Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, treffen der TV Kirchzell und der TuS Dansenberg aufeinander. Die HSG Hanau muss zur TSG Haßloch und der TV Gelnhausen tritt in Saarlouis an.

Weiter spielen:

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – mHSG Friesenheim-Hochdorf II, VTV Mundenheim – HSG Rodgau Nieder-Roden, HSG Pohlheim – TuS Ferndorf.

 

Das vergangene Spiel des TV Kirchzell bei der mHSG Friesenheim-Hochdorf II ist gut aufgearbeitet und TVK-Trainer Andi Kunz sagt: „ Wir waren unzufrieden, wie wir aufgetreten sind. Wir haben an diesem Tag nicht genug dafür getan, um das Spiel zu gewinnen und haben das „warum“ aufgearbeitet.“ Diesmal kommt der TuS Dansenberg nach Miltenberg und gegen diesen Gegner will die Kirchzeller Mannschaft wieder ein anderes Gesicht zeigen. Der Gegner wurde vor der Saison als einer der Favoriten in der Süd-West-Staffel gehandelt. Doch es lief am Anfang nicht wie geplant und in Hanau und in Nieder-Roden gab es jeweils eine heftige 19:36 und 15:29-Niederlage. Gegen Zweitliga-Absteiger Ferndorf wurden die Punkte geteilt und zuletzt gegen Aufsteiger Mundenheim gab es einen 29:24-Erfolg.

Jan Claussen – einer der Leistungsträger

Einer der Leistungsträger im Team ist Jan Claussen. Der frühere Tuspo Obernburg Spieler, der aber auch schon in Friesenheim und Hochdorf unter Vertrag war, sagte: „Wir sind schon mit Ambitionen in die Saison gestartet und wollten oben mitmischen. Doch durch den verkorksten Saisonstart, gepaart mit einigem Verletzungspech, sind diese in die Ferne gerückt und wir tun gerade gut daran, von Spiel zu Spiel zu denken.“ Derzeit steht Dansenberg mit 11:9 Punkten auf dem achten Tabellenplatz und Claussen sagt: „Aufgrund des wirklich großen und anhaltenden Verletzungspechs und unserem daraus resultierenden kleinen Kader ist das die aktuelle Gegenwart, die wir akzeptieren müssen. Für uns gibt es keine leichten Spiele. Wir müssen jedes Wochenende konzentriert unsere Leistung abliefern. Nur dann haben wir eine Siegchance.“

So wird der TuS auch das Spiel gegen den TVK angehen. Neben Claussen hat Dansenberg mit Routinier Gunnar Dietrich, der schon in Essen, Lemgo oder bei den Eulen Ludwigshafen gespielt hat, mit Jonas Dambach, der zuletzt in Bieberau aktiv war oder Kreisläufer Sebastian Bösing (früher HSG Konstanz) sehr gute Spieler in seinen Reihen. „Sie spielen sehr clever, haben nach der einen oder anderen deutlichen Niederlage mittlerweile wieder die Kurve bekommen. Allerdings reicht gegen diesen Gegner nicht alleine eine gute Startphase, sondern wir werden 60 Minuten lang am Kabel ziehen und alles reinlegen müssen“, weiß TVK-Trainer Andi Kunz. Er hofft, dass er alle Mann an Bord hat und eventuell auch Brian Heinrich wieder mitmischen kann. Beim TuS fehlen wohl Torben Waldgenbach im Rückraum und mit Robin Egelhof und Jonas Dambach zwei Rückraum Rechte. „Aber wir werden uns wieder voll reinhauen und versuchen, unsere Ausfälle zu kompensieren. Denn eins ist sicher und das kenne ich noch von früher: in Kirchzell geht es immer heiß her und es ist ein unangenehmer Gegner. Nichtsdestotrotz wollen wir etwas Zählbares mit nach Hause nehmen“, so Claussen. Es sieht so aus, als ob der Zuschauer bereits jetzt schon der Gewinner sein wird und sich auf ein intensiv geführtes Match freuen kann.  

 

TV Gelnhausen will im Hexenkessel Saarlouis bestehen

Mit breiter Brust aber auch mit einer gehörigen Portion Respekt reist der TV Gelnhausen am Samstag zum Spiel gegen die HG Saarlouis. Trotz aller Euphorie über den aktuellen Höhenflug  des TVG lautet das offizielle Ziel der jungen Wilden weiterhin Klassenerhalt. TVG-Manager Philip Deinet wird nicht müde zu erwähnen, dass der Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz gerade einmal sechs Punkte beträgt. Dazu kommt, dass die Süd-West-Staffel eine extrem ausgeglichenen ist. Die ambitionierte HG Saarlouis rangiert mit 11:9 Zählern auf dem siebten Tabellenplatz, mit einem Sieg am Wochenende wären sie allerdings bis auf einen Zähler an den TV Gelnhausen herangerückt.

„Uns erwartet eine enorm robuste Mannschaft, die viel Körperlichkeit aufs Parkett bringt. Saarlouis ist vor allem aus dem Rückraum und über den Kreis sehr gefährlich. Wir müssen also aggressiv und enorm beweglich in unserer Abwehrarbeit sein, um im Verbund mit dem Torwartspiel möglichst viele Bälle entschärfen zu können“, sagt TVG-Trainer Geiger, der im Angriff einmal mehr auf das schnelle  Umschaltspiel seiner Mannschaft setzen wird.

7:3 Zähler haben die Gastgeber bisher vor heimischer Kulisse geholt und zuletzt in eigener Halle die immer besser ins Rollen kommende TuS Dansenberg besiegt. Gegen die HSG Hanau gelang Saarlouis zu Hause ein Remis. Auf das Geiger-Team wartet also ein ganz dicker Brocken. Doch Yannik Mocken und Co. müssen sich nicht verstecken. Mit 8:2 Punkten in der Fremde ist der TVG aktuell die auswärtsstärkste Mannschaft der Süd-West-Staffel. Das könnte gerne auch nach dem Wochenende so bleiben.

 

HSG vor schwieriger Auswärtsaufgabe

Es ist der November der Auswärtsspiele für die HSG Hanau. Nach der nur knappen Niederlage beim TuS Ferndorf am vergangenen Wochenende, tritt die junge Truppe von Trainer Hannes Geist an diesem Samstagabend bei der TSG Haßloch an. Adanir, Ritter & Co. sind hochmotiviert, will das Team doch nahtlos an die guten Leistungen aus den ersten 50 Minuten des letzten Spiels anknüpfen. Dass, obwohl sich die Grimmstädter in Ferndorf teuer verkauften, zuletzt gegen den Favoriten nichts Zählbares heraussprang, ist für Geist kein Beinbruch. Er erwarte nun aber von seinem Team wieder maximalen Einsatz.

„Wir treffen auf eine routinierte Mannschaft, die sich letztes Jahr ein bisschen unter Wert verkauft hat und noch bis Saisonstart mit vielen Verletzungen zu kämpfen hatte“, so Geist beim Blick auf den Gegner. „Sie kommen aber immer besser in den Tritt und spielen nicht ohne Grund oben mit.“ Anfang November sorgte die TSG zudem für eine gehörige Überraschung, als das Team ausgerechnet beim TuS Ferndorf zwei Punkte entführte.

In der Tabelle rangiert die TSG Haßloch nur einen Punkt hinter der HSG Hanau auf Rang fünf. Der Sieger des Duells bleibt Verfolger des TuS Ferndorf, der sich zunächst an der Tabellenspitze etabliert hat. Ähnlich wie die HSG stellt auch Haßloch eine sehr zweikampfstarke und massive 6:0-Deckung auf die Platte, gegen die die Geist-Sieben die richtigen Lösungen finden muss.

