Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Heute Abend, Samstag, tritt Handball-Zweitligist TV Großwallstadt als Dritter beim Tabellenfünften Dessau-Rosslauer HV an. Die Gastgeber starteten mit Siegen gegen Dormagen, Hagen und Rostock in die neue Saison. Eine Niederlage gab es gegen Hüttenberg und ein Unentschieden gegen Lübeck-Schwartau.

Der DRHV ist ein sehr eingespieltes Team, konnte fast unverändert heuer wieder an den Start gehen und hat mit Uwe Jungandreas einen Trainerfuchs, der sich für die verschiedenen Gegner immer etwas einfallen lässt.

Auf ein bekanntes Gesicht dürfen sich die Großwallstädter freuen. Der ehemalige TVG-Kreisläufer Patrick Gempp spielt seit dieser Runde in Dessau. Nach seinem Kreuzbandriss ist wieder fit und sorgt für viel Wirbel am Kreis. Hinzu kommen die quirligen Außen Jakob Hrustka und Yannik Marcos Pust. Ein Augenmerk sollte der TVG auch auf Strippenzieher Vincent Sohmann haben. 

Aber TVG-Trainer Igor Vori wird seine Mannschaft sicher wieder gut eingestellt und dafür gesorgt haben, dass sie auch nach fünf Spielen und 8:2 Punkten schön auf dem Boden bleiben. Sein Team ist im Kollektiv unglaublich stark, hat viel Selbstvertrauen getankt und wird sicher keine Gastgeschenke verteilen wollen.

 

Das Bild von Adrian Kammodt hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Dieses Wochenende kommt es in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West zu einem interessanten Derby. Die HSG Hanau empfängt den TV Gelnhausen. Der TV Kirchzell muss gegen Aufsteiger Mundenheim gewinnen und die HSG Rodgau Nieder-Roden will gegen Haßloch den nächsten Sieg einfahren.

Weiter spielen:

mHSG Friesenheim-Hochdorf II – HSG Pohlheim, HSG Dutenhofen/Münchhholzhausen II – HG Saarloius, DJK Waldbüttelbrunn – VfL Gummersbach II, TuS Dansenberg – TuS Ferndorf.

Der Aufsteiger gastiert in Miltenberg

Einen knappen, aber verdienten Sieg holte der TV Kirchzell am vergangenen Wochenende in Saarlouis. Damit haben die Kirchzeller nach nunmehr fünf Spieltagen 4:6 Punkte auf dem Konto. Am Samstag soll dieses Punktekonto ausgeglichen werden, denn gegen den Aufsteiger aus Mundenheim ist ein Sieg daheim  Pflicht. Allerdings sagt TVK-Trainer Alex Hauptmann: „Meiner Meinung nach ist Mundenheim der stärkste von den drei Aufsteigern.“ Tatsächlich konnte Liga-Neuling Pohlheim erst einmal gewinnen, Aufsteiger DJK Waldbüttelbrunn hat noch 0:10 Punkte aufzuweisen und ziert derzeit das Tabellenende.

Mundenheim hingegen schlägt sich wacker in der neuen Liga. Lediglich gegen Ferndorf gab es eine heftige 21:31-Niederlage. Gegen Gummersbach und gegen Hanau wurde mit zwei bzw. drei Toren Unterschied verloren und gegen Pohlheim und etwas überraschend gegen Saarlouis gab es Siege.

Gute Abwehr

„Mundenheim hat eine sehr gute, offensive 6-0-Abwehr, ist kampfstark und spielt schnell nach vorne“, weiß Alex Hauptmann zu berichten. Drei Brüder spielen im Team von VTV-Trainer Steffen Schneider, der zuletzt als Jugendtrainer und Co-Trainer der ersten Herren fungierte, ehe er im Sommer als Hauptverantwortlicher auf der Bank Platz nahm. Mit Aaron Schleidweiler am Kreis kam als Neuzugang der Schleidweiler-Familie noch Bastian vom Drittligisten HG Oftersheim/Schwetzingen hinzu und er wird zusammen mit seinem älteren Bruder Simon im linken Rückraum auf Torejagd gehen. Diese Konstellation, dass drei Brüder im gleichen Team auflaufen, gibt es sicher auch nicht so oft. Neu ist auch Emanuel Novo auf Außen im Team von Steffen Schneider sowie Rouven Müller am Kreis. Ein junges Talent für Linksaußen haben die „Munnremer Hornissen“ mit Luca Seitz verpflichtet.

Mit einem wurfgewaltigen Rückraum, einem klaren Spielkonzept, der schnellen Spielweise und dem Selbstbewusstsein der Gäste kommt sicher erneut eine knackige Aufgabe auf die Odenwälder zu. Daher wird der TVK von der ersten bis zur letzten Spielminute versuchen müssen, die Gäste in Bedrängnis zu bringen und vor allem die präsente Deckungsreihe zu knacken. „Wir brauchen gar nicht zu diskutieren. Wir müssen die zwei Punkte, die wir in Saarlouis geholt haben, gegen Mundenheim untermauern und es gilt, unsere Form zu bestätigen. Nur mit einem Sieg sind wir im Soll“, so Hauptmann.

Tom Spieß fällt wohl weiter aus

Verzichten muss der Trainer erneut auf die Stütze Tom Spieß. Er musste nach dem ersten Angriff in Saarlouis wieder auf der Bank Platz nehmen. Der Oberschenkel macht nicht mit. Aufgrund dieser muskulären Probleme konnte er nur gegen Haßloch und Ferndorf spielen. Alle anderen Matches war er Zuschauer. Der junge Torhüter Paul Büchler ist wieder fit und Niklas Ihmer, der zuletzt bei der TVG-Akademie einen Einsatz hatte, ist wohl auch wieder dabei.

 

Derby-Kracher in der Main-Kinzig-Halle

Zu einem Derbykracher kommt es heute Abend, Freitag, in Hanau, wenn der TV Gelnhausen dort aufschlägt. „Keiner wird dem anderen etwas schenken und die Zuschauer können sich auf 60 Minuten temporeichen und geilen Handball freuen“, sagt HSG-Coach Hannes Geist voller Vorfreude. Nachdem die Hanauer auswärts beim VTV Mundenheim vergangenes Spiel einen wichtigen Auswärtssieg einfahren konnten, musste der TV Gelnhausen im Spiel gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden seine erste Niederlage einstecken.

Mit jeweils genau 145 erzielten Toren nach fünf Spielen wird es ein heißes Duell der beiden jungen Mannschaften, die voller Energie und Vorfreude sind. Für Hanau wird es eine spannende und herausfordernde Aufgabe. Besonders in der Deckung kommt viel Arbeit auf die Grimmstädter zu. Gelnhausen sucht viel die Zweikampfsituationen im Eins-gegen-eins und Zwei-gegen-zwei. Mit dem Gelnhäuser Yannik Mocken trifft die Hanauer Deckung auf den Spieler mit den aktuell meist geworfenen Toren der Staffel. Da gilt es von Beginn an hellwach zu sein und eine gute Abwehr zu stellen. 

Im Angriff trifft die HSG Hanau auf eine sehr aggressive Deckung, die immer wieder versucht, den Gegner in Zweikämpfe zu binden, um ein flüssiges Angriffsspiel zu unterbinden. Mit viel Bewegung und Kreativität will dem die Hanauer entgegensetzten, um sich gute Chancen herauszuspielen und diese dann auch zielsicher vor dem Tor zu vollenden. 

