Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Auch im zweiten Spiel der Aufstiegsrunde 2022 zur zweiten Handball-Bundesliga muss sich der erneut ersatzgeschwächt antretende Drittligist HSG Hanau geschlagen geben. Bei der favorisierten HSG Krefeld Niederrhein verlieren die Grimmstädter am Ende mit 31:36 (14:17), allerdings lieferten die Grimmstädter dem Aufstiegsaspiranten einen leidenschaftlichen Kampf und konnten die Partie bis zum Ende offen gestalten.

„Nach einer Niederlage ist man natürlich immer enttäuscht, aber die Jungs haben sich reingehängt, gekämpft und sich nie aufgegeben. Spielerisch war es ein gutes Spiel von uns, darauf können wir echt stolz sein. Insgesamt haben wir uns gut verkauft und der Blick geht jetzt auf das nächste Spiel in Pfullingen“, sagte Hanaus Co-Trainer Oli Lücke, der an der Seitenlinie Hannes Geist ersetzen musste.

Neben Trainer Hannes Geist musste die HSG insgesamt auf acht Spieler verzichten. Neben den beiden etatmäßigen Torhütern Sebastian Schermuly und Fabian Tomm fehlten noch Jan-Eric Ritter, Yaron Pillmann, David Rivic, Benjamin Horn, Nils Schröder und Michael Hemmer. So durfte mit Philipp Spenkoch ein A-Jugendkeeper bei seiner ersten Berufung gleich ein paar Einsatzminuten in der dritten Liga feiern.

Über 1000 Zuschauer waren an diesem Abend in die Glockenspitzhalle in Krefeld gekommen, um ein klasse Handballspiel zu sehen. Vor allem im ersten Durchgang wurden ihnen viel Spannung und handballerische Finesse geboten. Gastgeber Krefeld legte munter los. Allen voran Spielmacher Merten Krings, der die Hanauer Deckung immer wieder vor schwierige Aufgaben stellte und nach rund zwei Minuten seine Mannschaft zur 1:0-Führung warf. Zwar konnte Hanau durch Max Bergold prompt ausgleichen, doch aus Hanauer Sicht gelang über den ganzen Spielverlauf hinweg leider kein Führungswechsel.

Vor allem im Angriff wirkten die Hanauer im Vergleich zur vergangenen Niederlage gegen die HSG Konstanz (22:36) ideenreicher und konnten gute Lösungen finden. Über schöne Ballstafetten gelang es so immer wieder, die gegnerische Abwehr auseinander zu spielen und den Anschluss zu halten (20. – 10:10). In der Abwehr hingegen tat sich Hanau deutlich schwerer. Zu wenige Ballgewinne spielten Krefeld letztlich in die Karten und mit einem Drei-Tore-Vorsprung für Krefeld (17:14) ging es schließlich in die Pause.

Krefeld baute Führung aus

Der Vorsprung für Krefeld wuchs im zweiten Durchgang bis zu einer Fünf-Tore-Führung in der 41. Spielminute (24:19) heran. Hanau blieb aber in der Folge verbissen dran, gab sich nicht auf und zeigte bis zum Schluss eine hervorragende Teamleistung.  Wer dachte, dass dem dünn besetzten Hanauer Kader allmählich die Kräfte ausgingen, sag sich getäuscht. Christoffel und Co. hielten voll dagegen. Trainer Lücke wechselte immer wieder durch, um den Kräfteverschleiß möglichst auf alle Spieler zu verteilen. Nach einem Treffer von Jannik Ruppert waren die Gäste viereinhalb Minuten vor Schluss wieder auf drei Tore herangerückt, ehe sich der Favorit dann doch durchsetzen konnte.

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Drittligist TV Gelnhausen startete in der Gruppe C mit einem 30:23-Heimsieg gegen die HG Saarlouis in die DHB-Pokalrunde. Die HSG Rodgau Nieder-Roden hingegen musste in der Gruppe D gegen die HBW Balingen-Weilstetten II eine 29:34-Auswärtsniederlage hinnehmen.

 

Die Stimmung der Barbarossajungs von Trainer Matthias Geiger war vor dem Spiel durchaus angespannt. Eine krankheitsbedingte Trainingspause des Teams, etliche Spieler die entweder verletzungs- oder krankheitsbedingt komplett ausfielen oder nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren, machten Gelnhausen zu schaffen. Eine optimale Vorbereitung sieht sicherlich anders aus. Es war aber auch die Motivation da, die Serie des Jahres 2022 ohne Niederlage fortzusetzen. Die Gäste legten zwar mit dem 1:0 vor, aber jeweils zwei Tore durch Jonathan Malolepszy und Fynn Hilb sorgten für eine 4:2-Führung. Diese Führung wurde bis zur 24. Spielminute auf 12:5 durch Yannik Mocken ausgebaut. Guter Rückhalt im Tor war in der ersten Halbzeit Alex Bechert. Danach kam ein Bruch ins TVG-Spiel, besonders im Angriff wurden Bälle verloren, beste Wurfchancen nicht verwertet. Saarlouis verkürzte auf drei Tore, ehe vor der Halbzeitsirene dem A-Jugendspieler Lasse Georgi in seinem Drittliga-Debüt das 13:9 gelang.

