings.

TVG-Coach Igor Vori war mit der Leistung seines Teams in den vergangenen zwei Spielen nicht zufrieden und möchte jetzt gegen Ludwigshafen wieder eine andere Abwehrleistung sehen: „Zweimal 35 Gegentore zu bekommen wird unserem Anspruch nicht gerecht. Hier müssen wir wieder zu unserer Stärke zurückfinden. Ich bin aber überzeugt, dass meine Mannschaft das wieder hinbekommt – meine Jungs haben einen tollen Charakter und Teamgeist.“

Auch wenn die Eulen mit Platz zehn in der Tabelle hinter dem TVG stehen, sagt dies nichts aus. Die Rheinland-Pfälzer haben nur einen Punkt weniger, haben allerdings ein Spiel weniger absolviert als die Unterfranken. Gerade die letzten beiden Partien gegen Eintracht Hagen und Dresden haben die Pfälzer gewonnen und sind damit wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Daran will die Mannschaft um Trainer Michael Abt morgen zuhause anknüpfen.

Ein besonderes Augenmerk sollten die Gäste auf den Rückraum Rechten Jannek Klein legen, den Top-Torschützen des Gastgebers. Aber auch Maximilian Heider am Kreis überzeugte bisher in den Spielen und hat bisher schon 32 Tore erzielt. Generell ist die Friedrich-Ebert-Halle für die Gästeteams ein gefürchtetes Pflaster.

Die beiden Aufeinandertreffen in der Saison 2021/22 konnte jeweils Ludwighafen für sich entscheiden (36:27 und 27:29). 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, hat der TV Kirchzell am vergangenen Wochenende bei der mHSG Friesenheim-Hochdorf II eine deutliche Niederlage kassiert. Der TV Gelnhausen gewann gegen Gummersbach II und Hanau musste sich hauchdünn in Ferndorf geschlagen geben.

 

 Das war nicht der Abend des TV Kirchzell. Mit 26:37 verloren die Odenwälder beim unmittelbaren Konkurrenten Hochdorf und diese Niederlage war verdient. Die Mannschaft fand nicht zu ihrer Normalform, technische Fehler, Ballverluste, Latten- und Pfostenschüsse reihten sich aneinander und die Abwehr war bei 37 Gegentoren alles andere als auf der Höhe. Mit einem Satz gesagt: es stimmte hinten und vorne nicht. Dabei war der Gegner, ohne dessen Leistung zu schmälern, nicht übermächtig. Aber er spielte mit mehr Leidenschaft und wollte den Sieg um jeden Preis. Das Fazit von TVK-Trainer Alex Hauptmann fiel daher auch kurz und knapp aus: „Es gibt nichts schön zu reden. Wir haben uns absolut nicht gewehrt und wir werden das Spiel im Detail aufarbeiten.“ 

Schon nach sieben Minuten stand es 5:1 für die Hausherren und die Gäste konnten kein einziges Mal die Führung übernehmen. Die Hochdorfer, die ohne Leistungsträger Marvin Gerdon antreten mussten, spielten unbekümmert drauf los, ließen sich auch nicht von sieben Zeitstrafen allein in den ersten 30 Minuten beeindrucken, sondern erzielten ihre Treffer auch in Unterzahl. Selbst beim 3:6-Spiel trafen die Gastgeber zum 9:5 und 10:5 (18.). Die Kirchzeller Trainer nahmen die Auszeit, versuchten ihr Team neu einzustellen und wechselten die Torhüter. Genutzt hat es nicht viel. Die mHSG fand immer wieder die Lücken, war erfolgreich im eins gegen eins und stockte bis zur Pause auf 18:12 auf. Zu diesem Zeitpunkt scheiterte der TVK neben vielen Freien schon zweimal im Wurf aufs leere Tore an der Latte oder am Pfosten. Hinzu kam, dass der TVK den Rückraumspieler Max Neuhaus nie in den Griff bekam. Es war zum Mäusemelken.