 

HSG Rodgau scharf auf nächsten Sieg

Mit dem Rückenwind von zwei Siegen aus den Derbys in Hanau und Gelnhausen gehen die Rodgauer in die Partie. Dagegen riss die Siegesserie der heutigen Gäste aus der Pfalz von vier Auftakterfolgen am Stück im heiß umkämpften Derby gegen den TuS Dansenberg. Am Ende mussten sich die Spieler des Trainerteams Andi Reckenthäler und Phillip Rogawski mit 25:30 geschlagen geben. Dennoch zählen die Pfälzer zum erweiterten Kreis der Spitzenteams und konnten zu Saisonbeginn schon fleißig Siege in Hochdorf und Dutenhofen sowie zu Hause gegen Waldbüttelbrunn und Kirchzell sammeln. Mit Spielgestalter Kevin Seelos, Linkshänder Jan Triebskorn und Kreisläufer Lars Hannes stehen wurfgewaltige und durchschlagskräftige Akteure im Team der Haßlocher, im Tor hält der Ex-Nußlocher Marco Bitz den Laden zusammen.

Immer mehr Rädchen greifen

Bei der heimischen HSG greifen indessen mehr und mehr Rädchen ineinander. Eine in Gelnhausen stabile Abwehr mit einem erneut überragenden Marco Rhein bildet die Grundlage für den Erfolg, den sich die Spieler von Trainer Jan Redmann in zahlreichen Trainingseinheiten hart erarbeitet haben. Vor allem die jungen Wilden um Ketil Horn und Filip Brühl spielen aktuell groß auf, hinten räumen Johannes von der Au, Niklas Geck und Philipp Keller alles weg und vor heimischem Publikum geht alles sowieso noch einmal leichter. So ist das Ziel des Teams für heute klar umrissen. Mit einem Heimsieg den Tabellenplatz festigen und den Kontakt zu Tabellenführer TuS Ferndorf halten.

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt gewann das Spiel gegen Aufsteiger HSG Konstanz mit 27:18 (15:5) und zeigte eine sehr starke Leistung. Mit nunmehr 8:2 Punkten nach insgesamt fünf Spielen steht die Mannschaft von Trainer Igor Vori auf einem sensationellen dritten Tabellenplatz, zusammen mit dem ThSV Eisenach. Lediglich HBW Balingen-Weilstetten ist bisher noch ungeschlagen an der Tabellenspitze.

Die Hausherren begannen wie die Feuerwehr, ließen sich von der sehr offensiven Deckung der Gäste vom Bodensee nicht aus dem Konzept bringen und lagen schnell mit 5:1 (10.) vorne. HSG-Trainer Jörg Lützelberger setzte den siebten Feldspieler ein, nahm nach einer 9:3-Führung des TVG die Auszeit. Doch es brachte alles nichts. Der TVG spielte wie aus einem Guss, nutzte jede Chance zum Torerfolg. Vor allem die Deckung war überragend gut und wenn doch noch einmal ein Ball aufs Tor kam, war da Jan-Steffen Minerva, der bärenstark hielt. Kein Wunder, sondern hochverdient, dass mit 15:5 die Seiten gewechselt wurden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Finn Wullenweber bereits vier seiner insgesamt sechs blitzsaubere Tore erzielt. Er agierte unglaublich gut und stach noch etwas aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung heraus. 

Munteres Toreschießen

Nach dem Wechsel ging das muntere Toreschießen weiter, wobei der TVG – was bei dem Spielstand auch nicht verwunderlich war – nicht mehr ganz so konzentriert agierte. Trotzdem stand es 18:10 in der 40. Minute. Die HSG, die es immer wieder mit dem siebten Feldspieler probierte, kam etwas heran. Doch in der 54. Minute war der Zehn-Tore-Abstand wieder hergestellt (25:15). TVG-Trainer Igor Vori wechselte munter durch, gab jedem seiner Jungs seinen Spielanteil, ohne dass ein Bruch ins Spiel kam. Am Ende trennten sich die Kontrahenten mit 27:18 und die Freude beim TVG war riesengroß.

Ein großes Lob an die gesamte Mannschaft, egal ob Finn Wullenweber, Dino Corak, Jan-Steffen Minerva oder Frieder Bandlow. Es macht einfach Spaß, dieser Mannschaft zuzusehen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Eng ging es am vergangenen Wochenende in manchen Partien in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West zu.

So machte es zum Beispiel der TV Kirchzell in der Begegnung bei der HG Saarlouis verdammt spannend. Mit 33:32 entführten die Odenwälder zwei enorm wichtige Punkte aus dem Saarland. „Ich denke, dass wir es verdient hatten, zu gewinnen. Es ist jeder für jeden in die Bresche gesprungen und wir haben am Ende die Nerven behalten“, so ein sichtlich erleichterter TVK-Trainer Alex Hauptmann. 

In der gut gefüllten Stadtgartenhalle war von Anfang an eine tolle Stimmung und das schnelle 2:0 für die HGS nach dem Geschmack der Zuschauer. Aber die Gäste, die bereits nach der ersten Aktion wieder auf Tom Spieß verzichten mussten, hielten dagegen, waren gut eingestellt und bis zum 5:5 (10.) war noch nichts passiert. Zwei technische Fehler des TVK in Überzahl brachte den Hausherren das 7:5. Doch im Anschluss hatten die Hauptmann-Schützlinge ihre stärkste Phase und stellen das Ergebnis mit einem 5:0-Lauf auf 10:7 zu ihren Gunsten um (18.). Saarlouis war sichtlich verunsichert, nahm die Auszeit, aber Treffer durch den gut aufgelegten Joshua Osifo, Leon David und Nico Polixenidis sorgten für das 14:8 in der 23. Minute). Wieder legte die HGS die grüne Karte. In dieser Phase zeigte Kirchzell seine Klasse, agierte vorne gut und hatte Lösungen in der Abwehr parat. Hinzu kam, dass Tobias Jörg im Tor seine beiden Gegenüber Schlingmann und Donczyk über die gesamte Spielzeit ausstach. Auch die Außen der Gäste waren gut drauf und Antonio Schnellbacher sorgte in der 27. Minute für das 17:11. Letztlich ging es mit 14:18 aus Sicht der Hausherren in die Pause. Diese bekamen nach dem Halbzeitpfiff noch einen Freiwurf zugesprochen, der aber den Weg ins Tor nicht fand.

Gastgeber starteten Aufholjagd

Nach dem Wechsel starteten die Gastgeber die Aufholjagd. Aber immer wenn es eng wurde, übernahm ein Kirchzeller Spieler Verantwortung. So zum Beispiel Michael Meyer-Ricks mit zwei schönen Toren, die das 24:19 brachten oder Brian Heinrich, der für das 29:26 und 30:27 (53.) sorgte. Trotzdem wurde es im Schlussspurt noch einmal richtig eng. Zwar sah es so aus, als ob der TVK beim 32:28 den Deckel draufmachen könnte. Die HGS um ihren besten Torschützen Tom Paetow gab nicht nach, wurde immer wieder vom Publikum nach vorne gepeitscht und war beim 31:33 in der letzten Spielminute wieder dabei. Der stark auftrumpfende Häufglöckner verschoss in dieser Phase einen Strafwurf und Paetow erzielte den Anschluss. Die Hektik auf dem Feld war nicht mehr zu überbieten und der TVK leistete sich noch einen Fehler vorm gegnerischen Tor. Es blieben noch sechs Sekunden mit Ballbesitz HGS. Jetzt gab es auch noch eine Zeitstrafe für den Gast. Die Spannung war kaum mehr zu toppen. Die TVK-Abwehr agierte nun sehr clever, ließ den Ausgleich nicht mehr zu. Die HGS bekam noch einen Freiwurf nach dem Schlusssignal. Doch dieser ging daneben – und nun war der Jubel der Kirchzeller nicht mehr zu bremsen. „57 Minuten lang haben wir unser Spiel gespielt, hatten den besseren Torhüter und haben alles gegeben. Hintenraus erlauben wir uns ein paar Fehler zu viel, doch es hat letztlich gereicht“, so Alex Hauptmann.