Die Gäste hielte dagegen

In Halbzeit hielten die Gäste weiter wacker dagegen und verkürzten in der 37. Spielminute auf zwei Treffer (15:13). Nun besannen sich die Hausherren, legten einen  Zahn zu und Nils Bergau, Jonathan Malolepszy und Tim Altscher erhöhten auf 18:13. Der Gästetrainer Philipp Kessler reagierte mit einer Auszeit. Das TVG-Team hatte aber seinen Spielfluss gefunden, Julian Lahme vernagelte das Tor und die Gäste konnten nicht mehr aufschließen. Besonders Jonathan Malolepszy und Yannik Mocken gaben im TVG-Angriff den Takt vor, spätestens beim 24:18 (53.) war die Entscheidung gefallen. 

TVG-Trainer Matthias Geiger war nach Abpfiff sehr zufrieden mit der Leistung des Teams. Die geschlossene und kämpferisch starke Mannschaftsleistung bewerte er sehr hoch, gerade weil die Vorbereitung bei weitem nicht optimal war.

 

Schwache Defensivleistung der Baggerseepiraten

Mit einem Stimmungsdämpfer sind die Rodgauer Handballer in die DHB-Pokalrunde gestartet. Denn nach gutem Beginn und 25 ordentlichen Minuten war es vor allem die Phase kurz vor und nach der Halbzeitpause, die die Baggerseepiraten letztendlich auf die Verliererstraße brachte. Entsprechend unzufrieden war HSG-Trainer Jan Redmann mit der Leistung seiner Schützlinge: „Du kannst hier verlieren, keine Frage, aber wir haben uns in vielen Situationen einfach nicht clever angestellt.“ Gerade die Deckungsarbeit war aus Sicht des Trainers dabei oftmals zu inkonsequent. Da nutzten auch die sechs Tore vom guten HSG-Youngster Ketil Horn nichts. Er und sein Teamkollege Philipp Wunderlich waren die erfolgreichsten Schützen im HSG-Team.

Der Bundesliga-Nachwuchs von der schwäbischen Alb setzte sich nach ausgeglichenem Spielverlauf von 13:12 auf 20:15 ab. Zwar versuchte das HSG-Trainerteam, einige Dinge zu korrigieren, doch aufgrund der personellen Situation waren die Alternativen recht eingeschränkt. Immerhin stellte sich Routinier Daniel Bauch aus der zweiten Mannschaft zur Verfügung und bekam dafür noch ein Sonderlob: „Den Einsatz kann man ihm gar nicht hoch genug anrechnen, er hat wirklich mit 100%iger Motivation agiert“, so Jan Redmann im Anschluss.

Letztendlich schaukelten die Jung-Gallier die Partie über die Zeit, gerieten niemals ernsthaft in Gefahr und sorgten somit für einen Fehlstart der Rodgauer in die DHB-Pokalrunde. 

 

Das Bild, das Jonathan Malolepszy vom TVG zeigt, hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.
 
Der TV Großwallstadt gewann am Sonntag vor eigenem Publikum in der zweiten Handball-Bundesliga gegen den Dessau-Rosslauer HV mit 28:25 und arbeitete sich auf den 16. Tabellenplatz hoch. Dieser Sieg war enorm wichtig im Kampf um den Klassenerhalt. 
 
Beide Mannschaften begannen hochmotiviert und es war ihnen anzumerken, wie viel auf dem Spiel stand. Ein Blick auf die Tabelle sagt, dass jetzt jeder Punkt zählt. Die Hausherren, die ohne die erkrankten oder verletzten Mario Stark und Florian Eisenträger antraten, gingen durch einen verwandelten Strafwurf von Pierre Busch mit 1:0 in Führung, Savvas Savvas legte mit einem schönen Treffer ins leere Gästetor nach. Aber die Gäste wussten sich zu wehren. In der fünften Minute kam nach langer Verletzungspause erstmals wieder Tom Jansen aufs Spielfeld und reihte sich nahtlos ein. DRHV-Trainer Andreas Jungandreas wechselte viel in Abwehr und Angriff, doch die Gastgeber ließ das kalt. Sie spielten ihren Part gut herunter, agierten in der Abwehr – gut unterstützt von Jan-Steffen Minerva im Tor –  sehr stark und spielten auch nach vorne konzentriert. So führten sie schnell mit 13:7 (25.), als der Abwehr-Stratege Povilas Babarskas nach einem harten, aber etwas unglücklichen Foul am guten Rückraum linken Timo Löser die Rote Karte sah. Doch der TVG steckte das gut weg, wackelte nur kurz vor der Pause mal. Tom Jansen war es, der mit einem „Strich“ das 15:9 erzielte. Letztlich ging es mit einer 15:10-Führung in die Kabine.
 
Tom Jansen mit dem ersten Treffer in Halbzeit zwei
 

Nach dem Wechsel gelang Tom Jansen der erste Treffer zum 16:10. Die Gäste probierten es jetzt mit dem siebten Feldspieler und diese Variante schien zu greifen. Nach dem 18:12 (36.) wurde ein paar Minuten später ein 19:17 (42.). TVG-Trainer Maik Handschke reagierte, nahm in der 39. Minute beim 18:15 die Auszeit und schickte Can Adanir für Minerva ins Tor. Er machte seinen Job gut. Die paar mitgereisten Dessau-Fans feuerten ihr Team lautstark an,

DRHV-Trainer Uwe Jungandreas und Co-Trainer Vanja Radic, ein bekanntes Gesicht beim TVG

