Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt hat seinen Nachwuchstorhüter Julian Ohm mit einem Zweitspielrecht beim Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden ausgestattet. Der 19-jährige Julian Ohm stieß 2020 zur TVG Junioren Akademie e.V. und stand dort bis letztes Jahr in der A-Jugend im Tor.

Zur Saison 2021/22 erhielt der Torhüter einen Ein-Jahres-Vertrag in der Bundesliga-Mannschaft des TV Großwallstadt, welcher für die aktuelle Spielzeit verlängert wurde. Hier läuft er als dritter Keeper hinter Jan-Steffen Minerva und Petros Boukovinas auf.

Außerdem spielte das junge Talent in der vergangenen Saison zudem für die A-Jugendmannschaft bei der HSG Rodgau Nieder-Roden im Tor und gewann mit dem Team den DHB-Pokal. Deshalb setzt der TV Großwallstadt nun wieder auf diese Kooperation.

Michael Spatz freut sich für den Torhüter

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz freut sich für das Nachwuchstalent: „Nachdem Julian schon die zweite Saison bei uns als Torwart im Kader ist und er letzte Saison in der A-Jugend bei uns und in Nieder-Roden spielte, möchten wir diese Spielzeit gemeinsam mit der HSG Rodgau Nieder-Roden das Zweifachspielrecht im Herrenbereich nutzen, um Julian gegebenenfalls mehr Einsatzzeiten zu ermöglichen. Neben Niklas Ihmer beim TV Kirchzell haben wir mit Julian nun das zweite Talent im Kader, das bei einem Team aus der Region ein Zweifachspielrecht in der dritten Liga besitzt. Wir wünschen Julian und Nieder-Roden viel Erfolg für die anstehenden Spiele.“

Auch der sportliche Leiter der HSG, Marco Rhein, zeigt sich glücklich mit dieser Entscheidung: „Wir freuen uns, dass Julian als Mitgarant für den DHB-Pokalsieg 2022 unserer A-Jugend auch in der kommenden Saison mit einem Zweifachspielrecht für uns ausgestattet wird. Julian hat uns in seiner bisherigen Zeit sowohl sportlich als auch menschlich absolut überzeugt. Mit ihm erweitern wir die Optionen, falls es zu Ausfällen auf der Torwartposition kommt.“

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Wochenende ging die Jagd nach Punkten in der dritten Handball-Liga los. Der TV Kirchzell musste bei der TSG Haßloch eine bittere 32:33-Niederlage hinnehmen. Enttäuschte Gesichter überall, denn den Auftakt in die Saison hatten sich die Kirchzeller sicher anders vorgestellt. „Wenn du kurz vor Schluss mit drei Toren führst und dann noch fünf freie Bälle in den letzten Minuten liegenlässt, wird es halt schwierig mit dem Sieg“, so ein enttäuschter Trainer Alex Hauptmann. Hinzu kamen noch fünf vergebene Siebenmeter. Das war am Ende zu viel. „Natürlich hatten wir uns das Spiel bei der TSG alles andere als einfach vorgestellt. Die TSG ist sehr heimstark, hat eine gute Mannschaft und der erste Spieltag ist immer etwas schwierig“, so Alex Hauptmann weiter.

Beide Mannschaften waren bis zum 3:3 gleichauf, ehe die Hausherren den ersten Reißaus-Versuch unternahmen. Mit 7:4 führten sie in der elften Minute. Aber die Kirchzeller blieben ihrer Linie treu und waren beim 8:8 (15.) wieder dabei. Im umkämpften Spiel blieben beide Teams zunächst auf Augenhöhe, ehe die TSG sich erneut Vorteile verschaffen konnte. Die Gäste nahmen die Auszeit, doch Haßloch nutzte seine Chancen besser und zog auf fünf Treffer davon (15:10). Dies blieb so bis zum 17:12. Osifo, Polixenidis und Schnellbacher sorgten dafür, dass der gegnerische Vorsprung dahin schmolz und es ging mit einem Zwei-Tore-Rückstand für den TVK in die Pause.

Leon David sorgte für den Anschluss

Nach Wiederbeginn sorgte Leon David für den Anschluss, aber immer wieder nutzte Haßloch im Angriff die Lücken und zog davon (21:18.). Und das, obwohl TVK-Torhüter Tobias Jörg sehr gut hielt und am Ende 17 Paraden verzeichnete. Nach dem 23:20 ging ein Ruck durch das Gästeteam und innerhalb weniger Minuten drehte es das Ergebnis auf 24:23 zu seinen Gunsten. Die Hausherren glichen aus (25:25 – 42.) und es entwickelte sich ein Kampf auf Biegen und Brechen. In dieser Phase sah Konstantin Herbert nach einem groben Foul an Michael Meyer-Ricks die Rote Karte. Den zugesprochenen Strafwurf vergeigte der TVK zwar, doch mit einem unbändigen Kampfgeist holten sich die Gäste in der 53. Minute die 31:28-Führung. Anstatt konzentriert weiter zu spielen, erlaubten sich die Odenwälder viele Fehler, brachten den Gegner ins Spiel zurück und dieser führte in der 59. Minute mit 32:31. Joshua Osifo sorgte für den Ausgleich, aber der frühere Großwallstädter Kreisläufer Lino Messerschmidt ließ sein Team mit dem 33. Tor Sekunden vor dem Abpfiff jubeln.