 

HSG Hanau gewinnt in Mundenheim

In einem intensiv geführten Spiel  setzte sich die HSG Hanau mit 31:27 beim Aufsteiger Mundenheim durch. Nach zuletzt zwei sieglosen Spielen war die Freude über die zwei Punkte groß. „Wir wussten, dass es ein emotionales und intensives Spiel über die 60 Minuten werden wird. Was das Mentale betrifft, hat unsere junge Mannschaft nach den zwei Rückschlägen in letzter Sekunde in den beiden vergangenen Spielen heute die Reifeprüfung bestanden. Ausschlaggebend war heute in Durchgang zwei das konsequente Überzahlspiel von uns. Das gewinnen wir 6:2 und macht am Ende dann auch den vier Tore Unterschied aus“, sagt HSG-Coach Hannes Geist.

Hanau hatte sich für die schwierige Aufgabe beim Aufsteiger einiges vorgenommen und wollte über die 60 Minuten Vollgas-Handball spielen und sich wieder mit einem Sieg belohnen. Angetrieben von der lautstarken heimischen Kulisse war Mundenheim aber gewillt, dies zu verhindern. So begann die Partie auch sehr offen. Hanau legte zwar immer vor, der Gastgeber war aber gleich zur Stelle und glich aus. Nach zehn Minuten stand es 5:5. In der Folge konnte sich Hanau bis zur 14. Spielminute erstmals mit drei Toren leicht absetzen, ehe Mundenheims Trainer mit einer Auszeit reagierte.

Es dauerte auch keine zwei Minuten nach der Auszeit, bis der erneute Ausgleich erfolgte. Plötzlich war Mundenheim am Drücker, nutze die Hanauer Fehler und ging mit drei Toren Vorsprung in Führung (21., 12:9). Hanau wollte unter keinen Umständen mit einem Rückstand in die Halbzeit gehen, spielte nun konzentriertere Angriffe und konnte den Rückstand wieder wettmachen. In die Pause ging es mit einer knappen 16:14-Führung für Hanau.

Unverändertes Spiel

Nach dem Seitenwechsel ein zunächst unverändertes Spiel. Mundenheim konnte zu Beginn Schritt halten und kämpfte. Hanau hatte sich in der Halbzeit aber gut eingestellt und fand nun in Durchgang zwei bessere Lösungen. Vor allem in der Abwehr gelangen vermehrt Ballgewinne, die zu einfachen Toren umgewandelt werden konnten. So zog die HSG bis zur 44. Spielminute mit fünf Toren Vorsprung davon. Bis zum Schluss zog Hanau nun fokussiert ihr Spiel durch und nahm zwei Punkte beim Aufsteiger mit. 

 

TV Gelnhausen kassiert erste Saison-Niederlage

Einmal mehr bewiesen die Fans des TV Gelnhausen ein feines Gespür für die Situation und verabschiedeten die Spieler mit jeder Menge Applaus und „Gelnhausen, Gelnhausen“-Sprechchören. Kurz zuvor stand die erste Saison-Niederlage fest. Mit 23:29 (12:17) verloren die Barbarossastädter vor 650 Zuschauern das Derby gegen die HSG Rodgau-Nieder-Roden. „Das Ergebnis hat nicht zur Leistung gepasst. Die kämpferische Einstellung hat gestimmt. Jeder hat alles reingeworfen und vieles hat prima funktioniert. Doch wir haben im Angriff zu viele Chancen liegenlassen und Keeper Marco Rhein hat einen Sahnetag erwischt. Glückwunsch an Nieder-Roden zum verdienten Sieg“, zeigte sich TVG-Coach Matthias Geiger als fairer Verlierer.

Das 1:0 durch Jannik Geissler nach zwei Minuten war die erste und einzige Führung für die Gastgeber. Schnell konnten sich die Gäste absetzen und führten nach sechs Minuten bereits mit 5:1. Diesem Rückstand lief die junge Gelnhäuser Mannschaft den ganzen Abend hinterher. So ging es folgerichtig mit einem 12:17-Rückstand in die Pause.

Im zweiten Durchgang hatte sich der TV Gelnhausen besser auf den Gegner eingestellt und konnte den Rückstand nach und nach verkürzen. Als Tim Altscher nach 38 Minuten zum 17:19 traf, stand die Hölle Süd Kopf. In dieser Phase hätte das Spiel noch einmal kippen können. Mehrfach hatte der TVG die Chance bis auf einen Treffer heranzukommen, doch Nieder-Rodens Keeper Rhein vernagelte in dieser Phase seinen Kasten und hielt die Gäste auf der Siegerstraße. „Das war der Knackpunkt“, analysierte Geiger.

Mit einem Fünf-Tore-Lauf zwischen der 49. und 54. Minute stellte Nieder-Roden anschließend die Weichen endgültig auf Sieg. „Sie haben das sehr gut gemacht und lange Angriffe gespielt. Wir hatten sie zwar oft am Rande des Zeitspiels, doch am Ende hat Nieder-Roden dann noch das Tor gemacht, während wir uns zu wenig für unseren couragierten Auftritt belohnt haben“, sagte Geiger. Drei verworfene Siebenmeter unterstreichen diese Aussage.

 

Die Bilder haben uns der TV Gelnhausen und die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Vya­ches­lav Loch­man trai­niert ab sofort die A-Jugend-Mannschaft der TVG-Junioren-Akademie. Der 45-Jäh­ri­ge ist Coach des ukrai­ni­schen Hand­ball­na­tio­nal­-Teams. Dieses durfte nach dem An­griff Russ­lands auf die Ukrai­ne im März mit Ge­neh­mi­gung des Sport­mi­nis­te­ri­ums seines Hei­mat­lan­des aus­rei­sen. Damals war die Mannschaft für zwei Wochen im Sportpark Großwallstadt zum Trainingslager. Danach suchten und fanden die Spieler neue Vereine in ganz Europa. Slava (wie seine Freunde ihn nennen) Lochman wohnt mit seiner Familie seit dieser Zeit in Kleinwallstadt. Er trug von 2004 bis 2007 das Trikot des TV Großwallstadt, damals noch erste Bundesliga.

Jugendkoordinator Thomas Weber wird die A-Jugend, die derzeit in der Bayernliga spielt, ebenfalls weiterhin mittrainieren. In der Mannschaft spielen neben acht deutschen Talenten auch fünf ukrainische Handballer. Vier Ukrainer gehören zudem dem U19-Nationalteam an.  

Das Bild hat uns Slava Lochman zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die zweite Handball-Bundesliga macht auch am Feiertag nicht Halt und es wird gespielt. So empfängt zum Beispiel heute Abend um 17 Uhr der TV Großwallstadt den Aufsteiger HSG Konstanz. 

Einige Tage sind nach der bitteren 27:28-Niederlage des TV Großwallstadt beim HBW Balingen-Weilstetten vergangen. Die Mannschaft und die Verantwortlichen haben die unglaublich intensiv geführte Partie, die am Ende für den TVG zu keinem Happy End führte, abgehakt und der Blick geht nach vorne. „Wir haben den Jungs nach der bitteren Niederlage Sonntag und Montag frei gegeben, denn es lagen jetzt vier intensive Wochen hinter uns. Natürlich hätten wir in Balingen einen Punkt holen oder gar gewinnen können. Aber bei unserem Auftaktprogramm gegen solch gute Teams können wir uns über aktuell 6:2 Punkte nicht beschweren“, sagte TVG-Geschäftsführer Michael Spatz.

