Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der weiblichen Handball-A-Jugend-Bundesliga, Staffel 5, musste die HSG Bachgau gegen den HC Leipzig eine deutliche 24:32-Niederlage hinnehmen.

Die Gastgeberinnen mussten schnell einem 0:3-Rückstand hinterherlaufen, ehe Amy Blümel per Siebenmeter zum 1:3 einnetzte. Danach folgte eine Schrecksekunde. HSG-Torhüterin Linda Hauch wurde von einer Gegnerin am Kopf getroffen und es gab eine Spielunterbrechung. Aber die Keeperin ist hart im Nehmen und blieb nach einer Behandlung zwischen den Pfosten. Die Gäste aus Leipzig spielten mit viel Tempo nach vorne und hielten die Gegnerinnen auf Distanz. 7:3 stand es für den HCL in der zwölften Minute und 10:5 in der 18. Zu viele technische Fehler erlaubte sich die HSG bis dahin. Zwar konnte Sophie Sauer zunächst auf 10:13 verkürzen, aber mit einem deutlichen 13:17 ging es in die Pause.

Leipzig zog davon

Sofort nach Wiederbeginn zog Leipzig auf 18:13 davon. Die HSG wechselte nun in Angriff und Abwehr. Merle Papenberg agierte in der Offensive, Lena Markert in der teilweise offenen Abwehr. Aber die Anspiele an den Kreis wollten an diesem Tag nicht funktionieren und die Fehlerquote war bei der HSG noch immer zu hoch. Zwar hielt Linda Hauch, was zu halten war. Trotzdem stand es in der 40. Minute 15:22. Auch eine Auszeit der Gastgeberinnen brachte nicht viel und die Gäste zeigten sich weiter sehr dynamisch und treffsicher. In der 43. Minute stand es 15:25. Während Leipzig viel über ihre Außen agierte, fehlte bei der HSG generell der Zug aufs Tor. Am Ende stand eine 24:32-Niederlage auf der Anzeigetafel.

HSG-Trainer Holger Blümel gratulierte dem Gast zum Sieg und zum Weiterkommen in der Jugend-Bundesliga. „Wir wissen nicht, ob es an der Nervosität, an Unkonzentriertheiten oder am nicht ganz so routinierten Harzspiel lag. Fest steht, dass die Mädels heute nicht zeigen konnten, was in ihnen steckt.“

Daran konnten auch die acht Treffer von Amy Blümel und die sechs Tore von Cintia-Cecile Riegel nichts ändern.

 

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Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball-Landesliga Süd kam es nach sieben Siegen in Folge auf ein Aufeinandertreffen zwischen der HSG Kahl/Kleinostheim und dem bisherigen Tabellenführer aus Bruchköbel. In einem wahren Krimi setzte sich die HSG mit 31:30 (12:14) durch und verwies die Gäste auf Platz zwei der Tabelle. Die 94er hingegen stehen aktuell nach neun Spielen mit 16:2 Punkten an der Spitze.

Viele Fans der HSG, aber auch zahlreiche Unterstützer der Gäste, hatten sich in die Kleinostheimer Maingauhalle aufgemacht, um das Spitzenspiel der Landesliga Süd zu verfolgen. Sie alle sollten ein bis zum Schluss spannendes Spiel erleben.

Gäste machten ernst

Begeisterte Fans in der Kleinostheimer Maingauhalle

Die Gäste machten von Beginn an ernst und forderten die Defensive der Hausherren sowohl aus dem Positionsangriff als auch mit ihrem Tempospiel aus der zweiten Welle. Im Angriff versuchte die HSG dagegen zu halten, fand aber in der ersten Hälfte in einigen Angriffen nur schwer Lösungen, um zu klaren Torchancen zu kommen. Dennoch blieben die 94er dran und hatten mit Keeper Sven Hartig einen guten Rückhalt. So konnte sich die SG Bruchköbel nie weiter als drei Tore absetzen (7:10 – 22. Spielminute) und mit 12:14 ging es in die Halbzeit.

HSG nun wild entschlossen

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Ludwig-Schützlinge wild entschlossen, die Partie an sich zu reißen. Durch zwei schnelle Tore von Simon Rödel glichen sie den Spielstand aus und als Routinier Nicola Ludwig in der 33. Minute den Treffer zur ersten Führung markierte, stand die Maingauhalle Kopf. Doch die Gäste zeigten sich wenig beeindruckt und schafften es nur fünf Minuten später per Siebenmeter wieder selbst die Nase vorn zu haben (18:17).

In der Folge entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch. Der SG gelang es stets mit einem oder zwei Treffern vorzulegen und die Gastgeber durch gute Deckungsarbeit ein ums andere Mal ins Zeitspiel zu zwingen. Die 94er fanden in vielen Situationen dennoch den Weg zum Tor und hatten in der zweiten Halbzeit in Marc Albert einen zuverlässigen Rückraumschützen. Zudem fand in Überzahlsituationen ein ums andere Mal Kreisläufer Rico Ruess die Lücken. So blieb die HSG stets im Spiel, nutzte ihre Chancen. Vor allem als Bruchköbel kurz vor dem Ende für zwei Angriffe kein Tor gelang, agierte die HSG eiskalt und ging durch Marc Albert in der 58. Minute wieder in Führung (31:30).

In ihrem letzten Angriff schafften die Gäste den Ausgleich nicht mehr und die HSG bekam den Ball als noch 60 Sekunden auf der Uhr waren. Vor den angespannten Fans gingen die Gastgeber in ihren letzten Angriff, wurden erneut ins Zeitspiel gezwungen und mussten zehn Sekunden vor Schluss einen Wurf aus der zweiten Reihe nehmen. Dieser wurde zwar pariert, segelte danach aber ins Seitenaus. Damit war das Spiel entschieden, die Zeit vorbei. Die Freude kannte keine Grenzen und und die 94er feierten mit ihren Fans den Derby-Sieg.

Für die HSG94 spielten:

Sven Hartig, Jan Specht; Markus Wienand, Simon Rödel 7, Kevin Scholl, Manuel Reising 1, Marc Albert 8, Luis Backes 1, Philipp Strunk, Nicola Ludwig 7/3, Rico Ruess 6, Tim Scheuch 1, Laurin Bernd, Jacob Cooper

 

Die Bilder hat uns die HSG Kahl/Kleinostheim zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der zweiten Handball-Bundesliga musste der TV Großwallstadt im Traditionsduell gegen den TUSEM Essen eine bittere 18:25-Niederlage einstecken. Der Sieg von Essen war hochverdient, überzeugten die Gäste doch mehr als die Gastgeber und sie hatten in Torhüter Lukas Diedrich ihren überragenden Mann.