Nach dem Wechsel wurde es nicht besser. mHSG-Torhüter Peribonio hatte Probleme mit dem Ellbogen und machte Platz für Mika Schwenken. Dieser lief zur Hochform auf, glänzte sogar mit einer Doppelparade. Erst gegen Schnellbacher, dann parierte er den Abpraller gegen Häufglöckner Es gelang einfach alles. Auf der Gegenseite versuchte Tom Spieß, der nach seiner Verletzung und einer langen Pause diesmal wieder mit dabei war, den agilen Rückraumspieler Neuhaus kurz zu nehmen. Doch auch diese Maßnahme brachte nicht den gewünschten Erfolg. Die Hausherren trafen aus allen Lagen und in der 41. Minute stand es 24:14. Auch das Glück meinte es mit den Hochdorfern gut. Fast jeder Abpraller landete in den Händen der mHSG und führte unweigerlich zu einem Tor. Am Ende eines gebrauchten Tages stand eine hohe Niederlage für die Kirchzeller. Der Gegner konnte jetzt mit dem TVK nach Punkten gleichziehen und sich sogar in der Tabelle vor die Kirchzeller schieben. Diese sind jetzt erst einmal auf Rang elf abgerutscht und haben eine große Chance vertan, sich mit einem Sieg von den hinteren Plätzen abzusetzen.

 

 

Hanau unterliegt im Spitzenduell dem TuS Ferndorf

 Eine biittere Niederlage gab es für die HSG Hanau und das Team von Trainer Hannes Geist kam nicht über ein 24:25 beim Spitzenreiter TuS Ferndorf hinaus. Vor großer Kulisse machten die Grimmstädter zwar gerade in den Anfangsphasen der beiden Halbzeiten ein starkes Spiel, konnten die Führung aber nicht über die Zeit bringen. „Eine überragende Kulisse, eines echten Spitzenspieles würdig. Ich denke es hat für alle Handballfans viel Spaß gemacht“, gab Geist nach dem Abpfiff vor 1020 Zuschauern zu Protokoll. Aus Hanau war ebenfalls ein lautstarkes Grüppchen mit nach Kreuztal gereist. „Ich glaube aber auch, dass heute die etwas glücklichere Mannschaft gewonnen hat. Wir haben hier 50 Minuten eine Leistung auf das Parkett gebracht, für die ich meinen Jungs Respekt zollen muss. Ich glaube ein Unentschieden wäre verdient gewesen.“

Hanau war zunächst mit 0:2 in das Hintertreffen geraten. Allerdings unterliefen der TuS-Offensive um Jörn Persson in der Folge mehrere Ballverluste, sodass Max Bergold in der 4. Minute per Siebenmeter auf 2:2 zu stellen vermochte. In der eigenen 6:0-Defensive agierte Hanau routiniert und konnte sich in der Anfangsviertelstunde einmal mehr auf Can Adanir verlassen, der einige gute Möglichkeiten der Hausherren parierte.

Nach einem weiteren Offensivfoul des TuS knallte Mittelmann Jannik Ruppert den Ball zur 4:2-Führung in die Maschen (6. Minute). Gegen die zweikampfstarke 6:0-Deckung der Gastgeber ließ der HSG-Spielmacher seine Vorderleute ein ums andere Mal auf zwei Kreisläufer auflösen und brachte das Deckungskonzept von TuS-Coach Robert Andersson so aus dem Tritt. Zunächst gelang es dem TuS Ferndorf nicht, diese gut ausgespielten Offensivbemühungen der Gäste zu unterbinden, sodass Jonas Ahrensmeier nach einer weiteren gute Sperre auf Halblinks frei durchbrach und das 9:4 (15.) erzielte. Es sollte die höchste Führung der Grimmstädter an diesem Abend bleiben.

