Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Aufstiegsrunde zur zweiten Handball-Bundesliga will Drittligisten HSG Hanau gegen den nächsten Gegner SG Pforzheim/Eutingen alles in die Waagschale werfen. Zwei Heimspiele stehen der HSG Hanau in der Aufstiegsrunde 2022 noch bevor. Heute, Samstag, empfangen die bisher noch sieglosen Grimmstädter um 19.30 Uhr die SG Pforzheim/Eutingen zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften überhaupt. 

„Wir freuen uns auf spannende 60 Minuten. Wir wollen an unsere bisher gezeigten Leistungen anknüpfen und diese konstant über die volle Spiellänge auf die Platte bringen und vor heimischem Publikum alles in die Waagschale werfen“, sagt HSG-Coach Hannes Geist.

Mit der SG Pforzheim/Eutingen kommt ein bis jetzt unbekannter Gegner für die HSG in die Grimmstadt, der bisher in der Aufstiegsrunde ein Spiel gewinnen konnte und eins verloren hat, aber auch dort gegen die starke HSG Konstanz lange auf Augenhöhe mithielt.

Hinter den Rhein-Neckar-Löwen II konnte Pforzheim die Saison auf dem zweiten Tabellenplatz beenden und sich schließlich für die Aufstiegsrunde qualifizieren. Besonders auf ihre starke Defensive konnten sie setzen. Mit nur 539 Gegentreffern aus 22 Spielen stellte Pforzheim die beste Deckung der Staffel F.

Ähnlich wie die HSG Hanau setzen auch die Gäste auf die eigene Jugend. In ihren Reihen gibt es nur wenige Spieler, die nicht der eigenen Jugendarbeit entspringen. Ebenfalls in der A-Jugend-Bundesliga ist Pforzheim schon seit Jahren mit von der Partie. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass sie unzählige gut ausgebildete Jugendspieler haben darunter auch den aktuellen U20-Europameister Nico Schöttle.

Auf Hanau kommt eine sehr gut eingespielte Mannschaft zu, die sich über die letzten Jahre immer weiter in der dritten Liga etabliert hat. Pforzheim spielt aus einer stabilen Deckung heraus und ist dort vom Spielsystem her sehr variabel aufgestellt. Aufgebaut ist diese starke Deckung mit dem ehemaligen Bundesliga-Torhüter Bastian Rutschmann, der von hinten heraus viel Sicherheit ausstrahlt. Für Hanau wird es wichtig sein, Lösungen zu finden und die Schwachstellen gezielt anzugreifen. 

Wird der Ballbesitz leichtfertig hergegeben hat Pforzheim ein sehr gutes Umschaltspiel mit schnellen Außenspielern parat, das nur auf Hanauer Fehler wartet. Aufgabe und Ziel für Hanau wird sein, mit der eigenen Deckung an das Leistungsniveau aus der Saison heranzukommen und dieses auch konstant über 60 Minuten zu halten. Denn dann wird auch die HSG die Gäste vor Probleme stellen und versuchen bei Ballgewinn ins Tempospiel zu kommen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Freitag geht es in der zweiten Handball-Bundesliga für den TV Großwallstadt zum Tabellenvorletzten TSV Bayer Dormagen.

Die Hausherren belegen zwar nach 27 Spieltagen mit 18:36 Punkten Rang 19 der Tabelle, die Mannschaft hat allerdings unter Trainer Peer Pütz – er folgte im Januar 2022 auf Dusko Bilanovic-  in den vergangenen Spielen eine starke Aufholjagd hingelegt. Von den letzten fünf Partien konnten drei gewonnen werden, darunter auch Siege gegen Mannschaften wie Elbflorenz und Lübeck-Schwartau.

Doch bedingt durch eine schwache Hinrunde fehlen dem TSV Bayer Dormagen aktuell drei Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz. Den nächsten Schritt wollen die Nordrhein-Westfalen nun sicherlich am morgigen Freitag gegen den TV Großwallstadt machen. Während die Gäste das Hinspiel souverän mit 36:26 gewannen, wird es der TSV den Unterfranken diesmal sicherlich nicht so leicht machen, einen Kantersieg einzufahren.

