Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, empfängt Spitzenreiter HSG Hanau die TSG Haßloch und Gelnhausen fährt zum TuS Ferndorf. Die HSG Rodgau muss  nach Pohlheim und der TV Kirchzell ist spielfrei.

Weiter spielen: VTV Mundenheim – DJK Waldbüttelbrunn, HG Saarlouis – mHSG Friesenheim-Hochdorf II, HSG Pohlheim – HSG Rodgau Nieder-Roden, VfL Gummersbach II – TuS Dansenberg.

 

 

Eine Woche nach dem Erfolg gegen den TV Kirchzell vor eigener Kulisse, steht für die HSG Hanau direkt das nächste Heimspiel an. Am Samstagabend gastiert die TSG Haßloch in der Main-Kinzig-Halle. Bergold, Ritter & Co. erwarten die Rheinland-Pfälzer als Tabellenführer der Staffel Süd-West. Mit zuletzt zehn Siegen in Serie schwimmt das Team von HSG-Trainer Hannes Geist weiterhin auf einer Erfolgswelle. Auch das Hinspiel in Haßloch ging mit 38:24 deutlich an die Grimmstädter.

„Das wird am Samstagabend wieder eine herausfordernde Aufgabe für uns. Vom Ergebnis im November dürfen wir uns nicht blenden lassen“, erklärt Geist mit Blick auf den Gegner. Auch an diesem 21. Spieltag wolle man wieder 60 Minuten lang „Powerhandball spielen und alles auf der Platte lassen.“ Eine frühzeitige Qualifikation zur weiterführenden Pokalrunde sei dabei ein zusätzlicher Ansporn für seine Mannschaft.

Die in der Tabelle auf dem fünften Rang verordnete TSG Haßloch (23:17 Punkte) dürfte es der HSG-Sieben dabei aber keineswegs einfach machen. Die „Bären“ und ihr Trainer Andreas Reckenthäler sinnen nach der deutlichen Pleite im Hinspiel auf Revanche. Die letzten Ergebnisse dürften die Pfälzer aber wenig hoffnungsvoll stimmen. In den vier Partien nach der Weihnachtspause gelang dem Team kein einziger Punkt. „Die TSG hat eigentlich eine wirklich gute Mannschaft und hat bis zum Jahreswechsel meiner Meinung nach auch eine gute Saison gespielt“, so Geist. „Momentan haben sie allerdings viele Verletzungssorgen, welche sie etwas dabei hemmen, die richtigen Ergebnisse zu erzielen. Man darf sie aber auf keinen Fall unterschätzen.“

Bester Werfer auf Seiten der Gäste ist Lars Hannes mit 96 Treffern, der in dieser Saison vor allem auf der Mittelposition eingesetzt wird. Dabei harmoniert er besonders gut mit dem robusten Kreisläufer Lino Messerschmidt und dem Rechtshalben Jan Triebskorn, die zusammen eine gefährliche Achse in der Offensive bilden. „Das sind alles körperlich starke Individualisten, die uns auch aus der Distanz unter Druck setzen können“, meint Geist, der weiß, dass auf sein Team wieder einmal Schwerstarbeit zukommt. „Es wird entscheidend sein, dass wir auch hier eine gute Abwehr stellen und daraus aktive Ballgewinne generieren.“

Wie man gegen die TSG Haßloch Erfolg hat, dass bewiesen Adanir, Rivic & Co. bereits im Hinspiel. Damals zogen die Grimmstädter der TSG mit einer sehr disziplinierten Leistung den Zahn und trieben den Zwischenstand durch schnelles Konterspiel immer weiter nach oben. Bemerkenswert war damals auch, dass die Partie das erste Pflichtspiel nach der unglücklichen Niederlage im Gipfeltreffen mit dem TuS Ferndorf gewesen war. Hanau zeigte Charakter, siegte hoch, blieb seitdem ungeschlagen und grüßt nun von der Tabellenspitze.

 

Kann Gelnhausen dem Topteam ein Bein stellen?

Der Zug im Kampf um die Qualifikation zur Aufstiegsrunde war nach der Derby-Niederlage gegen die HSG Hanau für den TV Gelnhausen eigentlich schon abgefahren. Doch die überraschende Auswärtsniederlage des TuS Ferndorf bei der HSG Rodgau-Nieder-Roden in der Vorwoche und der gleichzeitige Heimsieg gegen die TSG Haßloch haben dafür gesorgt, dass sich für den TVG plötzlich doch noch eine Mini-Chance aufgetan hat, um den ganz großen Wurf zu landen. Dazu bedarf es allerdings am Samstag einer weiteren Sensation. Denn dann sind die Barbarossastädter zu Gast in Ferndorf.

Mit einem Sieg würde der Tabellendritte TV Gelnhausen bis auf drei Punkte an den Zweitliga-Absteiger heranrücken., der aktuell auf dem zweiten Platz rangiert. Da Ferndorf auch noch beim Ligaprimus HSG Hanau antreten muss, könnte der Vorsprung weiter schmelzen. Doch das ist am Ende noch Zukunftsmusik. „Eine Niederlage ist erwartbar“, bleibt Matthias Geiger daher realistisch. Aber der TVG-Coach sagt auch: „Ferndorf ist nicht unschlagbar.“

Wie dem auch sei. Der TV Gelnhausen reist zu dem leichtesten Spiel der Saison nach Ferndorf. Niemand erwartet einen Sieg. Bereits in der Hinrunde konnte man bei der 24:29-Niederlage sehen, dass zwischen den jungen Himmelstürmern des TVG und der potentiellen Zweitliga-Mannschaft noch ein Unterschied klafft. „Ferndorf ist vermutlich die kompletteste Mannschaft der Süd-West-Staffel. Sie lassen den Ball sehr gut laufen und alle Spieler sind individuell super ausgebildet“, sagt Geiger.

Für den TV Gelnhausen wird es daher darauf ankommen, in der Abwehr so stabil wie möglich zu stehen. „Wir müssen es dem Gegner so schwer wie möglich machen, Tore zu erzielen. Ansonsten haben wir keine Chance“, sagt Geiger. Ziel wird es sein, das Spiel so lange wie möglich einigermaßen offen zu halten, um dann zuzuschlagen, sollte sich eine kleine Möglichkeit ergeben.

 

Baggerseepiraten spielen in Pohlheim

Die Rodgauer müssen eine Woche nach dem Überraschungscoup gegen den Staffelfavoriten Ferndorf eine echten Charaktertest bestehen. Mit der HSG Pohlheim wartet der aktuell Tabellenvorletzte auf die Baggerseepiraten. Doch die Mittelhessen haben sich noch lange nicht abgeschrieben. Dazu besteht auch gar kein Grund, denn mit lediglich sechs Punkten Rückstand auf Platz elf ist zumindest eine Relegation für die Pohlheimer noch im Bereich des Möglichen. In den letzten drei Partien sammelten die Spieler von Trainer Andreas Lex auch fleissig Punkte, liessen dabei vor allem beim verdienten 31:31 in Dansenberg aufhorchen. Im Lager der Rodgauer dürfte man also bestens gewarnt sein und wird den Gegner keinesfalls unterschätzen. Das sieht auch Trainer Jan Redmann ähnlich: „Wir haben jetzt erstmals seit langer Zeit wieder die Situation, dass wir als tabellarischer Favorit in eine Partie gehen. Dem wollen wir natürlich gerecht werden, wissen aber auch um die Schwere der Aufgabe.“

Die nicht gerade neue Erkenntnis der laufenden Saison lautet, dass man sich jeden Punkt hart erkämpfen muss, daher wird es für die Baggerseepiraten darauf ankommen, die gute Form der Vorwoche zu konservieren. Mit einer begeisternden Leistung und unbändigem Siegeswillen zwang man den haushohen Favoriten Ferndorf in die Knie. Dass einem jetzt selbst ein Favoritensturz passiert, wollen Rhein & Co. um jeden Preis verhindern. „Wenn wir mit der gleichen Konzentration an die Sache rangehen, haben wir eine gute Chance, aus Pohlheim etwas Zählbares mitzunehmen. Aber wenn wir das im Vorbeigehen erledigen wollen, erleiden wir Schiffbruch“, appelliert der Kapitän an den Einsatzwillen seiner Vorderleute.

