Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das mit Spannung erwartete Spiel in der zweiten Handball-Liga gegen den VfL Eintracht Hagen endete mit einer 33:35-Niederlage und zwei Roten Karten für den TV Großwallstadt. Die bisher makellose Heimbilanz von 8:0 Punkten war gerissen. 35 Gegentore sind einfach zu viel.

Dabei wollte der TVG die Niederlage vom vergangenen Freitag in Potsdam mit einem Sieg gegen die Gäste aus Hagen schnell vergessen machen. Diese hatten allerdings ihre Hausaufgaben gut gemacht und holten beim heimstarken TVG ihre Punkte drei und vier auf die Habenseite. Bereits in den ersten 30 Minuten agierten die Gäste besser und zogen den Hausherren den Zahn. Zwar erwischte Finn Wullenweber einen sehr starken Tag und erzielte die ersten drei Treffer für sein Team. Doch nach dem 3:1 war der Gegner plötzlich wach, drehte den Spieß um und führe mit 4:3, 6:5 und in der 21. Minute erstmals mit zwei Toren (11:9). TVG-Trainer Igor Vori nahm die Auszeit, stellte die Deckung, die bereits zu diesem Zeitpunkt nicht gewohnt stabil stand, etwas um und brachte Mario Stark und Adrian Kammlodt im Angriff. Zuvor wechselten sich die beiden in Angriff, Abwehr ab.

Hagen nutzte die Chancen gut

Hagen mit dem starken Rückraum Philipp Vorlicek, Valentin Spohn und dem ehemaligen TVG-Spieler Pierre Busch auf Außen nutzten ihre Chancen, die „Kante“ Stüber am Kreis machte einen guten Job wie die Mittelmänner Gaubatz und Norouzinezhad auch. Beim 12:13 in der 26. Minute scheiterte Busch vom Punkt an Petros Boukovinas, machte es aber postwendend mit einem Tempogegenstoß wieder gut und avancierte mit insgesamt neun Toren zum besten Torschützen seines Teams. Gaubatz sorgte für das 15:12. Zwar konnte TVG-Kapitän Florian Eisenträger per Siebenmeter verkürzen, handelte sich danach eine Zeitstrafe ein, so dass Hagens Torhüter nicht lange fackelte und zum 17:13 ins leere TVG-Tor traf, da der TVG auf dem Feld aufgefüllt hatte und das Tor verwais war. Immer wieder machten sich Lücken in der TVG-Deckung auf, die man so nicht gewohnt ist. Am Ende war es Adrian Kammlodt, der mit einem Gewaltwurf zum 14:17-Pausenstand verkürzte.

Es dauerte gerade einmal ein paar Sekunden nach dem Wiederbeginn, ehe die Gäste den 18. Treffer erzielten. Der 19. Gegentreffer fiel kurz danach. Der TVG musste sich nun schon sehr strecken, um die Hagener zu stoppen. Doch es kam noch dicker. In der 36. Minute musste Finn Wullenweber, der bis dato beste Torschütze (7) im Team von Igor Vori, mit Rot vom Parkett. Die Gäste bekamen nun immer mehr Oberwasser, nutzten jede sich bietende Chance zu einem erfolgreichen Abschluss.

Zwei, die sich gut verstehen: Michael Spatz, Geschäftsführer beim TVG und Pavel Prokopec, Co-Trainer in Hagen

Und dem nicht genug. Beim 21:25 in der 43. Minute erwischte es Frieder Bandlow. Auch er musste mit Rot für den Rest des Spiels zuschauen. Es lief alles gegen die Hausherren und die robust verteidigenden Gäste waren kaum mehr zu stoppen, hatten Lunte gerochen. Igor Vori nahm die Auszeit, ließ offen decken. Petros Boukovinas im Tor, der in der 42. Minute für Jan-Steffen Minerva kam, hielt einen Strafwurf. Auf der Gegenseite versenkte Flo Eisenträger einen Siebenmeter. Es stand 26:30. Als Mario Stark das 27:30 markierte, nahm VfL-Trainer Neff die Auszeit.

Die Spannung stieg, noch war nichts entschieden, denn es waren noch acht Minuten Zeit. Die Gastgeber setzten den siebten Feldspieler ein und hatte die Chance auf 30:32 zu verkürzen. Doch der Ball fand den Weg ins Tor nicht und schnell stand es 29:33. Auch Hagen brachte den siebten Feldspieler, die letzten Minuten deckte der TVG offen und Dino Corak verkürzte auf 32:34. Aber der VfL ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und die Gesichter beim TVG waren lang.

 

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Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am heutigen Mittwoch ist volles Programm in der zweiten Handball-Liga. Alle Teams sind im Einsatz und der TV Großwallstadt trifft um 19.30 Uhr auf den VfL Eintracht Hagen.

Am vergangenen Freitag musste der TV Großwallstadt im Topspiel beim kecken Aufsteiger 1. VfL Potsdam allerdings eine 30:35-Niederlage kassieren. Während Potsdam seinen dritten Tabellenplatz festigte, steht der TVG vorerst mit 10:6 Punkten nach acht Spielen auf Rang acht. Die Mannschaft von Trainer Igor Vori zeigte – gerade in der sonst so bärenstarken Abwehrarbeit – eine schwache Leistung und hatte gegen das junge Team von Trainer Bob Hanning letztlich keine Chance. Daher sagte auch TVG-Geschäftsführer Michael Spatz anschließend: „Wir haben keinen Zugriff gefunden und taten uns auch gegen die 3-3-Abwehr von Potsdam schwer. 35 Gegentore zu kassieren, ist zu viel. Trotzdem ist es schade, denn wir waren immer wieder auf Tuchfühlung.“