Uwe Jungandreas nahm die Auszeit in der 46. Minute. Da lag sein Team mit vier Treffern zurück. Ein Strafwurf brachte Dessau etwas heran, doch der beste TVG-Schütze Savvas Savvas stellte den alten Abstand wieder her (22:18). Wieder kämpfte sich der Gegner um den guten Timo Löser auf zwei Tore heran (24:22) und nahm Kuno Schauer auf der Mitte an die kurze Leine. Die Partie ging in die heiße Schlussphase und es wurde hektisch auf dem Parkett. Aber Savvas Savvas per Siebenmeter und Tom Jansen mit einem tollen Treffer sorgten wieder für Entspannung (26:22). Dessau nahm erneut die Auszeit, ging zur offenen Deckung über und nach dem 26:24 zog auch Maik Handschke die Reißleine. Can Adanir wuchs über sich hinaus und parierte einen Wurf nach dem anderen. Es war unglaublich. Pierre Busch sorgte mit einem Kunststückchen für das 28:24 und die Zuschauer hielt es nicht mehr auf den Sitzen. Am Ende war der 25. Gästetreffer nur noch Makulatur.

 
Die Freude beim TVG war groß und den Spielern war anzumerken, wie gut ihnen der Sieg tat und auch bei Trainer Maik Handschke war große Erleichterung zu spüren: “Auch wenn die Rote Karte von Paul extrem geschmerzt hat, hat mein Team heute das umgesetzt, was ich von ihm erwartet habe. Allerdings müssen wir das Spiel gegen eine offensive Abwehr noch einmal üben.“
 
 
Der Artikel ist auch in meiner Heimatzeitung Main Echo zu lesen. 
 
Das Bild, das Torhüter Can Adanir zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür. Alle weiteren Bilder sind von mir.
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Erneut zeigte der TV Kirchzell am vergangenen Wochenende eine starke kämpferische Leistung und gewann auch sein zweites Spiel in der Klassenverbleibsrunde zur dritten Handball-Liga deutlich. Die HSG Bieberau/Modau hingegen konnte nach der Niederlage vergangener Woche auch diesmal nicht gewinnen.

„Auswärtssieg“ und „hier regiert der TVK“ hallte es nach dem Schlusspfiff durch die Sachsenhalle. Mit einer erneut sehr starken kämpferischen Leistung holte sich der TV Kirchzell auch in seinem zweiten Spiel in der Klassenverbleibsrunde einen Sieg. Beim TV Germania Großsachsen landete die Mannschaft des Trainer-Duos Alex Hauptmann und Andi Kunz einen klaren 30:21-Erfolg und ließ den Hausherren – vor allem in der zweiten Hälfte – keinerlei Chance. Daher sagte auch ein zufriedener Andi Kunz am Ende: „Das war zweifelsfrei ein verdienter Sieg, denn wir waren das bessere Team und haben uns am Ende durchgesetzt.“ Mit einem einmal mehr sehr starken Rückhalt Tobias Jörg im Tor, der viele Freie wegnahm, einem gut aufgelegten Tom Spieß und einem ganz wichtigen Tim Häufglöckner wanderten letztlich zwei weitere Zähler auf die Habenseite und die paar mitgereisten Fans feierten ihre Jungs nach dem Abpfiff lautstark.

Schon vor Beginn der Partie lag der Druck nach dem verlorenen Spiel vergangener Woche gegen Plochingen etwas mehr bei den Hausherren, die ohne ihren sich in Quarantäne befindlichen Trainer Stefan Pohl auskommen mussten. Beide Teams waren zunächst auf Augenhöhe und die Begegnung war zwar spannend, aber auch zerfahren, denn beiden war die Nervosität anzumerken. Die Mannschaften waren in der Defensive sehr gut, doch nach vorne wurde einiges vergeben. Auch der TVK agierte bisweilen etwas ungeduldig und als dann Tim Häufglöckner noch von TVG-Spieler Weindl an die kurze Leine genommen wurde, fehlte zunächst ein bisschen der Rhythmus. Trotzdem war bis zum 13:13 die Partie ausgeglichen, ehe der TVG in der kraftraubenden Partie mit 14:13 in die Pause ging.

Die richtigen Worte gefunden

Was auch immer die beiden TVK-Trainer ihren Schützlingen in der Pause mit auf den Weg gaben, es fruchtete. Denn nach dem Wechsel kamen die Kirchzeller sehr gut erholt und konzentriert aus der Kabine. Die Gäste stellten weiter eine sehr starke Deckung mit einem unglaublichen Tobias Jörg im Tor, spielten nun aber auch sehr konsequent nach vorne. Aus dem 15:15 in der 34. Minute machten die Odenwälder ganz schnell eine 20:15-Führung (40.). Die „Saasemer“ hatten nicht mehr viel entgegenzusetzen, erlaubten sich viele Fehler, agierten teilweise sehr fahrig und es war keine Linie mehr zu erkennen. Der TVK hingegen machte dies viel besser, nutzte seine Chancen nun nicht mehr „halbherzig“ wie noch in den ersten 30 Minuten und spielte den Gegner regelrecht „mürbe“. So kippte die Begegnung innerhalb kürzester Zeit und beim 27:20 für den TVK fünf Minuten vor dem Ende war die Messe längst gelesen. „Es war ganz wichtig, wie wir in der zweiten Halbzeit als Mannschaft reagiert haben und unsere Chancen suchten und auch in Tore ummünzten“, so Andi Kunz. Er hatte auch ein großes Lob an die Spieler, die nicht immer zum Zuge kommen, aber sich immer in den Dienst der Mannschaft stellen und parat stehen. „Es können halt nicht alle spielen, obwohl es alle verdient hätten. Aber wie die Mannschaft hier zusammenhält, alle sich anfeuern und unterstützen und auch im Training alles gegeben wird, ist wirklich toll“, so Kunz.