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

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Handball-Zweitligist TV Großwallstadt hat am gestrigen Dienstag das Nachholspiel gegen den TSV Bayer Dormagen verdient mit 33:30 gewonnen. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte Frieder Bandlow mitt 13/4 Toren heraus.

Ausschlaggebend für den Erfolg war neben einer geschlossenen Mannschaftsleistung sicherlich diesmal die Einstellung. Präsentierte sich das Team um Trainer Slava Lochmann am letzten Samstag gegen Würzburg noch ohne Energie und Motivation, so zeigte die Mannschaft diesmal ein ganz anderes Gesicht.

Hochmotiviert ging es von Anfang an ins Spiel, Adrian Kammlodt traf sofort zum 1:0 und auch wenn Dormagen danach kurzzeitig die Führung übernahm (2:1 und 3:2), ließ sich der TVG nicht beirren und drehte das Ergebnis wieder zu seinen Gunsten. Der Gastgeber tat sich schwer damit, den immer stärker werdenden Frieder Bandlow unter Kontrolle zu bringen und die Gäste gingen in der 13. Spielminute erstmals mit drei Toren in Führung. Doch Dormagen ließ sich nicht abschütteln und nutzte eine doppelte Unterzahl für den 10:10 Ausgleich. Aber auch hier agierte der TV Großwallstadt weiterhin wachsam, legte wieder vor und überstand auch einen weiteren Ausgleich problemlos, um danach die Führung zu übernehmen und diese in die Pause zu transportieren (16:14).

Tolle Abwehrleistung des TVG

Nach dem Seitenwechsel gelang Dormagen erneut der Ausgleich, aber vier Treffer in Folge von Frieder Bandlow sorgten für das 22:18 (39. Spielminute). Allerdings kämpfte auch der Gegner immer weiter, so dass es spielentscheidend war, dass an diesem Tag die TVG-Abwehr eine tolle Leistung zeigte und Torhüter Petros Boukovinas dahinter mit tollen Paraden glänzte. In der Schlussphase wollten die Gäste den Sieg mehr und gewannen verdient.

Durch diesen Erfolg kletterten die Gäste in der Tabelle vom 14. Platz auf Rang neun.

 

Das Bild, das uns der TVG zur Verfügung gestellt hat, zeigt den überragenden Frieder Bandlow.

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, brachte der TV Kirchzell den Spitzenreiter HSG Hanau zwar ins Wanken, am Ende säckelte die HSG aber doch die Punkte ein. Eine bärenstarke Leistung zeigte die HSG Rodgau Nieder-Roden und knöpfte Ferndorf die Punkte ab. Auch der TV Gelnhausen ließ nichts anbrennen und punktete gegen Haßloch.

 

Spannender Kampf in Hanau

Das Spiel zwischen dem Spitzenreiter HSG Hanau und dem Tabellenzehnten TV Kirchzell entschieden die Hausherren nach spannenden und leidenschaftlich geführten 60 Spielminuten am Ende mit 31:28 für sich. 
 
Dabei musste die HSG Hanau auf Leistungsträger und Linkshänder Luca Braun aufgrund einer Fingerverletzung verzichten. Die Kirchzeller kamen ohne Moritz Klenk und auch Maximilian Gläser konnte diesmal nicht aushelfen.
Die Gäste begannen gut und führten nach zwei Spielminuten mit 2:0. Es dauerte bis zur fünften Minute, ehe den Hausherren der erste Treffer gelang. Danach führten einige Unkonzentriertheiten der Gäste dazu, dass die HSG das Ergebnis auf 4:3 zu ihren Gunsten umstellte. Die Zuschauer sahen ein rasantes und kampfbetontes Spiel, in dem beide Mannschaften viel Leidenschaft und Willen an den Tag legten. Nach dem 8:8 (16.)  hatten die Schützlinge von HSG-Trainer Hannes Geist die Nase vorn und ließen keinen Ausgleich mehr zu. Tim Häufglöckner erzielte per Strafwurf den Anschluss (10:9 – 19.). Anschließend folgte für die Kirchzeller eine achtminütige Torflaute, in der die Hanauer auf 14:9 davonzogen. Hinzu kam, dass Joshua Osifo schon nach 20 Minuten die zweite Zeitstrafe auf dem Konto hatte und er in der Abwehr nun aufpassen musste, dass er nicht mit rot das Parkett verlassen musste. Generell waren die mitgereisten TVK-Anhänger nicht sonderlich „amused“ über einige Schiedsrichter-Entscheidungen. Vier Zeitstrafen für den TVK standen in Halbzeit eins eine von Hanau gegenüber. Egal wie, die Kirchzeller hatten Mühe mit den hochgewachsenen Gegnern und der Ball blieb ein ums andere Mal in der HSG-Deckung hängen. Am Ende ging es mit 17:11 für Hanau in die Pause. 
 
Spitzenreiter zieht nach dem Wechsel davon
 
Nach dem Wechsel knüpfte der Spitzenreiter nahtlos an seine Leistung an und innerhalb fünf Minuten stand es 21:12. Dazwischen lag die Rote Karte für Dziugas Jusys nach einem Foul an Tim Häufglöckner. Die Kirchzeller Trainer nahmen die Auszeit, wollten den Lauf des Gegners stoppen. Und wenig später wechselte der TVK seine Torleute. Für Tobias Jörg kam Joshua Löffelmann. Mittlerweile stand es 22:16 und hier hatten die Gäste zweimal die Chance zu verkürzen. Einmal war der Pfosten im Weg, ein anderes Mal ging der Ball neben das Tor. Die HSG hingegen nutzte ihre Chancen, lief einige Gegenstöße und in der 49. Minute stand es 28:21. Wer dachte, das Spiel wäre gelaufen, sah sich getäuscht. Unermüdlich kämpften die Gäste weiter. Sie wehrten sich mit allem was sie hatten und verkürzten auf drei Tore (28:25 – 53.). Nun wurden die Hausherren nervös, erlaubten sich Fehler. Als es nach einem Gerangel am Kreis einen Siebenmeter für Kirchzell gab, verwandelte diesen Tom Spieß eiskalt zum 28:26 (55.) und die HSG nahm die Auszeit. Die Spannung stieg und auf dem Spielfeld wurde es hektisch. Letztlich gewannen die Hanauer verdient mit 31:28 und bauten ihre Spitzenposition aus. „Glückwunsch an Hanau zum verdienten Sieg. Wir haben gut angefangen, dann einige Freie verschossen. Hinzu kamen viele Zeitstrafen in der ersten Hälfte. In der zweiten Hälfte war das Spiel beim 28:19 schon entschieden. Plötzlich sind wir auf zwei dran, bekommen wieder eine Zeitstrafe und dann war das Spiel rum. Am Ende haben wir einige zu viel liegen gelassen.“ Grämen braucht sich der Kirchzeller Trainer nicht, denn seine Jungs haben alles gegeben und sie können mit breiter Brust heimfahren. HSG-Trainer Hannes Geist freute sich über den Sieg, sagte aber: „Wir spielen von der zehnten bis 48. Minute super, haben unsere Hausaufgaben gemacht. Dazwischen bringen wir den Gegner wieder ins Spiel. Das müssen wir uns nochmal genau anschauen, was da passiert ist.“
 
Tom Spieß ragte beim TVK mit 10/6 heraus, gefolgt von Tim Häufglöckner mit 5/1. Bei Hanau trafen Rivic und Bergold am besten. 
 
