Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Wochenende standen in der dritten Handball-Liga, Staffel E, noch zwei Spiele an. Über die Niederlage der HSG Hanau im Spitzenspiel haben wir bereits informiert. Bleiben noch die beiden Partien zwischen dem TV Kirchzell und der DJK Sportfreunde Budenheim und der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II und der HSG Bieberau/Modau. Während die einen jubelten, waren bei den anderen die Gesichter lang. 

 
Mit viel Einsatz und Willen und dank einer Leistungssteigerung in Halbzeit zwei holte sich der TV Kirchzell im Spiel gegen die DJK Sportfreunde Budenheim mit 28:21 (13:13) die nächsten Pluspunkte und steht derzeit auf dem heißbegehrten sechsten Tabellenplatz. Doch die Tabelle ist im Moment nicht sehr aussagekräftig, denn Nieder-Roden (7.) hatte Spielpause und die Begegnung zwischen Coburg und Gelnhausen (8.) wurde abgesagt. Daher haben diese drei Teams erst 17 Spiele absolviert, der TVK schon 19, die restlichen Mannschaften haben bisher 18 Mal gespielt.
 

Die Mannschaft des Trainer-Duos Alex Hauptmann und Andi Kunz war zwar gut eingestellt, wollte unbedingt gewinnen und sich für die Vorspielniederlage revanchieren. Doch die Partie begann sehr hektisch und hüben wie drüben fehlerbehaftet. Trotzdem spielten die Hausherren zunächst zielstrebig nach vorne, führten mit 8:4 und hielten den Vorsprung bis zum 10:6 (18.). In der Folge nahmen sich die Gastgeber zu viele unvorbereitete Würfe, die dazu führten, dass der Gegner beim 10:9 (23.) plötzlich wieder im Spiel war. Der TVK nahm die Auszeit, doch Budenheim spielte genau das, was es kann, holte auf und durch einen Siebenmeter von Maximilian Grethen ging es mit 13:13 in die Pause.

Budenheims Trainer Volker Schuster ist am Untermain kein Unbekannter

 
Nach den durchwachsenen letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit zeigten die Odenwälder dann in Durchgang zwei eine Leistungssteigerung gegen den Aufsteiger. Innerhalb weniger Minuten stockten der schnelle Außen Antonio Schnellbacher, der überragende Tim Häufglöckner und der enorm wendige Leon David das Torekonto auf und Mitte der zweiten Hälfte stand es 19:15. Budenheims Trainer Volker Schuster nahm die Auszeit, doch der TVK ließ sich nicht mehr vom Kurs abbringen und erhöhte mit einem guten Tobias Jörg im Tor auf 24:15 (51.). Damit war die Entscheidung gefallen. Der Gast hatte nicht mehr viel entgegen zu setzen, so dass Joshua Osifo mit seinem vierten Treffer den 28:21-Endstand besiegelte. 
 
Budenheims Trainer Volker Schuster gratulierte den Hausherren anschließend zum Sieg und sagte: „Aufgrund der zweiten Hälfte ist es ein verdienter Sieg. Wir haben zu viele Fehler gespielt und hatten im Angriff nichts mehr entgegenzusetzen.“
 
Ein zufriedener Alex Hauptmann meinte: „Wir haben zunächst bis zum 10:6 gut gespielt. Dann nahmen wir uns Würfe aus dem Rückraum, die wir nicht hätten nehmen müssen. In der Halbzeitpause haben wir gesagt, dass wir entweder so weiterspielen können und dann bleibt die Partie eng. Oder wir entscheiden uns, noch enger und aggressiver zu decken und nach vorne zu arbeiten. Das hat die Mannschaft dann gut gemacht.“
 
 
 
Nächste Niederlage für Bieberau/Modau
 
Die zweite Niederlage binnen vier Tagen musste die HSG Bieberau/Modau einstecken und diese verdirbt ihnen die Zielsetzung, noch einen Relegationsplatz für die Aufstiegsrunde zu erreichen.  Zwar besteht immer noch eine minimale, rechnerische Chance, aber wenn man der Realität ins Auge sieht, muss man dies so hinnehmen. Daher war die Enttäuschung über die 25:28 (12:14)-Niederlage bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II groß.

Das Spiel begann ausgeglichen und keine Mannschaft konnte sich zu Beginn nennenswerte Vorteile erspielen. Nach zehn Minuten stand es 6:6 und nach 20 Minuten 11:11, ehe Wetzlar in der Schlussphase der ersten Halbzeit erstmals besser ins Spiel kam und einen zwei Tore Vorsprung heraus arbeiten konnte. So wurden mit 14:12 die Seiten gewechselt. 

Abwehr fand keinen Zugriff

Wer allerdings glaubte die Falken würden jetzt zulegen, wurde getäuscht. Die Abwehr – sonst ein Garant für Erfolge – fand keinen Zugriff, besonders Ole Klimpke schaltete im Angriff nach Belieben (11 Tore) und auch der Falken-Angriff hatte nichts zuzusetzen. Es kam kein Tempo ins Spiel, fast jeder Positionsangriff wurde mit Zeitspiel belegt und deshalb oft schlecht abgeschlossen. Kreisanspiele fanden nicht statt.

So war es nicht verwunderlich, dass die Hausherren die Führung kontinuierlich ausbauten. In der 47. Minute stand es 24:19 und jetzt mussten die Falken sogar zittern, den eventuell noch wichtig werdenden direkten Vergleich gegen Wetzlar zu verlieren. Das Hinspiel konnten sie noch mit 33:29 für sich entscheiden. HSG-Trainer Schmid ließ in der Schlussphase offensiv decken, aber auch darauf hatten die Einheimischen klare Antworten. Die bittere Niederlage war besiegelt, jetzt galt es nur noch Schadensbegrenzung zu betreiben und auf jeden Fall noch einen Treffer zu erzielen, der zum Glück Michael Malik 14 Sekunden vor Schluss gelang. 