„Das wird eine große Herausforderung für uns, die wir mit Vorfreude angehen“, meint Geist „Wir haben ein paar Dinge von letzter Woche aufgearbeitet und wollen gemeinsam mit unserem Torhüter wieder eine sehr gute Deckung stellen und so Druck auf den Gegner ausüben.“

Für Hanau wird es nicht einfach

Die Bären aus Haßloch werden es der HSG Hanau aber keinesfalls einfach machen. Das Team von Trainer Andreas Reckenthäler hat spätestes nach dem überraschenden Auswärtserfolg in Ferndorf das Momentum auf seiner Seite. Am letzten Samstagabend konnten beim 29:26-Heimsieg gegen Pohlheim direkt die nächsten Punkte eingefahren werden. Personell können die Rheinland-Pfälzer zudem aus dem Vollen schöpfen und stellen in der Abwehr nicht nur einen starken Innenblock, sondern haben mit Marco Bitz auch einen guten Torhüter in ihren Reihen. Eine spannende Partie zeichnet sich ab, die sich natürlich wieder im Stream auf Sportdeutschland.tv verfolgen lässt.

„Für uns gilt es, dass wir am Samstag die einfachen Tore erzielen“, so Geist, der erneut auf das Tempospiel seiner Mannschaft in der ersten und zweiten Welle baut. „Sollte das nicht funktionieren, müssen wir kreative Lösungen im gebundenen Spiel finden und diese sehr robuste Deckung von Haßloch in Bewegung bringen. Das wird schwer, denn damit haben sie auch schon Ferndorf vor große Probleme gestellt.“ Seine Mannschaft sei aber sehr gut auf den Gegner und seine Spielsysteme vorbereitet und wolle sich diesmal auch für die eigene Arbeit belohnen. „Am Ende werden wir sehen, was nach 60 Minuten auf der Anzeigetafel steht“, sagt Geist.

 

Der TV Gelnhausen hat uns ein Bild zur Verfügung gestellt. Dankeschön.

 

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt konnte auch im Spiel am vergangenen Mittwoch gegen die Eulen Ludwigshafen nicht überzeugen und musste die dritte Niederlage in Folge in Kauf nehmen.

So hatten sich das Trainer Igor Vori und sein Team sicher nicht vorgestellt. Nach zwei bitteren Pleiten mit über 30 Gegentoren wollten sich seine Jungs nun endlich wieder auf die Defensivarbeit konzentrieren und in Ludwigshafen zwei Punkte mitnehmen. Doch ausgerechnet die Abwehr, die in den ersten fünf Partien noch das Prunkstück der Mannschaft war, wollte wieder nicht so richtig funktionieren. Die 5:1-Variante wird von den Unterfranken nicht mehr konsequent umgesetzt, die Abwehrreihen tun sich extrem schwer und die vielen Löcher werden vom Gegner gnadenlos ausgenutzt, so dass dieser immer wieder zu einfachen Toren kam.

Aber neben der Defensive war auch die Offensive nicht kaltschnäuzig genug und in den ersten elf Spielminuten erzielte der TVG kein einziges Feldtor. Allein Kapitän Florian Eisenträger überzeugte zweimal vom Siebenmeterpunkt. So liefen die Gäste von Beginn einer Drei-Tore-Führung der Gastgeber hinterher.

Im weiteren Spielverlauf der ersten 30 Minuten konnten die Eulen sogar auf einen Sechs-Tore-Vorsprung erhöhen. Bis zur Pause kam der TVG besser in die Partie und lag nur noch mit 14:18 im Hintertreffen.

Hoffnung keimte auf

Nach dem Seitenwechsel traf Frieder Bandlow dann zum 15:18, Finn Wullenweber verkürzte auf zwei Tore und es keimte wieder etwas Hoffnung auf. Doch in solchen Phasen konnte sich der Gastgeber auf sein Publikum verlassen und der TV Großwallstadt geriet wieder mit vier Toren ins Hintertreffen. Abermals verkürzte der Gast auf zwei Tore Differenz, abermals feierte das Publikum seine Mannschaft und ab der 45. Spielminute war die Partie schon entschieden. Am Ende stand eine 31:37-Niederlage, bei der vor allem auch auffiel, dass die Flügelspieler zu keinem Zeitpunkt in Szene gesetzt wurden.

Einen kleinen Lichtblick gab es dennoch. Kreisläufer Thomas Rink stand nach über vier Monaten Spielpause erstmalig wieder auf dem Parkett und konnte gleich den ersten Torwurf sicher verwandeln.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

 

 Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die Handball-Bundesliga GmbH hat jüngst die Ansetzungen von sieben Achtelfinal-Partien im DHB-Pokal 2022/23 bekannt gegeben. Ausgespielt werden die Achtelfinals am 21./22. Dezember 2022. Lediglich für ein Spiel steht noch kein Termin fest, da der letzte Teilnehmer der Runde der letzten 16 Teams noch ermittelt wird.

Den Achtelfinal-Auftakt macht am 21. Dezember um 19 Uhr das Duell der beiden Erstliga-Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen und VfL Gummersbach.

Einen Tag später, am Donnerstag, den 22. Dezember, empfängt der TV Großwallstadt den Erstligisten HSG Wetzlar. Gespielt wird um 20 Uhr in der f.a.n.-Arena in Aschaffenburg.

 

Alle terminierten Paarungen auf einen Blick:

Mittwoch, 21. Dezember 2022

19 Uhr: ASV Hamm-Westfalen vs. VfL Gummersbach
19.30 Uhr: HC Elbflorenz 2006 vs. TBV Lemgo Lippe
19.30 Uhr: MT Melsungen vs. Rhein-Neckar Löwen

Donnerstag, 22. Dezember 2022

19 Uhr: SG Flensburg-Handewitt vs. Handball Sport Verein Hamburg
19.30 Uhr: Dessau-Roßlauer HV vs. TSV Hannover-Burgdorf
19.30 Uhr: SG BBM Bietigheim vs. THW Kiel
20 Uhr: TV Großwallstadt vs. HSG Wetzlar

NN: Sieger Eulen Ludwigshafen/SC Magdeburg vs. Bergischer HC

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am morgigen Mittwoch geht es für den Handball-Zweitligisten TV Großwallstadt um 19 Uhr in der Friedrich-Ebert-Halle gegen die Eulen Ludwigshafen. Der TVG möchte in dieser Partie nach den beiden unnötigen Niederlagen gegen Potsdam und Hagen wieder in die Erfolgsspur zurückkehren und auswärts punkten. Vor allem die Defensivarbeit stand die letzten Tage im Fokus des Trainings.

TVG-Coach Igor Vori war mit der Leistung seines Teams in den vergangenen zwei Spielen nicht zufrieden und möchte jetzt gegen Ludwigshafen wieder eine andere Abwehrleistung sehen: „Zweimal 35 Gegentore zu bekommen wird unserem Anspruch nicht gerecht. Hier müssen wir wieder zu unserer Stärke zurückfinden. Ich bin aber überzeugt, dass meine Mannschaft das wieder hinbekommt – meine Jungs haben einen tollen Charakter und Teamgeist.“

Auch wenn die Eulen mit Platz zehn in der Tabelle hinter dem TVG stehen, sagt dies nichts aus. Die Rheinland-Pfälzer haben nur einen Punkt weniger, haben allerdings ein Spiel weniger absolviert als die Unterfranken. Gerade die letzten beiden Partien gegen Eintracht Hagen und Dresden haben die Pfälzer gewonnen und sind damit wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Daran will die Mannschaft um Trainer Michael Abt morgen zuhause anknüpfen.

Ein besonderes Augenmerk sollten die Gäste auf den Rückraum Rechten Jannek Klein legen, den Top-Torschützen des Gastgebers. Aber auch Maximilian Heider am Kreis überzeugte bisher in den Spielen und hat bisher schon 32 Tore erzielt. Generell ist die Friedrich-Ebert-Halle für die Gästeteams ein gefürchtetes Pflaster.