In der Folge bäumte sich Ferndorf auf und verkürzte, mit einem Mann weniger auf der Platte, zum 7:9 (Duvancic/21.). Auf der gegenüberliegenden Seite gelang es der HSG nun kaum für Entlastung zu sorgen, auch da die letzte Konzentration im Abschluss fehlte. Stattdessen schloss Ferndorfs Julius Fanger einen Fünf-Tore-Lauf der Nordrhein-Westfalen zum 9:9-Ausgleich ab.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wogte das Spiel hin und her, ohne dass sich eines der beiden Teams merklich abzusetzen vermochte. Geist schien seine Mannschaft nun wieder besser auf den Gegner eingestellt zu haben, denn in der Defensive ermöglichte die HSG dem TuS nur wenige Abschlüsse. Insgesamt lief der Ball nicht wirklich rund bei der Andersson-Sieben, die zwar immer wieder über Einzelaktionen gefährlich wurde, aber sich im Aufbauspiel ein ums andere Mal Ballverluste erlaubte. Dem 18:16 von Marc Strohl (40.) ließ Ferndorf das 18:18 in der 44. Minute folgen.

Nervenzerreißende Schlussphase

Nachdem Bergold die HSG mit 23:20 per Tempogegenstoß in Führung geworfen hatte (51.), schienen die Grimmstädter eigentlich bereits auf dem richtigen Weg. „Wir können das Match zu diesem Zeitpunkt finishen, doch dann lassen wir einen Tempogegenstoß weg und treffen einmal das freie Tor nicht. Das ist natürlich ärgerlich“, konstatierte Geist. Es kam wie es kommen musste: In der Crunchtime zeigte das junge HSG-Team Nerven, während Ferndorf, gestützt auf Lucas Puhl im Tor und Fabian Hecker im Rückraum, noch einmal alles nach vorne warf. Mit ihren nun lautstarken 1000 Fans im Rücken, erzielte die TuS-Sieben durch Valentino Duvancic den 23:23-Ausgleich, ehe Hecker zum 24:23 und 25:24 für den TuS einwarf. Mit nur noch 30 Sekunden auf der Uhr und einem Tor im Rückstand bekam Hanau noch einen letzten Angriff. Geist nahm die Auszeit und ließ sein Team danach einen Kempa-Trick ausspielen. Den Abschluss von Luca Braun – nach Sahnepass von Dennis Gerst – entschärfte allerdings Puhl mit einer weiteren Glanztat und der von Ahrensmeier direkt ausgeführte Freiwurf, nach Ablauf der Spielzeit, landete über dem Kasten.

 

Gelnhausen feiert seine Himmelstürmer 

Es waren noch einige Minuten zu spielen, doch die Fans des TV Gelnhausen hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Mit Standing Ovations begleiteten sie ihre Mannschaft bis zum Schlusspfiff. Am Ende siegten die Barbarossastädter vor rund 520 begeisterten Zuschauern gegen den VfL Gummersbach II mit 28:21.

„Hinter uns liegt eine anstrengende Woche mit drei Spielen. Das war körperlich und mental nicht einfach für meine Spieler. So lassen sich auch die technischen Fehler gegen Gummersbach erklären. Aber wir haben diese anstrengende Phase besser weggesteckt als der Gegner und letztlich verdient gewonnen. Ein riesen Kompliment an die Jungs und ein großes Dankeschön an die Fans, die uns unglaublich unterstützt haben“, sagte Geiger nach der Partie.

Dabei ging die Anfangsphase klar an die Gummersbacher, die nach neun Minuten mit 5:2 in Führung lagen. Der Rückstand hätte noch höher ausfallen können, wäre nicht Keeper Julian Lahme von Beginn an auf Betriebstemperatur gewesen. Der Oldie hielt mit Glanzparaden in Serie sein Team nicht nur im Spiel, sondern führte seine jungen Vorderleute zurück in die Erfolgspur.

Als Nils Bergau nach 18 Minuten zur 7:6-Führung traf, hatte sich das veränderte Kräfteverhältnis auch in Zahlen ausgedrückt. Die TVG, der sich anfangs noch schwertat, Chancen herauszuspielen, zeigte sich in Eins-zu-Eins-Situationen immer besser und auch die Abwehr fand zur gewohnten Kompaktheit zurück. Paul Hüttmann sorgte mit seinem Treffer zum 14:10 für den Pausenstand.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts. Der TV Gelnhausen fuhr Angriff auf Angriff auf das gegnerische Tor und führte nach dem Treffer von Tim Altscher mit 20:11. Doch mit einem 4:0-Lauf meldete sich Gummersbach plötzlich noch einmal zurück. Geiger nahm einer Auszeit und seine Mannschaft besann sich anschließend wieder auf ihre Stärken. Und so steuerte man einem letztlich ungefährdeten 28:21-Erfolg entgegen. Gummersbach, dass nur auf acht Feldspieler zurückgreifen konnte, fehlte am Ende auch die Kraft noch einmal dagegenzuhalten.