 
Bärenstarke Leistung der Baggerseepiraten
 
Direkt nach der Schlusssirene des Handball-Spitzenspiels zwischen der HSG Rodgau Nieder-Roden und dem TuS Ferndorf musste man sich große Sorgen um Nils Haus machen. Denn der schmächtige A-Jugendliche, der erstmals bei den „Baggerseepiraten“ an Bord war und gleich ein wichtiges Tor warf, wurde nach dem ebenso überraschenden wie verdienten 30:24-Erfolg der Gastgeber über den Aufstiegsfavoriten vom HSG-Torhüter Marco Rhein in einer Art und Weise „geherzt“, dass einem um das Wohlbefinden des jungen Mannes angst und bange werden konnte.
 
Die durch Verletzungen und Krankheiten gebeutelten Schützlinge von Trainer Jan Redmann hatten eine wirklich beeindruckende Darbietung gezeigt. „Ich bin superstolz, wie die Jungs heute gespielt und gekämpft haben“, konstatierte der Rodgauer Coach folgerichtig im Anschluss an die Galavorstellung, und auch Ferndorfs Trainer Robert Andersson zeigte sich als fairer Verlierer: „Kompliment an Rodgau, die HSG war über 60 Minuten die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen.“
 
Dabei schien von der Papierform rein gar nichts auf diesen Favoritensturz hinzuweisen. Denn das HSG-Lazarett hatte vor dem Duell mit dem ambitionierten Zweitliga-Absteiger aus dem Siegerland weiteren unerwünschten Zuwachs erhalten: Der erst seit Jahresbeginn zum Kader gehörende Ex-Groß-Bieberauer Lucas Eisenhuth hatte sich schon vorige Woche im Spiel bei der TSG Haßloch eine schwere Knieverletzung zugezogen, in der Partie der Landesliga-Herren am Samstagnachmittag erwischte es Rhein-Ersatz Philipp Hoepffner, und zu allem Überfluss fiel mit Henning Schopper auch noch ein wichtiger Rückraum-Akteur kurzfristig krankheitsbedingt aus.
 
„Wir jammern aber nicht über die Fehlenden, sondern versuchen stets, mit den Verbliebenen das Bestmögliche rauszuholen“, betonte Redmann – und seine Spieler setzten diese Vorgabe von Beginn an nahezu optimal um. 4:0 stand es in der fünften Spielminute und nachdem Ferndorf acht Minuten später auf 7:5 verkürzt hatte, sorgten Johannes von der Au mit einem wuchtigen Rückraum-Knaller sowie Filip Brühl mit zwei Tempogegenstoß-Treffern für den unerwarteten 10:5-Vorsprung nach 15 Spielminuten und zur Pause stand es weiterhin fünf Tore vor.
 
Dieser Vorsprung hatte auch in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel Bestand. Danach unterliefen den Gastgebern ein paar Fehlwürfe, und Ferndorf kämpfte sich auf 23:23 (48.) heran. Nun schien den Rodgauern die Kraft zu schwinden und die Partie zu kippen – aber das Gegenteil war der Fall. Zwei Treffer von Kreisläufer Florian Stenger sowie der Premierentreffer von Nils Haus in der dritten Liga aus unmöglichem Winkel von Rechtsaußen ließ bei den „Redmännern“ wieder die Überzeugung reifen, dass sie dieses Spiel tatsächlich gewinnen können.
 
Und so rührten sie in der Abwehr, in der alle HSG-Cracks aufopferungsvoll kämpften, aber Niklas Geck, Philipp Keller und Philip Wunderlich einmal mehr herausragten, Beton an und ließen bis zur Schlusssirene nur noch ein Törchen der Gäste zu.
 

TV Gelnhausen feiert Big-Point-Sieg gegen Haßloch

Der TV Gelnhausen bleibt auf Kurs. Die Barbarossastädter bezwangen die TSG Haßloch mit 30:24 (12:11) und machten damit einen wichtigen Schritt Richtung Qualifikation zur Pokalrunde.

„Die Mannschaft wollte nach der Derby-Niederlage in der Vorwoche gegen Hanau unbedingt zeigen, dass sie es kann und machte heute ungewohnt viele Fehler. Daher war der Einstieg etwas zäh. Doch mit einer tollen kämpferischen Leistung und zwei starken Torhütern haben wir heute das Spiel zu unseren Gunsten entschieden“, sagte TVG-Trainer Matthias Geiger.

Es dauerte bis zur achten Minute, ehe Gelnhausen das erste Tor gelang. Yannik Mocken erlöste seine Mannschaft mit dem Treffer zum 1:1. Insbesondere Alex Bechert war es zu verdanken, dass der TVG nicht schnell in Rückstand geriet. Mit Glanzparaden in Serie hielt er sein Team in der Anfangsphase auf Kurs. Da aber auch sein Pendant auf Haßlocher Seite Marco Bitz einen Sahnestart erwischt hatte, war die Anfangsphase extrem torarm.

Nach 15 Minuten traf Aktivposten Jannik Geisler zum 4:3 und sorgte für die erstmalige Führung des TVG. In der Folgezeit konnten sich Benjamin Wörner und Co. zwischenzeitlich absetzen. Als Kapitän Jonathan Malolepszy nach 21 Minuten einen Siebenmeter zum 10:5 verwandeln konnte, schien der Gastgeber bereits auf die Siegesstraße einzubiegen.

Doch zwei Strafzeiten für die Heimmannschaft nutzte die routinierte Mannschaft aus Haßloch gekonnt aus und kam wieder heran. Zur Pause führte der TVG beim Stande von 12:11 lediglich mit einem Treffer. „Wenn wir Fehler gemacht haben, war Haßloch sofort zur Stelle“, sagte Geiger anerkennend. Allerdings fand der Coach in der Pause offenbar die richtigen Worte. „Wir haben uns gesagt, dass wir rausgehen und klarmachen, wer heute als Sieger das Feld verlassen wird“, sagte Geiger hinterher.

Und so kam es dann auch. Im zweiten Durchgang stand Julian Lahme zwischen den Pfosten und ähnlich wie sein Teamkollege Bechert vernagelte er insbesondere in der Anfangsphase seinen Kasten. Zwar gelang Lino Messerschmidt in der 36. Minute mit seinem Treffer zum 13:13 noch einmal der Ausgleich für Haßloch, doch dann kam der TVG-Express erstmals so richtig ins Rollen.

Mit fünf Toren in Folge innerhalb von sechs Minuten schraubten die Gastgeber das Ergebnis auf 18:13 und sorgten so für eine Vorentscheidung. In dieser Phase entschärfte entweder Lahme die Torversuche der TSG oder seine Vorderleute nutzen technische Fehler aus. Mit schnellen Kontern zogen sie so den ersatzgeschwächten Gästen den Zahn, die nicht mehr die Kraft hatten, diesen Rückstand aufzuholen.

