Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Drittligist TV Gelnhausen muss in der Staffel Süd-West weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen kommen die Barbarossastädter nicht über ein 27:27 (16:12) hinaus. Dabei sah der TV Gelnhausen lange Zeit wie der sichere Sieger aus, doch nach einem völlig verschlafenen Start in die zweite Hälfte rettete ein Treffer von Jonathan Malolepszy eine Sekunde vor Schluss immerhin noch einen Punkt. Dies gab der TVG in einer Pressemitteilung bekannt.

„In der ersten Hälfte haben die Jungs das sehr gut umgesetzt, was wir uns unter der Woche erarbeitet haben. In der Abwehr war eine deutliche Steigerung zu sehen und wir hatten den Gegner ganz gut im Griff. In der zweiten Hälfte haben wir wie auch in Nieder-Roden die Anfangsphase verschlafen und den Biss verloren. Aber man muss auch lobend anerkennen, wie diese Mannschaft am Ende noch einmal zurückgekommen ist“, sagte Cheftrainer Matthias Geiger nach der Partie. „Dennoch wir dürfen erst gar nicht in diese Situation geraten.“

Freude oder Ärger über einen Punkt

Für einen Moment wussten Trainer und Spieler nach der Partie nicht, ob sie sich über den Punktverlust ärgern sollten, angesichts einer zwischenzeitlichen Führung von sechs Toren oder ob die Freude über den ersten Punktgewinn nicht doch überwiegen sollte, der schließlich erst eine Sekunde vor Schluss sichergestellt wurde.

Die 520 Zuschauer in der Rudi-Lechleidner-Halle nahmen den Protagonisten die Entscheidung ab und  feierten den Punktgewinn frenetisch. Im Blickpunkt standen dabei Keeper Alex Bechert und vor allem Linksaußen Felix Reinhardt, der sich nach dem Schlusspfiff einen Sonderapplaus beim Publikum abholen durfte. Die TVG-Fans hatten ein feines Gespür dafür, wer an diesem Abend ganz besondere Akzente setzte. Wussten sie doch nur allzu gut die Energieleistung der jungen TVG-Mannschaft einzuschätzen, da unter Woche das Verletzungspech wieder einmal zugeschlagen hat.

So mussten neben Michael Hemmer (Erkältung), Neuzugang Leon David (Sprunggelenk) und dem Langzeitverletzten Jannik Geisler auch Yannik Mocken und Julian Lahme gegen Dutenhofen passen. Mocken knickte im Abschlusstraining um und kam auf Krücken anstatt mit der Sporttasche in die Halle. Ein MRT-Termin zum Wochenanfang wird Klarheit bringen, ob es nur ein Bänderriss ist. Auch bei Lahme (Knieprobleme) muss eine weitere Untersuchung abgewartet werden. Gut möglich, dass beide dem TV Gelnhausen mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen werden.    

Doch ihre Vertreter Alex Bechert und Reinhardt zeigten an diesem Abend, dass sie ebenfalls jede Menge handballerisches Können zu bieten haben. Der 22-jährige Bechert vernagelte nicht nur in der Anfangsphase das Tor und Reinhardt sorgte nahezu im Alleingang dafür, dass der TVG bis zur 18. Minute bereits mit fünf Toren in Führung lag. Sein Treffer zum 10:5 in der 18. Minute war zu diesem Zeitpunkt bereits sein sechster in diesem Spiel.

In der 21. Minute schraubte Silas Altwein mit seinem Treffer zum 12:6 den Vorsprung auf sechs Tore. Beim Stande von 16:12 ging es in die Kabine. Und dann riss irgendwie der Faden. Zwar trafen Fynn Hilb und erneut Reinhardt zum 18:13, doch danach lief zunächst einmal gar nichts mehr zsuammen. In den kommenden 13 Minuten sollte dem TVG kein einziger Treffer mehr gelingen. Die Gäste stellten mit einem 7:0-Lauf den Spielstand auf den Kopf und gingen durch einen Treffer von Leon Boczkowski in der 45. Minute sogar mit 20:18 in Führung.

Insbesondere Boczkowski entzog sich immer wieder dem Zugriff der TVG-Abwehr. Doch zum Glück fand der TV Gelnhausen in der Folgezeit zurück ins Spiel und es entwickelte sich eine dramatische Schlussphase. In der vor allem Hilb reichlich Akzente setzen konnte und dafür sorgte, dass die Rotweißen im Spiel blieben. Sein Treffer in der 50. Minute bescherte dem TVG sogar noch einmal eine 21:20-Führung.

Gäste legten vor

Anschließend legte aber stets Dutenhofen/Münchholzhausen vor und Gelnhausen zog gleich. In der Schlussminute überschlugen sich dann die Ereignisse. Hilb sah nach einem Foulspiel die Rote Karte. In Unterzahl kassierte der TVG 13 Sekunden vor Schluss das 26:27. Geiger nahm noch einmal ein Timeout und stellte seine Mannschaft für den letzten Angriff ein. Malolepszy übernahm dabei die Verantwortung und sorgte mit dem letzten Wurf des Abends für den vielumjubelten Ausgleichstreffer.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Der TV Kirchzell erwischte in der für ihn neuen Handball-Oberliga einen Traumstart und gewann sein erstes Saisonspiel beim TV Hüttenberg II mit 38:28 (18:12).

Bis zum 5:5 in der elften Minute war die Partie ausgeglichen. Auch beim 8:8 (16.) waren beide Teams auf Augenhöhe. Erst nach dem 10:10 (19.) erarbeitete sich der in der vergangenen Saison aus der dritten Liga abgestiegene TVK immer mehr Vorteile, hatte mehr vom Spiel und zog bis zur Pause auf 18:12 davon. Die TVK-Trainer wechselten in der 22. Minute ihren Torhüter, schickten Joshua Löffelmann für Tobias Jörg ins Tor und dieser machte seine Sache gut.