„Wir sind auch nach Schwächephasen immer wieder zurückgekommen. Nur 21 Tore gegen einen so starken Gegner wie Gummersbach zu kassieren, dass kann sich sehen lassen. Unsere beiden Torhüter haben im Verbund mit der Abwehr viele Bälle wegverteidigt“, lobte Geiger die Defensivleistung seiner Mannschaft. In der Schlussviertelstunde ersetzte Alexander Bechert seinen Teamkollegen Lahme zwischen den Pfosten und knüpfte nahtlos an die Leistung seines Vorgängers an.

 

 

 HSG Rodgau Nieder-Roden wieder auf Erfolgskurs

Nachdem die Baggerseepiraten zuletzt zweimal hintereinander in fremden Gewässern Schiffbruch erlitten hatten, konnten sie am Samstag endlich wieder auf Erfolgskurs segeln: Dank einer über weite Strecken richtig guten Leistung besiegte das Team von Trainer Jan Redmann die HG Saarlouis verdient mit 30:26.

Die Partie zwischen den zuletzt an einer miserablen Chancenverwertung laborierenden HSG Rodgau Nieder-Roden und den ambitionierten Gästen, die jahrelang fester Bestandteil der zweiten Bundesliga waren und dorthin auch nur zu gerne wieder zurückkehren würden, begann mit einem echten Knaller. Und zwar einem für Johannes von der Au äußerst schmerzhaften: Als sich der HSG-Crack durch die Abwehr des Gegners durchtanken wollte, traf ihn Branko Koloper mit voller Wucht, aber mutmaßlich unabsichtlich, im Gesicht, weshalb Saarlouis‘ Spielertrainer und Abwehr-Chef von den Schiedsrichtern nach nicht einmal zwei Spielminuten mit der Roten Karte disqualifiziert wurde. Diesen Schock mussten die Gäste erst einmal verdauen, und so setzten sich die Rodgauer zunächst auf 5:2 ab. Doch durch einige technische Fehler und Fehlwürfe brachten die „Redmänner“ die Saarländer danach wieder ins Spiel, und es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie auf Augenhöhe, in der die Gastgeber zwar immer einen Treffer vorlegten, sich aber bis zum 9:9 (19.) nicht absetzen konnten. Erst als der an diesem Abend mal wieder bärenstarke Torhüter Marco Rhein, der trotz dreier (unbeabsichtigter) Kopftreffer 15 Paraden (darunter zwei gehaltene Siebenmeter) verbuchen konnte, seinen Kasten in Kooperation mit dem extrem engagierten Mittelblock der HSG gut fünf Minuten komplett vernagelte, setzte sich sein Team auf 12:9 ab. Und diese Drei-Tore-Führung verteidigten die Rodgauer bis zum 15:12-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel bekamen die Redmann-Schützlinge den im ersten Durchgang überragenden HG-Rechtshalben Marcel Becker besser in den Griff, zeigten auch im Angriff mitunter prima Spielzüge und bauten dadurch den Vorsprung auf sechs Treffer (23:17/47.) aus. Damit schien der Drops gelutscht zu sein – doch Pustekuchen. „Danach hat bei meinen Spielern der Kopf angefangen zu arbeiten“, analysierte Jan Redmann nach der Partie die Phase bis zur 51. Spielminute, in der sich Saarlouis – vor allem dank einiger durch HSG-Akteure vergebener Torchancen – bis auf 24:22 herankämpfen konnte. Am Ende siegte die HSG verdient. „Meine Jungs haben das heute die meiste Zeit richtig gut gemacht, mit hoher Intensität gespielt, die Zweikämpfe gesucht und dadurch auch das Publikum auf ihre Seite gezogen“, zeigte sich der Rodgauer Coach nach den 60 umkämpften Minuten sehr zufrieden mit den Darbietungen seiner Schützlinge. 