Lange Zeit darüber nachzugrübeln hat der TVG nicht, denn bereits am heutigen Mittwochabend geht die Punktehatz weiter. Diesmal stellt sich der VfL Eintracht Hagen in der Elsenfelder Untermainhalle vor. Der letztjährige Tabellensiebte steht derzeit mit 2:14 Punkten nach acht Spielen auf dem 18. Tabellenplatz und der Einstieg in die neue Saison verlief alles andere als gewünscht. Hagens Trainer Stefan Neff sagte zu Saisonbeginn, dass das zweite Jahr nach einem Aufstieg wohl immer das Schwerste sei. Er ist überzeugt, dass sein Team nach dem guten siebten Tabellenplatz vom Vorjahr sicher heuer anders wahrgenommen wird. Gegen Lübbecke, Dessau, Eisenach, Coburg und Bietigheim gab es Niederlagen. Einzig in Konstanz am 23. September wurden mit 30:23 die Punkte mit nach Hause genommen. Am vergangenen Freitag war die Neff-Mannschaft in Ludwigshafen nahe an einer Punkteteilung. Doch ein Strafwurf kurz vor dem Schlusspfiff und eine tolle Parade des Eulen-Keepers brachte den Eulen den 34:33-Sieg. „So hatten wir uns den Saisonbeginn nicht vorgestellt. Es hakt an einigen Stellen und es fehlt uns das Selbstvertrauen“, sagte Rechtsaußen Pierre Busch. Er trug in der vergangenen Runde noch das Trikot des TVG, wechselte zur neuen Saison nach Hagen. Weiter sagte er: „Wir waren in Ludwigshafen nicht abgezockt genug, haben die Chance zum Ausgleich vertan. Am Mittwoch wollen wir das beim TVG besser machen.“

Pierre Busch hat sich gut eingelebt

Der schnelle Linkshänder, der sich gut in Hagen eingelebt hat, freut sich auf ein Wiedersehen mit altbekannten Gesichtern. „Gegen den alten Verein zu spielen, ist immer etwas besonderes. Klar, dass man da nochmal extra motiviert ist. Wir werden alles daran setzen, um zu gewinnen, damit wir da unten rauskommen.“

Der TVG tut gut daran, sich vom Tabellenplatz des Gegners nicht blenden zu lassen, denn die Eintracht wird alles daran setzen, den Bock umzustoßen. „Wir sind unzufrieden, wie die Saison bisher gelaufen ist. Die Einstellung bei der Mannschaft stimmt und wir können ihr keinen Vorwurf machen. Gerade auch in Ludwigshafen hat es nach einem guten Spiel nicht gereicht. Aber wir müssen weiter hart an uns arbeiten, damit wir aus dem Tabellenkeller herauskommen“, sagte VfL-Co-Trainer Pavel Prokopec, der als Spieler schon das Trikot des TVG getragen hat. Er freut sich ebenfalls auf alte Bekannte, „vor allem auf Mario, Flo und Michi Spatz.“

Dieser weiß, dass Hagen einen sehr guten Kader hat und die Mannschaft dementsprechend weiter vorne stehen müsste. „Die Erwartungshaltung bei der Eintracht ist groß, aber im Moment werden sie der nicht gerecht“, so Spatz. Mit Philipp Vorlicek, Valentin Spohn oder Pouya Norouzi im Rückraum sowie Pierre Busch auf Außen sind nur einige gute Akteure des VfL genannt. Der TVG-Geschäftsführer sagt: „Egal, wer beim Gegner aufläuft. Wir müssen auf uns schauen und versuchen, unsere Abwehr wieder besser zu stellen als zuletzt. Hier müssen wir wieder kompakter zu Werke gehen. Wir haben vor allem in allen Heimspielen bisher gut performt. Das wollen wir beibehalten.“ Tatsächlich steht in der aktuellen Heimtabelle der TVG mit 8:0 Punkten auf Platz zwei hinter dem HBW Balingen-Weilstetten, der 10:0 Punkte hat. TuS Nettelstedt-Lübbecke steht bisher zuhause mit 6:0 Punkten ebenfalls noch mit weißer Weste da.

 

 

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Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür. Es zeigt Kapitän Flo Eisenträger und Frieder Bandlow

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, wird auch am katholischen Feiertag Allerheiligen gespielt. Der TV Kirchzell trifft im Derby auf die DJK Waldbüttelbrunn und der TV Gelnhausen muss nach Pohlheim. 

Weiter spielt heute noch der TuS Ferndorf gegen die TSG Haßloch.

Der aktuelle Spieltag in der Süd-West-Staffel begann bereits am Freitag und zieht sich, bedingt durch den Allerheiligen-Feiertag in einigen Bundesländern, bis Dienstag hin. Dabei sind einige Mannschaften doppelt gefordert. So auch der nächste Gegner des TV Kirchzell, die DJK Waldbüttelbrunn.

Zuletzt gab es für den TV Kirchzell eine herbe Niederlage gegen die HSG Hanau. Die Kirchzeller haben nicht gut gespielt, hinzu kamen ein paar angeschlagene Spieler in dem eh schon kleinen Kader. In der Crunchtime fehlten dementsprechend die Wechselmöglichkeiten. Diese hatten die Hanauer. HSG-Trainer Hannes Geist konnte munter durchwechseln, ohne dass ein Bruch ins Spiel kam. So stand letztlich ein verdienter Erfolg für die Hanauer.

Das nächste Spiel der Kirchzeller ist erst am heutigen Dienstag, an Allerheiligen. „Das tut uns gut, denn wir haben dadurch eine etwas längere Vorbereitung und wir können etwas länger durchschnaufen“, sagt TVK-Trainer Alex Hauptmann. Der kommende Gegner, die DJK Waldbüttelbrunn, feierte im Sommer die Meisterschaft in der Bayernliga und spielt nach nun 23 Jahren Bayern- oder Landesliga in Liga drei. Allerdings war der Einstand in die neue Liga alles andere als gut. Nach nun acht Spielen stehen 0:16 Punkte auf dem Konto. Bis auf die Begegnung gegen die  HSG Pohlheim (29:32), ebenfalls Aufsteiger, waren die Ergebnisse recht deutlich. Gegen den TuS Ferndorf musste die DJK sogar 41 Gegentreffer hinnehmen. Allerdings verkaufte sich der Neuling gegen Hanau gut, musste erst in den letzten Minuten die Niederlage hinnehmen. „Wir müssen im Spiel gegen den Aufsteiger nicht lange rum reden. Ein Sieg muss her. Wobei das Team souverän die Bayernliga durchlaufen hat und auch in der dritten Liga bisher gar nicht so schlecht gespielt hat“, sagt Alex Hauptmann. „Die DJK steht in der Abwehr gut, spielt nach vorne sehr schnell. Der Rückraum ist gut, auch die Außen spielen gut auf. Wir sollten den Gegner nicht unterschätzen, aber wir müssen gewinnen“, so der Coach weiter. Zuletzt zog Waldbüttelbrunn gegen Mitaufsteiger Mundenheim den Kürzeren und es bleibt bei den null Punkten auf der Habenseite.

