Bei den 6. Schönbusch Open in Aschaffenburg geht es Schlag auf Schlag. Die Finalspiele der Qualifikation zur Internationalen Bayerischen Meisterschaft der Damen sind abgeschlossen und am Dienstag fiel am Aschaffenburger Schönbusch der Startschuss für das Hauptfeld. Eine erste Überraschung gab es auch schon. Außenseiterin Yuliya Kalabina aus Russland schlug die an Nummer sechs gesetzte Bulgarin Dia Evtimova, die Nummer 260 der Welt. Wir sind gespannt, was die nächsten Tage noch alles an Überraschungen bringen werden.

Hauptsponsor des Turniers ist die Firma Brandt & Partner GmbH, Consulting und IT-Realisierung. Von Anfang an unterstützt das Aschaffenburger Unternehmen die Schönbusch Open. Einer der Geschäftsführer, Karl-Heinz Unkelbach, selbst begeisterter Tennisspieler, beantwortete uns, kurz bevor das Turnier in die „heiße Phase“ geht, ein paar Fragen.

Herr Unkelbach, Sie schwingen in Ihrer Freizeit selbst sehr gerne und auch gut das Racket. Seit wann spielen Sie Tennis?

 „Leider habe ich das Tennis nicht von der Pike auf lernen können. Ich bin also ein sogenannter Späteinsteiger und Autodidakt, der erst im Alter von 33 Jahren mit dem Tennisspielen begonnen hat. Zugute kam mir dabei, dass ich seit Jugend an Tischtennis aktiv gespielt habe, was meine Tennispartner oft zum Verzweifeln bringt. Vom einem „sauberen“ Tennisspieler mit schulmäßigen Schlägen kann man also bei mir nicht sprechen!“

 Neben Tennis ist ja wie gesagt Tischtennis noch eines Ihrer sportlichen Steckenpferde. Wie vereinbart sich der „große mit dem kleinen Schläger?“

„Wie gesagt habe ich mit dem Tischtennis bereits im Alter von sechs Jahren begonnen und während meines Lebens bis heute immer aktiv betrieben. Die Umstellung von der einen auf die andere Sportart fällt relativ leicht. In der Regel dauert es nicht länger als fünf Minuten einschlagen. Da ja auch der Meisterschaftskampf für beide Sportarten auseinander liegt -beim Tischtennis geht die Saison von September bis März, beim Tennis  beginnen die Medenspiele ab Mai –  können die Schwerpunkte je nach Jahreszeit auch unterschiedlich gesetzt werden.

 Sie sind seit 22 Jahren Mitglied beim TC Schönbusch Aschaffenburg und sind auch gleichzeitig ein großer Förderer des Vereins. Was hat Sie veranlasst, das Damenturnier zu  unterstützen?

„Wie Sie ja wissen, benötigt die Ausrichtung eines solchen Turniers neben vielen organisatorischen Maßnahmen auch erhebliche finanzielle Mittel, die ein Verein ohne große eigene Einnahmen nicht stemmen kann. Daher lag es nahe – da neben mir doch eine ganze Reihe von Tennisspielern bei Brandt & Partner beschäftigt sind –  durch unsere Unterstützung die Möglichkeit eines solchen Turniers zu eröffnen und der Region attraktives Tennis anzubieten.”

So ein Turnier auszurichten, bedeutet viel Arbeit für den Verein. Es kommen viele gute Spielerinnen aus aller Herren Länder, wie zum Beispiel aus Niederlande, Bulgarien, Schweiz, Slowakei und natürlich auch Deutschland. Die Mädels bieten wirklich hochklassiges Tennis und trotzdem ist die Zuschauerresonanz sehr gering. An was liegt es Ihrer Meinung nach?

 „Das hat sicherlich unterschiedliche Gründe.“

Zum Beispiel?

„Sicherlich spielt es eine große Rolle, dass ein solches Turnier über eine ganze Woche hinweg ausgetragen werden muss, was bei vielen Interessenten in ihre normale Arbeitszeit fällt und so die Möglichkeit eines Besuches verhindert. Weiterhin müssen wir bestimmt noch darüber nachdenken, die Werbung im Vorfeld des Turniers zu intensivieren und eine breitere Streuung aller Turnierinformationen zu erreichen.

Auch muss man einfach feststellen, dass nach dem großen Tennisboom von Boris Becker und Steffi Graf eine gewisse Tennismüdigkeit aufgetreten ist. Ich hoffe aber, dass durch die neuerlichen Erfolge von Sabine Lisicki eine gewisse Renaissance für den weißen Sport ins Leben gerufen wird. Ich glaube jedoch beobachten zu können, dass wir bereits in den ersten Tagen diesen Jahres mehr Zuschauer zählen können als in den vergangenen Jahren. In Summe aber ist  die Zuschauerzahl noch zu gering.“

 Zum Schluss noch Ihr persönlicher Tipp. Wer wird das Turnier gewinnen, wer ist Ihre Favoritin?

