Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Vor einer lautstarken Kulisse holte sich Handball-Zweitligist gegen den Konkurrenten aus Ferndorf einen enorm wichtigen Punkt im Kampf um den Ligaerhalt. Dabei hatte jedes der beiden Teams am Ende die Chance auf den Sieg. Doch es blieb beim 23:23. Beide Seiten wurden sehr gut von ihren Fans unterstützt und die Gäste gelten als Mannschaft der Stunde, denn sie hatten zuletzt einen unglaublich guten Lauf. 

Beide Mannschaften mussten ersatzgeschwächt antreten, kamen zunächst gut ins Spiel und konnten die Bälle im Tor versenken, bevor es ab der sechsten Spielminute zu einigen Fehlwürfen auf beiden Seiten kam. Im Anschluss entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, und dem TVG gelang in der 17. Minute beim 6:5 die erste und einzige Führung. Danach waren die Gäste am Drücker. Beide Abwehrreihen standen gut, der Angriff tat sich schwer und mit 9:13 ging es in die Pause.

Dem 9:14 in der 33. Minute folgte das 12:18 (41.) und der TVG sah die Felle davonschwimmen. Doch mit einem unbändigen Kampfgeist, sechs Strafwürfen in Halbzeit zwei und einem guten Can Adanir holte das Team auf und beim 22:22 (54.) stand die Halle Kopf. In der spannenden und hochdramatischen Endphase hatten beide die Chance auf den Sieg, vertändelten aber ihre Möglichkeiten. Am Ende stand ein 23:23.

Auch wenn TVG-Trainer Maik Handschke bei seiner Heimpremiere zunächst einmal die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand, zeigte er sich in der Pressekonferenz dann erfreut über die Moral, die seine Mannschaft nach dem Sechs-Tore-Rückstand gezeigt und sich am Ende den wichtigen Punkt im Abstiegskampf geholt hat.

 

Unser Bild, das uns dankenswerterweise der TVG zur Verfügung gestellt hat, zeigt den sicheren Siebenmeterschützen Pierre Busch.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Für den TV Kirchzell und die HSG Bieberau/Modau beginnen am Wochenende die Spiele um den Klassenverbleib in der dritten Handball-Liga. Beide Vereine wollen unbedingt die Liga halten und stehen dementsprechend unter Druck. 

Die dritte Liga ging mit insgesamt 82 Mannschaften in die Saison 2021/22. Diese Mannschaften wurden in sieben Staffeln eingeteilt und es wurde eine Vorrunde im Modus Jeder gegen Jeden mit Hin- und Rückrunde ausgespielt. Nach Abschluss dieser Vorrunde werden zwei Aufsteiger, die die Plätze eins und zwei belegen, unter allen Staffeln in die zweite Liga ausgespielt. 26 Teams steigen in die Oberliga ab. Bleiben für die Saison 2022/23 noch 69 Mannschaften für die dritte Liga. 
 
Um den Klassenverbleib kämpfen die Teams auf den Plätzen sieben bis elf beziehungsweise zwölf jeder Staffel. Die gegen einen direkten Konkurrenten erzielten Punkte werden mitgenommen. Gebildet wurden jetzt nach Abschluss der Vorrunde fünf Gruppen à sechs und zwei Gruppen à fünf Mannschaften. Hier wiederum werden die Teams auf Platz eins und zwei einer jeder Gruppe in Liga drei verbleiben.

Die Falken HSG Bieberau/Modau empfangen in der Gruppe V den TSV Neuhausen/Filder. Die „Corona Saison“ in der Staffel E verlief alles andere als glücklich für die HSG Bieberau/Modau und die Verantwortlichen hatten sich den Verlauf ganz anders vorgestellt. Letztlich musste die HSG dem Verletzungspech und den daraus resultierenden  Ausfällen zahlreicher Spieler zum Ende der Runde Tribut zollen. Statt der geplanten Aufstiegsrelegation mussten die Falken – wenn auch knapp mit nur einem Punkt Rückstand auf drei andere Teams – in die ungeliebte Klassenverbleibsrunde mit fünf anderen Mannschaften und nur die beiden Erstplatzierten bleiben in der Liga. Eine große Herausforderung für die Falken, der sie sich mit glühender Leidenschaft widmen werden. 

Drei Wochen war jetzt Spielpause, so dass genügend Zeit blieb, Verletzungen auszukurieren und rechtzeitig wieder eine spiel- und konkurrenzfähige Mannschaft stellen zu können. Leider fallen Lars Spieß und Vincent Klug aufgrund ihrer Schulterverletzungen weiter aus, aber dafür sind alle anderen wieder mit im Boot. 