Benjamin Herth zur DJK

Vor der Saison gelang es den Waldbüttelbrunnern Benjamin Herth zu verpflichten. Der ehemalige Bundesliga-Spieler, der schon das Trikot von Balingen, Lemgo und Leipzig trug sowie in Rimpar in der zweiten Liga spielte, ist eine große Verstärkung im Rückraum. Allerdings hatte er zuletzt Probleme mit der Achillessehne und musste pausieren. Ein weiterer Aktivposten im Rückraum ist Luca Wenzel, der vom HC Erlangen II kam. Im Team von Trainer Dusan Suchy steht noch Linkshänder Nils Kwiatkowski, der in der TVG-Junioren-Akademie ausgebildet wurde sowie Yannik Bardina, ebenfalls Linkshänder, ebenfalls von der TVG-Akademie. Doch auch er hat sich zuletzt eine Handverletzung zugezogen und es bleibt abzuwarten, ob er spielen kann. Die DJK hat jüngst auf die Ausfälle reagiert und Leon Rastner vom MHV Schweinfurt verpflichtet. Der Linkshänder und Sohn vom ehemaligen Kreisläufer Andreas Rastner, der unter anderem für Magdeburg, Gummersbach, Santander oder Hamburg spielte. Filius Rastner wurde in der Jugend des SC Magdeburg ausgebildet und spielte auch schon beim HSC Bad Neustadt.

Die Kirchzeller haben mit Paul Büchler einen Langzeitverletzten. Der junge Nachwuchs-Torhüter verletzte sich im Training am Knie und Alex Hauptmann sagt: „Die schlimmsten Befürchtungen haben sich nach diversen Untersuchungen bestätigt. Paul hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und wird uns monatelang fehlen.“ Auch hinter Tom Spieß steht erneut ein Fragezeichen. Er musste im letzten Spiel nach erneuten Problemen am Oberschenkel ausgewechselt werden. Ob Brian Heinrich zum Einsatz kommt, ist ebenfalls noch fraglich.

 

TV Gelnhausen will zurück in die Erfolgsspur

Für den TV Gelnhausen geht es derzeit Schlag auf Schlag. Eine englische Woche in der 3. Handball-Liga Süd steht auf dem Programm und so haben die Barbarossastädter bereits am Dienstag die Möglichkeit, die Heim-Niederlage gegen den Tabellenführer TuS Ferndorf wettzumachen.

Nachdem man am Samstag dem Spitzenreiter aus Ferndorf einen leidenschaftlichen Kampf geliefert hatte, am Ende aber mit 24:29 den Kürzeren zog, will der TV Gelnhausen beim Tabellenvorletzten wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Dabei muss Geiger weiterhin auf Paul Hüttmann (Erkältung) sowie auf die beiden Langzeitverletzten Max Bechert und Michael Hemmer verzichten.

Gegner nicht unterschätzen

Auch wenn Pohlheim erst zwei Punkte auf dem Konto hat, sind sie Gelnhäuser jungen Wilden gut beraten, den Gegner keinesfalls zu unterschätzen. „Sie haben viele knappe Ergebnisse erzielt und einige sehr erfahrene Spieler in ihren Reihen. Wir sind uns daher der Schwere der Aufgabe bewusst, aber wir wollen die zwei Punkte holen“, sagt TVG-Trainer Geiger. 

Das Bild hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Das Beitragsbild mit Tobias Jörg stammt von mir.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, schickte die HSG Hanau die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II ohne Punkte nach Hause. Der TV Gelnhausen hingegen musste sich nach großem Kampf dem TuS Ferndorf geschlagen geben.

 

Es war der verdiente 25:21-Heimsieg der HSG Hanau gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II zwischen zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Wider ihres Tabellenplatzes präsentierten sich die Mittelhessen als starker Gegner in der Main-Kinzig-Halle. Am Ende siegten aber die Grimmstädter, auch dank der größeren Nervenstärke und eines starken Can Adanir im Kasten. Während die Hanau-Sieben von Trainer Hannes Geist gerade in der ersten Halbzeit einige Möglichkeiten für eine deutlichere Führung liegen ließ, brachte sich die Erstliga-Reserve der HSG Wetzlar im zweiten Durchgang durch zwei Wechselfehler aus dem Tritt. 

„Ich denke, handballerisch konnten wir heute wieder viele Fortschritte machen“, sagte Hannes Geist nach dem Abpfiff. „Aber gerade in der zweiten Halbzeit haben wir viele Chancen liegen lassen oder sind an Simon Böhne gescheitert. Die Jungs können sich jetzt einen Abend freuen, aber bereits nächste Woche erwartet uns die nächste schwere Auswärtsaufgabe.“  

In der Main-Kinzig-Halle bekamen 470 Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel zu sehen, in dem vor allem die beiden Torhüter im Fokus standen. Sowohl Hanaus Can Adanir als auch sein Gegenüber Simon Böhne, der erst vor Kurzem nach einem Kopftreffer zurück auf die Platte gekehrt war, präsentierten sich in Bestform. Böhne ließ in den ersten zehn Minuten gleich zwei Mal Max Bergold von der Siebenmeterlinie scheitern. Zunächst war es so der Gast, der beim 2:0 und 4:2 den Ton angab. Da aber auch Adanir einige Topchancen des Gegners wegnahm, stand es bei Luca Brauns Ausgleichstreffer aus dem Rückraum in der 18. Minute erst 5:5 in einer bis dahin torarmen Partie.  

Zweikampfstarke Abwehrreihen auf beiden Seiten 

Zwischen beiden Mannschaften entwickelte sich in der Folge ein Schlagabtausch, in dem beide Abwehrreihen immer wieder auf sich aufmerksam machen. Während bei der HSG Hanau im Innenblock Ahrensmeier und Strohl den Laden gut zusammenhielten – Kreisläufer Dziguas Jusys war nach gut 17 Minuten verletzt vom Feld gehumpelt – stellte auf der Gegenseite die offensiv gespielte 6:0-Deckung der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II die Ritter, Bergold & Co. einige Male vor Probleme. 