 

Die Bilder haben uns Gelnhausen und Nieder-Roden zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Den Artikel über Kirchzell habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Es bleibt dabei. Handball-Zweitligist TV Großwallstadt kann gegen den Rivalen Wölfe Würzburg einfach nicht mehr gewinnen. Das siebte Spiel in Folge musste der TVG im Derby verloren geben.

Dabei hatte sich das Team um Trainer Slava Lochman viel vorgenommen. Am Ende reichte es einmal mehr nicht, denn das Schlusslicht der Tabelle zeigte sich willenstark und unglaublich kämpferisch. Der TVG kam weder in der Abwehr noch im Angriff so richtig in Tritt.

Der Gastgeber übernahm sofort die Führung und lag in der achten Spielminute schon mit 6:2 vorne, wobei der TVG bis dahin schon vier Tempogenegenstöße gegen sich hinnehmen musste. Als Frieder Bandlow dann per Siebenmeter den 10:9-Anschlusstreffer erzielte, keimte wieder etwas Hoffnung auf. Diese machte aber der überragende Steffen Kaufmann schnell zunichte und seine Mannschaft ging mmit 18:15 in die Pause.

In der zweiten Spielhälfte fanden beide Mannschaften ihren Rhythmus zunächst gar nicht und von der 36. bis 41. Minute gelang beiden Teams kein Treffer. Dann war es der TV Großwallstadt, der mit dem 21:19 durch Dino Corak noch einmal ein Aufbäumen zeigte, doch in der Folge produzierten die Blau-Weißen wieder zu viele Fehler und Ungenauigkeiten im Abschluss, so dass der Gegner am Ende einen verdienten 32:27 Sieg einfuhr.

Die Gäste scheiterten an dem Tag nicht nur an sich selbst, sondern immer wieder am gegnerischen Torhüter Andreas Wieser, der eine sehr starke Vorstellung ablieferte. Dreh- und Angelpunkt war aber Steffen Kaufmann, der mit zehn Toren und neun Assists unumstritten der Spieler des Tages war und seinem ehemalige Verein eine schmerzliche Niederlage zufügte.

 

Morgen geht es zum Nachholspiel nach Dormagen

Lange über die Niederlage nachdenken kann der TVG nicht, denn bereits am morgigen Dienstag geht es zum Nachholspiel nach Dormagen. Die Mannschaft um Trainer Matthias Flohr steht aktuell auf dem zwölften Platz der Tabelle, die Unterfranken liegen mit einem Spiel und einem Punkt weniger auf Platz 14.

Der TSV Bayer Dormagen konnte aus den letzten fünf Spielen sechs Punkte holen und setzten sich am vergangenen Wochenende gegen den HC Empor Rostock durch. Die Gäste haben sich viel vorgenommen, wollen die Niederlage in Würzburg schnell vergessen machen und an die Leistungen zu Saisonbeginn anknüpfen.

Auch wenn die Vorbereitungszeit auf das morgige Spiel nur sehr kurz ist, wird Trainer Slava Lochman sein Team so gut es geht auf den Gegner einstellen. Der TSV ist in sich sehr ausgeglichen und verfügt über Spieler mit viel Erfahrung.Wichtig wird es dabei sein, das starke Brüderpaar Ian und Patrick Hüter, die zuletzt bei der WM für die USA aufgelaufen sind,  in den Griff zu bekommen und sich vor allem auch nicht zu viele Tore vom jungen Rechtsaußen Jan Reimer oder Andre Meuser auf Rückraum rechts einzufangen. Dormagens Torhüter-Gespann Martin Juzbasic und Christian Simonsen hat im Verlauf der Saison bisher gute Leistungen gezeigt.

Bleibt abzuwarten, ob beim TVG alle fit sind und das Derby gut verkraftet haben.

 

Das Bild von Adrian Kammlodt hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Oberligist Falken HSG Bieberau-Modau treibt seine Personalplanungen für die neue Saison voran und hat vom Ligakonkurrenten MSG Umstadt/Habitzheim Rückraumschütze Dennis Weit verpflichtet.

Der Top-Torjäger wechselte zu Beginn der Saison vom Zweitligisten TV Großwallstadt zur MSG Umstadt/Habitzheim und spielt nun in der kommenden Runde in Groß-Bieberau. Der 25-jährige Vollblut-Sportler erzielte bei der MSG bisher in 15 Spielen 136 Tore und führt die Torschützenliste in der Oberliga an. Am kommenden Sonntag gegen Baunatal kommen sicher noch einige Treffer hinzu…

Dennis wurde in Obernburg geboren und erlernte dort auch das Handballspielen, wobei ihn sein Weg schnell in die Jugendakademie des TV Grosswallstadt führte. Dort wurde er weiter professionell ausgebildet und startete seine Karriere im Aktivenbereich mit Engagements unter anderem beim Drittligisten TV Kirchzell, dem damaligen Zweitligisten Eintracht Hildesheim, TV Gelnhausen (3. Liga) und dem TV Grosswallstadt.

Dennis freut sich auf die neue Herausforderung

Der Marketing-Student sagt: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung in einem Traditionsverein mit klaren Strukturen und Perspektiven. In Groß-Bieberau wird extrem leidenschaftlich in familiärer Atmosphäre und noch dazu professionell, gearbeitet. Die Mannschaft ist top besetzt und gemeinsam mit den Jungs will ich die Ziele des Vereins voran bringen.“

Nach der vergangenen Runde als der Wechsel von Dennis vom Zweit- zum Oberligisten feststand, fragten sich viele nach dem Warum. Denn von der zweiten Liga in die Oberliga war schon extrem. Er klärt uns auf und sagt: „Es hatte rein sportliche Gründe. Ich habe im Zuge meines Studiums ein Praxissemester angefangen, hab derzeit eine 35 Stunden-Woche und das lässt sich mit Profihandball nicht vereinbaren. Aufhören wollte ich natürlich auch nicht ganz, also war das Jahr vierte Liga für mich die beste Lösung.“ Dennis, der in Aschaffenburg an der TH studiert und mittlerweile auch in Aschaffenburg wohnt, arbeitet in einer Marketing Agentur und hat am 03. März seinen letzten Arbeitstag. Das Angebot von Groß-Bieberau kam zur rechten Zeit und der sympathische Sportler will dem Verein helfen, wieder in die dritte Liga aufzusteigen.

Seine schönste Zeit war beim TV Großwallstadt und er sagt: „Damals war ich 17/18 Jahre alt und ich hab die Insolvenz hautnah mitbekommen. Doch das hat mich geprägt und hat mir geholfen in meiner Entwicklung. Damals haben wir alle gelernt, dass wir immer weiter kämpfen müssen.“ Er beschreibt seinen schönsten Moment, als er mit dem TVG nach drei Tagen ohne Training nach Emsdetten gefahren ist. „Es waren sehr viele Zuschauer in der Halle und die haben uns ausgebuht. Damals haben Felix Spross und ich vom damaligen Trainer Maik Handschke viele Spielanteile bekommen. Ich war 17 und spielte das erste Jahr A-Jugend-Bundesliga. Ich durfte 30 Minuten spielen und habe fünf Tore geworfen. Das weiß ich noch wie heute, denn das sind so Momente, die dich prägen.“ Viele werden sagen, dass dies doch sicher kein schöner Moment war, doch für Dennis war es prägend für seine weitere Entwicklung.