 

HSG Hanau heimste die ersten Punkte ein

Anders lief es bei der HSG Hanau. Mit einem 25:20-Sieg im Gepäck kam die Mannschaft von Trainer Hannes Geist vom Auswärtsspiel aus Gummersbach zurück. Bei der Bundesliga-Reserve des VfL belohnte sich für eine couragierte Mannschaftsleistung. Der vom Siebenmeterpunkt treffsichere Maximilian Bergold und Neuzugang Can Adanir im Tor sorgten für einen erfolgreichen Saisonauftakt. Hannes Geist zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: “Natürlich herrscht nach diesem Auftaktsieg Erleichterung bei uns, denn schließlich weiß man nie, wo man nach der Vorbereitung steht. Gummersbach war heute ein unangenehmer Gegner, der sehr offensiv verteidigt hat. Das haben wir aber mit unserem Passspiel gut lösen können.” 

Die Gäste drückten aufs Gas und waren mit konsequentem Passspiel oft einen Schritt schneller als der Gegner. Gestützt auf den starken Can Adanir im Tor erarbeiteten sich seine Vorderleute schon zur Pause eine komfortable Führung und auch nach dem Wechsel ging es so weiter. Am Ende stand ein verdienter Erfolg und der HSG-Trainer sagte: “Am Ende muss man sagen, dass es sehr wichtig war, dass wir im zweiten Durchgang die Ruhe bewahrt, unsere Erfahrung ausgespielt und letztendlich auch verdient gewonnen haben.”

 

Erfolgreicher Saisonstart für die HSG Rodgau Nieder-Roden

Auch die HSG Rodgau Nieder-Roden gewann ihr Auftaktspiel. Mit 29:17 schickte die HSG den Aufsteiger Waldbüttelbrunn nach Hause. Dieser konnte nur 30 Minuten lang mithalten, ehe ein deutlicher Sieg gegen wacker kämpfende Gäste feststand.

Schon vor dem Anpfiff war die Spannung spürbar, denn alle waren gespannt, wie sich die neuformierte Mannschaft präsentieren würde. Mit Simon Brandt auf halbrechts stand zunächst nur ein Neuzugang in der Startaufstellung, er agierte mit Ketil Horn und Johannes von der Au im Rückraum.  Auf Linksaußen begann Filip Brühl, sein Pendant auf der anderen Seite war Felix Mann. Dazu gesellte sich noch Flo Stenger am Kreis, der in der Abwehr durch den wieder genesenen Philipp Keller ersetzt wurde.

Die Partie begann aus Sicht der Baggerseepiraten recht vielversprechend, ehe sich einige Ungenauigkeiten ins Spiel einschlichen. „Die Jungs haben sich sehr ordentliche Chancen rausgearbeitet, aber dann die Effektivität vermissen lassen“, so HSG-Trainer Jan Redmann. Auf der Gegenseite zeigte der Aufsteiger immer wieder ein gutes Zusammenspiel mit dem agilen Kreisläufer Glöggler, so dass auch die Bayern zu ihren Treffern kamen. Nach dem 11:10 kurz nach der Pause ging ein Ruck durch das Team der Rodgauer. In der Deckung wurde die Intensität noch einmal erhöht, die Angriffsleistung war super. Mit der nötigen Konzentration gelangen in dieser Phase fast alle Abschlüsse, so dass am Ende ein verdienter Sieg zu Buche stand. „Ich bin wirklich stolz auf die Mannschaft, in der Deckung sah das schon sehr gut aus. Klar, vorne haben wir ein paar Bälle zu leichtfertig vergeben, aber die Jungs die dann reingekommen sind, haben die Chancen super genutzt. Da zeigt sich, dass wir einen breiteren Kader haben. In den nächsten Wochen werden wir uns hoffentlich noch besser einspielen und dadurch flexibler werden“, so ein zufriedener Rodgauer Coach im Anschluss an die Partie.

 

Auch der TV Gelnhausen erwischte einen super Start in die Saison und gewann gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II mit 31:27.

 

Die Bilder haben uns die HSG Hanau und die HSG Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am vergangenen Wochenende begann in der dritten Handball-Liga die neue Saison und der TV Kirchzell musste gleich zu einem Auswärtsspiel bei der TSG Haßloch antreten. Die Kirchzeller haben sich mit einem unglaublich emotionalen Endspurt in der vergangenen Runde den Klassenerhalt gesichert und freuen sich nun auf die kommende Saison. Einfach wird diese sicher nicht, denn die Staffel Süd-West hat es in sich. Einige neue Gesichter prägen die Staffel. Das Trainer-Duo des TVK, Andi Kunz und Alex Hauptmann hat uns einige Fragen beantwortet. Lest einfach mal rein:

 

Andi, Alex, wie ist aus Eurer Sicht die Vorbereitung gelaufen?