Die beiden Aufeinandertreffen in der Saison 2021/22 konnte jeweils Ludwighafen für sich entscheiden (36:27 und 27:29). 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, hat der TV Kirchzell am vergangenen Wochenende bei der mHSG Friesenheim-Hochdorf II eine deutliche Niederlage kassiert. Der TV Gelnhausen gewann gegen Gummersbach II und Hanau musste sich hauchdünn in Ferndorf geschlagen geben.

 

 Das war nicht der Abend des TV Kirchzell. Mit 26:37 verloren die Odenwälder beim unmittelbaren Konkurrenten Hochdorf und diese Niederlage war verdient. Die Mannschaft fand nicht zu ihrer Normalform, technische Fehler, Ballverluste, Latten- und Pfostenschüsse reihten sich aneinander und die Abwehr war bei 37 Gegentoren alles andere als auf der Höhe. Mit einem Satz gesagt: es stimmte hinten und vorne nicht. Dabei war der Gegner, ohne dessen Leistung zu schmälern, nicht übermächtig. Aber er spielte mit mehr Leidenschaft und wollte den Sieg um jeden Preis. Das Fazit von TVK-Trainer Alex Hauptmann fiel daher auch kurz und knapp aus: „Es gibt nichts schön zu reden. Wir haben uns absolut nicht gewehrt und wir werden das Spiel im Detail aufarbeiten.“ 

Schon nach sieben Minuten stand es 5:1 für die Hausherren und die Gäste konnten kein einziges Mal die Führung übernehmen. Die Hochdorfer, die ohne Leistungsträger Marvin Gerdon antreten mussten, spielten unbekümmert drauf los, ließen sich auch nicht von sieben Zeitstrafen allein in den ersten 30 Minuten beeindrucken, sondern erzielten ihre Treffer auch in Unterzahl. Selbst beim 3:6-Spiel trafen die Gastgeber zum 9:5 und 10:5 (18.). Die Kirchzeller Trainer nahmen die Auszeit, versuchten ihr Team neu einzustellen und wechselten die Torhüter. Genutzt hat es nicht viel. Die mHSG fand immer wieder die Lücken, war erfolgreich im eins gegen eins und stockte bis zur Pause auf 18:12 auf. Zu diesem Zeitpunkt scheiterte der TVK neben vielen Freien schon zweimal im Wurf aufs leere Tore an der Latte oder am Pfosten. Hinzu kam, dass der TVK den Rückraumspieler Max Neuhaus nie in den Griff bekam. Es war zum Mäusemelken.

Nach dem Wechsel wurde es nicht besser. mHSG-Torhüter Peribonio hatte Probleme mit dem Ellbogen und machte Platz für Mika Schwenken. Dieser lief zur Hochform auf, glänzte sogar mit einer Doppelparade. Erst gegen Schnellbacher, dann parierte er den Abpraller gegen Häufglöckner Es gelang einfach alles. Auf der Gegenseite versuchte Tom Spieß, der nach seiner Verletzung und einer langen Pause diesmal wieder mit dabei war, den agilen Rückraumspieler Neuhaus kurz zu nehmen. Doch auch diese Maßnahme brachte nicht den gewünschten Erfolg. Die Hausherren trafen aus allen Lagen und in der 41. Minute stand es 24:14. Auch das Glück meinte es mit den Hochdorfern gut. Fast jeder Abpraller landete in den Händen der mHSG und führte unweigerlich zu einem Tor. Am Ende eines gebrauchten Tages stand eine hohe Niederlage für die Kirchzeller. Der Gegner konnte jetzt mit dem TVK nach Punkten gleichziehen und sich sogar in der Tabelle vor die Kirchzeller schieben. Diese sind jetzt erst einmal auf Rang elf abgerutscht und haben eine große Chance vertan, sich mit einem Sieg von den hinteren Plätzen abzusetzen.

 

 

Hanau unterliegt im Spitzenduell dem TuS Ferndorf

 Eine biittere Niederlage gab es für die HSG Hanau und das Team von Trainer Hannes Geist kam nicht über ein 24:25 beim Spitzenreiter TuS Ferndorf hinaus. Vor großer Kulisse machten die Grimmstädter zwar gerade in den Anfangsphasen der beiden Halbzeiten ein starkes Spiel, konnten die Führung aber nicht über die Zeit bringen. „Eine überragende Kulisse, eines echten Spitzenspieles würdig. Ich denke es hat für alle Handballfans viel Spaß gemacht“, gab Geist nach dem Abpfiff vor 1020 Zuschauern zu Protokoll. Aus Hanau war ebenfalls ein lautstarkes Grüppchen mit nach Kreuztal gereist. „Ich glaube aber auch, dass heute die etwas glücklichere Mannschaft gewonnen hat. Wir haben hier 50 Minuten eine Leistung auf das Parkett gebracht, für die ich meinen Jungs Respekt zollen muss. Ich glaube ein Unentschieden wäre verdient gewesen.“

Hanau war zunächst mit 0:2 in das Hintertreffen geraten. Allerdings unterliefen der TuS-Offensive um Jörn Persson in der Folge mehrere Ballverluste, sodass Max Bergold in der 4. Minute per Siebenmeter auf 2:2 zu stellen vermochte. In der eigenen 6:0-Defensive agierte Hanau routiniert und konnte sich in der Anfangsviertelstunde einmal mehr auf Can Adanir verlassen, der einige gute Möglichkeiten der Hausherren parierte.

Nach einem weiteren Offensivfoul des TuS knallte Mittelmann Jannik Ruppert den Ball zur 4:2-Führung in die Maschen (6. Minute). Gegen die zweikampfstarke 6:0-Deckung der Gastgeber ließ der HSG-Spielmacher seine Vorderleute ein ums andere Mal auf zwei Kreisläufer auflösen und brachte das Deckungskonzept von TuS-Coach Robert Andersson so aus dem Tritt. Zunächst gelang es dem TuS Ferndorf nicht, diese gut ausgespielten Offensivbemühungen der Gäste zu unterbinden, sodass Jonas Ahrensmeier nach einer weiteren gute Sperre auf Halblinks frei durchbrach und das 9:4 (15.) erzielte. Es sollte die höchste Führung der Grimmstädter an diesem Abend bleiben.

In der Folge bäumte sich Ferndorf auf und verkürzte, mit einem Mann weniger auf der Platte, zum 7:9 (Duvancic/21.). Auf der gegenüberliegenden Seite gelang es der HSG nun kaum für Entlastung zu sorgen, auch da die letzte Konzentration im Abschluss fehlte. Stattdessen schloss Ferndorfs Julius Fanger einen Fünf-Tore-Lauf der Nordrhein-Westfalen zum 9:9-Ausgleich ab.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wogte das Spiel hin und her, ohne dass sich eines der beiden Teams merklich abzusetzen vermochte. Geist schien seine Mannschaft nun wieder besser auf den Gegner eingestellt zu haben, denn in der Defensive ermöglichte die HSG dem TuS nur wenige Abschlüsse. Insgesamt lief der Ball nicht wirklich rund bei der Andersson-Sieben, die zwar immer wieder über Einzelaktionen gefährlich wurde, aber sich im Aufbauspiel ein ums andere Mal Ballverluste erlaubte. Dem 18:16 von Marc Strohl (40.) ließ Ferndorf das 18:18 in der 44. Minute folgen.