Zudem haben die Falken auf die Misere reagiert und den Kader aktuell mit drei Neuzugängen nominell ergänzt. So rückt aus der zweiten Mannschaft der erfahrene Rückraumspieler Matic Grusovnik (31 Jahre, 1,98 m) nach oben und mit dem mazedonischen Junioren Nationalspieler Edvin Omeragikj (19 Jahre, 1,98 m) vom HC Butel Skopje, kommt eine vielversprechende Neuverpflichtung auf der linken Rückraumposition dazu. Er wurde aber nicht nur als „Feuerwehrmann“ verpflichtet, sondern mit Perspektive und einem Vertrag bis 2024. Neu ist auch der ukrainische Nationalspieler Leonid Mykhailiutenko (27 Jahre, 1,98 m), der zuletzt in Russland spielte und ebenfalls im Rückraum spielen kann. So können die Falken mit einem 16-Mann-Kader in die Abstiegsrunde gehen und ihre Kräfte endlich wieder auf mehrere Schultern verteilen. 

Bei den kommenden Spielen ist höchste Konzentration gefordert und die Mannschaft muss zeigen, zu was sie imstande ist. Das Ziel ist ganz klar: Die Falken wollen auch in der neuen Saison weiter dritte Liga spielen und im 40. Jahr ununterbrochen einer deutschen Leistungsliga angehören. Mit dem TSV Neuhausen/Filder  kommt eine Mannschaft zum Auftakt der Runde, die über erfahrene Spieler verfügt, mit einem ordentlichen Tempo nach vorne agiert. Gerne setzen sie auf den siebten Feldspieler, was allerdings auch immer wieder zu einfachen Gegentoren führt. In der Abwehr bevorzugen sie das Pressing um zu Ballgewinnen und daraus resultierend zu einfachen Toren zu kommen.

 

Das Bild zeigt den ukrainischen Nationalspieler Leonid Mykhailiutenko und die HSG hat uns dieses zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Kirchzell empfängt Pforzheim

Der TV Kirchzell muss ebenfalls in die Klassenverbleibsrunde und spielt hier in der Gruppe VII. Der TV Kirchzell hat die Vorrunde in der Staffel E auf dem achten Platz abgeschlossen. Nach 20 Spielen standen 21:19 Punkte auf dem Konto. Im Kampf um den Klassenverbleib wurde der TVK in die Gruppe VII eingeteilt und muss hier in einem Vor- und Rückspiel gegen Willstätt, Pforzheim, Plochingen und Großsachsen spielen.

Los geht es am Samstag mit dem Heimspiel gegen die TGS Pforzheim. Der erste Gegner spielte in der Staffel F und schloss diese nach 22 Spielen und 12:32 Punkten auf dem zehnten Platz ab.
Wir haben Alex Hauptmann vom Trainerteam des TV Kirchzell vor dem ersten Spiel einige Fragen gestellt – und dieses Interview gibt es auch zu lesen in meiner Heimatzeitung Main-Echo: 
 
Alex, zu erst einmal – der Verein hat gerade erst bekannt gegeben, dass Andi Kunz und Du auch in der kommenden Saison die Mannschaft trainieren werden. Das heißt, dass die Zusammenarbeit mit Euch beiden gut klappt und Euch die Arbeit Spaß macht, oder?
 
„Ja, das stimmt. Die Zusammenarbeit zwischen Andi und mir passt sehr gut, deshalb haben wir auch für ein weiteres Jahr verlängert. Wir haben ein sehr gutes Team mit einem tollen Charakter und wir haben so richtig Bock drauf, die Jungs auch in der nächsten Saison weiter zu trainieren. Zwischen Andi und mir klappt die Arbeitsteilung sehr gut. Wir ticken in vielen Dingen gleich, können aber auch voneinander lernen und so ganz unerfolgreich waren wir ja mit 14:8 Punkten seit wir das Amt übernommen haben, nicht. In einer „normalen“Saison hätten wir sicher mit dem Abstieg nichts zu tun.“
 
Kommen wir zu den Gruppengegnern. Wen schätzt Du als stärksten Gegner ein?
 
„Ganz klar Willstätt. Ich schätze sie als bestes Team ein. Sie sind etwas unglücklich im Endspurt in die Qualirunde reingerutscht, waren Siebter. Die anderen Teams schätze ich auf Augenhöhe ein. Ich denke, dass wir die ausgeglichenste und schwerste Gruppe erwischt haben.“
 

Als erster Gegner kommt Pforzheim. Was weißt Du über die TGS?

Die beiden Trainer Alex Hauptmann (links) und Andi Kunz werden auch in der kommenden Saison auf der Bank Platz nehmen

 
„Die TGS ist ein körperlich präsentes und robustes Team mit einem wurfgewaltigen Rückraum und jeder Spieler kann aus zehn Metern Tore schießen. Außerdem haben sie ein unglaublich gutes Kreisläuferspiel und eine Abwehr, die sehr aggressiv ist. Pforzheim hatte während der Runde Verletzungspech und es haben, gerade zum Schluss der Runde, ein, zwei wichtige Spieler gefehlt. Aber es ist unser erstes Spiel und daheim kann nichts anderes zählen als ein Sieg.“
 
Der Modus sagt, dass die in der Vorrunde direkt erzielten Punkte mitgenommen werden. Ihr geht nun mit 0:0 Punkten ins Rennen. ist dies ein Vor- oder Nachteil?
 