Andi Kunz: „In Summe sind wir zufrieden, wie die Vorbereitung gelaufen ist. Es gab ein paar Schwierigkeiten mit der Trainingsbeteiligung, denn es hat uns immer mal wieder beruflich bedingt, wegen Urlaub oder kleinerer Verletzungen und  Krankheit der eine oder andere Spieler gefehlt. Wir sind aber froh, dass wir ohne große Verletzungen durch die Vorbereitung gekommen sind. Die Testspiel-Ergebnisse waren teilweise nicht so, wie wir sie uns gewünscht haben. Aber die Leistungsbereitschaft hat gepasst. Jetzt wird es Zeit, dass es endlich los geht.”

Vier Abgängen steht ein Zugang entgegen. Das heißt, dass Ihr mit einem eingespielten Kader in die Saison gehen könnt. Hättet Ihr Euch beide einen etwas breiter aufgestellten Kader gewünscht?

Alex Hauptmann: „Die beiden Spieler Niklas Depp und Noah Iancu waren in der Saison sehr früh verletzt und konnten uns nicht so helfen wie angedacht. Mit Maximilian Gläser fehlt uns ein Spieler für die Abwehr und den Angriff. Im Angriff werden wir das sicher kompensieren. In der Abwehr haben wir mit Tom Spieß, Oleh Soloviov, Michael Meyer-Ricks und Joshua Osifo vier Spieler, auf die wir die Aufgaben verteilen. Für Markus Podsendek im Tor kam Joshua Löffelmann zurück und ich muss sagen, unsere jungen Torhüter haben sich gut entwickelt und können für Entlastung für Tobi Jörg sorgen.“

Andi: „Alex hat schon angedeutet, dass uns eigentlich nur Max Gläser fehlen wird, dessen Abgang wir aber im Kollektiv auffangen werden. Unser Kader ist wirklich nicht sehr breit, aber wir sind im Rückraum und am Kreis doppelt besetzt. Auf Außen nur einfach, doch das macht uns nicht so viel Kopfzerbrechen. Ich persönlich bin eher ein Freund von einem kleinen Kader, in dem jeder immer gebraucht wird. Wenn wir verletzungstechnisch gut durch die Saison kommen, sehe ich im kleinen Kader keinen Nachteil.“

Heuer wird der TVK in der Staffel Süd-West antreten. Wie stark schätzt Ihr diese Staffel ein und wer ist neu in der Staffel?

Alex: „Ich denke, dass die Staffel im Süden und die Süd-West-Staffel die stärksten sind. Wir haben mit Ferndorf einen starken Absteiger aus der zweiten Liga. Gummersbach II  und Dansenberg sind neu hinzugekommen. Dann sind noch die Aufsteiger Pohlheim, Mundenheim und Waldbüttelbrunn. Auch Saarlouis oder Friesenheim-Hochdorf sind aus anderen Staffel rübergerutscht.”

Andi: „Ich sehe die Staffel als sehr ausgeglichen mit einem breiten Mittelfeld, wobei die Aufsteiger wohl zunächst einmal hinten einzustufen sind. Aber die bewährten Teams wie Hanau, Gelnhausen, Nieder-Roden, Dutenhofen waren alle im vergangenen Jahr vor uns angesiedelt und sind entsprechend stark einzustufen.“

Wer gilt als Favorit?

Andi: „Mit Sicherheit ist das Ferndorf. Die sind ja auch erst kurz vor Schluss abgestiegen. Dann sind zweite Mannschaften wie Gummersbach immer ein Überraschungspaket. Dansenberg macht einen sehr stabilen Eindruck.”

Alex: „Ich sehe Ferndorf auch als absoluten Favoriten. Dansenberg und eventuell Saarlouis schätze ich stark ein – auch Nieder-Roden. Bei Hanau muss man sehen, wie sie den Abgang von vielen Stammspielern verkraften.“

Was ist das Ziel des TVK in dieser Saison?

Alex: „Wir wollen die Klasse halten, wollen attraktiven Handball spielen und die Zuschauern begeistern. Die erste Mannschaft ist immer das Flaggschiff im Verein – und wenn die gut spielt, dann ist auch die Halle voll. Vielleicht können wir mit guten Spielen auch die Jugend begeistern und es kommen eventuell ein paar Neue hinzu. Das ist unser Kapital, darauf müssen wir bauen.“

Andi: „Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Es wird sicher ein breites Mittelfeld geben und wir müssen gucken, wo wir unseren Platz finden. Wir müssen  Zehnter werden, denn als Elfter gehen wir schon in eine Art Relegation. Der Zwölfte, 13. und 14. geht direkt runter. Daher ist ein guter Start für uns sehr wichtig.“

 

Das Interview könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

Das Mannschaftsbild hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür. 

