Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Es ist jetzt schon ein paar Tage her, aber ich möchte Euch mein Interview mit den Trainern Andi Kunz und Alex Hauptmann vom Handball-Drittligisten TV Kirchzell nicht vorenthalten. Ich habe sie nach ihrem Saisonfazit gefragt und sie haben interessantes berichtet.

 

Handball-Drittligist TV Kirchzell machte es in der abgelaufenen Saison 2021/22 spannend. Erst reichte es in der regulären Runde nicht sofort zum Ligaerhalt, denn nur die Mannschaften auf den Plätzen eins bis sechs hatten nach Abschluss der Runde das Ticket für die dritte Liga in der Tasche. Also ging es in die Klassenverbleibsrunde. Und hier erwischten die Kirchzeller eine Hammergruppe und machten es bis zum letzten Spieltag spannend. Dazwischen, im vergangenen Dezember, lag die Trennung von Trainer Heiko Karrer. Für ihn sprangen Alex Hauptmann und Andi Kunz in die Bresche. Die beiden ließen die interessante Saison noch einmal Revue passieren, ehe es am 27. Juni mit der Vorbereitung auf die neue Runde weitergeht.       

Seit Rundenende sind jetzt ein paar Tage vergangen und es war ein bisschen Zeit zum Durchschnaufen. Es waren turbulente Wochen und zum Schluss hin mit viel Nervenkitzel für alle. Wie seht Ihr mit ein bisschen Abstand die letzte Saison?

Alex Hauptmann: „ Wenn ich so zurück denke, hatten wir einen sensationellen Start und mit nur einem Training ging es gleich gegen Bayreuth. Wir haben damals ein Riesenspiel gemacht, lagen zur Halbzeit mit drei hinten, haben dann mit drei gewonnen.

Wir waren mit der ganzen Runde top zufrieden. Wenn Andi und ich uns ausgetauscht und über die Spiele geredet haben, haben wir gesagt: wir haben kein Spiel verloren, das wir nicht hätten verlieren dürfen.

Nach der regulären Runde stand Kirchzell auf dem achten Platz und damit ging es in die Klassenverbleibsrunde…

Alex Hauptmann: „Genau und dort ging es gleich gegen Pforzheim, die gegen uns – wie später in keinem einzigen Spiel mehr – komplett antraten. Nach dem glücklichen Sieg mit einem Tor und dem deutlichen Sieg in Großsachsen kam mit Willstätt der vermeintliche Favorit unserer Gruppe. Dort fingen wir uns eine deftige Klatsche mit 13 Toren Unterschied ein. Von diesem Spiel erholten wir uns aber hervorragend und haben anschließend Plochingen regelrecht aus unserer Halle gefegt. Nach dem Auswärtssieg in Pforzheim konnten wir dann unseren ersten Matchball in Plochingen leider nicht nutzen und standen vor den letzten beiden Spielen mit dem Rücken zur Wand. Aber immer wenn es so aussah, als wären wir „gekillt“, ist eine tolle Reaktion von der Mannschaft gekommen. Es war rückblickend gesehen, eine riesige Leistung und eine ganz tolle Moral, die die Jungs dann in den beiden letzten Spielen gezeigt haben. Sie haben alles gegeben, um den Abstieg zu verhindern.“

Andi Kunz: „Wir sind im November als Trainer angetreten, wussten nicht, wie lange wir das Amt überhaupt ausüben. Irgendwann hat es sich dann abgezeichnet, dass wir die Runde komplett durchmachen werden. Lange haben wir probiert, um Platz sechs in der Vorrunde mitzuspielen und alles gegeben, damit wir nicht in die Abstiegsrunde müssen. Aber als wir dann in diese Runde rutschten, hat die Mannschaft weiter Moral bewiesen, gezeigt, dass sie in der dritten Liga bleiben will. Und am Ende war es mehr als verdient, dass wir in der Liga bleiben.“

War Eurer Meinung nach die Gruppe VII  wirklich die stärkste Gruppe von allen?

Andi Kunz: „Es ist immer die Konstellation zu betrachten. Es geht nicht nur drum, welche Mannschaft in welcher Gruppe spielt. Es geht auch drum, wer bringt welche Punkte mit. Es wäre vermessen zu sagen, dass wir gegen die anderen Teams in den anderen Gruppen gewonnen hätten. Aber wir hatten mit Willstätt ein Team, das mit 25 Punkten aus der Vorrunde kommt. Wären die bei uns in der Vorrunden-Gruppe gewesen, wären sie sicherlich nach Hanau und Erlangen Dritter gewesen – vom Potenzial her.

Hätte es – im Falle eines Abstiegs – einen Plan B gegeben?

Andi Kunz: „Nein, wenn du absteigst, spielst du Oberliga. Fertig.“

Wie hätte es in Sachen Spieler, Sponsoren usw. ausgeschaut?

Andi Kunz: „Ich denke, es hätte, ein zwei Spieler gegeben, mit denen wir hätten sprechen müssen, weil sie gerne Liga drei spielen würden. Aber ich denke, beim Thema Sponsoren wäre wahrscheinlich nichts passiert. Aber da sind wir der falsche Ansprechpartner. In einem Übergangsjahr hat das sicher keine größeren Auswirkungen. Wenn du natürlich über zwei, drei Jahre dahindümpelst, dann wird sich der eine oder andere Förderer wahrscheinlich überlegen, ob er weiter bereit ist, seine Unterstützung zu geben.“

Alex Hauptmann: „Wir haben aber schon ziemlich früh gesehen, dass Bieberau absteigt. Das hat sich recht schnell herauskristallisiert. Da war unsere Befürchtung, dass mit Bieberau und Gensungen/Felsberg, die ebenfalls abgestiegen sind, plötzlich – im Falle unseres Abstiegs – drei Mannschaften in der Oberliga sind, die dort nichts zu suchen haben. Dann gibt es ein Hauen und Stechen und es kann sein, dass du ein Jahr länger da unten drin bist. Das hätte nicht passieren dürfen. Gerade deshalb haben wir noch einmal eine Schippe draufgelegt, um nicht abzusteigen.“

Das zeigt ja aber auch, welch tolle Mannschaft Ihr habt. Wie viel Moral, wie viel Charakter steckt in der Mannschaft?