„Ich sehe es nicht als Nachteil. Wir haben keinen Gegner, der mit 4:0 Punkten kommt. Da wäre es richtig schwer geworden. Aber mit jeweils 2:2 Punkten von unseren Gegnern kann ich leben.“
 
Der Modus sagt aber auch, dass nur die ersten zwei Teams weiterkommen. Wie groß ist der Druck?
 
„Der Druck ist schon groß. Aber es kommt auch auf die Einstellung unserer Spieler an. Und die ist richtig gut. Alle wissen, dass wir jetzt Farbe bekennen müssen. Aber alle sind geil auf diese Runde und ich denke, wir können an dieser Abstiegsrunde nur wachsen.“
 
Wie wichtig ist der Klassenerhalt für den TV Kirchzell?
 
„Wir wollen jetzt auch nicht zu viel Druck ausüben, aber wir alle wissen, dass es enorm wichtig für den Verein und das Umfeld ist, weiter dritte Liga zu spielen. Wir haben ein sehr gutes Team beisammen, das sich sehr gut weiter entwickelt. Wir gehören einfach in die dritte Liga. Deshalb werden wir alles daran setzen, um unter die ersten zwei zu kommen. Aber generell muss man sagen, dass es ja den anderen Teams nicht anders geht als uns. Alle stehen unter Druck und daher ist es für uns wichtig, dass wir einen guten Start erwischen und am Samstag gleich den ersten Sieg einfahren.“
 
Könnt Ihr auf Eure stärkste Formation zurück greifen?
 
„Es sind – Stand jetzt – alle an Bord. Es sind ja immer ein paar Wehwehchen dabei, der eine fehlt wegen Krankheit, der andere schulisch. Lamentiert wird nicht.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Mit seinem neuen Trainer Maik Handschke empfängt Handball-Zweitligist TV Großwallstadt heute Abend, Samstag, den TuS Ferndorf. Für Maik Handschke ist es die Heimpremiere. Zuvor hatte er mit seinem Team aus Eisenach die Punkte entführt. 

Die Ferndorfer Mannschaft um Trainer Robert Andersson zeigt aktuell aufsteigende Tendenz und konnte die letzten fünf Spiele gewinnen, zwei davon sehr deutlich. Dabei hat Ferndorf auch wichtige Punkte gegen Konkurrenten im Abstiegskampf geholt. Aktuell steht der TuS sogar einen Platz besser da als der TVG.

Die Hausherren dürfen also das Nordrhein-Westfälische Team keinesfalls unterschätzen und müssen sich auf eine Mannschaft vorbereiten, die vor allem durch ihr gutes Auftreten im Kollektiv auffällt. Mit Lucas Puhl und Kai Bastian Rottschäfer hat der TuS zwei sehr gute Torhüter in seinen Reihen und auch die Angriffsspieler Kim Voss-Fels und Andreas Bornemann dürfen nicht unterschätzt werden. Mit Lukas Siegler und Julian Schneider stehen zwei weitere torgefährliche Akteure im Team und auch die Defensive um Abwehrchef Branimir Koloper steht aktuell deutlich besser als in der Hinrunde. Damals trennten sich die beiden Teams mit einem 29:29-Unentschieden.

Der TV Grosswallstadt möchte natürlich in diesem wichtigen Spiel um den Klassenerhalt an seine Leistung gegen den ThSV Eisenach anknüpfen und den Aufwind mit in die Partie nehmen. Der neue Trainer Maik Handschke hatte jetzt zwei Wochen Zeit, sich mit dem Team vertraut zu machen und eigene Ideen in das Spiel des TVG einfließen zu lassen. Wenn die Mannschaft die Vorgaben konsequent umsetzt, sollten auch hier zwei Punkte möglich sein.

Michael Spatz, Geschäftsführer Sport, hofft, dass das Team den Aufwind aus der letzten Partie mitnimmt, um auch gegen Ferndorf einen Erfolg einzufahren: „Wir haben zwar in Eisenach gewonnen, aber das reicht noch nicht. Wir müssen da anknüpfen, um in den nächsten Spielen die wichtigen Punkte zu holen.“

 

Weiter spielen: Rostock – Eisenach, Aue – Bietigheim, Emsdetten – Lübeck-Schwartau, Hüttenberg – Gummersbach, Dessau-Rosslau – Hagen.

Das Bild, das Savvas Savvas zeigt, hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Beim Handball-Benefizspiel am Donnerstagabend zwischen dem Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden und der ukrainischen Nationalmannschaft ging es sehr emotional zu und der Abend wird allen noch lange in Erinnerung bleiben.