HSG Konstanz gastiert in Elsenfeld

Mit dem nächsten Gegner des TVG stellt sich die HSG Konstanz in Elsenfeld vor. Der Aufsteiger hatte keinen guten Start in die Saison und ziert derzeit mit 0:8 Punkten das Tabellenende. Doch davon blenden lassen sollten sich die Großwallstädter keinesfalls. Zwar gab es deutliche Niederlagen in Coburg, gegen Potsdam und Hagen. Beim TSV Dormagen hingegen verloren die Schützlinge von Trainer Jörg Lützelberger knapp mit 22:25. „Das war unser bisher bestes Spiel und wir waren auf Augenhöhe mit Dormagen. Es entschieden letztlich Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage“, so Lützelberger.

Genau deshalb warnt Michael Spatz davor, den Gegner zu unterschätzen, als er sagt: „Wir müssen versuchen, den Tabellenplatz des Gegners auszublenden. Die HSG ist im Kollektiv gut, hat Potenzial, spielt engagiert auf und hat mit Jörg Lützelberger einen jungen Trainer, der aber schon über viel Erfahrung verfügt.“

Hinzu kommt ein Wiedersehen mit Spielmacher Christos Erifopoulos, welcher in der Saison 2018/19 für den TVG unter Vertrag stand. Der 22-Jährige konnte bisher mit einer Wurfquote von 70 Prozent überzeugen und wird sicherlich auch gegen seinen ehemaligen Verein überzeugen wollen.

Jörg Lützelberger kein Unbekannter in der Region

Die beiden kennen sich aus ihrer gemeinsamen Gummersbacher Zeit und halten große Stücke voneinander. Überhaupt ist Lützelberger in der hiesigen Region kein Unbekannter, spielte er doch schon für die Tuspo Obernburg und den TV Großwallstadt. Seit dem Sommer ist er nach der Ära Daniel Eblen, der 18 Jahre bei der HSG das Sagen hatte, der Cheftrainer in Konstanz. „Ich war 2019/20 einige Tage zum Lehrgang zur Ausbildung als Master Coach in Konstanz und der Verein war Gastgeber für diese Maßnahme. So kam ich mit der HSG in Berührung. Als Daniel aus privaten Gründen aufgehört hat, haben sie Ersatz gesucht und mich gefragt. Ich fühl mich super wohl hier und der Verein ist einfach toll geführt“, schwärmt Lützelberger von seinem Arbeitgeber. Da macht ihm auch die tägliche Pendelei von über 50 Kilometern von seinem Wohnort Lindau nach Konstanz nichts aus. In seiner Mannschaft hat der Trainer viele Eigengewächse und er ist sehr stolz auf die Jungs: „Wir sind das drittjüngste Team und was die sportliche Erfahrung angeht, dann haben wir verglichen mit Potsdam als Mitaufsteiger noch weniger Erfahrung. Aber das Team ist verdient aufgestiegen und spielt nun zurecht in Liga zwei.“

In den ersten vier Spielen in der neuen Liga waren drei deutliche Niederlagen dabei. In Dormagen sah Lützelberger seine Mannschaft auf Augenhöhe. „Fehler werden in dieser Liga ganz anders bestraft als in Liga drei. Aber wir wollen uns stetig verbessern und natürlich auch Spaß haben.“

Mit Michael Spatz verbindet ihn eine tolle Zeit in Gummersbach und die beiden sind auch sonst, wenn Lützelberger zum Beispiel in Obernburg Freunde besucht oder wie zuletzt beim Feri-Cup mitspielt, immer in Verbindung.  Er sieht Großwallstadt als sehr gutes Team „und ich glaube, bereits vor der Verpflichtung von Igor Vori hat Michael Spatz einen guten Job gemacht, das Team sehr gut verstärkt. Der TVG steht kompakt, greift vorne wie hinten an, stößt in die Lücken und es ist sicher kein Zufall, dass er nach vier Spielen gegen Topteams so gut dasteht.“

Was sagt Finn Wullenweber?

Einer der Neuen im TVG-Team, Finn Wullenweber, hat sich in kürzester Zeit zu einem Leistungsträger entwickelt. Er wurde im Spiel gegen Balingen frühzeitig mit einer Roten Karte ausgebremst. Gegen Konstanz hofft er wieder auf einen längeren Einsatz. Er warnt ebenfalls davor, den kommenden Gegner zu unterschätzen: „Das wird ein schweres Spiel – wie alle Spiele in dieser Liga. Mit ihrer offensiven 3-3- oder 3-2-1-Deckung können sie uns durchaus vor Probleme stellen, weshalb wir uns dahingehend gut vorbereiten müssen. Letztendlich müssen wir unsere Leistung abrufen und so spielen wie die letzten Partien auch. Nur mit voller Motivation, Kampf und vollem Engagement werden wir dieses Match gewinnen können.“

Thomas Rink wird wohl noch pausieren müssen und Görkem Bicer fällt sowieso länger aus. Alle anderen Spieler sind, Stand heute, fit.

 

Das Bild von Mario Stark hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Den Artikel könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West geht es diese Woche wieder rund und es stehen einige interessante Partien an.

So muss zum Beispiel der TV Kirchzell heute Abend, Samstag, bei der HG Saarlouis antreten. Nach 60 umkämpften Spielminuten stand der TVK vergangene Woche gegen die Gäste aus Gummersbach mit leeren Händen da und mussten mit 31:32 eine bittere Niederlage hinnehmen. Dabei führten die Kirchzeller noch Mitte der zweiten Hälfte mit drei Toren und hatten auch zum Schluss noch die Möglichkeit, sich wenigstens einen Punkt zu sichern. Doch das ganze Wenn und Aber nutzt nichts, die Zähler sind weg. Mit 2:6 Punkten stehen die Odenwälder derzeit auf dem neunten Tabellenplatz, zusammen mit Dutenhofen, Dansenberg und Friesenheim.

Mund abputzen

Mund abputzen, weiter geht’s, denn bereits am Samstag wartet der nächste Brocken auf das Team des Trainer-Duos Alex Hauptmann und Andi Kunz. Diesmal geht es zur HG Saarlouis. Die Gastgeber gewannen bisher gegen Aufsteiger Pohlheim und gegen Gummersbach. Nach einem heißen Kampf gab es gegen Hanau ein 24:24-Unentschieden und zuletzt setzte es etwas überraschend die erste Niederlage. Gegen Aufsteiger VTV Mundenheim musste sich die HG mit 24:28 geschlagen geben. Das war so sicher nicht angedacht. In der Tabelle stehen die Saarländer nun mit 5:3 Punkten auf Rang sechs.

Der TV Kirchzell wird sich am Samstag mächtig ins Zeug legen müssen, um aus dem Saarland etwas Zählbares mit in den Odenwald nehmen zu können. Denn die Hausherren wollen sich am TVK schadlos halten und die letzte Niederlage vergessen machen. HG-Spielertrainer Branimir Koloper, der im Sommer vom Zweitliga-Absteiger Ferndorf kam, erwartet von seiner Mannschaft am Samstag eine Reaktion. Darauf werden sich die Kirchzeller schon einmal einstellen können. „Saarlouis ist ein sehr gutes Team, ist auf den Rückraumpositionen gut besetzt, das Zusammenspiel mit dem Kreis klappt super. Hinzu kommen gute Außen“, ist sich Alex Hauptmann der Schwere der Aufgabe bewusst.  Bis zur Saison 2017/18 spielte die HG in der zweiten Liga, musste danach einen Umbruch im Team hinnehmen, gehört aber als Drittligist zur Spitzengruppe. Hauptmann: „Ich würde sie von Platz fünf aufwärts führen. Gegen die HG ist unangenehm zu spielen. Ihre Zuschauer können die Halle in einen Hexenkessel verwandeln und da gilt es, die Nerven zu behalten.“

Ob der TVK-Coach wieder auf den angeschlagenen Tom Spieß zurück greifen kann, bleibt abzuwarten. Ansonsten kann er aus dem Vollen schöpfen.  