 „Diese Frage ist in Anbetracht des hohen Leistungsniveaus der am Start befindlichen Spielerinnen schwer zu beantworten. Außerdem sind dieses Jahr wieder eine Reihe neuer Spielerinnen hinzugekommen, die man von ihrem Potential her noch nicht gut genug beurteilen kann. Rein gefühlsmäßig gebe ich der Vorjahressiegern Anna Lena Friedsam sehr gute Chancen, das Turnier erneut für sich zu entscheiden. Ich wünsche jedoch allen Spielerinnen das entsprechende Quäntchen Glück, da ich deren hohen Einsatz, Engagement und Siegeswillen schätze.“

 

 

Unsere Bilder, die uns freundlicherweise von Jürgen Ramminger zur Verfügung gestellt wurden,  zeigen die Siegerehrung vom vergangenen Jahr,  die Siegerin Anna Lena Friedsam und den Geschäftsführer der Firma Brandt & Partner GmbH in Aschaffenburg, Karl-Heinz Unkelbach (1. Bild Zweiter von links, 3. Bild Erster von links).

 

 

Das kommende Wochenende steht in Großwallstadt ganz im Zeichen des „Feierns“. Der TV Großwallstadt Hauptverein feiert sein 125-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wird es am Samstag unter anderem ein Promi-Feldhandball-Spiel zwischen den TVG All Stars und der TVG 1b geben. Neben den ehemaligen TVG-Spielern, wie Alex Mierzwa, Heiko Grimm, Mark Nagel, Jörg Kunze, Uli Wolf, Bernd Hofmann, Tom Meisinger, Andi Kunz und Bernd Hofmann oder Albert Karrer kommt auch Carsten Lichtlein. Der Torhüter, der von 2000 bis 2005 beim TVG zwischen den Pfosten stand, freut sich schon. „Ich freue mich sehr auf meine alten Kameraden. Es gibt bestimmt viel zu erzählen, denn viele von denen habe ich lange nicht gesehen. Und im Tor beim Feldhandball zu stehen, ist ja auch nicht alltäglich“, schmunzelt er.

Fußball für einen guten Zweck

Schon wieder eine neue Herausforderung für den 2.02 Meter-Mann. Denn erst vor kurzem probierte er sich im Fußball. Beim Benefizspiel in seinem Heimatort Würzburg ging es unter dem Motto „team-up for kids“ um einen guten Zweck. Manuel Neuer, Torhüter beim FC Bayern, und Basketballstar Dirk Nowitzki traten mit zwei Fußballmannschaften, gespickt mit Promis, gegeneinander an. Beide Teams spielten für das Projekt „Fußball trifft Kultur“ von LitCam, das bei Kindern über ihre Begeisterung für das runde Leder auch das Interesse an Kultur und Bildung wecken soll. Carsten war im Neuer-Team, das am Ende mit 8:7 gewann. „Es war eine tolle Sache und es ging um einen guten Zweck. Da macht man doch gerne mit“, sagte der gebürtige Würzburger Nationalspieler. Die Schwester von Dirk Nowitzki, hat ihn angesprochen, denn sie war eine der Organisatorinnen und Carsten kennt sie noch aus seiner Würzburger Zeit. Ebenso wie Dirk. Und, wie klein die Welt eben ist, die Väter der beiden Profis, kennen sich gut vom Handball. In der Schulmannschaft haben sie miteinander gespielt, in ihren Heimatvereinen Heidingsfeld und TG Würzburg gegeneinander! Auch nach dem Spiel war einiges geboten und Carsten war begeistert: „Die Players Partie war super. Vor allem, als Dirk dann zur Gitarre griff. Das war richtig stark.“

Umzug ist geschafft

Zwischen all den Einladungen hatte der 32-Jährige noch einen Umzug zu stemmen. Von Ostwestfalen ging es ins Oberbergische, denn nach acht Jahren beim TBV Lemgo hütet er in der kommenden Saison das Tor des VfL Gummersbach. „Der Abschied von Lemgo ist mir sehr schwer gefallen, denn ich habe dort in der langen Zeit viele Freunde gefunden. Es war schon ein Schlag, als mir die Verantwortlichen sagten, dass ich mir einen neuen Verein suchen kann“, wird Carsten ganz ernst. Die Fans und seine Freunde, aber auch der Verein, bereiteten ihm einen bewegenden Abschied und es floss die eine oder andere Träne. Mittlerweile freut er sich sehr auf seine neue Arbeitsstätte und die neue Herausforderung, die vor ihm liegt. Ein Häuschen ist gefunden, die Möbel stehen an Ort und Stelle und am 10. Juli ist es dann soweit. „Dann starte ich mit dem VfL in die Vorbereitung zur neuen Saison. Ich will tatkräftig mithelfen, dass wir nicht wieder so eine Zittersaison wie zuletzt erleben müssen und ich freue mich auf die neue Herausforderung.“ Bevor es soweit ist, ist der Nationaltorhüter erst einmal am Samstag auf dem Großfeld in Großwallstadt gefragt. Doch wer ihn kennt, weiß, dass er auch diese Aufgabe souverän meistern wird.