Dutenhofen II sorgte über den Rückraum um Spielmacher Lukas Gümbel und den Shooter Erik Irle immer wieder für Gefahr, doch Tore blieben zunächst Mangelware. Nachdem Adanir nach einer weiteren Parade in der 29. Minute David Rivic per langem Pass auf die Reise schickte und dieser das 11:7 erzielte, nahm Hanau eine knappe Führung mit in die Kabine. „Ich kann meine Mannschaft loben“, so Geist später. „Sie haben nie ihre Köpfe hängen lassen, weitergemacht und das Spiel bereits im ersten Durchgang beim 11:8 gedreht.“

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kamen die Gäste mit Schwung wieder auf die Platte und durch den Treffer von Fynn Steinmüller beim 10:11 (33.) wieder in Schlagdistanz, während Hanau zunächst die letzte Konsequenz vermissen ließ. Eine Zeitstrafe gegen Abwehrkante Maduwuike Okpara brachte die Grün-Weißen dann aber doch aus dem Tritt und Dennis Gerst stellte mit dem 13:10 (38.) den alten Vorsprung wieder her. Der Rechtsaußen der HSG Hanau machte ein gutes Spiel und setzte sich gerade im schnellen Konterspiel einige Male gekonnt in Szene. 

Zwei Wechselfehler lassen Hanau profitieren 

In der Folge blieb Hanau die bessere Mannschaft, auch da sich Dutenhofen II durch zwei Wechselfehler in der 43. und 45. Minute selbst schwächte und so lange in Unterzahl dagegenhalten musste. In dieser Phase sorgte der schön freigespielte Julian Fulda mit seinem Treffer von Rechtsaußen für das 16:12, ehe Gerst den Abstand auf 17:12 (45.) veränderte. 

Unterstützt von ihrem lautstarken Publikum blieben die Grimmstädter nun souverän und meist einen Schritt schneller als ihre Gegner. Bergold verwandelte einen Siebenmeter im Nachwurf zum 19:13. Als Gerst nach einem weiteren schnellen Konter das 22:14 (51.) erzielte, nahm Dutenhofen-Coach Axel Spandau seine letzte Auszeit. Die Ansprache schien dem Team noch einmal neue Kräfte zu geben, denn kurz danach brachte Rechtsaußen Tim Rüdiger mit drei Treffern in Serie die Mittelhessen noch einmal auf 20:24 (57.) heran. Spätestens mit dem 25:20 von Nils Schröder, krönte sich die HSG Hanau endgültig zum Sieger der spannenden Partie. Der eingewechselte Fabian Tomm parierte nach Ablauf der Spielzeit noch einen Siebenmeter gegen den ansonsten treffsicheren Leon Bremond. 

 

Jede Menge Applaus für den TVG

Am Ende gab es jede Menge Applaus und „Gelnhausen, Gelnhausen“-Sprechchöre von den Rängen. Die Fans der Barbarossastädter bewiesen einmal mehr ihr gutes Gespür. Zwar verlor der TV Gelnhausen gegen den Tabellenführer TuS Ferndorf mit 24:29, doch das junge TVG-Team dürfte sich nach diesem couragierten Auftritt gegen den letztjährigen Zweitligisten jede Menge Respekt erspielt haben.

„Ferndorf ist einfach eine zweitligareife Mannschaft mit überragenden Spielern, die dazu noch sehr gut eingestellt waren und auch konditionsstark. Daher kann ich meiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Die Jungs haben ein tolles Spiel gemacht und können daraus viel Selbstvertrauen tanken. Kompliment ans Team“, sagte TVG-Coach Matthias Geiger. 

Gelnhausen erwischte vor 620 Zuschauern den besseren Start. Jannik Geisler und Jonathan Malolepszy, der noch geschont wurde und nur zu den Siebenmetern antrat, brachten den Gastgeber mit 2:0 in Führung. Julian Lahme parierte dazwischen einen Strafwurf und brachte so die Hölle Süd frühzeitig auf Betriebstemperatur.

Doch schnell sollte sich die Klasse der Gäste zeigen. Mit teilweise sehenswerten Treffern setzten sie sich bis zur 18. Minute mit 10:5 ab und es schien alles auf einen ruhigen Abend für den Spitzenreiter hinauszulaufen. Doch Geigers Rasselbande ließ sich nicht entmutigen. Im Gegenteil. Der TVG-Coach nahm eine Auszeit und stelle sein Team neu ein. Es folgte die beste Phase seiner Mannschaft.

Mit vier Toren in Folge meldeten sich die Barbarossastädter innerhalb von drei Minuten eindrucksvoll zurück.  Nach 23 Minuten lang der TVG nur noch 10:11 in Rückstand. Es folgte ein offener Schlagabtausch, den Henrik Müller mit dem 14:14 fünf Sekunden vor dem Pausenpfiff beendete. Die Halle stand zu diesem Zeitpunkt Kopf und eine Sensation lag in der Luft.

Allerdings kehrten die Gäste im Stile einer Spitzenmannschaft aus der Kabine zurück und sollten sich im zweiten Durchgang nach und nach immer weiter absetzen. Ein 7:2-Lauf bis zu 51. Minute sorgte dann letztlich beim Stande von 27:19 für die Vorentscheidung zugunsten Ferndorfs.  Doch der TVG gab sich nicht auf und konterte seinerseits mit einem 5:1-Lauf. Und als Mocken in der 57. Minute auf 24:28 verkürzen konnte, keimte für einen Moment noch einmal Hoffnung auf.

Am Ende zog der TV Gelnhausen allerdings mit 24:29 den Kürzeren. „Ferndorf hat in der zweiten Hälfte ganz wenig Fehler gemacht und unsere wenigen gnadenlos ausgenutzt“, sagte Geiger, der kurzfristig auf Paul Hüttmann verzichten musste. Während Mocken mit sechs Toren erfolgreichster Torschütze beim TVG war, konnte sich auf der anderen Seite Josip Eres mit sieben Treffern in Szene setzen.

 

 

Die Bilder haben uns der TV Gelnhausen und die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Handball-Zweitligist  TV Großwallstadt wusste in der Partie gegen den 1. VfL Potsdam nicht zu überzeugen und musste sich der jungen dynamischen Truppe um Trainer Bob Hanning geschlagen geben.