 

Drittes Auswärtsspiel der Hanauer

Weiter geht es mit der HSG Hanau. Sie trifft heute Abend auf den Aufsteiger VTV Mundenheim. „Es wird für uns eine große Herausforderung beim Aufsteiger Mundenheim. Uns erwartet eine kleine Halle, die sehr stark von der lautstarken Unterstützung profitiert und in der eine gute Stimmung ist, worauf wir uns freuen. Wir haben uns die Woche akribisch vorbereitet, sind bereit für die Aufgabe und wollen wieder 60 Minuten Vollgas-Handball zeigen“, sagt HSG-Coach Hannes Geist.

Vergangenes Spiel musste die Hanauer eine bittere Derby-Pleite in eigener Halle hinnehmen. In letzter Sekunde traf die HSG Rodgau Nieder-Roden zum 29:30 Endstand. Durch die erste Niederlage der Saison befinden sich die Grimmstädter derzeit auf Rang fünf der Staffel Süd-West. Der euphorisch spielende Aufsteiger Mundenheim konnte bereits gut Punkte sammeln und steht aktuell auf Rang acht mit 4:4 Punkten.

In ihrem vierten Heimspiel in Folge werden die Gastgeber alles daransetzen, den Hanauer die Spielfreude zu nehmen und die Partie so lange wie möglich offen zu gestalten. 

Gelingen soll dies über eine offensiv interpretierte 6-0-Deckung. Diese versucht sehr aktiv das Spiel des Gegners zu unterbinden und ihn zu Fehlern zwingen. Für Hanaus Ruppert und Co. gilt es dagegen Lösungen zu finden. Vor allem entscheidend dabei die Bewegung ohne Ball, um sich in Position zu bringen und gute Chancen zu kreieren, welche auch konsequent genutzt werden müssen.

Gelangt Mundenheim in Ballbesitz geht es schnell. Ihre Stärke ist das Umschaltspiel, das sie mit viel Tempo und Entschlossenheit angehen. Heißt für die HSG schnell den Rückwärtsgang einlegen und sich zu sortieren. Auch in der Deckung wartet viel Arbeit, besonders für den Mittelblock rund um Marc Strohl und Co. Mit einem wurfgewaltigen Rückraum und einer guten Kreis-Kooperation ist der Aufsteiger nicht zu unterschätzen.

 

Derby-Knaller in Gelnhausen

Bleibt noch der TV Gelnhausen. Er empfängt zum Spitzenspiel heute Abend die HSG Rodgau Nieder-Roden. Während das Team von Trainer Mattias Geiger nach einem sensationellen Saisonstart mit der makellosen Bilanz von 8:0 Punkten von Tabellenplatz drei grüßt, rangiert Nieder-Roden mit 6:2 Zählern nur einen Platz dahinter. Beide Teams haben mit Auswärtssiegen in der Vorwoche zusätzlich noch einmal mächtig Selbstvertrauen getankt. Gelnhausen gewann bei der hochgehandelten TuS 04 Dansenberg, Nieder-Roden siegte dank eines spektakulären Treffers in letzter Sekunde beim Aufstiegsaspiranten HSG Hanau.

Es ist also angerichtet für einen echtes Handballfest. „Uns erwartet ein ganz schönes Brett“, sagt Geiger. „Nieder-Roden ist sehr stark. Johannes von der Au, Henning Schopper, Marco Rhein und andere. Sie sind alle aktuell in Topform. Unser Gegner setzt den Kreisläufer gut ein, kann schnell umschalten, ist sehr aggressiv. Wir treffen also auf eine absolute Top-Mannschaft“, weiß Geiger, was auf seine Mannschaft zukommt.

Reifeprüfung für Gelnhausen

Für das junge Gelnhäuser Team wird dieses Spiel eine weitere Reifeprüfung werden. Die Lernkurve geht aktuell steil nach oben. Eigentlich wurde der Klassenerhalt als Ziel ausgerufen. Wie weit die TVG-Youngster wirklich sind, wird sich nun zeigen. „Wir hoffen natürlich sehr auf die Unterstützung der Zuschauer und wollen an unsere Leistungen aus den ersten vier Spielen anknüpfen. Der Schlüssel wird ganz sicher wieder die Abwehrarbeit sein“, sagt Geiger.

Kopfzerbrechen bereitet dem Coach die personelle Situation. Neben den Langzeitverletzten Felix Reinhardt, Philipp Schenk sowie Michael Hemmer und Max Bechert, stehen aller Vorrausicht nach auch noch Benni Wörner, Fynn Hilb (beide Probleme am Sprunggelenk) sowie Henrik Müller und Yannik Mocken (beide Erkältung) nicht zur Verfügung. Insbesondere das Fehlen des aktuell besten Torschützen der Liga Mocken wäre ein herber Verlust.

„Wir hoffen, dass vielleicht noch der ein oder andere noch fit wird zum Wochenende“, sagt Geiger, dem dennoch nicht bange ist. Schließlich zahlt sich in solchen Momenten die außergewöhnliche Jugendarbeit der letzten Jahre aus. Während andere Mannschaften acht Ausfälle wohl kaum kompensieren könnten, scharren die nächsten großen Talente beim TVG bereits mit den Hufen. Ob es für Geigers Rasselbande dann auch gegen Nieder-Roden reicht, wird man am Samstag sehen. Die Die TVG-Fans könnten in der Hölle Süd das Zünglein an der Waage sein. und dürfen sich auf einen leidenschaftlichen Fight mit enormen Tempo-Handball freuen.  

 

Weiter spielen:

TuS Ferndorf – mHSG Friesenheim-Hochdorf II, TSG Haßloch – TuS Dansenberg, HSG Pohlheim – DJK Waldbüttelbrunn.

 

Die Bilder haben uns Gelnhausen und Hanau zur Verfügung gestellt. Das Beitragsbild ist von mir.

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga ging es vergangenes Wochenende in der Süd-Staffel wieder interessant her. Der TV Kirchzell musste gegen den VfL Gummersbach II eine bittere 31:32-Niederlage hinnehmen. Die HSG Hanau zog im Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden mit 29:30 den Kürzeren und der TV Gelnhausen gewann in Dansenberg mit 28:24.

Auch die weiteren Ergebnisse waren teilweise kurios. Die mHSG Friesenheim-Hochdorf II verlor gegen die TSG Haßloch mit 17:24, der TuS Ferndorf handelte die DJK Waldbüttelbrunn mit 41:30 ab und Dutenhofen/Münchholzhausen und Pohlheim trennten sich mit 28:24. Bleibt noch der VTV Mundenheim. Er überraschte mit dem 28:24 gegen die HG Saarlouis.

 

Die Enttäuschung stand Spielern sowie Verantwortlichen ins Gesicht geschrieben. Nach 60 Minuten Kampf, Leidenschaft und unglaublichem Siegeswillen stand der TV Kirchzell gegen die Gäste aus Gummersbach trotzdem mit leeren Händen da. Mit 31:32 zu verlieren, ist wirklich bitter und ein Unentschieden wäre gerechter gewesen. Doch danach wird am Ende nicht gefragt. Was zählt sind die Punkte und die hat die junge Mannschaft von Trainer Goncalo Miranda mit nach Hause genommen.