Dem TVG ist in der Defensive kein Vorwurf zu machen. Auch Torhüter Petros Boukovinas hielt sehr stark. Aber der Angriff stand völlig neben sich. Nach 30 Minuten wurden gerade einmal sechs Tore erzielt. Zu viele Unkonzentriertheiten standen unterm Strich oder Ballverluste. Hinzu kam das Scheitern vorm Tor.

Die Schiedsrichter verhängten in Halbzeit eins schon insgesamt sechs Zeitstrafen und zehn Strafwürfe. Davon wurden von den Teams sechs verworfen. Das gibt es auch nicht so oft.

Die Gäste, die mit drei Siegen in Folge nach Elsenfeld kamen,  standen richtig gut in der Abwehr, waren sehr gut auf den Gegner eingestellt und hatten in Torhüter Lukas Diedrich den starken Rückhalt. Zwölf Paraden verzeichnete er alleine in Halbzeit eins. Doch auch Petros Boukovinas war auf der Höhe und hielt stark. Er alleine reichte nicht.

Nach dem Wechsel war der TVG zwar dran (11:12), es keimte Hoffnung auf. Doch immer wieder zog Essen davon. Die Vori-Crew erlaubte sich zu viele Fehler, es war keine klare Linie zu erkennen. Die letzten zehn Minuten der Partie gehörten dann den Gästen. Die Blau-Weißen agierten völlig kopflos, trafen vorne das Tor nicht und konnten hinten den Gegner nur schwer hatten, so dass am Ende eine verdiente Niederlage zu Buche stand.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Erneut konnte der TV Kirchzell in der dritten Handball-Liga am vergangenen Wochenende nicht punkten. Allerdings spielte er trotz allem gut gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden auf.

Der TV Gelnhausen gewann gegen Mundenheim und Hanau in Pohlheim.

 

Es war die dritte Niederlage in Folge für den TV Kirchzell. Trotzdem war TVK-Trainer Andi Kunz im Spiel eins nach der Verletzung des Leistungsträgers Tim Häufglöckner beim 20:25 nicht unzufrieden: „Wir haben nur 25 Tore bei einer spielstarken Mannschaft kassiert, ein paar zu viel, meiner Meinung nach. Die Abwehr plus Torhüter waren gut. Der Angriff war nicht so gefährlich, doch das ist erklärbar. Das braucht noch ein bisschen ohne Tim. Es war ein ganz anderer Rhythmus, in dem vieles gut, manches nicht so gut war. Das heißt nicht, dass ich zufrieden bin. Aber ich habe viel Positives gesehen. Darauf lässt sich die nächsten Wochen ohne Tim aufbauen.“

Schock für die Gäste

Los ging das Derby gleich mit einem Schock für die Gäste. Bereits nach 38 Sekunden musste der zuverlässige Torhüter Tobias Jörg mit einer Roten Karte vom Parkett. Er touchierte einen Gegenspieler leicht beim Abfangen eines langen Passes. Für ihn kam Joshua Löffelmann und dieser machte seine Sache sehr gut. Der erste Treffer im Spiel fiel nach dreieinhalb Minuten durch Antonio Schnellbacher. Danach blieb die Partie bis zum 4.4 (12.) ausgeglichen. Leichte Ausreißversuche des Favoriten gab es beim 6:4, 7:5 und 10:7 (26.). Beim 11:7 waren es schon vier Tore Differenz. Aber der TVK kam zurück, verkürzte durch Polixenidis und Spieß zum 9:11-Pausenstand. Dieser dirigierte seine Nebenspieler sehr gut und mit diesem Rückstand ließ es sich leben.

HSG erwischt den besseren Start

Nach dem Wechsel erwischten die Hausherren den besseren Start und ehe sich die Gäste versahen, lagen sie mit 10:16 im Rückstand (36.). Beide Teams erlaubten sich in der Folge viele einfache Fehler, fanden im Angriff nicht die richtigen Lösungen. Trotzdem erhöhte die HSG bis zur 43. Minute auf 20:13, auch dank ihres starken Torhüters Marco Rhein und dem achtfachen Torschützen Henning Schopper. Die Kirchzeller gaben sich nicht geschlagen, verkürzten schnell auf 18:21 (48.). Es schien noch einmal eng zu werden. Doch die HSG ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und brachte die nächsten zwei Zähler auf die Habenseite. „Wir müssen das so akzeptieren. Es hat heute nicht gereicht. Doch das ist keinesfalls ein Vorwurf. Die HSG hat viel Qualität. Wir müssen im nächsten Spiel einiges besser machen und dran bleiben“, so Trainer Kunz.

 

Hanau dreht Auswärtsspiel in Pohlheim

Pure Freude bei der HSG Hanau nach dem Sieg

Mit einer starken zweiten Halbzeit hat die HSG Hanau am Samstagabend doch noch zwei wichtige Punkte aus Pohlheim mitgenommen. Beim Auswärtsspiel in Mittelhessen war das Team von Trainer Hannes Geist in der ersten Hälfte mental nicht voll auf der Platte und lag zunächst klar zurück. Am Ende sorgten ein leidenschaftlicher Kampf und die Tore von David Rivic und Dennis Gerst für eine eindeutige zweite Halbzeit und den 25:21-Erfolg.

„Es ist sehr schwierig für mich, heute dieses Spiel zu beschreiben. Ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit alles falsch gemacht haben, was wir diese Woche im Training besprochen hatten“, sagte Geist nach Abpfiff der Partie. „Pohlheim hat hingegen genau das umgesetzt, was sie angekündigt haben, nämlich uns lange zu ärgern. Das ist ihnen gelungen.“

Die Grimmstädter fanden zunächst nur schwer in die Partie und leisteten sich gleich zu Beginn mehrere Ballverluste. Hanau tat sich auch sehr schwer mit der resoluten 3:2:1-Deckung der Gastgeber.

Es blieb in den ersten 30 Minuten ein enges Match auf Augenhöhe, in dem beide Teams ihre Angriffe lange vortrugen. Hanau ließ allerdings beim 6:4 erstmals sein schnelles Konterspiel aufblitzen, als Jan-Eric Ritter mit einem weiten Pass den durchgestarteten Cedric Schiefer bediente und dieser den Ball an Jannik Schlegel im Tor vorbeilegte. In der Folge blieb Pohlheim aber weiter die tonangebende Mannschaft, auch da die Grimmstädter nur wenig Druck auf das Angriffsspiel der Gastgeber bekamen. Während Pohlheim vielleicht eine seiner besten ersten Halbzeiten in dieser Saison spielte, erreichte im Team der HSG zunächst kaum ein Akteur seine Normalform.