Es zeigt Spieler und Verantwortliche hinten von links: Andreas Schober (Co-Trainer), Leon David, Tim Häufglöckner, Antonio Schnellbacher, Louis Hauptmann, Marianne Martin (Physiotherapeutin)
Mitte von links: Gottfried Kunz (Sportlicher Leiter), Dr. Christian Baumgärtner (Sportmedizinischer Betreuer), Oleh Soloviov, Joshua Osifo, Michael-Meyer-Ricks, Nico Polixenidis, Tom Spieß, Dr. Walter Folger (Mannschaftsarzt) , Andreas Kunz (Trainer) , Alexander Hauptmann (Trainer)
Vorne von links: Jan Blank, Joshua Löffelmann, Tobias Jörg, Paul Büchler, Julius Mattern

Es fehlen: Brian Heinrich und Niklas Ihmer

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Der Auftakt in die neue Handball-Saison ging für den Zweitligisten TV Großwallstadt ja schon gut los, hätte besser nicht sein können und die Zuschauer wurden bis zum Schluss auf die Folter gespannt. Mit 27:26 (13:11) gewann der TVG gegen den ThSV Eisenach. Der Grundstein für den Erfolg war eine starke Abwehrleistung. „Unser Trainer hat 25 Gegentore vorgegeben und das hat ja auch fast geklappt“, sagte nach dem Spiel ein strahlender Frieder Bandlow. Der Linkshänder, der vier blitzsaubere Treffer zum Sieg beisteuerte, weiter: „Die Partie war hart umkämpft, aber wir sind über die Mannschaft gekommen und haben toll zusammen gehalten. Die Abwehr war super und unser Torhüter Jan-Steffen hat einen tollen Job gemacht. Im Angriff müssen wir noch ein bisschen abgezockter werden. Aber jetzt bin ich erst einmal happy über den tollen Einstand.“

Schnell und umkämpft

Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles und umkämpftes Spiel, in dem den Gästen der erste Treffer gelang. Das sollte es aber auch schon mit der Führung der Eisenacher gewesen sein, denn in der Folge agierten die Hausherren sehr bissig in der Abwehr und setzten sich nach dem 3:3 in der neunten Minute auf 9:5 (21.) ab. Dies lag zum einen daran, dass die Mannschaft von Trainer Igor Vori noch aggressiver in der Deckung agierte, zum anderen lag aber auch das Augenmerk beim TVG, der noch immer ohne Kreisläufer Thomas Rink auskommen musste, auf dem flinken Eisenacher Spielmacher Fynn Hangstein. Ihm gelang in den ersten 30 Minuten lediglich ein Siebenmeter-Tor. Trotzdem war der ThSV in der 23. Minute wieder im Spiel (8:9), doch der überragende Florian Eisenträger sorgte dafür, dass sich sein Team wieder auf zwei Treffer absetzen konnte. Die Minuten vor der Pause leisteten sich beide Teams einige Fehler zu viel, ehe Bicer, Eisenträger und Kammlodt zum 13:10 trafen. Letztgenannter wurde zunächst vom TVG-Coach überwiegend in der Abwehr eingesetzt und Mario Stark und Finn Wullenweber wirbelten dafür im Angriff.

Jan-Steffen Minerva – der Fels in der Brandung

Nach dem 13:11-Pausenstand setzten sich die Gastgeber auf 15:11 nach Anspiel vom technisch starken Adrian Kammlodt auf Florian Eisenträger und Dino Corak ab. Aber die Gäste gaben nicht nach und Trainer Misha Kaufmann wechselte, was das Zeug hielt. Der TVG hingegen hatte noch einen Trumpf in der Hand. Torhüter Jan-Steffen Minerva war einmal mehr der Fels in der Brandung. Er hielt, was zu halten war, unter anderem insgesamt vier Strafwürfe, und brachte den gegnerischen Sturm zur Verzweiflung. Mit insgesamt 13 Paraden stach er seine beiden Gegenüber, Erik Töpfer und Johannes Jepsen, um Längen aus. Sie brachten es zusammen auf fünf Paraden. Daher sagte auch ThSV-Trainer Kaufmann anschließend: „Wir haben das Torhüter-Duell ganz klar verloren und wir wissen ja, dass Handball ein Spiel ist, in dem die Torhüter entscheiden können.“

Nach 43 Minuten führte der TVG dank einem leidenschaftlich geführten Kampf mit 20:15 und dieser Vorsprung hatte bis zur 45. Minute Bestand (21:16). Doch wieder warf Eisenach alles in die Waagschale, kam heran und beim 22:20 (51.) wurde es brenzlig. Kapitän Eisenträger und Adrian Kammlodt sorgten für kurze Entwarnung (25:21), aber ThSV-Trainer Kaufmann ließ nun sehr offen decken und kam zum 26:26 in Minute 59.43. Die 953 Zuschauer saßen längst nicht mehr auf ihren Plätzen, feuerten ihr Team lautstark an. Quasi in letzter Sekunde (59.59 Minute) gelang Mario Stark mit einem seiner gefürchteten Hüftwürfe das 27:26. Der Jubel wollte kein Ende nehmen und Mario Stark sagte: „Wir waren 50 Minuten hinten und vorne gut und hätten es dann fast hinbekommen, uns alles kaputt zu machen. Der Sieg heute war enorm wichtig für uns, denn Eisenach ist ein starker Gegner, wurde nicht umsonst vergangene Runde Dritter. Wir sind sehr glücklich über den Erfolg. So kann es weitergehen.“

Eisenachs Trainer Kaufmann lobte sein Team

Auch ThSV-Trainer Kaufmann gratulierte zum Sieg: „Der TVG hat verdient gewonnen, schließlich waren wir, bis auf das 1:0, nie in Front. Wir haben gekämpft, nie aufgegeben, waren aber nicht in der Lage, das Spiel zu drehen.“ TVG-Coach Igor Vori freute sich für seine Jungs, denn „sie haben mit viel Bewegung gespielt, Charakter gezeigt und die Deckung plus Torhüter waren sehr gut.“

Am kommenden Samstag muss der TVG bei der HSG Nordhorn-Lingen antreten, die zum Auftakt in Hüttenberg siegten.