Manager Georg Gaydoul war die große Enttäuschung nach Spielende anzusehen: „Wir bekommen kein Tempo ins Spiel, vergeben drei Siebenmeterchancen, verlassen uns im Angriff nur auf die Wurfgewalt von Jonas Dambach und wackeln sogar in der Abwehr, mit der Folge, dass auch die Torhüter nicht ins Spiel kommen. So kann man in Wetzlar nicht gewinnen, so haben wir auch gegen Kirchzell verloren. Jetzt müssen wir sogar auf der Hut sein nicht noch weiter durchgereicht zu werden.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das hatte sich die HSG Hanau sicher anders vorgestellt. In der dritten Handball-Liga, Staffel E, empfingen die Hanauer am Samstagabend den HC Erlangen II zum Spitzenspiel. Nach neun ungeschlagenen Spielen in Folge ist die Erfolgsserie des Tabellenführers gerissen. Mit 21:33 (11:16) verliert das Team von Trainer Hannes Geist ihr erstes Heimspiel sehr deutlich und war spätestens ab der zweiten Hälfte chancenlos. Dadurch ist der Kampf um die Tabellenspitze wieder spannend geworden, denn zwei Spieltage vor Schluss lauert Erlangen nun mit 27:9 Punkten hinter den Grimmstädtern mit 28:8 Punkten.

„Erlangen war heute der verdiente Sieger – auch in der Höhe. Von uns war das ein sehr ernüchternder Auftritt. Das müssen wir jetzt schnell abhaken, den Mund abputzen und ab morgen den Blick auf das schwere Derby bei der HSG Rodgau Nieder-Roden richten“, sagte Hanaus Trainer Hannes Geist nach der Partie am Samstagabend.

Rund 400 Zuschauer sahen von Beginn an zwei Mannschaften, die mit enorm viel Tempo und Zug zum Tor agierten. Bis zur siebten Spielminute gestaltete sich das Spiel noch offen und die Zuschauer sahen guten Handball von beiden Teams. Die Hausherren verloren in der Folge allerdings leicht den Anschluss, da sie vorm gegnerischen Tor nicht konzentriert zu Werke gingen und viele Chancen liegen ließen. Die mangelnde Chancenverwertung zog sich bis zum Ende des Spiels durch, was der Gast gnadenlos bestrafte.

Allen voran der einmal mehr treffsicherste Schütze an diesem Abend, Tarek Marschall, der seine Mannschaft in der 19. Minute zu einem komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung warf (9:4). Dieser Vorsprung hielt sich auch bis zur Halbzeitpause. Das Hanauer Eigengewächs im Trikot des HC Erlangen war am Ende mit neun Toren bester Werfer seines Teams und führt mit 117 Toren aus 15 Spielen die Torjägerliste an.

Nach dem Wechsel wurde es nicht besser

Auch mit dem Seitenwechsel fand Hanau nicht besser ins Spiel. Unkonzentrierte Pässe und eine desolate Chancenverwertung zogen sich durch die gesamten Hanauer Reihen. Ein Sieben-Tore-Lauf von Erlangen Mitte der zweiten Halbzeit setzte dem Spiel schließlich den Deckel auf. Mit zwölf Toren führten die Gäste rund elf Minuten vor Spielende.

Zwar gab sich Hanau zu keinem Zeitpunkt auf, aber entgegenzusetzen hatte das Geist-Team an diesem Abend nicht wirklich viel. Am Ende konnte die HSG in diesem Spitzenspiel nicht ihr volles Potenzial abrufen und unterlag letztlich deutlich mit 21:33. Bei den Gastgebern war mit fünf Treffern Max Bergold erfolgreichster Werfer.

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür. 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Vier Begegnungen stehen in der dritten Handball-Liga, Staffel E, dieses Wochenende auf dem Spielplan. Interessant wird sicher das Spitzenspiel zwischen der HSG Hanau und dem HC Erlangen II. Aber auch die Partie Dutenhofen/Münchholzhausen II und HSG Bieberau/Modau hat es in sich. Der TV Kirchzell empfängt Budenheim und Coburg den TV Gelnhausen.

Nachdem die HSG Hanau durch den Punktgewinn im vergangenen Topspiel bei der HaSpo Bayreuth (23:23) drei Spieltage vor Schluss die sichere Qualifikation zur Aufstiegsrunde erreicht hat, steht nun das nächste Spitzenspiel an. In heimischer Halle empfängt der Tabellenführer Hanau den Zweiten HC Erlangen II. 

„Wir freuen uns auf ein schönes Heimspiel und treten der kommenden Aufgabe mit viel Vorfreude entgegen. Wir haben uns die Woche auf einen starken Gegner vorbereitet, wollen alles in die Waagschale werfen und unseren Fans 60 Minuten geilen Handball präsentieren, um die Tabellenführung zu festigen“, sagt HSG-Coach Hannes Geist.

Das Aufeinandertreffen im Hinspiel dieser beiden Mannschaften markiert für die HSG Hanau auch ihre letzte Niederlage der laufenden Saison. Damals mussten sich die Grimmstädter auswärts mit 28:30 geschlagen geben. Seitdem folgte eine regelrechte Erfolgsserie mit neun ungeschlagenen Spielen in Folge. Vor allem zu Hause in der Handballfestung Main-Kinzig-Halle konnte bisher kein Gegner das Geist-Team schlagen.

Diese Serie zu halten wird aber kein leichtes Unterfangen. Denn mit dem HC Erlangen II kommt ein Gegner, der von der ersten bis zur letzten Sekunde seinem Gegner alles abverlangt. Über die letzten Jahre hat sich eine gute Mannschaft entwickelt, die sehr harmonisch und eingespielt wirkt.

Auf Schermuly und Co. wartet eine Menge Arbeit. In der Abwehr muss sich Hanau auf viel Wurfkraft, individuelle Qualität und viele gute Schützen einstellen. Insbesondere auf das ehemalige Hanauer Eigengewächs Tarek Marschall muss die HSG-Hintermannschaft aufpassen. Im Hinspiel brach der HSG die mangelnde Chancenverwertung am Ende das Genick, das gilt es diesmal besser umzusetzen.

Auch im Angriff wird es definitiv kein Zuckerschlecken für die beste Offensive der Liga. Erlangen hat ein sehr massives und variables Deckungssystem, bei dem sie zwischen einer 5-1- und 6-0-Deckung wechseln. Durchbrüche wird Hanau nur erzielen können, wenn sie mit Geschwindigkeit die Abwehr angreifen und Bewegung schaffen.

Hessenderby in Wetzlar

Die bittere, weil vermeidbare Niederlage gegen Kirchzell ist abgehakt und der Focus auf das wichtige Spiel in Wetzlar gerichtet. Wollen die Falken Bieberau/Modau ihr Ziel, die Aufstiegsrelegation zu erreichen, nicht aus den Augen verlieren, so müssen sie in Wetzlar punkten. Dazu müssen sie aber an die guten Leistungen in Coburg und gegen Nieder-Roden anknüpfen, denn Wetzlar ist kein einfacher Gegner und steht zu Recht im oberen Tabellendrittel. 

