Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Am Samstag steht der letzte Spieltag der Saison 2021/22 in der zweiten Handball-Bundesliga an – und die spannende Frage ist: wer macht das Rennen um den Ligaverbleib? Der TV Großwallstadt oder der TuS Ferndorf? Während an der Spitze alles geklärt ist und mit Gummersbach und Hamm die Aufsteiger feststehen, bleibt es “hinten” so spannend wie schon lange nicht mehr.

Am Samstag entscheidet sich, ob der TVG mit einem Sieg gegen die SG BBM Bietigheim die Liga hält oder ob er am Ende den bitteren Gang in die dritte Liga antreten muss. Im Fernduell mit dem TuS Ferndorf, der beim TSV Bayer Dormagen antreten muss, hat der TVG einen winzigen Vorteil.

 Die Ausgangslage ist derzeit folgende:

TV Großwallstadt       17. Tabellenplatz        28:46 Punkte  Tordifferenz: -31

TuS Ferndorf              18. Tabellenplatz        28:46 Punkte  Tordifferenz: -36

Der TV Großwallstadt kann also noch aus eigener Kraft die Klasse halten. Dafür müssen die Großwallstädter ihr Spiel gewinnen und gleichzeitig darf Ferndorf in Dormagen nicht mit mehr als sechs Toren gewinnen. Bei gleichem Punktestand würde die Tordifferenz entscheiden und sollte dies auch keinen Unterschied machen, zählt der direkte Vergleich mit den Auswärtstoren (Ergebnisse: 23:23 und 29:29).

Bei beiden Gegnern der Abstiegskandidaten geht es um nicht mehr viel: Dormagen hat am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt gesichert, könnte aber mit einem Sieg eventuell noch zwei Tabellenplätze gut machen. Die SG BBM Bietigheim steht auf Platz sechs der Tabelle und kann auch mit einem Sieg nicht mehr weiter nach oben klettern. Dennoch werden alle Mannschaften den letzten Spieltag noch einmal mit einem Erfolg krönen wollen.

Die SG reist mit einem ehemaligen und einem zukünftigen Spieler des TVG in ihren Reihen an: Alexander Pfeifer trug bis zur letzten Saison noch das Trikot des TVG, Nikola Vlahovic wird sich dieses in der kommenden Spielzeit überstreifen.

TVG-Trainer Maik Handschke wird sein Team genau auf den Gegner einstellen, um das Saisonfinale für sich zu entscheiden. Von Rechenspielchen hält der Coach nicht viel, ist aber von einem Sieg seiner Mannschaft überzeugt. Es muss gewonnen werden. Basta. Aber in diesem letzten Spiel dürfte jedem klar sein: es geht um alles oder nichts.  

Egal, wie. Es werden auf jeden Fall fünf Spieler verabschiedet:

Savvas Savvas wechselt zum frisch aufgestiegenenen Bundesligisten ASV Hamm-Westfalen. Linkshänder Tom Jansen spielt nächste Saison beim VfL Gummersbach ebenfalls erste Liga. Rechtsaußen Pierre Busch wird nach zwei Jahren den VfL Eintracht Hagen verstärken. Torhüter Can Adanir geht zur HSG Hanau und Rückraumspieler Dennis Weit  zur SG Groß-Umstadt/Habitzheim.

 

Das Bild, das uns der TVG zur Verfügung gestellt hat, zeigt den scheidenden Tom Jansen. Ob er nach seiner Verletzung noch einmal im letzten Spiel eingreifen kann, bleibt abzuwarten.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Ein großer Umbruch steht im Team Deutschland-Achter bevor. Das deutsche Ruder-Flaggschiff startet mit sehr junger Formation in die neue Saison 2022.

Mattes Schönherr (22 Jahre), Wolf-Niclas Schröder (25), Benedict Eggeling (23), Julian Garth (20), Jasper Angl (21) und Steuermann Jonas Wiesen (25) rücken erstmals in das deutsche Ruder-Flaggschiff, während Torben Johannesen, Laurits Follert und Olaf Roggensack nach dem Gewinn von Olympia-Silber in Tokio ihre Plätze behalten. Bundestrainer Uwe Bender stellte bei der Team-Präsentation in Dortmund einen Zehner-Kreis plus Steuermann für den Achter vor.

Mit Tom Tewes (21) und Mark Hinrichs (21) gehören zwei ebenfalls junge Ruderer zum erweiterten Kreis mit geplanten Einsätzen. Richard Schmidt, Malte Jakschik, Jakob Schneider und Martin Sauer beendeten hingegen ihre Karriere; Hannes Ocik wechselte in den Skullbereich, Johannes Weißenfeld legt studienbedingt ein Pausenjahr ein.

Größter Umbruch seit 2009

Es handelt sich um den größten Umbruch im Deutschland-Achter seit 2009, als es ebenfalls sechs Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr gab. Mit einem Durchschnittsalter von 23,6 Jahren (ohne Steuermann) präsentierte Bender zudem die jüngste Achter-Mannschaft seit 2002. „Die Motivation innerhalb der Truppe ist hoch, ebenso die Lernbereitschaft bei jedem einzelnen. Alle wollen sich entwickeln, alle arbeiten gut mit. Sie wissen aber auch, dass sie noch viel lernen müssen“, sagte Bender.

Die erste echte Bewährungsprobe wartet auf die junge Achter-Formation, die mit Mattes Schönherr als neuem Schlagmann an den Start gehen wird, denn dann geht es vom 17. bis 19. Juni zum Weltcup ins polnische Posen.