Keineswegs hatten sich die Blau-Weißen das so vorgestellt, wollten sie doch in Brandenburg an ihre Siegesserie der vergangenen Woche anknüpfen. Dass es kein leichtes Vorhaben war, war Trainer Igor Vori von Beginn an bewusst, dennoch glaubte er an seine Truppe, welche gleich zu Beginn mit 1:0 in Führung ging. Das sollte es aber auch gewesen sein. Der Gastgeber drehte den Spielstand sofort auf 3:1 und die Unterfranken hielten die Partie bis zum 9:9 (19.) ausgeglichen. Kurz vor der Pause drehte Potsdam noch einmal auf und zog auf 14:10 davon. Da  halfen auch zwei Auszeiten in Folge des TVG nichts. Auch wenn der TVG an diesem Tag nicht die gewohnt starke Abwehrarbeit der vergangenen Wochen zeigte, so kann dem Team auf jeden Fall nicht abgesprochen werden, dass der Siegeswille fehlte. So kämpften sich die Gästte wieder heran und es ging mit 16:15 in die Pause.

In der zweiten Halbzeit wollten es die Gäste den Brandenburgern schwerer machen, zu leichten Toren zu kommen, was zunächst auch gelang. Doch das temporeiche Spiel des Gastgebers, dessen junge Truppe nie Ermüdungserscheinungen zeigte, führte in der 39. Spielminute wieder zu einem 3:0-Lauf. Auch wenn es lange Zeit nicht danach aussah, dass der TV Großwallstadt noch einmal herankommen sollte, kämpften Kapitän Florian Eisenträger  und Co. weiter und waren beim 22:20, 27:25, 30:28 dabei. Doch anstatt konzentriert weiter zu spielen, haderten die Gäste zu oft mit den Schiedsrichterentscheidungen, ließen sich davon aus der Spur bringen und handelten sich eine dreifache Unterzahl ein. Am Ende stand ein verdienter 35:30-Erfolg der Mannschaft von Bob Hanning. 

Nach dem Spiel sagte TVG-Geschäftsführer Michael Spatz: “Wir haben keinen Zugriff gefunden und 35 Gegentore sind definitiv zu viel. Probleme hatten wir mit der 3-3-Deckung der Potsdamer und auch vorne haben wir nicht die richtige Lösung gefunden. Schade, denn wir waren ja immer wieder auf Tuchfühlung. Doch wir wussten, was auf uns zukommen würde und hier werden noch andere Mannschaften verlieren.”

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür. 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, kommt es heute Abend zum Topspiel zwischen dem TV Gelnhausen und dem TuS Ferndorf. Mit dem Ziel Klassenerhalt gestartet, hat sich die jüngste Mannschaft der dritten Liga in einen Rausch gespielt und rangiert mit 10:4 Zählern völlig überraschend auf Rang vier. „Wir haben überhaupt nichts zu verlieren. Die Jungs sind heiß und wollen sich zeigen. Wir wollen für uns selbst wissen, wo wir wirklich stehen und werden alles versuchen, eine so starke Mannschaft wie Ferndorf vor Probleme zu stellen. Dabei vertrauen wir auf die große Unterstützung unsere Fans, denn die werden wir am Samstag auf jeden Fall brauchen“, blickt TVG-Coach Matthias Geiger voller Vorfreude auf das Spiel.

Spätestens nach dem Erfolg vergangene Woche bei der heimstarken TSG Haßloch hat sich rund um die Barbarossastädter das Gefühl breit gemacht, dass die Entwicklung des jungen Teams deutlich schneller vorangeschritten ist, als erwartet. „Dafür, dass wir so jung sind, spielen wir in dieser Saison schon richtig abgezockt. Das hätte ich so nicht erwartet. Letztes Jahr haben wir noch viele Spiele mit einem oder zwei Toren verloren“, sagt Linksaußen Yannik Mocken.

Umso mehr freut sich das Team auf das Duell gegen den TuS Ferndorf. Mit 13:1 Punkten führt der letztjährige Zweitligist die Tabelle an und hat bis auf einen kleinen Wackler beim Remis in Dansenberg jedes Spiel souverän gewonnen. 

„Ferndorf ist eine absolute Top-Mannschaft. Sie sind auf allen Positionen sehr gut besetzt. Dazu sind sie fit und körperlich sehr stark“, hat Geiger keinen Schwachpunkt beim kommenden Gegner ausgemacht. Und doch wird er im Verbund mit Sergei Budanow im Videostudium versuchen, die ein oder andere Lücke zu finden. Denn auch das ist eine große Stärke dieser TVG-Mannschaft, dass sie die theoretischen Anweisungen sehr gut in der Praxis auf der Platte umsetzen kann. „Wir wollen versuchen den Gegner vor Probleme zu stellen, um da zu sein, sollte er tatsächlich einmal ins Straucheln geraten“, sagt Geiger.

Rechtzeitig zum Topspiel lichtet sich auch ein wenig das Spieler-Lazarett. Bis auf die beiden Langzeitverletzten Michael Hemmer und Max Bechert sind lediglich Jonathan Malolepszy und Nils Bergau fraglich. Der Kapitän laboriert immer noch an seiner Fersenprellung, während Bergau nach einem Zusammenstoß am vergangenen Wochenende ebenfalls noch nicht wieder voll mittrainiert.

 

Weiter spielen: mHSG Friesenheim-Hochdorf II – HG Saarlouis, DJK Waldbüttelbrunn – VTV Mundenheim, VfL Gummersbach II – HSG Rodgau Nieder-Roden.

 

Das Bild hat uns Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am heutigen Freitag bestreitet der TV Großwallstadt das Spitzenspiel der zweiten Bundesliga gegen den 1. VfL Potsdam in der MBS-Arena.

Wer hätte vor Saisonbeginn gedacht, dass die Partie des achten Spieltags als Topspiel gehandelt werden würde. Der TV Großwallstadt, der in der letzten Spielzeit noch um den Abstieg kämpfte, trifft erstmalig auf den Aufsteiger aus der dritten Liga, den 1. VfL Potsdam. Dieser hat bisher ein eindrucksvolles Programm gemeistert. Die junge Brandenburger Mannschaft – insgesamt stehen fünf Jugendnationalspieler unter Vertrag – hat bisher fünf Spiele gewonnen, ein Unentschieden erzielt und musste sich gegen den HSC Coburg geschlagen geben. Mit 11:3 Punkten stehen die Potsdamer damit aktuell auf Platz drei der Tabelle.