Nach Wiederbeginn kamen die Gäste besser mit der 3-2-1-Abwehr der Hüttenberger zurecht. In Halbzeit eins war dies noch nicht so und die Kirchzeller hatten etwas Probleme mit der gegnerischen Defensive. Niklas Ihmer erzielte in der 45. Minute das 28:18 für seine Farben und da war die Messe längst gelesen. So sehr sich die Hausherren auch anstrengten  – der TVK hatte sie sehr gut im Griff, ließ nichts mehr anbrennen und Oleh Soloviov gelang in der letzten Spielminute das 38:28.

Die Freude danach war groß, denn immerhin spielte der TVK ohne seinen Spielmacher Tom Spieß, der angeschlagen war.  TVK-Trainer Alex Hauptmann meinte: “Im ersten Spiel einer neuen Saison weiß keiner so recht, wo er steht. Aber unsere Jungs haben die Aufgabe gut gelöst. Vor allem mit der zweiten Hälfte bin ich sehr zufrieden.”  Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte Neuzugang Ievgen Zhuk mit neun Toren aus neun Versuchen, darunter zwei Siebenmeter, überzeugen.

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Großer Jubel nach dem Schlusspfiff. In der dritten Handball-Liga gewann die HSG Rodgau Nieder-Roden bei der HSG Hanau mit 34:30 (18:14) und gewann damit das zweite Spiel der noch jungen Saison.

„Das was wir vor allem offensiv in der ersten Halbzeit gezeigt haben, ist sehr nahe an unserem Optimum“, zeigte sich Rodgaus Trainer Jan Redmann begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben heute in der Endphase zu viele Bälle liegen gelassen und unsere Überzahlsituationen über das gesamte Spiel nicht sauber genug zu Ende gespielt“, konstatierte sein Gegenüber Hannes Geist nach dem Abpfiff. 

Die Gäste fanden von Anfang an gute Lösungen gegen die starke Hanauer Deckung. Ab der zehnten Minute kamen sie über Treffer vom starken Simon Brandt und einer sehr beweglichen Abwehr legten die Rodgauer einen kleinen Zwischenspurt zum 12:8 ein, was Heimtrainer Hannes Geist zu einer ersten Auszeit veranlasste. Doch auch im weiteren Verlauf blieben die Vorderleute vom erneut stark parierenden Gäste-Torhüter Marco Rhein hoch konzentriert. Dank einer nahezu fehlerlosen Abschlussquote hielten sie die Hanauer weiter auf Abstand und mit einer verdienten 4-Tore Führung ging es beim 18:14 in die Halbzeitpause.

Unglaubliche Stimmung in der Halle

Nach Wiederanpfiff taten sich die Rodgauer zunächst schwer, in die Gänge zu kommen. Zwei Ballverluste in Folge brachten die Grimmstädter wieder heran und das gewohnt frenetische Hanauer Publikum peitschte seine Jungs weiter nach vorne. Vor allem mit Toptorschütze Bergold hatte die HSG-Defensive ihre Probleme, insgesamt erzielte er 13 Treffer und war damit der Aktivposten auf Gastgeberseite. Die Baggerseepiraten hielten voll dagegen, doch der Vorsprung schmolz weiter dahin. Beim 25:25 in der 44. Minute war die Partie wieder komplett ausgeglichen, nun ging es im offenen Schlagabtausch hin und her. In der 50. Minute glichen die Hausherren zum 28:28 aus und nun brodelte es in der Halle. Mit kühlem Kopf überstanden die Rodgauer die Unterzahl, gingen mit 31:28 in Führung. Den Grimmstädtern fiel in dieser Phase nicht viel gegen die HSG-Deckung ein und am Ende stand ein klarer Erfolg.

Rodgaus Trainer Jan Redmann zeigte sich hoch zufrieden, sowohl mit dem Ergebnis, als auch mit der gezeigten Leistung: „Wir haben uns heute voll auf unsere Spiel fokussiert. Selbst in der kritischen Phase sind wir ruhig geblieben und haben das Ding durchgezogen. Ich möchte eigentlich gar keinen herausheben, aber ein Extralob geht heute an Simon Brandt, der sich in den 1:1 Situationen immer wieder kompromisslos reingehauen hat.“

Hanaus Trainer Hannes Geist meinte: “Ich muss vor der Einstellung, Mentalität und Kampfeslust meiner Mannschaft den Hut ziehen“, sagte Geist nach dem Spiel am Mikrofon. „Was sie trotz aller Umstände und Widrigkeiten aus den letzten Wochen der Vorbereitung hier auf die Platte gebracht haben, verdient Applaus.“ Zu Beginn der neuen Runde hat die HSG Hanau weiterhin mit Verletzungspech zu kämpfen. Zwar kehrte Luca Braun vor dem wichtigen Derbyduell in den Kader zurück, doch dafür fehlte Cedric Schiefer im Rückraum krankheitsbedingt. Zudem musste die HSG weiterhin auf Jonas Ahrensmeier, Robin Marquardt und Dennis Gerst verzichten. „Da fehlen dann natürlich schon einige Optionen“, so Geist. „Wir haben uns dennoch ein paar Sachen ausgedacht, im Angriff hat das auch funktioniert, aber dafür taten wir uns in der Abwehr zu schwer.“

 

Das Bild hat uns Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Danke hierfür. Es zeigt Henning Schopper beim Wurf.