Andi Kunz: „Ich muss sagen, die Art und Weise, wie sie zum Schluss gespielt haben, hat mich nicht überrascht. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich das erwartet habe. Aber im Laufe der Zeit kennt man ja den einen oder anderen Charakter eines Spielers gut. Wir sind vor drei Jahren, als es um den Aufstieg ging, durch eine Aufstiegs-Relegation gegangen, wo es auch nicht lief wie geschnitten Brot. Aber auch damals hat die Mannschaft Charakter bewiesen. Jetzt hatten wir zu Hause gegen Willstätt ein entscheidendes Spiel und das war sportlich eine Riesenherausforderung. Ich war  mir zwar sicher, dass wir voll da sind. Es ist ja nicht planbar, dass du genau dieses Spiel gewinnst. Aber dass die Jungs in dem Spiel diese Leistung abrufen, diesem Gegner – zusammen mit den Zuschauern – so den Schneid abkaufen, das war schon beeindruckend. Sie haben von Anfang an keinen Zweifel aufkommen lassen, dass für Willstätt an diesem Tag nichts geht.“

Alex Hauptmann: „Man muss aber auch sagen, dass die Zuschauer einen großen Anteil hatten. Ich persönlich habe in meinem Inneren die Zuschauer nach den ersten drei Auswärtsspielen kritisiert und gedacht, dass bei uns die Leute noch nicht registriert haben, dass wir in der Abstiegsrunde sind. Ab dem Plochingen Spiel wusste dann aber auch der Letzte um was es ging. Vor allem in den letzten zwei Heimspielen waren die Zuschauer überragend und haben uns nach vorne gepeitscht.“

Wie sehr hat Corona die Mannschaft belastet?

Alex Hauptmann: „Durch Corona sind wir eigentlich gut durchgekommen. Wir hatten andere Probleme. Von zehn Rundenspielen hat Tom Spieß sechsmal aufgrund Verletzung nicht mitgespielt. Dann sind in den wichtigen Spielen gegen Erlangen und Hanau je zwei Spieler ausgefallen. Das hat uns getroffen.“

Andi Kunz: „Wir hatten mit Corona immer ein bisschen Glück, dass die Fälle meistens aufgetreten sind, wo ein Wochenende frei war und dann kamen entsprechende Lockerungen vom Regelwerk hinzu. Also so richtig groß niedergestreckt, hat uns Corona nicht. In der Klassenverbleibsrunde habe ich gar nichts mehr von Ausfällen gehört.“

Im Dezember trennte sich der Verein in beiderseitigem Einvernehmen von Heiko Karrer. War von Anfang an klar, dass Ihr beide auf der Bank Platz nehmen, war das Engagement erst einmal nur zum Übergang?

Andi Kunz: „Wir haben erst einmal gesagt, dass wir auf jeden Fall helfen. Dann haben wir an Weihnachten unser okay bis Rundenende gegeben. Am Anfang musste jeder von uns erst einmal sehen, ob wir das alles neben unseren Jobs gebacken bekommen.“

Ihr seid beide in Euren Jobs sehr involviert und das Traineramt ist doch aufwendig…

Alex Hauptmann: „Aber es macht auch Spaß. Wir haben ziemlich viel Glück miteinander. Wir haben uns vom ersten Tag an super verstanden. Beide haben wir  gerade am Anfang viel Video geschaut, haben anschließend unsere Notizen verglichen und da hat bei jedem das Gleiche gestanden. So muss es sein. Und – das ganz entscheidende ist – wir müssen niemanden irgendetwas beweisen, uns auch untereinander nichts. Andi ist mit Kirchzell aufgestiegen, ich war neun Jahre in Nieder-Roden, bin zweimal aufgestiegen.

Wie habt Ihr die Aufgaben aufgeteilt?

Alex Hauptmann: „Bis Dezember waren wir bei jedem Training  zu zweit. Aber unsere Vorstellung sah schon anders aus.“

Was heißt?

Alex Hauptmann: „Wenn ich montags Training halte, ist Andi dienstags dran und so weiter. Vielleicht bekommen wir es nächstes Jahr hin, dass wir uns die Aufgaben aufteilen können. Ich war schon fast mit einem anderen Drittligisten einig, dass ich dort das Traineramt übernehmen werde. Aber im Endeffekt bin ich dankbar, dass es so gekommen ist, wie es jetzt ist. Der Zeitaufwand ist zu groß, um alleinverantwortlich ein Traineramt zu füllen. Zu zweit ist es entspannter.“

Andi Kunz: „Wir beide haben schon eine Idee, wie es irgendwann einmal laufen soll. In den vergangenen Monaten haben wir mehr investiert, denn nachdem wir die Mannschaft übernommen haben, haben wir geschaut, was behalten wir bei, was ändern wir… Deshalb mussten wir so oft es geht, zu zweit präsent sein. Dann gehst du in die Klassenverbleibsrunde und dann guckst du ein Video mehr an als sonst, hast eine Besprechung mehr als sonst – und, wir wollten den Spielern auch etwas vorleben. Immerhin war es eine Phase, in der jeder Mann gebraucht wurde. Aber für die Zukunft müssen wir ein System finden, wie wir uns am besten aufteilen. Die Belastung zum Schluss war für mich ein bisschen grenzwertig, da ich im Medizinischen Trainings Zentrum in Großwallstadt schon stark gefordert bin.“

Gab es mal einen Moment, in dem Ihr überlegt habt, warum Ihr Euch diesen Stress überhaupt antut?

Alex Hauptmann: „Nein, denn es hat trotz den Stresssituationen so viel Spaß gemacht und die Jungs haben uns das zurück gegeben, was wir investiert haben und auch die Zuschauer haben uns in den letzten Spielen viel zurück gegeben. Ich wünsche mir, dass wir mit den Zuschauern so weitergehen, dass die Halle nicht nur voll, sondern rappenvoll ist. Das gibt das Umfeld Miltenberg her. Wobei ich nicht sagen will, dass Miltenberg besser ist als Amorbach. Wir haben in Miltenberg die doppelte Einwohnerzahl und ein komplett neues Umfeld. Es ist nicht die Halle, es ist das Umfeld. Da können wir in Miltenberg vielleicht noch etwas bewegen, was wir in Amorbach aufgrund der vielen Jahre, die wir dort gespielt haben, nicht mehr konnten.“

 Andi Kunz: „Die Änderung von Amorbach nach Miltenberg ist eben nunmal da und nun muss man schauen, wo liegen in dieser Änderung Chancen. Ich glaube, wenn wir in der Pokalrunde gespielt hätten, wären weniger in die Halle gekommen. Aber jetzt, wo es um alles ging und die Mannschaft abgeliefert hat, waren die Zuschauer begeistert. Das ist eine gute Basis, aus der wir was machen können.“

Wie hat sich die Mannschaft in den letzten Monaten weiter entwickelt? Gibt es einen Spieler, der für Euch den größten Schritt nach vorne gemacht hat?

Andi Kunz: „Ich denke, der entscheidende Punkt ist, dass die Mannschaft den Schritt nach vorne gemacht hat. Was für mich schön zu sehen war: wir haben daheim gegen Pforzheim einen 13-Tore-Tim gehabt. Dass Tim Häufglöckner mit seiner Spielweise, mit Studium, mit Arbeit an Grenzen kommt ist klar. Aber er war in dem Moment da, wo die Mannschaft ihn am meisten gebraucht hat. Dann kam Tom Spieß aus langen Wochen der Verletzung ohne Spielpraxis zurück und ist sofort in diese Leaderrolle reingewachsen. Joshua Osifo hat einige Schwankungen, aber gerade im Spiel gegen Willstätt, wo wir ihn gebraucht haben, war er da.