Die Vorfreude auf Groß-Bieberau ist groß, doch jetzt freut er sich erst einmal darauf, mit Groß-Umstadt die Runde gut zu Ende zu bringen. „Es könnte besser für uns laufen, aber man muss auch sagen, dass wir immer wieder mit Verletzungspech zu kämpfen haben. Wir werden nochmal alles geben, um einen guten Abschluss hinzubekommen“, sagt der sympathische junge Mann.

Wir wünschen ihm viel Erfolg auf seinem weiteren Weg und freuen uns, zeitnah wieder über ihn berichten zu dürfen.

Das Bild hat uns Dennis zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Am Samstag kommt es in der zweiten Handball-Bundesliga zum Unterfrankenderby zwischen Wölfe Würzburg und dem TV Großwallstadt.

Es ist ein richtungsweisendes Duell für beide Mannschaften, denn der TV Großwallstadt möchte mit einem Sieg ins neue Jahr starten und im letzten Spieltag der Hinrunde gleich zwei Punkte einfahren, um in der Tabelle wichtige Punkte nach unten gut zu machen. Und natürlich möchte das Team um Neu-Trainer Vyacheslav Slava Lochmann beweisen, dass es den Trainerwechsel gut verkraftet und sich in den letzten zwei Wochen spezifisch auf den Gegner vorbereitetet hat.

Die Wölfe hingegen müssen auf einen Erfolg in diesem brisanten Derby hoffen, da sich die Mannschaft um Trainer Julian Thomann aktuell auf dem letzten Platz der Tabelle befindet und im Kampf um den Klassenerhalt angekommen ist. Vorbereitet hat sich das unterfränkische Team in einem Trainingslager auf Sizilien, wo das Wolfsrudel gegen A.S.D. Albatro Teamnetwork Siracusa einen hohen Sieg im Testspiel eingefahren hat.

Aber auch die Gäste haben ihre Hausaufgaben gemacht. Im Testspiel gegen Hüttenberg gewannen sie mit 34:32 und Trainer Slava Lochman konnte in diesem Spiel erstmals wieder auf Adrian Kammlodt zurückgreifen, der seine Sprunggelenksverletzung auskuriert hat.

TVG kann nicht vollzählig antreten

Fehlen werden allerdings weiterhin Görkem Bicer aufgrund seiner Kreuzbandruptur und Torhüter Jan-Steffen Minerva wegen einer Operation an der rechten Hand. Auch der Einsatz von Nachwuchs-Keeper Julian Ohm ist noch ungewiss, da er erst seit dieser Woche wieder langsam ins Training eingestiegen ist. Auf Linksaußen wird Kapitän Florian Eisenträger wieder im Kader stehen, der seine Leistenprobleme überwunden hat, Ievgen Zhuk hingegen muss aufgrund einer Schambeinentzündung pausieren.

Ein Wiedersehen geben wird es mit den ehemaligen TVG-Spielern Patrick Schmidt, Steffen Kaufmann und Andreas Wieser. Vor allem Schmidt und Kaufmann stellen ihre Qualitäten immer wieder unter Beweis und Wieser ist – zusammen mit seinem Kollegen Jonas Maier –  ein starker Rückhalt im Tor.

Dennoch haben sich die Gäste diesmal vorgenommen, nun endlich den Derbyfluch zu besiegen und nach insgesamt sechs verlorenen Partien am Stück als Sieger aus der Partie hervorzugehen. Dies dürfte gar nicht so abwegig sein, wenn der TVG seine Leistung abruft und die Einstellung stimmt. Dafür wird Trainer Slava Lochman sicher sorgen.

 

Das Bild von Mario Stark hat uns der TVG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank hierfür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, treffen am Sonntag Tabellenführer HSG Hanau und der TV Kirchzell aufeinander. Die HSG Rodgau Nieder-Roden steht gegen Ferndorf vor einer hohen Hürde und der TV Gelnhausen empfängt die TSG Haßloch.

Weiter spielen: mHSG Friesenheim-Hochdorf II – VfL Gummersbach II, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – VTV Mundenheim, DJK Waldbüttelbrunn – HG Saarlouis, TuS Dansenberg – HSG Pohlheim.

 

TV Kirchzell muss zum Tabellenführer

Vergangene Woche fuhr der TV Kirchzell beim VTV Mundenheim einen souveränen und auch in dieser Höhe verdienten Sieg ein und hat sich in der Tabelle auf den zehnten Platz geschoben. Nach 19 Spielen stehen nun 15:23 Punkte an. TVK-Trainer Alex Hauptmann sagte: „Ich hab unseren Jungs vor dem Mundenheim-Spiel gesagt, dass wir heute die Möglichkeit haben, die Tabelle etwas durcheinander zu werfen. Das ist uns mit dem Sieg gelungen.“ 
 
Doch Ausruhen auf dem Erfolg ist nicht drin, denn am Sonntag steht das nächste Spiel an. Und da steht den Kirchzellern mit dem Primus der Liga ein anderes Kaliber als in Mundenheim gegenüber. Bei der HSG Hanau hängen die Trauben richtig hoch. Mit 33:5 Punkten und 19 Spielen steht die Mannschaft von Trainer Hannes Geist völlig zurecht auf Platz eins der Tabelle. So wie es momentan ausschaut, werden in der Staffel Süd-West der TuS Ferndorf und die Hanauer in die Aufstiegsrunde zur zweiten Liga einziehen. 
 
Die letzten neun Begegnungen hat die HSG allesamt für sich entschieden. Die letzte Niederlage resultiert vom November 2022. Damals verlor Hanau in Ferndorf mit 24:25. Trainer Hannes Geist hat einen ausgeglichen besetzten Kader beisammen, in dem sich jeder seiner Aufgabe bewusst ist. Mit Can Adanir im Tor, Luca Braun, Max Bergold, Dennis Geist, Jan-Eric Ritter oder Jonas Ahrensmeier stehen bärenstarke Akteure im Team. Die Liste der weiteren Leistungsträger ließ sich beliebig fortsetzen. Doch Alex Hauptmann sagt trotz der Dominanz des Gegners: „Wir fahren ohne Angst dahin. Wir müssen unsere Leistung abliefern und das zeigen, was wir können. Unsere Jungs haben sich super in der Tabelle hinten rausgespielt und wir wollen auch in Hanau Farbe bekennen. Also müssen wir auf dem Level weiterspielen.“ Der Coach kann im Moment auch im Training aus dem Vollen schöpfen und die Zeiten, in der es in der Trainingshalle ganz viel Platz aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen gab, sind aktuell vorbei. „Wir nehmen den Schwung der letzten Spiele mit nach Hanau und wollen uns dort von unserer besten Seite zeigen“, so Hauptmann. 
 
Luca Braun, einer der Leistungsträger der HSG, meinte vor der Partie: „Wir wissen, dass der Tabellenplatz von Kirchzell nicht dem entspricht, was sie können. Für sie geht es um den Klassenerhalt und sie werden alles reinwerfen. Wir dürfen das Spiel keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, sondern müssen an unsere letzten Leistungen anknüpfen. Dann stehen unsere Chancen gut, das Spiel erfolgreich für uns zu gestalten.“ Das Hinspiel im Oktober gewann die HSG mit 27:21.
 

