Liebe Leserinnen, liebe Leser.
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Heute Abend, Dienstag, kommt es zum Nachholspiel in der zweiten Handball-Bundesliga zwischen dem TV Großwallstadt und dem ASV Hamm-Westfalen. Das Spiel konnte in der Hinrunde aufgrund von Terminüberschneidungen beim ASV nicht am datierten Zeitpunkt ausgetragen werden und auch der Nachholtermin im März musste aufgrund von Corona-Fällen beim Gegner erneut verschoben werden.
Heute ist es endlich soweit. Die ambitionierte Mannschaft um Trainer Michael Lerscht steht aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz und spielt somit eine wichtige Rolle um den Aufstieg. Hamm musste sich zwar Anfang April im Duell gegen den Tabellenführer VfL Gummersbach geschlagen geben, konnte dann aber die Partie gegen Aufsteiger Eintracht Hagen knapp gewinnen. Schwer wiegt allerdings das Unentschieden am Wochenende gegen VfL Lübeck-Schwartau, wo der ASV einen wichtigen Punkt um den Aufstieg herschenkte.
Sicherlich werden die Gäste mit viel Wut im Bauch nach Großwallstadt reisen und alles versuchen, um gegen den TVG weitere Zähler zu erspielen, um im Aufstiegskampf weiter ein Kandidat mit besten Chancen zu sein.
Für die Hausherren hingegen bietet diese Partie eine weitere Möglichkeit, um Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sichern. Dass die Unterfranken hier als krasser Außenseiter antreten, darf die Mannschaft um Trainer Maik Handschke nun aber nicht mehr beeindrucken. Denn in den letzten Duellen der Saison ist jedes Spiel ein Endspiel. Wichtig wird es sein, den Kreisläufer des ASV, Jan Brosch, sowie die Rückraumakteure Jo Gerrit Genz, Marian Orlowski und Jan von Boenigk in den Griff zu bekommen und auch den überragenden Spielgestalter Dani Baijens in seinem Aktionsrahmen einzuschränken.
TVG-Trainer Maik Handschke jedenfalls ist sich sicher, dass seine Mannschaft auch gegen Hamm eine realistische Chance hat: „Wenn wir unser gesamtes Potenzial abrufen und alles in das Spiel reinhauen, dann können wir mit diesem absoluten Siegeswillen auch gegen eine Top-Mannschaft wie Hamm bestehen.“
Das Bild von Can Adanir hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.
Liebe Leserinnen, liebe Leser.
In der Klassenverbleibsrunde zur dritten Handball-Liga muss die HSG Bieberau/Modau in der Gruppe V nach der Niederlage gegen den TSV Neuhausen in den sauren Apfel beißen und zurück in die Oberliga.
Der TV Kirchzell hingegen hat zwar seinen ersten Matchball in der Gruppe VII gegen Plochingen vergeben, hat aber noch alle Chancen auf den Ligaerhalt.
Bieberau/Modau unterliegt in Neuhausen mit 31:34
Mit dieser Niederlage ist der Abstieg der HSG Bieberau/Modau nach 39 Jahren in Liga drei in die Oberliga zurück. Das ist sehr bitter und damit hatte niemand gerechnet. Doch eine unglaubliche Verletzungsserie riss die Mannschaft in den Abstiegsstrudel.
Hervorragend eingestellt von Trainer Ralf Ludwig legten die Gäste los wie die Feuerwehr. Nach nur fünf Minuten führten sie 3:0 und überraschten den Tabellenführer mit einem Wahnsinnstempo nach vorne und mit einer kompromisslosen Abwehr. Die sonst so agile Abwehr Neuhausens fand zunächst keinen Zugriff auf die Rückraumspieler der Falken, die das Spiel zu Beginn klar bestimmten. Doch mit zunehmender Spieldauer fanden sie besser ins Spiel. Nach 20 Minuten stand es zwar noch 14:10 für die Falken, aber bis zur Pause hatte Neuhausen diesen Vorsprung zunichte gemacht und so ging es mit 17:17 in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel stand die Abwehr Neuhausens dann richtig gut, vereitelte zahlreiche Chancen der Falken und sie trafen im Angriff effizienter. Wie so oft im Handball legten sie mit einer guten Abwehrleistung den Grundstein für ihre Dominanz, die sich nun auch in Toren ausdrückte. In der 33. Minute erzielte der TSV die erste Führung (20:19) und gabe diese auch bis zum Ende der Partie nicht mehr ab. Die Falken probierten alles, stellten die Abwehr um, wechselten den Torhüter, gingen zeitweise in Manndeckung, aber Neuhausen dominierte weiter und ließ sich nicht mehr vom Sieg abbringen.