Hanau zeigte Moral

Die Mittelhessen kamen mit viel Schwung aus der Kabine und erzielten direkt das 15:8 (31.). Doch Hanaus Trainer Geist schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. „Nach dem 8:15 weiß ich nicht welcher Groschen gefallen ist, aber es muss ein gewaltiger gewesen sein, denn wir waren danach deutlich flexibler, agiler in der Deckung und haben die Schüsse bekommen, die wir wollten“, konstatiere er.

Gestützt auf einige guten Paraden von Can Adanir rannte Hanau nun an und setzte die nach einer intensiven ersten Halbzeit ausgelaugte Pohlheimer Abwehr unter Druck. In der Zweikampf-intensiven, aber dennoch fair geführten Partie, schien das Momentum nun deutlich in die südhessische Richtung zu kippen. Pohlheim zeigte Nerven und Hanau erzielte die 20:18-Führung. Dennis Gerst ließ mit seinem 23:20 (52.) die Grimmstädter auf die Siegerstraße einbiegen, ehe Ritter und Strohl mit ihren beiden Treffern zum 24:21 und 25:21 alles klar machten. „Hintenraus hatten wir scheinbar mehr Puste, haben unsere freien Dinger reingemacht – den einen oder anderen aber auch liegen lassen – und so das Spiel für uns entschieden“, sagte Geist.

 

Furioser Auftritt gegen Mundenheim 

Ein bestens aufgelegter Julian Lahme im Tor und eine ebenso kämpferisch wie spielerisch beeindruckende Mannschaftsleistung des TV Gelnhausen brachte diesen zurück in die Erfolgsspur und am Ende stand ein 31:22 gegen Mundenheim. „Das war ein wichtiger Sieg und wir sind froh, dass wir gewonnen haben. In der Vorbereitung auf das Spiel hatten wir den Schwerpunkt auf eine aggressive Abwehrarbeit gelegt. Das haben die Jungs heute sehr gut umgesetzt. Insgesamt haben wir eine konstante Leistung abgerufen und uns für eine starke Trainingswoche belohnt“, sagte TVG-Coach Matthias Geiger.

Der TV Gelnhausen trumpfte groß auf

TVG-Keeper Lahme setzte in der Anfangsphase die ersten Ausrufezeichen, als er gleich eine Handvoll Glanzparaden inklusive gehaltenem Siebenmeter zeigte. So nahm er den Gästen, die sich viel vorgenommen hatten und mutig in die Partie gestartet waren, frühzeitig den Wind aus den Segeln. Über 13:10 (25.) ging es mit 17:11 in die Pause.

Gleiches Bild in Abschnitt zwei

Gleiches Bild auch im zweiten Abschnitt. Mundenheim wehrte sich nach Kräften. Es war beeindruckend, wie sich die junge Gelnhäuser Mannschaft gegen die physisch stärkeren Gäste behaupten konnte und sich auch von kleineren Nickligkeiten nicht aus der Ruhe bringen ließ. Über 20:14 und 24:14 steuerte das Geiger-Team letztlich einem verdienten Sieg entgegen, der bei besserer Chancenverwertung noch deutlich höher hätte ausfallen können. “Wir haben auch im Angriff überzeugt, indem wir geduldig unser Positionsspiel aufgezogen haben und uns dabei viele Chancen herausspielen konnten. Leider haben wir einige freie Bälle liegenlassen“, sagte Geiger.

 

Die Bilder haben uns Nieder-Roden, Hanau und Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.

 

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Zum Traditionsduell empfängt in der zweiten Handball-Bundesliga heute um 17 Uhr in der Untermainhalle Elsenfeld den TUSEM Essen.

Für Fans ist dieses Duell zweier Traditionsvereine immer ein besonderes Match. Der TUSEM Essen, der in den 80er Jahren drei deutsche Meisterschaften feiern konnte, hat ähnlich wie der TVG eine traditionsreiche Geschichte, wobei sich beide Vereine aktuell allerdings in der zweiten Liga duellieren.

Essen steht momentan nicht, wie erhofft, mit einem positiven Punktekonto auf einem der vorderen Tabellenplätze, sondern muss sich derzeit mit 10:12 Punkten und Tabellenrang 13 zufriedengeben. Allerdings hat die Mannschaft um Trainer Michael Hegemann den schlechten Auftakt etwas wettgemacht und wichtige Siege gegen Potsdam, Konstanz und den TuS Nettelstedt-Lübbecke geholt. Diese Serie möchte Essen am heutigen Sonntag in Großwallstadt weiter ausbauen. “So langsam wird es bei uns und wir kommen ins Rollen”, sagt TUSEM-Trainer Michael Hegemann. Bester Torschütze im Team ist aktuell Justin Müller auf Rückraum Mitte.

TVG will Positivbilanz ausbauen

Der TV Großwallstadt möchte seine Positivbilanz der vergangenen Saison – das Auswärtsspiel gewann der TVG mit 32:26, das Heimspiel mit 25:24 – natürlich weiter ausbauen. Die Mannschaft um Trainer Igor Vori hat nach dem Sieg am vergangenen Wochenende gegen den HC Elbflorenz die Serie von drei Niederlagen in Folge gestoppt und sich vorgenommen, nun auch heute wieder vor heimischer Kulisse einen Erfolg zu bejubeln. Die Abwehrarbeit wird also folglich wiederholt gegen Essen im Fokus stehen, auch um die gegnerischen Top-Leute wie Markus Dangers am Kreis oder Eloy Maldonado Morante auf der Spielmacherposition in den Griff zu bekommen.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

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Heute geht die Hatz nach Punkten in der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, weiter.  Der TV Kirchzell ist zu Gast bei der HSG Rodgau Nieder-Roden, der TV Gelnhausen empfängt VTV Mundenheim und die HSG Hanau muss nach Pohlheim.

Weiter spielen: TuS Dansenberg – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, mHSG Friesenheim-Hochdorf II – DJK Waldbüttelbrunn, TuS Ferndorf – VfL Gummersbach II, TSG Haßloch – HG Saarlouis.

 

Nach einem wirklich kuriosen Spiel am vergangenen Wochenende, in dem der TV Kirchzell in der ersten Hälfte gerade einmal sieben Tore kassierte, dann aber die Halbzeit zwei mit 18 Toren verlor, war die Stimmung im Lager der Kirchzeller nicht prickelnd. Was aber viel schwerer wog, war die Verletzung von Tim Häufglöckner. Einer der absoluten Leistungsträger im Team der Trainer Kunz/Hauptmann musste humpelnd das Spielfeld verlassen und die Sorge um den Spieler war groß. Eine eingehende Untersuchung ließ zum Glück die allerschlimmsten Befürchtungen nicht bestätigen. Der 23-Jährige hat sich am linken Knie einen Innenbandriss zugezogen und wird seiner Mannschaft die nächsten sechs bis acht Wochen nicht zur Verfügung stehen. „Zum Glück – so schlimm wie diese Verletzung auch ist – ist es nicht noch schlimmer gekommen. Uns allen sind viele Steine vom Herzen gefallen, dass er keine OP benötigt. Aber Fakt ist, dass er das Handballfeld bis Weihnachten wohl nicht mehr sehen wird. Danach kommt eine kurze Spielpause und dann müssen wir gucken, wie es weiter geht“, sagte TVK-Trainer Andi Kunz. Bereits im September 2020 hatte Häufglöckner eine schlimme Verletzung. Damals war ihm noch in der Vorbereitung ohne Fremdeinwirkung die Achillessehne gerissen. 
 