Unser Bild, das uns Carsten freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, zeigt ihn beim Benefizspiel in Würzburg.

 

Das letzte Qualifikationsspiel zur Handball-EM in Dänemark im Januar 2014 ging im Juni in Aschaffenburg über die Bühne. Der Gegner hieß Israel und er war hoffnungslos überfordert. Daher landete die deutsche Nationalmannschaft zwar einen 38:19-Kantersieg. Dieser war am Ende wertlos, denn die Schützenhilfe der Konkurrenz blieb aus.

Nationaltrainer Martin Heuberger war schon vor der Partie bedient, war ihm doch zu Ohren gekommen, dass Montenegro ohne vier Stammspieler in die zeitgleiche Partie gegen Tschechien ging und diese am Ende mit 25:30 verlor.

Es kam zu einem historischen Tiefpunkt in der Geschichte des deutschen Handballs, denn die EM in Dänemark wird ohne deutsche Beteiligung über die Bühne gehen müssen. Eigentlich ein Unding, schimpfen wir uns doch die stärkste Liga der Welt.

Die Spieler waren geknickt, konnten nicht glauben, was passiert war und Stefan Kneer sprach von einer der schlimmsten Stunden in seiner Handball-Karriere. Carsten Lichtlein meinte: „Es ist eine Katastrophe.“ Wohin man im Turnschuhgang in der fan-Arena schaute – es gab nur ratlose Gesichter.

Glück im Unglück

Wenige Tage nach dem Debakel am 15. Juni in Aschaffenburg hatte die DHB-Auswahl Glück im Unglück. Die Vorqualifikation zur WM 2015 in Katar bleibt ihr trotz verpasster EM 2014 erspart. Was war passiert? Der Europäische Handballverband entschied, dass das DHB-Team für die WM Playoffs gesetzt ist und zwar wegen seines guten Ranglistenplatzes. Obwohl die Deutschen auf dem Weg zur EM 2014 kläglich gescheitert sind, bleibt ihnen nun die Vorqualifikation für die Playoffs zur WM 2015 erspart. Wie ist das zu verstehen?

EHF-Generalsekretär Michael Wiederer sagte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa: „Das war eine rein mathematische Entscheidung. Es ging dem Exekutivkomitee darum, die 21 Mannschaften und sechs freien Plätze optimal unter einen Hut zu bekommen. Und Deutschland war die Nummer eins in der Rangliste dieser 21 Mannschaften.“

Na dann, dankeschön EHF. Wir freuen uns mit unseren Handballern und hoffen, dass sie bis zur WM wieder auf der Höhe sind und im Wüstenstaat Katar in die Erfolgsspur zurückfinden.

 

Übrigens: die tollen Bilder zur Partie in Aschaffenburg hat uns Klaus Roos freundlicherweise zur Verfügung gestellt und dafür möchten wir uns ganz herzlich bei ihm bedanken!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die tollen Bilder zur Partie in Aschaffenburg hat uns Klaus Roos freundlicherweise zur Verfügung gestellt und dafür möchten wir uns ganz herzlich bei ihm bedanken!

Die 6. Schönbusch Open werfen ihre Schatten voraus. Bei der Internationalen Bayerischen Meisterschaft der Damen, die vom 07. bis zum 14. Juli 2013 auf der Anlage des TC Schönbusch Aschaffenburg stattfindet, gibt es auch heuer wieder ein illustres Feld von Spielerinnen und das Publikum wird sicherlich viele interessante Matches zu sehen bekommen.

Die Firma Brandt & Partner GmbH wird auch in diesem Jahr das Turnier als Hauptsponsor und Namensgeber unterstützen. Geschäftsführer Karl-Heinz Unkelbach, selbst begeisterter Tennisspieler, freut sich auf die Veranstaltung und meint: „Da es erneut um Weltranglistenpunkte geht, werden wieder viele Spielerinnen den Weg zu uns an den Schönbusch finden. Gespannt darf man sein, ob es auch diesmal wieder zu einem rein deutschen Duell kommt.“ Im vergangenen Jahr trafen im Finale Anna-Lena Friedsam aus Neuwied und Kathrin Wörle (Lindau) aufeinander. Friedsam gewann nach hartem Kampf mit 6:4, 2:6, 6:4.