Den Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben und man kann ihn dort ebenfalls lesen.

Das Beitragsbild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür. Es zeigt Kapitän Florian Eisenträger.

Die anderen Bilder sind von mir und zeigen Frieder Bandlow und Trainer Igor Vori.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Handballsaison geht wieder los und in der zweiten Handball-Bundesliga hat heute um 19.30 Uhr der TV Großwallstadt sein erstes Heimspiel der neuen Runde. Gegner ist der ThSV Eisenach. 

Dass diese Auftaktpartie keine leichte Aufgabe für die Blau-Weißen wird, zeigt ein Blick auf die Tabelle der vergangenen Saison. Dort fand sich der zu Saisonbeginn noch als möglicher Abstiegskandidat gehandelte thüringische Verein am Ende auf Platz drei der Tabelle und hat nur knapp den Aufstieg verpasst. Der TVG hingegen erkämpfte sich am letzten Spieltag mit einem Sieg gegen die SG BBM Bietigheim im Fernduell mit dem TuS Ferndorf durch das bessere Torverhältnis den Klassenerhalt.

Der unerwartete Erfolg des ThSV kam mit Trainer Misha Kaufmann, der die Mannschaft vor allem mit der Umstellung des Abwehrsystems zum Erfolg führte. Und genau da setzt auch der neue TVG-Trainer Igor Vori an. Für ihn ist ebenfalls eine erfolgreiche Abwehrarbeit der Schlüssel zum Erfolg und er fordert von seinem Team eine konsequent und hart arbeitende Defensive. Zentraler Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Gegner ist Fynn Hangstein, der sich in der vergangenen Saison mit 277/104 Treffern zum Torschützenkönig krönte.

Die Vorbereitung des ThSV lief erfolgversprechend. Allerdings musste der thüringische Verein letzte Woche in der 1. DHB-Pokal-Runde eine schmerzliche Niederlage gegen den TV Hüttenberg in Kauf nehmen. Auch wenn Eisenach definitiv als Favorit in diese Partie geht – der Verein hat eine Platzierung im ersten Drittel der Tabelle als Saisonziel ausgerufen- , möchten die Unterfranken vor heimischer Kulisse natürlich zeigen, dass sich die anstrengende Arbeit in den Sommermonaten gelohnt hat und sich mit einem Sieg belohnen. In der vergangenen Saison ist dies gleich zweimal geglückt. Beide Spiele entschied der TVG für sich (35:28 und 21:29).

 

Das Bild zeigt Kuno Schauer und der TVG hat uns dies zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Mit dem Abschiedsspiel für Michael Malik und Till Buschmann am morgigen Samstag um 19 Uhr in der Groß-Bieberauer Sporthalle endet für die neu formierte HSG Bieberau/Modau, die in der neuen Saison in der Oberliga antritt, auch gleichzeitig die elfwöchige Vorbereitungsphase. Das Team um die beiden Trainer Rolf König und Ferenc Szlauko hat sich überraschend schnell zusammengefunden und zeigt einen starken Willen und Harmonie. Die Testspiele verliefen positiv, zeigten wichtige Erkenntnisse und brachten die Mannschaft voran. Sie ist gut gerüstet und brennt auf das erste Saisonspiel beim TV Petterweil am 10. September.

Beim Abschiedsspiel für Michael und Till geht es gegen ein “Old Star Team” der TSG Groß-Bieberau. Die beiden haben dies selbst zusammengestellt. Für alle Fans ist es eine Möglichkeit, viele alte Bieberauer Haudegen noch einmal in Aktion zu sehen. Gecoacht wird das „Old Star Team“ von Thomas Göttmann und Thorsten Schmid, die beide viele Jahre als verantwortliche Trainer in Bieberau/Modau tätig waren. Betreuer sind Dr. Sebastian Schellhaas, Harald Jansen, Mehmet Pektas und Peter Städter.

Kris Jost und Felix Kossler sind mit dabei

Eingeladen wurden unter anderem: Felix Beck, Bastian Gaydoul, Kris Jost, Dennis und Alex Rybakov, Florian Bauer, Bene Seeger, Markus Semmelroth, Tobi Seel, Felix Kossler und Nils Arnold. Natürlich werden auch Michael Malik und Till Buschmann, die jahrelang das Gesicht der Falken waren und die Mannschaft prägten, die Schuhe noch einmal schnüren. Und dann wird der eine oder andere Überraschungsgast noch auflaufen. Sauerstoff, Vitamintabletten und natürlich mineralienhaltige Getränke stehen bereit und der Erlös der Veranstaltung kommt der Groß-Bieberauer Kinderkrebshilfe zu Gute.  