Auch HSG-Trainer Hannes Geist sagt: „Wir dürfen uns gegen den TVK einfach keine Schwächephase erlauben und müssen unsere optimale Leistung abrufen. Dann werden wir nach 60 Minuten sehen, wozu es gereicht hat.“ Gerade die Wichtigkeit der eigenen Deckungsleistung hob der Coach hervor, denn die individuelle Stärke von Tim Häufglöckner, dem zweitligaerfahrenen Tom Spieß und Leon David sorge auf Seiten der Gäste immer wieder für Torgefahr. Mit 98 Treffern ist Häufglöckner an achter Position der Torschützenliste zu finden und der erfolgreichste Werfer seiner Mannschaft.

„Damit ist klar, dass wir ihnen abwehrtechnisch unser Spiel aufzwingen müssen“, meint Geist. „Dass sie erst gar nicht in ihre Wurfpositionen kommen.“ Gerade die beide Rückraumshooter Joshua Osifo und Michael Meyer-Ricks sind dafür bekannt, auch einmal aus der Distanz sehr ordentlich zu verwerten. Zudem hob Geist die gefährliche Achse um Kreisläufer David und Allrounder Häufglöckner hervor.

 

TV Gelnhausen erwartet Haßloch zum wichtigen Spiel

Am prestigeträchtigsten war sicher das Derby gegen die HSG Hanau in der vergangenen Woche. Doch das vorerst wichtigste Spiel der Saison steht dem TV Gelnhausen jetzt bevor. Erneut in eigener Halle empfangen die Barbarossastädter am Samstag die TSG Haßloch. Es ist das Duell Dritter gegen Vierter und ein wegweisendes Spiel im Kampf um den Einzug in die Pokalrunde.

„Dieses Spiel ist sehr wichtig für uns. Mit einem Erfolg können wir uns etwas absetzen“, weiß Trainer Matthias Geiger, was auf dem Spiel steht. Haßloch erwischte keinen guten Start ins neue Jahr. Aufgrund von einigen Verletzungen konnte man nicht auf die volle Mannschaftsstärke zurückgreifen und musste drei Niederlagen in Folge hinnehmen, zuletzt zu Hause gegen die HSG Rodgau-Nieder-Roden. Entsprechend motiviert dürften die Gäste in die Barbarossastadt reisen. Mit einem Sieg würden sie den TVG von Platz drei verdrängen.

„Haßloch steht nicht umsonst auf Platz vier. Sie hatten zwar eine kleine Schwächephase, aber besitzen nach wie vor einen Kader mit jeder Menge individueller Klasse. Außerdem sind sie uns körperlich überlegen. Auch das Hinspiel war eine sehr enge Kiste. Wir wissen also, was auf uns zukommt. Im Vergleich zur Vorwoche müssen wir uns in der Abwehr deutlich steigern“, weiß Geiger, dass auf seine Mannschaft Schwerstarbeit zukommen wird.

Dennoch ist dem Trainer nicht bange. Im Gegenteil. Er vertraut seiner Mannschaft, die bis dato in jedem Spiel stets alles in die Waagschale geworfen hat. Personell kann er dabei auf den gleichen Kader setzen wie in der Vorwoche. Also wird auch Jonathan Malolepszy mit an Bord sein. Der Kapitän gab gegen Hanau nach langer Verletzungspause ein eindrucksvolles Comeback und war mit acht Toren gleich bester Werfer seines Teams.

 

Rodgau mit Rückenwind gegen Ferndorf

Mit Rückenwind geht es für die HSG Rodgau Nieder-Roden in die Partie gegen den Titelaspiranten TuS Ferndorf. Das Team von Trainer Robert Andersson dominierte lange die Liga, ehe gerade die TSG Haßloch die Erfolgsserie beendet und beide Punkte aus dem Siegerland entführte. Kurz vor Weihnachten leistete man sich zudem noch einen Ausrutscher, verlor knapp in Dutenhofen und liegt inzwischen punktgleich mit Hanau auf Rang zwei der Tabelle. Der Restart in 2023 ist jedoch mehr als geglückt, in Friesenheim (22:35) und gegen Dansenberg (42:27) siegte man deutlich und lässt damit keinen Zweifel am Willen zum Aufstieg und der Rückkehr in die zweite Liga aufkommen. Vor allem die Defensive mit Routinier Lucas Puhl zwischen den Pfosten wusste zuletzt zu überzeugen und wird auch die Rodgauer am heutigen Samstagabend vor enorme Probleme stellen. Im Angriff gilt es nicht nur auf den jungen Rückraumshooter Marvin Mundus und den bosnischen Rechtsaußen Josip Eres zu achten. „Ferndorf hat ohne Frage den am besten besetzten Kader zur Verfügung, alle Positionen sind mit bundesligaerfahrenen Spielern doppelt besetzt. Das wird eine Herkulesaufgabe für uns“, so Trainer Redmann im Vorfeld der Partie.

Auf Seiten der Baggerseepiraten scheint man die richtigen Lehren aus den letzten beiden Heimspielen gezogen zu haben. Vor allem im Angriff zeigte man sich deutlich verbessert und ließ wieder den Spielwitz erkennen, für den die Baggerseepiraten gefürchtet sind. Gerade über Linksaußen war man dieses Mal besonders erfolgreich (11 Treffer), doch leider kehrte Lucas Eisenhuth mit einer Knieverletzung vom Gastspiel in Haßloch zurück und steht für den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung. Weiterhin verzichten muss Trainer Jan Redmann zudem auf Ketil Horn, Lars Spiess (Schulterverletzung) und Felix Mann (Muskelfaserriss), ansonsten stehen alle Spieler zur Verfügung.

 

 

Das Bild hat uns die HSG Hanau zur Verfügung gestellt. Danke hierfür.

 

Den Artikel über Kirchzell habe ich auch für meine Heimatzeitung Main Echo geschrieben.

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt hat heute eine wichtige Vertragsverlängerung verkündet. Finn Wullenweber wird auch in der Saison 2023/24 im Trikot des TVG auflaufen und zusammen mit Adrian Kammlodt weiterhin das Duo auf der Rückraum linken Position bilden.

Dass Finn Wullenweber am Untermain bleiben wird, ist für den TVG eine enorm wichtige Personalie. Der junge Hanseate hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten stark entwickelt, ist mit 77 Toren nicht nur der Top-Torschütze des Vereins, sondern auch ein absoluter Sympathieträger.

TVG-Geschäftsführer Michael Spatz freut sich sehr über die Entscheidung des Rückraumspielers: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass Finn uns mindestens eine weitere Saison erhalten bleibt. Er hat in den letzten Monaten gezeigt, dass er für uns ein sehr bedeutender Spieler im Team ist. Sowohl in der Abwehr im Innenblock als auch im Angriff ist er ein wichtiger Faktor in unserem Spiel. Ihn zu ersetzen wäre nicht einfach gewesen. Dass er unser Angebot anderen Vereinen vorgezogen hat, zeigt, dass wir hier in Großwallstadt einiges richtig machen und wir auf einem sehr guten Weg sind.“

Auch Finn Wullenweber ist vollends zufrieden mit seiner Entscheidung: „Ich freue mich sehr, auch weiterhin für den TVG zu spielen, da ich aktuell sehr glücklich hier bin und mich hier sportlich und menschlich super weiterentwickeln kann. Zudem macht es mir großen Spaß, jedes Wochenende mit so einem tollen Team auf der Platte zustehen.“

Der 1.96 Meter große Spieler wurde am 12. November 1997 in Hamburg geboren und begann mit fünf Jahren mit dem Handballspielen beim MTV Ashausen. 2009 wechselte er zur SG Luhdorf/Scharmbeck, bevor er sich ein Jahr später dem HSV Hamburg anschloss. Dort durchlief er ab der C-Jugend alle Mannschaften, bevor er 2016 erstmals in der dritten Liga auflief. 2018 feierte er mit dem Verein den Aufstieg in die zweite Liga, 2021 dann in die Bel Etage. Seit dem 01. Juli 2022 steht er beim TV Großwallstadt unter Vertrag, unterschrieb jetzt bis Juni 2024 mit der Option für eine weitere Saison.