Die Moral stimmt also und das ist auch wichtig, denn nächste Woche geht es zum TV Willstätt, der als Favorit in der Gruppe gehandelt wird.

 

Mit neuem Trainer und neuem Mut, aber ohne Punkte

Mit neuem Trainer und neuen Mut begannen die Falken ihr Spiel beim VfL Günzburg und die Motivation war ihnen anzumerken. Trotzdem verlor die HSG mit 22:28. Das Spiel verlief die ersten Minuten sehr ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich größere Vorteile erspielen und nach zwölf Minuten stand es 5:5. Dann schlichen sich wieder Fehler in das Spiel der Falken, Chancen wurden vergeben und Unsicherheiten im Spielaufbau verursachten technische Fehler, die zu einer 9:5 Führung für Günzburg führten, was der Heimmannschaft zugleich Sicherheit verlieh. Der Wille war da, aber die Umsetzung klappte noch nicht so, wie gewollt. So ging es mit einem 15:11 für Günzburg in die Halbzeit.

Nach dem Wechsel wurden die Aktionen der Falken etwas klarer und zielstrebiger und beim 17:15 in der 37. Spielminute keimte etwas Hoffnung auf, das Spiel drehen zu können. Doch leider gelang dies nicht und Günzburg nutzte die Nachlässigkeiten der Gäste, um binnen fünf Minuten auf 23:15 davon zu ziehen. Damit war die Entscheidung gefallen. Am Ende war es die Summe der Fehlwürfe und wieder einmal die hohe Anzahl technischer Fehler, die einen Erfolg der Falken verhinderten. 

 

Den Artikel über Kirchzell könnt Ihr auch in meiner Heimatzeitung Main Echo lesen, für die ich ihn geschrieben habe.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach der Niederlage beim VfL Lübeck-Schwartau am vergangenen Mittwoch geht es in der englischen Woche weiter und der TV Großwallstadt empfängt am Sonntag um 17 Uhr den Dessau-Rosslauer HV.

Eine weitere wichtige Partie im Kampf um den Klassenerhalt steht also für die Jungs von Trainer Maik Handschke an. Der Dessau-Roßlauer HV konnte in den vergangenen zwei Spielen durch Siege gegen VfL Eintracht Hagen und TSV Bayer Dormagen wichtige Punkte einheimsen und dadurch in der Tabelle am TVG vorbeiziehen. Nach 25 Spielen steht Dessau nun mit 21:29 Punkten auf Platz 15 der Tabelle, die Großwallstädter hingegen haben zwei Partien mehr auf dem Konto und befinden sich mit 19:35 Zählern auf Rang 18.

Beide Trainer werden ihre Mannschaften sicher auf einen harten Kampf um zwei wichtige Zähler einstellen. Der erfahrene Gästecoach Uwe Jungandreas ist für seine oftmals pfiffigen Ideen bekannt. Aber Maik Handschke steht seinem Gegenüber in nichts nach und wird ebenfalls seine Mannschaft dementsprechend vorbereiten.

Der Dessau-Rosslauer HV hat mit Yannick Danneberg und Timo Löser zwei wichtige Akteure auf Rückraum links, die ein Spiel auch einmal alleine entscheiden können. Dreh- und Angelpunkt ist natürlich Spielmacher Vincent Sohmann, der allerdings lange verletzt war und deshalb auch das Hinspiel nicht bestreiten konnte. Schwer zu verteidigen ist der flinke Max Emanuel, welchen es auf Rückraum rechts gilt, in den Griff zu bekommen Yannick-Marcos Pust und Jakub Hrstka auf den Außenpositionen dürfen ebenso nicht unterschätzt werden.

Maik Handschke wird sein Team auf eine stabile 6:0-Abwehr einstellen und vor allem hoffen, dass er wieder auf einen vollen Kader zurückgreifen kann. Die Verletzten Florian Eisenträger und Tom Jansen sowie der erkrankte Povilas Babarskas haben doch in den letzten Spielen deutlich gefehlt. Das Hinspiel im Dezember entschied der TVG mit 32:25 für sich und möchte natürlich auch diesmal die Punkte für sich behalten.

Das Bild, das Savvas Savvas zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Nach der ersten Niederlage in der Klassenverbleibsrunde zur dritten Handball-Liga gegen den TSV Neuhausen waren die Falken HSG Bieberau/Modau sehr enttäuscht und reagierten prompt. Ab sofort wird Ralf Ludwig als Interimstrainer die Mannschaft bis zum Saisonende betreuen. Er ersetzt Thorsten Schmid und wird bereits am Samstag auf der Bank sitzen.

Beim TV Kirchzell hingegen läuft alles nach Plan und das Trainer-Duo Hauptmann/Kunz wird ihr Team gut einstellen, damit der nächste Sieg eingefahren werden kann.