“Es war immer einer von den Leistungsträgern da, der die Mannschaft mitgerissen hat”

Es war immer wieder von den Leistungsträgern, wenn ich es mal so nennen darf, einer da, der die Mannschaft richtig mitgerissen hat. Wenn einer mal einen schlechten Tag hatte, ging ein anderer vorneweg. Jeder auf seine eigene Art. Leon David zum Beispiel nimmt das Publikum mit seiner Art Handball zu spielen, gut mit, profitiert aber auch von Jan Blank. Wenn er mal durchschnaufen muss, haben wir mit Jan einen, der das Thema weiterspielt. Die Last wird auf mehrere Schulter verteilt und das müssen wir beibehalten.“

Alex Hauptmann: „Was ich sehe, ist, dass wir das Team im taktischen Bereich unglaublich weiter gebracht haben. Die Mannschaft war fit. Keine Frage. Aber in der Taktik haben wir einen großen Schritt gemacht.“

Nach dem letzten Spiel gab es drei Verabschiedungen. Niklas Depp, Maximilian Gläser und Markus Podsendek werden den Verein verlassen. Niklas wird aufgrund seiner Verletzungen nicht mehr spielen, Markus und Maximilian müssen beruflich kürzer treten. Wie schwer wiegen die Abgänge?

Andi Kunz: „Die große Stärke von Max neben der Abwehr und dem technischen Vermögen ist sein Kopf. Er versteht das Spiel und er wird uns fehlen. Doch wir haben Jungs,  die eine gute Abwehr spielen und so wie es ausschaut, wird es keinen neuen Spieler geben.“

Alex Hauptmann: „Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir derzeit keinen neuen Spieler brauchen oder suchen. Aber wenn einer eine Mannschaft sucht und derjenige würde in die Mannschaft passen, dann sagen wir nicht nein. Wir haben vier Leute, die auf der Position von Max decken können. Tom Spieß und Joshua Osifo im Mittelblock, Oleg Soloviov und für den offensiveren Part Michael Meyer-Ricks. Aber ganz klar. Max Gläser in der Abwehr ist nicht eins zu eins zu ersetzen.

Mit Joshua Löffelmann kommt unser Torhüter aus Obernburg zurück. Dort hat er einen guten Part gespielt. Damit haben wir wieder ein Trio beisammen.“

Gibt es für Euch beide einen Spieler, den Ihr herausheben möchtet?

Andi Kunz: „Als Spieler der Saison haben wir intern unseren Torhüter Tobias Jörg gekürt. Er hat sich toll entwickelt. Tobi wurde zuletzt immer wieder ausgebremst. Er war vor einigen Jahren aufgrund einer langwierigen Verletzung fast ein Jahr raus. Dann kam Corona und von daher konnte er erst seit Anfang dieser Saison wieder kontinuierlich trainieren. Er nimmt das Training an, das wir ihm bieten, beschäftigt sich damit und es freut mich sehr, dass er der Mannschaft so konstant helfen kann.“

 

 

Das Interview war auch in meiner Heimatzeitung Main Echo zu lesen.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Dieses Saisonfinale werden die Großwallstädter und ihre Anhänger sicher so schnell nicht vergessen. Das Spiel, in dem es um alles oder nichts für den TV Großwallstadt ging, fand nach einer Saison mit Höhen und Tiefen letztlich ein gutes Ende. Mit dem 27:23-Erfolg gegen die SG BBM Bietigheim sicherte sich die Mannschaft von Trainer Maik Handschke die Liga. Matchwinner war Torhüter Can Adanir, der in der Schlussphase sein Tor regelrecht vernagelte und über sich hinaus wuchs. Aber auch Savvas Savvas sorgte mit seinen elf Treffern mit für den Ligaerhalt.

Dass es aber nicht nur ums Punkte,- sondern auch noch ums Torverhältnis ging, war schon eine besondere Konstellation. Sechs Tore war der TVG besser und genau diese Differenz schickte den TuS Ferndorf, der mit 40:37 beim TSV Dormagen gewann, im Fernduell um den Klassenerhalt in Liga drei.

Was nach Spielende und dem Bekanntwerden des Ergebnisses aus Dormagen in der Elsenfelder Untermainhalle los war, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Die Mannschaft verfiel in einen regelrechten Freudentaumel und die ganze Last der letzten Wochen fiel vom Team, von den Verantwortlichen und dem gesamten Umfeld ab.

Anspannung war zum Greifen nah

In der mit 2153 Zuschauern gefüllten Halle war die Anspannung von Beginn an zum Greifen und schon beim Einlaufen des Heimteams standen die Fans auf und bejubelten ihren TVG. Die Stimmung blieb die gesamte Spielzeit unglaublich gut und die Fans verwandelten die Halle in einen Hexenkessel. Mario Stark, der verletzt passen musste, sagte vor dem Spiel: „Ich bin total hippelig und nervös. Ich glaube, würde ich mitspielen, wäre ich jetzt ruhiger…“

Den Hausherren war zunächst der unglaubliche Druck und die Nervosität gegen eine von Beginn an hochmotivierte und aggressiv zu Werke gehende Gästemannschaft anzumerken. Es war sofort klar, dass Bietigheim dem TVG in keinster Art und Weise entgegenkommen würde. So wechselte die Führung, wobei der TVG schon nach zehn Minuten einen Strafwurf und eine klare Chance liegen ließ. Gästetrainer Iker Romero hatte bereits nach 15 Minuten all seine Feldspieler durchgewechselt. Als in der 25. Minute nach langer Verletzungspause erstmals wieder Tom Jansen auflief, gab es viel Applaus. Er bedankte sich auch gleich mit einem schönen Tor zum 12:12 (28.). In der zerfahrenen und umkämpften ersten Hälfte machte in der 26. Minute Jan-Steffen Minerva seinem Kollegen Can Adanir Platz im Tor und mit 13:13 ging es in die Pause. Zu diesem Zeitpunkt stand es in Dormagen ebenfalls 16:16 zur Halbzeit.

Emotionsgeladen ging es weiter

Nach dem Wechsel ging die spannende und emotionsgeladene Partie weiter und Savvas gelang zunächst das 14:13. Er war es auch, der anschließend mit drei Toren in Folge für das 17:15 (37.) sorgte. Aber die SG war heiß wie Frittenfett, ließ sich nicht abschütteln und kämpfte um jeden Zentimeter Boden. Aggressiv in der Abwehr und mit schnellen Beinen stand es ratzfatz 17:17. Die Gastgeber erkämpften sich erneut einen Zwei-Tore-Vorsprung und in der 43. Minute stand es sogar 21:18. Die SG nahm die Auszeit, ließ nicht locker und es war klar, dass sie den Sieg unbedingt wollte. Anschließend schickte der TVG seine Anhänger durch ein Wechselbad der Gefühle, denn erst wurde ein Strafwurf, dann ein Gegenstoß vergeben und danach noch ein Freier. Dieses Spiel war wirklich nichts für schwache Nerven. Beim 23:21 in der 51. Minute nahm Maik Handschke seine Auszeit. Nun kam die Zeit von Torhüter Adanir. Er vernagelte sein Tor, ließ von der 51. bis zur 59. Minute keinen Treffer mehr zu und avancierte zum Matchwinner. Egal, was die SG probierte, Adanir war zur Stelle. Der Gast probierte es noch einmal mit einer vorgezogenen Deckung, doch es sollte nicht mehr reichen. Das letzte Tor von Nikola Vlahovic, der nächste Runde das TVG-Trikot trägt, war nur noch Makulatur.