In Dormagen erwartet den TVG eine sehr ausgeglichene Mannschaft mit einem gut besetzten Rückraum: Hier agieren mit Andre Meuser (bester Torschütze des TSV), Ian Hüter und Ante Grbavac sehr gut auf ihren jeweiligen Positionen. Am Kreis muss der TVG auf Patrick Hüter achten und im Tor steht der starke Martin Juzbasic. TVG-Trainer Maik Handschke wird sein Team auf eine 6:0-Abwehr des Gastgebers einstellen.

Aufgrund der Nationalmannschafts-Woche hatten beide Mannschaften eine Verschnaufpause, der TVG sogar eine Woche länger, da das letzte Heimspiel vom gegnerischen TV Emsdetten aufgrund von Corona abgesagt werden musste. Ob diese Zwangspause eher ein Vor- oder ein Nachteil sein wird, wird sich morgen Abend zeigen. Fest steht jedenfalls, dass es für beide Teams um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geht und sich deshalb keiner der beiden eine Schwächephase erlauben darf. Den Druck des Gewinnen müssens gibt TVG-Trainer Maik Handschke gerne an den Konkurrenten ab: „Dormagen muss gewinnen und wird deshalb bis zum Umfallen kämpfen.“

Die Mitteilung, dass der TV Großwallstadt die Lizenz für die zweite Handball-Bundesliga für die kommende Saison erhalten hat, sollte der Mannschaft noch einmal zusätzlichen Auftrieb verleihen.

 

Das Bild von Tom Jansen hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Handball-Drittligist TV Gelnhausen Handball freut sich, die vorzeitige Vertragsverlängerung von Mannschaftskapitän Jonathan Malolepszy bis 2027 bekanntgeben zu können. Die Laufzeit des Vertrages entspricht dem gemeinsamen Wunsch, die positive Entwicklung der ersten Mannschaft auch mittel- und langfristig mit den besten eigenen Kräften voranzutreiben.

Die Erfolge der letzten Wochen und Monate im Kampf um den Klassenerhalt und die dabei erzielten hervorragenden Ergebnisse waren am Ende nur noch eine Bestätigung für den lange gehegten gemeinsamen Wunsch von Jonathan wie auch von der Mannschaft und des gesamten Trainer- und Betreuerteams zusammen mit der sportlichen Leitung und von Manager Philip Deinet, dass der Kapitän auch in den nächsten fünf Jahren an Bord bleibt und das Ruder fest in der Hand behält. Nach den Vertragsverlängerungen fast aller Spieler im Team war dieser Schritt konsequent und von allen Beteiligten die Wunschvorstellung für eine erfolgreiche Zukunft des TVG Handballs.

Jonathan kam bereits 2013 als B-Jugendlicher zu den Barbarossastädtern und hat seitdem eine kontinuierliche Entwicklung genommen. Der aus Hainzell bei Fulda stammende Rechtshänder war damals von seinem Vater bei den TVG-Verantwortlichen zu einem Probetraining avisiert worden und schon damals war den Beteiligten klar, dass sie hier ein ganz besonderes Talent vor sich haben. Seine Eltern fuhren ihren Jungen im Wechsel mit den Eltern von Philipp Schenk, der als weitere Entdeckung für die damalige B-Jugend aus demselben Verein ebenfalls mit im Tross war, dann fast täglich zu den Trainings und am Wochenende oft dann später auch zweimal von Fulda nach Gelnhausen zum Treffpunkt an die Großsporthalle und am Abend wieder zurück. Eine fast unglaubliche Leistung.

Philip Deinet sagte: „Mit Jonathan hat sich unser Kapitän und Leader klar zum TV Gelnhausen und dessen Weg entschieden. Mit dieser langen Laufzeit von fünf Jahren zeigt unser Topscorer, dass er wie auch auf dem Feld vorneweg geht und großes Vertrauen in unser Trainerteam und das Potenzial unserer Mannschaft hat. Wir alle haben uns über Jonathans Entscheidung sehr gefreut und sind glücklich, ihn als Eigengewächs an der Spitze unserer Mannschaft zu wissen.“

Der Spieler selbst meinte zu seiner Verlängerung: „Ich habe meinen Vertrag vorzeitig verlängert, weil ich voll und ganz hinter dem Konzept des TVG stehe und daran glaube, dass dieses Team in den nächsten Jahren viel erreichen kann. Teamgeist, Wille und Ehrgeiz stehen in jeder Situation ganz oben. Die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Matthias Geiger, aber auch mit allen anderen Verantwortlichen, ist hervorragend. Es hat sich ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufgebaut, das in dieser Art und Weise nicht selbstverständlich ist. Ich fühle mich in dieser Atmosphäre sehr wohl und freue mich riesig, die nächsten fünf Jahre für Gelnhausen spielen zu dürfen!“