Zuhause ist die Bilanz der Gastgeber mit vier Siegen, drei Niederlagen und einem Unentschieden eher durchwachsen und nicht so recht einzuordnen. Das macht die junge Mannschaft aber gerade so gefährlich, man weiß nie, was auf einen zukommt. Das wissen die Falken aber und haben sich gut auf die Partie vorbereitet. Trainer Thorsten Schmid, der die letzte Niederlage eindeutig auf den Substanzverlust der Mannschaft aufgrund zahlreicher Verletzungen und fehlender Wechselmöglichkeiten zurückführt, hat dazu das Trainingspensum runter gefahren.

Die Falken bauen auch in Wetzlar wieder auf ihre starke und kompromisslose Abwehr mit zwei sicheren Torhütern dahinter. Im Angriff soll schnörkellos und effizient gespielt werden, Chancen klar herausgespielt und erfolgreich in Tore umgesetzt werden. 

TV Kirchzell muss weiter Punkte sammeln

Mit einer sehr guten Leistung holte sich der TV Kirchzell am Mittwochabend im Nachholspiel bei der HSG Bieberau/Modau einen knappen, aber verdienten 27:26-Erfolg. Damit haben die Kirchzeller eine gute Antwort auf die hohe Niederlage der vergangenen Woche beim TV Gelnhausen gegeben und die minimale Chance auf Platz sechs aufrechterhalten. Der TVK hat sein Punktekonto auf 18:18 Zähler ausgeglichen, die HSG ist von Platz drei auf Platz vier gerutscht. „Wir haben eine Reaktion auf das letzte Spiel gezeigt, hatten einen guten Torhüter und eine geschlossene Mannschaftsleistung und wir können zufrieden sein“, fasste Alex Hauptmann das Mittwochspiel zusammen. 
 
Lange Zeit zum Ausruhen haben die Jungs des Trainer-Duos Alex Hauptmann und Andi Kunz nicht, denn bereits am Samstag geht es mit dem Heimspiel gegen die DJK Sportfreunde Budenheim weiter. Dass gegen die Mannschaft von Volker Schuster gewonnen werden muss, versteht sich von selbst. Ohne Wenn und Aber. Alex Hauptmann: „Wir müssen gegen Budenheim gewinnen, wobei es ein gefährlicher Gegner ist. Aber wir haben noch eine Rechnung vom Hinspiel offen, haben dort zwei Punkte gelassen. Die fehlen uns jetzt.“
Die Gäste schlugen sich zuletzt gegen die HaSpo Bayreuth gut, verloren knapp mit 22:24. Dabei konnte Budenheim aufgrund Corona nicht vollzählig antreten. Selbst Trainer Volker Schuster fehlte zuletzt und wurde von Spieler Eike Rigterink ersetzt. Daher kam es zu einer Notbesetzung aus nur zwölf Akteuren. Für Samstag hoffen die Gäste, dass ihr Kader wieder besser gefüllt ist und auch ihr Cheftrainer Schuster wieder mit dabei sein wird. 
 
Die DJK spielt normalerweise eine aggressive 6-0-Abwehr, kann aber auch gut 5-1 agieren. Daher muss sich der TVK auf alles einstellen. „Für uns ist es aufgrund der englischen Woche sowieso ein schwieriges Spiel“, sagt Alex Hauptmann. Und weiter: „Budenheim hat einen breiten Kader und spielt genau das, was es kann. Die Mannschaft ist jedesmal sehr gut eingestellt und will unbedingt in der dritten Liga bleiben.“ 
 
Die neun Pluspunkte der DJK resultieren aus den Siegen gegen Bad Neustadt im Hin- und Rückspiel, dem Erfolg gegen Kirchzell, und jeweils ein Punkt wurde geholt gegen Bayreuth (im Hinspiel), Coburg und Bieberau. 
 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Schlechte Nachrichten für Handball-Drittligist HSG Hanau. In den nächsten Wochen muss der Tabellenführer in der Staffel E auf seinen Torhüter Fabian Tomm verzichten. Grund dafür ist eine Herzmuskelentzündung in Folge einer Corona-Erkrankung zum Jahresbeginn.

„Mir geht es gut, ich merke davon eigentlich nichts und habe auch im Alltag keine Einschränkungen“, sagt Fabian Tomm. Allerdings ist an Sport in diesen Tagen nicht zu denken. „Der Zeitpunkt ist natürlich sehr bitter und das ärgert mich. Ich muss jetzt aber das Beste aus der Situation machen und komme hoffentlich stärker zurück. Ich versuche jetzt die Mannschaft von außen bestmöglich zu unterstützen und anzufeuern“, blickt der 22-jährige Keeper nach vorne.

Nachdem Fabian Tomm nach der Erkrankung mit mildem Verlauf wieder ins Training einsteigen wollte, merkte er, dass sein Körper sich nicht zu hundert Prozent erholt anfühlte. Richtigerweise suchte er den Mannschaftsarzt der HSG Hanau, Dr. med. Ronald Yazdi, auf und ließ sich untersuchen. Die bittere Diagnose: Der Torhüter muss voraussichtlich drei Monate auf Sport verzichten und wird somit auch bei der anstehenden Aufstiegsrunde fehlen.

„Nach entsprechender Einsicht der Unterlagen und Rücksprache mit der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim kann aufgrund der Veränderung, auch wenn sie am Herzmuskel nur sehr gering ist, eine Wiederaufnahme des Belastungssports nicht vor Ablauf von drei Kalendermonaten erfolgen. Aufgrund des Alters des Spielers sowie der manchmal aus der Erkrankung resultierenden Komplikationen ist dies unabdingbar und entspricht auch der Leitlinie der sportmedizinischen Empfehlung“, sagt Dr. Yazdi.

Das Bild von Fabian Tomm hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür. 

 
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
 
Linksaußen Lucas Eisenhuth wird zur kommenden Saison die HSG Bieberau/Modau in der dritten Handball-Liga, Staffel E, verlassen und dafür für den Ligakonkurrenten HSG Rodgau Nieder-Roden auf Torejagd gehen. Die Verantwortlichen freuen sich, mit Lucas Eisenhuth  den ersten Neuzugang für die kommende Saison vorstellen zu können.
 