Alle Blicke gehen nach Dormagen

Gespannt wurden die letzten Sekunden von Dormagen – Ferndorf auf der Leinwand verfolgt. Als auch hier der Schlusspfiff fiel und klar war, dass der TVG nach Toren nicht mehr einzuholen war, brachen alle Dämme. Es gab nur glückliche Gesichter, aber es wurde bei der Verabschiedung der fünf Spieler Jansen, Savvas, Busch, Weit und Adanir noch einmal emotional.

TVG-Kapitän Florian Eisenträger sagte: „Wir haben damit gerechnet, dass Bietigheim uns alles abverlangen wird. Es war nicht einfach heute und wir wollten auch gar keinen Zwischenstand aus Dormagen erfahren, sondern uns nur auf uns konzentrieren. Jetzt bin ich einfach nur glücklich.“ Auch Maik Handschke, der seit Amtsbeginn nun 14:14 Punkte geholt und damit den TVG in der Liga gehalten hat, erwartete einen heißen Kampf: „Nach der Vorstellung der SG vergangene Woche war klar, dass die sich heute hier anders präsentieren. Ich habe erwartet, dass sie bis zum Schluss beißen werden. Jetzt bin ich einfach nur froh, dass wir die Liga gehalten haben.“ Auch Torhüter Can Adanir freute sich, dass er seinen TVG zum Abschied noch einmal so unterstützen konnte.

Jetzt geht es erst einmal in den wohlverdienten Urlaub, ehe am 18. Juli die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt.

 

Das Bild, das Can Adanir zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Am Samstag steht der letzte Spieltag der Saison 2021/22 in der zweiten Handball-Bundesliga an – und die spannende Frage ist: wer macht das Rennen um den Ligaverbleib? Der TV Großwallstadt oder der TuS Ferndorf? Während an der Spitze alles geklärt ist und mit Gummersbach und Hamm die Aufsteiger feststehen, bleibt es “hinten” so spannend wie schon lange nicht mehr.

Am Samstag entscheidet sich, ob der TVG mit einem Sieg gegen die SG BBM Bietigheim die Liga hält oder ob er am Ende den bitteren Gang in die dritte Liga antreten muss. Im Fernduell mit dem TuS Ferndorf, der beim TSV Bayer Dormagen antreten muss, hat der TVG einen winzigen Vorteil.

 Die Ausgangslage ist derzeit folgende:

TV Großwallstadt       17. Tabellenplatz        28:46 Punkte  Tordifferenz: -31

TuS Ferndorf              18. Tabellenplatz        28:46 Punkte  Tordifferenz: -36

Der TV Großwallstadt kann also noch aus eigener Kraft die Klasse halten. Dafür müssen die Großwallstädter ihr Spiel gewinnen und gleichzeitig darf Ferndorf in Dormagen nicht mit mehr als sechs Toren gewinnen. Bei gleichem Punktestand würde die Tordifferenz entscheiden und sollte dies auch keinen Unterschied machen, zählt der direkte Vergleich mit den Auswärtstoren (Ergebnisse: 23:23 und 29:29).

Bei beiden Gegnern der Abstiegskandidaten geht es um nicht mehr viel: Dormagen hat am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt gesichert, könnte aber mit einem Sieg eventuell noch zwei Tabellenplätze gut machen. Die SG BBM Bietigheim steht auf Platz sechs der Tabelle und kann auch mit einem Sieg nicht mehr weiter nach oben klettern. Dennoch werden alle Mannschaften den letzten Spieltag noch einmal mit einem Erfolg krönen wollen.

Die SG reist mit einem ehemaligen und einem zukünftigen Spieler des TVG in ihren Reihen an: Alexander Pfeifer trug bis zur letzten Saison noch das Trikot des TVG, Nikola Vlahovic wird sich dieses in der kommenden Spielzeit überstreifen.

TVG-Trainer Maik Handschke wird sein Team genau auf den Gegner einstellen, um das Saisonfinale für sich zu entscheiden. Von Rechenspielchen hält der Coach nicht viel, ist aber von einem Sieg seiner Mannschaft überzeugt. Es muss gewonnen werden. Basta. Aber in diesem letzten Spiel dürfte jedem klar sein: es geht um alles oder nichts.  

Egal, wie. Es werden auf jeden Fall fünf Spieler verabschiedet:

Savvas Savvas wechselt zum frisch aufgestiegenenen Bundesligisten ASV Hamm-Westfalen. Linkshänder Tom Jansen spielt nächste Saison beim VfL Gummersbach ebenfalls erste Liga. Rechtsaußen Pierre Busch wird nach zwei Jahren den VfL Eintracht Hagen verstärken. Torhüter Can Adanir geht zur HSG Hanau und Rückraumspieler Dennis Weit  zur SG Groß-Umstadt/Habitzheim.

 

Das Bild, das uns der TVG zur Verfügung gestellt hat, zeigt den scheidenden Tom Jansen. Ob er nach seiner Verletzung noch einmal im letzten Spiel eingreifen kann, bleibt abzuwarten.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Es gibt wieder eine neue Folge meines Podcast. Als Gast durfte ich diesmal Nina Mattes begrüßen. Nina arbeitet für den Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt, ist dort für Presse- und Öffentlichkeit zuständig, ist Hygienebeauftragte und seit kurzem auch Teammanagerin. 

Im Podcast erzählt sie uns ein bisschen was aus dem Alltag bei einem Handball-Zweitligisten und sie erzählt uns, was sie vor ihrer Zeit beim TVG gemacht hat.

Nehmt Euch die Zeit und hört unbedingt rein.

 

Ich sage danke, dass Nina sich gerade im Endspurt der Liga und im Abstiegskampf, in dem sich der TVG derzeit befindet, die Zeit genommen hat.

 

Meinen Podcast könnt Ihr nicht nur auf meinem Blog, sondern auch auf Spotify oder iTunes hören. Ganz wie Ihr wollt. Hört rein – ich würde mich freuen.

 

Das Bild hat mir Nina zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Was für eine Spannung am Tabellenende in der zweiten Handball-Bundesliga. Nachdem Aue und Emsdetten bereits als die ersten beiden Absteiger feststehen und Dormagen sich durch den Sieg in Nordhorn-Lingen gerettet hat, kommt es am letzten Spieltag auf den Ausgang der beiden Partien zwischen Großwallstadt und Bietigheim und Dormagen gegen Ferndorf an.

Zuletzt verlor der TVG beim ASV Hamm-Westfalen mit 27:34 (16:17) und machte damit den Hamm-Aufstieg in die erste Liga perfekt.  Am Ende war die Freude beim ASV riesengroß. Für den TVG geht das Zittern um den Klassenerhalt weiter. 