 

Das Bild hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke hierfür. Es zeigt den Spieler  (Mitte) – flankiert von Trainer und sportlichem Leiter 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Henrik Naß wird kommende Saison nicht mehr im Tor des Handball-Drittligisten HSG Hanau stehen. Der Torhüter wird die Grimmstädter zum Saisonende berufsbedingt verlassen und wechselt zur neuen Spielzeit zum Oberligisten HSG Kleenheim-Langgöns.

Berufsbedingt wäre es Henrik Nass in der kommenden Saison nicht möglich gewesen, regelmäßig am Training teilzunehmen, so dass er die HSG verlassen wird. „Das ist sehr schade, denn Henrik hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt und ist auf einem guten Weg. Er hat menschlich sehr gut zu uns gepasst. Wir wünschen ihm alles Gute und vielleicht findet er ja wieder den Weg zurück zu uns“, sagt der Sportliche Leiter der HSG Hanau, Reiner Kegelmann.

„Ich bin der HSG dankbar für die Zeit und Erfahrungen, die ich sammeln konnte. Ich wurde von Anfang an super aufgenommen und habe mich sehr wohl gefühlt. Vielleicht kommt es ja nach der Beendigung meines Studiums nochmal zu einer Zusammenarbeit“, sagt der Torhüter. 

Das Torhüter-Talent wechselte in der A-Jugend an den Main und spielte insgesamt drei Jahre für HSG Hanau. In dieser Zeit entwickelte er sich nicht zuletzt unter Anleitung von Torhüter-Trainer Markus Breidenbach zu einem starken Oberliga-Keeper, der auch in der dritten Liga sein Können aufblitzen ließ.

Das Bild von Henrik Naß hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür. 

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Zwei weitere Juniorenspieler des Handball-Drittligisten TV Gelnhausen schaffen den Sprung zu den Vertragsspielern. Jannik Geisler und Felix Reinhardt aus der TVG-Handballschule sind in den Vertragsspieler-Kader der ersten Mannschaft aufgerückt.

Mit seinem Vertragsabschluss über drei Jahre hat sich Jannik Geisler endlich auch seinen ganz persönlichen Traum erfüllt. Das seit 2018 in der TVG-Jugend und zuletzt auch unter Trainer Damir Hundur bei den Junioren in der Landesliga mit hervorragenden Leistungen auffällig gewordene Talent wurde nun ebenso berücksichtigt wie Felix Reinhardt. Seine Kampfbereitschaft und sein ausgeprägtes handballerisches Gespür hat Manager Philip Deinet ebenso überzeugt wie seinen Trainer bei den Junioren. 

„Jannik hat sich mit seinen jungen Jahren sehr schnell im Seniorenbereich zurechtgefunden und gehört nach kurzer Zeit zu den Leistungsträgern in der Landesliga. Sein Potential konnte er auch schon mehrfach in der 3. Liga unter Beweis stellen. Der Dreijahresvertrag für ihn zeigt das Vertrauen des Vereins in seine weitere Entwicklung“, freut sich Hundur.

Jannik Geisler sagt zu seinem nächsten Schritt: „Über die Vertragsunterzeichnung beim TV Gelnhausen freue ich mich sehr. Seit meinem Wechsel 2018 fühle ich mich hier extrem wohl und schätze vor allem das Umfeld und den mannschaftsübergreifenden Zusammenhalt. Ich bin davon überzeugt, dass ich mich hier in den nächsten Jahren handballerisch wie auch persönlich weiterentwickeln kann und weiß auch das mir entgegengebrachte Vertrauen seitens des Vereins sehr zu schätzen. Deshalb werde ich alles daransetzen, mich als fester Bestandteil der Mannschaft zu etablieren und gemeinsam noch zahlreiche Erfolge zu feiern.“

Felix Reinhardt steigt in die erste Mannschaft auf

Auch Felix Reinhardt hat das Vertragsangebot des TV Gelnhausen Handball unterzeichnet und wird für zunächst zwei Jahre das Drittliga-Team verstärken. Die Vereinsführung freut sich über diesen Schritt und sie erhofft sich von Felix eine weitere kontinuierliche Entwicklung und Leistungsbereitschaft. Felix kommt aus dem Juniorenteam und hat sich dort als Kapitän bereits einige Meriten verdient. Auf Linksaußen konnte er sich sportlich und als Persönlichkeit stetig weiterentwickeln. Seine Leistungen sind konstant gut, sein Teamgeist ist vorbildlich. Er hat sich unter Trainer Damir Hundur als Mannschaftsführer immer hervorragend ins Team eingebracht. Der Schritt in die erste Mannschaft war deshalb folgerichtig.