Allerdings braucht sich auch der TV Großwallstadt nicht zu verstecken. Zwar stehen die Unterfranken einige Plätze hinter dem VfL in der Tabelle, also genauer gesagt auf Platz sieben. Punktetechnisch gesehen haben die Blau-Weißen aber nur einen Punkt weniger (10:4) auf dem Konto und können mit einem Sieg an Potsdam vorbeiklettern.

Beide Trainer im Fokus

Auch die beiden Trainer werden am heutigen Abend im Fokus sein. An der Seitenlinie stehen zwar zwei sehr unterschiedliche Typen, aber beide mit einem großen Namen und einer beeindruckenden Karriere.

Auf der einen Seite steht Bob Hanning, langjähriger Vizepräsident des DHB und ein etwas exzentrischer Trainer. Beim TVG glänzt Igor Vori, der als Spieler alle großen Titel gewonnen hat und bei Vereinen mit klangvollen Namen wie FC Barcelona oder Paris Saint-Germain unter Vertrag stand.

Beide werden heute aber nur bedingt in das Geschehen auf dem Feld eingreifen können. Beide werden aber ihre Schützlinge sehr präzise auf den Gegner eingestellt haben. Am Ende könnten eventuell die Zuschauer das Zünglein an der Waage sein. Oder vielleicht doch der Coach, der seine Hausaufgaben am besten gemacht hat und dessen Team diese am besten umsetzt.

Trainer Igor Vori weiß, dass die Aufgabe heute keine leichte sein wird: „Ich würde Potsdam definitiv die Favoritenrolle zuschreiben. Uns erwartet zwar ein junges Team, das aber dennoch über viel Erfahrung verfügt. Das Projekt, welches Bob Hanning in Potsdam gestartet hat, ist vielversprechend. Dennoch glaube ich an meine Mannschaft und wir wollen den Spirit der letzten Wochen mit in dieses Spiel nehmen – dann ist alles möglich.“ Der VfL Potsdam möchte auf jeden Fall seine aktuelle Erfolgsserie mit drei Siegen in Folge gerne verlängern. Gewinner sind also die Zuschauer, die sich auf eine interessante Partie freuen dürfen.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Bereits am Freitag geht es in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, weiter. Die HSG Hanau empfängt mit der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II den Tabellenelften.

„Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die HSG eigentlich besser ist, als es ihr Tabellenplatz momentan aussagt“, meint TVG-Trainer Hannes Geist am Rande einer Trainingseinheit unter der Woche. „Zudem haben sie viele Personalsorgen.“ Sein Team wolle den Fight aber zu hundert Prozent annehmen, in der Abwehr erneut Ballgewinne kreieren und so die einfachen Tore erzielen. 

Während die HSG Hanau momentan einen eindrucksvollen zweiten Tabellenrang (13:3 Punkte) ihr eigen nennt und die Gäste mit einer Siegesserie von 8:0 Zählern in eigener Halle erwartet, haben die Mannen von Dutenhofen/Münchhausen-Coach Axel Spandau bislang in dieser Saison nur schwer in die Spur finden können. Am vergangenen Wochenende verspielten die Mittelhessen in Mundenheim eine Führung zur Pause und unterlagen am Ende mit 24:27. Nur zwei Siege gegen Pohlheim und Kirchzell stehen bislang zu Buche. Wichtige Spieler wie Tim Lauer, Madu Okpara und Malvin Werth sind weiterhin verletzt.

„Dutenhofen wird mit einer individuell sehr gut ausgebildeten Mannschaft nach Hanau kommen“, meint Hannes Geist mit Blick auf den Gegner. „Sie spielen lange zusammen und haben bereits ausreichend Drittligaerfahrung.“ Kopf der Mannschaft ist der 25-Jährige Spielmacher Lukas Gümbel, der in der offensiven 3:2:1-Deckung auch die vorgezogene Verteidigerposition bekleidet. Er und sein Teamkollege, der schnelle Rechtsaußen Tim Rüdiger, überzeugten beim 36:30-Heimsieg gegen Kirchzell, vor zwei Wochen, beide mit jeweils neun Toren. Hoffnung in der angespannten Personalsituation macht den Grün-Weißen vielleicht auch die Rückkehr von Rückraumschütze Erik Irle nach langer Verletzungspause und auch Torhüter Simon Böhne – sammelte bereits Zweitligaerfahrung mit dem TV Hüttenberg – stand zuletzt wieder zwischen den Pfosten. 

„Natürlich wollen wir in unserer Abwehr mit viel Fleiß agieren“, so Geist. „Allerdings wird aber auch unser eigenes Angriffsspiel eine Herausforderung für uns. Dutenhofen hat sich in den vergangenen Jahren in der Defensive wesentlich weiterentwickelt und wird wahrscheinlich eine offensiv interpretierte 6:0-Deckung spielen, die immer wieder versucht Würfe aus dem Rückraum mit Kontakt und einer guten Blockarbeit zu verhindern.“ 

Zuletzt hatte Hanau bei den Erfolgen gegen Kirchzell, Waldbüttelbrunn und Gelnhausen bewiesen, dass das junge Team um Kapitän Jannik Ruppert nicht nur in der Abwehr sicher stehen, sondern auch mit schnellem Konterspiel über die erste und zweite Welle Gegner zur Verzweiflung treiben kann. Im Positionsspiel erwartet Geist einmal mehr, dass „wir viele Tugenden und Basics an den Tag legen und gute Wurfpositionen kreieren sowie mit absoluter Konsequenz verwerten.“  

Weiter spielt am Freitag noch der TuS Dansenberg vs VfL Gummersbach II.

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Dankeschön.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, gab es am Wochenende im Derby gegen die HSG Hanau eine Heimniederlage für den TV Kirchzell. Auch die HSG Rodgau Nieder-Roden kam mit einer Niederlage aus Ferndorf zurück. Der TV Gelnhausen hingegen nahm die Punkte aus Haßloch mit nach Hause.

 

 Es war das erwartet schwere Spiel für den TV Kirchzell und am Ende gab es die zweite Niederlage in Folge für die Mannschaft von Trainer Andi Kunz. Mit 27:21 nahmen die Hanauer vor einer lautstarken Kulisse letztlich verdient die Punkte mit nach Hause, spielten sehr gut auf. Die Gastgeber hingegen fanden nie zu ihrem Spiel und erwischten einen gebrauchten Tag.