Manager Georg Gaydoul augenzwinkernd: „Das „Old Star Team“ ist bereits heiß wie Frittenfett auf dieses Spiel und will unbedingt gegen unsere aktuelle Mannschaft gewinnen. Da wir aber mit konditionellen Einbrüchen und einem eher mäßigen Rückzugsverhalten rechnen, werden wir von Anfang an das Tempo hoch halten und mit unserem schnellen Umschaltspiel den Gegner in die Knie zwingen.“

Verabschiedet wird auch Rainer Daub, der viele Jahre die Heimspiele der Bieberau/Modauer Mannschaft moderierte und als Hallensprecher fungierte. Professionell und eloquent führte er durch die Spiele, nahm dabei immer wieder das Publikum mit und sorgte für gute Stimmung und die einzigartige Atmosphäre in der Halle. Rainer Daub will kürzer treten und seinen Platz dem Nachwuchs überlassen, steht aber bei Bedarf weiter zur Verfügung.

 

Das Bild, das die beiden Akteure Till (links) und Michael zeigt, hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt wurde im ersten Pflichtspiel der Saison 2022/23 seiner Favoritenrolle gerecht und gewann beim Drittligisten VfL Pfullingen die erste Pokalrunde. Mit 33:27 gewannen die Schützlinge von Trainer Igor Vori und zogen damit in die zweite Pokalrunde ein.

Der TVG startete gut in die Partie, setzte sich gleich mit zwei Toren ab und führte in der 13. Spielminute mit 8:3. Danach leisteten sich die Unterfranken einige technische Fehler und der Gegner kam bis auf zwei Tore heran. Besonders das Kreisläuferspiel von Pfullingen bekam der TVG schwer in den Griff und der VfL kam hier zu einfachen Toren. Doch auch wenn die Gäste sich immer wieder im Abschluss schwer taten, konnten vor allem Adrian Kammlodt, Mario Stark und Florian Eisenträger überzeugen und erzielten wichtige Tore zum 19:15-Pausenstand für den TVG.

In Hälfte zwei zeigte sich erneut die Überlegenheit

Nach dem Seitenwechsel verkürzte der Gastgeber zunächst auf 16:19. Doch nun drehte TVG-Neuzugang Finn Wullenweber auf und traf gleich dreimal. Auch wenn der VfL noch einmal auf 18:21 rankam, zeigte sich im Anschluss die Überlegenheit Großwallstadts. TVG-Torhüter Jan-Steffen Minerva war mit guten Paraden zur Stelle und seine Vorderleute zogen auf 29:21 davon. Der Gastgeber betrieb zwar am Ende noch etwas Ergebniskosmetik, aber der TV Großwallstadt ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und zog damit in die nächste Runde des DHB-Pokals ein.

Igor Vori und sein Team konnten mit diesem Sieg viel Selbstvertrauen für die nächste Woche tanken, wenn der TVG am kommenden Samstag um 19:30 Uhr in der Untermainhalle in Elsenfeld im ersten Saisonspiel auf den ThSV Eisenach trifft.

 

Das Bild, das uns der TVG dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat, zeigt Neuzugang Adrian Kammlodt, der mit neun Toren glänzte. 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Einige schweißtreibende Wochen liegen hinter dem Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt und die Vorbereitung auf die neue Saison ist nun abgeschlossen. Jetzt liegt der Fokus auf der in ein paar Tagen beginnenden neuen Runde – und auf dem ersten offiziellen Spiel. Heute Abend, Freitag, muss der TVG in der 1. DHB-Pokalrunde 2022/23 beim Drittligisten VfL Pfullingen antreten.

Bevor es soweit ist, hat TVG-Torhüter und Leistungsträger Jan-Steffen Minerva noch einmal auf die vergangenen Wochen zurück geblickt. Herausgekommen ist ein interessantes und kurzweiliges Interview. Aber lest selbst:

 

Jan-Steffen, wenn Du die letzte Saison Revue passieren lässt – wie lautet Dein Fazit?

„Wenn man letzte Saison Revue und den ganzen Verlauf passieren lässt, würde ich sagen, dass ein großer Faktor war, dass uns ganz oft Spieler nicht zur Verfügung standen. Wir hatten viele Ausfälle, wie zum Beispiel Tom Jansen, der uns lange gefehlt hat. Wir hatten zweimal eine Corona-Phase – es traf uns bereits in der Hinrunde – und wir hatten auch ein sehr schweres Auftaktprogramm.

“Corona hat uns halbiert”

Danach kamen die Spiele, die wir hätten gewinnen können – und da hat uns Corona wirklich richtig halbiert, uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich weiß noch, dass wir mit minus sechs oder sieben Spieler gegen Emsdetten spielen mussten – unter anderem musste auch ich zuschauen -, weil wir noch nicht spielen durften. Wir waren gesundheitlich noch nicht so auf der Höhe, dass ein Einsatz möglich gewesen wäre. Und kaum kamen wir in Tritt, haben Punkte gesammelt, da hatten wir schon das nächste Laster mit Verletzungen am Bein. Es war ein ständiges Hoffen, endlich mal wieder vollzählig antreten zu können.