Nervenzerreißende Schlussphase

Nachdem Bergold die HSG mit 23:20 per Tempogegenstoß in Führung geworfen hatte (51.), schienen die Grimmstädter eigentlich bereits auf dem richtigen Weg. „Wir können das Match zu diesem Zeitpunkt finishen, doch dann lassen wir einen Tempogegenstoß weg und treffen einmal das freie Tor nicht. Das ist natürlich ärgerlich“, konstatierte Geist. Es kam wie es kommen musste: In der Crunchtime zeigte das junge HSG-Team Nerven, während Ferndorf, gestützt auf Lucas Puhl im Tor und Fabian Hecker im Rückraum, noch einmal alles nach vorne warf. Mit ihren nun lautstarken 1000 Fans im Rücken, erzielte die TuS-Sieben durch Valentino Duvancic den 23:23-Ausgleich, ehe Hecker zum 24:23 und 25:24 für den TuS einwarf. Mit nur noch 30 Sekunden auf der Uhr und einem Tor im Rückstand bekam Hanau noch einen letzten Angriff. Geist nahm die Auszeit und ließ sein Team danach einen Kempa-Trick ausspielen. Den Abschluss von Luca Braun – nach Sahnepass von Dennis Gerst – entschärfte allerdings Puhl mit einer weiteren Glanztat und der von Ahrensmeier direkt ausgeführte Freiwurf, nach Ablauf der Spielzeit, landete über dem Kasten.

 

Gelnhausen feiert seine Himmelstürmer 

Es waren noch einige Minuten zu spielen, doch die Fans des TV Gelnhausen hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Mit Standing Ovations begleiteten sie ihre Mannschaft bis zum Schlusspfiff. Am Ende siegten die Barbarossastädter vor rund 520 begeisterten Zuschauern gegen den VfL Gummersbach II mit 28:21.

„Hinter uns liegt eine anstrengende Woche mit drei Spielen. Das war körperlich und mental nicht einfach für meine Spieler. So lassen sich auch die technischen Fehler gegen Gummersbach erklären. Aber wir haben diese anstrengende Phase besser weggesteckt als der Gegner und letztlich verdient gewonnen. Ein riesen Kompliment an die Jungs und ein großes Dankeschön an die Fans, die uns unglaublich unterstützt haben“, sagte Geiger nach der Partie.

Dabei ging die Anfangsphase klar an die Gummersbacher, die nach neun Minuten mit 5:2 in Führung lagen. Der Rückstand hätte noch höher ausfallen können, wäre nicht Keeper Julian Lahme von Beginn an auf Betriebstemperatur gewesen. Der Oldie hielt mit Glanzparaden in Serie sein Team nicht nur im Spiel, sondern führte seine jungen Vorderleute zurück in die Erfolgspur.

Als Nils Bergau nach 18 Minuten zur 7:6-Führung traf, hatte sich das veränderte Kräfteverhältnis auch in Zahlen ausgedrückt. Die TVG, der sich anfangs noch schwertat, Chancen herauszuspielen, zeigte sich in Eins-zu-Eins-Situationen immer besser und auch die Abwehr fand zur gewohnten Kompaktheit zurück. Paul Hüttmann sorgte mit seinem Treffer zum 14:10 für den Pausenstand.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts. Der TV Gelnhausen fuhr Angriff auf Angriff auf das gegnerische Tor und führte nach dem Treffer von Tim Altscher mit 20:11. Doch mit einem 4:0-Lauf meldete sich Gummersbach plötzlich noch einmal zurück. Geiger nahm einer Auszeit und seine Mannschaft besann sich anschließend wieder auf ihre Stärken. Und so steuerte man einem letztlich ungefährdeten 28:21-Erfolg entgegen. Gummersbach, dass nur auf acht Feldspieler zurückgreifen konnte, fehlte am Ende auch die Kraft noch einmal dagegenzuhalten.

„Wir sind auch nach Schwächephasen immer wieder zurückgekommen. Nur 21 Tore gegen einen so starken Gegner wie Gummersbach zu kassieren, dass kann sich sehen lassen. Unsere beiden Torhüter haben im Verbund mit der Abwehr viele Bälle wegverteidigt“, lobte Geiger die Defensivleistung seiner Mannschaft. In der Schlussviertelstunde ersetzte Alexander Bechert seinen Teamkollegen Lahme zwischen den Pfosten und knüpfte nahtlos an die Leistung seines Vorgängers an.

 

 

 HSG Rodgau Nieder-Roden wieder auf Erfolgskurs

Nachdem die Baggerseepiraten zuletzt zweimal hintereinander in fremden Gewässern Schiffbruch erlitten hatten, konnten sie am Samstag endlich wieder auf Erfolgskurs segeln: Dank einer über weite Strecken richtig guten Leistung besiegte das Team von Trainer Jan Redmann die HG Saarlouis verdient mit 30:26.

Die Partie zwischen den zuletzt an einer miserablen Chancenverwertung laborierenden HSG Rodgau Nieder-Roden und den ambitionierten Gästen, die jahrelang fester Bestandteil der zweiten Bundesliga waren und dorthin auch nur zu gerne wieder zurückkehren würden, begann mit einem echten Knaller. Und zwar einem für Johannes von der Au äußerst schmerzhaften: Als sich der HSG-Crack durch die Abwehr des Gegners durchtanken wollte, traf ihn Branko Koloper mit voller Wucht, aber mutmaßlich unabsichtlich, im Gesicht, weshalb Saarlouis‘ Spielertrainer und Abwehr-Chef von den Schiedsrichtern nach nicht einmal zwei Spielminuten mit der Roten Karte disqualifiziert wurde. Diesen Schock mussten die Gäste erst einmal verdauen, und so setzten sich die Rodgauer zunächst auf 5:2 ab. Doch durch einige technische Fehler und Fehlwürfe brachten die „Redmänner“ die Saarländer danach wieder ins Spiel, und es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie auf Augenhöhe, in der die Gastgeber zwar immer einen Treffer vorlegten, sich aber bis zum 9:9 (19.) nicht absetzen konnten. Erst als der an diesem Abend mal wieder bärenstarke Torhüter Marco Rhein, der trotz dreier (unbeabsichtigter) Kopftreffer 15 Paraden (darunter zwei gehaltene Siebenmeter) verbuchen konnte, seinen Kasten in Kooperation mit dem extrem engagierten Mittelblock der HSG gut fünf Minuten komplett vernagelte, setzte sich sein Team auf 12:9 ab. Und diese Drei-Tore-Führung verteidigten die Rodgauer bis zum 15:12-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel bekamen die Redmann-Schützlinge den im ersten Durchgang überragenden HG-Rechtshalben Marcel Becker besser in den Griff, zeigten auch im Angriff mitunter prima Spielzüge und bauten dadurch den Vorsprung auf sechs Treffer (23:17/47.) aus. Damit schien der Drops gelutscht zu sein – doch Pustekuchen. „Danach hat bei meinen Spielern der Kopf angefangen zu arbeiten“, analysierte Jan Redmann nach der Partie die Phase bis zur 51. Spielminute, in der sich Saarlouis – vor allem dank einiger durch HSG-Akteure vergebener Torchancen – bis auf 24:22 herankämpfen konnte. Am Ende siegte die HSG verdient. „Meine Jungs haben das heute die meiste Zeit richtig gut gemacht, mit hoher Intensität gespielt, die Zweikämpfe gesucht und dadurch auch das Publikum auf ihre Seite gezogen“, zeigte sich der Rodgauer Coach nach den 60 umkämpften Minuten sehr zufrieden mit den Darbietungen seiner Schützlinge. 

 

Die Bilder hat uns der TVG und Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am heutigen Samstag geht die Hatz nach Punkten in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, weiter und viele Teams haben eine englische Woche hinter sich.

Die Paarungen fürs Wochenende sind:

mHSG Friesenheim-Hochdorf II – TV Kirchzell (Samstag, 19 Uhr, Sportzentrum Hochdorf), TuS Ferndorf – HSG Hanau, DJK Waldbüttelbrunn – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, TSG Haßloch – HSG Pohlheim, TV Gelnhausen – VfL Gummersbach II, HSG Rodgau Nieder-Roden – HG Saarlouis, TuS Dansenberg – VTV Mundenheim. 