Das Gesamtpreisgeld beträgt 25 000 US Dollar.

 

Die dänische Meisterschaft 2013 bei den Frauen ist entschieden und Sabine Englert strahlt mit dem Pokal um die Wette. Für die 31-jährige Obernburgerin, die seit 2009 das Tor des FC Midtjylland hütet, ist es die zweite Meisterschaft beim FCM. Gegen den Tvis Holstebro gewannen Englert und Co. das Hinspiel mit 27:23 und das Rückspiel mit 24:22. Entscheidenden Anteil hatte die deutsche Torhüterin, die in beiden Spielen ein starker Rückhalt war. Wie hoch die Leistung von Sabine Englert in Dänemark eingestuft wird, zeigt auch die Ehrung im All Star Team. Hier wurde sie von den Spielerinnen der ersten und zweiten Liga als beste Torfrau gewählt. Nachdem sich der „Feiersturm“ etwas gelegt hat, beantwortete uns die sympathische Torhüterin ein paar Fragen.

Sabine, Glückwunsch zum Gewinn der dänischen Meisterschaft. Wie fühlst Du Dich nach dem gewonnenen Titel?

Es ist einfach ein schönes Gefühl. Wie immer, wenn man einen Titel gewinnt (lacht). Die harte Arbeit der letzten zehn Monate hat sich ausgezahlt und nächstes Jahr dürfen wir dann auch wieder in der Champions-League starten.

Für Dich war es die zweite Meisterschaft mit Midtjylland. Fühlt sich diese genau so schön an wie die erste oder welche würdest Du höher bewerten?  

Ja, das war die zweite Meisterschaft nach 2011. Letzte Saison sind wir leider im Halbfinale rausgeflogen. Ich würde die zwei Titel gleich bewerten. Wobei wir dieses Jahr konstanter gespielt haben. Wir haben die Hauptrunde souverän als Tabellenerster abgeschlossen. Und das Finale diese Saison war auch nicht ganz so knapp wie vor zwei Jahren. Damals mussten wir im dritten Spiel noch ins Siebenmeter-Werfen.

    Du hast eine sehr gute Saison gespielt und damit maßgeblichen Anteil am Erfolg gehabt. Was hat Dich in dieser Saison besonders stolz gemacht?

  Meine Saison war dieses Jahr, trotz einiger Verletzungsprobleme, wirklich gut. Aber ohne meine Vorderleute hätte ich das auch nicht so gut hinbekommen. Wir hatten einen super Zusammenhalt in der Mannschaft. So habe ich das in all meinen Jahren im Top-Handball noch nie erlebt. Jeder hat alles für den anderen gegeben – egal, ob auf und/oder neben dem Platz. Das war Wahnsinn.

  Wie geht es nun weiter? Wie lange hat die Mannschaft frei und wann geht es mit der Vorbereitung weiter?  

Die nächsten zwei Wochen ist ein Großteil unserer Mannschaft mit den Nationalmannschaften unterwegs. Wir „Zuhause gebliebenen“ trainieren noch ein bisschen weiter. Danach haben wir eine Woche frei, müssen dann aber wieder ran. Denn wir spielen am 19. Juni noch ein Pokalspiel gegen Esbjerg. Der dänische Pokal wird im Laufe eines Kalenderjahres und nicht, wie in Deutschland, im Laufe einer Saison gespielt. Erst ab dem 22. Juni haben wir dann eine längere Pause, haben drei Wochen am Stück Pause, bevor es wieder in die schweißtreibende Vorbereitung geht.

Gibt es schon Pläne für die handballfreie Zeit

Meine freie Zeit werde ich zum größten Teil in meiner Heimat verbringen, Familie und Freunde besuchen. Dafür bleibt ja das Jahr über wenig oder gar keine Zeit. Wenn möglich, möchte ich gerne für ein paar Tage in die Sonne fliegen. Aber das ist noch nicht so genau geplant.

Vita  Sabine Englert

Die am 27. November 1981 in Aschaffenburg geborene Torfrau trägt die Rückennummer 16. Seit ihrer Jugend spielte Sabine bis 1998 bei der Tuspo Obernburg, wechselte dann zur TGS Walldorf. Von 2000 bis 2003 war die Torhüterin beim TV Mainzlar unter Vertrag, ehe sie nach Leverkusen ging. In der Saison 2007/08 spielte die 29-Jährige für Hypo Niederösterreich und erreichte mit dem Erstligisten das EHF-Champions League-Finale. Seit 2009 steht die Obernburgerin beim dänischen Spitzenverein FC Midtjylland Handbold zwischen den Pfosten. Ihr Debüt in der Nationalmannschaft gab sie im März 2001 gegen Dänemark. 2008 nahm sie an den Olympischen Spielen in Peking teil, 2009 stand sie im Aufgebot der Deutschen für die WM in China.