 

Die Bilder hat uns der TVG und Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am heutigen Samstag geht die Hatz nach Punkten in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, weiter und viele Teams haben eine englische Woche hinter sich.

Die Paarungen fürs Wochenende sind:

mHSG Friesenheim-Hochdorf II – TV Kirchzell (Samstag, 19 Uhr, Sportzentrum Hochdorf), TuS Ferndorf – HSG Hanau, DJK Waldbüttelbrunn – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, TSG Haßloch – HSG Pohlheim, TV Gelnhausen – VfL Gummersbach II, HSG Rodgau Nieder-Roden – HG Saarlouis, TuS Dansenberg – VTV Mundenheim. 

Nach dem wichtigen Sieg an Allerheiligen gegen die DJK Waldbüttelbrunn geht es für den TV Kirchzell nahtlos weiter.  Diesmal müssen die Jungs von Trainer Alex Hauptmann bei der mHSG Friesenheim-Hochdorf II antreten. Dort sollen die nächsten Punkte auf die Habenseite geschafft und damit das Konto ausgeglichen werden. Derzeit hat der TVK nach neun Spielen 8:10 Zähler. „Wir wollen unbedingt unser Punktekonto ausgleichen und damit die Mannschaften, die im Moment hinter uns stehen auch hinter uns lassen“, so TVK-Kreisläufer Jan Blank. 

Ein Selbstläufer wird die Partie gegen Friesenheim-Hochdorf sicher nicht. Zwar sind die Gastgeber dem Punktestand nach schlechter als der TVK und rangieren mit 6:12 Zählern einen Tabellenrang hinter den Odenwäldern. Aber Vorsicht ist auch hier geboten. Zuletzt gewann die Mannschaft von Trainer Gabriel Schmiedt, der im Januar diesen Jahres Matthias Polifka als Cheftrainer beerbte,  daheim gegen Saarlouis mit 23:22. Einen Heimsieg gab es auch gegen die starken Nieder-Rodener sowie gegen Pohlheim. 

Hausherren haben eine gute Abwehr

Die Hausherren, die in der vergangenen Saison eine gute Quali-Runde spielten, stehen gut in der Abwehr, spielen schnell nach vorne und haben mit Marvin Gerdon im rechten Rückraum oder Patrick Friedmann auf Linksaußen sowie Nikola Sorda am Kreis ihre Aktivposten. Auch im Tor ist die Spielgemeinschaft mit Roko Peribonio gut aufgestellt, spielte dieser doch schon beim Bundesligisten Rhein Neckar Löwen oder Zweitligisten TSG Friesenheim. Mit der TSG stieg er 2017 in die Bundesliga auf, wechselte 2018 nach Hochdorf.

„Wir müssen uns auf eine robuste Mannschaft mit guten Außen, zwei starken Kreisläufern und einem guten Rückraum einstellen. Das wird ein schweres Spiel, aber wir fahren mit breiter Brust dahin, wissen, um was es geht. Wenn wir dieses Spiel gewinnen, dann hätten wir vier Punkte Abstand zwischen Friesenheim und uns gebracht. Das wäre gut!“, sagt TVK-Trainer Alex Hauptmann. Ob er auf die Verletzten Tom Spieß und Brian Heinrich zurückgreifen kann, bleibt abzuwarten.

 

Gelnhausen empfängt Gummersbach

Auch für den TV Gelnhausen geht Schlag auf Schlag. Nach dem eindrucksvollen 34:21-Kantersieg bei der HSG Pohlheim empfangen die Barbarossastädter am heutigen Samstag den VfL Gummersbach II zum direkten Verfolgerduell.

Bis dato schwimmen Yannik Mocken und Co. auf einer Euphoriewelle. Allerdings treffen sie nun auf einen Gegner, der mit ähnlichen Attributen gesegnet ist wie der TV Gelnhausen.