Nachdem Tom Spieß noch immer geschont wurde und Michael Meyer-Ricks kurzfristig wegen einer starken Erkältung ausfiel, fand sich ein bekannter Name auf dem Spielberichtsbogen. Maximilian Gläser, der aus beruflichen Gründen eine Handball-Pause einlegte, erklärte sich spontan bereit, seinem Verein zu helfen. Und es ging für die Kirchzeller gleich gut los. Nach dem 1:0 setzten sie sich auf 4:2 (4. Minute) ab. Doch in dem temporeichen Spiel drehte der VfL die Partie, führte mit 6:4 und in der 13. Minute sogar mit 8:4. Andi Kunz nahm die Auszeit, Leon David verkürzte, doch Geburtstagskind Moritz Köster, Bruder von Nationalspieler Julian Köster, sorgte wieder für den Vier-Tore-Vorsprung seiner Mannschaft. Die Hausherren behielten in der von Beginn an hektischen und sehr schnell geführten Partie die Übersicht, kamen sukzessive heran und führten in der 23. Minute wieder mit 13:11. Beide Teams standen gut in der Abwehr, gingen oft in die Zweikämpfe und nutzten im Angriff ihre Chancen. Der VfL war technisch sehr versiert und es war die Akademie-Handschrift zu erkennen. Das ebenfalls junge TVK-Team glänzte mit einem sehr starken Kampfgeist und mit Durchsetzungsvermögen. Dem 15:14 vor der Pause ließen Schnellbacher und ein frecher Heber von Leon David das 17:15 folgen und das war auch der Pausenstand. Zwar bekamen die Gummersbacher noch einen Freiwurf nach Ende der regulären Spielzeit zugesprochen. Dieser blieb an der TVK-Deckung hängen. Bis dato hatte sich der VfL bereits sechs Zeitstrafen von insgesamt acht eingehandelt. Hinzu kam, dass sich der 17-jährige Torhüter Oskar Knudsen beim Aufwärmen am Fuß verletzte und nicht eingesetzt werden konnte. VfL-Trainer Miranda sagte, dass dies nun bereits der fünfte Ausfall für sein Team sei.

Tim Häufglöckner erhöhte auf einen Drei-Tore-Vorsprung

Nach dem Wechsel erhöhte der brandgefährliche Tim Häufglöckner auf 18:15 und sorgte auch für das 20:17 (35.). Die Gäste nutzten zwei Fehler der Hausherren, verkürzten auf ein Tor, doch Heinrich und Schnellbacher stellten den alten Abstand wieder her (22:19 – 40.). Dieser hatte bis zur 43. Minute Bestand (23:20). In dieser Phase lief Torhüter Tobias Jörg zur Hochform auf. Egal, was seine Vorderleute vorne versemmelten – er bügelte es hinten mit unglaublichen Paraden wieder aus und hielt sein Team im Spiel. Es ging in die heiße Phase. Der Gegner nutzte seine Chancen gut und ab der 50. Minute stand die Begegnung Spitze auf Knopf. Der TVK legte vor, der VfL zog nach. Die Spannung war kaum zu toppen. Antonio Schnellbacher sorgte vom Punkt für die letzte Führung des TVK (31:30 – 57.). Postwendend glichen die Gäste aus, nahmen die Auszeit und legten zum 32:31 vor. Kirchzell nahm die Auszeit, der VfL verlor im Anschluss den Ball. Der letzte entscheidende Wurf der Hausherren fand zu spät den Weg ins gegnerische Tor. 

TVK-Trainer Andi Kunz beglückwünschte den Gegner zu Sieg, bedankte sich für die Unterstützung von den Rängen und meinte: „Gummersbach war technisch sehr gut und wir haben in manchen Situationen die falsche Lösung gefunden. Unser Torhüter Tobias Jörg hat mit einer klasse Leistung uns im Spiel gehalten. Manches in der zweiten Halbzeit ist mir unerklärlich, denn wir sollten Dinge einfach so weiterspielen, wie wir sie vorher gut gemacht hatten. Es waren zu wenig Lichtblicke und einige technische Fehler zu viel. Aber es ist kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Weiter geht’s.“ Sein Gegenüber freute sich, dass „Kirchzell und wir mit unseren jungen Spielern einen so schnellen und guten Handball spielen und wir auf Augenhöhe agierten. Nach unseren ganzen Ausfällen war dies heute ein schöner Tag für mich.“

Für den TVK geht es nächste Woche bei der starken HG Saarlouis weiter. 

 

Henning Schopper trifft mit dem Abpfiff zum 30:29 Derbysieg  

 Unglaubliche Szenen spielten sich nach dem Schlußpfiff in der Hanauer Main Kinzig Halle ab. Auf Rodgauer Seite gab es eine Jubeltraube so groß wie ein Mannschaftsbus, während auf Hanauer Seite absolute Fassungslosigkeit herrschte. Unterschiedlicher hätten die Gefühlslagen nicht sein können, doch als Henning Schopper in allerletzter Sekunde aus gut 15 Metern den 30. Treffer für die Baggerseepiraten erzielte, war das Südhessenderby auf dramatische Art und Weise entschieden.

Henning Schopper beim Wurf

Den besseren Start erwischten die Gastgeber, die schnell ein 2:0 vorlegten, aber die Rodgauer ließen sich nicht lange bitten und warfen ebenfalls die Tormaschine an. Schopper und Horn wirbelten im HSG-Rückraum, dazu kamen immer wieder schöne Anspiele an den in Bestform agierenden Florian Stenger. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Derby mit packenden Zweikämpfen und vielen schön herausgespielten Treffern. Nach dem 11:11 des besten Hanauer Torjägers Jonas Ahrensmeier mussten die Baggerseepiraten eine schwierige Phase überstehen, denn innerhalb von einer Minute hagelte es gleich drei Hinausstellungen. Mit großer Laufbereitschaft überstand man die Unterzahlsituation relativ unbeschadet, musste aber mit dem Halbzeitpfiff noch das 16:13 quittieren.

Die Hypothek des 3-Tore Rückstandes war schnell aufgeholt und beim 19:19 durch Flo Stenger konnten die Rodgauer nach längerer Zeit die Anzeigetafel wieder auf Unentschieden stellen. Die Grimmstädter erarbeiteten sich zwar erneut einen knappen Vorsprung, doch dann folgte die beste Phase der Redmann-Jungs. An der sehr stabilen Deckung im Verbund mit dem zusehends heisser laufenden Marco Rhein -unter anderem parierte er einen Siebenmeter- bissen sich die Hanauer zusehends ihre Zähne aus. In der Offensive  lief die Maschinerie dagegen wie geölt. Immer wieder fanden sich kreative Lösungen, knackte den Hanauer Abwehrverbund ein ums andere und nach einem 6:1 Lauf lag man unter dem lautstarken Jubel des gut gefüllten Gästeblocks mit 22:25 in Führung.  Im Anschluss an ein Hanauer Team-Timeout ergab sich sogar die Gelegenheit, auf vier Tore wegzuziehen. Aber die Chance auf die Vorentscheidung blieb ungenutzt und Hanau kämpfte sich wieder heran.

Beim 28:28 und 29:29 war der Ausgang der Begegnung völlig offen und wenn der Verlauf der letzten Minuten schon bis zu diesem Zeitpunkt nichts für schwache Nerven war, wurde das in den verbleibenden 60 Sekunden noch einmal getoppt. Hanau hatte die letzte Auszeit genommen, Kapitän Yannick Ruppert übernahm die Verantwortung und setzte fünf Sekunden vor dem Abpfiff einen verdeckten Wurf an, der von Marco Rhein glänzend pariert wurde. Den Abpraller sicherte sich Erhard Wunderlich, der gedankenschnell auf den los spurtenden Henning Schopper passte. Aus fast aussichtsloser Position, knapp hinter der Mittellinie feuerte der Linkshänder in Richtung Hanauer Tor, wo dem bis dahin exzellent parierenden Fabian Tomm die Harzkugel durch die Hände rutschte.