Der TV Großwallstadt hatte sich vorgenommen, in Hamm an die gute Leistung vom Essen-Spiel anzuknüpfen. Zuletzt gab es gegen Hamm im Hinspiel am 10. Mai ein 27:27-Unentschieden. Diesmal war der ASV nicht gewillt, auch nur ein klitzekleines Gastgeschenk zu machen. Der Beginn lief für die Gäste rund. Sie spielten sehr stark auf und Tore von Florian Eisenträger und Torhüter Jan-Steffen Minerva sorgten für die 2:0-Führung. Der sehr gut agierende Jan von Boenigk erzielte den Anschluss, doch der TVG spielte – mit Unterstützung seines Torhüters Minerva – unglaublich gut auf, legte immer wieder zwei Tore vor und in der 13. Minute stand es sogar 8:5 für den Gast. Allerdings fiel der Ausgleich in dem guten Match schnell. Die Handschke-Crew ließ sich nicht beirren, legte immer wieder vor und ließ keine Führung für den ASV zu. Erst in der 30. Spielminute gelang dem Außen Fabian Huesmann die erste Führung für sein Team (17:16). Maik Handschke reagierte sofort, nahm die Auszeit und die Vorgabe war es, möglichst noch ein Tor zu erzielen, aber keinesfalls mehr eines zu kassieren. Dank des starken Jan-Steffen Minerva blieb es die letzten Sekunden beim 17:16. Die erste Halbzeit war schön anzuschauen. Beide Teams machten das Spiel schnell, spielten gut auf, der TVG hielt voll dagegen. Die Abwehrarbeit wurde aber von beiden Seiten etwas vernachlässigt, so dass die Tore in den letzten Minuten vor der Pause ratzfatz fielen.
Die zweite Hälfte mussten die Gäste in Unterzahl beginnen und gerieten schnell mit drei Toren ins Hintertreffen (19:16).
 
Jan von Boenigk und Vladimir Bozic machten den Unterschied
 
Pierre Busch per Siebenmeter verkürzte, doch der gut aufgelegte Rückraum Rechte Jan von Boenigk erzielte das 22:18 (38.). Der ASV hatte nun das Momentum auf seiner Seite, spielte gut auf und hatte in Torhüter Vladimir Bozic einen bärenstarken Rückhalt. Beim 24:20 in der 42. Minute nahm Maik Handschke seine zweite Auszeit. Er versuchte es mit dem siebten Feldspieler. Nun drehte Mittelmann Dani Baijens auf, agierte überragend und war nicht auszurechnen. Schnell stand es 29:23 (48.). Der TVG probierte es mit einem Torhüterwechsel und stellte Can Adanir zwischen die Pfosten. Aber der Lauf des ASV war nicht mehr aufzuhalten. Torhüter Bozic lief zur Hochform auf und Baijens zeigte seine ganze Klasse. Die Stimmung in der Halle schwappte über, denn die zweite Halbzeit ging eindeutig an die Hausherren. Beim 34:26 nahm der TVG noch einmal die Auszeit und die Ansage war, bis zum Schluss zu kämpfen und das bestmöglichste Ergebnis rauszuholen – auch wenn das Spiel längst verloren war. Die letzten Minuten ließen die Gastgeber aber nicht mehr viel zu und beim Schlusspfiff herrschte nach dem Sieg überschäumende Freude über den Aufstieg. 
Für den TVG geht es nun am letzten und alles entscheidenden Spieltag am kommenden Samstag um alles. Dann kommt die SG Bietigheim nach Elsenfeld. Allerdings hat die Mannschaft ohne die Verletzten Mario Stark und Tom Jansen einen guten Part gespielt und das sollte Aufschwung für die alles entscheidende Partie am Samstag geben. Savvas Savvas und Pierre Busch waren die besten Torschützen beim TVG. Für den ASV erzielten Huesmann und Baijens die meisten Treffer. 
 
Für den TVG ist der Klassenerhalt trotz der Niederlage noch immer greifbar. Am letzten Spieltag steht der TVG mit 28:46 Punkten auf einem Nichtabstiegsplatz ist allerdings nach Punkten mit Ferndorf gleich. Allerdings stehen die Großwallstädter in der Tordifferenz um fünf Treffer besser da. Also werden die beiden Teams, Ferndorf und Großwallstadt, den dritten Absteiger unter sich ausmachen. 
 
Das Bild, das Savvas Savvas zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Handball-Torhüterin Sabine Englert ist auch mit 40 Jahren noch lange nicht müde und hängt ihre Handballschuhe auch nach dieser Saison nicht an den berühmten Nagel. Nach ihrem Abschied von ihrem jetzigen Verein, Herning Ikast, bei dem sie seit 2009 unter Vertrag steht, wird sie innerhalb Dänemarks wechseln. Sie unterschrieb einen Einjahres-Vertrag bei Aarhus United.

„Ich hatte Ende April eigentlich beschlossen, mit dem Handball aufzuhören und hatte es bei einem Besuch in der Heimat schon meiner Familie erzählt. Ein paar Stunden später kam eine Nachricht von Aarhus United, dass sich deren Torhüterin bei der schwedischen Nationalmannschaft verletzt hat (die 23-Jährige hat sich das Kreuzband gerissen, Anm. d. Red.). Da wir vorher schon mal in Kontakt waren, der Verein zu diesem Zeitpunkt aber lieber auf die jüngere Torhüterin setzen wollte, dachte der sportliche Leiter dann doch noch mal an mich“, sagt die Obernburgerin. Und wie das so ist, hatte sie tatsächlich ein paar Tage noch ein Angebot auf dem Tisch. Diesmal aus Frankreich. „Das habe ich mir wirklich ernsthaft überlegt“, sagt sie. Da aber Aarhus eine Entscheidung wollte und sie mit den Franzosen nicht so recht weitergekommen ist, hat sie sich dann entscheiden, das Angebot von Aarhus anzunehmen.

Interessantes Projekt wartet

Die ehemalige 206-fache deutsche Nationaltorhüterin National-Torhüterin sagt, dass ein interessantes Projekt auf sie wartet. Viele junge Spielerinnen finden sich in dem Verein, der erst vor fünf Jahren gegründet wurde, nachdem SK Aarhus Konkurs gegangen ist. Die Zielsetzung des Vereins ist es, in den nächsten Jahren am Schlussspiel teilzunehmen und die Mannschaft irgendwann konstant in der Spitze der dänischen Liga zu etablieren. Neben der jungen schwedischen Torhüterin, die derzeit noch verletzt ist, ist in der Mannschaft noch eine junge dänische Torfrau, bei deren Entwicklung Sabine Englert einbezogen werden soll. „Das passt sehr gut, da ich sowieso schon überlegt hatte, ob ich in Aarhus als Torhüter-Trainerin arbeiten könnte, denn ich habe miterlebt, wie Aarhus United gegründet wurde. Da ich seit über sieben Jahren in der Stadt lebe, passt das wirklich gut und die 50minütige Fahrt nach Ikast fällt weg. Hier kann ich zum Training radeln. “

In einer Vereinsmitteilung sagte Aarhus Cheftrainer Heine Eriksen: „Es ist fantastisch, dass wir eine Spielerin wie Sabine Englert zu Aarhus United holen können. Wir haben in Louise Bak Jensen die Torhüterin der Zukunft und ich bin mir sicher, dass wir mit Sabine ein sehr starkes Torhüterteam haben.“

Die Saison mit Herning Ikast ist mit dem 29:21-Sieg über Viborg am vergangenen Dienstag und damit dem Gewinn der Bronzemedaille in der dänischen Meisterschaftnun beendet und für Sabine Englert beginnt erst einmal ihr wohlverdienter Urlaub. „Ich freue mich, nach meinem Urlaub in Aarhus anzufangen und hoffentlich den Spaß am Handball, den ich in den letzten beiden Jahren bei Ikast verloren habe, wieder zu finden“.