Von Anfang an war Pfeffer in der Partie und es ging nicht optimal los für die Hausherren. Nach eineinhalb Minuten gab es schon den ersten Strafwurf, doch den Heber von Tim Häufglöckner fing HSG-Torhüter Can Adanir heraus. Tom Spieß vom Punkt und Antonio Schnellbacher von Außen trafen anschließend zum 2:1. Dies sollte es aber auch mit der Führung der Kirchzeller gewesen sein. In der Folge waren die Gäste am Drücker, nutzten ihre Chancen gut und gingen über die Stationen 5:3 und 8:5 in der 24. Minute erstmals mit vier Toren in Führung (11:7). Andi Kunz gefiel nicht, was er sah und er zog den grünen Karton. Die HSG verteidigte gut und hatte mit Can Adanir einen guten Rückhalt im Tor. Aber auch die Gastgeber standen gut in der Defensive und Tobias Jörg stand seinem Gegenüber in nichts nach. Es wurde um jeden Zentimeter Boden gekämpft. Es gab sehr viele Wischpausen und Unterbrechungen. Kein Wunder, dass die erste Hälfte erst nach 45 Minuten vorbei war. Die Schiedsrichter verhängten viele Strafwürfe und so waren es alleine in der ersten Hälfte acht. Drei davon vergeigte Hanau, einen verwarf der TVK. Kurz vor der Pause waren die Kirchzeller etwas unaufmerksam, so dass die HSG noch zwei blitzsaubere Tore im gegnerischen Kasten versenken konnte und mit 13:9 in die Kabinen ging.

Auftakt in Hälfte zwei verschlafen

Den Auftakt in die zweite Halbzeit verschlief der TVK, vergab früh einen Siebenmeter. Ehe er sich versah, hatte der Gast bereits zum 15:9 aufgestockt. Die Hanauer spielten unbeirrt weiter, hatten den Gegner auf fast allen Positionen im Griff. Beim 10:17 in der 35. Minute zog Trainer Kunz die Reißleine. Doch es nutzte alles nichts. Der Gegner spielte wie aufgedreht und die Kirchzeller agierten wie das Kaninchen vor der Schlange. Drei Tore nach 16 Minuten in Halbzeit zwei sagen alles aus. Sie wechselten den Torhüter, brachten ab der 41. Minute Joshua Löffelmann. Doch auch er konnte nicht viel ausrichten. Auf der Gegenseite glänzte Adanir mit einer Parade nach der anderen, hielt was zu halten war. Und seine Vorderleute trafen nach Belieben. Beim 13:23 in der 48. Minute war die Begegnung längst gelaufen. Vier Minuten danach beim 16:24 wechselte HSG-Trainer Hannes Geist seine Torhüter und schickte den jungen Fabian Tomm ins Tor. Andi Kunz nahm kurz darauf (55. – 17:26) die dritte Auszeit. Seine Mannschaft gab sich nicht auf, musste aber die Überlegenheit des Gegners anerkennen.

 

 

Als Verlierer zurück aus dem Siegerland

Mit einer ernüchternden 20:29-Packung im Gepäck musste  die HSG Rodgau Nieder-Roden nach dem Spitzenspiel bei Tabellenführer TuS Ferndorf die Heimreise antreten. Die ersatzgeschwächten Baggerseepiraten konnten nur in der Anfangsphase mit dem Favoriten mithalten, hatten schon bald aber der Überlegenheit des ambitionierten Zweitliga-Absteigers aus dem Siegerland nichts mehr entgegenzusetzen und verloren auch in dieser Höhe verdient.

Dabei fing die Partie aus Sicht der Rodgauer durchaus verheißungsvoll an: Henning Schopper erzielte nach 35 Sekunden die 1:0-Führung für die Gäste, die auf ihre beiden besten Torschützen Ketil Horn (verletzt) sowie Johannes von der Au (krank) verzichten mussten. Bis zur 16. Spielminute agierten die HSG-Cracks nach Angaben von Trainer Jan Redmann zwar „dank eines sehr guten Marco Rhein im Tor und einer sehr guten Abwehr“ weiterhin auf Augenhöhe und lagen zu diesem Zeitpunkt auch nur 5:6 in Rückstand. „Danach haben wir aber wirklich schlecht gespielt. Vor allem im Angriff ist meinen Jungs gegen die körperlich starke und passive Verteidigung des Gegners nichts eingefallen, und durch schlechte Würfe sowie viele Fehlpässe und technische Fehler haben wir Ferndorf viele Gegenstöße und einfache Tore ermöglicht“, analysierte der Coach die Phase bis zur Halbzeitsirene, in der sich der Gastgeber auf 16:6 absetzen konnte. Und damit war die Partie natürlich schon entschieden.

HSG kam nach dem Wechsel heran

Direkt nach dem Wechsel kamen die „Redmänner“ zwar noch einmal auf 11:18 (35.), heran, eine Wende konnten sie der Partie indes nicht mehr geben. „Wir haben aber eine gute Moral gezeigt“, zeigte sich Jan Redmann mit den Darbietungen seiner Schützlinge im zweiten Durchgang durchaus zufrieden. Bei der HSG bestritt der lange verletzte Neuzugang Lars Spieß sein erstes Spiel im neuen Trikot. „Wir haben ihn zunächst nur in der Abwehr eingesetzt, und da hat Lars seine Sache sehr gut gemacht, denn er ist sehr kommunikativ und führt seine Mitspieler“, so der Coach über den Mann mit der Nummer 36, der sich allerdings drei Zeitstrafen einhandelte und deshalb in der 46. Spielminute mit Rot das Feld verlassen musste.

Voll des Lobes war der Rodgauer Trainer zudem über Youngster Ben Seidel. „Er hat seine Chance genutzt und in den 15 Minuten, in denen er ran durfte, nicht nur zwei Tore erzielt, sondern auch sein großes Potenzial angedeutet“, sagte Redmann über das Mega-Talent aus dem eigenen Nachwuchs, das zuvor noch 60 Minuten in der A-Jugend-Bundesliga durchgespielt hatte. Doch natürlich konnten weder Seidel noch Spieß geschweige, denn ihre Mitspieler den klaren Erfolg der souverän agierenden Heimmannschaft noch gefährden, die in der zweiten Hälfte in Anbetracht des klaren Vorsprungs verständlicherweise nicht mehr mit Vollgas agierte.