Es folgen der Weltcup auf dem Rotsee in Luzern in der Schweiz, der vom 08. bis 10. Juli stattfindet, sowie die Europameisterschaften in München (11. bis 13. August). Saisonhöhepunkt sind die Weltmeisterschaften im tschechischen Racice vom 18. bis 25. September. „Es wird ein schwieriges Jahr, zumal wir neben dem starken personellen Umbruch auch immer wieder mit Corona konfrontiert werden“, erklärte Bender, der in den letzten Wochen den Ausfall von vier Sportlern aus dem Deutschland-Achter nach positiven Covid-19-Tests beklagte.

Vor wenigen Tagen erst wurde Laurits Follert positiv getestet, der damit für Posen auszufallen droht. Die anderen befinden sich inzwischen wieder im Training. „Wir müssen derzeit viel improvisieren, aber ich sehe auch positive Entwicklungen in dieser hochmotivierten Mannschaft. Langfristig gesehen kommen wir voran. Ich erkenne in den Trainingseinheiten, dass es schnell werden kann“, meinte Bender.

Ab September ohne zwei Stammkräfte

Für die WM sind Mark Hinrichs und Tom Tewes, die bei der Präsentation als Ersatzleute vorgestellt wurden, vorgesehen. Denn ab September muss die Mannschaft ohne die beiden Stammkräfte Laurits Follert und Olaf Roggensack auskommen. „Beide werden nicht von ihrem Arbeitgeber, der Bundespolizei, für die Vorbereitungs-Trainingslager und den Wettkampf freigestellt, weil ihr Ausbildungsabschnitt in dem für beide wichtigen Ausbildungsjahr am 1. September beginnt. Bei uns spielt nun einmal die Duale Karriere eine große Rolle, daher müssen wir in diesem Jahr improvisieren“, erklärte Bender.

Vierer und Zweier komplett neu besetzt

Komplett neu besetzt gehen der Vierer und Zweier ohne Steuermann in die Saison. Marc Kammann, Max John, Malte Großmann und Theis Hagemeister bilden den Vierer; Henry Hopmann und Leon Schandl den Zweier. „Das sind zwei junge, noch recht unerfahrene Mannschaften, die sich von den Weltcups über die EM bis zur WM steigern wollen. Alle haben ein großes Interesse, in diesen Bootsklassen zu fahren, gehen die Sache mit großem Spaß, aber auch Respekt an. Dieses Jahr wird sicher ein großer Lernprozess“, sagte Bundestrainerin Sabine Tschäge, die ebenfalls neu im Team ist. Tschäge, die mit dem Leichtgewichts-Zweier olympisches Silber in Tokio gewann, wechselte zum Ende vergangenen Jahres an den Bundesstützpunkt in Dortmund, hat sich dort längst gut eingelebt und kommt als fordernder „Kumpeltyp“ gut an: „Mir ist es wichtig, mit den Athleten auf einer Ebene im Konsens zu arbeiten. Andererseits erwarte ich, dass die Athleten hundert Prozent geben, genauso wie ich es tue.“

Das Team Deutschland-Achter für die Saison 2022:

Deutschland-Achter:

Mattes Schönherr
geb. 01.05.2000
Größe: 1,96 m
Ruder-Club Potsdam
Gewicht: 97 kg
Studium: Augenoptik/Optometrie an der Berliner Hochschule für Technik

Wolf-Niclas Schröder
geb. 06.09.1996
Größe: 1,95 m
Ruder-Union Arkona Berlin
Gewicht: 87 kg
Studium: Bauingenieurwesen an der TU Berlin

Torben Johannesen
geb. 21.09.1994
Größe: 1,90 m
Ruder-Club Favorite Hammonia Hamburg
Gewicht: 94 kg
Studium: Physik und Sport auf Lehramt, Sportsoldat

Benedict Eggeling
geb. 16.02.1999
Größe: 1,89 m
Ruder-Club Favorite Hammonia Hamburg
Gewicht: 91 kg
Studium: Betriebswirtschaftslehre an der WWU Münster

Laurits Follert
geb. 10.04.1996
Größe: 1,94 m
Crefelder RC
Gewicht: 96 kg
Ausbildung: Bundespolizei

Julian Garth
geb. 09.12.2001
Größe: 2,04 m
Crefelder RC
Gewicht: 95 kg
Studium: Bauingenieurswesen an der Ruhr-Universität Bochum

Jasper Angl
geb. 10.07.2000
Größe: 1,92 m
RV Münster
Gewicht: 88 kg
Studium: Informatik an der Ruhr-Universität Bochum

Olaf Roggensack
geb. 29.05.1997
Größe: 1,94 m
RC Tegel
Gewicht: 91 kg
Ausbildung: Bundespolizei

Jonas Wiesen
geb. 18.07.1996
Größe: 1,70 m
RG Treis-Karden
Gewicht: 55 kg
Studium: Wirtschaftsmathematik an der TU Dortmund
Ersatzleute:

Mark Hinrichs
geb. 29.01.2001
Größe: 1,92 m
Limburger Club für Wassersport von 1895/1907
Gewicht: 89 kg
Studium: Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum

Tom Tewes
geb. 27.04.2001
Größe: 1,98 m
Münchener Ruder-Club von 1880
Gewicht: 95 kg
Studium: Physik an der Ruhr-Universität Bochum

Vierer ohne Steuermann:

Marc Kammann
geb. 13.07.1997
Größe: 1,98 m
Der Hamburger und Germania Ruder Club
Gewicht: 94 kg
Studium/Beruf: Rechtswissenschaft an der Uni Hamburg, Bundespolizist