Schon bei der Begrüßung der Gäste gab es minutenlange Standing Ovations der 500 Zuschauer, die von den sichtlich gerührten Ukrainern ebenfalls mit Klatschen beantwortet wurden und es zeigte sich schnell, dass alle Anwesenden ein feines Gespür für die Tragweite der Situation hatten. Die sportliche Bedeutung der Partie trat komplett in den Hintergrund, es ging in allererster Linie darum, sich solidarisch mit den Leid geplagten Ukrainern zu zeigen. Dies bekundeten sowohl Landtagsvizepräsident Frank Lortz, als auch der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in ihren kurzen Ansprachen. „Wir gehen nachher alle nach Hause, aber diese Menschen haben momentan keins. Deshalb ist es so wichtig, dass wir jede mögliche Unterstützung leisten“, so die eindringlichen Worte Al-Wazirs. 

Gespielt wurde dann auch noch. Nach einem Blitzstart der Ukrainer fanden die Baggerseepiraten immer besser ins Spiel, vor allem Philippe Kohlstrung zeigte sich auf HSG-Seite treffsicher. Der überragende Mann des Abends trug aber ein gelbes Trikot: Mit zwölf wunderschönen Treffern war der 31-jährige Zakhar Denysov am Ende bester Akteur und sorgte damit für den verdienten 30:27 Erfolg der Gäste.

„Das war die schönste Niederlage in meiner gesamten Handballkarriere. Wir wollten erreichen, dass die Jungs endlich mal wieder 60 Minuten nicht an all die schlimmen Dinge denken, sondern an etwas anderes. Und ich glaube, das ist uns heute Abend gelungen“, zeigte sich HSG-Trainer Jan Redmann hoch zufrieden mit dem gesamten Ablauf. Sein Pendant auf ukrainischer Seite, Slava Lochman, schrieb reichlich Autogramme, stand für Fotowünsche zur Verfügung und bedankte sich mehrfach bei den HSG-Verantwortlichen, die diese Veranstaltung in kurzer Zeit organisiert hatten: „Wir sind Handballer, das ist das was wir lieben und heute konnten wir endlich wieder einmal spielen. Deshalb tausend Dank an alle Leute, die das ermöglicht haben.“

Zu guter Letzt hat sich das Benefizspiel auch finanziell gelohnt. Dank der großzügigen Spendenbereitschaft der Zuschauer, den Zuwendungen durch die Anwesenden politischen Würdenträger und einigen großen Einzelspenden von HSG-Sponsoren kam eine schöne Summe zusammen. Mit den Eintrittsgeldern und den Erlösen aus dem Catering näherte man sich dann schnell einer runden Zahl. „Wir waren nicht mehr weit weg von 10.000 Euro. Deshalb hat der HSG-Vorstand beschlossen, auf diese Summe aufzurunden. Ich denke, damit kann die ukrainische Mannschaft  jetzt erst mal die nächsten Tage überbrücken. Insgesamt haben wir das Motto Von Handballern – Für Handballer zu 100 Prozent umgesetzt”, sagte HSG-Pressesprecher Marzo, der allen Mitwirkenden und Helfenden dankte.

 

Die Bilder hat uns die HSG Rodgau Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Zu einem sehr außergewöhnlichen Spiel kommt es am Donnerstag um 20.30 Uhr in der RODAUSTROM Sportarena in Nieder-Roden. Denn niemand Geringeres als die ukrainische Handball-Nationalmannschaft wird sich dann vor hoffentlich ausverkaufter Halle den Rodgauer Handballfans präsentieren.

Die Umstände, unter denen das Freundschaftsspiel stattfindet, sind dabei allerdings mehr als tragisch. Nach der russischen Invasion hat sich das Leben in der Ukraine zu einem Kampf ums Überleben gewandelt. Alle Bereiche des öffentlichen Lebens stehen still, so auch die Super League, wie die Top-Männerliga in der Ukraine genannt wird. „Noch im Januar haben wir bei der EM gegen Frankreich und Kroatien gespielt aber kurz nach der Rückkehr in die Ukraine war nichts mehr so wie davor“, berichtet Slava Lochman, Nationaltrainer der Ukrainer. Die meisten Nationalspieler sind in der heimischen Super League am Ball, viele davon beim Spitzenklub  HC Motor Saporoschje, der sogar an der Champions-League teilnimmt. Doch seit vier Wochen bestimmen andere Dinge den Tagesablauf: „An einen normalen Trainingsbetrieb war nicht mehr zu denken, alle hatten Angst und haben sich so gut es geht in Sicherheit gebracht“, berichtet der 44-jährige Lochman, der in seiner aktiven Karriere auch für den TV Großwallstadt auf Torejagd ging.

Dank eines Sondererlasses des ukrainischen Sportministers, mit dem es Spitzensportlern ausdrücklich empfohlen wird, das Land zu verlassen, machten sich die Spieler und ihre Familien auf den Weg nach Westen. Über teils abenteuerliche Routen gelangten sie letztlich nach Budapest, von wo sie mit drei Kleinbussen nach Großwallstadt gefahren wurden. Initiator der ganzen Aktion ist der Aschaffenburger Rudi Brunner, der über all die Jahre mit Slava Lochman in Kontakt geblieben ist. „Wir sind jetzt erst mal heilfroh, dass die Jungs und ihre Familien hier in Deutschland sind, wie es genau weitergeht wissen wir noch gar nicht“, so Brunner.