Nach dem wichtigen Sieg an Allerheiligen gegen die DJK Waldbüttelbrunn geht es für den TV Kirchzell nahtlos weiter.  Diesmal müssen die Jungs von Trainer Alex Hauptmann bei der mHSG Friesenheim-Hochdorf II antreten. Dort sollen die nächsten Punkte auf die Habenseite geschafft und damit das Konto ausgeglichen werden. Derzeit hat der TVK nach neun Spielen 8:10 Zähler. „Wir wollen unbedingt unser Punktekonto ausgleichen und damit die Mannschaften, die im Moment hinter uns stehen auch hinter uns lassen“, so TVK-Kreisläufer Jan Blank. 

Ein Selbstläufer wird die Partie gegen Friesenheim-Hochdorf sicher nicht. Zwar sind die Gastgeber dem Punktestand nach schlechter als der TVK und rangieren mit 6:12 Zählern einen Tabellenrang hinter den Odenwäldern. Aber Vorsicht ist auch hier geboten. Zuletzt gewann die Mannschaft von Trainer Gabriel Schmiedt, der im Januar diesen Jahres Matthias Polifka als Cheftrainer beerbte,  daheim gegen Saarlouis mit 23:22. Einen Heimsieg gab es auch gegen die starken Nieder-Rodener sowie gegen Pohlheim. 

Hausherren haben eine gute Abwehr

Die Hausherren, die in der vergangenen Saison eine gute Quali-Runde spielten, stehen gut in der Abwehr, spielen schnell nach vorne und haben mit Marvin Gerdon im rechten Rückraum oder Patrick Friedmann auf Linksaußen sowie Nikola Sorda am Kreis ihre Aktivposten. Auch im Tor ist die Spielgemeinschaft mit Roko Peribonio gut aufgestellt, spielte dieser doch schon beim Bundesligisten Rhein Neckar Löwen oder Zweitligisten TSG Friesenheim. Mit der TSG stieg er 2017 in die Bundesliga auf, wechselte 2018 nach Hochdorf.

„Wir müssen uns auf eine robuste Mannschaft mit guten Außen, zwei starken Kreisläufern und einem guten Rückraum einstellen. Das wird ein schweres Spiel, aber wir fahren mit breiter Brust dahin, wissen, um was es geht. Wenn wir dieses Spiel gewinnen, dann hätten wir vier Punkte Abstand zwischen Friesenheim und uns gebracht. Das wäre gut!“, sagt TVK-Trainer Alex Hauptmann. Ob er auf die Verletzten Tom Spieß und Brian Heinrich zurückgreifen kann, bleibt abzuwarten.

 

Gelnhausen empfängt Gummersbach

Auch für den TV Gelnhausen geht Schlag auf Schlag. Nach dem eindrucksvollen 34:21-Kantersieg bei der HSG Pohlheim empfangen die Barbarossastädter am heutigen Samstag den VfL Gummersbach II zum direkten Verfolgerduell.

Bis dato schwimmen Yannik Mocken und Co. auf einer Euphoriewelle. Allerdings treffen sie nun auf einen Gegner, der mit ähnlichen Attributen gesegnet ist wie der TV Gelnhausen.

„Gummersbach hat eine junge Mannschaft, die genau wie wir das schnelle Spiel bevorzugt. Sie sind sehr gut in die Saison gestartet und haben eine sehr bissige Mannschaft, in der jeder Spieler sehr gut ausgebildet und torgefährlich ist“, warnt TVG-Coach Matthias Geiger vor einem starken Gegner.   

Die Zuschauer dürfen sich also auf ein enorm temporeiches Spiel freuen. Und geht es nach Geiger, dann könnte die Unterstützung von außen am Ende das Zünglein an der Waage sein. „Wir brauchen unsere Fans. Man hat gegen Ferndorf aber auch zuletzt auswärts in Pohlheim gesehen, wie gut unserer jungen Mannschaft die Hilfe von den Rängen tut“, sagt Geiger und hofft auf einen ähnlichen Support wie zuletzt. „Das setzt noch einmal die letzten Prozente frei“.

Auf die könnte es bei diesem Duell zweier ähnlicher Teams ankommen. „Das wird ein ganz schweres Spiel und wir müssen schon an unsere Grenzen gehen, um eine Chance zu haben. Dazu müssen wir unser Abwehrspiel verbessern und im Positionsangriff bissiger werden. Wir müssen auf uns und unsere Stärken schauen und diese dann auch abrufen“, sagt Geiger.

Personell kann der Coach dabei auf die gleiche Mannschaft zurückgreifen, die auch unter der Woche in Pohlheim auf dem Feld stand. Paul Hüttmann dürfte von seiner Erkältung gänzlich genesen sein, dagegen wird Jonathan Malolepszy weiterhin wohl nur bei den Siebenmetern zum Einsatz kommen, so sehr schmerzt immer noch die Fersenbeinprellung.

 

HSG Hanau beim Tabellenführer gefordert  

Die HSG Hanau reist als Tabellenzweiter, mit einer Serie von fünf Siegen in Serie, ins Nordrhein-Westfälische und will auch gegen den Zweitliga-Absteiger überzeugen. Beide Teams sind mit 15:3 Zählern aktuell genau punktgleich – ein echtes Spitzenspiel.

„Die Vorfreude ist bei uns natürlich riesengroß. Die Jungs haben sich diese Ausgangslage über die vergangenen neun Spiele erarbeitet“, sagt HSG-Trainer Hannes Geist im Vorfeld des Gipfeltreffens. „Wir bleiben unserem Credo treu: 60 Minuten lang wollen wir am Samstag unser Spiel auf die Platte bringen und unseren Gegner vor Herausforderungen stellen. Am Ende werden wir sehen, ob unser Matchplan aufgegangen ist.“ Seine Mannschaft sei bis in die Haarspitzen motiviert.

„Ferndorf ist ein Verein, der sicherlich professionellere Strukturen hat, als die anderen Clubs hier bei uns in der Staffel, gar in der gesamten 3. Liga“, so Geist weiter. „Dementsprechend haben sie ihren Kader zusammengestellt. Einige ihrer Leistungsträger waren bereits in der vergangenen Saison noch in der 2. Liga mit dabei.“ Der Blick des Trainers fällt dabei auch auf den leistungsfähigen TuS-Rückraum um den Spielmacher Jörn Persson und den beiden Goalgettern Niklas Diebel und Marvin Mundus. „Da haben sie sehr viel individuelle Qualität.” Zudem stelle der TuS Ferndorf eine sehr stabile und körperliche 6:0-Deckung auf die Platte, die gerade zwischen Sechs- und Neunmeter mit viel Kraft dagegenhalten.

Während die HSG Hanau am vergangenen Wochenende gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II zu überzeugen vermochte und beim 25:21 zwei wichtige Punkte in der Main-Kinzig-Halle behielt, stolperte die TuS-Sieben von Coach Robert Andersson am Dienstagabend überraschend gegen die TSG Haßloch. Obwohl die bis dahin ungeschlagenen Ferndorfer eine 16:14-Führung mit in die Pause nahmen, bewies die TSG viel kämpferische Leidenschaft und erarbeitete sich noch einen 31:30-Auswärtserfolg an der Stählerwiese. Genau so will auch die Geist-Sieben am Samstagabend in Ferndorf auftreten. Die Ritter, Bergold & Co. haben sich viel vorgenommen und möchten gegen spielstarke Hausherren einmal mehr in dieser Saison ihr gefährliches Tempospiel aufziehen.

