Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Wenn Handball Zweitligist TV Großwallstadt am heutigen Sonntag um 17 Uhr in der Elsenfelder Untermainhalle auf den VfL Eintracht Hagen trifft, freut sich einer ganz besonders: Pavel Prokopec, der von 2014 bis 2015 das Trikot des TVG trug und anschließend nach Hagen wechselte. Er sagte: “Ich freue mich ganz besonders auf das Spiel beim TVG. Es ist das erste Spiel für mich als Bundesliga-Trainer und dann noch gleich das erste Spiel gegen meinen ehemaligen Arbeitgeber TV Großwallstadt. Besser geht nicht.” Immerhin ist auch seine Tochter damals in Erlenbach geboren. Die Verbindung ist also besonders.

In der zehnten Saison bei Hagen

Der ehemalige tschechische Nationalspieler ist bereits in der zehnten Saison in Hagen. Dort begleitete er die Ämter des Co-Trainers der ersten Mannschaft, Trainer der zweiten Mannschaft und Trainer der Bundesliga A-Jugend. Seit Dienstag zeichnet er verantwortlich auf der Bank der ersten Mannschaft.

Der Start in die Saison war bei Hagen nicht optimal, daher wird es Änderungen im Spiel der Grün-Gelben geben. Das hatte Pavel Prokopec schon unmittelbar nach seiner Amtsübernahme angekündigt. Wie diese im Detail aussehen, wollte er nicht verraten. Allerdings sagte er: “Ich glaube nicht, dass die Abwehr unser Problem war bisher. Wir haben einige Absprachen für den Angriff getroffen, was auch den Rückzug beinhaltet.” Weiter sagte er, dass er mit seinem Team schnell in die Erfolgsspur finden und Punkte holen will – und das möglichst schon heute beim TVG.

Es gibt Parallelen

Einige Parallelen zwischen den beiden Vereinen gibt es. Beide sind nicht optimal gestartet, beide haben sich von ihren Trainern getrennt, beide haben personelle Sorgen – und beide haben einen Umbruch hinter sich. Beim VfL gab es nach der letzten Saison fünf Abgänge. Darunter Leistungsträger wie Frederic Stüber und Philipp Vorlicek. Der VfL-Kader ist wohl noch nicht so eingespielt wie gedacht.

Noch ein bekanntes Gesicht wird heute im Kader stehen. Der ehemalige TVG-Spieler Pierre Busch ist auf Rechtsaußen maximal gefährlich und steht in der Top-Torschützenliste mit 24 Toren auf Rang fünf. Angeführt wird diese Tabelle von Nils Kretschmer, der sich seit seinem Wechsel zum TV Großwallstadt im Angriff in überragender Verfassung zeigt und bereits 33 Treffer erzielen konnte. Beide Spieler treten dann auch höchstwahrscheinlich am Sieben-Meter-Punkt zum Duell an. Die Zuschauer dürfen gespannt sein, wer die Nase vorn haben wird.

Mario Stark setzt unter anderem auf Fans

Personell fällt beim Gast weiter Tilman Pröhl aus, so dass die Kreisläuferposition erneut von den U23-Akteuren Niklas Pfalzer und Arne Quittmann besetzt wird. Beim TVG muss Povilas Babarskas weiter auf Finn Willenwuber und Mario Stark verzichten. Dieser sagte vor der Partie: “Wir wollen den Rückenwind aus der zweiten Halbzeit in Nordhorn mitnehmen und mit einer guten Abwehr und guten Torhütern den Grundstein für einen Heimsieg legen. Hagen ist eine individuelle, sehr stark besetzte Mannschaft und aufgrund des Trainerwechsels unter der Woche mit Sicherheit hoch motiviert. Aber mit unseren Fans im Rücken wollen wir dieses Spiel unbedingt gewinnen.”

 

Das Bild von Nils Kretschmer hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Handball Drittligist TV Gelnhausen stellt frühzeitig die Weichen für die Zukunft. Die Barbarossastädter haben die Verträge mit den beiden Nachwuchstalenten Lasse Georgi und Loris Tittel verlängert. Während der 21-jährige Linkshänder Georgi einen Vertrag bis 2028 unterschrieben hat, bindet sich das 22-jährige Torhüter-Talent Tittel vorerst bis 2027 an den Klub.

Lest nachfolgend die Pressemitteilung:

„Beide Spieler haben im Jugendbereich die TVG-Handballschule durchlaufen und sich prima entwickelt. Wir wollen sie weiter fördern und freuen uns auf die gemeinsamen kommenden Jahre“, sagt TVG-Manager Philip Deinet.   

„Wir Spieler spüren es immer deutlicher, dass hier etwas Großes aufgebaut wird und sich der Verein nach oben entwickeln möchte. Das ist natürlich eine große Motivation. Darüber hinaus ist nicht nur die medizinische und physiotherapeutische Versorgung sehr gut. Auch die Fans sind natürlich einzigartig. Außerdem herrscht eine große Harmonie im Kader. Wir verstehen uns alle auch außerhalb des Spielfeldes sehr gut. Aus diesem Grund habe ich meinen Vertrag sehr gerne verlängert“, meinte Lasse Georgi.