HSG-Manager Georg Gaydoul: „Wir werden nach einer absoluten „Seuchen“ Saison mit einer so noch nie dagewesenen Verletzungswelle und einer, bis zum Trainerwechsel, sportlich weit unter ihren Möglichkeiten spielenden Mannschaft erstmals nach 39 Jahren in die Hessische Oberliga absteigen und sportlich vorläufig viertklassig werden. Das ist sehr bitter und eine fast unerträgliche Situation für uns. Aber wir müssen damit leben und umgehen und das werden wir. Wir sind gefallen, aber wir werden wieder aufstehen und uns wieder nach oben orientieren, mit einem klaren Ziel. Wir rücken nicht vom Leistungshandball ab und werden deshalb weiter qualitativ auf Drittliganiveau arbeiten, im Umfeld, der Organisation, im sportlichen Bereich mit einer intensiven Saisonvorbereitung, viermaligen Training in der Woche und einer professionellen Spielvorbereitung. Wir kommen wieder!“
TV Kirchzell kommt mit einer 23:28-Niederlage aus Plochingen zurück
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Heute Abend, Samstag, steht bei dem Drittligisten HSG Hanau ein emotionaler Saisonabschluss bevor. Zu Hause trifft die HSG zum Abschluss der Aufstiegsrunde auf die SGSH Dragons aus dem Sauerland. Im Mittelpunkt steht dabei der Abschied von sechs Spielern, die maßgeblich das Gesicht der HSG Hanau in den letzten Jahren geprägt haben. Der HSG-Fanbeauftragte hat in einem Aufruf an die Fans gebeten, zu diesem besonderen Saisonabschluss in Blau in die Halle zu kommen.
„Wenn wir alles umsetzen, worauf wir uns vorbereitet haben und 60 Minuten unser Herz auf der Platte lassen, können wir uns allen einen nicht nur schönen Saisonabschluss ermöglichen, sondern auch einen würdigen und schönen Abschied für unsere Spieler die uns verlassen werden schaffen“, sagt Hanaus Trainer Hannes Geist.
Alle Beteiligten rund um die HSG Hanau haben sicher gehofft, das dieser Tag niemals kommen wird, doch nun steht dieser beim kommenden Spiel bevor. Es wird das letzte Spiel für sechs Hanauer Leistungsträger des Drittliga-Teams sein, die nicht nur mit ihren Leistungen auf der Platte die Fans bewegten und verzauberten, sondern wie kaum jemand anderes, die DNA der HSG Hanau über Jahre mitprägten und nach außen verkörperten.
Für Marius Brüggemann, Yaron Pillmann, Michael Hemmer, Björn Christoffel, Sebastian Schermuly und Lucas Lorenz hört der gemeinsame Weg mit der HSG nach diesem Spiel auf. Unterschiedlichste Umstände sorgten für dieses einschneidende Ereignis in der Geschichte der HSG Hanau.
Das Spiel gegen die SGSH Dragons ist eine Premiere und das erste Aufeinandertreffen dieser beiden Teams. Spielerisch erwartet die Hanauer eine Mannschaft, die über ihren Rückraum agiert und mit ihren vielen guten Schützen in Kombination mit einem sehr erfahrenen Kreisläufer agiert. Für die Grimmstädter gilt es dagegen die Räume eng zu halten und Abschlüsse zu vermeiden, um im Idealfall Ballgewinne zu kreieren. Über das Tempo- und Umschaltspiel soll der direkte Zug zum Tor erfolgen, um Emotionen auf die Platte zu bringen, die Fans abzuholen und nochmal ein Handballfest feiern zu können.