„Wir müssen in der Offensive den Ball gut laufen lassen und unsere Zweikämpfe, die wir führen wollen, gewinnen. Nur so kommen wir zu guten Wurfsituationen, die wir dann hoffentlich erfolgreich abschließen können“, gibt Geist einen Einblick in seinen Matchplan. Er rechne am Samstagabend mit einer hochintensiven Partie, auch da beide Teams viel Wert auf ihr Konterspiel legen. „Wir freuen uns auf die Herausforderung. Die Jungs sind sehr gut vorbereitet.“ 

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

 

Die Bilder hat uns der TVG und die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Auch an Allerheiligen wurde in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, gespielt. Der TV Kirchzell gewann gegen die DJK Waldbüttelbrunn und der TV Gelnhausen nahm die Punkte aus Pohlheim mit nach Hause.

 

Auch nach nunmehr zehn Spielen bleibt die DJK Waldbüttelbrunn noch immer ohne Sieg und konnte auch im Derby gegen den TV Kirchzell an Allerheiligen den Bock nicht umstoßen. Mit einem 30:28-Erfolg gewannen die Kirchzeller gegen das Schlusslicht und machten es am Ende noch einmal unnötig spannend. Dabei ging es am „stillen“ Feiertag alles andere als still in der Sporthalle zu. 

Beide Mannschaften mussten ersatzgeschwächt antreten, wobei die Odenwälder ohne Joshua Osifo und die Verletzten Brian Heinrich und Tom Spieß agieren mussten. Sie reagierten und holten Maximilian Gläser wieder ins Team. Er half gerne aus und half gut mit, die Abwehr zu stabilisieren. TVK-Trainer Alex Hauptmann stellte diesmal Oleh Soloviov, Jan Blank und Maximilian Gläser in die Startformation. Soloviov agierte sehr stark und hatte in den ersten 20 Minuten bereits fünfmal den gegnerischen Torhüter überlistet. TVK-Coach Hauptmann gab ihm nach den 20 Minuten eine Verschnaufpause und ließ Michael Meyer-Ricks dafür spielen. 

Die Gäste wollten sich nicht kampflos ergeben

Die Gäste waren aber nicht gewillt, sich kampflos zu ergeben. Doch die Hausherren spielten sehr konzentriert und hatten in Tobias Jörg einen starken Rückhalt. Den hatte die DJK nicht und wechselte bereits in der 19. Minute den Keeper. Den Gastgebern war’s egal. Sie zogen ihr Ding durch und gingen mit einem 16:11 in die Pause.

Nach dem Wechsel stockte Kirchzell durch zwei schnelle Tore von Antonio Schnellbacher seinen Vorsprung auf 18:11 auf. Doch im Gegenzug sorgte Nico Elbert mit zwei genauso schnellen Kontern für den alten Abstand (18:13). Der TVK war in der Folge sehr agil in der Abwehr und vorne wurden die Chancen gut verwertet. So stand es in der 40. Minute 21:15. Egal, was der Gast sich auch einfallen ließ, der TVK war immer einen Schritt schneller und hatte in seinem Keeper Jörg einen guten Rückhalt.

Die DJK probierte es Mitte der zweiten Hälfte mit dem siebten Feldspieler. Das schmeckte den Gastgebern nicht so und ihr Spiel war nicht mehr so flüssig wie zuvor. Es wurde ohne Not hektisch auf dem Parkett und beide Teams erlaubten sich einige Fehler zu viel. Joshua Löffelmann hielt in der 53. Minute einen Strafwurf von Nils Kwiatkowski und beim 27:22 schien die Begegnung gelaufen. Doch die DJK wehrte sich im Schlussspurt nach Kräften. Zwar erzielten Häufglöckner und Gläser das 29:23 (56.). Aber irgendwie riss der Faden bei den Hausherren und das 30:24 (57.) von Schnellbacher sollte der letzte Treffer der Kirchzeller gewesen sein. Die Waldbüttelbrunner legten noch einmal alles in die Waagschale, trafen viermal in Folge, so dass es mit dem 30:28 am Ende noch einmal eng für den TVK wurde.

„Mit dieser Personalie, die wir heute aufs Parkett gebracht haben, sind wir zufrieden mit dem Ergebnis. Die Mannschaft hat gut gedeckt, hat vor allem in der ersten Halbzeit fast fehlerfrei gespielt. Aber am Ende haben wir dann ein paar Fehler zu viel gemacht und sind mit dem siebten Feldspieler nicht so gut zurecht gekommen.“ Sein Gegenüber, Dusan Suchy, beglückwünschte den TVK zum Sieg und sagte: „Wir machen viele Dinge gut. Aber wir setzen das nicht über die ganze Spielzeit um. Mit der zweiten Hälfte bin ich zufrieden.“

Einen Wermutstropfen gab es für Waldbüttelbrunn. Luca Wenzel @luca_wnzl musste früh verletzt ausscheiden. Wir wünschen ihm an dieser Stelle gute Besserung!

 

TV Gelnhausen meldet sich eindrucksvoll zurück

Der TV Gelnhausen hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Drei Tage nach der Heim-Niederlage gegen den Spitzenreiter TuS Ferndorf landeten die Barbarossastädter bei der HSG Pohlheim einen 31:24 (15:10) Kantersieg. 

„Das war kein einfaches Spiel. Das hat man in den ersten 40 Minuten gesehen. Wir konnten Pohlheim einfach nicht abschütteln. Umso mehr geht heute der Dank an unsere Fans. Sie haben uns super unterstützt und dafür gesorgt, dass die Jungs immer drangeblieben sind“, schickte TVG-Coach Matthias Geiger einen besonderen Gruß an den TVG-Anhang. Rund 50 Fans hatten die Reise nach Pohlheim mitgemacht.  

Sie sahen einen starken Auftritt ihrer Mannschaft. Hinten standen die beiden Keeper Julian Lahme und Alexander Bechert, die jeweils eine Hälfte zum Einsatz kamen, sicher und vorne lief die Gelnhäuser Angriffsmaschine wieder einmal ohne Atempause bis zum Abpfiff heiß, um letztlich einen souveränen Sieg herauszuspielen.  

Jonathan Malolepszy, der erneut geschont wurde und nur zu den Siebenmetern in Erscheinung trat, brachte seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. Mit einem Fünf-Tore-Lauf zwischen der elften und 16. Minute setzte sich der TVG frühzeitig auf 8:4 ab. In der Folgezeit hielt das Geiger-Team den Gegner auf Distanz und ging mit einer 15:10-Führung in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff folgte die einzige kurze Schwächephase, als man den Aufsteiger durch ein paar leichte Abspielfehler bis auf 15:14 (36. Minute) herankommen ließ. Doch nach 41 Minuten stellte Yannik Mocken mit seinem Treffer zum 19:14 den alten Fünf-Tore-Vorsprung wieder her. Damit war auch der Widerstand der Pohlheimer weitestgehend gebrochen.

Mit einem Sieben-Tore-Lauf zwischen der 53. Minute und 57. Minute schraubte das jetzt wie entfesselnd aufspiele TVG-Team das Ergebnis nach oben. Am Ende heiß es 34:21. Mocken (9 Tore) und Nils Bergau (6) waren die erfolgreichsten Werfer des TVG, der überraschend auf Paul Hüttmann zurückgreifen konnte.

Einmal mehr begeisterte die Mannschaft um Hilb, Müller, Altwein und Co. ihre Fans durch ein enorm hohes Tempo bis in die Schlusssekunden und nimmermüden Einsatz. Dennoch war Geiger nicht gänzlich zufrieden. „Wir waren nach der Pause zu nachlässig und haben insbesondere den Kreisläufer nicht gut verteidigt. Das müssen wir im nächsten Spiel unbedingt besser machen“, sagte Geiger.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Das mit Spannung erwartete Spiel in der zweiten Handball-Liga gegen den VfL Eintracht Hagen endete mit einer 33:35-Niederlage und zwei Roten Karten für den TV Großwallstadt. Die bisher makellose Heimbilanz von 8:0 Punkten war gerissen. 35 Gegentore sind einfach zu viel.