„Lasse hat bereits immer wieder gezeigt, welch großes Potenzial er besitzt. Wir freuen uns darauf, dass wir nun die Zeit bekommen, um ihn auf das nächste Level zu heben“, sagt Cheftrainer Matthias Geiger.  „Lasse hat sich in den vergangenen beiden Jahren der 3. Liga immer mehr genähert. Wir wollen nun in den nächsten Jahren daran arbeiten, dass er diesen Schritt endgültig schafft“, ergänzt Deinet.

In dieser Saison wird Georgi allerdings nicht mehr angreifen können. Eine Schulterverletzung nach einem Sturz im Spiel muss operativ behandelt werden und zwingt ihn zur längeren Pause. „Die Verletzung war natürlich ein Schock für mich und ich musste das erstmal verdauen. Ich will aber stärker zurückkommen und in der nächsten Saison wieder angreifen“, sagt Georgi.

Keeper Tittel bleibt ebenfalls

Topfit ist dagegen Keeper Tittel. „Ich freue mich, auch über die nächste Saison hinaus ein Teil der TVG-Familie sein zu können. Ich fühle mich sehr wohl im Team und im gesamten Verein mit diesen tollen Fans im Rücken und hoffe, dass ich weiterhin meinen Beitrag zu einer erfolgreichen Zukunft leisten kann“, sagt der Youngster. 

Auch Trainer Geiger ist froh, dass er bleibt und meinte: „Ich freue mich, dass Loris weiterhin beim TVG spielen wird. Er zeigt immer wieder sein großes Potenzial, hat eine tolle Trainingseinstellung und ist sehr energisch. Wir hoffen, dass er sich in den nächsten Jahren noch weiterentwickeln kann und werden ihn dabei unterstützen.”

„Loris war ähnlich wie Felix Reinhardt Kapitän der Junioren-Mannschaft und hat sich dort super präsentiert. Wir freuen uns, dass wir ein Gelnhäuser Eigengewächs im Tor weiter fördern können“, sagt Deinet.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, empfängt der TV Kirchzell am Freitag um 20 Uhr die Vereinigten Turnvereine Ludwigshafen-Mundenheim 1883 e.V., den VTV Mundenheim in Miltenberg. Die Gäste sind, wie der TVK auch, Aufsteiger. Die Gäste stehen in der Tabelle auf dem 14. Platz, Kirchzell auf Rang 13. Beide Mannschaften haben 3:9 Punkte auf dem Konto – also wollen beide unbedingt punkten.

Die Zuschauer in der Miltenberger Halle können sich also sicherlich auf ein spannendes Match freuen. TVk-Trainer Andi Kunz weiß, dass jeder Mundenheimer Spieler seine eigene individuelle Stärke hat und meint: “Wir kennen den Gegner – oder Teile des Gegners – noch von vor zwei Jahren. Ich denke, dass die Mannschaft sehr intensiv in der Verteidigung steht und eine erkennbare Spielstruktur an den Tag legt.”

Auf der Website der Gäste ist zu lesen, dass sie mit Schwung aus dem sehr guten Heimspiel gegen Saarlouis in den Odenwald reisen und unbedingt doppelt punkten wollen. Trotz einer Krankheitswelle, die die Trainingswoche ein wenig beeinträchtigt hat, lassen sich die Mundenheimer nicht aus der Ruhe bringen und blicken zuversichtlich auf die Aufgabe.

Aber auch die Hausherren werden alles daran setzen, um Niklas Klein, Aaron Schleidweiler, Collin Eder oder Tim Schmieder unter Kontrolle zu bringen. “Wir haben in den drei bisherigen Heimspielen drei Punkte und keine sechs geholt, die möglich gewesen wären”, sagt Andi Kunz. Nun haben sie die Niederlage in Hanau abgehakt und wollen an die Leistung zuletzt gegen Aldekerk oder die Bergischen Panther anknüpfen, um die nächsten Zähler auf die Habenseite zu bringen. Joshua Osifo ist wieder fit und auch Tom Spieß hat das Training nach seiner Grippe wieder aufgenommen. Deshalb hofft der Coach, dass er am Freitag – bis auf Oleh Soloviov und Louis Hauptmann – auf alle Spieler zurück greifen kann.

 

Das Bild hat uns der TVK zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Am Samstag um 20 Uhr starten die ING Skywheelers in ihre neue Saison. Nicht in der ersten Liga, sondern in der zweiten Bundesliga muss das Team um Trainer Chris Spitz sich diesmal beweisen. Nach dem Abstieg aus dem deutschen Oberhaus treten die Frankfurter Rollstuhl-Basketballer eine Etage tiefer gegen teils neue Teams an.