Er kennt Tim schon seit der Jugend. Elf Jahre lang sind die beiden immer wieder “verbandelt” als Trainer/Spieler-Gespann und nun auch seit ein paar Jahren beruflich. Für Andi Kunz ist es daher doppelt schlimm, auf Tim verzichten zu müssen – sportlich sowie beruflich.
 
Für das Team von Andi Kunz heißt das, dass die nächsten Wochen noch enger zusammen gerückt werden muss. „Den Gegner Nieder-Roden muss man nicht groß beschreiben. Es ist eine Mannschaft mit großer Qualität. Nichtsdestotrotz wollen wir für eine Überraschung sorgen. Darauf habe ich Lust und ich denke und hoffe, dass meine Spieler die gleiche Lust darauf haben“, so Kunz weiter. 
Die erste Halbzeit gegen Dansenberg muss dem TVK Mut machen, denn mit dieser Leistung in der Abwehr hat es auch die HSG Rodgau Nieder-Roden schwer, zu Toren zu kommen. Kunz setzt auf die Qualitäten seiner Spieler aus der zweiten Reihe und die Spieler wissen, dass nun jeder an seine Leistungsgrenze gehen muss. Denn bis Weihnachten muss der TVK noch Punkte sammeln, damit die bisherigen acht Zähler auf der Habenseite mehr werden. 
Den Hausherren geht es, was die Verletzungen angeht, ähnlich wie dem TVK. Die Leistungsträger Lars Spieß und Ketil Horn fehlen schon lange und HSG-Trainer Jan Redmann muss seine Formation aufgrund Verletzungen ebenfalls ständig verändern. Mit dem bisherigen Verlauf der Runde ist er zwiegespalten: „Es ist ein Mixed, den wir gespielt haben. Wir könnten weiter vorne, aber auch weiter hinten stehen. Wir haben vor der Runde wichtige Spieler verloren, mussten sechs Neue integrieren. Aufgrund der Ausfälle zieht sich der Prozess des Zusammenspielens.“ Egal wie, auch er freut sich auf das Derby gegen Kirchzell. Und auf ein Wiedersehen mit dem langjährigen HSG- und jetzigen TVK-Trainer Alex Hauptmann.

 

Den Schwung mit nach Mittelhessen nehmen

Die HSG Hanau ist auf Punkte aus

Es ist bereits die dritte Partie in Serie, die das junge Team der HSG Hanau in der Fremde bestreiten muss. In Pohlheim scheinen die Rollen vor dem Aufeinandertreffen klar verteilt, der Tabellenzweite trifft auf den Vorletzten, die stärkste Defensive auf den zweitschwächsten Angriff der Staffel, doch für HSG-Trainer Hannes Geist ist es ein Spieltag wie jeder andere auch: „Die Pohlheimer stehen auf einem Tabellenplatz der so zunächst nicht zu erwarten war, denn sie haben viel individuelle Qualität in ihrem Kader“, gibt Geist im Vorfeld der Partie zu Protokoll. „Das wird eine sehr interessante Aufgabe für uns, in kleiner Halle und lautstarker Atmosphäre.“

Gefährlichster Torjäger bei den Gastgebern ist Rückraumakteur Maximilian Rühl, der es bislang in dieser Saison auf 46 Treffer bringt. Maximilian Bergold auf Seiten der HSG Hanau netzte bereits 73 Mal ein und belegt damit momentan Rang zwei in der Torschützenliste der Staffel.

„Spieltechnisch wird es wieder auf unsere Abwehr ankommen. Diese wollen wir stabil stellen und damit die Schützen des Gegners im Griff behalten“, so Geist. Mit Rühl, Johannes Träger und Stefan Lex habe die HSG Pohlheim davon gleich drei gefährliche in ihren Reihen. „Aber auch die Kooperation zwischen ihrem Spielmacher Stefan Lex und Moritz Lambrecht am Kreis hat Qualität. Da müssen wir wach sein und erfolgreich Ballgewinne kreieren.“

Aus einer sicheren Abwehr heraus will die HSG Hanau auch an diesem Wochenende wieder schnell in die erste und zweite Welle gehen und damit ihre Vorteile in der Konterbewegung ausspielen. Im Spiel Sechs-gegen-sechs stellt sich Geist auf zwei Deckungssysteme des Gegners ein. Gerade die 3:2:1-Deckung mit Lambrecht auf der Vorgezogenen (dessen Paradeposition in seiner Bundesligazeit beim TV 05/07 Hüttenberg), kann eine Herausforderung darstellen, genauso wie die intensive 6:0-Abwehr.

 

Gelnhausen steht gegen Mundenheim vor wegweisendem Spiel

Die Barbarossastädter wollen sich für ihre Auswärtspleite in Saarlouis  gegen Mundenheim rehabilitieren. Doch gegen den bärenstarken Aufsteiger wartet auf das junge Team von Trainer Matthias Geiger eine ziemlich große Herausforderung. „Mundenheim kommt mit einer ganz starken und wurfgewaltigen Truppe nach Gelnhausen. Wir müssen uns im Vergleich zur Vorwoche gewaltig steigern, um das Spiel erfolgreich zu gestalten“, warnt Geiger vor dem kommenden Gegner. Am vergangenen Wochenende musste der TVG bei der 27:32-Niederlage bei der HG Saarlouis kräftig Lehrgeld bezahlen.

TV Gelnhausen will wieder jubeln!

Zwar rangiert Gelnhausen weiterhin auf einem sensationellen dritten Platz, doch der Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt weiterhin nur sechs Zähler. „Wir wollen in unserer Hölle Süd zeigen, was in uns steckt und unbedingt gewinnen. Wir hoffen dabei wieder auf die tolle Unterstützung der TVG-Fans. Die Jungs wollen etwas gutmachen und werden sich zerreißen“, sagt Geiger. Dazu sei eine bissige Abwehr und ein funktionierender Positionsangriff vonnöten, um Mundenheim knacken zu können. „Wir haben in Saarlouis viele Potentiale liegenlassen und müssen nicht zuletzt auch unsere Wurfquote verbessern“, sagt Geiger.