Erfolge:

Deutscher Pokalsieger 2001 mit dem TV Mainzlar

Deutscher Pokalsieger 2002 mit Bayer Leverkusen

Challenge Cup Sieger 2005 mit Bayer Leverkusen

3. Platz Weltmeisterschaft 2007

4. Platz Europameisterschaft 2008

Österreichischer Pokalsieger und Meister 2008 und 2009 mit Hypo Niederösterreich

Dänischer Meister 2011 mit FC Midtjylland Håndbold

EHF-Pokal Sieger 2011 mit FC Midtjylland Håndbold

Dänischer Meister 2013 mit FC Midtjylland Håndbold

Die angefügten Bilder hat uns Sabine zur Verfügung gestellt und sie sind teilweise auch von der Meisterschaft 2011 in Dänemark.

Die TVG-Junioren-Akademie hat einen Nachfolger für Jugendkoordinator Christian Plesser gefunden. Der 28-jährige Vanja Radic wird ab August als A-Jugend-Trainer und Jugendkoordinator in die großen Fußstapfen von Plesser treten. Der in Bosnien-Herzegowina geborene frühere Spieler war zuletzt im luxemburgischen Grevenmacher beim HB Museldall unter Vertrag und leitete dort die Geschicke im Jugendbereich.

Seit zehn Jahren lebt Radic in Deutschland, studierte in Saarbrücken Sportwissenschaft und ging nach seinem Studium nach Luxemburg. Die TVG-Junioren-Akademie ist ihm nicht fremd, denn vor sechs Jahren absolvierte er am Untermain ein Praktikum. Damals noch im HBLZ (Handball-Leistungszentrum). „Ich habe mit Christian zusammen einige Handball-Camps durchgeführt und wir haben uns gleich sehr gut verstanden“, sagte Radic.  Der ehemalige Kreisläufer freut sich auf seine neue Herausforderung. „Es war schon immer ein kleiner Traum von mir, mich als Trainer zu betätigen. Und im Jugendbereich kann man soviel erreichen.“

Vorstand Manfred Hofmann freut sich ebenfalls über die Neuverpflichtung: „Vanja ist ein ehrgeiziger junger Mann, der mit Sicherheit unsere Erwartungen erfüllt. Er hat als Jugendkoordinator gearbeitet, weiß also, was auf ihn zukommt. Ich freu mich auf die Zusammenarbeit.“

Radic hat bereits einen Antrittsbesuch in unserer Region hinter sich. Mit Vorstand Hofmann und seinem Vorgänger Plesser besuchte er die Schulen, mit denen die TVG Junioren Akademie eine Kooperation haben, wurde offiziell vorgestellt und konnte sich einen ersten Einblick von seiner neuen Arbeit machen. Auch das eine oder andere Training leitete der neue Jugendkoordinator bereits, ehe er sich in den Urlaub verabschiedete, um ausgeruht seine „Mammutaufgabe“ angehen zu können.

Ab 01. Juli diesen Jahres wird sich Dominik Plaue einer neuen Herausforderung stellen. Der Torhüter der A-Jugend-Bundesliga in der TVG Junioren Akademie hat einen Vertrag beim THW Kiel II in der 3. Liga Nord unterschrieben. Der junge talentierte Keeper hatte neben Kiel noch einige andere Angebote. „Ich hatte Angebote aus Dormagen, Hüttenberg oder Bad Schwartau“, erzählt Dominik. Auch der TV Großwallstadt hat sich um ihn bemüht, sagt er. „Vor cirka drei Monaten war die Lage beim TVG noch entspannter. Da sah es so aus, als ob der Verein die erste Liga halten würde. Ich habe lange nichts von den Verantwortlichen gehört und erst als ich in Kiel das Probetraining absolvierte, kam ein Gespräch mit dem TVG zustande.“

Die Entscheidung ist dem am 14. Juli 1995 geborenen Keeper nicht einfach gefallen. Er musste lange überlegen, für was bzw. für welchen Verein er sich letztlich entscheiden sollte. Einfach machte er es sich nicht, doch dann fielen die Würfel für den hohen Norden. „Die Philosophie von Raul Alonso (Sportlicher Leiter Nachwuchs-Leistungshandball, Anm. d. Red.) hat mir gut gefallen und es ist ja auch eine Ehre für mich, für so einen Verein zu spielen. Ich will mich, so schnell es geht, in der 2. Mannschaft akklimatisieren und meine Leistung bringen“, sagt Dominik, für den die erste Mannschaft derzeit nur ein Traum ist. Doch Träume sind ja bekanntlich dafür da, dass man sie sich erfüllt…