Dabei wollte der TVG die Niederlage vom vergangenen Freitag in Potsdam mit einem Sieg gegen die Gäste aus Hagen schnell vergessen machen. Diese hatten allerdings ihre Hausaufgaben gut gemacht und holten beim heimstarken TVG ihre Punkte drei und vier auf die Habenseite. Bereits in den ersten 30 Minuten agierten die Gäste besser und zogen den Hausherren den Zahn. Zwar erwischte Finn Wullenweber einen sehr starken Tag und erzielte die ersten drei Treffer für sein Team. Doch nach dem 3:1 war der Gegner plötzlich wach, drehte den Spieß um und führe mit 4:3, 6:5 und in der 21. Minute erstmals mit zwei Toren (11:9). TVG-Trainer Igor Vori nahm die Auszeit, stellte die Deckung, die bereits zu diesem Zeitpunkt nicht gewohnt stabil stand, etwas um und brachte Mario Stark und Adrian Kammlodt im Angriff. Zuvor wechselten sich die beiden in Angriff, Abwehr ab.

Hagen nutzte die Chancen gut

Hagen mit dem starken Rückraum Philipp Vorlicek, Valentin Spohn und dem ehemaligen TVG-Spieler Pierre Busch auf Außen nutzten ihre Chancen, die „Kante“ Stüber am Kreis machte einen guten Job wie die Mittelmänner Gaubatz und Norouzinezhad auch. Beim 12:13 in der 26. Minute scheiterte Busch vom Punkt an Petros Boukovinas, machte es aber postwendend mit einem Tempogegenstoß wieder gut und avancierte mit insgesamt neun Toren zum besten Torschützen seines Teams. Gaubatz sorgte für das 15:12. Zwar konnte TVG-Kapitän Florian Eisenträger per Siebenmeter verkürzen, handelte sich danach eine Zeitstrafe ein, so dass Hagens Torhüter nicht lange fackelte und zum 17:13 ins leere TVG-Tor traf, da der TVG auf dem Feld aufgefüllt hatte und das Tor verwais war. Immer wieder machten sich Lücken in der TVG-Deckung auf, die man so nicht gewohnt ist. Am Ende war es Adrian Kammlodt, der mit einem Gewaltwurf zum 14:17-Pausenstand verkürzte.

Es dauerte gerade einmal ein paar Sekunden nach dem Wiederbeginn, ehe die Gäste den 18. Treffer erzielten. Der 19. Gegentreffer fiel kurz danach. Der TVG musste sich nun schon sehr strecken, um die Hagener zu stoppen. Doch es kam noch dicker. In der 36. Minute musste Finn Wullenweber, der bis dato beste Torschütze (7) im Team von Igor Vori, mit Rot vom Parkett. Die Gäste bekamen nun immer mehr Oberwasser, nutzten jede sich bietende Chance zu einem erfolgreichen Abschluss.

Zwei, die sich gut verstehen: Michael Spatz, Geschäftsführer beim TVG und Pavel Prokopec, Co-Trainer in Hagen

Und dem nicht genug. Beim 21:25 in der 43. Minute erwischte es Frieder Bandlow. Auch er musste mit Rot für den Rest des Spiels zuschauen. Es lief alles gegen die Hausherren und die robust verteidigenden Gäste waren kaum mehr zu stoppen, hatten Lunte gerochen. Igor Vori nahm die Auszeit, ließ offen decken. Petros Boukovinas im Tor, der in der 42. Minute für Jan-Steffen Minerva kam, hielt einen Strafwurf. Auf der Gegenseite versenkte Flo Eisenträger einen Siebenmeter. Es stand 26:30. Als Mario Stark das 27:30 markierte, nahm VfL-Trainer Neff die Auszeit.

Die Spannung stieg, noch war nichts entschieden, denn es waren noch acht Minuten Zeit. Die Gastgeber setzten den siebten Feldspieler ein und hatte die Chance auf 30:32 zu verkürzen. Doch der Ball fand den Weg ins Tor nicht und schnell stand es 29:33. Auch Hagen brachte den siebten Feldspieler, die letzten Minuten deckte der TVG offen und Dino Corak verkürzte auf 32:34. Aber der VfL ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und die Gesichter beim TVG waren lang.

 

Den Artikel könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am heutigen Mittwoch ist volles Programm in der zweiten Handball-Liga. Alle Teams sind im Einsatz und der TV Großwallstadt trifft um 19.30 Uhr auf den VfL Eintracht Hagen.

Am vergangenen Freitag musste der TV Großwallstadt im Topspiel beim kecken Aufsteiger 1. VfL Potsdam allerdings eine 30:35-Niederlage kassieren. Während Potsdam seinen dritten Tabellenplatz festigte, steht der TVG vorerst mit 10:6 Punkten nach acht Spielen auf Rang acht. Die Mannschaft von Trainer Igor Vori zeigte – gerade in der sonst so bärenstarken Abwehrarbeit – eine schwache Leistung und hatte gegen das junge Team von Trainer Bob Hanning letztlich keine Chance. Daher sagte auch TVG-Geschäftsführer Michael Spatz anschließend: „Wir haben keinen Zugriff gefunden und taten uns auch gegen die 3-3-Abwehr von Potsdam schwer. 35 Gegentore zu kassieren, ist zu viel. Trotzdem ist es schade, denn wir waren immer wieder auf Tuchfühlung.“

Lange Zeit darüber nachzugrübeln hat der TVG nicht, denn bereits am heutigen Mittwochabend geht die Punktehatz weiter. Diesmal stellt sich der VfL Eintracht Hagen in der Elsenfelder Untermainhalle vor. Der letztjährige Tabellensiebte steht derzeit mit 2:14 Punkten nach acht Spielen auf dem 18. Tabellenplatz und der Einstieg in die neue Saison verlief alles andere als gewünscht. Hagens Trainer Stefan Neff sagte zu Saisonbeginn, dass das zweite Jahr nach einem Aufstieg wohl immer das Schwerste sei. Er ist überzeugt, dass sein Team nach dem guten siebten Tabellenplatz vom Vorjahr sicher heuer anders wahrgenommen wird. Gegen Lübbecke, Dessau, Eisenach, Coburg und Bietigheim gab es Niederlagen. Einzig in Konstanz am 23. September wurden mit 30:23 die Punkte mit nach Hause genommen. Am vergangenen Freitag war die Neff-Mannschaft in Ludwigshafen nahe an einer Punkteteilung. Doch ein Strafwurf kurz vor dem Schlusspfiff und eine tolle Parade des Eulen-Keepers brachte den Eulen den 34:33-Sieg. „So hatten wir uns den Saisonbeginn nicht vorgestellt. Es hakt an einigen Stellen und es fehlt uns das Selbstvertrauen“, sagte Rechtsaußen Pierre Busch. Er trug in der vergangenen Runde noch das Trikot des TVG, wechselte zur neuen Saison nach Hagen. Weiter sagte er: „Wir waren in Ludwigshafen nicht abgezockt genug, haben die Chance zum Ausgleich vertan. Am Mittwoch wollen wir das beim TVG besser machen.“

Pierre Busch hat sich gut eingelebt

Der schnelle Linkshänder, der sich gut in Hagen eingelebt hat, freut sich auf ein Wiedersehen mit altbekannten Gesichtern. „Gegen den alten Verein zu spielen, ist immer etwas besonderes. Klar, dass man da nochmal extra motiviert ist. Wir werden alles daran setzen, um zu gewinnen, damit wir da unten rauskommen.“

Der TVG tut gut daran, sich vom Tabellenplatz des Gegners nicht blenden zu lassen, denn die Eintracht wird alles daran setzen, den Bock umzustoßen. „Wir sind unzufrieden, wie die Saison bisher gelaufen ist. Die Einstellung bei der Mannschaft stimmt und wir können ihr keinen Vorwurf machen. Gerade auch in Ludwigshafen hat es nach einem guten Spiel nicht gereicht. Aber wir müssen weiter hart an uns arbeiten, damit wir aus dem Tabellenkeller herauskommen“, sagte VfL-Co-Trainer Pavel Prokopec, der als Spieler schon das Trikot des TVG getragen hat. Er freut sich ebenfalls auf alte Bekannte, „vor allem auf Mario, Flo und Michi Spatz.“