„Felix hat sich in den letzten beiden Jahren zum Anführer und Leistungsträger entwickelt. Als Kapitän der Junioren hat er sich vorbildlich auf und abseits des Feldes verhalten. Ich freue mich über seinen nächsten Schritt und traue ihm diese Aufgabe zu“, so Hundur über seinen Schützling. Felix Reinhardt meinte: „Ich bin froh und stolz in den nächsten zwei Jahren weiterhin das Trikot des TV Gelnhausen zu tragen. Ich freue mich auf die neue Herausforderung ein fester Bestandteil der 1. Mannschaft zu sein und bin dankbar, dass Matthias Geiger dieses Vertrauen in mich hat. Dankbar bin ich auch meiner Mannschaft und natürlich Damir Hundur, denn durch diese Zusammenarbeit konnte ich mich weiterentwickeln und für den Platz auf Linksaußen in der 1. Mannschaft empfehlen.“

 

Die Bilder hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür. Das Beitragsbild zeigt Jannik Geisler. 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Als Gast in meinem neuen Podcast darf ich heute den Welt- und Europameister im Handball, Carsten Lichtlein, begrüßen. Carsten steht derzeit in Diensten des Erstligisten GDW Minden und ist Teil des Torhüter-Kompetenz-Teams des DHB.

Im Podcast erzählt er uns, wie es in Minden ist, wie seine Zeit in der Nationalmannschaft war, was er macht, wenn er nicht gerade im Tor steht und noch einiges mehr. 

Nehmt Euch die Zeit und hört unbedingt in dieses kurzweilige Gespräch rein. 

Ich bedanke mich sehr, dass sich Carsten die Zeit für mich genommen hat und freu mich, ihn bald in Minden und in der neuen Saison als Torhüter-Trainer bei der MT Melsungen zu sehen oder von ihm zu hören.

Meinen Podcast könnt Ihr nicht nur auf meinem Blog, sondern auch auf Spotify oder iTunes hören. Ganz wie Ihr wollt. Hört rein – ich würde mich freuen.

 

Das tolle Bild hat mir Carsten zur Verfügung gestellt. Aufgenommen hat es Andreas Arnold. Danke hierfür. 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Handball-Nationaltorhüterin Ann-Cathrin Giegerich hat sich das Kreuzband am linken Knie gerissen und fällt bis auf Weiteres aus. Die 30-Jährige in Diensten des ungarischen Erstligisten Debreceni Vasutas SC verletzte sich im Pokalspiel Mitte März so schwer, dass sie jetzt schon zum dritten Mal die Diagnose Kreuzbandriss erhielt. Zweimal am linken Knie.

„Ich wurde wieder in Markgröningen operiert und es ist alles gut verlaufen. Mittlerweile habe ich auch den Schock verdaut und es geht mir gut“, sagt die Torhüterin. Nach der OP war sie ein paar Tage zuhause in Großwallstadt bei ihren Eltern, ehe es diese Woche wieder nach Ungarn geht. „Ich hoffe, dass ich bis Januar wieder fit bin“, schaut die Kämpferin optimistisch nach vorne.

Die Saison in Ungarn geht bis Mitte Mai und so wie es ausschaut, wird sie mit ihrem Verein den dritten Platz erreichen. „Damit hätten wir unser Saisonziel erreicht“, sagt Anca Giegerich und freut sich über die gute Platzierung.

Wir wünschen der sympathischen Sportlerin alles erdenklich Gute und schnelle Genesung!

Das Bild hat uns Anca zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür. 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt verpflichtete den ukrainischen Nationalspieler Ievgen Zhuk zur neuen Saison. 