„Ich habe viele wichtige Erkenntnisse aus diesem Spiel mitnehmen können, und auch einige meiner Akteure dürften im Duell mit einem bärenstarken Gegner, der sowohl auf als auch abseits des Platzes viel professioneller als wir aufgestellt ist, erkannt haben, dass wir noch viel zu tun haben, um auf ein solches Niveau wie Ferndorf zu kommen“, lautet das Fazit von Trainer Jan Redmann, für den die klare Niederlage denn auch „kein Beinbruch“ ist.

 

Julian Lahme führt Gelnhausen zum Sieg in Haßloch

Ein überragender Oldie Julian Lahme zwischen den Pfosten und eine unglaublich hart arbeitende Rasselbande haben für eine Überraschung gesorgt. Der TV Gelnhausen gewann bei der TSG Haßloch mit 25:22 und mischt mit 10:4 Punkten ganz oben in der Tabelle mit. „Das war eine wahnsinnig gute Leistung von unseren Jungs. Nach zwei bitteren Derby-Niederlagen gegen einen so starken, erfahrenen und körperlich überlegenen Gegner auswärts zu bestehen, das kann man nicht hoch genug einschätzen“, freute sich Trainer Matthias Geiger über den Auswärtscoup seiner Mannschaft.

Der Gastgeber ging durch Lars Hannes in Führung, doch die Barbarossastädter blieben dran. Nach zehn Minuten brachte Yannik Mocken, der eine fast hundertprozentige Trefferquote vorweisen konnte, seine Farben mit 4:2 in Führung. Mit insgesamt sieben Treffern war der Linksaußen der erfolgreichste Werfer an diesem Abend. In der Folgezeit lieferten sich beide Teams ein schnelles und ebenso umkämpftes Spiel, das bis in die Schlussphase stets auf Messers Schneide stehen sollte. Dabei hatte der TVG fast immer die Nase ein Stückchen vorne. Das lag vor allem auch an Keeper Lahme. Der 34-Jährige lief an diesem Abend zu großer Form auf. Folgerichtig ging der TV Gelnhausen mit einer 13:11-Führung in die Pause.

Nach Wiederanpfiff leistete sich der TVG die einzige kurze Schwächephase, als im Angriff leichtfertig Bälle verloren wurden und man sich hinten zwei schnelle Tore fing. Doch dann vernagelte Lahme mit Glanzparaden in Serie den Kasten und führte sein Team zurück in die Erfolgsspur. Dabei war es immer wieder erstaunlich, wie gleichermaßen leidenschaftlich und konzentriert Philipp Schenk, Silas Altwein, Jannik Geisler und Co. sich in jeden einzelnen Angriff schmissen. In der 33 Minute stand es 14:14. Anschließend übernahm die TV Gelnhausen wieder die Führung und sollte sie bis zum Ende nicht mehr hergeben. Nach 51 Minuten traf Altwein zum 21:18 und sorgte erstmals für eine Drei-Tore-Führung.

„Wir haben vorne gebissen und hinten konnten wir den Gegner immer wieder in lange Angriffe zwingen und standen wahnsinnig kompakt“, analysierte Geiger. Bestes Beispiel war Nils Bergau. Der Abwehrrecke holte sich im Zweikampf einen Cut an der Stirn ab und musste lange behandelt werden. Sein Einsatz am kommenden Wochenende dürfte aber nicht gefährdet sein. „Wir wollten so lange wie möglich dranbleiben und auf unsere Chance warten, um sie dann zu ergreifen“, sagte Geiger. Und genauso kam es dann auch. Als Jonathan Malolepszy in der 55. Minute zum 24:20 traf, war eine Vorentscheidung gefallen. Einmal mehr war es auffällig, wie abgezockt das Geiger-Team in der Crunchtime zu Werke ging. Am Ende stand ein verdienter 25:22-Erfolg, der umso bemerkenswerter ist, da der noch nicht wieder ganz fitte Malolepszy nur bei Siebenmetern zum Einsatz kam. Er verwandelte ebenso wie Mocken alle seiner vier Strafwürfe.

 

Das Bild von Gelnhausen hat uns der Verein zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Den Artikel über den TV Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach dem DHB-Pokal-Erfolg am vergangenen Mittwoch beim HSC Coburg gewann Handball-Zweitligist TV Großwallstadt auch am Samstag das Punktspiel gegen die Coburger gewonnen. Mit 25:24 holte sich der TVG einen Sieg, bei dem Finn Wullenweber der Held des Abends war. Mit einem spektakulären direkt ausgeführten Freiwurf gelang es dem Rückraum-Hüne, sich mit einer akrobatischen Einlage an der Sechs-Mann-Mauer der Coburger vorbeizuschlängeln und den Ball per Aufsetzer ins lange Eck zu katapultieren.

Zuvor lieferten sich beide Mannschaften ein Spiel auf Augenhöhe, in dem der TVG zwar öfters die Führung übernahm, sich aber nie entscheidend absetzen konnte. So ging es mit 11:10 in die Pause. Maßgeblichen Anteil daran hatte Jan-Steffen Minerva im Tor, der eine sehr starke Leistung ablieferte. Da aber auch sein Gegenüber, Jan Kulhanek gut aufgelegt war, blieb die Begegnung eng.

Nach dem Wechsel nutzten die Hausherren ihre besseren Wechselmöglichkeiten gegenüber den dezimierten Gästen aus und erspielten sich eine 19:15-Führung (42.). Der HSC kämpfte sich wieder heran und war beim 24:23 gut dabei. Jan-Steffen Minerva parierte zunächst einen Wurf von Jannes Krone. Finn Wullenweber’s Wurf wurde von Jan Kulhanek abgefangen. Auf der anderen Seite traf Fynn Herzig zum 24:24 wenige Sekunden vor dem Abpfiff. Und dann kam der Freiwurf, der Spieler, Verantwortliche und Zuschauer schier ausflippen ließ.

Auf der einen Seite überschäumende Freude – auf der anderen Seite Enttäuschung pur. Mehr Emotionen in einem Spiel gingen nicht.

Letztendlich kann gesagt werden, dass der TVG mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung den Sieg wohl genau den Tick mehr gewollt hat. Was die Mannschaft geleistet hat, war allererste Sahne und macht Lust auf mehr!

 

Das Bild hat uns freundlicherweise der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.