Das Bild, das uns der TVG zur Verfügung gestellt hat – danke hierfür -, zeigt Finn Wullenweber zusammen mit den beiden TVG-Geschäftsführern Stefan Wüst und Michael Spatz.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

In der dritten Handball-Liga, Staffel Süd-West, konnte die HSG Hanau das Spitzenspiel gegen den TV Gelnhausen für sich entscheiden und bleibt damit an der Tabellenspitze. Die HSG Rodgau Nieder-Roden gewann in Haßloch und der TV Kirchzell entschied die Partie in Mundenheim souverän für sich.

 

Baggerseepiraten holen ersten Sieg im Jahr 2023

Die HSG Rodgau Nieder-Roden setzte sich überraschend deutlich mit 36:28 bei der TSG Haßloch durch und der Sieg fiel deutlicher als erwartet aus. Schließlich trat die auf Rang fünf notierte Mannschaft von Trainer Jan Redmann beim Tabellenvierten nicht gerade als Favorit an, auch wenn die Pfälzer zuletzt zwei heftige Derbypleiten hatten einstecken müssen. Zudem hatten die Rodgauer im Hinspiel selbst mit 22:24 den Kürzeren gezogen. Und zunächst schien es auch so, als sollte die Turn- und Sportgemeinde erneut zum Stolperstein für die Südhessen werden, denn die Gastgeber lagen in der achten Spielminute mit 4:2 in Führung und agierten nach einer Zwei-Minuten-Strafe für die Gäste überdies in Überzahl.

Doch dann begannen die „Simon-Brandt-Festspiele“. Der an diesem Abend sehr starke und brandgefährliche Rückraumspieler, der allein im ersten Durchgang sechs seiner insgesamt acht Treffer erzielte, traf dreimal binnen drei Minuten und weil zudem noch Lucas Eisenhuth in dieser Phase seine erste von ebenfalls acht „Buden“ bejubeln konnte, hatten die „Redmänner“ in der zwölften Spielminute mit 6:4 selbst die Nase vorn und zwangen TSG-Trainer Andreas Reckenthäler zur ersten Auszeit. Die aber sollte weitgehend wirkungslos verpuffen. Bis zum 10:8 (17.) hatte nämlich der Zwei-Tore-Vorsprung für die Jungs um Kapitän Marco Rhein weiter Bestand, und danach gelangen ihnen vier Treffer in Folge zur beruhigenden 14:8-Führung, die bis zur Halbzeit sogar noch auf 19:11 ausgebaut werden konnte.

„Wir hatten also zur Pause schon mehr Tore geworfen als letzte Woche im gesamten Spiel gegen Gelnhausen“, zeigte sich Jan Redmann sehr zufrieden mit dem rundum gelungenen Auftritt seiner Mannschaft gegen einen „starken Gegner, der alles versuchte, um sich für die beiden vorangegangenen hohen Niederlagen zu rehabilitieren“. Allerdings hatten die Gäste immer die passende Antwort parat. „Ich freue mich sehr über eine wirklich überzeugende Teamleistung mit tollem Tempospiel, einer starken Abwehr mit den Aktivposten Philipp Keller, Philip Wunderlich und Niklas Geck sowie einem ebenso guten Torwart dahinter“, war der Rodgauer Coach voll des Lobes über die eindrucksvolle Darbietung seiner Schützlinge.

Die kassierten nach dem Seitenwechsel zwar zunächst zwei Gegentreffer, doch im Anschluss kontrollierte die HSG souverän das Geschehen und ließ den Gegner nie näher als auf sechs Tore Differenz herankommen. Vielmehr agierten die Redmann-Schützlinge sehr konzentriert und verbuchten in der 53. Spielminute erstmals eine Zehn-Tore-Führung (32:22). Damit war die Partie entschieden und bis zur Schlusssirene gelang den Gastgebern nur noch eine kleine Ergebniskorrektur.

Aus einem sehr guten Kollektiv ohne Schwachstelle hob der HSG-Trainer neben dem überzeugenden Brandt noch den vor allem in Hälfte zwei kaum zu stoppenden siebenfachen Torschützen Johannes von der Au sowie Henning Schopper hervor, der nicht nur selbst vier Treffer zum Sieg beisteuerte, sondern laut Redmann „auch immer wieder seine Mitspieler gekonnt einsetzte und somit bestimmt an zwei Dritteln unserer Tore beteiligt war“. Ein Extralob hatte der Coach ferner für den treffsicheren Linksaußen Eisenhuth parat, mit dem aber auch ein gewaltiger Wermutstropfen in dieser aus HSG-Sicht so erfreulich verlaufenen Partie verbunden ist. Denn: Der erst seit Jahresbeginn zum Kader gehörende Ex-Groß-Bieberauer hat sich aller Voraussicht nach bei seinem letzten Tor eine schwere Knieverletzung zugezogen.

 

Gelnhausen verliert Spitzenspiel nach großem Kampf

Gewonnen hat zwar die HSG Hanau, doch der Sieger war der Handball in Gelnhausen. 1200 Zuschauer sahen am Samstagabend das mit Spannung erwartete Derby und bildeten einen fantastischen Rahmen für ein packendes Handballspiel. Am Ende verlor zwar der TV Gelnhausen mit 31:36 (15:16) gegen die Grimmstädter, aber die Fans feierten nach dem Spiel ihre Mannschaft und jeder Besucher genoss diesen großen Handballabend.

Eine tolle Geste zeigten die Spieler des TV Gelnhausen unmittelbar vor dem Anpfiff. Alle Akteure trugen beim Einlaufen ein T-Shirt mit der Nummer acht auf der Brust. Ein Gruß an ihren Teamkollegen Philipp Schenk, der sich vor einer Woche das Wadenbein gebrochen hatte und das Spiel aus dem Krankenbett mitverfolgen musste. Auf dem Platz boten beide Mannschaften 60 Minuten rassigen Tempo-Handball, bei dem die Hanauer die etwas reifere Spielanlage zeigten und letztlich verdient den Sieg für sich verbuchen konnten. Das im Vorfeld prognostizierte Duell zwischen den beiden Ausnahme-Torhütern Julian Lahme und Can Adanir fiel indes aus. Beide erwischten keinen guten Tag und wurden früh durch Alexander Bechert bzw. Fabian Tomm ersetzt.  

„Meine Mannschaft hat heute einen tollen Kampf gezeigt und alles auf dem Feld gelassen. Am Ende hat es einfach nicht gereicht. Hanau hat keine Schwäche gezeigt und seine Sache sehr gut gemacht. Das muss man anerkennen“, zeigte sich TVG-Coach Matthias Geiger nach der Partie als fairer Verlierer.