Los geht es mit der Vorbereitung am 18. Juli. 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Himmel, was ist der Endspurt in der zweiten Handball-Bundesliga spannend. Der TV Großwallstadt kämpft im letzten Auswärtsspiel der Saison um den Klassenerhalt, der ASV Hamm-Westfalen will heute Abend, Freitag, im Spiel gegen den TVG um 19.15 Uhr den Aufstieg klar machen.

Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Hamm steht nach 36 Spieltagen auf Platz zwei der Tabelle und kann mit einem Sieg den vorzeitigen Aufstieg in die erste Bundesliga klarmachen. Anders die Situation beim TVG: die Unterfranken belegen am vorletzten Spieltag den 17. Tabellenplatz und benötigen die Punkte dringend für den Verbleib in der zweiten Liga.

Die Gäste werden in der WESTPRESS Arena sicherlich auf eine ausverkaufte Halle treffen, denn der Gastgeber möchte auf jeden Fall den Aufstieg vor heimischer Kulisse feiern. Dass aber mit dem TV Großwallstadt ein Gegner kommt, den die Hausherren nicht unterschätzen dürfen, ist spätestens nach dem Hinspiel am 10. Mai klar. Dort knöpfte der TVG dem Aufstiegsaspiranten einen wichtigen Punkt beim 27:27 ab. Der Druck ist also auf beiden Seiten groß.

Der ASV gewann zwar sein letztes Spiel gegen den TV Emsdetten, das allerdings nur ganz knapp mit einem Tor Vorsprung. Und in der Partie gegen den Dessau-Roßlauer HV musste  sich der ASV sogar geschlagen geben, so dass aus den letzten fünf Partien nur sechs Punkte geholt wurden.

Der TVG sicherte sich aus den letzten fünf Partien mit fünf Punkten zwar einen Zähler weniger, hat aber nach dem wichtigen Sieg gegen den Erstliga-Absteiger TuSEM Essen sicherlich etwas Rückenwind bekommen.

Dennoch fährt das Team von Trainer Maik Handschke als Außenseiter nach Hamm, wird allerdings auch in dieses Spiel alles reinwerfen, um vielleicht für eine Überraschung zu sorgen und die Entscheidung im Aufstiegskampf noch einmal zu vertagen und sich eine gute Ausgangslage im Klassenerhaltskampf zu holen. Doch ohne Mario Stark und Tom Jansen wird das sicher ein schwieriges Unterfangen. Hinzu kommt, dass es auch für Savvas Savvas keine einfache Aufgabe wird. Er spielt in der nächsten Saison beim ASV.

 

Die Bilder, die Savvas Savvas, Dino Corak und Jan-Steffen Minerva zeigen, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Die Steine, die der Mannschaft, den ganzen Verantwortlichen und den Zuschauern vom Herzen fielen, waren deutlich zu hören, als beim 25:24 (12:7)  für den TV Großwallstadt in der zweiten Handball-Bundesliga die Schlusssirene ertönte. Mit einem verdienten Sieg gegen den Tabellensiebten Essen und den gleichzeitigen Niederlagen der mitabstiegsgefährdeten Teams aus Emsdetten und Ferndorf hat der TVG nun wieder die Abstiegsränge verlassen und steht mit 28:44 Punkten auf Platz 17. 
 
„Es war ein super Kampf von uns, aber wir haben es zum Schluss unnötig spannend gemacht. Allerdings hatten wir ja auch nicht viele Wechseloptionen und waren am Ende noch in Unterzahl“, sagte Mario Stark. Der Leistungsträger musste verletzt passen, hat sich einen Knorpel an einer Rippe abgerissen. „Diese Verletzung kommt nur ganz selten vor, sagen die Ärzte. Ich muss jetzt abwarten, wie es weitergeht“, so Stark. Neben ihm fehlte immer noch Tom Jansen.  Wie die Handschke-Crew diese Ausfälle wegsteckte, war sehr gut.
 
Aber auch der Gast aus Essen kam ersatzgeschwächt, musste auf seinen Innenblock Seidel/Szczesny verzichten. Essens Co-Trainer Michael Hegemann sagte vor dem Spiel: „Die Ausfälle treffen uns. Mal sehen, wie wir das wegstecken.“
 
Die Hausherren hatten sich gegen Essen viel vorgenommen, legten los wie die Feuerwehr und führten schnell mit 7:1 (17.). Zu diesem Zeitpunkt hatte Essens Trainer Jamal Naji bereits zweimal die Reißleine gezogen. Das erste Mal beim 5:1 für den TVG in der elften Minute, das zweite Mal beim 7:1 für die Hausherren. Aber die gut aufgelegten Gastgeber spielten vor einer tollen Kulisse wie aufgedreht.  Vor allem Savvas Savvas war nicht einzufangen, erzielte fünf seiner insgesamt zehn Tore schon in Halbzeit eins. Aber auch Eisenträger, Schauer und Busch trafen gut. In der Abwehr ackerten Dino Corak und Povilas Babarskas und was Jan-Steffen Minerva im Tor zeigte, war allererste Sahne. Der Gast wechselte den Torhüter – für Bliss kam Fuchs -, brachte ab der 19. Minute Linkshänder Lucas Firnhaber. Müller und Dangers kamen im Angriff, Morante und Glatthard in der Abwehr und ab der 26. Minute wurde der siebte Feldspieler eingesetzt. Der TUSEM konnte die Partie etwas ausgeglichener gestalten, aber der TVG ging verdient mit 12:7 in die Pause. Was Corak und Babarskas in der Abwehr zeigten, war große Klasse. Immer wieder gab es Applaus für die Hausherren, die Zuschauer standen auf und applaudierten und die Stimmung war richtig gut. So konnte es die nächsten 30 Minuten weiter gehen.
 