Der 31-jährige Linksaußen stand in dieser Saison für den russischen Handballverein Gandbolni Klub Permskije Medwedi unter Vertrag, musste sich aber aufgrund der Situation in der Ukraine vor Repressalien in Sicherheit bringen und ist deshalb mit seiner Familie vor ein paar Wochen aus Russland nach Großwallstadt geflüchtet. Zunächst war Ievgen Zhuk bei TVG-Geschäftsführer Michael Spatz untergekommen, bis er jetzt mit Hilfe der Unterstützung von Gönnern des Vereins in Kleinwallstadt eine Wohnung gefunden hat. Dort kuriert er aktuell seine Bauchmuskelverletzung aus und wird voraussichtlich ab Mai wieder voll belastbar sein.

Beim TV Großwallstadt erhält der schnelle Flügelflitzer zunächst einen Vertrag für ein Jahr. „Leider hatten wir auf der linken Außenseite durch die Verletzungsmisere von unserem Kapitän Florian Eisenträger über einen längeren Zeitraum auf dieser Position nicht viele Alternativen und Moritz Klenk war auf dieser Position in dieser Zeit auf sich alleine gestellt. Mit dieser Verpflichtung möchten wir diese Position stärken, um auch auf eventuell Ausfälle besser reagieren zu können,“ so TVG-Geschäftsführer Michael Spatz.

Mit dem erfahrenen Zhuk hat der TVG jetzt eine weitere Option auf Linksaußen und der Verein ist sich sicher, dass Ievgen Zhuk mit seiner Sprungkraft und seiner Wurfqualität viele positive Akzente setzen wird. Der Neuzugang lernt bereits fleißig deutsch und wird sich während seiner Regeneration schon vorab mit dem Team vertraut machen.

Mit der Verpflichtung von Ievgen Zhuk folgt der TV Großwallstadt dem guten Beispiel des Erstligisten HSG Wetzlar, der den ukrainischen National-Torhüter Gennadiy Komok kurzfristig verpflichtete, nachdem dieser Ende März zusammen mit seinen Mitspielern der ukrainischen Nationalmannschaft zu einem zweiwöchigen Trainingslager aus dem Kriegsgebiet nach Großwallstadt ausreisen durfte.

 

Der neue TVG-Spieler wurde am 04.08.1990 in Zaporozhye in der Ukraine geboren, spielte zunächst beim SC Time-Burevestnik, bevor er 2010 zum ukrainischen Top-Club HC Motor Zaporozhye wechselte und dort acht Jahre unter Vertrag stand. Von 2018 bis 2019 lief er für Motor-Politekhnika in der Ukraine auf und wurde mit 255 Treffern Torschützenkönig der ukrainischen Liga. Bezeichnend für seine Wurfstärke ist auch das Erzielen von insgesamt 29 Treffern in einer einzigen Partie. Für die Saison 2021/22 nahm er das Angebot des russischen Vereins Gandbolni Klub Permskije Medwedi an.

Zhuk ist zudem Spieler der ukrainischen Nationalmannschaft und war bis zu seiner Verletzung in dieser Saison auch der Kapitän des Teams. Beim TVG erhält er einen Ein-Jahres-Vertrag bis Juni 2023.

 

Das Bild hat uns der TV Großwallstadt zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür. 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die hiesigen Mannschaften aus der Region kamen in der DHB-Pokalrunde zu unterschiedlichen Ergebnissen. Während der TV Gelnhausen in der Pokalrunde C mit einem 24:24-Unentschieden beim TuS Dansenberg nach Hause kam, unterlag die HSG Rodgau Nieder-Roden in der Pokalrunde D mit 22:31 gegen die SG Leutershausen.

Hart umkämpftes Unentschieden bei TuS Dansenberg 

Die Vorbereitung des jungen TVG-Teams war wieder alles andere als optimal. Zu den bekannten krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen des Teams gesellte sich mit Jonathan Malolepszy ein wichtiger Spieler. Der Spielmacher und beste Torschütze des Teams meldete sich im Laufe der Trainingswoche ab.