„Gummersbach hat eine junge Mannschaft, die genau wie wir das schnelle Spiel bevorzugt. Sie sind sehr gut in die Saison gestartet und haben eine sehr bissige Mannschaft, in der jeder Spieler sehr gut ausgebildet und torgefährlich ist“, warnt TVG-Coach Matthias Geiger vor einem starken Gegner.   

Die Zuschauer dürfen sich also auf ein enorm temporeiches Spiel freuen. Und geht es nach Geiger, dann könnte die Unterstützung von außen am Ende das Zünglein an der Waage sein. „Wir brauchen unsere Fans. Man hat gegen Ferndorf aber auch zuletzt auswärts in Pohlheim gesehen, wie gut unserer jungen Mannschaft die Hilfe von den Rängen tut“, sagt Geiger und hofft auf einen ähnlichen Support wie zuletzt. „Das setzt noch einmal die letzten Prozente frei“.

Auf die könnte es bei diesem Duell zweier ähnlicher Teams ankommen. „Das wird ein ganz schweres Spiel und wir müssen schon an unsere Grenzen gehen, um eine Chance zu haben. Dazu müssen wir unser Abwehrspiel verbessern und im Positionsangriff bissiger werden. Wir müssen auf uns und unsere Stärken schauen und diese dann auch abrufen“, sagt Geiger.

Personell kann der Coach dabei auf die gleiche Mannschaft zurückgreifen, die auch unter der Woche in Pohlheim auf dem Feld stand. Paul Hüttmann dürfte von seiner Erkältung gänzlich genesen sein, dagegen wird Jonathan Malolepszy weiterhin wohl nur bei den Siebenmetern zum Einsatz kommen, so sehr schmerzt immer noch die Fersenbeinprellung.

 

HSG Hanau beim Tabellenführer gefordert  

Die HSG Hanau reist als Tabellenzweiter, mit einer Serie von fünf Siegen in Serie, ins Nordrhein-Westfälische und will auch gegen den Zweitliga-Absteiger überzeugen. Beide Teams sind mit 15:3 Zählern aktuell genau punktgleich – ein echtes Spitzenspiel.

„Die Vorfreude ist bei uns natürlich riesengroß. Die Jungs haben sich diese Ausgangslage über die vergangenen neun Spiele erarbeitet“, sagt HSG-Trainer Hannes Geist im Vorfeld des Gipfeltreffens. „Wir bleiben unserem Credo treu: 60 Minuten lang wollen wir am Samstag unser Spiel auf die Platte bringen und unseren Gegner vor Herausforderungen stellen. Am Ende werden wir sehen, ob unser Matchplan aufgegangen ist.“ Seine Mannschaft sei bis in die Haarspitzen motiviert.

„Ferndorf ist ein Verein, der sicherlich professionellere Strukturen hat, als die anderen Clubs hier bei uns in der Staffel, gar in der gesamten 3. Liga“, so Geist weiter. „Dementsprechend haben sie ihren Kader zusammengestellt. Einige ihrer Leistungsträger waren bereits in der vergangenen Saison noch in der 2. Liga mit dabei.“ Der Blick des Trainers fällt dabei auch auf den leistungsfähigen TuS-Rückraum um den Spielmacher Jörn Persson und den beiden Goalgettern Niklas Diebel und Marvin Mundus. „Da haben sie sehr viel individuelle Qualität.” Zudem stelle der TuS Ferndorf eine sehr stabile und körperliche 6:0-Deckung auf die Platte, die gerade zwischen Sechs- und Neunmeter mit viel Kraft dagegenhalten.

Während die HSG Hanau am vergangenen Wochenende gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II zu überzeugen vermochte und beim 25:21 zwei wichtige Punkte in der Main-Kinzig-Halle behielt, stolperte die TuS-Sieben von Coach Robert Andersson am Dienstagabend überraschend gegen die TSG Haßloch. Obwohl die bis dahin ungeschlagenen Ferndorfer eine 16:14-Führung mit in die Pause nahmen, bewies die TSG viel kämpferische Leidenschaft und erarbeitete sich noch einen 31:30-Auswärtserfolg an der Stählerwiese. Genau so will auch die Geist-Sieben am Samstagabend in Ferndorf auftreten. Die Ritter, Bergold & Co. haben sich viel vorgenommen und möchten gegen spielstarke Hausherren einmal mehr in dieser Saison ihr gefährliches Tempospiel aufziehen.