Wie die Skywheelers in ihrer Pressemitteilung schrieben, kam mit dem Abstieg auch der Umbruch in der Mannschaft. Abgänge mussten durch Neuzugänge kompensiert werden und das Team sich damit neu finden. Mit Sven und Tim Diedrich haben zwei Frankfurter Legenden den Verein verlassen, um weiterhin in der ersten Bundesliga auf Korbjagd zu gehen. Tim van Raamsdonk konnte nicht gehalten werden und Benjamin Lenartz hat aus positiven privaten Gründen in dieser Saison das Trikot an den Nagel gehängt.

Große Lücke wurde geschlossen

Die große Lücke, die durch die Abgänge entstanden ist, konnte trotzdem geschlossen werden. Mit Fabian Jansen kam erneut ein Holländer zu den orangefarbenen ING Skywheelers und wird diese mit seiner Erfahrung und Leistung sichtbar verstärken. Mit Eiman Bajelan kommt ein weiterer Low-Pointer zum Team und wird damit die Wechsel- und Aufstellmöglichkeiten verbessern. Auch mit dem Zugang von Tim Altenhofen, welcher von der zweiten Mannschaft der Rhine River Rhino`s Wiesbaden nach Frankfurt wechselte, wird der Altersdurchschnitt jung gehalten und ein Spieler mit viel Potenzial an den Main geholt, um die Mannschaft weiter zu verstärken.

Chris Spitz, steht auch in dieser Saison als Spielertrainer für die ING Skywheelers sowohl auf dem Feld als auch am Spielfeldrand zur Verfügung. Dabei erhält er jedoch im Training und bei einigen Spielen mit Sebastian Wolk Unterstützung von einem erfahrenen Frankfurter ehemaligen Spieler und Trainer. Wolk, als Teil des aktuellen Trainerstabes der deutschen Nationalmannschaft, welche bei den Paralympics mit dem dritten Platz den größten Erfolg der letzten Jahrzehnte erzielen konnte, wird mit seiner Expertise und Input unserem Coach und der Mannschaft enorm unterstützen und den ehrgeizigen Zielen Klassenerhalt und Wiederaufstieg näherbringen. Auch wenn es für die Verantwortlichen der Skywheelers ein langer Weg war, ist es am Ende gelungen, sich sportlich und finanziell auf die Saison vorzubereiten.

Blick richtet sich aufs erste Spiel

Die ING Skywheelers blicken mit Spannung auf das erste Spiel, da mit den Allianz Rollers Ulm auch eine sehr etablierte Mannschaft im Skywheelers Dome Frankfurt zu Gast ist. Auch wenn man im DRS Pokal in München gegen Ulm gewonnen hat, darf man die Gäste nicht unterschätzen. Es wird die erste Bewährungsprobe für das Team in der neuen Saison. In der neu strukturierten Division A erwarten die Hessen mit den Rollstuhl-Basketballern von Alba Berlin, RB Zwickau, Hannover United II und dem RSKV Tübingen starke Mannschaften, die spannende Spiele in dieser Saison erwarten lassen dürfen.

Nach der letzten komplett sieglosen Saison wird das Team am Samstag alles dafür geben, den ersten Sieg nach langer Zeit im Skywheelers Dome zu feiern. Wir dürfen also ein spannenden Saisonauftakt erwarten.

 

 

Das Bild haben uns die Skywheelers zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

 

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In der Handball Regionalliga empfängt die Tuspo Obernburg am Sonntag den TSV Vellmar, während die HSG Bieberau/Modau am Samstag zu Hause gegen die HSG Kleenheim/Langgöns spielt.

 

Tuspo Obernburg hat einen Aufsteiger zu Gast

Mit dem TSV Vellmar kommt am Sonntag ein Aufsteiger zum nächsten Heimspiel zur Tuspo Obernburg. Sehr souverän haben die Nordhessen in der Oberliga Nord, ehemals Landesliga, den Wiederaufstieg geschafft und liegen nach vier Spieltagen mit 3:5 Punkten im Mittelfeld der Tabelle.

Die Mannschaft von Trainer Abraham Icardo hat mit einem etwas überraschenden Sieg in Groß-Bieberau für Aufsehen gesorgt. Damit hat der TSV der Konkurrenz gezeigt, dass er nicht zu unterschätzen ist und sehr ernst genommen werden muss. Mit Spielern wie Frederik Drönner (22 Tore nach drei Spielen) sowie dem spanischen Neuzugang Arturo Selma (20 Treffer) wird die Tuspo vor einer großen Herausforderung stehen und muss sich gegen den alten Bekannten aus Vellmar von ihrer besten Seite zeigen. Trainer Rudi Frank wird seine Mannschaft sicher vor dem unbequemen und kampfstarken Gegner gut einstellen und ihr den richtigen Matchplan an die Hand geben.

 

HSG Bieberau/Modau will Aufwärtstrend fortsetzen

Unter dem Interimstrainer-Gespann Michael Malik und Dennis Rybakov zeigte sich die HSG Bieberau/Modau vergangene Woche in Hüttenberg verbessert und gewann ihr Auswärtsspiel mit 23:28. Dieser Aufwärtstrend soll sich im Heimspiel am Samstag gegen die HSG Kleenheim/Langgöns fortsetzen und ein weiterer Erfolg das angeschlagene Selbstbewusstsein stärken.