Max John
geb. 01.07.1997
Größe: 1,98 m
Olympischer Ruder-Club Rostock
Gewicht: 98 kg
Studium: Sportwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum

Malte Großmann
geb. 26.09.1995
Größe: 1,95 m
Ruder-Club Favorite Hammonia Hamburg
Gewicht: 97 kg
Studium: Global Logistics & Supply Chain Management (Master)
an der Kühne Logistics University in Hamburg

Theis Hagemeister
geb. 31.05.1997
Größe: 1,91 m
Frankfurter RG Germania
Gewicht: 90 kg
Studium: Betriebswirtschaftslehre an der FH Dortmund

Zweier ohne Steuermann:

Henry Hopmann
geb. 03.02.1999
Größe: 1,91 m
RC Hansa Dortmund
Gewicht: 91 kg
Studium: Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum

Leon Schandl
geb. 21.09.1998
Größe: 1,86 m
Bessel-Ruder-Club Minden
Gewicht: 87 kg
Studium: Bauingenieurwesen an der TU Dortmund

 

Das Bild hat uns Carsten Oberhagemann, Team Deutschland-Achter, zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Es gibt wieder eine neue Folge meines Podcast. Als Gast durfte ich diesmal Nina Mattes begrüßen. Nina arbeitet für den Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt, ist dort für Presse- und Öffentlichkeit zuständig, ist Hygienebeauftragte und seit kurzem auch Teammanagerin. 

Im Podcast erzählt sie uns ein bisschen was aus dem Alltag bei einem Handball-Zweitligisten und sie erzählt uns, was sie vor ihrer Zeit beim TVG gemacht hat.

Nehmt Euch die Zeit und hört unbedingt rein.

 

Ich sage danke, dass Nina sich gerade im Endspurt der Liga und im Abstiegskampf, in dem sich der TVG derzeit befindet, die Zeit genommen hat.

 

Meinen Podcast könnt Ihr nicht nur auf meinem Blog, sondern auch auf Spotify oder iTunes hören. Ganz wie Ihr wollt. Hört rein – ich würde mich freuen.

 

Das Bild hat mir Nina zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Was für eine Spannung am Tabellenende in der zweiten Handball-Bundesliga. Nachdem Aue und Emsdetten bereits als die ersten beiden Absteiger feststehen und Dormagen sich durch den Sieg in Nordhorn-Lingen gerettet hat, kommt es am letzten Spieltag auf den Ausgang der beiden Partien zwischen Großwallstadt und Bietigheim und Dormagen gegen Ferndorf an.

Zuletzt verlor der TVG beim ASV Hamm-Westfalen mit 27:34 (16:17) und machte damit den Hamm-Aufstieg in die erste Liga perfekt.  Am Ende war die Freude beim ASV riesengroß. Für den TVG geht das Zittern um den Klassenerhalt weiter. 

Der TV Großwallstadt hatte sich vorgenommen, in Hamm an die gute Leistung vom Essen-Spiel anzuknüpfen. Zuletzt gab es gegen Hamm im Hinspiel am 10. Mai ein 27:27-Unentschieden. Diesmal war der ASV nicht gewillt, auch nur ein klitzekleines Gastgeschenk zu machen. Der Beginn lief für die Gäste rund. Sie spielten sehr stark auf und Tore von Florian Eisenträger und Torhüter Jan-Steffen Minerva sorgten für die 2:0-Führung. Der sehr gut agierende Jan von Boenigk erzielte den Anschluss, doch der TVG spielte – mit Unterstützung seines Torhüters Minerva – unglaublich gut auf, legte immer wieder zwei Tore vor und in der 13. Minute stand es sogar 8:5 für den Gast. Allerdings fiel der Ausgleich in dem guten Match schnell. Die Handschke-Crew ließ sich nicht beirren, legte immer wieder vor und ließ keine Führung für den ASV zu. Erst in der 30. Spielminute gelang dem Außen Fabian Huesmann die erste Führung für sein Team (17:16). Maik Handschke reagierte sofort, nahm die Auszeit und die Vorgabe war es, möglichst noch ein Tor zu erzielen, aber keinesfalls mehr eines zu kassieren. Dank des starken Jan-Steffen Minerva blieb es die letzten Sekunden beim 17:16. Die erste Halbzeit war schön anzuschauen. Beide Teams machten das Spiel schnell, spielten gut auf, der TVG hielt voll dagegen. Die Abwehrarbeit wurde aber von beiden Seiten etwas vernachlässigt, so dass die Tore in den letzten Minuten vor der Pause ratzfatz fielen.
Die zweite Hälfte mussten die Gäste in Unterzahl beginnen und gerieten schnell mit drei Toren ins Hintertreffen (19:16).
 