Verzichten muss der Coach dabei auf Philipp Schenk, der sich einen Bänderriss zugezogen hat. Der Einsatz von Jonathan Malolepszy ist weiterhin fraglich. Dazu fehlen die Langzeitverletzten Michael Hemmer und Max Bechert.

 

Die HSG Hanau und der TV Gelnhausen haben uns je ein Bild zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

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Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Samstag steht das zweite Spiel für die HSG Bachgau in der Jugend-Bundesliga auf dem Plan. Zu Gast haben die Bachgauer Mädels den HC Leipzig. 

Während es für den Leipziger Nachwuchs bereits das letzte Gruppenspiel ist und der HCL mit einem Sieg als aktueller Tabellenführer und derzeit 3:1 Punkten in die Meisterschaftsrunde einziehen könnte, stehen für die HSG noch zwei Spiele auf Programm.  Leipzig trennte sich bisher mit einem Unentschieden von Leipzig und gewann deutlich gegen Zwickau. Die HSG Bachgau verlor knapp gegen den Frankfurter Handballclub.

Nur Außenseiter

„Positiv für uns ist, dass wir noch die Möglichkeit mit zwei erfolgreichen Spielen uns aus eigener Kraft für die Hauptrunde zu qualifizieren. Allerdings sind wir gegen die Spitzenmannschaft aus Leipzig auch zuhause nur der Außenseiter“, sagt HSG-Trainer Holger Blümel. Und weiter: „Wir haben allerdings in unserem ersten Spiel gegen den Frankfurter HC gezeigt, das uns diese Rolle ganz gut liegt. Wir sind durchaus in der Lage, auch mit unserem kleinen Kader gegen Top-Teams mitzuspielen und den Großen alles abzuverlangen.“

Auch am Samstag werden die Gastgeberinnen alles in die Waagschale werfen, um die ersten Punkte in der Jugend-Bundesliga für sich verbuchen zu können. „Kämpferisch sowie spielerisch werden wir bereit dafür sein“, so der HSG-Coach.  

Oberliga-Bestmarke

Gut gerüstet scheint die HSG in der Tat zu sein. Am vergangenen Wochenende gewannen die Blümel-Mädchen in der Oberliga gegen Heppenheim mit 60:22! Das dürfte wohl eine neue Bestmarke in der Oberliga sein.

Das am 29. Oktober abgesagte Spiel beim BSV Sachsen Zwickau wurde jetzt auf Freitag, 25. November, um 19:30 Uhr, terminiert.

 

Das Bild hat uns die HSG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

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Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, musste sich der TV Kirchzell nach einer überragenden ersten Hälfte doch noch geschlagen geben. Nieder-Roden muss sich mit einem Punkt zufrieden geben, wogegen Hanau deutlich gewinnt. Für Gelnhausen gibt es diesmal keine Zähler. 

 

Was für eine bittere 18:25-Niederlage musste der TV Kirchzell am Samstag Abend gegen den TuS Dansenberg hinnehmen. Und was für ein kurioses Spiel sahen die Zuschauer in der Miltenberger Sporthalle. Nach den ersten 20 Minuten, in denen die Gäste lediglich zwei Tore zustande brachten, hätte wohl keiner einen Pfifferling auf Dansenberg gesetzt. Doch was dann in Halbzeit zwei passierte, das hätte in der Form auch keiner erwartet.

Doch der Reihe nach. Ohne den grippekranken Niklas Ihmer und den noch immer verletzten Brian Heinrich zeigten die Kirchzeller von der ersten Minute an ein ganz anderes Gesicht als noch zuletzt in Friesenheim-Hochdorf. Unglaublich aggressiv in der Abwehr, mit viel Kampfgeist ausgestattet und schnell auf den Beinen legten die Hausherren einen guten Start hin und führten nach sieben Minuten schon mit 4:1. TuS- Trainer Frank Müller nahm die erste Auszeit und versuchte, seine dezimierten Jungs wach zu rütteln. Aber der TVK verteidigte weiter sehr gut, nutzte die Fehler von Dansenberg geschickt aus und hatte auch die Dreh- und Angelpunkte des Gegners, Rückraumspieler Gunnar Dietrich und Claus Janssen sowie Sebastian Bösing am Kreis unter Kontrolle. Die Gäste versuchten es ab Mitte der ersten Hälfte immer wieder mit dem siebten Feldspieler. Doch auch das störte den TVK nicht. Nach 20 Minuten stand es 8:2 und beim 9:3 nahm Frank Müller seine zweite Auszeit. Tim Häufglöckner setzte zunächst noch einen drauf (10:3), doch in der Folge agierten die Kirchzeller nicht mehr so konsequent und Dansenberg nutzte dies, um bis zur Pause den Rückstand auf vier Treffer zu verkürzen. Nur sieben Gegentore ließ die Kunz-Crew in 30 Minuten zu. Das zeugte von einer sehr stabilen Defensive. Allerdings hätten es im Angriff zu diesem Zeitpunkt schon ein paar Treffer mehr sein können.

Tim Häufglöckner stark

Sofort nach Wiederbeginn erhöhte der starke Tim Häufglöckner per Strafwurf zum 12:7. Kurz danach drehte sich das Blatt und es war unglaublich zu sehen, wie ein Spiel innerhalb weniger Minuten sich völlig veränderte. Der gut aufgelegte Tom Spieß sah in der 34. Minute nach einem Foul am ehemaligen Erstliga-Spieler Gunnar Dietrich die Rote Karte. Keine Minute später sah Marco Holstein „Rot“ nach einem Foul an Tim Häufglöckner. Und wieder Sekunden später musste Häufglöckner verletzt vom Parkett und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Ihmer krank, Heinrich verletzt, Spieß „Rot“, Häufglöckner verletzt – die Alternativen auf der TVK-Bank schmolzen und die Ausfälle der beiden Leistungsträger waren nicht zu kompensieren. So kippte innerhalb kürzester Zeit das Spiel, das der TVK bis dato sicher verwaltete und aus einem 12:7 wurde ein 12:13 (38.). Die erste Führung für Dansenberg. Zwar gelang Joshua Osifo noch das 13:13 (40.). Doch die Gäste nutzten die Gunst der Stunde, steigerten sich und mit fünf Toren in Folge zogen sie auf 18:13 (47.) davon. Jetzt lief es gerade andersrum und den Hausherren gelangen bis dahin lediglich zwei Treffer. TVK-Trainer Andi Kunz nahm die Auszeit, brachte den lange verletzten Nachwuchsspieler Louis Hauptmann auf Halbrechts, wechselte zum Ende hin den Torhüter. Aber es half alles nichts. Dansenberg stand jetzt sehr gut in der Deckung, machte dem TVK das Leben schwer und dieser rieb sich an der Abwehr auf. Kassierte Kirchzell in den ersten 30 Minuten gerade einmal sieben Tore, waren es in Halbzeit zwei 18 zum Endstand von 18:25.