Beim 16:10 war die Welt in Ordnung
 
Nach dem Wechsel war auch bis zum 16:10 in der 38. Minute die blau-weiße Welt noch in Ordnung. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt war den Gästen anzumerken, dass sie nun besser eingestellt waren. Die Deckung wurde gelockert und versuchte immer wieder den TVG-Rückraum frühzeitig zu stören. Die TVG-Torhüter – kurzzeitig kam Can Adanir ins Tor – bekamen nicht mehr so viele Bälle an die Hand und TVG-Trainer Maik Handschke nahm beim 16:13 (41.) seine Auszeit. Frieder Bandlow erhöhte zunächst auf 17:13. Aber es war zu sehen, dass sich die Handschke-Crew immer mehr von der Hektik anstecken ließ und anstatt ruhig weiter zu spielen wie bisher, wurden sie nervös und dadurch passierten auch Fehler. Der Gegner biss sich ins Spiel, verkürzte nun in der Folge immer wieder auf zwei Tore (17:15, 18:16, 21:19). Doch der TVG kämpfte, wollte, brauchte diesen Sieg. Trotzdem fiel der Anschluss in der 55. Minute (22:21). Erneut nahm Handschke die Auszeit, erneut war es Bandlow, der mit zwei Treffern auf 24:21 erhöhte.
 
Jetzt war Essen mit der Auszeit dran, verkürzte danach und ging zu einer noch offensiveren Deckung als zuvor über. Die Spannung stieg und die Zuschauer gaben alles, feuerten ihr Team lautstark an. Dem starken Dino Corak gelang das 25:22 und in dieser Phase hielt Jan-Steffen Minerva einen Strafwurf von Noah Beyer. Dies war enorm wichtig. Denn Essen gab die letzten Spielsekunden nicht nach, erzielte wieder den Anschluss. Der letzte Angriff von Kuno Schauer ging weiter über das Tor, doch das war egal, denn die Schlusssirene ertönte rechtzeitig und die zwei Punkte blieben beim TVG. Im Anschluss brachen alle Dämme, denn mittlerweile hatte auch das Ergebnis Emsdetten – Hamm (30:31) und Ferndorf – Bietigheim (30:32) die Runde gemacht. Emsdetten und Aue stehen wohl als Absteiger fest, denn in den letzten beiden Spielen können sie selbst bei der maximalen Punkteausbeute den TVG und Ferndorf, die derzeit beide 28:44 Punkte haben, nicht mehr einholen. Verdammt eng bleibt es aber trotzdem, denn auch Dormagen und Ludwigshafen (bei einem Spiel weniger) haben lediglich einen Zähler mehr auf der Habenseite. 
 
„Ein Kompliment an die Jungs, denn der Druck war heute schon immens groß. Schade, dass wir die ganze Saison über keine Konstanz in unsere Spiele bekommen haben. Auf der einen Seite spielen wir stark auf, auf der anderen Seite passieren uns wieder dumme Fehler“, sagte ein sichtlich mitgenommener Geschäftsführer Sport, Michael Spatz. „Schlimm, wenn man nicht selbst mit eingreifen kann… Ich glaube, nächste Saison schau ich mir nicht mehr alle Spiele an“, sagte er augenzwinkernd und hatte seinen Humor schon wieder gefunden.
 
Waren es bei Essen Firnhaber, Beyer und Morante, die gerade in Halbzeit zwei die Akzente setzten, agierten beim TVG Savvas, Busch, Bandlow, Corak und Minerva (in Halbzeit eins) sehr stark.
 
Weiter geht es für den TVG am Freitag in Hamm.
 
Ehrenamt-Award wurde übergeben
In der Halbzeitpause wurde dann auch das „Team hinter dem Team“ in den Vordergrund gestellt. Zusammen mit der Deutsche Vermögensberatung Direktion Jürgen Fries in Aschaffenburg hatte man über die Saison hinweg alle Units der ehrenamtlichen Helfer nominiert. Am Samstag wurde dann der Ehrenamtsaward übergeben. Aber statt einer einzelnen Person, nahm TVG-Urgestein Wolfgang Schüssler den Award stellvertretend für alle beim TVG aktiven ehrenamtlichen Helfer entgegen. Zudem wird es im August dann noch ein großes Fest für alle Ehrenamtler geben. Der Sport lebt vom Ehrenamt und der TVG könnte ohne diese Helfer nicht existieren.
 
Das Beitragsbild von Jan-Steffen Minerva und das Ehrenamt-Award-Bild mit allen Beteiligten hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

 
 
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Am Samstag empfängt Handball-Zweitligist TV Großwallstadt den Erstliga-Absteiger TUSEM Essen in der Untermainhalle in Elsenfeld. Die Partie wird nicht, wie ursprünglich geplant, in der f.a.n.-Arena in Aschaffenburg ausgetragen, sondern wurde kurzfristig nach Elsenfeld verlegt, um der Mannschaft mehr Sicherheit in der gewohnten Umgebung im Abstiegskampf zu geben.

Essen steht nach 35 Spieltagen auf Platz sieben der Tabelle und aufgrund dieses Tabellenplatzes spielt der TUSEM keine Rolle mehr im Kampf um den Wiederaufstieg in Liga eins. Dennoch werden die Nordrhein-Westfalen auch in diesem für den TVG so wichtigen Spiel um den Klassenerhalt alles reinwerfen, um den Blau-Weißen genau wie im Hinspiel, welches Essen mit 32:26 gewann, das Leben schwer zu machen.

Damals trumpfte neben Torhüter Sebastian Bliß vor allem Dennis Szeczesny auf Rückraum links auf, der acht Siegtreffer beisteuerte. Aber auch Lucas Firnhaber auf Rückraum rechts, Noah Beyer auf Linksaußen und Markus Dangers am Kreis dürfen nicht unterschätzt werden.

Für den TVG hingegen geht es um den Ligaverbleib. Nach 35 Spieltagen stehen die Blau-Weißen mit dem 18. Rang auf einem Abstiegsplatz. Die Mannschaft hat zwar in den letzten Spielen immer wieder Moral bewiesen und bis zuletzt gekämpft, konnte aber wichtige Partien nicht immer für sich entscheiden. Ausreden zählen aber am Samstag nicht mehr, das weiß auch Co-Kapitän Dino Corak: „Weil zuletzt unsere direkten Kontrahenten Dormagen und Ferndorf auswärts gepunktet haben, müssen wir nun am besten alle drei verbleibenden Spiele, mindestens aber zwei davon gewinnen. Deshalb ist nun wirklich jedes Spiel für uns ein Finale.“

Das Bild, das Dino Corak und Savvas Savvas zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Alle.

Es ist geschafft! Nach einer kräftezehrenden und nervenaufreibenden Runde spielt der TV Kirchzell auch in der kommenden Saison in der dritten Liga. Mit einer unglaublich guten kämpferischen Leistung  und einem immensen Willen fackelte der TVK im alles entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt ein 44:27-Feuerwerk gegen den TV Germania Großsachsen ab. Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient, denn was die Mannschaft des Trainer-Duos Alex Hauptmann und Andi Kunz geleistet hat, war aller Ehren wert. Nach dem Schlusspfiff brachen alle Dämme und die Mannschaft ließ sich gebührend feiern. An das Team wurden T-Shirts mit der Aufschrift: „3. Liga – Kirchzell is dabei“ verteilt und keiner kam um die Bierdusche herum.