Jan von Boenigk und Vladimir Bozic machten den Unterschied
 
Pierre Busch per Siebenmeter verkürzte, doch der gut aufgelegte Rückraum Rechte Jan von Boenigk erzielte das 22:18 (38.). Der ASV hatte nun das Momentum auf seiner Seite, spielte gut auf und hatte in Torhüter Vladimir Bozic einen bärenstarken Rückhalt. Beim 24:20 in der 42. Minute nahm Maik Handschke seine zweite Auszeit. Er versuchte es mit dem siebten Feldspieler. Nun drehte Mittelmann Dani Baijens auf, agierte überragend und war nicht auszurechnen. Schnell stand es 29:23 (48.). Der TVG probierte es mit einem Torhüterwechsel und stellte Can Adanir zwischen die Pfosten. Aber der Lauf des ASV war nicht mehr aufzuhalten. Torhüter Bozic lief zur Hochform auf und Baijens zeigte seine ganze Klasse. Die Stimmung in der Halle schwappte über, denn die zweite Halbzeit ging eindeutig an die Hausherren. Beim 34:26 nahm der TVG noch einmal die Auszeit und die Ansage war, bis zum Schluss zu kämpfen und das bestmöglichste Ergebnis rauszuholen – auch wenn das Spiel längst verloren war. Die letzten Minuten ließen die Gastgeber aber nicht mehr viel zu und beim Schlusspfiff herrschte nach dem Sieg überschäumende Freude über den Aufstieg. 
Für den TVG geht es nun am letzten und alles entscheidenden Spieltag am kommenden Samstag um alles. Dann kommt die SG Bietigheim nach Elsenfeld. Allerdings hat die Mannschaft ohne die Verletzten Mario Stark und Tom Jansen einen guten Part gespielt und das sollte Aufschwung für die alles entscheidende Partie am Samstag geben. Savvas Savvas und Pierre Busch waren die besten Torschützen beim TVG. Für den ASV erzielten Huesmann und Baijens die meisten Treffer. 
 
Für den TVG ist der Klassenerhalt trotz der Niederlage noch immer greifbar. Am letzten Spieltag steht der TVG mit 28:46 Punkten auf einem Nichtabstiegsplatz ist allerdings nach Punkten mit Ferndorf gleich. Allerdings stehen die Großwallstädter in der Tordifferenz um fünf Treffer besser da. Also werden die beiden Teams, Ferndorf und Großwallstadt, den dritten Absteiger unter sich ausmachen. 
 
Das Bild, das Savvas Savvas zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Handball-Torhüterin Sabine Englert ist auch mit 40 Jahren noch lange nicht müde und hängt ihre Handballschuhe auch nach dieser Saison nicht an den berühmten Nagel. Nach ihrem Abschied von ihrem jetzigen Verein, Herning Ikast, bei dem sie seit 2009 unter Vertrag steht, wird sie innerhalb Dänemarks wechseln. Sie unterschrieb einen Einjahres-Vertrag bei Aarhus United.

„Ich hatte Ende April eigentlich beschlossen, mit dem Handball aufzuhören und hatte es bei einem Besuch in der Heimat schon meiner Familie erzählt. Ein paar Stunden später kam eine Nachricht von Aarhus United, dass sich deren Torhüterin bei der schwedischen Nationalmannschaft verletzt hat (die 23-Jährige hat sich das Kreuzband gerissen, Anm. d. Red.). Da wir vorher schon mal in Kontakt waren, der Verein zu diesem Zeitpunkt aber lieber auf die jüngere Torhüterin setzen wollte, dachte der sportliche Leiter dann doch noch mal an mich“, sagt die Obernburgerin. Und wie das so ist, hatte sie tatsächlich ein paar Tage noch ein Angebot auf dem Tisch. Diesmal aus Frankreich. „Das habe ich mir wirklich ernsthaft überlegt“, sagt sie. Da aber Aarhus eine Entscheidung wollte und sie mit den Franzosen nicht so recht weitergekommen ist, hat sie sich dann entscheiden, das Angebot von Aarhus anzunehmen.

Interessantes Projekt wartet

Die ehemalige 206-fache deutsche Nationaltorhüterin National-Torhüterin sagt, dass ein interessantes Projekt auf sie wartet. Viele junge Spielerinnen finden sich in dem Verein, der erst vor fünf Jahren gegründet wurde, nachdem SK Aarhus Konkurs gegangen ist. Die Zielsetzung des Vereins ist es, in den nächsten Jahren am Schlussspiel teilzunehmen und die Mannschaft irgendwann konstant in der Spitze der dänischen Liga zu etablieren. Neben der jungen schwedischen Torhüterin, die derzeit noch verletzt ist, ist in der Mannschaft noch eine junge dänische Torfrau, bei deren Entwicklung Sabine Englert einbezogen werden soll. „Das passt sehr gut, da ich sowieso schon überlegt hatte, ob ich in Aarhus als Torhüter-Trainerin arbeiten könnte, denn ich habe miterlebt, wie Aarhus United gegründet wurde. Da ich seit über sieben Jahren in der Stadt lebe, passt das wirklich gut und die 50minütige Fahrt nach Ikast fällt weg. Hier kann ich zum Training radeln. “

In einer Vereinsmitteilung sagte Aarhus Cheftrainer Heine Eriksen: „Es ist fantastisch, dass wir eine Spielerin wie Sabine Englert zu Aarhus United holen können. Wir haben in Louise Bak Jensen die Torhüterin der Zukunft und ich bin mir sicher, dass wir mit Sabine ein sehr starkes Torhüterteam haben.“

Die Saison mit Herning Ikast ist mit dem 29:21-Sieg über Viborg am vergangenen Dienstag und damit dem Gewinn der Bronzemedaille in der dänischen Meisterschaftnun beendet und für Sabine Englert beginnt erst einmal ihr wohlverdienter Urlaub. „Ich freue mich, nach meinem Urlaub in Aarhus anzufangen und hoffentlich den Spaß am Handball, den ich in den letzten beiden Jahren bei Ikast verloren habe, wieder zu finden“.

Los geht es mit der Vorbereitung am 18. Juli. 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Himmel, was ist der Endspurt in der zweiten Handball-Bundesliga spannend. Der TV Großwallstadt kämpft im letzten Auswärtsspiel der Saison um den Klassenerhalt, der ASV Hamm-Westfalen will heute Abend, Freitag, im Spiel gegen den TVG um 19.15 Uhr den Aufstieg klar machen.

Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Hamm steht nach 36 Spieltagen auf Platz zwei der Tabelle und kann mit einem Sieg den vorzeitigen Aufstieg in die erste Bundesliga klarmachen. Anders die Situation beim TVG: die Unterfranken belegen am vorletzten Spieltag den 17. Tabellenplatz und benötigen die Punkte dringend für den Verbleib in der zweiten Liga.

Die Gäste werden in der WESTPRESS Arena sicherlich auf eine ausverkaufte Halle treffen, denn der Gastgeber möchte auf jeden Fall den Aufstieg vor heimischer Kulisse feiern. Dass aber mit dem TV Großwallstadt ein Gegner kommt, den die Hausherren nicht unterschätzen dürfen, ist spätestens nach dem Hinspiel am 10. Mai klar. Dort knöpfte der TVG dem Aufstiegsaspiranten einen wichtigen Punkt beim 27:27 ab. Der Druck ist also auf beiden Seiten groß.

Der ASV gewann zwar sein letztes Spiel gegen den TV Emsdetten, das allerdings nur ganz knapp mit einem Tor Vorsprung. Und in der Partie gegen den Dessau-Roßlauer HV musste  sich der ASV sogar geschlagen geben, so dass aus den letzten fünf Partien nur sechs Punkte geholt wurden.

Der TVG sicherte sich aus den letzten fünf Partien mit fünf Punkten zwar einen Zähler weniger, hat aber nach dem wichtigen Sieg gegen den Erstliga-Absteiger TuSEM Essen sicherlich etwas Rückenwind bekommen.

Dennoch fährt das Team von Trainer Maik Handschke als Außenseiter nach Hamm, wird allerdings auch in dieses Spiel alles reinwerfen, um vielleicht für eine Überraschung zu sorgen und die Entscheidung im Aufstiegskampf noch einmal zu vertagen und sich eine gute Ausgangslage im Klassenerhaltskampf zu holen. Doch ohne Mario Stark und Tom Jansen wird das sicher ein schwieriges Unterfangen. Hinzu kommt, dass es auch für Savvas Savvas keine einfache Aufgabe wird. Er spielt in der nächsten Saison beim ASV.

 

Die Bilder, die Savvas Savvas, Dino Corak und Jan-Steffen Minerva zeigen, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

 Insgesamt drei Wochen war der Aschaffenburger Tennisspieler Philip Florig in Tunesien auf der ITF Men’s World Tennis Tour unterwegs und hat drei erfolgreiche Turniere gespielt. „Ich fühle mich sehr wohl hier, habe gut gespielt und deshalb bin ich auch so lange hier gewesen. Aber wenn das dritte Turnier vorbei ist, geht es erst einmal wieder nach Hause“, sagt Philip Florig.

Im ersten Turnier stand er in Monastir im Einzel und im Doppel jeweils im Viertelfinale. Den an vier gesetzten Amerikaner Gage Brymer schlug er 6:2, 7:6 und mit dem Japaner Taketo Takamisawa hatte er beim 6:2, 6:0 keine Probleme. Im Spiel um den Einzug ins Halbfinale war dann am Franzosen Maxence Beauge (Nummer acht der Setzliste) mit 2:6, 5:7 Schluss. Im Doppel spielte Florig mit seinem Partner und Freund Neo Niedner gut auf. Die beiden scheiterten erst im Spiel ums Halbfinale an den eins gesetzten Mansouri/Santillan (Tunesien/Australien) mit 3:6, 6:7.

In der zweiten Woche musste Philip Florig in Runde eins über drei Stunden, zehn Minuten spielen, ehe der Sieg unter Dach und Fach war und wehrte mehrere Matchbälle ab. Am Ende besiegte er seinen Gegner Kalman L. Boyd (USA) mit 6:4, 3:6, 7:6. Im Anschluss wartete die Nummer vier, Bu Yunchaokete (China). Dieser gewann bereits jüngst ein Turnier in Monastir und gewann gegen Florig mit 6:4, 6:4. Im Doppel mit Neo Niedner war ebenfalls im Spiel ums Viertelfinale Schluss. Die Australier Court/Crnokrak gewannen 7:5, 6:7, 15:13.

Persönliches Highlight

Die dritte Woche war sein persönliches Highlight. Die Auslosung wollte es, dass er gleich auf die Nummer eins der Setzliste, den Franzosen Quentin Folliot, traf. Mit 6:4, 6:7, 6:4 besiegte Florig den Topgesetzten und sagte: „Ich war im ersten Satz bereits mit 1:4 hinten, hab dann noch 6:4 gewonnen. Der zweite Satz ging im Tiebreak an meinen Gegner und Satz drei konnte ich mir dann wieder holen.“ Im Anschluss daran musste er ausgerechnet gegen seinen guten Freund, Neo Niedner spielen. Das hessische Nachwuchstalent trainiert oft mit den Jungprofis Philip Florig, Max Rehberg oder Max Homberg zusammen an der Tennisbase Oberhaching. Gegen ihn gewann der Aschaffenburger mit 6:3, 7:5.