„Wir müssen in der Offensive den Ball gut laufen lassen und unsere Zweikämpfe, die wir führen wollen, gewinnen. Nur so kommen wir zu guten Wurfsituationen, die wir dann hoffentlich erfolgreich abschließen können“, gibt Geist einen Einblick in seinen Matchplan. Er rechne am Samstagabend mit einer hochintensiven Partie, auch da beide Teams viel Wert auf ihr Konterspiel legen. „Wir freuen uns auf die Herausforderung. Die Jungs sind sehr gut vorbereitet.“ 

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

Die Bilder hat uns der TVG und die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Auch an Allerheiligen wurde in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, gespielt. Der TV Kirchzell gewann gegen die DJK Waldbüttelbrunn und der TV Gelnhausen nahm die Punkte aus Pohlheim mit nach Hause.

 

Auch nach nunmehr zehn Spielen bleibt die DJK Waldbüttelbrunn noch immer ohne Sieg und konnte auch im Derby gegen den TV Kirchzell an Allerheiligen den Bock nicht umstoßen. Mit einem 30:28-Erfolg gewannen die Kirchzeller gegen das Schlusslicht und machten es am Ende noch einmal unnötig spannend. Dabei ging es am „stillen“ Feiertag alles andere als still in der Sporthalle zu. 

Beide Mannschaften mussten ersatzgeschwächt antreten, wobei die Odenwälder ohne Joshua Osifo und die Verletzten Brian Heinrich und Tom Spieß agieren mussten. Sie reagierten und holten Maximilian Gläser wieder ins Team. Er half gerne aus und half gut mit, die Abwehr zu stabilisieren. TVK-Trainer Alex Hauptmann stellte diesmal Oleh Soloviov, Jan Blank und Maximilian Gläser in die Startformation. Soloviov agierte sehr stark und hatte in den ersten 20 Minuten bereits fünfmal den gegnerischen Torhüter überlistet. TVK-Coach Hauptmann gab ihm nach den 20 Minuten eine Verschnaufpause und ließ Michael Meyer-Ricks dafür spielen. 

Die Gäste wollten sich nicht kampflos ergeben

Die Gäste waren aber nicht gewillt, sich kampflos zu ergeben. Doch die Hausherren spielten sehr konzentriert und hatten in Tobias Jörg einen starken Rückhalt. Den hatte die DJK nicht und wechselte bereits in der 19. Minute den Keeper. Den Gastgebern war’s egal. Sie zogen ihr Ding durch und gingen mit einem 16:11 in die Pause.

Nach dem Wechsel stockte Kirchzell durch zwei schnelle Tore von Antonio Schnellbacher seinen Vorsprung auf 18:11 auf. Doch im Gegenzug sorgte Nico Elbert mit zwei genauso schnellen Kontern für den alten Abstand (18:13). Der TVK war in der Folge sehr agil in der Abwehr und vorne wurden die Chancen gut verwertet. So stand es in der 40. Minute 21:15. Egal, was der Gast sich auch einfallen ließ, der TVK war immer einen Schritt schneller und hatte in seinem Keeper Jörg einen guten Rückhalt.

Die DJK probierte es Mitte der zweiten Hälfte mit dem siebten Feldspieler. Das schmeckte den Gastgebern nicht so und ihr Spiel war nicht mehr so flüssig wie zuvor. Es wurde ohne Not hektisch auf dem Parkett und beide Teams erlaubten sich einige Fehler zu viel. Joshua Löffelmann hielt in der 53. Minute einen Strafwurf von Nils Kwiatkowski und beim 27:22 schien die Begegnung gelaufen. Doch die DJK wehrte sich im Schlussspurt nach Kräften. Zwar erzielten Häufglöckner und Gläser das 29:23 (56.). Aber irgendwie riss der Faden bei den Hausherren und das 30:24 (57.) von Schnellbacher sollte der letzte Treffer der Kirchzeller gewesen sein. Die Waldbüttelbrunner legten noch einmal alles in die Waagschale, trafen viermal in Folge, so dass es mit dem 30:28 am Ende noch einmal eng für den TVK wurde.