Fest steht, dass man von ukrainischer Seite daran arbeitet, die ausgefallenen WM-Qualifikationsspiele gegen Finnland zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Dazu muss die Mannschaft aber erst mal wieder ein entsprechendes Fitnesslevel erreichen, wofür im TVG-Leistungszentrum  jetzt die Basis geschaffen werden soll. Da kommt die Partie gegen den Rodgauer Drittligisten gerade richtig. „Ich muss erst mal schauen, auf welchem Stand die Spieler sind und wie sie die ganzen Umstände verkraftet haben. Das ist natürlich alles wahnsinnig schwierig zu verarbeiten“, gibt Lochman die Devise für die kommenden Wochen vor. Die Rodgauer zeigen sich solidarisch, werden nach dem Motto „Von Handballern – Für Handballer„ den kompletten Reinerlös der Partie an den ukrainischen Handballverband spenden und hoffen auf eine ausverkaufte Halle.

Karten gibt es über das Online-Ticketing System (hsg-handball.de).

 

Das Bild hat uns der langjährige Betreuer des Zweitligisten TV Großwallstadt, Wolfgang Schüßler, zur Verfügung gestellt. Es zeigt die Jungs im Sportpark Großwallstadt. Vorne Slava Lochman mit Wolfgang Schüßler. Herzlichen Dank für das Bild.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Handball-Drittligist Falken HSG Bieberau/Modau hat auf die anhaltenden Personalsorgen reagiert und einen mazedonischen Junioren-Nationalspieler verpflichtet. 

Ab sofort kann der 19-jährige Edvin Omeragikj vom HC Butel Skopje die Mannschaft bereits am kommenden Wochenende bei der Klassenverbleibs-Runde unterstützen. Die Südhessen reagieren damit auf ihre personelle Situation, die durch zahlreiche verletzungsbedingte Ausfälle geprägt ist und dazu führte, dass sie in die Abstiegsrelegation gerutscht sind. 

Der junge, talentierte Mazedonier strebt einen qualifizierten akademischen Abschluss an und studiert in Frankfurt an der European Business School of Finance and Management. Dadurch wurden die Südhessen auf ihn aufmerksam und haben beim mehrmaligen Probetraining einen sehr guten Eindruck von ihm bekommen. Er ist technisch gut ausgebildet, verfügt über eine enorme Wurfkraft und steht gut in der Deckung. Auf seiner angestammten Position im linken Rückraum kann er den Falken aktuell und in Zukunft enorm weiter helfen. Diese Unterstützung soll nicht nur kurzfristig ausgelegt sein, denn der junge Mazedonier wurde bis 2024 verpflichtet und will sich bei den Falken in der dritten Liga sportlich weiter entwickeln. 

HSG-Manager Georg Gaydoul: „Mit Edvin Omeragikj bekommen wir genau den Spieler, den wir aktuell gesucht haben und den wir dringend brauchen. Ein groß gewachsener Angreifer mit einem gewaltigen Wurfpotential und gutem Abwehrverhalten. Er hat sich in der kurzen Zeit schon gut bei uns eingelebt und wird uns in den bevor stehenden Spielen eine große Unterstützung sein und unsere Personalsorgen etwas mildern.“

Das Bild hat uns die HSG Bieberau/Modau zur Verfügung gestellt. Dankeschön hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Drittligist HSG Hanau startet in ihr zweites Aufstiegsrunden-Abenteuer zur zweiten Liga. Die Gegner stehen fest, ebenso wie die Spieltermine. Los geht es am Sonntag, 27. März um 17 Uhr in der Main-Kinzig-Halle.

Zum Auftakt kommt mit der HSG Konstanz gleich ein richtiger Brocken. Das Team vom Bodensee stieg in der vergangenen Saison unglücklich ab und peilt den sofortigen Wiederaufstieg an. Desweiteren treffen die Grimmstädter auf zwei Teams, gegen die sie bereits in der Vorsaison antreten mussten.

Mit der HSG Krefeld/Niederrhein und dem VfL Pfulligen haben sich zwei Teams qualifiziert, die bereits in der Aufstiegsrunde der Vorsaison dabei waren. Beide Spiele hatte die HSG Hanau damals verloren. Weiter trifft das Team von Trainer Hannes Geist auf die SGSH Dragons aus der Nähe von Lüdenscheid im Sauerland und SG Pforzheim/Eutingen.

In zwei Sechser-Gruppen werden in einer Einfachrunde die beiden Erstplatzierten ausgespielt, die dann überkreuz in die Finalspiele gehen. Die beiden Sieger steigen in die zweite Bundesliga auf.

Bei ihren Heimspielen hofft die HSG Hanau auf eine möglichst volle Halle, da es keine Zuschauerbegrenzungen mehr geben wird. Sollten Einlassregelungen gelten wie z.B. Maskenpflicht oder 3G, wird die HSG Hanau auf ihren Medienkanälen rechtzeitig darüber informieren.