In der nächsten Runde wartete der Chinese Xiaofei Wang. Den wollte der Jungprofi unbedingt besiegen, denn „mein Ziel war es, ins Halbfinale zu kommen.“ Dieses Vorhaben ist ihm gelungen und Florig siegte mit 6:3, 6:2. Am Einzug ins Finale blieb er dann am Spanier Alberto Barroso Campos (Nummer drei der Setzliste) hängen und verlor mit 3:6, 4:6. Doch der 18-Jährige war sehr zufrieden mit den letzten Wochen: „Das war eine super Reise, die meine Erwartungen übertroffen hat. Ich habe in den drei Wochen sieben ATP Punkte geholt. Vorher hatte ich drei, jetzt zehn und rangiere nun knapp hinter der Nummer 1000 der ATP. Ich bin wirklich rundum zufrieden.“

Zu Hause wartet jetzt ein mehrwöchiger Trainingsblock in der TennisBase in Oberhaching, ehe es wieder auf Tour geht.

 

Das Bild hat uns Philip zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Die Steine, die der Mannschaft, den ganzen Verantwortlichen und den Zuschauern vom Herzen fielen, waren deutlich zu hören, als beim 25:24 (12:7)  für den TV Großwallstadt in der zweiten Handball-Bundesliga die Schlusssirene ertönte. Mit einem verdienten Sieg gegen den Tabellensiebten Essen und den gleichzeitigen Niederlagen der mitabstiegsgefährdeten Teams aus Emsdetten und Ferndorf hat der TVG nun wieder die Abstiegsränge verlassen und steht mit 28:44 Punkten auf Platz 17. 
 
„Es war ein super Kampf von uns, aber wir haben es zum Schluss unnötig spannend gemacht. Allerdings hatten wir ja auch nicht viele Wechseloptionen und waren am Ende noch in Unterzahl“, sagte Mario Stark. Der Leistungsträger musste verletzt passen, hat sich einen Knorpel an einer Rippe abgerissen. „Diese Verletzung kommt nur ganz selten vor, sagen die Ärzte. Ich muss jetzt abwarten, wie es weitergeht“, so Stark. Neben ihm fehlte immer noch Tom Jansen.  Wie die Handschke-Crew diese Ausfälle wegsteckte, war sehr gut.
 
Aber auch der Gast aus Essen kam ersatzgeschwächt, musste auf seinen Innenblock Seidel/Szczesny verzichten. Essens Co-Trainer Michael Hegemann sagte vor dem Spiel: „Die Ausfälle treffen uns. Mal sehen, wie wir das wegstecken.“
 
Die Hausherren hatten sich gegen Essen viel vorgenommen, legten los wie die Feuerwehr und führten schnell mit 7:1 (17.). Zu diesem Zeitpunkt hatte Essens Trainer Jamal Naji bereits zweimal die Reißleine gezogen. Das erste Mal beim 5:1 für den TVG in der elften Minute, das zweite Mal beim 7:1 für die Hausherren. Aber die gut aufgelegten Gastgeber spielten vor einer tollen Kulisse wie aufgedreht.  Vor allem Savvas Savvas war nicht einzufangen, erzielte fünf seiner insgesamt zehn Tore schon in Halbzeit eins. Aber auch Eisenträger, Schauer und Busch trafen gut. In der Abwehr ackerten Dino Corak und Povilas Babarskas und was Jan-Steffen Minerva im Tor zeigte, war allererste Sahne. Der Gast wechselte den Torhüter – für Bliss kam Fuchs -, brachte ab der 19. Minute Linkshänder Lucas Firnhaber. Müller und Dangers kamen im Angriff, Morante und Glatthard in der Abwehr und ab der 26. Minute wurde der siebte Feldspieler eingesetzt. Der TUSEM konnte die Partie etwas ausgeglichener gestalten, aber der TVG ging verdient mit 12:7 in die Pause. Was Corak und Babarskas in der Abwehr zeigten, war große Klasse. Immer wieder gab es Applaus für die Hausherren, die Zuschauer standen auf und applaudierten und die Stimmung war richtig gut. So konnte es die nächsten 30 Minuten weiter gehen.
 
Beim 16:10 war die Welt in Ordnung
 
Nach dem Wechsel war auch bis zum 16:10 in der 38. Minute die blau-weiße Welt noch in Ordnung. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt war den Gästen anzumerken, dass sie nun besser eingestellt waren. Die Deckung wurde gelockert und versuchte immer wieder den TVG-Rückraum frühzeitig zu stören. Die TVG-Torhüter – kurzzeitig kam Can Adanir ins Tor – bekamen nicht mehr so viele Bälle an die Hand und TVG-Trainer Maik Handschke nahm beim 16:13 (41.) seine Auszeit. Frieder Bandlow erhöhte zunächst auf 17:13. Aber es war zu sehen, dass sich die Handschke-Crew immer mehr von der Hektik anstecken ließ und anstatt ruhig weiter zu spielen wie bisher, wurden sie nervös und dadurch passierten auch Fehler. Der Gegner biss sich ins Spiel, verkürzte nun in der Folge immer wieder auf zwei Tore (17:15, 18:16, 21:19). Doch der TVG kämpfte, wollte, brauchte diesen Sieg. Trotzdem fiel der Anschluss in der 55. Minute (22:21). Erneut nahm Handschke die Auszeit, erneut war es Bandlow, der mit zwei Treffern auf 24:21 erhöhte.
 