Die Kleenheimer gehören zu den Urgesteinen der Oberliga Hessen – jetzt Regionalliga Hessen – und sind immer wieder ein unbequem zu spielender Gegner. Im letzten Jahr taten sie sich allerdings schwer und konnten nur knapp einen Abstieg verhindern. Im Heimspiel hatte die HSG erhebliche Schwierigkeiten und konnte nur einen glücklichen „Last Minute“ Sieg mit 24:23 erzielen, in Kleenheim gewannen die Bieberauer mit 28:21.

Nach dem Erfolg in Hüttenberg ist die Stimmung im Team besser geworden, es wurde unter der Woche wieder gut trainiert und konzentriert gearbeitet. Vor allem die Verbesserung des Tempospiels und die Weiterentwicklung der Spielkonzepte standen auf dem Programm.

„Wir wollen natürlich unseren kleinen Aufwärtstrend fortsetzen und zuhause zwei Punkte holen. Das Team ist motiviert und will sich den Fans anders als zuletzt gegen Vellmar präsentieren. Unser Ziel wird sein über eine gute Abwehr mit guter Torhüterleistung ins Tempospiel zu kommen und die Anzahl der technischen Fehler weiter zu minimieren. Dazu gehört natürlich eine disziplinierte und harmonische Angriffsleistung”, sagte Michael Malik.

 

Das Bild von Louis Markert hat uns die Tuspo, Klaus Zengel, zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

 

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In der dritten Handball Liga, Staffel Süd-West, muss die HSG Hanau in Aldekerk antreten. Der TV Gelnhausen fährt zur HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II und die HSG Rodgau Nieder-Roden erwartet vor heimischem Publikum die Bergischen Panther.

 

HSG Hanau erwartet in Kerken eine Geduldsprobe

Am Samstag tritt die Mannschaft um HSG-Kapitän Max Bergold beim TV Aldekerk 07 an. Nach einem überzeugenden Saisonstart 2024/25 und 9:3 Punkten aus den ersten sechs Spielen erscheint die Begegnung mit dem Tabellenelften kurz vor der holländischen Grenze für die Grimmstädter wie eine Pflichtaufgabe, doch davon will der Hanauer Cheftrainer nichts wissen.

„Aufgrund der langen Auswärtsfahrt sowie der extremen Heimstärke und dem robusten Auftreten von Aldekerk, wird das für uns die kniffeligste Aufgabe, die man jetzt haben könnte“, sagt HSG-Coach Hannes Geist, der mit seiner Mannschaft momentan den dritten Rang in der Staffel Süd-West belegt. „Unsere Gastgeber haben schon in der letzten Saison viele Punkte zu Hause geholt und uns dort auch vor Probleme gestellt.“

Bei der HSG Hanau ist das Selbstvertrauen zurück. Nach dem Unentschieden gegen die Bergischen Panther vor zwei Wochen zeigten Ritter, Schiefer & Co. genau zum richtigen Zeitpunkt, im Heimduell mit dem TV Kirchzell, eine wahre Leistungsexplosion und gewann mit 38:26. Obwohl das Team seine Angriffe wie immer extrem schnell vortrug, blieben die Grimmstädter dennoch hochfokussiert und konzentriert. Zwei Eigenschaften, die Geist auch am Samstagabend im 300 Kilometer von Hanau entfernten Kerken wieder von seiner jungen Mannschaft einfordern wird.

„Wir müssen viel Geduld mitbringen und vor allem die Ruhe bewahren“, gibt der Coach einen Einblick in seine Matchplanung. „Die Art und Weise wie Aldekerk seine 5:1-Deckung spielt, damit verunsichern sie viele ihre Gegner und zwingen sie zu Fehlern. Wir dürfen uns davon und von der höchstwahrscheinlich lautstarken Kulisse vor Ort nicht anstecken lassen.“

Die zweikampfintensive Abwehr ist dabei aber nicht die einzige Stärke des TV Aldekerk und seines Spielertrainers Tim Gentges: Gerade der Rückraum ist mit dem treffsicheren David Hansen (41 Saisontore) qualitativ hochwertig besetzt und auch die Kooperation mit den zwei physisch starken Kreisläufern strahlt in der Offensive jede Menge Gefahr aus. „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie die Ruhe bewahrt, 60 Minuten lang dagegenhält und ihre Attribute in das Spiel einbringt“, so Geist.

 

Gelnhausen setzt auf Euphorie und Fan-Unterstützung

Alle guten Dinge sind drei. Diesen Satz würde TV Gelnhausens Cheftrainer Matthias Geiger sofort unterschrieben. Nach einem spielfreien Wochenende müssen die Barbarossastädter am Samstag bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen antreten. Es ist das dritte Auswärtsspiel in Folge für die jungen Gelnhäuser Himmelstürmer, die so furios in die Saison gestartet sind.