Zweiter Neuanfang

Für den 17-Jährigen ist dies schon der „zweite Neuanfang“, wie er es schmunzelnd betituliert. Vor drei Jahren kam er von seinem Heimatort Nidderau zunächst zur JSG Wallstadt, ehe er ins damalige Handball-Leistungszentrum (HBLZ), jetzt TVG Junioren Akademie, einzog. „Mit 14 Jahren von zu Hause weg zu gehen, ist nicht so einfach. Aber damals waren es „nur“ 60 Kilometer.“ Diesmal sind es knapp 600 Kilometer, die ihn von seinen Eltern und Freunden trennen. „Ich weiß, dass der Schritt groß ist, aber es sprach alles für Kiel. Dort hat man mir bei der Wohnungssuche geholfen, beim Ausbildungsplatz, einfach bei allem.“ Dominik will unbedingt auf eigenen Füßen stehen. Das tut er zwar schon seit drei Jahren. Doch in einem Internat zu wohnen und eine eigene Wohnung zu haben, ist noch einmal ein großer Unterschied. Trotzdem ist Dominik ist zuversichtlich, denn er weiß: „Meine Eltern sind eine große Stütze für mich. Sie helfen mir, wo sie nur können und ich kann mich immer auf sie verlassen.“

Aber nicht nur die fremde Umgebung. Auch sportlich kommt einiges auf den ehrgeizigen jungen Mann zu. Denn die 3. Liga ist nicht „ohne“ und der Sprung von der A-Jugend in die aktive Klasse ist groß. Doch der Torhüter ist gerüstet und sagt: „Ich habe unter Manfred Hofmann und Christian Plesser sehr viel erreicht. Die beiden haben mich sehr gefördert und ich bin ihnen total dankbar. Nun will ich mich wieder einen Schritt weiter entwickeln und ich hoffe, dass ich meinem Weg mache.“

Beim Probetraining sah er zwangsläufig auch die erste Mannschaft von Kiel und Dominik war völlig beeindruckt: „Ich habe beim Training alle „Großen“ von Kiel gesehen. Das war sehr beeindruckend. Beim TVG war ich von Mattias Andersson, Sverre Jakobsson, Steffen Weinhold oder Stefan Kneer hin und weg. Jetzt kommt noch einmal eine Steigerung.“ Die Begeisterung ist ihm anzusehen, als er sagt: „Ich habe beim Erst-Mannschafts-Training zugeschaut. Da schont sich keiner. Die sind alle patschnass geschwitzt und der Konkurrenzkampf ist groß. Der Wille, immer besser als der andere zu sein, ist überall präsent und die Körpersprache ist enorm“.

Bald geht es los

Ende Juni geht es los Richtung Norden und Dominik sitzt schon auf gepackten Koffern. Je nachdem, wie die Staffeleinteilung in der 3. Liga ist, wird er mit seinem neuen Verein gegen Lemgo spielen. Dann trifft er auf seinen alten Coach, Christian Plesser. Dieser wechselt vom Untermain nach Ostwestfalen. „Das würde mich sehr freuen und das Wiedersehen wird bestimmt lustig“, grinst Dominik.

Wir wünschen ihm alles Gute für seinen nächsten großen Schritt in seinem noch so jungen Leben und sind überzeugt, dass wir auch in Zukunft viele interessante Dinge über Dominik berichten können!

 

 

 

Nun hat es ihn doch erwischt! Christian Plesser, Jugendkoordinator bei der TVG Junioren Akademie, musste vor ein paar Tagen bei seiner Abschiedsfete Haare lassen (siehe unser Bild). Was war passiert? Plesser ging bereits im Jahre 2011 eine Wette ein. „Ich sagte vor dem Jugend-Final Four: Jungs wenn wir – egal ob mit der A-oder der B-Jugend – deutscher Meister werden, kommen die Haare ab!“

Zwei Saisons konnte sich der 34-Jährige erfolgreich um die Einlösung der Wette drücken. Vergangene Woche war es dann soweit. „Vorreiter“ waren die Spieß-Zwillinge und Florian Stenger. Sie griffen zuerst zum Rasierer und hatten viel Spaß dabei. Doch auch die anderen Jungs aus der Akademie wollten sich dieses Event keinesfalls entgehen lassen und schnippelten eifrig mit.

Den Spott bzw. das Mitgefühl seiner Mitmenschen, die ihn tags darauf mit „Platte“ das erste Mal sahen, war Christian gewiss. Er nahm es mit Humor und mit der Gewissheit: die Haare wachsen ja wieder! Die Tage am Untermain sind für den gebürtigen Iserlohner gezählt. Ab Juli wird Christian die Geschicke der Lemgoer Jugend leiten. Wir sagen danke für die schöne Zeit am Untermain und wünschen ihm viel Glück in Lemgo!