Jetzt war Essen mit der Auszeit dran, verkürzte danach und ging zu einer noch offensiveren Deckung als zuvor über. Die Spannung stieg und die Zuschauer gaben alles, feuerten ihr Team lautstark an. Dem starken Dino Corak gelang das 25:22 und in dieser Phase hielt Jan-Steffen Minerva einen Strafwurf von Noah Beyer. Dies war enorm wichtig. Denn Essen gab die letzten Spielsekunden nicht nach, erzielte wieder den Anschluss. Der letzte Angriff von Kuno Schauer ging weiter über das Tor, doch das war egal, denn die Schlusssirene ertönte rechtzeitig und die zwei Punkte blieben beim TVG. Im Anschluss brachen alle Dämme, denn mittlerweile hatte auch das Ergebnis Emsdetten – Hamm (30:31) und Ferndorf – Bietigheim (30:32) die Runde gemacht. Emsdetten und Aue stehen wohl als Absteiger fest, denn in den letzten beiden Spielen können sie selbst bei der maximalen Punkteausbeute den TVG und Ferndorf, die derzeit beide 28:44 Punkte haben, nicht mehr einholen. Verdammt eng bleibt es aber trotzdem, denn auch Dormagen und Ludwigshafen (bei einem Spiel weniger) haben lediglich einen Zähler mehr auf der Habenseite. 
 
„Ein Kompliment an die Jungs, denn der Druck war heute schon immens groß. Schade, dass wir die ganze Saison über keine Konstanz in unsere Spiele bekommen haben. Auf der einen Seite spielen wir stark auf, auf der anderen Seite passieren uns wieder dumme Fehler“, sagte ein sichtlich mitgenommener Geschäftsführer Sport, Michael Spatz. „Schlimm, wenn man nicht selbst mit eingreifen kann… Ich glaube, nächste Saison schau ich mir nicht mehr alle Spiele an“, sagte er augenzwinkernd und hatte seinen Humor schon wieder gefunden.
 
Waren es bei Essen Firnhaber, Beyer und Morante, die gerade in Halbzeit zwei die Akzente setzten, agierten beim TVG Savvas, Busch, Bandlow, Corak und Minerva (in Halbzeit eins) sehr stark.
 
Weiter geht es für den TVG am Freitag in Hamm.
 
Ehrenamt-Award wurde übergeben
In der Halbzeitpause wurde dann auch das „Team hinter dem Team“ in den Vordergrund gestellt. Zusammen mit der Deutsche Vermögensberatung Direktion Jürgen Fries in Aschaffenburg hatte man über die Saison hinweg alle Units der ehrenamtlichen Helfer nominiert. Am Samstag wurde dann der Ehrenamtsaward übergeben. Aber statt einer einzelnen Person, nahm TVG-Urgestein Wolfgang Schüssler den Award stellvertretend für alle beim TVG aktiven ehrenamtlichen Helfer entgegen. Zudem wird es im August dann noch ein großes Fest für alle Ehrenamtler geben. Der Sport lebt vom Ehrenamt und der TVG könnte ohne diese Helfer nicht existieren.
 
Das Beitragsbild von Jan-Steffen Minerva und das Ehrenamt-Award-Bild mit allen Beteiligten hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

 
 
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Am Samstag empfängt Handball-Zweitligist TV Großwallstadt den Erstliga-Absteiger TUSEM Essen in der Untermainhalle in Elsenfeld. Die Partie wird nicht, wie ursprünglich geplant, in der f.a.n.-Arena in Aschaffenburg ausgetragen, sondern wurde kurzfristig nach Elsenfeld verlegt, um der Mannschaft mehr Sicherheit in der gewohnten Umgebung im Abstiegskampf zu geben.

Essen steht nach 35 Spieltagen auf Platz sieben der Tabelle und aufgrund dieses Tabellenplatzes spielt der TUSEM keine Rolle mehr im Kampf um den Wiederaufstieg in Liga eins. Dennoch werden die Nordrhein-Westfalen auch in diesem für den TVG so wichtigen Spiel um den Klassenerhalt alles reinwerfen, um den Blau-Weißen genau wie im Hinspiel, welches Essen mit 32:26 gewann, das Leben schwer zu machen.

Damals trumpfte neben Torhüter Sebastian Bliß vor allem Dennis Szeczesny auf Rückraum links auf, der acht Siegtreffer beisteuerte. Aber auch Lucas Firnhaber auf Rückraum rechts, Noah Beyer auf Linksaußen und Markus Dangers am Kreis dürfen nicht unterschätzt werden.

Für den TVG hingegen geht es um den Ligaverbleib. Nach 35 Spieltagen stehen die Blau-Weißen mit dem 18. Rang auf einem Abstiegsplatz. Die Mannschaft hat zwar in den letzten Spielen immer wieder Moral bewiesen und bis zuletzt gekämpft, konnte aber wichtige Partien nicht immer für sich entscheiden. Ausreden zählen aber am Samstag nicht mehr, das weiß auch Co-Kapitän Dino Corak: „Weil zuletzt unsere direkten Kontrahenten Dormagen und Ferndorf auswärts gepunktet haben, müssen wir nun am besten alle drei verbleibenden Spiele, mindestens aber zwei davon gewinnen. Deshalb ist nun wirklich jedes Spiel für uns ein Finale.“

Das Bild, das Dino Corak und Savvas Savvas zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Es hat nicht sollen sein. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat den Einzug in das WM-Halbfinale verpasst. Im Viertelfinale in der Helsinki Ice Hall unterlag die DEB-Auswahl trotz großer kämpferischer Leistung Tschechien mit 1:4. Erst im Schlussabschnitt gelang Moritz Seider (54.) der einzige Treffer für die deutsche Mannschaft, die gerade in der zweiten Spielhälfte mutig auftrat, aber den frühen Rückstand gegen taktisch clever agierende Tschechen nicht mehr wettmachen konnte. Als bester Spieler des WM-Viertelfinales gegen Tschechien wurde Matthias Plachta ausgezeichnet. Außerdem wurden Philipp Grubauer, Moritz Seider und Marc Michaelis zu den besten Spielern der deutschen Mannschaft während des WM-Turniers in Finnland gewählt.