Doch die Trauben bei der Zweitvertretung des Bundesligisten HSG Wetzlar hängen hoch. Davon konnte sich das Spitzenteam Longericher SC erst kürzlich überzeugen. Mit 28:34 zogen die Kölner in Dutenhofen klar den Kürzeren. Am zurückliegenden Spieltag gelang Dutenhofen-Münchholzhausen bei der TSG Haßloch mit 32:25 auch noch ein souveräner Auswärtserfolg. Aktuell rangieren die Grünweißen mit 6:6 Punkten im Tabellenmittelfeld. Entsprechend breit ist die Brust.

„Wir reisen mit großem Respekt nach Dutenhofen. Hier muss man immer hellwach sein. Der Gegner ist brandgefährlich“, sagt Geiger. Und weiter: „Wir treffen auf eine sehr starke, junge und dynamische Mannschaft, die extrem zweikampfstark ist. Sie verfügt über eine gute Spielkontrolle, ist beweglich und bevorzugt das schnelle Spiel“. Da der TV Gelnhausen über ähnliche Qualitäten verfügt, dürfen sich die Fans auf ein energiegeladenes Duell auf Augenhöhe freuen.

Fehlen werden die beiden Langzeitverletzten Jonas Dambach, Lasse Georgie sowie Benjamin Wörner, der aus privaten Gründen nicht dabei ist. Dafür ist Leon David fit, aber der Kreisläufer hat natürlich noch etwas Trainingsrückstand und fehlende Spielpraxis. Ansonsten sind alle Mann an Bord.

Der TVG-Coach rechnet mit einem sehr engen Spiel und glaubt nicht, dass sich eine Mannschaft absetzen wird. „Wir wollen natürlich gewinnen, aber dazu müssen wir an unsere zum Teil wirklich tolle Abwehrarbeit im Verbund mit unseren Torhütern anknüpfen. Und auch im Angriff müssen wir hellwach sein. Dann werden wir mit Sicherheit ein gutes Spiel abliefern und hoffentlich am Ende die Nase vorn haben“, sagt Geiger.

 

Baggerseepiraten mit Heimspiel

Nachdem die Rodgauer Handballer am vergangenen Wochenende spielfrei waren, wartet nun zum Abschluss der „Heimspieltrilogie“ am Samstag eine ganz knifflige Aufgabe. Mit den Gästen, den Bergischen Panthern, präsentiert sich zwar der aktuelle Tabellenletzte in der RODAUSTROM Sportarena, doch Trainer Peter David warnt ausdrücklich vor der Qualität der Panther: „Wir treffen auf eine körperlich sehr robuste Mannschaft. Sie haben sich oftmals durch einige leichte Fehler selbst um den Erfolg gebracht, von daher ist die momentane Platzierung mit Sicherheit nicht aussagekräftig.“ Einen bleibenden Eindruck hinterließ die Spielgemeinschaft aus Burscheid, Hilgen und Wermelskirchen vor allem beim Gastspiel in Hanau, als sie bis in die Schlusssekunden nahe an der ganz großen Überraschung waren, sich letztlich aber mit dem bisher einzigen Pluspunkt zufriedengeben mussten.

Die Jungs um HSG-Kapitän Flo Stenger wollen an die zuletzt gezeigte Leistung anknüpfen. Beim Heimspiel gegen die Bundesligareserve aus Dutenhofen blieben die Baggerseepiraten in den entscheidenden Momenten cool, nutzten die sich bietenden Chancen und sicherten somit den zweiten Heimsieg. Verlassen konnten sich die HSGler dabei einmal mehr auf eine sehr gute Abwehrleistung in Verbindung mit einem stark parierenden Torhüterduo. „Mit unserer Defensive können wir zufrieden sein, das funktioniert von Spiel zu Spiel immer besser. Jetzt müssen die Jungs noch etwas zielstrebiger und abgeklärter ihre Chancen nutzen. Darauf haben wir in den letzten Wochen auch ein verstärktes Augenmerk gelegt“, so Marco Rhein, Sportlicher Leiter der HSG.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

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Handball Zweitligist TV Großwallstadt kam dank seines großen Kampfgeistes und vor allem einer enormen Steigerung in Halbzeit zwei mit einem 25:25 (11:16) aus Nordhorn zurück. Dabei lagen die Gäste mehrmals sechs Tore zurück.

Beide Mannschaften mussten ersatzgeschwächt antreten. Bei der HSG Nordhorn-Lingen fehlten Tarek Marschall und Sander Visser, beim TVG Mario Stark und Finn Wullenweber. Nach der anfänglichen 3:1-Führung der Gäste kamen die Hausherren besser ins Spiel und drehten das Ergebnis auf 7:3 (13.). TVG-Interimscoach Povilas Babarskas nahm die Auszeit und stellte sein Team neu ein. Florian Eisenträger war es, der ziemlich energisch wurde: “Wir schenken denen zu viele Bälle. Wir hören jetzt auf damit!”. Doch die HSG ließ sich nicht beirren, baute ihren Vorsprung über 10:4 auf 13:7 aus. Povilas Babarskas nahm Torhüter Jan-Steffen Minerva aus dem Tor und schickte Stefan Hanemann ins Rennen. Doch es wurde zunächst nichts besser und so ging es mit einer komfortablen 16:11-Führung der HSG in die Pause.