Das ist natürlich echt dumm gelaufen. Gerade befanden wir uns im Aufschwung, schon warf uns Corona wieder zurück. Es ist ja nicht nur die Zeit, in der man fehlt, sondern dann kommen noch die Wochen dazu, die es braucht, um wieder den Leistungsstand zu erreichen wie vor der Erkrankung.

“Die zweite Hälfte verlief ähnlich”

In der zweiten Hälfte verlief es ähnlich. Und dazwischen lag noch ein Trainerwechsel. Im ersten Spiel unter unserem neuen Trainer Maik Handschke hatte uns Eisenach mit einer schwachen Leistung „geholfen“ und Maik hatte einen guten Einstand.

Zum Schluss haben wir es in unserem letzten Saisonspiel gerade noch so über die Ziellinie gepackt. Wobei –  das auch nicht hätte sein müssen, denn wir hatten schon mehrmals vorher die Chance, wie gegen Rostock oder Dormagen, Punkte zu holen. Doch wie schon gesagt, waren wir Corona-oder verletzungsbedingt nie vollzählig. Wir konnten aus unterschiedlichen Gründen nie die volle Breite unseres Kaders ausschöpfen, haben mit sieben oder acht Leuten die Saison bestritten. Das war natürlich suboptimal.“

Wie Du schon gesagt hast, habt Ihr in buchstäblich letzter Sekunde den Klassenerhalt fix gemacht. Hast Du schon einmal so eine verrückte Saison erlebt.

„Nein, noch nie!“

Du hast die freie Zeit zwischen Rundenende und Vorbereitung auf die neue Saison genutzt, um in Italien kirchlich zu heiraten, nachdem Ihr hier schon standesamtlich geheiratet hattet. Herzlichen Glückwunsch auch noch einmal. Konntest Du nach dieser doch anstrengenden Saison dann etwas abschalten, Deine Hochzeit genießen? Eine Hochzeit in Italien ist ja sicherlich ein großes Ereignis…

„Das war wirklich ein großes Ereignis. Wir haben ja direkt nach Rundenende diese Reise mit unseren Freunden angetreten. Aber ich muss sagen, es war zum Abschalten optimal und ich habe dann tatsächlich den Stecker gezogen und neue Energie getankt, die Akkus aufgeladen. Das war nach so einer Saison auch total wichtig. Italien war mit seiner „Dolce Vita-Mentalität“ dafür genau das Richtige. Gutes Essen, tolles Wetter… Es war ein gelungener Sommer.“

Ihr habt eine harte Vorbereitung mit einem neuen Trainer hinter Euch. Wie ist das, wenn Igor Vori als mehrmaliger Meister – sprich spanischer, italienischer Meister, Champions League Sieger usw. jetzt als dein neuer Trainer vor dir steht. Ist der Respekt ihm gegenüber größer als “normal”?

„Ich glaube schon. Wenn ich zum Beispiel so in mich hineinschaue oder auch meine Mitspieler beobachte, dann ist es schon so, dass man riesigen Respekt vor ihm hat und zu ihm aufschaut. Ein Lob von ihm ist ganz viel wert und eine Kritik trifft einem doppelt so hart. Man möchte ihn zufrieden stellen.

Ich muss auch sagen, dass ein Mensch, der als Sportler so viel erreicht und gewonnen hat, ein derartiges „Gewinner-Gen“ in sich hat, dass du dich automatisch anstecken lassen willst. Das ist schon was besonderes, mit einer solchen Persönlichkeit gemeinsam etwas aufzubauen.“

Die Mannschaft hat ein neues Gesicht bekommen und es gilt, acht Neue zu integrieren. Stimmen die Abläufe schon?

„Ich denke, wir sind auf einem sehr guten Weg. Wir sind gut durch die Vorbereitung gekommen, relativ verletzungsfrei geblieben und ich habe das Gefühl, dass wir sehr schnell zueinander gefunden haben. Wir sind eine sehr homogene Mannschaft und jeder will das Gleiche.“

Hat denn Igor Vori etwas Grundlegendes geändert – im Training oder an den Spielzügen?

„Das Rad erfindet man natürlich nicht neu. Wir versuchen, eine gute Mischung zwischen den Feinabstimmungen zu finden und schon die eine oder andere Veränderung vorzunehmen. Es ist aber klar, wenn man etwas verändert, braucht es Zeit. Und Zeit hat man nicht so viel – sondern leider nur die kurze Vorbereitungsphase, bevor man vielleicht schon am Anfang der neuen Saison auf richtig gute Mannschaften trifft, bei denen es eventuell schon besser läuft. Daher arbeiten wir hart daran, dass sich so schnell es geht, alles eingespielt hat und die Abläufe passen.“

Heute, Freitag,  geht es zum Pokalspiel nach Pfullingen. Was erwartet Euch?