Im Viertelfinal-Duell baute Bundestrainer Toni Söderholm auf die Formationen, die bereits gegen die Schweiz im letzten Vorrundenspiel aktiv waren. Auch im Tor gab es keine Änderungen: Philipp Grubauer erhielt seinen fünften Einsatz bei dieser WM, als Backup stand erneut Mathias Niederberger bereit. Nicht im Lineup standen Dominik Bitter, Dustin Strahlmeier und der bereits abgereiste Tim Stützle.

Im ersten Drittel machten die Special-Teams den Unterschied: Bereits nach 35 Sekunden gab es die erste Strafe gegen Deutschland, Tschechien schickte sofort die Top-Formation ins Rennen. Und die traf auch direkt, nachdem David Pastrnak (3.) stark freigespielt wurde. Auch das zweite tschechische Tor fiel in Überzahl: Diesmal war es Turnier-Topscorer Roman Cervenka, der Philipp Grubauer nach einer Traumkombination mit einem platzierten Schuss (11.) keine Chance ließ. Deutschland kam danach aber offensiv immer besser ins Spiel und erarbeite sich erste Torchancen. Die beste hatte Lukas Reichel, der sich kurz vor Drittelende vom Bully weg durchsetzen konnte. Doch die Scheibe landete nur am Pfosten.

Im zweiten Abschnitt tat sich die DEB-Auswahl zunächst schwer, gegen die taktisch clever agierenden Tschechen zu Offensivaktionen zu kommen. So richtig Fahrt nahm das deutsche Spiel erst auf, als es das erste Powerplay für die deutsche Mannschaft gab. Hier hatten Moritz Seider, Marcel Noebels und Daniel Fischbuch gleich drei gute Möglichkeiten. Wenig später schlugen allerdings die Tschechen erneut in Überzahl eiskalt zu – David Krejci (33.) war diesmal erfolgreich. Danach wurde die Partie immer offener. Mehrmals musste Philipp Grubauer Kopf und Kragen riskieren, um Deutschland weiter im Spiel zu halten. Auf der Gegenseite drehte die DEB-Auswahl mächtig auf und erarbeitete sich mit viel Kampfgeist viele Torchancen. Die beste Gelegenheit hatte Marcel Noebels bei einem Konter, doch der Puck landete nur an der Latte.

DEB-Team warf alles nach vorne

Im Schlussabschnitt warf die deutsche Mannschaft nochmal alles nach vorne. Wie schon in den ersten beiden Abschnitten verteidigten die Tschechen mit der Führung im Rücken sehr diszipliniert. Als Tschechien eine Strafzeit nehmen musste, riskierte Bundestrainer Toni Söderholm alles: Grubauer verließ den Kasten zugunsten eines sechsten Feldspielers. Während der folgenden Sequenz baute die deutsche Mannschaft großen Druck auf. Moritz Seider war es schließlich der die Scheibe ins Netz hämmerte (54.) – überfällig aus deutscher Sicht. Kurz danach packte Philipp Grubauer einen Monster-Save bei einer Zwei-auf-Null-Situation aus und eilte kurz danach wieder vom Eis. Tatsächlich hatte Deutschland noch eine Riesenchance durch Lukas Reichel, wieder landete die Scheibe nur an der Latte. Letztlich wurde der Mut und die große kämpferische Leistung der DEB-Auswahl nicht belohnt. Denn für die endgültige Entscheidung sorgte der Empty-Net-Treffer von Jiri Smejkal (59.).

Mit dieser Niederlage verabschiedete sich die deutsche Mannschaft aus Finnland, während Tschechien als erster Halbfinalist feststeht.

Bundestrainer Toni Söderholm sagte anschließend: „Die ersten 14 Minuten waren etwas zu unorganisiert von uns, was das Timing und die Laufwege angeht. So sind wir auch nicht in das Forechecking gekommen. Die Tschechen haben sehr diszipliniert und hart in den Zweikämpfen agiert, während wir etwas zu passiv waren, was ihnen Zeit gegeben hat. Am Ende des ersten Drittels haben wir ein paar gute Aufbauspiele gemacht. Vielleicht haben wir auch etwas unsere Geduld verloren nach den ersten beiden Gegentreffern, was auch verständlich ist. Auch wenn du Gegentore bekommst, musst du an dich und deinen Gameplan glauben. Ohne den Kopf kannst du gegen diese Teams nicht gewinnen, dazu sind die Gegner zu gut vorbereitet und gut gecoacht. Aber was das angeht, sind wir schon viel besser geworden in der gesamten Entwicklung. Wir müssen auch mehr Zweikämpfe im Offensivdrittel verbringen und hier noch mehr Power entwickeln. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass diese Turniere auf einem sehr hohen Level gespielt werden. Gerade in den KO-Spielen ist das Level unglaublich hoch. Um etwas zu erreichen, müssen wir weiter bei den Kleinigkeiten besser werden.“  

Stürmer Marc Michaelis meinte: „Es ist sehr enttäuschend, gegen schlagbare Tschechen rauszufliegen. Die Strafen, die wir genommen haben, waren vermeidbar und die Tschechen haben eben die Top-Spieler, die das bestrafen in Überzahl. Das war ausschlaggebend für unsere Niederlage.“