Leistungsträger Jan Claussen in Halbzeit eins. Nach dem Wechsel war sein Lachen zurück

TuS-Trainer Frank Müller freute sich für sein Team: „Wir haben vorm Spiel gesagt, dass wir heute einen Schritt nach vorne machen wollen. In Halbzeit eins war es einer nach hinten, in Halbzeit zwei gefühlt zwei nach vorne. In den ersten 30 Minuten war die Bereitschaft nicht da. Das war nach der Pause besser und da war der Schlüssel zum Erfolg die Abwehr.“ Das sah auch TuS-Spieler Jan Claussen so: „Mit der zweiten Hälfte sind wir sehr zufrieden. Da haben wir vieles richtig gemacht.“ TVK-Coach Andi Kunz gratulierte dem Gegner zum Sieg und machte aber auch seiner Mannschaft „für die Abwehrarbeit in Halbzeit eins ein Riesenkompliment. Was letzte Woche in Friesenheim so schlecht war, haben wir aufgearbeitet und heute zu Beginn gut gemacht. Auch das dominante gegnerische Kreisläuferspiel, das in Halbzeit zwei zum Tragen kam, haben wir zunächst gut unterbunden. Nach der Pause war es umgedreht. Aber durch den Ausfall von zwei Leistungsträgern kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir hoffen nur, dass Tim keine schlimme Verletzung hat.“

 

Rodgau stellt nach 40 Minuten Angriffsspiel ein

Die „Baggerseepiraten“ zeigten im Spiel bei der VTV Mundenheim exakt 40 Minuten eine klasse Leistung – ehe sie völlig den Faden verloren, das Angriffsspiel komplett einstellten und nur mit viel Glück in fast allerletzter Sekunde noch ein 25:25-Unentschieden retten konnten.

Entsprechend schwer tat sich Trainer Jan Redmann hinterher mit der Einordnung dieser Begegnung, die eigentlich aus zwei Partien bestand. „Wir haben in der ersten Hälfte im Angriff sehr gut agiert, eine gute Dynamik gezeigt und unsere Torchancen hochprozentig verwertet. Kurz gesagt: Wir haben das Spiel dominiert“, so der Rodgauer Coach. Was dann aber in den letzten 20 Spielminuten passierte, vermochte der erfahrene Handball-Experte nicht wirklich zu erklären: „Auf einmal leisteten sich meine Spieler viele technische Fehler, hatten überhaupt keinen Zug zum Tor mehr und vergaben zu allem Überfluss auch noch diverse freie Würfe.“

Anfangs sahen die Zuschauer in der engen „Hornissen-Arena“ ein ausgeglichenes Duell, in dem zunächst die Rodgauer und anschließend die VTV je ein Tor vorlegten, sich aber nicht absetzen konnten. Erst beim 9:11 durch Johannes von der Au in der 19. Spielminute stand eine Zwei-Tore-Führung auf der Anzeigetafel. Und diese bauten die Gäste, die abermals auf Ketil Horn und Routinier Lars Spieß verzichten mussten, bis zur Halbzeit-Sirene auf 15:19 aus. 

HSG zunächst tonangebend

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die „Redmänner“ zunächst tonangebend und hatten in der 39. Spielminute einen vermeintlich komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung (18:23) zu Buche stehen. Doch danach ging nichts mehr. Die Munnremer Hornissen brannten zwar auch kein Offensiv-Feuerwerk ab – zwischen dem 20:23 und dem 21:23 fiel sechs Minuten lang gar kein Treffer –, doch schoben sie sich immer näheran die Jungs um HSG-Kapitän Marco Rhein heran. Und weil den Südhessen das seltene Kunststück gelang, in den letzten 21 Minuten der Partie ganze 2 (in Worten: zwei!) Tore zu erzielen (darunter nur eins aus dem Feld), hatte die Heimmannschaft in der 56. Spielminute beim 24:23 erstmals nach über 40 Minuten wieder die Nase vorn.

Das war auch zwei Sekunden vor Spielende noch der Fall (25:24), doch dann kam der große Moment des Niklas Roth. Der 21-jährige Rückraumkanonier, der vor der Saison von der HSG Kleenheim-Langgöns zu den „Baggerseepiraten“ gewechselt war, wurde von Trainer Redmann für den allerletzten Freiwurf eingewechselt. Der lange Schlaks bekam den Ball, stieg hoch und donnerte die Harzpille mit Wucht in die Maschen des Mundenheimer Gehäuses. 

 

 

 Hanau feiert überzeugenden 38:24-Auswärtssieg

Die HSG Hanau triumphierte bei der TSG Haßloch mit 38:24 und hält damit den Anschluss an den Spitzenreiter TuS Ferndorf. HSG-Trainer Hannes Geist konnte hochzufrieden mit seiner Mannschaft sein. So behauptete das junge Team über weitere Strecken der Partie eine deutliche Führung und siegte am Ende auch in der Höhe völlig verdient. Zudem trug sich die Mehrheit der HSG-Akteure in die Torschützenliste ein. 

„Wir haben heute bockstark gespielt und das in einer sehr schweren Auswärtspartie. Verdientermaßen haben wir so zwei Punkte eingefahren“, lobte Geist. „Meine Jungs haben sehr gut verteidigt und über das Konterspiel viele einfach Tore gemacht.“ Vor Anpfiff im TSG Sportzentrum in Haßloch war Geist zunächst von einem engen Spiel ausgegangen, denn die TSG hatte zuletzt mit einer starken Leistung gegen Ferndorf überzeugen können. Ein enges Match blieb diesmal allerdings aus, denn bereits zur Pause führte die HSG Hanau deutlich. 

In den Anfangsminuten waren es aber die Gastgeber die besser in das Spiel fanden. Zwar erzielte Jonas Ahrensmeier den ersten Treffer für die Grimmstädter zum 1:0, doch schon weniger später stellte Haßloch durch Jan Triebskorn (2:1/4. Minute) und den Siebenmeter von Denni Djozic auf 3:2 (5.) – es sollte die letzte Führung der Rheinland-Pfälzer bleiben. 

Beide Mannschaften hatte eine zweikampfstarke 6:0-Deckung auf das Feld geführt. Hanau verstand es aber, das Offensivspiel der Hausherren in seiner Defensive besser einzubremsen und war meist einen Schritt schneller. Gestützt auf einige gute Paraden von Can Adanir übernahm die HSG so beim 4:3 (7.) von Luca Braun wieder die Führung und behaupte diese auch trotz einer Zeitstrafe gegen Dennis Gerst (9.). 