 

TV Gelnhausen landet Sensationssieg in Dansenberg

Der TV Gelnhausen ist die Mannschaft der Stunde in der Süd-West-Staffel. Das junge Team von Trainer Matthias Geiger kann auch nach dem vierten Saisonspiel eine makellose Bilanz vorweisen. Die Barbarossastädter gewannen bei der hochgehandelten TuS 04 Dansenberg sensationell mit 28:24 (13:9) und rangieren überraschend mit 8:0 Punkten hinter Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf und der TSG Haßloch auf dem dritten Tabellenplatz.

Trainer Geiger war nach der Partie mächtig stolz auf seine Mannschaft: „Die TuS Dansenberg hat wahnsinnig starke Spieler in ihren Reihen. Aber wir haben viel gearbeitet unter der Woche und die Jungs haben das sehr gut umgesetzt. Sie waren heiß und haben phasenweise begeisternden Handball gespielt. Kompliment an die Mannschaft.“

Der Jubel in Gelnhausen kennt keine Grenzen

Als Dansenbergs Jan Claussen in der fünften Minute das 2:1 erzielte, sollte das die letzte Führung für die Gastgeber sein, die sich zu Rundenstart unter anderem mit Gunnar Dietrich verstärkt hatten, der auf über ein Jahrzehnt Erst- und Zweitligaerfahrung zurückblicken kann. Im Stil einer Spitzenmannschaft trumpften anschließend die Gelnhäuser Himmelsstürmer mächtig auf. Mit einem 7:1-Lauf setzte sich Gelnhausen nach 17 Minuten auf 8:3 ab. Zwar kam Dansenberg noch einmal auf 8:8 heran, doch wie groß mittlerweile das Selbstvertrauen der Gelnhäuser ist, zeigte die Tatsache, dass sie schnell wieder in die Erfolgspur zurückfanden und mit einer 13:9-Führung in die Pause gingen.

Dansenberg kam noch einmal heran

Nach dem Wechsel konnte Dansenberg erneut noch einmal auf 14:14 herankommen (37.), hatten dann aber ihr Pulver verschossen. Anschließend legten die Geiger-Jungs einmal mehr eine bemerkenswerte Coolness an den Tag und zogen das Pendel von Minute zu Minute auf ihre Seite. „Wir haben eine sehr bewegliche Abwehr gespielt und es Dansenberg richtig schwer gemacht“ sah Geiger in der ebenso kraftraubenden wie aufopferungsvollen Defensivarbeit den Schlüssel zum Erfolg. Als Jonathan Malolepszy in der 50. Minute mit seinem Treffer zum 23:20 erstmals wieder einen Drei-Tore-Vorsprung herausschoss, war eine Vorentscheidung gefallen. Gestützt auf zwei starke Keeper, Alexander Bechert zog vor allem in der ersten Hälfte mit tollen Paraden den Gastgebern den Zahn ebenso wie Julian Lahme in der Schlussphase, brachte der TVG den vierten Erfolg in Serie unter Dach und Fach.

 

Die Bilder von Gelnhausen und Nieder-Roden hat uns der Verein dankenswerterweise zur Verfügung gestellt.

Das Beitragsbild mit Tim Häufglöckner stammt von mir.

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt musste am vergangenen Samstag im vierten Spiel der Saison die erste Niederlage einstecken. Gegen den Erstliga-Absteiger und Aufstiegskandidat HBW Balingen-Weilstetten reichte es beim 27:28 nicht zum Punkt.

Auch wenn die Hausherren als Favoriten in die Partie gingen, war zu keinem Zeitpunkt sicher, dass sie die Punkte auch sicher für sich verbuchen würden. Die Gäste zeigten auch in diesem Spiel erneut eine klasse Vorstellung und kämpften bis zum Ende um den möglichen Sieg oder um ein Remis. Am Schluss war es nicht nur eine Top-Mannschaft, gegen die der TVG antreten musste, sondern auch eine ganze Halle, was vielleicht mit den Ausschlag gab.

Der TVG, der ohne den verletzten Görkem Bicer auf Rechtsaußen antreten musste (dafür stand der junge U19-Nationalspieler der Ukraine, Dmytro Redkyn, erstmals im Kader), vergab zunächst den ersten Wurf, zeigte aber wieder eine starke Defensivleistung und ging in der  vierten Spielminute mit 2:1 in Führung. Der Gegner egalisierte den Zwischenstand zwar immer wieder, aber der TVG konnte die Führung bis zur 26. Spielminute verteidigen. Erster Knackpunkt der Partie war die Rote Karte gegen den bis dahin stark agierenden Finn Wullenweber, der nach 20 Minten in einer unglücklichen Aktion den Gegner im Gesicht traf und dafür vom Platz verwiesen wurde. Die Blau-Weißen trotzten dieser Entscheidung und agierten weiterhin selbstsicher und mit großem Siegeswillen.

Vier Minuten vor dem Pausenpfiff war es der stark aufspielende Moritz Strosack, der den HBW mit 14:13 in Führung brachte.  Aber auch hier behielten die Unterfranken die Nerven und konnten durch Dino Corak mit einer 17:16-Führung in die Pause gehen.

Die Gallier erwischten den besseren Start

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gallier besser in die Partie und übernahmen durch Tore der schwer in den Griff zu bekommenden HBW-Akteure Oddur Gretarsson und Thor Daniel Ingason die Führung. Doch die Gäste ließen sich nicht beirren, glichen aus und gingen wieder in Front.

Dann allerdings sollte es zum zweiten, eventuell spielentscheidenden Knackpunkt der Partie kommen. In der 52. Spielminute – der TVG agierte bereits in Unterzahl – sprintete der Linksaußen der Gallier, Tobias Heinzelmann, auf das leere Tor der Unterfranken zu, versenkte dabei den Ball, während Florian Eisenträger versuchte, im Defensivblock zu retten. Dabei kam es zu einem Kontakt mit Heinzelmann, welcher von den Schiedsrichtern als grobes Foul gewertet wurde und der TVG wurde erneut mit Rot bestraft. In den folgenden vier Spielminuten mussten die Jungs von Trainer Igor Vori daher weiter in Unterzahl agieren, während sie von einem gellenden Pfeifkonzert des Publikums bis zum Ende des Spiels ausgepfiffen wurden. Doch auch davon ließen sich die Blau-Weißen nicht beeindrucken, kämpften bis zum Schluss um die möglichen Punkte und hatten tatsächlich am Ende noch die Möglichkeit, den verdienten Ausgleichstreffer zu erzielen. Doch diesmal unterlief dem sonst so souverän agierenden Mario Stark ein Fehler, so dass sich der TVG nach hartem Kampf dem Gegner beugen musste. Mehr Dramatik geht eigentlich gar nicht mehr in einem Spiel.

TVG-Trainer Igor Vori war nach diesem hitzigen Spiel erst einmal bedient, ließ Fragen nach den Platzverweisen unkommentiert und lobte stattdessen einmal mehr die starke Defensivleistung seines Teams, aber vor allem die Moral seiner Schützlinge: „Heute haben meine Jungs einmal mehr bewiesen, was uns ausmacht. Wir spielen eine tolle Abwehr, jeder kämpft für jeden und wir lassen uns auch von Rückschlägen nicht herunterziehen, sondern kämpfen bis zum Schluss. Und genau das ist es, was ich von meiner Mannschaft verlange.“

Am nächsten Montag, dem Tag der deutschen Einheit, geht es weiter. Dann kommt Aufsteiger Konstanz in die Elsenfelder Untermainhalle.