Nach dem enttäuschenden Auftakt mit einer Niederlage gegen Neuhausen haben die Verantwortlichen mit Trainer Thorsten Schmid und der Mannschaft intensive Gespräche geführt und sind nach einer gemeinsamen, umfassenden Situationsanalyse und Lagebeurteilung zu dem Ergebnis gekommen, dass die Mannschaft eine andere Ansprache benötigt und neue Impulse bekommen muss. 

Darauf hat der Verein reagiert und mit Ralf Ludwig einen neuen Cheftrainer bis zum Saisonende verpflichtet. Ludwig ist kein Unbekannter in Groß-Bieberau und der Region Südhessen, hat er doch die Falken bereits von 2013 bis 2017  erfolgreich trainiert. Er ist derzeit als Jugendtrainer und im Vorstand beim TSV Pfungstadt engagiert und wird diese Tätigkeiten, die in keiner Konkurrenz zur Trainertätigkeit in Bieberau/Modau stehen, beibehalten. Bei der Begegnung am kommenden Samstag gegen den VfL Günzburg wird er bereits auf der Bank sitzen.

Am Samstag geht es zum bayrischen Drittligisten VfL Günzburg, der ebenfalls sein Auftaktspiel gegen den SV Zweibrücken mit 22:31 verloren hat und aufgrund der mitgebrachten vier Minuspunkte mit insgesamt 0:6 Punkten schon mit dem Rücken zur Wand steht. Für beide Teams zählt daher nur ein Sieg. 

 

TV Kirchzell muss nach Großsachsen
 
Mit einer unglaublich guten kämpferischen Leistung holte sich der TV Kirchzell im ersten Spiel in der Klassenverbleibsrunde gegen die TGS Pforzheim einen knappen Sieg. Alle im Team halfen mit, dass die Punkte in Kirchzell blieben und vor allem Torhüter Tobias Jörg und Tim Häufglöckner zeigten ihre Klasse. Aber auch der erst 17-jährige Niklas Ihmer agierte gut und nutzte seine Chancen. „Der Sieg gegen Pforzheim und vor allem wie er zustande kam, war richtig gut und kämpferisch super. Unser Team hat verstanden, um was es geht und wie es agieren muss“, sagte Andi Kunz vom TVK-Trainerduo. Doch er legte gleich nach und meinte: „Jedes Team wird um jeden Millimeter kämpfen, denn jedes Team hat zu Recht den Anspruch, dritte Liga zu spielen und wird daher Woche für Woche mit allen Mitteln um den Erhalt der Klasse kämpfen.“
 
Diesen Samstag müssen die Kirchzeller bei der Germania Großsachsen antreten. Der kommende Gegner musste zum Auftakt vergangene Woche gegen den TV Plochingen eine 22:28-Niederlage hinnehmen. Doch dies will Andi Kunz nicht überbewerten: „Die Erinnerung an Großsachsen sagt mir, dass es immer heiße und umkämpfte Spiele waren. Deshalb sollten wir uns keinesfalls von der Niederlage gegen Plochingen blenden lassen.“ 
 
Die „Saasemer“ zeigten gegen Plochingen keine gute Leistung, mussten aber auch auf Verletzte oder Kranke verzichten, wie Torhüter Fabian Lieb. TVG-Trainer Stefan Pohl, von dem Andi Kunz große Stücke hält, wird seine Mannschaft sicher gut auf den TVK einstellen. Im Normalfall spielt Großsachsen eine kompakte 6-0-Abwehr, hat mit Buschsieper einen starken Außenspieler und  guten Siebenmeterschützen und mit Max Hartz einen guten Rückraum-Linken. Auch auf Mika Schüler, vom Nachwuchs der Rhein-Neckar-Löwen gekommen, sollte ein Auge geworfen werden. „Es ist beeindruckend, wie es Stefan Pohl immer wieder schafft, so ein tolles Team zusammen zu stellen“, meint Andi Kunz. Die Kirchzeller sind also gewarnt, wollen von Anfang an hellwach sein und erneut das Maximale aus sich herausholen. Kunz: „Wir haben gegen Pforzheim eine sehr gute Moral gezeigt, in mühsamster Kleinarbeit das Spiel gedreht und genau mit dieser Einstellung müssen wir auch in Großsachsen antreten.“
 
Diesen Artikel habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.
 
Das Bild, das Ralf Ludwig zeigt, hat uns die HSG Bieberau/Modau zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Von dieser Auswärtsfahrt hatte sich Handball-Zweitligist TV Großwallstadt mehr erhofft. Am Ende stand eine 26:29-Niederlage für den TVG. Beide Mannschaften mussten ersatzgeschwächt antreten und beim VfL fehlte zudem der erkrankte Trainer Michael Roth. 