Schon früh die Partie im Griff

Als Ahrensmeier in Überzahl und mit viel Zug zum Tor, über den Innenblock hinweg das 8:4 erzielte und gleichzeitig für eine weitere Zeitstrafe beim Gegner sorgte, schien das Spiel erstmals in eine Richtung zu kippen. TSG-Coach Andreas Reckenthäler nahm die Auszeit und stellte sein Team neu ein. In der direkten Folge schien es besser zu laufen: Kevin Seelos brachte die TSG beim 6:8 (16.) wieder heran, aber Hanau hielt auch hier der kurzen Sturm und Drangphase der Hausherren erfolgreich stand. Der erfolgreich verwandelte Siebenmeter von Max Bergold zum 13:9 (24.) stellte die alten Verhältnisse wieder her. 

Haßloch versuchte in der Folge viel, doch nur selten fand die TSG einen Weg durch die Abwehr der Hanauer. Zunehmend stellte sich Ratlosigkeit bei den Hausherren ein. Der Innenblock um Ahrensmeier und Jusys hatte den TSG-Rückraum, bestehend aus Seelos und Dennis Götz, über weitere Strecken der Partie gut im Griff.  Hanaus David Rivic zeigte sich noch vor dem Seitenwechsel am Kreis gedankenschneller als seine Gegenspieler und verwandelte den Abpraller von Jan-Eric Ritter zur 17:12-Pausenführung. 

Abstand im zweiten Durchgang weiter ausgebaut 

Gerade in der ersten und zweiten Welle präsentierte sich die HSG Hanau auch im weiteren Verlauf der Partie brandgefährlich. Haßloch hingegen zeigte Nerven und fand gegen das Tempospiel der Gäste kein Mittel. Mit einem Sahnepass bediente Ahrensmeier seinen Linksaußen Julian Fulda, der zum 23:14 (37.) erfolgreich war. Die erste 10-Tore-Führung ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten. Bis zum Schluss drückte Hanau aufs Gaspedal und kam zu einem tollen Erfolg.

 

Gelnhausens zweifache Aufholjagd wird nicht belohnt

Die junge Mannschaft des TV Gelnhausen zeigt jede Menge Moral, doch am Ende wird die tolle Aufholjagd nicht belohnt. Die Barbarossastädter verloren bei der HG Saarlouis mit 27:32. Eine frühe Rote Karte gegen Abwehrchef Nils Bergau brachte das Team von Trainer Matthias Geiger zwischenzeitlich aus dem Tritt. Sein Team kam gut in die Partie und ging durch Benjamin Wörner in Führung. Auch in der Folgezeit blieben die TVG-Youngster dran. Jannik Geisler erzielte in der 13. Minute das 7:7. Doch dann folgten vier bittere Minuten. Zunächst kassierten Yannik Mocken und Silas Altwein in der 14. Minute jeweils eine Zweiminutenstrafe innerhalb von achtzehn Sekunden. Kurz darauf sah Nils Bergau nach einem unglücklichen Zweikampf die Rote Karte. „Das hat uns aus dem Rhythmus gebracht“, sagte Geiger.

Gelnhausen fand in der Defensive keinen richtigen Zugriff mehr und geriet Tor um Tor ins Hintertreffen. Einfache Tore waren Mangelware und aus dem gebundenen Spiel heraus tat man sich gegen einen körperlich überlegenen und extrem robusten sowie routinierten Gegner schwer. So ging der TV Gelnhausen folgerichtig mit einem 12:18-Rückstand in die Pause. In der Kabine fand Geiger allerdings die richtigen Worte und erinnerte an die unter der Woche erarbeiteten Abläufe. Wie verwandelt kamen seine Spieler aus der Kabine. Durch einem 4:0-Lauf innerhalb von vier Minuten lang der TVG nach 34 Minuten beim Stande von 16:18 plötzlich nur noch mit zwei Toren im Hintertreffen. Nach 45 Minuten stand es wieder 26:20 für die Hausherren.

Doch einmal mehr zeigte diese junge Gelnhäuser Mannschaft, was in ihr steckt und das Aufgeben für sie niemals eine Option ist. Die Gäste kämpften um jeden Millimeter und kamen beim Stande von 25:28 (54.) noch einmal auf drei Tore heran. Aber letztlich war an diesem Abend gegen eine abgezockte Mannschaft der HG Saarlouis um Spielertrainer Branimir Koloper nicht mehr drin. Am Ende zog der TV Gelnhausen mit 27:32 den Kürzeren.

 

 

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Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 Endlich ist der Knoten wieder geplatzt und Handball-Zweitligist TV Großwallstadt hat den Bock umgestoßen, kehrte in die Erfolgsspur zurück. Nach der dritten Niederlage in Folge gewann der TVG am Sonntagabend gegen den HC Elbflorenz in einer intensiv geführten Partie mit 30:24 und die Freude über die zwei Punkte war nach dem Schlusspfiff riesengroß. 

Dabei sah es zu Beginn gar nicht so aus. Die Hausherren, die erneut auf den verletzten Thomas Rink verzichten mussten und diesmal von Beginn an mit Petros Boukovinas im Tor begannen, mussten den ersten Gegentreffer schon nach wenigen Sekunden durch den ehemaligen TVG-Spieler Nils Kretschmer hinnehmen. Bis zum 3:1 und 6:4 hatten die Gäste die Nase vorn. Das lag aber auch daran, dass die Gastgeber zunächst im Abschluss kein Glück hatten. Auch eine zweifache Unterzahl des HCE führte zu keinem Tor des TVG. Den 6:8-Rückstand  (15.). machte Finn Wullenweber mit zwei Toren in Folge wett und der sehr stark spielende Mario Stark sorgte mit dem 9:8 für die erste Führung seiner Mannschaft. Die Führung war zwar schnell dahin, denn der TVG traf erneut vorne nicht, hatte mehrmals die Chance per Tempogegenstoß zu Toren zu kommen. Aber irgendwie wollte das mit dem Gegenstoß-Laufen nicht klappen. Doch die Hausherren behielten die Nerven, gaben nicht nach und Stark und Bandlow sorgten für das 11:9. HCE-Trainer Rico Göde nahm die Auszeit. Danach gelang dem TVG das 12:9. Obwohl der HCE-Torhüter Noack zu diesem Zeitpunkt schon neun Paraden verzeichnen konnte, führte der TVG mit drei Toren. Innerhalb zwei Minuten schmolz der Vorsprung wieder dahin und beim 12:12 legte TVG-Coach Igor Vori den grünen Karton. Seine Jungs befolgten die Vorgaben und es ging mit 16:13 in die Pause. Großen Anteil daran hatte auch Torhüter Boukovinas, der seinen Kasten sauber hielt. 