„Pfullingen ist eine sehr gute, ambitionierte Drittliga-Mannschaft. Soweit ich weiß, hatten sie eine sehr gute Vorbereitung, mussten aber auch ein paar Verletzungen hinnehmen. Auf der anderen Seite werden sie den Schwung aus der vergangenen Saison, wo sie fast in die zweite Liga aufgestiegen wären, mitnehmen. Pfullingen hat ja auch eine Erstliga-Vergangenheit. Das darf man nicht vergessen. Sie können befreit aufspielen, haben nichts zu verlieren. Wir hingegen müssen abliefern. Das wird für uns schon gleich der letzte große Test vor der neuen Saison sein und den wollen wir auf jeden Fall gewinnen.“

 

Wir wünschen dem TVG alles Gute für die neue Saison, eine erfolgreiche 1. DHB-Pokalrunde und einen guten Einstand in die Runde gegen Eisenach.

 

Die Bilder hat uns Jan-Steffen zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach wochenlanger harter Vorbereitung und einigen Testspielen wird es für den Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt nun ernst. Am Freitag steht mit der 1. DHB-Pokalrunde 2022/23 das erste offizielle Spiel der Saison an. Die Männer von Trainer Igor Vori müssen nach Baden-Württemberg und treffen dort um 19 Uhr auf den starken Drittligisten VfL Pfullingen.

Der VfL um seinen Trainer Daniel Brack, der in Großwallstadt kein Unbekannter ist, da er von 2004 bis 2006 das Trikot des TVG trug, ist ein „sehr gutes Drittliga-Team, das in der abgelaufenen Runde ein gewichtiges Wort in der Aufstiegsrunde mitgesprochen hat“, so TVG-Geschäftsführer Michael Spatz. Tatsächlich verpassten die Pfullinger den Sprung in die Finalspiele der Aufstiegsrunde zur zweiten Liga hauchdünn. Die Enttäuschung war damals groß, aber mittlerweile ist das längst Geschichte und heuer will der VfL wieder angreifen und eine gute Rolle in der Staffel Süd einnehmen.

Doch bis es soweit ist, steht erst der Pokal an. Daniel Brack freut sich auf den TVG: „Für mich ist das Pokalspiel eine weitere Gelegenheit, mich mit einem weiteren Topteam zu messen. Ich durfte als Spieler selbst schon für Großwallstadt auflaufen und freue mich auch sehr, so einer Handball-Legende wie Igor Vori als Trainer gegenüberzustehen.“

Igor Vori erwartet gutes Spiel

Dieser erwartet ein gutes Spiel: „Es wird sicher ein gutes Spiel werden, aber es wird auch hart. Pfullingen hat in der Vorbereitung in seinen Testspielen gut gespielt und beispielsweise dem Schweizer Pokalsieger GC Amicitia Zürich ein Unentschieden abgeknöpft und gegen den österreichischen Pokalsieger Handball Bregenz gewonnen. Die Gastgeber spielen fast immer eine 6-0-Abwehr, gehen aber auch schon einmal zu einer offensiveren Variante über. Michael Spatz: „Falls der VfL etwas offensiver spielen sollte, kommt das unseren schnellen Spielern wie Frieder Bandlow, Kuno Schauer oder Simon Strakeljahn entgegen. Unser Ziel ist es, eine Runde weiterzukommen und uns ein gutes Gefühl für die anstehende Runde zu holen, denn die Woche drauf geht es ja schon mit dem ersten Punktspiel der neuen Saison los.“

TVG-Trainer Igor Vori ist nach den Vorbereitungswochen sehr zufrieden und freut sich auf das Pokalspiel und die kommende Runde: „Die Jungs haben toll mitgezogen. Natürlich gibt es bei so vielen neuen Spielern, die integriert werden müssen, noch ein paar Auf’s und Ab’s. Das ist normal. Aber meine Spieler freuen sich, dass es nun los geht und wir schauen gespannt auf das Pokalspiel.“

So wie es ausschaut, kann der Coach mit seinem kompletten Kader nach Pfullingen fahren. Lediglich Kreisläufer Thomas Rink muss aufgrund seiner Knieprobleme noch immer pausieren.

 

Den Artikel könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo nachlesen.

Das Bild, das uns dankenswerterweise der TVG zur Verfügung gestellt hat, zeigt Frieder Bandlow in Aktion im Testspiel gegen Dessau-Rosslau.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Dritt­li­gist TV Kirch­zell hat im Zuge der Vorbereitung auf die neue Saison ein Test­spiel ge­gen den TSB Heilbronn-Hork­heim mit 27:31 (14:17) ver­lo­ren. Der Liga-Gegner, der in der kommenden Saison in der Staffel Süd spielt, agierte etwas cleverer. Doch TVK-Trai­ner An­di Kunz war am Ende recht zufrieden – trotz der Niederlage. Erst hat der TVK eine Weile gebraucht, um gegen die offensive Deckung der TSB in Tritt zu kommen. Hinzu kamen ein paar zu viele Chancen, die ausgelassen wurden. So kam eins zum anderen und am Ende stand eine Niederlage.

Nun wird am Donnerstag noch einmal gegen die Jung-Löwen getestet, ehe anschließend die Konzentration auf das erste Punktspiel der neuen Saison gelegt wird.