 

Die Spieltermine der HSG Hanau auf einen Blick:

Sonntag, 27.03. um 17 Uhr: HSG Hanau – HSG Konstanz

Sonntag, 03.04., 17 Uhr:  HSG Krefeld Niederrhein – HSG Hanau

Samstag, 09.04., 20 Uhr:  VfL Pfullingen – HSG Hanau

Samstag, 23.04., 19.30 Uhr:  HSG Hanau – SG Pforzheim/Eutingen

Samstag, 07.05., 19.30 Uhr:  HSG Hanau – SGSH Dragon

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür. 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Talent Cedric Marquardt wechselt vom Drittligisten TV Gelnhausen zum Zweitligisten ThSV Eisenach und bekommt ein Zweitspielrecht beim Erstligisten HSG Wetzlar. Das hat der TV Gelnhausen jüngst mitgeteilt.

Der TVG hat sich mit Cedric Marquardt auf die Beendigung seines Vertrages zum Ende dieser Saison geeinigt. Der Ausnahmespieler hat seit der D-Jugend alle Jugendmannschaften des TVG Handball durchlaufen und sein besonderes Talent war den verschiedenen Trainern von Beginn an aufgefallen. Als Auswahlspieler machte er sich schnell auch in der Junioren-Nationalmannschaft einen Namen. Dass Cedric sich nun mit seinen 20 Jahren in der zweiten oder möglicherweise sogar in Liga eins weiterentwickeln will und kann, steht für alle Beteiligten außer Frage. Manager Philip Deinet, Cheftrainer Matthias Geiger und Headcoach Sergej Budanow sind nach kurzer, aber intensiver Suche schnell mit dem Zweitligisten ThSV Eisenach und ebenso mit der HSG Wetzlar, wo er mit einem Zweitspielrecht für die erste Bundesliga ausgestattet werden soll, fündig und einig geworden.

Manager Philip Deinet: „Cedric kam im Laufe der Saison auf uns zu mit dem Wunsch den nächsten Schritt gehen zu wollen hin zu seinem Traum in der Bundesliga zu spielen. Wir haben dann gemeinsam eine Perspektive für ihn gesucht, die ihm die Möglichkeit dazu eröffnet. Wir freuen uns über das Ergebnis dieser Suche und drücken ihm alle Daumen für seinen neuen Abschnitt. Cedi wird bei uns immer willkommen sein und wir hoffen, dass er in der Pokalrunde noch einmal auf das Spielfeld zurückkehrt und sich so im TVG-Trikot von unseren Fans verabschieden kann.“

Der 20-Jährige spielt seit neun Jahren beim TVG

Der 20-jährige Linksaußen erinnert sich an eine lange und intensive Zeit beim TV Gelnhausen: „Seit 9 Jahren spiele ich für den TVG Handball. Ich bin in der D-Jugend dazu gekommen und habe seitdem kein Handballcamp verpasst. Ich konnte mich in jeder Jugendmannschaft weiterentwickeln und danke all meinen Jugendtrainern für ihre Geduld im Training und ihr Vertrauen. Genauso möchte ich den Trainern und dem Umfeld der ersten Mannschaft für die sportliche Förderung und meinen Mitspielern für den unfassbaren Zusammenhalt danken. Mein besonderer Dank geht an die Fans und Zuschauer des TVG. Es ist bemerkenswert, mit welcher Leidenschaft und mit welchem Feuer ihr hinter uns steht und uns immer wieder motiviert. Ich freue mich auf jedes einzelne Spiel, dass ich noch im Trikot des TVG absolvieren darf. Vor allem die Heimspiele werde ich genießen.”

Weiter sagt er: “Für mich geht eine schöne, spannende, lustige, aber auch anstrengende Zeit in Gelnhausen zu Ende. Ab der nächsten Saison werde ich bei Eisenach in der 2. Bundesliga spielen. Zusätzlich habe ich ein Zweitspielrecht beim Bundesligisten Wetzlar. Danke an den Verein und vor allem Philip Deinet, der maßgeblich an der Vermittlung beteiligt war. Für mich ist es ein weiterer Schritt in die Professionalität und ich freue mich auf diese neue Herausforderung.“

Das Bild hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür. 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Beim Handball-Drittligisten TV Gelnhausen wird fleißig am Kader der neuen Saison gearbeitet. Michael Hemmer wird den Rückraum verstärken und auf der Torhüter-Position gab es auch eine Neuigkeit.