Der 24-jährige Linksaußen hat einen Vertrag bis zum Sommer 2025 unterschrieben. Leider wird Lucas den Baggerseepiraten aber studienbedingt erst ab Januar 2023 zur Verfügung stehen. Nach der laufenden Saison zieht es den Neuzugang erst einmal ein knappes halbes Jahr in Richtung „Down Under“. In dieser Zeit wird er sich auch dem Sydney University HC anschließen. Hierzu hat er der Handball World ein schönes Interview gegeben: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-20-139697.html
 
Der gebürtige Hanauer ist in der Jugend der HSG Hanau groß geworden und konnte bereits  hier seine ersten Erfahrungen in der dritten Liga sammeln, bevor es ihn dann in die Oberliga zur SG RW Babenhausen zog. Dort machte er als Torjäger auf sich aufmerksam und es folgte der logische Schritt in Richtung Liga drei zu den den Falken nach Groß-Bieberau. Für diese lief er nach dem Ende der laufenden Saison drei Jahre lang auf.
 
Marco Rhein, sportlicher Leiter der Baggerseepiraten, zeigt sich hoch erfreut über den Neuen: „Die Fans können sich auf einen starken und gestandenen Dritt-Liga-Spieler für die Linksaußen-Position freuen. Als Ersatz für Michael Weidinger kann er ebenfalls auf der Halbposition decken und wir sind absolut davon überzeugt, dass er die entstehende Lücke für die kommenden Jahre mehr als nur schließen wird. Mit Lucas, Filip Brühl und den Talenten aus dem eigenen Nachwuchs, sehen wir uns für die Zukunft auf der Linksaußen-Position gut aufgestellt.“
 
Das Bild, das den Neuzugang mit Trainer Jan Redmann und Keeper Marco Rhein zeigt, hat uns die HSG Rodgau Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Am Mittwoch gab es in der zweiten Handball-Bundesliga einen fast kompletten Spieltag. Lediglich zwei Partien mussten verlegt werden. 

Auch der TV Großwallstadt hat gespielt und hatte die Eulen Ludwigshafen zu Gast. Mit 27:29 (13:14) verloren die Jungs von Trainer Ralf Bader und mussten nach der knappen Niederlage in Dresden vor ein paar Tagen erneut ohne Punkte in den nächsten Tag starten. Die Vorzeichen standen allerdings auch alles andere als gut. Top-Torschütze Tom Jansen hatte sich im Training einen Muskelfaserriss zugezogen und fällt jetzt erst einmal eine ganze Weile aus. Pierre Busch ist erkrankt und auch Dennis Weit mit seiner Daumenverletzung war noch nicht wieder einsatzbereit. 

Doch der TVG war nicht gewillt, sich kampflos geschlagen zu geben. Die Einstellung der Mannschaft passte, sie stand gut in der Abwehr, zunächst mit zwei Kreisläufern, später mit dem lange verletzten Povilas Babarskas und einem Kreisläufer. Vor allem Savvas Savvas war heute in Torlaune, erzielte bereits sechs Treffer in Halbzeit eins, davon zwei Strafwürfe. Auf der anderen Seite war es der Rückraumspieler Hendrik Wagner, den der TVG nicht so recht zu greifen bekam. Er erzielte einfache Treffer und hatte nach 30 Minuten ebenfalls schon sechs Tore auf dem Konto. Die Gäste legten zunächst immer vor, mal zwei, mal drei Treffer. Aber die Hausherren kämpften sich immer wieder heran (6:6, 7:7, 10:11), ohne jedoch selbst die Führung übernehmen zu können. So ging es mit einem knappen 13:14-Rückstand in die Kabinen.
 
Nach dem Wechsel erhöhten die Gäste schnell wieder auf 15:13 und 18:15. Beide Seiten agierten gerade zu Beginn etwas zerfahren, der TVG konnte kein Kapital beim 18:20 aus der Überzahl schlagen und ließ gute Chancen aus. Immer wieder waren es Stefan Salger (Rückraum rechts) und Hendrik Wagner, die die TVG-Abwehr samt Torhüter überlisteten. Mitte der zweiten Hälfte stand es 22:18 für die groß gewachsenen Gästespieler, die die besseren Wechselmöglichkeiten hatten. Beim 20:23 bekam der TVG einen Siebenmeter nach einem Foul an Bandlow zugesprochen, doch dieser fand den Weg ins Tor nicht. Im Schlussspurt lockerten beide Teams die Deckung, der TVG gab sich nicht geschlagen und machte innerhalb einer Minute aus einem 24:27 ein 26:27. War doch noch was drin, konnte die Begegnung noch gedreht werden? Die Eulen blieben unbeirrt, trafen zum 26:28. Sekunden vor dem Abpfiff nahm TVG-Trainer Ralf Bader noch einmal die Auszeit. Der TVG bekam noch einen Strafwurf und den verwandelte Görkem Bicer eiskalt zum 27:28. Der überragende Gästespieler Wagner machte mit seinem neunten Treffer den 29:27-Sieg seiner Mannschaft perfekt. 
 
TVG-Trainer Ralf Bader sagte nach der Partie: „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Nach den kurzfristigen Ausfällen von Tom Jansen und Pierre Busch hat das gesamte Team aufopferungsvoll bis zum Schluss gekämpft und daran geglaubt, doch noch einen Punkt mitzunehmen, obwohl wir schon 4-5 Tore hinten lagen. Wir haben nie aufgesteckt und zum Schluss tatsächlich noch einmal die Chance gehabt, das Spiel zu drehen. Es ist schon sehr beeindruckend, was die Jungs in den letzten Wochen leisten, auch wenn der Handballgott aktuell nicht auf unserer Seite ist und wir erst zwei Punkte in der Rückrunde holen konnte. Ich bin mir aber sicher, dass, wenn die Mannschaft weiter so arbeitet, wir die nötigen Zähler holen werden.“
 
Am Samstag und Sonntag geht es weiter und der TV Großwallstadt spielt – etwas ungewohnt – am kommenden Montag beim VfL Gummersbach. 
 
Das Bild, das Görkem Bicer zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am gestrigen Mittwochabend kam es in der dritten Handball-Liga, Staffel E, zu einem Nachholspiel zwischen der HSG Bieberau/Modau und dem TV Kirchzell. Die Gäste gewannen die Partie mit 27:26 (19:14) und haben die Minimalchance auf den sechsten Platz damit gewahrt – und sie haben eine gute Antwort auf die hohe Niederlage der vergangenen Woche beim TV Gelnhausen gegeben. Der TVK hat sein Punktekonto auf 18:18 Zähler ausgeglichen, die HSG ist von Platz drei auf Platz vier gerutscht. „Wir haben eine Reaktion auf das letzte Spiel gezeigt, hatten einen guten Torhüter und eine geschlossene Mannschaftsleistung und wir können zufrieden sein“, fasste Alex Hauptmann das Mittwochspiel zusammen.