Jonathan Malolepszy, der gegen Hanau sein Comeback nach langer Verletzungspause feierte und vom Fleck weg ein starkes Spiel zeigte, brachte die Rotweißen mit 1:0 in Führung. Doch die Gäste konterten schnell. Mit einem 5:1-Lauf setzten sie sich bereits nach zwölf Minuten auf 7:3 ab und man musste befürchten, dass der Tabellenführer mit der jungen Gelnhäuser Mannschaft kurzen Prozess machen würde. Doch Geiger nahm in der Folge eine Auszeit und stellte seine Mannschaft neu ein. Und tatsächlich: Angefeuert von den Fans schüttelten sich Benjamin Wörner und Co. kurz durch und konterten zurück. Jannik Geisler erwischte einen kleinen Lauf und hatte mit drei Treffern großen Anteil daran, dass es nach 24 Minuten plötzlich 12:12 stand. Die Hölle Süd kochte und der Lärmpegel nahm noch einmal zu, als Yannik Mocken in der 26. Minute tatsächlich die Führung erzielen konnte.

Zwar hielt diese nicht lange an und man ging mit einem 15:16-Rückstand in die Kabine, doch der TVG agierte bis dahin tatsächlich auf Augenhöhe mit dem Spitzenreiter. Im zweiten Abschnitt ging es in hohem Tempo weiter hin und her. Hanau hatte meist mit zwei Toren die Nase vorn und ließ die Gastgeber maximal auf einen Treffer herankommen. Als Maximilian Bergold (51.) und Denis Gerst (52.) mit einem Doppelschlag auf 30:26 erhöhen konnten, war die Vorentscheidung zugunsten der Hanauer gefallen, die sich in der Schlussphase nicht mehr die Butter vom Brot nehmen ließen.

 

Kirchzell lässt Mundenheim keine Chance

Einen enorm wichtigen 32:22-Sieg holte sich der TV Kirchzell beim Aufsteiger VTV Mundenheim und dieser Erfolg war auch mit dem Ergebnis von 32:22 voll und ganz verdient. Damit haben sich die Odenwälder in der Tabelle auf den zehnten Platz geschoben und Mundenheim einen Rang hinter sich gelassen. Allerdings haben diese auch ein Spiel weniger. Doch das war am Samstagabend jetzt erst einmal nicht ganz so wichtig. Wichtiger war, wie der TVK sich in Mundenheim präsentiert hat. Von Anfang an agierten die Gäste sehr konzentriert und konsequent, kamen dementsprechend gut in die Partie. Der guten Körpersprache ließen die Kirchzeller Taten folgen und führten schnell mit 3:1 und 8:4. Mundenheim nahm nach 15 Minuten seine erste Auszeit. Gebracht hat es nichts, denn der TVK agierte weiterhin sehr souverän und baute seinen Vorsprung auf 15:7 (26.) aus. Zu diesem Zeitpunkt nahmen die Hausherren ihre zweite Auszeit. Doch egal, was auch immer sie probierten, der TVK hatte stets die bessere Antwort parat und ging verdient mit 17:8 in die Pause.

Nach dem Wechsel gelang dem VTV zwar das erste Tor zum 9:17. Doch die Odenwälder bauten ihren Vorsprung schnell auf zehn Treffer aus (20:10 – 36.) und hielten diesen fast durchgängig. Zwar wehrten sich die Gastgeber nun etwas mehr, aber sie konnten dem Gegner in keiner Phase des Spiels auch nur annähernd das Wasser reichen. In der Schlussphase ging der VTV zu einer etwas offensiveren Abwehr über. Auch hier hatte der TVK die passende Antwort parat und ließ nichts mehr anbrennen. TVK-Trainer Andi Kunz gab jedem Spieler seine Anteile, ließ auch die Jungen Louis Hauptmann und Julius Mattern spielen. Letzterer erzielte in der 59. Minute sein erstes Drittliga-Tor zum 31:22. Den Schlusspunkt setzte Tim Häufglöckner per Siebenmeter. „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Wir haben den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen, waren gut eingestellt und nichts konnte uns überraschen. Auch die offensivere Abwehr in den Schlussminuten brachte uns nicht aus der Ruhe und unser Sieg war sehr verdient“, freute sich Andi Kunz mit seinen Jungs. 

 

 

Das Bild hat uns der TV Gelnhausen zur Verfügung gestellt. Danke dafür.

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Christos Erifopoulos, Rückraumspieler beim Handball-Zweitligisten HSG Konstanz hat seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert – unabhängig von der Liga.

Als der in Erlenbach am Main geborene Christos, der griechische Wurzeln hat, im Sommer 2021 an den Bodensee wechselte, verletzte er sich zuvor im Training beim Erstligisten FA Göppingen unglücklich. Diagnose: Kreuzbandriss. Für den 23-Jährigen ein Schock. Doch mit viel Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und Wille kämpfte er sich auf das Spielfeld zurück. “Seit etwa einem halben Jahr trainiere ich wieder regelmäßig und ich denke mittlerweile gar nicht mehr an mein Knie”, sagt der sympathische junge Mann, der aber auch zugibt, dass er die schwere Verletzung am Anfang bei gewissen Bewegungen schon noch im Hinterkopf hatte. Das alles ist Schnee von gestern, denn Christos und seine Spielfreude sind zurück auf dem Parkett und in ihm stecken eine große Portion Spielwitz und Potenzial, die nur darauf warten, abgerufen zu werden.

Kampf um den Klassenerhalt

In der in ein paar Tagen beginnenden Rückrunde der Saison 2022/23, will er mit seiner Mannschaft, in der er sich sehr wohl fühlt, im Kampf um den Klassenerhalt so viele Punkte sammeln wie möglich. “Unsere ersten Spiele waren wirklich nicht gut. Mittlerweile spielen wir viel besser. Es hat uns einfach die Routine und auch das Erfolgserlebnis gefehlt. Wir sind ein junges Team, haben noch nicht so viele erfahrene Spieler in unseren Reihen und mussten uns erst in Liga zwei zurecht finden. Aber ich bin mir sicher, dass wir in der Rückrunde gut da sind und der Start besser wird als zu Beginn der Saison. Wir haben unser Selbstvertrauen gesteigert und zuletzt gesehen, dass wir gegen jedes Team eine Chance haben. Wir dürfen nur nicht schläfrig anfangen, sondern von Anfang an alles reinlegen und alles dafür tun, dass es mit dem Klassenerhalt klappt”, sagt er mit Überzeugung in der Stimme.

“Das Leben hier ist schön”

Mit ein Grund für seine Vertragsverlängerung ist auch, dass er sich in Konstanz sehr wohl fühlt. “Das Leben hier ist richtig schön und ich fühle mich total wohl hier, habe jeden Tag Spaß und freu mich auf jedes Training. Ich habe ein sehr professionelles und familiäres Umfeld und ich möchte jetzt auch wieder mein Können zeigen und allen, die mich während meiner Verletzung so gut unterstützt haben, etwas zurückgeben”, sagt der Student der Wirtschaftswissenschaft.

Christos spielte unter anderem schon beim TV Großwallstadt, in der TVG-Junioren-Akademie in der A-Jugend Bundesliga, war dort Torschützenkönig. Weiter spielte er beim Erstligisten FA Göppingen, mit Zweitspielrecht beim Drittligisten TV Plochingen und war auch hier Liga-übergreifend bester Drittliga-Torschütze.

Wie er zum Handball kam, dass seine Familie “handballverrückt” im positiven Sinn ist und einiges mehr, könnt Ihr auf meinem Blog lesen, da ich immer wieder über Christos schreibe.

Ich wünsche dem jungen sympathischen Spieler alles Gute für diese Saison und für die kommende und freue mich, bald wieder über ihn berichten zu dürfen.