 

Man stelle sich vor, zwei deutsche Spitzenfußball-Teams, wie zuletzt Bayern München und Borussia Dortmund, spielen das Champions League-Finale aus und der Rest der Bundesliga spielt exakt an diesem Tag völlig unbeeindruckt seine Meisterschaftsrunde weiter! Im Fußball unvorstellbar, ein absolutes „no go“.

Im Handball ist dies leider gang und gebe. Während am Wochenende die vier besten europäischen Mannschaften, darunter die deutschen Spitzenteams aus Hamburg und Kiel, in der Königsklasse um den Titel kämpfen, stehen am 33. Ligaspieltag folgende Begegnungen an: HBW Balingen-Weilstetten – MT Melsungen, TuS Nettelstedt-Lübbecke – TV Großwallstadt (beide Samstag), Füchse Berlin – VfL Gummersbach, FA Göppingen – SG Flensburg-Handewitt und TSV GWD Minden – SC Magdeburg (alle Sonntag).

Wie kann das sein, wer zeichnet für diese – meiner Meinung nach – völlig indiskutable Terminplanung verantwortlich? Die Handball-Obersten stehen sich – einmal mehr – selbst im Weg und müssen sich nicht wundern, wenn sie immer mehr Boden auf andere Sportarten verlieren. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt, wie das Rennen in Köln ausgeht und wer sich am Ende die Krone aufsetzen kann.

Höhen und Tiefen im Viertelfinale

Ende April war ich in Hamburg beim Viertelfinal-Rückspiel zwischen dem HSV Hamburg und der SG Flensburg-Handewitt vor Ort. Es war eine Begegnung mit vielen „Ups and Downs“. Vor über 7000 Zuschauern, einem einmal mehr überragenden SG-Torhüter Mattias Andersson und einer kurzzeitigen Sieben-Tore-Führung der Gäste reichte es am Ende für diese nicht. Der HSV Hamburg setzte sich durch und wird am kommenden Samstag um 18 Uhr gegen den THW Kiel das zweite Halbfinale bestreiten.

Für mich persönlich war der 28. April ein wunderschöner Tag, denn ich war völlig privat in Hamburg, hatte deshalb ganz viel Zeit für Plaudereien mit z. B. einem meiner Lieblingsspieler, Steffen Weinhold, oder mit Dierk Schmäschke, Kent Andersson, Johannes Bitter, Andreas Rudolph, Mimi Kraus, Toto Jansen, Martin Schwalb, Cyril Dujacquier (EHF) und vielen mehr.

Terminplan hin, Terminplan her. Die „Handball-Verrückten“ unter uns haben auf jeden Fall am Wochenende ein volles Programm und viel zu schauen. Die einen fiebern in Köln mit, die anderen im Schwabenländle, in Ostwestfalen oder in der Landeshauptstadt. Mir bleibt nur, Euch allen schöne, faire und spannende Spiele zu wünschen und dass Ihr mit Euerem Lieblingsverein nach dem Schlusspfiff feiern könnt.

 

 

 

Die Kleinwallstädter Brüder trennen 17 Zentimeter Körpergröße und gut zwei  Lebensjahre. Ansonsten haben sie sehr viele Gemeinsamkeiten. Vor allem ihre Affinität zum Handballsport verbindet Markus und Florian Eisenträger seit ihrer Geburt. Der Papa war „schuld“, denn er, selbst begeisterter Handballer, nahm die beiden schon früh immer in die Halle zum TV Kleinwallstadt, dem Heimatclub der Familie, mit. So blieb es gar nicht aus, dass seine Buben von Anfang an mit dem Ball durch die Halle sausten. Eine andere Sportart kam und kommt für die beiden nicht in Frage. „Ich habe mal kurz Fußball gespielt, aber das war nicht das Richtige“, grinst Florian. Der ältere und größere Markus hat gleich gar nichts anderes probiert. Von den Minis an haben die Brüder alle Jugendmannschaften durchlaufen. Markus wechselte ab der C-Jugend zur TuSpo nach Obernburg und blieb dort bis zur A-Jugend. Bereits in seinem zweiten Jahr als A-Jugendlicher wechselte er zur HSG Nieder-Roden und wurde dort  in der Männermannschaft eingesetzt. Damals war Frantisek Fabian Coach des damaligen Regionalligisten. Anschließend ging es für den Rückraumspieler zum TV Kirchzell, ehe es ihn nach Erlangen in die zweite Liga verschlug. Für eine Saison blieb er dort, ehe er 2011 wieder zurück nach Obernburg kam. Bei der TuSpo machte er alle Höhen und Tiefen mit. Allerdings spielte er die Saison aufgrund seines Studiums (Sport auf Grundschul-Lehramt) nicht ganz zu Ende. So blieb ihm auch das unmittelbare Gefühl des Absturzes in die Landesliga erspart. „Wenn alles nach Plan läuft, will ich im nächsten März mein Staatsexamen machen“, erklärt der Rückraumspieler. Aber er will auch das Handball spielen nicht vernachlässigen. Mehrere Vereine haben ihr Interesse an ihm bekundet und er will wieder höherklassig spielen.