Gäste-Trainer Stefan Pohl war ein fairer Verlierer, gratulierte den Trainern, den Spielern und dem ganzen Verein zum Klassenerhalt und meinte: „Über 40 Tore zu kassieren ist viel. Aber wir wollten mit offenem Visier spielen, den Zuschauern ein attraktives Spiel bieten. Natürlich hätten wir das Spiel auch verschleppen können. Aber warum sollten wir das… Kämpferisch kann ich meiner dezimierten Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie haben gekämpft und alles gegeben.“ Tatsächlich kamen die Gäste mit nur neun Feldspielern und zwei Torhütern.  
 

Alle im TVK-Team wussten um die Bedeutung der Partie, denn noch vor dem Anpfiff wurde der 30:28-Erfolg der Willstätter bekannt. Der TVW, der TVK und Plochingen haben alle 12:4 Punkte auf dem Konto. Doch das bessere Torverhältnis lässt den TVW und den TVK jubeln.

Markus Podsendek (Mitte) hängt seine Schuhe an den Nagel

 
Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr. Allen voran Tom Spieß. Was er am Samstag zeigte, war Erstliga-reif. Er war nie zu halten, spielte viel zu schnell für seine Gegenspieler und von seinen zwölf Toren erzielte er zehn in Halbzeit eins. Die ersten drei Treffer zum 3:0 (4. Minute) gingen auf sein Konto und in der Folge glänzte er immer wieder durch tolle Anspiele, als Regisseur oder als Torschütze. Ein Wermutstropfen war das Foul an Osifo in der dritten Spielminute. Er kam zwar in der 16. Minute noch einmal zurück, musste aber passen und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Für ihn sprangen andere in die Bresche und immer wieder waren es super Tore durch zum Beispiel Anspiel von Häufglöckner auf David oder Gläser auf Polixenidis. Egal, was der Gegner machte, der TVK spielte wie aufgedreht, ließ sich durch die Nickligkeiten des Gegners nicht beirren, war schnell auf den Beinen und agierte konzentriert im Abschluss. In der 16. Minute nahm der Gast die Auszeit, wechselte den Torhüter. Besser wurde es nicht. Großsachsen konnte froh sein, wenn die Hausherren mal etwas unaufmerksam in der Deckung waren oder einen Strafwurf vergeigten. Sonst wäre die 23:14-Führung des TVK wohl noch höher ausgefallen.
 
Nach dem Wechsel weiter wie aufgedreht
 

Niklas Depp (Mitte) muss verletzungsbedingt aufhören

Nach dem Wechsel waren die Kirchzeller schon lange vor der Zeit wieder auf dem Parkett. Sie machten sich warm, klatschten sich ab und schienen wie Rennpferde vor dem Start. So war es dann auch, denn kaum ertönte der Anpfiff war es Tom Spieß, der das 24:14 erzielte. Wie aufgedreht spielten er und seine Nebenleute weiter und es machte Spaß, der Mannschaft zuzuschauen. Dementsprechend gut war auch die Stimmung in der Halle. Keiner scheute einen Zweikampf. Im Gegenteil. Die TVK-Spieler waren immer dort zu finden, wo es „weh tat“. Beim 28:15 in der 37. Minute nahm der TVG die zweite Auszeit und das heimische Trainer-Duo nutzte die Zeit, um den Torhüter zu wechseln und Markus Podsendek in seinem letzten Spiel für den TVK noch einmal zu bringen. Auch Spieler wie Ihmer, Soloviov, Heinrich bekamen nun ihre Anteile. Das muntere Toreschießen ging weiter und selbst beim 33:20 (44.) nahmen die Hausherren das Gas nicht raus. Der TVK war nicht zu stoppen und spielte den Gegner regelrecht an die Wand. Youngster Ihmer gelang der 40. Treffer für seine Farben und als dann wenig später beim 44:27 Schluss war, kannte der Jubel keine Grenzen. „Was heute wieder in der Halle los war und wie Ihr alle uns wieder einmal unterstützt habt, war einfach super“, dankte Andi Kunz danach den Fans. „Ein Riesenkompliment geht aber an die Jungs. Heute war es wichtig, sich noch einmal auf uns zu konzentrieren, auch wenn der Gegner auf dem Zahnfleisch daherkam. Unsere Mannschaft hat von der ersten Minute keinen Zweifel daran gelassen, wer hier als Sieger vom Platz gehen wird.“

Auch Maximilian Gläser (Mitte) wird berufswegen nicht mehr Handball spielen

 
Emotional wurde es noch einmal, als drei Spieler verabschiedet wurden. Maximilian Gläser, Markus Podsendek und Niklas Depp verlassen den Verein und werden wohl erst einmal – beruflich und verletzungsbedingt – die Schuhe an den Nagel hängen.
 
Nun geht der TVK erst einmal in die wohlverdiente Pause und wird sich ganz der anstehenden Abschlussfahrt widmen.
 
 

Gelungener Abschluss – Falken gewinnen in Zweibrücken

Das letzte Spiel der Saison gewann die HSG Bieberau/Modau in Zweibrücken mit 39:30. Nach dem der schmerzliche Abstieg in die Oberliga bereits letzte Woche nach der Niederlage zu Hause gegen die HSG Friesenheim/Hochheim II besiegelt war, ging es in Rheinland-Pfalz darum die bescheidene Saison positiv zu beenden. Zudem gab es mit Michael Malik und Till Buschmann gleich zwei Spieler, die ihr letztes Spiel für die HSG bestritten.

In der ersten Halbzeit sahen die etwa 300 Zuschauer in der Westpfalzhalle ein ausgeglichenes Spiel. Kein Team konnte sich einen Vorsprung von mehr als zwei Toren herausspielen, zur meisten Zeit war es sogar nur ein Tor welches beide Mannschaften trennten. Nach einem 14:15-Rückstand zweieinhalb Minuten vor der Halbzeit, gingen die Falken mit einer 17:15-Führung in die Kabine.

Nach der Halbzeit konnten sich die Odenwälder dann erstmals einen Fünf-Tore-Vorsprung aufbauen. Ein überragend aufspielender Kevin Kunzendorf kam insgesamt auf zwölf Treffer und hatte einen großen Anteil am deutlich Sieg der Hessen, doch auch Jonas Dambach, der sein vorläufig letztes Spiel für die Falken machte, zeigte mit acht Treffern ebenfalls eine ansprechende und gute Leistung. Dennoch wurde es nochmal knapp in der Mitte der zweiten Halbzeit. Nach einem 26:21-Vorsprung kam Zweibrücken nochmal auf 26:25 dran. Doch diesmal behielt die Mannschaft ihre Nerven und spielte konsequent weiter. Das Endergebnis 39:30 war dann dem Spielverlauf nach doch etwas hoch, auch wenn der Auswärtssieg der Bieberauer verdient war. Nach dieser, alles in allem sehr enttäuschenden Saison, konnten die Falken zumindest ihr letztes Spiel noch einmal positiv bestreiten.

Die beiden Bieberauer Buschmann und Malik (links) hören auf. Bild: HSG Bieberau/Modau

Zu guter Letzt wurden Michael Malik und Till Buschmann verabschiedet. Die beiden bekommen noch ein Abschiedsspiel in der Vorbereitung zur neuen Saison.