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Am Ende der 60 Spielminuten in Coburg sprach Michael Roth, Trainer des Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt, von einem verdienten Sieg der Coburger. Mit 26:29 (13:14) musste sich der TVG im Frankenderby beim HSC Coburg geschlagen geben. “Wir haben verdient verloren. Heute waren wir nicht gut genug, um hier zu gewinnen”, brachte es Michel Roth kurz und knapp auf den Punkt. “Nun müssen wir es am kommenden Samstag besser machen.”

Vor 1579 Zuschauern war den Hausherren von Anfang an anzumerken, dass sie die unglückliche Niederlage der vergangenen Woche in Lübeck vergessen machen wollten. Über 4:2 und 7:3 übernahm Coburg das Zepter und Michael Roth nahm bereits in der elften und in der 16. Minute die Auszeit. Ab der 21. Minute brachte er den siebten Feldspieler und das schmeckte dem HSC nicht. So ging es mit einer knappen 14:13-Führung für den HSC in die Pause.

Nach dem Wechsel schien es, als ob der TVG besser ins Spiel finden würde. Er glich zunächst aus und übernahm in der 32. Minute erstmals die Führung (15:14). Doch er konnte die Führung nicht ausbauen, da die Hausherren richtig gut in der Abwehr standen und in Torhüter Kristian van der Merwe einen guten Rückhalt hatten. In der 46. Minute stand es 21:18 für den HSC. Der TVG kam einfach nicht mehr heran. Es war nicht sein Tag. Michael Roth probierte alles, brachte den siebten Feldspieler, ließ 5:1 oder 4:2 decken. Doch nichts wollte so richtig greifen. Zu fehlerhaft war auch das Spiel seiner Jungs. Beim 25:19 (52.) war die Frage nach dem Sieger geklärt. Zwar kamen die Unterfranken noch einmal bis auf drei Tore heran. Am Ende stand aber ein letztlich verdienter Erfolg der Gastgeber.

“Wir wollten unsere Deckung auf ein anderes Level als letzte Woche heben. Das ist uns gelungen. Der TVG hat uns mit dem siebten Feldspieler vor einige Probleme gestellt, die wir gut gelöst haben”, sagte HSC-Coach Jan Gorr und freute sich über die ersten Punkte der neuen Saison.

Nächsten Samstag empfängt der TVG die SG BBM Bietigheim um 18 Uhr in Aschaffenburg.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Handball-Zweitligist  TV Großwallstadt tritt nach dem erfolgreichen Saisonauftakt am vergangenen Sonntag gegen den Dessau-Rosslauer HV diesmal zum Frankenderby beim HSC 2000 Coburg an. Anwurf ist am heutigen Freitag um 19.30 Uhr.

Die Mannschaft von Trainer Michael Roth möchte nach dem unglaublich guten Heim-Auftakt nun auch in der Fremde nachlegen. Der TVG hat gute Erinnerungen an Coburg, denn in der vergangenen Spielzeit gewannen Dino Corak und Co.  alle drei Partien – das Hin- und Rückspiel in der Meisterschaftsrunde sowie das Pokalspiel. 

Vor allem das letzte Aufeinandertreffen am 22. März 2023 in der HUK-Coburg-Arena, welches die Blau-Weißen mit 33:28 für sich entschieden, blieb in den Köpfen, denn nach der Partie trennten sich die Oberfranken von ihrem Trainer Brain Ankersen und Geschäftsführer Jan Gorr übernahm das Traineramt in Personalunion. Eine strategisch richtige Entscheidung – Coburg beendete die Saison auf Platz elf und stand damit letztlich auch vor dem TV Großwallstadt (Platz 14) in der Abschlusstabelle der letzten Saison.

Jahr des Umbruchs

Jan Gorr, der die letzte Spielzeit als „Jahr des Umbruchs“ bezeichnete, und seine Mannschaft haben sich das Ziel gesetzt, am Ende unter die besten sieben Teams zu kommen. Eine ähnliche Zielsetzung gibt es beim TVG. Er möchte einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Den Grundstein dafür haben die Großwallstädter gegen Dessau gelegt, der HSC hingegen ist mit einer knappen Auswärtsniederlage in die Saison gestartet. Gegen den VfL Lübeck-Schwartau mussten sie sich 29:30 geschlagen geben. Dabei musste der HSC aber auf seinen Top-Torschützen Fynn Herzig verletzungsbedingt verzichten und auch Abwehrstratege Viktor Glatthard stand aufgrund einer Viruserkrankung nicht im Kader.

“Es war für uns in der Tat ein etwas unglücklicher Auftakt in die Saison. Wir hatten zum Schluss die Chance auf den Ausgleich. Doch diese hat Klockmann vereitelt”, sagte Jan Gorr. Doch die Partie ist abgehakt und es wird nach vorne geschaut. “Wir haben diese Woche genutzt, um Dinge, die beim VfL nicht so gut geklappt haben, zu trainieren. Allerdings hat uns ein Virus innerhalb der Mannschaft etwas ausgebremst”, so der HSC-Trainer weiter. Er weiß, dass mit dem TVG ein starker Gegner nach Coburg kommt. “Der TVG hat schlau spielende Leute, wie zum Beispiel Mario Stark.Wir stellen uns auf Schwerstarbeit ein und hoffen, dass wir die Partie daheim für uns entscheiden können.”