Die Barbarossajungs konnten mit ihrem ersten Angriff durch Tim Altscher mit 1:0 in Führung gehen.  Diese wurde umgehend durch die Gastgeber gekontert. Bereits in der Anfangsphase war aber abzusehen, dass sich ein unrhythmisches zähes Spiel entwickeln sollte. Beide Teams packten ordentlich in der Abwehr zu, im Angriff wurde in Kleingruppen gespielt und mehr durch Einzelaktionen geglänzt. Gerade der TVG zeigte nicht sein bekanntes Tempospiel, dass entsprach aber auch dem Matchplan von Trainer Matthias Geiger. Aufgrund der personellen Situation hatte er seinem Team ein geduldiges im Angriff verordnet.

Im Laufe der ersten Halbzeit konnten sich die Barbarossajungs aber Tor für Tor von den Gastgebern absetzen. Hier gelang es immer wieder gut den Kreis in Szene zu setzen, die beiden Kreisläufer des TVG Torben Fehl und Yannik Woiwood trafen sicher oder waren nur auf Kosten eines Siebenmeters zu stoppen. An der Siebenmeterlinie wurde Jonathan Malolepszy von Fynn Hilb vertreten, der sicher verwandelte. Auf Fynn Hilb konnte sich der TVG auch im gebundenen Spiel verlassen, wenn Zeitspiel angezeigt wurde, traf er mit seinen Schlagwürfen aus dem Rückraum. Bis zur Halbzeitsirene hatte sich der TVG eine überraschend deutliche 14:10 Führung erarbeitet.

Diese Führung hatte auch zunächst in der zweiten Halbzeit bestand. Tore der Gastgeber konnten gekontert werden, in der 45. Spielminute traf Fynn Hilb zum 22:18 für den TVG. Jetzt machte sich im Spiel der Barbarossajungs aber langsam der Kräfteverschleiss bemerkbar. Yannik Mocken konnte in der 49. Spielminute mit dem 24:20 die letzte Vier Tore Führung des TVG erzielen, dass war zugleich das letzte TVG-Tor in diesem Spiel. Die letzten zehn Spielminuten waren kein Genuss für Handballästheten. Beide Teams kämpften um jeden Ball, die Gastgeber konnten Tor um Tor verkürzen. Im TVG-Tor war nun Julian Lahme ein wichtiger Faktor, mehrfach parierte er gegen freistehende Dansenberger Spieler, trotzdem wurde die Aufholjagd der Gastgeber in der 54. Spielminute mit dem 24:24-Ausgleich belohnt. Die letzten Minuten der Partie waren von technischen Fehlern, vergebenen Wurfchancen beider Mannschaften geprägt. Bezeichnend dafür die letzte Spielminute, in der mehrfach der Ballbesitz wechselte, kein Team aber mehr das entscheidende Tor erzielen konnte.

Deutliche Heimniederlage der Baggerseepiraten

Nur knapp zwanzig Minuten lang hielten die Rodgauer Handballer das Spiel gegen den großen Favoriten auf den Gruppensieg offen. Danach kippte die Partie vor knapp 300 Zuschauern aber schnell in Richtung der Gäste, die aus einem breiten Kader ohne Qualitätsverlust durchwechseln konnten. Der Endstand spiegelte den Leistungsunterschied an diesem Abend korrekt wider, das ordnete auch Trainer Jan Redmann im anschließenden Trainergespräch realistisch ein. „Gegen so eine ausgebuffte Truppe hätten wir von vorneherein nur in Bestbesetzung eine realistische Chance gehabt. Die Niederlage wirft uns nicht um, aber jetzt freuen wir uns erst mal auf ein freies Wochenende.“

Die Partie begann recht munter. Beide Mannschaften zeigten in den Anfangsminuten schöne Offensivaktionen und kamen zu sehenswerten Treffern. Auf Seiten der Rodgauer war man wiederholt mit Kreisanspielen erfolgreich, die „Roten Teufel“ ihrerseits konnten sich auf die Treffsicherheit vom bundesligaerfahrenen Linksaußen Jonathan Scholz (6) verlassen. So entwickelte sich eine ausgeglichene und faire Partie, in der die Rodgauer allerdings schon in der ersten Viertelstunde sehr zur Verwunderung der allermeisten Anwesenden vier Zeitstrafen hinnehmen mussten. Die jeweiligen Unterzahlsituationen überstand die HSG zwar recht gut, doch nach dem 8:8 zeigten die Gäste aus Leutershausen, warum sie eher in die Aufstiegsrunde gehören. Mit unglaublicher Präzision im Angriff und einer äußerst stabilen Deckung legten die Bergsträßer bis zum Halbzeitpfiff einen 6:0-Lauf zum 14:8 hin. Damit war schon eine Vorentscheidung gefallen. Zu stabil agierten die Gäste, als dass die Rodgauer noch auf eine Aufholjagd hoffen durfte. Tatsächlich ging es auch nach Wiederanpfiff zunächst genauso weiter. Beim zwischenzeitlichen 13:26 drohte gar ein Debakel größeren Ausmaßes, aber in den letzten Minuten gelang es, den Rückstand auf erträgliche neun Tore Unterschied zu verkürzen. 