Intensiver Kampf ging weiter

Nach dem Wechsel ging der intensive Kampf weiter und der TVG hatte bis zur 43. Minute mit 22:15 die Nase vorn, überzeugte kämpferisch. Alle halfen mit: die Abwehr packte zu, der Angriff traf und Torhüter Boukovinas hielt was zu halten war. Vier Tore in Folge von den Gästen brachten das Ergebnis wieder zum Wanken (22:19). Doch das sollte der letzte Wackler des TVG gewesen sein. Denn in der hektischen Schlussphase legten die Schützlinge von Trainer Igor Vori alles rein, ließen nichts mehr anbrennen. Egal, was dem Gegner einfiel – der TVG hatte die Antwort parat. Auch die offene Manndeckung der Dresdner, die ebenfalls unbedingt gewinnen wollten, gewinnen mussten, brachte die Gastgeber nicht ins Wanken. Im Gegenteil. Sie kam Dino Corak gerade recht und er traf zum 24:19. Die Gäste wechselten noch einmal den Torhüter. Auf der anderen Seite lief Boukovinas zur Hochform auf. Die letzten Minuten gehörten dem TVG und es fielen schöne Tore. Den letzten Treffer brachte Frieder Bandlow im gegnerischen Tor unter. „Der Sieg war unglaublich wichtig und man hat gemerkt, dass für beide viel auf dem Spiel stand“, sagte ein zufriedener Dino Corak nach dem Schlusspfiff. Er konnte auch zufrieden sein, denn alle seine Mitspieler glänzten mit einer geschlossenen Leistung. 

Mit 12:10 Punkten lässt es sich gut in die neue Woche starten. Am kommenden Sonntag gibt dann der TUSEM Essen seine Visitenkarte in Elsenfeld ab. 

 

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Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür. Es zeigt TVG-Torhüter Boukovinas

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Die dritte Niederlage in Folge handelte sich Handball-Zweitligist TV Großwallstadt am vergangenen Mittwoch bei den Eulen Ludwigshafen ein. Dabei war die Mannschaft trotz eines heftigen Auftaktprogrammes so gut in die Saison gestartet. Das Prunkstück war die Abwehr und die Vorgabe des Trainers, es in jedem Spiel bei 25 Gegentoren zu belassen. Doch seit dem Potsdam-Spiel Ende Oktober läuft es nicht mehr rund. Gegen den Aufsteiger wurde mit 30:35 verloren, zu Hause gegen Hagen gab es eine 33:35-Niederlage und zuletzt brachte die Mannschaft von Trainer Igor Vori aus Ludwigshafen beim 31:37 ebenfalls nichts Zählbares mit nach Hause. Zeit, den Bock umzustoßen. Und das soll am Sonntag gegen Elbflorenz passieren. Auf der Heimfahrt von Ludwigshafen war die Stimmung gedämpft „und wir alle waren etwas bedient“, sagte TVG-Geschäftsführer Michael Spatz. Aber er sagt auch: „Die zweite Liga ist immens stark und hier kann jeder jeden schlagen. Das wird Woche für Woche sichtbar. Wir haben jetzt 10:10 Punkte und das bei unserem schweren Auftaktprogramm. Wir haben die ersten sechs, sieben Spiele gefühlt die beste Abwehr der Liga gestellt. Da müssen wir wieder hin.“

Elbflorenz ist schwer einzuschätzen

Mit dem HC Elbflorenz kommt am Sonntag ein Gegner, der derzeit etwas schwer einzuschätzen ist. Die Dresdner hatten sich vor der Saison klar positioniert und ein Platz in den Top fünf ist das Ziel. Mit dem starken und vor allem eingespielten Kader sollte dies auch gelingen. Mit dem Sieg gegen die Wölfe Würzburg zum Auftakt und gegen die HSG Nordhorn-Lingen schien es auch gut loszugehen. Doch danach musste die Mannschaft von Trainer Rico Göde nach zwei Unentschieden gegen Konstanz und Coburg nur noch Niederlagen wegstecken. Zuletzt beim VfL Eintracht Hagen. HCE-Trainer Göde sagte, dass es lange Zeit in der Partie ein Schritt nach vorn war im Vergleich zu den letzten Spielen.

Die Gäste werden sicher – nach dem letzten Sieg im September – heiß auf endlich mal wieder zwei Punkte sein. Die will der TVG allerdings auch. Michael Spatz: „Wir müssen alle an unsere Leistungsgrenze gehen und gucken, dass wir in der Kürze der Zeit an unserer Abwehr und unserem Angriff arbeiten.“

Einer, der sich nach über vier Monaten auf seinen nächsten Einsatz freut, ist TVG-Kreisläufer Thomas Rink. „Es war so super, nach über vier Monaten mal wieder auf der Platte gestanden zu haben. Auch wenn es nur wenige Minuten in Ludwigshafen waren. Ich hoffe natürlich, dass sich meine Einsatzzeiten wieder verlängern. Aber gleich im ersten Angriff mit meiner ersten Aktion direkt ein Tor zu erzielen, war einfach Klasse.“ Der große Wermutstropfen für Rink war allerdings die deutliche Niederlage und er meint: „Gegen den HCE wird es ein sehr unangenehmes Spiel werden. Deren letzter doppelter Punktgewinn ist nun auch schon etwas her und sie müssen, ähnlich wie wir, endlich wieder punkten. Für mich gehört die Mannschaft eigentlich seit cirka drei Jahren zum erweiterten Kreis für die vorderen Ränge, auch wenn es diese Saison bei denen noch nicht so rund läuft. Auf jeden Fall wird es ein sehr wichtiges Spiel für beide Mannschaften. Zum Glück spielen wir vor heimischem Publikum.“

Mit dem starken Torhüter Marion Mallwitz, mit Außen Lukas Wucherpfennig, Mindaucas Dumcius oder mit dem ehemaligen TVG-Spieler Nils Kretschmer hat der HCE sehr gute Akteure in seinen Reihen. Auch Sebastian Gress oder Philip Jungemann nicht zu vergessen. Der HCE hat also noch Luft nach oben und es bleibt zu hoffen, dass er nicht gerade am Sonntag ins Rollen kommt. „Wir müssen auf jeden Fall so schnell wie möglich in die Erfolgsspur zurück und müssen gucken, dass sich die Spirale wieder nach oben dreht“, sagt Michi Spatz.

 

+++++ Update  +++++

Nachdem Thomas Rink am vergangenen Mittwoch seinen ersten Einsatz in der aktuellen Saison im TVG-Trikot hatte und sich gleich mit einem Treffer belohnte, folgte jetzt ein herber Rückschlag für den Kreisläufer und den TV Großwallstadt. Thomas Rink verletzte sich bei seinem Einsatz in Ludwigshafen am linken Unterschenkel und zog sich einen Muskelfaserriss zu. Wie lange der Spieler nun erneut ausfallen wird, entscheidet sich während der folgenden Untersuchungen.

 

Das Bild von Igor Vori hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.

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