Im Angriff muss sich die HSG auf unterschiedliche Deckungssysteme einstellen. Vorrangig agieren die Dragons in einer 6-0-Deckung, können aber auch eine 5-1-Deckung spielen. Auf Hanau kommt also viel Arbeit zu und es gilt die passenden Lösungen zu finden und beim Abschluss konzentriert zu bleiben.
Um einen runden Saisonabschluss mit dem ersten Sieg in der Aufstiegsrunde zu schaffen und einen schönen Rahmen für die emotionale Verabschiedung zu kreieren, hat sich das Geist-Team über die letzten beiden Wochen intensiv und akribisch vorbereitet.
Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.
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In der Klassenverbleibsrunde zur dritten Handball-Liga muss der TV Kirchzell in der Gruppe VII beim TV Plochingen antreten. Die HSG Bieberau/Modau muss in der Gruppe V beim TSV Neuhausen/Filder ran.
Lange hat die HSG Bieberau/Modau auf den ersten Erfolg in der Abstiegsrunde warten müssen. Letzte Woche klappte es endlich mit einem Sieg gegen den VfL Günzburg. Doch nicht nur der Sieg, sondern auch die Art und Weise, wie er zustande kam, gibt den Falken neue Zuversicht und so wollen sie auch in Neuhausen mit einer ordentlichen Leistung aufwarten und die Chance nutzen weiter Boden in der Tabelle gut zu machen.
Der TSV Neuhausen/Filder spielte bisher sehr effizient in der Abstiegsrunde und führt mit 11:3 Punkten die Tabelle an. Im Hinspiel gab es für die Falken nach enttäuschender Leistung eine 31:34 Heimniederlage, die vor allem an der miserablen Angriffsleistung lag, zu viele Fehlwürfe und technische Fehler im Spielaufbau gaben den Gästen damals viele Konterchancen und einfache Tore. Zudem stimmte die Abwehrleistung bedenklich. Nach diesem verkorksten Auftritt kam es in Bieberau/Modau zur Trainerentlassung.
Die gleichen Fehler wie beim Hinspiel wollen die Falken am Sonntag nicht wieder machen und so wurde eifrig trainiert und an der Feinabstimmung gearbeitet. Der Sieg letzte Woche war ein erster Schritt in die Richtung, die sich die Falken eigentlich vorgestellt hatten. Jetzt gilt es in Neuhausen diesen Trend fort zu setzen.
TV Kirchzell will seinen ersten Matchball verwandeln
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In der zweiten Handball-Bundesliga hat im Abstiegskampf der TV Großwallstadt beim EHV Aue einen immens wichtigen 27:19-Erfolg eingefahren. Nach den zwei Niederlagen in Folge, gegen Dormagen und Rostock waren dies zwei enorm wichtige Punkte. Das Spiel war zwar weit weg von einem schönen Spiel, doch das war auch nicht anders zu erwarten und das ist am Ende auch egal. Allein die Punkte zählen. Den Gastgebern nutzte auch die Unterstützung in der Halle von Olympiasieger und Einzel-Weltmeister , der Nordische Kombinierer, Eric Frenzel, und die Fußballer von Erzgebirge Aue nichts. Letztlich gewann der TVG verdient gegen einen schwachen Gegner und hat nun 23:39 Punkte auf dem Konto, während Aue Tabellenletzter bleibt.
Torhüter Jan-Steffen Minerva wieder dabei
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In der zweiten Handball-Bundesliga trifft heute, Mittwoch, um 19 Uhr der TV Großwallstadt im Kellerduell beim EHV Aue. Beide Mannschaften stehen mit dem Rücken zur Wand und ein Sieg ist für jedes Team heute ein MUSS.
Der EHV hat dabei die schlechtere Ausgangsposition. Nach 32 absolvierten Spielen steht er mit 19:45 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Um diesen verlassen zu können, hat sich der Verein vor knapp zwei Wochen von Trainer Kirsten Weber getrennt und den Nachwuchscoach der Zweitligamannschaft des SC Magdeburg, Stephan Just, kurzfristig verpflichtet. Unter seiner Leitung gewannen die Sachsen dann auch gleich die Partie gegen Lübeck, mussten sich dann aber gegen den ThSV Eisenach am vergangenen Wochenende geschlagen geben.