„Mit dieser Personalie, die wir heute aufs Parkett gebracht haben, sind wir zufrieden mit dem Ergebnis. Die Mannschaft hat gut gedeckt, hat vor allem in der ersten Halbzeit fast fehlerfrei gespielt. Aber am Ende haben wir dann ein paar Fehler zu viel gemacht und sind mit dem siebten Feldspieler nicht so gut zurecht gekommen.“ Sein Gegenüber, Dusan Suchy, beglückwünschte den TVK zum Sieg und sagte: „Wir machen viele Dinge gut. Aber wir setzen das nicht über die ganze Spielzeit um. Mit der zweiten Hälfte bin ich zufrieden.“

Einen Wermutstropfen gab es für Waldbüttelbrunn. Luca Wenzel @luca_wnzl musste früh verletzt ausscheiden. Wir wünschen ihm an dieser Stelle gute Besserung!

 

TV Gelnhausen meldet sich eindrucksvoll zurück

Der TV Gelnhausen hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Drei Tage nach der Heim-Niederlage gegen den Spitzenreiter TuS Ferndorf landeten die Barbarossastädter bei der HSG Pohlheim einen 31:24 (15:10) Kantersieg. 

„Das war kein einfaches Spiel. Das hat man in den ersten 40 Minuten gesehen. Wir konnten Pohlheim einfach nicht abschütteln. Umso mehr geht heute der Dank an unsere Fans. Sie haben uns super unterstützt und dafür gesorgt, dass die Jungs immer drangeblieben sind“, schickte TVG-Coach Matthias Geiger einen besonderen Gruß an den TVG-Anhang. Rund 50 Fans hatten die Reise nach Pohlheim mitgemacht.  

Sie sahen einen starken Auftritt ihrer Mannschaft. Hinten standen die beiden Keeper Julian Lahme und Alexander Bechert, die jeweils eine Hälfte zum Einsatz kamen, sicher und vorne lief die Gelnhäuser Angriffsmaschine wieder einmal ohne Atempause bis zum Abpfiff heiß, um letztlich einen souveränen Sieg herauszuspielen.  

Jonathan Malolepszy, der erneut geschont wurde und nur zu den Siebenmetern in Erscheinung trat, brachte seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. Mit einem Fünf-Tore-Lauf zwischen der elften und 16. Minute setzte sich der TVG frühzeitig auf 8:4 ab. In der Folgezeit hielt das Geiger-Team den Gegner auf Distanz und ging mit einer 15:10-Führung in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff folgte die einzige kurze Schwächephase, als man den Aufsteiger durch ein paar leichte Abspielfehler bis auf 15:14 (36. Minute) herankommen ließ. Doch nach 41 Minuten stellte Yannik Mocken mit seinem Treffer zum 19:14 den alten Fünf-Tore-Vorsprung wieder her. Damit war auch der Widerstand der Pohlheimer weitestgehend gebrochen.

Mit einem Sieben-Tore-Lauf zwischen der 53. Minute und 57. Minute schraubte das jetzt wie entfesselnd aufspiele TVG-Team das Ergebnis nach oben. Am Ende heiß es 34:21. Mocken (9 Tore) und Nils Bergau (6) waren die erfolgreichsten Werfer des TVG, der überraschend auf Paul Hüttmann zurückgreifen konnte.

Einmal mehr begeisterte die Mannschaft um Hilb, Müller, Altwein und Co. ihre Fans durch ein enorm hohes Tempo bis in die Schlusssekunden und nimmermüden Einsatz. Dennoch war Geiger nicht gänzlich zufrieden. „Wir waren nach der Pause zu nachlässig und haben insbesondere den Kreisläufer nicht gut verteidigt. Das müssen wir im nächsten Spiel unbedingt besser machen“, sagte Geiger.