Das Bild von Fynn Hilb hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Dankeschön dafür. Er war mit 9/5 Toren bester Werfer im TVG-Team.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Handballer der HSG Hanau bleiben in der Aufstiegsrunde zur zweiten Handball-Bundesliga weiter sieglos. Gegen den VfL Pfullingen reichten auch neun Tore von Jannik Ruppert nicht. Die ersatzgeschwächten Grimmstädter mussten sich dem Gastgeber nach einer tollen kämpferischen Leistung mit 26:33 (12:20) geschlagen geben.

Einmal mehr musste die HSG Hanau auf einige Spieler verzichten. Für die beiden fehlenden Stammtorhüter Sebastian Schermuly und Fabian Tomm standen die etatmäßigen Oberliga-Keeper Max Gronostay und Henrik Naß zwischen den Pfosten. Außerdem fehlten Yaron Pillmann, Jan-Eric Ritter, David Rivic, Robin Marquardt, Dennis Gerst, Michael Hemmer und Benjamin Horn.

Unter diesen Voraussetzungen wollte Trainer Hannes Geist nicht den Stab über seine Mannschaft brechen. Zumal die HSG in der Aufstiegsrunde der Vorsaison in Bestbesetzung in Pfullingen mit 30:39 unterlegen war. „Wir haben 45 Minuten ein geiles Spiel gemacht und das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Hinten raus hat uns dann ein wenig die Kraft verlassen“, sagte Hannes Geist.

Von Beginn an lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Nach fünf Spielminuten brachte der stark aufspielende Ruppert seine Hanauer mit 5:4 in Führung. Und auch in den folgenden Minuten hielt der wechselseitige Abtausch noch an. Ab der 13. Spielminute geriet die HSG allmählich ins Hintertreffen. Unkonzentrierte und erfolglose Angriffe spielten dem Gastgeber nun in die Karten. Ein Vier-Tore-Lauf von Pfullingen brachte diesen anschließend mit 11:7 zum ersten Mal einen komfortablen Vorsprung ein.

Die Hanauer-Deckung ließ nun vermehrt einfache Tore zu und im Angriff fehlte im Vergleich zur Anfangsphase die nötige Abschlusssicherheit vor dem Tor. So konnte Pfullingen den Vorsprung Stück für Stück weiter ausbauen. In die Halbzeit ging es mit 20:12.

HSG nach der Pause gut drauf

Frisch aus der Pause kommend legte die HSG Hanau wie auch zu Beginn der Partie wieder munter los und konnte schnell zwei Tore Rückstand aufholen. Auch eine zwischenzeitlich erhaltene Rote Karte für Hanaus Marc Strohl nach dessen dritter Zwei-Minuten-Zeitstrafe sorgte im Spiel der engagiert auftretenden Hanauer für keinen Abbruch. Im Gegenteil, das Geist-Team zeigte eine tolle kämpferische Einstellung, mit der die 1000 Zuschauer in der ausverkauften Pfullinger Kurt-App-Sporthalle nach so einem Rückstand wohl nicht mehr gerechnet hätten. Der aus der Distanz erneut treffsichere Jonas Ahrensmeier verkürzte auf vier Tore (44. –  20:24). Und hätte die HSG im Anschluss daran ihre Möglichkeiten genutzt, auf drei Tore heranzukommen, wäre vielleicht sogar noch eine kleine Sensation drin gewesen.

Aber wie auch in der ersten Hälfte zu erkennen, bauten die dezimierten Hanauer gegen Ende erneut ab. Ein kräftezehrendes Spiel machte sich nun bemerkbar, was wieder zu unkonzentrierten Abschlüssen führte. Dadurch konnte Pfullingen in den letzten Minuten seine Klasse ausspielen und am Ende einen verdienten 33:26-Sieg einfahren.

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.