Den Falken war die kraftraubende Partie gegen Nieder-Roden deutlich anzumerken, sie kamen einfach nicht ins Spiel, fanden in der Abwehr keinen Zugriff auf die Gäste. So konnten sie schnell in Führung gehen und dies brachte ihnen  Selbstvertrauen und so gelangen viele Aktionen. Der Kampfgeist war geweckt und Kirchzell spürte, dass sie heute hier was reißen können. Ganz anders bei den Falken, sie ließen jegliche Spritzigkeit vermissen, die sie noch gegen Coburg und Nieder-Roden auszeichnete, dabei funktionierte über lange Spielphasen die sonst so gefürchtete Abwehr nicht, die Torhüter standen oft auf verlorenem Posten. So stand es zur Halbzeit 14:19 und die Falken mussten sich etwas einfallen lassen.

HSG mit vielen Fehlern

Das taten sie auch und kamen in der zweiten Hälfte besser ins Spiel, ohne jedoch zu überzeugen. Jetzt kam – wie so oft im Handball – auch noch Pech bei zahlreichen Abprallern dazu, sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr. Kirchzell fing sie und die Falken bekamen keine Hand an den Ball. HSG-Trainer Thorsten Schmid nahm die Auszeit und appellierte an seine Jungs die Partie nicht so einfach her zu schenken. Das nahmen sie sich offenbar zu Herzen und kamen immer wieder ran, fanden Anschluss, den sie aber nicht in eine eigene Führung umwandeln konnten. Immer wenn die Falken dran waren, vergaben sie durch leichtsinnige Fehler im Angriff oder nicht gut vorbereitete Abschlüsse Chancen, was ihnen letztlich zum Verhängnis wurde.

Dragan Markovic gilt als gewiefter Handball-Fachmann

HSG-Trainer Thorsten Schmid: „Wir haben im Angriff viel zu viele Bälle liegen lassen, uns immer wieder heran gekämpft, bekamen Rückschläge, mussten wieder von vorne anfangen und hatten zum Ende in der Schlussphase einfach keine Kraft mehr das Spiel doch noch zu drehen. Viele meiner Spieler müssen seit Wochen, aufgrund unserer dünnen Personaldecke durch spielen, das geht auf Dauer einfach an die Substanz und schlägt sich in Ergebnissen nieder.“

Neuer Trainer ist gefunden

Nachdem sich die Falken HSG Bieberau/Modau zum Jahresende entschlossen hatten, den zum 30.06.2022 auslaufenden Vertrag mit Cheftrainer Thorsten Schmid im Erwachsenenbereich nach fünf Jahren seiner Tätigkeit, nicht noch einmal zu verlängern, haben sie nun einen neuen Coach verpflichtet. Mit Dragan Markovic kommt zur neuen Saison ein ausgewiesener Fachmann in den Odenwald, der auf eine bemerkenswerte Spieler- und Trainerkarriere zurückblicken kann. Als Spieler feierte er in seiner Heimat Erfolge mit Borac Banja Luka und bei Roter Stern Belgrad, ehe er nach Deutschland ging und beim TV Willstätt und TuS Schutterwald in der Bundesliga spielte. 
 
Die Trainerlaufbahn des 52-Jährigen führte ihn unter anderem zu Borac Banja Luka, der HSG Wetzlar und dem TV Willstätt. Als bosnischer Nationaltrainer (2011 bis  2016) qualifizierte er sich mit seinem Team für die Handball WM 2015 in Katar und schlug sogar die deutsche Nationalmannschaft mit 33:24 in den Play Offs zur WM 2013.
 
Markovic gilt als Stratege, gewiefter Taktiker, ist ein großer Verfechter des Tempospiels und legt Wert auf eine stabile und belastbare Abwehr. Er packt seine Spieler mit Emotionen und motiviert sie zum Erfolg. Die Entwicklung junger Talente liegt ihm dabei sehr am Herzen. Dragan Markovic: „Ich freue mich auf die Herausforderung im Odenwald und will die junge Mannschaft konsequent weiter entwickeln und verbessern. Groß-Bieberau/Modau hat eine große Handballtradition und spielt zu Recht seit 39 Jahren ununterbrochen in einer deutschen Bundesliga. Der Club wird professionell von Fachleuten geführt, hat eine klare Zielsetzung und weiß was er will. Da bringe ich mich gerne ein“.
 
Die Bilder hat uns die HSG Bieberau/Modau zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel E, hat die HSG Hanau drei Spieltage vor Schluss ihr Ticket für die Aufstiegsrunde zur zweiten Handball-Bundesliga gelöst. Mit dem 23:23 beim ambitionierten Aufsteiger HaSpo Bayreuth holte der Tabellenführer in einem spannenden Match den letzten fehlenden Punkt. Linksaußen Max Bergold, der beste Spieler an diesem Tag, traf in allerletzter Sekunde zum Unentschieden.

 HSG-Trainer Hannes Geist zeigte sich anschließend mit dem Punktgewinn zufrieden. „Glückwunsch an Bayreuth zum Punktgewinn, den haben sie sich mit einer kämpferischen Leistung verdient. Gegen die aggressive Deckung haben wir uns schwergetan. Wir freuen uns jetzt aber erstmal über den Punktgewinn und die sichere Qualifikation zur Aufstiegsrunde.”

Die Gäste, die neben den Langzeitverletzten kurzfristig auf Dennis Gerst und Marius Brüggemann verzichten mussten, starteten gut in die Partie und lagen nach rund sechs Minuten mit 5:2 vorne. Bayreuth fuchste sich in die Partie und glich bereits in der zehnten Spielminute zum 5:5 aus. Angepeitscht von rund 250 heimischen Zuschauern übernahm Bayreuth nun die Führung und verschaffte sich in der 15. Spielminute mit 9:6 sogar einen kleinen Vorsprung. Jetzt waren wieder die Gäste gefragt und lieferten. Dank einer stabilen Deckung kamen die Grimmstädter heran und glichen in der 22. Spielminute zum 11:11 aus. Auch in der Folge war die beste Abwehr der Liga zur Stelle und so ging es in die Halbzeit mit einer 15:11-Führung der Hanauer.