Dieser weiß, dass Hagen einen sehr guten Kader hat und die Mannschaft dementsprechend weiter vorne stehen müsste. „Die Erwartungshaltung bei der Eintracht ist groß, aber im Moment werden sie der nicht gerecht“, so Spatz. Mit Philipp Vorlicek, Valentin Spohn oder Pouya Norouzi im Rückraum sowie Pierre Busch auf Außen sind nur einige gute Akteure des VfL genannt. Der TVG-Geschäftsführer sagt: „Egal, wer beim Gegner aufläuft. Wir müssen auf uns schauen und versuchen, unsere Abwehr wieder besser zu stellen als zuletzt. Hier müssen wir wieder kompakter zu Werke gehen. Wir haben vor allem in allen Heimspielen bisher gut performt. Das wollen wir beibehalten.“ Tatsächlich steht in der aktuellen Heimtabelle der TVG mit 8:0 Punkten auf Platz zwei hinter dem HBW Balingen-Weilstetten, der 10:0 Punkte hat. TuS Nettelstedt-Lübbecke steht bisher zuhause mit 6:0 Punkten ebenfalls noch mit weißer Weste da.

 

 

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Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür. Es zeigt Kapitän Flo Eisenträger und Frieder Bandlow

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, wird auch am katholischen Feiertag Allerheiligen gespielt. Der TV Kirchzell trifft im Derby auf die DJK Waldbüttelbrunn und der TV Gelnhausen muss nach Pohlheim. 

Weiter spielt heute noch der TuS Ferndorf gegen die TSG Haßloch.

Der aktuelle Spieltag in der Süd-West-Staffel begann bereits am Freitag und zieht sich, bedingt durch den Allerheiligen-Feiertag in einigen Bundesländern, bis Dienstag hin. Dabei sind einige Mannschaften doppelt gefordert. So auch der nächste Gegner des TV Kirchzell, die DJK Waldbüttelbrunn.

Zuletzt gab es für den TV Kirchzell eine herbe Niederlage gegen die HSG Hanau. Die Kirchzeller haben nicht gut gespielt, hinzu kamen ein paar angeschlagene Spieler in dem eh schon kleinen Kader. In der Crunchtime fehlten dementsprechend die Wechselmöglichkeiten. Diese hatten die Hanauer. HSG-Trainer Hannes Geist konnte munter durchwechseln, ohne dass ein Bruch ins Spiel kam. So stand letztlich ein verdienter Erfolg für die Hanauer.

Das nächste Spiel der Kirchzeller ist erst am heutigen Dienstag, an Allerheiligen. „Das tut uns gut, denn wir haben dadurch eine etwas längere Vorbereitung und wir können etwas länger durchschnaufen“, sagt TVK-Trainer Alex Hauptmann. Der kommende Gegner, die DJK Waldbüttelbrunn, feierte im Sommer die Meisterschaft in der Bayernliga und spielt nach nun 23 Jahren Bayern- oder Landesliga in Liga drei. Allerdings war der Einstand in die neue Liga alles andere als gut. Nach nun acht Spielen stehen 0:16 Punkte auf dem Konto. Bis auf die Begegnung gegen die  HSG Pohlheim (29:32), ebenfalls Aufsteiger, waren die Ergebnisse recht deutlich. Gegen den TuS Ferndorf musste die DJK sogar 41 Gegentreffer hinnehmen. Allerdings verkaufte sich der Neuling gegen Hanau gut, musste erst in den letzten Minuten die Niederlage hinnehmen. „Wir müssen im Spiel gegen den Aufsteiger nicht lange rum reden. Ein Sieg muss her. Wobei das Team souverän die Bayernliga durchlaufen hat und auch in der dritten Liga bisher gar nicht so schlecht gespielt hat“, sagt Alex Hauptmann. „Die DJK steht in der Abwehr gut, spielt nach vorne sehr schnell. Der Rückraum ist gut, auch die Außen spielen gut auf. Wir sollten den Gegner nicht unterschätzen, aber wir müssen gewinnen“, so der Coach weiter. Zuletzt zog Waldbüttelbrunn gegen Mitaufsteiger Mundenheim den Kürzeren und es bleibt bei den null Punkten auf der Habenseite.

Benjamin Herth zur DJK

Vor der Saison gelang es den Waldbüttelbrunnern Benjamin Herth zu verpflichten. Der ehemalige Bundesliga-Spieler, der schon das Trikot von Balingen, Lemgo und Leipzig trug sowie in Rimpar in der zweiten Liga spielte, ist eine große Verstärkung im Rückraum. Allerdings hatte er zuletzt Probleme mit der Achillessehne und musste pausieren. Ein weiterer Aktivposten im Rückraum ist Luca Wenzel, der vom HC Erlangen II kam. Im Team von Trainer Dusan Suchy steht noch Linkshänder Nils Kwiatkowski, der in der TVG-Junioren-Akademie ausgebildet wurde sowie Yannik Bardina, ebenfalls Linkshänder, ebenfalls von der TVG-Akademie. Doch auch er hat sich zuletzt eine Handverletzung zugezogen und es bleibt abzuwarten, ob er spielen kann. Die DJK hat jüngst auf die Ausfälle reagiert und Leon Rastner vom MHV Schweinfurt verpflichtet. Der Linkshänder und Sohn vom ehemaligen Kreisläufer Andreas Rastner, der unter anderem für Magdeburg, Gummersbach, Santander oder Hamburg spielte. Filius Rastner wurde in der Jugend des SC Magdeburg ausgebildet und spielte auch schon beim HSC Bad Neustadt.

Die Kirchzeller haben mit Paul Büchler einen Langzeitverletzten. Der junge Nachwuchs-Torhüter verletzte sich im Training am Knie und Alex Hauptmann sagt: „Die schlimmsten Befürchtungen haben sich nach diversen Untersuchungen bestätigt. Paul hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und wird uns monatelang fehlen.“ Auch hinter Tom Spieß steht erneut ein Fragezeichen. Er musste im letzten Spiel nach erneuten Problemen am Oberschenkel ausgewechselt werden. Ob Brian Heinrich zum Einsatz kommt, ist ebenfalls noch fraglich.

 

TV Gelnhausen will zurück in die Erfolgsspur

Für den TV Gelnhausen geht es derzeit Schlag auf Schlag. Eine englische Woche in der 3. Handball-Liga Süd steht auf dem Programm und so haben die Barbarossastädter bereits am Dienstag die Möglichkeit, die Heim-Niederlage gegen den Tabellenführer TuS Ferndorf wettzumachen.

Nachdem man am Samstag dem Spitzenreiter aus Ferndorf einen leidenschaftlichen Kampf geliefert hatte, am Ende aber mit 24:29 den Kürzeren zog, will der TV Gelnhausen beim Tabellenvorletzten wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Dabei muss Geiger weiterhin auf Paul Hüttmann (Erkältung) sowie auf die beiden Langzeitverletzten Max Bechert und Michael Hemmer verzichten.

Gegner nicht unterschätzen

Auch wenn Pohlheim erst zwei Punkte auf dem Konto hat, sind sie Gelnhäuser jungen Wilden gut beraten, den Gegner keinesfalls zu unterschätzen. „Sie haben viele knappe Ergebnisse erzielt und einige sehr erfahrene Spieler in ihren Reihen. Wir sind uns daher der Schwere der Aufgabe bewusst, aber wir wollen die zwei Punkte holen“, sagt TVG-Trainer Geiger. 

Das Bild hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Das Beitragsbild mit Tobias Jörg stammt von mir.