Für den TVG wird es wichtig sein, den gefährlichen Florian Billek auf Rechtsaußen in den Griff zu bekommen. Doch Michael Roth will gar nicht so sehr auf den Gegner schauen: “Wir müssen gucken, dass wir selbst eine gute Performance an den Tag legen. Jedes Spiel geht von vorne los. Wir wissen, dass Coburg ein starkes Team ist. Aber wir wollen stabil bleiben, dann haben wir auch die Chance zu gewinnen. Coburg muss, wir wollen gewinnen.” Das macht eventuell den Unterschied aus.

 

Das Bild, das Görkem Bicer zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür. Der Außen ist nach seiner Verletzung sehr gut zurückgekommen und zeigte zuletzt starke Leistungen.

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In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, steht der nächste Derbykracher an. Am heutigen Freitagabend ist die HSG Rodgau Nieder-Roden zum ersten Heimspiel der neuen Saison 2023/24 in der Handballfestung der HSG Hanau zu Gast. Anpfiff des prestigeträchtigen Derbys ist um 20.15 Uhr (Main-Kinzig-Halle, Hanau).

Sowohl Nieder-Roden als auch die Grimmstädter konnten einen Auftaktsieg einfahren und die ersten zwei Punkte im Meisterschaftsrennen einfahren. Während Hanau auswärts nach einer kämpferischen Leistung mit 28:25 (14:16) bei der TSG Haßloch gewann, gewannen die Rodgauer zuhause in einem spannenden Spiel gegen den TV Gelnhausen mit 34:32 (15:15).

„Nieder-Roden ist gegen Gelnhausen gut gestartet, was ihnen auswärts bei uns sicher Auftrieb geben wird. Wir dürfen uns auf ein spannendes und kampfbetontes Spiel freuen mit allem was ein Derby auszeichnet“, sagt der Coach der Grimmstädter, Hannes Geist.

Im Vergleich zur vorherigen Spielzeit haben sich die Baggerseepiraten leicht verändert und spielen nun mit einem noch schnelleren Umschaltspiel. Weiterhin etabliert bleibt ihre offensiv ausgerichtete 6-0-Deckung mit Marco Rhein dahinter im Tor als guter Rückhalt. Um dagegen Lösungen zu finden, wollen die Hanauer ein technisch gutes Passspiel forcieren, welches ihnen ermöglicht, egal in welcher Situation es auf den Punkt zu Ende zu spielen. Nach jedem Abschluss, ob erfolgreich oder nicht, muss es sofort in die Rückwärtsbewegung gehen. Somit soll das Umschaltspiel gleich unterbunden werden und die kompakte 6-0-Deckung aufgebaut werden. In der Abwehr werden viele Eins-gegen-eins-Situationen im Zentrum erwartet, die es zu lösen gilt.

Dafür hat sich das Team rund um Adanir, Bergold und Co. intensiv vorbereitet. „Die Vorfreude bei den Jungs ist zu spüren. Wir sind heiß auf das Spiel und freuen uns natürlich auf zahlreiche Zuschauer und einen lautstarken Blauen Block“, sagt Geist.

HSG Rodgau Nieder-Roden: Einstimmen auf den Gegner

Nicht um den heißen Brei reden

Die Rodgauer müssen mindestens eine genauso gute Leistung wie beim Spiel gegen den TV Gelnhausen zeigen, um aus der Grimmstadt etwas Zählbares mitzunehmen. „Wir brauchen gar nicht lange um den heißen Brei herumreden, das wird eine ganz schwere Aufgabe in Hanau“, so Trainer Jan Redmann, der seine Jungs auf einen heißen Tanz einstellt. Beim souveränen Staffelsieger der letzten Saison hängen die Trauben traditionell hoch, sehr heimstark präsentiert sich das eingespielte Team um Torjäger Bergold. Die fast makellose Bilanz wurde im letzten Jahr nur ein wenig getrübt, das aber ausgerechnet durch die Rodgauer, die nach großartigem Kampf und einem Last-Second-Treffer von Henning Schopper beide Punkte aus Hanau entführten. In der Rückrunde revanchierte sich der spätere Meister und gewann in Rodgau.

HSG-Kreisläufer David Wucherpfennig, der am vergangenen Samstag zu reichlich Einsatzminuten kam, macht sich schon mal für einen echten Derbyfight bereit: „Wir haben schon gegen Gelnhausen gut dagegengehalten, aus dem Sieg schöpfen wir Selbstvertrauen und wollen auch mit breiter Brust in Hanau das Spiel lange offen halten.“

 

Gelnhausen ist auf Wiedergutmachung aus

Der Stachel der Derbyniederlage zum Saisonauftakt bei der HSG Rodgau Nieder-Roden sitzt noch tief bei dem TV Gelnhausen. Umso brennt das junge Team aus der Barbarossastadt auf Wiedergutmachung. Am Samstag (19.30 Uhr) hat der TVG die nächste Gelegenheit dazu. Dann gastiert die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen in der Rudi-Lechleidner-Halle zum Heimspielauftakt. „Wir wollen unsere Sache besser machen als in der letzten Woche. Dazu müssen wir insbesondere in der Abwehr eine klare Steigerung zeigen. Wir wollen unser erstes Heimspiel in der Punktrunde unbedingt gewinnen und werden alles in die Waagschale werfen. Dabei hoffen wir auch auf die Unterstützung unserer Fans“, sagt Cheftrainer Matthias Geiger.

Angesichts der Tatsache, dass die Abwehr in der Vorwoche ungewohnt durchlässig und auch ansonsten noch überall etwas Sand im Getriebe war, kann man der Zwei-Tore-Niederlage aus dem Nieder-Roden-Spiel sogar noch etwas Positives abgewinnen. Zeigt es nämlich, dass man auch mit einer durchschnittlichen Leistung auswärts den Top-Mannschaften Paroli bieten kann. Doch soll das natürlich nicht der Anspruch sein, den der TVG verfolgt.