Beide Mannschaften kamen in ihren ersten Angriffen zum Torerfolg, aber schon früh zeigten der TVG Mängel in der Defensive, so dass der VfL sich auf 8:3 absetzen konnte. Maik Handschke nahm in der 14. Spielminute die Auszeit und wechselte Jan-Steffen Minerva für Can Adanir im Tor. Im Folgenden verwandelten Pierre Busch und Savvas Savvas weiterhin sicher die Siebenmeter und der Gast kämpfte sich Tor um Tor auf 9:8 heran, so dass jetzt der Gegner gezwungen war, die Auszeit zu nehmen. Letztlich konnte sich keine Mannschaft mehr entscheidend absetzen und mit 15:13 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel verkürzte der TVG sofort auf einen Treffer. Der Ausgleich wollte allerdings nicht fallen. Im Gegenteil. Der VfL zog auf 21:16 davon und der TVG-Coach zog erneut den grünen Karton. Der VfL blieb unbeeindruckt und zog auf sieben Tore davon. Die Blau-Weißen um den unermüdlich rackernden Dino Corak steckten dennoch nicht auf und hatten plötzlich die Möglichkeit, auf vier Tore zu verkürzen. Doch der TVG leistete sich einen weiteren technischen Fehler und wurde im Gegenzug mit dem 28:22 bestraft. Wieder kämpfte sich der TVG heran, wieder reichte es am Ende nicht. Bezeichnend für das Gäste-Spiel war auch ein Wechselfehler in der entscheidenden Phase der Partie, der eine zwei Minuten Zeitstrafe nach sich zog. Gerade solchen Pannen ärgern den TVG-Coach Handschke maßlos: „Einige Spieler haben heute nicht das umgesetzt, was ich mir erhofft habe. Ich muss einfach von meiner Mannschaft erwarten können, dass sie das, was wir ausgiebig und intensiv besprechen, dann auch auf die Platte bringt.“

 

Das Bild, das Dino Corak zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Heute steht ein kompletter Spieltag in der zweiten Handball-Bundesliga an. Auch der TV Großwallstadt spielt und zwar musste das Team von Trainer Maik Handschke die weite Reise zum VfL Lübeck-Schwartau antreten. Bereits gestern, Dienstag, ging es für den TVG-Tross los.

Das Hinspiel hatte erst am 29. Janauar stattgefunden, da es wegen Corona verlegt werden musste. Damals saß mit Michael Roth ein altbekanntes Gesicht als Trainer des VfL erstmals auf der Bank und sorgte gleich für Aufsehen, als er die bis dato schwächelnden Schleswig-Holsteiner zu einem 34:32-Sieg führte und dem TVG eine bittere Niederlage zufügte.

Revanche hierfür bietet sich den Unterfranken nun heute Abend, Mittwoch, ab 19.30 Uhr. Auf der TVG-Seite wird Michael Roth nun Trainer Maik Handschke gegenüberstehen. Er wird seine Mannschaft auf einen ausgeglichenen Kader und eine kompakte 6:0-Abwehr mit den erfahrenen Jan Schulte und Martin Waschul im Innenblock einstellen müssen. Mit Dennis Klockmann hat Lübeck den wohl erfahrensten Spieler der Liga im Tor, der bereits  im Hinspiel eine tolle Leistung gezeigt hat. Der starke Rückhalt sollte nicht gleich mit einfachen Bällen warm geschossen werden. Im Angriff gilt es den immer stärker werdenden Mex Raguse in den Griff zu bekommen, der unter Michael Roth aktuell viele Spielanteile bekommt.

Auch wenn sich der VfL in der letzten Woche zuhause dem TuS Ferndorf geschlagen geben musste, konnten sie am Wochenende gegen Emsdetten wieder einen Sieg einfahren und stehen aktuell mit einem ausgeglichenen Punktekonto (27:27) auf Platz acht der Tabelle. Aber auch der TV Großwallstadt hat am Samstag gezeigt, dass er den Abstiegskampf angenommen hat und auch mit einem Rückstand fertig werden kann. Diesen Siegeswillen fordert Maik Handschke von seinen einsatzfähigen Spielern nun auch heute Abend in Schleswig-Holstein.

Unser Bild, das uns der TVG dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat, zeigt Görkem Bicer.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Unterschiedlicher hätten die beiden Mannschaften – auf der einen Seite der TV Kirchzell, auf der anderen Seite die HSG Bieberau/Modau – in ihrem jeweils ersten Spiel der Klassenverbleibsrunde spielen können. Während Bieberau/Modau ohne Leidenschaft spielte, zerriss sich der TV Kirchzell.

Mit einer miserablen Leistung und mangelnder Einstellung absolvierten die Falken ihr Auftaktspiel gegen den TSV Neuhausen und mussten eine bittere 31:34 (13:17)-Niederlage einstecken. Eine herbe Enttäuschung für die Fans und die Verantwortlichen, die unter der Woche und in der spielfreien Zeit alles versucht haben die Personalsorgen der Falken zu mildern. 

Die motivierten und aggressiven Gäste kauften den harmlosen Falken bereits zu Beginn den Schneid ab und gingen in der dritten Spielminute das erste Mal in Führung, die sie bis zum Ende der Partie nicht mehr abgaben. Im Gegenteil, teilweise führten sie mit fünf Toren und Bieberau/Modau hatte nichts entgegenzusetzen. Die sonst so starke Abwehr ließ sich immer wieder mit einfachen Dingen überwinden und kam überhaupt nicht ins Spiel, was es den beiden Torhütern natürlich ebenso schwer machte. Sie konnten sich beide nicht besonders auszeichnen. Dazu kamen katastrophale Fehler im Angriff, reihenweise technische Fehler und Fehlwürfe, die zu insgesamt sieben Gegenstoß-Toren führten. Auch das Rückzugsverhalten war einfach schlecht und teilweise nicht vorhanden. 

Der Gast hatte somit leichtes Spiel und verwaltete den Vorsprung mutig und gewissenhaft. Nach zehn Minuten stand es 4:7, nach 20 Minuten 9:14 und mit einem 13:17 wurden die Seiten gewechselt. 