TVG enttäuschte zuletzt
Der TV Großwallstadt hingegen hat seinen Trainerwechsel schon ein paar Wochen zuvor vollzogen. Leider enttäuschten die Blau-Weißen in ihren letzten Partien gegen Dormagen und Rostock und stehen deshalb mit zwei Spielen weniger und 21:39 Punkten auf Platz 18 der Tabelle. Für die heutige Partie hat sich das Team von Trainer Maik Handschke erneut viel vorgenommen. Die Mannschaft weiß, was auf dem Spiel steht und ist gewillt, heute all das umzusetzen, was der Coach von ihnen verlangt. Wichtig für die Unterfranken ist auch die Rückkehr von Torhüter Jan-Steffen Minerva. Dieser hat die letzten beiden Begegnungen wegen einer hartnäckigen Bronchitis pausieren müssen und steht heute Abend wieder zwischen den Pfosten. Bleibt abzuwarten, wie er körperlich auf der Höhe ist.
Verzichten muss der TVG allerdings weiter auf die verletzten Tom Jansen, Florian Eisenträger und Görkem Bicer. Doch das muss der TVG ausblenden. Ein Sieg heute ist absolute Pflicht.
Besondere Brisanz im heutigen Duell kommt auch Adrian Kammlodt zu. Der Rückraum-Akteur läuft aktuell noch für den EHV auf, hat aber zur nächsten Saison einen Vertrag in Großwallstadt unterschrieben. Es bleibt abzuwarten, ob er eventuell heute das Zünglein an der Waage sein wird.
Unser Bild, das uns der TVG dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat, zeigt Torhüter Jan-Steffen Minerva und Kreisläufer Dino Corak.
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In einem munteren Handballspiel gewann die HSG Rodgau Nieder-Roden am vergangenen Wochenende die ersten Punkte in der laufenden DHB-Pokalrunde ein. Gegen den bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer HBW Balingen-Weilstetten II zeigte die HSG in allen Mannschaftsteilen eine sehr konzentrierte Leistung und gewann mit 37:30.
Die knapp 200 Zuschauer in der RODAUSTROM Sportarena bekamen vom Anpfiff weg eine sehr attraktive Partie geboten. Beide Mannschaften agierten mit offenem Visier, suchten zielstrebig den Weg zum Torerfolg, der sich auch oftmals einstellte. Im Gleichschritt erzielten beide Teams ihre Treffer, so dass es nach 15 Minuten folgerichtig 8:8 stand. Auf Seiten der Rodgauer agierte schon zu diesem Zeitpunkt Philippe Kohlstrung sehr auffällig. Mit schönen Toren aus dem Rückraum und einer hundertprozentiger Strafwurfquote kam er am Ende der Partie auf insgesamt 13 Treffer, was ihn zum erfolgreichsten Schützen des Abends machte.
Aber auch seine Teamkollegen hatten sichtlich Spaß am Torewerfen. So schafften es die Baggerseepiraten, einen kleinen Vorsprung zu behaupten, doch nach der unglücklichen Disqualifikation des bis dahin ebenfalls torhungrigen Filip Brühl kamen die Jung-Gallier auf 14:13 heran. Erneut war es Kohlstrung, der durch drei Treffer in Folge den Abstand wieder anwachsen ließ, beim 17:14 wurden letztendlich die Seiten gewechselt.
Nach dem Wiederanpfiff schalteten die Rodgauer dann noch einen Gang hoch. Die laufstarke Defensive hielt den Aktionsradius der individuell top besetzten Gäste in engen Grenzen. Innerhalb von nur zehn Minuten hieß es 26:19. Gestützt auf den sehr gut aufgelegten Philipp Hoepffner wurden immer wieder Ballgewinne erzielt, die die effektive HSG-Tormaschine weiter fütterten. Auch in der Folge gestattete der Gastgeber dem Gegner keine größere Resultatsverbesserung. Über die Zwischenstände 30:21 und 35:27 steuerten die Jungs von Trainer Jan Redmann zielstrebig dem verdienten 37:30 entgegen. Der zeigte sich nach dem Schlusspfiff sehr angetan von der gezeigten Leistung: „Das war heute von der ersten bis zur letzten Minute eine starke Vorstellung. Wir hatten die richtige Körpersprache, waren sehr engagiert und vor allem auch konsequent in den Abschlüssen.“
Das Bild hat uns die HSG Rodgau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.