„Es wird nicht einfach, aber wir wollen unser erstes Heimspiel unbedingt gewinnen“, gibt Geiger die Marschroute vor. Ein Selbstläufer wird dies gegen die Bundesligareserve der HSG Wetzlar allerdings nicht. Das Team von Trainer Axel Spandau holte zum Saisonauftakt gegen das Spitzenteam aus der letztjährigen West-Staffel Bergische Panther einen Fünf-Tore-Rückstand auf, lag dann zwischenzeitlich mit drei Treffern vorne und spielte letztlich 27:27.

„Uns erwartet eine starke Mannschaft, in der jeder Spieler individuell sehr gut ausgebildet ist. Auch Dutenhofen/Münchholzhausen hat eine junge Mannschaft. Sie haben eine klare Spielstruktur, agieren gefährlich aus dem Rückraum, sind stark im Eins-gegen-Eins und stellen eine aggressive Abwehr“, weiß Geiger um die vielen Stärken des Gegners.

Dazu kommt noch, dass eine zweite Mannschaft immer auch eine kleine personelle Wundertüte ist. So verstärkte zum Beispiel der 22-jährige Ole Klimpke gegen die Bergischen Panther das Team aus Mittelhessen. Mit Kapitän Marvin Lindenstruth und Leon Boczkowski, dem sechs Treffer gegen die Panther gelangen, verfügen die Gäste über jede Menge Potenzial. Dazu hat sich auch wieder Linkshänder Matthias Schwalbe nach ein paar Jahren Wanderschaft gesellt. Er traf fünf Mal ins Schwarze.

Der TVG ist also gewarnt und sollte sich auf eine ebenso kämpferische wie knappe Auseinandersetzung einstellen. Personell kann Geiger dabei auf den gleichen Kader wie zuletzt in Nieder-Roden zurückgreifen. Michael Hemmer und Leon David (Sprunggelenk) stehen noch nicht zur Verfügung ebenso wie Jannik Geisler, der nach langer Verletzungspause erst wieder langsam an den Kader herangeführt wird.   

 

Die Bilder haben uns Hanau und Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Handball-Oberligist TV Kirchzell startet nach dem Abstieg aus der dritten Liga voller Elan in die neue Saison. Von Enttäuschung aufgrund der vergangenen Runde ist nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil. Die Mannschaft freut sich auf die neue Herausforderung und will eine gewichtige Rolle in der neuen Liga spielen. 

Kurz vor Rundenbeginn hat uns der neue Kapitän des TVK, Kreisläufer Jan Blank, ein paar Fragen beantwortet.

Der Großwallstädter spielte in der Jugend beim TVG und der JSG Wallstadt. Danach wechselte er in die TVG-Junioren Akademie. Im Anschluss ging es für Jan Blank zum TV Groß-Umstadt in die dritte Liga. Ab 2016 spielte der Kreisläufer dann wieder beim TVG, feierte mit ihm 2017/18 die Meisterschaft und stieg in die zweite Liga auf. 

Seit Februar 2020 trägt Jan Blank das Trikot des TV Kirchzell. Sein Trainer Alex Hauptmann sagt: „Jan ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Menschlich und auf dem Spielfeld.“ Egal, ob er 60 Spielminuten auf dem Parkett steht oder von der Bank aus anfeuert – der Ingenieur für Umweltingenieurswissenschaften  ist ein Teamplayer durch und durch und gibt immer alles.

 

Jan, Du bist als neuer Kapitän der Mannschaft ernannt worden. Wie fühlst Du Dich dabei?

„Für mich ist es sehr schön, dass das Team sagte, ja mach das. Die Entscheidung ist spät in der Vorbereitung gefallen. Meine Trainer sind auf mich zugekommen und haben gefragt, ob ich mir das Amt des Kapitäns vorstellen könnte. Für mich ist die Wertschätzung um so höher, als ich oft nur zweimal die Woche berufsbedingt ins Training kommen kann. Das war schon ein Konflikt für mich. Für alle anderen aber nicht, was mich sehr freute. Wir haben viele Junge in unserem Team. Denen kann ich viele Tipps geben und es ist schön zu sehen, dass sie gut angenommen werden.“

Ihr habt einen bitteren Abstieg aus Liga drei hinter Euch. Ist die Enttäuschung mittlerweile überwunden?

„Wir trauern dem Abstieg nicht mehr hinterher. Das haben wir abgehakt. Vor allem deshalb, weil wir uns nichts vorwerfen können. Wir haben alles gegeben. Es hat nicht gereicht. Jetzt hat jeder von uns Bock auf die neue Runde.“

Welches Ziel habt Ihr Euch in der Oberliga gesetzt?

„Wir wollen um die vorderen Plätze mitspielen. Mal schauen, wer am Schluss oben steht. Heuer steigt nur eine Mannschaft auf. Das heißt, die Runde wird knüppelhart. Darüber müssen wir nicht reden. Es wird auch viel darauf ankommen, wie man durch die Runde kommt. Hast du zwei wichtige Spieler, die sich verletzen, dann sieht es schon wieder anders aus…“

Gibt es einen Favoriten für Dich?

„Ich hab mich tatsächlich noch gar nicht so sehr damit befasst. Klar, die üblichen Verdächtigen wie Gensungen, Pohlheim oder Wallau hat man auf dem Zettel. Aber ich denke, wir sollten uns gar nicht so sehr mit den anderen Mannschaften beschäftigen, sondern uns auf uns konzentrieren. Wir gehen mit Selbstbewusstsein die Aufgabe an. Dann werden wir sehen, was kommt.“

Ihr habt ein paar Neue in Eurem Team. Wie haben sie sich eingelebt, was kann man von ihnen erwarten?