Munter ging es nach dem Wechsel weiter

Munter legten die Gäste auch in der zweiten Hälfte los und erspielten sich einen soliden Fünf-Tore-Vorsprung. Aufgeben kam für den Gastgeber aber zu keinem Zeitpunkt in Frage. Kämpferisch und mit viel Willen präsentierte sich der Aufsteiger gegen den Tabellenführer, der sich mit der aggressiven Deckung von Bayreuth sichtlich schwertat. Langsam aber sicher schmolz der Hanauer Vorsprung dahin, ehe rund acht Minuten vor Spielende Bayreuths Tizian Braun für den erneuten Ausgleich sorgte. Vier Minuten später folgte sogar der Führungswechsel.

Dramatische Schlussminuten sollten nun folgen. Dabei hatte Bayreuth gleich zweimal die Möglichkeit, den Sack zuzumachen. Doch beide Male reagierte der insbesondere in der Crunchtime bärenstarke Keeper Sebastian Schermuly überragend. Insbesondere als er in der Schlussminute einen Tempogegenstoß entschärfte. Und so hatte die HSG noch die Möglichkeit, einen letzten Angriff zu fahren. Geist nahm eine Auszeit und seine Mannen hörten genau zu. Unmittelbar vor Ablauf der Spielzeit bekam Hanaus bester Spieler an diesem Abend, Maximilian Bergold, auf Linksaußen den Ball und versenkte ihn mit seinem insgesamt 13. Treffer zum 23:23 Unentschieden. Dieses Remis sicherte seiner Mannschaft die Qualifikation zur Aufstiegsrunde. Der anschließende Jubel kannte keine Grenzen.

Derbysieg zwischen Bieberau/Modau und Nieder-Roden geht an die Falken

Ein echtes Derby mit packenden Szenen und Spannung von der ersten bis zur letzten Sekunde gab es in Groß-Bieberau. Dieses Mal noch angereichert durch die Tabellensituation der beiden Kontrahenten. Der eine hat die Aufstiegs-Relegation vor Augen, der andere will nicht in die Abstiegsrunde. Am Ende holten sich die Hausherren mit 27:26 den Sieg.

Von Anfang an knisterte es, beide Mannschaften gingen ein hohes Tempo und es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel mit wechselnder Führung.  Nach zehn Minuten stand es 5:5, in der 21. Minute dann 11:11. In dieser Phase übernahmen  die Falken kurz das Kommando und konnten bis zum Halbzeitpfiff mit 14:12 in Führung gehen. 

Darauf sollten sie sich aber nicht ausruhen dürfen, denn Nieder-Roden kämpfte sich zurück und fand immer wieder den Anschluss. Felix Mann erzielte in der 46. Minute sogar den Ausgleich, als sich Bieberau/Modau zu viele Fehler im Angriff erlaubte und in der Abwehr bei einigen Szenen Pech hatte.  Buschmann und zweimal Eisenhuth brachten die Falken wieder mit drei Toren in Führung, die aber durch Kohlstrung per Siebenmeter und den sehr aufmerksam spielenden Benjamin von Stein (7 Tore) wieder ausgeglichen wurde.

Nach 57 Minuten stand es 25:25 und Nieder-Rodens Schopper traf eine Minute später sogar zur 26:25-Führung. Die Falken glichen im direkten Gegenzug durch Büttner wieder aus. Die Uhr zeigte die letzte Minute an, Nieder-Roden nahm die Auszeit (59:14) und wollte sich den letzten Spielzug zu recht legen. Der Ball flog durch die Reihen, die Falken attackierten geschickt und zwangen Nieder-Roden zu einem Wurf ins Seiten-Aus. 59:39 Minuten zeigte die Uhr, als Falken-Coach Thorsten Schmid die Auszeit nahm und seinerseits sein Team einstellte. Das gelang ihm, der Ball wurde einmal durchgespielt, bis Büttner unter heftiger Bedrängnis mit einem schönen Dreher ein Tor erzielte, das aber wegen eines Foulspiels nicht gegeben wurde. Unterdessen war die Zeit abgelaufen, es stand 26:26 – aber es gab ja noch den Freiwurf fast von der rechten Außenposition, der direkt ausgeführt werden musste. Torhüter Marco Rhein positionierte sich, stellte seine Mauer, die sich lang machte und einen Gewaltwurf von Malik erwartete. Der aber legt sich nach links und überwindet Rhein mit einem sehenswerten Wurf regelkonform und macht das schon Unmögliche doch noch möglich. Die Halle stand Kopf, Malik ist der Held des Abends und Torhüter Rhein verstand die Welt nicht mehr. und verlässt betrübt das Spielfeld.

„Es ist schwer das momentan in Worte zu fassen. Wir haben einen sehr engagierten Auftritt gezeigt, den Bieberauern alles abverlangt. Jetzt hier mit null Punkten zu stehen, fühlt sich nicht richtig an. Aber es passt zu dieser für uns sehr komplizierten Saison, dass wir durch einen Wurf verlieren, der so nur einmal bei tausend Versuchen im Netz einschlägt“, gab ein sehr frustrierter Nieder-Rodener Chefcoach Jan Redmann zu Protokoll.

Herbe Niederlage für den TV Kirchzell

Das hatte sich der TV Kirchzell sicher anders vorgestellt. Im wichtigen Spiel um den sechsten Platz gab es für die Kirchzeller beim unmittelbaren Tabellennachbarn TV Gelnhausen am Ende nach der  herben 20:33-Niederlage lange Gesichter. Während der TV Gelnhausen mit nunmehr 19:15 Punkten auf dem begehrten sechsten Platz steht, sind die Gäste nach wie vor auf Rang acht mit 16:18 Punkten und Platz sechs erst einmal in weite Ferne gerückt. Doch wie sagte TVK-Trainer Andi Kunz nach dem Spiel: „Wir werden jetzt nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern weiter kämpfen.“

Die Odenwälder hatten sich viel vorgenommen, die Hausherren auch und diese präsentierten sich von Anfang an hellwach, sehr eingespielt und drückten gleich aufs Gas. Die Kirchzeller hingegen, die auf Tom Spieß und Michael Meyer-Ricks verzichten mussten, investierten im Angriff zu wenig und es wirkte so, als ob ihnen der letzte Biss fehlte, um dem im Kollektiv guten Gegner Paroli bieten zu können. So war es nicht verwunderlich, dass der TVG sich mit zunehmender Spieldauer immer mehr in einen kleinen Rausch spielte, mehr Emotionen zuließ und das Zusammenspiel von Abwehr und Torhüter immer besser passte.
 