Michael Hemmer, der lange Zeit beim Ligakonkurrenten HSG Hanau spielte, wechselt zur kommenden Runde zum TV Gelnhausen. TVG-Manager Philip Deinet ist sehr erfreut, dass diese Verpflichtung gelungen ist: „Wir freuen uns, mit Michael einen erfahrenen und starken Rückraumspieler dazu gewonnen zu haben. Die nächste Saison wird ähnlich anspruchsvoll wie dieses Jahr mit einer noch größeren Leistungsdichte der Mannschaften, da werden wir jeden Mann in unserem breiten Kader brauchen.“

Zufrieden zeigte sich ebenfalls Trainer Matthias Geiger. Er beobachtete ihn schon seit Jahren und er war sein Wunschspieler. „Mit dieser Verpflichtung ist unser Kader jetzt abgerundet und ich freue mich diese Mannschaft auf die spannende Saison 22/23 vorzubereiten.“

Auch Michael Hemmer freut sich auf die nächste Runde im roten TVG-Trikot: „Ich freue mich sehr auf die nächste Saison und die damit verbundenen neuen Herausforderungen und Aufgaben. Die Mannschaft hat in dieser Saison eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen, weshalb ich es umso mehr schätze, ein Teil davon zu werden.“

Torhüterposition für die kommende Saison besetzt

Im Torhüter-Team des TVG gibt es einen Wechsel. Neben dem Routinier Julian Lahme bilden Alexander Bechert und Loris Tittel das Torhüter-Team. Ergänzt wird es durch Lukas Deiseroth aus dem erweiterten Kader.

Marius Sulzbach wird den Verein zur kommenden Saison verlassen. Insgesamt sechs Jahre hat Marius für den TVG gespielt und ist in der Saison 2014/2015 mit in die dritte Liga aufgestiegen, bevor er nach zwei Jahren in Bruchköbel zur Saison 19/20 zurückkehrte. 

„Marius hätte hier gerne noch ein paar Jahre drangehängt, aber er ist seit einiger Zeit beruflich sehr eingespannt und der Aufwand tagtäglich aus Frankfurt zum Training anzureisen ist in den nächsten Jahren so von ihm nicht mehr zu leisten. Wir verstehen diese Situation und wünschen ihm alles erdenklich Gute im weiteren privaten, sportlichen und beruflichen Werdegang“ äußert sich Manager Philip Deinet zu diesem Abgang.

Marius selbst bedauert ebenfalls, nicht mehr für den TVG im Tor zu stehen: „ich finde es sehr schade, dass wir nach langen und intensiven Gesprächen keinen gemeinsamen Weg für die kommenden Jahre gefunden haben. Ausschlaggebend für dieses Ergebnis war die Nichtvereinbarkeit meiner Doppelbelastung aus den vorgesehenen Trainingsumfängen vor Ort mit meinem beruflichen Engagement in Frankfurt am Main. Ich wünsche diesem großartigen Team, in dem nach wie vor mein Herz steckt, den größtmöglichen Erfolg und viel Gesundheit für die Zukunft.“

Alexander Bechert verlängert Vertrag 

Das Eigengewächs Alexander Bechert, dessen älterer Bruder Max ebenfalls in der ersten Mannschaft spielt, entwickelt sich Jahr für Jahr weiter und wird auch in der Saison 22/23 das Tor des TVG hüten. 

„Ich freue mich weiterhin für den TVG spielen zu dürfen und die nächsten Schritte in meiner Entwicklung hier im Verein gehen zu können. Hier habe ich die Möglichkeit Handball und Beruf optimal zu verbinden und mit Menschen wie Matthias Geiger, Sergej Budanow und Julian Lahme zu arbeiten, die mir helfen meine Ziele zu erreichen“ erklärt Alex Bechert seine Entscheidung. 

Torhüterkollege und Torhütertrainer Julian Lahme freut sich: „Alex ist trotz seines jungen Alters schon lange Bestandteil der 1. Mannschaft und hat dadurch schon einiges an Erfahrung gesammelt hat. Ich freue mich, dass ich mit ihm weiterarbeiten kann.“

Neuer Vertragsspieler wird Loris Tittel. Er spielt schon seit der F-Jugend beim TVG, hat etliche Jugendmeisterschaften gewonnen und war ein wichtiger Bestandteil der erfolgreichen A-Jugend, die sich vor zwei Jahren für die Meisterrunde qualifizieren konnte.

Loris musste nicht lange überlegen, als der TVG ihm einen Vertrag ihm angeboten hat. „Da ich bereits jahrelang im Verein spiele und mich dort sehr wohl fühle, empfinde ich es als große Motivation, weiterhin ein Teil davon sein zu dürfen. Über das entgegengebrachte Vertrauen freue ich mich sehr.“ 

Julian Lahme meint dazu: „Loris hatte schon ein paar Einsätze in der 1. Mannschaft und allein durch seine Größe sehr gute Voraussetzungen. Im athletischen Bereich hat er weiterhin Aufgaben, die wir mit ihm angehen werden.”

Zusätzlich rückt der jetzige A-Jugend-Torhüter Lukas Deiseroth in den erweiterten Kader Junioren-Cheftrainer Damir Hundur freut sich auf die gemeinsame Zeit mit ihm: „Lukas hat eine große Perspektive bei uns und wenn er seinen eingeschlagenen Weg mit diesem Ehrgeiz weitergeht, dann werden wir noch viel Freude mit ihm haben.“

 

Die Bilder hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser. 