„Über Ievgen Zhuk müssen wir nicht reden. Mit seiner Zweitliga-Erfahrung und mit seiner Klasse ist er ein echter Gewinn für uns. Jannik Wolf am Kreis kommt aus Berlin, weiß genau, was er will. Er ist eine Verstärkung für uns. Es ist schön, dass er trotz unseres Abstiegs zu uns gekommen ist. Yann de Waha hat zuletzt noch Jugend gespielt – zusammen mit Niklas Ihmer. Menschlich ist er ein super Typ. In der Abwehr kann er uns schon unterstützen und im Angriff muss er noch ein bisschen zulegen und sich erst an „Männer-Handball“ gewöhnen. Es ist schon noch ein Unterschied zwischen der Jugend und den Aktiven.“

Euer erster Gegner am kommenden Samstag ist Hüttenberg II. Anpfiff beim TVH ist um 19.30 Uhr. Was weißt Du über den Gegner?

„Wir spielen in Hüttenberg gegen eine zweite Mannschaft und dadurch ist der TVH II eine große Unbekannte. Zweite Mannschaften können immer Überraschungstüten sein… Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft noch sehr jung ist und viele A-Jugendliche dort spielen. Technisch ist der TVH sicher sehr gut ausgebildet und wird Tempo Tempo Tempo gehen.“

 

 

Der erste Spieltag:

TSG Münster – HSG Großenlüder/Hainzell, TuSpo Obernburg – HSG Pohlheim, TSG Offenbach-Bürgel – TSG Groß-Bieberau, TV Hüttenberg II – TV Kirchzell, TV Petterweil – HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim, HSG Kleenheim-Langgöns – HSG Hanau II, SG Bruchköbel – ESG Gensungen/Felsberg.

 

 

Die Mannschaft des TV Kirchzell in der Saison 2023/24

 
 
 
 
 
Die Bilder hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Oberligist TuSpo Obernburg will nach dem guten siebten Tabellenplatz der letztjährigen Saison diese Runde nachlegen. Die Mannschaft und das komplette Umfeld freut sich sehr auf die anstehende Saison, die am Samstag für die Obernburger mit dem Heimspiel (19 Uhr) gegen die HSG Pohlheim losgeht.

Die Mannschaft von Trainer Rudi Frank hat sich punktuell sehr gut verstärkt – unter anderem mit dem Rückraumspieler Niklas Geck, der von der HSG Rodgau Nieder-Roden kam.

Mit ihm haben wir kurz vor Saisonbeginn gesprochen:

 

Handball-Oberligist Tuspo Obernburg hat sich vor Beginn der neuen Saison auf verschiedenen Positionen gut verstärkt und hat sich u. a. die Dienste von Niklas Geck gesichert. Der gebürtige Sodener fing in Sulzbach mit dem Handball an, spielte dann bei der JSG Untermain, ehe er in die TVG Junioren Akademie wechselte. Dort bekam er mit seinen erst 17 Jahren schon ein Doppelspielrecht für die TuSpo Obernburg in der Landesliga und half mit, den Aufstieg in die Oberliga perfekt zu machen.

Sein weiterer Weg führte ihn zurück zum TV Großwallstadt, wo er dritte Liga spielte und den Aufstieg in Liga zwei miterlebte. Nach dem Aufstieg verließ er den TVG Richtung HSG Rodgau Nieder-Roden (Liga drei) und holte sich direkt in seiner ersten Saison einen Kreuzbandriss. Nicht genug, heilte die Wunde nicht wie geplant. Im Gegenteil. Er musste zweimal notoperiert werden, ehe er endlich wieder auf das Parkett zurück kehren konnte. „Das war eine schwierige Zeit. Aber jetzt ist alles gut und ich denk gar nicht mehr daran“, so der sympathische Sportler.

Neue Herausforderung für Niklas Geck

Nach nun fünf Jahren in Nieder-Roden suchte Niklas Geck eine neue Herausforderung, denn „ich bin beruflich sehr eingespannt und öfters im Ausland unterwegs. Von daher ist viermal die Woche Training für mich nicht mehr machbar. Das ist einfach zeitlich nicht zu stemmen.“ Der 26-Jährige arbeitet nach seinem Studium an der TH-Aschaffenburg als technischer Projektleiter im Automobilbereich bei AIS in Niedernberg, ist sehr viel unterwegs und sagt: „Mein Job ist anstrengend, aber er macht mir auch sehr viel Spaß. Handball ist für mich daher ein guter Ausgleich.“

Die Vorbereitung mit der TuSpo ist gut gelaufen, hat viel Spaß gemacht und nun freut er sich – wie die komplette Mannschaft – auf den Saisonstart. „Wir wissen, dass diese Saison sehr schwer werden wird. Trotzdem wollen wir unter die ersten vier oder fünf. Das wäre natürlich toll. Wir haben mit Pohlheim, Kirchzell, Groß-Bieberau, Gensungen und Wallau/Massenheim einen knüppelharten Saisonbeginn. Aber wir wollen die ersten fünf Spiele mit möglichst großem Erfolg bestreiten. Dann sehen wir weiter.“

Tolle Qualitäten in Abwehr und Angriff

Schon in der Vorbereitung hat Niklas Geck seine Qualitäten in Abwehr sowie im Angriff gezeigt, hat sich sehr gut ins neue Team integriert und ist vom Konzept der Obernburger begeistert. „Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Die Jungen werden gefordert, die Älteren müssen mit ihrer Routine ran. Es sind klare Strukturen erkennbar, unser Kader ist breit aufgestellt. Wir sind bereit für die Runde.“