Meniskus-OP am Neuhausen-Spieltag

Florian, der kleine Bruder, ging bereits in der B-Jugend zum damaligen HBLZ, jetzt TVG Junioren-Akademie. 2010 bremste ihn ein Kreuzbandriss aus und vor ein paar Tagen musste er sich einer Meniskus-OP unterziehen, die ihn erneut wochenlang außer Gefecht setzt. Ihn führte sein Weg ebenfalls nach Kirchzell, mit Doppelspielrecht für den TV Großwallstadt. Der stets gut gelaunte und immer zu Scherzen aufgelegte Linksaußen hat noch Vertrag bis Ende Juni 2013 beim TVG. Doch wie es danach weitergeht? Er weiß es nicht. „Die Verhandlungen laufen, entschieden ist noch nichts“, sagte Florian, der die bittere Niederlage seines TVG gegen Neuhausen am Liveticker miterleben musste. Kurz vorher wachte er gerade aus der Narkose auf.

Denken die beiden an ihre „Anfänge“ zurück, ist ihnen noch gut ihr „erstes Mal“ in der Arena beim THW Kiel in Erinnerung. „Das war so krass damals. Ich habe auf halb gedeckt und musste gegen Zeitz, den absoluten Publikumsliebling, spielen. Ich war ganz schön nervös“, sagte Florian. Es muss ihn sehr beeindruckt haben, denn gerade er ist für seine Kaltschnäuzigkeit im Verwerten von  Chancen bekannt. Auch Markus hatte schon die „Ehre“ in Kiel zu spielen. „Damals zog Obernburg im DHB-Pokal den THW Kiel. Ich war schwer beeindruckt und ich kann mich erinnern, dass ich vor dem Match durch die Arena gelaufen bin und Bilder gemacht habe“, grinst der große Bruder. Als Jugendlicher war für Florian der Lemgoer Florian Kehrmann ein Vorbild. Als er später gegen ihn spielen durfte, war dies natürlich doppelt schön. Markus gefiel als Knirps Pascel Hens gut. „Und Markus Hock (früher Kirchzell, Melsungen, Wetzlar, jetzt Schweizer Liga) hat mir immer gut gefallen.“ Beide spielen auf seiner Position. Mittlerweile haben die Gebrüder kein richtiges Vorbild mehr. Vom einen gefällt ihnen dies, vom anderen das.

In ihrer Freizeit machen beide nicht allzuviel. Markus ist mit seinem Studium und „mit meiner Freundin gut beschäftigt“, grinst er. Florian, der Sportsoldat, unternimmt viel mit seiner Freundin und mit seinen besten Kumpels Patrick Schmidt und Steffen Kaufmann. Und, bei schönem Wetter, fährt er gerne Motorrad. Mama Eisenträger, die gute Seele im Haus, grinst, wenn sie sagt: „Markus war schon immer der Ruhigere, Florian der Lockere, der immer was unternehmen muss.“  Sie ist sehr stolz auf ihre Jungs, hat sie früher immer von „A nach B“ gefahren: „Mein Mann und ich waren, gerade am Wochenende, gut eingespannt. Aber wir haben es sehr gerne gemacht.“

Beide wollen sich empfehlen

Markus und Florian haben schon in der Jugend- und Junioren-Nationalmannschaft gespielt und Flo ist noch heute bei den Lehrmaßnahmen mit dabei.  Beide haben sich fast das gleiche Ziel für die Zukunft gesteckt. Florian: „Wenn ich beim TVG bleibe und wir in der zweiten Liga spielen sollten, dann will ich zeigen, was ich kann. Und ich will mich für die erste Liga empfehlen.“ Markus: „Auch ich will mich kommende Saison gut präsentieren und empfehlen. Zweite Liga wäre ideal, erste natürlich ganz toll. Aber mal schauen, was kommt.“

Uns bleibt an dieser Stelle nur noch, den sympathischen Sportlern für ihre Zukunft alles Gute zu wünschen!

Vielen Dank an Klaus Roos für die tollen Bilder! Auch an die Eisenträgers und “privat” geht unser Dank.