TVG kam nach der Pause ins Rollen

Nach dem Wechsel spielte die HSG zunächst munter weiter und erst beim 19:13 (37.) starteten die Gäste ihre Aufholjagd. Beim 16:20 in der 42. Minute nahm Babarskas die Auszeit und meinte: “18 Minuten – vier Tore – das ist kein Problem.” Er sollte Recht behalten. TVG-Torhüter Stefan Hanemann vernagelte plötzlich sein Tor, gab seinen Vorderleuten viel Rückhalt und diese waren nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Angriff nun sehr effektiv. Eisenträger, Kretschmer, Schauer und Gempp sorgten für die Tore und Patrick Gempp gelang das 23:23 (53.). Die Partie war nun völlig offen und wurde extrem spannend. Die HSG lag noch einmal mit 25:23 vorne, doch der TVG wollte unbedingt etwas Zählbares mit nach Hause nehmen. Dies gelang auch und so trennten sich die Kontrahenten mit 25:25-Unentschieden.

HSG-Spieler Lucas Firnhaber sprach nach der Partie von einem verlorenen Punkt, “denn es fehlte uns vorne die Konsequenz.” TVG-Torhüter Stefan Hanemann meinte: “Wir haben gerade eine schwere Zeit mit unseren Verletzten. Aber wir haben uns dank einer super starken Leistung herangekämpft und uns mit einem Punkt belohnt.”

 

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der Handball Regionalliga musste die Tuspo Obernburg eine Auswärtsniederlage in Bruchköbel hinnehmen. Die HSG Bieberau/Modau hingegen konnte auswärts die Punkte aus Hüttenberg mit nach Hause nehmen.

 

Auswärtsniederlage mit dezimierter Mannschaft

Ohne die verletzten Tobias Raab und Louis Markert musste die Tuspo Obernburg bei der heimstarken SG Bruchköbel eine 27:31 (11:10)-Niederlage hinnehmen. Dabei hatte die Tuspo mit einem „Doppelpack“ von Thomas Keck zur 2:0-Führung gleich einen guten Start ins Spiel. Die Abwehr stand sehr kompakt und auch nach 15 Minuten lief bei eigener 6:3-Führung noch alles nach Plan. Doch die Gastgeber steigerten sich aber im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit und glichen in der 23. Minute zum 8:8 aus. Bis zur Pause war es dann eine ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für die Mannschaft von Trainer Rudi Frank und mit einer knappen 11:10-Führung ging es in die Kabinen.

Starker Tom Müller

Nach der Pause erhöhte der hervorragend aufspielende Tom Müller schnell auf 12:10, doch Bruchköbel hatte in der 35. Minute beim 13:12 dann erstmals die Führung übernommen. Jetzt war es ein sehr zerfahrenes Spiel. Die Tuspo-Abwehr verteidigte nicht mehr so gut wie noch in den ersten 30 Minuten und Trainer Frank nahm beim 16:13 für Bruchköbel eine Auszeit. Anschließend lief es wieder etwas besser und mit Toren der beiden starkenTuspo-Youngsters Jesper Kunkel und Tom Müller kamen die Römerstädter wieder zur 19:18-Führung nach 45 Spielminuten.

Die Obernburger bestimmten jetzt das Spiel, ließen aber immer wieder – auch in Überzahl – freie Chancen liegen und die Hausherren kamen in der 52. Minute zum 22:22-Ausgleich. In der Crunchtime machte sich das Fehlen einiger Tuspo-Leistungsträger bemerkbar und die Kräfte der jungen Mannschaft ließen nach. Bruchköbel nutzte diese Schwäche aus und kam mit vier Toren in den letzten zwei Minuten zu einem 31:27-Sieg.

Trainer Rudi Frank sagte nach dem Spiel: „Wir stehen am Ende jetzt mit leeren Händen da, obwohl wir sicher einen Punkt verdient gehabt hätten. Aber mit 21 Gegentoren in der 2. Halbzeit muss sich jeder hinterfragen und wir müssen jetzt im nächsten Heimspiel gegen Vellmar unbedingt gewinnen, auch wenn es verdammt schwer wird.“

 

HSG Bieberau/Modau deutlich verbessert

Die HSG Bieberau/Modau zeigten sich im Spiel gegen den TV Hüttenberg II deutlich verbessert und gewannen verdient mit 28:23 (10:9). Bis zur vierten Minute konnte Hüttenberg eine 3:2 Führung behaupten, ehe Bieberau/Modau langsam ins Spiel kam und sich auf die offensive Abwehr der Heimmannschaft einstellen konnte. Robin Büttner – wieder mit von der Partie – legte zur ersten Führung in der siebten Minute zum 4:3 vor, trotzdem blieb das Spiel in der ersten Halbzeit spannend und die Spielstände knapp. Keines der beiden Teams konnte sich nennenswert absetzen. Hüttenberg führte noch einmal in der 27. Minute mit 9:8, ehe wiederum Büttner und Giannakopolous mit einem Doppelschlag zur 10:9-Halbzeitführung der Falken trafen.