Den ersten Gegner kennt der Rückraumspieler noch von seiner Zeit aus Nieder-Roden. „Die Pohlheimer waren ja bis letztes Jahr auch noch in der dritten Liga. Ich hab daher den Vorteil, dass ich die Mannschaft kenne. Das ist ein Brocken, der da gleich zu Beginn auf uns zukommt. Aber wir sind gerüstet, freuen uns auf den Saisonstart und alles andere werden wir sehen.“

 

Der erste Spieltag:

TSG Münster – HSG Großenlüder/Hainzell, TuSpo Obernburg – HSG Pohlheim, TSG Offenbach-Bürgel – TSG Groß-Bieberau, TV Hüttenberg II – TV Kirchzell, TV Petterweil – HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim, HSG Kleenheim-Langgöns – HSG Hanau II, SG Bruchköbel – ESG Gensungen/Felsberg.

 

 

 

Das Mannschaftsbild der TuSpo Obernburg, Saison 2023/24: Hintere Reihe von links: Louis Markert, Leon Steinbrecher, Maximilian Roos, Jonas Riecke, Meik Diehl, Jesper Kunkel, Niklas Geck Mittlere Reihe von links: Katrin Büttner (Physio), Tobias Raab, Rico Funck, Rudi Frank (Trainer), Jens Kunkel (Sportlicher Leiter Männer 1), Philipp Wollbeck (Co-Trainer), Thomas Keck, Tom Müller, Mona Habel (Physio) Vordere Reihe von links: Luca Wengerter, Ben Müller, Marcel Rapp, Sandro Friedrich, Jonathan Bausch, Sven Schultheis, Martin Bieger Es fehlen auf dem Foto: André Göpfert, Jan Sauerwein, Tim Horlebein, Nico Sobot, Kerstin Hess (Betreuerin), Marianne Martin (Physio), Thorsten Lewerenz, Andreas Galmbacher (beide Mannschaftsärzte)

 

 

 

Die Bilder hat uns die TuSpo Obernburg zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am vergangenen Sonntag wurde der griechische Nationaltorhüter des Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt, Petros Boukovinas, vor dem ersten Spieltag der neuen Runde (Gegner war der Dessau-Rosslauer HV) von der 2. HBL als MVP der Saison 2022/23 ausgezeichnet.

Grund genug, das Interview, das ich im Juni mit Petros für die kompetente

@handballwoche_offiziell

kurz vor der Saison-Vorbereitung geführt habe und das in der Juli-Ausgabe veröffentlicht wurde, hier noch einmal zum Nachlesen zu posten.

 

Die Handball-Fans haben den griechischen Nationaltorhüter Petros Boukovinas mit 44,3 Prozent als besten Spieler der Saison 2022/23 in der zweiten Bundesliga gewählt. Darüber freute sich nicht nur der Spieler, sondern auch in seinem Verein TV Großwallstadt sind alle stolz. „Wir freuen uns sehr für Petros, denn er hat eine überragende Saison gespielt und dieses Ergebnis verdient. Das ist eine tolle Auszeichnung in seinem ersten Jahr in Deutschland“, sagt TVG-Geschäftsführer Michael Spatz. Nach der Handverletzung von Jan-Steffen Minerva musste Petros Boukovinas fast immer durchspielen, trumpfte stark auf, hatte 376 Paraden zu verzeichnen, davon 43 gehaltene Siebenmeter. Viermal netzte der Grieche selbst ein, 14 Assists standen zu Buche.

Der 29-Jährige ist in Thessaloniki geboren, hat eine griechisch-französische Schule in Kalamaria in der Nähe seines Geburtsortes besucht. Dort wurde auch Handball unterrichtet und Petros Boukovinas entdeckte seine Liebe zu diesem Sport, erlernte mit neun Jahren das Handball spielen. Von acht bis 15 Uhr war Schule, danach ging es ab ins Handballtraining. Neben seiner großen Leidenschaft Handball hat Petros Boukovinas vier Jahre lang Chemie studiert, ehe er nun seit drei Jahren an einer Uni in Zypern online Psychologie studiert – für die Zeit nach dem aktiven Sport, wie er sagt. Der Familienmensch ist ein Sprachtalent, spricht neben seiner Landessprache noch fließend französisch, englisch und sehr gut deutsch. Er hat uns vor Beginn der Saison-Vorbereitung ein paar Fragen beantwortet.

Petros, was ist das für ein Gefühl von den Fans als bester Spieler der zweiten Liga gewählt zu werden?

 „Für mich ist es eine große Ehre, diese Auszeichnung erhalten zu haben und ich bin mächtig stolz. Ich war aber auch überrascht, denn ich habe nicht damit gerechnet. Ich glaube gefühlt, hat ganz Griechenland mit mir gefeiert.“

43 Siebenmeter in einer Saison zu halten, ist jetzt auch nicht gerade alltäglich. Was ist Dein Geheimnis?

 „Ich glaube, beim Siebenmeter braucht man auch ein bisschen Glück. Es ist auch ein bisschen Psychologie dabei. Du musst den Gegner ausgucken, dich richtig gut und akribisch vorbereiten. Das mache ich.“

Aber nicht nur in der Liga hast Du eine tolle Leistung abgerufen. Du hast Dich ja auch mit Deinem Land für die EM 2024 in Deutschland qualifiziert. Das ist bisher einmalig in der Geschichte Griechenlands. Auch hier hast Du einen wichtigen Teil dazu beigetragen.