Zwar erfüllten auch die Gäste ihre Aufgaben zunächst gut, doch Gelnhausen erwischte mit 3:0 und 6:3 einen guten Start. Die gut aufgelegten Joshua Osifo und Tim Häufglöckner, der vor allem im eins-eins-Verhalten glänzte, waren es, die ihre Farben auf 5:6 heranbrachten. Bei den Gastgebern waren es Mittelmann Jonathan Malolepszy und  Kreisläufer Torben Fehl, die die Akzente setzten. Der ehemalige TVGler Nils Bergau stand in der Deckung sehr gut. Nach dem 9:7 Mitte der ersten Hälfte blieb der TVK bis zur 23. Minute dran (11:9), konnte aber dem Spiel nie seinen Stempel aufdrücken. Die Hausherren machten es besser und zogen bis zur Pause auf 16:11 davon. War dies schon die Vorentscheidung?
 
TVK kam nach dem Wechsel nicht gut aus den Startlöchern
 
Nach dem Wechsel stand Markus Podsendek im Tor, Tim Häufglöckner erzielte zwar das 12:16, doch so richtig aus den Startlöchern kam der TVG nicht und innerhalb weniger Minuten wurde aus dem 12:16 ein 12:19. Die beiden TVK-Trainer Kunz und Hauptmann zogen die Reißleine. Besser wurde es nicht. Joshua Osifo erzielte ein schönes Tor zum 13:19, prompt erhöhte Gelnhausen auf 21:13, hatte generell immer die bessere Antwort parat. Bei Kirchzell kam Tobias Jörg zurück ins Tor, doch auch er konnte das 24:14 für den TVG nicht verhindern. Das TVK-Trainer-Duo versuchte es mit dem jungen Paul Büchler im Tor, probierte es mit einer offensiveren Deckung. Der TVG seinerseits wechselte den guten Keeper Lahme für Alexander Bechert. Dieser reihte sich nahtlos ein. Der Gast hingegen konnte einfach den Ball nicht mehr im gegnerischen Tor unterbringen. Vom 16:25 in der 45. Minute dauerte es bis zur 53. Minute, ehe das 17. Tor für den TVK fiel. Da hatte der Gegner aber schon auf 30 Treffer aufgestockt, die Entscheidung war längst gefallen (30:17) und es fielen bis zum Endstand noch drei Treffer auf jeder Seite.
 
Die Gelnhäuser schienen an diesem Tag auf allen Positionen mehr zu investieren. Beim TVK hingegen blieben die Akteure auf vielen Positionen zu blass. Lediglich Osifo und Häufglöckner sorgten hauptsächlich für Tore. So sagte anschließend auch Andi Kunz: „Der TVG war sehr eingespielt, hat von Beginn an Gas gegeben und sich in einen Flow gespielt, wir uns zurückgezogen. Wir sind auch nach dem Wechsel nicht aus den Startlöchern gekommen, hatten trotzdem unsere Chancen, diese aber nicht genutzt. Die Bereitschaft, sich zu wehren, war heute nicht so da. Die Niederlage ist extrem bitter. Respekt vor dem Gegner, der im Kollektiv mit aller Konsequenz gespielt hat.“ 
 
Das Bild hat uns die HSG Hanau, das Torhüter Schermuly zeigt, zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

In der zweiten Handball-Bundesliga wurden dieses Wochenende drei Paarungen verlegt. Aue – Lübeck-Schwartau, Ludwigshafen – Dessau-Rosslau und Ferndorf – Hüttenberg finden nicht statt.

Gestern, Freitag, hat Bietigheim zu Hause gegen Dormagen verloren und heute stehen noch folgende Paarungen an: Hamm – Essen, Nordhorn-Lingen – Emsdetten, Coburg – Rostock, Rimpar – Hagen. 

Und morgen, Sonntag spielen noch Gummersbach – Eisenach und der TV Großwallstadt muss zum HC Elbflorenz. 

Nachdem der TVG in der letzten Saison zweimal souverän gegen Dresden gewinnen konnte, musste er sich im Hinspiel der aktuellen Spielzeit mit 23:25 geschlagen geben -und das bei einer zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Führung. 

Der HC steht aktuell mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf Platz zehn der Tabelle und musste gleich zu Beginn der Rückrunde eine bittere Heimniederlage gegen den VfL Lübeck-Schwartau einstecken. Gegen Emsdetten erreichte der HCE in der letzten Sekunde noch den Ausgleich.

Wichtig wird es am Sonntag für die Blau-Weißen sein, die bessere Tagesform zu erwischen und dadurch weniger Fehler zu produzieren sowie stabiler in der Abwehr zu stehen. Hier wird es auch darauf ankommen, ob Abwehrstratege Povilas Babarskas erstmalig nach seiner Verletzung wieder eingesetzt werden kann.

TVG-Trainer Ralf Bader jedenfalls will seiner Linie treu bleiben: „Wir bleiben auch am Sonntag bei unserem Plan der letzten Wochen: Wir wollen alles, was an Emotionalität und Teamgeist da ist, in die Waagschale werfen. Wir sind uns bewusst, dass wir guten Handball spielen und damit bestehen können. Uns ist aber auch klar, dass Dresden eine starke Mannschaft hat.“

Wenn Tom Jansen (unser Bild) und seine Mitstreiter wieder so stark drauf sind wie zuletzt, dann hat der TVG gute Chancen.

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Bundesliga, Staffel E,  geht es jetzt so langsam ans Eingemachte. Bereits heute Abend treffen die HSG Bieberau/Modau und die HSG Rodgau Nieder-Roden aufeinander.

Nach vier Wochen Spielpause und einem deutlichen Sieg letzte Woche in Coburg (24:31) kommt es  in Groß-Bieberau zu einem der sicher interessantesten Derbys in der dritten Liga.

Der HSG Rodgau Nieder-Roden steht in der kommenden  Saison wohl ein Umbruch im Mannschaftsgefüge bevor. Wie zu lesen war, beenden viele langjährige Leistungsträger ihre Handballkarriere und stehen dann nicht mehr zur Verfügung. Das macht sie heute umso gefährlicher, wollen doch die „alten“ Haudegen in dieser Saison noch einmal alles für ihr Team und ihren Verein geben und einen ordentlichen Tabellenplatz belegen. Aktuell stehen sie auf Platz sechs der Tabelle und können sich damit für den DHB-Liga-Pokal qualifizieren. Die Falken kämpfen noch um Platz drei, der augenblicklich die Teilnahme an den Relegationsspielen zum Aufstieg in die zweite Bundesliga bedeuten würde, da der HC Erlangen II, als Reserveteam eines Bundesligisten auf Platz zwei daran nicht teilnehmen darf. 