Handball-Drittligist HSG Hanau bastelt weiter eifrig am Kader für die neue Saison. Aufgrund des bevorstehenden Umbruchs ist die HSG dabei, ein junges Team mit Entwicklungspotenzial zusammen zu stellen. Nach dem 22-jährigen Torhüter Can Adanir kommt mit dem 23-jährigen Dziugas Jusys im Sommer ein groß gewachsener Kreisläufer vom Drittligisten SV 04 Plauen Oberlosa nach Hanau, der bereits bei der U20-EM in Mazedonien und bei zwei A-Länderspielen für Litauen internationale Erfahrung sammeln konnte.

„Das Angebot aus Hanau kam sehr überraschend für mich. Aber ich war von Anfang an hellauf begeistert. Ich habe die HSG Hanau immer auf Facebook verfolgt und die tolle Entwicklung des Vereins mitbekommen. Trainer Oli Lücke und Hannes Geist kennen mich und wissen, wie sie mich als Handballer weiterentwickeln können. Ich möchte diese Chance bei der HSG Hanau unbedingt nutzen“, sagt Dziugas Jusys.

Ausgebildet in der TVG-Junioren-Akademie

Ausgebildet wurde der 1.95 Meter große und 100 Kilogramm schwere Modellathlet in der TVG-Junioren-Akademie. Über die Stationen HSG Falken Groß-Bieberau, SG RW Babenhausen und SV 04 Plauen Oberlosa, wo er die letzten beiden Spielzeiten verbracht hat, landet der Kreisläufer nun im Sommer bei der HSG Hanau. In Oberlosa wollte er vor allem in einem ambitionierten Team Spielpraxis erhalten. Im ersten Jahr gelang der Aufstieg in die dritte Liga. Dort schloss Plauen Oberlosa die Staffel C auf dem elften Rang ab.

Wurde er anfangs vor allem in der Deckung eingesetzt, erhielt der Rechtshänder in der Folgezeit auch im Angriff immer mehr Spielanteile. Im letzten Spiel gegen Hannover-Burgwedel erzielte er sieben Toren und hatte damit die meisten Treffer seines Teams zu verzeichnen. 

Die positive Entwicklung ist auch Hannes Geist und Oliver Lücke nicht verborgen geblieben, die den Hünen noch aus ihren Zeiten beim TV Großwallstadt bzw. Groß-Bieberau kennen. „Wir bekommen mit Dziugas einen super sympathischen Typen, aber vor allem einen gut ausgebildeten, jungen Spieler, der sich zuletzt stark entwickelt hat und auch noch viel Entwicklungspotenzial besitzt“, sagt Hannes Geist. „Gemeinsam wollen wir in der neuen Saison daran arbeiten, dieses Potenzial noch weiter herauszubilden.“

Neuzugang macht Hanauer Spiel variabler

Aufgrund seiner Größe wird Dziugas Jusys das Spiel der Hanauer variabler machen. In der Defensive soll er Yaron Pillmann im Innenblock ersetzen. Im Angriff ist er im Vergleich zu den beweglicheren David Rivic und Nils Schröder ein Kreisläufer, der seine Größe gezielt einsetzen und dadurch Sperren gut halten kann.

Für den in Vilnius geborenen litauischen Nationalspieler Dziugas Jusys liegt der Lebensmittelpunkt seiner Familie in Sulzbach/Main zwischen Aschaffenburg und Großwallstadt. Hierhin zog er als Baby mit seiner Familie. Schuld war damals schon der Handball, der Dziugas in die Wiege gelegt wurde. Seine Mama, Aida Schmitt, besser unter ihrem Mädchennamen Jusiene bekannt, spielte in der litauischen Nationalmannschaft, bei den Bundesligisten Hersfeld und Nürnberg und Sulzbach/Leidersbach. Hier ist sie noch heute als Trainerin der Landesliga-Frauen aktiv.

„Ich freue mich sehr, wieder in die Heimat zurückzukehren“, sagt der Kreisläufer, der mit seiner Freundin Lena, die als Erzieherin in Aschaffenburg arbeitet, zusammenziehen wird. Beide suchen momentan eine Wohnung zwischen Aschaffenburg und Hanau. Ebenso sucht der gelernte Verfahrensmechaniker einen neuen Job in der Region.  Auch die Main-Kinzig-Halle kennt der 23-Jährige, denn in dieser Saison besuchte er das Spiel der HSG Hanau gegen den TV Kirchzell. Damals wusste er noch nicht, dass es ihn bald hierher verschlagen würde. „Die Halle, die Zuschauer und wie hier Handball gelebt wird, das ist einfach geil. Ich freue mich sehr darauf, bald ein Teil davon sein zu dürfen“, sagt er. Und weiter: “Ich weiß, dass ich mich noch verbessern muss und dass ich das auch kann. Ich möchte mich im Team der HSG Hanau etablieren. Darauf habe ich richtig Bock.“

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.