„Ja, das stimmt. Das war die beste Saison in meiner bisherigen Karriere. Ein neuer Verein, dann der beste HPI Wert, dann als MVP gewählt und mit meinem Land für die EM qualifiziert. Ich bin schon etwas stolz auf mich. Ich will ein Vorbild für junge Leute sein. Das ist wichtig, denn junge Menschen brauchen Vorbilder. Nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch außerhalb. Das ist eine große Verantwortung, die man als Spieler trägt.“

Hattest Du in Deiner Jugend Vorbilder?

„Natürlich, hatte ich als Jugendlicher Vorbilder wie zum Beispiel Georgios Chalkidis, Savas Karipidis oder Alexandros Vasilakis, die alle in der starken deutschen Liga gespielt haben. Schon damals als Jugendlicher hatte ich den Traum, Handball-Profi zu werden und in Deutschland spielen zu dürfen. Ich liebe Handball und habe viel für meinen Traum gemacht. Jetzt bin ich da.“

Du hast zunächst in Griechenland in Thessaloniki, Veria und Athen gespielt, dann in Luxemburg beim HB Esch und nun beim TVG. Wie groß sind die Unterschiede in den einzelnen Ligen?

„Die Unterschiede sind sehr groß. Das Niveau in Deutschland ist höher als in Griechenland und Luxemburg. Vor allem auch die Intensität beim Training ist in Deutschland wesentlich höher. Du gibst hier beim Training schon 100 Prozent und wächst im Spiel noch einmal über dich hinaus. Deutschland ist eine bärenstarke Liga. In Griechenland sind nicht alle Spieler in den Ligen Profis, müssen nebenbei arbeiten gehen.“

Du machst gerade Urlaub in Deinem Land. Wenn Du nicht gerade im Handballtor stehst – was hast Du noch für Hobbys?

„Ich verbringe viel Zeit mit meinen Eltern und meiner Verwandtschaft, gehe gern Essen, verbringe Zeit am Strand. Da spiel ich auch schon mal Volleyball. Ich mache nichts gefährliches, will mich nicht verletzen, gehe kein Risiko ein. Meistens trainiere ich, wenn ich im Urlaub zuhause bin, mit meinen früheren Trainern, schaue bei meinem Ex-Verein vorbei und gucke der Jugend zu.“

Also so richtig abschalten gibt es gar nicht?

 „Für mich ist das Abschalten (lacht). Ich habe mir meinen Traum verwirklicht und dafür arbeite ich sehr viel, gebe alles. Ich hasse es zu verlieren. Daher trainiere ich auch in meiner Freizeit sehr viel. Selbst beim Kartenspielen mit meiner Freundin kann ich nicht verlieren. Da bin ich traurig und etwas sauer… 😉”

Kommen wir kurz zurück zum TVG. Die neue Saison steht schon fast wieder vor der Tür und die Vorbereitung beginnt in ein paar Tagen. Was erwartest Du von der neuen Runde?

„Also erst einmal freue ich mich, wenn es endlich wieder los geht. Wir hatten in der letzten Saison schon ein gutes Team mit vielen jungen Talenten. Ich denke, dass wir im zweiten Jahr noch enger zusammen wachsen werden, was ein Vorteil für uns ist. Ich freue mich auf den neuen Trainer und dass mein Kollege im Tor, Jan-Steffen Minerva, wieder zurück kommt nach seiner langen Verletzung. Das ist ganz wichtig für uns. Wir haben bis zu seiner Verletzung gut zusammen trainiert, uns gut ergänzt und die Chemie zwischen uns stimmt. Ich denke, dass wir in der neuen Runde eine bessere Platzierung erreichen werden, denn ich denke, dass Platz 14 nicht so ganz unser Niveau war.“

Zum Schluss noch eine Frage. Du sprichst hervorragend deutsch. Wie kommt’s?

„Wir haben beim HB Ebsch in Luxemburg deutsch gesprochen, da unser damaliger Trainer deutsch gesprochen hat. Da habe ich schon viel gelernt. Und als ich dann beim TVG meinen Vertrag unterschrieben habe, habe ich Monate vorher bei einer Lehrerin in Griechenland einen Deutschkurs besucht. Die deutsche Sprache ist nicht so einfach und ich mache noch viele Fehler. Aber ich habe meinen Mannschaftskollegen gesagt, dass sie mich immer verbessern sollen. Weißt du, griechisch sprechen auf der Welt wenige. Also brauchst du eine Sprache, in der du dich gut unterhalten kannst.“

 

Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung und herzlichen Dank für das Interview!

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die A-Jugend der TuSpo Obernburg gewann am vergangenen Samstag den “Feri-Cup 2023” in eigener Halle. Da nur drei Mannschaften am diesjährigen Cup teilnahmen, wurde im Modus jeder gegen jeden gespielt. Nach zwei Siegen – 32:17 gegen TSG Offenbach-Bürgel und 18:15 gegen HSG Hanau – holte sich die Obernburger A-Jugend den Pokal.

Nachdem die Jugend ihre Spiele absolviert hatte, gab es noch zwei Testspiele der Männer-Mannschaften. Die TuSpo Obernburg II gewann deutlich gegen den Bezirksoberligisten TV Großwallstadt II mit 36:23.

Den Abschluss machte die erste Mannschaft der TuSpo. Sie testete gegen den TSV Lohr und musste dabei auf die angeschlagenen Tobias Raab und Louis Markert verzichten. Nachdem die Partie lange Zeit ausgeglichen war, gewann am Ende das Team von Trainer Rudi Frank mit 28:27.

 

Das Bild hat uns die TuSpo, Klaus Zengel, zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.