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Am vergangenen Wochenende ging es in der Klassenverbleibsrunde zur dritten Handball-Liga um den TV Kirchzell in der Gruppe VII und der HSG Bieberau/Modau in der Gruppe V wieder um wichtige Punkte. Beide Mannschaften gewannen ihre Spiele und die Freude war groß.
HSG Bieberau/Modau: Der Knoten ist geplatzt
Bei der HSG Bieberau/Modau ist der Knoten geplatzt und gegen den VfL Günzburg wurde mit 31:25 gewonnen. Von Beginn an merkte man Bieberau/Modau den unbedingten Siegeswillen an und mit einem Blitzstart gelang eine 3:0 Führung, die Sicherheit verlieh. Die Abwehr spielte gut zusammen und machte es den Gästen nicht einfach Tore zu erzielen. Dazu gab es eine gute Harmonie mit Torhüter Witkowski, der gut aufgelegt die ein oder andere Torchance zunichte machte.
Die früh herausgespielte Führung hatte lange Bestand, ehe eine kurze Schwächephase im Spiel der Falken zum 11:10 in der 24. Minute führte. Danach gab es wieder einen Ruck und binnen drei Minuten erhöhten sie sogar auf 15:10, was zugleich der Pausenstand war.
Gut eingestellt aus der Kabine
Co Trainer Björn Beilstein (in Vertretung für den verhinderten Trainer Ralf Ludwig) nutzte die Pause um sein Team für die zweite Halbzeit einzustellen, was ihm auch gut gelang. Die Falken ließen nicht locker und setzten ihre Linie konsequent fort. Lediglich in der 39. Minute konnte Günzburg noch einmal auf 19:16 heran kommen, ehe die Falken wieder vorlegten und ihre Führung souverän weiter ausbauen konnten. Nach 50 Minuten stand ein 27:19 auf der Anzeigetafel und bis zum Ende der Partie wurde dieser Vorsprung clever verwaltet. Günzburg konnte noch etwas Ergebniskosmetik betreiben und nutzte seine Chancen zum 31:25 Endstand.
Im Kollektiv gelang der erste Sieg in der Abstiegsrunde, der zum einen die klitzekleine Chance für den Klassenverbleib offen hält, der aber auch sehr wichtig für das Gesamtgefüge war. Das war den Spielern und den Verantwortlichen nach dem Spiel auch anzusehen. HSG-Manager Georg Gaydoul: „Na also – wir können doch noch gewinnen. Solange eine Chance besteht, werden wir nicht aufgeben.“
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Der Linksaußen des Handball-Drittligisten HSG Hanau, Marius Brüggemann, wird seine Handball-Karriere beenden. Die Entscheidung fiel ihm verdammt schwer. Doch am Ende war sie alternativlos. Zumindest bis auf Weiteres.
Mit dieser Personalie sind die Abgänge bei der HSG Hanau abgeschlossen. Die HSG Hanau verliert damit nicht nur ihren größten Publikumsliebling und eine absolute Identifikationsfigur, sondern auch einen hervorragenden Handballspieler.
„Es war nicht leicht für mich, diese Entscheidung zu treffen und noch schwerer, sie dem Verein mitzuteilen“, sagt Brüggemann. „Die HSG Hanau bedeutet mir schließlich sehr viel und ich verbinde unglaublich viele schöne Erinnerungen mit diesem Verein.“
Für den einen oder anderen mag der Entschluss überraschend kommen, schließlich befindet sich der 26-Jährige im besten Handball-Alter. Doch nach dem Ende seines Studiums steht der Bauingenieur längst mit beiden Beinen im Berufsleben. Bereits jetzt war die Zeit eng getaktet. Neben Arbeit und Handball blieb nicht mehr viel Zeit für anderes. Jetzt plant Brügemann den Bau eines Eigenheims. Spätestens dann sind die großen Trainingsumfänge nicht mehr zu stemmen.