Nach dem Wechsel wurde es nicht richtig besser

Wer dachte, die Falken kämen geläutert aus der Kabine, sah sich getäuscht. Das leidenschaftslose Spiel ging weiter, Brandt rannte sich immer wieder in der Deckung fest, die Rückraumschützen konnten nicht in Position gebracht werden, Neuzugang Leonid Mykhailiutenko wurde kaum angespielt, Edvin Omeragikj spielte keine Minute. So lag die Last wieder einmal auf den wenigen Schultern der Spieler, die völlig überfordert wirkten und neben sich standen – so stand es in der Pressemitteilung der HSG zu lesen.

Einzig in der 44. Minute, als Mykhailiutenko auf 21:23 verkürzte, keimte etwas Hoffnung auf, die aber nach wenigen Minuten wieder erstickt wurde. Drei Tore in Folge war die Antwort des Gegners und ruckzuck war der alte Abstand wieder hergestellt (21:26). Am Ende gewannen die Gäste letztlich völlig verdient mit 31:34. 

 

Unglaubliche kämpferische Leistung des TVK

Die TGS Pforzheim beim Abklatschen

Ganz anders agierte der TV Kirchzell gegen den ersten Gegner TGS Pforzheim. Mit einem hartumkämpften 25:24 (10:13)-Sieg startete der TV Kirchzell in die Klassenverbleibsrunde in der dritten Liga. Dabei machten sie sich das Leben teilweise selbst schwer. Überragende Akteure waren Torhüter Tobias Jörg und Tim Häufglöckner, der alleine 13 von insgesamt 25 Toren erzielte. Generell aber war es eine unglaubliche Mannschaftsleistung und was der TVK in der Deckung leistete, war vom Allerfeinsten. Dabei musste das Trainer-Duo Hauptmann/Kunz auf Antonio Schnellbacher verzichten. Für ihn sprang kurzfristig Lukas Häufglöckner ein, der seine Handball-Schuhe bereits „eingemottet“ hatte. Auch die Gäste kamen ersatzgeschwächt, hatten sich aber auf die Fahne geschrieben, von den sechs Spielen, die sie absolvieren müssen, fünf zu gewinnen. Gegen den TVK sollte gleichmal der erste Sieg her. Doch das klappte nicht wie angedacht.

Die Kirchzeller waren bis in die Haarspitzen motiviert, agierten von Beginn an sehr bissig in der Abwehr und Keeper Tobias Jörg war von Anfang an hellwach. Dies waren auch die Kirchzeller Fans. Sie trommelten sich vom Anpfiff weg die Seele aus dem Leib und teilweise verstand man sein eigenes Wort nicht mehr. Es war unglaublich.
 
Der TVK erwischte den besseren Start, spielte sehr gut auf und führte in der 13. Minute mit 6:3. Dieser Vorsprung hatte beim 8:5 (16.) noch immer Bestand. Bis dahin hatte Tobias Jörg bereits einen Strafwurf von Herrmann gehalten und Tim Häufglöckner verwandelte schon seinen vierten Siebenmeter eiskalt. Die Gäste nahmen die Auszeit und in der Folge war es bei den Hausherren wie abgeschnitten. Technische Fehler, Schritte, Ballverluste reihten sich aneinander. Keiner wollte mehr so recht aufs Tor gehen. Irgendwie passte es nicht mehr. Die Quintessenz war, dass vor allem die schnellen TGS-Außen Kikillus und Salzsseeler immer wieder zum Zug kamen und aus der 8:5-Führung des TVK wurde ratzfatz ein 9:10-Rückstand (25.). Es war wie abgeschnitten. Letztlich ging es mit einem 10:13-Rückstand für die Hausherren in die Pause. 
 
Nach dem Wechsel waren gleich die Gäste an Drücker
 
Nach dem Wechsel hatte der Gast Anwurf und nutzte diesen nach wenigen Sekunden gleich zum 14:10 aus seiner Sicht. Diesen Vorsprung hielt die TGS bis zum 16:12 (37.). Jetzt ging ein Ruck durchs TVK-Team und die Deckung hatte „Beton angerührt“. Mit einer überragenden kämpferischen Leidenschaft und der Unterstützung der Fans erzielte Nico Polixenidis das 17:17 und Jan Blank mit dem 18:17 (46.) die erste Führung seit der 25. Minute. TGS-Trainer Müller zog die Reißleine. Doch es nutzte nichts mehr. So sehr sich seine Mannschaft ins Zeug legte, der TVK ließ keine Führung des Gegners mehr zu.
 

Trotzdem wuchs die Spannung von Minute an. Beim 21:20 waren die Gäste in doppelter Unterzahl. Zwar erhöhte Maximilian Gläser zum 22:20, doch der TGS gelang der Anschluss. Beim 23:22 nahm der TVK die Auszeit und besprach die letzten fünf Spielminuten. Danach vertändelte der TVK gleich zweimal den Ball. Der überragende Tim Häufglöckner übernahm Verantwortung und erzielte das 24:23 und 25:23 und die TGS nahm die letzte Auszeit. Die Gäste gaben nicht nach und der gute Außen Kikillus traf zum Anschluss. Die Gastgeber vergaben ihren letzten Angriff und Marco Kikillus versuchte von Außen den TVK-Torhüter zu überlisten. Doch Tobias Jörg hielt nicht nur mit einer Glanzparade den Wurf, sondern auch den Sieg für seine Mannschaft fest.