Das Derby Groß-Bieberau/Modau gegen Nieder-Roden war schon immer ein Klassiker und wird auch dieses Mal mit Sicherheit wieder ein spannendes Spiel. Im Hinspiel erwischten die Falken einen Sahnetag und gewannen mit 29:23. Die Baggerseepiraten werden auf Revanche aus sein. Aber im Lager der Rodgauer war die Stimmung nach der deutlichen Heimniederlage gegen Erlangen II verständlicherweise nicht so  gut. Zu sehr nagten die einfachen Fehler zu Beginn der zweiten Halbzeit, als man binnen weniger Minuten auf die Verliererstraße geriet. Ein Schema, das sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht. „Wir haben zu oft ganz schwache Phasen, in denen wir uns selbst aus dem Tritt bringen. Meistens sind das nur Kleinigkeiten, die sich aber potenzieren und uns dann zurückwerfen“, so HSG-Trainer Jan Redmann. Trotzdem ist er sicher, dass seine Jungs heute kämpferisch alles in die Waagschale werfen:  „Es waren immer heiß umkämpfte Spiele in der Sporthalle Zum Wesner. Wir fahren mit einer großen Portion Angriffslust nach Groß-Bieberau, wohl wissend, dass wir eine Chance haben, etwas Zählbares mitzunehmen. Dafür müssen wir aber voll konzentriert sein“. 

Hannes Geist von der HSG Hanau wird sich sicher einen guten Matchplan zurecht gelegt haben

HSG Hanau reist nach Bayreuth

Im kommenden Spiel will die HSG Hanau als Tabellenführer bei der HaSpo Bayreuth auch ihr neuntes Spiel in Folge gewinnen und die Erfolgsserie weiter ausbauen. Mit Bayreuth steht allerdings das nächste schwere Auswärtsspiel an. Der ambitionierte Aufsteiger befindet sich aktuell auf Rang vier. 

„Am Wochenende treffen wir auf einen sehr euphorisch spielenden Aufsteiger, der sich sehr gut entwickelt hat und gerade zu Hause viele Punkte sammeln konnte. Für uns ist es die letzte weite Auswärtsfahrt in dieser Hauptrunde und dementsprechend wollen wir das Spiel mit Freude angehen. Wir werden alles in die Waagschale werfen und nach 60 Minuten bestenfalls als Sieger wieder die Heimreise antreten“, sagt HSG-Coach Hannes Geist.

Ein Selbstläufer wird das Samstagspiel allerdings nicht. Der als unangenehm zu bespielende Gastgeber setzt auf ein offensives 5-1-Abwehrsystem und wird damit versuchen, den Angriffsfluss der Hanauer zu unterbrechen. Für den Angriff der HSG gilt es deshalb geduldig zu sein, die erarbeiteten Schwachstellen zu attackieren und sich auf ihre Stärken im Angriff zu besinnen.

Auch in der Abwehr wird es den Grimmstädtern sicherlich nicht leicht gemacht und eine Menge Arbeit erwartet die beste Defensive der Liga. Bayreuth ist im eigenen Angriff ein sehr diszipliniert spielender Gegner, der mit einer guten Ausgewogenheit zwischen Rückraum- und Kreisaktionen agiert. Da gilt es für Hanau diszipliniert zu verschieben, aktiv zu arbeiten und sich nicht zurückdrängen zu lassen. Dadurch können Ballgewinne entstehen, die die Grimmstädter in ihr starkes Tempospiel bringt und im Optimalfall für einfache Tore sorgt. Besonders gefährlich erwies sich im bisherigen Saisonverlauf Bayreuths Paul Saborowski der mit aktuell 86 Toren drittbester Torschütze der Staffel E ist.

Schlüsselspiel in Gelnhausen

Bleibt noch der TV Kirchzell. Er hat vergangene Woche eine sehr gute Mannschaftsleistung gezeigt und dem HSC Bad Neustadt beim 39:24 nicht den Hauch einer Chance gelassen. Die beiden TVK-Trainer Andi Kunz und Alex Hauptmann hatten ihre Jungs unglaublich gut auf den Gegner eingestellt und diese hatten stets die richtige Antwort parat. Das muss am Samstag genauso passen, denn gegen den TV Gelnhausen haben es die Odenwälder mit einem anderen Kaliber zu tun als zuletzt.

Beide Mannschaften kämpfen um den sechsten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt, beide haben absolut nichts zu verschenken und beide werden im Schlüsselspiel deshalb alles geben. Gelnhausen steht mit 17:15 Punkten auf Platz sieben bei 16 Spielen. Der TVK hat nach 16 Spielen 16:16 Punkte auf dem Konto. Der Gewinner dieser Partie hat also gute Chancen. Gelnhausen ist für seine körperbetonte kompromisslose Abwehr bekannt, ist im Kollektiv sehr stark und die vielen jungen Leute im Team setzen die in sie gesetzten Erwartungen gut um. Allen voran Mittelmann Jonathan Malolepszy, der bei bisher 16 Spielen 98/42 Tore erzielt hat und hinter dem Toptorschützen Marschall aus Erlangen den zweiten Platz im Ranking belegt.

Der TVG gilt als sehr heimstark. Das belegen auch die drei Punkte, die sie bisher erst in eigener Halle abgegeben haben: eine Niederlage gegen Bieberau und ein Unentschieden gegen Erlangen. Beim letzten Heimspiel des TVG Ende Januar bekam das auch der Tabellenvierte Bayreuth zu spüren und fuhr mit einer 18:32-Niederlage nach Hause.

„Ein großes Lob von mir geht nach Gelnhausen, die für mich persönlich die letzten zehn Jahre ein gutes Konzept entwickelt haben. Deren A-Jugend-Bundesliga ist gut dabei und immer wieder holen sie sich Junge aus dieser Mannschaft und integrieren sie. Und die spielen guten Handball. Wir wissen, dass der TVG ein sehr starkes Team ist und wer dieses Spiel gewinnt, hat beste Chancen unter die ersten sechs zu kommen. Unsere Jungs sind heiß auf das Match und wir alle werden in Gelnhausen alles geben – so wie in jedem Spiel“, sagt Alex Hauptmann. Die Wichtigkeit dieser Begegnung müssen die Trainer keinem ihrer Spieler erklären. Das versteht sich von selbst. 

 

Das Bild vom TV Kirchzell hat uns der TVK, Sabrina Kunz, zur Verfügung gestellt. Das Bild von Hannes Geist die HSG Hanau.

Herzlichen Dank hierfür.