HSG drehte auf

Diese drehten jetzt noch einmal richtig auf und legten vier Tore zur 14:10-Führung vor, übernahmen damit auch weitgehend die Spielkontrolle und gaben diese nicht mehr aus der Hand. Die Abwehr stabilisierte sich, Nehrdich und Becker rackerten hier vorbildlich. Auch der junge Max Diesterweg fügte sich hier gut ein und gab Rückhalt. Nach vorne machten Robin Büttner und Nisse Nehrdich ordentlich Druck. Thomas Becker am Kreis nutzte seine Freiräume und erzielte zwischen der 49. und 56. Minute vier sehenswerte Treffer, brachte seinem Team die erste Fünf-Tore-Führung (56. –  25:20) und damit die Sicherheit des ersten Auswärtssieges der Saison.

Michael Malik sagte nach dem Spiel: „Natürlich haben wir noch ganz viel Luft nach oben, aber heute zählt erst einmal nur der Sieg. Wir haben in der zweiten Halbzeit mit einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung und einer verbesserten Abwehr den Grundstein für den Sieg gelegt und eine deutliche Verbesserung unseres Spiels gezeigt. Darauf lässt sich aufbauen. Wir müssen jetzt weiter an der Minimierung unserer technischen Fehler und am Spielsystem mit der Detail Abstimmung arbeiten.“

 

Das Bild hat uns die Tuspo Obernburg, Klaus Zengel, zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Ich habe für die Handballwoche @handballwoche_offiziell einen Artikel über den Handballer Mario Stark @m_stark18

vom Zweitligisten TV Großwallstadt geschrieben. Er erschien bereits im Heft vom 24. September. Ich war aber ein paar Tage unterwegs, hatte auf meine Handballwoche Ausgabe keinen Zugriff und poste ihn deshalb erst jetzt.

Den Artikel über Mario könnt Ihr (oder habt Ihr vielleicht schon) entweder in der Handballwoche oder hier auf meinem Blog nachlesen.

 

 

“So nah dran und doch so weit weg”

Für Spielmacher Mario Stark vom Zweitligisten TV Großwallstadt ist es gerade keine leichte Zeit. Seine Verletzung, die er sich im März diesen Jahres zugezogen hat, will einfach nicht besser werden.

Kurzer Rückblick: Ende März zog er sich am linken Sprunggelenk zwei Bänderrisse zu und musste pausieren. Ausgerechnet in dieser Zeit lief es für den TVG nicht gut. Kreisläufer Dino Corak war kurzfristig zum Erstligisten HSVH Hamburg gewechselt, Cheftrainer Michael Roth fiel noch wegen einer Hüft OP aus und Co-Trainer Povilas Babarskas musste ihn vertreten. Obwohl er seine Sache sehr gut machte, stand die Mannschaft ohne ihren Chefcoach merklich neben sich und hatte zu diesem Zeitpunkt gerade die achte Niederlage in Folge zu verkraften.  Also stellte sich Mario Stark, damals Kapitän und Spielmacher unisono, in den Dienst der Mannschaft und spielte trotz Schmerzen.

Die Verletzung wurde nicht besser

Egal, was der Spielmacher des TVG auch probierte, die Verletzung wurde nicht besser und zog sich bis zum Saisonende, über die freie Zeit und bis zur Vorbereitung auf die neue Runde hin. Der 32-Jährige war mittlerweile „Stammgast“ bei den Ärzten und in der ersten Woche der neuen Vorbereitung war es so schlimm, dass er gar nicht mehr laufen konnte. Es stellte sich heraus, dass sich an seinem Bein einige Knochenmark Ödeme gebildet hatten – so zum Beispiel am Sprunggelenk, am Wadenbein. Hinzu kamen zwei Zysten. „Diese kamen wohl durch die Fehlhaltung, die ich – bedingt durch die Schmerzen – eingenommen habe. Es kann sein, dass ich dadurch auch diese Schmerzen habe“,  sagt Mario Stark. Eine eindeutige Diagnose gibt es noch nicht.

Vor ein paar Tagen hatte der zweifache Familienvater das Gefühl, dass die Schmerzen nachlassen und hat den Fuß etwas intensiver belastet. „Doch ich habe schnell gemerkt, dass es einfach noch nicht geht. Ich habe mir, zusammen mit dem Verein, verschiedene Meinungen zu meiner Verletzung eingeholt, habe viele Behandlungstherapien ausprobiert. Aber irgendwie will es nicht vorangehen“, hört man die Verzweiflung und Ungeduld aus seiner Stimme heraus. Ihm bleibt im Moment nur der Kraftraum, um sich krafttechnisch fit zu halten. Dementsprechend ist auch sein Gefühlszustand  derzeit. „Ich habe das Gefühl, dass ich noch nie so nah an der Mannschaft dran war wie gerade jetzt – aber auch noch nie so weit weg.“ Doch Mario Stark ist ein Kämpfer und wer ihn kennt, weiß, dass er sich aus diesem Tal heraus kämpfen und hoffentlich bald wieder auf dem Spielfeld zu sehen sein wird.