Das Trainergespräch im Anschluss an das Spiel

 
Der Jubel in der Miltenberger Halle schäumte über und die Freude war riesengroß. „Was unsere Mannschaft heute in der Abwehr geleistet hat, wie geil dieses Team gedeckt hat, habe ich noch nie gesehen“, war TVK-Trainer Alex Hauptmann überglücklich. Allerdings monierte er auch die neun technischen Fehler allein in Halbzeit eins. TGS-Coach Müller stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Wir liefern einen unfassbaren Kampf über 55 Minuten ab, mussten dann ein paar unglückliche Entscheidungen der Schiris schlucken. Das war nicht gerechtfertigt und das stört mich ein bisschen. Wir haben unserer Personalsituation getrotzt, fahren mit einer unverdienten Niederlage nach Hause, haben uns diese aber selbst zuzuschreiben.“
 
Den Bericht habe ich auch für meine Heimatzeitung Main-Echo geschrieben.
 
 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In ihrem ersten Auftaktspiel der Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga war für die HSG Hanau gegen den Top-Favoriten HSG Konstanz nichts zu holen und die Hanauer mussten sich mit einer 22:36-Niederlage geschlagen geben. 

Trotzdem war Trainer Hannes Geist stolz auf die Leistung seiner Mannschaft: „Ich denke, wir haben 30 richtig geile Minuten gespielt. Das, was wir uns vorgenommen haben, aggressiv zu decken und emotional zu agieren, haben wir wirklich gut umgesetzt. Wir haben uns gut geschlagen, auch wenn wir am Ende vielleicht etwas zu hoch verloren haben.“

Dass der Coach trotz der klaren Niederlage nicht unzufrieden war, hatte seinen Grund. Schließlich sorgte die Corona-Pandemie für eine bis dato nie dagewesene Ausfallquote bei der HSG. Mit Marius Brüggemann, Yaron Pillmann, Lucas Lorenz, David Rivic, Marc Strohl und Fabian Tomm sowie Michael Hemmer fehlten gleich sieben Stammkräfte. Kompensation fanden die Hanauer bei ihrem zukünftigen Nachwuchs. Alen Durmic, Max Moock, Torben Scholl und Niels Prüfert, allesamt Talente der Hanauer A-Jugend, sprangen ein und durften ihr Debüt in der dritten Liga geben.

Beide Teams, bekannt für ihren schnellen und temporeichen Handball legten vor gut 500 Zuschauern munter los. Nach rund zehn Spielminuten lag Hanau sogar mit 4:3 in Führung. Eine offensive Hanauer Abwehr, viel Tempo, ein leidenschaftlicher Auftritt sowie die überragende Unterstützung von den Rängen sorgten schnell für Aufstiegsrunden-Atmosphäre. Die ebenfalls ersatzgeschwächten Gäste aus Konstanz schienen etwas überrascht. “Wir haben uns auf ganz andere Spieler und ein ganz anderes Spiel vorbereitet”, sagte Jörg Lützelberger, Trainer der HSG Konstanz angesichts der Hanauer Umstellungen aufgrund der Personalprobleme.

Doch die Führung der Hanauer hielt nicht lange. Die Gäste vom Bodensee stellten sich nun besser auf die Spielweise des Gastgebers ein und übernahmen nur vier Minuten später die Führung. Die spielerische Qualität der Gäste bestimmte auch in der Folge die Partie. So wuchs der Rückstand für Hanau auf zwischenzeitlich sechs Tore im ersten Durchgang.

Doch aufgeben und die Köpfe hängen lassen kam nicht in Frage. Im Gegenteil, Hanau kämpfte und warf alles in die Partie und konnte den Rückstand bis zur Halbzeit auf drei Treffer verkürzen und so ging es mit 12:15 in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel machte sich die personelle Situation bemerkbar

Nach dem Seitenwechsel machte sich dann allerdings der kräftezehrende erste Durchgang und die personelle Situation der Hanauer bemerkbar. Viele Spieler, die in der vergangenen regulären Saison nicht immer so viel Spielzeit hatten, sahen sich in diesem Spiel harten 60 Minuten gegenüber. Einer von ihnen war Nils Schröder. Der junge Hanauer Kreisläufer hatte verletzungsbedingt seit Oktober kein Pflichtspiel mehr bestritten. Nun war der Youngster wieder fit und war aufgrund der Ausfälle von Rivic und Lorenz gleich über die vollen 60 Minuten gefragt. Mit drei Toren traf Schröder auch prompt und zeigte eine gute Leistung bei seinem Comeback.

Spielbestimmend waren im zweiten Durchgang allerdings nur die Gäste vom Bodensee. Hanau, die nun sichtlich die Kräfte verließen, versuchten alles und gaben sich nicht auf. Doch der Rückstand wuchs rapide. Zu allem Überfluss knickte Keeper Sebastian Schermuly um und musste seinen Platz zwischen den Toren Anfang des zweiten Durchgangs für Hendrik Naß räumen.

Einen besonderen Moment durften schließlich alle A-Jugendlichen Aushilfsspieler bei Hanau feiern. Einige Minuten vor Schluss setzte Coach Geist die Youngster ein und sie durften allesamt Drittliga-Luft schnuppern. Bei den Hausherren war Jonas Ahrensmeier auffälligster Akteur. Durch die Ausfälle war er im Rückraum gefragt, wurde mit sieben Toren Hanaus bester Torschütze und belohnte sich selbst mit einer guten Leistung.

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.