Das Bild, das Adrian Kammlodt zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Woche für Woche kommt es in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West zu sehr interessanten Begegnungen. Der TV Kirchzell empfängt den VfL Gummersbach II, die HSG Hanau die HSG Rodgau Nieder-Roden und der TV Gelnhausen muss in Dansenberg antreten. 

Weiter spielen: mHSG Friesenheim-Hochdorf II – TSG Haßloch, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – HSG Pohlheim, VTV Mundenheim – HG Saarlouis.

Die ersten Punkte sind zuletzt auf die Habenseite des TV Kirchzell gewandert. Die dezimierte Mannschaft des Kirchzeller Trainer-Duos Hauptmann und Kunz setzte sich in einem heißen Kampf gegen den Aufsteiger Pohlheim durch. Die Freude war groß und den Schwung wollen die Kirchzeller mit in die nächste Partie nehmen. Dafür ist diesen Samstag schon Gelegenheit, denn es steht ein Heimspiel an. Die Odenwälder empfangen den VfL Gummersbach II. Für Andi Kunz und seine Crew ist der kommende Gegner  Neuland und er hat sich intensiv mit dem VfL beschäftigt. Die Oberbergischen haben nach drei Spieltagen, wie Kirchzell auch, 2:4 Punkte auf dem Konto.

Niederlagen gab es gegen Hanau und Saarlouis. Gewonnen wurde bisher gegen Aufsteiger Mundenheim. „Im Spiel gegen Saarlouis hat Gummersbach richtig gut gespielt“,  weiß Andi Kunz zu erzählen. Aber auch gegen die starken Hanauer hat der VfL gut mitgehalten. Nicht umsonst schloss er die vergangene Saison auf den vorderen Plätzen ab. „Der VfL hat eine junge Mannschaft, die gut ausgebildet ist. Er spielt ein gutes Tempo nach vorne, agiert in der Defensive mit einer offensiven Variante. Ja- und diese Dinge gilt es für uns zu lösen“, so Kunz weiter.

Gutes 1:1-Verhalten

Tatsächlich ist der Gast vor allem im 1:1-Verhalten sehr gut unterwegs. Darauf kann sich der TVK einstellen. Auch die schnelle Mitte beherrscht die Mannschaft von Trainer Goncalo Miranda gut. Seit Sommer hat der Portugiese das Sagen auf der Bank, hat das Traineramt von Maik Thiele übernommen, der seit November 2017 für die zweite Mannschaft verantwortlich war und nun in der VfL-Akademie arbeitet. Linksaußen Kieran Unbehaun sowie Rechtsaußen Finn Schroven machen auf den Außenbahnen einen guten Job und Bruno Eickhoff steht gut am Kreis. Doch der TVK wird sich zu wehren wissen.

Andi Kunz kann am Wochenende wieder auf Jan Blank zurückgreifen. Hinter Tom Spieß steht noch ein Fragezeichen.  Egal wie, der TVK möchte gerne die nächsten beiden Punkte einfahren und seine Heimstärke unter Beweis stellen. Kunz: „Das Spiel macht sicher Spaß. Wir werden bereit sein, die Aufgabe anzunehmen und wollen unsere Fans mitnehmen, um unseren Heimvorteil zu unterstreichen. Dann werden wir sehen…“ 

 

Derbytime in Hanau

Abwehrarbeit bei der HSG Hanau

Am Samstag ist es endlich wieder so weit. Derbytime in der Handballfestung Main-Kinzig-Halle! Zu Gast zum ersten Derby der Saison ist die HSG Rodgau Nieder-Roden. Mit zwei Siegen und einem Unentschieden rangiert die HSG Hanau derweil auf Rang vier der dritten Liga. Mit ebenfalls zwei Siegen im Gepäck, aber allerdings einer Niederlage bei Friesenheim-Hochdorf finden sich die Rodgauer aktuell auf dem sechsten Rang wieder. Das anstehende Derby kann also ordentlich Bewegung in die Tabelle bringen.

Umso wichtiger also für das Team von Trainer Hannes Geist den Fokus weiterhin hochzuhalten und den Schwung aus den bisherigen Spielen mitzunehmen. „Wir freuen uns auf das Derby und zahlreiche Zuschauer in der Halle, die für beste Derbystimmung sorgen werden. Die Jungs sind frisch und haben sich die Woche über gut auf die bevorstehende Aufgabe vorbereitet. Wir erwarten ein spannendes Spiel, werden 60 Minuten Vollgas geben und alles in die Waagschale werfen, um am Ende gemeinsam ein Handballfest zu feiern“, sagt HSG-Coach Geist.

Gegen die Baggerseepiraten aus Rodgau wird auch wieder die mentale Stabilität ein entscheidender Faktor sein. Wie wichtig dies sein kann, hat sich vergangene Woche beim Punktgewinn im Hexenkessel bei Saarlouis gezeigt (24:24). An die bisher gezeigten Leistung wollen Ruppert und Co. anknüpfen. 

Welche Qualität im kommenden Gegner steckt, hat dieser erst wieder im letzten Spiel eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gegen den TuS 04 Dansenberg gewannen die Rodgauer souverän mit 29:15. Nicht nur deshalb zählen sie zu den Favoriten um die ersten Plätze der Staffel Süd-West. Denn trotz einiger Abgänge konnte sich der Kader im Vergleich zur Vorsaison nochmals in der Breite verstärken. 

Auf die Hanauer wird also viel Arbeit kommen, bei der es stets gilt, von Anfang an fokussiert zu agieren. Im Angriffsspiel erwartet die Grimmstädter eine sehr herausfordernde, aktive und ballorientierte Abwehrarbeit, die immer wieder versucht, den Gegner auf neun Metern vom Tor wegzuhalten. Kreative Lösungen gilt es also zu finden, um diese agile und bewegliche Abwehrreihe zu überwinden. Dabei müssen die Aktionen und Chancen bis zum Ende auf den Punkt gespielt werden.

 

Gelnhausen in Dansenberg gefordert

Freude beim TV Gelnhausen

Der TV Gelnhausen hat mit seiner jungen Mannschaft einen furiosen Start hingelegt. Mit der makellosen Blanz von 6:0 Punkten nach drei Spielen grüßen Jonathan Malolepszy und Co. sensationell von Tabellenplatz zwei. Doch für Trainer Matthias Geiger ist das nur eine „nette Momentaufnahme“. Schließlich beginnen jetzt die Wochen der Wahrheit mit Duellen gegen die Top-5-Klubs der Liga. Zum Auftakt wartet eine echte Mammutaufgabe. Schließlich geht es zum hochgehandelten, aber kriselnden TuS 04 Dansenberg.

Jugendlicher Elan und Kampf bis zum Umfallen dürften am Samstag gefragt sein. Der mit etlichen Top-Spielern ausgestattete Gegner bringt jede Menge hochklassige Erfahrung auf die Platte. Dabei ragen Gunnar Dietrich, der zwölf Jahre bei den Eulen Ludwigshafen in der ersten und zweiten Bundesliga aktiv war, und Jan Claussen heraus. „Dansenberg ist eine Top-Mannschaft, die eine Reaktion zeigen muss. Wir müssen uns warm anziehen“, weiß Geiger, dass ein angezählter Gegner oftmals sehr unangenehm werden kann. Aber der Coach wird sein Team einmal mehr gut vorbereiten und glaubt an seine Mannschaft. „Die Jungs haben sich jede Menge Selbstvertrauen erarbeitet. Wir werden versuchen an unsere Grenzen zu gehen, um es Dansenberg so schwer wie möglich zu machen. Und sollte für uns die Tür zum Erfolg einen Millimeter weit aufgehen, dann wollen wir diese Chance ergreifen.“

 

Die Bilder von Gelnhausen und Hanau haben uns die jeweiligen Vereine zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

Das Beitragsbild von Leon David kommt von mir.

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.