Als Kapitän abgelöst

Seit dieser Saison hat ihn in seiner Rolle als Kapitän Neuzugang Nils Kretschmer abgelöst. Doch das ist für Mario Stark okay. „Als unser ehemaliger Kapitän und Kreisläufer Dino Corak im Januar zum Erstligisten nach Hamburg gewechselt ist, hat mich unser Trainer Michael Roth zum neuen Kapitän bestimmt. Eigentlich wollte ich dieses Amt nicht unbedingt inne haben, wollte mich einfach auf meine Aufgabe als Spielmacher konzentrieren. Doch unser Coach sagte, dass nach dem Weggang von Dino nur ich für diese Aufgabe infrage kommen würde“, sagte Stark rückblickend. Also hat er das Amt angenommen und es gut ausgeführt. Zur neuen Saison hat es nun einen Wechsel gegeben und Michael Roth hat nun Neuzugang Nils Kretschmer für dieses Amt ausgewählt. „Ich finde, dass Nils die bestmögliche Wahl für das Kapitänsamt ist. Er geht mit gutem Beispiel und guten Leistungen voran – wie man schon in den ersten Spielen sehen konnte. Er sagt, was er zu sagen hat und macht seine Sache gut. Für mich ist die Entscheidung völlig okay. Ich bin froh, wenn ich endlich wieder schmerzfrei spielen und meine Mannschaft tatkräftig unterstützen kann“, sagt Mario Stark. Nicht nur sein Verein hofft, dass er bald wieder aufs Parkett zurückkehren kann. Auch seine Fans freuen sich, ihn bald wieder auf dem Spielfeld zu sehen.

 

Das Bild hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

 

Dino Corak ist „back in town“. Der Kreisläufer, der eigentlich seine Karriere im Sommer beendet hatte, hilft bei dem Verein, bei dem er zuletzt gespielt hat, dem Erstligisten Handball Sport Verein Hamburg, aus. 

Was war passiert? HSVH Kreisläufer Andreas Magaard, für den Dino schon einmal nach einer Verletzung eingesprungen ist, hat sich erneut verletzt. Beim Meisterschaftsspiel gegen Lemgo hat sich der Däne an der Hand verletzt (Fingerbruch), wurde bereits operiert und fällt mehrere Wochen aus. Deshalb hat der HSVH Dino mit einem Kurzzeit-Vertrag ausgestattet. Die Hamburger reagierten schnell und haben in Aschaffenburg angerufen. 

Privat viel los

Dino sagte: “„Meine erste Reaktion auf den Anruf war, dass ich das momentan eigentlich nicht machen kann, weil privat bei mir so viel los ist“. Er hat ein Haus in seinem Heimatort Aschaffenburg gebaut und arbeitet im Familienunternehmen mit. „Aber mit dem Wörtchen „eigentlich“ habe ich dann irgendwie doch Interesse signalisiert und dann hat Jogi (Johannes Bitter, seit kurzem Vizepräsident beim HSVH, Anm. d. Red.) mich an mein Versprechen erinnert, das ich zum Abschied gegeben habe. Da habe ich gesagt, dass ich künftig gerne bereitstehe und der Mannschaft helfe, wenn es möglich ist.“

Zwar hatte Dino lange Wochen keinen Ball mehr in der Hand, doch er fühlte sich fit genug, um einspringen zu können. Nach gerade einmal einem Training stand der Kreisläufer bereits am vergangenen Donnerstag beim Pokalspiel der Hamburger gegen den THW Kiel auf der Platte. Allerdings nicht sehr lange. Nach einer Zeitstrafe gegen HSVH Kapitän Niklas Weller kam Dino in der 26. Minute zu seinem ersten Einsatz. In der 28. Minute war sein Comeback allerdings im Pokalspiel schon wieder vorbei, denn er bekam die Rote Karte nach einem Stoß gegen Eric Johannsson.

Dino sagte: „Es waren zuletzt verrückte vier Tage und es war alles ein bisschen viel. Mein Einsatz endete mit „Rot“ tragisch. Alles in allem wirklich schade, dass wir es nicht geschafft haben, zu gewinnen.“

Doch lange Zeit darüber nachzudenken, bleibt dem Team von Trainer Torsten Jansen nicht, denn bereits am heutigen Montag geht es in der Meisterschaftsrunde weiter. Da werden die Hamburger bei den Rhein Neckar Löwen gefordert. Mit dabei ist Dino, der am Wochenende sagte: „Bis zum Montag, wenn wir bei den Rhein Neckar Löwen spielen, hatte ich wenigstens schon einmal etwas mehr einen Ball in der Hand gehabt. Ich hoffe, dass wir etwas Zählbares mit nach Hause nehmen können.“