„Marius ist ein ganz feiner Kerl. Er genießt im Team und in der gesamten HSG-Familie einen hohen Stellenwert. Sein Abgang ist nicht nur menschlich ein herber Verlust, sondern natürlich auch sportlich. Insbesondere in der Abwehr waren seine Leistungen sensationell. Mit seiner aggressiven aber stets fairen Art hat er so manchen Topspieler zur Weißglut getrieben. Wir wünschen ihm nur das Allerbeste“, sagt der Sportliche Leiter der HSG Hanau, Reiner Kegelmann.
Spieler der ersten Stunde
Brüggemann steht – wie der ebenfalls scheidende Yaron Pillmann – wie kaum ein anderer Spieler für die HSG Hanau. Beide spielten in der Jugend noch für die heutigen Stammvereine und waren somit Aktive der ersten Stunde. Während Pillmann für den TV Kesselstadt auf Torejagd ging, schloss sich Brüggemann als Zwölfjähriger in der D-Jugend der TS Steinheim an.
„Die Entwicklung der HSG Hanau mitzuerleben, das war schon toll. Insbesondere während der Corona-Zeit hat der Verein einen großen Sprung nach vorne gemacht. Das war beeindruckend“, sagt Brüggemann. Der Aufstieg in die dritte Liga zählte für den stets freundlichen und hilfsbereiten Athleten zu seinen größten sportlichen Erfolgen. „Aber auch das Spiel gegen Dansenberg in der letztjährigen Aufstiegsrunde zur 2. Liga war ein absolutes Highlight. „Das war sehr emotional, auch wenn es ohne Zuschauer stattgefunden hat“, sagt „Brügge“. Gerne erinnert er sich auch noch an die vielen Derbys und auch an sein Tor in letzter Sekunde, das in dieser Saison den spektakulären Auswärtssieg in Groß-Bieberau besiegelte. „Aber ich möchte auch die vielen Saisonabschlussfahrten nicht vergessen“, sagt der Linksaußen mit einem Augenzwinkern.
Nicht nur dort pflegte Brüggemann seine vielen Freundschaften. „Man kann schon sagen, dass die HSG Hanau eine Art Familie für mich ist. Der Zusammenhalt hier ist schon enorm. Und von der Jugend bis heute habe ich viele Freunde hier gefunden“, sagt der aktuelle Vize-Kapitän.
Insbesondere seinen Eltern ist er dankbar, dass sie ihn am Anfang seiner Karriere mehrmals in der Woche zum Training gefahren haben. Gemeinsam mit seinem Opa und später mit seiner Freundin Nicole haben sie bis heute kaum ein Spiel von ihm verpasst. „Das bedeutet mir schon sehr viel.“ Genauso wie die vielen Fans und Freunde auf der Tribüne, die immer auch ein bisschen lauter getrommelt haben, wenn Hallensprecher Stephan Pillmann „unseren Marius Brüggemann“ angekündigt hat.
Einmal noch wird man dieses liebgewonnene Ritual erleben dürfen. Ein bisschen Bammel habe er schon vor seinem letzten Auftritt im HSG-Trikot am 7. Mai in der Main-Kinzig-Halle gegen die SGSH Dragons. „Aber auch Vorfreude. Es wird ein schöner Abend und ein schöner Abschluss, auch wenn es sicher den einen oder anderen traurigen Moment geben wird“, sagt Brüggemann.
In der neuen Saison will er auf jeden Fall so oft es geht in der Halle sein. Dabei blickt er positiv in die Zukunft. „Der Umbruch ist zwar groß, aber die HSG wird eine gute Mannschaft haben, die in den nächsten Jahren zusammenwachsen kann und wieder ganz oben mitspielen wird.“ Und wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann dann doch noch einmal ein Comeback des Publikumslieblings. „Wenn ich noch einmal Handballspielen sollte, dann nur für die HSG Hanau“, sagt Brüggemann.



